Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Tutti Frutti des Brexits

| 547 Lesermeinungen

She’s dressed in yellow, she says „Hello,
Come sit next to me you fine fellow.“
Young MC – Bust A Move

Tutti Frutti – Soft and Chewy steht auf der Süssigkeitenwerbung, die das knallgelbe T-Shirt der Frau vor dem Lebensmittelgeschäft ziert, und sie lächelt lustvoll dem Betrachter entgegen. Sie sieht nicht eben wie Angela Merkel aus, und entspricht auch nicht dem Frauenideal ihres Menschrechtspartners Erdogan: Sie ist jung, emanzipiert und ein türkischer Popstar, dessen Werbung vor dem Geschäft zu sehen ist. Versprochen wird nach ihrem Konzert in München auch eine “After Show Party”, die vermutlich ein leicht anderes Bild muslimischer Frauen liefern dürfte, als es sich die moderne deutsche Feministin vom Schlage einer Manuela-Gina-Lisa Schwesig mit Verschleierungsverständnis vorstellen will. Irgendwas mit Sex und Flirten und ausgelassener Lebensfreude. Kurz, ich befinde mich vor dem multiideologischen west-östlichen Lebensmittelgeschäft, dessen Besitzer als Kommunist aus der Türkei floh, nun überzeugter Anhänger der CSU ist, und darin keinen Widerspruch sieht. Da hängen solche Plakate auch mal neben Reiseangeboten nach Mekka.

Ich besorge, was zu besorgen ist, und an der Kasse sind zwei Männer aus Schwarzafrika vor mir. Sie reden erregt auf Englisch auf die Dame an der Kasse ein, die nur türkisch und deutsch spricht, und nach einigen weiteren Fehlversuchen, die ich für arabisch halte, wenden sich beide Parteien an mich und fragen, ob ich vielleicht dolmetschen kann. Es geht nicht um Merkel oder Erdogan, was man bei der Aufregung vielleicht hätte vermuten können, sondern um etwas bedeutend Wichtigeres: Bohnen. Bohnen orientalischer Art, die ganz anders als unsere grünen Bohnen sind, denn diese Alternative mögen die Herren aus Schwarzafrika nicht. Nach ihrem Geschmack gehören zum Huhn orientalische Bohnen, und von denen haben sie schon alle erworben, hätten aber gern noch mehr. Es geht also darum, ob es noch in der Nähe ein anderes türkisches Geschäft gibt, das solche Bohnen führt. Aufgrund der Gentrifizierung – die Söhne und Töchter der ersten Generation der Lebensmittelhändler betreiben längst Edeka-Märkte, die kaum mehr Kolonialwaren orientalische Waren führen – ist das hier einer der wenigen Läden, die geblieben sind.

Das ist nicht gut, denn zum Huhn gehören nun mal Bohnen, und so fragen sie mich, wann sie denn mit der nächsten Lieferung rechnen dürfen: Dienstag lautet die Antwort, leider nicht eher, aber Dienstag ganz bestimmt und gern auch mehr als üblich. Alle Augen leuchten wieder, alle sind zufrieden, und als wir nach draußen gehen, fragen mich die beiden Herren noch, ob hier denn wirklich keiner englisch spräche. Ich erkläre ihnen, dass die Lingua Franca hier in Deutschland auch für Zuwanderer aus aller Welt nun mal Deutsch sei, und viele des Englischen nicht mächtig wären – insofern, füge ich erzieherisch hinzu, wäre Deutsch schon gut, wenn man hier dauerhaft durchkommen wollte. Nononono, sagt einer, das sei nicht beabsichtigt, Deutsch hätten sie versucht und das sie viel zu schwer und außerdem würden sie auch nicht bleiben wollen, sondern lieber nach England.

Offensichtlich wurde in ihrem Heim das Memo nicht verteilt, dass in der Öffentlichkeit positive Aussagen über die Insel nach dem Brexit zu unterbleiben haben, wenn man weiterhin als guter Europäer gelten will. Eigentlich sollte der Deutsche auch wieder Fähnchen schwenkend auf Plätzen aufmarschieren, das Heil im Anschluss anderer Länder sehen, und sich im Internet beteiligen, wenn es darum geht, mit Hashtags andersdenkende Volksgenossen auf europäische Linie zu bringen: Man macht sich momentan wenig Freunde, wenn man an Europa herumkrittelt, oder sogar beim Brexit mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker kommt, obwohl es in der offenen Gesellschaft gar kein Volk mehr gibt, sondern nur noch Leute, die unterschiedlich lang hier sind. Jedenfalls, die beiden Herren sind nicht aus Neigung hier im schönen Bayernland, sondern aufgrund der aktuellen Reiseprobleme auf die Insel, die sie klar bevorzugen. Ich schwöre, ich habe an dieser Stelle auch das gesagt, was man sagen muss, um ein guter Europäer zu sein: Dass sie Insel nach dem Brexit abzustürzen droht und man nicht weiss, was dann aus diesem Land wird.

Dabei habe ich aber ein paar Punkte übersehen, die mir nun erklärt wurden: England habe nun mal ein britisches System, und das sei besser. Man würde dort Englisch sprechen und hätte daher keine Probleme. In England gibt es eine angesehene nigerianische Gemeinschaft, an die sie Anschluss suchen würden. Ausserdem seien die Winter milder als hier in Deutschland. England sei großartig. Vermutlich muss man in England auch nicht bis Dienstag auf die richtigen Bohnen warten und Angst haben, dass die Gentrifizierungswelle früher oder später auch den letzten orientalischen Laden in einer bayerischen Kleinstadt platt macht. So ist das, wenn man in der besten aller möglichen Welten, im Zentrum des wirtschaftlichen Aufschwungs, in der führenden Boomregion mit Vollbeschäftigung steht und versucht, deren Vorteile zu erklären: Zwei Nigerianer erklären einem, dass man von Commonwealth und seinen Vorzügen keine Ahnung hat.


Das hat mir sehr zu denken gegeben. Ich mein, ich tue das wirklich nicht oft. Ich gehe über die Argumente deutscher Minister gnadenlos hinweg wie über Ex-Stasileute von Holm bis Kahane, und Denken ist nicht so wirklich meine Sache, das strengt nur, an und die ganze Klugheit ist im Gegensatz zu einem Hektar Acker eh weg, wenn man stirbt. Aber eigentlich wollte ich mein Soll an Britenkritik dadurch erfüllen, dass ich der Leserschaft Ratschläge beim Erwerb hoffentlich bald günstiger Silberkannen erteile. Ich hatte schon gute Ideen, mit welchen alten Skandalen ich die Unterschiede der vielen Georges erkläre, die die Briten haben. Ich wollte erzählen, welche Lügen ich mir ausgedacht habe, um die Inschriften auf meinen Kannen von Erstbesitzern, mit denen ich nie etwas zu tun hatte, in die gloriose Geschichte meines Clans zu integrieren. Wie man das halt so macht in unserem alten Europa, denn es gibt sogar ihre Freunde bespitzelnde Stasis, denen nach der Wende die jüdische Identität wieder eingefallen ist, und damit beliebt bei echten Ministern sind. Jedenfalls, ich wollte auch meine ironischen Noten zu den neuen deutschen Ressentiments gegen Engelland beitragen, aber ich habe es mir anders überlegt.

Vielleicht liegen wir nämlich falsch und sind in unserer eigenen Sichtweise des aufsteigenden Landes gefangen. In unserer Sicht ist das Vereinigte Königreich eine frühere Weltmacht, die immer weniger mit unserem Aufstieg mithalten konnte. Ein zweimaliger Sieger der Weltkriege, der nach 1945 verhängnisvolle Fehlentscheidungen getroffen hat, von Strukturkrisen gebeutelt wurde und es nicht verstanden hat, eine neue Rolle zu finden, die zu den neuen, globalen Verhältnissen passte. In der Epoche, in der es für Deutschland nur nach oben ging, ging ein koloniales Weltreich verloren. Gemessen an den Erfolgen der deutschen Wirtschaft schaut es dort wirklich düster aus. Diese deutsche Arroganz muss man sich erstmal leisten können, und mit der dominierenden Rolle in der EU kann sich Deutschland das auch leisten, solange nicht Le Pen, Beppe Grillo oder die Visegradstaaten in Machtpositionen kommen. Unsereins ergötzt sich an Nachrichten, der Brexit könnte jeden Briten 5000 Pfund pro Jahr kosten.

Vielleicht gibt es global aber auch noch eine andere Sichtweise. Vielleicht komt man global mit dem sanften britischen System des “indierct rule” viel besser zurecht als mit der Statthalterschaft, die die Deutschen in Griechenland und Zypern während der Finanzkrise praktiziert haben. Möglicherweise ist es für Inder, Pakistanis und viele andere aufsteigende Nationen wirklich leichter, sich mit den Briten allein zu verständigen, als mit diesem seltsamen Gebilde EU und seiner Bürokratie, das bei weitem nicht so dauerhaft und stabil wie die britische Demokratie – bei all ihren Fehlern – ist. Wir tun so, als sei es das Schlimmste der Welt, wenn wir Verbindungen reduzieren. Möglicherweise finden sich andere, die gern bereit sind, die von uns aufgegebenen Positionen einzunehmen. Vielleicht wollen sie sogar in der Nähe der EU sein, ohne dafür in der EU selbst sein zu müssen. Und vielleicht können sie auch besser mit dem britischen Nationalgefühl umgehen, als mit den von einer Europafahne nur mühsam überdeckten Nationalinteressen vieler Länder, von denen manche interessant sind, und andere möglicherweise schon bald wieder freiwillig an der Seite Putins.

Und gemessen an den Zuständen in dieser Welt jenseits von Deutschland ist die Insel immer noch ein vergleichsweise guter Ort, um zu leben, und gesegnet mit einer Sprache, die jeder leicht lernen kann. Deutschland hat den FC Bayern, Mercedes und des Ruf der Perfektionisten, aber damit kommt man in der restlichen Welt nicht sonderlich weit. Die Briten dagegen waren die dominierende Nation, und ihre Kolonien haben viel von ihnen gelernt und übernommen. Es muss einen Grund geben, warum sich zwei Nigerianer von mir mit dem festen Vorsatz verabschieden, früher oder später in einem Land anzukommen, das man nach übereinstimmenden Meinungen vieler Leitartikler nur verlassen kann. Wir sehen bei den Türken immer nur Kopftücher und Erdogan und die Tradition von Scharia und Islam, und nie sexy Frauen mit knallgelben T-Shirts und sexuell mehrdeutigen Sprüchen. Vielleicht machen wir bei den Briten den gleichen Fehler, und betrachten immer nur die abgewirtschaftete Insel, die in den letzten Jahrzehnten mit uns nicht mithalten konnte, statt als das Zentrum einer alten Weltkultur, die bis heute prägend wirkt, und das nicht im Mindesten in einer schlechten Art und Weise.

Also, was ich noch sagen will: Kaufen Sie mit ihren Euro noch schnell Silberkannen, denn was man hat, das hat man, und man kann es auch wieder reexportieren, wenn die Gefahren innerhalb der EU dazu geführt haben, dass der Euro global nur noch als “Brüsseler Peso” bekannt ist.

151

547 Lesermeinungen

  1. ja,
    Sie haben Recht. Von dieser Seite sollte man das auch betrachten, leider wird das so selten getan.

  2. Bei allem nötigen Respekt vor nie irrenden Leitartiklern der MSM
    – eine Nation, die der Welt Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May geschenkt hat, kann einfach nicht schlecht sein.

    Make Britain great again!

    • So ist es, und nicht zu vergessen
      Monty Python, die Beatles, Rolling Stones und viele andere. Ein Land, das solche Künstler hervorbringt, kann nicht schlecht sein. Ich wünschte, wir hätten so etwas wie die Pythons, bei uns reicht es nur zu einem Mario Barth.

    • Achh Frau Simon
      Wir hatten doch wenigstens Loriot. Den würde ich durchaus auf Augenhöhe mit Monty Python sehen.

    • Da sagen Sie was, wie konnte ich den vergessen
      aber mit Monty Python doch nicht wirklich zu vergleichen oder? Die Ritter der Kokusnuss hätten nie von Loriot sein können. Sein Müller-Lüdenscheid u.a. sind dagegen zwar sehr nett, aber auch sehr harmlos.

    • Make Britain Great Again...?
      Das Empire kommt nicht durch den Brexit wieder, meine ich.

      Zum einen: es hieß doch weniger Ausländer, Kontrolle über die Grenzen – schön, dass die Nigerianer UK toll finden. Jetzt müssen sie nur noch rein.

      Zum anderen: Empire hieß auch Ausbeutung. Auf die werden sich die alten Kolonien doch nicht freiwillig einlassen.

      Beispiel Indien: UK kann sofort Freihandelsabkommen haben, hieß es doch neulich. Aber dann bitte dürfen Inder auch in UK leben und arbeiten.

      Mir ist egal, ob das jetzt auch so in Leitartikeln steht.

      Ich sehe noch nicht, wie das klappen soll mit Brexit.


    • es hieß doch weniger Ausländer, Kontrolle über die Grenzen
      Nicht weniger, nur andere.
      „Weniger Ausländer“ – wann hätten englische/britische Eliten jemals solches Verhalten gezeigt? Wär ja mal ganz was Neues.

  3. Lieber Don
    Mit Wonne lese ich Ihre Texte wobei ich mich immer frage, ob ich mich mehr über die Texte oder mehr über das Vorbeischlängeln an der Zensur freuen soll. Wohl über beides! Erst mit diesen erfrischenden Anmerkungen zu den politischen Irrungen und Wirrungen spüre ich die Scheuklappen die man mir täglich aufzwängen will, was von Tag zu Tag weniger gelingt.

  4. Volksverdummung im Quadrat
    „Unsereins ergötzt sich an Nachrichten, der Brexit könnte jeden Briten 5000 Pfund pro Jahr kosten.“

    Volksverdummung ist nach oben unbegrenzt: Mich als Durchschnittssparer kostet die Zuhälterpolitik des Herr Draghi jährlich 5000 Euro Kapitalverlust. Ich wünsche Merkel, Draghi und alle Brüssler Stricher zur Hölle. Bravo, Engländer, und alles Gute!

    • alle Brüssler Stricher zur Hölle
      Was hat diese Berufsgruppe mit Dr. Merkel und M. Draghi(sch?)
      zu tun. Die Leute helfen anderen zu einer Körpererfahrung der besonderen Art. Sofern kein Zwang ausgeübt wird kann ich daran nichts schlechtes finden im Vergleich zu Negativzinsen z.B. oder mangelnde Öffentlichkeitsarbeit bei der Bundeswehr. Da hat man so schöne Bilder und veröffentlicht sie nicht.

      Ob die von Ihnen erwähnten Stricher Bilder ihrer Ziele veröffentlichen?

      Selbst wenn, würde wohl kein großer Schaden entstehen.

      Ich bin gespannt was UvD Leyen dazu sagt.
      Die Soldaten dürfen ja nicht.
      sry ich springe wieder vom Hölzchen aufs Stöckchen und verzettel mich wieder. Es soll nicht so schnell wieder vorkommen.
      Frühestens morgen.

  5. God Save The Queen!
    Man wird es mir kaum glauben: trotz vorgerücktem Alter ist es mir
    bisher nicht gelungen, das UK einmal persönlich aufzusuchen .
    Die Freuden des Linksverkehrs hatte ich nur auf Zypern. Mein Wissen über
    England & co habe ich nur aus Filmen, Dokumentationen und Büchern (nur ein Beispiel: „Familienbande“ von Thomas Sharpe – wurde vor einiger Zeit hier im Blog empfohlen). Ich sehe: ein bisschen Tegernsee ist überall!

    PS: ich habe heute bei ZON einen höchst weinerlichen Artikel von A. Hagelück gelesen, Titel „Im Villenglück“, in dem ALLES über die Ungerechtigkeiten der Welt, insbesondere am Starnberger See, ausgekippt wurde, die bösen Reichen und (schluchz) die armen Armen, und dass
    natürlich der Haupthebel zur Korrektur von Einkommens- und Vermögensungleichheit darin bestünde, dass die Reichen mehr abgeben
    sollten. Ach du liebe Güte! Wie schlicht man die Welt bei ZON so sehen kann! Der Sozialismus (DDR etc.) hat mMn nur deshalb nicht so wie geplant funktioniert, weil nicht mehr genügend Reiche da waren, die man
    hätte anzapfen können. Da könnte auch FJS selig nichts mehr richten …

    • ... das UK einmal persönlich aufzusuchen.
      Das sollten Sie aber unbedingt einmal nachholen! Ich fühle mich auch schon im vorgerückten Alter, was immer das bedeutet…. Jedenfalls lernte ich ab 1969 Englisch in der Schule. Peter Pim and Billy Ball hieß die Lektüre. Und ab 1972 konnte ich mehrmals meine Eltern überreden ihren Urlaub mit mir auf der Insel zu verbringen. Jahre später besuchte ich diese südenglischen Städtchen erneut, mit meiner Frau, und war über den sozialen Verfall ganzer Stadtteile entsetzt. Damals lernte ich den National Trust kennen und lieben, einer Art Gartenverein nationaler Kulturstätten. Weiter Jahrzehnte später schleppte ich unseren Sohn zum Kindergolfkurs nach St. Andrews. Wir hatten viel Spaß und die erste Selbstbedienungskasse in einem Tesco. Weitere Jahre später besuchten wir unseren Sohn zuerst in seinem Internat in Buckinghamshire und später in seiner Wohnung in London. Von da an wurden wir auch wieder Mitglieder im National Trust. Meine Tips an Sie: Nehmen Sie einen BA Flug zum City Airport. Buchen Sie rechtzeitig, dann ist es preiswert. Stecken Sie James Sherwood’s Discriminating Guide To London ein. Die gesparten Flugkosten geben Sie dann zweifach wieder aus. Der Untertitel des Reiseführers lautet: An unabashed companion to the very finest experiences in the world’s most cosmopolitan city. Na, das verspricht doch einiges…. Übernachten Sie mal im Hartwell House in Aylesbury (1 Autostunde nördlich Londons). Und wenn Sie mit dem Auto fahren, keine Angst, es ist leichter als Sie denken, aber auch in Engelland fährt man leider nicht mehr so rücksichtsvoll wie noch in den 70gern, Sie kennen es aus Malta, nehmen Sie eine P&O Fähre und nicht den Zug. Ab Calais sind inzwischen auf allen Schiffen Restaurants an Bord. Probieren Sie Fish & Chips. Viel Spaß in einem Land, dass mit Deutschland viel enger verbunden ist, als es auf den ersten Blick aussieht.

    • Brutalspeak
      Um es mal ganz brutal zu sagen: die Triebfeder des Kapitalismus heisst „Neid“. Dass ein anderer mehr hat, als man selbst, soll einen selbst motivieren, mehr zu arbeiten und zu leisten, damit man auch mehr hat. „Neid“ ist damit nichts negatives, sondern etwas ganz Normales, das irgendwie kanalisiert und positiv ausgenutzt wird.
      Es gibt aber eine Abkürzung des Weges, genannt „Karriere“, die für die Doofen und die Faulen: den Diebstahl, den Raub, das Wegnehmen von „Mehr“, damit man auch „mehr“ hat (oder der andere „weniger“).
      Weil das aber der im Recht niedergelegten menschlichen Ethik widerspricht, muss man Ethik und Recht uminterpretieren und aus seinem eigenen Neid eine legale Berechtigung machen. Dann kann man rauben und stehlen und sich trotzdem noch gut damit fühlen.
      Dann ist man Kommunist.

    • Pieces of paper ..so we don't have to kill each other just to get something to eat
      @Mx

      Die Triebfeder der Natur heisst Fressen, d.h. andere zu fressen oder ihnen das Fressen zu klauen.

      Nach Tausenden von Jahren des gegenseitigen Abschlachten hat der Mensch den Kapitalismus erfunden und das Fressen in Neid umgewandelt.

      Sie sollten dankbar sein, für diese Erfindung. Ansonsten können Sie gerne irgendwo in Afrika ohne Kapitalismus ihre Überlebenschancen testen.

      (PS.: Hobbes lesen. Danke!)

  6. Eine Kristallkugel...
    … könnte man gut gebrauchen. Wie weit EU-Zentralismus, Rechtspopulismus, Migration, Schuldenberg, Target-Salden und zunehmende allgemeine Unzufriedenheit besser funktionieren als ein in der Tradition gesichertes englisches Politik-Modell, ich wüsste es auch nicht zu sagen.
    Wahrscheinlich scheint mir ein Weiter-so-wursteln a la Saarland oder Holland ( Demoskopie lag oft daneben) oder „Hollande light“-Macron, so lange der Krug eben nicht in den Brunnen reihert…

    Wenn der Krug dann gebrochen haben sollte, weil irgendwo im System ein Papagei eben doch in den Ventilator geflogen ist – wird es spannend, wie man mit dem echten Strukturbruch dann umgeht.

    Momentan scheint mir zur Vorhersage eben die Kristallkugel repräsentativer als Noelle-Neumanns Orakelerben…

  7. DON, wo ist ihr demokratieverständnis !
    werter DON, sie sehen das falsch……………………………..

    der landessender für alt-württemberg/hohenzollern und die neu-württembergische frankenebene – der ex-witwenvilla in der Richard-Wagner-Strasse in Stuagert parallelgeschaltet verbunden – brachte es doch auf den punkt zum Brexit.

    „fast die hälfte der briten haben den Brexit abgelehnt“

    es folgen lauter interviews mit Brexit-gegnern !

    also, respektieren sie doch mal volkes wille !

    noch 7 tage bis zum INN RIVER RACE !

  8. Wunderbar
    Der Text hat mir richtig gut getan. Vielen Dank dafür!

  9. Wenn ich schon Deutscher bin, dann bin ich auch stolz drauf
    Was soll man als Ausländer von einem Land halten, indem sogar die selbsternannten Intellektuellen lieber in der aktuellen Modesprache als in der eigenen nicht nur reden, sondern auch schreiben? In diesem Land müssen alle seit Hunderten von Jahren eingedeutschte Ortsnamen möglichst original ausgesprochen werden, alle Abkürzungen ausländisch sein, selbst Werbebotschaften von urdeutschen Konzernen müssen nach Möglichkeit ausländisch sein (wie PeopleCar, Werthers Echte). Dabei holen sich die, die zur Schaffung neuer Begriffe aufgefordert sind, lieber ein geliehenes Ansehen durch ständig neue Übernahmen aus Kalifornien oder Youtubien als sich um den eigenen Wortschatz und die eigene Literatur zu bemühen. Immer wieder entstehen dabei peinliche Momente, wenn das fremde Konzept, das hinter den schillernden Fremdworten steht, eben nicht ganz richtig verstanden wurde und daher der Begriff falsch verwendet wird, aber das schert unsere Journalisten, Blogger und Werbeleute nicht, weil ihnen das Fremde lieber ist als das Eigene: die Psychologie und die Literaturkunde nennt das – glaube ich – einen Minderwertigkeitskomplex. Und den gab es hier im achtzehnten Jahrhundert schon einmal genauso stark wie nach 1950.

    Die (relativ) kleinen Niederlande, in denen ich das Glück hatte viele Jahre zu leben – weil die Holländer so unkompliziert (gewoon) sind – gehen viel sebstbewusster und freier mit der Einbürgerung von Begriffen um: Ob es Lehnworte wie Kado (lautgleich aus dem Französischen) oder Abkürzungen wie NAVO (für NATO), oder die Transliteration von Eigennamen (Poetin/Putin oder Sjaak/Jacques), alles zeugt von einem stolzen und unverkrampftem Umgang mit der eigenen Sprache, an dem wir uns ein Beispiel nehmen sollten.
    Aber was haben wir? Ich sage nur Gutenacht …

    • Peinlich
      Sie müssen mal durch Bonn gehen und interessiert nach links, rechts und halb-oben gucken und die diversen Beschriftungen an und in den Läden lesen. Die Leute mit Englischfimmel verseuchen unaufhaltsam die ganze Stadt. Man fühlt sich wie eine Art Ureinwohner einer kulturellen Bananenrepublik. Neuerdings wird es übrigens sehr schick, statt England JuKej zu sagen. Eine peinliche Entwicklung.

    • Titel eingeben
      Haben die Leute wirklich „England“ als Synonym für Großbritannien gesagt? Wäre ja einigermaßen peinlich.

      Und gibt es in Bonn eigentlich auch einen „Bad Shop“? Der in Dresden mußte zumachen. Ist ja auch kein Wunder, hähä.

    • Frongreisch
      Dafür steht jetzt in jedem Schaufenster „Sale“. Das heißt auf Französisch „Dreck“.

      PS: Ich war vorgestern in Kissing. Hinterher hatte ich den Ort falsch in Erinnerung und schrieb: „Petting“. Wie ich wohl darauf kommen konnte? Besser jedenfalls als in Oberösterreich. Da gibt es das berühmte Bad Fucking.

    • Mit diesem Assoziationsreichtum
      ist der Hormonstatus noch ohne Befund.
      Testosteronspritzen können Sie sich erstmal sparen.

  10. Jardinieren sind auch empfehlenswerte Geldanlagen
    Es müssen nicht (nur) Kannen sein. Letztens habe ich mir eine silberne Jardiniere gekauft, die Nachahmung einer römischen Schale, die gegen Ende des 19. Jahrhundert in der Nähe von Mainz gefunden worden war. Wenn mich der Draghi mit seiner Nullzinspolitik zu sehr ärgert, dann ist das ein fabelhafter Grund, mir noch ein paar Jardineren anzuschaffen.

  11. Er hat Jehova gesagt
    Es ist wie mit Trump, je verzerrter seine Mimik, umso eher findet ein entsprechendes Foto den Weg in die Presse, auf dass nur niemand irgendwelche Sympathien entwickele. Und nun die bösen Briten, die die Vorzüge einer EU nicht ausreichend zu würdigen wissen, ja die EU einfach verlassen wollen, d.h. so einfach wird man es ihnen wohl nicht machen. Es könnte sonst in anderen Ländern als Anreiz verstanden werden, den gleichen Weg gehen zu wollen. Lieber übt man sich in trauter Einigkeit und lässt niemanden hinter die Fassade schauen. Wo nichts zu finden wäre, meine Meinung.

    Ich beneide die Briten, nicht ums Wetter, das ist hier schon arg genug, grundsätzlich. Sie hatten die Wahl und haben entschieden. Wie es wirtschaftlich weitergeht, wird man sehen, schlimmer als nach 45 kann es nicht werden, eher kauft der Don die Silberkannenbestände in Great Britain auf und gibt hier Tipps, auf was Kaufwillige achten sollten.

    Ein Königreich für Mitbestimmung, Rule Britannia und God save the Queen.

    • Frau Simon
      dieser Tage (dieses Blogs?) scheinen Sie auf Monty Python abgefahren?

      Noch habe ich wenig Schlechtes in GB erfahren. Vor 40 Jahren nicht, vor 20 Jahren nicht, und auch vor 2 Jahren nicht. Das Essen ist gewaltig aufgewertet durch die Südasiaten.
      Es gibt (noch) hervorragende Universitäten, eine nette Menge Leute mit einem Spleen. Sollen wir sagen Individualisten?

      Oftmals wenn ich GB lobend im Kreis von Familie oder Bekannten erwähnte, bekam ich zu hören ‚denen geht es doch wirtschaftlich so schlecht‘. Stimmt. Allerdings fand ich immer, dass es wichtigeres gäbe als das Wirtschaftliche. Humor zum Beispiel, und da sind die Engländer den deutschen haushoch überlegen. Nicht nur haben sie den Jesus Christus des Humors (also mit denselben Initialen: J.C.), sondern auch noch Rowan Atkinson, Not-the-9-o’clock-news, und andere.

      Die Unsäglichkeit sehen Sie auch daran, dass die FAZ ‚uns‘ aufstachelt mit den vermeintlichen 5000 €. Also pro Nase.
      Die 100 Milliarden Verluste durch die Politik der EZB, berichtet von der gleichen FAZ (nur an einem anderen Tag) bleiben hingegen wolkig. Teilen Sie mal diese Summe pro Bundesbürger, und dann waren das 1250 € *pro letzes Jahr*. Und nicht ‚vielleicht‘, sondern tatsächlich erlitten. Und dieses Jahr wird es nicht weniger werden. Also, natürlich nicht im Vergleich zum letzten Jahr!, aber im Vergleich zu einer ’normalen‘ Zinspolitik.

      Und noch was zum Thema: Wer die heute-Show gestern nicht gesehen hat, das aber nachholen will, der sei vorgewarnt. Das war so etwas von so unlustig, und so etwas von so aufgesetztem bashing, das würde nicht mal auf dem nächstbesten Jahrmarkt ankommen.

    • Herr Dippel, ich war schon immer ein Fan von MP
      das konnte in einer Werbeagentur gar nicht ausbleiben und irgendwann konnte ich auch meinen ansonsten doch sehr humorvollen Mann überzeugen, dass Monty Python Humor der Sonderklasse ist. Er hat sich dann bei den Rittern der Kokusnuss vor Lachen gekugelt.

      Sie erwähnen die EZB, fein, vergessen aber die Target-Salden, z.Z. über 800 Mrd., auch die fallen uns eines Tages auf die Füße. Dazu der ESM und weiß der Teufel, welche merkwürdigen Fonds noch in Brüssel aufgelegt sind, für die wir haften dürfen. Dass nun die Sparkassen für alles und nix Geld wollen wurde zwar ausführlich berichtet, mir liegt die Preisliste meiner SSK schon seit Wochen vor und dank Onlinekontoführung bin ich da wenig betroffen.

      Den Artikel nebenan habe ich gar nicht gelesen, wie so viele in letzter Zeit nicht, es lohnt einfach nicht. Man regt sich auf, völlig sinnlos, weil mal wieder ziemlicher Blödsinn verzapft worden ist. Es wird kaum gemeldet, aber viel gemeint und das mag ich nicht. Meinung kann ich selber.

      Und so wie ich unterdessen Artikel nebenan meide, egal ob zu Trump oder manch anderen Themen, meide ich schon lange die heute-show. So richtig lustig fand ich den Welke noch nie, den Schreihals Hassknecht(?) unerträglich und das ewige AfD-Bashing geht mir dermaßen auf den Keks, dass ich das zu späterer Stunde nicht auch noch haben muss. Ob ich die wählen werde, weiß ich noch nicht, ob ich überhaupt wähle, auch nicht, ich warte mal ab.
      Die Anstalt schaue ich mir an, solange nicht eine Kebekus dort rumtobt.

      Übrigens könnte ich jetzt fish and chips essen, mir wäre grad danach ;-) Wer die rheinische Küche kennen gelernt hat, sollte über die englische nicht meckern.

    • Noch etwas, was wir den Engländern abgeguckt haben
      die Proms. Ich wäre zu gern mal bei the last night dabei gewesen, hat sich leider nie ergeben, wird auch nichts mehr. Heute findet so etwas bei uns in manchen Orten statt, aber ich wette, die Stimmung der Briten ist bei uns nicht annähernd zu erreichen.

      Ich verfolge seit Anbeginn diese last night im TV, leider hat man sie doch arg verändert, früher war mehr Publikumsbeteiligung, die Stimmung ist wohl nach wie vor phänomenal.

    • Der englische Humor
      ist maßlos- über und wird vor allem falsch eingeschätzt. Dieser sog. Humor dient vor allem als Krücke, die widrigen Lebensumstände und die gesellschaftlichen Klüfte und Standesunterschiede erträglich zu machen. Das gilt auch für die Spleenigen und Exzentriker. In der Upper-Class wird der „Humor“ und die feine Ironie hauptsächlich als Waffe eingesetzt, um den anderen zu verletzen, ohne gegen die Konventionen zu verstoßen. Es geht darum „Punkte zu machen“ und den anderen zu distanzieren, nach unten natürlich. Rowan Atkinson ist übrigensein Paradebeispiel für die Boshaftigkeit und Destruktivität des englischen „Humors“.

      Das was allgemein als englischer Humor bezeichnet wird, ist ohnehin nur eine Angelegenheit der oberen Schichten. Die Unterschicht hat keinen Sinn dafür und bevorzugt wie überall auf der Welt derberen Klamauk und ehrliche Worte statt „Humor“ und Ironie.

      Wer übrigens als Deutscher behauptet, die Deutschen hätten keinen Humor, hat wahrscheinlich vor allem selbst keinen.

    • 1a-Kommentar,Frau Simon
      Es ist wieder schön, ihre prägnanten , seriösen Kommentare zu lesen. Auch bei allem Einsatz anderer Kommentatoren, das ewige scrollen über lange Abhandlungen, ist fad und weniger würzig, dafür hat der Don zu sorgen. Meist auch in brillianter Qualität. Besser kurz, knackig und an der Grenze, ja Don kann es akzeptieren, als ewig lange Abhandlungen ohne Biss.Sind Sie wirklich eine ex-FDP Abgeordnete? Wenn ja, reissen sie den Gelben, mit dem Hang zum Warmen, den Arsch auf !!! Die sollten sich an Ihnen ein Beispiel nehmen.
      Mach jetzt keine alternative Werbung, obwohl das Bashing einer emokratischen, auch streitbaren Partei (zu Ostzeiten gab es immer 99,9 %), wie bei CDU und SPD, eigentlich menschenunwürdig ist.

    • British Humour
      https://www.youtube.com/watch?v=OGFz9gt0-Fc

      ist ein kurzes Meisterwerk dazu. Natürlich ist es bei Humor wie bei Wein: objektive Kriterien gibt es nicht, er muss schmecken.

      Deutscher Humor ist dann eher so etwas:
      https://www.youtube.com/watch?v=LdPMSd7xA7U
      ?

    • Ich FDP-Mitglied oder gar Ex-Abgeordnete?
      @Schumi

      Um Gottes Willen, die FDP ist für mich seit 1982 tot. Den Putsch habe ich denen bis heute nicht verziehen und Änderung meiner Meinung ist mit einem Lindner nicht zu machen.

      Ich war für 6 Tage in ihren ersten Tagen in der AfD, um nach der Zypernarie entsetzt wieder auszutreten. Weitere Parteierfahrungen habe ich nie gemacht und auf die eine hätte ich auch verzichten können.

      Es gibt merkwürdigerweise viele Frauen, die meinen Namen tragen, ich muss dann zur Absicherung immer noch das Geburtsdatum nennen, was ich äußerst uncharmant finde.

    • Englischer Humor
      Ich liebe den englischen Humor – Little Britain, AbFab, Monty Python, The Leage of Gentlemen, Ruby Wax … und ich mag die Engländer sehr, war über 4 Jahre mit einem Exemplar liiert.

      Wo finde ich vergleichbaren deutschen Humor? Kabarett? Vielleicht noch politisch und moralisierend? Gott bewahre. Da ist doch nichts lustig daran, das geht einen mit seiner angestrengten Bemühtheit und Belehren bezüglich „Haltung“ nur auf die Nerven.

      Allerdings find ich Martina Schwarzmann recht witzig.

  12. Also so krass geht das wirklich nicht!
    Ihre Empfindungen sind zwar sehr verständlich, aber auch bei uns daheim hätte man manchen gern zum Teufel gewünscht. Man war katholisch und jemanden zu verfluchen hat sich niemand getraut, diese Schuld sich auf zu laden. Der Ausweg war dann ein: „Den soll doch der Bär beißen!“ Eine stehende Redewendung.

    Bei uns im Raum Neuburg an der Donau waren Bären extrem rar. Aber ein/der Eber hieß „Saubär“. Forschungen zu diesem Thema habe ich nicht angestellt.

  13. Wie der englische Adel entstand und warum wir den Brexits ablehnen muessen.
    Es ist der Neid. Es ist der ausgesprochen gelbe Neid der Deutschen auf England, warum man Brexits verdammt, und die Tommys gleich mit. Denn was hat schon das deutsche Land an Helden zu bieten, die von der schmierigsten und verwahrlosten alleruntersten Schicht eine kriminelle Laufbahn erfolgreich durchliefen, um danach vom englischen Silberkannenentwerfer zum Adel gelobt zu werden, sozusagen auf Augenhöhe mit Charles, dem Prinzen und seinen schmuddeligen Telefonaten.

    Deutschland hat seinen letztlich doch etwa mickrigen Störtebeker, hingegen England hatte den Schlagetot Captain Henry Morgen (1635 geboren), der nicht nur das schöne Belize zerstörte, sondern auch die reichste Stadt der Welt, Panama-Ciudad überfiel, seine eignen Genossen betrog und das geraubte Gut dem englischen Königshaus schenkte, woraufhin er gleich in den Adelstand erhoben und zum Gouverneur der paradiesischen Insel Jamaika ernannt wurde.

    Dass der gleiche Engländer Morgan ganz ungalant spanische Frauen in die orientalische Sklaverei verkaufte, nun, Opfer müssen überall gebracht werden. Ich wüsste nicht, dass deshalb heute Spanien gegen den Brexits ist.

    Doch das Resultat war: Der Mann Morgan gelobte Besserung, war also resozialisiert und ließ daher seine ehemaligen piratischen Spießgesellen gleich reihenweise hängen.

    Und wenn wir schon beim englischen Adel sind, will ich natürlich auch den verbrecherischen Halunken Drake erwähnen, der unter anderem meine neue Heimat überfallen hatte, aber weil nix zum plündern da war, haben wir wenigstens eine tolle Bucht nach ihm benannt. Und die Queen Elisabeth I ernannte ihn zum Sir. Soviel zum englischen System und dem dortigen Hochadel.

    Seien wir ehrlich, kann da der deutsche Störtebeker mithalten?

    Und diese tiefsitzende Erkenntnis, dass wir diesen Tommys nichts Gescheites entgegen halten können, lässt den Neid aufkommen und die Presse vor Neid zerfressen. Resultat: nichts Böseres in der Welt als Brexits. Oder hat man je den Rollstuhlfahrer Schäuble was Gutes darüber sagen hören?
    Und damit sind wir bei den beiden klugen Nigerianer, die selbstverständlich wissen, dass nur die schwarzen Bohnen, die wir auch in Costa Rica haben, und womit wir Gallo Pinto zubereiten, die wahren echten Bohnen sind, und jenen eigentümlichen Geschmack vorweisen, der in der Schweinshaxe nicht zu finden ist, und in den braunen Schweinsbohnen erst recht nicht. Man darf nur den Koriander nicht vergessen. Erst durch die leicht würzige schwarze Bohne kann der „Bunte Hahn“, das „Gallo Pinto“, entstehen.

    Auch das Oxfordenglisch ist besser zu erlernen als der deutsche Slang im englischen, der sich oft mühsam stotternd in die Welt hämmert, wie ich mitunter schaudern bemerken durfte.

    Nur dass die heutige Queen ihren Hijo nicht an die Macht lässt, lässt schlimmes ahnen. Frauen herrschen über die Insel, wehe, warne ich, wehe dem Manne, der dort noch Mann sein will, ihm ergeht es wie dem argentinischen Militär, dass die geballte Macht der einstigen englischen Weltherrschaft zu spüren bekam, weil es nicht mehr Weltbeherrschend ist, dafür aber die Argentinier es wagten, eine Insel als Eigentum zu betrachten, dir vor ihrer eigenen Küste liegt.

    Das ist etwa so, als würde Bremen Helgoland okkupieren.

    Nur wo ich die Silberkanne unterbringen soll, das weiß ich nicht. Vielleicht im Teebeutel, der in Deutschland so unprätentiös und banal ins heiße Wasser gehangen wird, als ob sich Tee nicht ebenso entfalten muss wie Kaffee und der Brexits.

    God save the Queen, ich mag die Engländer, die sich wenigstens noch etwas Persönliches aufbewahren, politisch und privat, wie den Brexits. Ich nenne das Individualität, die weder ein Maas noch Merkel noch eine Ex-Stasifrau vorzeigen können, außer im schlechten.

    Nachtrag: Dass der komplette Schildkrötenpanzer neben der Silberkanne des Don Alphonso aus freibeuterischen Raubzügen stammt, möchte ich aber nun nicht annehmen – oder gibt es da etwa bayerische Wilderer, die die Wildsau dem bayerischen König zum Geschenk machten und dafür….? Wer weiss das schon, wie er, der Panzer, zum Don kam.

    • Das ist ein Woipertingerpanzer.

    • Ein Wolpertinger ohne Flügel?
      das arme Vieh.

    • Es gibt viele Unterarten.

    • @Tico @Don
      Wie immer zum »Weginseln«

      Die Offizielle Schlachtenmalerin des Imperial War Museum im
      Falkland-Krieg 1982 war die britische Künstlerin Linda Kitson*.

      Auch ’ne Art Freeze:
      Für die Herrschaften welche keine Silberkannen mögen
      konnten jedoch »Überreste« dieser »Kunstproduktion« –
      nach Lieferung der Auftragsarbeit an das Kriegsmuseum –
      auf dem hochpreisigen englischen Markt für Militaria-Kunst
      erworben werden.
      Jetzt lacht das gammelige Portfolio des Altersrenitenten!

      * Im 2. Golfkrieg aka 1. Irakkrieg endete ihre Hoffnung –
      auf eine erneute Ernennung – mit bittersüßen Tränen, da
      John Keane mit Nordirland- und Nicaragua-Erfahrung
      den Auftrag bekam.

    • Wie der deutsche Adel entstand ...
      Wie im Simplizissimus nachzulesen, wurde so mancher Räuber und Soldat, wenn durch Gewaltanwendung und Kriegsverbrechen erfolgreich, während des Dreißigjährigen Krieges im deutschsprachigen Raum zum Adligen.

  14. Minderheitenmeinung
    Der Brexit wird abgesagt werden, weil er sinnlos ist.

    • @Sandra
      Schön.
      Könnten Sie – wenn Sie schon etwas posten – vielleicht auch einen Anhaltspunkt mitliefern, als Argument für Ihre Meinung dass er sinnlos sei?

    • Was sinnlos ist,
      wird die Geschichte zeigen. Es ist eine, auch knappe, Volksentscheidung, die auch von Hetzern zu akzeptieren ist. Das sollte auch in Deutschland Normalität sein, nicht nur die Akzeptanz von Minderheitenmeinungen. Da sind wir Weltspitze, sowie im Verteilen von Geld an vermeintliche Flüchtlinge.

    • Die neuen Freibeuter der sieben Meere
      Sandra hat recht: Der Brexit ist sinnlos. Anhaltspunkte muss sie dazu wirklich nicht mehr eroertern, wo nach all den Stellungnahmen und Zeitungsartikeln aufgrund jedes als relevant erachteten Kriteriums die Sinnlosigkeit dargelegt wurde. Doch Sandra hat unrecht, dass der Brexit deshalb abgesagt wuerde: Die Englaender (ich schliesse hier bewusst die Waliser, Nordiren und Schotten aus) gefallen sich naemlich viel zu sehr in der Sonderrolle, die sie mit dem ganzen Tamtam erwirkten. Vorallem aber gefallen sie sich in der Vorstellung, durch die Wiederbelebung alter englischer Tugenden zukuenftige Herausforderungen zu bewaeltigen. Jetzt kommt es wieder auf das englische Verhandlungsgeschick an – mit der richtigen Mischung aus Kleingedrucktem, Dreiecksdiplomatie, Tarnen & Taeuschen und kaltem Zockergehabe.

      Ganz nebenbei gesagt, passen die beiden Nigerianer perfekt zu Britannien: Sie wollen nicht (die deutsche Sprache) dazulernen, sondern das, was sie gerade koennen, mit maximalem Effekt einsetzen. Zudem schliesst ihr Eigeninteresse nicht England als Staat ein (diese Einstellung teilen sie mit vielen Englaendern im Grundsatz) – vielmehr fungiert England (wahrscheinlich ungewollt) als Wirt der dortigen nigerianischen Gemeinschaft, der sie sich schnellstens anschliessen wollen. Gaebe es in Deutschland eine aehnlich profunde Gemeinschaft, haetten die beiden Nigerianer bereits die ersten (beruehmten Loriot’schen) Jodelstunden hinter sich gebracht.

    • @Goetz Kaufmann
      Sie wiederholen es. Dann übernehmen Sie doch den Stab und sagen, warum der Brexit ’sinnlos‘ ist. Es gibt beliebig viele Artikel, dass er schädlich sei, für alle und jeden. Aber sinnlos? Dann würde ihn doch keiner der Beteiligten wollen. Oder ist er nur für manche sinnlos? ‚Schädlich‘ ist auch nicht gleich ’sinnlos‘. Es hat sich schliesslich jemand etwas dabei *gedacht*, ihn anzuzetteln, durchzuführen, zu propagieren und 48% der Wähler haben ihn am Schluss gewollt.
      Haben die etwas getan, das einfach sinnlos ist? Aus Langeweile?

    • @Uwe Dippel
      OK – zum Thema „Sinnlos“

      Ich widerspreche insofen, als „schaedlich“ und „sinnlos“ wohl zwei verschiedene Begriffe darstellen – doch im Falle der Brexit-Wortfuehrer auf dasselbe hinauslaufen, weil diese Britannien WEGEN des Austritts eine glorreiche, also bessere Zukunft prophezeiten.

      Auch die Annahme, ein Endergebnis koenne sich nicht als sinnlos erweisen, bloss weil man sich etwas dabei gedacht habe, ist unzulaessig. Das Gegenbeispiel liefert ein Film (ich glaube mit und/oder von Vittorio De Sica), in welchem einer Gruppe schraeger, aber liebenswerter Typen die Idee kommt, eine Bank unter den Augen der Oeffentlichkeit auszurauben, indem sie den ganzen Vorgang so gestalten, dass es wirkt, als wuerden sie einen Film drehen. Sie werden aber doch geschnappt, berufen sich allerdings vor Gericht immer wieder auf den Film – bis der genervte Richter anordnet, ihn abzuspielen. Was dann folgt, sind voellig sinnfreie Wackelaufnahmen – die allerdings zusammen mit der Vorstellung, dass dieser Film das Hauptentlastungsindiz stellen sollte, den Sinn erwirkt, dass der Zuseher vor Lachen am Boden liegen solle (was auch mir passierte).

      Die unterschiedlichen Interessen jener Beteiligten am Vorhaben, einen Brexit zu erwirken, liefen derart auseinander, dh. jeder stiess sich quasi bloss vom Thema Brexit in die eigene Interessensrichtung ab, ohne dass das moegliche Zustandekommen des Brexits als Thema selbst irgendwen in Britannien je ernsthaft interessierte: Da gab es einen Premierminister, der sich den Druck des nationalistischen Teils seiner Partei vom Hals schaffen wollte – und die Idee hatte, mit einem Referendum zu pokern, dessen Wunschergebnis ihm die politische Karriere retten sollte.
      Sein Gegenspieler aus der gleichen Partei befuerwortete den Brexit – aber nur zum Schein, denn er rechnete nie mit dessem Eintreten. Alles, was der Mann wollte, war, der naechste Premierminister zu werden. Das Referendumsergebnis ueberraschte ihn nicht nur wie alle anderen, es machte auch einen gehoerigen Strich durch sein Vorhaben. Sinngemaess aehnliches gilt fuer den zweiten Wortfuehrer der nationalistischen Partei.
      Dann die Premierministerin: Sie stimmte zunaechst fuer den Verbleib, spaeter fuer die Einsicht, dass sie unter den gegebenen Umstaenden nie mehr billiger Premierministerin werden koenne als nach dem unruehmlichen Abtritt ihres Vorgaengers – weil das hoechste Amt in der anschliessenden Legislaturperiode von jeder eigentlich als Premierminister in Frage gekommenen Figur als zu unpopulaer erachtet wurde.
      Schliesslich das Volk: Die in den Berichten enthaltenen Analysen der Brexit-Befuerworter weisen auf eine Gruppe meist aelterer Briten, die sich nach der guten alten Zeit (der Empire-Epoche) zuruecksehnen – und denen der Brexit als erster Schritt quasi zurueck in die Zukunft gilt. Dann gibt es jene, die mit EU-Aspekten nicht das geringste am Hut haben, denen aber die Sonderstellung Londons gegenueber Restbritannien seit jeher ein Dorn im Auge war. Desillusionierte Arbeitslosenfaelle, die etwa in Orten wie Nottingham oder Leeds (Nr.1 und 4 der gefaehrlichsten Orte Englands) versauern, ohne je damit zu rechnen, in ihrem Leben um etwas von nationaler Bedeutung befragt zu werden. Doch nun erkannten sie eine Chance, Londoner Anwaelten/Investmentbankern/Geschaeftsleuten ein Bein zu stellen, deren Monatsgehaelter in Leeds fuer je ein Jahr einen ganzen Strassenzug ernaehren koennte.
      Der Rest splittert sich etwa auf in Nationalisten, Auslaenderfeinde – und Leichtglaeubige, die annehmen, ohne EU ging’s Britannien pauschal besser, weil das so in der Zeitung steht. Wenn man will, kann man letztere als die einzige Gruppe Britanniens betrachten, die wahrhaftig den Brexit als solchen aus Gruenden innerer Ueberzeugung waehlten.

      Den Brexit-Hauptakteuren ging es nie um den Brexit an sich – jeder erwirkte etwas,aber keinem interessierte der Gesamtzusammenhang. Doch dessen Effekt ist nun da: Unbeabsichtigt, unwillkommen und zufaellig. Sinnlos – nein?


    • Ist es sinnlos, sich für etwas anderes als das Vorgekaute zu entscheiden, wenn man es sich leisten kann?
      Die Anglosphäre ist weit größer als Europa, Großbritannien eine Insel, Handelsbeziehungen bestehen zu allen Ländern der Welt, Europa ist auf London angewiesen, in Diplomatie und Kriegen hat man Erfahrung – was soll da schon schief gehen können?

  15. Rule Britannia, Britannia, rule the waves .....
    sagt ein Bewohner der britischen Besatzungszone.

  16. Et tu, Brute? Then fall, Caesar!
    Strukturen:

    England war mal Great Britain, danach nur noch England, danach nur noch Europa aber eigentlich nur noch Clans vor und Banker in London.
    Das hat für die Mehrheit der Bevölkerung irgendwie nicht funktioniert.
    Jetzt geht es zurück zu England, d.h. zur Nation, als Grenze, für die Identität und so.

    Dergleichen geschieht in Holland, Polen, etc. und bald auch in Frankreich, Italien und Deutschland.

    Ergo: Europa funktioniert nicht, weil es die Öffnung der Grenzen spätestens durch Merkel nicht verkraftet.

    Merkel hat das beerdigt, was Ihr Ziehvater Kohl damals bei Verdun begründete. Das ist die Tragik von Helmut Kohl, er hat die Mörderin seines Lebenswerk selbst gezüchtet.

    • >>Das ist die Tragik von Helmut Kohl, er hat die Mörderin seines Lebenswerk selbst gezüchtet
      Sehe ich auch (fast) so.
      .
      Allerdings ist (war) es wohl weniger die Tragik – als die fehlende Weisheit.

      Und das ist das Bittere.

    • Und die Tragik seines Lebens ist nun,
      das nicht einmal mehr artikulieren zu können.

      Wenn ich auch nie ein Anhänger von Kohl war, ja nicht einmal jemals die CDU wählte, so wäre es doch von herausragendem Interesse, wie er die Dinge nun wahrnimmt.

    • Goodnight, Sie machen mich lachen!
      Hätten Sie nicht ‚Deutschland‘ in der Feder geführt, hätte ich Sie für einen politischen Philosophen durchgehen lassen können.

      Es ist ja nicht zum ersten Male dass Deutschland – ja, ich sage mit Absicht ‚Deutschland‘ und nicht ‚Führer‘, weil, wenn keiner hinterhergelaufen wäre, hätte der auch nichts zu führen gehabt – die Welt singulär beglücken wollen würde.
      Und ich befürchte, die Deutschen haben sich dieser Tage mal wieder ärmelhochkrempelnd einer globalen Aufgabe untergeordnet: Eine der möglichen Inkarnationen der europäischen Idee, nämlich die derzeitige EU und den EURO, ohne Rücksicht auf Verluste zu retten.
      Kollektives Helfersyndrom.

      Italien ist nicht ‚bald‘ dabei; Italien war schon immer dabei als Nutzniesser im Finanzausgleich. Bei Polen könnte ‚bald‘ stimmen.
      Und die Niederlande und Österreich sind dabei, weil sie sich als Wirtschaftsmacht zu klein fühlen, auf eigenen Füssen zu stehen.

      Frankreich ist ein sehr interessanter Fall: Es würde aufblühen ausserhalb des Euro. Frankreich ist grundsätzlich wirtschaftlich okay, kann aber nie die Produktivität bzw. Lohnstückkosten erreichen wie Deutschland. Im Euro wird es immer hinterherschlingern, und je länger umso schlingern, zwangsläufig.
      Mit einer unabhängigen Währung lässt sich durch leichte Auf- bzw. Abwertung hingegen wieder ein marktfähiger Preis für französische Produkte einstellen. Und in Verbindung mit den ehemaligen Kolonien ließe sich für Frankreich ein Stück souveräner Welthandel herausschlagen. Natürlich war Frankreich extrem wichtig, vor 60 Jahren, um endlich einen Schlussstrich unter 500 Jahre Krieg mit Deutschland (bzw. Teilen davon, was immer eben noch so übrig war) zu ziehen. Ich bin aber sicher, dass nach 70 Jahren Frieden und deutsch-französischer Freundschaft heute keine Gefahr mehr bestünde, dass der eine den anderen angreift; auch wenn sie nicht mehr in der Wirtschaftsunion wären.
      Warum wohl wird Macron gehypt ohne Ende? Weil einige seiner Kontrahenten das ähnlich sehen. Das darf nur auf gar keinen Fall durchdringen! Deshalb werden die anderen Kandidaten nicht erwähnt, oder heruntergeputzt.
      Frankreich käme langsam auf die Füsse, der Exportweltmeister stürzte ab. Da letzteres auf gar keinen Fall passieren darf, muss Frankreich – zur Not auch gegen seine eigenen Interessen – in der EU bleiben.

    • @goodnight
      Das einige Europa ist eigentlich eine geniale Idee, doch sind die Völker zu verschieden. Das sollte auch unsere Weltführerin akzeptieren, weniger ist öfter mehr. Das ist auchdie Geburtsschwäche des Euro und die missratene Kindheit Desselben. Die Grenzöffnung wurde und wird als diktatorischer deutscher Akt wahrgenommen und hat extrem auch GB angekotzt. Merkel hat überreizt und Schulz spielt seit Anbeginn falsch, also ohne Blatt, der positive Populist.Das Europa der Völker, ist vllt. doch eine Alternative. Solang diese noch existent sind, echt traurig, angesichts der Historie. PS: Es gab viele Kriege, jedoch auf anderen Kontinenten, die uns die neuen Supermenschen schicken, genauso. Besserung ???

  17. Ja
    Merci, schöner Artikel. Leider ganz unironisch wahr und unkontrovers.

    Land der Wahl, falls es hier ungemütlicher werden sollte. Man darf aber auch nicht vergessen, wie gross die Klassenunterschiede sind, wie teuer London ist und wie grosse Probleme GB mit Zuwanderern hat, in erster Linie mit den Pakistanischen. Das man auch den polnischen Klempner nicht mag, geschenkt, wir sollten uns vielleicht auch mal fragen, warum der polnische Klempner (und IT Techniker) London den Vorzug gab ggü. Erlangen…

    Englische Universitäten, Englisches Recht, Englische Sprache. Das dominiert weltweit und inbesondere ausserhalb der OECD. Da ist die EU old Europe daneben mit babylonischem Sprachgewirr, komplizierten Abläufen und undemokratischem Denken.

    • Der ponische Klempner
      Paul Collier („Exodus“, bei der bpb, Bonn 2017, sehr lesenswert) hat eine einfache Erklärung warum der berühmte polnische Klempner beim Durchschnittsengländer so unbeliebt ist: In dem Maß, in dem Facharbeiter aus anderen Ländern zugewandert sind, hat die Industrie in England die Ausbildung der eigenen Jugend eingestellt. Es ist natürlich billiger Fachleute von woanders her zu importieren als selber auszubilden. Mit den Ärzten scheint es genau so gemacht zu werden.

    • Tippfehler
      Es muss natürlich „polnischer“ Klempner heißen.

    • Titel eingeben
      und der Shakespeare haut den Goethe glatt vom Brett.

    • Völker der Welt: Der Brite
      „und der Shakespeare haut den Goethe glatt vom Brett.“

      Und der Brite gerät in Raserei, wenn man ihn darauf hinweist dass Shakespeare Franzose gewesen sein soll. Da kennt der gar nichts, der möchte den Frevler sofort mit seinen eigenen Eingeweiden erdrosseln. ‚Just, just, and the men do sympathize with mastiffs in robustious and rough coming on, leaving their wits with their wives; and then give them great meals of beef, and iron and steel, they will eat like wolves, and fight like devils.‘
      So was nenn ich eine Kulturnation.
      Ist das nationalistisch, wenn man Respekt und Verständnis für solch rabiate Schöngeister aufbringt ? Ich meine, wer will schon gerne den größten Dichter an die Froschfresser verlieren.

  18. Ist das der Händler, der Sie immer "Fazmann" nennt?
    Text eingeben

  19. Mixtur aus Eingemachtem und Brüsseler Bürokratismus
    Vorübergehend wird es den Briten schlechter gehen, langfristig lässt sich kaum etwas prognostizieren. Es könnte auch besser laufen.

    1. Der Bankensektor: Er bestimmte alles im Land, machte aber das Leben nicht unbedingt erträglicher für Unter- und Mittelschicht. Kredite sind bedeutend höher bezinst als in Europa und führen daher zu teilweise miserablen Umständen in der Unterbringung.

    2. London bestimmte alles, und Steuergeld wurde in London mehr eingesetzt als in Counties, was man an den Straßen und mangelndem Hochwasserschutz, z.B. in Gloucestershire oder Somerset schnell bemerkt. Gucken Sie Bilder von Tewkesbury bei Hochwasser an.

    3. Die fertigende Wirtschaft wurde so sehr gestutzt, dass es einer Riesenanstrengung bedarf, sie wieder auf die Beine zu stellen. Im Urlaub wurde dort von der Familie ein wirklich schönes Quilt gekauft. Ein Jahr später sollte gleichen Orts ein weiteres erworben werden. Der Ladenbesitzer hatte gewechselt, das Geschäft verkaufte jetzt dünne quiltartige Deckchen aus China.

    4. Das Gesundheitssystem ist ein staatliches, bürokratisches. Jeder, der will, auch ein Tourist, kann sich dort auf Kosten des britischen Steuerzahlers behandeln lassen. So etwas ist einmalig in der westlichen Welt. Die Krankenhäuser quellen über. Gestern oder vorgestern wurde im Dailymail berichtet, dass ein britisches Kleinkind mit einer Hernie, die dringend hätte operiert werden müssen, auf Warteliste in seinem Krankenzimmer starb. Das Gesundheitssystem ist hausgemacht, nicht von Brüssel, genauso wie die Farmerhecken allüberall, die eine gesunde Verbreiterung mancher Straße verhindern.

    5. GB hat viel zu viele Migranten und viel zu viele Billigjobs. Außerdem zu wenig mittleres Business und massenhaft Mammutfirmen, die mit Billigkräften operieren. All das hausgemacht. In den meisten Hotels arbeiten Slawinnen, die man nachts auch in einem der besten Clubs in Mayfair sieht bzw. davor, zwischen dunkelhaarigen Geldsäcken aus dem Osten und Middle East, die mindestens im AMG vorfahren.

    6. Die zwei Nigerianer in ihrer eigenen Enklave mit schwarzen Bohnen brauchen sie genauso unbedingt wie wir hier. Deren Vorstellung von milden Wntern ist schlichtweg absurd, denn ein feuchter Winter ist gefühlt kälter. Diese Leute haben einfach keine Ahnung, und ihr Dasein in Europa ist einer grotesken Bevölkerungsexplosion in Nigeria zu verdanken, die Heinsohn am besten dargestellt hat. Eine Dosis chinesische Bevölkerungspolitik würde Lagos nicht schaden.

    Das UK kommt nur auf den Posten, wenn sie nicht alles auf Brüssel schieben, sondern ihre hausgemachten Probleme mit reparieren. Hierzu gehören Spinnereien wie ein neuer Flughafen in Kent (von Boris), statt Gatwick zu renovieren und zu erweitern, City aufzugeben und Stanstead zu erweitern oder umgekehrt. Vielleicht war der absurde Gedanke sogar angeregt von dem Berliner Wahnsinn. Dass man Brüssel verlassen will, ist absolut nachvollziehbar, aber Brüssel als Sündenbock sollte keine hausgemachten Probleme zudecken, von denen mir das größte die fehlende Krankenversicherung und die Versorgung von Ausländern auf Kosten des britischen Steuerzahlers zu sein scheint und das zweitgrößte die Fixation auf die Metropolis London.

    Silberkannen kriegen Sie dort auf jedem Flohmarkt. Versichern Sie Reifen und Felgen Ihres Mietwagens, sonst kann die Silberkanne teuer werden.

    • Farmerhecken
      Es gibt keine GESUNDE Verbreiterung der Strassen durch Entfernung der Weghecken, die übrigens eine ökologisch wirksame und landschaftsgestalterische Kunstform sind, ganz im Gegensatz zu dem Ihnen offenbar vorschwebenden beschleunigten Verkehrsfluss.
      Wirklich gesund sind die vielfältig belebten Hecken und die durch dieselben
      geschützten Acker-und Wiesenflächen.
      Mit sinnlos aufs Tempo drücken kommen Sie in England nicht weit. Diese Einsicht missachtet zu haben kostete schon Lawrence von Arabien das Leben, als er sich, zwischen den Farmerhecken von Sussex dahinrasend, das Genick brach. Den Mann trieben seine ganz besonderen Dämonen.

  20. Märchen
    Gestern habe ich mit Experten aus dem Fahrzeugbau in der Türkei unterhalten. Die Lage im Land ist viel schlimmer, als sie bei uns veröffentlicht wird. Der Aufschwung in 4Q16 ist gelogen. Die Universitäten funktionieren nicht mehr, die Schulen auch nicht. Die Firma hat gerade eine zweite Niederlassung in Deutschland gegründet. D.h. die türkische Industrie beginnt, Arbeitsplätze zu exportieren.
    Und was die Berichterstattung über GB betrifft, so wird hier gelogen. Wir leben bekanntlich in Zeiten, wo die bürgerliche Demokratie, jene mit Legislative, Exekutive und Judikative, von innen ausgehöhlt wird. Das Projekt nennt sich EU. Das ist ein Konstrukt, in dem die Legislative nicht zu melden hat. Und jetzt hat sich ein nicht gerade unwichtiges Mitglied verabschiedet. Das darf sich unter keinen Umständen wiederholen. Aber vorsichtshalber sind ja unsere Transatlantiker dabei, mit Ceta, Ttip und Tisa die nationalen Exekutiven überflüssig zu machen. Das Projekt Postdemokratie läuft. Die bösen Briten wünschen wir jetzt die Pest an den Hals.

    • TK heute und D. damals
      @ Türkei: Ich vermute, daß Sie Recht haben. Die Aggressivität der Äußerungen Erdogans 2017 ist durchaus vergleichbar mit derjenigen Hitlers 1938/Frühjahr 1939. Die Türkei ist wie D. 1938/39 kurz vor dem Staatsbankrott. Zur fiskalischen Lage D.s 1938/39 siehe bspw. sehr anschaulich Götz Aly: Der Volksstaat.

      Interessant in diesem Zusammenhang: In D. scheint sich niemand Gedanken darüber zu machen, ob (1) das Referendum in TK eine freie, nicht manipulierte Wahl ist. Und (2): was macht Erdogan, wenn er verliert?

    • Keine Frage
      Postdemokratur läuft
      Denke ich auch und Herr Erdogan macht’s vor jeden Tag, deshalb ist die Frage „Was macht Erdogan wenn er verliert?“ vollkommen überflüssig. Erdogan verliert nicht. Punkt.
      Der einzige in der momentanen Postdemokratie ,der sich ein wenig schwer tut, ist Trump. Er wird durch Gerichte gestoppt. Welches Gericht hätte Merkel stoppen können??
      Also das System der Checks and Balances ist offensichtlich gar nicht so schlecht. Womit wir beim Brexit wären. Eine absolute Mehrheit der Wahlberechtigten hat für den Austritt gestimmt. Wer sich daran stört hat offensichtlich ein Problem mit Demokratie an sich. Womit wir bei der EU wären…


    • D.h. die türkische Industrie beginnt, Arbeitsplätze zu exportieren.
      Oha.

  21. Prosit auf eine glorreiche Zukunft
    Na ja, wenn man sieht, welch illustre Koalition so den Brexit unterstuetzt hat und weiter vorantreibt, von Trump ueber Putin bis zu Marine Le Pen, dann kann man den Briten nur Glueck wuenschen.

    Wenn es schief geht und der Commonwealth doch nicht an der Tuer von Number Ten Schlange stehen sollte, um dicke Fish&Chips-Bestellungen aufzugeben, bleibt Ihren beiden neuen nigerianischen Freunden ja noch Trumps Amerika, dort wird ja auch so etwas wie Englisch gesprochen, heisst es.

  22. Well...
    Ich bin mir nicht so sicher, ob diejenigen Briten, die für den Brexit gestimmt haben, die beiden Männer aus Nigeria, die zurzeit offenbar in einem oberbayerischen (Asylbewerber?-)Heim leben, mit offenen Armen empfangen werden…

    Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage, der nach der aus seiner Sicht erfolgreichen Brexit-Abstimmung zwar sein gut-dotiertes Mandat im EU-Parlament behalten hat (wo er außer in Form von bestenfalls launischen, schlimmstenfalls polemischen Redebeiträgen im Plenum faktisch nichts geleistet hat), ansonsten aber die Verantwortung dafür, das UK nach dem Pro-Brexit-Votum zu für die Briten günstigen Bedingungen aus der EU herauszuführen, großzügig anderen überlassen hat, meinte zwar unmittelbar nach der Volksabstimmung, nun könne man sich wieder den wirklichen Freunden zuwenden, dem Commonwealth.

    Ob aber die Briten, die sich von polnischer und anderer Migration aus der EU bedroht fühlten und deshalb für den Brexit stimmten, laut jubeln werden, wenn Polen und andere EU-Bürger durch (weitere) Migranten aus Nigeria oder Pakistan ersetzt werden, wage ich doch stark zu bezweifeln.

  23. Demokratieverständnis
    Ich denke, das angelsächsische Demokratieverständnis ist grundlegend anders, als das kontinentaleuropäische. Hier steht die „Weisheit“ der Entscheidung und der langfristige „Nutzen“ für die Allgemeinheit im Vordergrund. Dort steht mE. im Vordergrund, wie das Problem, dass ein an sich in seinen Entscheidungen freies Individuum möglichst „fair“ Teile seiner Freiheiten aufgibt und an gewählte Vertreter deligiert gelöst werden kann.

    Diese ganz unterschiedliche Gewichtung führt dann dazu, dass man jeweils ganz erstaunt und erschrocken zum Nachbarn über das Meer blickt
    wenn die Nachteile des jeweiligen Systems zu Tage treten.

    IMHO produziert das angelsächsische System grob verallgemeinert „dümmere“ Entscheidungen, ist aber robuster gegen totalitäre Tendenzen.

    • Demokratieverständnis und Wahlrecht
      Entsprechend ist ja auch das Wahlsystem anders: das Mehrheitswahlrecht schafft klare Verhältnisse (manchmal können sie allerdings seltsam sein…) und erleichtert Änderungen, auch grundlegende. Eine schleichende Machtansammlung kann bei jeder Wahl final gestoppt werden, solange das System noch gültig ist.
      Unser Verhältniswahlrecht ist beinahe zwingend auf Koalitionen angewiesen, über die aber eigentlich gar nicht abgestimmt wird. Und bei entsprechender Stimmenverteilung (eine große plus eine kleine Partei haben zusammen eine Mehrheit) bestimmt eigentlich die drittstärkste Partei den Kurs. Das war hier jahrzehntelang die Domäne der FDP – Regierungswechsel gab es da häufiger wegen Koalitionswechsel als wegen anderer Wahlergebnisse.

  24. Auch die Nigerianer sitzen einem Irrtum auf
    „Vielleicht machen wir bei den Briten den gleichen Fehler, und betrachten immer nur die abgewirtschaftete Insel, die in den letzten Jahrzehnten mit uns nicht mithalten konnte, statt als das Zentrum einer alten Weltkultur, die bis heute prägend wirkt, und das nicht im Mindesten in einer schlechten Art und Weise.“

    Natürlich sehen die Nigerianer etwas anderes als wir. Wir sehen eine ganze Insel, aber sie sehen im Wesentlichen – London. Und es ist ja auch naheliegend, welche andere Stadt bekommt man denn in TV und Internet sonst im Wesentlichen zu sehen, wenn „England“ vorgestellt wird? Manchester, Leeds oder Sheffield sind Namen, die in erster Linie mit Fußball in Verbindung gebracht werden, aber sicher nicht mit Reichtum oder Aufschwung. Außerhalb der großen pulsierenden Metropole ist Britannien doch längst ein Schatten der eigenen Vergangenheit, und die Briten wissen das sehr gut. In Frankreich haben wir doch das gleiche Phänomen.

    Im Grunde haben wir es wieder mit dem alten Gegensatz zwischen Zentrum und Peripherie zu tun. Menschen sind nun einmal so: Sie gehen dorthin, wo ein gutes Leben lockt, wo der Reichtum ist. „Deutschland“ ist ein Name, der auf internationalem Niveau Reichtum verspricht, aber nicht „Berlin“, „Hamburg“ oder „München“. London und Paris sind eben Städte, die in Architektur und Atmosphäre noch immer imperialen Glanz und damit auch Reichtum verströmen, als das Ergebnis jahrzehnte- oder gar jahrhundertelanger Entwicklungen. Mit dem deutschsprachigen Raum mag man Vieles verbinden, das Sie ja auch aufgezählt haben, aber sicher keine pulsierenden, reichen Metropolen. Wien hat die Aura verblassten Glanzes, München sieht im Grunde noch immer aus wie die zweitklassige Residenzstadt eines mittelmäßig bedeutenden Königreiches, Hamburg als ehemalige Stadtrepublik fällt völlig aus, und Berlin…

    Ach, Berlin. Vielleicht hätte Berlin heute die selbe Ausstrahlung wie London oder Paris, wäre die Imperialisierung des Stadtbildes, wie ich es einmal nennen möchte, nicht mit dem Untergang des Kaiserreichs unterbrochen worden. Die Stadt musste die Umwandlung in ein Zentrum universalen Terrors erleben, den Bombenkrieg, Vierteilung, räumliche Einengung auf der einen und marxistisch-leninistische Misswirtschaft auf der anderen Seite. Heute mag es mit Berlin verglichen mit der Zeit des Kalten Krieges langsam (seeeeehr langsam) wieder aufwärts gehen, aber die Narben des 20. Jahrhunderts sind unübersehbar. Selbst die Neubauten der Berliner Republik, wie man heutzutage so schön sagt, wollen nicht recht ins Stadtbild passen. Einerseits sollen sie wichtig wirken, andererseits aber nur ja nicht zu protzig, man könnte ja meinen… nun ja. Ich habe nicht umsonst einmal von einem Austauschstudenten den Satz gehört, die Regierungsgebäude sähen selbst für eine mittelgroße chinesische Provinzhauptstadt nicht repräsentativ genug aus.

    • Provinzhauptstadt
      Mit der Kohlschen Kanzlermonstranz hat man sich ein ganz besonders zeitgeistiges Architekturbonbon geleistet. Passender Rahmen für das
      derzeit dort weilende Direktorat.


    • Kanzlermonstranz
      Waha, das ist gut, darauf war ich noch nicht gekommen.

  25. Democracy
    Verehrter Don,
    Nicht nur wieder sehr schön formuliert sondern auch den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Mir hat ein befreundeter Engländer, der seit 20 Jahren in Oberbayern lebt, gesagt, dass die Britten ein in Jahrhunderten geübtes Verständins von Demokratie haben. Dieses Gefühl sei durch „Brüssel“ massiv gestört. Das begründet die Entscheidung zum Brexit.
    Das muss man nicht verstehen – wobei ich das sehr gut verstehe – aber man MUSS es zumindest tolerieren. Aber genau das schaffen unsere Lichterkettenjournalisten (zitiert nach DA) ja nicht; diese intellektuelle Übung ist ihnen zu schwierig weshalb alle Andersdenkenden als geistig minderbemittelte Nazis oder Neonazis bezeichnet werden.
    Manchmal denke ich mir, es gab vor nicht allzuvielen Jahrzehnten eine Insel vor Europa, deren Bewohner eine klare Haltung hatten ( wobei man auch nicht alles, was damals auf der Insel entschieden wurde, nachvollziehen können muss). Ich hoffe nicht, dass solche Zeiten nicht wieder kommen. Aber sicher bin ich mir nicht und denke deshalb – klingt bizarr – des Öfteren darüber nach, dort ein Stück Land zu erwerben, damit man wenigstens einen Grund vorweisen kann, um auf die Insel gelassen zu werden, wenn der Kontinent unter Stasi-Maas-Zensur, grüner Wirtschaftspolitik und linker Innenpolitik garniert mit mediterranen Schuldenbergen abraucht.
    Ich hoffe, dass wir das nicht erleben müssen, aber nach Trumps Wahl ist ALLES vorstellbar.

    • Demokratie von......hahaha......unten
      Man kann sich leicht das unaufhörliche Zähneknirschen in den vielen Local,
      City und District Councils vorstellen, wenn bei jeder Beratschlagung auch noch die Weisheit der brüsseler Papiertiger……ausgerechnet!……erwogen werden muss. Das kulminiert halt in einem…..BREXIT.
      Brussel hat nur im Sinn von Brussel Sprouts einen guten Klang in englischen Ohren und das sind die leckeren Knöllchen von Rosenkohl.

  26. Unser Täglichporno gib uns heute: Mega After Show, tßtßtß (jawoll, es waren wieder drei ß drin!
    Hatte seinerzeit (zu unseres Niederländers Vergnügen) etliche „Borsten“ verlinkt – soll ich mal tief in die Analkiste greifen?

    (Ab Mittag lass die Arbeit ruh’n und freu Dich auf den After nun.)

  27. Die historische Notwendigkeit der europäischen Einigung
    Was mich am meisten am Brexit erfreut ist folgendes. Der Brexit durchbricht den Automatismus von Erweiterung und Vertiefung. Etwa seit ’89 wurde die EU regelmäßig erweitert und vertieft, bevor vorangegangene Erweiterungen und Vertiefungen verdaut waren. Euro-Krise noch nicht gelöst, aber mit der Ukraine eine Assoziation aushandeln, beispielsweise. Diese fast zwanghafte Erweiterung- und Vertiefungslogik hat der Sache nicht gut getan.

    • Der springende Punkt
      Genau das ist der springende Punkt: der Automatismus der Erweiterung und Vertiefung durch sie Verselbstständigung der Brüssler Eurokratie. Diese hat das europäische Friedenswerk – welches die EWG sein sollte – zutiefst gefährdet. Weil in Brüssel nur noch in der Kategorie „Erweiterung des Wirtschaftsraumes“ gedacht wurde und wird statt in „Stabilität der Kernländer, von denen ein neuer Krieg ausgehen könnte“. Was die letzte Grosstat – die Gespräche mit der Ukraine – für den Frieden gebracht haben, ist offensichtlich, wird aber nicht thematisiert. Was die vorherigen Osterweiterungen an Unbill für die arbeitende Mittelschicht gebracht hat, wird ja leider auch unter den Tisch gekehrt. Nur in England nicht mehr – mit den bekannten Folgen: dem auch von mir sehr begrüssten Brexit.

  28. Erinnerungen
    Danke für den netten Text. Sofort wurden die Erinnerungen an 1988/89
    wach da wir im Vereinigten Königreich weilten. Der tägliche Umgang mit den Insulanern war angenehm,Ausnahmen gab es auch.Z.B. die Wiedervereinigung DDR/BRD. Da fiel schon manches harsche Wort.
    Die Insel ist schön,sehr schön.Auf der Fahrt nach Schottland um Urlaub zu machen kamen wir an einer nordenglischen Stadt vorbei,Name habe ich vergessen.Mein Gatte wollte hier seine Karriere fortsetzen.Während seiner Bewerbungsgespräche sah ich mich in der Stadt um und erbleichte.Ich wähnte mich in Pakistan. Später erklärte ich dann meinem Mann:Karriere ja,aber ohne mich.
    Heute sehen unsere Großstädte ähnlich aus.
    Lassen wir die Britten ihren eigenen Weg gehen.
    Soviel Toleranz muss sein.

    • Äpfel und Birnen
      Nachtschattengewächs,

      nicht nur dem Augenschein trauen. Ich habe jahrelang mit gebildeten Pakistanern gearbeitet, und das war voll in Ordnung. Es sind nämlich in den meisten Fällen Pakistaner der gebildeten Schicht, die nach GB gehen durften. Die Hautfarbe mancher Neuankömmlinge hier scheint ähnlich. Nur: die zu erwartende Schicht von Herkunft und Bildung ist eine gänzlich andere.
      Ihr Beispiel wäre kein Argument gegen GB, sondern eines dafür.

    • Äpfel und Birnen
      Manche Leute mögen es gar nicht wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht.
      Ich verstehe das gar nicht. Man kann Äpfel und Birnen auch mit Gurken vergleichen oder Äpfel, Birnen und Gurken mit Granitschotter.

      Man kann auch ins Detail gehen und verschiedene Äpfel vergleichen,
      sogar verschiedene Äpfel der gleichen Sorte. Man könnte es noch steigern und einen Apfel durchschneiden und die Hälften vergleichen.

      m.E. geht es doch immer darum ob man merkt das es unterschiede
      gibt. Wenn ich nie Äpfel mit Birnen verglichen hätte wüsste ich doch gar nicht was so ein Pferdeapfel von einer Glühbirne unterscheidet.

    • Augenschein und Erfahrung
      Zitat:“Es sind nämlich in den meisten Fällen Pakistaner der gebildeten Schicht,die nach GB gehen durften.“
      Ein Großteil der heute in GB lebenden Pakistaner und Inder kam nach dem 2.WK,also in den 50er Jahren ins Land.Bis 1958 konnte jeder als Mitglied des Comm.Wealth einwandern. Viele kamen aus ländl.Gebieten und fanden Arbeit in der Kohle-und Stahlindustrie und in der Textilind.
      In allen drei Bereichen,wie bekannt,gab es bald nur noch wenige Arbeitsplätze.Sicher gab es damals und auch heute Pakistaner der gebideten Schicht.Überwiegend wanderten aber nicht diese ein. Ein Phänomen das bekannt ist,ist dass es den Indern gelang aufzusteigen,während viele pakistan.Einwanderer es auch heute in der 3.Generation nicht geschaft haben.Dies ist in allen Einwanderungsländern zu beobachten,auch hier bei uns.(die berümten Ausnahmen gibt es,ich kenne sie persönlich)
      Ab den 80er Jahren gab es bis heute immer wieder Unruhen in unregelmäßigen Abständen.
      Ich selber habe in den 80er Jahren einer indisch-pakistan.Familie geholfen und kam dadurch mit vielen Pakistanern in Berührung. Meine Erlebnisse würden hier den Rahmen sprengen. Die Bereitschaft zu Anpassung und Lernbereitschaft war gering.(Religion bremst den sozialen Aufstieg)
      Die Insulaner sind uns mit diesen Problemen um einige Jahre voraus.

    • Reconquista ???
      Ist noch nicht beschissen genug und ausweichen in Klein-sowie Mittelstädte für länger Dagewesene noch möglich. Toleranz ist immer relativ, solange der eigene Untergang nicht im Drehbuch steht. Die Moslems werden jedoch das Drehbuch schreiben.
      Was sind wir im Koran- Kuffar !!! Ungläubige, des Todes würdig !!!
      Reconquista oder Niqab und Kinderehe, entscheidet Euch !!!

  29. Die angenehmen Seiten des humorvollen Konservativismus
    das ist es was ich an den Briten am meisten schätze. Und die unterirdische Humorlosigkeit, das ist es was ich an den Deutschen am meisten hasse. Ich werde hier in Foren oft angemacht von solchen Humorhassern (möchte nicht wissen was sie über mich sonst noch so verbreiten), die ihrer eigenen Meinung nach sicher alles sind: gute Europäer, gute Flüchtlingsversteher, gute Demokraten (ist das nach dem 2. Weltkrieg hierzulande nicht jeder?), gute Moralkorinthenkacker. Was sie für mich ganz sicher nicht sind: gute Humanisten, denn dazu fehlt es ihnen am Humor (der bestenfalls auf Schenkelklopfer M. Barth oder infantilem Kerkeling-Niveau ist).

    Ich habe Anglistik und Übersetzungswissenschaften studiert, war lange in GB und darf mich wohl als Kenner der Briten und der Insel bezeichnen. Was mir dort als erstes angenehm auffiel: man wird nicht sofort in irgendeine Kategorie gesteckt, die Leute gucken einem nicht bei allem extrem auf die Finger, man ist reserviert aber dennoch herzlich und der ausgeprägte Sinn für subtilen Humor lässt erkennen, dass es sich oft um sehr genießbare Charaktere handelt.

    Wenn in England einer seine Badewanne hernimmt, Räder und einen Rasenmähermotor dran montiert und das ganze Gefährt dann mit einem auf einen Besenstiel geschraubten Klodeckel lenkt wird er weder sofort in die Geschlossene eingeliefert noch kommt postwendend die Polizei oder ein TÜV-Mitarbeiter und verlangt nach den Zulassungspapieren. Nicht grenzenlose Libertinage aber Freiheit im besten Sinne. Wohltuend.

    Niemand organisiert Großevents so stimmungsvoll wie die Briten. Das Wetter ist auch bei weitem nicht so schlecht wie immer wieder behauptet wird. Aber vor allem in Sachen Atmosphäre bekommen sie von mir eine glatte 1.

    Auch zu anderen Ethnien hat man ein entspanntes, zwangloses Verhältnis. Die meisten kommen aus ehemaligen GB-Kolonien und sind sowohl mit der Landessprache als auch mit den Sitten und Gebräuchen vertraut schon bevor sie die Insel erreichen. Da braucht es keine Gesinnungspolizei, die jedem ständig auf die Finger schaut und überprüft, ob man vielleicht irgendwelche ausländer- oder sonstwie minderheitenfeindlichen Aussagen macht. Bei uns hat sich mittlerweile eine schon extrem virulente Denunziationskultur entwickelt, die der Gestapo und der Stasi in nichts nachsteht.

    Was die GB-Frauen angeht: sie sind für mich noch weit VOR den Russinnen (und die sind ja weiß Gott nicht schlecht) die besten Frauen auf dem Globus. Einer echten Lady ist jeder Mann gern zu Diensten, es sei denn er wäre ein übrig gebliebener Neanderthaler (und den lasse ich [eigentlich ein Frauentyp, ähem, ähem] bei Kampfemanzen hierzulande schon mal raus). Bereits Nietzsche sah das so.

    Warum haben die so tolle Frauen? geben die ihnen irgendein besonderes Futter? Ich glaube es ist die Mischung aus germanischer Solidität und einem Schuss romanischer Finesse. Englisch ist eine germanische Sprache, aber diejenige mit dem stärksten romanischen Einschlag (kommt über das Französische, siehe 1066, William the Conqueror, etc.). Man könnte philosophische Betrachtungen über den Ursprung der britischen Liberalität anstellen. Ich glaube er ist genau dort zu verorten: etwas mehr als 50% germanisches Erbe, der Rest zumeist aus der romanischen Ecke.

    Traditionsbewusstsein selbst bei vielen jungen Leuten, Verwurzeltheit in einer Kultur, die schlau viele Stürme überstanden hat, Demokratie nicht als etwas von oben Aufoktroyiertes, etwas papageienhaft gelerntes, sondern als etwas von unten Erarbeitetes.

    Kontinentaleuropa dagegen ist für mich ein Hort der Verlogenheit-hinter den politischen Sonntagsreden das blanke Elend. Und so gut wie nichts funktioniert wie es soll, siehe EZB, Schengen, Euro.

    Nein, nein, ich beglückwünsche die wackeren Briten zu ihrem Brexit: Ihr habt es besser in eurer „Splendid Isolation“ die keine splendid loneliness ist.

    Sobald ich mal wieder Geld und Zeit habe komme ich Euch besuchen.

    • Das muss lange her sein
      Was die Frauen betrifft, bin ich fassungslos. Gut, manche, ja schon. Die älteren Frauen aber in ihren plüschigen Röcken, die völlige Degeneration der Figur durch vier Mahlzeiten, Frühstück und Tea Time fett, lassen mich das nicht bestätigen. Die jungen neigen entweder zum Kubus oder zu Anorexie vor Angst, zu verfetten. Der Kleidungsstil ist, wenn Sie Herzogin Kate abziehen, einfach unterirdisch.

      Ich bin wirklich erschüttert von dieser Einschätzung und denke über britische bots nach. Die Schönsten, wenn Kleidung, Portemonnaie und Aussehen zusammengezählt werden: Die Italienierinnen und danach die Französinnen.

      Der Bildungsstand bezüglich Sprachen und Geographie so unterirdisch, dass eine Briten uns erzählte, sie fahre Skifahren nach Val d’Isère, und das sein ein „village in the French Alps“. Wir unterdrückten mühsam ein „You don’t say“. Kein Vergleich insgesamt mit Amerikanern und Amerikanerinnen, die in Europa reisen. Erstere: Schreiende herumrennende Blagen im Restaurant oder Hotel, letztere: Traumhaft erzogene Kinder, hoher Bildungsstand, jeglichem deutschen Vorurteil widersprechend.

      Die schleichende Degenaration beschrieben von Theodore Dalrymple (Nom de plume) in seinen Büchern, vor allem: „Life at the bottom“. Er beschreibt gleichfalls, wie sich die Mittel- und Oberschicht dorthin ziehen lassen.

      Der Alkoholkonsum unter Jugendlichen wohl der extremste in Europa. Hassprediger Anjem Choudhari war einst Teil davon, was zur Ennüchterung und Radikalisierung durch einen Imam führte.

      Wann haben Sie zuletzt dort gelebt?

      Die Toleranz gegenüber anderen Ethnien ist durch den Überlaufeffekt zum Stillstand gekommen. Die zweitstärkste Partei bei den Wahlen 2015 war UKIP.

      Ja. Das war mal ein sehr schönes Land mit toleranten, humorvollen Bürgern, speeches an Hyde Park Corner, hoher Meinungsfreiheit, hervorragender Musik und gut erzogenen Gören. Heute schlagen sie einem draußen im Café (draußen!) fast die Zigarette aus der Hand. Wenn Sie falsch parken, sind Sie schnell bei 70 BP. Wenn Sie vergessen, die Gebühr von Dartford Crossing innerhalb von 24 Stunden zu zahlen oder in die falsche Straße in London einbiegen, sind Sie bei hundert.
      Wenn Sie Müll an der falschen Stelle entsorgen, sind Sie bei tausend.

      Den Leuten merkt man das inzwischen an. Die sind korrekt und geduckt. Ein anderes Ding ist der schnelle Griff zu compensation-Klagen.

      Es erzähle mir keiner, das habe alles Brüssel gemacht. Ich habe eher den Eindruck, dass Brüssel versucht hat, das zu kopieren. Allerdings kenne ich keinen Franzosen, der sich danach richtet.

    • Typich britich, würde Heynckes sagen
      Habe eine Zeitlang in SAF verbracht, mein Vater länger. Da hatten wir englische und schottische Nachbarn. Alle eine Spur skurril, gedankenschnell und witzig.
      Andere Nachbarn, Deutsche und Schweizer, langweilig, schlechte Verlierer.
      Einer hat meinem Vater ein Buch über die Etikette beim Golf geschenkt, weil mein Vater als Longhitter relativ leger und wurschtig par 5 spielte, während sie mit der Platzreife ihre Probleme hatten. Da stand er knapp drüber und sie mussten weiterhin seinen Spott ertragen.

      Zu Ihrem schönen Badewannen-Gefährt: Anfang der 80er konstruierte ein Freund von mir eine Stophisetta, einen Rasenmäher mit metallener Mülltonne drauf. Das Ding gelangte nie zur Serienreife.

    • Titel eingeben
      Fast alles gut Henry Charles, wie meist von Ihnen.

      Hapen Sie Hans Peter K schon gelesen?
      Wenn nicht ist bin dann mal weg ein gutes Buch.
      HPK ist mein Altersgenosse und doch ein Genuss.

    • @die Antwortenden
      @Oberländer:
      natürlich ist meine Darstellung etwas idealtypisch. Was die Frauen angeht, es gibt überall hübsche und hässliche. Ich bin immer noch der Meinung, dass eine HÜBSCHE Britin, gemessen an einer vergleichbar HÜBSCHEN von sonstwo, das ganz gewisse Etwas hat. Überernährung und Fettsucht sind heute generell ein Problem, nicht nur in GB. Und auf ihre Frage wann ich dort gelebt habe (ist in der Tat schon ein paar Jahre her) würde ich entgegnen: WO haben Sie dort gelebt?
      Ich räume ein, dass manchen Gesellschaftsbereichen in GB eine ähnliche Verflachung und Dekonturierung widerfährt wie uns auch. Der früher sprichwörtliche und hyperkernige Humor ist heute auch ein wenig verwässert (bzw. bei uns zeigen sie nur die politisch korrekt weichgespülten Sachen).
      Was die Französinnen angeht gehe ich mit Ihnen durchaus konform (ich bin grenznah zu F aufgewachsen, kenne Froonkreich also ganz gut und habe außer Anglistik dann auch Romanistik studiert). Insbesondere die Stewardessen von Air France haben unter Insidern (Piloten, etc.) den Ruf zu den heißesten Teilen in der Branche zu zählen (optisch ansprechend und nicht sehr sperrig).
      Vielleicht ist es in GB wirklich nicht mehr so wie es mal war-gut, dass Sie mich vorgewarnt haben. Aber lesen Sie doch auch mal was Nahuatl zu meinem Beitrag geschrieben hat. Gibt eben immer unterschiedliche Facetten.

      @Melursus: herzlichen Dank für die Blumen. Übrigens: Harry und Henry haben in der Tat dieselbe Wurzel. War es Absicht oder Versehen? Naja whatever. Have a good time!

    • Could you be a girl for just 5 seconds
      Jesus, Frauenexperten hier….also:

      Die schönsten Frauen kommen aus Russland/Weißrussland. Period.
      Die sind nämlich in der Regel groß und schlank und hübsch und blond.
      (BTW: Däninnen folgen an zweiter Stelle…)

      Aber Gottes Design ist nicht zu verwechseln mit dem konstruierten Habitus der Kultur (hier ist Ihr Kategorienfehler).

      Die Engländerinnen sind zwar nicht so hübsch wie Russinnen, aber deutlich aktiver, was die Suche nach echter sexueller Aktivität betrifft. In diesem Bereich sind sie wahrscheinlich das emanzipierteste Volk der Welt (noch vor den Amerikanerinnen), d.h. nirgends wird man als Mann mehr angemacht als auf dieser Insel. (incl. der Porno-Bekleidung der Damen, sobald es Nacht wird.)

      Wer jedoch mehr Jäger denn Beute sein will, der findet seine Erfüllung eher und Frankreich und insbesondere in Italien. Die Damen dort haben die Verführung professionalisiert, d.h. die lernen von früh an, wie man sich bewegt, kleidet, spricht, etc. um den Mann wahnsinnig zu machen. Selbst während des finalen Aktes ist alles noch (lautstarkes) Schauspiel.

      Whatever, die perfekte Frau währe wohl ein Russin, die sich wie eine Italienerin kleidet, bewegt, spricht, während sie wie eine Engländern Männer jagt.

      :-)

    • Was soll an blond jetzt besonders schön sein? Ausserdem sind Italienerinnen in Bewegung viel schöner!

    • Englische Frauen und Essen
      Wer das englische Essen und die Frauen kennt, weiß warum es eine große Seefahrer und Entdeckernation ist.

    • Das war gemein, aber gut.

    • Ich fühle mich diskriminiert
      so als blauäugige Blondine, die, wie man landläufig sagt, Pfeffer im Hintern hat, ohne die oft nachgesagte Blödheit zu haben.

    • @D.A.
      Gesprochen wie ein Kenner, in beiden Fällen. Und nun hurtig hinterher, der Herr Käpt´n auf´m Segelboot, pardon, auf der weißen Segelyacht.

    • Everything in the world is about sex except sex.
      Don, do the math:

      die einzigen Personen, die Blondinen nicht attraktiver finden, das sind blonde Männer.
      Deren Anzahl ist aber begrenzt.

      Die Natur führt immer Gegensätze zusammen, um Defekte auszugleichen.

      Wenn man Pärchen beobachtet, bei denen beide blond oder beide braunhaarig sind, dann weiß man: schlechter Sex, weil Sex war nicht der Antrieb für die Paarbildung.
      Andererseits kann man mit einem gegensätzlichen Partner nicht harmonisch zusammenleben. Das ist der Preis, den man dafür zahlen muss, sich seinem Trieb hinzugeben.

    • @Goodnight
      Danke, Sie haben es erfasst und auf den Punkt gebracht. Und jetzt kann jeder (Mann) Prioritäten setzen bzw. auf das Mischungsverhältnis achten.
      Ein tiefer Beitrag.

    • Size does not matter
      @Moritzburger

      Yep, das ist die wahre Kunst:

      Mit kurzen Beiträgen in die Tiefe vordringen zu können.

      :-)

    • @ Goodnight 18:54
      „…die Blondinen nicht attraktiver finden, sind blonde Männer.“ Was soll das denn heißen? Ich bin auch blond und finde Blondinen meist attraktiver. Allerdings kommt es auf die Gesamterscheinung an. Brünette Frau mit guter Figur = besser als übergewichtige Blondine. Und die Sache mit den Gegensätzen stimmt so auch nicht. Es heißt zwar „opposites attract“ aber auch“ birds of a feather flock together“. Und dann: mal angenommen, es gäbe eine dunkelhaarige Frau, rassig, gute Figur, aber ansonsten eher problematisch, launisch, unberechenbar, etwas amazonenhaft angehaucht. Und auf der anderen Seite eine Blondine, auch sehr hübsch, aber nicht ganz so ins Auge fallend, nicht ganz so spektakulär wie die Brünette, aber dafür viel unkomplizierter.
      Wär mir in jedem Fall (vor allem in der heutigen Zeit der Hektik) die Blonde viel lieber (vorausgesetzt sie ist hübsch, also übergewichtige Schrullen jetzt bitte nicht bei mir melden), weil weniger Stress-behaftet. Ich fand Jennifer Aniston und Brad Pitt waren ein wesentliches schöneres Paar als Pitt und die Jolie (Und Aniston sah insgesamt besser aus, auch bessere Figur). Dass er es mit der Jolie überhaupt so lang ausgehalten hat-ich fand die völlig durchgeknallt und wär spätestens nach der ersten Woche weg gewesen.
      Oder anderes Beispiel: Vergleich Claudia Cardinale-Elke Sommer (frühe 60-er). Cardinale zugegebenermaßen ein sofortiger Blickfang, aber 2 Sekunden länger auf die Sommer geschaut und man sieht: besserer Body, und wahrscheinlich viel unkomplizierter.

      Aber was ist heute schon noch unkompliziert? Wenn es so weiter geht mit dem Feminismus- und Genderterror dann sind alle Frauen in nicht allzu langer Zeit alle gleich ungenießbar. Dann hat man nur noch die Wahl zwischen Pest und Beulenpest.

      Und noch eines: oft sind es gesellschaftliche Gründe, die persönliche Präferenzen bestimmen. Dass blonde Frauen in der Regel dunkelhaarige Männer lieber mögen hängt vor allem hier in Deutschland nicht zuletzt damit zusammen, dass blonde Männer nach dem 2. Weltkrieg insgesamt einen schweren Stand hatten. Weil sie zu Unrecht für die Nazizeit verantwortlich gemacht wurden (dabei entsprachen die führenden Nazis meist keineswegs dem was sie selbst als ihr Ideal propagierten) und daher oft systematisch benachteiligt worden sind.

    • Danke fuer Ihren gehaltvollen Kommentar
      Henry Charles, ich schaetze Ihre Beitraege ausserordentlich, so wie auch die der meisten Stammkommentatoren. Besonders auch die von Renate Simon, Tamarisque, Uwe Dippel, Goodnight, TDV, Th. Haupts und den Schwaben DdH und Django – um nur die wichtigsten zu nennen.
      Mir gefaellt die Diskussionkultur hier – „raue Schale – harter Kern“, immer mal wieder „feste druff“ aber keiner ist beleidigt.
      Der Don schreibt wie er vermutlich Fahrrad faehrt, halsbrecherisch und immer die Grenzen antesten, aber immer noch die Kurve kriegen.

      Sowas ist, finde ich, leider, einzigartig in Deutschland.

      Die Rechtschreibfehler nerven nur manchmal, eigentlich machen die seine Texte nur sympatischer – ich bin mir sicher, der Don macht das mit Fleiss.

  30. Titel eingeben
    Ganz feiner Text

    Gute Nacht, morgen ist ein Radeltag

  31. Die Anziehungskraft des Vertrauten
    Vor Jahren versuchten deutsche Städte VErwaltungsbeamten
    aus dem Senegal die Vorzüge deutscher Kommunalverwaltung
    nahe zu bringen. Die Herren waren beeindruckt, meinten dann
    aber das französische System sei ihnen vertrauter und sie würden
    es gerne beibehalten.

  32. Bestrafungsphantasien und Rosinenpicken
    Irgendwo habe ich einmal über ein interessantes psychologisches Gerechtigkeitsexperiment gelesen. Zwei Versuchsteilnehmer, der eine darf einen Geldbetrag aufteilen. Tatsächlich Geld bekommen die beiden aber nur dann, wenn der andere das Teilungsverhältnis auch akzeptiert.

    In den europäischen Staaten akzeptieren die Versuchsteilnehmer nichts, was nicht sehr nahe an 50:50 liegt. D.h. sie verzichten lieber auf Geld, um den ungerechten Teiler bestrafen zu können. In Südamerika und Asien sind die Leute schon ab 10:90 zufrieden (besser etwas Geld als keins) und sparen sich die Bestrafung.

    Wieviele Nachteile muss die Mitgliedschaft in der EU eigentlich haben, damit jetzt alle geifern, GB müsse nach dem Brexit in den wirtschaftlichen Beziehungen schlechter gestellt werden?

    (siehe http://www.spiegel.de/politik/ausland/brexit-resolution-eu-parlament-stellt-harte-forderungen-a-1141160.html)

    Offensichtlich glaubt Brüssel, dass die EU nur noch durch Terrordrohungen zusammen gehalten werden kann. Das sind dann wohl die wahren europäischen Werte. Was mich wundert, sind die Umfragen, die in Deutschland auch beim Volk ergeben, dass die Britten bestraft werden müssen. Dafür, dass sie uns mit den Franzosen alleine gelassen haben?

    • Richtig!
      Ich bin ganz bei Ihnen:

      Die EU, eine gute Idee, die sich in ihrer praktischen Umsetzung zusehends mehr der unseligen UdSSR annähert.

      Der Euro, ein in Teilen brauchbares Konzept, das bei Ignorieren sämtlicher wesentlicher Regeln natürlich nicht lange funktionieren kann.

      Die Demokratie, kann funktionieren wo man sie erfunden hat (für mich: Schweiz), die englische Version ist für mich ein wenig wie der NHS (wenn sie damit glücklich sind wird e ihnen kaum wer wegnehmen).

      Brexit, ein Risiko für die Briten, das sich aber lohnen könnte – ABER eine Bestrafung für alle EU Länder und Bürger, die sich nicht als Kolonie des unsäglichen französischen Gewurstels glücklich fühlen.

  33. Titel eingeben
    Ach Herrje ja, die untertänigen Deutschen und ihre verordnete Mehrheits- oder (obrigkeitlich) „herrschende“ Meinung.

    Das „Sapere aude“ wurde spätestens in der bundeskanzlerinforcierten Migrationskrise ab 2015 geopfert, „ratio“ oder „Hirn“ gibt es nun kaum noch, also füllt nunmehr das Stroh, das die „Leitartikler“ dreschen, das „Herz“ ….

    „Meinungsfreiheit“ bleibt weiterhin verpönt.

    Die „neuen Parteien“ sind aber auch nicht pfiffiger.
    So wenig, wie die Piraten ihrerzeit aus der „Schützenhilfe“ Edward Snowdens politisches Kapital (gegen Dr. Murkel und ihren Po-Faller) schlugen, so wenig politisieren AfD&Co. die öffentlichen Anweisungen zur „Islamisierung“ Europas, die kürzlich aus dem berufenen Munde sultänigster AKP-Politiker drangen …
    (Aber „Islamisierung“ gibt es nach „herrschender“ Meinung ja ganz und gar nicht ….)

    Was ich aber an GB besonders mag, ist der Versuch, im 20. Jh. durch „Erbschaftssteuer“ die „alten“ Vermögen zu schrumpfen; zahlreiche Großimmobilien haben diesem Versuch nicht standgehalten. Die egalitäre Gesellschaft konnte er dennoch nicht hervorbringen.

    Ich begrüße weiterhin den Brexit. Ich bin außerdem davon überzeugt, dass die Briten daraus auch ökonomisch „Kapital schlagen“ werden. Im Bedarfsfall mit Hayek und Friedman.

    • National Trust
      Um kulturfeindlichen Aspekten der Erbschaftssteuer vorzubeugen,haben die Engländer den NT erfunden. Damit was Erlauchtes nicht Schloss samt dem von Capability Brown designeten Anwesen banal verscheuert und damit der Nationalkultur entreisst, kann es dem NT vermacht werden.
      Der National Trust verwaltet, hegt und pflegt die Anlage, macht sie, gegen moderates Eintrittsgeld der Öffentlichkeit zugänglich, die Herrschaften dürfen drin wohnen bleiben und so ist allen gedient.
      Wer eine Englandreise mit demBesuchen dieser kulturellen und ästhetischen Highlights krönen will, der muss sich nur eine Liste dieser prächtigen Anwesen besorgen.

  34. Von abgefeimter Boshaftigkeit
    Ganze Reihen Ihrer Kollegen müssten sich nach der Lektüre in den Main stürzen oder nach Kutte und Wanderstab greifen und den Gang nach Canossa unter die Füße nehmen, über Bergpässe auf denen noch der Schnee liegt.
    Ich tummle mich mit dem Tourenrad in den Löwensteiner Bergen, einer der schimmernden Perlen Württembergs, und brülle mir auf den langen Abfahrten vor Vergnügen und Lebenslust das Herz aus dem Leib. Berlin ist weit weg, Brüssel ein Ort am Ende der Welt. Die Nigerianer mögen hingehen, wo immer sie möchten und den Briten soll es von mir aus richtig gut gehen. Sie und ihr Land schlecht zu reden, kann nur Leuten einfallen, denen gerade zu dämmern beginnt, wie tief sie unser Land in die Sch* geritten haben, und die nun gern andere dafür bestraft sehen möchten.

    Großartiger Beitrag, unter blühenden Obstbäumen und mit wachsendem Vergnügen gelesen.

  35. Also jetzt mal extrem doof argumentiert
    Und ich meine extrem. Extrem.

    Eigentlich sind die Engländer ja alles Angel-Sachsen. Okay, das sind noch paar ein paar Normannen – aber das sind auch nur Franzosen mit Wikingern. Wikinger sind je Teil der germanischen Stämme und Franzosen sind ja eh nur nur Franken mit Größenwahn.

    Und Platt hört sich an wie Englisch.

    Also im Grunde sind die Engländer so deutsch wie Österreicher.
    – Ich hab gesagt extrem doof! –
    Die könnte man doch einfach anschliessen and die Bundesrepublik in so paar Jahren. Gut dem ganzen Vorgang sollte man dann nicht Anschluss nennen weil Geschichte und so. Aber eigentlich ist das doch der Plan wie man den Brexit wieder einrenkt.

    Falls der Don sich fragt was diesen Wahnsinn hervorgerufen hat – selbst schuld, diese Passage: „Eigentlich sollte der Deutsche auch wieder Fähnchen schwenkend auf Plätzen aufmarschieren, das Heil im Anschluss anderer Länder sehen,…“ seines Artikels hat es ausgelöst.

    • God save the Queen - @en Hesse
      also eigentlich sind die Windsors ja irgendwas von Coburg.

      so gesehenen würden wir ja beim Anschluß von GB an uns oder umgekehrt, wieder von altem Deutschem Adel regiert – basst also.

      DAs Englische Mehrheitswahlrecht und House of Lords.
      Hört sich besser an als Groko und „die Raute“ Lebenslänglich.

      Alter Adel und Spinner, verdiente Künstler und „Experten“ kann man ja dann im House of Lords parken.
      Dann müssen die nicht üner den Umweg von NGOs und Stiftungen das Land kirre machen und hätten eine reale chanche auf Aufstieg- wenn sie sich gut benehmen. Whe wenn „her Majesty was not amused“ ist.

    • Gross Teutannien
      Vor kurzem haben ein paar junge Burschen in Augsburg ein Chemieklo in einen kleinen Bach geschmissen.
      Nicht, dass ich das gut fände, aber man hätte flussabwärts ein bisschen baden können, um zu wissen, wie es sich anfühlt, in der Chemiekloake der Holländer zu leben.
      Außerdem ist die verregnete Nebelinsel, wo die „Creutzfeld Jakob Krankheit“ aka „Bovine Spongiose Enzephalopathie“ vor Jahren zum Staatsziel erklärt worden ist und die armen Befallenen die Lenkräder der Autos schon auf der Beifahrerseite anschrauben, fest in Deutscher Hand. Das alte Adelsgesschlecht derer von Sachsen, Coburg und Gotha, welches seit 1917 „House of Windsor“ genannt wird, hat sich ja durch Verehelichung von Elisabeth II (von Sachsen Coburg Gotha) mit einem Sprössling der deutschen Battenbergs (seit 1917: Mountbatten), Philipp Battenberg, aka „Prince Phillip“ einen frischen Schuss teutonisches Blut gegönnt.
      In diesem Sinne: Rule Britannia, Teutonia rules the waves.

  36. Bohnen und blähende Folgen...oder ein Beitrag zum 01.April ?
    Lieber Don Alphonso,

    als ein Mensch, der stets großen Wert auf seine Herkunft und seinen Stand legt überrascht es doch welche Lokalitäten Ihre Beachtung finden.

    Nun ja, Ludwig XVI. trug auch zeitweise zur Demonstration seiner Loyalität mit dem Pöbel der Revolution eine Kokarde und der Rest der Geschichte ist allgemein bekannt.

    Vom Mann von Stand und Ehre zum Albert Schweitzer des Tegernsees.

    Ap­ro­pos Albert Schweitzer. Dieser schrieb ja in „Soziale Probleme im Urwald – 1914“:

    „Der Neger taugt nur etwas, solange er in seinem Dorfe ist und an seiner Familie und seiner Sippe moralischen Halt hat. Aus seiner Umgebung herausgenommen, geht er leicht sittlich und auch körperlich zugrunde. Agglomerationen von familienlosen Negerarbeitern sind Stätten der Demoralisation.“

    In einer Magisterarbeit der Uni Wien, las ich vor wenigen Tagen: „… stellen Blogs auch eine Recherche Quelle für andere Journalisten dar.“

    Bei Ihrem heutigen Beitrag ?

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

  37. Titel eingeben
    Nein, Verehrtester, nein, also wirklich, so geht das nicht! Sie können doch nicht diese zauberhaften Kännlein derart verkommen lassen!

    Bitte, erwerben Sie ein Fläschlein Goddard’s Long Term Silver Polish und machen Sie sich mithilfe eines sehr feinen Microfasertuchs einmal die Mühe, danke. Der Effekt vernachlässigter, ungepflegter Silberkännlein wächst sich in Form der angelaufenen Schwärze und tief eingefressener Flecken derselben irgendwann derart aus, daß selbst mit ordentlichem Kraftaufwand kein manuelles Putzen mehr möglich ist nur noch eine radikale Methode hilft, alsda wäre maschinelles Polieren beim Silberschmied, bei dem üblicherweise stets nicht wenig vom Silber verlorengeht, das Dekor deutlich sichtbar leidet und generell die Gefahr des Kännleinruins dräut.

    Über Horrorszenarien wie Alufolietauchbäder und andere Formen von Silberbädern spricht man niemals, wenn man noch Reste von Stilgefühl und kulturellem Verantwortungsbewußtsein besitzt, solche Methoden sind Gleichbedeutend mit dem Restaurieren eines wertvollen Ölgemäldes mithilfe von Plakafarben.

    Ansonsten werden die offensichtlich bis in den letzten Hirnwinkel totalverblödeten Teutonen noch feststellen, daß man die Britonen niemals unterschätzen sollte. Eigentlich könnte man meinen, nach zweimaliger bitterer Erfahrung hätte dieses Land irgend etwas begreifen können diesbezüglich, aber nein, man wähnt sich auch zum dritten Male siegessicher und wird gegen die Insel wieder epochal verlieren, wie immer. Da ich eine große Bewunderin des Empire ebenso bin wie eine Rheintochter durch und durch, und von Wissen um die Historie nicht ganz unbeleckt, sehe ich den Dingen recht gelassen entgegen und erwarte den Tag der Erkenntnis hierzulande mit schwarzem Humor.

    Und jetzt, bitte, polieren Sie diese Ihre schönen Kännlein, danke!

    • Also ich nehme Hagerty
      und immer denselben Lappen, auf Empfehlung eines Silberzeugsammlers, der mir seine Putzaktion diverser Prunkstücke mit einem seit Jahren durch Gebrauch rabenschwarzen Tuch, je schwärzer, umso besser sei es, einmal vorführte.

    • @ Fr. Jott: Zum letzten Absatz - dito :-).
      Dass ausgerechnet Deutsche ausgerechnet Briten für kollektiv blöde halten, ist schon eine ganz besondere Nummer.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Alarm wegen Falschmeldung!
      Nie und nimmer Mikrofasertuch! Ein Restaurator hat mir erklärt, dass man
      dann genauso feine Stahlwolle zum Silberputzen nehmen könne, weil die
      Mikroborsten unerhört hart und damit materialabtragend seien.
      Freunde des Silberglanzes, des Elfenbeins und der Lackarbeiten denkt daran. Selbst dem gemeinen Glas kann man mit Mikrofasertüchern Mikrokratzer zufügen.

    • ... bis in den letzten Hirnwinkel totalverblödeten Teutonen
      @Verehrte Frau Jott, kleinteutonische Sublimierung von verblödet als globales Alleinstellungsmerkmal: Vertrottelt.
      Trottel, Trottelin (lt. Duden weibliche Form von Trottel), jemand, der als einfältig, ungeschickt, willenlos angesehen wird, als jemand, der nicht bemerkt, was um ihn herum vorgeht.

    • Nein, Frau Jott, Herrgott!
      Microfaser ist nichts für alles richtig alte, hübsche, wertvolle.
      Microfaser ist nichts für geöltes Fischgrät, nichts für Solnhofener Platten, u.s.w.
      Microfaser *ist* Schmirgel, und zwar verhältnismässig grobkörniger Schmirgel. Ganz feine Stahlwolle ist in Massen geeignet als Politur (ob bei Silber weiss ich nicht).

      Don Alphonso, was verwenden Sie für ihr legendäres Silberbesteck?

    • Wir füttern schließlich Hochkarätigeinstitutionen durch - da sollte man sich durchaus mal deren
      Erkenntnisse zu Nutze machen:

      https://www.ist.fraunhofer.de/content/dam/ist/de/documents/jb/IST-jb2011.pdf

      (Blatt 38/65 entspricht S. 74 und 75)

  38. I always tried to turn every disaster into an opportunity. J. D. Rockefeller
    Der Schwurbelgenerator des Don ist diesmal aber ziemlich heiß gelaufen.
    Frau Akalin ist , keine Frage, eine ausgesprochene Schönheit, aber jung ist man mit 45 nicht mehr so richtig. Auch seine Fantasien vom Treiben auf der After Show Party weisen ihn ganz klar als älteren Herren mit ranzigen Gedanken aus.
    So ranzig, das man schon mal die eigenen Argumente vergisst: Die beiden Herren aus Nigeria möchten nach England. Wie der Don schon festgestellt hatte, spricht man dort englisch und es gibt eine nigerianische Community, nur wieso fragt er dann mehrmals, was die beiden in England wollen?
    Womit wir, mit England, bei der Andeutung eines Themas währen. Angeblich leitartikeln viele Leitartikler hämisch, mein erster Gedanke: Wer ließt schon Leitartikel, doch nur die, die sich darüber aufregen wollen?
    Zweiter Gedanke: Schnell mal bei SPON nachgeschaut, siehe da, Thomas Fricke meint „Britische Lehren aus Krisen So unorthodox, so gut“. Hm, Häme klingt eigentlich anders.

    Darauf folgt ein Exkurs über silberne Teekannen, die irgend etwas mit türkischen Dancepop Sängerinnen, nigerianischen Flüchtlingen und Ex-Stasileuten zu tun haben (sollen), ich habe aber endgültig den Faden verloren.
    Ach ja, Pakistan oder Indien werden die EU als Handelspartner Englands ersetzen, nun ja, es gibt eine Kontinentalverschiebung, ich denke aber, es wird einige hundertmillionen Jahre dauern, bis der indische Subkontinent auf Ärmelkanalbreite and Großbritannien herangerückt ist.

    Und noch ein Gedanke: Wie um alles in der Welt kann man auf die Idee kommen, Tee in einer Silberkanne zuzubeiten? Das Zeug läuft an und wegen der hohen Wärmeleitfähigkeit wird die Kanne heiß und der Tee ruck zuck kalt. Jede Keramikkanne von Woolworth erfüllt ihren Zweck besser. Oh ich vergaß, Distinktion ist erste-Sohnes-aus-besseren-Kreisen Pflicht.

    • Wenn’s Ihnen nicht passt, müssen Sie es ja nicht lesen. Schöne Grüsse aus dem Schwurbelgenerator.

    • zockerjoe sagt @ 1. April 2017 um 00:39 Uhr
      zockerjoe sagt:
      „Und noch ein Gedanke: Wie um alles in der Welt kann man auf die Idee kommen, Tee in einer Silberkanne zuzubeiten? Das Zeug läuft an und wegen der hohen Wärmeleitfähigkeit wird die Kanne heiß und der Tee ruck zuck kalt. Jede Keramikkanne von Woolworth erfüllt ihren Zweck besser.“

      Das ist richtig.
      Aber was noch schlimmer ist – Metall reagiert (katalysatorisch) mit ätherischen Ölen und Enzymen des Tees. Ein Darjeeling aus einer Metallkanne (ob Silber, Gold oder was auch immer) hat seine Verführungskraft verloren.
      Keramik (oder Glas) hat ist geschmacksneutral und unbedingt für einen guten Tee zu empfehlen – außer man mag diesen Metallgeschmack.

      Als passionierter Teetrinker können mir Metallkannen gestohlen bleiben.
      Fool Britannia, Britannia fools the world …

  39. Titel eingeben
    Grossbritannien,
    erst über Jahrkkunderte Kolonien ausgebeutet, dann von den Reserven gelebt, kurz vor der Pleite Nordseeoel gefunden, das ist die Wanderdüne vor der Küste Hollands…
    Die Franzosen haben es richtig gemacht, die Insel angebohrt.
    Leider lassen sie Züge durchfahren, statt das Konstrukt absaufen zu lassen!

    • Es ist schon ein Unterschied
      ob man wie die Briten auf den glücklichen Zufall vertraut ( rechtzeitig
      Öl finden, ich wollt es wäre Nacht , die span. Armada besiegen, weil grad das Wetter umschlägt etc.) oder sich seine Zukunft und
      sein Glück von Buchhaltern ausrechnen läßt.

  40. Don's spezieller Silberblick
    Lieber Don – ihr spezieller „Silberblick“ auf jene glückliche Nation, deren „Splendid Isolation“ selbst unsere Bundesabkanzlerin nicht zum Vorteil zukünftig Wohnender außer Kraft setzen könnte, spiegelt eine schon lange wachsende Sympathie meinerseits für das Inselvolk. Nicht nur weil es Silberkannen poliert, sondern so herrlich individuell ist, stur demokratisch bleibt und – persönliches Faible – technische Wunderwerke wie alte Schiffe, Eisenbahnen, Flugzeuge und Autos als kulturelles Erbe schätzt und pflegt – auch und gerade, weil es so herzerfrischend jenseits aller linkgrüner Heilslehren liegt. Ihre Beobachtungen und Gedanken lassen mich noch besser erkennen, warum ich so fühle. Dafür bin ich Ihnen zudem dankbar, weil Sie einmal mehr zuverlässig das kollektive Versagen unserer Leitmedien (oder Leidmedien?) nicht nur in Sachen Brexit sichtbar machen. Letzteren Satz erlaube ich mir (mit klammheimlicher Freude) nach fast 40 Jahren als Journalist bei den Öffentlich-Rechtlichen. Ihre Beiträge wirken bei mir wie Balsam für die in der letzten Dekade arg geschundene Seele. Danke dafür!

  41. Haben wir nicht die ganze Welt in vereinfachte Schubladen gesteckt?
    Die beiden Nigerianer sind mir irgendwie sympathisch.
    Das mit den Bohnen verstehe ich, meine Frau, eine Nachfahrin früherer Schweinehirten von südlich der Alpen, kocht diese auch gerne, allerdings mit Schweinerippchen.

    Geschätzter Don, zu Ihrem Satz „Vielleicht machen wir bei den Briten den gleichen Fehler, und betrachten immer nur … “ Tun wir das nicht mit der ganzen Welt, indem wir nur das gerade Passende betrachten? Die von der Presse vorgegebenen Vereinfachungen?

    Was mich immer sehr in Wallung bringt ist wenn die sogenannten Populisten und Autoritären dieser Welt in einem Atemzug genannt werden und sich z.B. Orban neben Erdogan wiederfindet.

    Der eine entlässt, verhaftet und enteignet Hunderttausende, der andere hat im Wesentlichen nur die Grenze mit einem Zaun kontrollierbar gemacht, wozu er nach dem Schengen-Vertrag als Staat mit Außengrenze auch verpflichtet ist.
    Etwas zugespitzt: Vertragstreue ist inzwischen in Europa so unüblich dass man dann mit einem Diktator verglichen wird.

    Ernst nehmen kann man diese Mainstream-Kacke (Vezeihung.. ist mir rausgerutscht) ja wohl nicht mehr.

  42. wow
    Don – cooler Stahlhelm in Wüstenmuster, rechts neben der Silberkanne auf dem letzten Bild!

    Wow))

    … nun, Don, stellen Sie sich vor, es gibt sogar Heimatgefühle für US-amerikanische Vorstädte, oder russische Hochhaussiedlungen neben dem Kernkraftwerk, oder Eigentumswohnungen im 32. Stockwerk hoch oben in der Smog-Wolke in einer der dutzenden Mehrfachmillionenstädte in China.

    Warum sollte es in England, Wales oder Schottland schlecht sein? Die Angelsachsen und Normannen sind ja auch im milden Regen geblieben.

    Ob heutige junge Nigerianer viel über die Kolonialzeit reflektieren, wage ich zu bezweifeln. Eher gilt doch, dass man dort hin geht, wo man eine Chance sieht, Frau(en) und Geld zu erreichen und zu halten.

    Und so viel anders geht es den Wenigsten.
    Auch die DA-Leser hier haben überwiegend so als junge Männer / Frauen entschieden. Viele Lebensentscheidungen trifft man doch letztlich nur vom Hörensagen – die eigene Lebenserfahrung folgt schließlich erst noch.

    Wer Bohnen liebt, für den ist England nicht die schlechteste Wahl.
    Und Bayern ist ganz nett, aber ich bin auch gerne wieder daheim, da ist es mir angenehmer.

    Das Leben spielt sich zwischen dunkler Materie und dunkler Energie ab.
    Warum wie dunkel immer als schlecht, böse ansehen, weiß ich ehrlicherweise nicht.

    Und warum die EU so toll sein soll, Großbritanien aber nicht, das verstehe ich ebenso wenig. Schließlich macht Elferschießen eigentlich nur gegen England Spaß!

    Die beiden werden England allerdings nie erreichen.
    Der Zug ist abgefahren. Hat hier bei uns nur noch niemand realisiert.

    • Mit 5000 Euro können Sie in europa jedes Ziel erreichen. Es gibt genug NGO-Helfer, die dabei unterstützen.

    • Doch, doch
      das könnte klappen.
      Herr Macron hat den Briten bereits damit gedroht die Grenzsicherung
      bei Calais aufzulösen, wenn die Briten in den Verhandlungen um den
      Brexit nicht bei Fuß gehen.

    • Launchcodes
      @ E.R.Binvonhier: Irgendwo in in Whitehall wird dann jemand einen Telefonanruf tätigen, schwere Stahltore werden zufahren, Flutventile aufspringen…ein bedauerlicher Unfall…

    • 500.000 Cent
      Absolut wahr – für 5000 Euro geht’s mit Schleusern featuring NGOs über die meisten Grenzen.

      Nun, ich bin auch überzeugt, dass wir ganz archaische Machtkampflinien als bürgerliche Demokraten, die einen fairen Rechtstaat wollen, vor uns auftauchen sehen, die wir für längst überwunden hielten (zumindest die Mehrheit dies bequem geworden meinte): gegen Clans. Und gegen Korruption als anarchische Variante der darwinistischen Reinkapitalisten. Und Herr Juncker, der Lüge und Camouflage offen als seine Mittel der Wahl bezeichnet, ist Clanführer der internationalistischen EU-Bürokratisten, auch sie verteilen Gelder oft genug nahe an der Korruption.

      Dennoch glaube ich, die Briten haben entschieden, dass sie weiterhin entscheiden können wollen – ganz ohne schriftliche Verfassung.

      Und sie werden sich gegen die von Ihnen erwähnte Korruption Schleuser/NGO durchsetzen. Ob wir in EU das schaffen, das ist derzeit völlig offen.

    • Es gibt da in Italien Aktivisten, die einerseits staatlich mit Hilfe beauftragt werden und dandererseits bei der Grenze helfen. Ich wäre nicht erstaunt, wenn es so etwas auch in Calais gäbe.

    • Dann bleiben die im Lande und nähren sich ¿redlich?
      Vor einem Monat erschienen – http://www.regionews.at/newsdetail/Niederoesterreich_Nigerianischer_Menschenhaendlerring_aufgedeckt-138569
      – ja, ich weiß, die Kundschaft ist das Problem (die Kundschaft hat ein Problem).

    • Eurotunnel
      @Koljakin, das gibt Probleme – Versicherungsprobleme.

      Der Eurotunnel gehört einer Kapitalgesellschaft.
      Wer wird den Schaden bezahlen?

      Das ist heute so eine Sache Infrastruktur zu zerstören, die
      in privater Hand ist. Darüber ist schon Rumsfeld im Libanon
      so gestolpert, dass er seinen Hut nehmen mußte.

  43. GB als Zielland
    Ich habe letztens diese (teils fürchterliche, ich sage nur: Junkie vor der Kirche im Tierpark) Doku von der ARD gesehen: „Verschwunden in Deutschland“.

    Der dort von den Reportern gesuchte „Minderjährige“, der deutlich sichtbar bereits an die 30 gewesen sein dürfte, hatte ebenfalls nach ganzen 6 Monaten „Karriere-Versuch“ in Deutschland beschlossen, über Frankreich nach GB zu kommen, um dort „zu arbeiten und vielleicht zu studieren“.
    Und da habe ich mir gedacht: das letzte Land Westeuropas, von dem ich denken würde, dass man da als illegaler Immigrant irgend eine Chance hat, ist GB nach dem Brexit.
    Lese ich nun auch obigen Artikel, bekomme ich den Eindruck, das scheint der Plan gar nicht so wenig „Freireisender“ zu sein, als illegaler Immigrant im Brexit-Land durchstarten zu wollen, während ich mir nichts unrealistischeres vorstellen kann. Selbst in Polen dürfte man mehr Chancen haben und vergleichbar ist es vielleicht nur mit Ungarn.

    Kann mir jemand erklären, wie diese Menschen auf die Idee kommen, in Westeuropa hätten sie nun gerade in GB nach dem Brexit eine realistische Chance auf was auch immer? Es widerspricht meinem, ziemlich mediengesättigten Eindruck maximal, zu glauben, gerade dort hätte man heute als illegaler Immigrant irgend eine Chance.

    Wie kommen diese Leute darauf? Weiß das jemand zu beantworten? Es wundert mich wirklich aufs Äußerste.

    • Man untersxchätzt chronisch zwei Aspekte: Sprache, die wirklich schwer zu lernen ist, und anwesende Stammesgenossenschaft, die bereits helfen kann.

    • Pull-Faktor: Schwarzarbeit im schwachen Staat
      Es war in GB stets leichter, als Illegaler zu leben und zu arbeiten, als in Deutschland mit seinem Meldewesen und Sozialversicherung. Beispiel: Kurze Zeit nach den 7-7-2005-Anschlägen erschoss die Polizei in der U-Bahn einen jungen Brasilianer, den sie für einen Terroristen gehalten hatte. Der war ein illegaler Einwanderer und hatte (meiner Erinnerung nach) als Elektriker gearbeitet – ging also einer qualifizierten Beschäftigung nach. Das sind schon andere Perspektiven, als hier auf dem Bau zu schaffen und noch nicht mal rechtmäßig eine Unterkunft anmieten zu können.

    • @Willem Hold
      Der besagte Brasilianer rannte kurz, nachdem in London in einer UBahn eine Rucksackbombe explodiert war und eine oder zwei nicht gezündet hatten, mit einem Rucksack auf dem Rücken, aus dem ein Kabel heraushing (sein IPhone-Ladekabel, wie sich später herausstellte), durch eine Londoner UBahnstation (weil er einen Zug erwischen wollte) und reagierte nicht auf mehrere Aufforderungen der Polizei, anzuhalten und den Rucksack kontrollieren zu lassen (weil er diese kleinen Kopfhörer, die man von aussen nicht sieht, in den Ohren und die Musik zu laut gestellt hatte, wie sich später herausstellte).
      Als er dann durch die sich gerade schliessende Tür eines UBahn-Zuges sprang, wurde er bei Betreten des Wagens erschossen.
      Man kann sich ja auch fragen, ob es kurz nach einem Bombenanschlag gut ist, mit einem Rucksack auf dem Rücken, aus dem ein Kabel heraushängt, unter Nichtbeachtung von 4 Polizisten, die einem mit gezogenen Waffen hinterherrennen und hässliche Worte schreien, durch eine Menschenmenge zu rennen und, warum auch immer, nicht auf diese Zurufe zu reagieren.
      Dazu muss man wissen, das von dem selbst zusammengerührten Sprengstoff, mit dem damals zum Beispiel in London und Madrid Busse und UBahnen gesprengt wurden, ein einziger Liter reicht, um einen UBahnwagen zu zerstören. Glücklicherweise ist das Zeug so hochexplosiv, dass es meistens schon beim Rühren explodiert und den potentiellen Helden des Märtyrertums in seinen eigenen Arbeitsräumen von der Gültigkeit der Gesetze der angewandten Chemie überzeugen kann, obwohl diese bekanntlich von Ungläubigen aufgeschrieben und höchstwahrscheinlich im Widerspruch zur einzig wahren Lehre des Koranes stehen.
      Das alles hat im Britischen Fernsehen damals ein deutscher Wissenschaftler des Imperial College erklärt.
      Er erzählte auch, dass es den Herren Einzeltätern wohl gelungen sei, das Gemisch so zu stabilisieren, dass es tansportfähig gemacht wurde, wobei besonders intelligente Jungfrauenbeglücker zu viel des Stabilisators hineingemischt hatten (vermutlich islamische Sicherheitsvorschriften am Abeitsplatz), sodaß ein oder zwei Bomben, die auch garnicht am Körper getragen, sondern durch die sich gerade schliessenden Türen der UBahnen geworfen wurden, nicht gezündet hatten.
      Das darüber nicht gerade sehr begeisterte Inselvolk der Kryptogermanen konnte daraufhin vom reichhaltigen Erfahrungsschatz und den Personenkenntnissen der islamischen Version des Nobelpreisträgers profitieren, die weitere Anschläge bisher verhindert haben.
      Alfred Nobel hatte zwar das Dynamit erfunden, und nicht ein in der Badewanne angeührtes Teufelszeug, das irgendwie auf „Peroxid“ endet, aber wahrscheinlich hat er das Zeug durch ein Patent geschützt, sodass gesetzestreue Massenmörder eben zu „Common Knowldege“ bei der Herstellung von Vernichtungswaffen gegen Wehr- und Ahnungslose zurückgreifen mussten.
      Wenn es dereinst einen Heldenfriedhof für islamische Selbstmordattentäter gibt, schreibe ich unter jeden Namen auf jedem Grabstein: „Wurde vor seiner Entsorgung auf diesem Müllabladeplatz in….von der Wand abgekratzt. Für Vollständigkeit und Authentizität kann keine Garantie übernommen werden. Es kann sich auch um die Überreste gemeiner Mitteleuropäischer Küchenkakerlaken handeln, einer Spezies, die eng mit der Tierart des Selbsmordattentäters verwandt ist“.

    • Das mit dem selbst zusammengerührten Zeug
      fanden sie in Chemnitz aber nicht ganz so witzig. Würde ich auch nicht bei der Vorstellung, über mir oder, beim Transportversuch, im Treppenhaus …


    • Wie kommen diese Leute darauf?
      Ich denke, die vom Don genannten Faktoren sind sehr wichtig. Die Pull-Faktoren neben Geld und offenen Grenzen.
      Wer sich als Bestandteil der Anglosphäre fühlt, empfindet Europa als Provinz. Oder auch: wer in die Metropole strebt (davon gibt es derzeit nur 2, London und New York), gibt sich nicht mit weniger zufrieden.
      Ansonsten braucht man halt den Wagemut, sich auf eine Reise einzulassen und unterwegs nach Geld Ausschau zu halten.
      Mit so Kinkerlitzchen wie Medienblabla hält man sich dabei nicht auf, da geht man einfach hin und versucht sein Glück, denn was wirklich los ist, bekommt man nur praktisch heraus.
      Ich würde jedenfalls nicht drauf wetten, daß er das nicht hinkriegt. Wenn er genug Geld für die Fahrt und ordentliche Kleider hat, kann er sich einfach touristenmäßig in den Zug setzen. Die Chancen, daß er reinkommt, halte ich für keinesfalls schlechter als 50:50. Vielleicht klappts nicht beim ersten Mal, dann vielleicht beim zweiten.

  44. Ja, ich habe seit den brutalen Eingriffen in Griechenland ein gestörtes Verhältnis zur EU
    Und ich gestehe es, ich habe gejubelt und einen Freudentanz hingelegt, als die Medien den Trauerflor anlegten und Fernseh- und Radiomoderatoren mit nahezu gebrochener Stimme den Brexit verkündeten.

    Klar, für die EU ist das schlecht. Aber in Großbritannien könnte der Befreiungsschlag sogar einen Aufschwung bringen.

    Danke Don Alphonso

    • Gern geschehen. Griechenland war tatsächlich ein Sündenfall und ist es noch immer.

    • Hm...
      @Ine Jezo-Parovsky & DA: Ihrer beider Mitleid mit Griechenland macht mich ratlos. Niemand hat GR in die EU gezwungen, sie haben sich die Mitgliedschaft mit falschen Statistiken erschlichen und verurteilen jetzt den einzigen ehrlichen Statistiker in GR zu einem Jahr Gefängnis, weil er die Wahrheit gesagt hat.

      Ist das etwa ein ehrenhaftes Verhalten? Wenn ich mir unter Vorgabe falscher Sicherheiten einen Kredit von einer Million Euro erschleiche und dann Ärger mit der Bank bekomme, ist nicht die Bank schuld. Jedenfalls dann nicht, wenn ich nicht als unmündiges, albernes Kind gelten will.

    • Koljakin,
      Huhn und Ei.

      Ihr Beispiel trifft es nicht. Da müsste noch ein Vorspann hinzu:
      als Prolog
      „Ging ich eines Tages, nichts ahnend, in meine Bankfiliale. Sagt doch mein Bankberater zu mir: ‚Herr Koljakin, wieso Kleinkredit? Wieso 5000? Wir haben gerade ein Angebot für solvente Menschen, statt 4,7 Prozent bei einer Kreditsumme von 5000, gibt es heute bei 1.000.000 Kreditsumme einen Zinssatz von 3,2 Prozent. Versichern Sie mir, dass Sie das zurückzahlen können, legen Sie eine Gehaltsbescheinigung bei, und dann sollte das klappen!‘. Habe ich dann nachgedacht, meinen Freund Rudi gefragt, und der meinte: Bloss nich‘ zögern! Zur Not bist du am Ende in der Insolvenz, weil aber nichts zu holen ist, naja, immerhin eine tolle Zeit gehabt.“

      Und als Abspann: „Sage ich zu meinem Bankberater, Jahre später, nachdem ich ihm erklärt habe, dass ich nie reich war, und vor allem nie zurückzahlen könnte. Sagt der zu mir: ‚Shush! Bloss nicht. Dann komme ich in die Bredouille. Machen wir es so, dass ich Ihnen regelmässig weitere private Darlehen genehmige, von denen Sie dann Zinsen und Tilgung finanzieren können; plus ein bisschen Eigengeld; sparen Sie ein paar Hunderter pro Monat. Dann kommt das hin. Für Sie und für mich.“

      Helmut Kohl war noch ein Zacken schärfer als der Bankberater: Er hat darauf bestanden, Griechenland so oder so aufzunehmen, vonwegen Wiege der abendländischen Kultur.

    • @Don: Ewiger Sündenfall Griechenland...
      Der Sündenfall war, es GR nach Aufnahme in die EU über Jahrzehnte durchgehen zu lassen, ihr komplettes Staatswesen auf externe Finanzierung (EU Fördergelder) umzustellen. Die Einführung des Euro war der zweite Sündenfall. Dass dieses Schneeballsystem irgendwann kolabieren musste, war klar. Der dritte Sündenfall war, nicht gleich einen rigorosen Schuldenschnitt zu machen unter Belastung aller Gläubiger – von EZB über Grossbanken bis hin zu Kleinanlegern. Stattdessen gibts seit Jahren nur alternativlose Hilfspakete im Rautenformat, wo das Geld postwendend wieder bei den Gläubigern landet, in Griechenland gerade mal gar nichts verbleibt und damit niemandem geholfen ist – ausser der griechischen Nomenklatura. Es ist mit GR wie mit Drogen. Die Sucht nach fremden Geld kann man nur heilen, indem man den Geldhahn abdreht. Und die Dealer bestraft. Und dann konsequent beim Entzug hilft, damit sie irgendwann wieder aufrecht und stolz auf eigenen Beinen stehen können.

  45. Bohnen in die Ohrn
    Ich hätte gesagt: This is a german shop and they sell mostly german products. If you prefere nigerian food, you should go back to Nigeria.

    • Können Sie mir mal die ausgedehnten Reisfelder und Bananenplantagen im Ruhrpott zeigen?

  46. Danke
    „Eigentlich sollte der Deutsche auch wieder Fähnchen schwenkend auf Plätzen aufmarschieren, das Heil im Anschluss anderer Länder sehen, und sich im Internet beteiligen, wenn es darum geht, mit Hashtags andersdenkende Volksgenossen auf europäische Linie zu bringen: Man macht sich momentan wenig Freunde, wenn man an Europa herumkrittelt, oder sogar beim Brexit mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker kommt, obwohl es in der offenen Gesellschaft gar kein Volk mehr gibt, sondern nur noch Leute, die unterschiedlich lang hier sind.“

    Danke für diesen Satz. Ein Genuss! A pleasure!

  47. Mega Aftershowparty
    Wie auf den Plakaten zu lesen. Ist die show bald vorbei? Oder must sie go on, wie man befürchten muss?
    Hoffentlich ist dann noch was zum feiern übrig.

    Wer staubt eigentlich ab? Den Schildkrötenpanzer zum Beispiel, mit seinen diversen Öffnungen?

  48. Trump wäre für Europa das kleinere Übel...
    Europa, mit oder ohne Brexit, ist ja nicht das Problem. Gerade wir Deutschen sollten nur zu gut wissen, dass man alles was sich an politischer Inkompetenz so angesammelt hat, gerne und schnell nach Brüssel abschiebt. Dass da irgendwann mal ein Echo von so viel Politiker Qualität zurückschlägt, sollte einen wirklich nicht wundern.

    Dass man die jetzige EU (plus NATO, plus Euro) auflösen sollte, und zwar sofort, das ist klar. Aber eben nur in einer idealen Welt wäre ein genereller -exit eine gute Sache, in der real existierenden werden die davon Profitierenden es nicht zulassen, dass der Saftladen auf der Müllhalde der Geschichte entsorgt wird, und man anschliessend von fähigeren Politikern eine sinnvollere europäische Gemeinschaft aufbauen lassen könnte. Einmal gewählt, kann man bis an das jeweilige Karriere Ende weiterwurschteln und dann bei 5stelliger Monatspension gute Ratschläge an die Nachfolger geben.

    Don scheint zu grübeln, warum niemand ernsthaft über die derzeitige Bewegung hin zu Isolationismus oder Protektionismus recherchiert.
    Auf keiner Seite der politischen Agenda wird darüber geredet, es ist nämlich Wahlkampf. Das sind Zeiten in denen zum einen ignoriert wird, dass immer Wahlkampf ist, während es andererseits oberstes Gesetz ist, kein einziges Problemchen, welcher Art auch immer, direkt anzusprechen, da man gerade jetzt, in der beginnenden Post-Merkel-Opportunismus-Zeit Bürgern grundsätzliche noch keine inhaltlichen Aussagen zu einem Thema zumuten kann, ohne mit Wählerstimmenverlust betraft zu werden.

    Bei genauerem Hinsehen würde man feststellen, dass die ersten einer Protektionismuswelle noch jede Menge Profit aus ihr schlagen können, während die noch länger über ihr idealisiertes Real-Europa Schwafelnden, diejenigen sein werden die massive Rechnungen bezahlen werden müssen. Nein, nicht die Politiker, die Steuerzahler.
    Brechen Europa und Euro auseinander wird eine deutsche Währung massiv aufgewertet, der ganze Export kollabiert, der Rollstuhl fährt in den Ruhestand und der Nachwuchs zahlt. Wie immer ohne Aufstand…

    Vernünftige Direktverhandlungen JETZT mit „Partnern“, und zwar ganz ohne EU Labner-Zwang, wäre die Lösung, mal sehen wie Trump oder May das hinbekommen.
    In Deutschland ist Wahlkampf, bei Mangel an schwarzen, roten und braunen Bohnen, undenkbar in London, mit rein pakistanischen Stadtvierteln.

  49. Ich finde es ja ohnehin unfair von den Briten ...
    … uns mit den ganzen Volkspädagogen und Eurokraten allein zu lassen. Ein wirklich liberales Staatsverständnis, dass dem Einzelnen mehr Initiative und der Gemeinschaft weniger Steuern abverlangt, ist kein falsches Konzept. Es ist nur nicht populär in einem staatsgläubigen Europa, das über seine Verhältnisse gelebt hat. Europa hat sieben Prozent der Weltbevölkerung, 25 Prozent der Wertschöpfung und 50 Prozent des Weltsozialetats. Wer wird daran in der EU jetzt erinnern?

    Vor der Klugheit geht übrigens in der Regel bereits die Schönheit. „Schönheit vergeht, Hektar besteht.“ Weshalb das Aussehen der Hektarbraut im nördlichen Harzvorland immer irrelvant war.

    • Schönheit vergeht, Hektar besteht
      sicher nicht Monogamie fördernd, der Spruch. Wegen des Hier und Jetzt. Aber wahr.
      anders,umgangssprachlicher und weniger prosaisch:
      „Wos da daheirodsd, brauchst da ned da’arbeitn“
      Mit Eheverträgen schaut es heutzutage anders aus.

  50. Buch- und Realwert
    Es gibt den D und den E. D produziert viele Waren und verkauft sie auf Kredit und verbilligt durch Subventionen. E macht das nicht, verkauft weniger, hat aber den Gegenwert stets in der Tasche. E besucht ein weltweit führendes, wenngleich kostenpflichtiges Bildungssystem, das die besten und reichsten Studenten der Welt anzieht und Abschlüsse von Wert erteilt. D sieht das Heil in der Erstbeschulung und Daueralimentation irgendwelcher Analphabeten von irgendwoher und geht auf eine versiffte Uni in NRW, die 1,0-Abschlüsse nachschmeißt. E ist stolz auf sein Land, D betet um Erlösung durch Analphabeten und baut Ihnen in den Kirchen Altäre (Köln, Dresden).

    Wer verhält sich klüger und wird langfristig Erfolg haben?

    Will sagen: wenn ich könnte, würde ich mit den Nigerianern mitwandern. Die mögen Analphabeten sein, sind aber sicher nicht dumm und wissen qua Vernunft, dass D eine gute Raststation ist, aber mit seinem Geschäftmodell notwendig abstürzen wird, da sich ökonomische Folgen immer nur verzögern lassen. Silberkannen sind sicher vernünftig.

    Wer Zweifel hat sollte einfach eine Debatte im Unterhaus (super die PM-questiontime) mit dem vulgärsozialisten Tran vergleichen, der bei uns abgesondert wird und man bewundert, wie lange, höflich und geduldig es die Briten im hoffnungslos verschulzten EU-Pseudoparlament ausgehalten haben ..

  51. Unterschied
    Meine Familie kam erst 1949 nach Wien zurück. Österreich wurde aus politischen, nicht „rassischen“ Gründen verlassen. Jedenfalls wurde ich sehr anglophil erzogen, wurde später dann auch eine Zeitlang dort auf die Schule geschickt.

    Als sehr junger Mann (irgendwann in den 70ern) habe ich meine Großmama gefragt, was denn nun eigentlich der Unterschied sei, zwischen hier und den Engländern.

    Die Großmama hat kurz nachgedacht und gesagt:

    Der Unterschied ist, wenn Du hier im Stadtpark in den Teich fällst und nass bist und übel riechst und dann in einen Bus steigst, dann schmeissen sie Dich raus. Wenn Dir das in London passiert, steigen alle anderen aus. Und das ist der Unterschied.

    Beste Grüße aus dem westl.Salzkammergut

  52. oh, unsere Medien taugen gelegentlich gut als Kontraindikator
    In unzähligen Artikeln wurde nach dem Votum der Untergang der Inseln und das Abrauchen von LSE und GBP beschworen. Ich hab mir damals Aviva und BAE Systems gekauft aus rechtspopulistischer Grundhaltung und einem kleinen, leichten Zweifel an der Berichterstattung und siehe da.

    Wenn nämlich bei uns im Dorf alle Hunde gleichzeitig bellen, ist es nicht wegen Nafris und so, sondern aus hündischer Solidarität. Das konnte man auch bei Assets beobachten, die auf RUB lauten und bei TRY könnte es ähnlich laufen. Aber missverstehen Sie solche Überlegungen bitte nicht als Anlageempfehlung.

  53. Brexit unter die Lupe ...
    Was für eine Bedeutung die Brexit hat, vor allem was für Folgen zgl., wird wohl und muss die deutschen Politologen über alle Fristigkeiten hinüber beschäftigen. Könnte es da was zu befürchten sein? Motive des Alleinganges etc. Ansonsten meine Bewunderung für die Denkweise von Don, dafür dass er, aufgrund seiner Aufgeschlossenheit und Liebenswürdigkeit, darauf hinweist, dass es sehr wohl eine Türkei und Türken gibt, über die hierzulande bekannten Kopftuch-Alditüten-was guckst du- und pam! Kopfschlag-Klisches, jedoch das Land auf lange Sicht weiterhin bei weitem nicht das hiesige höhere Zivilisationsniveau erreichen kann, so lange es sich aus den reformbedürftigen Klauen des islams nicht befreit, Individualismus Freiräume gewährt und die Korruption bekämpft …

  54. Hier wie überm Kanal scheint die "freie" Rede eingeschränkt und ergebnisoffenes
    Forschen nicht mehr möglich:
    http://www.achgut.com/artikel/der_hate_speech-hammer_schwingt_wie_die_nazikeule
    „Natürlich muss man als Redner akzeptieren, wenn einem bestimmte Institutionen keine Plattformen zum Ausbreiten seiner Meinung anbieten wollen.
    Aber gerade Universitäten sind doch Orte, wo verschiedenste Meinungen debattiert und ausgetauscht, auch hinterfragt werden (sollten). Dabei geht es nicht darum, ob eine Meinung richtig oder falsch ist. Argumente, auch wenn sie den eigenen Ansichten vielleicht diametral widersprechen, tragen doch erst zu einer umfassenden Meinungsbildung bei.“

    Wie im Islam – da ist auch am rigiden Glauben an das, was da (vor-)geschrieben steht, unveränderlich festzuhalten. Schon Zweifel sind nicht erlaubt.

    Aber was das noch mit Wissenschaft zu tun haben soll, wenn nicht alle Fakten in eine Diskussion einfließen dürfen? Schöne neue Welt?

    • Recht haben Sie, Herr Gast
      (Hätten Sie auch einen Namen oder Pseudonym?)

      Derzeit. Ich hoffe sehr, dass mit dem Brexit auch ein Teil der Kontinentaleuropäer das Land wird verlassen müssen (selbstverständlich wird es Aufenthaltserlaubnisse geben für Menschen die einen Beitrag leisten können!); und meine Hoffnung sieht vor, dass dann ein guter Teil der 3 Millionen EU-Bürger die sich derzeit in GB aufhalten, auch das Land mit verlassen muss. Und ich spekuliere darauf, dass das genau diejenigen sein werden, die bisher versuchten, die Gesellschaft auf ‚fortschrittlich‘ zu bürsten.
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass l’Angleterre insoumise Bedarf dafür hat.

  55. Vertrauen in die Fähigkeiten einer alten Weltmacht
    Ich habe vor wenigen Tagen eine größere Summe in Britische Pfund investiert. Eine erfahrene Handelsmacht mit weltweiter Vernetzung verdient Vertrauen.

    Gruß halfried

  56. El hundimiento europeo
    „Unsereins ergötzt sich……5000Pfund pro Jahr kosten.“ Wenn die Briten als zweitgrößter Nettozahler wegfallen, wird wohl zunehmend D diese Lücke füllen müssen. Und Target 2 dazu. Also wie heißt es noch: Der zuletzt lacht,….

    Mir macht derzeit was anderes Sorgen: http://deportes.elpais.com/deportes/2017/03/31/actualidad/1490974027_265925.html

    Es ist also auch hier soweit: Die Hostessen, die den erfolgreichen Radprofis BussiBussi geben, das Trikot anhalten, den Pokal überreichen verschwinden zuert in Australien, Katalonien und nun bei der Baskenlandtour. Natürlich in den Seperatismus umtriebigen Provinzen Spaniens, die keine anderen Sorgen zu haben scheinen. Und man fragt, ob dies Wirkung auf die drei großen Rundfahrten hat. Und warum? Wegen Sexismus und Diskriminierung. Es ist nicht zu fassen. Die Frauen werden bezahlt, machen ihren Job wie Stewardessen, deren span. Übersetzung gerade eben azafata ist, die nun zukünftig nur noch Frauen bedienen sollen?! Gendergetrennte Flugzeuge oder wie. Oder Messepersonal, alles sexistisch und diskriminierte Berufsstände? Und die Modenschauen, eieiei. Warum nicht gleich das Bordellwesen verbieten. Ich schlage für den Start der Tour de France in D Hostessen in Burka vor, so kann man äh Frau das Gesicht wahren.

    • Jesses, für die Damen auch noch die Burka
      wir haben in Düsseldorf schon genug Theater mit der Tour.
      Der erste Probelauf war absolut nicht amüsant, ich in Gerresheim auf einer Insel der Ahnungslosen, das Gerresheimer Krankenhaus nicht mehr zu erreichen, Besuch aus Köln kehrte nach fast zweistündiger Irrfahrt wegen gesperrter Straßen wieder um und fuhr frustriert heim und nun ist das alles auch noch viel teurer als veranschlagt. Wie es halt immer so bei uns läuft, Plan und Realität liegen weit auseinander.
      Allerdings traue ich dem SPD-OB durchaus Wohlwollen gegenüber Burka-verhüllten-was-auch-immer zu.

    • Radlerbusselei kam mir (aus purem Neid) schon lange unzeitgemäß vor im Lycrazeitalter ...
      … wenn die Zeit zwischen Zielankunft und Siegerehrung nur für die dringendsten Bedürfnisse bzw. pharmakologische Nachsorge reicht und nicht zum Duschen.

      Aber das mit den Flugbegleiterinnen muss ich mal versuchen: Wer als erster ohne herumliegendes Handgepäck, aber sichtbar angeschnallt im richtigen Flugzeugsitz sitzt, bekommt turkpopbunte Leiberl angezogen, Mehrfachbussi verpasst und hinreichend Schaumwein gereicht? Dafür würde ich doch glatt auf subsaharische Bohnen im Menü verzichten, deren Verdauung wegen des Schwefelgehalts eh von Nachteil für das Silber sein dürfte.

    • Stewardessen
      Sind auch nicht mehr, was sie mal waren. Die der Lufthansa mit dem xy Chomosom und den hundert Geschlechtern sind manchmal so tuntig wie eine Karikatur…

  57. Ab nach Kassel, ääh nein, England
    Dons Erziehungsversuche bei Geschenktpersonal auf der Durchreise finde ich aller Ehren wert. Aber wie sagt der Engländer, vermutlich for nothing.
    .
    Auch ich sah mich gestern genötigt einem Trupp unbekleitete Jugendliche (vermutlich Afghanen) zunächst nur mal kurz die Türe von der Männerdusche aufmachen, um einen bösen Blick hinüber zu werfen weil sie in den Toiletten aus Gaudi die Türen krachend zuwarfen und vice versa. Dann sah ich sie, ohne daß sie sich zuvor ihr Gemächt gereinigt hätten, am großen Becken herumblödeln.
    Später, wieder in der Dusche kasperten sie lauthals herum, stellten sich auf die Fußstützen und hängten sich wie Schimpansen (les bons sauvages) an die Duschköpfe und hüpften auf den Sitzen der Behindertendusche herum. Die Restdeutschen ließ das alles ziemlich stierblickmäßig kalt aber ich bedeutete unserer demographischen Zukunft durch Zeigen mit dem Finger ans Ohr, daß sie ihre Blödeleien doch gefälligst in Normallautstärke exekutieren sollten. Meine Meinung zu diesen Merkelherbeigebetener kann ich hier nicht niederschreiben, auch bei aller Großzügigkeit Dons nicht.
    .
    Das Aufsichtspersonal unseres Stadtbades ist schon auf der Hut, aber es kann nicht überall sein. Ich hatte einem mir bekannten Bademeister schon vorgeschlagen, außen vor den Kassen schon gewisse Bade-und Hygieneregeln in Geschenktensprachen bzw. Piktogrammen anzubringen. Nichts passiert, obwohl unsere Stadtverwaltung auf die Bürger allgemein gut eingeht. Vermutlich werden derartige Hinweise von Gütlichbewegten als diskriminierend abgelehnt.
    .
    Sollte sich jemand bemüßigt sehen jetzt den „alten Sack“ oder gar den Heini Heine zu zitieren, so kann er sich die Mühe sparen.
    .
    Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Afrika und der vordere Orient wieder kolonisiert oder unter Mandat gestellt gehört.
    (DdH)

    • Lieber DdH, das sieht ulF aber ganz anders
      „Glaubt denn jemand, wir können uns von dem Schicksal Afrikas entkoppeln? Wir müssen sehen, wie man sich nicht abschottet gegen seine Nachbarschaft, sondern die richtigen Antworten findet, ohne Grenzen aufzugeben.“
      http://www.focus.de/politik/videos/rede-in-malta-stehende-ovationen-nach-angela-merkels-rede-auf-dem-parteitag-der-evp_id_6867079.html

      Es gab standing Ovations… angesichts der befürchteten 30 Millionen, die der Erstürmung Europas bzw. Deutschlands harren, erstaunlich.

    • Chlorifizierung
      Die Stadt verordnet, wenn Schwimmvereine ihre Förderungen behalten wollen, den Vereinen auch Kurse für Schutzsuchende.
      Grundsätzlich nicht verkehrt, damit nicht die Burschen aus den ariden Gegenden hier weggespült werden.
      Etwas anderes ist die Hygiene. Der Chlorgehalt wurde nach oben gefahren, die Augen brannten.
      Gottseidank hat unser Verein eine grandiose Matrone, die bisher jeden, aber wirklich jeden, in seine Schranken verwiesen hat. Enge Schranken.

    • Schönes Beispiel
      Der schon oben erwähnte Paul Collier („Exodus“) verweist hierzu auf Untersuchungen von Robert Putnam. Dieser kommt zu dem Ergebnis, dass ein Ansteigen der kulturellen Diversität dazu führt, dass sich das Sozialkapital der einheimischen Bevolkerung verringert und dass man sich bei Konflikten zunehmend „wegduckt“.

    • Ich halte von öffentlichen Badeanstalten sowieso nichts
      Das könnte man sehr schön über die Eintrittspreise regeln.

      Wie viel Besucher hat das Stadtbad?
      Wie hoch ist das jährliche Defizit je Badegast?
      Wer bezahlt das?
      Ein teurer Spaß wenn sie mich fragen.

      Man könnte in vielen Gegenden im Sommer Fließgewässer für die Unterschicht nutzen.ggf einen Baggersee. Maximal ein unbeheiztes Freibad. Öffentliche Hallenbäder?
      Neumodischer Unsinn.

    • Chlor
      Chlor?

      Gab’s das Thema nicht schon mal in anderen Zusammenhängen?
      Ach ja: Chlorhühnchen, wilde Proteste gegen TTIP.

      Und jetzt Chlorbäder für Neudazugekommene?
      1. April? Deutsche Hygieneexzesse mit kulturellen Vorurteilen?

      Darf man das (und wenn ja, in welchen Konzentrationen)?
      Brennende Augen, aber keine Proteste diesmal?
      Keine geschichtlichen Bedenken?

  58. immer wieder ...den Nestroy
    „obwohl es in der offenen Gesellschaft gar kein Volk mehr gibt, sondern nur noch Leute, “
    .
    Muss es sein? Es muss sein, es muss sein:

    „Der Mensch an und für sich ist gut, aber die Leut‘ sind ein Gesindel.“

    Ich zitier‘ ihn halt so gerne (auch gerne immer wieder), den Nestroy.

  59. England forever
    God save the queen….und natürlich den englischen Fußball !!!!

  60. "The genius of the English has always been their ability to adapt ".
    Sir Roy Strong, Kunsthistoriker, Historiker, Gartengestalter. 6 Jahre National Portrait Gallery, dann das V&A (14 Jahre Direktor).

    Und zwar so anpassen, umbauen, neu interpretieren, dass man die fremden Ursprünge nicht mehr erkennt und sich verwundert die Augen reibt, falls…?
    Alltagskultur, Triviales nicht abzuwerten: „The fact that Richard ll was the first person to own a handkerchief sticks in my mind“, ebenfalls Roy Strong.

    Fast möchte ich wieder anfangen zu lästern nach den ersten 4 sichtbaren Kommentaren. Nichts mehr von Seeräuber/Strandräuber-Mentalität. Aber der nervige Oswald Spengler kommt bestimmt noch.

    Zugegeben, meine erste Reaktion auf den Brexit war neben Entsetzen auch neidlose Bewunderung für soviel Mut. Vielleicht haben sie aus den falschen Gründen das richtige gewählt?
    Als (zugegeben) etwas wurzellose Person gönne ich mir dieses wohlige Schaudern.

  61. Antwort auf Frage bei Twitter
    https://twitter.com/faz_donalphonso/status/847878287284162561

    Sie hatten mich (@LibRight85) auf Twitter um einen Link und / oder Hintergrund zu meinem Tweet an Sie gebeten. Da dies leider innerhalb von 140 Zeichen nicht möglich ist, wende ich mich in Ihrem Kommentarbereich an Sie.

    Danke für Ihr Interesse an den reichlich zweifelhaften Youtubeaktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen.

    Das Video ist im eigentlichen Sinne nicht gelöscht, es ist absichtlich nicht mehr auffindbar. Per Direktlink läßt es sich noch aufrufen (durch Benachrichtigungen nach Kommentaren). Allerdings ist es „in deinem Land nicht verfügbar“ sollten Sie die Standardeinstellung „Herkunft der Inhalte: Deutschland“ aktiviert haben.
    Hier der Direktlink zum Video „Mit Rundfunkgebühren geförderter Rassismus“: https://www.youtube.com/watch?v=c0m1AUQCjEQ
    Innerhalb des Kanals wird es nicht mehr angezeigt und es ist auch nicht mehr mittels einer Suche zu finden. Damit ist das Video faktisch gelöscht.
    Hier der Direktlink zum Kanal auf dem das Video hochgeladen wurde und obwohl es dem Direktlink nach noch existiert, nicht angezeigt wird: https://www.youtube.com/channel/UCeUlehN4DtyrBPj5ecI0NTw/videos

    Nachdem der Youtuber schon einige Probleme mit den Öffentlich-Rechtlichen hatte, auf die ich gleich nochmal zurückomme, hat er das Video mit einem expliziten Hinweis an seine Zuschauer versehen, das Video bitte so oft wie nur möglich woanders hochzuladen, weil es die Löschung seiner Inhalte erschwert (hat er sehr viel Erfahrung mit). Daher findet man auf Youtube im Moment 2 Mirror auf anderen Kanälen. Es geht darin um den von FUNK gesponserten Kanal „Jäger und Sammler“ und konkret um die Person Tarik Tesfu und dieses Video hier: https://www.youtube.com/watch?v=N26I24bV2pw

    Der Hintergrund könnte Sie fast noch mehr interessieren, denn es dürfte kein Zufall sein, dass das vorgestern noch verfügbare Video, keine 24h später nicht mehr zu finden ist.
    Vor wenigen Monaten haben Mitarbeiter der ARD mit falschen Copyright-Beschwerden gezielt die Löschung von 2 seiner Kanäle erwirkt.
    Der Hauptkanal des Youtubers (einer von noch 4 Kanälen) beinhaltet praktischerweise ein relativ kurzes, erklärendes Video über das was ihm Widerfahren ist: https://www.youtube.com/watch?v=_-0Cgymx-3A
    Nach dieser belegbaren Aktion erscheint es mir nicht abwegig, dass seine Kanäle weiterhin unter Beobachtung von ARD Mitarbeitern steht und diese umgehend gegen dieses Video hier vorgangen sind bzw. ist der Grund dafür, dass er dieses Video auf einem seiner Nebenkanäle hochgeladen hat, dass er sich sehr wohl bewusst ist, dass ihm die Öffentlich-Rechtlichen im Nacken sitzen und nicht scheuen mit an den Haaren herbeigezogenen Gründen seine Videos entfernen und damit seine Kanäle löschen zu lassen.

    Journalistisch verarbeiten lässt sich dieser Fall denke ich leider nicht, da dieser Youtuber – „Die vulgäre Analyse“; der Name ist Programm – nicht nur einfach Tabus bricht, sondern atomare Angriffe auf diese durchführt. Allein das „Koranvideo“, welches er da beständig im Hintergrund ablaufen lässt, dürfte einer direkten Berichterstattung über die Methoden der ARD im Weg stehen. Davon wie er seine – teilweise sehr guten Analysen und Kritiken – formuliert, fang ich gar nicht erst an.
    Da man aber auf Basis der erfolgreichen Löschung seiner Kanäle und der faktischen Sperre dieses Videos bei den Öffentlich-Rechtlichen keinerlei Anreiz hat, damit aufzuhören, wird es nicht das letzte Mal gewesen sein (oder soetwas ist sogar schon öfter passiert). Lohnt sich also vielleicht für Sie die Augen in der Richtung offen zu halten. Vielleicht können Sie aber auch nur das Originalvideo von Tarik Tefsu verarbeiten, nachdem relativ offensichtlich ist, wofür es ein verachtenswürdiges Paradebeispiel darstellt. Ein schwarzer Homosexueller (witzigerweise samt Gender-Studies Abschluss), der als lebendes Gegenbeispiel zu seinen eigenen Thesen, arrogant vor sich hin grinsend jungen Zuschauern irgendwelchen Blödsinn über Weiße, Deutsche und Deutschland in den Kopf hämmern darf – und das auf Kosten der Allgemeinheit.

    Falls Sie den Youtuber „Die vulgäre Analyse“ dennoch kontaktieren wollen, um direkt und vielleicht noch mehr über die Machenschaften der Öffentlich-Rechtlichen auf Youtube zu erfahren, können Sie ihn hier ebenfalls erreichen https://twitter.com/VulgaereAnalyse

    Vielen Dank für Ihre Zeit (und Ihre Blogbeiträge)

    Dieser Kommentar kann gelöscht werden.

    • OK, danke!

    • Nachtrag
      Wie auf Kommando hat der vorher erwähnte Youtuber nochmal eine kurze Zusammenfassung dessen angefertigt, was die Öffentlich-Rechtlichen mit ihm auf Youtube bisher veranstaltet haben … und angekündigt voll auf Konfrontationskurs zu denen zu gehen.

      Direktlink „Die SJW Infektion der Öffentlich Rechtlichen“: https://www.youtube.com/watch?v=6ub2eBGBhGI&t=0s

      Es wird wohl auch in Zukunft einige Löschungen auf Youtube mittels falscher copyright claims samt idiotischer, in sich widersprüchlicher Begründungen durch die Öffentlich-Rechtlichen geben…

  62. ......
    Wiedermal ein sehr erfrischender Artikel. Bei allen Unkenrufen, verliert die EU vermutlich mehr als Britannien, denn mit einem Schlag haben wir die Hälfte weniger Einfluss im Sicherheitsrat, die Hälfte weniger Atommacht und die Hälfte weniger Militärmacht, was ausserhalb des pazifistischen Deutschlands immer noch die wirklich harte aussenpolitische Währung ist.

    Ich lese gerade eine französische Zeitschrift über Aussenpolitik und der Blick Frankreichs auf die Welt zeigt erst das Deutschland bei all ihrer wirtschaftlichen Kraft und all seiner, mit Verlaub, arroganten Haltung deswegen nur „small change“ ist im Vergleich zu den Ambitionen (und Fähigkeiten) Frankreichs und GBs. In Frankreich debattiert man darüber wie man machtpolitisch in Südostasien mitspielt, bei uns nur darüber wie man da wirtschaftlich mitmacht.
    Und das ist das was man bei den Debatten zum Brexit vergisst, in Frankreich und GB ist die Haltung „wir schaffens auch alleine“, ein Mut für die Zukunft auch ohne die EU immer noch Grossmacht zu bleiben, in D gibts das nicht, da gibts postnationalen Defätismus, „ohne EU sind wir nichts“.

    • Ich fand, da wurde in letzter Zeit etwas übertrieben, und da passte die Geschichte.

    • Mers-El-Kebir
      und die rhetorische Frage „mourir pour Dantzig?“ stellen die Qualtität beider anvisierter militärischer Bundesgenossen für D doch ein Wenig in Frage. Außerdem scheint mir Ihr „Großmachtbegriff“ ja wohl ein Wenig schönrednerisch. Das mag allenfalls dann für die Beiden gelten, wenn man sie zu den den milit. Kapazitäten der BRD in Beziehung setzt.

    • Frankreich
      will wieder nach Tonkin…
      .
      Den Brexit stemmen wir eben noch, aber das dann nicht mehr, denn es ist klar, wer bezahlt.
      .
      Sie san schon Hund, de Franzosen.

    • Mers el Kebir et al.
      Bei der Geschichte von Mers El Kebir, als die Britische die mit ihnen verbündete französische Flotte in einem Hinterhalt versenkt hatte, damit diese nicht den Deutschen in die Hände fällt, sowie bei der Erstürmung des französischen Unterseebootes „Surcouf“ im Hafen von Southampton, bei der der Kapitän des Bootes von einem britischen Prisenkommando erschossen wurde, wird gerne „vergessen“, dass die französische Luftwaffe zur Vergeltung Gibraltar bombardierte und es den „FFF-Truppen“ von Charles de Gaulle deswegen auch nicht gelang, französische Kolonialtruppen in Nordafrika davon zu überzeugen, sich dem Kampfe gegen das gemeine Nazideutschland anzuschliessen, sondern diese ganz im Gegenteil darauf warteten, einen ihrer britischen Waffenbrüder vor die Flinte und ins Visier zu kriegen, woraufhin nicht die Engländer, sondern die Amerikaner die Invasion Nordafrikas durchführen mussten, die in keiner Weise darauf vorbereitet waren und sich am Kasserine Pass gegen Rommels Panzertruppen gleich die erste, aber nicht die letzte Klatsche abholten.
      Spätestens seit diesem Tag befand sich völkerrechtllich Frankreich gegen England im Krieg und war nicht mehr Mitglied der sogenannten „Alliierten“.
      Das wurde hinterher dann einfach so umgeschieben.

      Wer das nicht glaubt, der glaubt auch, dass irgendjemand auf dieser Welt so blöd sein kann, die gesamte Englische Territorialarmee bei Dünkirchen einfach abziehen zu lassen, um ein paar Tage später mit einer nicht für solche Aufgaben nicht geeigneten oder auch nur geplanten Luftwaffe die Eroberung deren Heimatlandes vorzubereiten, anstatt sie einfach einzusacken und sich die Insel auf dem Silbertablett abzuholen.
      Der so der geistigen Umnachtung verdächtigte hatte nämlich keinerlei Interesse an der schwimmenden Raubritterburg, sondern wollte durch seine Air Show, genannt „Luftschlacht um England“, die grössenwahnsinnigen Linksfahrer mit ihrer unterdurchschnittlich mittelmäßigen Landarmee, die es schon im Ersten Weltkrieg nicht geschafft hatte, zusammen mit der zweitgrössten Landarmee Europas (der Französischen) gegen 50% des Deutschen Heeres (dessen andere Hälfte im Osten gegen die grösste Armee Europas, die Russische, kämpfte) irgendeinen Stich zu machen und sich stattdessen einzugraben und mit der Entwicklung von „Trenchcoats“ zu beschäftigen.
      Diese Landarmee war zwar in der Lage, gegen ein paar säbelschwingende indische Gurkas rechtzeitig ein Maschinengewehr in Stellung zu bringen, war und ist aber allen echten Territorialheeren um Klassen unterlegen.
      Dass ihre Insel wie eine schwimmende Raubritterburg den Zugang Mitteleuropas zum Atlantik versperrt, liesse sich dadurch zur Bagatelle machen, indem man einfach den Landweg nimmt. Dazu müsste man aber gut Freund mit den Russen werden und wer das nicht ist, der spielt das Machtspiel der Engländer mit, wie es immer schon gespielt wurde, die die Anreiner des Landweges gegeneinander aufhetzten und wenn sie sich selber mal auf für sie ungeeignetes europäisches Territorium verirrten, immer von ihren grossen Freunden, den Amerikanern, herausgehauen werden mussten.

      Wenn ich also streng antideutsch eingestellt wäre und erreichen wollte, dass dieses Land und seine Leute endgültig im Orkus verschwinden, würde ich mich mit den Russen und Amerikanern anlegen und dafür sorgen, dass die Engländer durch keinerlei vertragliche Pflichten an den europäischen Kontinent gebunden sind.

      Fragen Sie mal Frau Merkel.

  63. .
    Das ist mal wieder eine tolle Geschichte!
    Auf mögliche Probleme, die noch aus Kolonialzeiten
    stammen, hinzuweisen, als ginge es nur um
    spezielle Bohnen, inspiriert zum Nachlesen über
    Kolonialgeschichte.
    (Hm, welche Afrikaner sprechen englisch / welche
    französisch…)
    Also, bei uns – im Drogenareal von RRG – verniedlichend
    „Görli“ genannt, sprechen die meisten französisch.

    Ich grübel jetzt mal auf meiner Radltour
    ob ich auf meine alten Tage lieber Französisch auffrische,
    oder ob ich -als ziemlich faule Agnostikerin- dann doch
    vorsichtshalber > auf den Psalm 23 vertrauen soll.
    http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/psalm/23/

    • Die beiden waren recht deutlich nicht von der Sorte, die ihre Zukunft im Park mit Messer und Drogen sieht.

    • Ob tausend fallen....
      Ich setze eher auf Psalm 91, speziell 7. Richtige, deutliche Sprache. Ihrer ist mir zu sehr konfirmandengeprügelt.
      (DdH)

  64. Sweets for my sweets
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    wer „mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker kommt, obwohl es in der offenen Gesellschaft gar kein Volk mehr gibt, sondern nur noch Leute, die unterschiedlich lang hier sind.“ kennt sich mit der wohl auch schon antiquierten UN-Charta (former known as Völkerbund) aus.
    Sie, als Historiker, wissen sehr gut zu welchem Zweck diese internationalen Organisationen ursprünglich gegründet worden sind. Parallelen zur NATO bzw. der EU gibt es natürlich nicht, oder?
    Haben sich denn die, die schon länger hier leben,sich ihre Verfassung aka „Grundgesetz“ selbst gegeben und „selbstbestimmt“ ihr staatliches Zusammenleben grundlegend geregelt. Wurden diese Leute gefragt, ob sie Souvernitätsrechte an Europa, die mittlerweile auf einem Goldenen Kalb anstatt einem Stier reitet, abgeben wollen? Wäre aber zwecklos, ein anderes „Volk“ musste so lange abbstimmen, bis das erwünschte Ergebnis da war. Was nicht passt, wird passend gemacht! Fragen über Fragen.
    Geburtsfehler verblassen mit der Zeit, irgendwann werden sie wieder virulent, vorallem wenn man bei Geburtstagsfeiern seine Schokoladenseiten feiert und die saueren Drops vor lauter Zuckersucht (Harmoniebedürnis) unter den Tisch fallen lässt.

    Honeckers Rache wirbt immer noch mit Zuckerwaren und verschweigt die Nebenwirkungen, die allerdings immer deutlicher zu Tage treten. Der guten Europa ist schon ein Zahn ausgefallen und andere sind schon von Karies bzw. Rechtspopulsimus (aka Sebstbesimmungsrecht der Völker?) befallen.

    Im Übrigen halte ich von Ihrem Anlagetip sehr wenig. Silber unterliegt starken Schwankungen. Rheinmetallaktien und Rüstungsgüterhersteller versprechen eine höhere Rendite, wie Goodnight wohl wissen sollte.

    Mit vorzüglicher Hochachtung

    • Mit einer silberkanne können sie noch bezahlen, wenn es Rheinmetall schon lange nicht mehr gibt.

    • Rheinmetall macht nur zur Hälfte Verteidigunstechnik
      Die andere Hälfte sind Teile für die Automobilindustrie.
      Man bietet z.B. einen einbaufertigen Range-Extender für Elektrofahrzeuge an.

      ggf sollte unser Don A. mal seine Fahrzeuge untersuchen und
      mal nachschauen was so alles von Rheinmetall eingebaut wurde.
      – ein Range-Extender wird wohl nicht drin sein :-)

      https://www.rheinmetall-automotive.com/produkte/range-extender/

    • Das einzige, das in einer wirklichen Krise helfen
      würde, wäre eine satte Sammlung von 500 Liter Mineralwasser und reichlich Mehl.

      Lieber Don, Sie machen sich hier was vor, weil Sie das Zeug lieben. Die meisten Leute heute, vor allem die jungen, pfeifen auf Staubfänger, insbesondere aus Silber, das ja einmal im Monat geputzt werden muss.

      Wenn ich Sie je treffen würde, würde ich versuchen, Ihnen das auszureden. Was die Bilder betrifft: Jemand versuchte vor Jahren, mich zu überreden, eine Erbschaft in einen Immendorff zu investieren. Ich mochte den nicht. Hätte ich es doch trotzdem gemacht!

      Das Bourgoise wird kleiner und deswegen nicht vergehen. Es ist gut, dass es Sammler gibt wie Sie. Aber Geld bringt das genauso wenig wie orientalische Teppiche heute.

    • Die Moden in der Hinsicht kommen und gehen. Vor zehn Kahrfen frass der Berliner Döner, vor 5 Jahren Burger und heute vegan. Momentan ist es günstig, billiger kann es kaum mehr werden. Und mir muss es gefallen.

    • Präzisierung
      Ich nehme nicht an, dass Sie mit ihrer Andeutung des Zwecks und der Entstehungsgeschichte grosser Organisationen die „United Nations“ meinen, wie sich Nazi-Deutschlands Kriegsgegner während des Zweiten Weltkrieges nannten.
      Um diese Kontinuität zu verbergen, wurden die alten „United Nations“ aka „Vereinte Nationen“ dann retrospektiv in „Alliierte“ umbenannt und das in die Geschichtsbücher so eingetragen. Dabei hat niemand im Krieg gegen „Alliierte“ gekämpft. Der Rest der Geschichte, wie man sie uns lehrt, hat das gleiche Niveau. Dazu „Fake News“ zu sagen, wäre beleidigend – für die Fake News. Das Problem: ich kenne etwa 10 solche Geschichts-Fakes. Die machen mir wenig Sorgen. Sorgen machen mir die 100 000, die ich nicht kenne.

  65. Silber
    ist eine gute Idee. Wenn das bald wertlose Euro-Bargeld dann abgeschafft sein wird und die „amtliche“ Kontrolle über die Zahlungsströme vollkommen und unausweichlich, dann wird der Tauschhandel wieder ungeahnte Blüte erleben. Edelmetalle werden eine neue Bedeutung erhalten,vielleicht gewinnt sogar das britische Pfund…

    • Man kann Gefässe auch zerhacken – das haben Germanen mit römischem Silber gemacht.

    • Germanen
      Das waren die Germanen von nördlich der Donau. Arm und ohne Manieren.

    • Wieso „waren“?

    • >>waren
      >>Waren<<, weil ich davon ausgehe, dass sie es heute nicht mehr könnten.
      Selbst wenn sie wollten, nicht.
      .
      .
      Die haben doch zwei linke Hände. Dazu noch alles Daumen dran.

  66. TuttifruttI?
    Nur wenn sich Geldanlage in Pizza rechnet.

  67. Brexitnarrativ und die Zukunft
    Die hiesige Berichterstattung zum Brexit scheint mir eh vollständig darauf ausgelegt sein, den Glauben der Bevölkerung an die EU zu stärken oder wenigstens dieses Bild medial zu erzeugen. Auch faz.net hat sich mit einigen Artikeln daran beteiligt, die diversen Gründe für den Brexit zu verschleiern und keinesfalls öffentlich Zweifel an der EU aufkommen zu lassen. Bis zum heutigen Tag ist mir kein Artikel über den Weg gelaufen, der erwähnte, dass die von Deutschland ausgerufene „Refugees-Welcome“ Politik, das Zünglein an der Waage dafür gewesen sein dürfte, dass Deutschland seinen wichtigsten inhaltlichen Partner innerhalb der EU verloren hat, wobei Letzteres durchaus angemerkt wird (siehe vor Kurzem Steltzner sowie HW Sinn). Passt überhaupt nicht zum medial erzeugten Narrativ „EU toll, Brexit doof, Merkel GröKaZ“.

    Erinner mich sogar konkret an einige Artikel zu den Pulse of Europe Demos, wo der simple Hinweis darauf, dass dort für eine staatliche Institution demonstriert wird, die faktisch nichtmal in der Lage ist ihre territoriale Integrität durchzusetzen – dort also eigentlich für institutionelle Inkompetenz demonstriert wird – nicht an der Moderation vorbei kam. Hat wohl nicht zum Narrativ des Berichts gepasst, obwohl faktisch richtig.

    Ich persönlich wünsche den Briten viel Erfolg in der Zukunft. Schon um die Aussagen der EU-Ideologen weiterhin der Lüge zu überführen, den medialen Narrativ weiter ad absurdum zu führen und um ihren Mut sowie ihre Risikobereitschaft zu belohnen. Wer nichts wagt, der kann nichts gewinnen. Die Briten haben es gewagt; einer unglaublichen Propagandaoffensive, die teilweise Tod, Krieg, Zerstörung und Armut prophezeite, zum Trotz.

    Desweiteren ist auf Basis von historischer Erfahrung davon auszugehen dass Deutschland mal wieder bis zum bitteren, in diesem Fall ruinösen Ende an der EU festhalten wird. Der Realität und dem erfahrenen Schaden zum Trotz – wie immer.
    Je erfolgreicher die Briten sind, desto schneller wird diese Idee abgewickelt.

    • Propagandaoffensive
      Eine Propagandaoffensive? Dass die britischen Tabloids Werbung fuer die EU gemacht haetten, ist mir allerdings neu.

    • @AH
      Britische Medien verfolge ich nur sporadisch. Einige britische Kommentatoren haben aber die Kampagne des Remain-Lagers nicht ganz umsonst „Project Fear“ getauft. Auch wenn sich dabei meist auf UK’s ökonomische Zukunft bezogen wurde.
      Da ich keinen Grund habe, anzunehmen, dass die pro-EU Propaganda in UK anders aussah als im Rest der EU bspw. in Deutschland und die hiesige Bandbreite bei den katastrophalen ökonomischen Konsequenzen über die Fehlerhaftigkeit einer isolationistischen Politik bis zum Krieg in Europa durch die vom Brexit verursachte Kettenreaktion und folgendes Scheitern der EU reichte, gehe ich davon aus, dass diese Quatsch auch vom UK-basierten Remain-Lager vorgebracht wurde.
      Ich mag mich irren. Ändert aber auch nichts am inhaltlichen Punkt, dass die Briten das Risiko trotz Project Fear eingegangen sind.

    • Propaganda
      In den britischen Medien und insbesondere der Murdoch-Presse gab es ein Trommelfeuer mit regelrechter Hetze gegen EU und EU-Auslaender. Die Gewaltexzesse mit dem Mord an der Labour-Abgeordneten kamen deshalb wenig ueberraschend. Das hoerte uebrigens auch nach dem Brexit keineswegs auf. Die Richter des obersten Gerichts, die das nach britischem Verfassungsrecht eigentlich Selbstverstaendliche feststellten, naemlich dass das Parlament auch weiter in der Verantwortung steht, wurden auf den Titelseiten als Volksfeinde (genau der Begriff, kommt der Ihnen auch bekannt vor?) tituliert.

      Wenn Sie Kampagnenjournalismus suchen, koennen Sie ihn genau dort finden. Demgegenueber war die proeuropaeische Presse offenbar im Ton noch viel zu zart – und Frau May darf jetzt die Scherben zusammenkehren.

    • @QH
      „Die Richter des obersten Gerichts, die das nach britischem Verfassungsrecht eigentlich Selbstverstaendliche feststellten, naemlich dass das Parlament auch weiter in der Verantwortung steht, wurden auf den Titelseiten als Volksfeinde (genau der Begriff, kommt der Ihnen auch bekannt vor?) tituliert.“
      Ja, der Begriff kommt mir bekannt vor, allerdings lasse ich mich nicht von Assoziationen irritieren, sondern schaue mir den Sachverhalt an und bewerte auf Basis der Definition des Begriffs und des Sachverhalts, ob er eine passende Beschreibung darstellt. Gerade in Deutschland ist das eine grundsätzlich empfehlenswerte Vorgehensweise, da hier haufenweise Begriffe in der öffentlichen Debatte umhergeschmissen werden, die lediglich deswegen eingeworfen werden, weil viele wie abgerichtete Hunde auf deren Nennung reagieren und den Verstand abschalten, was man auch in gewisser Hinsicht als Sinn des Einwurfs betrachten kann.

      In diesem Fall:
      Der Hinweis, dass das Parlament auch weiterhin verantwortlich ist, ist korrekt und ansich trivial. Wer denn auch sonst? Die Queen oder der Fischer Joe Smith?
      Nur kann man diesen ansich trivialen Hinweis darauf, dass für Prarlamentarier die rechtliche Möglichkeit existiert, den festgestellten Willen der britischen Mehrheit auch komplett zu ignorieren und sich damit direkt dem Willen des Volkes zu widersetzen sowie die Durchführung des Referendums ad absurdum zu führen, durchaus zurecht als Hinweis / Erinnerung auf / an eine dem Volk feindlich gesonnene Handlung werten. Die jeweiligen Personen kann man dem Inhalt des Begriffs entsprechend als Volksfeinde bezeichnen.
      Sicher, aus der Perspektive heraus, dass man der mehr wissende, übelegene, von Gott berufene, fortschrittliche Bestmensch ist, der im Notfall ein ganzes Volk wie Mündel behandeln und gegen seinen erklärten Willen handeln sollte, natürlich in seinem eigenen Interesse – wie immer – gehört sich diese Bezeichnung nicht. Die Ironie liegt aber gerade darin, dass diese Einstellung diese Bezeichnung sachlich zutreffen läßt bzw. WAHR ist – ganz egal wie wenig das den so Bezeichneten gefällt.

      Übrigens, man kann das Handeln des gesamten dt. Bundestags sowie der dt. Regierung in einem bestimmten Politikbereich sachlich korrekt als Verrat an denen werten, denen das Parlament gewidmet ist und denen eine Regierung zu dienen hat (statt irgendwas von ihnen zu fordern) – also als Volksverräter.
      Aber das erwähne ich nur, um Sie ein bisschen zu reizen. ^^

    • Feinde und Verräter
      @ rightwing“liberal“
      In der Tat finde ich es nach wie vor seltsam, wenn Richter, die geltendes Verfassungsrecht anwenden, so betitelt werden, und – ja – die Sprache verrät einiges über die Geisteshaltung der Sprecher (wie von Ihnen zu Recht angemerkt, trifft das in anderer Weise auch auf die in Deutschland gerne verwendeten Pauschalurteile zu, was ja auch der Don in seinen Blogs immer wieder thematisiert).
      Und in einer repräsentativen Demokratie erfolgt die politische Willensbildung nun einmal über Wahlen, nicht über Referenden. Wir Deutschen haben mit letzteren auch so unsere Erfahrungen und praktizieren sie deshalb nicht mehr. Die Schweizer haben vor einiger Zeit auch eines gemacht (Zuzug von Ausländern), wo sie sich seither abmühen, das Ergebnis ungeschehen zu machen. Leider kostet das nicht nur die Betroffenen wertvolle Zeit und Ressourcen, die anderswo besser investiert wären.
      Die Briten ihrerseits haben jetzt eines hinter sich, mit der sie übrigens ein früheres (über den EG-Beitritt) widerrufen haben. Auch Volksentscheide sind also nicht in Stein gemeißelt. Ich bin gespannt, wie die britische Öffentlichkeit reagieren wird, wenn die Verhandlungsergebnisse mit der EU konkret werden. Aber natürlich wird dann wieder die EU schuld sein, wenn für Britannien nicht das herausspringt, was die Brexit-Befürworter versprochen haben.
      Eigentlich wissen die Briten das auch, nicht zuletzt deshalb pflegen sie seit Jahrhunderten die parlamentarische Demokratie, mit der Betonung auf „parlamentarisch“. Ihrer Lesart nach wäre der wahre Volksfeind in dieser Sache dann wohl die britische Verfassung ….

  68. Vielen Dank für diesen Satz:
    „Offensichtlich wurde in ihrem Heim das Memo nicht verteilt, dass in der Öffentlichkeit positive Aussagen über die Insel nach dem Brexit zu unterbleiben haben, wenn man weiterhin als guter Europäer gelten will.“

    Das geht runter wie Öl! Nochmal: Danke.

  69. Wie ich die Briten beneide !!!!!
    OT- Zum polieren von Silber, aber auch Stahl, Messing, Kupfer

    “ Flitz“ aus Trumps pöhsen Staaten, gibt’s im net.

    blaugraue Paste , meine Messer, etwa von William “Bo“ Randall , ob die 01er Klinge, oder die Parierstange aus Messing, freuen sich immer .

    Mein Fairbairn-Sykes, noch von Wilkinson vor dreißig Jahren gekauft, braucht es nicht, da verchromt.

    Wilkinson, ebenso wie Ibberson, ehemals Produzent eines besseren Nachbaus des deutschen Fallmessers der Luftwaffe ,

    macht schon lange keine Schwerter für den “ court dress“ mehr, die kommen neu nur mehr aus Spanien.

    Ein bissl Niedergang ist schon, seit die Inselnarren 1945 Leiiiba gewählt haben.

    Und viele Möglichkeiten, etwa der elisabethanischen Küche, haben sie mit Cromwell und seinen Calvinisten vergeben, wofür sie nach der Reatoration auch seinen Leichnam im Sarg hanged, drawn and quartered haben, wie es sich für einen regicide gehört, und seinen mit Essig und Pech patscherd mumifizierten Kopf jahrhundertelang als Partygag herumgereicht haben.

    Kochen ist daher nicht ihre Stärke, veggies, well cooked, hat schon Veganer zum Porterhouse-Steak getrieben , eine gute Entwicklung.

    Es bleibt immer noch Curry, Vindaloo, Mullagattawnee, etc.

    Und fish and chips zum Preis eines Menüs in einem Münchner Angeberrestaurant.

    Leben kostet, vor allem auf der Insel, preislich wähnt man sich in Shanghai.

    Ja, der Brexit wird teuer, NATÜRLICH primär für uns Deutsche,

    aber auch für die Briten, dafür sorgt schon das Diktat des kleinstaatlichen Ex-Oberbürgermeisters, der sich die Keimdrüsen weggesoffen, pardon, weggeschlürft hat.

    Alkohilismus mit Wein ist ja feiner.

    Aber sie werden es schaffen, wenn Labour oder Torie-Dummheit es nicht verderben,

    ein eigenständiger , erfolgreicher Staat zu werden, im Vergleich zu Dummland, das zum Schlachtvieh aller Nonperformer der Welt gemacht wird, von verräterischen Politikern.

    Meine Meinung zur ÄÄÄUUU steht :

    Lieber zehn Donald Trumps als ein halber Donald Tusk.

    Oder ein Merkeldings, oder ein Junker&&%%$§$$ , oder, oder.

    Es herrscht viel Angst, und die Aufgabe wird nicht leicht, weil Widerlinge es künstlich schwer machen.

    Well, hang, draw and quarter them !

    Und Nigerianer, etc. , werden den Wiedraufstieg nicht befördern, das ist gegen deren Natur.
    Und Pakistan, im Gegensatz zu Indien, ist qua Islam kein aufstrebender Staat, aber seine Bürger in England merkantil sehr erfolgreich.

    Rotherham ist ein anderes Kapitel.

    Es gibt in England viel Dummheit, Kinder werden für politically non correct words vor einen erwachsenen Richter gestellt, was Trotteln in deutscher Politik gut gefällt.

    Aber nach dem Brexit hat England die Riesenchance, das Linke auszubrennen, wenn erste Meriten des Austritts auch den Gegnern offenbar werden.

    Wir hingegen sind des Todes, und des Teufels.

    Verloren, und verludert vom inneren Feind, im Schuldkult sich wälzend, wie ein Schwein im Kot.

    Schade, Marmelade.

    Dexit wäre gut, warum sollen wir die Sklaven der Absolventen französischer Grande Ecoles bleiben, die Finanziers wider Willen mediterranen und östlichen Nichtstuns ?

    Die Opfer irrer SED-Heinis und Heininen ?

    Perverser Selbsthaß muß einem neuen, vernünftigen Stolz weichen, nicht der großkotzigen Herrenart in der EU, die der kleine Mann in Deutschland mit seiner Existenz bezahlt.

    Ein jeder nach seiner facon, und so auch wir, aber erst, wenn die Politkaste weggereinigt ist,

    vor dem putzen gibt es keinen Ausgang.

    Wie ich die Briten beneide !

    • In der tiefen Provinz oder in Arbeiterwohngebieten müssen Sie Deutsch sprechen ...
      ….wenn Sie mit der Zeichensprache nicht mehr weiterkommen.
      Aus dem Leitfaden für GB-Soldaten in Deutschland 1944. Handbuch des Britischen Außenministeriums für britische Besatzungssoldaten in Deutschland (1944).
      Wenn man eine Sprache zu sprechen versucht, die man nicht kennt, lautet die goldene Regel: So einfach wie möglich. Nehmen Sie sich ein zweijähriges Kind zum Vorbild. Versuchen Sie nicht, ganze Sätze zu bilden, sondern benutzen Sie Hauptwörter und Verben.
      Viele deutsche Wörter ähneln dem Englischen, besonders solche des allgemeinen Gebrauchs. Zum Beispiel: Mann = man, Haus = house, Garten = garden, Butter = butter und Brot = bread. Das liegt daran, dass die beiden Sprachen wesentlich aus der gleichen Wurzel entstanden sind. Abgesehen von zwei oder drei deutschen Lauten, die wir im Englischen nicht benutzen, ist die Aussprache einfach.

  70. Parallelgesellschaften, hier und überall...
    Da haben wir den Salat! Die Briten verlassen die EU und werden noch nicht einmal „in Sack und Asche“ gehen wollen, sondern tragen ihr Haupt – bösen Menschen gleich – erhoben fort.

    Das haben auch Ihre Nigerianerbekanntschaften schon verstanden. Wie soll man ein Volk achten, das quasi alle Eigenständigkeit abgibt und sich einem Bürokratiemonster anvertraut?

    Das Volk der Dichter und Denker?
    Dichter liest heute keiner mehr, der irgendwie überleben muss, zudem wird die kinofilmgeniessende Jugend bereits mit Titeln wie:“Fack juh Göhte“ schon auf den zweifelhaften, Geistesgrößen verachtenden Kurs gebracht, und das Denken läßt man lieber gleich bleiben, das strengt nur an, könnte gefährlich werden und einem Beruf und Zukunft versauen, gerade im Zeitalter der digitalen Sammelwut und schnellen Datenübermittlung.

    Das Beherrschen einer Fremdsprache ist vielen Menschen ein Gräuel, vermutlich nicht bei den hier anwesenden Foristen, aber im Blogtext treten die Lernschwierigkeiten deutlich zutage.

    Zunächst einmal spricht man in besagtem Geschäft nur Türkisch und Deutsch.
    Hmm.
    Wie kann das denn sein? In Deutschland wird versucht, jedem Schüler in der Schule das Englische nahezubringen. Es gibt keine Ausnahmen, Gymnasiast und Hauptschüler reichen sich in dieser Beziehung die Hände, wenngleich vermutlich auf unterschiedlichen Niveaustufen, aber grundsätzlich sollte eigentlich jeder Deutsche oder in Deutschland beschulte Mitmensch eine kurze Wegbeschreibung und auch einen kleinen „smaltalk“ hinbekommen, bzw. das Angebot seines Geschäftsbetriebes durch rudimentäre Kenntnisse des Englischen bereichern können.

    Weit gefehlt! Neuere Statistiken geben Auskunft darüber, dass schon zwei Jahre nach dem Verlassen der Schule etwa 80% der in Deutschland Beschulten auf einfache Fragen in englischer Sprache nicht antworten können. Sekundärer Analphabetismus wird dies genannt und tifft nicht nur die MINT-Fächer.

    Sollen die, die zuwandern doch Deutsch lernen! Eine durchaus berechtigte Forderung, doch meistens ohne die Zuwanderer gemacht, wie der Blog des Don sehr schön zeigt.
    Das Deutsche ist tatsächlich eine sehr schwere Sprache. Vielleicht nicht für die, die diesen Blog lesen und sich des Deutschen als Muttersprache erfreuen können, aber für zugezogene Ausländer sicher schon.

    Als deutscher Muttersprachler hat man das Glück, quasi seit der Geburt mit der unglaublichen Anzahl der deutschen unregelmäßigen Verben direkt vertraut zu werden und diese (hoffentlich) richtig anzuwenden.

    Was Präpositionen, über die man als Deutscher nicht im entferntesten Nachdenken muss, bei Ausländern jeglicher Couleur auslösen, muss man Mal als Unterrichtender erlebt haben. Das kann selbst gestandene Deutsch-Sprachlehrer in die Verzweiflung treiben.
    Und die deutsche Antwort lautet unbarmherzig immer wieder:“ Ja, die muss man auswendig lernen, da hilft Logik leider gar nicht!“
    Schluchz- und Seufzlaute, sowie böses Gebrummel sind dann die Antwort des deutschlernen-wollenden Auditoriums.

    Englisch ist in dieser Beziehung wirklich wesentlich einfacher, zumindest was die einfache Verständigung anbelangt. Die ist im Deutschen wesentlich schwieriger zu bewerkstelligen.

    Dass der Genitiv selbst bei Deutschen kaum richtige Anwendung findet ist so bekannt, dass er mit der letzten Rechtschreibreform quasi für Nonsens erklärt wurde. Wer will, kann stattdessen inzwischen auch mit dem vielgeliebten Dativ reüssieren, zu meiner Zeit gab es dafür noch rote Fehleransteichungen im Text, und ich finde, zu Recht! Wäre der Genitiv nicht schön und notwendig, hätten ihn unsere Vorfahren nicht so intensiv gepflegt!

    Doch mit „zusammengesetzten Verben“ ist noch nicht Schluß! Schön und bildend wird das Deutsche erst mit der in anderen Sprachen fast unmöglichen Zusammensetzung von Nomen zu neuen sprachlichen Sinneinheiten.
    Damit kann man selbst jahrelang in Deutschland lebende, eifrigst Deutsch lernende Ausländer in den endgültigen Wahnsinn treiben. Inzwischen gibt es auch hier Erleichterungen durch die Rechtschreibreform, man darf inzwischen zwischen einen gedoppelten Begriff einen Bindestrich setzen. Das erleichtert die Sache für Ausländer nur rudimentär, für Stammdeutsche ist der Bindestrich nur eine Frechheit, die den eleganten Sprachfluß bürokratisch hemmt.

    Insofern ist niemand zu beneiden, der Deutsch tatsächlich als Verkehrssprache erlernen muss.
    Als zugezogener Nigerianer würde ich dann auch lieber direkt in die englische Parallelgesellschaft meiner Landsleute ziehen. Allerdings haben die Engländer schon etwas länger Erfahrungen mit Parallelgesellschaften aufgrund ihrer Kolonialvergangenheit, und wollen diese nicht länger dulden, da diese eben nicht nur Frieden und Wohlstand bringen, sondern durchaus auch echte Probleme, wie man inzwischen auch Hierzulande erkannt hat.

    Noch kurz zum Brexit: Die Briten werden schon aufpassen, dass sie nicht zu kurz kommen. Auch ich mag mich der Brexit-Hysterie und dem europäisch-aufkeimmenden Wohl- und Wehegefühl nicht anschließen. Auch die Präsentation von Rechnungen, resultierend aus der gemeinsamen Vergangenheit halte ich für unklug. Wir Deutschen haben durch die USA gerade erfahren, wie es sich anfühlt, wenn plötzlich von fehlenden 300 Milliarden oder mehr an Verteidigungsausgaben getwittert wird.

    Das mit den Briten nun die Wirtschaftskraft der 20 kleinsten europäischen Staaten zusammengenommen fortgeht, beruhigt mich gar nicht. Andersherum wäre es mir lieber gewesen: Die 20 kleinsten europäischen Staaten wären aus der EU ausgeschieden, aber wir würden mit den Briten noch gemeinsam in Europa sein, das wäre mir wesentlich lieber gewesen.

    Aber vielleicht gibt es bald schon kein Europa mehr, aus dem man austreten kann, weil Deutschland eben auch nicht noch mehr leisten kann und will.
    Also: Augen auf in der Wahlkabine!

    • Ja, Herr Gnadenbrotler, Augen und HIRN auf
      .
      .
      .
      in der Wahlkabine !

      Und , getreu dem leiben Franz-Josef Strauss :

      Mit Hilfstruppen darf man nicht zimperlich sein .

    • Genitiv
      Ein Deutschlehrer! an der Grundschule meines Sohnes ( Genus beachten), gebürtig in Kirgisistan, hatte die Aufgabe, den Genitiv zu vermitteln.
      Er kannte ihn nur als genitivus possessivus und gestaltete seinen Unterricht danach.
      Da ich ihn gut kannte und gern mochte und die Zahl der Genitiv fordernden Verben überschaubar ist, wies ich ihn darauf hin.
      Das war nur möglich, weil er ein Nicht-Muttersprachler war und äußerst simpatico.

      Ist mir, als Vater dreier Kinder, mittlerweile schon häufiger aufgefallen, dass viele GrundschullehrerInnen des Deutschen nicht mehr mächtig sind.

    • Hatten Sie seinerzeit Im Fokus: Europa ohne England gesehen?
      was wäre wenn, Theo Koll hat das in einer Doku auseinanderklamüsert, sehr interessant
      https://www.youtube.com/watch?v=LsLl7cAKqFs

    • Deutsches Sprache Schweres Sprache
      @ Gnadenbrotler:

      Vielen Dank fuer Ihre einfuehlsamen Bemerkungen zu den Qualen, die mit dem Erlernen der deutschen Sprache nach dem Kindesalter verbunden sind. Stimmt alles. Vermutlich geht es Leuten, die das Finnische, Arabische oder Chinesische erlernen wollen, aehnlich. Englisch und auch die romanischen Sprachen sind da sicher einfacher.

      Wer aber in ein fremdes Land einwandert mit der Absicht, dort zu bleiben und sich eine Existenz aufzubauen, sollte sich dieser Herausforderung stellen und nicht erwarten, dass das Aufnahmeland ihm zuliebe mal eben seine Landessprache aendert. Das machen wir selbst in Deutschland (noch?) nicht.

    • Welt Speak
      Auch meine Freunde, die Franzosen, weinen sehr oft darüber, dass das primitive Inselgermanisch zur Weltsprache geworden ist und nicht ihre Kommunikationsplattform der Philosophie und der schönen Künste.
      Dazu muss man aber verstehen, was eine „Schnittstelle“ ist, oder sich besser noch, mal eine anschauen.
      Eine Schnittstelle, zum Beispiel bei einem Rechner oder eine technische Schnitstelle, muss verschiedene sehr komplizierte und in verschiedenen Ausdrucksformen vorkommende „Inputs“ integrieren, sehr vereinfachend integrieren, dieses weiter vereinfachend, aber für alle verständlich, zurückkommunizieren und dann einen einfachen „integrierten“ Output generieren, von dem angenommen wird, dass er den darüberstehenden „Inputs“ sehr nahe kommt.
      Die Schnittstelle zwischen meinem Gehirn, das hier seine Gedanken zu Papier bringen will (und nebenher Pornos anschauen), ist eine „Maus“. Der Computer-Maus ist es erstens egal, wie mein Gehirn über die neuromuskuläre Endplatte meine Finger bewegt, mit der ich auf einen Schalter klicken kann, und hzweitens ob ich das mit dem Grossen Zehen mache oder ob ich es drittens überhaupt mache oder mein pornosüchtiger Lebenspartner und viertens, wohin ich den Mauszeiger auf meinem Bildschirm bewege.
      Der Maus ist es auch egal, ob mein Wille in DOS, LINUX oder HTML weitergegeben wird und was für Programme durch Mausklicks gestartet werden, sie ist schlichtweg die Schnittstelle zwischen allen.
      Damit sie aber alle verstehen, muss die Maus das primitivste vom Primitiven sein, eine Schnittstelle ist weder schön noch luxuriös, sie muss einfach nur funktionieren.
      Genauso ist es mit Sprachen. Wenn man Französisch oder Deutsch jedem Idioten beibringen könnte, dann wären Französisch oder Deutsch heute die „Weltsprachen“, aber Französisch ist für Idioten zu schön und Deutsch ist für Deppen zu kompliziert.

      Deshalb ist „Englisch“ heute die Weltsprache. Lasst ihnen diese Freude, das andere verstehen sie sowieso nicht.

    • Das ist auch gut so, Hauptsache einfach.

    • @mx (-80 sound)
      das mit den Sprachen.
      Ja, richtig, einfach.
      Schade, dass Volapük wieder eingegangen ist.
      Man könnte ja Schleyers (nicht Hanns-Martins) Aufzeichnungen mal durchgehen und sie den Nigerianern zur Verfügung stellen, damit sie sie in ihrem Zielland in zersetzender Absicht unters Volk bringen. Meinetwegen mit großzügigen Stipendien ausgestattet. Geht ja sonst auch.

    • Englisch einfach
      Dass Englisch eine einfache Sprache wäre, halte ich für ein Gerücht. Man kommt zunächst relativ einfach relativ gut zurecht. Danach wird es dann aber auch richtig schwierig. Lesen Sie mal George Mikes (How to be an alien).

    • Inglesias Bastards
      Ich wollte die Engländer und ihre anglophilen Quislinge auch nur ein bisschen ärgern (und von ihrem hohen Ross herunterholen), nicht wirklich beleidigen. Ich hoffe, das ist mir gelungen (und gelingt mir weiterhin). Eigentlich sind sie ja auch ganz putzig.

      Wenn ich dereinst ins Gras beisse, möchte ich durch Richtigstellung von Geschichtsmythen erreicht haben, dass alle, wenn irgendwo Engländer auftauchen, sagen: „Don’t mention the war“.

    • Snakka-tu Angliska?
      Gut finde ich zum Beispiel:

      „Wie gross sind Sie?“ „Ein Meter achtzig“.
      Auf Englisch:
      „What’s your height?“ „I am six feet long“
      („Was ist Ihre Höhe?“ „Ich bin sechs Füsse lang“)

    • @Mx, Don't mention the war!?
      Auch ein Fan von J.C.? ;-)
      https://www.youtube.com/watch?v=yfl6Lu3xQW0

  71. weint nicht über die briten - sondern über euch und eure kinder ...
    they are driven by a strange desire – unseen by the human eye
    the carnival is over

    nicht aufregen … irgendwann wächst gras drüber … über diesen masslosen hochmut, dieser unbeschreiblichen dummheit die sich über deutschland legt, wie ein leichentuch der leere … für wahr da hilft kein kraut, noch beten … so ist der letzte sinn, sich selbst zu retten … vor wem … vor der partei der 100% (cdu+spd) und der endlosen parade der helfer und analbeleckten pseudoführern … vor der gedankenkontrolle … und der seelenessenden halunken …

    we sat and watched – as the moon rose again
    for the very first time

  72. Demokratien Europas
    – Island, klein-fein fast idealdemokratisch.
    – Schweiz, dem deutschen Föderalismus lebendiges Vorbild
    – Die Insel, dem deutschen Debattenmundkorb ein skandalös freiheitliches Rede- und Meinungsvorbild,

    Die Demokratie ist in diesen Staaten älter. Meinungs- und Redefreiheit, abgesehen von Idiotien an einigen Unis in neuerer Zeit, ist ein höheres Gut als bei uns, dem Bevormundungsstaat, der durch Infusion vieler sozialistisch-kommunistischer Kader schleichend vergiftet wird.

    Die Briten verteidigen sich richtig: weil sie sich unverblümt wehren trauen und dabei gar nicht schämen, weil sie verhandeln und gar nicht durch Moralistenschmarotzer irritieren lassen.

    Was mir am Economist gefallen hat, war, dass die auch auf umfangreiche Artikel früher Ausgaben verwiesen, in denen sie selbst voll daneben lagen. Sie stehen zu ihrem Mist von früher und gehen voller Überzeugung in die nächste Runde. Kein Geschichts or(-dauer)wellentum mit Umdeutungsmaschinerie.

    Die trauen den Lesern zu, dass die eine andere Meinung haben können, und damit richtig liegen. Debattenkultur, Streit als Erkenntnisgewinn.

    Grossbrittanien gehört für mich immer schon zu Europa. Gediegen, schrullig, aber: die haben verstanden, was Freiheit schützt, über Jahrhunderte. Machen Fehler, korrigieren, klare Kante.

    Es ist doch klar, dass die den abergläubischen Irrsinn hier nicht mehr mitmachen wollen. Bringt denen doch nichts. Und Rechnungen muss man seit Grönemeier auch nicht mehr bezahlen, oder seit Erfindung der Targetsaldensauerei der EZB oder seit Bankengeschenken, Zypernisierung und so.

    Wir Deutschen sind dabei, die Ideen des subsidiären Föderalismus, der Freiheit des Denkens & die Tüftlerkultur in unsäglicher Arroganz dem Orkus anheimzugeben. Wir haben eine zu schwache Identität ausgebildet, uns von eigenen & fremden Leuten den Mund zubinden lassen. Mit Karacho zerbröseln wir den Rest, weil wir Leute ranlassen, die sich masochistisch bzw. sadistisch betätigen wollen.

    Hans-Werner mit Sinn liefert im eigenen Blog (Empfehlung) in ruhigem Ton drastische Analysen. GB-Fazit meinerseits: Dominanz der City of London bugsiert unsere herstellende Industrie in all ihrem Potential unter gegebenen Umständen leider Richtung Bedeutungsarmut, im komplottähnlichen EZB-Verbund und der Wall Street.

    Wer sich mit Finanzströmen beschäftigt, wie die Citybanker, der weiß, woher der Treibstoff kommt, der ihre Welt wie die Sonne die Erde beleuchtet, ohne dass Gehälter darben müssten. Rechnungen werden in Zeit und Ort verschoben, Zahlungen fließen an Hahnen auf der Insel heraus, ach, und Kanalinseln, Irland, Oasen & Steuerwaschanlagen, in kontrolliert intransparenten Pipelines, auf Königskinder Wohl.

    Die Briten haben zw. WK I u. II, vor allem aber während WK II über Verschuldung beim US-Bruder realwirtschaftliche Dominanz zwar verloren. Dazu kam der viel zu hohe goldbezogene Pfundkurs. Sie haben aber daraus gelernt, arbeiten sich wieder nach vorn (Pfund runter = Wettbewerbsfähigkeit rauf) – auch mit Schulden anderer, also mit Geld, das Leute geben, die ihrerseits sich dafür belastet haben. London ist Geld-Staubsauger gegen Versprechen. Mit Geld kommt Macht. Über das anglo-amerikanische Bildungssystem wird kompatibles Personal produziert. Datensauger Nebengeschäft. Moderne Straßen, Zolleinnahmen, Überblick.

    Brittanniens Verbindungen im Commonwealth sind im Vergleich zu vor den großen Kriegen schwächer, übersteigen jedoch an Vernetzung wie Volumen die der EU, spätestens dann, wenn man die USA miteinbezieht. Insofern hatte GB immer eine Alternative zur EU. Das scheinen die EURO-Kraken zu verdrängen, wie man auch an der hybrishaften Kläfferei gegen Trumpistan sehen kann (und gegen GB, stupid).

    GBs Politiker sind v.a. landesvorteilsbezogene Machtpolitiker, keine bloss klein-klein Parteimachtintriganten & Schrebergarten-Bestimmer wie unsere weitgehend provinziell ungebildeten Schickeria-Schneeflöckchen oder US-hörigen EU-nuchen.

    GB handel ehrlich eigennützig (soll es geben) auch im Sinne des Commonwealth. Struktur einer arabischen Großfamilie? Das Beste aus zwei Welten?

    Wir Deutsche hätten wissen können und uns den für Deutschland vorteilhafteren Ansichten der Briten über Kapitalismus & Freiheit & Finanzen nähern sollen, Verbündete der Briten werden. Aber Brüsseldeutsche wollten nicht und schreiben heimlich eine bittere Rechnung nach Hause, wenn die EU zusammenfällt. Wenn unsere „Gäste“ gesättigt gegangen sind, ist klar, wer auf der Rechnung sitzenbleibt.

    Franzosen wären zwar strategischerweise mit Deutschen (& RUS) in der Lage, Gegenbalance zu Anglozentrismus zu bauen, aber sind keine Teamplayer, im Gegensatz zu den Briten, dazu sind es Etatisten. Mit den Briten wäre Pragmatismus möglich gewesen. Verpasst wie den RUS-Frieden.

    (Schulz versteht sich gut mit den F-Etatisten, sie haben ihn in gewisser Weise reich gemacht.)

    Deshalb handeln die von Ihnen, Don, getroffenen Nigerianer, absolut rational, sie sind nicht ideologisch indoktriniert, sie suchen ihr Bestes, haben den gesunden Menschenverstand nicht propagandistisch verseucht, hören keine deutsche Beeinflussung und sehen sich die Welt aus einem neutraleren Blick an als wir Betriebsblinden.

    Dass Sie sich von ihrem gefassten Plan abwandten und nun einen anderen Blick einzunehmen trauten, zeugt von der Schläue eines Landkindes, das weiß, wenn Wolken aufziehen, könnte es blitzen und donnern, auch wenn der Strom fürs iPhone gerade aus ist oder keine Verbindung da und der Bub weiß dann auch, wohin er laufen muss, denn er benutzt seine eigenen Sinne, kann laufen, findet selbst Schutz, kennt seine Heimat, lässt sich nicht ins Bockshorn jagen wie die Virtualisierungssüchtigen.

    Also Großmäulertum von Bürok(-Ratten) ignorieren und wissen, die EU kann uns im Zweifel, aah, wie ist die Insel sauber ohne EU.

    Mir gefallen aber Wetter, Wasser, Berge besser hi

  73. Sir R. Popper, der missbrauchte von links und grün !
    @kdm und DON

    kaum ein anderer geschichtsphilosoph wie POPPER ist mit seiner idee der „offenen gesellschaft“ von sozialdemokraten oder grünen und anderen totalitären affinen so missbraucht worden…..allen voran sicher durch H. Schmidt, aber der war ein meister des name dropping.

    es sind die eher dümmlichen, die „offene gesellschaft“ mit „offenen grenzen“ oder der gleichmacherei im „race to the bottom“ gleichsetzen………

    kann ich ja verstehen, die bücher von Sir Popper sind mal dick und nicht einfach zu lesen, da müsste mann oder frau in der Toskana mal ein paar stunden im November dranhängen, wenn die strasse hoch nach Sassetta nass ist………..

    • Popper?
      Was hab ich mit Popper zu tun? Nix. Er kam in meinem langen lesenden Leben nicht vor. Kenne auch seine Thesen (?) nicht.
      Karl Kraus: ja. Tucho: ja. Kästner: ja. Gernhardt, Henscheid und Max Gold: ja. …und viele viele andere: ja. Aber Popper? Sogar musikalisch war ich nie ein Popper. Sondern Jazzer und „Klassiker“.

  74. Titel eingeben
    Was ist das korrupteste Land auf Erden?

    a. Island
    b. Vanuatu
    c. Britannien

    http://www.telegraph.co.uk/science/2016/05/29/britain-is-most-corrupt-country-on-earth-says-mafia-expert-rober/

  75. Brexit - Überwältigungjournalismus
    Bei den Meldungen und Kommentaren zum Brexit beschleicht mich das deja vu der „Einwanderungskrise“.
    So viel gleichlautendes aus so vielen unterschiedlichen Kanälen, das macht doch irgendwie stutzig.

    Es scheint so als würde das Memo- „zur Sprachregelung des Brexit“ wirklich in allen Redaktiosnstuben am schwarzen Brett hängen.
    Dons Lichtekettenjournalismus oder waren Merkels Freundinnen bei Ihren Chefredakteuren?

    Ehrlich, ich vermisse die Briten – wenn jemand dem besoffen Juncker/Schulz/Draghi – Eurozentrismus ohne Substanz und EZB ohne Verantwortung- zumindest ein wenig Einhalt geboten hat, dann die Briten. Das wird sich für uns noch bitter rächen.

    Take Back Control – damit hat Leave gewonnen.
    Danke an den Mitforisten , der auf den blog von dominic cummings aufmerksam gemacht hat der die Leave campagne und den knappen Erfolg gut beschreibt.

    Eine Regierung die Weltrettungspläne durch Dekarbonisierung vorantreibt, aber noch nicht mal einen Amri stoppen kann….

    Take Back Control, so wichtig wie noch nie seit 45.

  76. A minor catastrophe
    Für mich ist der Brexit eine kleine Katastrophe, denn der Import von vernünftiger Orangenmarmelade, Turnbull & Asser Hemden, vintage Tweed Sakkos und Geo. F. Trumper Produkten wird danach vermutlich teurer und genauso umständlich und zollbelastet wie das Einkaufen per Netz in den USA. Im Falle eines harten Brexit werde ich gar ein Visum für einen kurzen Eurostar-Trip nach London benötigen – es sei den Amerikaner erhalten dann ähnliche Privilegien wie aktuell EU-Bürger.
    wie immer weiß ich nicht welche Presseerzeugnisse sie konsumieren, lieber Don, aber ich habe wenig Häme rezipiert und viel Sorge. Reden Sie mal mit englischen Akademikern und was die vom Brexit halten, oder den Mitgliedern der Deutsch-Britischen Gesellschaft oder jungen Briten, die hier in Deutschland studieren. Die EU ist für die frustrierten in UK wie hier Prügelknabe und stereotype Ursache allen Übels, differenzierte Betrachtungen der vorzüge und Nachteile dieses Modells sind bei einer Mehrheit Ihrer Kommentatoren so wenigzu erwarten wie bei den meisten wutgetriebenen Brexitwählern. Ein so gänzlich unbritisches Politkinstrument (all sovereignty rests in Parliament) wie ein Referendum, noch mit einfacher Mehrheit war für eine solch komplexe und richtungsweisende Entscheidung denkbar ungeeignet und natürlich wird der Brexit keines der Probleme, welche 50 Jahre Thatcherismus (ob unter Thatcher, Major, Blair, Brown oder Cameron) im UK geschaffen haben, lösen. Wie im Falle Trump wird dieser verständliche Abwatschversuch der britischen Eliten diese sozialökonomisch gut abgepufferten Eliten, die Staat und Gesellschaft seit Jahrzehnten plündern, am wengisten treffen, sondern die Brexit-Befürworter der untern Mittelschicht und Prekariatsklasse, die sich Umverteilung von der EU und „Polacken“ zu sich gewünscht haben, weil sie Umverteilung von Mr. Cameron’s Klasse zu sich wohl gar nicht mehr imaginieren können. Alles nicht mein Problem. But the damn marmalade….

    • Die Reise lohnt sich, wenn man etwas mehr kauft – allein schon wegen der mitunter horrenden Versandkosten. Es gibt dort so viele schöne Räder und es ist unmöglich, sie hierher zu bekommen.

    • Na, Herr hessebub, für jemanden, der eher links verortet ist,
      haben Sie aber einen snobbishen Geschmack !

      Aus deutscher Sicht, wenn Sie nicht ,,Konzern“ heißen, ist die EU heutiger Lesart kein Vorteil.

      Gerade unsere Mittelschicht, aber sogar das Prekariat in D, leiden unter dem Transfer in alle Welt, nur für hier gibt es, außer schrumpfenden, und gefährdeten, Sozialtransfers , kein Geld.

      Unsere Infrastruktur bröckelt Richtung Ostblock-Standard , unsere Ersparnisse schmelzen im Würgegriff Draghis,

      und die Sicherheit der Währung Euro ist auch nur Illusion.

      Die Freizügigkeit fahrender Völker sehe ich nicht als Vorteil, und sogar EU-Bürger, die arbeiten (als Pseudokleinunternehmer etwa), ruinieren die Erwerbschancen von Deutschen in ganzen Branchen (Schlachtbetriebe als ein Beispiel) .
      Der ganze bürokratische, verstandentleerte Sums, den Enarches in Brüssel zusammenschustern, ist tödlich.

      Aber natürlich- solange manche ihre Nobelklamotten und Accessoires günstig kriegen, ist die Welt in Ordnung .

      In allen Kriegen gab und gibt es Kriegsgewinnler, und natürlich hat auch

      hat auch das Molochhausener System seine Profiteure.

      Der Durchschnittsdeutsche ist es nicht.

      Und, obwohl ich ein dickes Fell habe, nenne man mich nicht einen abgehängten Trottel oder Bildungsverlierer, das bin ich nämlich nicht.

    • Also Don, es gibt doch Leihwagen
      da nimmt sich halt einen Ducato oder wie die Dinger heißen und fährt mal rüber, um sich Drahtesel, Silberkannen oder was auch immer zu kaufen und in die dumme kleine Stadt zu bringen. Mit Ihrer Flunder wird das natürlich nix.

      Sie sollten im Tunnel nur auf fußläufige Personen achten. Der polnische Bekannte erzählte von einem polnischen Verwandten, der sich seit längerem weigert, noch eine LKW-Fuhre nach England zu machen. Es wären zu viele Tote auf der Straße und keiner hielte deswegen an, auch aus Angst nicht, dass der Wagen dann geentert wird.

    • Orangenmarmelade
      Es gibt auch gute spanische Orangenmarmelade: La Vieja Fabrica, Naranja Dulce.

    • Vermisste Marmelade
      @ hessebub

      Vielen Dank fuer die etwas launische, aber zutreffende Beschreibung, die an Klarsicht die meisten Forenbeitraege und auch den Blogartikel deutlich uebertrifft.

      Noch hat man ja zwei Jahre Zeit fuer Hamsterkaeufe (als Auslaender sollte man aber in London bleiben, in anderen Landesteilen koennte es ungemuetlich werden), danach kann man sich ja daran erinnern, dass gute Kleidung und gutes Essen auch in anderen EU-Laendern zu haben ist, manchmal inzwischen sogar in Deutschland.

      Noch gibt es ja die EU und den Euro, das sollte man ausnutzen, denn wenn das britische Beispiel Schule macht und in Europa wie vor der EU-Gruendung wieder jeder fuer sich herumschwurbelt, dann haben wir bestenfalls Zoelle und lange Warteschlangen an den Grenzen und schlimmstenfalls eine Wiederholung der europaeischen Erfolgsgeschichte aus der ersten Haelfte des letzten Jahrhunderts. Und ich bin auch nicht ueberzeugt, dass eine deutsche „take back control“-Politik mit EU-Austritt das Totalversagen der NRW-Landesregierung bei Amri oder der Koelner Sylvesternacht verhindert haette.

  77. Nicht begeistet
    Ich finde Ihr Rumgehacke auf Kahane wirklich nun langweilig und borniert. Die hat auch nur ihren Job getan. Und nicht mal jemanden geschadet.
    Lassen Sie es langsam mal gut sein.

    • Mielke hat auch keinem geschadet, nehme ich an.

    • @ P-Berg von 1. April 2017 um 16:45 Uhr
      Sehr geehrte/r P-Berg,

      wem würden Sie den noch gerne einen Persilschein ausstellen?
      Es hat genügend Mitläufer und Parteigängern in Diktaturen gegeben, die niemanden geschadet haben, aber das Sytem nicht abgelehnt bzw. sogar durch die Mitgliedschaft in diversen Organisationen unterstützt haben,
      Eine STASI-Mitgliedschaft in einem Unrechtsregime wie der DDR sagt genug aus über die Einstellung der Betreffenden zur Freiheit und anderen Kleinigkeiten, wie sie in einer Demokratie gepflegt werden sollten. Bewiesene Spitzelmentalität zugunsten des realexistierenden Sozialismus in der ehemals sowjetisch besetzten Zone macht AK zur absolut geeigneten Hatespeechschnüfflerin gegen alles was nicht nach Sozialismus riecht, sprich rechts, vulgo Nazi ist,

      Mit vorzüglicher Hochachtung

    • D. A.
      Bei allem Respekt, aber – Mielke war ein verurteilter Mörder. Seit 1993, von Ihren Gerichten! Wenn Sie dieses Urteil nicht für rechtsstaatlich, sondern als Anlass für ein Sippenhaft-Plädoyer für Ex-DDRler nehmen wollten, wäre es wohl konsequent gewesen, damals erneut in Beton zu investieren, statt Schalck-Golodkowski am Tegernsee zu hofieren – oder was genau hat den geadelt? Aber für die Inkonsequenz gab es Gründe und ob die am Ende sauberer sind als Frau Kahanes Gewissen, steht wohl noch dahin.

    • Die Annahme des werten Don Alphonso ist leider falsch...
      …denn Erich Mielke, Genosse Armeegeneral „Ich liebe – Ich liebe doch alle – alle Menschen – Na ich liebe doch – Ich setzte mich doch dafür ein!“ wurde rechtskräftig wegen Mordes verurteilt. – Was man am MfS „*gut*sein lassen“ soll, ist mir irgendwie, wohl genau wie Ihnen, @P-Berg, „nicht begeistet“, denn sie schreiben es ja schon überschriftdeutlich.

      Oder geruhten Sie einen Scherz zu machen? Ratlos…

    • Zuviel Rumgehacke auf Kahane
      gibt es nicht. Und nicht geschadet? Hm. Wirklich Ihre Meinung?
      Was mir ganz besonders aufstößt, und das mag etwas OT sein, ist Frau Kahanes gern gebrachter Bezug auf ihren Onkel. Dessen LTI war für uns vor dreißig Jahren der kleine Katechismus; vielleicht etwas gekürzt, aber immerhin. Und was schrieb die Dame letztes Jahr in der FR? „Ich wende mich an den alten Klemperer, der, als er starb, auch die DDR im Geiste hinter sich gelassen hatte. Das Ideologische war zu autoritär für ihn geworden.“
      Ich mag den letzten Satz, ganz wunderbar. Es wird einem dann so Liebermann … Und: „Die hat auch nur ihren Job getan?“ Dass Ihnen da nicht komisch wird…

    • Titel eingeben
      Das ist doch ein Troll-Post…P-Berg = Prenzlberg???

    • Ja, ja, und Heydrich war auch voll
      die Schmusekatze .

    • Frage
      Wie lange drücken Sie auf einem eitrigen Pickel herum?
      Bis es „langsam gut ist“, oder solange, bis er weg ist?

    • @P-Berg wegen Kahane
      Verehrteste(r) !
      Wäre Frau Kahane eine Privatperson, würde ich Ihnen Recht geben. Die IM-Tätigkeit liegt wohl 30 bis 40 Jahre zurück, da könnte man es dann dabei bewenden lassen.

      Da sie jedoch eine Führungskraft in einer von der Bundesregierung geförderten Einrichtung ist, darf man sehr wohl die Vergangenheit hinterfragen. Dass diese Einrichtung sich mit freier Meinungsäußerung und deren Beschränkung betätigt, besteht zwischen Vergangenheit und aktueller Gegenwart ein höchst brisanter Bezug, weshalb Don Alphonso zu Recht immer wieder darauf hinweist.
      Es geht nicht nur um Frau Kahane sondern auch darum wie wir unsere Regierung einschätzen dürfen.

      By the way: Es braucht schon einen besonderen Charakter um mit Freunden am Sonntag-Nachmittag beim Kaffee persönlich und vertraulich zu sprechen und um am nächsten Tag die Gesprächsinhalte einem Inlandsnachrichtendienst weiterzugeben zu können, … ehrlich, ich denke das kann nicht jeder, Skrupellosigkeit und Egoismus sind da wohl tief verwurzelt.

    • Hallo Anetta,
      bist du das?

  78. Gute Reise!
    Dann man los ins Paradies, wos keinen Rassismus gibt, oder, wenn, dann nur gegen Polen. Paßt auch vom allgemeinen Status an Bildung und Ausildung. die Briten haben ja bekannt offene Arme für Fremde und Humor, außer bei EU.

  79. Kolonialwaren durchgestrichen
    Als Auslandsdeutscher mit ein paar Jahren Subsahara-Afrika und USA aufm Buckel sträuben sich einem bei diesem von diffusem Rassismus durchtränkten Text-Einstieg sämtliche Nackenhaare. Das alles geht also noch in Deutschland in 2017? Dieser Blick des Herrnemenschen auf den Rest der Welt? Merkt auch keiner, stößt niemandem auf? Weiter ist das Land und seine Schreiber immer noch nicht? Sad. Very sad.

    • Ja mei, es muss Ihnen nicht gefallen. Früher – auch als Deutschland keine Kolonien mehr hatte – sagte man halt „Kolonialwaren“, übrigens auch in Italien. Es beschreibt nur eine Herkunft.

    • @ Dirk Ludigs
      Sie scheinen sich mit Herrenmenschen auszukennen und einer
      der wenigen die hier im Blog aufschlagen.

    • Jedem besonders guten Menschen steht
      der pussyhat .

    • @ Dirk Ludigs von 1. April 2017 um 17:10 Uhr
      Sehr geehrter Herr Ludigs,

      schön, wie Sie die entscheidende Meta-Botschaft des Autors herausgearbeitet haben.
      Falls Sie noch mehr gegen verdeckten Rassimus in MerkelsnichtmehrmeinLand 2017 unternehmen wollen, sollten Sie sich um einen Job bei Maas, Schwesig oder direkt bei Kahane bewerben. Die brauchen noch einen Weißen Ritter mit Auslandserfahrung, um die wiedererstandene Braune Horde zurück in die Hölle zu treiben.

      In ritterlicher Verbundenheit und mit vorzüglicher Hochachtung

    • wenn
      die durchgestrichene Verwendung von „Kolonialwaren“ schon very sad ist, ist es nicht mehr weit bis zur Todessehnsucht. Aufpassen!

    • @Dirk Ludigs
      Als gebürtiger Hamburger tingele ich seit über 50 Jahren als US citizen geschäftlich durch die Welt. Letztes Jahr war ich in Dons Heimat auf einer fast 1000 km Radtour durch Bayern. Um meine supplies aufzufrischen fragte ich im Hamburger Sprachton nach einem Kolonialwarengeschäft. Needless to say, niemand verstand wovon ich redete. So, take it easy OM.

    • Kolonialwaren
      Negerküsse
      Zigeunerschnitzel
      Ausländer
      Bürger
      Ostmark
      Mitteldeutschland
      Südbayern
      Volk

      … und andere fiese Wörter.

  80. Jetzt panie kolego Tusk......
    Kontinentalsperre verhängen. Dieses Mal ist Brüssel dran, nicht Paris.
    (DdH)

  81. EU Irrsinn
    Frisch gelesen:

    Wen EU-Geldverteiler mit 1,2 Millarden so beglücken. Ohne Transparenz wird die Kohle rausgehauen , bis es quietscht…

    [Edit: Link funktionierte nicht. Don]

  82. Korrektur bitte
    Bitte den letzten Text ohne
    Adressangaben freischalten, danke.

  83. Stabile Demokratie
    Das stabile demokratische Systems GBs habe ich seit dem Wählergeschenk (auch bekannt als das nicht verpflichtende Referendum zum EU Austritt) eher wankend wahrgenommen. Mittelschwere Verfassungskrise zur Stellung des Parlamentes und zwei unversöhnlich gegenüberstehende politische Lager, die während der Wahlkampagne auch ein politisches Totesopfer forderte. Naja… ob der angestrebte EU-Austritt Freiheit oder Untergang bedeutet, darüber streiten sich halt die Geister und ist wohl eher weltanschaulicher als rationaler Natur. Dementsprechend gilt: Wo die eine dominiert, fühlt sich die andere unterdrückt… wie sich das Remainlager in GB gerade fühlt?

  84. Fahrradtransport UK-D
    Bitte mal bei Eddie Stobart fragen, was ein 100m³ Megatrailer von Birmingham nach Ingolstadt kostet. Oder bei ECS in Zeebrügge ein 90 Kubik ISO-Container.

  85. Selbsttaeuschung
    So sehr ihr auch jammert und euch bei ihnen anbiedert, die Briten werden euch deshalb nicht so lieb haben wie sich selbst. Es waere schoen, wenn das Kindergartengeschrei aufhoerte und auch die Kolumnisten mehr sachliche Texte fuer Erwachsene schrieben.

  86. Ich sehe das ähnlich wie der Don, aber naja,
    umgekehrt stimmt da auch vieles.
    Wir mögen mit nicht viel mehr Verständnis schauen auf die Briten, als wie es die Berliner auf die Schwaben tun.

    Die Briten aber scheinen seit 100 Jahren sowas wie ängstlichen Respekt vor uns zu haben.

    Ich verachte die EU, die sich gerade wie eine Schutzgeld-Mafiaorganisation benimmt.
    Und auch sonst jeden europäischen Gedanken niederwalzt mit einer Miischung aus zuviel und zuwenig Zuständigkeit.

    Europa hört sich an nach China, den USA und Kanada. Nach „Emerging Markets“ und nach gedankenloser Bessermenscherei.
    Es klingt nicht im Geringsten nach Franzosen, Engländern und ganz bestimmt nicht nach Schonlängerhierlebenden.

    https://picload.org/image/rcgcorgw/1482829080001.png

  87. EU Irrsinn
    Frisch gelesen:

    Wen die EU-Geldverteiler mal so mit 1,2 Milliarden beglücken.
    Ohne Transparenz wird die Kohle rausgehauen, bis es quietscht ….

    http://m.spiegel.de/wirtschaft/a-1141392.html

  88. Was für ein Vergleich?
    Kanonier Fritz Müller würden Sie wohl auch nicht mit Himmler vergleichen.

    • StaSi
      raus !

    • In dem Fall kriegt aber ..
      der Kanonier Staatsknete für das, was er früher auch schon als Befehlsempfänger gemacht hat.
      Triggerwarnung, jetzt wirds kompliziert:
      Die Kritik an der Dame ist nämlich in Wahrheit eine Kritik an denen, die ihre Dienste in Anspruch nehmen.

    • Wir beschäftigen uns bald wieder mit ihr.

  89. Selbstbestimmungsrecht
    Don, ist das Wurzelwort der Vereinten Nationen (UNO)
    es ist noch schöner und entlarvender als Lichterkettenjournalismus.

    Es muß für die Zonen-Bratzen aus Ost und West,
    die vor dem Wort „Nation“ psychologisch Zusammenbrechen, schlimmer sein als ein
    – wahrscheinlicher – EU-Imperialismus in dem sie euronen- und targetblind hineintappen.

    Andererseits, die „indirekt rule“ von Great Britain
    ist – vor dem UNO-Selbstbestimmungsrecht der Nationen – kein aufgeklärtes „Feldzeichen“, sondern letztendlich auch nur: Fremden- und Stasilegion.

    Vgl. dazu Ihren letzten Beitrag mit dem Irlandbezügen und dem in der Zeit-online (jedes 3. IRA-Mitglied sei Mitglied des britischen Geheimdienstes gewesen).

    Dann schon lieber einstweilen ein Hoch auf die Silberkännchen und dem nächsten Don A.

  90. Zu pessimistisch
    Mit aller Hochachtung, ich lese ihre Texte zeitweise, aber dann immer widerwillig. Dann die Kommentare, die regelmäßig vermeidlich gestohlenen Zinseinkünften hinterherheulen. Traurig und das in der FAZ :-) Insofern sind die Texte und Kommentare im Grundton stimmig, eine romantisierenden Nostalgie, die im Jahr 2017 schon befremdlich ist, irgendwo zwischen Resignation und Restauration. Aber in den angesprochenen Leserzirkeln anscheinend Zuspruch findet.

    Eine andere Sicht auf das Thema Brexit, en Español, wer es kann:

    http://elpais.com/elpais/2017/01/16/opinion/1484595953_620288.amp.html

    English version:
    http://elpais.com/elpais/2017/01/20/inenglish/1484921257_352423.amp.html

    Ergänzend:
    Teenager suffers serious head injuries in Croydon ‚hate crime‘ attack

    https://www.theguardian.com/uk-news/2017/apr/01/asylum-seeker-fights-for-life-after-hate-attack-in-london?CMP=Share_AndroidApp_In_Zwischenablage_kopieren

  91. Schamröte
    @ Nahuatl sagt:
    „…viele GrundschullehrerInnen des Deutschen nicht mehr mächtig sind.“

    Mein lieber Mitforist, ich kann es mir einfach nicht verkneifen Sie zu fragen, ob ihr Schreibfehler gewollt oder ein Versehen war.
    Fehler zu machen ist angesichts der deutschen Regeln keine Tragödie, aber sich den Radikalfeministen schon freiwillig zu unterwerfen, ist ein Alptraum. Soweit mir bekannt ist, ist die Genderierung der Sprache weder offiziell, geschweige denn mit den Grammatikregeln in Einklang zu bringen

    Leider hat sich auch die FAZ heute Morgen zu diesem Skandal hinreißen lassen. „Zuvor sollen Studierende durch….“ anstatt grammatisch richtig Studenten!
    Geben Sie in den Suchkopf „Medizinstudium“ ein, und die Schamröte müsste danach den Blattherausgebern Stundenlang ins bräsige Gesicht treiben.

    Man sollte ihn der zuständigen Redaktion 100-Blattweise auf die Schreibtische pfeffern.

    Das „Binne-I“ ist eine Ohrfeige in das Gesicht eines jeden tapferen Menschen, der sich des Feminstischen-Genderistischen Sprachverhunzung und der radikalen Gehirnwäscheakrobatik erwehrt.

    Doch wenn wir schon dabei sind und Sie sich den radikalen Weltveränderungssehnsüchten dieser weiblichen Klasse Mensch hingeben, dann dürften sie auch nicht ihren Nicknamen behalten, denn das ist der „Missbrauch fremder Kultur“ , um sich damit zu tarnen. Und im Karneval bitte niemals mehr als Negerhäuptling verkleiden, nicht wahr?
    Danke.

    • Innen
      Beim Blick auf die ausgehängte Lehrerliste bei der Einschulung meines Zweitgeborenen sagte ich zu meiner Frau: „Schau, immerhin ist EIN Mann dabei.“
      Meine Frau schaute und meinte lapidar: „Es ist der Hausmeister.“

      Wenn Kinder alle Stationen der Betreuung und Beschulung durchlaufen, sind sie bis zu ihrem 10ten Lebensjahr nur Frauen ausgeliefert.

      Deshalb das *Innen.

      Kürzlich im Radio einen Beitrag über ein Projekt einer Schwebebahn in Ingolstadt? gehört. Der Interviewte, ich glaube ein Prof, war genau einmal politisch korrekt und sagte Studierende, im weiteren Verlauf sprach er nur noch von Studenten. Diese Verhunzung durch der Sprache durch pc, die als App im Hirn immer mitläuft, verbraucht zu viel von oft schon eh knappen Ressourcen.

      Fasching war noch nie so meines. Sie haben den Tico auch auf dem Standesamt gemacht, Sie haben leicht reden.

    • Ich plane eh den nächsten unkorrekten Beitrag.

    • Deutsche Rechts-Genderierung
      Vor kurzem las ich: „Studierendenwerk erhöht die Studentenbeiträge“. Gut finde ich auch: „Angela Merkel ist die achte Bundeskanzlerin der Bundesrepublik“ (wie hießen nochmal ihre 7 Vorgängerinnen, oder heisst es: „Vorgehende“?

      Ein echtes Meisterwerk sprachlicher Schönheit ist die neue genderneutrale Strassenverkehrsordnung (muss eigentlich heissen: „Ordnung für die auf Strassen Verkehrenden“).
      Dort heisst es im § 37, Absatz 5: „Gelten die Lichtzeichen nur für zu Fuß Gehende oder nur für Rad Fahrende, wird das durch das Sinnbild „Fußgänger“ oder „Radverkehr“ angezeigt. Für zu Fuß Gehende ist die Farbfolge Grün-Rot-Grün; für Rad Fahrende kann sie so sein. Wechselt Grün auf Rot, während zu Fuß Gehende die Fahrbahn überschreiten, haben sie ihren Weg zügig fortzusetzen“.

      Abgesehen davon, dass es natürlich heissen muss:

      „Gelten die mit Licht Zeichnenden nur für zu Fuss Gehende oder nur für mit Rad Fahrende, wird das durch den den Sinn Bildende Bild Nissende: „Zu Fuss Gehende“ oder „Mit Rad Fahrende“ angezeigt. Für zu Fuss gehende ist die auf die Farbe Folgende Grün-Rot-Grün, für Rad Fahrende kann sie so seiende. Wechselt Grün auf Rot, während zu Fuss Gehende die für Fahrende Bahnende überschreitenden, haben sie sich unverzüglich in den Weg Fortzusetzende Zügende zu verwandeln“,

      geht es völlig inkorrekt weiter im Absatz 6:

      „Wer ein Rad fährt, hat die Lichtzeichen für den Fahrverkehr zu beachten. Davon abweichend sind auf Radverkehrsführungen die besonderen Lichtzeichen für den Radverkehr zu beachten. An Lichtzeichenanlagen mit Radverkehrsführungen ohne besondere Lichtzeichen für Rad Fahrende müssen Rad Fahrende bis zum 31. Dezember 2016 weiterhin die Lichtzeichen für zu Fuß Gehende beachten, soweit eine Radfahrerfurt an eine Fußgängerfurt grenzt“. Zitat Ende.

      Dort muss es natürlich heissen: „Rad Fahrende haben die mit Licht Zeichnenden der im Verkehr Fahrenden zu beachten. Davon ab weichenden sind auf für Rad Fahrende den Verkehr Führende die besonderen mit Licht Zeichnenden für den mit Rad Verkehrenden zu Beachtenten. An mit Licht Zeichnenden den Verkehr Veranlagenden mit den für mit Rad Fahrenden den Verkehr Führenden ohne besondere mit Licht Zeichnenden für Rad Fahrende müssen Rad Fahrende die mit Licht Zeichnenden für zu Fuss Gehenden beachten, soweit eine für mit Rad Fahrenden Furtenden an eine mit für zu Fuss gehenden Furtenden Begrenzenden endetenden“.

      Und was war nochmal mit 2016?

      https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__37.html

    • @nochmal mx, 15:00
      Irrsinn, denjenigen, der das in pc-Deutsch übersetzt hat, beneide ich nicht.
      Wahrscheinlich sitzt er jetzt in der Klapse.
      Vielleicht aber auch diejenige, dann war es eine gerechte Strafe.

    • @Nahuati
      Ich stimme zu. Aber meine das Gender neutrierende Ordnung für auf den Strassen Verkehrende ist trotzdem schöner. Da bin ich nämlich alleine drauf gekommen.

    • @mx
      zweifelsohne ein Jahrhundertwerk.
      Auch hier wieder: Ein glasklarer Fall für Fördergelder.

      https://www.boell.de/de/stiftung/ideelle-foerderung
      oder
      http://mh-stiftung.de/foerderung/

      Viel Erfolg! Meinen Segen haben Sie.

      Bewundernswert übrigens, Ihre Multitaskingfähigkeiten. Was da alles nebenher mitläuft…

  92. Passender Artikel, -
    nur leider einen Tag zu früh gepostet.

  93. Kahane, Mielke und andere
    https://www.youtube.com/watch?v=m157v_N9_hQ

    da haben wir es doch, alle harmlos !

    und wann sagt Kahane das mal zu uns ?

    und jede findet doch das gefälligkeitsgutachten, das ihr recht gibt !

  94. Hier ein Tip für die Nigerianer
    Wenn sie nach England wollen und „the guts“ haben, so geht es:
    http://news.sky.com/story/jungle-migrant-picked-up-kayaking-towards-uk-10640884
    Sagen Sie ihnen: in Bayern rumzuhängen ist für sie verlorene Lebenszeit.
    Grüße Uli

  95. Die Traube keine Frutti
    Eigentlich müssten Sie ja ein Bild von Meeresfrüchten unter Tutti Frutti bringen. Wird Zeit, dass Sie wieder auf die Pässe kommen. Ich habe vor ein paar Tagen einige gemacht, allerdings wie immer mit der macchina. Herrliche Ausblicke.

    Die Unterschiede zwischen Briten und Deutschen, oben treffend von einem Salzburger beschrieben, könnten größer nicht sein.

    Letztlich würde ich die Briten nicht unbedingt als tolerant bezeichnen, sondern als complacent, was sich schwer übersetzen lässt, vielleicht am ehesten mit gelassen. Sie scheinen sich zu wenig gegen Ausuferung zu wehren, demonstrieren selten und stehen mit ergebenem Gesichtsausdruck in Schlangen. Ohne großen Widerspruch lassen sie sich fast flächendeckend überwachen. Daher ist das Votum für Brexit ein gewisses Wunder, das sich am ehesten aus einer lange schon gespaltenen Einstellung zur EU erklären lässt.

    Die Deutschen dagegen hatten zur Zeit des N-Sozialismus ein als sadistisch zu bezeichnendes Regime, mit dem genügend Bürger kooperierten. Heute würde ich manchen Vorgang (Griechenlandsupport, offene Grenzen, Reaktionen auf Vergewaltigungen, Terrorattentate oder Angriffe generell gegen Weihnachten und Silvester) als masochistisch bezeichnen. Daher könnte man von Sadomasochismus mit entsprechenden Extremen sprechen. Die Kirchen, die damals mit dem einen kooperierten, arbeiten heute willig mit dem anderen zusammen, sind also wenig eigenständig und insgesamt typisch deutsch. Ihre Kritikfähigkeit grenzt an die von Tieren, ist also fast nicht vorhanden.

    Insgesamt sind die Briten mir lieber, obwohl die complacency ihre Schattenseiten hat.

    Franzosen dagegen sind unberechenbar. Daher wäre es verwegen, den Ausgang ihrer Wahlen vorherzusagen. Oder traut sich jemand?


    • Der Armstrong traut sich noch nicht so recht ran, weil er nicht weiß, wie er das modellieren soll, tendierte neulich allerdings eher zu „eher Macron als Le Pen“.

  96. Danke!...Mal wieder,
    Lieber Don, Sie wissen gar nicht, wie oft Sie mir den Tag retten, mit Ihren Texten!

  97. GB aus der EU und die Türkei hinein?
    Schöner Artikel!
    Von einigen Blogkommentatoren wurde bereits auf Hans Werner Sinns Vortrag und noch zum schwarzen Juni hingewiesen, in dem u.a. der Brexit thematisiert wird.
    Kann man sehr empfehlen!

    Ein weiterer sehr lesenswerter Text zu einem ganz anderen Thema, das uns aber auch noch länger beschäftigen wird, nämlich Erdogan und seinem Wahlkampf in Deutschland von Tibi:

    http://mobile2.bazonline.ch/articles/58db4d74ab5c374549000001

  98. Friedliche Koexistenz am Limes
    Wie wäre es mit einer Belebung europäischer Geschichte, nur jetzt friedlich? Die Fundamente sind dafür teilweise noch im Boden. Es kostet also auch nicht viel Mühe. Wir nehmen nämlich einfach den Limes, nur das Schottland heute römisch wäre, brüsselrömisch. Die wilden, strebsamen slawischen und germanischen Stämme schlössen sich nicht zusammen gegen(Brüssel)Rom, nein sie vereingen sich ganz friedlich zur NordmittelostEU(NMOEU), die am Limes friedlichen Handel mit der WestsüdEU(WSEU) betreibt. So kann jeder seinen Traum leben, Brüssel den des neuen Roms und wir den der weltweiten Verbindungen mit den USA, dem Commonwealth, Asien (Russland?) und Indien. Damit die Brüsselrömer sind so arm dastehen, zahlen wir ihnen auch brav in bißchen Tribut.

  99. Geht doch nach GB …!
    Es ist der 1. April.

    Angesichts der positiven, aber realitätsfernen Kommentare über GB stellt sich die Frage, ob dies Anlass zum Lachen oder Weinen gibt?

    GB als Beispiel für eine „richtige“ Demokratie?

    Mit Königin und Untertanen.
    Mit Oberhaus und Unterhaus.

    In der Realität ein totaler Überwachungsstaat mit zentralisierten Medien, beherrscht und kontrolliert von Oligarchen.

    GB ist de-industrialisiert und weist eine völlig marode Infrastruktur auf.

    Die Politik von Thatcher und Tony Blairs „New Labour“ haben zu schärfsten Klassengegensätzen in der britischen Gesellschaft geführt.

    Die Mittelschichten befinden sich im Niedergang. Der Lebensstandard der unteren lohnarbeitenden Schichten liegt deutlich unter dem der deutschen.

    Unruhen wie 2011 können jederzeit wieder ausbrechen.
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/randale-in-grossbritannien-aufstand-der-frustrierten-a-779268.html

    Auch 2015 gab es Ausschreitungen:
    http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/ausschreitungen116.html

    Es gibt in GB keinen freien Zugang zur Hochschulbildung. Zu hohe Studiengebühren führen zur vermehrten Prostitution von Studentinnen. Hochschullehrer sind schlecht bezahlt und demotiviert.

    Das Gesundheitssystem, der NHS, war nach dem WK II das modernste und – für die Versorgung der Gesamtbevölkerung – beste Gesundheitssystem in der westlichen Welt: Ein staatliches und steuerfinanziertes System mit freiem Zugang zur medizinischen Versorgung für alle Bürger. Es hatte allerdings einen Geburtsfehler: die Versorgung mit Arzneimitteln überließ man weiterhin privat und profitorientierten Unternehmen, anstatt diese von staatlicher Seite sicherzustellen.

    Das Hauptproblem des NHS war und ist, dass dieser chronisch unterfinanziert ist. Die Finanzierung – gemessen Anteil am BIP – betrug zum Teil nur die Hälfte im Vergleich zur BRD.

    Einen besonderen Lacher ruft das Vorhaben hervor, ins britische Pfund zu investieren. Ein Blick in den Währungschart belegt, dass das GPB gegenüber dem EUR ein eindeutiger Verlierer ist.

    So wie die Diskussion hier abgelaufen ist, so imaginiere ich einen AfD-Stammtisch. Konservativ-reaktionäre Retros bringen ihre realitätsfremden Vorurteile ein, halten sich dabei für intelligenz- und bildungsmäßig überlegen und zudem für progressiv.

    Ein typischer Dunning-Kruger-Effekt.

    • Die Ausschreitungen genau dieser Klientel werden bei uns mit über 20 Milliarden + Griff in die Versichertentaschen verschoben.

    • Titel eingeben
      für „H.v.Goslar“:
      Es reicht heute zu sagen „Du redest wie die AfD“, um jemanden und seine Meinung zu erledigen, wobei es überhaupt nicht mehr darauf ankommt, was derjenige gesagt hat und ob es stimmt. Es wird so ein ganzer Meinungsraum vermint, unbetretbar gemacht. (Danisch)

    • Jaaa freiiilich, Sozialismus macht's wieder gut !
      und sonst ist auch alles im Lot ?

      Und Afd ist schuld an jeder Misere in GB ?

      Und NHS ist super ?

      Mielke, Mielke, ick hör‘ dir trapsen !

    • Dunning-Kruger
      Typisch für den Dunning-Kruger-Effekt ist u.a., dass er oft von jenen diagnostiziert wird, die am heftigsten an ihm leiden.
      „Realitätsfremde Vorurteile“.
      „Intelligenz- und bildungsmäßige“ Überlegenheitsgefühle stellen sich da wie von selber ein.
      Dass Sie sich mit der Sorte GB-Bashing locker für einen AfD-Stammtisch qualifizieren, steht immerhin fest.

      Therapievorschlag: weniger Spiegel lesen und Tagesschau konsumieren.

    • Titel eingeben
      Richtig:
      „Die Mittelschichten befinden sich im Niedergang. Der Lebensstandard der unteren lohnarbeitenden Schichten liegt deutlich unter dem der deutschen.“

      Und die Leute sind deswegen zum Teil inzwischen depressiv.

      Teilweise richtig:
      „Es gibt in GB keinen freien Zugang zur Hochschulbildung. Zu hohe Studiengebühren führen zur vermehrten Prostitution von Studentinnen. Hochschullehrer sind schlecht bezahlt und demotiviert.“

      Denn Studienkredite werden großzügig vergeben, was allerdings zu zwei Problemen führt. Das eine ist, dass manche Studenten, deren es wie überall in der westlichen Welt zu viele gibt, nie eine Stelle bekommen und den daher nicht zurückzahlen, was bedeutet, dass der Staat darauf sitzen bleibt. Das andere ist, dass es nicht unbedingt wünschenswert erscheint, schon hochverschuldet ins Berufsleben zu starten. Ich kenne dort einen jungen Mann, der zunächst mit Kredit studieren wollte, sich dann aber aus genannten Gründen bei der Polizei beworben hat, weil er die Schulden nicht auf der Hucke haben wollte. Mit diesen Schulden macht man junge Menschen schon zu Abhängigen, außerdem rückt der Traum von den eigenen vier Wänden in weite Ferne. Alternativen sind Polizei und Armee, eine Handwerksausbildung wie in D gibt es in dem Sinne nicht.

      Die Euphorie vieler Kommentatoren hat damit zu tun, dass Brüssel auch hier abgelehnt wird, wobei mir die Entscheidungen aus Brüssel, die kritisiert werden, eher eine Kopie des anglo-amerikanischen Systems zu sein scheinen denn eine originäre Erfindung. Insofern haben Europäer erheblich mehr Grund als Briten, Entscheidungen aus Brüssel inklusive Wünschen nach TTIP, CETA etc. zu fürchten.

    • Pfund
      Gute Währung: weil seit 100 Jahren bestehend.
      Miese Währung: weil die beiden Weltkriege die Obergroßkopferten ein Weltreich gekostet haben – und bald auch die Heimat.

      Vergleich Pfund mit Euro ist nicht so zielführend.
      In 100 Jahren ist die Chance noch zu existieren für das Pfund besser als für den Euro. Es war allerdings schlechter als der Dollar (weil die Amis mit dem Kriegseintritt jeweils ein paar Jahre länger gewartet haben) und viel schlechter als CHF (die haben so lange gewartet bis der Krieg vorbei war).

  100. Skurilität allerdings ist großartig
    @ Harry Charles
    Ich bin dort öfter und an verschiedenen Stellen. Ich mag das Land, auch als Kontrast, bin aber der Meinung, dass es überaus wichtig ist, klarzustellen, dass hausgemachte Fehler nicht in Brüssel gebacken wurden, wichtig vor allem für die Briten. Regierungen allüberall suchen liebend gern Sündenböcke außerhalb.

    Brüssels Fehler sind evident und liegen auch in ständigen Erweiterungen ohne Atempause und in mangelndem Abgrenzungswillen zur Türkei. Aber Brüssel ist nicht für Eingemachtes verantwortlich. Hausaufgaben werden i.d.R. zu Hause gemacht.

    Zum Beispiel: Man weiß seit Jahren, wie z.B. ein Anjem Choudhari zu seinem Sinneswandel kam, redet aber nie über Saufen oder Drogen. Man redet die halbe Zeit über Zucker, lässt aber zu, dass Doppelpacks von 1,5 l-Flaschen süßester Getränke zum Sonderpreis verkauft werden. Solche Dinge. Nix Brüssel.

    Die Leute reißen Witze über ihr Land, und die Regierung kriegt das nicht mit. Man fährt zurück und wird im Elsass von einem ausgebildeten Kellner bedient. Wie ungelerntes Personal auch in besseren Pubs bedient, so findet sich auch reichlich ungelerntes Personal im Handwerk. Das große Plus an D ist die Handwerksausbildung und der duale Bildungsweg. Für die Immigrantenschwemme ist Blair wohl verantwortlich, für den miserablen Status der Fertigungsindustrie inklusive Ausbildung doch wohl schon Thatcher. Einige grundlegende Reformen würden nicht schaden.

    Ich habe vor allem Sorge, dass eine Erwartungshaltung bei den Briten entsteht, die letztlich nur befriedigt werden kann, wenn auch die eigenen Fehler angegangen werden. Ich habe etliche genannt.

    Einen noch kann ich mir nicht verkneifen. Sie haben dort so Witzfiguren rumlaufen, die dafür bezahlt werden, ein Ticket auszustellen, wenn du einen Zentimeter weit vorn, hinten oder an der Seite mit dem Wagen über die Linie hinausstehst. Ich finde, Geld sollte in Schulen fließen statt in solche Orwellkarikaturen. Ein Taxler erzählte mir, er sei angehalten worden, weil er minimal über eine Linie auf der Straße gefahren sei. Er war annoyed. Das halbe Land ist annoyed über sowas. Das hat keinerlei Großzügigkeit. Wenn sie das in Rom hören würden, würden sie einen Lachkrampf kriegen. Daran sehen Sie, dass das nicht in Brüssel gemacht worden ist.

  101. wir sind nur hinterher
    Über eins muss man sich im Klaren sein: Das Brexit-Votum ist so ausgegangen wegen übermäßiger ungeregelter Migration, für die zum Teil Brüssel verantwortlich ist, zum Teil Tony Blair und zum Teil globale Wirtschaftsinteressen mit Sehnsucht nach Wanderarbeitern. Flirten mit der Ukraine und der Türkei waren für die Leute ein rotes Tuch. Das Land ist zum Platzen voll, auf den Straßen geht teilweise gar nichts mehr, die Hospitäler und Schulen sind überfordert.

    Für eine Überarbeitung des Straßen- und Schienennetzes fehlt Geld.
    Die Bürokratie selbst aber ist teilweise im Land entstanden und führt zu Blüten wie vom Steuerzahler bezahlten Orwellkarikaturen, die Wagen aufschreiben, die einen Millimeter über die viel zu kleinen Parkplätze hinausragen. Der Reifen- und Felgenindustrie dürfte es daher gut gehen, weil man besser am Randstein anfährt als so ein Knöllchen zu kassieren.

    Ob es noch Meinungsfreiheit gibt, muss bezweifelt werden. An Universitäten sind etliche unangenehme Erscheinungen aufgefallen. Ich erinnere mich sehr gut an einen Vortrag von Broder an der LSE, der in einem Chaos anfing und auch so endete. Ob es Blogs wie diesen und weitere gibt, erschließt sich mir nicht, eher nicht.

    Abschließend, auch als Antwort auf Harry Charles, halte ich fest, dass ich Land und Leute schätze, auch natürlich Skurriles und das Land als Kontrastprogramm empfinde, aber durchaus froh bin, wenn ich in der Champagne auf der Rückreise wieder von einem ausgebildeten Kellner bedient werde und das Preis-Leistungs-Verhältnis beim Wein stimmt. Auch denke ich, dass eine Handwerksausbildung wie in Deutschland nicht ganz verkehrt ist. Das höchste Niveau in beiden Bereichen jedoch hat wohl die Schweiz.

    Apropos „booking“: In GB ist booking billiger. Die Hotels gehen ungerührt über den Preis auf booking hinaus. Bezahlt wird beim Einchecken. Das ganze Land dreht sich nur um Geld. Mit Storno ist es auch leichter auf booking.

    Schön waren die Olympischen Spiele, weil sie den Sportsgeist der Briten und überhaupt die alte britische Mentalität abbildeten.
    Wenn die Briten sich nach dem Brexit so erfinden sollten, wie sie einst waren und sich wieder darauf verlassen, dass man am Morgen sein Hotel zahlt, freue ich mich. Aber ich fürchte, dass es da noch andere Faktoren als Brüssel gibt, die das erschweren könnten. Will man sie erleben, wie sie sind, vertrauensvoll und gastfreundlich, geht das noch, aber nur in b&b und kleinen inns.

    Ganz und gar unverfroren finde ich, wie nach zwei chaotischen Sommern die Überfahrtpreise in Tunnel und Fähren in schwindelnde Höhen gestiegen sind, aber dafür sind die Franzosen verantwortlich, die lange Zeit nicht willens waren, das Lager in Calais aufzulösen. Dass da häufig Tote auf der Straße lagen (@ Renate Simon), halte ich für übertrieben, aber Kletterpartien gab es reichlich. Was die Leute da wollen, erschließt sich mir nicht, und wenn man nicht aufpasst, werden sich einige Städte so entwickeln wie Rio de Janeiro.

    Ernsthaft übelnehmen muss man Politikern weltweit (außer China), dass sie sich kein Deut um Bevölkerungspolitik mit der Folge von Perspektiven für Geborene bemüht haben oder bemühen und Kriegsindices (Heinsohn) erzeugen, die zum Fürchten sind. Gestern auf achgut der Jemen.

  102. teilweise doppelt
    @ DA
    Den späteren Text können Sie auch weglassen. Dachte, ich hätte OUhr 44 versenkt.

  103. @Koljakin 1.4.17 15:11 Griechenland
    Nichts für ungut, aber Sie haben sich mit dem Thema nur sehr oberflächlich beschäftigt. Kurze Berichtigung:

    Was die Trojka dort angerichtet hat, ist nicht mehr gutzumachen. Die Reichen, die keine Steuern zahlten, wurden beschützt,
    Familiensilber, das Geld bringen könnte, musste verschleudert werden und der Sparstift wurde bei den kleinen Leuten angesetzt, die jetzt hungern.

  104. Lieber in Deutschland
    Wir haben Germânius,Martin Luther, Goethe Schiller, Hitler,den Papst,
    Maechstigste Frau der Welt, Europa,Deutsche NacionalmannschaftSchafe, Export weltmeister,etc
    England hat Propleme

  105. My fair Britannia
    Weilˋs so schön passt-auf Britannien wie auf die Nigerianer:
    Es wird Mai jedes Jahr ohne dich,
    England ist, was es war, ohne dich,
    Es gibt Blüten am Strauch,
    Im Kamin gibt es Rauch,
    Tee und Zwieback gibt es auch – ohne dich!
    Es gibt Musen für Kunst ohne dich,
    Shakespeare bleibt populär ohne dich,
    Und das Grün grünt so grün,
    Wenn in Spanien Blüten blühen,
    Weil sie blühn in dem Grün ohne dich.
    „Ick“ heißt „ich“, ohne dich!
    Alter Freund, du sprichst so schön
    Sage du doch: Hartford, Hereford und Hampshire!
    Auch das Land wird regiert ohne dich.
    Und das Volk, es pariert, ohne dich.
    Auch die Queen, glaube ich,
    Die hält’s aus sicherlich, ohne dich.
    Die Flut wird weiter steigen ohne dich,
    Der Walfisch weiter speien ohne dich,
    Der Geiger weiter geigen ohne dich,
    Und wenn’s die alle können, Schnucki,
    Kann’s auch ich!
    Ich bleib ich, ja und wie, ohne dich,
    Denn ich kenne mich gut ohne dich.
    Ja, und schwatz keinen Kohl, denn ich fühl mich so wohl
    Ohne dich!

  106. Titel eingeben
    @H.v. Goslar: „Konservativ-reaktionäre Retros bringen ihre realitätsfremden Vorurteile ein, halten sich dabei für intelligenz- und bildungsmäßig überlegen und zudem für progressiv“. Fast auf den Punkt gebracht… Die hier geteilten Sorgen um Staat, Volk und Rasse sind manchmal starker Tobak. Wären da nicht Dons Zwischenrufe, die zeigen, wie wenig er sich mit irgendjemandem, auch nicht seinem eigenen Publikum gemein macht. Und man verdankt ihm wirklich echte Bildungserlebnisse: Ich bin dem Hinweis auf die zwei Sängerinnen nachgegangen, die ihm zum Glück sofort ins Auge gestochen sind. Was „uns“ mit der absehbar nächsten Fluchtwelle aus Istanbul und Izmir bevorsteht, bringt biodeutsch-bildungsnahe Kommentatoren und deren Gender- und Kulturwissenschaft studierende Töchter in Leipzig und Passu bestimmt ins Schwitzen. 29 Millionen (!) türkische Abrufe für dieses feministische Video sagen alles: auf https://youtu.be/sJqvbQ9FJ5c

  107. Warnung !
    Don Alphonso 1.4.2017 12:08

    Achtung ! Diese Passage kann einen Lachanfall verursachen !

  108. Brexit abgesagt
    In Englands Auffahrten parkt schließlich viel deutsches Metall.
    Welcher vernünftige Engänder oder Deutscher kann wollen, daß sich das ändert?

    Das einer Wahlsommernachtslaune zu opfern, ist in niemandes Interesse.

    Ich denke , man wird sich zu gegebener Zeit ins Benehmen setzen und den Unsinn abblasen.

    • Da würde ich nach meinem Wissen um die Stimmung dagegen halten. Man darf Nationalismus nie unterschätzen. Ausserdem werden deutsche Autos auch in England gebaut.

  109. Brexit-Votum ist gegen EU-Politik gerichtet – EURO irrelevant
    GB war nie Teil der EURO-Zone und hatte die eigene Währung behalten. Der EURO und die EURO-Zone spielten deshalb beim Brexit-Votum keine Rolle.

    GB war lediglich Mitgliedsstaat der EU.

    Die EU war von Anfang an im Wesentlichen nichts weiter als ein neoliberales Projekt des Errichtens einer Freihandelszone, deren Hauptzweck der Zugriff auf billige Arbeitskräfte und die Senkung von Löhnen und Sozialstandards war.

    Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist ein Kernbestandteil des für alle EU-Mitgliedstaaten verbindlich geltenden Unionsrechts.

    Billige Arbeitskräfte aus Niedriglohn-EU-Staaten wurden angelockt. Mit diesen konnten die Unternehmen glänzende Profite machen, auch die KMU. Das betraf insbesondere gering qualifiziertes Personal.

    Ich erinnere mich an ein großes Lokal, das Bekannten gehörte, wo Anfang der 90er Jahre das Küchen- und Reinigungspersonal durch polnische Arbeitskräfte ersetzt wurde, später auch die Bedienungen, wenn ausreichende Deutschkenntnisse entwickelt worden waren.

    Auf die Preise für Speisen und Getränke hatte dies keinen Einfluss, denn die blieben gleich und wurden sogar im Rahmen der EURO-Umstellung erhöht.

    Die Senkung der Lohnkosten war für die Arbeitgeber – auch in den KMU – höchst profitabel.

    Inzwischen werden jedoch die ausländischen – insbesondere die gering qualifizierten – Arbeitskräfte in allen west-europäischen Ländern zu einem zunehmenden Problem.

    Denn infolge von Roboterisierung und Automatisierung gibt es einen zunehmenden Anteil in der Arbeitsbevölkerung, der unter markwirtschaftlichen Bedingungen nicht mehr profitabel verwertet werden kann.

    Die Folge: Die Zahl der „überflüssigen Menschen“, die vom Staat alimentiert werden müssen, steigt kontinuierlich.

    Das ist der Hauptgrund für das Brexit-Votum. Jene, die für den Brexit stimmten, erhofften sich, dass man so ausländische Arbeitskräfte aus der EU wieder loswerden kann. Denn diese Lohndrücker und Konkurrenten um Arbeitsplätze für die einheimischen Lohnarbeiter. Sie verursachen steigende Sozialausgaben und schaffen durch Kriminalität, Ausschreitungen, religiösen Fanatismus etc. zunehmende soziale Probleme und finanzielle Belastungen.

    Wie sich die Einstellung der Bevölkerung zur Arbeitnehmerfreizügigkeit verändert hat, wird insbesondere am Beispiel der Schweiz deutlich.

    Bei der Abstimmung über die „Weiterführung der Personenfreizügigkeit und deren Ausdehnung auf Rumänien und Bulgarien“ im Jahr 2009 stimmten noch rund 59,6 Prozent. für die Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Eidgen%C3%B6ssische_Abstimmung_%C3%BCber_die_Weiterf%C3%BChrung_der_Personenfreiz%C3%BCgigkeit_und_deren_Ausdehnung_auf_Rum%C3%A4nien_und_Bulgarien

    Ganz anders sah dies 5 Jahre später aus. 2014 war die Volksinitiative «Gegen Masseneinwanderung» mit 50,3 Prozent erfolgreich. Sie beauftragte den Gesetzgeber, die Zuwanderung von Ausländern in die Schweiz durch jährliche Höchstzahlen und Kontingente, die sich nach den gesamtwirtschaftlichen Interessen der Schweiz richten, zu begrenzen. Sie verlangte auch die Änderung dem widersprechender Staatsverträge, also namentlich der bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU, welche die Personenfreizügigkeit vorsehen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Eidgen%C3%B6ssische_Volksinitiative_%C2%ABGegen_Masseneinwanderung%C2%BB

    Besonders interessant ist das Wahlergebnis, weil die Massenmanipulation und Propaganda von Seiten der Medien, der PR-Agenturen und nahezu fast aller Parteien und Gewerkschaften hier erfolglos blieb.

    Allerdings hat sich seitdem in der Schweiz in der gesellschaftlichen Realität wenig geändert. Die ausländischen Arbeitnehmer sind einfach zu profitabel für die Arbeitgeberseite im Billiglohnsektor, für Tourismusindustrie, Gastronomie, Reinigungsunternehmen etc. bis hin zu den billigen Haushaltshilfen und Kinderbetreuern in den Privathaushalten der Mittelschicht bei doppelter Berufstätigkeit.

    Beim Votum für den Brexit manifestiert sich auch ein Widerstand gegen die EU-Politik für muslimische Masseneinwanderung in die Sozialsysteme zu Lasten des Wohlstandes auf Seiten der britischen Arbeitsbevölkerung.

    Die deutsche Politik ist hierbei der Antreiber für jene EU-Politik mit muslimischer Masseneinwanderung und „Multikulti“ gegen die Interessen und Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerungen.


    • Beim Votum für den Brexit manifestiert sich auch ein Widerstand gegen die EU-Politik für muslimische Masseneinwanderung in die Sozialsysteme zu Lasten des Wohlstandes auf Seiten der britischen Arbeitsbevölkerung.
      Vielleicht mag es u.a. so gemeint gewesen sein. Aber weniger Kontinent heißt halt mehr Pakistan, siehe
      Allerdings hat sich seitdem in der Schweiz in der gesellschaftlichen Realität wenig geändert.

    • In etwa so, denke ich
      https://www.youtube.com/watch?v=BdG57lgHFaA

      Thumbs up!

    • @H.v.Goslar: Hier ist das Problem
      Sie sagen „Die EU war von Anfang an im Wesentlichen nichts weiter als ein neoliberales Projekt des Errichtens einer Freihandelszone, deren Hauptzweck der Zugriff auf billige Arbeitskräfte und die Senkung von Löhnen und Sozialstandards war.“
      Vollkommen korrekt analysiert. Ich möchte noch hinzufügen die Schaffung und konstante Erweiterung eines möglichst einheitlichen Absatzmarktes.
      Und hier ist das Grundproblem der heutigen EU. Das Ziel der EWG war es ursprünglich, im Frieden zu stiften. Das Mittel zum Zweck war die wirtschaftliche Verflechtung. Diese Zielsetzung ging leider nach dem Ende des Ostblocks verloren und das von Ihnen „neoliberale Projekt“ startete. V.a. die EU-Osterweiterung und die damit einhergehende Verfügbarkeit von massenhaft billigen Arbeitskräften sind der Hauptauslöser für die Verarmung der Mittelschichten in den reicheren EU-Mitgliedstaaten (und letztlich für den Aufstieg Le Pens, der AfD, UKIP verantwortlich). Die Bestrebungen, die Türkei aufzunehmen (und die EU Aussengrenzen bis nach Syrien, Irak und Iran auszudehnen) machen uns erpressbar durch einen Autokraten wie Erdogan. Die Bestrebungen, sich noch weiter bis in die Ukraine auszudehnen, haben den russichen Bären gereizt und uns so nahe wie lange nicht mehr an den nächsten Krieg in Europa geführt…
      .
      „Die deutsche Politik ist hierbei der Antreiber (…) gegen die Interessen und Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerungen.“
      Stimmt. Und zwar in breiter politischer Front. Für schwarz/gelb, da die deutsche Wirtschaft nichts gegen die Ausdehnung ihrer Märkte hatte. Und für rot/grün, weil Grenzen ja eh böse sind und die Menschen überall in unserem Wohlstand leben sollen dürfen. Nur dem deutschen, französischen und englischen Michel hat halt keiner gesagt, dass das zur Folge haben wird, dass man danach deutlich weniger im Geldbeutel haben wird, sofern man nicht staatlich finanziert wird…

    • Hans Nase, ich glaube, Sie irren
      und verweise auf diesen Text
      http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=549

      der die Methode Monnet beschreibt. Monnet kann als einer der Gründerväter der EU gelten, neben einigen anderen, wie Coudenhove-Kalergi
      https://www.konrad-adenauer.de/wegbegleiter/c/coudenhove-kalergi-graf-richard

      Vielleicht sind Sie zu jung, um sich zu erinnern…

    • @Renate Simon
      Ich war nicht dabei, kann aber lesen und hin und wieder auch denken ;)
      Jedenfalls denke ich, dass ich nicht falsch liege. Es gibt natürlich bei solchen Themen immer unterschiedlichste Motive. Z.B. waren die USA wohl eher gegen den gemeinsamen Wirtschaftsraum, sahen sich aber aus anderen Gründen (Kalter Krieg etc.) gezwungen, dies zu tolerieren und Europa zu stärken. Aber ich schweife ab. Die EU geht im Kern auf die Montanunion zurück und damit auf Robert Schuman. Dazu nur folgendes: „Um weiteren Kriegen vorzubeugen, einigten sich die Regierungen einiger europäischer Länder darauf, ihre Kohle-und Stahlproduktion zusammenzulegen. Auf diese Weise wollten sie einen weiteren Krieg zwischen den Erzrivalen Frankreich und Deutschland nach dem Wortlaut der Schuman-Erklärung „nicht nur undenkbar, sondern materiell unmöglich“ machen.“
      .
      http://europa.eu/european-union/about-eu/symbols/europe-day/schuman-declaration_de
      .
      Ich bleibe also dabei: Der Grundgedanke ist Frieden sichern. Das Mittel die wirtschaftliche Verflechtung. Dies sollte daher der Kompass für jegliches Handeln der EU sein: dient es der Sicherung des Friedens in Europa? Und nicht: Dient es der Wirtschaft? Vor diesem Hintergrund sehe ich mit Verwunderung und Abscheu die Diskussionen um Freihandel. Dieser dient der „Wirtschaft“. Wenn er aber dazu führt, dass es zu viel Verlierer gibt – welche dann leicht verführbar sind durch Le Pens, Trumps oder AfDs – dann gefährdet dies den Frieden und man sollte es besser lassen…


    • @Hans Nase: nur daß wirtschaftliche Verflechtung auch vor WK1 schon recht stark war, und den Knall nicht verhinderte.
      Insofern kann man an der Wirksamkeit dieses Mittels auf Dauer schon Zweifel haben.
      Was Ihr Diktum „Willen zum Frieden vor Wirtschaftsinteressen“ angeht, das ist eine löbliche und hehre Absicht, aber die praktische Umsetzung macht halt immer wieder arge Schwierigkeiten.

    • Kohle und Stahl als europ. Einigungsmotiv
      … da muss sich keiner wundern, dass die EU jetzt den
      Bach runter geht.
      Wer will noch Kohle oder Stahl? Die Chinesen?

    • Kohle und Stahl
      Hintergrund für Kohle und Stahl war, das diese wesentliche Bestandteile der Rüstungsindustrie sind…

  110. Passt
    Nigerianer gelten auch in den USA als „High Potentials“ quasi als die Asiaten Afrikas unter der Einwanderern. Man lese hierzu „The Triple Package“ von Amy Chua und Ihrem Ehemann Jed Rubenfeld. Aber Vorsicht ein laut deutschen MSM Medien „ZEIT“ und „Welt“ rassistisches Machwerk. Insofern belegt Ihre anekdotische Geschichte die These, dass Deutschland kulturell nur für Sozialstaatszuwanderer attraktiv ist.

    • Nigeria ist nach meinen Erfahrungen meist gleichbedeutend mit „gutem Englisch“, was bei anderen ehemals britischen kolonien Afrikas so eher nicht der Fall ist.

    • Einseitige Betrachtungsweise
      Das ist einseitig. Der Mann, der ein Flugeug bei der Landung in Detroit hochgehen lassen wollte, der in Amsterdam zugestiegen war, war aus guter Familie in Nigeria. Boko Haram ist die Westküstenversion von Al-Shahab.
      Das Land ist 50/50 christlich bzw. islamisch. Die entführten Schulklassen bestanden vornehmlich aus Christinnen. Insofern betrachte ich gerade dieses Land mit Misstrauen, zumal es von der deutschen Politik grotesk unterschätzt zu werden scheint.
      Die Amerikaner scheinen es als Ölreserve zu betrachten.

      Von Osiaten jenseits von Pakistan/Afghanistan sind solche Dinge wie Terrorismus weniger bekannt. Die freiwerdende Zeit, die nicht zum Studieren von Anleitungen zum B-Bau benutzt wrid, stecken Asiaten eher in nützliches Know-How.

    • Nigeria und Lektüre
      Man lese „Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash Daddy“ von Adaobi Tricia Nwaubani

      Sehr vergnüglich und vielleicht der Einblick in eine teilweise andere Kultur.

  111. 17 600 000 000 000 $ ode r€ ( will nicht nochmal kugeln) £ könnten es auch sein
    Von den Briten weiß ich nur, was ich so höre oder lese. Neige eher zu den Auffassungen von @ Herrn Oberländer und @ Herrn von Goslar.

    Jedenfalls ist die Queen die reichste Frau der Welt.Sie besitzt 6,6 Milliarden ha von weltweit 36,8 Mrd. ha des bewohnbaren Landes,also ein Sechstel der bewohnbaren Landmasse dieses Planeten.Das hält sie aber nicht davon ab,jährlich Millionen beim engl. Steuerzahler abzugreifen.Von der Eu soll sie auch das Meiste bekommen von allen Landwirten, las ich.

    Da komme ich doch lieber auf die Silberkannen vom Don und nehme die Gelegenheit wahr, ihn endlich zu fragen, wie er sie innen reinigt.In Ostfriesland legt man großen Wert auf die Patina in den Porzellankannen, die nicht allzuoft weggeschrubbt werden darf.Da wird aber Schwarztee getrunken.Dort gibt es auch die Teebesen, die in die Tülle gesteckt werden, um die Blätter innen zu halten.Ich mag übrigens keine Sahne im Tee…

    @Liebe Frau Simon, ich putze mein Silber auch nur mit dem Tuch – ob mein Ostfriesenmuster für Dessert, Tee und Kaffee oder mein geerbtes Chippendale und gekauftes Augsburger Spaten.Die Dinger für Sahne
    aus Kristall und Silber hole ich nur selten hervor. Zu was habe ich mir denn eine Spülmaschine gekauft?

    Der Brexit? Kann ich nicht beurteilen und höchstwahrscheinlich in meinem Alter auch nicht abwarten.Wer weiß,was in 10 Jahren ist.Im Moment erfreue ich mich eines schön hergerichteten Ackers und Gartens und einer Tollen Holzbeige vom Ahorn.

    • Es gbt da eine Metallpolitur aus dem Autobereich, die ich etwas verdünne. natürlich reinige ich Kannen innen nie.

    • Titel eingeben
      Meinen Sie die Queen oder Elizabeth Windsor? Die Queen ist das Staatsoberhaupt – und kann über ihr Vermögen nicht so einfach verfügen. Elizabeth Windsor als Person hat ein deutlich kleineres Vermögen.

      Was sie vom Steuerzahler bekommt ist jetzt nicht so viel und wird von den meisten Briten ohne Probleme akzeptiert. Immerhin bringt die Queen nicht nur Einkommen durch den Tourismus, sondern auch die berühmte ’soft-power‘ (ein Empfang bei der Queen ist eben doch noch etwas anderes als einer im Schloß Bellevue.

    • @Gux Gux
      Wie schon weiter oben gesagt, „Windsor“ ist ein Künstlername, den das Haus seit 1917 trägt. Der richtige Name ist: „Elisabeth II. von Sachsen, Coburg und Gotha“.

    • Hallo, Philomena, haben Sie da
      einen dubiosen Blog gefunden, dem Sie aufgesessen sind? Wäre schade.

      Trauen wir mal ausnahmsweise der Hamburger Wochenzeitung:
      http://www.zeit.de/2014/47/queen-grossbritannien-haushaltsgeld

      Jedenfalls hat der ganze Planet nicht so viele Ha wie Sie ihm zuschreiben. Ganz Frankreich hat nur ca. 65 Millionen Ha.

    • Titel eingeben
      Mx, sie ist Elizabeth Windsor, selbst wenn das manchen Zeitgenossen nicht gefällt. Aber es geht hier eher um den Unterschied zwischen der Privatperson (deren Vermögen auch nicht klein ist – aber erheblich kleiner als behauptet) und dem Souverän.

      Die britische Verfassung ist hier eigentlich recht eindeutig – nur ist das für viele Menschen nicht so leicht verständlich, weil sie beides sozusagen in Personalunion ist. Nur: als Privatperson kann sie relativ frei entscheiden, was sie macht – als Königin ist sie extrem eingeschränkt und muß sich an die Grundlagen der Verfassung halten.

    • Könnte sein, Uwe Dippel;
      denn unter den „Quellen“ fand ich noch dieses:
      http://www.whoownstheworld.com/about-the-book/largest-landowner/

      Da ist von Millionen die Rede,darüber von Milliarden.
      Es gab noch etwas von Insiderwissen der Queen und Kanada, arm ist sie nun wirklich nicht.Tja, bei Milliarden zuckt man doch zumindest finanzmäßig nicht mehr zudammen…

  112. Geschenktenkeimeprävention in öffentlichen Bädern....
    …durch das chemische Element und Halogen Cl mit der Ordnungszahl 17.

    @ Renate Simon. War klar, ulF-Sichtweise ist hinreichend bekannt seit: „Üs mia egal ob ich Schuld bin, nun sinnse halt ma da“
    .
    @ JohannB., eh klar, juckt aber des Dachdeckers Rache nicht, siehe obere Aussage.
    .
    @ Klaus Keller „Ich halte von öffentlichen Badeanstalten sowieso nichts“
    Gut, das ist Ihre Ansicht. Viele Bürger gehen aber auch gerne in den kalten Jahreszeiten zum Schwimmen, die Schwimmausbildung unserer Schüler muß ja auch sichergestellt sein. Von den Vereinen ganz zu schweigen. Und was die Kosten anbelangt: Ich bin der Meinung, so lange der Kultus Theaterkarten für Stücke mit bis Unkenntlichkeit verfremdeten klassischem Stoff (nackerd, Latexanzüge, Farbeimer….) mit mehr als 80 € (Städtisches Theater Heilbronn) subventioniert kann auch ein geringfügig defizitäres Bad mitgeschleppt werden.
    Das könnte man sehr schön über die Eintrittspreise regeln. Recherchieren Sie selbst. http://www.heilbronner-baeder.de/soleo-bad.html
    Übrigens weiß ich nicht ob man an Baggerseen im Grüngürtel those people we are talking about so wahnsinnig gerne gesehen wären. Bei uns werden auch schon gewisse Freibäder im Sommer gemieden. Ein Freibad bei uns, in der Neckarhalde, wurde z.B. in den letzten Jahren unter Eingeweihten zur „Kosovohalde“ und entsprechend gemieden.
    .
    @ Solln, wieso geschichtliche Bedenken. Iwo. Wenn Sie beim Bund gedient hatten und auf der feldmäßig erstellten Latrine im Gelände (bei uns wurden ja noch keine Dixies in den Busch gestellt) abgeprotz hatten, durfte man ja auch ein Schäufelchen mit Chlorkalk (C8) nachlegen. Oder an was dachten Sie?
    (DdH)

  113. Titel eingeben
    Das UK ist eine Demokratie – es nur keine Republik. Und es ist eine recht gut funktionierende Demokratie, mMn u.a. wegen des Mehrheitswahlsystems (d.h. der Abgeordnete ist auch wirklich seinem Wahlkreis gegenüber verpflichtet und kann sich nicht so einfach auf Listen verstecken.

    Auch die Mär von der Deindustrialisierung wird durch ständiges Wiederholen nicht richtiger – nur weil es keinen Bergbau und keine Stahlwerke mehr gibt bedeutet das nicht, dass nichts mehr produziert wird; im europäischen Vergleich steht das UK nicht unbedingt in der einen oder anderen Richtung hervor.

    Es gibt sehr wohl einen freien Zugang zu Universitäten, denn die Studiengebühren müssen erst nach dem Studium bezahlt werden – und auch erst ab einem bestimmten einkommen. Die Studentendaten bestätigen das eigentlich auch sehr gut – es gibt hier im UK mehr Studenten als in Deutschland, und es gibt auch immer mehr aus sozial benachteiligten Klassen.

    Was die schlechten Hochschullehrer angeht: das UK ist noch immer sehr erfolgreich sowohl was Lehre als auch Forschung angeht. Das System ist anders: wir bekommen das Geld nicht direkt vom Staat sondern über Studenten und Drittmittel, allerdings hat das durchaus auch Vorteile. So schlecht ist es also nicht – aber als Hochschullehrer bin ich hr vielleicht voreingenommen.

    Das NHS ist weiterhin ein sehr gutes System und bringt für deutlich geringere Kosten vergleichbare Leistungen. Natürlich gibt es Probleme – aber im Gegensatz zu anderen Ländern werden sie relativ offen angesprochen und angegangen (kennen Sie z.B. die Wartezeiten für Behandlungen in Ihrem Krankenhaus?)

    Es weiss niemand, was auf Brexit folgt: die Begeisterung hält sich in Grenzen, allerdings kommen die Untergangsszenarios hauptsächlich von den selben Leuten die auch schon ein Scheitern des Referendums und Clinton als Präsidentin vorhergesagt haben.

    Ich falle natürlich sicher auch unter Dunning-Krüger, und schlimmer noch, habe als Untertan nationalistische Vorurteile.

    • Titel eingeben
      Anteil Industrie am BIP
      Deutschland: 22,3 %.
      Frankreich:11,4 %
      Großbritannien: 9,4 %.

      Zum Niedergang in GB, setzte vor Thatcher ein, Rolle der Gewrkschaft nicht unerheblich*, dies nur den Leuten gesagt, die glauben dass Frau Thatcher daran schuld sei.
      “ British Elend“ sollte jedem ein Begriff sein.

      * können Sie nachschauen, falls bei Ihnen Interesse daran besteht und nicht einfach Schuldzuweisungen gesucht werden.

      Europa hat vor Brüssel funktioniert und würde auch ohne Euro funktionieren.

      Jedes Land sollte für seine wirtschftliche Entwicklung selber zuständig sein.
      Verwerfungen würde es anfänglich geben, wenn der Euro Geschichte wäre, aber letztendlich preiswerter als weiter so wie bisher.

    • Prognosen @ Gux Gux
      Prognosen fuer die Zukunft sind immer mit Unsicherheit behaftet, das Gleiche gilt auch fuer die Erklaerung vergangener Entwicklungen. Es gibt halt keine Parallelwelt, in der z.B. die Entwicklung eines Grossbritanniens ausserhalb der EU von 1970 bis heute haette nachverfolgt werden koennen, so dass eine genaue Diagnose moeglich waere, ob die EU-Mitgliedschaft fuer das VK von Vorteil war oder nicht. Ebensowenig wird sich in 20 Jahren mit Gewissheit sagen lassen, ob der wirtschaftliche Erfolg oder Misserfolg des VK nach dem Brexit auf letzteren zurueckzufuehren ist oder auf andere, im Endeffekt viel staerker ins Gewicht fallende wirtschaftliche oder politische Rahmenbedingungen.

      Zu denken geben sollte Ihnen allerdings, mit welcher Geschwindigkeit Protagonisten der Brexit-Kampagne nach dem Referendum Versprechen (beispielsweise in Bezug auf den NHS) zurueckgenommen bzw. sich aus der Politik zurueckgezogen haben (auch wenn sie Abgeordnetendiaeten gerne weiterkassieren und ihnen vielleicht auch die parlamentarische Immunitaet ganz gut zupass kommt).

      Ihre hohe Meinung von der britischen Demokratie und den britischen Hochschulen lasse ich Ihnen gerne. Persoenlich schaetze ich zwar auch stabile Regierungen, halte es aber in einer Demokratie fuer passender, wenn die Mehrheit im Parlament auch der Mehrheit des Wahlvolkes entspricht (hier haben sowohl das britische als auch das US-Wahlsystem einen Konstruktionsfehler, den das deutsche oder franzoesische beispielsweise nicht haben).

      Die britischen Hochschulen zehren von einem guten Ruf, aber wenn man die gerne herangezogenen „rankings“ einmal um bestimmte die angelsaechsische Hochschulwelt bevorzugende Faktoren (wie die Zahl der Publikationen in englischer Sprache (und nur in dieser)) bereinigt, oder andere Umfragen (beispielsweise unter Arbeitgebern) heranzieht, relativiert sich das Bild. Und Probleme hat das britische Bildungswesen durchaus – betrachten Sie nur einmal den Fremdsprachenunterricht an britischen Schulen. Hier bestuende dringend Handlungsbedarf, insbesondere wenn Britannien sich kuenftig als besonders weltoffene Handelsnation profilieren will.

    • Titel eingeben
      Ich sehe die Nachteile des Mehrheitswahlrechts auch – aber eben auch die Vorteile. Hier müssen auch Regierungsmitglieder Wahlkreisarbeit machen (oder machen lassen), denn sie müssen gewählt werden. In meiner Heimat hat sich under Wahlkreiskandidat kaum sehen lassen, weil man als Minister für so etwas keine Zeit hat.

      Das Mehrheitswahlrecht hat auch (mMn) den Vorteil, dass es Abweichlern hilft – die Partei ist etwas weniger mächtig und kann Fehlverhalten nicht durch Listenplätze sanktionieren. Natürlich gibt es auch Mittel (bei Labour in Mode ist im Moment das „nicht-Aufstellen“), aber bei beliebten/erfolgreichen Abgeordneten ist das schwierige.

      Letztendlich hat jedes Wahlrecht seine Nachteile …

  114. british humor, indeed
    Hierfür hat es sich gelohnt, noch einmal hochzuscrollen:

    rhadamanthys sagt:
    2. April 2017 um 10:03 Uhr

    Englische Frauen und Essen
    Wer das englische Essen und die Frauen kennt, weiß warum es eine große Seefahrer und Entdeckernation ist.

    Don Alphonso sagt:
    2. April 2017 um 13:53 Uhr

    Das war gemein, aber gut.

    Ein Brite namens Rolfe heiratete einst die Schönheit Pocahontas.
    Das ist inzwischen der Spitzname von Elizabeth Warren.

  115. Britania ...
    Ein jeder hat nun seine Erfahrungen damit so fragte ich mich was ich denn für Erfahrungen, Erlebnisse mit der britischen Kultur habe und war erfreuet über das was mein Gedächtnis so alles hergab. Das eine mal wo Lizbeth nach Istanbul kam, war ich noch in der Grundschule und es hiess wir müssen runter spazieren zur Allee vor dem Dolmabahce Palast und gaben jedem von uns britische Flaggen, anscheinend waren die Eltern allesamt schon vorher informiert gewesen, da die Mutter mir die neuen Lackschuhe angezogen hatte, die aber schrecklich drückten, mir war es sehr unangenehm, so marschierten wir zu der Stelle wo sie in einer Limousine durchgefahren war und wir mussten auf Kommando Fähnchen schwenken, ich war echt sauer, wegen den drückenden Schuhen und ich wusste auch nicht was ich anfangen sollte mit Königinnen und Prinzessinen, da ich nie Märchen darüber erzählt bekam, das einzige Märchen, das ich jeden Abend hörte, war das vom Rotkäpchen. Später erfuhr ich dass mein Großvater, der mit der afrikanischen Nanny, sich der Wiederstandsbewegung angeschlossen hatte, während der britischen Besatzung von Istanbul nach WWl., wurde später von Engländern beworben wurden, erfahrener Hochseekapitän und Privatdozent an der Marineakademie, wie er war, lehnte jedoch ab, da die GrossM nicht in London leben wollte. Später im Gymnasium in Istanbul, im Fach engl. und amerikanische Literatur, die Begegnung mit einem sehr alten anglo-säschs. Sprichwort ‚ no man grows wise, without he has his share of winters ‚ und natürlich Shakespeare, die wir original um alt englischen gelesen haben. Meine große Begeisterung, die bis zum heutigen Tag angedauert hat und wahrscheinlich für immer auch bleibt. Dann später für eine zeitlang, haushaltseinrichtungen a la haus & garten, engl. country, ein Besuch nach London und ein Like für manche Entwürfe von Vivienne Westwood …

  116. Déjà vu?
    In the UK muss man eine TV-Licence kaufen. Die Gruppe, die am meisten glotzt (und dabei signifikant verdummt), Rentner, ist davon ausgenommen. „Vergessen“ die Leute, diese zu erwerben, werden sie bedroht mit der üblichen fine von 1000 BP.

    Glorifizieren Sie das Land nicht, sondern fragen Sie sich viel eher, ob Angela mit ihrer plüschigen Einstellung zu charmanten Männer wie Cameron (alt. Bush, Sarkozy) dort erst auf den Gedanken gekommen ist, uns, die wir nicht fernsehen, die Zwangsgebühr auf’s Auge zu drücken, was eine indirekte Einzahlung in die Rentenkasse ist.

    Schieben Sie nicht hausgemachte Sachen auf Brüssel. Auch ein Innenminister Jäger ist nicht von Brüssel als Nemesis gesandt worden, sondern ureigenes verwurschteltes Nordrhein-Westfalen.

    Brüssel ist etwas anderes. Da gibt es auch Leute, die über Schuhcreme reden.

    • Titel eingeben
      Die TV License ist deutlich billiger als die GEZ (£143 vs €210) und die Strafe beträgt idR erheblich weniger als £1000 (das ist die Höchststrafe). Ob man durch die BBC (die hauptsächlich durch die license fee erhält) wirklich verdummt, darüber läßt sich sicher streiten – das Programm ist jedoch recht ausgewogen und vielfältig, wohl vielfältiger als das von ARD und ZDF angebotene (sowohl BBC Fernsehen als auch Radio haben z.B. keine Werbung, einen Sender wie Radio 3 oder Radio 4 gibt es in Deutschland praktisch nicht).

      Die Rundfunkgebühr gibt es in Deutschland auch schon recht lange – zumindest länger als die gegenwärtige Regierung. Und bis vor kurzem konnte man die Gebühr auch erheblich reduzieren, in dem man nur eine Schwarz-Weiß-Lizenz erwarb.

    • Strafandrohungen richtig?
      Es müsste Ihnen an sich aufgehen, dass eine Bedrohung mit 1000 BP Strafe infam ist.
      Außerdem finde ich den Ausdruck licence verkehrt. Wenn man dort eine driving licence erwirbt, WILL man Autofahren. Wer nicht fernsehen will, bräuchte daher an sich keine licence.

      Die Deutschen haben das sofort richtig mit dem Ausdruck Zwangsgebühr bedacht. Und fraglos ist es eine indirekte Rentenzahlung, schaut man sich die user an, die umsonst gucken.

    • Titel eingeben
      Oberländer – wer kein Fernsehen nutzt, braucht auch keine TV License, das ist recht einfach.

    • zahlen immer, gucken nimmer
      Da haben Sie Recht. Aber wie bei uns müssen Sie eine kaufen, wenn Sie Ihr Internet nutzen. Und die Drohgebärde mit der Tausend richtet sich gegen die Armen. Bildmedien gegen Arme.
      Wenigstens sind wir nicht allein mit dem Wahnsinn.

    • Titel eingeben
      Oberländer – aus diesem Grund werden die Strafen von einem Gericht verhängt, das genau auf solche Dinge Rücksicht nehmen kann (siehe auch hier: https://www.sentencingcouncil.org.uk/)

  117. Südlich des Mains ist vieles aber nicht alles besser
    Goodnight meint richtige, keine falschen, italienischen Blondinen.
    Der Unterschied ist südlich des Mains nicht allgemein bekannt.

  118. Blonde?
    Das haben Sie oben gut angemerkt mit den Blonden, Don.
    Die Blonden sind so in sich selbst vernarrt, dass sie nicht bemerken, wenn sie alt werden, so dass sie sich gern der Lächerlichkeit preigeben, teils in ihrer Themenwahl, siehe link, teils stilistisch, siehe Bild 1 im link:

    http://www.dailymail.co.uk/femail/article-4343520/Gwyneth-Paltrow-s-Goop-publishes-anal-sex-guide.html

    Früher wurden die Blonden mit Manta-Witzen abserviert.
    Eine Blonde aus Russland hat die Ehe einer britischen Freundin ruiniert. Er hat alles abgeräumt, seine Frau hatte schlecht vorgesorgt. Es handelte sich um das Erbe ihres Herrn Vaters. Sie war auch blond, Naivität eingebaut.

  119. der Gegenentwurf
    Zwei würde ich durchgehen lassen:
    Marlene Dietrich und Uma Thurman. Das hat jedoch mehr mit Intelligenz zu tun. Ein Film, in dem die Thurman die Dietrich spielt, wäre ein Gedicht.

    • Marlene Dietrich
      Als ich ihre Memoiren (in einem Rutsch auf einem sehr langen Flug) las, merkte ich = sie war eigentlich eine wunderbare deutsche Hausfrau. Sogar Kochrezepte offerierte sie… (wenn ich richtig erinnere)

    • durch dick und dünn
      Sie war vor allem ein wunderbarer Kumpel.

  120. Titel eingeben
    Don, darf ich einen Wunsch äußern?
    Vor dem Grünen Abwatschen mal wieder eine fein beschuhte Asiatin.
    Und etwas Culatello

  121. Gartenwelthaiku gaaanz einfahach made in germany
    Einsam und verlassen vor dem Teich,
    stand das Osterglockenpaar
    und schaute sich den Rasen an.

    (einer Blondine gewidmet)

  122. Es wird sich eh nichts ändern
    @ Rudi Meergans

    Sie haben nur teilweise Recht, denn man bräuchte im Prinzip nur die Hecke an der Wetterseite, also im Westen von Feldern. Soll heißen, rein theoretisch könnte man die meisten Straßen auf einer Seite erweitern.

    Aber trösten Sie sich, da wird sich nie was rühren. Ein Haufen Land gehört dem Königshaus (geizig), ein weiterer Batzen National Trust (chronisch klamm).

    Kleine Kreisverkehre mit regelmäßigem Verkehrsinfarkt müssten an sich durch Ampeln ersetzt werden. Trösten Sie sich, da wird sich nie etwas tun. Man steht dort einfach, macht danach den Kamin an und trinkt eine Tasse Tee, das war’s. Jeden Tag. Nur Deutsche, die nicht gegen 17 Uhr durch Bad Tölz müssen, verzweifeln daran.

    Die Niederländer haben moderne Kreisverkehre mit Verkehrsfluss, ähnliches Wetter und keine Hecken. Bei einem der großen Stürme mit Überschwenmmungen vor wenigen Jahren boten die Niederländer ihr Know-How an, das angeblich abgelehnt wurde, las ich damals im Telegraph.

    Die Bretagne (gegenüber von Sussex und Dorset) steht auch noch. Die Argumentation ist also allenfalls haltbar, wenn man an große Vielfalt in der Vogelwelt denkt.

    • Und die Füchse? Hmm.......?
      Lieber Herr Oberländer!
      Ihre den Idee, in der engl.Landschaft nur dem Westwind mit Feldhecken trotzen zu müssen, trägt nicht weit. Klar, Sie wollen den Tommies viele
      deutsche Autos verkaufen und zu diesem Behufe gleich die Landschaft
      umgestalten. Aber erstens ist dem Anglo Geschwindigkeit nicht so heilig
      wie den Angehörigen der ADAC Glaubensgemeinschaft und zweitens ist
      da der Fuchs. Und seine Jäger. Dem Fuchsen würde es gewaltig stinken,
      wenn die alljährliche wilde Jagd hinter ihm her wäre und ihm die Deckung
      von drei Vierteln, dem drögen Autoverkehr geopferter, Hecken fehlte.
      Die reitenden Jäger kämen um das unbezahlbare Vergnügen, mit elegantem
      Schwung über die Hecken hinwegsetzen zu können, denn das ist das wahre Leben.
      Das kann nicht mit dem albernen Kitzel aufgewogen werden, seinen Merc
      15Minuten früher einparken zu können. Meine engl.Enkel, Männlein und Weiblein, sehen das auch so.
      Hands off the english Countryside, pleeeease.
      yours sincerely

      Meergans

  123. Wie vor knapp 80 Jahren
    Unserer Qualitätspresse zufolge sollten Briten lieber aufgeben, denn gegen das unter deutscher Führung geeinte Europa haben sie bekanntlich keine Chance. Nun, vielleicht warten wir doch mal lieber einige Jahre und sehen, was dann draus geworden ist.


  124. Naja, der Brexit – einerseits hat es mich gefreut, weil es anders ausging als medial propagiert, andernseits sehe ich es mit Mißtrauen, weil ich erwarte, daß damit nur wieder Britanniens alte Schaukelpolitik auf dem Kontinent zum Tragen kommt (dauert noch paar Jahre, aber kann in 10, 20 Jahren wieder mal ein böses Ende nehmen) – Koalition mit allen und rühren in allen Töpfen, Hauptsache gegen die Deutschen.

    • Schaukelpolitik
      Mit dieser alten Schaukelpolitik ist unbedingt zu rechnen. Wie seit alters her,
      kennen die Anglos keine Freunde, sondern nur ihre eigenen Interessen.
      Ein sehr gesunder Standpunkt übrigens, den sich Deutsche auch zu Eigen
      machen sollten. Alle Welt tut das und nur Michel und Micheline glauben,
      sich hier eine moralische Sonderrolle leisten zu müssen. Auf Machiavelli
      hören, den Meister Han Fei lesen und SunTsu, sowie die 36Strategeme
      beherzigen. Auch wenn die deutsche Seele sich damit eher schwer tut,
      die entsetzlich sentimentale.
      Genannte Weisheiten in die Politik einfliessen lassen und schon fällt man
      nicht so eklatant auf die Schnauze, wie Deutsche es der Welt in den
      vergangenen hundert Jahren zweimal vorgemacht hat.


    • Ein sehr gesunder Standpunkt übrigens, den sich Deutsche auch zu Eigen machen sollten
      Die geostrategische Ausgangslage ist für D und GB eine vollkommen andere, und das liegt an der Geographie, daran kann man nichts ändern.
      D kriegt im Jahrhundert im Durchschnitt 2-3 mal auf den Deckel, GB etwa 1x in 1000 Jahren, zuletzt 1066.
      Ich bin auch nicht gewillt, das alles einer deutschen Politik anzulasten – die kann schlau oder doof sein, an „Lage, Lage, Lage“, wie die Immobilienmakler so schön sagen, ändern keine Schleiertänze was.
      Daß Charme- und Pazifismusoffensiven etwas an der seit lange vor WK1 bestehenden Abneigung der Engländer gegen die deutsche Konkurrenz vom Festland änderten, bezweifle ich füglich. Das Verhältnis befindet sich immer im Clausewitzschen Modus, egal wie sentimental sich die Deutschen gebärden.

  125. Nigerianer
    Ehrlich gesagt, hätte es mich sehr erstaunt, wenn es nicht das Bestreben der Herren gewesen wäre, nach England zu kommen. Einen Ortsteil von London pflegt der Volksmund bereits „Little Lagos“ zu nennen. Die Briten schaffen das halt.

    https://en.wikipedia.org/wiki/British_Nigerian

    • Titel eingeben
      Nun ja, die Briten hatten doch mal reichlich (?) Kolonien im schwarzen Erdteil und in Indien. Die Menschen, die schon länger dort waren, waren dadurch natürlich, ahem, britische Staatsbürger. Also dürfen die jetzt in ihr „Heimatland“. Wie nennt man das: späte Rache? Tit for Tat? Wie du mir so ich dir?

      (Für die Franzosen gilt dasselbe. …und da kommt diese Erklärung auch her: als es immer mehr Nordafrikaner nach Paris zog und die Probleme dort anfingen und ausuferten…)

  126. Das Positive an der EU ist aus meiner Sicht, dass damit für jeden EU-Bürger damit de facto eine EU
    Man ist Doppelbürger, Bürger eines Nationalstaats und zugleich der EU. Man kann in jedes EU-Land gehen, sich niederlassen, dort arbeiten und – wenn man will – noch zusätzlich die Staatsbürgerschaft dieses Landes annehmen.

    Man kann sich das EU-Land mit seinen jeweiligen nationalen Besonderheiten auswählen.

    Wer in einem Königreich leben will und Untertan der Königin sein will sowie feudale Relikte schätzt, der kann nach GB gehen.
    Für autoritäre und rückwärtsgewandte Charaktere genau das Richtige. Dort in GB herrscht ein Sozialdarwinismus a la Thatcher, Blair et al. Ein Paradies für Antihumanisten, welche nach dem Prinzip „homo homine lupus“ leben wollen und vom kategorischen Imperativ und dem Prinzip von sozialer Reziprozität und Egalität nichts wissen wollen.

    Meine erste England-Reise war 1972 im Rahmen von JEF. Wir waren ganz feudal in Studentenzimmern eines alten Oxford-College untergebracht. Den Namen weiß ich nicht mehr. Am Morgen kam ein älterer Herr und fragte: Where are your shoes, Sir? Denn zu den Privilegien der College-Studenten gehörte, dass sie einen Diener haben, der ihre Schuhe putzt und ihr Zimmer macht. Mittags bekam man im Speisesaal ein Menü von Dienern serviert und benutze wertvolles Porzellangeschirr und massives Silberbesteck.

    Das war ein richtiger Kulturschock für mich als einem freiheitlich-humanistischen Menschen. Man war mit dem „Middle Age“ konfrontiert, mit offenen vor-bürgerlichen Herr-Knecht-Verhältnissen.

    Die Briten sind – wie die Deutschen – nie wirklich in der bürgerlichen Emanzipation angekommen.

    Für mich ist diese sozialdarwinistischen Gesellschaften nichts. Es widerspricht meinem Menschen- und Gesellschaftsbild.

    Wenn schon Kapitalismus, dann ein sozialliberales System wie beispielsweise die Schweiz mit allgemeinem Wohlstand, breitem Mittelstand, guter sozialer Absicherung, mit freiem Zugang für alle zu einem erstklassigen Bildungssystem etc. Und einem dualem System von repräsentativer und direkter Demokratie.
    Ein liberales und demokratisches System ohne Adel und Adelstitel, welches die Schweizer übrigens der Diktatur von Napoleon Bonaparte verdanken.

    Aus meiner Sicht stellt der Brexit keinen Verlust dar. Die Briten waren mit ihrem „Exceptionalism“ und ihrer Finanzoligarchie ein ständiger Störfaktor bei der Bildung eines vereinten Europas. Und der herrschenden Klasse in GB waren die USA immer näher als Europa.

    • We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars.
      Richtig beobachtet, aber seit ca. 15 Jahren haben die Briten langsam aber sicher auch eine Mittelschicht entwickelt. Zumindest in London.
      D.h. sie nähern sich der Moderne.

  127. alles bleibt wie es ist: besser !
    was soll das mit Brexit oder Nicht-Brexit ????????????

    das boat race gestern hat ja mal wieder gezeigt, was der kontinent alles NICHT kann…………….

    aber wir Baden-Württemberger dürfen immer noch die gelben superboote liefern……(grüsse nach Eberbach am Neckar!!)

    und auch nach Brexit wird auf der insel kein Daimler weniger verkauft werden. und die Nigerianer werden weiterhin den drogenmarkt in Basel beherrschen, das muss ja nach den kommentaren hier im blog eine Herrenrasse sein ???!!!!!!

    wir sehen uns in Henley auf der kleinen insel ende Juni ! und noch 5 tage bis zum INN RIVER RACE

    http://www.sportschau.de/weitere/rudern/video-das-boat-race—ein-traditionsrennen-zwischen-oxford-und-cambridge-100.html

    • Henley Royal Race
      Zunächst einmal zu den Achtern: Deutschland hat bei den Olympischen Spielen 13 Medaillen im Achter eingefahren, England ebenfalls. Deutschland hat aber 6 Goldmedaillen, England nur 4.
      Was das Oxford – Cambridge Rennen anbelangt: die Siegerzeit liegt irgendwo bei 18:30 bis 19:00 Minuten, wenn ich richtig gesehen habe.
      Der Weltrekord im Achter über 2000m ist 5:19,35 min. Das kann man zwar nicht 1:1 auf die Langstrecke übertragen, aber die Ruderer des in der ARD gezeigten Rennens Oxford / Cambridge rudern mit der Strömung (also stromABWÄRTS und nicht stromAUFWÄRTS, wie der Sprecher sagt) und haben dazu noch 18,6 mph (25 km/h) Schiebewind. Das würde ein guter Achter, wie der Deutschland-Achter, in 15:x Minuten schaffen, je nachdem wie stark die Strömung ist (die auf der Themse von Ebbe und Flut abhängig ist und sich auch umkehren kann). Irgendein Rekord würde unter diesen Bedingungen garnicht gewertet werden.
      Ein kleines hiesiges Pendant findet jährlich in Berlin auf der alten 1936er Olympia-Ruderstrecke in Berlin-Grünau statt (auf der Dahme), wenn die Achter der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie gegeneinander antreten. (Der Achter, in dem ich damals gefahren bin, hat dieses Rennen übrigens fünf mal hintereinander gewonnen).
      Wie Sie ganz richtig gesehen haben, sind die Achter von Empacher in Eberbach (und die Big Blades auch, oder aber es sind Riemen von „Dreissigacker“).
      Nicht, das die Engländer keine Boote bauen können. Ich besitze privat einen britischen Renneiner von Aylings, der aber bei STEMPFLI in der Scjhweiz gebaut wurde, weil Aylings plötzlich pleite war. Aber immerhin: der gute Wille war da und heute gibt es Aylings sogar wieder. Die bauen aber bloss noch die fetten Gurken für die Anfänger.
      Egal was und wie: ich verstehe nicht, was die Bemerkung soll, dass man das Rudern auf dem Kontinent nicht beherrschen würde.

      Viel Spass übrigens bei der Henley Royal Ruderregatta. Ich hoffe es regnet nicht, damit die Ladies von ihren Chauffeuren nicht wieder über den Matsch getragen werden müssen. Oder es gibt keine Hitzewelle.
      Damals während einer solchen Hitzewelle, ein paar Tage war es über 20°C, wenn nicht 25°C, wurde den Gentlemen im parallel laufenden Tennisturnier in Wimbledon gestattet, ihre Jackets abzulegen. Daraufhin sagte der Regattasprecher der ROYAL HENLEY Ruderregatta, „da könne man ab jetzt nicht mehr hingehen, das sei von nun an eine Nacktveranstaltung“.


    • Damals während einer solchen Hitzewelle, ein paar Tage war es über 20°C, wenn nicht 25°C, wurde den Gentlemen im parallel laufenden Tennisturnier in Wimbledon gestattet, ihre Jackets abzulegen.
      Tja, da herrschte also noch strenge Etiquette.
      Was in D sehr selten bis überhaupt nicht vorkommt.
      Ich denke, das ist ein Grund für die mancherorts herrschende Anglophilie – der Hang zum Formellen, Formvollendeten macht ihnen so schnell halt keiner nach.

  128. NRW.............wann kommt da der EXIT ? NorReXit vielleicht !
    lese gerade bei einem guten tasse English Breakfast Tea und schottischem Shortbread in der BILD den artikel über NRW, hier wird ja deutlich und mit fakten informiert:

    was soll also das lästern über diese Brexit-Briten, liegen doch die unsicheren slums vor unserer türe und die mehrheit dort will es wohl weiter so !

    Kraft hat sich einfach eine mehrheitsfähige transferzahlungsabhängige wählerbasis geschaffen, auch eine leistung im race to the bottom !

    nach der BILD in den merkelmuttikutter, OMG…………….da ist ja die blonde aus dem norden ! das bild ist nicht gut gewählt von der redaktion, sicher gabs schon einen klageanruf von der pressestelle…..

    da hilft nur Bobby: Blonde on Blonde……

    https://www.youtube.com/watch?v=h0Zxd5jp-lI&list=PL_HKrpXPE7PqGjfOrXejaNVGDJtaKn8ek

    ………hören sie rein……und sie haben einen guten start in den tag !

    • @ Django, zu unprätentiös, gleichwohl OT, aaaber...
      hätte sicher heißen sollen: „Sitze gerade auf einem Thonet № 214 in „meinem“ Bohème-Café „Les hommes de plume“ und nehme einen Mélange. Unter der internationalen Presse habe ich mir eine in einen Zeitungsstock gespannte Bild-Zeitung genommen….
      (DdH)

  129. Titel eingeben
    Demokratie Rangliste 2017
    Onkel Putin, der Liebling der Blogmasse hier, steht nicht all zu doll da.

    Zwischen Deutschland und GB keine nenneswerter Abstand.

    http://www.worldaudit.org/democracy.htm

    • Wo soll ich bitte etwas Nettes über Putin geschrieben haben?

    • Titel eingeben
      Don,
      Sie waren nicht gemeint, gemeint waren einige Ihrer Bloger hier.
      (immer mit einem leicht ironischen Unterton von mir), soll ja nur zum Nachdenken angeregen.

    • @FJ45
      Ich für meinen Teil glaube nicht gewohnheitsmässig irgendwelchen dahergelaufenen ‚Audits‘.
      Da habe ich zu viele selbst mitgemacht, oder mitmachen müssen.

      Auch zertifizierte [braune Masse] ist nichts anderes als genau die gleiche [braune Masse].

  130. a bissl am Thema vorbei, aber heute, Börse:
    Erzeugerpreise EU +4,5% gegenüber Vorjahr.
    Da staunt der Laie.

  131. Macron ein Elitentrojaner
    @ v. Goslar, Ihre Aussage:

    „Aus meiner Sicht stellt der Brexit keinen Verlust dar. Die Briten waren mit ihrem „Exceptionalism“ und ihrer Finanzoligarchie ein ständiger Störfaktor bei der Bildung eines vereinten Europas. Und der herrschenden Klasse in GB waren die USA immer näher als Europa.“

    Aus meiner Sicht stellt der Brexit einen großen Verlust dar, für die Briten wie für Deutsche, Niederländer und Skandinavier.
    Als Störfaktor waren sie mir willkommen, da hierdurch ein Hauch Demokratie entstand und etwas Satire durch Farage und die versteinerten Gesichter bei seinen Reden.

    Der Austausch hat ausgezeichnet funktioniert. Wir schickten Studenten und Schüler, sie beglückten uns mit zahlungskräftigen Rentnern. Unsere Mentalitäten sind nicht komplett unterschiedlich, da die Sprachen verwandt sind. Daher sollten D, Skandinavien und die NL Verhandlungsführer sein. Die Polen haben GB lange ausgenutzt: Familie daheim, britisches Kindergeld abgeschöpft, aber ich glaube, das geht nicht mehr.

    Die Verhandlungen sollten von den nördlichen Ländern der EU inklusive D geführt werden, die den Löwenanteil an Austausch und Handel hatten. Die Franzosen (mach Urlaub daheim und studier da auch und verachte jeden, der kein Französisch spricht) sind selbst in der Lebensweise isolationistisch und heimliche Erzfeinde der Briten. Macron würde alles kaputtschlagen.

    Ich hoffe, dass wir Freunde bleiben, wir und die Briten und uns aus der Freundschaft heraus gegenseitig beraten können.

  132. Der englische Patient
    Sehr geehrter Don Alphonso, ich würde Ihnen einmal raten den einen oder anderen Ort in Südwales oder Nordengland aufzusuchen. Aber besser nicht unbewaffnet und nachts. Da würde Ihre Begeisterung für England sehr schnell schwinden. Warum wollen die Schotten denn unabhängig werden, warum hat denn die IRA jahrelang gegen die britische (genauer: englische) Vorherrschaft gebombt? Die haben genug von der „indirect rule“, die in Wirklichkeit nur Rassismus und Unterdrückung auf subtilere Art ist. Übrigens werde ich bald nach Deutschland umziehen – mein Arbeitgeber verlagert sein Geschäft in die EU wegen des Brexit.

    • Es ist nicht meine Begeisterung, sondern die von zwei Nigerianern. Mich würden keine 10 Pferde aus Bayern wegbringen.

    • Titel eingeben
      Die schottische Unabhängigkeit ist hauptsächlich das Steckenpferd der SNP – die Mehrheit der Schotten, die ich kenne, halten davon eher wenig. Das ist eigentlich auch verständlich, denn Schottland wird intensiv von der Zentralregierung subventioniert („Barnett formula“). Sollte Schottland wirklich unabhängig werden, steht sie vor einem großen Problem: was tun? Die EU hat kein großes Interesse daran, Unabhängigkeitsbewegungen zu unterstützen – man wird sehen, ob der Wunsch, die Briten zu ärgern oder die eigenen Länder zusammenzuhalten wichtiger ist.

      Irland ist noch deutlich komplizierter – es ist ja nicht so, daß es hier nur die IRA gibt. Und wenn man die Nachrufe auf Martin McGuinness ansieht dann wird klar, welche Schwierigkeiten es dort gibt und noch geben wird. Es waren die Provinzen im Norden, die beim UK bleiben wollte – und solche Probleme gibt es nicht nur in Nordirland, es gibt genug Regionen in Europa in denen die Bevölkerung zumindest teilweise lieber zu einem anderen Land gehören würde (z.B. Südtirol).

      Und was die Orte im Norden oder Wales angeht: so etwas findet man auch im Süden, nicht nur in London sondern sogar in Orten wie Cambridge; und man findet es auch in Deutschland.

  133. Silberkannen
    Silberkannen auf dem Teetisch enthalten nur heißes Wasser, mit dem der Tee aus der Wedgewoodkanne verlängert oder verdünnt werden kann. Wegen ihrer Ästhetik sind sie unverzichtbar; die Griffe der Silberkannen sind in der Regel isoliert, z.B. durch ein Holzteil im ausgehöhlten Griff oder sie sind gleich aus einem anderen Material wie Bein o.Ä. Der Wolpertingerpanzer ist nicht etwa von der letzten muligatawney-soup übrig geblieben?


    • Wie jetzt, Mulligatawney ist doch Hühnersuppe, oder?

    • In Häusern,
      in denen verbleiter Eichelhäher gereicht wird sollte es gewiss nicht an einer turtle soup ermangeln.
      Uns die Carcasse des armen Tieres als Bauteil eines Woipertingers imaginieren zu wollen geht dann doch gegen den gewohnt guten Geschmack des Blogs.

    • Steueroasen ...
      … gibt es viele, leider.Angebot und Nachfrage oder Gelegenheiten machen Diebe, das geht alles ineinander.

      Briten verfolgen auch nur knallhart ihre Interessen.Mehr wollte ich nicht sagen.Da schließe ich mich gern H.v.Goslar an.Ich habe sie auch mehr als Störenfriede und Rosinenpicker gesehen.

  134. The other side
    Mein PC ist so sensibel, dass ich ihn irgendwann an die Wand schlage. Er vernichtet meine comments öfter als duschreibstzuschnell, und das ist eine Leistung.

    Nichts ist so schön wie in einem warmen b&b in einem Küstenort zu sitzen und den Sturm pfeifen zu hören, der die Insel prägt wie auch die Briten, die Relativität so ausleben, dass sie feinen Regen gar nicht mehr bemerken und in Bermudas unterwegs sind. Das Internet ist robust. Man liest, wie es andernorts Bäume ausreißt, Autos in Mammutpfützen ersaufen, Leute, die spektakuläre Photos auf den Klippen machen, einen noch spektakuläreren Tod finden, der Wetterbericht absolut exakt ist, die Medien über alles zeitnah reportieren, der Bahn- und Autoverkehr zusammen mit Gatwick und Heathrow langsam kollabieren und befindet sich im Grunde mitten in einem Abenteuer.

    Anderntags genießt man bei schönstem Wetter scones und den besten Tee von Europa gegenüber einer Kirche oder Kathedrale, von deren Reichtum man noch lange zehrt. High Tea mit hauchdünnen Sandwiches, denen nur italienische Tramezzini halbwegs gewachsen sind, ersetzt ein Dinner und ist ein Hochgenuss.

    Ein weiteres Abenteuer ist das Reisen im Auto auf der aus unserer Sicht falschen Seite und das Vermeiden von Schlaglöchern, Ästen und Bordsteinen. Jeder Kreisverkehr eine neue Herausforderung. Heil zurück am Channel entsteht das Gefühl, ein weiteres kleineres Abenteuer überstanden zu haben.

    Die Museen ein Hochgenuss bei freiem Eintritt. Alte Bäume, Herrenhäuser, deren Gärten und die sanfte rolling landscape etwas ganz Besonderes. Die Pferde in dieser Landschaft glücklich mit guten ansteigenden Weiden. Charles Hester bei der Arbeit zuzusehen, wozu ich Gelegenheit hatte, ein Hochgenuss, nix mit Barren wie anno in D oder Maul fast zubinden wie in den Niederlanden, sanfte Dressur bei hohem Kenntnisstand und eine Belohnung durch die Goldmedaillen.

    Kulturell können wir nicht auf die Briten verzichten und ich hege daher diesen Traum von Freundschaft in Freiheit. Ich würde ungern im pub sitzen und wieder der dominante Fritz sein. Lieber sitze ich da gemütlich und höre den Debatten über Politik, London, den Verkehr und das Wetter zu.

    Ich wünsche ihnen von Herzen das Beste, hoffe für sie, dass Fillon Président de la République wird und der Brexit für alle gütig geführt wird. Jede Schärfe wäre verfehlt. Wir sind nicht nur Handel und Banken, wir sind auch Kultur,, große gewachsenen europäische Kulturländer, die es geschafft haben, sich nach den desaströsen Kriegen anzufreunden. Wer das zerstören will, nur weil ein Land gegen die EU mit ihren unübersehbaren diktatorischen Tendenzen aufbegehrt, gehört an einen Baum.

    Wir können Freunde in Freiheit sein, und das müssen wir schaffen, zumal wir andere Probleme haben, die drängender erscheinen.

    God save the Queen and bless the United Kingdom!


    • den besten Tee von Europa
      Ja, das hat mich in Folkestone, wo ich in den 1980ern zum ersten Mal die Insel betrat, auch beeindruckt. Es war eine klägliche Imbißbude, wo die Lastwagenfahrer sich was zu trinken holten, während sie auf die Zollabfertigung warteten, wo es Beuteltee in Bechern gab. Und der hatte mit der Milch drin praktisch keine Farbe. Trotzdem probiert und – ui, soviel Geschmack!! Ich war sehr angetan: selbst in dieser „Sparversion“ war das um Klassen besser als der „deutsche Schwarztee“, der einem das Teetrinken in deutschen Cafés verleidet.
      Tee in England ist wie Espresso in Italien: kann man unbedenklich überall für wenig Geld bekommen, schmeckt vorzüglich und gibt dem Aufenthalt ein regionales Flair.

    • Sie mögen die Briten sehr,
      @ Oberländer und das sei Ihnen unbenommen. Uns geht es so mit den Franzosen.

      Finden Sie die feine englische Art durch deren Steueroasen und das gewisse Wohnrecht ( genauer Begriff fehlt mir grad) wirklich angezeigt? Ich habe noch die TV- Bilder aus London von den feiernden superreichen Griechen gläserschmeißend und krakeelend vor Augen. Alle hatten im Heimatland nie Steuern bezahlt und fanden es völlig OK, dass Steuerzahler der EU für Griechenlsnd bürgen – Dank UK.

      Egoisten ohne Ende.

      Da fand ich den Bericht über sehr reiche Iren aus den USA schon besser. Die wollten ihrem ursprünglichen Heimatland helfen und trafen sich mit den
      maßgeblichen Leuten zu einem großen Essen, um das zu besprechen.Das hat Charakter, vielleicht auch katholischen.

    • unverständlich für mich, Philomena
      Was haben denn Steueroasen mit den Griechen zu tun?
      Wenn die Griechen überwiegend im UK leben, müssen sie an sich dort Steuern zahlen.

      Und was soll das mit den Steueroasen überhaupt, wenn in jedem Land der Welt Leute zu finden sind, die dort Geld unterbringen? Was hat das jetzt solitär mit dem UK zu tun?

      Ehemalige Steueroasen: Luxemburg, Liechtenstein, die Schweiz, Jersey.
      Heutige Steueroasen: Emirate, Cayman Islands, Bermuda vermutlich, Singapur vermutlich.
      Verstehe den Einwand also gar nicht.

    • Wenn andere schlampen, ist das UK schuld? Mein lieber Scholli
      Ich glaube, jetzt weiß ich, was Sie meinen: Wer in GB „non-domiciled“ ist, sollte in seinem Heimatland Steuern entrichten. Wenn Griechen das nicht getan haben, sind doch daran wohl eher unfähige griechische Behörden schuld, die ja auch dafür bekannt sind, Renten an Verstorbene überwiesen zu haben und Gelder an Kinder, die nicht aufzufinden waren.

      Man kann schlecht griechische Korruption und Nachlässigkeit anderen Ländern anlasten. Griechenland hätte nicht in den Euro-Raum gehört.

    • Unpassendes Beispiel, Steuern
      Ich finde es anmassend von der deutschen Steuerbehörde, dass sie mein ‚Welteinkommen‘ in D versteuert wissen will. So heisst das, und ich finde es trotzdem blöd.
      Nicht dass ich irgendeinen griechischen Oligarchen sympatisch fände oder verteidigen wollen würde, aber dessen Einkünfte in Griechenland sollten dort versteuert werden, gehen die britische Steuerbehörde aber einen Kehricht an.

      Und UK ist wirklich kein Steuerparadies.

      Übrigens war es eine Entscheidung von Angela Merkel auf einen nächtlichen Anruf von Hollande hin, der sie umschwenken liess, Griechenland *doch* retten zu wollen. Das hatte mit UK überhaupt nichts zu tun.

    • Die griechischen Reeder
      sind m. W. hochoffiziell von der Steuer befreit.
      Staatsraison sozusagen.
      Sie müssen nicht wie
      die deutschen Reeder ausflaggen, Mali usw.

      Im Klartext: auch sogenannte deutsche Reeder
      zahlen keine Steuern, wenden die deutschen Arbeitsgesetze
      nicht an, wollen im Notfall aber
      von Deutschland „Beschützt“ werden.

  135. Abschreckung
    Es geht der EU nur mittelbar darum, die Briten zu bestrafen. Wichtiger ist es, weiteren Absprungwilligen drastisch vor Augen zu führen, was für Höllenqualen sie zu erwarten hätten.
    Erzkatholisches Projekt, durch und durch. Trennungen und Scheidungen sind da nicht vorgesehen, Kritik an den unfehlbaren Verkündigungen von der Brüsseler Kanzel ein Sakrileg, Rütteln an den morschen Fundamenten reine Blasphemie.

    • gibt es Beispiele ...
      wo schon mal zimperlich mit Separatisten umgegangen wurde ?
      Völlig normal, das Ganze.
      Ich frage mich nur, ob unsere europäischen Nachbarn (die Bevölkerung, nicht die Politiker) anlässlich des Brexit ebenso begeistert wie die Deutschen das Englandlied („wir fahren gegen Engelland“) anstimmen.

    • Zaungast, kenne ich nicht.
      Ich kenne nur diesen hier, aus der Wochenschau:
      https://www.youtube.com/watch?v=bvpjNlXcVJs

    • Bitte, diese Linkschleuderei ist echt nervig für Freischalter.

    • Tip zu Link
      Früher war es in Don Blogs üblich Links nur entschärft, mit zumindest einem Leerzeichen gesichert zu posten.
      Wenn überhaupt nötig. Mit zwei oder drei Stichworten findet jeder was er / sie sucht.

  136. GB: Komplettentwaffnung der Untertanen.
    @Goodnight

    Für Shooters ist GB eine absolute No-Go-Area.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Firearms_policy_in_the_United_Kingdom#1997_Firearms_.28Amendment.29_Acts

    Das totale Gegenteil von USA oder Schweiz.

  137. Geteiltes Leid
    Per head of population, there were four times more hate crimes against Jewish targets than against Muslims. One Jewish MP, Lee Scott, received five death threats.

    “They were saying things like, ‚You Jewish pig, we’re going to stone you to death’,” he says. “Always on the phone, and always on Monday evenings to my parliamentary office when they knew my staff had left.”
    http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/terrorism-in-the-uk/11367966/The-rising-tide-of-anti-Semitism.html

    http://www.faz.net/aktuell/politik/kommentar-bittere-wirklichkeit-14954312.html

    Es wird niemals funktionieren, niemals. Fragen Sie Israel.

  138. Titel eingeben
    @ Don Alphonso 3.April 13.13 Uhr

    Bei mir ist es umgekehrt. Mich wuerden keine zehn Pferde nach Bayern bringen. Ich war da naemlich schon einmal und sowas von unfreundich und boesartig habe ich noch nie erlebt.

    • Jooooo. wea ned dazuapassd, merkds .
      .
      .
      Owa dass Se iwahapts gmerkd hom, wos gred wead.. so vo wegn unfreindlich und besortig..

      Reschpekt !

    • .
      Dawei hod da geniale Hans-Jürgen Buchner vo Haindling
      fei olle middananda gmoand,
      mid seim > Seid’s freindlich

      https://www.youtube.com/watch?v=OOPfL6AsPZs

    • @Vonderinsel
      Vielleicht in Franken und nicht in Bayern gewesen? Fränkische „Brammelei“ und Wortkargheit wird ja gerne als Unfreundlichkeit misverstanden.
      Aber bösartig? Das kann dann eigentlich nur das Echo des Rufens in den Wald gewesen sein…

  139. deja vu
    vor fast 300 Jahren – das englische Oberhaus schickt seinen Brief an den Papst, der die Scheidung Henrys VIII von der spanisch/Hapsburgischen Katharina verlangt – auch aus durchaus gerechtfertigten Gruenden – die Verheiratung Henrys an die Witwe seines aelteren Bruders Arthur war unzulaessig nach damaligem Recht. Was diesem Urbrexit folgte, aenderte bekanntlich die Geschichte Englands, und der Welt. Die Rachegelueste der Papisten dauerten bekanntlich ueber Jahrhunderte – hoffentlich diesmal nicht.

    Cheers

  140. Wer braucht schon Oliven außer James Bond?
    Die Spanier haben vergessen, wer die Armada versenkt hat und scheinen mal wieder mit Gibraltar zu drohen.

    Alle Südländer inklusive Frankreich haben Wein und Olivenöl und eine große Klappe. Manche (F) saßen bräsig auf griechischen Staatsanleihen, als das Trauma losging. Sie müssen sich nur mal eine Nordunion zwischen Skandinavien, dem Baltikum, den Niederlanden, Island, D und dem UK vorstellen und überlegen, was sie dann noch haben außer Reisenden an ihren Küsten, denn so eine Grenze ließe sich problemlos sichern und Calais zur Not zurückerobern.

    Daher ist die Gibraltar-Drohung eine Lachnummer.

    Jemand schrieb oben über britischen Wein. Er ist extrem gut und sehr teuer und wird nur in kleinen Mengen angebaut und kaum exportiert. Die meisten Briten trinken billigeren Wein aus Neuseeland oder Chile. Der britische Weißwein ist ein Aston Martin unter den Weinen. Ich sehe wenig Grund, sich darüber lustig zu machen. Die einzige Bürde ist der Preis.

    • Diyanet
      Diyanet erinnert mich immer an Dianetik. Damit wäre es ja auch keine Spionage, sondern eine religiöse Praktik (Auditing)…

  141. weitere Fehleinschätzung
    Eine weitere Fehleinschätzung fiel mir hier auf: Englisch zu sprechen oder zu schreiben auf einem hohen Niveau, ist extrem schwer, ich würde so weit gehen, zu behaupten, ähnlich schwer wie Französisch.

    In meinen Erfahrungen führt das dazu, dass ich keinen Kontakt zu Leuten auf meinem Niveau bekomme und hierbei anmerken muss, dass mein Niveau nur moderat hoch ist und es Deutsche gibt, Intellektuelle vor allem, die mir weit voraus sind.

    Essen bestellen und Tomaten kaufen kann ich in acht Sprachen, aber das macht nocht keine befriedigenden Kontakte und reicht nur für Leute, die unintegriert in einer Parallelwelt verharren können.

    Hinzu kommen Verständnisschwierigkeiten bei Dialekten. Daher werden Sprachen m.E. unterschätzt, hier vor allem die englische.

    • völlig d'accord
      U.a. hat die englische Sprache einen mehr als doppelt so großen Wortschatz wie die deutsche. Ich dachte auch immer, ich würde fließend englisch sprechen (ich träumte sogar auf englisch), bis ich damals die Newsweek abonnierte…


    • Essen bestellen und Tomaten kaufen kann ich in acht Sprachen, aber das macht nocht keine befriedigenden Kontakte und reicht nur für Leute, die unintegriert in einer Parallelwelt verharren können.

      Hinzu kommen Verständnisschwierigkeiten bei Dialekten. Daher werden Sprachen m.E. unterschätzt, hier vor allem die englische.

      Uneingeschränkt: ja!
      Richtiges Englisch ist eine sehr, sehr schwierige Sprache, von der Grammatik und den Dialekten her. Noch differenzierter als richtiges Deutsch.
      Schlechtes Englisch kann jeder, aber das reicht halt eben auch nur zum Tomatenkaufen.

    • Inglisch
      Das mit dem grösseren Sprachwortschatz kommt vermutlich aus dem Amerikanischen, wo so geniale Wortschöpfungen wie K-9 (Canine = Hund), W8 (Weight), H8 (Height) und „O.K.“ als Verb herkommen (Bush O.K.s War). Shakespeare hätte dann „1 N8 in Venice“ geschrieben. Trotz alledem hat die Deutsche Sprache 5,3 Millionen Wörter, die Englische hat 620 000 (1). Und das ist nicht alles. Durch die einzigartige Möglichkeit der kreativen Langwortneuschöpfung ist die Deutsche Sprache beliebig erweiterbar, die Englische ist es nicht.
      Ich habe eine Zeit lang wissenschaftliche Arbeiten einer amerikanischen Fachzeitschrift „gereviewt“. Glücklicherweise war ich nurfür den wissenschaftlichen Teil zuständig, um den sprachlichen prügelten sich die anderen Reviewer, die Engländer und/oder Amerikaner waren.
      Da ging es ewig darum, um ein Wert „ascending“, „increasing“, „rising“ oder „inclining“ ist und um die Unterschiede zwischen „big“, large, great, tall und ample und vor allem und ganz vorne, ob es „compared with“ oder „compared to“ heisst. Da können Briten und Amerikaner ganz hartnäckig anderer Meinung sein und am Ende wird das als 2 Wörter gezählt, ganz zu schweigen von Pidgin English und amerikanischem Gutter Speak. Das sind aber eine Art Dialekte. Da könnten wir dann Jiddisch, Bayerisch und Sächsisch auch extra zählen. Da kämen wir auf 100 Millionen (und nur 20 Millionen versteht man davon).

    • Globish
      Ich teile Ihre Meinung:
      nur schlechtes Englisch ist leicht.

      Gutes Englisch ist auch nicht gutes Amerikanisch, Südafrikanisch, etc.

      Ich arbeite seit vielen Jahren überwiegend auf Englisch aber wenn jemand einen Text schreibt oder überarbeitet der es wirklich gut kann, ist das was anderes.

      Natürlich ist die Sprache des herrschenden Oberterroristen immer „leichter“ als die seiner Diener, war bei Russisch und Französisch früher nicht anders.

  142. Das Ende
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bonn-vergewaltiger-attackiert-paar-mit-machete-beim-zelten-a-1141631.html
    .
    Ja, das ist Alltag. Nein, das ist kein Einzelfall im Ausredensinn. Ja, das passiert künftig täglich oder häufiger.
    .
    Beherzigen wir Frau Merkels Rat an die, die schon länger hier leben (und sich von diesem Leben besser schnell verabschieden): „Wir können uns nicht schützen.“ Also: finden wir uns ab.

    • Wir schaffen das!

    • nur vorfall, unfall oder ereignis !
      @werter GAST: ein bedauerlicher einzelvorfall mit einem psychisch kranken, emotionalisierten einzeltäter der eine schwere kindheit hatte und auf der reise von seinem ursprungsland in sein gastland schwer traumatisiert wurde.

      machetenangriffe gab es auch schon auf den brücken von stuttgart-bad cannstatt mit zwei toten 1989…………..das scheint tradition zu haben !

    • Neuenhaus
      Erinnert sich jemand an den Pflegeheimmord in Neuenhaus?
      Wenn es stimmt was die englische Boulevardzeitung Daily Mail schreibt,
      vergewaltigte der Täter zwei männliche Pflegefälle, bevor die Ehefrau des zweiten Opfers den Täter überraschte und dann von ihm ermordet wurde.
      Gab es diese Details auch in der deutschen Presse zu lesen und sind sie verifizierbar?
      Wenn es stimmt, verstehe ich schon, warum man Versucht den Fall medial klein zu halten, um schlechte Stimmung zu vermeiden.

    • "Das Ende" stimmt, Gast!
      Das ist nämlich der Ausgang den wir uns selbst zuzuschreiben haben! Schuld ist nicht der arme traumatisierte zu-uns-Geflüchtete. Schuld sind wir. Hätten wir ihn nur richtig integrieren wollen, und uns noch mehr bemüht, wäre es höchst wahrscheinlich nicht zu diesem Zwischenfall gekommen.

      Nein, Don Alphonso, in diesem Falle haben wir es nicht geschafft. das kann uns aber nur bestärken, in Zukunft mit doppeltem Einsatz für die Integration – dann auch wirklich aller – Geflüchteter alles zu geben.

    • @Thomas Meyer: nur, wenn man an der Regionalpresse dicht dran geblieben ist, hat man das
      wissen können. Ansonsten unglaublich und für uns, in unserem Kulturkreis, nicht zu verstehen, diese kaltblütige Straftat. Auch das ungewöhnlich viele Blut, das da floss, wird Tage nach dem Vorfall dann schon nicht mehr erwähnt.
      Und es ist nicht bekannt, ob der angeblich 18-jährige einer Altersbestimmung zugeführt wurde. Jedenfalls sitzt er jetzt erst einmal vor dem Jugendgericht.
      Aber hier bekommen ja auch Rollifahrer Geldbörsen geklaut und ältere Damen die Goldkette direkt vom Hals gerissen, ältere Damen werden, auch gerne auf Friedhöfen, vergewaltigt.
      Aufschrei? Bei uns doch nicht.
      Bin neugierig, wann die dicken Tomaten von den Augen fallen und es wieder mal keiner gewusst haben und gewesen sein will.

    • Potzblitz! djangohatnemonatskarte und die Erinnerung
      An den 2-fachen Polizistenmord auf der Gaisburger Brücke im August 1989. „Damals“ war ich noch ein fescher junger Bursch. Es war ein heisser Sommertag. Und Stuttgart war schon immer! ein besonderes Pflaster. Einfach heutzutage mal ausnahmsweise einen halben Gleittag einschieben und am frühen Nachmittag die Königsstraße rauf und runter promenieren, wenn die meisten autochthonen und arbeitsintegrierten Kohleschipper in den Fabriken und Büro’s anschaffen. Gut Nacht um sechs.

    • Alles für die Integration geben
      dass Herr Dippel, war von Anfang an zu befürchten.
      Die Schutzsuchenden werden ihre Fluchthelfer und
      Integrationsbeauftragten und deren Furor noch kennenlernen.

      Da ist es sehr praktisch, dass die Mehrzahl zu den
      Unterprivilegierten zählt.

    • "Erinnert sich jemand an den Pflegeheimmord in Neuenhaus?"
      @Thomas Meyer:

      „…und sind sie verifizierbar?

      yep …

      „staatsanwaltschaft seniorin neuenhaus“

      __________________
      Am Rande sei mit erwähnt eine aktuelle Pressemeldung aus Schweden:
      Linke Feministinnen fühlen sich nicht mehr sicher und flüchten aus Schwedens Vororten …

    • Titel eingeben
      Von dem Stuttgarter Polizistenmord 1989 hatte ich schon vor Jahren gehört…damals in einer Fernsehsendung, bei der der Polizist, der den Täter erschoss, zu Wort kam.
      Was ich bisher nicht wusste: Es wurde wohl zu dem Fall in den 1990ern ein Film gedreht, wie zu erwarten mit der Tedenz, aus dem Gewalttäter ein Opfer der deutschen Gesellschaft zu machen:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Otomo_(Film)
      Die deutsche Gesellschaft oder zumindest ein großer Teil von ihr ist schon seit Jahrzehnten einfach nur krank.

    • @number 15
      Mich nervt es nur noch, wenn ich mitbekomme, wie politisch vorsortiert
      berichtet wird.
      Ein Fall „Höxter Horrorhaus“ wird medial genüsslich ausgewalzt bis zum geht nicht mehr und der Fall „Neuenhaus“ soll angeblich ohne überregionales Interesse sein?
      Nein es nervt mich nicht nur, man verzeihe mir bitte:
      Ich finde es zum kotzen, wie die Öffentlichkeit gesteuert wird.

  143. Bazis und Preißen ?
    H Vonderinsel sagt:

    „…Mich wuerden keine zehn Pferde nach Bayern bringen. Ich war da naemlich schon einmal und sowas von unfreundich und boesartig habe ich noch nie erlebt.“

    Da kennen Sie den Bazi aber schlecht. Was sie als unfreundlich und/oder bösartig bezeichnen, ist eine Eigenart des Unterlandes. Ich weiß ja nicht wo Sie leben, aber wenn ein Bayer sie beschimpft als „ausgeschamte Drecksau“meinethalben, dann ist das nicht böse gemeint, weil Sie auf die Zwischentöne achten müssen, das kann nämlich auch ein Kompliment sein. Ich habe München mehrmals erlebt, bei Diskussionen, wie sich die „Gegner“ derart wüst beschimpften, das ein zaghafter Nord- oder Mitteldeutscher Angst bekommen hätte. Aber nichts war böse gemeint. Außerdem, es geht nichts über eine ehrlich gemeinte offene Beschimpfung, wesentlich besser als eine hinterrücks feige Verleumdung.

    Ich lebte zwar nie in Bayern (wurde lediglich dort geboren) war aber dort mehrmals zu Besuch. Ich fands prächtig! Passte genau zu mir . Es wäre nach Berlin die einzige Stadt in Deutschland gewesen, wo ich wohnen wollte. Leider hatte ich mich als verwirrter traumduseliger junger Mann für Berlin entschieden und dann kam das Chaos.

  144. das neueste vom CHEFBUCHHALTER OETI: BREXIT und wir brauchen geld !
    OETI, am wochenende zu gast in der heimat, in Göppingen, dem geburtsort von Klinsi:

    5 milliarden mehr soll es von der rest-EU nach dem Brexit für sein budget geben…………..

    ja, ein guter buchhalter war er ja schon immer………………..

    er hat ja auch genau nachgezählt, dass der marinerichter „mindestens zwei soldaten“ das leben gerettet hat…………………

    und dann – ähnlich wie bei Kahane – gibt es natürlich keine urteil oder keine aktion wo eine mensch sein dank Filbi sein leben verloren hat…………

    • Tut mir leid, Djangoundsoweiter,
      das ‚Neueste‘ ist das nicht. Das hat nur mit den deutschen Medien zu tun. Bei unseren Nachbarn wird das schon seit einigen Tagen diskutiert. Und gelangte so auch in die dortigen Medien.

      Wenn Sie das in einem deutschen Medium zu lesen bekommen, ist es ein grober Schnitzer der Redaktion. Das Memo (Sie erinnern sich, Don Alphonso?) hatte gelautet, die 60+ Milliarden Schulden, die das britische Königreich bei ‚uns‘ hat, entsprechend aufzuplustern.

  145. Alle Italiener sind faul und alle Griechen stinken....der Rest sind alles nur Einzelfaelle
    Oberländer sagt:
    “ (…) Alle Südländer inklusive Frankreich haben Wein und Olivenöl und eine große Klappe.“

    Es erstaunt mich stets aufs Neue, wie Deutsche andere Länder und Kulturen einzig aus ihrer Sicht beurteilen, auch wenn sie im Ausland leben und von daher wissen sollten, dass jenes, was sie als „große Klappe“ diffamieren, nichts andres ist, als das Selbstbewusstsein eines lebendigen temperamentvollen Menschen, der nicht, wie „die Deutschen“ unter eingeschlafen Füßen leidet. Aber am deutschen Wesen….

    Aber so ist der Deutsche (um auch mal ein Klischee zu bringen wie mein Mitforist) halt: er weiß alles besser. Amen.

    Im Übrigen ist der Vergewaltiger ein Einzelfall in Bonn und traumatisiert durch den Kulturschock, den wir bitte (das schaffen wir!) verstehen müssen.

  146. Wenns denn erlaubt ist ein Drittes...
    Gehässiger Nachtrag: Angeblich sei der 23jährige junge Mann der Vergewaltigten in Bonn derart eingeschüchtert gewesen, dass er sich nicht wehren konnte.

    Na also, das sind die neuen deutschen Männer die die Feministinnen so begehrlich suchen: keinerlei Gegenwehr mehr, Angst haben, sich einschüchtern lassen und zuschauen wie die Braut quasi unters Messer kommt.

    Nun verstehe ich Köln.

    Wann wirft sich im Zuge der Gleichberechtigung bei einem Überfall die erste Frau schützend über ihren Mann?

    • Die gewaltfreie Gesellschaft und ihre Folgen.
      tja, es wird rustikal werden.

      Konflikte weg reden, das war mal.

      Wenn das setup wie berichtet war, hat der Mann nicht besonnen, sondern feige gehandelt. Ein Schlappschwanz.
      Die Beziehung dürfte Vergangenheit sein.

      Vor einigen Jahren haben zwei windige und gewaltbreite Zigarettenbürscherl in Solln am halbvollen S-Bahnhof Solln in München Herrn Brunner totgeprügelt.

      Erstaunlich oft haben die Opfer der Totprügler ein bisher unentdecktes Aneurisma oder ähnliche Vorschädigungen, die dann, in solchen Situationen, zum Tode führen.

      Ob das indirekt kultursensible juristische Königswege sind – ich weiß es nicht.

      goodnight sprach’s bereits an. Wenn es auf Höcke, den Mauskopf, oder auf derartige Zustände in meinem Umfeld hinauslaufen sollte,
      ist für mich klar, was ich wähle.

      Von jemandem wie Höcke erwarte ich übrigens wenig, aber es wird langsam Zeit, Position zu beziehen.

      Es ist auch nicht an der Zeit über divide et impera zu reden und sich gegen auf der Leiter Höherstehende zu solidarisieren, sonden es geht in meinen Augen ums Eingemachte. Fight or flight, darauf läuft es hinaus, über kurz oder lang.

    • Präzisierung
      Der wollte nur nicht um Hilfe rufen oder telefonieren, weil es sonst das N-Wort hätte sagen müssen (Negeralarm) und dann hätten ihn die #Aufschrei-Femis geshitstormt.

    • @ Tico
      Sie haben sich doch auch opportunistisch verhalten und nach Jamaica abgesetzt.

      In Zeiten von Team GinaLisa genießt der Täter – wenn er sich nicht erwischen lässt – mehr Rechtssicherheit als ein Mann, dessen Identität bekannt ist, und sich mit einer Frau kurz oder lang einlässt. Und da haben Sie die Erwartung, dass der Freund den Leibwächter spielt? In einem vermutlich tödlichen Konflikt? Wieviele Freunde wird er haben, wenn er gewinnt?

      Man las mal von verzweifelten Genossen. Ach was. Wenn die Partei mal richtig verzweifelt ist, dann wird es folgende Schlagzeile geben:

      „SPD fordert Legalisierung der Heterosexualität.“

      Und dann der Aufschrei, der Aufschrei…

    • Titel eingeben
      Ich verstehe das überhaupt nicht. Rein technisch betrachtet, das war ja kein FKK Camp, hatte der Vergewaltiger zu Zeiten mindestens eine Hand an anderer Stelle und somit eine Hand und ein Messer gegen vier Hände und vier Knie.

      Es läuft schon sehr drastisch auf einen Verteilungskampf, vulgo Bürgerkrieg, hinaus. Die noch nicht so lange anwesenden nehmen den länger daseienden das weg, was sie begehren, Weib und Besitz.
      In dem oben beschriebenen Zustand ist auch klar, wer gewinnt.

      Wer die politische Verantwortung trägt, aber auch. Man stelle sich nur mal vor, der Freund des Mädchens hätte sich ein Herz gefasst, den Typen von seiner Frau gezerrt und ihm dabei das Genick gebrochen oder einen Hering in ihm versenkt. Da kann er sich nicht mit Traumatisierung und schwerer Flucht rausreden…

    • @Bürger
      Als der Rechtsstaat noch halbwegs funktionierte, hätte man zumindest auf den Notwehrparagraphen hoffen dürfen:

      § 32 Notwehr

      (1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.

      (2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

  147. Titel eingeben
    Die verschiedenen Länder beurteile ich nicht nach den Genussmitteln, die sie offerieren, sondern nach den Autos, die sie gebaut haben. 1970 kaufte ich mit einen British Leyland Mini. Ich lernte, dass es Autos gibt, an denen man mehr Stunden schraubt als das man mit ihnen fahren kann. Der nächste war ein R4. Fantastisch. Man konnte alles selber machen, sogar Frontscheiben einziehen. Was dann später kam wie Peugeot 204 Diesel und Xantia HDi, alles overengineered. Dafür waren und sind meine VW immer underengineered. Wie man sieht: Euro 6 bekommen sie bis heute nicht hin.

    • Titel eingeben
      „Land Rover:
      They say 90% of all Land Rovers manufactured are still on the road.
      The other 10% have reached their destination.

      Land Rovers are just like married women…
      They moan on long journeys, embarrass you in front of friends and
      you spend more money than you ever expected once you’ve committed
      yourself to one.

      Traffic cops congratulate you when they issue you a speeding ticket!

      Why do Land Rovers have jerry cans and gas bottles fitted?
      So that the driver can make coffee while waiting for AA road assistance.

      Land Rovers have the best fuel consumption of all 4x4s.
      That’s because they are always being towed by other vehicles.

      Why do Land Rovers always drive in convoy?
      They are playing ‘Who’s The Weakest Link?’

      Ever wondered why the models are called Series 90, Defender 110, etc?
      Those numbers in the model name indicate their top speeds!

      When you drive on a toll road, you’ll notice these yellow emergency
      phones next to the road. Stop and look closer. On the phones there
      are four emergency numbers listed: Police, ambulance, fire and…
      Landrover Service!

      Q: What do you find on page 4 and 5 of a Land Rover Owner’s Manual?
      A: The train & bus timetable.

      Q: What is the sport version of a Land Rover?
      A: When the driver wears Nike shoes.

      Q: What do you call a Land Rover with brakes?
      A: Customized.

      Q: What do you do if your Landy gets surrounded by a swarm of killer bees?
      A: Stop pushing and take refuge inside the vehicle.

      Q. Why do the latest models have rear window demisters?
      A. To keep your hands warm when pushing.

      Land Rover dealers have a special promotion this month…
      Buy one, and you get a dog for free!!
      Then you don’t have to walk home alone“

      Hatte einen MGA* …. da schweigt des Sängers Höflichkeit ;)

      * PS. Übrigens Don, dies sind Roadster, nicht Ihr Mercedes, dieser ist ein Cabrio.
      Erklärung Roadster.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Roadster

      Einzigen neuen Roadster, den Sie noch ab Werk kaufen können ist der Morgan.

    • Auto-Fußnoten
      Der Xantia mag overengineered sein – man braucht dazu jedenfalls jemanden, der von Hydraulik mehr weiß als nur das Wort zu buchstabieren – aber das Fahrwerk ist genial! Bis heute (Stand Januar 2017) ist ein 99er Xantia Activa das mit gutem Abstand schnellste Auto im Elchtest, vor allen Ferrari, Porsche, McLaren, R8 oder AMG! Dabei hat er kein ESP und ist im Normalbetrieb lammfromm und komfortabel, wie man sich das bei einem Franzosen vorstellt.
      Zum Landy gibt es einen wunderschönen Film: „Die Götter müssen verrückt sein“ („The Gods must be crazy“) – dort passieren zwar auch noch andere Dinge, aber man versteht die Witze dann noch besser…

  148. Wieso
    Wieso, muligatawney-soup aus Wolpertingerpanzern wäre doch stilvoll und im Sinn der britisch-bayerischen Verständigung. Das Wort „turtlesoup“ kann ich unserer alten Familienschildkröte nicht zumuten; sie ist da 57 Jahre alt und seit ca 2Wochen wieder im Garten aktiv.

  149. Nun ja...
    … lieber Tico,

    wie hätten Sie denn in solch einer Situation reagiert? Überrumpelt und unbewaffnet? Wären Sie wirklich dazwischen gegangen und hätten es riskiert, dass der Angreifer die Frau mit seiner Machete schwer verletzt oder gar umgebracht hätte? Aber natürlich, es sind mal wieder d i e „Femmistinnen“, die hier die Schuld trifft. Ist mir alles zu einfach, sorry.

    • Feministinnen schuld?
      Der Mann war nicht besonnen, sondern in Schock- oder Duldungsstarre, und seine Angst war vermutlich eher seiner eigenen Unversehrtheit als der seiner Freundin geschuldet. Bei einer anderen Sozialisation wäre es wohl eher zu einem Aggressionsschub mit einem damit einhergehenden gänzlich anderen Verhalten gekommen.

      Sie sollten Ihren Nickname wechseln. Es gab auch pflanzenfressende Dinos mit Fluchtreflex als vorherrschender Verteidigungsstrategie. Oder hat Ihre feministische Mutter Sie so genannt, in der Hoffnung, einen ganzen Kerl aus Ihnen zu machen?

    • Das Blöken der Lämmer
      Kann wohl niemand von sich sagen, wie er sich in so einer Lage (welche eigentlich? War ja keiner dabei) verhalten hätte.
      Man darf es aber mutmaßen über Leute, die zu wissen glauben dass man gar nichts hätte tun können und die sich jetzt mehr über die Reaktionen als über die Tat aufregen.
      Es passt ins Merkel-Schema: Man kann ja gar nichts machen (schon gar nicht an der Grenze schauen wer da ins Land kommt), in die Kirche gehen ist die beste Option und man muss sich halt in sein Schicksal fügen ….
      Der letzte macht das Licht aus, amen.

    • Nein, die Deutschen allgemein, lieber Theropode,
      speziell die aus dem Unterland. Und überhaupt, Kritik aus CR, wie schräg ist das denn?

      Aus dem Mittleren Keuper (DdH)

    • Machete
      Er war unbewaffnet. Fazit: Nicht mehr unbewaffnet zelten. Mindestens ein Filiermesser.

    • Lesen Sie Baberowskis Buch über Gewalt
      Wir haben hier in den Grenzen vor September 2015 das Gewalt- und sich wehren Monopol an den Staat abgegeben, der im Gegenzug für die Sicherheit der Bürger zu sorgen hatte und bei Streitigkeiten das Faustrecht durch Gesetz und Gericht in die Hand genommen hat, was ja auch so einigermaßen geklappt hat.
      Mit den offenen oder nicht mehr wahrnehmbaren Grenzen und der nicht erhöhten Mannstärke der Polizei, vom Heer gar nicht zu sprechen, hat sich da nun einiges verschoben, zumal all die Glücksritter, die nichts zu verlieren haben, ihre eigenen Regeln zum Schaden nicht nur der länger hier Lebenden anwenden, nach Lust und Laune mehr oder weniger blutig.

      Bereits im letzten Quartal 2015 wurde hier im blog verlautbart, dass die nicht gewollten Opfer beim Verteidigen der Grenze hier auf den Marktplätzen zu finden sein werden, was sich ja seit damals, zum Teil nur versteckt und unauffällig verschlüsselt verlautbart durch die MSM als Helferlein, tagtäglich bestätigt.

      Die Anpassungsfähigkeit der Altbürger an die Gebräuche, Sitten und Clanstrukturen der Neukommer aber auch an die neuen, nicht wirklich genannten und damit schwer zu erfassenden Regeln des vertragsbrüchigen Staates zeigt, dass es an der Integrationsleistung der schon vor 2015 hier Lebenden heftig mangelt – und sie das Leid, das ulF allen aufbürdet, mit stoischer Ruhe tragen und weiter tragen werden.

      Zumal den Hiesigen der normal vorhandene menschliche Aggressionstrieb seit langem ausgetrieben wurde. Die Errungenschaft, Konflikte verbal zu lösen ist sicher ein hohes Gut – nur in Zeiten wie heute unnütz wie ein Kropf, da bei tolerantem Umgang mit Intoleranten der Verlierer von vornherein feststeht.
      Dass auch die Angst vor Zuständen, wie sie gerade um uns überhand nehmen, als nicht akzeptabel gilt spottet jeder weiteren Beschreibung Hohn.
      Wie viel höher wäre wohl die Rate der Straftaten, hätten alle hier ihren Lebensstil von vor 2015 beibehalten, statt dass sie des Nachts nun verstärkt zu Hause bleiben und „unsichere“ Gegenden meiden?

    • @DdH
      Synchronizitäten.
      Gestern zeigte mit unser Zweiter sein Erdkundeheft, aktuelles Thema: Süddeutsches Schichtstufenland. Keuper, das ich jetzt seit meiner Schulzeit nicht mehr wissentlich gehört oder gelesen habe, läuft mir doch glatt an 2 Tagen 2 mal über den Weg.

    • @Deinonychus Erfolgsaussichten abwägen
      bringt in derlei Situationen gar nichts.

      Wenn einer am ertrinken ist und um Hilfe ruft, ist es auch wenig hilfreich, die Strömungen, das Kehrwasser, die Temperatur und den Fischbesatz abzuwägen, sondern man springt ins Wasser.
      Von einem Nichtschwimmer erwartet man das natürlich nicht.

      Von einem NichtMann erwartet man natürlich auch keine Hilfe, wenn man vergewaltigt wird. Selbst wenn es der eigene ist.

    • Schreckliche Klaue
      Auf einer der ersten Seiten von Jurassic Park das Buch rauben Deinonychus Kleinkinder aus ihren Bettchen. Der gewählte Nick ist etwas gewagt.

      Ich laufe mit der Mehrheit, mit Tico und sage „kein Mann“. Hätte er seine Frau verteidigt, mit allem was er hat, hätte er jetzt noch Frau und Ehre. Eine zweite Chance, seinen Wert als Brutpartner zu beweisen, verdient er nicht.

      Warum xir so ein Lappen ist, müssen wir nicht klären. Die Dämonisierung jeglichen männlichen Verhaltens dürfte ein Faktor sein. Siebzig Jahre Frieden sind herrlich, die friedfertischistischen Auswüchse sehe ich kritisch: das bloße Dabei sein zählt, Siegen ist unerwünscht. Vergleich und Wettkampf werden vermieden und die Bevölkerung wird über die stark veränderte Sicherheitslage getäuscht.

      Viele Frauen, viele deutsche Frauen mußten Vergewaltigungen, auch multiple erlkeben und dann weiter funktionieren. Die arme Dame wird weiter leben. Der Versager wird in psychiatrischer Behandlung landen und allein sein Bündel genauso lange tragen müssen.

  150. @ Thomas Meyer
    GLaube letzte Woch

    Glaube letzte Woche war Prozessbeginn, es stand mit diesen Details in einer Regionalzeitung, ich weiß nur nicht genau in welcher Zeitung.

    • @Manuela
      Danke für den Hinweis.
      Es war halt nur ein psychischkranker Einzeltäter und daher nur regional von Interesse.
      Von überregionalen Interesse sind eher Fälle, wie das „Höxter Horrorhaus“ und der „Kindsmord zu Herne“.

      Im Ernst, die Bevormundung wird immer schlimmer, wovor hat man solche Angst?

  151. Titel eingeben
    Was hier teils ein Unsinn über Silberkannen daghergefaselt wird, zwingt mich zum Einspruch.

    Zuerst: Nochmals meine Bitte, Silber niemals mit diesen modernen Pasten zu reinigen. Der Abrieb ist enorm, das Silber wird zerkratzt. Und nochmals mein Rat zu Goddard’s, die mehr als 100 Jahre lang britischer Hoflieferant für Silberpolitur waren. Deutsche Produkte zur Silberpflege (P*lyb*y und dergleichen) können da sowieso nicht mithalten.

    Dann: Tee im Silberkännlein bleibt entspannt ohne Tea Cosy über eine Stunde heiß. Silber! Höchste Wärmeleitfähigkeit aller Metalle, anyone? Nutzt man direkt nach dem Brühen das eher mittelklassige Cosy, bleibt der Tee mindestens vier Stunden lang heiß. Nicht warm. Heiß!

    Silberkannen werden selbstverständlich zum Brühen des Tees und zum Ausgießen desselben benutzt. Die Teeblätter bleiben in der Kanne (deshalb die Löchlein am Tüllenansatz im Innern der besseren Kannen) oder bei manchen Varianten von Tea Sets (etwa ab 1920) in einem Gazesieb an einem silbernen Ring, der in die Kanne paßt und zu dieser dazugehört. Für heißes Wasser zum Verdünnen des so gebrühten sehr starken Aufgusses benutzt man den Hot Water Pot, ebenfalls aus Silber, das ist das, was kulturverlorene Menschen sich heute in sündteuren deutschen Antiquitätenläden als zum Teeservice passendes Kaffeekännchen andrehen lassen, weil sie keine Ahnung von Tüllen haben. Kaffeekannen haben eine Tülle bis fast zum Boden, weil kein Satz, da Kaffee in England traditionell entweder im Perculator auf dem Buffet gekocht und dann umgefüllt wird oder (bei manchen Tea- and Coffee Sets) im Gazesieb am silbernen Ring in der Kanne gebrüht wird (etwa ab 1920, siehe oben beim Tee), Kakaokannen haben die Tülle etwas höher über dem Boden gelegen wegen dem bitteren Satz, Heißwasserkannen haben nur oben einen Ausguß. Bei einem solchen unfaßbaren Unsinn wie dieser lächerlichen Geschichte mit der Wedgewoodkanne oben möchte man schreiend auf die Insel fliehen. Man hat selbstverständlich einen großen silbernen Tea Kettle, schwenkbar auf einem Stand montiert, mit einem sich im Gegensatz zum Tea Pot seitlich öffnenden Deckel zum Nachgießen von Wasser, befeuert mit Brennspiritus oder, in den besseren Varianten, mit Trockenbrennstoff. Mit dem damit gekochten heißen Wasser brüht man den Tee in der Silberkanne bei Tisch.

    Zu einem ordentlichen silbernen Tea- and Coffee Set gehören also:
    Ein Tea Tray, der Kettle, eine in Silber gefaßte Kristallkaraffe für Wasser, ein Tea Caddy für den losen Tee mit Tea Spoon zum Abmessen, drei Tea Pots (Bachelor, Afternoon, High Tea), ein Hot Water Pot, ein Coffee Pot, die Sugar Bowl (innen vergoldet), ein offener Creme Pot (innen vergoldet), ein Milk Pot (innen vergoldet) mit Deckel, eine Waste Bowl (innen vergoldet, zum entsorgen der gebrauchten Teeblätter und überschüssigen heißen Ausspülwassers, wenn man mehrfach Tee kocht, gerne von Unwissenden mit dem Zuckerfaß verwechselt und als solches benutzt, ist aber noch größer als dieses), zuletzt noch die silbernen Stands für die Kannen auf dem Tray, damit dieses sich nicht erhitzt und, nicht zu vergessen, der Cake Stand aus Silber, plus die silberne Zuckerzange, an den Klauen vergoldet, Teelöffel, an der Laffe vergoldet, Buttermesser, die mit heißem Wasser beheizte doppelwandige Deckelschale für die Scones, und und und. Wahlweise dazu noch passende Cosies für die Kannen, aber das ist eher Middle Class.

    Was ganz sicher niemals dazugehört ist ein Stövchen, dieses sinnfreie Gerät ist eine deutsche Foltermethode, erfunden von einem bösartigen Tüftler irgendwo in der norddeutschen Einöde für die teutonischen Unterschichten wegens derselbigsten Ermangelung silberner Tea Sets zum endgültigen Verderben des in jenen Kreisen gerne erlittenen grauenvoll schlechten Tees und der bei denselben üblichen billigen Scherben aus Keramik, die als Kannen ausgegeben werden.

    Der einfachste Weg zu wissen, ob man es mit einem kultivierten Menschen zu tun hat ist ihn zu fragen warum Teelöffel hierzulande kleiner sind als Kaffeelöffel (weil Teetassen dünnwandiger und schlagempfindlicher sind als die dickwandigeren Kaffeetassen). Die meisten Menschen scheitern schon daran, daß sie erst gar nicht wissen, daß es überhaupt verschiedene Löffel für Tee und Kaffee gibt. Und dann versucht man herauszufinden, ob der Mensch weiß, daß es in Großbritannien diesen Unterschied so nicht gibt, weil die klassischen Cofee Cans sämtlicher traditionellen Porzellanservice dort den kontinentalen Mokkatassen entsprechen (weil es Kaffeetassen, wie hierzulande – ein wenig größer als klassische englische Teetassen – dort bis vor etwa 30, 40 Jahren gar nicht gab) und zu diesen, selbtsredend, ein Mokkalöffel gehört.

    Der allseitige Kulturverlust ist epochal. Das merkt man besonders dann, wenn es um Tischkultur und hier im Besonderen um die britische Tradition des High Tea geht. Meine Gäste zum Tee brechen gerne mal fassungslos zusammen, wenn sie den Aufmarsch an Silber und Porzellan sehen, den ich aufbiete, um es ihnen hübsch zu machen. Von Kuchen, Teilchen und Sandwiches ganz zu schweigen.

    Zuletzt: Wir hatten dies Tradition von silbernen Tee- und Kaffeesets im Kaiserreich ja auch, und ebenso extrem kultiviert. Aber zwei Kriege und die braunen und roten Teufel haben dazu geführt, daß man die wirklich großartigen und den britischen hinsichtlich Handwerkskunst heillos überlegenen silbernen Teesets von z.B. WMF hierzulande quasi gar nicht mehr findet, weil der Großteil davon im Bombenkrieg in den Großbürgerlichen Häusern der Städte vernichtet wurde und das, was überlebt hat zumeist in den Familien gehütet wird wie ein Schatz, zumindest kenne ich das so. Ab und an findet man solche sehr schönen silbernen Sets von WMF aus z.B. dem Jugendstil bei Ebay in Israel, den USA oder Argentinien, wohl als heutzutage entbehrlicher Erbteil von Auswanderern und Emigranten. Die Preise sind üblicherwe

    • Aaaah, sooo geht des ! Wieder was gelernt hier.
      Ich bin ein reiner Kaffeetrinker, zuhause guten, starken Filter, auswärts Espresso, die neunen Maschinchen ignoriere ich.

      Tee trinke ich fast keinen, und den Vorgang beschreibe ich hier nicht, um Sie, Frau Jott, zu schonen.

      Ja, interessant, aber dazu muß man Tee lieben, was ich nicht tue.

      Wenn ich mal wieder nach GB kommen sollte, trinke ich sicher einen _Tee, einfach aus Interesse, ob der wirklich so viel besser schmeckt, als des Gschlader bei uns.

      Übern Brenner drüber, schmeckt der Kaffee, auch in der wildesten Autobahnhüttn , auch besser, als bei uns.

      Also-

      Danke für Ihren Beitrag-

      Ein Banause.

    • der Ursud
      Da muss ich mich als Kultur-Banause outen.

      Bei meinem ersten Urlaub in Sri Lanka, 19-jährig, als es wegen des Bürgerkrieges (von dem ich vorher nichts wusste) billige Gabel-Flüge gab, kaufte ich gern Tee in den Läden, in denen auch die Einheimischen sitzen.
      Beim ersten Glas war mir die Art der Zubereitung, nämlich den Tee ( in diesem Fall eher Teestaub, weil er billig ist, und nochmal stärker) in der Kanne zu lassen und den Sud zu verdünnen, neu.
      Ich verzichtete auf das Wasser aus dem hot water pot, in diesem Fall übrigens nicht aus Silber, und kam knapp mit dem Leben davon.
      Innereilich versagten sämtliche Regelungen und den Nachmittag verbrachte ich im Bett unter dem Ventilator.

    • Tee oder Kaffee
      Ja,da habe ich aber jetzt eine Menge gelernt,merci vielmol!
      Von Stövchen halte ich auch nichts und dass Teetassen dünner sind als Kaffeetassen und dementsprechend die Löffel dazu verschieden sind wissen viele nicht. Ja,ein Kulturverlust,weinen hilft nicht,es war einmal.
      Als ich vor Jahren mal in Ostfriesland weilte gab es in der Wohnung ein Kaffeegeschirr und ein Teegeschirr,hat mir gefallen.
      Freundliche Grüße

    • Englische Teezeremonie in Silber ...
      Liebe Frau Jott, was Sie darüber geschrieben haben, finde ich höchst interessant, engl. Teezeremonie im Silber, damit hatte ich mich bisher nicht gefasst, da man im Orient und Mittelasien, eine ältere Bekanntschaft mit Tee- und Kaffeekulturen pflegt, als bspw. die Engländer. Stillmix, klassisch/modern ist eher meine Richtung. Ich werde dennoch demnächst meinen silbernen Samovar, Fassungsvol. ca. 10 lt. Wasser, aus dem Schrank holen und in ‚Betrieb‘ nehmen. So motivierend hat sich Ihr Kommentar auf mich gewirkt. Ich verwende täglich cosies aus massiven Silber mit Elfenbeingriffen. Zudem, was für mich unverzichtbar ist, essen mit klassischen, großen und schweren Silberbesteck. So schmeckt mir das Essen irgendwie besser und habe Freude daran, zudem Servierbesteck aus Silber und mein absoluter Favorit sind Salatschüssel aus Glas/Bleikristall mit silbernem Rand. Liebe Grüße an Sie …

    • Wers mag
      Die von Ihnen beschriebenen Gerätschaften und Vorgänge sind doch klar Auswüchse des prosperierenden Bürgertums im 19.Jh, welches sich über solch Materielles selbst erhöhen wollte. Da scheint ja selbst der Gast nur zur Staffage einer Selbstinsenierung zu verkommen. Als Nipponphiler schätze ich doch da die Schlichtheit von cha-no-yu und den innewohnenden Fokus auf den Gast

    • Teatime
      Mir ist ja nur die ostfriesische Zeremonie bekannt, die ich auch hier pflege, überwiegend im Winterhalbjahr.Das Stövchen gehört dazu und ist nur kurz in Aktion; denn abgestandener Tee schmeckt genauso wenig, wie ein solcher Kaffee, wenn er lange vor sich hin simmert.

      Wozu soll es also gut sein,dass der Tee eine Stunde oder gar derer vier heiß bleibt in der Silberkanne, die ich übrigens sehr schön finde!

      @ Don, dass Sie innen kein Putzmittel verwenden, war mir schon klar. Ich dachte da mehr an heißes Wasser alle vier Wochen mit einem Tropfen Pril und einer Rundbürste.

      @ Schweizerin,
      ich stelle mir vor, dass die Schotten bei einer Abspaltung von England dann sicherlich das Oel vor ihrer Küste für sich beanspruchen werden und somit die Transfers aus London nicht vermissen werden?

    • Das hat ja
      fast etwas Ersatz-Religiöses. Hochkultur eben.

    • Kännchenphysik
      Eine klitzekleine Beckmesserei: daß Silber ein hervorragender Wärmeleiter ist, stimmt vollkommen. Diese Eigenschaft hat aber wenig damit zu tun, daß der Tee in der Kanne heiß bleibt. Selbst eine relativ dicke Kanne aus einigermaßen isolierendem Material wie etwa Glas oder Keramik wird recht schnell durchgängig heiß.
      Aber bekanntermaßen ist Silber auch besonders gut als Spiegel geeignet und absorbiert nur sehr wenig Licht. Das ist aber physikalisch äquivalent dazu, daß eine warme (blanke) Silberoberfläche auch sehr wenig Wärmestrahlung abgibt, also ist der Wärmeverlust dadurch geringer als bei einer anderen Kanne.
      …und das funktioniert am besten, wenn die Kanne gut poliert ist – also Goddard’s und „Elbow Grease“!

  152. Geschichte
    @Der Onkel
    Die erste Frau Henrys VIII war Catalina von Aragon, Tochter Isabellas von Kastilien und Ferdinands von Aragon -der Katholischen Könige-, sie hat mit den Habsburgern nichts zu tun.
    Die Verbindung der spanischen Monarchie mit Habsburg entstand durch die Heirat von Johanna der Wahnsinnigen, einer anderen Tochter der Katholischen Könige, mit dem Erherzog Philipp, Sohn Kaiser Maximilians.
    Der Sohn Johannas und Philipps war Karl –Karl I von Spanien und Kaiser Karl V.

    • Juana la Loca, die Mutter zweier Rotweine
      Darf ich bitte noch ergänzen, dass sie, Juana la Loca, die „Wahnsinnige“, wohl nicht wahnsinnig war, sondern ausnahmsweise ihren Mann liebte, der früh starb, und sich erlaubte, um ihn zu trauern, woraufhin sie interessensbestimmt (Erbfolgepräferenzen) aus der Thronfolge entfernt wurde?

    • ok
      aber Karl V (Hapsburg!) war ihr Neffe. Leider hat der sich wenig g’schert..

      Cheers

    • OK
      dann Tante, danke.

    • Korrektur zu dem Quark mit Ha"p"sburg
      Ich musste das nachlesen. Natürlich war er ihr Sohn. Verliebt und sechs Kinder, die erwachsen wurden. Das musste man für verrückt erklären, denn das war unnormal. Die meisten wurden zwangsverheiratet, Kinder starben oft früh. Erzbischof Cisneros mochte sie nicht, weil sie nicht beten ging. Ihr Mann starb an einem plötzlichen „Fieber“. Soll heißen, dass man das auch anzweifeln kann. Ihr eigener Vater und dann ihr Sohn Carlos I/V lochten sie in Tordesillas ein aus machtpolitischen Gründen und zwangen sie, zur Messe und zur Beichte zu gehen.

      An so was kann man dann wirklich verrückt werden. Die Frauen haben es heute so gut und wissen es oft nicht.

  153. Orientalische Bohnen?
    Was für Bohnen waren denn gemeint? In den Kommentaren hier kam der Vorschlag „schwarze Bohnen“. Das scheinen jedoch getrocknete Bohnenkerne zu sein und damit keine Alternative zu unseren (frischen) grünen Stangen- oder Buschbohnen (mit Hülsen) – sondern eher zu Kidneybohnen, Saubohnen etc.


    • Als „schwarze Bohnen“ kenne ich nur die fermentierten/eingesalzenen kleinen chinesischen schwarzen Bohnenkerne, die in Pappschachteln verkauft werden und sehr würzig schmecken. Die sind aber, eben, chinesisch.
      Als „orientalische Bohnen“ kenne ich die eingedosten hellbraunen Bohnenkerne, die es in türkischen Lebensmittelgeschäften gibt, die habe ich noch nie probiert. Ob es die sind? Oder noch andere? Es gibt ja noch viele Bohnensorten außer Buschbohnen und breiten Bohnen…

    • Was für Bohnen waren denn gemeint?
      Schwarze Bohnen stammen aus Südamerika, ihre Heimat liegt auf dem Gebiet des heutigen Peru und Mexiko. Zahlreiche Nationalgerichte sind in Lateinamerika ohne Schwarzen Bohnen, die auch unter den Namen Black Turtle, Preto, Frijol Negro oder Feijao preto bekannt sind, undenkbar. Schwarze Bohnen haben eine dünne Schale und einen hohen Stärkegehalt. Sie sind aromatisch würzig und haben einen leicht süßlichen Geschmack. Die Bohnen kochen mehlig weich, bleiben aber trotzdem in Form. Sie passen gut zu exotischen Gewürzen. Die Bohnen saugen die Aromen von anderen Zutaten leicht auf, daher gilt es – Nicht übertreiben mit Würzen (Zwiebel, gewürfelte Paprika, Lorbeerblätter, Paprikapulver, Kreuzkümmel, Oregano und Chilischoten)! Die bekanntesten Speisen mit diesen Bohnen ist die berühmte Feijoada (Brasilien) und Moros y Cristianos (Cuba). Diese Speise, übersetzt „Mauren und Christen“, spielt mit den farblichen Kontrasten von pechschwarzen Bohnen und den schneeweißen Reiskörnern.

  154. Betrachtungen von der anderen Seite der Grenze
    Lieber DO

    Ein schöner Text!

    Als Schweizerin empfinde ich einige Sympathie für die Briten und den Alleingang, den sie jetzt einschlagen, auch wenn ich selber wohl für „remain“ gestimmt hätte, wenn auch mit wenig Begeisterung.

    Die Schweiz kämpft auch gerade damit, eine Lösung zu finden, um die angenommene Masseneinwanderungsinitiative einigermassen umzusetzen und gleichzeitig das Freizügigkeitsübereinkommen mit der EU (und damit auch alle anderen Bilateralen Übereinkommen) nicht kündigen zu müssen. Auch bei uns wie beim Brexit geht es darum, die Kontrolle über Einwanderung zurückzubekommen und damit Souveränität zurückzugewinnen. Es ist alles andere als sicher, dass dieser Mittelweg gelingen wird.

    Seitens der EU scheint es wenig Entgegenkommen zu geben. Der Status Quo der EU scheint dogmatisch erstarrt zu sein. Das Hinterfragen, ob die vier Grundfreiheiten wirklich untrennbar miteinander verbunden sein müssen, scheint Häresie zu sein. Es darf nur ein „nach vorne“ geben. Das Bedürfnis für mehr Flexibilität einzelner Staaten wird als Rosinenpickerei lächerlich gemacht. So geht es der Schweiz. So ging es Grossbritannien. Wenn es aber nicht möglich ist, mit der EU ein Mittelweg zu finden, besteht eine reelle Chance, dass die Schweiz die Bilateralen Verträge kündigen wird.

    Mit diesem Hintergrund wundere ich mich als Beobachterin von der anderen Seite der Grenze immer wieder, wie die Debatte über den Brexit in den deutschen Medien geführt wird. Beispiele:

    Bezüglich Bruttoinlandprodukt liegt GB in Europa an 2. Stelle, die Schweiz an 7. Stelle, wenn man Türkei und Russland weglässt. Die EU verzichtet lieber darauf, dass sich diese wichtigen Volkswirtschaften an der EU – wenn auch bezüglich der Schweiz in der abgeschwächten Form der Bilateralen Verträgen–beteiligen, als Flexibilität zu zeigen. Es wird aber kaum in den Medien diskutiert, ob eine flexiblere Haltung gegenüber GB und der Schweiz nicht auch im Interesse der EU gewesen wäre bzw. sein könnte. Und im Interesse Deutschlands.

    Natürlich kann man einwenden „wehret den Anfängen“, wenn man GB und CH beim Dogma der Personenfreizügigkeit nachgibt, könnten auch andere Staaten etwas wollen. Aber geht die EU in anderen Bereichen nicht auch auf die Bedürfnisse einzelner Mitgliedstaaten ein? Das Dogma „keine Vergemeinschaftung der Schulden der einzelnen EURO-Staaten“ ist ja z.B. zumindest faktisch schnell gefallen.

    Es wird von vielen in Deutschland mit Genugtuung und oft auch mit Häme kommentiert, dass die Schotten über ihre Unabhängigkeit voraussichtlich nochmals abstimmen wollen und nach vollzogener Unabhängigkeit sich der EU anschliessen könnten. Die Schotten erhalten innerhalb von GB Transferzahlungen. Sie würden sich dann wohl nicht dem kleinen Club der Nettozahler anschliessen, sondern eher dem viel grösseren Club der Nettoempfänger. Ist es wirklich von Vorteil für Deutschland, statt GB als Nettozahler zu haben, Schottland als einen weiteren Empfänger von Transferleistungen innerhalb der EU hinzuzukriegen. Wer zahlt das?

    Es wird auch immer wieder die Ansicht vertreten, ein kleines Land wie Grossbritannien sei gar nicht mehr in der Lage, alleine Freihandelsübereinkommen auszuhandeln. Das gehe nur noch, wenn man einen grossen Staatenverbund wie die EU ist. Die noch viel kleinere Schweiz hat eine Vielzahl von Freihandelsübereinkommen abgeschlossen, auch z.B. mit China, und es kommen ständig neue dazu.

    Es wird die Ansicht vertreten, dass der Finanzplatz London nach dem Brexit wesentlich schrumpfen wird. Es wird sicher Verlagerungen von Arbeitsplätzen geben, soweit eine Banklizenz in einem EU-Staat für die entsprechende Dienstleistung notwendig sein wird. Das werden aus meiner Perspektive aber nicht so viele sein, wie oftmals in den deutschen Medien erwartet wird. (Und die werden auch nicht alle nach Frankfurt gehen.) Der Finanzplatz London ist weltweit ausgerichtet, nicht nur auf den EU-Binnenmarkt. Die Schweiz hat mit Genf und Zürich zwei Finanzplätze, die gemäss Wikipedia beide (!) je einzeln vor (!) Frankfurt bezüglich weltweiter Bedeutung gelistet sind. Diese Ränge konnten Genf und Zürich behalten, ohne dass die Schweiz am Binnenmarkt für Finanzdienstleistungen partizipiert. (Wer jetzt Schwarzgeld ruft: Die Schweiz hat für ihre Finanzplätze seit einigen Jahren schon eine „Weissgeldstrategie“.) London ist jetzt weltweit auf Platz 1. Wenn sich Zürich und Genf ohne Zugang zum Binnenmarkt für Finanzdienstleistungen als Finanzplatz weltweit vorne mithalten konnten, dann wird es auch London können.

    Viele Beiträge in den Medien bezüglich des Brexit erscheinen mir gegenüber den Briten als arrogant und herablassend. Grossbritannien hat sicher einige wirtschaftlichen und sozialen Probleme zu lösen und nicht alle Regionen prosperieren. Aber ist hinter der Fassade des Exportweltmeisters denn alles perfekt? Nicht überall in Deutschland ist Bayern ;-)

    Ich verstehe auch den vielfach aus den Beiträgen herauszuhörende Wunsch nicht, Grossbritannien abzustrafen. Weshalb nicht etwas mehr Gelassenheit, wenn die derzeitige EU dermassen perfekt ist, dass es höchstens noch mehr Vertiefung geben soll und keine anderen Reformen nötig sind? Wenn der Club so toll ist, dann muss man ja nicht an GB ein Exempel statuieren, damit die anderen Clubmitglieder nicht auch auf die Idee kommen könnten zu kündigen. Und wenn doch, dann sollte man schnellsten das Clubhaus renovieren!

    Es gäbe noch einiges mehr anzufügen.

    Man braucht nicht aus Nigeria zu kommen, um GB und den Brexit anders zu sehen. Es genügt schon, den Bodensee zu überqueren.

    Ich finde Ihren Blog übrigens etwas vom Interessantesten, was man derzeit in der deutschen Medienlandschaft lesen kann. Ein kleiner Stachel im Fleisch des Medienmainstreams.

    Mit besten Grüssen aus dem alemannischen Teil des Alpenbogens.

    PS: Mir gefallen Ihre Kännchen!

    • Liebe Schweizerin ! Welch Worte der Vernunft, und so viele davon !
      .
      .
      Ich sehe eigentlich keine Fehler in ihrem Beitrag .

      Ich hege keine Rachegefühle oder derartige Wünsche gegenüber GB .

      Ich weiß zwar, dass viele Briten realtiv xenophob sind, gerade gegenüber Deutschen, und dass das schon aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stammt.
      Aber ich sehe auch, dass britische Historiker die Alleinschuld Deutschlands am Wk 1. für nonsense halten.

      Solche Arbeiten könnten in D schwerlich erscheinen.

      Wenn ich mich rächen möchte, dann an unserer etablierten Politkaste, und dem Gschwea in Brüssel.

      Da geht’s aber dann weniger um Geld, Sportsfreunde, sondern um frühneuzeitliches Strafrecht.

      Die EU ist einfach korrupter, perspektivloser Mist, der nur den Falschen dient, und uns nur Schaden bringt.

      Molochhausen.

      Das Bezahlen fremder Schulden, das Hereinlassen fremder Leute, alles blanker Wahnsinn, alles mittlerweile deutsche Staatsdoktrin.

      Jetzt, im Wahlkampf, säuselt der Gonslerin-Klatscheclub, die CDU rücke nach rechts.

      Tut sie nicht. Mit WEM als Person denn ? Mit welchem Thema ?

      CDU ist so tot, wie die SPD .

      Klar, sie werden gewählt, aber nur mehr von Günstlingen und Idioten.

      Nein, wie ich oben schon schrieb, und ich sehe die Defizite GBs seit 1945, ich beneide die Briten um ihren Brexit, und ich beneide die Schweiz,

      die einzige Demokratie weltweit.
      Jedes andere ,,System“ kann mir gestohlen bleiben.

      Übrigens auch das britische politische System, mit Ausnahme der Volksabstimmung, die ein Unfall war.

      Also:
      Nicht alle Foristen sind rachsüchtige, EU-hirnrissige Deppen.

    • Titel eingeben
      Vielen Dank! Das ist einer der besten Kommentare die ich hier gelesen habe. Mich hat schon der eigentliche Artikel gefreut, weil er sich wohltuend von dem scheinbaren Konsensus der deutschen (und teilweise britischen) Medien abhebt.

      Es ist immer schön, die eigene Meinung – nur eloquenter Ausgedrückt – zu lesen!

    • Werte Schweizerin, Sie sprechen -aus Ihrer volkssouveränen Position- gelassen aus ....
      … was mich bewogen hat, aus der Eurozone aus- und in die schöne Schweiz einzuwandern.
      .
      Vorhin habe ich in einer Satiresendung einen bitteren Verriss zum deutschen Rentensystem gesehen. Da trat irgendwann ein österreichischer Protagonist auf (mit Verlaub, aber die Ösis sind nur etwa halb so produktiv wie Ihr Schweizer).
      .
      Dennoch gönnen die Ösis sich für den selben Arbeitnehmer Rentenbeitrag von etwa 11% (die andere nicht ganze Hälfte zahlt in DE der Arbeitgeber, somit 20 % vom Lohn in toto) nach 35 Beitragsjahren durchschnittlich 2000 Euro im Monat Rente und der doofe Deutsche geht mit 1000 Euro der Altersarmut entgegen.
      .
      Da sag ich doch mal Danke für den Weitblick der Wiedervereiniger von Ost und West-DE!
      .
      Nun, weil ich um den Weitblick der Politiker mittlerweile weiss, bin ich angesichts Euro-, Flüchtlings- und Sonstwas-Krise in die schöne Schweiz „rübergemacht“ und freue mich an den dort vorzufindenden stabilen volkssouverän bestimmten Verhältnissen (selbst wenn ich dort zunächst nix mitzubestimmen habe).
      .
      Die Satiresendung hat es m.E. anklingen lassen worin das Problem in DE liegt … es sind Lehrer, Rechtsanwälte und Beamte, die im DE-Parlament die Renten für den Rest festlegen ohne selbst davon betroffen zu sein. Sich selbst zahlen diese DE Bonzen ja blos „Diäten“. Vom Europaparlament will ich gar nicht erst reden … Raubspesenrittertum wo man nur schaut.
      .
      Zurück zu den „Diäten“. Ein schönes Wort, das auch Schlankheit verspricht und doch immer fetter macht.
      Da ist es wenig verwunderlich, dass das DE Parlament nach dem nächsten Waalgang das zweitgrösste politisch räuberische Lebewesen zu werden droht, das jemals auf der Erde den „dummen Rest“ vor sich hinvegetieren lies.
      .
      Das ist in CH nach meinem -noch etwas unvollständigen jedoch ständig wachsenden- Wissen doch alles vernünftiger – oder?

    • Vernunft
      Ihre Stimme der Vernunft in Gottes Ohr.

      Für die Deutschländer könnte ein kleiner Rückblick auf die 1930er Jahre sinnvoll sein. Die Pappenreisser von Rom und Berlin wollten ja auch ihre „Volks“genossen heim in die jeweiligen Reiche führen.

      Die geistige Landesverteidigung (Rätoromanisch als vierte Staatssprache, weniger Hochdeutsch in Regierungsgeschäften) hat sich ausgezahlt.

      Die beiden Großmäuler fanden Äthiopien und Rußland seien bessere Ziele für ihre Lebensraumambitionen. Die Schweizer ließen sie auch wissen dass die Durchfahrt von Zügen nur funktioniere solange sie selber die Pässe und Tunnel kontrollierten. Es seien nämlich überall Sprenglöcher gebohrt und bei einem Überfall fahre dann längere Zeit niemand mehr durch.

      Betreffend die Brüsseler Großmäuler wird man diese Ansätze für die aktuelle Zeit anpassen. Kooperation ja, Unterwerfung nein.

      Schließlich hat es noch keine Regierung (trotz mehrheitlicher Befürwortung durch Politiker) gewagt den EU-Beitritt auf die Liste der Volksabstimmungen zu setzen (da bloß Chance auf Gesichtsverlust, aber nicht auf Zustimmung).

      Die Erfolgsrezepte Subsidiarität (inklusive Steuerwettbewerb der Gemeinden und Kantone) und Demokratie (der Souverän, d.h. Stimmbürger und Steuerzahler entscheidet über wesentliche Sachfragen, inkl. größerer Ausgaben) könnten mit dem Ansatz à la française in Bruxelles (d.h. ein paar Großkopferte wissen alles viel besser als das blöde Stimmvieh und müssen sich daher als Ersatzkönige und -kaiser „opfern“) keinesfalls aufrecht erhalten werden.

      Die dümmeren Nachbarn haben es wieder einmal nicht (rechtzeitig) kapiert und lassen sich nach Strich und Faden bescheißen (wie schon von der früheren Obrigkeit).

  155. Monique Sluyter
    Von wegen! Fast 400 Beiträge hab ich durchgeblättert. Nix.
    Zu Zeiten Schirrmachers hätte zumindest eine Olle – you name it – einmal blank moderiert. Für einen guten kulturellen Zweck.

    Aber gemach, liebe junge Männer aus fremden Kulturkreisen, bald öffnen die Pornokinos, quatsch: Freibäder, wieder.

    • Das ist..
      ..jetzt wirklich versuchter hatespeech. Reißt euch zusammen Leute, bitte! Wer möchte schon, daß der schöne Blog in der Maas versenkt wird?
      (DdH)

    • Schirrmacher grinst vom Himmel
      Sie wollen wissen, warum keine blankzieht für einen gut trainierten wohlhabenden Fünfziger, der, Schüler von Schirrmacher, recherchieren und schreiben kann?

      Das ist leicht: Keine hat Lust, gefühlte 50 Silberkannen in der Küche neben einem Rennrad zu polieren und sich dann durch ein Wohnzimmer mit weiteren Rädern zu schlängeln, um gefühlte 100 Bilderrahmen abzustauben.
      Außerdem respektiert man/frau sich hier gegenseitig und außerdem den Autor.

    • Ach und die vielen Spiegel und Prismen
      die geputzt werden möchten und dazu die Blicke der halbnackerten Weiber überall, das hält Frau auf Dauer nicht aus ;-)

  156. Küss` die Hand @ Frau Jott, eine Schweizerin
    Wie wird man einer „Sache“ – es darf, wenn man über Sprachebenen für sich selbst verfügt, damit auch wortschwallverkürzend damit umgegangen werden und damit auch Personen, Menschen gemeint seien – gerecht?

    Beim Teetrinken, sehr geehrte Frau Jott, das macht Ihr dankenswerter Beitrag klar, ist der sachgerechte Umgang nahezu unmöglich.

    Meine lebenspraktische – banausische – Meinung dazu: Schmeckt man den Unterschied, kann man sich den Aufwand leisten? Das ist, wie für die Schweiz und die EU und vieles andere im Leben ein – ewiger – Abwägungsprozeß und stellt gelegentlich gesellschaftliche Tabus in Frage.

    Das Wissen um das richtige Teetrinken, zumindest die Fahne des Silberkännchen hoch zu halten (Fotos von Don A.), das zeigt auch Ihr Beitrag, Frau Jott, hat erhebliches ideologiekritisches und statusglaubenzersetzendes Potential.

    Insofern ist falsches Teetrinken, selbst wenn man meint „richtig“ zu Trinken, ein nichtantagonistischer Widerspruch, der hilfreich ist. Sozusagen ein täglicher 17. Juni.

    Ich kam zu solchen Ansichten durch „Tee trinken“ (Aufgußplärre) in England und „Wein“ trinken in der DDR (Zuckerwasser, es sei denn er kam aus sächsischen Elbweindörfern).

    Einbildungen zerschmelzen aber nicht nur am – hypertrophen – Gaumenkult. So wichtig der Gaumen und die anderen Sinne für die Ideoliezersetzung sind z. B. gegen Sprachebenenverbote der Genderistas.

  157. Kakafügmaschu Staravosiwau
    Philomena, Frankreichliebhaber (bin im Nebengleis auch einer, solange sie sich nicht mit GB anlegen, und Calais hat mich erzürnt) sollten sich daran ergötzen. Sehr gut geschrieben:

    http://www.achgut.com/artikel/paris_vor_der_wahl_wasserstandsmeldung_nr._2

    Danach noch das Stück von Maxeiner mit Isabelle und der Dogge in Paris vom Sonntag.

  158. Nur im groben Zusammenhang mit Brexit,
    aber auch die Briten und die Mijnheers holen dort Streusalz wenn´s klemmt. Tausend Mal vorbeigefahren, gestern erst bemerkt. Trucker scheinen (unbewusst) eine innige Beziehung zu „IHR“ entwickelt zu haben. Fernfahrerrast-/Imbiss „ERIKA“, Karl-Wüst-Straße Nähe Salzbergwerk in Heilbronn.
    (DdH)

  159. airbrushing religion, the own religion of course
    Es muss mal ein Ende haben mit der jämmerlichen verachtenswerten Selbstverleugnung. Sagt auch Theresa May. In Saudi-Arabien:

    http://www.telegraph.co.uk/news/2017/04/04/theresa-may-hits-ridiculous-national-trust-airbrushing-religion/

  160. Höcke, Merkel, Nietzsche, Freud - verrückte Mischung im Amerikanischen Online-Magazin Hedgehog
    Revue – kuckst du da (Höcke habbich reingeschmuggelt – in Wirklichkeit geht es um uns alle im Hedgehog – aber in den USA ziemlich unbefangen mit tatsächlich lupenreinen Höcke-Fragen – und klar: Keiner regt sich scheints darüber auf – alles normal, selbst unser Deutscher Geistezustand – solange w i r das nicht diskutieren und sagen ist buchstäblich alles ok mit uns. Es ist vorläufig wohl anders nicht zu fassen/ zu haben, das alles.
    Aber immerhin, interessant ist das schon:

    Perhaps the most impressive example of sustained collective penitence in human history has come from the government and people of Germany, who have done so much to atone for the sins of Nazism. But how much penitence is enough? And how long must penance be done? When can we say that the German people—who are, after all, an almost entirely different cast of characters from those who lived under the Nazis—are free and clear, and have “paid their debt” to the world and to the past, and are no longer under a cloud of suspicion? Who could possibly make that judgment? And will there come a day—indeed, has it already arrived, with the nation’s backlash against Chancellor Merkel’s immigration blunders?—when the Germans have had enough of the Sisyphean guilt which, as it may seem to them, they have been forced by other sinful nations to bear, and begin to seek their redemption by other means?

    zitat aus einem Hedgehog Review Artiekl, der Neitzsche und Freud- Das unbehagen in der Kultur – diskutiert.

    – – – Und nu kommst Du: Quod licet Jovi non licet bovi

    PS – Der Hedgehog ist durch und durch liberal

  161. Die Angst des deutschen Mannes seinen Mann zu stehen
    „Willem Hold sagt:
    @ Tico
    Sie haben sich doch auch opportunistisch verhalten und nach Jamaica abgesetzt.“

    Ich habe mich nicht „abgesetzt“, sondern ich bin in meinem Leben endlich innerlich zuhause angekommen, das begann vor 28 Jahren und wurde als letzter Schritt vor 21 Jahren vollendet. Zwar fast ohne Geld, aber doch mit der Gewissheit, weiter für den RIAS schreiben zu können. Im BR findet sich übrigens auch ein Manuskript über das Popol Vuh und über die Schatzinsel von jeweils 20 Minuten.

    Es war auch nicht Jamaica, es ist Costa Rica. Jamaica ist eine negroide Gesellschaftsform, die von englischen (God save the Queen!) Kolonisten besiedelt und mit schwarzen Sklaven bevölkert wurden. Costa Rica ist spanisch, nachdem die meisten Ureinwohner abgeschlachtet worden waren. Sklaven gab es hier nie.

    Im Jahr 1970 wurde meine damals hochschwangere Frau, die an einem Sommerabend in Ffm. nochmal spazieren gehen wollte, von einem Vergewaltiger überfallen. Sie konnte sich bis an unsere Wohnung retten und Sturm klingeln. Ich lag im Bett, sprang in die Hose, stolperte ohne Schuhe und Brille die Treppe herab, weil mir klar war, dass sie normalerweise den Schlüssel benutzt haben würde. Ich riss die Tür auf, da stand das Schwein vor mir und rannte weg und ich, Barfuß, hinterher. Da zückte er eine Pistole im Rennen und schrie, bleib stehen, ich schieße. Ich habe das komplett ignoriert in meinem Zorn. Spaziergänger, die es mitbekamen, riefen mir zu, kümmern sie sich um ihre Frau, wir versuchen den Kerl zu schnappen.

    Wie gesagt, 1970 war das. Ich denke meinen Teil an, saudummes Wort, Mannesmut, habe ich demonstriert.

    In Costa Rica wurde mir zweimal die Pistole vors Gesicht gehalten. Von einem perversen Einheimischen, der unsere Kinder belästigt hatte und den ich zur Rede stellt und von einem durchgeknallten braven Deutschen, der mir mein Honorar verweigerte, statt dessen an den Safe rannte, eine große Wumme rausholte, mir direkt an den Bauch hielt und deutlich aber hysterisch geiferte: was willst du, Geld willst du? Sag das nochmal.

    Ein drittes Mal wurde ich Nachts von zwei Typen überfallen. Der eine hielt mir die Machete an den Bauch, der andere fingerte an meiner Hose und meinte ständig: wo ist das Geld, wo ist das Geld. Das hatte ich klugerweise im Socken versteckt. Daher sagte ich, Moment, es ist versteckt, hob ein Stücklein mein Bein, und legte eine Hand wie als Stütze auf die Schulter des Machetenträgers. Der war verdutzt mit so einem Opfer. Im gleichen Moment gab ich ihm einen derartigen Stoß, dass er nach hinten taumelte, was mir Gelegenheit bot wegzurennen.
    Drei Erfahrungen mit Gewalt in 40 Jahren.

    Natürlich hätte es jedes mal schief gehen können. Es hätte mir aber auch ein Meteor auf den Kopf fallen können. Ich hätte mir auch die Knie brechen können. Solche Fragen darf man nie stellen, aber da in Deutschland mehr und mehr „komm lass uns gemein stricken und darüber reden“ getätigt wird, scheinen die Männer nur noch in Angst zu leben etwas falsch zu machen oder gar, schrecklich, zu bemerken, dass sie sogar zur Gewalt tätig sein können, wenn es nötig ist.

    Mein seelisches Nachhausekommen in die herzliche Gesellschaft Costa Riacs und in die prachtvolle, farbenprächtige, tierreiche Natur des Landes kann ich daher beim besten Willen nicht als „opportun“ betrachten.

    Nein, es ist das feige Verhalten von Kerlen, die nicht mehr wissen was Verantwortung und was Schutz von Schwächeren ist. Daran ist der Feminismus schuld. Zynisch aber könnte ich nun sagen, die Frau hätte sich nach der Gendertheorie flugs entscheiden müssen ein Mann zu sein. Da hätte der Täter aber dumm geguckt!

    • Werter Tico, interessanter Begriff "negroide Gesellschaftsform" ...
      …. wenn das mal keine Haue gibt ;-) Ich bitte um Erläuterung.
      .
      Meine unwissenschaftliche Interpretation:
      .
      In DE versuchen Groko und Co. Euch über eine „verjüngende negroide Infusion“ doch blos vor den Langzeitfolgen der von Euch betriebenen Inzucht zu bewahren, die neben Zwergwuchs wohl auch zu chronischen Depressionen führt – zur Interpretation der Wissenschaft siehe hier:
      .
      http://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/gibt-es-menschliche-rassen-13917542.html
      .
      Nun ja, bei mir führt eher das Gebaren der DE-Politiker fast zu Depressionen. Noch heute bestell ich mir daher einen Straßenkreuzer mit Weißwandreifen. Ach nein, passt nicht zu mir, dafür ist ja -so meine tägliche Beobachtung an den Tankstellen- die Fraktion der „sensiblen Slawen“ verantwortlich.
      Der deutsche Autobauer freut sich drüber und produziert und produziert …. auf Kredit an den sensiblen Slawen versteht sich.

  162. Die Angst des deutschen Mannes seinen Mann zu stehen
    Sollte dre Text doppelt sien bitte ich einen davon zu loeschen.

    „Willem Hold sagt:
    @ Tico
    Sie haben sich doch auch opportunistisch verhalten und nach Jamaica abgesetzt.“

    Ich habe mich nicht „abgesetzt“, sondern ich bin in meinem Leben endlich innerlich zuhause angekommen, das begann vor 28 Jahren und wurde als letzter Schritt vor 21 Jahren vollendet. Zwar fast ohne Geld, aber doch mit der Gewissheit, weiter für den RIAS schreiben zu können. Im BR findet sich übrigens auch ein Manuskript über das Popol Vuh und über die Schatzinsel von jeweils 20 Minuten.

    Es war auch nicht Jamaica, es ist Costa Rica. Jamaica ist eine negroide Gesellschaftsform, die von englischen (God save the Queen!) Kolonisten besiedelt und mit schwarzen Sklaven bevölkert wurden. Costa Rica ist spanisch, nachdem die meisten Ureinwohner abgeschlachtet worden waren. Sklaven gab es hier nie.

    Im Jahr 1970 wurde meine damals hochschwangere Frau, die an einem Sommerabend nochmal spazieren gehen wollte, von einem Vergewaltiger überfallen. Sie konnte sich bis an unsere Wohnung retten und Sturm klingeln. Ich lag im Bett, sprang in die Hose, stolperte ohne Schuhe und Brille die Treppe herab, weil mir klar war, dass sie normalerweise den Schlüssel benutzt haben würde. Ich riss die Tür auf, da stand das Schwein vor mir und rannte weg und ich, Barfuß, hinterher. Da zückte er eine Pistole im Rennen und schrie, bleib stehen, ich schieße. Ich habe das komplett ignoriert in meinem Zorn. Spaziergänger, die es mitbekamen, riefen mir zu, kümmern sie sich um ihre Frau, wir versuchen den Kerl zu schnappen.

    Wie gesagt, 1970 war das. Ich denke meinen Teil an, saudummes Wort, Mannesmut, habe ich demonstriert.

    In Costa Rica wurde mir zweimal die Pistole vors Gesicht gehalten. Von einem perversen Einheimischen, der unsere Kinder belästigt hatte und den ich zur Rede stellt und von einem durchgeknallten braven Deutschen, der mir mein Honorar verweigerte, statt dessen an den Safe rannte, eine große Wumme rausholte, mir direkt an den Bauch hielt und deutlich aber hysterisch geiferte: was willst du, Geld willst du? Sag das nochmal.

    Ein drittes Mal wurde ich Nachts von zwei Typen überfallen. Der eine hielt mir die Machete an den Bauch, der andere fingerte an meiner Hose und meinte ständig: wo ist das Geld, wo ist das Geld. Das hatte ich klugerweise im Socken versteckt. Daher sagte ich, Moment, es ist versteckt, hob ein Stücklein mein Bein, und legte eine Hand wie als Stütze auf die Schulter des Machetenträgers. Der war verdutzt mit so einem Opfer. Im gleichen Moment gab ich ihm einen derartigen Stoß, dass er nach hinten taumelte, was mir Gelegenheit bot wegzurennen.
    Drei Erfahrungen mit Gewalt in 40 Jahren.
    Natürlich hätte es jedes mal schief gehen können. Es hätte mir aber auch ein Meteor auf den Kopf fallen können. Ich hätte mir auch die Knie brechen können. Solche Fragen darf man nie stellen, aber da in Deutschland mehr und mehr „komm lass uns gemein stricken und darüber reden“ getätigt wird, scheinen die Männer nur noch in Angst zu leben etwas falsch zu machen oder gar, schrecklich, zu bemerken, dass sie sogar zur Gewalt tätig sein können, wenn es nötig ist.

    Mein seelisches Nachhausekommen in die herzliche Gesellschaft Costa Riacs und in die prachtvolle, farbenprächtige, tierreiche Natur des Landes kann ich daher beim besten Willen nicht als „opportun“ betrachten.

    Nein, es ist das feige Verhalten von Kerlen, die nicht mehr wissen was Verantwortung und was Schutz von Schwächeren ist. Daran ist der Feminismus schuld. Zynisch aber könnte ich nun sagen, die Frau hätte sich nach der Gendertheorie flugs entscheiden müssen ein Mann zu sein. Da hätte der Täter aber dumm geguckt!

    Warnung an den Computer: Hoer zu du Depp, ich schreibe nicht zu schnell, du bist zu voreilig, beim naechste mal peffere ich dich an die Wand!

  163. Hast schon recht,
    dass die Journalisten den EU-Leuten (wem eigentlich konkret, ist da jemand auch verantwortlich?) mal ordentlich heiße Ohren und Finger machen sollen. Es kann doch wohl nicht sein, dass einem angesichts dieser Fifaformeleins nur angedroht wird, dass es ohne die EU noch dicker käme.

    • Zunächst dachte ich auch,
      @ Herr Tico, ein kerniger bayerischer Bua hätte das dem Bimbo nicht durchgehen lassen.

      Dann aber kam mir der Gedanke, dass die beiden, wie bei jungen Leuten üblich, tief schliefen.Der Reißverschluß wurde leise heruntergezogen und bis der junge Mann im Halbschlaf begriff, dass ihm jemand die Machete an den Hals setzte und der jungen Frau befahl,ins Freie zu gehen,sonst….

      Warum sie dann nicht rannte und rannte, weiß nur sie.Es kann auch ganz anders gewesen sein, die beiden werden ja aussagen.

      Es ist nicht immer alles schwarz/ weiß, zumal man halbschlafend einfach nicht vorbereitet ist.Aber Sie waren Spitze!

  164. Wann ist ein Mann ein Mann?
    „Deinonychus sagt:
    Nun ja…
    … lieber Tico,
    wie hätten Sie denn in solch einer Situation reagiert? Überrumpelt und unbewaffnet?“

    Das kann man nie pauschal sagen, es kommt stets auf die Lage an. In diesem Campingfall aber, der Kerl war allein, na während er seine dreckige Handlung durchführt, ist er, was jeder Mann weiß, in einem bestimmten Moment nicht bei Besinnung. Das hätte der angebliche Freund ausnutzen können. Und wieso braucht e r seelsorgerische Betreuung? Das sagt doch alles. Auch sonst ist es schwer eine Frau zu vergewaltigen und gleichzeitig mit der Machte herumzufuchteln um Angreifer abzuwehren. Nee nee, die Geschichte kann so gar nicht stimmen. Der Typ hat schlicht „Schiss in der Hose“ gehabt. Und wenn man fragt, warum – dann kommen wir zur verweiblichten Erziehung.

    Und daran ist die feministische Erziehung schuld, die per se und per Publikumsarbeit (Presse, Funk, Fernsehen, Maas) den Mann als Gewalttäter öffentlich abstempeln darf, so dass sich der Mann kaum noch traut sein Testeron bei rechter Gelegenheit auszuspielen.

    Ja klar wäre ich gegen so ein Schwein losgegangen. Mit Hass im Herzen.
    Ich stamme halt aus einer anderen Generation, in der es noch galt, eine Frau zu schützen. Verstehen jüngere wahrscheinlich nicht.

    In einem Land, in dem Feministinnen sogar das Fensterln verbieten wollen (sexistisches Verhalten!) in so einem Land, in dem es sexistisch sei, weibliche Eigenschaften zu loben, in so einem Land kann man nicht mehr leben, sondern nur noch krank werden.
    So ist es.

    • Nur ganz kurz
      Ich bin weder eine Feministin der „3. Welle“ noch eine „Gendertröte“. Und Fensterln finde ich neckisch, sofern gewollt.

      Aber ich möchte den Herrenclub hier nicht weiter stören, wenngleich ich den Don sehr erfrischend finde.

    • Es geht gleich weiter mit Reichtum.

    • Lieber Tico, Sie regen sich m.E. zu recht auf
      gut, wir kennen die Lage vor Ort nicht, aber der Vergewaltiger wird ja wohl die Hose in den Kniekehlen gehabt haben, also wäre ein gezielter Tritt in den Allerwertesten und weiter vorgelagert angesagt gewesen. Der Gutste hätte nicht sein Heiligtum, die Machete sowie seine Hose raffen und dabei auch noch Gegenwehr leisten können. Diese Gegenwehr wurde ja von dem Begleiter der Frau nicht gefordert.
      Mir dürfte der nicht wieder unter die Augen kommen. Psychologischer Beistand… wegen verweigerter Hilfe?

      Ich stelle mir oft vor, wie ich in manchen Situationen reagieren würde. Vergesse dabei mein Alter und die nicht mehr so flotte Beweglichkeit, aber wenn jemand meine Fluchtgrenze unterschreitet, gehe ich schon mal einen Schritt zurück. Würde ich irgendwie angepatscht werden sollen, würde ich zur Wildsau und Knie, Ellenbogen und Handkante, ach was weiß ich, kämen zum Einsatz. Mir wären die evtl. Folgen für den anderen in dem Moment fürchterlich egal, denn das Abwägen, ist das noch Notwehr oder schon ärger hätte keinen Raum.

      So habe ich in unseren Anfängen meinem Mann das Knie in seine edlen Teile gerammt, weil er sich von hinten anschlich, was in mir sofort Alarm auslöste, ein Dreh, Knie hoch und rumms, großes Gejaule. Er hat mir das zeitlebens vorgehalten, sich aber nie wieder still und leise rangeschlichen.
      Meine kleine Mutter, die ich um 20 cm überragte, hatte die dämliche Angewohnheit, mich auf manche Art zu ärgern, sie knuffte und kitzelte mich und jedesmal musste ich an mich halten, der Frau nichts anzutun. Sie plärrte dann immer nach ihrem Mann, deine Tochter tut mir weh. Du hast angefangen, lass mich in Ruhe oder… Sie hat nie kapiert, dass ich immer kurz vorm Ausrasten war.

      .
      Eben bekam ich ein Paket mit 7 Büchern von Gore Vidal, knapp 12 Euro, große Freude, denn der Überläufer hat gerade für den Sonntag gereicht, dann war er gelesen.

    • Liebe Deinonychus, ...
      … das mit dem „fortiter in re, suaviter in modo“ wird hier von manchen auch umgekehrt gehandhabt. Aber lassen Sie sich dadurch nicht entmutigen, auch eine ruppige Antwort kann man durchaus als Zeichen der Wertschätzung begreifen. Wer hier vom Tyler nicht mindestens dreimal als Depp bezeichnet wurde, weil man angeblich die wahre Bedeutung von „links“ nicht verstanden hat (oder alternaiv von Goodnight als Naivling, weil man sich optimistisch äußerte) gehört nicht wirklich dazu (ich arbeite da auch noch dran …).

      Genießen Sie das kreative Chaos der Forenteilnehmer, solange der Don noch keine Klarnamen speichern und herausrücken muss – danach könnte die Kommentarfreude selbst hier stark abnehmen.

      Und jetzt: Don, wirf Blog vom Himmel !!

    • Ist schon da.

  165. Tohuwabohu
    Wer den tieferen Sinn von Be-British verstehen will, muss Tom
    Sharpe „Tohuwabohu“ gelesen haben. Sehr zu empfehlen!

  166. Machete als Waffe !
    @BlackBerry

    djangohatnemonatskarte und die erinnerung an den Machetendoppelmord von Stuttgart auf der Gaisburger Brücke

    deshalb, weil verbrechen bestimmten mustern folgen was ausübung und täter angeht und Stuttgart ja gemeinhin ein friedliches und ruhiges pflaster war. und die Gaisburger Brücke das ruderrevier meiner stammrudergesellschaft quert.

    die Stuttgarter Zeitung hat immerhin 2014 dieses ereignisses gedacht in einem längeren nachdenklichen beitrag.

    unverständlich heute die damalige relativierung von OB Rommel jr., der noch unbedingt sagen musste der täter „hätte auch ein schwabe sein können“.

    womit ich nicht sagen will, schwaben seien unschuldige engel und zu keiner untat fähig, mann denke nur an das adelsgeschlecht der Württemberger und wer zählt die toten ???????????

  167. Die Schreibkräftigen ...
    Seitdem ich dieses Blog von dem liebenswürdigen Don verfolge, habe ich doch eine gewisse Sympathie entwickelt für Otto Moser, für den frankophilen Herrn aus Heilbronn, Pascha05, Tico, Nahuatl, ObjectBe, Tamarisque… Apropos wo ist denn die Tamarisque ? …

  168. Neue Mittelschichten – neues Biedermeier?
    @Goodnight:
    „seit ca. 15 Jahren haben die Briten langsam aber sicher auch eine Mittelschicht entwickelt. Zumindest in London. D.h. sie nähern sich der Moderne.“
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/03/31/die-tutti-frutti-des-brexits-7560/#comment-156553

    Es gibt eine Entwicklung zu „neuen Mittelschichten“. Zugleich stellt sich die Frage, ob diese mehr als eine „moderne“ Variante des Kleinbürgertums sind?

    Die „neue Mittelschicht“ wird gebildet von hochbezahlten Angestellten, welche meist Spezialisten sind.

    Geldgierig, wie viele von ihnen sind, sind sie bereit zur psycho-physischen Selbstausbeutung. Sie nehmen freiwillig eine Arbeitsbelastung auf sich, zu der die proletarischen Lohnarbeitssklaven im Frühkapitalismus mit Hunger und/oder Gewalt gezwungen werden mussten. So z.B. eine 60 Stunden-Arbeitswoche, auch extreme Arbeitsmobilität.

    Sie verdienen – gemessen am Durchschnittsarbeitnehmer – erheblich mehr. Aber ihre Lebenshaltungskosten sind zugleich höher. Dort, wo arbeiten, sind die Mietpreise für gute Wohnungen und Häuser extrem hoch wie z.B. im Silicon Valley, in Zürich …

    Hinzu kommen noch status-symbolisierende, hochpreisige Konsumgüter, wie Luxusautos, -uhren, -taschen, -kleidung etc. – das gehört zur Normalität und den Normerwartungen in dieser Schicht

    Trotz ihres relativ hohen Lohnes gibt es jedoch viele Gemeinsamkeiten mit dem traditionellen Kleinbürgertum, über dem sie aufgrund ihres Einkommens zu stehen glauben:

    1. Sie sind zu lebenslanger Lohnarbeit gezwungen.
    2. Sie nehmen in der Hierarchie eine Mittelstellung ein, über ihnen stehen immer Chefs und Chefinnen.
    3. Sie sind meist nicht in der Lage, hohe Vermögen zu bilden.

    Das unterscheidet sie von wirtschaftlich erfolgreichen Selbständigen, wie z.B. Zahnärzten, Notaren, von denen viele nach längerer Berufstätigkeit zu Multimillionären werden (können).

    Sie sind ohne Einfluss auf Ökonomie, Politik und Wissenschaft. Das unterscheidet sie vom früheren gebildeten Bürgertum, den Citoyens.

    Wie beim traditionellen Kleinbürgertum, dreht sich alles ums Private: Um Kohle, Konsum, Karriere, Sex und Familie. Typisch sind Realitätsflucht und –regression in einen biedermeierischen Alltag. Zum Teil gibt es viel Nostalgie mit Antiquitäten und Kunstobjekten als Audruck der Simulation von höherer Kultur.

    Dies alles verbleibt jedoch äußerlich und ohne wirklichen Bezug zur bürgerlichen Hochkultur.

    Im Gegenteil, mit bürgerlichen Tugenden und Idealen hat dieses Milieu nichts gemein, sondern Geiz, Neid und Anti-Sozialität sind dominant im Sozialverhalten.

    Bei den Beziehungsstrukturen finden sich sowohl spießig-kleinbürgerliches Besitzdenken mit Monogamie wie auch „Wegwerfbeziehungen“ mit vielen Partnern und Scheidungen. Feministischer Geschlechterkampf gehört zur Normalität.

    Die Entwicklung der „neuen Mittelschichten“ ist ein interessantes Thema.

    • ja , genau und weil sie den ganzen Kram
      …. brauchen , sind als neue Mttelschicht nicht tauglich-

      was für ein Sozi-Schmarrn !

    • Titel eingeben
      Herr Goslar, nur mal ganz kurz:
      Ja. Und?

      „bereit zur psycho-physischen Selbstausbeutung“
      Und Sie sind erschienen, sie zu retten?
      Oder doch nur, um zu labern?

    • Moderne Variante: Müffelndes teutonisches Neo-Biedermeier aus dem 3D-Drucker
      @H. v. Goslar: Insider sagt Volltreffer!
      Schau, dort spaziert Herr Biedermeier
      und seine Frau, den Sohn am Arm;
      sein Tritt ist sachte wie auf Eier,
      sein Wahlspruch: Weder kalt noch warm.
      Gemäßigt stimmt er bei den Wahlen,
      Denn er missbilligt allen Streit;
      Obwohl kein Freund vom Steuerzahlen,
      Verehrt er sehr die Obrigkeit.
      Ludwig Pfau, 1847

    • Nicht beirren lassen...
      …H. v. Goslar! Und vor allen Dingen nicht beleidigen lassen ( „Sozi-Schmarrn“, „labern“ )
      Sie liefern analytisch-sachlich strukturierte Beiträge, denen ich inhaltlich voll zustimmen kann bzw. muss, weil Ihre Aussagen nicht bloße Meinungen darstellen, sondern gedanklich-inhaltlich evident sind.
      .
      Die haltlose Kritik daran ( Alles, was als seriöse Soziologie erscheint, wird als „Sozi-Schmarrn“ denunziert ) erinnert an die Entwicklung der Handlung im klassischen Drama: Der Botenbericht ist gleichzeitig das Todesurteil, d.h.der Überbringer der schlechten Nachricht wird für den Inhalt verantwortlich gemacht.
      .
      @Otto Moser:
      Ich lese Ihre Beiträge gerne, aber nur aus formal-stilistischem Vergnügen, nicht, weil Sie eine wünschenswerte politische Gegenutopie formulieren. Weil Sie so eloquent-wortgewaltig-süffisant-ironisch auftreten, trauen sich viele Mitforisten u.U. nicht, Ihnen zu widersprechen.
      .
      Ich habe lange darüber nachgedacht, was Sie mit dem Wunsch nach den politischen Verhältnissen in den „goldenen“ Achtzigern in Deutschland meinten, was Die schon des Öfteren hier susgeführtbhsbe.
      .
      Kennen Sie das Buch von Wilhelm Schlötterer „Macht und Missbrauch“ über die Ära Franz Josef Strauß?
      Wie kann ein deutscher Ministerpräsident ein geschätztes Vermögen von über 300 Mio. DM anhäufen?
      .
      Ich will hier nicht alle Sünden von FJS aufzählen, aber wie er politisch skrupellos und rücksichtslos aus dem Agrarstaat Bayern ein Hightech Land machte, das kann man einerseits vom Ergebnis her gesehen bewundern, andererseits darf man mit seiner Kritik an Junker ( „Wenn es ernst wird, muss man lügen“ ) und dem unmoralischen Ehe-Aus von Maas nicht allzu laut auftreten, denn FJS stellte alle anderen Zeitgenossen moral-politisch in den Schatten….des überdachten Fußballstadions in Chile, in dem es sich für Flüchtlinge doch recht gut leben ließ, wie er angesichts eines Staatsbesuchs bei Allende 1971 feststellte.
      .
      Und wie FJS zugunsten seines Spezis Moksel bayerische Bauern übervorteilte, ohne dass diese es bemerkten, ja, da hat er sich das höchste bayerische Lob ‚A Hund isser scho‘ schon redlich verdient.

    • Neue Mittelschichten – Aufsteiger mit Armutsrisiko
      Am Phänomen „neue Mittelschichten“ werden gesellschaftliche Entwicklungstendenzen sichtbar.

      Im Sillicon Valley gehört zur Mittelschicht:
      „Das sind Menschen mit einem Familieneinkommen von 150.000 bis 250.000 Dollar pro Jahr. Dies ist kein Ha-ha-Witz, sondern beißende Wirklichkeit. Wer im „Valley“ mit seinen explodierenden Immobilienpreisen eine Viertelmillion Dollar verdient, ist eben nur Mittelschicht. „Arm“ beginnt erst unterhalb von 150.000 Dollar.“
      http://www.zeit.de/2016/18/silicon-valley-sozialwohnungen-verdienst-250000-dollar

      Eine Bekannte – Schweizerin, Mitte 30 – arbeitete in Zürich bei einer Großbank als Juristin. Geschätztes Jahreseinkommen: weit über 250 k. Nun ist sie entlassen worden. Eine unter vielen.

      Die NZZ schreibt dazu:
      „Massenentlassungen bei Banken – Die Entlassung als normales Alltagsrisiko“
      https://www.nzz.ch/wirtschaft/unternehmen/massenentlassungen-bei-banken-die-entlassung-als-normales-alltagsrisiko-ld.6068

      In vielen Branchen werden gutverdienende und hochqualifizierte Arbeitnehmer entlassen, weil junge Studienabsolventen zum halben Lohn oder weniger eingestellt werden (können). Dann ist mit 40 Jahren die Berufskarriere zu Ende und man gehört zu den „Überflüssigen“ und als Zukunft droht das Prekariat.

      Von derartigen „Absturzbiographien“ kenne ich einige. Immer größer wird der Anteil der akademisch Qualifizierten unter den HartzIV-Zwangsarbeitern.

      So ist das mit der Neuen (A)Sozialen Marktwirtschaft.


    • @HVG, Silicon Valley/Zürich, „Absturzbiographien“:
      das Phänomen, daß man mit 40 keinen Job mehr kriegt, wurde mir schon 1990 in Lissabon erklärt. Dort war das wohl schon eine ganze Weile so. Es hieß, die Jungen müssen arbeiten, und die Älteren deren Haus und Kinder hüten. Offenbar ist diese Lebensweise nun aus der Peripherie ins Zentrum gekommen. Beißt sich allerdings mächtig mit dem Zentren-Phänomen „Kinder erst mit 35“, und dem Wunschtraum „Arbeiten und Geld einnehmen bis 70“.

    • Zugegeben, Pascha50, FJS war kein Heiliger ,
      aber das LEBENSGEFÜHL der Achtziger, und eine Politik, die es ermöglichte, das Behalten eigenen Vermögens, statt es zwangsweise in einen Brüsseler, griechischen, französischen, etc., Orkus treten zu müssen,
      die Tatsache, dass es damals ein Land gab, das UNS gehörte, und nicht jedem Bazi der hierherwill, Zeitungen, die man noch lesen konnte, ohne dem schäbigen Schreiberling flotten Otto und kein Papier da
      ( C. Fredl Fesl ), zu wünschen,
      das angenehme Urlaubsgefühl, in Spanien, Portugal, Griechenland, willkommen zu sein ,
      etc.,etc.,
      und eine Politik, bei allem FJS , die das ermöglichte und uns nicht total verachtete, piesackte, mundtot machte, verriet und verschenkte ,

      DAS läßt mich mit Wehmut an die Achtziger denken.

      Kein Paradies, sondern reale Vergangenheit, deren viele Elemente, echte, eigenständige Politik in D vorausgesetzt, auch heute möglich wären.

      Man hat uns und es weggeschmissen.

      Einen Rotlauf wünsche ich den Tätern .

    • Zu Ihrem Beitrag von 10.32 wiederum muß ich Ihnen rechtgeben ,
      Aufstieg mit Absturzrisiko ist wahrlich ein flächendeckendes Phänomen in der von Konzernistan geschaffenen Arbeitswelt.

      Wer da kein Vermögen hat, ist am Ende.

      Da kannst du die Doppelläufige küssen .

    • @colorcraze
      Das beißt sich gar nicht.
      Der AG bezahlt das Einfrieren von Eizellen und Sperma.
      So wird man mama und nonna in Personalunion.
      Das Hüten der Kinder besorgt dann die polnische Pflegekraft im Nebenjob.

      Die noch Älteren, die schon noch länger hierwohnen und das, warum wir heimgesucht werden, erarbeitet haben, stellt man derweil medikamentös in Pflegeheimen ruhig.
      http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.viele-heimbewohner-ruhiggestellt-pflege-richter-wollen-den-medikamenten-irrsinn-stoppen.d73f521c-5ab9-40e8-b7de-c5c0540802c1.html

    • Vorprogrammierte „Absturzbiographien“ – verdrängt und verleugnet
      @colorcraze
      „Beißt sich allerdings mächtig mit dem Zentren-Phänomen „Kinder erst mit 35“, und dem Wunschtraum „Arbeiten und Geld einnehmen bis 70“.“

      Das sind Illusionen, die von der Politik und den Medien geschaffen werden – im Interesse der „Wirtschaft“.

      So wie die Lüge und Illusion von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wo dann massenhaft die Ehen nach dem ersten Kind scheitern oder die Kinder so entwicklungsgestört sind, dass diese Psychopharmaka bekommen (vgl. z.B. ADHS-Phänomen).

      Bei vielen Berufen ist der spätere Absturz quasi vorprogrammiert. Trotzdem werden diese studiert, wie z.B. BWL und viele andere.

      Zum einen wird vielen jungen Leute in Elternhaus und Schule keine realistische Lebensplanung vermittelt, zum anderen wollen sie gar nichts davon wissen. Darauf angesprochen, reagieren sie mit Abwehr, weil dadurch verdrängte Zukunftsängste hochkommen. Sie gehen fatalistisch mit ihrem Leben um.

      Heute haben die von der Politik und den Medien geschaffenen Illusionen die Funktion eines „Opiums fürs Volk“.

      Aber es gibt auch Gegentendenzen. So wie jene jungen Frauen, die – kalt und berechnend – reiche Männer heiraten, auch wenn diese ihre Großväter sein könnten.
      ;-)

    • Boshaft aber gut
      Arm ist wer (für Geld) arbeiten muss damit es ihm schlecht geht.
      Reich ist wer nicht arbeiten muss damit es ihm gut geht.

      Dazwischen sollte es eine Mittelschicht geben.
      Im Idealfall eines demokratischen, von den eigenen Bürgern kontrollierten Staates sollte diese mindestens 80% der Haushalte umfassen.
      Die Leute arbeiten am besten weil sie es wollen und es geht ihnen dabei ziemlich gut und immer ein bissl besser…

      DACH war zwischen 1950 und 2000 davon nicht so weit weg.
      Jetzt bleibt eher nur noch CH, D u A haben sich durch EU u € wie schon früher vergaloppiert.

    • BWL der entblätterte Orchideen-Studiengang
      BWL ist der mit Abstand am meisten abgebrochene Studiengang in Deutschland. Es ist eine Art Sammelbecken für planlose, unentschlossene Abiturienten/innen, die nicht wissen was sie mit ihrem Abi anfangen sollen.

    • Gender holt da gerade auf.

    • Früchte vom Baum der Erkenntnis
      H. v. Goslar! „Aber es gibt auch Gegentendenzen. So wie jene jungen Frauen, die – kalt und berechnend – reiche Männer heiraten!“
      Die natürliche Selektion vorteilhafter Mutationen ist treibende Kraft jeglicher Veränderungen (positive Selektion).

  169. Ups ..
    Hans_Nase und H.v. Goslar noch dazu. Sorry …

  170. Leviathan mit neuen Augen.
    Sozusagen ein weitläufig eingeschmolzener Descendant of William the Conqueror, der am liebsten die Fee Morgana des Libellengesangs bespräche,
    und so den unbekannten Göttern das poetische Zepter überreichte, sage ich,
    alles entscheidende und tiefer gehende Denken, ist auch ein zur Ordnung rufen.

    etwas in der Ordnung finden, d. h. etwas für völlig richtig, angebracht halten,
    bedarf langer Gewöhnungsprozesse.

    Das wusste auch Nietzsche, der deshalb die Juden und Jesuiten bewunderte,
    und gleichwohl ihre seinsgeschichtliche Folgerung verachtete.

    Selbst wenn man die Gesamtausgaben von Nietzsche und Heidegger durchge-
    gangen wäre, und nicht ein Gen dafür besäße, wäre es ein erfolgloses und
    lebenslängliches Bemühen.

    An den Universitäten tummeln sich daher – vor allem heute — die „Viel-zu-Vielen“:

    „Sprachverwirrung des Guten und Bösen: dieses Zeichen gebe ich euch als Zeichen des Staates. Wahrlich, den Willen zum Tode deutet dieses Zeichen! Wahrlich, es winkt den Predigern des Todes!

    Viel zu Viele werden geboren: für die Überflüssigen ward der Staat erfunden!

    Seht mir doch, wie er sie an sich lockt, die Viel-zu-Vielen! Wie er sie schlingt und kaut und wiederkäut!“……………………………………………………

    „Seht mir doch diese Überflüssigen! Sie stehlen sich die Werke der Erfinder und die Schätze der Weisen: Bildung nennen sie ihren Diebstahl – und Alles wird ihnen zu Krankheit und Ungemach!

    Seht mir doch diese Überflüssigen! Krank sind sie immer, sie erbrechen ihre Galle und nennen es Zeitung. Sie verschlingen einander und können sich nicht einmal verdauen.“ (Also sprach Zarathustra ).

    Auch Botho Strauss betrachtet den Leviathan mit neuen Augen (in der ZEIT vom 30. März 2017):

    „Nichts trennt den konsensitiven schärfer vom sensiblen Menschen als sei-
    ne geschäftige Ahnungslosigkeit.

    Soziomania, Soziozentrismus: Die Gesellschaftsgesellschaft war die Geistes-
    leidenschaft des 20. Jahrhunderts, soll es ewig dabei bleiben?

    „Die Gesellschaft“ war ein Spektakel des 19. und 20. Jahrhunderts. „Der Mensch“, vorerst nur eine dramatische Skizze, rückt nun an seine Stelle, ein
    neues Existenzial bestimmt die Handlung, ohne beim Repertoire vorange-
    gangenen Menschseins sich absichern zu können. Man weiß noch wenig
    über das endgültige Drama zu sagen.

    Das Über-Geheiß des Sozialen abzuschütteln käme heute dem Gottessturz
    Nietzsches gleich.
    Es wäre wohl zuvörderst ebenso nur eine laute Proklamation.

    Alle Zukunftsträume, den Typus des Intellektuellen betreffend, sind schon des-
    halb Schäume, weil Intellektuelle von der Mutter aller Revolutionen zur Welt
    gebracht wurden und nun im Alter von über 200 Jahren als verbraucht und überlebt angesehen werden müssen; sie werden also wieder aus der Ge-
    schichte verschwinden. Wir werden noch einmal bei Vico neu beginnen.
    Das poetische Wissen wird gegen den erschöpften Intellekt wiedererstarken.
    Wir werden aufhören, der Jugend eine vorrangige Bedeutung beizumessen.
    Wir werden nur noch Väter kennen.

    (Sehr geehrte DA, bitte auf die vom Autor gewollten Abstände achten; Danke,
    PvK)


    • Und Sie meinen tatsächlich, Lyrik wird sich in Zukunft besser verkaufen als heute, wo sie niemand haben will?

  171. Sakrament eine !! Umseits, in der Papiertüte für Fish'n Chips,
    .
    .
    gehen die Spekulationen weiter. GB, so wird von Eingeweihten in Eingeweiden gelesen, gebe bei der Freizügigkeit jetzt nach, die gewaltige Macht der ÄÄUU- ,,Granden“, sprich Alkoholiker mit zuviel Möglichkeiten, schädlich zu sein im Dusel, zeigt ihre Krallen.
    Aha .

    PM May kann nicht mit so einem Ergebnis heimkommen.

    Die Brüsslokratie kann ohne Gesichtsverlust ALLES anschleppen, die hat Gesicht und jede Ehre schon lange weggetreten.

    Trump bashen mag der Spaß unnötiger, linker Lohnschreiberlinge sein, und der Grund, warum man unsererseits Außenminister wechselt,

    aber es wird von zentraler Bedeutung werden , wie Trump die USA im Brexit-Wirbel positioniert .

    Da sollen sich die Transferdiebe keinen Illusionen hingeben.

    Das ist der Unterschied zwischen U-Musik aus Brüssel, und E-Musik aus Washington .

    • Titel eingeben
      Sie werden noch viele Spekulationen zu diesem Thema lesen.
      Zum Beispiel von heute:
      „Post-Vorstandschef Frank Appel erwartet durch die Brexit-Entscheidung einen positiven Schub für die britische Wirtschaft und das eigene Geschäft. „Die Abwertung des Pfund wirkt wie ein Beschleuniger für die Ökonomie“, sagte Appel im Interview mit dem „Handelsblatt“. „Großbritannien wird höchstwahrscheinlich eine liberale Wirtschaftspolitik betreiben“, glaubt er. Ministerpräsidentin May habe Steuersenkungen und eine Öffnung des Arbeitsmarkts angekündigt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu steigern.“

      Für EU Befürtworter wäre dies nicht so doll ;)
      Eine liberale Wirtschaftspolitik … igittigitt, pfui Deibel.

      Mich würde es freuen, wenn es so käme.
      Halte den Briten die Daumen.

  172. Tico, alle Achtung, ganz schön gefährlich dort in CR
    Da ich dazu neige unser Fremdpersonal und den sich inzwischen auch ganz gut daran angepasste autochthone Nachwuchs bei aus der Hand fallenden Pizzaschachtel, Bechern imperialistischer Kaffebrauer, Bierflaschen oder diese Pappschachteln für Essen, das mit mit Staberln gegessen wird (G. Polt) auf die dafür vorgesehenen Entsorgungsbehältnisse aufmerksam zu machen, weigert sich meine Gattin immer öfter ohne vorhergehende Warnhinweise und heiligen Schwüren, mit mir die Fußgängerzone zu durchqueren.
    .
    Ich weiß gar nicht, was ich falsch mache. Zugegeben, manches Mal füge ich dem Hinweis auch noch hinzu, daß die Herrschaften das gerne in ihren Herkunftsländern, z.B. im Gülhane-Park in Konstantinopel oder im Kosovo machen könnten. Das sei provozierend, sächt minne Froi. Urteilen Sie.
    (DdH)

    • @DdH - Ihre Frau hat Recht
      Sind Sie geübt in gewalttätigen Auseinandersetzungen auf der Straße?

    • Bei uns hat einer neulich mit Bananenschalen Enten füttern wollen, im
      Weiher am Botanischen Garten. Unverständnis im Blick, als ich ihm sagte, dass die Viecher sowas nicht annehmen und es Behältnisse dafür gäbe…
      Ich komm gerade aus der Altstadt, wo sich ein Schwarzer und ein Weißer über die entsprechende Lautstärke, mit der man sich begegnet in die Haare gekommen sind.
      Ja – das Aushandeln, wie von KGE angekündigt, ist schon im Gange.
      Merkt man schon, wenn welche immer rechts an einem vorbei laufen wollen – obwohl wir uns doch auf das bisher störungsfrei verlaufende links verständigt hatten.

  173. Frankreich ist der Schlüssel
    Wenn Frankreich von der Fahne geht bricht das Deutsche Europa zusammen.


    • Hm, dann blieben noch Benelux, Österreich und Italien, was doch der eigentliche Kern ist.

    • Na dann, vive Marie LePen !
      Unsere Idioten kleben an dem Konstrukt ja, wie manche Materie an speziellem Papier .

    • Das deutsche Europa ..
      … ist für mich offen gestanden spätestens tot, seitdem die no-Bailout-Regel einfach ignoriert wurde.

      Club Med sitzt längst am Ruder. Der Austritt Frankreichs wäre wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, gewisse nicht unerhebliche Souveränitätsrechte wieder zurückzuerhalten … aber das ist nur meine laienhafte Meinung.

  174. Ach, verehrter Don,
    da weiß man doch, warum man die Mittagspause überzieht…. :-)

  175. Bitte keine eigenen Wege gehen.
    „En attirant l attention sur nos mœurs et usages sagt:
    Tico, alle Achtung, ganz schön gefährlich dort in CR“

    Ach nein, der einzige Überfall während meiner Lebenszeit hier war vor ca. 10 Jahren, als ich Nachts freiwillig in das Gebiet der Drogensüchtigen ging, wissend, dass ich überfallen werden könnte. Was dann mit der Machete geschah.
    Der Mann mit der Wumme war ein Deutscher. Der Tatort: seine Wohnung.

    Ansonsten habe ich hier keinerlei Angst, die Gefahr des Überfallens respektive Ausraubens werden besteht eher bei den Touristen, die sich ihr teures Kameragebilde um den Hals und die Goldketten um selbiges hängen müssen. Das reizt den Habenichts, der nur von 5 Bananen am Tag lebt. Verwerflich, soll er sich selber die Goldkette kaufen, wenn er unbedingt eine will. Mein Recht auf Geschmeide lass ich mir nicht nehmen, auch nicht durch Hungerleider aus Nicaragua.

    Aber das ist wohl in London ebenso wie in Berlin (nein, in Berlin ist es noch ein bisschen doller….)

    Im Übrigen müssten die meiste Furcht die deutschen Touristen beim durchsetzen ihres demokratisch-verbohrten Willens haben. So hatte ich Touristen die unbedingt (Menschenrecht!) die Viper im Baum antippen wollten, um festzustellen, ob sie lebt (Hand mit Wucht weg geschlagen);
    http://www.centralamerica.com/cr/gallery/graphics/ahsnake2.jpg
    oder die das Krokodil anfassen wollten, weil es sich nicht bewegt (weg geschubst),
    http://cdn.wtvideo.com/images/original/4641.jpg
    oder aber die 55jährige Kölnerin, die ganz sicher war, der Dschungel ist wie der Odenwald, sie kann da alleine spazieren gehen. http://www.reisezeiten.org/images/regenwald_costa_rica-1000×750.jpg
    Nach Stunden und mit ca. 30 Suchpersonen die Dame verdreckt, verletzt, aufgelöst in Starre gefunden. Unendlich viele derartige Geschichten.

    Sie beleben die Erholung und wenn dann die Gäste abends beim Cocktail sitzen (leicht abgewandelter Tutti-Frutti sozusagen) plaudern sie heiter über den ängstlichen Reiseleiter…..wir sind doch alles Erwachsene, wozu achtet der auf uns?

    Das ist ähnlich wie mit dem Brexit; der Deutsche, insbesondere die Presse, weiß haargenau was für den Briten das richtige und das gute ist. Nur die dummen Briten wollen das einfach nicht einsehen und eigene Wege gehen.

    Sehr verwerflich. Individualität. Als ob das modern sei.

  176. das Deutsche Europa?
    Verehrter Tom, wo deutsch? In der Regel fällt die Abgrenzung zwischen Täuschung und Realität schwer. Eine Sinnestäuschung ist eine veränderte Wahrnehmung der objektiven Wirklichkeit mit den menschlichen Sinnen und dem Gehirn.

    • Kreditkarte
      Ich stimme Ihnen weitgehend zu.

      F leistes sich D etwa seit Wickerl XIV (mit kürzeren Unterbrechungen) als Kreditkarte, Bergwerk, Kolonie. Eigentlich eine erstaunliche geistige Leistung, wenn man die Zahlenverhältnisse bedenkt…

      Fall Le Pen da aussteigen möchte, wird das zwar Verwicklungen geben. Sollte D aber schlau genug sein, einen Schweiz-ähnlichen Weg zu gehen und den nächsten Krieg zur Abwechslung einmal auslassen, könnte das positive Ergebnisse liefern.

  177. Der Dschornalist Reinhard Müller befürwortet umseits Maaslose Zensur....
    .
    .
    . so stelle ich mir die L-Presse vor.

    Weg mit Redefreiheit, Pressefreiheit, und all dem verschmockten Kram aus dem 19. Jhdt.

    ein Hoch der postdemokratischen Verbotsgesellschaft.

    Lt. Umfragen verorten sich die meisten Hournalisten links-grün.

    Aber Merkel-Jubler und Ex-Transatlantiker, durch Trump, den Pöhsen, heimatlos geworden, passen nahtlos hinein.

    Bürgerliche Freiheiten sind BÄÄÄ, nur Propaganda für die Einheitspampe und Brüsslokratie sollen erlaubt sein.

    Bravo, Herr Müller,

    bei geänderten Verhältnissen mit Spitzhacke im Schlitzgraben.

  178. Warum gibt es in GB keinen technischen Alltags-Sachverstand?
    Auch wenn der Niedergang der Industrienation England von einigen glühenden anglophilen Mitforisten wortreich bestritten wird, muss man gar nicht ironisch auf die Tatsache verweisen, dass der Rolls Royce problemlos und unauffällig seinen Dienst tut, seit er mit V 12 Turbinen von BMW bestückt wird. Ein Blick in den englischen Alltag zeugt seit Jahrzehnten vom Fehlen schwäbischer Tüftler ( Fischer Dübel )
    .
    Seit meinem Jahr als German Assistant an einer Comprehensive School im Osten von London in den 70ern wundere ich mich, dass es in englischen Badezimmern qua Gesetz verboten ist, elektr. Steckdosen anzubringen. Eine Schnur zum Anschalten des Deckenlichtes muss genügen…. in Verbindung mit dem Nassrasierer Wilkinson.
    .
    Noch mehr wundert es mich, dass man auch in deutlich besseren Wohngegenden als Dagenham Essex, wo ich das schlimmste Jahr meines bisherigen Lebens verbringen musste, also z. B. in Southwoodford, bis vor einigen Jahren keine Mischbatterien am Waschbecken kannte: Links eiskaltes Wasser, rechts kochendheißes aus dem extrakurzen Wasserhahn….
    .
    Lichtschalter hinter der sich nach rechts öffnenden Zimmertüre. Anti-haptische Türgriffe an den Sperrholztüren.
    .
    Aber im öffentlichen sozialen Bereich eine Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und such Rücksichtnahme, die ich in Deutschland so nicht erlebt habe.
    .
    Ja, @ colorcraze, so habe ich den Teegenuss in GB in den letzten 40 Jahren auch erlebt!
    Es muss am weichen englischen Wasser liegen, oder an den PG tips, oder letztlich doch an der Liebe zu Land und Leuten, die sich trotz meiner schlimmen ersten Begegnung 1973 in mir entwickelt hat.

    • Keine Fabrik, nur unterschiedlich
      Mischbatterien sind potthässlich. Das kochendheiße Wasser liegt ja auch eher daran, dass der Boiler nicht richtig eingestellt ist.
      Und in der Tat wissen dort manche weder ihre Heizung noch ihren Boiler zu bedienen. Ausnahme: Farmer. Farmer in Großbritannien können alles.

      Sie müssen das Positive sehen: Die Küchen sind meistens bedeutend schöner. Sie haben oft den Aga oder Esse, die auch das Wasser heizen können, was, nebenbei bemerkt, für das kochendheiße Wasser verantwortlich sein kann. Trotzdem sind die Öfen schön und eine Wissenschaft für sich.

      Viele, vor allem die älteren Herrschaften, würden niemals eine Wandlampe abmontieren, sondern bestellen dafür einen Elektriker. Weder wissen sie, dass man eine Sicherung ausschalten kann, noch, was eine Lüsterklemme ist. Entsprechend zu dieser Unkenntnis würden sie einen Nagel auch waagerecht oder senkrecht zu einer Leitung einschlagen. Nur haben sie meistens Bilderleisten statt Nägeln und unter den Bilderleisten Tapeten, neuerdings auch weiße oder farbige Wände. Statt Sockelleiste in halber Höhe Bilderleiste weiter oben. Die Bilder darunter, nicht wie in Dons Stück über Dämmwerbung beschrieben, oberhalb der Sockelleiste.

      Aber: Wie man Gärten zur Zierde macht oder Rosen schneidet, wissen sie dafür besser als die meisten Deutschen. Was ihnen im Haus fehlt, haben sie draußen um so mehr. So wissen sie auch, wie man sich bei schlechtem Wetter anzieht und machen ihre Wanderung trotzdem, ausgestattet mit einer Thermoskanne Tee.

      Sagen wir mal so: Kein Land hat alles und jedes Land etwas, und das ist das Schöne an Europa. Brüssel hat versucht, alles einzuebnen mit Regularien, und daher wollen viele raus, nicht nur die Briten. Der Kulturaustausch ist erwünscht, doch wenn alles gleich gemacht wird, braucht den keiner mehr. Der aber ist es, der uns bereichert. Und mich faszinieren diese Unterschiede und Feinheiten. Brüssel wollte auch die Siesta in Spanien abschaffen, hat vielleicht sogar einiges erreicht. Dabei ist die Siesta sinnvoll wegen Hitze. Der Einheitsbrei ist öde und führt zu großem Überdruss. Brüssel ist eine Fabrik.

      Und: Deutsche, die sich das leisten können, haben ebfs. die teureren getrennten Wasserhähne, weil sie chicer sind.

    • Versuch einer einfachen Antwort ...
      … die natürlich nicht alles abdecken kann:

      – British Standard: am besten 100 Jahre alt und 100 kg schwer als man noch Weltmacht No 1 war und sich das problemlos leisten konnte.
      (Denken Sie an die Details der Steckdosen mit Schalter und Sicherung, Flanschverbindungen von Rohrleitungsknoten, Klospülungen, u.v.a.m.)

      – Man kann nicht alles wissen / können. Als Weltherrscher beschäftigt man sich mit Wichtigerem. Common Sense ist also eher in Geldfragen vorhanden (für die Briten war der Euro schon eine Fehlkonstruktion bevor er eingeführt wurde). Das lässt sich schwer vergleichen. Viele kleinere Dummheiten anstatt weniger großer.

    • Und leise flüstert der Wind durch die Bäume . . .
      Best of British: Single Malt Whisky***, Marmeladen, Scottish Shortbread Pure Butter. Erstklassiger Tee kommt aus Indien (Darjeeling, Assam), China, Japan, aber nicht in englischen Papier-Teebeuteln!
      Pardon verehrter DON! Ad­den­dum: Antike Silberkannen aus Sterlingsilber

  179. JUHUUUUUUUU !!! Jemand zuhause im Silberkannenmärchenschloß ?
    ….
    .
    ..
    .
    .. Seit Stunden kein Lebenszeichen . Gemüsevergiftung ?

    Zuckerschock nach Torte ?

    Die erste Maß nach Jahren in Sekunden gestürzt ?

    Wir machen uns Sorgen !

  180. @ Pascha50 et alii
    Habe hier

    Ihren nostalgischen Austausch vergolgt, mit Lesfreude, nur nebenbei. Zum Beispiel:

    „An Ihrer erinnerungsseligen Antwort kann man ablesen, was eine pesönlich geprägte Blogatmophäre bewirkt: Sie können sich nach Jahren noch daran erinnern, dass ich als Pensionist mit einem Yamaha Roller die Welt erkunden wollte! …….
    Es ist nicht nur der überbordenden Anzahl an Kommentaren geschuldet, dass die Atmosphäre des grünen Salons hier nicht entstehen kann. Es ist vor allem der wohlwollende Humor, der fehlt und der durch blitzgescheite Analysen ersetzt wurde.“

    Was ich anmerken möchte: Wir schreiben nach Edward Snowdon. Wer an Neuland glaubt, kann das Alte weiterführen, auch Leute, denen das egal ist. Ich bin selbst zurückhaltender als vor Snowdon. Dabei geht es weniger um die Dienste befreundeter Staaten, denn andere können das auch. Der Raum ist viel zu offen.

  181. 700000 bis eine Million schwarzafrikanische Migranten
    …wollen aktuell über Libyen und die Mittelmeer Route nach Europa.

    Wieviele Nigerianer kommen heuer?

    Britannien wird sie nicht nehmen.

    Hier ein paar Hinweise dazu:

    https://www.bayernkurier.de/ausland/23402-zusammenspiel-mit-den-scheppern

    Und der Familiennachzug der Syrer kommt ebenfalls auf uns zu…
    268000 dürfen die Familie nachholen, laut Bild und anderen Medien.
    Das ergibt Faktor 5 nach Sarrazins Berechnungen (Wunschdenken).
    In den offiziellen Flüchtlingsstatistiken kommen diese Migranten dann übrigens nicht vor.

    Wie das dann aus dem Ruder läuft, kann man in Frankreich und Schweden sehen. Das ist unsere Zukunft und z. T. leider schon Gegenwart.
    https://www.bayernkurier.de/ausland/21976-mehr-gewalt-weniger-polizei/

    • Auf den Straßen in NRW sieht man die allerdings inzwischen mit
      großer Deutlichkeit – all überall, Statistik hin oder her. Die ist eh nur vage und gaukelt Gutgläubigen weiterhin zahlenmäßige Überschaubarkeit vor – was meines Erachtens nicht stimmt.
      Jetzt treffen sich schon welche in Hundertschaften, um zu kämpfen und Claims abzustecken, oft um Bahnhöfe herum.
      Ist alles nicht lustig – und für jeden Widerstand zu spät.

  182. Internet als Abbild gesellschaftlicher Tendenzen
    @Pascha50:
    „Nicht beirren lassen…
    Und vor allen Dingen nicht beleidigen lassen.“

    Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und positive Rückmeldung!

    Nein, für mich es kein Anlass, mich beleidigt zu fühlen.

    Vorurteile und Abwertung von geistiger Arbeit sowie von Wissenschaft sind für mich nichts Neues. Schon als Schüler, wenn ich in den Ferien auf dem Bau oder in der Fabrik arbeitete, war dies an der Tagesordnung.

    So ist Deutschland.

    Deutschland war nie wirklich das Land der Dichter und Denker. Letztere waren immer eine Minderheit und ohne wesentlichen Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung, sie täuschen über die allgemeine intellektuelle und sozio-kulturelle Rückständigkeit der Deutschen hinweg.

    Die kritischen und fortschrittlichen Denker wurden schon im 19. Jahrhundert ins Exil getrieben und später verfolgt und ermordet. Und dies begann keineswegs erst in der NS-Zeit, sondern bereits unter einer SPD-Regierung mit der Ermordung von Luxemburg und Liebknecht.

    Der nach wie vor in Deutschland vorherrschende Sozialcharakter ist der „autoritäre Charakter“.

    17 Jahre Kohl und 12 Jahre Merkel sagen alles. Auch dass ein Schulz mit 100% zum SPD-Vorsitzenden gewählt wurde.

    Der Anti-Intellektualismus war und ist in Deutschland dominant. Genauso wie der Größenwahn: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!“ Der Deutsche sieht sich als Vorbild, an dem sich die anderen ein Beispiel nehmen sollen. So wenn er „Arbeit, Arbeit, Arbeit …“ idealisiert.

    Deutschland hat keinen einzigen Freiheitshelden.

    In der Nachkriegszeit gab es den Versuch der Erziehung zum „mündigen Bürger“ unter Bezug zur Aufklärung und zum Humanismus. Dies alles ist Vergangenheit ohne nachhaltige Auswirkungen.

    Es gibt kein emanzipatorisches Bürgertum mehr. Dieses hat die politische Kultur in Deutschland nie bestimmt, inzwischen ist es bis auf marginalisierte einzelne Individuen untergegangen.

    Intellektuelle, die Aufklärung und Humanismus vertreten, lässt man in der Öffentlichkeit nicht zu Wort kommen.

    Die mediale Öffentlichkeit wird dominiert von konservativ-reaktionären Figuren, nicht nur „rechts“ und „in der Mitte“, aber auch „links“. Nirgendwo fortschrittliches Denken, das auf eine freiheitlich-humanistische Zukunft gerichtet ist.

    Wer in Deutschland im Internet mitdiskutiert, ist immer mit Wissenschaftsferne sowie affirmativen und reaktionären Einstellungen konfrontiert. Das gehört zur Normalität.

    Solange Meinungsäußerungen und Diskussionen im zivilisierten Rahmen stattfinden, sollte man diese gelassen zur Kenntnis nehmen, ähnlich wie das Wetter.

  183. @ Oberländer, April 2017 um 02:21 Uhr, ...................
    Es ging um Herde und Wasserhähne. Nebenbei um die EU.
    .
    Britische Soldaten ließen mich Ende der Sechziger in Bergen-Hohne mal ihren Chieftain-Tank probieren. Dabei durfte ich beim Fahren auf dem Rücken liegen. Der richtige Luxus war dann der kleine stilvolle Messinghahn im Turm (allways looking the briht side of life). Die Crew konnte wahlweise auf eine Kanne „Britannia Standard Periode“ (Erbstück des Lieutenants, Onkel war Colonel der Indienarmee oder so) oder notfalls das Alu-Kochgeschirr sein. Aber nein Ich erinnere mich, in diesem Chieftain baumelten 4 vernickelte Tassen am Turmdach.
    .
    Mein Respekt, der ohnehin enorm war, da sie meinen in Holland gefangenen genommenen Vater nach ein paar Wochen springen ließen, stieg ins fast unermessliche. Auch weil sie Lebensmittel in ihre Besatzungszone geschickt hatten als selbst die britische Bevölkerung noch auf Lebensmittelmarken lebte.
    .
    Anfang der Siebziger machten wir mal eine gegroundete Mühle in Ramsgate wieder flugfähig. Was hängen blieb: Vorzügliche Lehrlingsausbildung (hatte ich der Flugplatzbroschüre der R.A.F. entnommen), sehr gutes Essen dank asiatische Köche, London by night mit mehreren Wirtshausschlägereien und greißlich angezogene Weiberleit in Brighton und schöne Landschaft in Kent.
    (DdH)

Hinterlasse eine Antwort

Angemeldet als GAST





Noch Zeichen frei

Richtlinien für Lesermeinungen