Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die deutsche Leitkultur der Doppelmoral und der Nationalstolz der Anderen

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Europa bleibt niedergedrückt unter dem Alp des Despotismus und der Lüge
Giuseppe Garibaldi

Wer nicht zu jenen Glücklichen gehört, die ihren Lebensmittelpunkt in den schönsten Regionen des Landes frei wählen können, stellt mitunter eine Frage, die mir öfters zu Ohren kommt. Man sitzt am Tegernsee herum, das Wasser ist karibisch-grün, die Sonne scheint, Schnee glitzert auf den Bergen, und dann kommt die sehr deutsche Frage, die ein Gran Verbitterung in das allzu perfekte Glück schütten soll: Natürlich ist es schön, aber wenn man hier lebt, gewöhnt man sich nicht daran, und erscheint es einem nicht als gewöhnlich, langweilig und banal? Tegernsee, Karibik, Toskana – wird das nicht abgeschmackt?

Daran musste ich denken, als ich am Freitag mein Auto am Tegernsee beladen habe, um nach Italien zu fahren. Normalerweise halte ich nämlich am Tegernsee an, mache ein perfektes Bild und frage mich öffentlich, warum zum Teufel ich das Paradies hier verlasse. Man gewöhnt sich also nicht daran. Das liegt auch am Umstand, dass es nicht immer so schön ist und, hätte ich am Freitag ein Bild gemacht, nur eine weisse Wand der dicken Wolken zu sehen gewesen wäre. Das hier ist schon zwei Stunden im Schneesturm weiter, oberhalb von Innsbruck, bei 30 Zentimeter Neuschnee Ende April und -2°Celsius.

Es ist eine wirklich reizvolle Gegend mit einem wunderbaren Blick auf das Inntal und das Wipptal und die Berge, aber in diesem Moment wollte ich mich nur weiter durch die Schneemassen zum Brenner wühlen. Hinter dem Brenner hörte der Schneefall auf, in Brixen kam die Sonne heraus, und kurz nach dem ersten Bild herrschten ein paar Kilometer südlich von Bozen strahlend blauer Himmel, 17 Grad und Sonnenschein. Das Glück, immer an schönen Orten zu seiu, hätte man nur, wenn man ständig mitreisen kann. Vielleicht gewöhnte man sich dann an die Schönheit, keinesfalls aber hätte man eine Heimat, die wohl auch für die meisten zum dauerhaften Wohlbefinden gehört.

Natürlich ist Italien im Frühling besonders schön, wenn Deutschland in Eis und Schnee erstarrt, aber noch wichtiger war mir, dass ich auf dem Weg nach Buonconvento war. Buonconvento ist nach Eigenaussage eines der schönsten Dörfer Italiens, und mir wurde es auch als eines der schönsten Dörfer der Welt angepriesen, auf Italienisch natürlich, Das geht in Italien ganz schnell – alte Rennräder, so schlecht und rostig sie auch sein mögen, haben Weltmeisterstreifen und Titel wie Campione del Mondo, die Bauern hier sagen, der Trüffel sei der Beste der Welt und besser als der Trüffel meiner Bekannten in der Poebene, der auch der beste Trüffel der Welt ist.

Zu Gast bin ich, das kann man wirklich so sagen, auf der wichtigsten Veranstaltung der Welt für alte Rennräder, denn zuerst ist die L’Eroica Nova und eine Woche später die L’Eroica Montalcino, mit den staubigsten Pisten der Welt, den steilsten Anstiegen der Welt, mit den schönsten alten Rädern der Welt und natürlich der schönsten Landschaft der Welt, und das auch dann, wenn man wegen der deutschesten Kälte nicht zu den trainiertesten, ältesten, aber doch weissesten Männern der Welt gehört.

Also habe ich mich im Ort nicht lange aufgehalten, und mich auf mein Rad geschwungen, um in der Sonne etwas Farbe zu bekommen, und die perfekteste Funktion meines mit deutscher Perfektion gebauten Spezialrades zu überprüfen. Nur Italiener pflücken Opas Rad mit brüchigen Reifen aus der Garage, der Deutsche will die beste Leistung und bezwingt das Schicksal mit technischer Perfektion, was auch der Italiener anerkennt, wenn er deutsche Autos kauft.

Ich fuhr also los, bog auf den ersten extrem steilen Feldweg ab und flog, wie wir Deutsche das so machen, mit einer Mischung aus Trutz, Kraft, Todesverachtung und eisernem Willen dem Blau des Himmels entgegen. So ist das immer, wenn ich aus Deutschland komme, ich brauche ein, zwei Tage, um mich an die lässigen, ach was, lässigsten Menschen der ganzen Welt insoweit anzupassen, dass man nicht sofort aus meinem Tritt auf meine Herkunft aus den níchtschönsten Schneeland der Welt schliessen kann.

Wie so oft in Italien und unbegreiflich für Deutsche wurde aus der breiten, steilen Kiesrampe ein doppelter Feldweg, dann eine getrocknete Spur in der lehmigen Erde, und genau dort, wo man einen schönen Blick auf Montalcino hat – hier kommt der beste Rotwein der Welt her, sagen sie – hörte der Weg dann einfach so auf, Das könnte einen Deutschen aufregen, aber ich bin schon alt und sage mir, immerhin hört der Weg an einem der schönsten Orte der Welt auf.

Da stand ich also, und hinter mir hörte ich ein Keuchen und ein Fluchen, denn ein kleiner, nicht eben dünner Italiener hatte vermutet, der Deutsche da weiss sicher, wo es lang geht, und war mir in der Annahme der deutschen Leitkultur gefolgt, bis er auf dem rutschigen Ton der Crete Sienesi ins Schlingern kam. Er stieg ab, stapfte zu mir und sagte: Bello! Was “schön” heisst. Italiener machen das oft, bei Hunden, Rennrädern, Cabrios, Äckern, Weinbergen, Häusern, Frauen, Kindern: Sie finden das, was sie sehen, schön, und verleihen der Bewunderung nach Möglichkeit so, dass es jeder merkt, empathischen Ausdruck. Der Deutsche, siehe oben, ist ein Miesmuffel, der Italiener kann vorbehaltlos das Schöne sehen, besonders, wenn es Italienbezug hat. Wir kamen ins Gespräch und überein, dass es sich hier fraglos um die schönste Gegend der Welt handelt und es das Schönste auf der Welt sei, hier morgen zu radeln.

40 Kilometer hinter uns ist die Krisenbank Monte Paschi, und die von Deutschland verschuldete Migrationskrise über das Mittelmeer wird auch hier erkennbar: Egal. Das ist das schönste Land der Welt. Dann fuhren wir wieder mach Buonconvento, wo die Kleinsten gerade ein Rennen absolviert hattem und mit Pokalen und Medaillen durch die Gegend rannten:

Überall die italienische Tricolore, an Bändern und an Häusern, dazu Fahnen des Ortes, eines der schönsten der Welt, der Region, der alten Republik Siena, das Dorf hatte sich schön gemacht und festlich geschmückt. Ich verabschiedete mich vom Italiener wie von einem alten Freund, ging auf den Markt, und fand einen wirklich schön gemachten Rahmen der längst untergegangenen Firma Capodivento. Der Händler sagte, es sei ein Artigiani gewesen, ein Kunsthandwerker, der den Rahmen gebaut hat, und verwies auf die vielen schönen, liebevollen Details: Gravierte Schriftzüge und ein Gabelkopf, den das italienische Wappen ziert.

Der Rahmen war – nicht billig. Aber er ist schön, bellissimo, noch so ein Wort, ein Superlativ, das Italienern ständig über die Lippen geht, und den Deutschen so gar nicht: Ich nahm ihn trotzdem, denn solche Qualität findet man heute nicht mehr so leicht, Danach wühlte ich mich durch die Kiste mit den Offerte, den Sonderangeboten, die von alten Teamtrikots ohne jedes Prestige gebildet werden. Ich habe dafür ein Faible, ich mag es ironisch, ich habe schon ein Trikots der Feuerwehr Messina, eines Mafiahotels in Ventimiglia, eines Umzugunternehmens aus Verona und als Vegetarier ein Hemd eines Luxuswurstwarenherstellers an der Adria – alles nicht vergleichbar mit den begehrten Namen der grossen, ruhmreichen Teams Raleigh, Colnago, Peugeot und Bianchi. Ich wühlte mich also durch die vergessenen Geschmacklosigkeiten vergangener Zeiten, und fand darunter ein blaues Trikot mit 12 Sternen: Gruppp Sportivo Europa Unita.

Grösse 46. Der Händler verdrehte erkennbar die Augen, und ich dachte mir: Für Heiko Maas müsste es nur wenig kleiner gemacht werden. Der würde das auch tragen. Heiko Maas, der Inbegriff der neuen, deutschen Leitkultur, der auf Twitter Aussagen wie “verdammter Nationalismus” lobt und mal wieder einer Kulturperson hinterher läuft, wie schon bei der Antifa-Band Feine Sahne Fischfilet. Heiko Maas würde es passen, denn er ist untergross und würde sich vermutlich auch hier im Fahnenmeer Italiens und der Toskana damit zeigen, damit jeder, aber auch wirklich jeder seine richtige Gesinnung erkennt. Verdammter Nationalismus. Das sagt sich mit voller Überzeugung leicht, wenn man aus der Schulgeschichte gelernt hat. Und zudem verschweigt, dass dieses unnationalistische Deutschland in den letzten Jahren 150 Milliarden Euro für Kredite gespart hat, während andere Länder der EU, wie eben das krisengeschüttelte Italien, solche Milliarden in der Eurokrise für die Geschäfte der Geldhäuser aufbringen mussten. Und müssen, denn die Krise ist hier noch lange nicht vorbei. Man kann sich den Nationalismus wohlfeil sparen, ihn weit von sich weisen, wenn die Regierung, in der man sitzt, darüber mitentscheidet, welcher Rentner in Deutschland für die schwarze Null Flaschen sammelt, und gut am Umstand spart, dass die Jugendlichen hier arbeitslos und billige Aushilfsjobber nördlich der Alpen sind. Im neuen Deutschland jenseits des verdammten Nationalismus geht das alles ohne Fahne und Bellissimo. Das gute, nicht nationalistische Gefühl muss man sich erst mal leisten können.

Ich könnte hier über alle Preise verhandeln. Ich kann es mir leisten, es nicht zu tun. Ich nehme, was mir gefällt, und bin dankbar, es zu haben. Ich werde gut und menschlich behandelt, weil die Menschen hier in ihrer Tradition und Herkunft ruhen, und nicht in einer schwarzen Null eines egoistischen Nationalstaates, der gern so tut, als wäre die Vormacht des alten, bösen Deutschlands etwas ganz anderes als jene Vormacht, die inzwischen überall in Europa ein Wahlkampfschlager der Verachtung ist.

Der Himmel dehnt sich grenzenlos in EU-Blau von Horizont zu Horizont über Buonconvento. Man feiert hier das Rad, das ein Deutscher technisch erfunden hat, und Italien, das es zu einem Lebensgefühl machte. Es geht hier enorm nationalistisch zu, von den Medaillen der Kinder bis zum Gabelkopf meines neuen Rahmens. Und ich fühle mich ausgesprochen wohl.

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436 Lesermeinungen

  1. ......
    Ich denke es hat was mit der Religion zu tun. Sind wir doch ehrlich, der Protestantismus ist nicht gerade für seine Lebensfreude bekannt und umso katholischer das Land ist umso mehr Lebensfreude findet sich da meist. Keiner wird die Uckermark oder Vorpommern mit Dolce Vita in Verbindung bringen. So sehr ich vieles am alten Preussen schätzte aber man hat halt auch wirklich das schlechteste übernommen, nämlich die moralinsauren Protestanten. Da hat man einen Gauck und eine Merkel, Prediger oder Predigerkinder mit viel Moral und wenig Lebensfreude.
    Ganz ehrlich, da wünscht man sich doch gleich wieder einen katholischen Bischof her der selber gerne gut tafelt und bei der Beichte mit der Absolution nicht zu sparsam ist.

    Dazu kommt natürlich das die Italiener, wie auch die Österreicher, Schweizer und andere Staaten des Südens eine viel entspanntere Beziehung zur eigenen Nation haben und daher auch nicht immer gleich in Extreme verfallen.
    Mein Vater meinte einmal, dass die Deutschen nur zwei extreme kennen, entweder voll oder gar nicht, dazwischen gibts nichts. Entweder man ist voll für die Zuwanderung oder gar nicht, man ist voll national oder gar nicht etc. eine Gewisse „Situationselastizität“ fehlt da völlig und ich denke da ist was dran.

    Aber lieber Don, wird es einmal zu ungemütlich spaltet sich halt Bayern ab, die Österreicher führen wieder das Kaiserreich ein und das Königreich Bayern wird dann Teil des neuen heiligen römischen Reiches, zusammen ist man dann zumindest Weisswurst und Kaiserschmarrn Grossmacht. Unsere Freiheit muss dann nicht mehr am Hindukusch verteidigt werden denn Weisswurst und Kaiserschmarrn gibts ganz ohne Hindukusch auch so, regional und bio. Vielleicht kriegen wir dann ja sogar noch Triest zurück, dann muss man nach Italien nicht mal mehr das Land verlassen.

    • Ich frage mich, ob der Norden den Protestantismus lebt oder der Protestantismus den Norden. Aber der Gegensatz ist tatsächlich dominant.

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      Dafür sind die Länder mit dem niedrigsten Korruptionsindex allesamt protestantisch. Hat vielleicht auch seinen Grund.

    • Weil sie gute Statistikfälscher sind. Luther hat ja die Bibel auch neu erlogen.

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      …oder es liegt tatsächlich nur am nordischen Wetter (?!)
      Die Finnen z.B., die sollen ja noch unitalienischer sein, hört man.

    • .....
      Wie dem auch sei, ex meridianam lux kann man wohl getrost sagen was Lebenskultur angeht.

    • Verstehe ich Sie richtig,nur vorsichtshalber,
      dass sie, die Bibel, auch schon alt erlogen war?

      Beneidenswert, jetzt in Italien sein zu dürfen – obwohl hier heute auch von Horizont zu Horizont – soweit überhaupt sichtbar, der Himmel blau herunterstrahlt, betupft mit einigen kleinen weißen Wölkchen…Morgen soll es schon wieder vorbei sein, leider.

    • Nein, Luther hat absichtlich falsch übersetzt.

    • Katholisch und Kulinarik
      Die Kochkunst wurde in Italien erfunden!

      Ich musste ja in einem Ristorante in Montalcino beim mehrgängigen Abendessen mit mehreren wunderbaren Rotweinen, während eine italienische Hochzeitsgesellschaft feierte, erleben, dass am Nachbartisch BIER (!!, in Montalcino!!) zum Essen bestellt wurde. Ich konnt’s kaum glauben! Meine Mitgäste kamen aus eine protestantischen Land!

    • So sind sie. Aber jeder, wie er will. Am Wochenende gibt es in Montalcono das grosse Fressen auf den Plätzen.

    • Katholisches Irland
      Lese grade über Irlands Geschichte und Werdegang.
      Dort hat der Katholizismus nicht automatisch zu Dolce Vita geführt,
      eher zu Elend, Mißmut und Rückständigkeit.

      Vielleicht ist doch eher das gemäßigte, warme Klima verantwortlich.

    • Nordisches Land, ganz klar, und britische Küche.

    • Wo genau hat Luther falsch übersetzt?
      Als Calvinist lutherisch-hinduistischer Herkunft bin ich entsetzt und frage: Wo bitte hat Luther -auch noch bewußt -falsch übersetzt? Und wenn, was stört das einen bayerischen Bonvivant? Denn sprachlich war Luther überragend und ein allein ästhetisches Lebensgefühl kann dies doch gewiss anerkennen? Und Richtig/Falsch, das ist doch bereits ernstester Protestantismus. Um die Frage noch zu beantworten: Ein überzeugter Protestant des Nordens ( gibt es noch, etwa in den Freikirchen) lebt den Protestantismus, der nicht so hundertprozentig überzeugte Rest von uns wird von ihm gelebt. Echter Fanatismus ist manchmal besser als säkularisierter. Das Phänomen gibt es aber auch in Franken oder der Oberpfalz. Wie geht der Spruch? Er ging nach Erlangen, das Himmelreich zu erlangen. Und himmlisch sieht es da ja auch aus.

    • Wir sind uns vermutlich einig. dass die Rolle der Juden in den Ausgangstexten nicht den negativen Schlag hatte, den sie unter Luther bekam.

    • @ Hans Gruber
      ein paar gute Gedanken, die sie da haben. Vor allem das mit der „Situationselastizität“ gefällt mir. Auch die Idee mit der Aufspaltung Deutschlands in eigenständige Fürstentümer hat was für sich. Wenn man keine Nation sein will macht man halt die Errungenschaften des 19. Jahrhunderts rückgängig. Wenn Bayern ein veritabler Freistaat sein könnte und die volle Souveränität über seine Grenzen, eine eigene Währung, etc. hätte, ich glaube es würde Bayern nicht weniger lebenswert machen. Zum Thema Norden: nichts gegen den Süden, aber wie gut kennen Sie den Norden? Viele der Klischees stimmen da nicht. In Bezug auf die Nordlichter bei uns vielleicht schon. Aber ich war u.a. längere Zeit in Großbritannien und empfand das Land und seine Kultur als sehr stimmungsvoll, ohne tiefsinnig oder miesepetrig zu sein. Ein Tipp wenn Sie mal hinkommen: „Margate“ (Stadt in Kent) an einem heißen Sommertag (wovon es entgegen anderslautender Meinungen wesentlich mehr als nur einen pro Jahr gibt), lässt nichts zu wünschen übrig, da tobt der Bär, eine Disco/Kneipe neben der anderen auf mehreren Kilometern Strandpromenade, blaues Meer, etc. Kann mithalten (und zwar ganz locker!) mit der Côte d‘ Azur.

    • Ich zähle täglich meine Bohnen....
      Auch auf die Gefahr hin, erbsenzählerisch aufzutreten:
      Martin Luther war Katholik. Genauer gesagt: ein katholischer (Augustiner)-Mönch der einen innerkirchlichen Disput anzettelte. Erst als dieser Disput durch den Kardinal Caetan in Augsburg für gescheitert erklärt und er 1521 exkommuniziert wurde, wurde aus dem katholischen Protestler „Bruder Martin“ ein Protestant Luther.

      Übrigens bezeichnete Luther den Katholizismus, den Islam und das Judentum als „werkgerechte Gesetzesreligionen, die den wahren Glauben gefährden“. Er war also nicht nur antisemitisch, sondern auch islamophob und katholizismophob. Gleiches Recht für alle. Zumindest aus seiner Sicht.
      Heute darf man gegen den Katholizismus sein, wie man will, aber kein Sterbenswörtchen gegen den Islam oder das Judentum verlieren. Soll das besser sein?

    • .....
      Ich würde sowohl Irland wie auch Grossbritannien eher ausnehmen davon, GB ist ja mit der anglikanischen Kirche aus meiner Sicht mehr katholisch denn protestantisch und Irland sowieso.

      Irland war vor allem rückständig weil die Engländer die eben ziemlich unten gehalten haben, sonst hätte da durchaus was daraus werden können und das die Iren keine Lebensfreude hätten kann man nicht wirklich behaupten.

    • Liebe(er) Candidesgarten
      Seien Sie bitte nicht so empfindlich, a bissl Dreherei an Wahrhaftigem gehört schließlich zum sprituellen Geschäft oder ist ein Teil von dem was die hohen Herren der Religiosität in ihrer Laufbahn erfahren, wenn man ihre Werke liest, sieht man es. Der Muhammed hat auch so einiges in Koran schreiben lassen, was ihm passte. Aber seien Sie doch froh, in dem, dass die christliche Kultur in D, Menschen und eine gesellschaftliche Sensibilität geschaffen hat, für Naturschutz, Respekt vor jeglichem Form von Leben usw. auch wenn der liebe Don, sie heftig kritisiert, die Linke, grüne Gewissenhaftigkeit und deren Formulierung von absolute Gutem ist in manchen Bereichen gut. Schauen Sie sich, was für Menschenmaterial der Islam uns schickt, Männer, die Frauenemanzipation nicht verstehen, sie grabschen, vergewaltigen, ermorden, Ältere, Behinderte erbarmungslos berauben, stehlen und töten ( momentan auch in der TR ein riesen gesellschaftliches Problem). D ist kulturell und wirtschaftlich ein non plus ultra Stern, eine große Zivilisation von denkenden und fleißigen Menschen, die sich um ihre Umwelt, Erhaltung der Natur, gesunde Städtebau, Liberalität gegenüber ihrer Bürger kümmern, und über vieles mehr sich Gedanken macht. Wir wollen es auch so behalten. Also warten wir erstmal die Wahlen ab und dann alle islamischen Flüchtlinge in ihre Heimatländer abschieben, und fordern dass sie Menschen erziehen, die zeitgemäße Denkweisen und Attitüden zeitigen können …

    • Luthers eigene Texte
      Wir sind uns absolut einig darin, dass Luther Schlimmes über die Juden geschrieben hat, wie er auch insgesamt nicht tolerant war, denn zur echten Toleranz gehört vermutlich immer etwas Schlendrian. Das Problem ist aber eher Luthers eigene Texterstellung. Das Johannes-Evangelium hat nun mal einen antijüdischen Zungenschlag, ganz ohne Luther. Judenfeindlichkeit war in der frühen Kirche nicht selten, erschütternd ist was aus dem Trennungsschmerz und Abgrenzungsbestrebungen von Kleingruppen des Römischen Reiches später wurde. Und da hat Luther Mitverantwortung. Vielleicht wäre ohne ihn der Antisemitismus der Evangelischen nicht so schlimm geworden, jedenfalls konnte man sich immer auf ihn berufen, wenn man hecheln wollte. Andererseits: Der deutsche Katholizismus war zwar diesbezüglich milder, der österreichische oder französische aber nicht. Vielleicht lag es eher daran, dass die Katholiken in Deutschland sich in der Defensive sahen und darum etwas toleranter wurden. Da Sie Italienfreund sind und deutsche Düsterkeit mit italienischer Leichtigkeit kontrastieren: Wie sehen Sie Süd-Italien? Sonderlich leicht wirken dessen Bewohner doch eigentlich nicht. Waren Sie dort auch mal radfahren?

    • Sizilien ist auch toll.

    • Das ist die Lösung!
      Der gegenwärtige deutsche Staat ist das was vom zentralistischen Bismarckreich übrig geblieben ist. Bekanntermaßen hatte es nicht die glücklichste Hand in der Ausübung der ihm anvertrauten Macht, sodass es immer kleiner wurde. Die Väter des Grundgesetzes haben deshalb dem Föderalismusprinzip höchste Priorität eingeräumt. Leider jedoch noch nicht genug, wie sich gerade jetzt in der Flüchtlingskrise zeigt. Die Regierung in Berlin kann bestimmen wieviel Flüchtlinge nach Deutschland kommen dürfen, blechen dürfen aber die Länder und aufnehmen müssen sie die Kommunen. Überhaupt nicht gefragt werden die, die es am meisten betrifft – die einfachen Bürger. Typisch für die Art und Weise wie dieses Land regiert wird: mit der Bibel in der einen und der Nazikeule in der anderen. Da wäre es für dieses Land doch besser, wenn es zu dem Status vor Bismarck zurückkehren würde: ein Norddeutscher Bund für die Protestanten und Heiden im Norden und Osten, ein Rheinbund für die Katholiken im Westen und ein Süddeutscher Bund für Bayern und Schwaben.

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      Lieber Don, ich schätze Sie wirklich und ihre ständige Protestantenschelte hat aus dem Munde eines bayerischen Agnostikers ja auch etwas Unterhaltsames. Auch ihre guten Lateinkenntnisse sind hinlänglich bekannt, aber mit dem Griechischen scheint es zu hapern. Die Aussage, Luther hätte seine Übersetzung erst so hingebogen, dass die Juden entgegen dem Originaltext schlecht dastünden – das müssen Sie irgendwoher aus zweiter Hand haben. Wir wollen hier ja nun kein gräzistisches Oberseminar veranstalten, aber das ist wirklich Quark.

    • Titel eingeben
      Don: „Wir sind uns vermutlich einig. dass die Rolle der Juden in den Ausgangstexten nicht den negativen Schlag hatte, den sie unter Luther bekam.“

      Nö, da sind wir uns angesichts Eures ehem. Oberpfaffen aus Braunau, oder wo der genau herkam, keineswegs einig.
      Der hat schließlich nicht nur seinen Golf bei ebay versteigert (was Ihr von „Sasha Lobo“ bis „Don Alphonso“ bestimmt ganz toll fandet), sondern eben auch mit seiner Teufelsfratze zum „Judengebet“ angestimmt.

    • Ganz sicher nicht. Ich habe es generell nicht mit dem Christentum, so vong Atheismus her.

    • die Rolle der Juden in den Ausgangstexten nicht den negativen Schlag hatte
      Und wie kam es dann vor Luther zu den Pogromen auf dem Weg zu den Kreuzzügen und zu antisemitischen Bildern in mittelalterlichen Kirchen, übrigens auch in Italien (kam sogar bei Ihnen vor)? Ihr katholisch gut, Evangelisch böse ist doch einfach nur lachhaft. Bei den hohen Naziführern waren meine ich deutlich mehr katholischer Herkunft.

  2. Danke
    Danke, Sie spreche mir zum unzähligsten Male aus der Seele. Auch mir wird Italien gerade zur zweiten Heimat. (Ok, „… non e Italia“ würde ich selbst ja auch sagen, aber so weit sind wir eben noch nicht..). Ich musste erst aus Deutschland raus, um so langsam nachzuvollziehen, wie schlecht es dem Land geht. Wie nennt man denn das Gegenteil von Hippochondrie? Das ist es, was Deutschland, finde ich, mittlerweile auszeichnet: Rotten to the core, aber selbst noch keinen blassen Schimmer davon bzw. sich selbst noch einredend, man sei der Weltmeister des Gesundseins.
    Im Internet lese ich (fast) nur noch Don Alphonso, Postcollapse und meine emails. Kein Scherz..

    • Gern geschehen. Man kann viel Gutes über das deutsche Sozialsystem sagen – und dabei den Zusammenbruch der kleinen, privaten sozialen Einheiten ignorieren.

    • Postcollapse wird aber wohl dem doppeltem Maas
      Gesetzen zum Opfer fallen. Die Wortwahl war gehässig und ggü Don wie Schatten zum Licht…

    • Zeitgleiches Déjà-vu und Amnesie
      Und ganz Europa hat bereits einen Begriff davon — die große Politik täuscht niemanden… Deutschland gilt immer mehr als Europas Flachland. Friedrich Wilhelm Nietzsche

    • Titel eingeben
      @Carsten Lyck
      macht nichts, mich hat postc durchaus in dem ein oder anderen punkt weitergebracht. die gehässigkeit macht des öfteren spaß und ist manchmal sogar nötig..
      Wir haben unseren Nietzsche und unseren Spengler gelesen und sind zuversichtlich: Auch ein Maas wird wieder vergehen. Aber das, wovon die Leute bei postcollapse sprechen, wird immer bleiben und den Boden dafür abgeben, dass ab und zu etwas von dem aufscheinen kann, was auch der Don und wir mit ihm so wertschätzen..

    • Köpenick allerorten
      Hundertzehn Jahre nachdem sich ein Schuster als Hauptmann ausgibt gibt ein Berufsoffizier den syrischen Flüchtling. Seinerzeit soll der Kaiser herzhaft gelacht haben, heute wird von Führungsschwäche geschwafelt. Der Protestantismus ist wahrlich humorloser geworden.

  3. Seufz
    Wieder mal ein Text, nach dem man auf den Knien nach Italien rutschen möchte, wenn man denn könnte. Wenn es zu Fuß oder auf dem Fahrrad nicht geht, dann eben mit dem Roller. Natürlich keine Vespa, zu teuer und zu mäßige Technik. Aber immerhin mit einem Honda Roller, der auf den schönen Namen Forza hört und in Italien hergestellt wird.

    Ich bin ein Fan der ersten Stunde eines Europa der Vaterländer, und überall Euro wär auch schön. Ich habe aber inzwischen verstanden, dass nationale Währungen wirtschaftliche Unterschiede ausgleichen können. Also vielleicht lieber Geld wechseln.

    Das Problem mit den Eurokraten liegt darin, dass sie sich für die vorgesetzte Institution der nationalen Regierungen halten. Mir wäre eine stille Behörde lieber, die ausgleichend wirkt und Gemeinsamkeiten herstellt. Damit meine ich nicht gerade Gurken und Bananen.

    Ein Konkurrenzverein Europa light mit erstmal Großbritannien und den Visegradstaaten wäre doch nett, und dann können wir nach dem Dominoprinzip darauf warten, dass zu guter Letzt Deutschland der neuen EU beitritt.

    • die EU, wie wir sie kenne, wird fallen. Entweder durch Frankreich oder Italien. Es geht so einfach nicht weiter. Das ist schade, weil das vereinigte Europa eine gute Idee war. Aber die Realität ist noch zu schwiering und Probleme wurden zu lange ignoriert.

    • Die unmögliche Quadratur des Kreises:
      Es ist halt ein unauflösbarer Widerspruch, eine funktionierende EU zu wollen, ohne den souveränen Nationalstaat aufgeben zu wollen.

    • EU und der Rentner
      Italien und Frankreich werden erst dann austreten wenn das Verhältnis
      Rentner mit Euro-Pension zu arbeitslosen und pensionsalimentierten Enkeln eine kritische Größe unterschreitet

    • Frage
      @Don:

      Hätten sich die Probleme überhaupt lösen bzw. sich die Realität anpassen lassen?

      Wäre da überhaupt der Wille da gewesen etwas zu bilden was zu den „Vereinigten Staaten von Europa“ geführt hätte? Wäre das überhaupt gewünscht gewesen, wenn ja in welcher Form?

      Btw. zu Probleme/Realität: Da hätte sich was tun lassen…zum einen probieren die sozialen Levels anzugleichen (okay hätte bzw. hat im deutschen Sozialsystem zu Abstrichen geführt) und/oder z.B. dafür zu sorgen, dass wer in Deutschland arbeitet auch zu den Konditionen wie sie in Deutschland üblich sind angestellt wird und nicht zu den Konditionen wie sie im Herkunftsland herrschen. Gleiches gilt für das Unding der Zeitarbeit, wo reguläre Stellen durch Zeitarbeiter ersetzt werden…usw.
      U.U. wäre dann halt auch so etwas wie ein Staatenausgleich notwendig gewesen (Gegenstück zum finanziellen Länderausgleich in Deutschland), klar hätten da viele aufgeheult, aber wie man ja sieht funktioniert es ohne einen Ausgleich der sozialen und marktwirtschaftlichen Unterschiede, wenn die eigene Währung als Korrekturfaktor ausfällt, nicht so richtig…

      Was aber meiner Meinung nach bleibt und ich hoffe auch bleiben wird…ist dass aus meiner Sicht (eines Deutschen oder besser Bayerns) die verfickten diversen Erbfeindschaften (Stichwort: Bismarck und seine „Emser Depesche“) ad acta gelegt worden sind…auf eine Neuauflage von dem Mist kann ich dankend verzichten….

      bombjack

    • @bombjack
      Ein Ausgleich bei dermaßen großer sozialer Spreitzung und Ausdehnung über eine Währung wird in einem einheitlichen Regierungsraum immer scheitern.
      Zentrale Demokratie kann regionale Mitbestimmung nur beherrschen.
      Der US-Dollar-Staat hat sich nur durch militärische Gewalt im Sezessionskrieg gebildet. Die Abspaltung von Staaten wurde bekämpft.
      Dieser Prozeß ist in Europa nicht vermittel- und durchsetzbar.
      Die deutsche europäische Politik scheitert durch Implosion.
      Jede europäische Armee ist jämmerliches Konstrukt irrationaler Möchtegerne.
      Das Vorschreiben offener innereuropäischer Grenzen wird niemals akzeptabel werden.
      Im Herbste wird Deutschland die Kontrolle des Staatsgebiets wieder herstellen.
      Es geht nur noch um die praktikabelste Errichtung einer neuen Zusammengestaltung, weil ein gemeinsames Grenzregime nicht machbar ist.
      Aktiviert schonmal die bayerischen Gebirgsjäger 8-)

  4. Schnappatmung garantiert.
    Stelle mir gerade vor, mit breitem Grinsen, wie unsere Herrschaften, Neues Deutschland, darauf reagieren würden wenn man ihnen es dick, fett und hart ins Gesicht schmettern würde. Für diese Reaktion würde ich nackig “ oberhalb von Innsbruck“ spazieren gehen.

    Aber es zu genießen und zu preisen wenn man dort Urlaub macht, das ist OK! Finden wir, Entschuldigung, wir Deutsche, ein wenig Scham kommt mir hoch,nur noch Freiheit wenn wir ein wenig davon im Ausland aufsaugen können. Was denken sie, geben uns die Italiener ein wenig ab? Aus Mitleid vielleicht, das wäre mir auch egal, manchmal kann man es sich halt nicht aussuchen. ist das alles was uns bleibt?

    • Die Deutschen sind auf eine extrem egoistische Art nationalistisch und tarnen das nur mit Demutsgesten und Polse of Europedemos. Sammeln die auch mal für die Erdbebenopfer im Umbrien?

    • ... aaah ...
      … da war ich letztes Jahr und in der Abtei Monte Oliveto Maggiore, mit den Fresken von Signorelli und Sodoma …

      … Auf dem Rückweg nach Siena über die Dörfer musste ich alle 500 m anhalten, es ging nicht anders, so „bellissima“ war die Landschaft, so herrlich freiheitlich die Luft …

      Die linksgrünen Fanatiker aus dem RHS und ähnlich Gegenden (das Wort „Deutsche“ paßt nicht, weil es zwanghafte Deutschenhasser sind) kennen die Schönheit der heimischen und fremder Landschaften oft überhaupt nicht, weshalb sie mit ihrer Verschandelung wenig Probleme haben, sind auf eine primitive Weise globalisierungsgeil, sehen sich als Wir-schaffen-das-Weltavantgarde und finden Heimatgefühl tendenziell spießig.

      Der vermeintliche Antinationalismus ist Ressentiment und Ignoranz und die Erdbebenopfer in Umbrien sind nichts im Vergleich zu einem „Refugee“ vom anderen Ende der Welt, je exotischer, je besser.

      Saluti
      S.

    • @nur mal so nebenbei
      Es ist so ermüdend wenn die Leute mehr schreiben, als gelesen wurde.
      „2. Mai 2017 um 10:10 Uhr: Nicht alle Deutschen!“
      Quod erat demonstrandum!

  5. Schönheit und Eleganz
    Ich zitiere einmal eine Italienerin, die mir, vor vielen Jahren,
    in einem Chat schrieb:
    „Die Deutschen haben keinen Sinn für Schönheit und Eleganz.“
    .
    .
    So ist das.

    • Nicht alle Deutschen!

    • Fällt den Teutonen schon halt ein bischen schwer.
      Bella figura muss man wohl schon mit der Muttermilch aufsaugen. Das muss einen aber nicht davon abhalten, es zu lieben, und so gut wie eben zu leben, ohne affig zu wirken.

    • Sie haben Recht
      .
      Es gibt drei Ausnahmen – oder vier.

    • Titel eingeben
      Man könnte erwiedern: „Die Italiener haben keinen Sinn für das Gemeinwohl; jeder kümmert sich nur um seine Familie auf Kosten aller anderen.“

    • JA! Wie bei uns in Bayern!

    • Titel eingeben
      Wegen Mangel an Geld und Auto schau ich mir, auf Fontanes Spuren, gerne ab und zu die Havellanschaft an. Zu Fuß. Auch da (also hier) ist durchaus „Schönheit und Eleganz“ zu entdecken. Wenn man, auch richtig bemerkt, den Sinn dafür hat (kann man aber lernen).

    • Nicht alle Deutschen .....
      … und gewiss auch nicht alle Italiener.

    • Es ist so ermüdend
      wenn die Leute mehr lesen, als geschrieben wurde.
      .
      .
      Das Wort ‚alle‘ kommt im Zitat nicht vor.

    • @kdm
      Und das erzählen Sie – hier?! Die Havel … das ist schon fast die Uckermark … der Norden … die Protestanten … die Antisemiten … Tod, Teufel und noch Schlimmeres!

      Bin schockiert.

    • ........
      @el_mocho:
      Nachdem das Gemeinwesen dem Gemeinwohl spätestens 2015 die Gefolgschaft aufgekündigt hat halte ich es für vertretbar dem Gemeinwesen die Gefolgschaft zu kündigen. Ich bin ansich ziemlich national eingestellt und habs ansich durchaus mit der Solidarität innerhalb der Nation aber das ist eben eine Wechselbeziehung. Wenn die Führung der Nation beschließt das Moral wichtiger ist als Gemeinwohl und Nation sowieso voll fascho, dann akzeptiere ich das und orientiere mich eben um.
      Die Familie ist dabei eine gute Alternative, denn das staatlichen Sozialsystem kann zusammenbrechen, meine Familie wird das eher nicht tun, auf die kann ich tatsächlich bauen. Da kommt auch keiner daher der meint man müsse plötzlich 30 Marokkaner mit durchfüttern wegen der Menschenliebe.

      Dem Staat kann man einfach nicht mehr trauen, der verrät einen wies ihm grade in den Kram passt und hält sich morgen nicht mehr an die Absprachen von gestern.

    • Erfahrungen aus einem anderen Land
      Wenn Sie irgendwo hinfliegen und sie müssen mit dem Bus zum Gate gebracht werden und der Flieger landet und die Treppe wird angedockt und sie steigen aus und in den Bus und der fährt los und sie sind am Gate: dann sind sie in Deutschland.
      Wenn der Flieger irgendwo landet und sie sehen, da steht eine Treppe, aber niemanden scheint das zu interessieren und wenn sie endlich hingeschoben wird, dann passt sie nicht, also geht man wieder zum Kaffetrinken und wartet auf den Chef-Treppen-Schieber, der mit einem winzigen Kleinwagen kommt (irgendwann). dann aber nicht zu wissen scheint, dass seine Crew beim Kaffetrinken sitzt, deshalb ein Handy aus der Tasche zieht und wild gestikulierend anfängt, zu telefonieren, als würde der auf der anderen Seite das sehen, worauf der Obercheftreppenschieber in einem weiteren Kleinstwagen eintrifft, der wild mit dem Cheftreppenschieber über die letzten Fussballergebnisse zu diskutieren beginnt, was die kaffetrinkende Treppenschiebecrew aufscheucht und dazu veranlasst, langsam dorthinzutrotten und sich in die Diskussion über Fussball einzumischen, nebenher schiebt man langsam ein Gebilde namens „Treppe“ in Richtung einer Flugzeugtür und als der Cheftreppenschieber die Feststellbremse betätigt, passt das Ding wie durch ein Wunder.
      Leider muss die Stewardess dann durchsagen, dass leider noch kein Bus zur Verfügung stünde, der jetzt aber angefordert sei und sicherlich gleich eintreffen werde. Nach einer gefühlten Stunde erscheint der herangeführte Bus, dessen Fahrer lautstark die Treppenschieber beschimpft, warum sie so lange die Kaffemaschine besetzt gehalten hätten, sie würden doch genau wissen, dass er in seiner Kaffeepause selbst keinen Kaffee kochen dürfte, das gehe nur während der Arbeitszeit. Also musste er, um Kaffee zu kochen, das Ende der Kaffeepause abwarten.
      Jetzt endlich öffnen sich die Türen der in der prallen Sonne auf 100°C aufgeheizten Maschine und die Business-Class und die ersten zwei Reihen der Economy dürfen aussteigen, der Rest muss warten, bis der zweite Bus kommt.
      Hat man das Glück, in den ersten zwei Reihen der Economy transportiert worden zu sein, so bewegt sich der halbleere Bus, nachdem der Fahrer einen weiteren Disput mit den Treppenschiebern im Streit beendet hat, diametral entgegengesetzt zu dem in 50m Entfernung sichtbaren Gate, umrundet das Fughafengebäude, fährt dann durch ein völlig sinnlos dort herumstehendes Tor, durch einen Kreisverkehr, den man zweimal umrunden muss und dann nach einer weiteren Umundung des Terminals in Richtung des Gates, welches er aber abermals links iegen lässt, um das Flughafenfrachtgebäude zu umrunden und den dortigen völlig sinnlos herumstehenden Toren und mehrmals zu umrundenden Kreisverkehren einen Besuch abzustatten. Wenn man dann nach einer weiteren gefühlten Ewigkeit endlich festen Boden unter den Füssen hat, um festzustellen, das man den Anschlussflug nach Rio de Janeiro um 10 Minuten verpasst hat, sieht man daneben das Schild: „Wellcomme to France“, welches einem niemand hätte sagen müssen, denn einem Franzosen und Natural Born Schöngeist ist es nicht beizubringen, dass es von A nach B eine gerade Linie als Verbindung jedenfalls geben KÖNNTE. Ein Franzose wählt immer den schöneren Weg, die schönere Lösung eines Problemes, den schöneren Abgang, den schönen Tod. Ob das ganze auch praktisch oder auch nur praktikabel ist, überlässt er den Deutschen. Damit hat er einen grossen Vorteil gegenüber den Italienern. Deren Überheblichkeit hindert sie nämlich daran, andere um Rat zu fragen. Als nach dem Krieg ein deutscher Wehrmachtsoffizier von den Amerikanern über den Wert der italienischen Armee befragt wurde, sagte dieser, das Material sei Schrott, die Mannschaften seine motiviert und wenn richtig geführt zu vielem zu gebrauchen, über das Offizierscorps schrieb die US Army: „sei der Kommentar nicht zu drucken“, und das will für eine Armee immerhin etwas heissen.

      Summa Summarum: Es lebe der Schöngeist, aber ohne den Praktischen kann der garnicht leben, obwohl das beim Schöngeist unter „Überleben“ rangiert.

    • Dazu nur drei Buchstaben: BER.

    • Stolz und Vorurteil... - bei "nur mal so"
      Die ästhetisch verbrämte Legitimation sehr grober Ressentiments und maximal verallgemeinernder Stereotype und Negativ-Zuschreibungen ist ein unzweifelhaftes Kennzeichen für die Kombi aus Ignoranz und Arroganz …

  6. Bellissimo
    …wie immer. Von der italienischen Sonne verzaubert über die Eigenart des deutschen Volks herzuziehen macht ihnen so schnell niemand nach. Danke.

  7. Gut gebrüllt!
    Dazu fiel mir eben wieder dieser Tweet ein
    https://twitter.com/Varg_I_Veum/status/858275533699854336

  8. @ er ist untergroß
    Mir wurde noch beigebracht, Behinderte nicht zu greteln (veraltet:hänseln) – der Generation später wohl nicht mehr. An Maas sieht man, welchen Schaden das anrichtet. Sowas kann halb Europa in Schutt und Asche legen, wie wir von einem untergermanischen Maler mit untergroßem Talent aus Österreich wissen.

    Wie wärs mit ‚Maas der S-Klasse‘? Oder wäre ein halbgroßes Europa die bessere Alternativlosigkeit?

    • @untergroß
      Selten so gelacht. Der Mann ist nicht nur untergross sondern weder Jurist noch ein Demokrat, dessen Ziel es ist das Grundgesetz (die freie Meinungsäusserung) hochzuhalten. Er ist einfach völlig fehl am Platz.

      Ich stelle mir vor, daß es kurz vor den unseligen Zeiten genau so auch losgegangen ist. Mein Vater erzählte mir, es habe zahlreiche Maassnahmen (no pun intended) gegeben, die alle für sich betrachtet gerade noch so zu rechtfertigen gewesen seien (aber in der Summe zu dem führten, wofür die Deutschen immer noch mit einem fetten Schuldkomplex rumlaufen, obwohl Jahrzehnte nachgeboren).
      Ich hoffe ich täusche mich, momentan sieht es aber nicht danach aus (wenn ich mir SAntifa, NetDG, Nahles, Hendricks, unseren Siggi ansehe).

    • Showpolitik aus Proporzgründen
      Dass wir den Maas haben, liegt wohl eher am Proporzdenken in der SPD und dass da auch einer aus dem Saarland mal was werden musste. So wie wir den Dobrindt haben, weil doch auch immer einer aus Bayern was sein muss in der Regierung. Das muss fein austariert werden, „wer wär der beste für das Amt“ muss dann immer ergänzt werden mit „der im saarländischen Verband schon was ist und von daher jetzt auch mal dran wäre“. Da fallen natürlich viele bessere schon mal raus. Und man kriegt dann den Maas. Und für welches Ministerium genau, das entscheiden dann noch die Koalitionsverhandlungen.

      Im Land von Georg Büchner und Heinrich Heine ist so ein Maas aber einfach eine Zumutung. Autoritäre intolerante Haltungs- und Symbolpolitik mit diffusesten „Rechtsbegriffen“, die vom BVerG hoffentlich schnell wieder als verfassungswidrig kassiert werden wird. Keine einzige „Fake-News“ konnten sie auf Anfrage vorweisen, machen aber trotzdem mal Gesetze dagegen. Ein Haltungs-Showman ist das, kein Hüter der Verfassung. Er schadet dem Amt.

    • Noch so was teutonisches!
      Ohne Revenant Schickelgruber geht nicht!

  9. Doppelmoral, eine weitere deutsche Kernkompetenz, neben der Sonntagsrede und der Heimatverachtung
    Ja, keinen Sinn für Schönheit und Eleganz haben, das können wir gut; aber was wir noch besser können: der Welt zeigen, wie Heuchelei geht. Das sieht man gerade besonders schön an der Berichterstattung über den Kanzlerinnenbesuch bei diesem wundervollen Handelspartner der deutschen Rüstungsindustrie, Saudi-Arabien, das ja, so ein Kommentar der Tagesschau, „viel besser ist als sein Ruf“(https://www.tagesschau.de/ausland/merkel-kommentar-103.html). Hat natürlich nichts mit Wirtschaftsinteressen zu tun, sondern, gut universalistisch, mit den „dicken Brettern“ der Menschenrechte, die unsere verehrte Kanzlerin da bohrt.

    • Moralische Hütchenspieler
      Man schaltet da erstaunlich schnell um zwischen Hypermoral und Hyperpragmatismus, ein wenig wie ein Hütchenspieler: „Na – wo ist die Moral denn jetzt?“

      Das geht aber nur mit weitgehend freiwillig gleichgeschalteten Medien, die das alles dann auch immer passend framen („Saudi-Arabien besser als sein Ruf“ bei der Tagesschau gestern vs. wochenlangem ermüdenden Trump-Gebashe nach dessen Wahl, Toleranz für Erdogan-Machtergreifung und Verbalinjurien vs. andauernde Putinkritik). Im Grunde ist das moralisch alles völlig beliebig und halt eher an geostrategischen Freunde-und-Partner-Achsen orientiert. Das darf aber fürs Publikum natürlich nicht zu deutlich werden, diese Beliebigkeit, daher ist jetzt halt mal Saudi-Arabien besser als sein Ruf, und dann ist es doch auch richtig, dass die Kanzlerin da hinfährt. Welche Oppositionsgruppen hat sie dort eigentlich getroffen?

  10. Fahrfreude
    Denke an meinen roten Lancia/Autobianchi A112 Junior zurück und die italienische Art Autos zu bauen. 40PS mit Sonnendach, Ausstellfenstern und Radioabdeckklappe.
    http://www.posterimage.it/wp-content/uploads/2014/03/A112-Grillo-P.jpg
    Der Abarth hatte sogar eine eigene Rennserie.
    Und Tschüß

    • Titel eingeben
      Auf dem verlinkzten Photo, zeigt das Wägelchen vorne am Grill das Logo der deutschen Arbeitsämter?

    • der letzte: Y10
      Ich hatte den Nachfolger Y10 (je nach Land als Autobianchi oder Lancia plakettiert), den gab es auch mit elektrischen Ausstellfenstern hinten (tolle Idee!) und Alcantara-Innenausstattung. Meiner hatte 45 PS, das reichte dank unerreicht niedrigem Luftwiderstand auch mal für einen Schnitt von deutlich über 100 km/h auf einer Strecke von 400 km (ohne zwischentanken, natürlich).
      Auch typisch italienisch: zur Drehzahlangabe meinte die Bedienungsanleitung sinngemäß „gelber Bereich für volle Leistung, roter Bereich für Höchstleistung – aber vielleicht doch nicht so lange…“

  11. scritto bene!
    Danke für diese wunderbaren Impressionen und Interpretationen, die mir aus dem Herzen sprechen und denen nichts hinzuzufügen ist, weil sie genau auf den Punkt gebracht sind.

  12. Bitte korrigieren!
    Bin kein Grammar-Nazi, aber diese 2 hier erleichtern das Lesen:

    s /schon/schön/

    „warum zum Teufel ist das Paradies hier verlasse“
    -> „warum zum Teufel ist das Paradies hier verlasseN“ oder, wahrscheinlicher:
    „warum zum Teufel ICH das Paradies hier verlasse“

    Sonst mit dem üblichen Dank, und dem vorhersehbaren Neid ob des Wetters.

  13. Die Sprache macht's
    Kleine Begebenheit: In dem Lebensmittelgeschäft, in dem ich häufig einkaufe, steht vor mir eine Frau von eindeutigem Sub-Sahara-Hauttyp (sagt man das so?), was man in diesem Geschäft selten sieht. Wie kommt die hier her? denke ich. Dann beginnt sie mit der Verkäuferin in unserem unverkennbaren Dialekt zu reden. – Na klar, die gehört hierher, denke ich.

  14. Fahrradrahmensammler
    Mich wuerde inzwischen mal wirklich interessieren, wie viele Fahrraeder bzw. Fahrradrahmen der werte Don angesammelt hat. Muss dafuer bereits zusaetzlicher Platz angemietet werden?

    • 120, io ha un gran palazzo

    • Palazzo???
      Verehrter Don, das ist doch eine Scheune oder? Und wann bieten Sie mal Führungen durch die Rahmen- bzw. Markengeschichte an?

    • Im GHerbst baue ich blogöffentlich ein neues L’Eroicarad auf Basis des Capodivento.

    • Zwickts mi i glaub i draam...
      wer kapert da meinen Namen?
      Na was solls, von mir aus… die alte Zeit ist ja eh vorbei…

  15. Trek
    Der Titel ließ Schlimmes befürchten. Was dann aber kam stimmt einen glücklich im deutschen Kalteregen

  16. “… alti e schietti che van da San Guido in duplice filar…”
    – „…hoch und aufrecht gehn sie von San Guido in doppelter Reihe…“.
    Seit vielen Jahren urlauben wir in der Nähe von Bolgheri, dem Ort, in dem Giosuè Carducci seine Kindheit verbrachte und seine erste Liebe fand, nach der er sich ein Leben lang sehnte.

    Diese Region hat, historisch gesehen, auch wilde Zeiten hinter sich, lange bevor sich Teile der deutschen Linken, auch als Toskana-Fraktion bekannt, dort dem versteckten Hedonismus hingab.

    Wenn man sich mit den Leuten unterhält, dann wird deutlich, dass seit einigen Jahren die Zahl der Familienväter steigt, die die Ihren mit ca. 1.200 € monatlich über die Runden bringen müssen. In einer Gegend, die rein saisonal vom Tourismus lebt. Ein Tankwart berichtete, das eben fast nur noch für 20 € getankt wird. Wie weit halt das Geld so reicht.
    Aber es geht. Es geht ohne den Stolz zu verlieren. Nationale Symbole werden nicht weniger, die europäischen erscheinen lediglich, fast verschämt, an offiziellen Stellen. Das Hoffen auf „Europäische Solidarität“ ist kein Kriterium für die allermeisten Menschen.

    Und: Mit spinnerten deutschen Ideen, beispielsweise die dortigen Kulturlandschaften mit vom Verbraucher hochsubventionierten Windrädern vollzupflastern, wie hier in Nordbayern geschehen, bräuchte dort niemand kommen.

    • Wäre ich Italiener hätte ich einen Mordsprass auf die, deren Schuld ich
      an einigem, was in meinem Lande nicht so läuft und was mich ängstigt, vermute:
      https://www.nzz.ch/gesellschaft/rekordzahl-von-einbruechen-in-italien-im-diebesland-ld.1289142?reduced=true

    • Gehen Sie mal in Siena Ovest in einen Supermarkt und lassen Sie sich danach den Einkaufswagen nehmen.

    • statt mit Windrädern vollpflastern
      dann doch lieber mit Solarpanels auf den Dächern der Tacchino-Massentierzuchtställe.

    • "Wäre ich Italiener hätte ich einen Mordsprass"
      In den Küstenorten der Provinz Livorno, so meine Erfahrung, haben sich die Verhältnisse auch peu à peu verschoben.
      Da die zahllosen Clandestini sich irgendwie durchschlagen müssen, treiben sie Handel. Aber eben fast ausschließlich den der miserabelst vergüteten Art, mit Fake-Produkten am Ende der Struktur-Handelskette. Oder anders gesagt: Eine Mehrwertsteuer wird weder gesondert ausgewiesen, noch abgeführt.
      Die Polizia Municipale hat sich meist mit den Zuständen abgefunden, Razzien gibt es seltenst.
      Die örtlichen Einzelhändler führen da einen fast aussichtslosen Kampf.
      Man beobachtet sich meist feindselig.

    • Es gibt in grossem Stil organisierte Bettelei, 9-12 vor dem Supermarkt und dann in den Cafes. Das ist wirklich drastisch geworden.

    • Und diese Zustände drohen auch in Deutschland
      Industrie 4.0 und eine Analphabetenquote bei Zuwanderern in gar nicht homöopathischer Dosis werden inkompatibel bleiben.
      Es gibt bereits Forschung dazu, beispielsweise von Friedrich Schneider von der Uni Linz.
      Vertrauen in und Abgabebereitschaft an den Staat sind, aus leicht nachvollziehbaren Gründen, keine Wesensmerkmale großer Teile der Zuwanderer.
      Da werden die Grünen mit ihrem neuesten Wahlkampfschlager „Geschlechtergerechtigkeit auf Formularen für Steuererklärungen“ auch nichts dran ändern.

    • Apulische höhen...
      … wandern sie da mal drüber, etwa zwischen Benevento und Foggia. Die Landschaftszerstörung dort mit Windrädern kann einem die Tränen in die Augen treiben, finanziert wird das ganze mit einem System, das man vom deutschen EEG abgeschaut hat.

    • Windkraft an der windreichen ligurischen Küste?
      Ja sicher, es gibt sie dort auch. Ich kenne ca. 10 dicht aneinandergereihte Windräder in der Nähe von Rossignano Solvay. Ganz vereinzelt und optisch gar nicht präsent gibt es noch ein paar andere. Nicht annähernd vergleichbar mit etwa Hochfranken. Es macht wohl der Energiemix und die Effizienz.

      Im nahegelegenen Larderello liegt die Welthauptstadt der Geothermie (mit einem sehenswerten und eintrittskostenfreien Museum zum Thema).
      37 Geothermiekraftwerke erzeugen ein Drittel des toskanischen Strombedarfs. Der Betreiber exportiert nun sein Know-how nach Deutschland, beispielsweise ins bayerische Oberland nach Weilheim:
      https://www.welt.de/wirtschaft/article150941411/Der-kluegste-Oekostrom-entsteht-durch-Waerme-aus-der-Erde.html

      Dem italienischen Investor wurde es ganz warm ums Herz, als er auf die deutschen Förderbedingungen für Erdwärme sah. Da wird aktuell noch am stärksten gefördert.

    • Ungefragte Hilfe
      Neben der Bettelei war ich, als ich im Mai 2016 in der Toscana weilte, auch stark davon überrascht wieviel ungefragte Hilfe einem an Parkhaus- und Bahnticketautomaten zuteil wird. Eigentlich überall stand jemand daneben, bot ungefragt Hilfe beim Tarifsystem und erwartete etwas (eher alles) vom Wechselgeld als Dankeschön.
      Das ist mir danach nur einmal in Deutschland passiert, wo sich diese Masche anscheinend (noch) nicht so durchgesetzt hat. Ziemlich unerfreulich das Ganze.

  17. Bella Italia
    Zuerst einmal Dank für die schönen Bilder und den Artikel.
    Ich lebe im Dreiländereck D/F/CH.Wir haben viele italienisch-stämmige
    in der Region.Und auch wenn sie schon in der vierten Generation hier im Land leben bleiben sie Italiener.
    „Mama“,verstorben mit 96 war immer der Mittelpunkt der Familie.
    Mit über 90 färbte sich die Dame regelmäßig die Haare in ein helles braun
    und war immer top gekleidet.Bis zum Schluss hat sie gekocht(sehr gut)
    gebacken und gebügelt.Nie hat sie gejammert.
    Sie hob sich von vielen Einheimischen ab.
    Ich selber komme aus einer Familie die in der vierten Generation der Freikirche(Baptisten)angehört. Das ist ziemlich schwere Kost.
    Überhaupt ist die italienische Küche besser als die französische.(meine Meinung)

    • Titel eingeben
      Die französische Küche gibt’s ja nur, weil irgendwann (*) italienische Kochkünstler nach Frankreich gegangen sind und dort mit ihrer Kunst weitergemacht haben. (So hab ich’s mal in einem Buch über die Kochkunst gelesen; ich glaub‘ es war „Hitze“ von Bill Buford)
      .
      Yep, gerade nachgeschaut:
      (*) Zur Zeit von Katharina de‘ Medici.
      „Ein geliebtes Mitglied der toskanischen Lieblingsfamilie überquert die Alpen um Königin von Frankreich zu werden und verrät Italiens Geheimnisse. Damit endet die italiensiche Kochkunst, damit beginnt die französische. natürlich glaubt das keiner außerhalb der Toscana … “
      (ja, aus Bill Buford, „Hitze“)

    • Was ist mit dem Brot?
      Ich hatte zu Weihnachten meinen Schwiegrsohn in spe hier, einen Portugiesen, der 5 Jahre lang in Firenze gelebt hat.
      Er war ganz begeistert von dem deutschen Brot.
      Ferner: es gibt keine italienische Küche, sondern eine Vielfalt von regionalen Küchen. Die Emilia Romagna würde ich eher mit Bayern vergleichen.

    • Es kommt darauf an. Die Forneria Staggia Senese ist durchaus vergleichbar mit deutschem Brot.

    • Cuisine Francaise
      Ich war 8 Jahre in Frankreich und habe am Schluss wechselweise von Leberkäs‘ und Weisswurst mit Brezeln und süssem Senf geträumt. Auch vom französischen Essen kann man mal genug haben.

  18. Einem Münsterländer gefällt das!
    Schöner und richtiger Text. Gerade nach dem 1. Revolutionären Mai in B und HH wieder eine Wohltat. Seit der Doku „Nervöse Republik“ weiß ich, wie Politik und Medien ticken. Sie werden in Deutschland einen Scherbenhaufen hinterlassen, den einige von ihnen so mit Sicherheit nicht gewollt haben.

    • Nachtrag zum 1. Mai
      Liest, hört und televisioniert man die Headlines von gestern, insbesondere die Aussagen der schreihalsigen Gewerkschaftsbosse (Arm in Arm mit den lieben SPD Jenossen und Jenossinnen) über mehr Gerechtigkeit, weniger Zeitarbeit, weniger mickrig bezahlte Jobs, faire Löhne und Renten undsoweiterundsofort, kommt man nicht umhin (mit einem/zwei Augenzwinkern) zu bilanzieren, daß es nun wirklich wirklich allerhöchste Zeit war und sich nun endlich endlich die Gewerkschaften bildeten (gestern!), um gegen diese ungerächten Mißstände nun unverzüglich selbslos mutig voranschreitend vorzugehen… im Schulterschluß mit der einzig gerechten Partei, der SPD, oderso…

    • Ja, danke für ihren Hinweis
      Die – auch von mir manchmal so genannte – ‚Lügenpresse‘ und die Etablierten kommen durch die Dokumentation für mich wieder ein Stück menschlicher rüber; und das ist ganz phantastisch!

      Andererseits, bei aller Menschlichkeit, sprüht einer ganzen Anzahl dieser Menschen – inbesondere bei den Journalisten – der Eifer und eine Überzeugung aus den Augen, für das ‚Grosse, Ganze, und Richtige‘ Einsatz zu zeigen.

      Ganz typisch die CvD beim Spiegel, die sich hilflos gegenüber den blöden Texten und Beschimpfungen zeigt, nachdem sie vorher von den ‚überall in Deutschland brennenden Flüchtlingsheimen‘ berichtet, wegen derer die Leute zum Bahnhof gegangen seien und ‚Refugees welcome‘ hochgehalten hätten.
      Ich hätte sie schütteln mögen, wie kann man nur so verquer denken!? Wieviel Gutes wäre möglich, wenn es weniger Verbohrtheit und mehr Objektivität gäbe? Da hat vielleicht bei jemandem, der irgendwo tief drinnen eine Reichskristallnacht gespeichert hat, plötzlich bundesweit an allen Ecken Flüchtlingsheime brennen sehen. Vor dem 4. September 2015.
      Wenn man das dann selbst glaubt, sind natürlich die hereinkommenden Leserkommentare ebenso unverständlich.

      Es gab immer einen staatstragenden Journalismus; das war schon übel genug. Aber wenigstens haben die ihre eigenen Nachrichten nicht hemmungslos geglaubt.

      Ein Haltungsjournalismus, wie wir ihn hier beobachten müssen, ist tatsächlich eine Basis für den von Ihnen befürchteten Scherbenhaufen.

  19. Viele Italiener im Speckgürtel Stuttgart, im Ländle
    Am Arbeiten. So auch ein junges Pärchen im Haus (6 Einheiten). Am Arbeiten in Germania. Schon länger hier (geboren). Jeweils große Familien (ehrenwerte?). Alle am Arbeiten. In Apulien und Sizilien tote Hose (bzgl. Jobs). Maisonette oben und nett. Und immer fesch. Komme mit denen am besten aus, im Haus. Sonst lauter doitsche Landsleute. Geht auch, aber die oben stechen irgendwie heraus. Nicht negativ, im Gegenteil. Nix la dolca vita, aber doch ein gehörig Pfund „mehr Leben“. Wie machen die das? Keine Ahnung.

  20. Wir hätten den Blödsinn mit dem Euro lassen sollen
    Dabei zu sitzen, freundlich zu sein und sich aus der Politik des Nachbarn rauszuhalten, damit sind wir jahrzehntelang gut gefahren. Durch die Idee einer gemeinsamen Währung, an sich ja ein verbindendes Element, hauen wir das alles in die Tonne. Es ist schon tragisch. Der Euro sollte das Element sein, mit dem man das wiedervereinigte Deutschland kontrolliert, weshalb er das Stimmgewicht auch nicht an die Haftungssumme koppelt. Tatsächlich ist er aber eine fabelhafte Exkulpation für alle, die gerade für irgendetwas eine Ausrede brauchen. Hätte man auf den Euro verzichtet, hätten alle so weitergemacht wie bisher. Und es wäre wohl auch in Ordnung gewesen. Denn irgendwie mochten wir die italienische Lebensart doch immer. Nur selbst so wirtschaften wollten wir eben nicht. Und den Italienern geht es da nicht anders. Es gab zumindest, wenn auch nicht Liebe, Respekt. Nur selbst so leben wie wir, das wollten die Italiener eben auch nicht. Und so bindet uns derzeit eine Währung die uns an sich verbinden sollte. Tragisch. Irgendwie.

    Gruß Subjektor

    • Alles verspielt?
      Ohne Euro hätten wir heute noch einen weiteren deutschen Staat. Manchem wäre das sehr recht. Das neue Deutschland sollte eingehegt sein. Die Wahrheit liegt in der EZB-Bilanz. Und wer haut den Euro in die Tonne? Das sind doch die lieben Freunde und Freundinnen aus Italien und anderen südeuropäischen Ländern, die im EZB-Rat die Mehrheit haben und sich jeden Monat zum Abkassieren in Frankfurt treffen. Wir haben da eine Stimme wie Malta, haften aber mit rund 28%. Bald wird abgerechnet und wir zahlen nochmal, während gewisse Schuldnerstaaten nichts zahlen werden. Das wäre im Sinne Berlusconis und seiner Freunde, die gleich mit der Nazikeule auf uns einschlagen würden. Da wärs dann vorbei mit der deutsch-italienischen Freundschaft. Das sonnige Lächeln gerät zur Fratze.

  21. It's the law, stupid
    Deutsche Leitkultur = Grundgesetz

    Nicht mehr und nicht weniger.

    • ...........
      Ein Grundgesetz das keine wesentlichen Unterschiede zu anderen westlichen Verfassungen hat taugt nicht als Leitkultur, diese ist spezifisch deutsch und eben nicht im ganzen Westen zu finden.

    • Das Grundgesetz hat nix mit Leitkultur zu tun, denn
      es ist der kleinste gemeinsame Nenner zwischen den damaligen Besatzungsmächten und den Chiemseer Juristen. Es hat oft geändert werden müssen und enthielt mal, wenn ich recht erinnere, einen Passus dass es solange gälte, bis alle Deutschen usw. eine Verfassung beschließen.

      Es ist in Teilen außer Kraft. Es wird in Teilen ständig gebrochen. Es ist unvollständig (s.o) und gehorcht dem damaligen Zeitgeist. Es ist bequeme Rückzugsposition für Leitkultur- und Integrationsfreunde. Es verquast (z.B. Ländergliederung, Hymne). Aber es ist das einzige, das wir haben und beinhaltet viele vernünftige Dinge.

      Dieses GG will man als Leitkultur verkaufen? Von einem BMI, der sich selbst nicht an den Artikel 16 hält? Es ist Wahlkampf, das ist es.

  22. schwarze Null
    Werter Don, erlauben Sie bitte Widerspruch. Der deutsche Staatshaushalt und andere öffentliche Gläubiger profitieren von der Nullzinspolitik des Italieners Draghi. Soweit ja.
    Die Stillegung des Marktes für Geld schädigt viele Akteure. Der Nullzins fehlsteuert viele Kapitalallokationen.
    Der Deutsche als Bürger und Steuerzahler profitiert wenig. Selbst schuld ist er natürlich, mit der geringen Immobilienquote, der niedrigen Aktienquote. Der Deutsche verliert seit Jahren Geld.

    Ich fürchte dazu den Verlust all der Gelder, die andre EZB-Unterbanken der Bundesbank schuldig bleiben werden.

    Als (sehr kleiner) Importeur italienischer Produkte stelle ich seit Einführung des Euro bis etwa 2014 stetig steigende Preise fest. So einiges kaufe ich mittlerweile gleichwertig und günstiger in D und NL.

    Ihrem Ansatz, Deutschland profitiert von der Not anderer europäischer Völker mag ich daher nicht folgen.

    Wie erging es Ihrem Rad? Ich las von Kettenblatt und sonstigen Problemen?
    In den nächsten Tagen und auf Dauer: Immer eine Handbreit Luft um Blech und Don.

  23. Bellissima
    Wundervoll, wie immer! Sie sollten nicht nur eine Rubrik schreiben, sondern ein Reisetagebuch. Ich bin der Überzeugung, dass das auch heute noch verkaufbar ist.

    Als Freund der Europäischen Idee, frage ich mich auch, ob wir Deutschen am Untergang der EU nicht genauso Schuld haben, wie andere Länder. Das Nichtverständniss liegt wohl auf allen Seiten. Schade, denn ein freies und vereintes Europa wäre ein Traum, ein Paradies mit Platz für alle. Getreu dem preußischen Motto: Ein jeder nach seiner Façon!
    Doch hey wir Preußen – auch wenn ich seit einer halben Ewigkeit in Bayern lebe – sind nicht spaßbefreit. Es gibt sie auch, die bunten Hunde unter der Pickelhaube, die die das Beste aus allen Welten aufsaugen und spiegeln.
    Dann viel Spaß beim Rahmenkauf und fallen sie nicht aus oder vom selbigen! ;-)

  24. Unser Gemeindehaus
    wird von einer italienischen Gemeinde mitbenutzt und zweimal im Jahr feiern wir Feste miteinander und da kann man schon von denen lernen, was Gemeinschaft ausmacht. Mit ihrem Familienleben, bevorzugter Sprache, Lautstärke, Essen, Kleidung, Ordnung usw sind sie in meiner Wahrnehmung Sizilaner geblieben und wenn ich uns Bergische daneben sehe, würde ich von ihnen niemals verlangen, so zu werden wie wir.

    Wenn man „demütig“ genug ist, um anzuerkennen, dass man voneinander lernen kann, aber nicht muss, dann kann man auch das Beste daraus machen. Und Kommunikation ist sowieso die halbe Miete.
    2 Feste sind dann aber auch genug ;)
    Euer K. Thoas

  25. Die Apotheose des Italieners geht a bisserl zu weit
    Natürlich zeichnet es uns Deutsche aus, unser Land im In- und Ausland schlecht zu machen. Das macht keiner so gut wie wir. Selbst ich ertappe mich gelegentlich meiner Reisen in Mittel- bis Fernost dabei, an mein Land gerichtetes Lob bescheiden zu relativieren.

    Und natürlich haben wir allen Grund dazu, uns aufzuregen über unsere Politik, die Political Correctness, das Nichtsehen-Wollen von Problemen und und und. Aber dass die Politik irgendeines anderen europäischen Landes so viel ehrlicher und vernünftiger wäre, möchte ich auch nicht behaupten. Man schaue nur nach Frankreich oder Italien, deren „Establishment“ möchte man ja auch nicht haben.

    Und auf Ebene der Menschen oder der Kultur sieht es auch nicht besser aus. Der Italiener (Achtung, Generalverdacht) mag mehr Sinn für Schönheit haben, auch wenn die heruntergekommene Kubusarchitektur vieler ach so pittoresker Dörfer eher nicht dafür spricht, andererseits hat er möglicherweise auch weniger Sinn für Qualität und Zuverlässigkeit als die Deutschen und das ist ja auch was.

    Nein, Italien ist schön und die Italiener nett, aber es gibt auch woanders schöne Landschaften und freundliche Menschen. Wer die Tempel Nordindiens gesehen hat, tadschikische Gastfreundschaft erlebt oder die Präzision und Höflichkeit der Japaner wird die Apotheose des Südländers sicher nicht betreiben. Und die französische Küche ist sowieso besser. Finde ich. Und vom Rheinland aus auch schneller erreichbar.

    Aber vielleicht ist man als Rheinländer ohnehin näher beim Italiener, so dass der Unterschied zum Preußen oder Bayern weniger auffällt. Sagt man doch, Köln sei die nördlichste Stadt Italiens. Auch bei uns regiert ja der Superlativ in der Eigenwahrnehmung.

    Suum Cuique, sagte das Abzeichen auf meinem Barett bei der Bundeswehr. Und der alte Fritz. Deswegen kann man das eine oder andere bei anderen Nationen ja durchaus schätzen, ob man es mit den eigenen positiven Eigenschaften vereinen kann, bleibt fraglich. Und die Quote netter zu unangenehmen Menschen ist nach meiner Erfahrung global gleichverteilt.

  26. Extreme Korruption, Klientelpolitik, Unrealistisches Anspruchsdenken
    …sind Hautprobleme in Italien, Pasta und schöne Rennräder mag ich aber auch …

  27. Wunderschön!
    Danke für diese Liebeserklärung an Bella Italia!
    Die Italiener, die ich hier in Bayern treffe, geben sie gern zurück. Man scheint sich unmittelbar südlich und nördlich der Alpen bestens zu verstehen, auch wenn die EU alles daran setzt, diesen seit Jahrhunderten gepflegten wechselseitigen Beziehungen Steine in den Weg zu legen.

    An dem Gabelkopf wäre ich auch nicht vorbeigelaufen, wunderschön (aber bitte, so viel Respekt gegenüber der italienischen Sprache muss sein: Artigiano, Singular).

    So was müsste sich doch auch in bayerischer weiß/blauer Version herstellen lassen? Als beglaubigte Signatur für sorgfältig und von bayerischer Meisterhand restaurierte Edelräder?

    Viel Spaß (und Dampf) bei der Eroica!

    • Gabelkopf
      Man sollte halt auch nicht vergessen, daß „Deutschland“ und „schwarz-rot-gold“ doch etwas jüngeren Datums ist. Bis heute bezieht man sich im Zweifelsfall eher auf seine Region, nicht nur in Bayern (da besonders, klar!). Wenn dann noch Zwangsheiraten dazukommen wie Baden-Württemberg (weitgehend katholisch gegen weitgehend protestantisch…) oder Rheinland-Westfalen (Beikircher: „der Wessfale is‘ der natürlische Feind des Rheinländers“) natürlich erst recht!

      So nimmt halt jeder sein lokales Zeichen, am besten sein eigenes. Und wenn er keins hat, so läßt er eins machen: mein Mittendorf hat auf dem Gabelkopf beidseitig je ein schön geschwungenes „M“ und am Steuerkopf eine Wappenplakette (schön gestaltet, wenn auch Handwerker per Definition eigentlich keins führen durften…)

    • @astroklaus
      Zitat:
      „Man sollte halt auch nicht vergessen, daß „Deutschland“ und „schwarz-rot-gold“ doch etwas jüngeren Datums ist.“

      So, wie ich mich erinnere und ich mag falsch liegen, gibt es Italien als Staatsgebilde erst ähnlich lange wie Deutschland.
      Da spukt der Name Garibaldi in meinem Hinterkopf herum.

      Als Westfale kann ich den Kommentar Beikirchers jedoch voll zustimmen. ;)

  28. Kurze Phase der Europaplaketten
    Sehr geehrter Don,

    können Sie den Artikel noch mit jenem älteren aus Ihrer Feder verlinken, in dem Sie darlegen, dass es Anfang der Nuller Jahre statt der italienischen Trikolore kurzzeitig die Europafahne auf den Drahteseln der Italianita gab, und warum das nicht mehr der Fall ist? Der war nämlich auch sehr beeindruckend!

    Besten Dank und Gruß!

  29. Was solls,
    bei uns ist die Identitätsstörung Teil der nationalen Identität, und sie wird noch verschlimmert durch untergroße Verantwortungstäter, die Abgrenzung nicht von Ausgrenzung unterscheiden können.

    Schenkt den Bayern und Berlinern endlich die Unabhängigkeit. Dann haben wir wenigstens zwei Modelle, für die sich dann die Restdeutschen entscheiden dürfen.

  30. Wir sind Lederhose
    In der von dem Mann mit der Udo-Lindenberg-Unterlippe aufgebrachten Diskussion um die Leitkultur, Motto:“Wir sind nicht Burka“, fühlte sich sowohl die antideutsche Nachwuchsorganisation der antideutschen GRÜNEN zu einem Kommentar aufgerufen, wie auch ein Kollege Leitartikler der FAZ.

    Unter der Überschrift: „Wir sind nicht Lederhose“ veröffentlichen die Bundessprecher der JUNGEN GRÜNEN ihre Replik, offensichtlich weil die Assoziation mit „Lederhose“ einen dumpf rechtsnationalen Bauerndepp aus dem tiefsten Hinterbayern aufruft, wo ja bekanntlich nur der Abschaum wohnt

    Weil ich ausgerechnet gestern eine tolle bayerische Lederhose bekommen habe, hier die Replik auf die Replik (und auf den FAZ-schen Leitkomentar, mit dem ich nicht einverstanden bin):

    Die GRÜNEN schreiben unter anderem, „Vaterlandsstolz“ sei gefährlich, das sei eine Lehre der Gechichte“ und „„Niemals kann etwas wie deutscher Nationalstolz auf den Greueltaten des nationalsozialistischen Deutschlands aufgebaut werden.“*

    Nach offizieller französischer Geschichtsschreibung, die ich vollständig nachvollziehen kann, ist der Zweite Weltkrieg die direkte Folge des Ersten, und hier vor allem die völkerrechtswidrigen Bestimmungen des sogenannten „Versailler Vertrages“, gegen den sich die Deutschen erhoben hatten.
    Dass dieser Vertrag, dessen Unterschrift mit einem Völkermord an detschen Faruen und Kindern erzwungen wurde, völkerrechtswidrig war, ist international unstrittig. Aus diesem Grunde wurde er zum Beispiel entgegen dem Willen von US Präsident Wilson vom amerikanischen Kongress nicht ratifiziert.
    In dem Gutachten für diesen Kongress, auf welchem diese Entscheidung beruht, schrieb der amerikanische Völkerrechtler Edmund E. Sterling (1919) bereits im ersten Satz: „Vom Standpunkt des Völkerrechts hat dieser „Vertrag von Versailles“ diesem internationalen Rechtssystem soviel Gewalt angetan, wie kein anderer Friedensvertrag in der modernen Zeit…es ist schwierig, in den Vertragsbestimmungen überhaupt einen einzigen Punkt zu finden, der nicht gegen Internationales Recht, anerkannt und etabliert zum Schutze souveräner Staaten, verstösst oder es ignoriert….“.
    Es war deshalb nicht (ausschliesslich) Nationalstolz, sondern auch das Völkerrecht, das diesen Krieg in Gang gesetzt hat, und wenn man schreibt: „Nationalstolz ist gefährlich, das lehrt die Geschichte“, dann müsste man darunterschreiben: „Das Gleiche gilt für das Völkerrecht, ab morgen gilt nur noch das Recht des Stärkeren“.
    Dieser Nationalstolz gründet übrigens in keiner Weise auf den behaupteten oder tatsächlichen Gräueltaten der deutschen Geschichte, wenn diese endlich einmal vollständig aufgeklärt würden.
    Ein Beispiel ist der „Laconia Befehl“ wegen dem Grossadmiral Dönitz als Kriegsverbrecher verurteilt wurde. Der hatte während des Krieges zwei Deutsche und ein italienisches UBoot geschickt, um fast 1000 englische und polnische Schiffbrüchige zu retten. Als diese Armada im aufgetauchten Zustand mit den Rettungsbooten im Schlepp von einer B24 der US Airforce bombardiert wurde, wobei mehrere hundert Zivilisten getötet wurden, erging der Befehl, GLEICHARTIGE Rettungsaktionen in Zukunft nicht mehr durchzuführen.
    Die amerikanische Bomberbesatzung wurde nie behelligt. Trotzdem und trotz des Kriegsverbrechens von Dresden, das vor allem darin besteht, dass die zweiten Bomberwellen so gestaffelt wurden, das bei der zweiten Welle Feuerwehr- und Rettungspersonal getroffen wurden, ein ungeheuerliches und einzigartiges Kriegsverbrechen, empfinden Amerikaner und Engländer heute ihren Nationalstolz und dürfen das auch.
    In Doktorarbeiten der US Airforce, zum Beispiel in „The ethics of bombing Dresden“ wird dieses Vorgehen als „unethisch“ und „verbrecherisch“ bezeichnet. Der amerikanische Nationalstolz baut deshalb nicht darauf auf, sondern wird TROTZ dieser Taten empfunden. Das gleiche würde ich den deutschen Landsleuten empfehlen: Vergangenheit aufarbeiten und auf Vieles, aber nicht auf alles, stolz sein.
    Der heutige FAZ-Leitartikler schreibt, eine Leitkultur sei ausserhalb der deutschen Verfassung nicht darstellbar.
    Die deutsche Kultur hat aber die Verfassungen, so es solche gab, des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ (1000 – 1806), der Kleinstääterei (1806-1871), des Zweiten Deutschen Reiches (1871-1919), der Weimarer Republik, des Dritten Reiches, der Besatzungszeit und der jetzigen verfassungslosen Zeit überstanden. „Verfassungen kommen und gehen, deutsche Leitkultur bleibt bestehen“, möchte man da fast sagen. Eine Leitkultur ist deshalb nie Bestandteil der Verfassung.
    Die jetzige sogenannte „Verfassung“, welche das unter Besatzungsrecht verabschiedete Grundgesetz darstellt, von dessen Entwicklung über 10% des Volkes von vornherein ausgeschlossen waren, welches unter Bruch des Artikel 146 eben dieses GrundGesetzes von Bundestag und Bundesrat zur Verfassung erklärt wurde, hat damit eine zweifelhafte Gültigkeit. Die Begründung, „es habe sich schliesslich bewährt“, werde ich das nächste Mal vorbringen, wenn ich mit Tempo 100 in einer 30-er Zone geblitzt werde. Das hat sich (bis jetzt) schliesslich auch immer bewährt.
    Verfassungen werden von überparteilichen Verfassungsversammlungen verabschiedet. Ihre Verabschiedung ist ein identitätsstiftender Akt eines ganzen Volkes, auf dem sich soetwas wie Nationalstolz oder auch nur Nationalbewusstsein aufbauen könnte.

    Nichts spräche dagegen, das jetzige Grundgesetz innerhalb eines solchen Aktes als Verfassung zu verabschieden. Es müsste nur von einer Nationalversammlung beschlossen werden.

    Dass dieses nicht geschehen ist, ist ein Zeichen dafür, dass auch unsere Machteliten aktiv daran anbeiten, dass sich „Nationalgefühl“ nicht entwickelt.
    Das macht diese Machteliten zu den neuen Besatzern. Sie sind nicht auf unserer Seite. Das muss man sich merken.

    *(Anmerkung: ich war so frei, aus „Gräueltaten“ „Greueltaten“ zu machen, „Gräuli

  31. Das gute, nicht nationalistische Gefühl muss man sich erstmal leisten können..
    Ein großer Satz, gelassen formuliert.

  32. Französische Schnapsidee
    Moin,
    ist mir doch jetzt ein bisschen viel Lobhudelei auf eine alte Kulturnation, die das organisierte Verbrechen als Lokalcolorit pflegt und ihren Müll nicht aus den Straßen kriegt, bis er denn irgendwann zwecks Verbrennung vor unser aller Haustür verbracht wird. Ihr Bankensystem haben sie auch selbst in den Ruin getrieben. Da hat Herr Schäuble keinen Anteil.
    Und was den Euro angeht, so kann es wohl heute als gesicherte Erkenntnis gelten, dass unser Altkanzler die D-Mark der Wiedervereinigung geopfert hat und zwar auf erpresserisches Drängen unseres westlichen Nachbarn, dem ein Großdeutschland + D-Mark unerträglich schien.
    Deutschland muss sich für den Euro und die Vorteile, dies es in den letzten Jahren daraus gezogen hat nicht entschuldigen. Müssten die Italiener ihre BMWs noch mit D-Mark bezahlen würden Sie es trotzdem tun. Zu D-Mark Zeiten war Deutschland durchaus auch konkurrenzfähig, wie manche sich vielleicht erinnern.
    Außerdem bleiben uns die ganzen ungedeckten Schecks ja sowieso erhalten und holen uns in den kommenden Jahren ein.

    • „die das organisierte Verbrechen als Lokalcolorit pflegt und ihren Müll nicht aus den Straßen kriegt, bis er denn irgendwann zwecks Verbrennung vor unser aller Haustür verbracht wird.“

      Das schaffen wir in Berlin auch und ganz ohne Kultur, aber mit den jeweiligen politischen Irren a la mode, aktuell R2G und SPON-Feministinnen und antideutschen Maulhelden beim Tagessstasipiegel.

    • Aber eben, verehrter Don, auch nur in Berlin.
      Dafür finde ich Berlin sogar ausgesprochen nützlich – es ist das öffentlich sichtbare Warnsignal, was passieren wird, bekommen manche Untergrosse oder nicht Normschöne das Sagen in Deutschland.

      Und nur der historischen Gerechtigkeit halber – nein, an der Bankenkrise Italiens hat Deutschland überhaupt keinen Anteil. Es weigert sich nur gut nationalistisch und zu Recht, dafür zu bezahlen.

      Den demonstrativ vorgetragenen Anti-Nationalismus mancher Kreise habe ich nie verstanden :-). Der Amerikaner Eric T Hansen hat in seinem Buch „Planet Germany“ mal anhand von Gesprächen mit offenbar linksliberalen Deutschen die für mich überzeugendste Erklärung abgeliefert: Diese Leute finden zwar Deutschland sch***, aber alle anderen Länder noch viel mehr (er durfte sich u.a. viertelgebildete Belehrungen über das Barbarenland „USA“ anhören). Eine Art von negativem … Nationalismus.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @herrolsohn 12:18
      welche Vorteile hat denn der Normalbürger vom €? Mir fällt kein einziger/kaum einer ein. Es mag sein, dass € und auch Schengen dem freien Warenverkehr und damit der Großindustrie Nutzen gebracht haben. Ich bin kein Experte in Makroökonomie, habe aber einige davon kennengelernt. Und die sind eigentlich einhellig der Meinung, dass uns der € weit mehr schadet als nützt (siehe u.a. Nullzinspolitik).
      Dass der € eine uns von Kohl aufs Auge gedrückte Sache ist, davon bin ich überzeugt. Er soll ja mal geäußert haben „wenn die Deutschen den € nicht wollen muss man sie eben dazu zwingen.“ (oder so ähnlich). Und diese (nichts für ungut) absolutistische Zwangskultur erleben wir jetzt seit etlichen Jahren. Leute, die von Volkswirtschaft Null Ahnung haben, aber hohe Regierungsämter bekleiden, erklären uns warum der € gut für uns sein soll. Und nur, damit das Kohl-Projekt durchgeboxt wird, à la Stalingrad, koste es was es wolle, und wenn wir (und andere) dabei untergehen, aber Hauptsache Kohl hat nicht erleben müssen, dass sein Lebenswerk scheitert. Obwohl ich mich als überzeugten Europäer sehe (u.a. bin ich Frankreich-nah aufgewachsen, war und bin oft dort und habe Französisch/Romanistik [+Anglistik] studiert) kann ich mich dem nicht anschließen. Für mich wäre es keine Katastrophe wenn der € und das Schengen Abkommen zurück genommen oder scheitern würden.

  33. Wir können also hoffen ...
    … dass der Ludwig Thoma vom Tegernsee (leider ohne das entsprechende literarische Werk) bald seinen Wohnsitz in das „schönste Land der Welt“ verlegt? Schließlich garantiert die EU mit ihrer Niederlassungsfreiheit, dass „die Glücklichen, (…) ihren Lebensmittelpunkt in den schönsten Regionen des Landes frei wählen können“. Also lassen sie ihren Worten entsprechende Taten folgen, das dürfte auch im Sinne ihres Blutdrucks sein.

  34. Nettes Zitat
    Ich las mal irgendwo: ‚Die Deutschen lieben die Italiener, aber sie bewundern sie nicht; die Italiener bewundern die Deutschen, aber sie lieben sie nicht.‘
    Quelle kann ich nicht belegen, aber ich finde, es hat was. Viel Freude bei den Radrennen, werter Don!

    • Sehr gut!

    • Titel eingeben
      Quelle leider auch nicht vorhanden, kenne es auch, nur etwas zugespitzter mit jeweils ‚achten‘ anstatt ‚bewundern‘, in der Tat, ziemlich zutreffend

  35. Intellektuelle Freiheit, Treue und Ehrlichkeit
    Super Artikel. Die mixtur von reuhe, happiness, und sorgen sind wohl ueberall in Europa. Der „verdammte Nationalismus“ macht nur sinn fuer die dessen erfahrung mit Nationalismus schlecht war. Diese melancholie hat wenig raum fuer kulturen von Nationalismus kein schimpfwort ist oder jemals mit extremen ethos verbunden war. In vielen situationen gibt Nationaler Stolz auch verbindung und halt. Ich mache mir sorgen wie die EU das neue Europa so ueber jahrzehnte mit einem EU Nationalimus die regionalen so langsam verschlingt. Vergleichbar wie der nette Laden der jetz pleite ist weil alles mit Tesco/Carrefour/Metro geht. Verraten sie bloss nicht wo dieser lemige weg auf dem huegel ist, sonst kommt da noch die EU hin und plaziert da ein EU Schild „View of Montalcino – funded by the EU“

    • Man hat Europa zum Wirtschaftseliten- und Staatsräuberprojekt verkommen lassen, das ist das Problem.

  36. Entwicklungshelferin für Old Europe
    Danke Don, frühlingshaft frisch Ihr Beitrag. Stellen Sie sich vor Sie wären buchstäblich unterm Zuckerhut aufgewachsen! Wenn Kaltland mir zu deutsch bei meiner Arbeit vorkommt , gibt’s zum Ausgleich Paris und manche Südländer, zum Glück!

    • Ich habe gerade bei einem Ex-Wuppertaler eingekauft, der war auch froh, wieder hier zu sein.

    • Lieber Don,
      das mag in dem besonderen Fall auch an Wuppertal liegen (sagt ein Düsseldorfer).

      Gleichwohl, das italienische Wetter und das Dolce Fare Niente seien Ihnen und dem Ex-Wuppertaler gegönnt.

      Mit bestem Gruße aus dem kraftregierten Scheiter-Haufen
      SchallundRauch

  37. Titel eingeben
    Sie kennen offenbar den Norden nicht. In Dänemark ist man entspannt in schönster Natur, hat europaweit das größte Angebot an ökologischen Lebenmitteln und vertraut dem Mitmenschen (meistens). Und
    das bei funktionierendem öffentlichen Sektor und sehr geringer Korruption. Hätten Sie zudem Luther gelesen, wüssten Sie daß
    er kein Miesepeter war.

  38. Auch mit Wolfgang Streeck Radfahren auf dem Pfad der Leitkultur Nation?
    „Das gute, nicht nationalistische Gefühl muss man sich erst mal leisten können.“ Don, eine treffende Bemerkung, die Sie sich leisten, zusammen mit der Anerkennung des „Italienertums“ – meine Ironie ist angesichts der Assimilierungsversuche Südtirols nicht aus der Welt.

    Vermutlich auch zutreffend Ihre Bemerkung, die EU wird an Italien und Frankreich scheitern – selbst wenn unsere „Nichtnationalisten“ meinen wir können uns alle Euro-Staaten leisten. Was für ein Spät-68iger-Größenwahn. In diesem zentralen Punkt scheinen die Deutschen einig 68iger-Blockflötenland.

    Eine schöne „Fahrradrunde“ gegen den „Nicht-Nationalismus“ drehte Wolfgang Streeck in der Zeit. http://www.zeit.de/2017/18/europaeische-union-nationalstaat-deutschland-neoliberalismus

    Trotz aller historischen Runden und deren Unausweichlichkeiten – Ist Trump Caesar ? – vielen Dank für Ihre italienischen Radimpressionen:
    Es gibt auch ein Leben auf und mit dem Rad. Und bei Regen im Norden mit Don A. aus dem Süden, so sehr er gegen den Protestantismus mosert!

    • Pardon, aber wir zeigen doch gerade wieder in Griechenland, dass wir uns wie Besatzer aufführen. Das wollen andere nicht.

    • @ Don Alphonso
      Besatzer ist nun wirklich nicht das richtige Wort. Missionar trifft es besser. Außerdem zwingt die Griechen niemand dazu, unsere Kredite anzunehmen (die absehbar Geschenke sind) und die damit verbundenen Bedingungen für ihr ökonomisches Seelenheil zu erfüllen. Wer sich für seine Glaubensschwüre bezahlen läßt, soll nicht auch noch meckern. Das gilt ganz besonders für die steinreichen Obergriechen, die sich in London, Berlin und Paris teuer einkaufen, aber für die Privatisierung im eigenen Land kein Geld lockermachen wollen. Da kaufen dann die Chinesen.

    • Köpenick allerorten II
      Und Kultur bringen wir den Griechen auch, völlig umsonst (oder gratis?)
      Documenta, wo schon immer tiefe Löcher gebohrt wurden:
      http://www.tagesspiegel.de/kultur/eroeffnung-der-documenta-steinmeier-griechenland-gehoert-zum-europaeischen-haus/19630600.html

  39. Die Leitkultur der Doppelmoral
    Jaja, den Nationalstolz der anderen (hier: der Italiener) anhimmeln und gleichzeitig Deutschland einen „egoistischen Nationalstaat“ nennen, weil wir die Zinsersparnisse auf Staatsschulden vermöge des von Frankreich gewollten Euro nicht an Südeuropa verschenken.
    Würden die uns im Gegenzug die Zinsverluste privater Sparer ersetzen?
    Haben die uns Milliarden geschenkt, als wir um das Jahr 2000 der „kranke Mann“ Europas waren?

    • ... das ist mir auch aufgefallen ...
      … und man kann ergänzen:

      … das locker-sympatische Durchwinken der afrikanischen / arabischen Armutzuwanderer nach Norden, und das seit Jahrzehnten … zT wurden die mit „Wanderpapieren“ ausgestattet…

      … die Abgabe von Grenzsicherversprechen und Entgegennahme von Förderhilfen bei gleichzeitigem Nichtstun. Schengen war für D nicht kostenlos.

      … der schlaue Aufbau von Privatvermögen und das Abdrücken der Schulden auf den Staat / Drittstaaten. Sowohl die Italiener wie die Griechen sind erheblich vermögender als die Deutschen (im Durchschnitt und im Median).

      Insgesamt ist viel an Spannungen in Europa dadurch aufgebaut worden, dass man es in der eigenen Gier übertrieben hat und andere zahlen lassen will.

    • Italien hat früher alles getan, dass die Migration in Grenzen bleibt. Erst die Bilder von Lampedusa haben die Probleme auf das Festland gebracht. Vor 10 Jahren kamen wirtschaftsmigranten noch mit Schnellbooten bei Nacht. Inzwischen werden sie in Absprache mit Helfern von Schleppern angeholt und Italien damit geflutet. Es ist ein deutsches Problem, und als Italiener würde ich es ein deutsches Problem sein lassen.

    • Griechenland bekommt doch finz. Hilfe...
      … von der EU für die Flüchtlingsunterbringung. Ehrlich gesagt, finde ich es erbärmlich von GR, dass sie mit 56000 nicht fertigwerden. Sie stellen sich einfach nur blöd und wir sind echt blöd…

  40. Leitkultur ist nicht die Lösung
    Zitat: „Im neuen Deutschland jenseits des verdammten Nationalismus geht das alles ohne Fahne und Bellissimo. Das gute, nicht nationalistische Gefühl muss man sich erst mal leisten können.“

    Und wenn wir es uns nicht mehr leisten können, kommt das neue gute und nationalistische Gefühl in Gestalt der AfD (oder ähnlicher Gruppen) – dann wird alles halt richtig schlecht, auch für die europäischen Nachbarn …

  41. Die Rechnung geht nicht auf...
    Lieber Don,

    ich stimme Ihnen vollkommen zu, was die deutsche Doppelmoral angeht. Allerdings erscheint mir Ihre Motivanalyse unangebracht simpel. ‚Deutschland‘ mag vielleicht im Rahmen der Krise 150 Mrd. Euro an Zinsen gespart haben. Aber dieses Geld ist im gleichen Zeitraum den deutschen/europäischen Sparern entgangen.
    Die oft in der Südschiene geäußerte Verschwörungstheorie, Deutschland würde sich auf Kosten der PIGS bereichern, ist genau das.

    Das Problem besteht darin, dass der Euro den Zins als unverzichtbares Lenkungsmittel des Kapitalismus ausgeschaltet hat. Das viel zu billige Eurogeld hat die Krise der Südschiene ja erst ausgelöst. Man mag gegen den grauen Protestantismus des Nordens einiges ins Feld führen und er ist gewiss nicht ’schön‘ im italienischen Sinne. Aber er vermeidet extreme Fiesta/Kater bzw. Boom/Bust-Zyklen, wie wir sie jetzt auf der Südschiene erleben.

    Nichtsdestotrotz ist die deutsche Prärogative innerhalb der EU ein elendes Ärgernis, und vielleicht finden die Franzosen am nächsten Wochenende darauf doch noch eine überraschende Antwort.

    Und was das Spenden für Umbrien angeht: Würde der italienische Staat tatsächlich etwas Sinnvolles mit den Spenden anfangen? Dass es in den Erdbebengebieten immer noch so aussieht wie vor fünf Jahren, liegt m.E. nicht am Geld, sondern an der politischen Struktur.

  42. Gott sei Dank, es ist bald vorbei.
    Deutschland ist jetzt schon Geschichte, weil es sich entschlossen hat im reinen Vakuum des Nihilismus angereichert durch reinen Materialismus sein Heil zu suchen. All das was das Merkel-Deutschland so leichtfertig preisgibt wird sofort oder posthum von Mächten besetzt, die rein gar nichts mit seiner Kultur und seinen Werten zu tun haben. Leuten wie Merkel & Co., die ihrer eigenen Bevölkerung permanent in den Rücken fallen, haben kein besseres Schicksal verdient wie Marie Antoinette. Aux armes citoyens!

  43. Das Wesen des Nationalismus
    Ach, beim Wörtchen Nationalismus habe ich das Bild zweier bildhübscher junger Damen vor Augen, die in einem Auto sitzen mit perfekt gepflegten Händen und wunderbaren Haaren und einem seligen Lächeln im Gesicht, so selig und charmant und wunderbar anzuschauen und ihr Blick ist ganz groß, weil zugleich nach innen und nach außen gekehrt in zwei Welten und ihnen ist ihre Lust anzusehen, die eine körperliche sein könnte, die Lust der Freude. Dann aber schweift der Blick auf die beiden roten Farben mit Halbmond und Stern. die sie aus dem Seitenfenster strecken und man wird sich bewusst, dass die beiden Grazien sich gerade dem Herrn Präsidenten Erdogan mit ihrer Lust und ihrer Freude hingeben, einem fernen Herrscher, dem sie sich aus ihrem Auto in jenem Autokorso im Angesicht des „Ja“ wohl nie mehr nähern werden als der Abstand zwischen Couch und TV. Und ich frage mich, was das ist, dieser Stolz, der zwei so wunderbare Geschöpfe in zwei ferngesteuerte Püppchen, in zwei Marionetten zu verwandeln vermag.
    Und ich komme immer nur zu dem einen Fazit: Mir ist Nationalismus einfach nur unheimlich, weil der Grat zwischen Stolz und egoistischer Niedertracht zu dünn ist und er immer wieder unversehens bröckeln kann zur falschen Seite. Er macht Menschen zu Nicht-Denkern. Er nimmt ihnen die Autonomie. Er verblödet.

    • Gratuliere
      werter Herr Mense, Sie sind ein phantasiebegabter Mensch.

      Nur, das was Sie sich ausdenken, gehört allein Ihnen.

  44. Selten so gelacht
    Vielen Dank, da waren ein paar köstliche Gemeinheiten dabei, die mir den Tag gerettet haben.

    Allesamt verdient, die Schmähungen.

  45. Don Alphonso´s Flucht vor der Realität
    Lieber Don Alphonso,

    inzwischen sind ja doch schon ein oder zwei Jahre vergangen, in denen ich mehr oder weniger regelmäßig Ihre Geschichten hier lese, auch in der sich jährlichen Wiederholung Ihrer Reisetätigkeit, die sich zu anderen, normalen Bürgern, die ihren Urlaub noch verdienen müssen, nur in ihrer Häufigkeit unterscheidet.

    Wie ich schon hörte gibt es Menschen, die seit 15 Jahren stets wieder zum Lido di Jesolo fahren, oder zum Geburtshaus von Luis Trenker.
    Aber dieses Jahr ist Ihnen Ihre blumige Reisebeschreibung in den Süden besonders gut gelungen.

    Vielleicht lese ich deshalb Ihre Geschichten so gerne, da sie mich an meine Kindheit erinnern und Pippis Reise ins Taka-Tuka-Land oder Don Alphonso als James Krüss mit seinem Buch „Die glücklichen Inseln hinter dem Winde“, ein Gegenentwurf zur zeitgleichen Realität im düsteren Deutschland.

    Bei all Ihren gewissenhaften Reisvorbereitungen in der vergangenen Woche und der hingebungsvollen Inspirationsaufnahme auf Ihrem Weg in den Süden sind Ihnen vermutlich einige Geschehnisse der Gegenwart entgangen mit denen jene, die Ihre Geschichte heute lesen dürfen, konfrontiert wurden.

    Ich denke da so an die Schlagzeile des BR vom 25.04 „Das leise Einflößen eines gedanklichen Gifts“, was ja mehr nach einem Romantitel von Edgar Allan Poe klingt, doch ich glaube Johanna Rupprecht meinte es ernst mit ihren Zeilen .

    Sie waren ja nicht da und können es nicht wissen, aber die letzten Tage waren ja ganz toll, so zwischen München und dem Chiemsee.
    28.04.17 – Armenier bedrohte Zugbegleiterin mit Messer
    30.04.17  – Vergewaltigung in Hallbergmoos
    30.04.17 – Münchnerin am Stachus von zehn Afrikanern sexuell belästigt
    30.04.17 – brutaler Mord in Prien

    Nun machen Sie sich mal keine Sorgen bei Ihnen an der Goldküste des Tegernsees passiert so etwas natürlich nicht, na jedenfalls steht dort niemals derartiges in den Zeitungen. Vielleicht haben sich die regionalen Zeitungen am Chiemsee auch nur mal nicht an die Vorgaben des Presserats gehalten. Sehen Sie es einfach wie Wilhelm Busch in der frommen Helene:

    Ach, die sittenlose Presse!
    Tut sie nicht in früher Stund
    All die sündlichen Exzesse
    Schon den Bürgersleuten kund?

    Der Einzelfall in Prien am Chiemsee war ja wohl ganz schaurig. Ich will Ihr Glücksgefühl in italienischen Gefilden ja nicht erschüttern, doch stellen Sie sich mal so eine Mutter vor, die sich gerade, um der Ruhe willen, an der Ladenkasse von Ihren drei pensenden Kindern breitschlagen ließ, diesen je ein Überraschungsei zu kaufen und diese alltägliche Szene von einem nicht in den Programmzeitschriften angekündigten Tatort rüde unterbrochen wird, indem einer dieser notleidenden Flüchtlinge, die ja alle unsere Hilfe und finanzielle Unterstützung benötigen, einer Frau die Kehle durchschneidet.

    Als ich davon hörte dachte ich gleich an Ihren Kollegen von der FAZ, den Herrn Kohler und seinem Kommentar vom 12. 04 mit der Überschrift „Bravo, Borussia!“. So aus heutiger Sicht und in Anbetracht des Priener Einzelfalles wirkt Kohler´s Kommentar ein wenig asslig.

    Herr Kohler meinte damals ja: „dass die Dortmunder Spieler einen Tag nach dem Anschlag auf ihr Leben zum Spiel antraten, verdient größten Respekt. Das ist die richtige Antwort an die Bombenleger.“

    All die gehetzten Mütter, die mit ihren Kindern jetzt wieder einen Supermarkt betreten und, wenn auch nicht sehr wahrscheinlich, aber doch vor Augen haben, erneut mit solchen gruseligen Einzelfällen konfrontiert zu werden, erhalten nicht die geringste Kohler´sche Bewunderung, kein Bravo. Keiner findet ein Wort dafür, daß die Frauen tagtäglich wieder auf die Straße gehen, Mütter mit ihren Kindern zum Einkaufen gehen und sich der täglich wachsenden psychischen Belastung aussetzen müssen. Ja, was ist schon so eine fürsorgliche, deutsche Mutter gegen einen Fußballer von Borussia und Berthold Kohler sieht in Gedanken die Zeilen von Peter Schlemihl vorüberziehen:

    „Ich weiß gewiß, ihr könnt uns nicht entbehren Geliebte Leser! Es geschieht so viel,
daß ihr gezwungen seid, uns zu verehren.“

    Bei dem folgenschweren Anschlag auf den BVB Bus sprach die Kanzlerin ja auch von einem „Widerwärtigen Anschlag“.

    Nach diesem lebhaften bayerischen 30. April hört man ja nichts von ihr, obwohl diese Einzelfälle ja doch alle eine wenig widerwärtig sind und nach Duden, „widerwärtig“ ja ihrem “ Wollen oder Handeln sehr zuwider, hinderlich“ sein dürften.

    Vor einigen Tagen fiel mir eine alte Zeitung aus dem Regal und beim Aufheben las ich F.J. Strauß´ Zeilen, als dieser in etwas unflätiger Weise im Februar 1961 in Vilshofen an Willi Brandt gerichtet sagte:

    „Eines wird man Herrn Brandt doch fragen dürfen: Was haben Sie zwölf Jahre lang draußen gemacht? Wir wissen, was wir drinnen gemacht haben.“

    Da kam mir so der Gedanke, daß es eigentlich schon eigenartig ist, daß diese Frage noch nie an Merkel gerichtet wurde, so für ihre Zeit zwischen 1978 und 1989. Hat sie versucht zu fliehen, wie all die von ihr heute so fürsorglich aufgenommenen Gäste? War sie im Widerstand? Manche sagen ja sie war für Propaganda zuständig in ihrem Unrechtsstaat.

    Jedenfalls hat sie sich nach 1989, wie eine Made im Speck, ins gemachte Nest gesetzt.

    Na, jedenfalls war Ihre Geschichte heute wieder recht lustig, so eine kleine Flucht aus dem Asphaltjournalismus eines Herrn Kohler und seinen Kollegen, die die von Ihnen angesprochene Doppelmoral tagtäglich auf´s Papier ins www bringen.

    Träumen Sie pedalierend mal hübsch weiter. Wir sind alle froh und bedürftig in wenigen Tagen wieder eine Märchenstory, a la`James Krüss, von Ihnen lesen zu dürfen.

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Danke
      Ihr Text trifft die Sache heute wohl besser als der Don.

      Zum Wirtschaftspolitiker scheint er sich auch ähnlich gut zu eignen wie die Kohlbirne. Nach dem Abtöten der ostdeutschen Industrie durch eine vermurxte Währungsunion (popolistischer Wechselkurs 1:1) wäre es ihm als Historiker durchaus zumutbar, die Lateinische Münzunion zu studieren bevor man die alten Fehler wiederholt und verschlimmert.

      Das Einspare der Zinsen betraf viele Jahre die GIPS(+F)-Länder von denen zumindes G u I die Beitrittskriterien nie erfüllten, was auch allgemein bekannt war.

      Da hat sich das deutsche Schweinchen ein schönes, billiges Strohaus gebaut, wird aber nicht so billig heraus kommen wie die Eidgenossen seinerzeit aus ihrer LMU.

      Wenn Mitterand die DM wollte, hätte Birne sie ihm analog Bosnien, Kosovo, etc anbieten können.

      Eine brauchbare Stimmengewichtung in der EU u EZB müsste immer die Mehrhiet der Einwohner, der Länder und der Nettozahler / Gläubiger umfassen. Dann dürfen sich die Suderanten selbst entmachten falls ihnen danach ist.

  46. Das Glück muss man sich erarbeiten
    Deshalb mache ich zum Beispiel immer meinen eigenen Abwasch.

  47. Italienische Leitkultur
    Ach, ja die (Süd-)Italiener! – Großmeister der Autosuggestion, die es sogar dann fertigbringen, begeistert und laut von „Bella Italia, giardino di Europa“ zu schwärmen, wenn die disziplinlos angehäuften Müllberge an Straßen und Wegen direkt vor ihren Augen und Füßen liegen. Sie lieben es wohl, ihr Land, aber sie achten es nicht.
    Und wenn man wie wir vor vielen Jahren den naiven Fehler macht und aus unterschiedlichen Familien zu sich Leute einlädt (Klischee: lange reich gedeckte Tische unter Olivenbäumen mit fröhlichen Menschen), dann wird man sehen, wie die sich bestenfalls ignorieren oder auch anfunkeln wie zwei Kater nachts auf dem Dach.

    • Zeigen Sie mir mal die Müllberge hier in Siena.

    • Müllberge
      Werter Don,
      genau, jetzt, wo Sie es sagen! Und ganz komisch, nicht nur in Siena, sondern auch auf unserem nicht gerade kleinen apulischen Grundstück gibt es keine Müllberge zu besichtigen. – Dafür ist schon seit langem die „Schwarze Tonne“ rundum mit einer Europafahne dekoriert, die wir nach Ausbleichen erneuern.

    • Herrlich!
      DA funkeln diese Lebenskünstler eher freundlich an.
      Weil er selber Lebenskünstler ist und keine Rechnung schuldig bleibt.
      Auch zahlt er sicher nicht mit typisch deutsch…..sorry…..verdrossener
      Miene, indem er spindelfingrig und umständlich aus seiner Börse fischt
      und sich mit körperlich spürbarem Widerwillen von jedem einzelnen Cent
      trennt.

  48. Titel eingeben
    Der Artikel verklärt die Probleme leider und eine Aussage ist abenteuerlich bzw. GRENZPOPULISTISCHER Fake…( meine Meinung)

    zu Letzterem zuerst:
    …… wann und wo hat Deutschland als Staat die Flüchtlingsbewegungen (.. im Artikel als “ von Deutschland verschuldete Migrationskrise“ beschrieben) verschuldet oder herbeigeführt?
    Aus Syrien? Aus Zentralafrika? Aus Afganistan od. Bangladesh?
    Wie der Autor zu seiner These kommt begründet er nicht ….. ?
    Für mich als Österreicher stellt sich die Frage was könnte Deutschland „alleine“ od. ein anderer Staat auf der Welt „alleine“ tun um die Migrationsbewgungen auf zuhalten od. deren globalen Ursachen zu lösen …. diesen mächtigen Staat gibt es nicht !!
    Falls doch bitte um Info an die Weltöffentlichkeit welcher das sein soll!

    Weiters Glaube ich das der Nationalegedanke deswegen Hochkonjunktur bekommt oder bekommen hat, weil viele Länder mit der Globalisierung und dem daraus resultierenden Notwendigen Veränderungen nicht klar kommen und die notwendige Anpassung verweigern.
    Daher wird eine zutiefst menschliche Reaktion sichtbar, die der Schuldzuweisung.

    Ich als Italiener, Franzose, Niederländer usw. soll selbst Schule sein, und soll mich auch noch Anpassen/Verändern??
    NEIN DIE ANDEREN bei denen es gut oder in Verhältnis subjektiv Besser läuft sind SCHULD (…in Europa wird das meistens auf Deutschland bezogen, warum könnte mir Rational noch keiner Erklären), sollen die doch was Änderen.
    Diese Reaktion kann man überall beobachten ausgehend von kindliche bis zum Erwachsenen Individum bis zu Gruppen … Länder,
    Staaten usw..
    Wenn es noch dazu eine Zusammenarbeit od. einen gemeinsamen Rahmen gibt (…EURO u. EU) wird auch das gerne als SCHULDTRÄGER in Anspruch genommen.

    Von all den Anderen und diesen Schuldträgern muss ich mich Abgrenzen und zeigen: Wer ich bin (Identität), Was ich geleistet (Historie) und worauf ich stolz bin (Werte) usw… also Nationalismus zeigen.

    • Soll ich Ihnen das wirklich mal aufschreiben? Früher hat Italien illegale Einwanderer auf Lampedusa interneiert, dann kam der vor allem deutsche Aufschrei. Dann hat Deutschland die Grenzen geöffnet und alle Illegalen aus Italien reingelassen, die schicken das Geld nach Afrika und Deutschland sorgt jetzt mit der angeblioch humanitären Schleppermafia, dass noch mehr kommen, aber in Italien hängen bleiben. Kommen Sie nach Staggia, da steht ein junger Bettler am Coop und reden Sie mit dem. Der würde gern zu Ihnen und so lange das nicht geht, ist er halt hier.

    • Titel eingeben
      Schön, daß sie es mal aufgeschrieben haben. Ich hatte es fast befürchtet. Weiter oben hat einer Ihrer Gemeinde nach dem Gegenteil von Hippochondrie gefragt, während ich mich fragte, was das bedeuten soll. Jetzt vermute ich es heißt was vom Pferd zu erzählen.

    • ... na ja...
      … aber in dem Punkt hat der Don sogar Recht: Es sind die Pull-Faktoren, die von D ausgehen, zusammen mit der offen wahnsinnigen „Willkommenskultur“, die nunmal dazu führen, dass sich Leute, die 50 Euro mit harter und ehrlicher Arbeit kaum verdienen können, aufmachen, um die 500 Euro geschenktes Geld abzuholen…Und dass wir Irre hatten, die das beklatscht haben, mag man vor lauter Scham kaum zugeben …

    • Hippochondrum
      Das Hippochondrum: der Pferdearsch.

      Gibt es das in Österreich nicht?

    • @ GRENZPOPULISTISCHER Fake?
      Genau das Gegenteil ist der Fall.

      Der Don hat recht!

      Das deutsche Grundgesetz wird seit den frühen 1980er Jahren mit Wissen und von den deutschen Behörden ausgehöhlt.

      In den 1980er Jahren kamen zunächst iranische Staatsbürger, die Dank des sog. „Iran-Erlasses“ der NRW-Landesregierung aus humanitären Gründen geduldet wurden.

      Da begann bereits die „Politik der offenen Arme“ oder „wir schaffen das“.

      Noch während des laufenden Asylverfahrens in Deutschland beantragten sie bei ihren iranischen Konsulaten wieder einen iranischen Paß (Kosten damals ca. 500 DM).

      Der Grund: der iranische Staat akzeptiert keinen anderen Paß als den eigenen.

      Mit dem iranischen Paß wurde dann regelmäßig, oft mehrmals im Jahr, nach Iran gereist. Mit Schwarzarbeit und deutscher Sozialhilfe hat sich manch einer dann in der alten Heimat eine solide Existenz aufgebaut bzw. Immobilien erworben usw.

      Positiv kann man es auch als eine andere Form der Entwicklungshilfe sehen.

      Diese Praxis dauert bis heute unverändert an, und weil sie sich bewährt hat, wurde sie von Migranten aus anderen Ländern erfolgreich übernommen.

      Nicht mal deutsche Grenzbeamte sind stutzig geworden, wenn Asylsuchende bzw. anerkannte Asylbewerber Urlaub in ihren Heimatländern machten, wo sie doch angeblich „verfolgt“ werden.

      Vergangenes Jahr ist diese Praxis auch dem CDU-Obmann Schuster durch einen Artikel in Der Welt „bekannt“ geworden.

      Ich habe ihn daraufhin mal angeschrieben:

      ***Sehr geehrter Herr Schuster,

      Vergangenes Wochenende las ich in einem Online-Artikel der „Welt am Sonntag“ unter der Schlagzeile „Geflüchtet nach Deutschland, Urlaub in der Heimat“ über Ihre Bestürzung angesichts der Tatsache, dass anerkannte Asylbewerber häufig zu Urlaubszwecken in ihre Heimatländer fahren, in denen sie doch angeblich bedroht und verfolgt sind/waren.

      Sie werden in diesem Zusammenhang zitiert: „Es verschlägt einem doch fast die Sprache“.

      Mir hat es auch die Sprache verschlagen angesichts von soviel Unkenntnis der realen Verhältnisse hier in Deutschland. Das erklärt natürlich im nachhinein auch die desaströse „Flüchtlingspolitik“ der Bundesregierung und einiges mehr.

      Ich kann Ihnen versichern, dass diese Praxis der Rückkehr in das Heimatland zu Urlaubszwecken und/oder zu geschäftlichen Zwecken zumindest unter vielen Iranern seit 1983 Gang und Gäbe ist. Das ist in den Milieus doch allgemein bekannt und will keinem aufgefallen sein? Und was ist mit Flüchtlingen aus Afrika? usw.

      Ich halte das Grundrecht auf Asyl (Art. 16a GG) für ein wichtiges und schützenswertes Gut und finde es wichtig, dass Menschen, die in Ihren Heimatländern aus politischen oder religiösen Gründen verfolgt werden, bei uns Asyl erhalten. Aber da sollte man schon etwas genauer hinsehen.

      Mit freundlichem Gruß***

      Die Antwort seiner Mitarbeiterin lautete, dass Herr Schuster sich arbeitsbedingt leider nicht mit allen Dingen eingehender beschäftigen könne.

      Dank der modernen Kommunikationsmedien ist es heute jedem Migranten immer und überall möglich, sich über die neuesten Entwicklungen im Zielland (Deutschland) zu informieren. Er hat ja auch ein Recht auf Information.

      Was dann nach 2015 passiert ist, ist ja hinreichend bekannt.

      Soviel zum Thema „Fake“.

    • Liabs Herrgöttle von Biberach, Hippochondrum, der Pferdearsch gehört zur deutschen Leidkultur
      @Thomas Marx
      Regio hypochondriaca, Synonym: Hypochondrium
      Als Regio hypochondriaca bezeichnet man die Körperregion, die eine Oberflächenprojektion des seitlichen Abdomens innerhalb des knöchernen Thorax ist.
      Regio hypochondriaca sinistra: enthält Milz und überwiegenden Anteil des Magens
      Regio hypochondriaca dextra: enthält den Lobus hepatis dexter

    • Stolz und Vorurteil
      Dass für Don Alphonso zur feinen (ital.) Lebensart auch ein sehr grobes und affektgeladenes Weltbild gehört, das führt er uns nicht nur in seinem gleichermaßen schwärmerischem wie von gehässigen Stereotypen und Ressentiments nur so strotzenden Urlaubsbericht aus idyllischen Landschaften vor, sondern er bietet – konsequenterweise – auch auf diesem Gebiet reichlich Superlative in seinen nachfolgenden Kommentaren: Mit gleichermaßen genervter wie arrogant-belehrender Attitüde („muss ich Ihnen das wirklich aufschreiben“) und selbst also ohne jede italienische Leichtigkeit ‚rotzt‘ er uns hier eine ‚Chronologie‘ zur Plausibilisierung seiner kontrafaktischen Behauptungen hin, die alles überspringt, was zur Herleitung der Flüchtlingskrise faktisch von Bedeutung gewesen ist und macht dafür etwas zum Schlüsselfaktor, was für die Italien- und Mittelmeerroute faktisch ohne Bedeutung war. Also erstens fand das Internierungslager in Lampedusa natürlich nicht deshalb ein Ende, weil Deutschland dagegen war, sondern weil – nach mehreren Aufständen der Internierten, und nachdem diese das Lager 2011 komplett niedergebrannt und zerstört hatten Italien sich zunächst gezwungen sah, Lampedusa für ne Weile zum ’nicht-sicheren-Hafen‘ zu erklären. Nach Wiedereinrichtung wurde das Vorgehen v.a. aufgrund des inneritalienischen Protestes (v.a. nach Veröffentlichung der Bilder von der dortigen Desinfektions-Praxis) geändert. Später hat Italien seine Flüchtlinge dann vorzugsweise in den Zug gesetzt und über den Brenner geschickt, bis die Österreicher dort Grenzkontrollen einführten. Was die tatsächlichen Ursachen für die – für viele tödliche – Mittelmeer-Route angeht: Da ist bei nüchterner Betrachtung in erster Linie die Tatsache zu nennen, dass 2011 Libyen von einer u.a. südeuropäischen Militär-Koalition (Italien, Frankreich, +GB, +USA) zum failed state gebombt wurde, ohne dass es ein Konzept für die Zeit nach der Militärintervention gegeben hätte. Italien hatte im Übrigen noch 2016 eigene Militäreinheiten in Libyen. Und die von Italien dort mitverursachte Situation hat dafür gesorgt, dass die Libysche Küste seit 2011 und bis heute Haupthandlungsort der internationalen Schleppermaffia wurde. Deutschland war (auch) an diesem pol.+militärischen Desaster zum Glück nicht beteiligt, hat aber offensichtlich überproportional die Folgen mitgetragen. Vor diesem Hintergrund die Flüchtlingskrise wie alle anderen Europäischen Problemfelder und Krisen, sowie die italienische (+spanische +griechische) Bankenkrise schlicht zum Deutschen Problem zu erklären, das ist schon sehr ignorant, dumm und auch gefährlich. Immer wieder schwer zu verstehen, dass sich jemand, der sich doch offensichtlich nicht ganz ohne Grund in Fragen der Lebensart für einen Ästheten hält, auf dem Gebiet des Politischen so offenkundig unreflektiert und hemmungslos seinen Affekten überlässt.

  49. Titel eingeben
    Schöner Text und ja, Italien und Frankreich sind die (nicht mehr sehr schwarzen) Schwäne in Europa, weil ein Austritt dieser Länder aus dem Euro (oder ein anderes heftiges Event) eben nicht mehr darstellbar wäre (weder für den Euro noch die EU). Griechenland hingegen läuft da wirtschaftlich bei den Zwergstaaten mit.

    Mal schauen, wie die Frankreich-Wahl ausgeht; immerhin haben die Medien ja so langsam verstanden, dass Macron auch nicht der Heilsbringer sein kann, den Deutschland will, sondern dass es französische Interessen gibt, die ganz klar anders aussehen als die in Deutschland.

    • Ich wäre nicht überrascht, wenn Macron danach Le Pen light werden würde.

    • Ein light ala Le Pen - wird es nicht geben
      Die haben die stärkste „Rute“, und die dümmsten „Fische“ vor sich.

      https://pbs.twimg.com/media/C-PMA4DXoAAT34H.jpg

      Aber so lange die Doppel Dings (https://pbs.twimg.com/media/C-vbGEbXsAIs7sp.jpg:large), in friedlichen Zeiten einhergeht, so lange hält sich auch die EU.

    • Frankreich - WahlDiskussion
      (Ich weiss, kaum jemand kann davon noch hören, allen hängt das zum Hals heraus. Aber in 4 Tagen ist alles vorbei („Heile heile Gänschen …“).
      Und auch dieses Mal bin ich froh, nicht den OT ziehen zu müssen: jemand anderes hat das für mich besorgt.)

      Ein wenig hierhin gehört schon, dass heute wieder mal alle schreiben, wie überlegen Macron war. Das Traurige: doch nichts gelernt! Alle beteuern immer, sie hätten gelernt aus Trump und Brexit. Man erinnere sich kurz: HRC hat in allen Fällen DJT an die Wand argumentiert. So wurde uns aufgetischt. Erinnert sich auch noch jemand an den Ausgang der Wahl?

      Dieses mal wird es allerdings so ausgehen, und – ich muss euch enttäuschen, ihr Manipulationsmaschinenmenschen in den MSM – *nicht* wegen euch.
      Marine Le Pen hatte zwar die schärfere Schnute, war aber durchaus unwürdig für eine Präsidentin. Emanuel Macron hat mit Unterstützung seiner stahlblauen Augen seine deutlich gut vor-einstudierten Gesten und Sätze autoritätslos anbringen können.

      So oder so, Frankreich hat verloren. Das werden mindestens 5 Jahre vollkommen verloren. Macron hat seine Rezeptbuchlösungen aus der ENA, die schon in seinen Jahren als Wirtschaftsminister katastrophal wirkten, nochmal aufgekocht. Wollen wir hoffen, dass der Rest seiner Ideen genauso wenig umsetzbar sein wird, denn dann träfe es uns: Auflösung in ein Europa der Bundesstaaten, Schuldenunion.

    • Makrone...
      … ist zunächst die Fortsetzung von Hollande, ob leichter oder schwerer wird man sehen. Er hat vielleicht mehr und bessere Ideen aber weniger Macht im Parlament und Widerstand auf der Strasse gegen jede Produktivitätssteigerung bleibt auch garantiert.

      Schließlich sind die Franzmandl und -weibl weltmeisterverdächtig im Matschkern (raler).

  50. Die Leichtigkeit des Seins
    ist den meisten Deutschen leider fremd. Umso mehr freue ich mich über den Text aus bella Italia, der das deutsche Wetter und deutsche Befindlichkeiten vergessen lässt. Herzlichen Dank dafür.

  51. @ DA "Wir zeigen in Griechenland, dass wir uns wie Besatzer aufführen. Das wollen andere nicht"
    – öhh, Herr Blogdirektor, die Griechen haben per Abstimmung wiederholt bekundet, das sie die EU-Fuchtel in Kauf nehmen.

    Man muss sich einfach die Summen vor Augen führen, die die Griechen für die „Demütigungen“ einstecken.

    E ist eine ganz große Comédie humaine, was wir da vorgespielt bekommen – und worin wir auch vorkommen – als Hitler natürlich, wie immer. Oder halt, gähn, schon erheblich weniger schrill – als einfache „Besatzer“, wie bei Ihnen.

    • England, Frankreich und Rußland
      gaben die ausgezahlte erste Kredit-Tranche an Griechenland verloren und bewilligten keine weiteren Kredite. Ludwig I. kreditierte aus eigenem Vermögen 2 Mio. Gulden, um Gr zu retten. Die bayerischen Verwaltungsfachleute mühten sich vergebens ab, eine geregelte Staatlichkeit (z.B. mit Kataster) herzustellen. Es ging nicht – damals nicht und heute nicht. Die Schäuble-Clique (oder sollte man sagen „-Bande“?) hat aus dieser Geschichte gelernt: Da Bayern nach 150 Jahren immer noch auf Rückzahlung wartet, vergeben sie jetzt die Kredite zwar ohne Zins, jedoch mit einer Laufzeit von 150 Jahren. Schlau, gell! Unser Finanzminister verdient auf jeden Fall den Ehrentitel „Die Schwarze Null“! Womöglich liegen in seinen Schubladen zwar die 100.000 Dm nicht mehr herum, aber dafür Pläne ebensolcher Güte wie für die Griechen, falls Italien und/oder Frankreich…

  52. Schwarze Null
    Lieber Don, der erste Teil des Textes ist wunderbar, mit liebevoller Ironie geschrieben!!
    Was soll aber dann der Bruch im Gedankenfluss mit dem mehrfachen Einprügeln auf die „schwarze Null“? Was ist daran schlecht, wenn man nicht mehr ausgibt als man einnimmt? Was ist an dem Schuldenmachen der Südländer positiv? Es führt zu einer wirtschaftlichen Eiszeit, bürdet der nächsten Generation eine untragbare Last auf und endet letztlich in Staatsbankrott und Hyperinflation.
    Grüße Uli

    • Was ist gut an Aufstockern, denen das Sozialamt ein Zimmer zusperrt oder die aus ihrer gewohnten Umgebung weg müssen, weil ihre alte Wohnung zu gross ist – in einem der reichsten Länder der Erde?

    • @Uli49 - Schulden machen
      Die grosse Null ist doch keine Summe!
      Was ist positiv am Schuldenmachen der Südländer? Nichts. Doch. Die Deutschen sind Exportweltmeister und können das nur sein, weil jemand anderes all das Zeug *kauft*. So herum ist das Schuldenmachen der Südländer schon gut. Für die Deutschen.
      Hyperinflation? Nicht doch, dank der EZB.

      Die bundesdeutsche Infrastruktur bricht partiell zusammen, die Datenraten sind zu niedrig. Da müsste dringend was geschehen. Leider wird das Geld für andere Zwecke benötigt, z.B. eine Million migranti aufzunehmen, zu kleiden, zu gesunden, unterzubringen, zu füttern. *Dann* müsste man schon Schulden für infrastruktur machen; und die verdienten sich leicht zurück.

    • dieses Argument zieht nicht
      nichts ist gut daran. Wenn man aber 40 Milliarden pro Jahr für illegale Migranten ausgeben kann, dann ist Geld genug da. Die riesigen Steuereinnahmen werden von den Politikern nur an diejenigen verteilt, von denen sie Wählerstimmen erwarten. Darüber hinaus werden die Lobbyisten geschont, da man als Politiker von denen noch mal eine Gegenleistung erwartet. Wenn man jetzt den Politikern noch weiteres Schuldenmachen erlaubt („rote Zahlen“) dann profitieren davon gewiss nicht die Aufstocker. Grüße Uli

    • SCHWARZE NULL statt SCHWARZER BLOCK !
      siehe John Maynard Keynes……………….

      das mit der schwarzen null ist so: der staat nimmt gierig und leitet kaufkraft und investitionen vom bürger zu administratoren mit dicken hintern an grünen schreibtischen mit versorgungsansprüchen !

    • Titel eingeben
      Die große Wohnung wird doch für die familienzusammengeführten Schutzsuchenden aus Istdochegalwoher gebraucht! Entschuldigung, aber langsam kommt angesichts des Tohuwabohus nur noch Zynismus auf. Der Ganzjahres-Fasching von Leuten, die nicht in die Verlegenheit kommen werden, in den preiswerteren Vierteln eine Wohnung zu suchen oder sich als Aufstocker krummzulegen, widert mich widert derzeit nur an. Frau M. sucht neuerdings Abschiebehelfer, während die Mittelmeerfährlinie Frontex neue Schutzsuchende aus Istdochegalwoher anlandet. Der Deutschlandfunk nimmt Constantin Schreibers Buch zum Anlass, wohlwollend über eine „Twitteraktion“ einer islamischen Gruppierung zu berichten. http://www.deutschlandfunk.de/meinmoscheereport-twitteraktion-als-reaktion-auf-schreibers.886.de.html?dram:article_id=385026 Zumindest bei diesem Sender ist kein Abweichen vom einmal gewählten Kurs zu sehen, auch wenn der Eisberg immer größer wird. Dass nach der Art und Struktur der federführenden Verbände keine Selbstkritik zu erwarten ist, ist eh klar. In zwei Wochen sind Wahlen in NRW und ich find immer noch nichts Wählbares…

    • Mein Gott, die machen auch nur das, was dem Regierungstenor gefällt. Draussen sind die meisten überhaupt nicht froh über den radikalen Islam, Berlin bezahlt trotzdem wieder DITIB. Da passen solche Berichte gut.

    • Call the experts
      Was ist eigentlich das Gegenteil einer „schwarzen Null“?

      Die „rote Null“? Was ist dann der Unterschied zur schwarzen Null?
      Die „rote Zahl“? Warum kann die „Null“ dann nicht rot, blau, lila oder meinetwegen rosa sein? Null bleibt doch Null, egal welches Gender…welche Farbe, wollte ich sagen.

      Oder bezieht sich „schwarze Null“ auf die (noch) amtierende Bundeskanzlerin (das wäre dann aber garnicht nett)?

    • schwarze Null
      Laut Farbenlehre ist ’schwarz‘ gar keine Farbe, sondern lediglich die Abwesenheit
      von Licht.
      Schwarz ist also (idealer weise) totale Dunkelheit = Dunkeldeutschland.
      .
      Tja, das Gegenteil? — So hell kann es wohl gar nicht mehr werden.

    • Das sind die 25 reichsten Länder der Erde, Deutschland Platz 18, viele Islamische Staaten
      Rang Land BIP pro Kopf*
      1 Katar 146.012
      2 Luxemburg 94.167
      3 Singapur 84.821
      4 Brunei 80.335
      5 Kuwait 71.601
      6 Norwegen 67.619
      7 Arab.Emirate 67.202
      8 Hongkong 57.677
      9 USA 57.045
      10 Schweiz 56.815
      11 Saudi-Arabien 56.253
      12 Bahrain 52.830
      13 Niederlande 48.798
      14 Irland 48.787
      15 Australien 48.288
      16 Österreich 46.906
      17 Schweden 46.386
      18 Deutschland 46.166
      19 Taiwan 45.997
      20 Kanada 45.982
      21 Dänemark 45.800
      22 Oman 44.903
      23 Island 44.575
      24 Belgien 42.923
      25 Frankreich 41.396
      Quelle:Global Finance Institute, Finanzen 100; Kaufkraftparität in Tausend US-Dollar

  53. San Guido
    @Derek Butter

    werter freund………….die klagen im gesegneten landstrich von Bolgheri bis San Vincenzo erklingen seit 10 jahren………..in einem satz erzählt mir Manuela von di Vaira (3 km vor Zi Martino aus Bolgheri kommend) am gemüse und weinstand von der grossen kaufzurückhaltung, anderseits erreicht der weinpreis vor ort höhere höhen als im mittleren neckarraum und im keller steht schon wieder ein neuer edelstahltank oder oben ein neuer trecker.

    die werft in Donoratico ist voll mit ruderboot-aufträgen und im Il Ginepri direkt am strand ist fast jeden abend eine einheimische gesellschaft mit einer festivität zugange.

    und nicht nur dort: durfte ja ein tolles trainingslager in Schiranna am Lago Varese erleben, wären wir nicht stammgäste hätten wir von Freitag bis Sonntag keinen platz im restaurant bekommen. keine touris, einheimische mit bester lebenslust !

    mag selektive wahrnehmung sein, aber ist nicht „KLAGEN DER GRUSS DES KAUFMANNS ?“

    • "im keller steht schon wieder ein neuer edelstahltank oder oben ein neuer trecker"
      Das sind doch die Beweise: alle hängen am Tropf einer auf Top-Verschleiß gefahrenen digitalkapitalistischen Ausbeuterwirtschaft: Es wird Zeit für eine Revolution. Und für einen Brüsseler Gaststättenerweiterungszuschuss für ganz Italien, das sind ja unhaltbare Zustände, von denen Sie berichten, in diesem schönen Land.
      Gottzack!

      Augsteins „Freitag“ hat gerade ein geniales Interview mit dem Französischen Top-Checker-Soziologen Didier Eribon, in dem er bündig herleitet, warum er am 7. n i c h t Macron wählt: Weil sonst in fünf Jahren ohnehin Le Pen ans Ruder kommt.

      Die Welt ist im Grunde Django-einfach, man muss alles nur richtig erklären.

    • Hier noch das Didier Eribon-Zitat aus dem Freitag, das die Lage perfekt auf den Punkt bring
      „Der faschistischen Bewegung in Europa wird die Wahl Macrons helfen, ebenso wie eine Wiederwahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin.“

      Wenn wir also Angela Merkel erneut wählen würden, wären wir Teil einer proto-faschistischen Internationale – immerhin zusammen mit Frankreich. Das wäre praktisch eine Vichy- und Aldolf Nazi – Reprise.

      Was dagegen hilft, weiß Eribon auch: Ein internationales Bündis aller Künstler, Regisseure, Schaupieler, Intellektuellen mit den Gewerkschaften – voila!

    • Zu Ihrem 2. Beitrag, letzter Absatz
      Eribon scheint wie alle Eliten zu denken. Außer denen, die er anführt, gibt noch andere ernstzunehmende Wertschöpfenden.Weiter will ich mich nicht auslassen über diese Arroganz.

  54. [ahem. Don] Minister
    – wie versteckt Chauvinismus wuchern kann und wie direkt er aus dem Misthaufen des Bessermenschentums sprießt. Leider war all dies absehbar und ich sehe die Pflänzlein auch unter den kurzen Ärmelchen der „besten aller“ KanzlerinInnen schon deutlich hervorsprießen. Hochzeit für Gärtner.

    Und dann fragt man sich auch direkt: geht es bei der EU und ihren Apologeten eigentlich um Europa oder irgendwie nur um Kultur, Begegnung und gesunde Wirtschaft?
    Etwa so, als recognosziert man, daß es bei der Flüchtlingskrise zwar eine Krise gibt, aber nur wenige „Flüchtlinge“ und all jene, die darunter gefasst werden (und von den Amtskirchen gegen die bösen Deutschen verteidigt werden..) eigentlich nur ein Vorwand sind, die Sozialindustrie und ihre Profiteure aufzublähen.

    Hier wie da, es zählt der Profit weniger Protagonisten. Das Allgemeingut (ein quasi „völkischer“ Begriff) ist die Daumenzwingen nicht wert, mit denen man ihm das Geständnis unter Folter peinlich erpresst (das ist meine Form zynischer Ironie- mir fehlt noch die Hose dazu).

  55. Idealisierung des Südländers
    Sehr geehrter Herr Don Alphonso,

    Sie beschreiben sehr schön den manchmal negativen Einfluss, den das protestantische Ideengebäude auf den dt. Nationalcharakter hatte – das Denken in Kategorien von „Schuld“ und „Unschuld“, das Moralisieren, die Unfähigkeit, die eigene Position zu hinterfragen, die mangelnde Lebensfreude. Allerdings ist dies ja nur ein Teil Deutschlands so, nämlich der evangelische. In katholischen Regionen sieht es ja ein bisschen anders aus, denken Sie nur an das Rheinland oder auch Bayern.

    Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass protestantische Länder im Schnitt wirtschaftlich erfolgreicher und wohlhabender sind. Sie sind auch innovativer. Es gibt weniger Korruption. Die Verwaltung funktioniert besser. Und dann gibt es da noch etwas, was ich wirklich als südeuropäischen Charakterfehler bezeichnen würde: Die mangelnde Beachtung der Natur. Italien mag wunderschöne Landschaften haben, aber wie die Italiener mit Natur und Umwelt umgehen, spottet jeder Beschreibung. In kaum einem anderen Land habe ich so viele wilde Müllkippen gesehen. Auch die Beziehung der Südländer zu Tieren stößt mir immer sauer auf. Tiere sind in Südeuropa entweder Nutztiere oder lästig. Die Tatsache, dass ein Tier ein Wesen mit (Verzeihung) Seele und Gefühlen ist, die ist im Süden noch nicht richtig angekommen. Klar, ich verallgemeinere jetzt. Aber in ihrem Beitrag geht es ja auch um „den Deutschen“ und „den Italiener“. Und hier wären wir wieder bei den positiven Seiten des Protestantismus, nämlich dass dieser jedem Einzelnen Verantwortung nicht nur für sich selbst, sondern auch für das Gefüge um einen herum abverlangt. Es ist sicher kein Zufall, dass die Umweltbewegung eine fast rein nordeuropäische Angelegenheit war. Ebenso der liederliche südeuropäische Umgang mir Regeln, der von außen lässig und entspannt aussieht, der aber auch zu jenem gärenden Sumpf aus Korruption und Vetternwirtschaft führt, der kennzeichnend für das politische Leben Südeuropas ist.

    • es kommen auch noch italienkritische Worte, warten Sie es halt ab. Aber Sie können nicht erwarten, dass man aus einem eisigen Schneeloch hierher kommt und es nicht schön findet.*

      *gesendet bei 23 Grad im Sonnenschen

    • Don, versündigen Sie sich nicht
      und schüren hier den Neid. Geschrieben bei Loggia-geschützten 13°, was ungeschützt ca. 11° bedeutet und Regen.

    • Gegenbeweis
      Sie sagen: „Die andere Seite ist, dass protestantische Länder im Schnitt wirtschaftlich erfolgreicher und wohlhabender sind. Sie sind auch innovativer. Es gibt weniger Korruption. Die Verwaltung funktioniert besser. “ Ich denke jetz mal ans katholisch geprägte Land Bayern und das protestantisch geprägte Land Berlin.
      Sie sagen: „Und hier wären wir wieder bei den positiven Seiten des Protestantismus, nämlich dass dieser jedem Einzelnen Verantwortung nicht nur für sich selbst, sondern auch für das Gefüge um einen herum abverlangt.“ Stammt Fr. Merkel nicht aus einem protestantischen Haushalt? Oder die Misere?
      „Es ist sicher kein Zufall, dass die Umweltbewegung eine fast rein nordeuropäische Angelegenheit war.“ Da bin ich aber bei Ihnen. Denn Umweltschutz ist aus meiner Sicht ein Symptom von Reichtum und Wohlstand einer Gesellschaft(sschicht). So wie früher Dons Vorfahren eine Kirche, Kloster oder Spital gestiftet haben oder das Armenhaus (vor den Toren der Stadt natürlich) finanzierten, ist es heute die Wohlstandschicht der nach 68-er Lehrer und Beamten, die hier agieren. Umweltschutz ist daher nichts anderes als moderner Ablasshandel (was nicht heissen soll, dass Umweltschutz falsch sei), ähnlich wie früher die vielen Stimmen für die Grünen (welche ja durch ihren immer kruderen Positionen gerade dafür sorgen, dass dieser Ablasshandel massiv ins Stocken gerät).

  56. Kleider machen Leute
    ich sah heute morgen einen TV-Bericht von Mutti in Moskau. Einen schlecht sitzenderen Blazer habe ich noch nie gesehen. Das sah unmöglich aus; noch schlimmer als der zerknitterte Anzug vom Junker beim Dinner mit Frau May. Auch Herr Schulz mit seinem Karstadt-Regenmantel und seinen Gesundheitsschuhen ist ein Paradebeispiel deutscher Stilsünden; von Mode kann man in den drei Fällen nicht sprechen.(Es gibt beileibe noch etliche mehr.)

    Wer sich so kleidet, kann sich nicht mögen.
    Wenn dazu noch die besserwisserische Großmannssucht einher geht, wird das nix mehr mit der Liebe zu uns Deutschen. Soviel Milliarden können wir weltweit gar nicht ausgeben, als dass man uns dennoch lieben würde.
    Solange die Ferrari-Scuderia noch so ausgiebig feiert und die Nationalhymne so enthusiastisch mitsingt, ist Italien immer noch bellisima.
    (Wer war noch mal der Verbündete der Deutschen vor 70 Jahren?)

    Allein Ihre Zeilen sind der Beweis, dass Europa so nicht funktionieren kann, wie es zu Zeit funktionieren soll. 2000 Jahre Kulturgeschichte kann man nicht in einer Generation per Gesetze vereinheitlichen.

    • Optisches bei Verhandlungen
      Gelegentlich habe ich bei Verhandlungen zu optischem Ungewöhnlichen gegriffen. Meist war es nur, dass ich mir kurz davor die Haare wild zerwuselte, aber es gab auch anderes.

      Wegen dieser ungewohnten Erscheinung (und anderem) haben die Gesprächspartner manches mal gar nicht mitbekommen, dass ich meine Wünsche erreichen konnte.

      Im übrigen – wer es sich leisten kann und über den nötigen Geschmack verfügt, mag sich kleiden, wie Sie es bevorzugen. Ich habe lange genug von zwei Schnitten Brot und Leitungswasser am Tag gelebt, um Ihnen sagen zu dürfen, meine Kleidung war auch entsprechend preiswert.

      Das soll Ihrer Meinung nach ein Ausweis meiner Persönlichkeit sein?

    • @ Thomas Cgn
      Wenn es Ihnen geholfen hat, ist es ja gut. In gewissen Kreisen mag das auch funktionieren. Sie werden aber sicher keinen Staat vertreten und stehen nicht so in der Öffentlichkeit wie die genannten Politiker.
      Mir jedenfalls sind Menschen mit stilsicherer Kleidung (wie auch immer der Stil aussieht) bedeutend lieber als die schlecht gekleideten. U.a mag deswegen mag ich auch Italien. Und das ist keine Frage von Geld, denn viel Geld und wenig Stil ist die schlimmste Variante.
      Einen Aussage zu ihrer Persönlichkeit maße ich mir nicht an, ich keine
      Sie ja gar nicht.

    • Nicht, dass ich Stil nicht schätzen würde,
      aber Gerhard Schröder wusste sich zu kleiden.

      Und?

    • @Bemaba 2.5.17 14:23
      Revanche für das Debakel mit „Koni“
      Also ich finde das Leiberl mit den zwölf Sternen ausgesprochen geschmackvoll im Vergleich zu Merkels Outfit beim Putinbesuch in Sotschi. Noch dazu hätte die Kanzlerin -so sportlich verkleidet – Gelegenheit gehabt, dem Kremlchef eins auszuwischen und ihn völlig aus der Fassung zu bringen. Er hätte sich wohl vor Lachen gebogen.


    • Soviel Milliarden können wir weltweit gar nicht ausgeben, als dass man uns dennoch lieben würde.
      Nein, Liebe kann man weder erzwingen noch erkaufen.
      Aber mit Kleidung hat das eher nichts zu schaffen.
      Kleider sind eine Art von symbolischer öffentlicher Rede. Und die wird nicht immer so verstanden, wie sie gemeint ist.
      Grob polarisiert könnte man sagen, in Italien gibt es eine Pflicht zur öffentlichen Rede (mittels Kleidern), in Deutschland eher eine Pflicht zum öffentlichen Schweigen (Unauffälligkeit und Bescheidenheit sind Trumpf).

  57. Wo wärst Du, Italien, ohne unsere Sympathie und ohne unser Geld?
    Währscheinlich irgendwo gefühlt im finsteren Afrika oder im kriminellen Mittelamerika versackt. Was wäre, wenn wir nicht euren Wein lieben würden und ihr ihn selber saufen müsstet? Oder in unsere, anstatt in eurem schönen Land Urlaub machen würden? Wir kämen zur Not auch ohne euch aus. Aber ich bezweifle, dass ihr ohne uns auskommen würdet. Ihr müsst uns ja nicht lieben. Aber beißt nicht in die Hand, die euch füttert und liebkost. Ich will euch weiter sympathisch finden und gerne zu euch auf Besuch kommen.

  58. #9 lebt!
    <3
    .
    .

    Liebe und Wut –
    Momente des Wahnsinns
    Traurigkeit und Glückseligkeit –
    Momente der Einsamkeit

    .

    PS: Ein Italiener ist Stolz, ein Italiener zu sein. Ein Deutscher ist ein Deutscher: Der Abtreter unter den Völkern Europas.

  59. Die Rolle,
    die Deutschland zur Zeit in den allermeisten europäischen Wahlkämpfen einnimmt, wird ja hierzulande bedauerlicherweise auch höchstens nur als Randnotiz wahrgenommen.

  60. Nur wer sich selbst liebt kann auch andere lieben und von ihnen geliebt werden
    diese etwas kalenderspruchartige Weisheit habe ich mal irgendwo gefunden (Quelle nicht mehr bekannt). Mag abgedroschen klingen, trifft aber irgendwo doch den Nagel auf den Kopf. Wer es etwas seriöser haben möchte, hier ein Shakespeare-Zitat: „This above all, to thine own self be true, and it must follow as night follows day, thou cans’t not be false to any man.“ Ein Aufruf zu Egoismus (wenn man es auf Individuen bezieht) oder Nationalismus (wenn man es auf ein ethnisches Kollektiv bezieht)? Mitnichten, es soll wohl nur in etwa heißen: „sei dir selbst treu, dann wirst du automatisch auch für andere den meisten Nutzen haben.“ Ein Mensch, der mit sich selbst nicht im Reinen ist wird schwerlich anderen ein guter Partner sein können. Nur wer sich selbst respektiert kann auch von anderen respektiert werden. Nietzsche sagte: „wenn du lange in einen Abgrund hineinblickst wird er irgendwann auch in dich hineinblicken.“ Wer sich selbst zum Pariah macht der darf sich nicht wundern wenn andere auf ihm herumtrampeln.

    Wenn wir bis zur Selbstaufopferung besonders „gute“ Europäer sein wollen, arbeiten bis der Arzt kommt (der dann oft nur noch Herzinfarkt oder Exitus diagnostiziert), dann dürfen wir uns nicht wundern wenn andere (die der Normalität näher stehen) uns ausnutzen statt uns eine Rückmeldung zu geben um unsere Selbstzerstörung zu stoppen. Letzteres müssen wir schon selbst tun.

    Es macht auch keinen Sinn die eigene Kultur auf- oder preiszugeben, solange es noch andere Kulturen gibt, die sich nicht nur behaupten, sondern sogar expandieren wollen. Und nur ein Phantast würde bestreiten mögen, dass es die gibt.

    Es ist zynisch wenn ein Staat von seinen Leuten verlangt Gesetze zu befolgen, hart zu arbeiten und jede Menge Steuern zu berappen ohne im Gegenzug entsprechende staatliche Leistungen oder Schutzmechanismen in Form gesicherter Grenzen oder garantierter Renten zu gewähren. Es ist noch zynischer die Leute hierzulande brutal hart malochen und die Lasten einer europäischen Schulden- und Transferunion tragen zu lassen-und das Ganze dann obendrein noch mit Europa-Sonntagsreden zu garnieren. Und es nicht weniger zynisch, wenn politisch Verantwortliche hierzulande (die einen Eid geschworen haben den Nutzen dieses Landes zu mehren und Schaden von ihm zu wenden) meinen vor dem Rest der Welt den Kotau machen zu müssen, indem sie die Grenzen fluten und mutwillig eine Massenmigration in Gang setzen oder zumindest zulassen, deren Folgen und Lasten zumeist die sozial Schwachen, Alten und Kranken (man hat Leute, die sich ein Leben lang für dieses Land krumm und buckelig gearbeitet haben aus Heimen geworfen um dort die als Statussymbol verwirrter Gutmenschis fungierenden Refutschis einzuquartieren) bei uns zu tragen haben. Und es ist zynisch ohnegleichen zu erklären man wolle auf diese Weise die Gesellschaft verjüngen statt die Rahmenbedingungen zu verbessern, damit auch Einheimische wieder mehr Kinder haben wollen.

    Eine Debatte um Leitkultur, sie ist nicht nur wichtig und erforderlich, sie ist vor allem eines: selbstverständlich. Oder besser gesagt: bei uns ist sie es natürlich nicht, es sollte daher vor allem darum gehen zu hinterfragen warum sie es nicht ist. Jetzt werden einige sofort wieder kommen mit „ja, aber die 12 Jahre…“. Nun, in der weit länger als 2000 Jahre dauernden Geschichte unseres Landes (soll jeder selbst bestimmen ob er dazu gehören will oder nicht) gibt es weiß Gott mehr als genug sinn- und identitätsstiftende Elemente, die Liste der Geistesgrößen, Erfinder, etc. die als Angehörige unserer Kultur einen enormen Beitrag zur menschlichen Evolution geleistet haben würde hier jeden Raum sprengen.

    Es wurde eine wichtige Diskussion angestoßen, es wird sich jetzt zeigen ob die Initiatoren genug Charakter, Rückgrat, Intelligenz und Schlagfertigkeit haben um ihren Standpunkt zu verteidigen oder ob sie umfallen wie schon so oft zuvor.

  61. wunderbar
    diese Zeilen über die nationalen Eigenheiten der Italiener. Und gut versteckt natürlich die Sticheleien über die deutschen. (..nicht eben dünner Italiener hatte vermutet, der Deutsche da weiss sicher, wo es lang geht, und war mir in der Annahme der deutschen Leitkultur gefolgt,…)

    • Das war wirklich so. Ich bin dort so selbstsicher hoichgefahren, weil ich mir absolut sicher war, dass es irgendwohin gehen muss. Was es aber nicht tat. Tja.

    • @ Don
      „Ich bin dort so selbstsicher hochgefahren, weil ich mir absolut sicher war, dass es irgendwohin gehen muss“

      Tja, typisch Tedesco halt.
      Genau so hat sich der Kohl das damals auch vorgestellt mit der Eingemeindung der DDR, den blühenden Landschaften, dem Euro, mit Schengen/Dublin etc. … und die Mecklenburgerin ist ihm hinterher gestolpert, hat aber im Gefecht den Überblick verloren und traute sich nicht auf der strikten Durchsetzung der Dublin-Regeln zu beharren …

      „Jetzt sind sind sie halt da“ – und auch Sie sind dort angelangt, wo’s nicht mehr weitergeht. Aber Ihr Weg, voller Übermut eingeschlagen, lässt sich wenigstens korrigieren und war die Erfahrung bestimmt wert.

    • Meine Oma sagte immer ...
      … ‚immer der Nase nach‘, und ‚Umwege erhöhen die Ortskenntnis‘.

  62. Doppelmoral
    Die Doppelmoral ist ihre, meine Herren. Das von Ihnen so geschätzte lässige dolce vita erscheint doch erst mit einer deutschen Sozialversicherung im Rücken und einer soliden bayerischen Villa als emotionaler Fixpunkt so richtig erstrebenswert.

    Bin selbst bekennender Italienfan. Doch wer Jugendarbeitslosigleit, wirtschaftliche Stagnation, soziale Prekarität, Familienmuff, Sozialzwang (immer locker, immer lässig), krasse Selbstbedienung, Vorstadttristesse, Prostitution und Migrantenausbeutung einfach ausblendet hat sich weder die schönen Frauen, noch die Pasta, noch das Blau des Himmels verdient.

  63. Selbst Gender als Leitkultur haben aber gegen Leitkultur wettern
    Die Debatte ist so verlogen, weil die rotgrünen Leitkultur- und CDU-Gegner natürlich selbst auch eine Leitkultur haben, vertreten und einfordern. Klimaschutz, Gender und Binnen-Sternchen z.B. sollen ja nicht Sache einer Subkultur bleiben, sondern nach Möglichkeit für alle verpflichtend werden, oder „selbstverständlich“, also irgendwann zu Kultur werden, und zwar eben zu Leitkultur, nichts optionales, das man auch einfach ignorieren kann.

    Wenn dann andererseits jemand Respekt und Toleranz für den Neonazi oder AFD-Wähler einfordert, der sich aber doch noch gerade so ans Grundgesetz hält, oder für sexistische Sprüche und Handlungen, die nach dem GG aber doch gerade noch ok sind, dann lernt er ganz schnell diese unausgesprochene Leitkultur kennen, die es angeblich gar nicht geben soll, die real aber herrscht und Gültigkeit beansprucht – und zwar ausdrücklich primär für Biodeutsche, und weniger für die Migranten.

    Da man Toleranz und Respekt für Homoehe, Slutwalk und Klimaschutz von diesen erst gar nicht einfordert oder auch für sie verpflichtend machen will, für die anderen Schonlängerhiers aber irgendwie schon, und umgekehrt Verhalten von Neuankömmlingen bei Altbürgern schon mal gar nicht tolerieren würde (wie: Grabschen, religiöse Intoleranz, Erdogan-Nationalismus), ist letztlich diese ganze rotgrüne unsichtbare Leitkultur auch noch rassistisch grundiert, denn sie stellt an Biodeutsche andere (strengere) Anforderungen als an Migranten, die also folglich irgendwie „anders“, unterschiedlich sein müssen. Wer hätt’s gedacht!

    Mit einer sehr ähnlichen Argumentation habe ich auch sachlich diesen NDR-Artikel kommentiert.

    https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/De-Maizieres-Leitkultur-polarisiert-in-Hamburg,leitkultur102.html

    Es wurde dort nicht freigeschaltet. Diese Leitkultur mag es gar nicht, als solche thematisiert zu werden.

    • @ vom ndr,...
      nicht aufgeben, steter Tropfen höhlt den Stein, hoffentlich jedenfalls…!

  64. Ex Zeitleser
    Aus Ihren Beiträgen werter Don „…und die von Deutschland verschuldete Migrationskrise über das Mittelmeer wird auch hier erkennbar“ und DA sagt: 2. Mai 2017 13:43 Uhr ..Früher hat Italien illegale Einwanderer auf Lampedusa interneiert, dann kam der vor allem deutsche Aufschrei. Dann hat Deutschland die Grenzen geöffnet und alle Illegalen aus Italien reingelassen, die schicken das Geld nach Afrika und Deutschland sorgt jetzt mit der angeblioch humanitären Schleppermafia, dass noch mehr kommen, aber in Italien hängen bleiben. ….

    Ganz erstaunliche Aussagen und zudem offenbar ziemlich ernst gemeint. Darf man das als Journalist inzwischen sogar so niederschreiben, und wie bewertet solche Folgerungen das Mutterschiff?

    Da beißen jetzt wohl einige Medienleute in die Tischkante und andere wiederum bekommen die extrem Kehrtwende einfach nicht mehr hin. Möchte besser gar nicht wissen, was Sie für Ihre knackig-bissigen Formulierungen hinter den Kulissen an Resonanz und Feedback erhalten. Sie wissen ja, mit Toleranz und Meinungsfreiheit ist das im Zeitalter von Fake News, Hate speech und Mass und Co. so eine Sache.

    Apropos: Wirklich tolle Fotos und herrliche Landschaft. Genießen Sie es in vollen Zügen.

    • In Italien ermittelt gerade die Justiz gegen deutsche NGOs, im Winter wurde der Chef der Brennerniederlassung einer der grössten NGOs wegen Schlepperei verhaftet.

      https://kurier.at/chronik/weltchronik/vorwurf-aus-italien-ngos-kooperieren-mit-schleppern/260.032.092

      https://www.suedtirolnews.it/chronik/firas-fadel-bestreitet-die-vorwuerfe

    • Ach so, es geht weiter, das war wohl sauber organisiert:

      http://www.tageszeitung.it/2017/04/14/drei-zeugen/

    • @ DA wg. Deutscher NGos und Afrikanischer Schlepper
      Ich halte dafür, das seien Nebenschauplätze. Durchaus unschön, aber Nebenschauplätze.

      Solange die Hauptfrage keiner angeht: Wie macht man es den Spaniern nach und bekommt die Grenzen dicht?

    • Herr Kief
      Die Grenzen bekommt man dicht, indem man von den NGO-Schleppern und deren Organisationen die Folgekosten einfordert.

      Es wäre ja nicht zuviel verlangt, jene für das zur Verantwortung zu ziehen, für das sie verantwortlich sind.

      Und ansonsten die im Mittelmeer Geretteten/Aufgegriffenen stante pede nach Afrika zurück bringt.

    • @ Thomas Cgn - DA hat recht und Sie auch, wenn Sie die NGOs kritiseren - aber ich
      auch, wenn ich dem zustimme und hinzufüge, dass das kleine Rädchen sind.

      Wenn der Staat sich, wie in Spanien(!), entschließt, die Grenzen zu überwachen, hört der NGO-Spuk auf.

      Erstaunlich ist, wie wenig das Spanien-Beispiel in der europäischen Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

      Ich meine der Grund dafür sei Kriegsangst. Man fürchtet, dass man damit die Afrikaner erzürnt und in offene kriegerische Konflikte mit Afrika gerät.

      Die Spanier haben diese Ängste offenbar nicht – oder sie sind dort nicht so stark.

      Interessant auch: Spanien hat mit dieser Politik die extreme Rechte ziemlich gut im Griff.

      Auch das müsste doch in Resteuropa praktisch jedermann interessieren.

      Tut es aber nicht.

    • Lieber Herr Kief,
      militärische Angst vor Afrika halte ich für eine Legende. Das militärtechnologische Kräfteungleichgewicht ist dabei so groß, dass man da nicht viel befürchten muss – wenn man sich denn verteidigen will.

      Das Problem ist hier eher, dass sich niemand zu einer Verantwortungsethik bekennt, sondern alle Gesinnungsethiker bleiben wollen. Solange kein Politiker den Zusammenhang zwischen Ursache (man rettet Boote an der 12 Meilen-Zone vor Afrika) und Wirkung (die Schlepper nutzen dann halt auch Boote, die mit viel Glück nur die 12 Meilen schaffen) als solchen benennt, wird die Frage, was man dagegen tun kann (eher: muss!), nicht beantwortet.

      Es ist schon komisch: wenn ich so lange mit dem Kopf vor den Tresor einer Bank schlage, bis man mich da reinlässt, bin ich im Zweifel vorher tot. Da kommt keiner auf die Idee, mein Leben zu retten. Wenn die „Geflüchteten“ hingegen faktisch genau dasselbe tun, indem sie sich hilflos auf dem Meer aussetzen lassen, meint man, man müsse alle unbedingt nach Mitteleuropa retten. Wer sich so von anderen mit der Drohung ihrer Selbstschädigung erpressen lässt, ist selber schuld.

      Es geht hierbei – um in den Kategorien von Goodnight zu sprechen – letztlich wieder einmal um den Gebrauch von Macht, in dem Fall nämlich um die Macht, die wir anderen geben, die sich selbst zu schädigen bereit sind, um uns auf unserem hohen moralischen Ross zu erpressen. Solange die Politiker hier nicht bereit sind, die ihnen in solchen Fällen von unserer verehrten Medienlandschaft zugeschobene „Schuld“ zurückzuweisen und sich stattdessen klar zu ihrer Verantwortung für das Staatsvolk (in keiner Weise „völkisch“, sondern als Gesamtheit der Staatsbürger gemeint) zu bekennen, wird das nix…

      Dabei glaube ich durchaus, dass insgesamt weniger Menschen sterben würden, wenn man diese Beihilfe zum Schleusertum konsequent einstellt, auch wenn dann die anfänglichen Verluste an Menschenleben möglicherweise größer wären.

    • Beihilfe zum Schleusertum konsequent einstellen
      @S&R
      Genau so lief es in Australien nach Beginn der „You will not make Australia home“-Politik.

    • @ S & R und Hausschwein wg. Grenzsicherung
      Sieht so aus, als ob wir uns einig wären.

      Die Frage ist dann, weshalb die positiven Beispiele wie Spanien, Australien, Japan, Korea usw. (!) so hartnäckig beschwiegen werden.

      Es sind nicht nur unsere Politiker, vielleicht sind wir uns da auch einig.

      Es sitzt tief. Es wäre interessant, das näher zu beleuchten. Aber Tatsache ist: Das geschieht nicht. In den USA hat Steve Bannon die Chance beim Schopf gepackt, die publizistisch in dieser sag ich mal : Deckungslücke lag. Er hat damit, so ist Amerika, gleich einen Haufen Geld verdient – und ist bis ins innerste Machtzentrum des weißen Hauses gelangt.

      Hier probiert Tychy etwas, leisten Heinsohn und Sarrazin Enormes. Lässt die FAZ in einem fort Federn. Bei jeder neuen Umsatzmeldung. Sie checken das offenbar nicht. Aber es ist natürlich schwer. Zumal von den NeubürgerInnen sicher weniger als 2 Promille als FAZ-AbonentInnen in Frage kommen.

      Die (geistige) Hemmung ist ziemlich umfassend und stark. Dieser blog ist eine Oase.

      Zweifellos sollte publizistisch mehr geschehen.
      Das Tumult-Heft ist manchmal sehr anregend. Klonovsky. Der Merkur leider nicht sehr inspirierend (das war mal anders).
      Da war mit Kurt Scheel ein ganz wacher Mann, ich fürchte, der macht nicht mehr viel. Jedenfalls hört man nichts, dabei hat der letztes Jahr angekündigt, dass er nach der Redaktionsfron beim Merkur vermehrt schreiben wolle. Tuta nich. Oder doch?

      Wenn ich wo was vernünftiges über Spanien lese, poste ich es hier.

      Heute ist ein guter Artikel von Michaela Wiegel über die Lage in Frankreich in der FAZ. Am erstaunlichsten, dass klar links positionierte Denker wie Finkielkraut und Emanuel Tod auf einmal eindeutig einwanderungskritische Positionen einnehmen. Auf den Vorwurf der Le Pen Nähe scheinen sie zu pfeifen.
      Ähnlich ist es mit Kamel Daoud und der wirklich tollen Fawzia Zaouari und – nun auch noch mit einem uralt-Kämpen des Pariser Mai 68: Régis Debray.

    • Für Juden in Europa geht es, auch wenn Linke das nicht begreifen wollen, mittelfristig um alles.

  65. ach schön
    Hätte ich nicht beständig Angst, von den Klippen in die Abgründe des Zynismus zu stürzen, würde ich ja sagen, dass da etwas so schön umgesetzt ist, dass ich wieder an der Bank stehe und auf die Spree hinaussehe. – Naja, so habe ich denn meinen letzten „Amaro Alpi“ auf Sie geleert. Schmeckte vertraut nach Pfefferminz, auch wenn Sie keinen mitgetrunken hätten.

  66. Welche Dreifachkurbel ist das?
    Welche Schuhe empfehlen Sie für
    Pedale mit Pedalhaken?

    Wie haben sie das Bild auf der linken Spur der Autobahn gemacht?
    Ich hoffe sie waren nicht zu schnell.
    Sie waren nicht zu schnell sonst ginge
    das mit dem Schreiben ja nicht mehr.

    Zum Fahrradfahren fällt mir nur ein
    das ich kaum ein größeres Gefühl der Freiheit spüre
    als wenn ich fahre.

    Zur Leitkultur und der Frage nach dem Nationalismus fällt mir persönlich ein das ich eine überschaubare Größe benötige um mich
    heimisch zu fühlen. Ich benötige noch eine mir vertraute Sprache
    und eine vertraute oder wenigstens doch schöne Landschaft.

    Italienisch kann ich leider gar nicht, ggf raffe ich mich doch mal
    auf um dahin zu fahren denn schön ist die Landschaft ja,
    die Menschen werden wohl freundlich sein (wenn man ihnen keinen Anlass gibt es bleiben zu lassen, das ist aber wohl überall so).

    Zu Maas fällt mir eigentlich nichts mehr ein außer vielleicht
    das er wie viele die Neigung hat anderen zu erzählen wie man leben soll. Diese Neigung hat sich mit der gemeinsamen Währung und anderen Dingen in der €U leider verschärft.

    Das Problem wird auch verschärft wenn man regionale Besonderheiten
    einebnen will und den Widerstand dagegen dann Nationalismus nennt.

    Zur religiösen Leitkultur kann ich nur sagen:
    Es gibt keinen Zwang im Glauben.
    Das ist auch meine Definition von Religionsfreiheit.

    PS Vom Stolz halte ich gar nichts, da man annimmt etwas
    besseres zu haben oder zu sein.

    Zum Patriotismus lässt sich G.Heinemann zitieren:
    Ach was, ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau; fertig

    und für das Gegenteil:
    Anarchisten sind objektiv die besten Helfer der Reaktionäre

  67. .....it's about belief in what we do.
    Na, keiner hier, der stolz auf das Grundgesetz?

    Interessant.

    • Utopia Grundgesetz
      Doch ich. Aber was heißt stolz: Kenne einfach wenige bessere Verfassungen, pursuit of happiness schön und gut, aber da hakts dann wieder anderswo. Ist schon eine recht lässige Verfassung. Der WKII war zumindest in der Hinsicht ein Glücksfall für Deutschland, denn von alleine hätten sie sowas erst recht damals im gesellschaftlichen Klima der 30er und 40er wohl nicht hinbekommen. Das war dann halt eine Zeit nach dem verlorenen Krieg, ein Klima, in der sogar die CDU Verstaatlichungen gegenüber aufgeschlossen war. Und die Alliierten haben da tw. mehr zugelassen als bei sich daheim, glaub ich.

      Was viele auch übersehen, ist, dass das Grundgesetz selbst viel offener ist als dieses CDU-SPD-Deutschland, an das man sich heute schläfrig gewöhnt hat. Es geht ja schon los damit, dass man laut GG weder die CDU noch SPD wählen muss, und „die Parteien“ eigentlich nur bei der Willensbildung des Souveräns behilflich sein sollten, statt sich alle Institutionen unter den Nagel zu reißen und dann nach Proporz zu besetzen und dann ihre alternativlose Politik zu machen. Es ist von „Wahlen und Abstimmungen“ die Rede. Es gibt paar basics, Demokratie, Toleranz, Menschenrechte, anständig miteinander umgehen und keine Diktatur mehr aufziehen. Der Rest ist erst mal sehr frei und offen, und es bedarf dann erst der Heerscharen von parteinahen Winkeladvokaten, die das dann juristisch so kommentieren, dass es am Ende nur genau dieses neoliberale EU-Deutschland von heute ergeben darf, und nix anderes. Denn der Geist der Verfassung ist ein anderer.

    • Gut gemeint?
      „Alle menschlichen Einrichtungen sind unvollkommen – am allermeisten staatliche.“―Otto von Bismarck

      @Goodnight

      Durften Sie oder ich oder irgend ein anderer Bürger (vom parlamentarischen Rat mal abgesehen) je über das Grundgesetz abstimmen?

      Wie oft haben Sie an Volksabstimmungen teilgenommen?

      Steht da was über eine Begrenzung der Amtszeit des Regierungschefs auf 2 Mandatsperioden?

      Verhindert das Grundgesetz, dass die Abgeordneten im Grunde nur Erfüllungsgehilfen des Willens der jeweiligen Parteiführung sind?

      Hat es die Bürger vor den zahlreichen Rechtsbrüchen durch die Regierung (No Bail Out, Grenzöffnung etc.) geschützt?

  68. Macht einfach nur Freude
    Und wenn ich behaupte, wir alle hier hatten uns schon darauf gefreut, liege ich sicherlich nicht verkehrt.
    Vom verschneiten Tirol über die rostige Leitplanke zum herrlichblauen Fahrrad vor dem Monte Amata (schätze ich) und dem Innenleben von Buonconvento wunderbare Bilder.

    Doch, die Schönheit mögen viele von uns schon auch. Warum würden wir sonst durch Italien, Spanien und Frankreich reisen, zu welchem Zweck Chenonceaux, Chambord, die Alhambra und Giottos Campanile ansehen? Doch wegen ihrer Schönheit. Was zieht die Deutschen in die Serenissima mit ihren überteuerten Ristoranti? Doch nur die Sehnsucht, die alten Paläste im Spiegel des Wassers wiederzusehen. Nein, dass wir Tedeschi der Schönheit abhold wären, kann man so nicht stehen lassen. Auch wir lieben gutes Essen und sind Meister gewesen im Import italienischer und französischer Produkte, genauso lieben wir die bella macchina, ob von Alfa und Ferrari oder von AMG und Porsche.

    Ich muss uns verteidigen. Ohne uns Deutsche hätte Italien im Tourismus viel Leerstand gehabt. Nein, wir sind Teil der Bellezza, weil wir Italien lieben. Und ich behaupte einfach mal, dass wir die Uffizien im Schnitt ein wenig mehr lieben als den doch recht trockenen Lucas Cranach, dass wir also anders sind als vor 500 oder noch vor 100 Jahren.

    Der Italiener, der dort hochkeucht und einfach nur „bello“ sagt, kann problemlos ersetzt werden durch einen Touristen, der das auch von sich gibt. Landschaft prägt, auch vorübergehend. Will man so gelassen sein, wie in der vom Wein gezeichneten südlichen Toscana, kann man auch die Weinberge am Rhein hochfahren. Und dort sind die Menschen ebfs. etwas heiterer. Berlin kann nur mit Milano verglichen werden, alles andere hinkt.

    Noch gutes Radeln!

    • Der Deutsche sollte halt auch schön sein und SEINE GOTTVERDAMMTEN Sportsandalen daheim lassen.

    • Bitte DA - wg. der dollen Adiletten keine Gotteslästerung, das kling sonst fast - oh - deutsch
      Obwohl – eine kleine Verbesserung könnte ich mir noch vorstellen: Aldiletten – das träfe die Sache noch besser!

      Aldiletten kommen in meine Sammlung ungooglebarer Wörter.

      Letzten Herbst auf Elba: Das große Ding dort unter den Einheimischen Inselschönen: Birkenstock!
      Es gibt eigens Birkenstock-Spezialgeschäfte dort. Wg., so hörte ich flüstern, u. a. Sandra Bullock und Nathalie Portmann usw.

      – Aber nirgends Aldiletten.

      Schüff.

      Wird schon.

    • >>Doch, die Schönheit mögen viele von uns schon auch.
      Ja, doch sicher.
      Wenn man Schönes bemerkt, es auch als schön zu empfinden, das schaffen noch
      recht viele.
      .
      Aber es selbst zu generieren, selbst so zu leben, dann fast keiner mehr.
      .
      Einen Sinn für Schönheit und Eleganz zu haben, ist eben mehr als dies irgendwo
      zu bemerken.

    • Nie in ein Thermalbad gehen!
      Na ja gut, diese Sandalen mit Söckchen, an denen man ältere deutsche Beamte oder Pastoren im Ausland erkennt, na ja gut. Junge grün angehauchte mit, wie sie meinen, angesagtem Bart, tragen das auch gelegentlich. Und das unvermeidliche Karohemd Marke Fastholzfällergeworden. Ich stimme zu. Die Dreiviertelhose der leicht bespeckten Ehefrau dazu. Der unausstehliche ubiquitäre Rucksack. Das Praktische, dass manchem Deutschen raushängt wie ein Pragmatismusdiplom, schlimmer noch: Der schwere Gang, wenig Leichtigkeit im Gangbild. Es gibt Italienerinnen und Französinnen und rennende Camareri, die leichtfüßig wirken.

      Solange die Leute angezogen sind, schaffen Sie das, Don. Ein Thermalbad mit deutschen Gästen wäre Ihr Untergang.
      Man muss lernen, in der Masse die zu finden, die man gern betrachtet und die anderen zu ignorieren.

      Nur in einem solchen Land wie unserem gibt es eine so große Menge an Leuten, die natürliches Aussehen verteidigen vom Achselhaar bis zum Bartwuchs, und wo sporadisch Make-Up oder Plastische Chirurgie verteufelt werden. Und nur in Deutschland gibt es so viele hässlich Gewordene, die vollkommen schamlos nackt baden und am Strand liegen. Die Kunst der leichten Verhüllung, die zuerst La Perla (Italien) kultiviert hat, das Erotische darin, war hier tatsächlich unbekannt.
      Decamerone ist italienisch, „Gefährliche Liebschaften“ französisch. Die erste Verfilmung (die andere heißt „Valmont“) brachte einen Star hervor, der sich hinreißend kleidete, die Thurman.

      Sicher. Am WE am Tegernsee sieht man auch einiges aus Bussen steigen. Ob solche Italien wirklich goutieren, weiß man nicht. Das Schlimmste, was ich je gesehen habe, waren mehrere Schiffsladungen (aus den Kreuzfahrtschiffen) von Touristen in Marco Polo, wo gar nichts mehr ging.

      Die Venezianerin im Winter gern mit Pelzmantel, auch so ein Allergen für Deutsche.

    • Nicht ohne meinen Buffon
      Wenn wir über Schönheit reden, müssen wir die Jüngeren vergleichen. Eine blondierte alternde Römerin ist dann auch nicht besser. Die Jüngeren sind hier auch oft attraktiv, doch eine wirklich große Schönheit wie zum Beispiel Sophia Loren oder Catherine Deneuve als französisches Beispiel geht uns wohl doch ab.
      Sie sehen gern ein wenig klonhaft ähnlich aus, unsere Jüngeren mit ihren lange glatt gefönten Haaren. Man sollte in die Kunst sehen. Dass ich Raffaels Fornarina (Palazzo Pitti) oder die Maria von Leonardo in der Stallszene (Uffizien) schöner finde als die Eva von Cranach, mag subjektiv oder objektiv sein. Ein Meister in der Darstellung von Charakterschönheit war zweifellos Michelangelo.
      Sollte ich eine Erklärung liefern, würde ich sagen: Sicher. Das Meer, das Licht. Oder die Gene der Römer.
      Jedenfalls ist sie wichtig dort, die Schönheit, wie auch in Frankreich, und wenn Brigitte Macron bei Dior gesehen wird, ist das Normalität für die oberen Schichten. Hier müsste man sich vielleicht rechtfertigen.

      Es ist zweifellos das Protestantische, denn im katholischen Bayern ist auch mehr Schönheit verborgen, allein die Form der Brezn. Die Schweizer Berge und Seen, wahre Juwelen, können nichts für die calvinistisch anmutende Betonpracht. Aber die Häuser auf dem Land sind großartig.

      Sie ist wichtig, die Schönheit, und auch Fassade. Als ich einst italienisch lernte, sagte uns unsere Professora aus Piacenza, kaum eine Italienerin würde auf den Gedanken verfallen, sich für die Nacht abzuschminken, wenn ein Mann im Haus sei. Wir, gemischte Gruppe, lachten.

      Sie bringt solche Blüten hervor wie die Paläste in Venedig, die Brücken über die Rios, die Sottoporthegi. Alles alt. Im Neuen bewundere ich sie in den verschiedenen dekorativen Herstellungen und Verpackungen von Pasta und aller Arten von Ölen. Die kleinen Geschäfte machen einen dann arm, so schöne Dinge gibt es dort. Und herrliche Kunstbände.
      Ich würde sagen, dass es ein erotisches Land ist. Da Erotik mit Blumen, aber auch mit Lügen zu tun hat, ergibt sich der Zustand mancher Bank von alleine ;-)
      Mario Draghi ist am ehesten ein Patriot, schlecht für deutsche Sparer. Aber eins muss man sagen, wenn man von (Leit)kultur redet: Die Wiege der europäischen Kultur liegt mehr in den südlichen Ländern. Und schließlich: Funktionalität muss nicht hässlich sein. Das beweisen am besten die römischen Aquädukte und etliche Alfa Romeo Spider. Aber gut, hier kommen wir zusammen: bei der macchina. Und wieder auseinander, denn:
      Ein Italiener lässt lässig ein „Bella macchina“ fallen, ein Deutscher ist schon oft neidisch. Es ist dieser Neid zusammen mt den „Aldiletten“ (danke!), der uns am meisten entstellt. Und es ist das bewundernde neidlose „Bella!“ und „Bello“, das Italiener am meisten ziert.

      Und dann hatten sie noch Buffon.
      P.S. Berlusconi ist die Kehrseite. Er hat seinen Club an Chinesen verkauft.

    • Titel eingeben
      „doch eine wirklich große Schönheit wie zum Beispiel Sophia Loren oder Catherine Deneuve als französisches Beispiel geht uns wohl doch ab.“
      .
      Senta Berger !
      .
      (obwohl: sie ist in Wien geboren, sieht sich aber als Deutsche).

    • sich für die Nacht abzuschminken, wenn ein Mann im Haus sei
      @Gast
      es wäre wirklich nett, wenn Sie einen Nick wählten

      Die Aussage der italienischen Professorin erinnerte mich heftig an meine jungen Jahre. Sich abschminken und morgens ungeschminkt präsentieren… welch grauenhafter Gedanke. Überhaupt ungeschminkt rumlaufen oder gar aus dem Haus gehen, ging gar nicht. Das Make up war Schutzschild und fürs Selbstbewusstsein unabdingbar.

      La Perla, von Oberländer erwähnt, war meine Lieblingsmarke, nicht billig, aber dem eigenen Wohlbefinden und damit der Ausstrahlung sehr förderlich.
      Heute laufen die meisten jungen Frauen mit langen, glatten Haaren rum, in flachen Schuhen, die ich mir erst im Alter zugelegt habe, um festzustellen, dass ein kleiner Absatz besser gehen lässt und was die jungen Damen als Unterwäsche tragen, kann ich mir lebhaft vorstellen. La Perla dürfte da nicht vertreten sein.

      Um es auf einen kurzen Nenner zu bringen, es fehlt die Erotik.

    • Auguri minus drei Tage
      Liebe Renate Simon,
      das war ich, Gast, hatte vergessen mich einzutragen, da ich mir so viel Mühe gemacht hatte, den Absatz über die Schönheit, an dem mir gelegen war, gut genug zu formulieren.
      Nachträglich alles Gute, Gesundheit und viele interesante Gedanken für Ihr neues Lebensjahr auch von meiner Seite.

    • Belle
      Die Senta, ja. ich weiß noch was besseres: Die Elisabeth von Possenhofen (sagt man). Und die Romy. Und die Lilo Pulver. Alle aus den Bergen ;-) Österreich, Schweiz und Bayern.
      Bloß nicht verallgemeinern. Es ging mehr um Leichtigkeit, glaube ich. Wenn einer mühsam den Perg hochtrampelt und als erstes „bello“ sagt.

    • Danke für Ihre Glückwünsche lieber Oberländer
      wie ich sehe, sind wir uns grundsätzlich in Sachen Schönheit einig. Aber wie so vieles, ist besonders wohl den Jüngeren da im Laufe der Zeit und warum auch immer, einiges abhanden gekommen. Das sich Rausputzen mit schöner Kleidung und Make up geschieht ja in erster Linie, um sich selbst gut zu fühlen und in zweiter Linie, um dann auch anderen zu gefallen und daran scheint heutzutage nur wenig Interesse vorhanden zu sein. Das ist äußerst bedauerlich, wann fing es eigentlich an, aufzuhören?

    • Verlust der Geschlechterspannung
      @Renate Simon:
      … in zweiter Linie, um dann auch anderen zu gefallen und daran scheint heutzutage nur wenig Interesse vorhanden zu sein. Das ist äußerst bedauerlich, wann fing es eigentlich an, aufzuhören?“

      Warum in „zweiter Linie“? In meiner Generation, zumindest in meinem soziokulturellen Kontext, wollte man vor allem dem anderen Geschlecht gefallen.

      Aus meiner Sicht begann die Veränderung in jener Zeit, als man die Frauen zu auf dem Arbeitsmarkt profitabel verwertbaren Nutzmenschen machen wollte und das frühere Frauenleben stark abwertete

      Das fing mit der Koedukation an und setzte sich im Feminismus fort.

      Man erinnere sich an die Zeit, wo feministische Frauen eigene Cafes, Buchläden etc. eröffneten und das andere Geschlecht exkludierten. Damals galt in feministischen Kreisen und ihrem female-dominated männlichen Anhang auch das „Penetrieren“ als äußerst verwerflich, weil Ausdruck patriarchalischer Herrschaft.

      Immer mehr entwickelte sich bei Frauen ein sexuelles Desinteresse am anderen Geschlecht. Die Beziehungen wurden „rentnerhafter“, d.h. feste und sicherheitsorientierte Beziehungen ohne Bedürfnis nach sexuellen Abenteuern.

      An die Unis kamen immer mehr fette und zickige Frauen mit Gesundheitssandalen und selbstgestrickten Pullovern, die in ihrer Theoriefeindlichkeit gegen die „verkopften“ Männer keiften und während der Lehrveranstaltungen strickten.

      Das Pendant zu den hässlichen Schlampen waren jene Barbiepuppen mit dem Verstand einer Badewannenquietschente, zugleich extrem narzisstisch und berechnend egoistisch.

      Das ist natürlich grob gezeichnet bzw. überzeichnet. Die fanatischen Feministinnen waren anfänglich nur eine Minderheit, aber der feministische Geschlechterkampf ergriff immer mehr Frauen.

      Die Lohnarbeit von Frauen war in meiner Jugend ein Unterschichtsphänomen, heute gehört sie auch in den Mittelschichten zur Normalität. Und die Mittelschichtsfrauen werden den Unterschichtsfrauen immer ähnlicher.

    • Um anderen zu gefallen, sollte man zuerst sich selbst schön finden
      @H.v.Goslar

      Wenn ich mich sonntagmorgens mal nicht geschminkt hatte, endete das spätestens am Nachmittag in grässlichem Unwohlsein, dann ins Bad eilen und sich schminken, um wie neugeboren den Rest des Tages zu verbringen.
      Gefalle ich mir, strahle ich das auch aus und kann so auch anderen gefallen. Natürlich gab oder gibt es Barbies, hübsche Hülle und nicht viel drin, aber zu der Kategorie gehörte ich nicht.
      Darum für mich diese Reihenfolge.

      Strickende Frauen in grauenhafter Kleidung sah ich bei den ersten Grünen-Parteitagen im TV und fand das entsetzlich abstoßend.
      Den Feminismus, auf den Sie abzielen, habe ich nie erlebt, ich brauchte ihn nicht, wozu, ich kam bestens zurecht, hatte keine Benachteiligungen, die sich nicht beheben ließen, so ich darauf hinwies, was mir nie schwerfiel.
      Darum habe ich solche Probleme mit diesen Damen, egal ob Schwarzer oder wie sie heißen. Sie haben einen Kampf gekämpft, den ich auf meine Art in den 60er Jahren schon hinter mich brachte. Die Feministinnen kamen später, ich brauchte und verstehe sie bis heute nicht.

      Die heutigen Auswüchse gehen in der Regel zu Lasten des Mannes, dabei ist Frausein per se kein Verdienst, man kann aber, so man will, eine Menge draus machen. Daran scheitert es wohl bei den meisten, diese etwas verbiesterten Frauen wollen alles, ohne sich selbst einzubringen, analog dem leistungsfreien Grundeinkommen, das kann nicht funktionieren.

      Mich amüsierte früher immer das Gegreine über Machos und ich fragte, ja wer erzieht denn die Kinder… Heute sind Machos Mangelware, die Softies sind in der Mehrzahl und vielleicht sind sie ein Teil des Übels, das Frau befallen hat? Niemand da, der den Ton angibt, Frau muss selbst wissen, was sie will oder nicht und man darf bezweifeln, dass die heutigen Frauen dieses Wissen haben.

    • Der Feminismus macht die Frauen zu Verliererinnen …
      @Renate Simon
      „Die heutigen Auswüchse gehen in der Regel zu Lasten des Mannes …“

      Aus meiner Sicht sind beide Verlierer, Männer wie Frauen, aber die Frauen sind der größere Verlierer.

      Wenn ich mit meiner Jugendliebe über unsere Zukunft sprach, dann hatte ich ein Familienbild vor Augen, wo wir uns beide die Erwerbsarbeit mit je 20 Stunden aufteilen und auch die familiäre Reproduktionsarbeit gemeinsam machen.

      Ich war und bin keineswegs gegen eine Berufstätigkeit von Frauen.

      Damals konnte eine Mittelschichtsfamilie noch mit 40 Stunden Erwerbsarbeit pro Woche auskommen, heute arbeiten beide Elternteile in Vollzeit wie früher das Industrieproletariat.

      Der Feminismus ist eine kapitalistische Ideologie, welche die Lohnarbeit als Emanzipation idealisiert und aus den Frauen mit ihrer Doppelt- und Dreifachbelastung hässliche und überlastete „Nutzmenschen fürs Kapital“ macht.

      Typischerweise leben viele der reichen Frauen ein traditionelles Familienleben, wo sie richtig Mutter sein können. So z. B. Frau Klatten, Frau Kerner, Frau Jauch usf.

  69. Abdel-Hamed Samad wird zu teuer wg. Personenschutz - wird er in Konstanz wieder ausgeladen
    – Problem gelöst! – Unter großem Bedauern, klar!

    Heute sagt die VHS hier im Städtchen am Bodensee eine Haupt- und Ankerveranstaltung ihres Frühjahrsprogramms ab: Geplant war am achten Mai ein Abend mit Abdel-Hamed Samad im neu eingerichteten Top-Konferenz-Zentrum Bodensee-Forum. Für eine kleine Institution wie die Konstanzer VHS – durchschnittliche Jahresbesucher – fünfstellig… – sei es, heißt es heute morgen im Südkurier, leider nicht mehr „darstellbar“ (!), diese Veranstaltung durchzuführen.

    Der Personenschutz für Herrn Samad, heißt es weiter, umfasse mittlerweile fünf Personen. Außerdem habe sich bei genauerer Betrachtung gezeigt, dass auch am Eingang ein aufwendiges Untersuchungsregiment hätte installiert werden müssen. Daher muss der Gute jetzt zuhause beleiben.

    Hier leidet die Substanz, das Herz, der Kern unserer demokratischen Leitkultur, in der Tat.

    • Wenn schon der Auftritt abgesagt ist, dann vielleicht einstweilen das:
      http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/mehr_kultur/888913_Der-Islam-hat-einen-Geburtsfehler.html

      „Der Islam hat einen Geburtsfehler, die Vermischung von Religion und Staat. Mohammed war nicht nur Prophet wie Jesus, sondern Staatsoberhaupt, Richter, Armeeführer und Polizist. Daraus ist ein Konzept entstanden, in dem Alltag und Politik, Gesetzgebung und Gesellschaft zusammengehören. Davon hat sich der Islam bis heute nicht gelöst. Wenn man über Reformen spricht, muss man diese Krankheit benennen, einen chirurgischen Eingriff vornehmen und auch an der Behebung arbeiten. Einfach nur ein schöneres Bild des Islam in der Öffentlichkeit darzustellen, was leider viele Reformer machen, ist nicht die Lösung…
      …Wir haben im Islam keine Kirche. Es ist ein Fehler, die islamischen Glaubensgemeinschaften als solche zu behandeln, denn das sind sie nicht. Sie sind ethnisch-nationale Vereine. Sie dürfen den Status der Glaubensgemeinschaft nicht haben, weil sie keine zentrale Kirche haben, die die Theologie bestimmt, die Lehrkräfte und Imame ausbildet. Deshalb muss der Staat all das regeln. Das heißt, der Staat vergibt offizielle Lizenzen für Moscheen, kontrolliert deren Finanzierung, bildet die Imame aus und teilt sie den verpflichtend Moscheen zu.“

    • Hamed Abdel-Samad
      2011 hab ich ihn noch bei einer Lesung erlebt, ohne Personenschutz. Da war er wohl noch nicht so bekannt.

      Wie die Zeiten sich ändern.

    • Ökonomisches Denken
      Ich bin am Bodensee geboren und habe dort eine herrliche Kindheit verbracht. Jedoch ist dort dort der Ökonomismus so krass, dass die
      Konstanzer ihr Münster bei entsprechender Bezahlung auch an die
      Saudis verscheuern würden. Die zarteren Seelen unter ihnen würden sich
      dann an dem Argument laben, so sei Busse getan für die Verbrennung
      des Johannes Hus.

  70. Pura Vida
    Lieber Don Alphonso, zwei Zitate von ihnen:
    „Das Glück, immer an schönen Orten zu sein, hätte man nur, wenn man ständig mitreisen kann. Vielleicht gewöhnte man sich dann an die Schönheit, keinesfalls aber hätte man eine Heimat, die wohl auch für die meisten zum dauerhaften Wohlbefinden gehört.“

    Und

    „So ist das immer, wenn ich aus Deutschland komme, ich brauche ein, zwei Tage, um mich an die lässigen, ach was, lässigsten Menschen der ganzen Welt insoweit anzupassen, dass man nicht sofort aus meinem Tritt auf meine Herkunft aus den níchtschönsten Schneeland der Welt schliessen kann.“

    Zum ersten: Sie haben Recht, man gewöhnt sich nicht daran. Seit 20 Jahren bin ich wo ich bin, und immer wieder stelle ich fest: Gott, wie schön es doch hier ist! Und ich fühle mich Zuhause. Aus verschiedenen Gründen. Viele Besucher sagen mir, sie bräuchten den Wechsel von Frühling und Winter, immer nur warm sei ihnen zu langweilig.
    Immer nur ein schöner Tegernsee wird also langweilig….?

    Wobei, die Langeweile ist im Menschen und liegt nicht in seiner Umwelt.

    Und damit bin ich bei Punkt zwei.
    Woran erkennt man im Ausland den Deutschen?
    Wer da um die Ecke rast, wer an das Ende der Straße hetzt, als sei der Teufel hinter ihm her, wer nur den Vulkangipfel im Auge hat und dabei recht und links den Regenwald nicht einmal bemerkt, der ist ein Deutscher.
    Ich erlebte sie auf meinen Touren. Die ersten drei bis vier Tage waren immer Wahnsinn, ich hab sie mit Engelsgeduld (die ich nicht habe!) erinnern müssen: Sie brauchen nicht zu rennen, Sie sind in Urlaub, schauen sie mal, hier , die Helikolie, der Pfeilgiftfrosch, der Tucan, und dann folgte ein Nicken, „schön“ , und es wurde weiter gehetzt. Für mich war es manchmal große Last so 15 Touristen auf einem Schlag um die Ecke wetzen zu sehen und sie alle auf unseren Rhythmus einzustellen: Langsam, Pura Vida, das Leben ist zu schön, um daran vorbei zu huschen.

    Und wenn ich 2 Wochen nach Ankunft der Besucher die Leute wieder traf (die Touren gingen erst mal über eine Woche) dann waren sie verändert, nicht nur äußerlich. Innerlich. Sie strahlten, sie waren ruhig, sie genossen die Langsamkeit, zumindest im Moment.

    Warum hetzt der US-Bürger nicht um die Ecke? Warum sieht nur der Deutsche das Ziel, fixiert wie der Süchtiger auf den Stoff, sieht nicht Rechts und Links?

    Daher entstammt wohl auch die ehemalige deutsche Wertarbeit, diese Konzentration auf nur eine einzige Sache.
    Oder vielleicht so: Der Südländer arbeitet, um zu leben.
    Der Deutsche, der Nordische, lebt, um zu arbeiten.

    Doch ein letzter Satz von ihnen ist der wichtigste:

    „Ich werde gut und menschlich behandelt, weil die Menschen hier in ihrer Tradition und Herkunft ruhen, und nicht in einer schwarzen Null eines egoistischen Nationalstaates,…“

    Es ist eben nicht das Empfinden eine Nation zu sein, die angeblich Kriege hervorruft, wie uns die entwurzelten Linken und Grünen weis machen wollen. Eine Nation besitzt gemeinsames, verbindendes und wer in dieser Nation ruht, in seinen Traditionen, der hegt keine Aggressionen gegen den Nachbarn.
    Und dieses Gemeinsame, uns verbindende als Nation, ist es, was sie alle nicht haben: Angefangen bei Merkel über Maas zu den Linken, über Roth bis in die allerdumpfesten Niederungen der Grünen.

    Vielleicht ist es der Neid, den diese Leute auf alle haben, die ein Nationalgefühl besitzen, und denen sie dieses Empfinden wie mit dem großen Exorzismus austreiben wollen, damit sie gleich sind im Selbsthass.

    Und wenn
    @JHK sagt:
    „Die Doppelmoral ist ihre, meine Herren. Das von Ihnen so geschätzte lässige dolce vita erscheint doch erst mit einer deutschen Sozialversicherung im Rücken und einer soliden bayerischen Villa als emotionaler Fixpunkt so richtig erstrebenswert.“

    Dann widerspreche ich energisch: Sie irren grandios!

    Bei und gibt es weder Sozialversicherung (nur Krankenversicherung) noch Hartz IV und verdammt, die Leute fühlen sich dennoch froh ihres Lebens und, „Pura Vida“, tanzen sogar auf den Straßen, wenn sich die Gelegenheit ergibt und irgendwer öffentlich Musik macht.
    Probleme haben wir genug, warum sollten wir dann auch auf ein gutes Lebensgefuehl verzichten?

  71. @ Uwe Dippel um 14:57
    Ist der Satz „Hyperinflation? Nicht doch, dank der EZB“ sarkastisch gemeint?
    Erkennen läßt sich dies aus Ihrem Kommentar nicht.
    Ich habe sowieso den Verdacht, daß ein Großteil der Bevölkerung keine Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen hat und deshalb blind die Schuldenmacher wählt.
    Die Gefahr der Inflation entsteht gerade durch das grenzenlose Gelddrucken der von den Südländern beherrschten EZB. Wenn der Euro dann demnächst die Solidität der alten Lira hat, geht die Inflation durch die Decke und die EZB kann nicht mehr gegensteuern. Eine dann notwendige Zinserhöhung würde alle Schuldenländer sofort zahlungsunfähig machen und reihenweise zu Staatsbankrotten führen.
    Im Moment ist die Inflation auf Immobilien und Aktien begrenzt, aber wenn das Vertrauen in das Papiergeld verschwindet und das geht dann schlagartig, bekommt man einen Laib Brot nur noch gegen eine Stange Zigaretten oder eine Kanne Benzin.

    • Sarkastisch sein
      Sarkastisch bin ich meistens.
      Allerdings ist die ‚Hyperinflation‘ im Moment eine Schimäre, weil wir nicht einmal Inflation haben, was laut bedauert wird; wir sollten 2 Prozent haben (sagen die unglaublich schlauen Finanzminister der EU).

      Ja, und nein, also wäre meine Antwort.Im konventionellen Sinne ebenfalls: Ja, denn es gibt weniger Gegenstücke pro Euro. Nein, denn die Preise steigen kaum.

  72. Titel eingeben
    „…und die perfekteste Funktion meines mit deutscher Perfektion gebauten Spezialrades zu überprüfen. Nur Italiener pflücken Opas Rad mit brüchigen Reifen aus der Garage, der Deutsche will die beste Leistung und bezwingt das Schicksal mit technischer Perfektion…“

    War das ein Test, ob auch jemand Ihre Zwitscherei mitliest? ROFL

    30.04. „Jahrelang hatte ich bei der #Eroica keine Panne: Jetzt Plattfuss, Pumpenbruch, 2 kaputte Kettenblätter und Speichenriss“
    https://mobile.twitter.com/faz_donalphonso/status/858758896739131394?p=p

  73. Klischees, Klischees
    Naja, nachdem ich mir die meisten Kommentare durchgelesen habe, bin ich doch ob der gebildeten Leserschaft ein wenig enttäuscht von dem grassierenden positiven wie negativen Rassismus:

    Das Leben ist tatsächlich grau, weder sind die Italiener so temperamentvoll, schlampig, stilvoll, korrupt und egoistisch, noch sind die Deutschen so ordentlich, unkultiviert, hässlich, begnadete Ingenieure und sauerkrautfressende Pachulken, die die Welt unter ihren Stiefel zwingen wollen.

    Im Norden Italiens gibt’s auch fesche Industrie und der Arbeitsethos in Mailand ist weitaus protestantischer als der in Hamburg oder Berlin.

    Umgekehrt ist das Publikum in manchen Vierteln Münchens, Düsseldorfs und Frankfurts nicht schlechter gekleidet als in manchen Gegenden Roms und Florenz‘ (Mailand ist aber weltweit eine Liga für sich).

    Selbstfehleinschätzung ist weitverbreitet auf der Welt, am drastischsten m. M. nach in Frankreich und USA, beides mal aus Borniertheit und Provinzialität.

    Die wahren Probleme heute liege aber für mich außerhalb der EU, dem Euro, der selbstverschuldeten Probleme des Südens, die D nicht hat, einfach weil wir uns schon den harten Sparkurs angetan haben, der andere jetzt kalt erwischt, sondern in den USA mit dem bekloppt-vulgären Politikprimaten im weißen Haus, seiner aggressiven Militär-und wirtschaftspolitik und seiner aus völlig korrupter Oberschicht und teilnamslos-verblödeter Rest-Unterschicht bestehenden Feudalgesellschaft.

    F wird schon nicht so bekloppt sein wie die Inselbewohner, die Gallier
    haben doch mit am meisten vom € profitiert. Auch Italien büßt nur durch die zweimalige Wiederwahl Berlusconis und nicht durch Dragis Politik; die vermeintlich schwachen Länder des Südens sind bestimmt keine Austrittskandidaten. So oder so,wir bräuchten den € nicht, wir waren auch mit der stahlharten DM schon Exportweltmeister, die anderen brauchen diese fehlerbehaftete Währung aber umso mehr.

    • ... Vorurteile und Verallgemeinerungen ...
      sind notwendige Bausteine für Lebensorientierung, Ressentiments („dem bekloppt-vulgären Politikprimaten“) sind es nicht.

    • Vive la Klischee?
      Da hätte Trump ja schon viel erreicht in seiner bisherigen knapp 100 Tage währenden Amtszeit, wenn er für alle Probleme verantwortlich wäre, die Europa seit den letzten Jahren hat….

  74. Leitkultur ? In Deutschland ? 2017 ? Mein Ar..m.
    .
    .
    . Da ist doch, an gutmenschlich erlaubtem, das eigene Foirtkommen nicht hinderndem ,
    fast nichts mehr da,
    was sich ausdrücken läßt .

    Natürlich haben manche, echte, Deutsche Kultur.

    Gerade in Bayern ist da eine Menge.

    Aber man muß sich bald dauernd vor irgendwelchen Pipipersonen entschuldigen,
    wenn man denn typisch deutsches Gut pflegt .

    DAS gibt es nicht annähernd in den meisten anderen Ländern, die österreichsche Politik und dergleichen Zeugs möchte das zwar beim kleinen Nachbarn, aber da spielt‘ s wenig.

    Vergleichsweise.

    Und in Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, etc., etc., wäre so eine Unkultur des Vernaderns des eigenen Landes und Wesens nicht denkbar.

    Wir leben in einer Diktatur der Pißnelken in Politik und Medien,

    Denunzianten und Mobbern und AntiFa-Terroristen mit staatlicher Förderung,

    dass man sich, aus der Sicht von vor nur zehn Jahren,

    die Augen reibt.

    Schreiben nach Gehör und WÄÄLKAAAM- Plärren an der ehemaligen Grenze unseres ehemaligen Landes.

    Das scheint der erwünschte Rest zu sein.

    Das erzeugt Haß und Zorn auf diejenigen,
    die das verantworten.

    Noch sitzt ihr dort droben,
    ihr feigen Gestalten……

    • .....
      Werter Herr Moser, Sie verausgaben sich.

      Warten Sie doch einfach die nächste Eskalationaatufe ab.
      Dafür brauchen Sie auch noch Empörung.

    • Nein, ich verausgab' mich gar nicht, fällt mir ganz leicht,
      .
      .
      . und ich stimme Ihnen zu, es wird noch viel schlimmer.

      Es wird ja alles dafür, und nichts dagegen getan, dass es abwärts geht.

      Wer sich und sein Land haßt, soll auswandern ,

      oder geräuschlos Selbstmord begehen .

      Er soll aber kein Amt, und keine Position in einem Medium innehaben,

      und Denunzianten sollte man mal ein paar Monate Knast gönnen.

      Man muß auch gönne könne, wie das irgendwo heißt !

    • Hilflos,Ahnungslos,Inkompetent und ohne Fähigkeiten in Krisenzeiten.
      Nein, jetzt ganz ernsthaft sie können es nicht. Das wird mir immer klarer. Da ist nichts dahinter, Kompetenzen sucht man vergebens, Mut ist schon gar keiner mehr vorhanden! Alles weichgeklopft. Ein Hühnerhaufen ohne Hahn!

      Jüngere Erwähnungen von BIM und BVM reizen noch nicht einmal mehr zu konstruktiver Kritik, das ist nur unfassbar low. Geht doch endlich!

  75. Mal ne Frage
    Hallo in die Runde. Mal ne Frage: Don verlinkt oben auf den Twitter-Account von Hr. Maas. Hab mal geschaut. Es ist nicht der Twitter-Account des „Bundesjustizministeriums“ sondern der der Person „Heiko Maas“. Welche momentan gerade Bundesminister ist – wie dort ja auch steht. Betrieben wird er von einem „Team von Heiko Maas“ und verlinkt ist das justizministerium („bmjv.de/impressum“). Mich würde mal interessieren, ob Hr. Maas diesen Account über seine Zulagen als MdB finanziert (z.B. über die Kostenpauschale oder Kostenübernahme des Bundestages für Mitarbeiter), oder ob er dafür Mittel und Mitarbeiter des Justuzministeriums benutzt – und ob letzteres Rechtens ist… Es scheint ja Gang und Gäbe zu sein, so zu handeln – aber mir gefällt es dennoch nicht, dass hier Person und Amt nicht getrennt werden.

    • Uns Gutti ...
      … der schöne adlige Atlantiker, hat auch sein Büro für seine ehrenvolle Doktorarbeit eingesetzt. Seien Sie doch nicht so kleinlich …! :-]

    • Gute Frage
      Laut der „Neuen Zeitschrift für Verwaltungsrecht“ sind diese über die Unkostenpauschalen der Abgeordneten finanzierten Mitarbeiter des Ministers nur zur Unterstützung seiner parlamentarischen Aufgaben und nicht für private Zwecke einzusetzen.
      In der Diskussion, bei der es darum geht, ob die freie Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch Bundestagsabgeordnete auch für private Fahrten gilt, schreibt das Blatt: „Derartiges jetzt einfach zuzulassen, ist vom Prinzip her so, als würde der Bundestag die Zweckbestimmung der persönlichen Mitarbeiter von Abgeordneten, die ja nur zur Unterstützung des Abgeordneten „bei der Erledigung seiner parlamentarischen Arbeit“ eingesetzt werden dürfen (§12 III 1 AbgG),
      jetzt aufheben und ihren Einsatz auch für private einschließlich Parteizwecke erlauben“.

      Da ein privater TWITTER-Account eindeutig eine private Angelegenheit ist, wäre meine Antwort: Nein, das darf er nicht. Der Einsatz öffentlich finanzierter Mitarbeiter als Redaktion eines privaten Twitter-Accounts eines Abgeordneten oder Ministers, die dadurch angezeigt ist, dass vom privaten TWITTER-Account des Bundesjustizministers unter „Team“ auf die Hauptseite des Bundesministeriums der Justiz und Verbraucherschutz und auf die dortige „Redaktion“ des Internetauftritts des Ministeriums gelinkt wird, verstösst meines Erachtens eindeutig gegen die oben zitierte Zweckbestimmung dieser Mitarbeiter. Das ist aber nur meine persönliche Meinung und ich bin auch kein Jurist.

      http://rsw.beck.de/rsw/upload/nvwz/nvwz-extra_2012_24.pdf

    • @ der andere Gast
      Wenn der gute Heiko die gleichen Konsequenzen zöge, wäre das sehr recht. Sollten Sie allerdings aus einem Unrecht das Recht auf anderweitiges Unrecht ableiten, sollten Mascolo & Co ihre „investigative Kompetenz“ mal zeigen. (Ich weiß, eher nicht, aber träumen ist erlaubt)

  76. Integration?
    Habe einem jungen Süditaliener von der untersten Stiefelspitze Grundkenntnisse im Deutschen beigebracht, damit er in einem Restaurant sich was verdiene. Trotz geringster Mittel spaziert er jeden Morgen ins Cafe, um zu frühstücken. Ihm fehlen nur seine Mama und deren Pasta. Glücklich wird er hier nie!

    • Lese ich Unverständnis oder Neid?
      Italiener und Frühstück, das ist schon irgendwie unpassend. Espresso und evtl. ein kleines Teilchen, mehr beinhaltet das nicht, ähnlich wie in Frankreich. Ich würde das als Lebensart bezeichnen, die sich der junge Mann bewahrt. Ein italienischer Mann wird immer von seiner Mama und ihrer Pasta schwärmen, wäre es anders, wäre er kein Italiener.

  77. Stärke der Abstraktion und Krisendrang
    Hugo von Hofmannsthal vergleicht 1917 in einem „Schema“ Preuße und Österreicher. Der Preuße besitzt demnach z.B. „Stärke der Abstraktion“, „handelt nach Vorschrift“, hat „mehr Konsequenz“ und „Selbstgefühl“, ist „scheinbar männlich“ und „drängt zu Krisen“; hingegen hat der Österreicher „geringe Begabung für Abstraktion“, „handelt nach Schicklichkeit“, „hat mehr Fähigkeit, sich im Dasein zurechtzufinden“, neigt zu „Selbstironie“, ist „scheinbar unmündig“ und „weicht den Krisen aus“. Der Autor war deutsch/altösterreichisch/italienisch von seinen Wurzeln her.

    Glaube im Grunde, dass die Geografie eine entscheidende Rolle spielt: In Bereich der Alpen sind Menschen eher konservativ, je nördlicher, umso stringenter, je südlicher, umso spielerischer. Die Begriffe sind nur Annäherungen. Diejenigen, die hier gerne andere wie Schulmeister korrigieren, haben zu wenig vom Süden mitbekommen. Bzw. verkennen den Sinn von Sprache: Es geht dabei um Kommunikation, nicht um Rechthaberei. Man kann etwa in Südamerika auch deshalb relativ schnell Spanisch und Portugiesisch lernen, weil dort niemand korrigiert. Weil die meisten nur die Kommunikation interessiert. Zu viel Vorschrift schickt sich nicht, wenn man sich im Dasein zurechtfinden will. Italien passt diesbezüglich recht gut dazu.

    Das europäische Projekt leidet darunter, dass regionale Aspekte viel zu wenig Gewicht haben. Wenn 80 Prozent der Gesetzesmaterie von Brüssel kommt, ist Widerstand dagegen nicht nationalistisch. Es ist eine Notwehr gegen die wuchernde Abstraktion. Angesichts des globalen Einheitsmenschen sind unterschiedliche Charaktere mit Eigenwurzeln – egal in welcher Gegend – ein Segen.

    • Das ist richtig, Deutsche haben eine Problemlösungskompetenz, Italiener eine Problemabwartungs- und VVermeidungskompetenz. Das ist aber durch den Staat und die Behörden bedingt und je nach Region ganz unterschiedlich. Von Südtirol könnten die Deutschen lernen, wie man viel aus einer niedrigeren Staatsquote macht.

  78. come to terms
    Na, immer noch auf der Suche nach euch selbst?

    Sorry, aber:
    Deutschland ist Rechtsstaat. Nicht dolce vita.

    Und Ihr werdet immer die bierbäuchigen, schlecht gelaunten Vertreter der protestantischen Ethik sein, die sich in Polyamid über die Berge kämpfen, um auf der anderen Seite von einem besseren Leben zu träumen, zu welchem Ihr nicht in der Lage seid, es jemals leben zu können. Weil zu deutsch, für ein solches Leben.

    Darauf solltet Ihr stolz sein. Wenn Ihr Leitkultur leben wollt.

    • Nix da, richtige Wolle.

    • Amore Maccharoni Zucchini Lebensfreude pur
      Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite der Berge und das Polyamid bunter.

    • :-) So ist das.
      Die meisten Deutschen haben das TANSTAAFL Prinzip nie verstanden: There ain´t no such thing as a free lunch. And there ain´t no state with Italian savoir vivre and German efficiency.

      Und wenn ich zwischen beiden zu wählen habe – nun, für den Urlaub ist Italien herrlich. Der Don wird das anders sehen – das ist eine Gemeinsamkeit finanziell unabhängiger Leute, die nicht auf halbwegs funktionierende Behörden angewiesen sind. Bis zu einem Punkt …

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Leid- oder Leitkultur?
      Gilt hier auf einmal nicht:

      Ohne Pille keine schlechte Laune, kein Polyamid, keine Leitkultur?

      Die Bierbäuche, die prostatische Ethik und der Traum vom besseren Leben südlich der Alpen ließen sich auch noch oben drauf packen.
      Easy as f*ck, oder?

      Nur, was zum Teufel, sollte daran am Ende deutsch sein?

      Come to terms and if you don’t manage to get there, try harder.

    • Dyed in the wool, sozusagen ,
      .
      .
      Don ?

  79. Doppelmoral a la FAZ
    Hetze gegen die Richter von Kamenz, da Sachsen Bashing gerade in ist. Clan Kriminalität der Libanesen, Albaner, Nordafrikaner usw. ,in den alten Bundesländern, ist mit milden Urteilen der eingeschüchterten Richter in Ordnung.Also bitte objektiv bleiben !!!Gruesse nach Italien, Freitag geht es an den Gardasee, Wein laden.

    • Das ist nicht die FAZ, die FAZ ist mehr als nur eine Stimme und die Autorin hat durchaus Argumente, über die man reden kann – wobei mir auch nicht alles einleuchtet, aber mei.

    • Sachsen-Bashing?
      Das nähme sich, ernsthaft betrieben, deutlich akzentuierter aus.
      Beklagen Sie sich bloß nicht!

      Hinsichtlich der milden Urteile, ob mit oder ohne Richter-Einschüchterung zustande gekommen, haben Sie recht.
      Nur, wo bitte sollten auf einmal all die JVAs herkommen, die bei weniger milden Urteilen benötigt würden? Die bestehenden jedenfalls sind übervoll.
      Auch angeblich gesteigerte Abschiebezahlen erweisen sich rasch als Mär, weil dafür weder genügend Plätze noch Personal zur Verfügung stehen.

      Kurz, besser Wein einladen am Gardasee, als irgendwelchen Illusionen nachhängen und die FAZ der Doppelmoral bezichtigen. Wenn’s zutrifft, bringt’s nichts und wenn’s nicht zutrifft noch weniger. Selbst wenn das Blatt sich schon in besserer Form präsentierte hat … es wird noch gebraucht.

  80. Vielen Fank mal wieder
    Lieber Don,

    vielen Dank für einen, wie immer, sehr schönen Artikel.
    Tolle Gedankengänge, Argumente und schöne Bilder.
    Ich lese Ihre Artikel immer sehr gerne!

    Die aktuelle Leitkulturdebatte und die Argumentation der Grünen Jugend machen mich ratlos. Die Kulturgeschichte einer Nation auf die tausend Jahre zwischen 33-45 zu beschränke. finde ich traurig. Zeigt auch die Ignoranz dieser jungen Menschen. Man kann doch Geschichte mit all ihren Höhen und Tiefen betrachten.

    Einen interessanten Beitrag dazu habe ich von Ralf Dahrendorf bei der NZZ gefunden. Vielleicht wollen Sie diesen ja auch veröffentlichen:

    https://www.nzz.ch/articleeno4u-1.75863

    Ich freue mich auf weitere Artikel von Ihnen!
    Viel Spaß beim Radeln und immer gute Fahrt!

    Beste Grüße

    Sven

    • Nun, die grüne jugend, tut alles, um die Partei zu versenken, und in Bayern wurde sie mal wieder unmöglich gemacht. Sie wollen sterben, da soll man sie nicht aufhalten.

    • Ich frage mich eher
      ob man das mit dem Sterben der Grünen nicht irgendwie beschleunigen könnte.

  81. Die gute Laune: Woran liegt´s?
    Protestantismus vs. Katholizismus – ja, natürlich sind die Protestanten alles Spassbremsen. (Ich kann das bestätigen, ich bin einer.)

    Aber sind die Unterschiede nicht eher im besseren südlichen Wetter begründet? Auch weit weg vom Christentum leben die südlichen Einwohner fröhlicher, weil sie mehr draussen sind, mehr Kontakt untereinander haben, weil Sonne auf der Haut die Ausschüttung von Serotonin fördert.

    Vergleichen Sie einmal die Chinesen im Norden und im Süden – Peking gegen Schanghai, beispielsweise. Das sind ähnliche Unterschiede wie zwischen Skandinaviern und Italienern.

    • Naja, Herr Petersen, die ausufernde Fröhlichkeit der südlichen Menschen
      .
      .
      in Ägypten, Syrien, Libyien, etc., an ihren jeweiligen Kriegen und Scharmützeln,
      und ihre lustige Art, mit der Scharia Spaß zu haben, recht ungebremst,
      relativiert Ihre
      Klimatheorie wieder etwas.

      Wenn ich, aus dem katholischen Bayern,
      da einmal die Spaßbremse geben darf.

    • @Otto Moser
      Scheint wohl so, dass die kulturelle/religiöse Prägung wohl stärker ist als die klimatische. Dennoch hat das Klima Einfluss. Deutschland wäre wohl ohne seine langen Winter (in denen man früher irgendwie die Zeit totschlagen musste) nicht das Land der Tüftler und Erfinder. Genauso wie es ohne seine geographische Lage, die viele Durchreisende bedingt (welche Gene, Gedanken und Ideen hinterliessen) wohl auch nicht das Land der Dichter und Denker wäre – wobei hier auch das Klima und die damit einhergehenden Reiseeinschränkungen/-unterbrechungen für einen regen langen Austausch begünstigend wirkte.

    • Spassbremsen
      Die Frage ist ja nach dem Zusammenhang von Protestantismus und Spassbremserei. War die Spassbremserei zuerst da und bildete den Nährboden für die Verbreitung des Protestantismus? (Ich denke da an die Landjunkerei in typische protestantischen Gebieten im Norden/Nordosten gegenüber Landeignern in typ. katholischen Gebieten). Oder macht einen der Protenstantismus erst zu einer Spassbremse (vielleicht weil die katholischen Beichten dürfen und damit im hiesigen Leben schon Vergebung erfahren dürfen)? Und gibt es hier einen klimatischen Faktor? Katholizismus im lebensfreudigen (ja, Hr. Moser, ich meine christlichen) Süden und Protestantismus im spassbefreiten Norden?

    • Nord/Süd
      Hamburg/Palermo……so läuft das auch zwischen Tokyo und Osaka.
      Wir sind mehr das Produkt unserer Umgebung als unser Stolz uns zu
      erkennen erlaubt.

  82. Italien
    Werter Don
    Ein Kunsthistoriker sollte sich bei volkswirtschaftlichen Themen zurücknehmen. Oder hat er zu viel ZEIT oder Prantlhauser Volksboten am Tag der Arbeit gelesen.
    Italien ist einfach brutal verschuldet und italienischen Banken sind es auch. Nur durch Trixereien zeigen Sie die Wshrheit nicht.
    Aber wenn man natürlich italienische (Volks-)Wirte am Campo di soundso fragt sind die italienischen Bankbilanzen die besten und allerschönsten der Welt.
    Der Don steige auf sein Fahrrad und glaube daran.
    Beste Grüsse vom anderen See
    SeeMichel

    • Ich denke überhaupt nicht daran, mich zurückzuhalten.

    • haha
      Entschuldigung, SeeMichel, meines Wissens nach wurde in keinem EU-Land die Liberalisierung/Deregulierung des Finanzmarktes so gelebt wie in D. Der Genosse der Bosse mitsamt seine grünen Gehilfen hat 2001/2 wie in keinem anderen EU-Land – auch nicht Spanien und Italien – ein Bilanztricksermodell ermöglicht, in dem die Banken wie LZBen die Schrottpapiere wie etwa CDS aus USA, von denen sie keine Ahnung hatten und in ihrer Gier nicht genug bekommen konnten, um bspw. marode Haushalte zu polieren, nicht auszuweisen brauchten, daher vollkommen überbewertet waren, die Aktionäre getäuscht haben und letztlich über die Griechenlandrettungen Teil 1 – bis 4 und andere Ankaufsmaßnahmen der EZB, HypoRealEstate in Badbank etc. vor der Pleite gerettet wurden. Und das Riester-Modell könnte man, ohne allzu böswillig zu sein, auch staaatlich verordneten Betrug nennen wie etwa die Werbung für die Telekom-Aktien mit bekannten Schaustellern äh spielern. Gar nicht zu reden von den Prozessen und Strafzahlungen DER Deutschen Bank.
      Aber D ist ja so anständig, natürlich.

    • Angesichts der Rendite,
      die die Telekom jedes Jahr zahlt, wären die Aktien der ersten Tranche ein besseres Geschäft als jedes Bankkonto gewesen.

  83. Titel eingeben
    „Das Glück, immer an schönen Orten zu seiu, hätte man nur, wenn man ständig mitreisen kann. Vielleicht gewöhnte man sich dann an die Schönheit, keinesfalls aber hätte man eine Heimat, die wohl auch für die meisten zum dauerhaften Wohlbefinden gehört.“

    Wenn jemand mitreist, hat man aber doch eine Heimat, oder?

    • Nein, finde ich nicht, Heimat ist mehr.

    • angemeldet
      @ D. A.

      Und ich hab mich wohl falsch ausgedrückt, Pardon.

    • Heimat und der Versuch ihrer Auflösung
      Es sind die kleineren Entitäten, die einem ein Heimatgefühl geben. Bayern kann das sehr gut. Wenn man Katalonier oder Ladiner fragt, würden sie das bestätigen. Kantone erfüllen auch diese Funktion. Mancher Bundesbürger identifiziert sich mehr mit seinem Bundesland als mit dem Ganzen.

      Haben Sie mal das berühmte Buch von Benjamin Barber gelesen, in dem er die globalisierte Welt der Coca-Cola (Beispiel) der globalisierten Welt des Dschihad gegenüber stellt und dabei insinuiert, es handle sich um zwei Seiten derselben Münze, die daran interessiert sind, unser aller Bindungen, Heimatgefühl und Kultur aufzulösen? Wenn nicht, holen Sie das mal nach.

    • Was ist Heimat
      Unsre Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer,
      unsre Heimat sind auch all die Bäume im Wald.
      Unsre Heimat ist das Gras auf der Wiese,
      das Korn auf dem Feld und die Vögel in der Luft
      und die Tiere der Erde
      und die Fische im Fluß sind die Heimat.
      Und wir lieben die Heimat, die schöne
      und wir schützen sie,
      weil sie dem Volke gehört,
      weil sie unserem Volke gehört.

      zum Hören: https://www.youtube.com/watch?v=nq2ZK15almU
      ~
      Und hier das Umkehrbild* :

      Friedrich Nietzsche: „Die Krähen schrei’n“

      Die Krähen schrei’n
      Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
      Bald wird es schnei’n –
      Wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat!

      Nun stehst du starr,
      Schaust rückwärts ach! wie lange schon!
      Was bist du, Narr,
      Vor Winters in die Welt – entflohn?

      Die Welt – ein Tor
      Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
      Wer Das verlor,
      Was du verlorst, macht nirgends Halt.

      Nun stehst du bleich,
      Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
      Dem Rauche gleich,
      Der stets nach kältern Himmeln sucht.

      Flieg‘, Vogel, schnarr‘
      Dein Lied im Wüsten-Vogel-Ton! –
      Versteck‘ du Narr,
      Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

      Die Krähen schrei’n
      Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
      Bald wird es schnei’n –
      Weh dem, der keine Heimat hat!

      aus: http://www.lesekost.de/gedicht/HHLG04.htm
      ~

      Wenn Sie nicht die erkennen das sich beides gleich anfühlt, schmeckt und die Wehmut oder die Sehnsucht nicht im Herzen spüren, dann, ja dann sage ich:Weh dem, der keine Heimat hat! – Bald wird es schnei’n –

      *http://www.foodnews.ch/allerlei/30_kultur/Arcimboldo.html

    • ordnungsgemäß angemeldet
      Um Himmels willen, welche Wahl – das Lied der Thälmannpioniere oder Nietzsche! Also alles beides ziemlich deutsch und ziemlich um-die-Ohren. Meine Musiklehrerin hat sich gefreut, dass ich von alleine interpretiert habe; das war in der vierten Klasse, glaube ich, oder in der dritten? Und das hing nicht mit Politik zusammen; sie war auch nicht politisch.

      Ich meinte etwas viel Konkreteres. Letzten Herbst hab ich ein Schild gesehen, also bemerkt, das ich sonst überlesen hätte oder mich nicht daran erinnern könnte. Ein Wegweiser mit Hinweis auf die heilige Notburga. Ich hab den natürlich nur gesehen, weil ich an jemanden gedacht habe. Und an den habe ich auch gedacht, als ich im dichten Nebel über einen Pass gefahren bin und man wirklich kaum die Hand vor Augen erkennen konnte. Hab angehalten, bin ausgestiegen an einer Stelle und der Nebel war nicht lästig. Lästig war anderes und da hab ich lieber nicht weiter nachgedacht.

    • @Heimat
      Ich empfehle zum Thema „Heimat“ ja nicht Nietzsche oder die Thälmannpioniere sondern einen Blick auf die (in)offiziellen Landeshymnen:

      Bayern:
      „Gott mit dir, du Land der Bayern,
      Heimaterde, Vaterland!
      Über deinen weiten Gauen
      walte Seine Segenshand!
      |: Er behüte deine Fluren,
      schirme deiner Städte Bau
      und erhalte dir die Farben
      deines Himmels, weiß und blau! :|
      -> eine klare Verbindung mit dem Land, der Umwelt und den Städten
      2. Gott mit uns, dem Bayernvolke,
      wenn wir, unsrer Väter wert,
      stets in Eintracht und in Frieden
      bauen unsres Glückes Herd;
      |: Dass vom Alpenland zum Maine
      Jeder Stamm sich fest vertrau
      Und die Herzen freudig eine
      unser Banner, weiß und blau! :|
      -> Der Auftrag nach Frieden, Erhalt von Traditionen und sein Glück in die eigene Hand zu nehmen, aber in Achtung der Freiheit der anderen.
      3. Gott mit uns und Gott mit allen,
      die der Menschen heilig Recht
      treu beschützen und bewahren
      von Geschlechte zu Geschlecht.
      |: Frohe Arbeit, frohes Feiern,
      reiche Ernten jedem Gau!
      Gott mit dir, du Land der Bayern
      unterm Himmel, weiß und blau!“

      Hessen:
      „Ich kenne ein Land, so reich und so schön,
      voll goldener Ähren die Felder.
      Dort grünen im Tal bis zu sonnigen Höh’n
      dufthauchende, dunkele Wälder.
      Dort hab’ ich als Kind an der Mutter Hand
      in Blüten und Blumen gesessen.
      Grüß’ Gott dich, du Heimat, du herrliches Land.
      Grüß’ Gott dich, mein liebes Land Hessen!
      (…)“
      -> Ebenfalls die Verbindung von Land, Umwelt und Leuten, mit analogen Aufträgen wie die Bayernhymne

      Saarland:
      „1. Ich weiß, wo ein liebliches, freundliches Tal,Von waldigen Bergen umgeben,Da blitzen die Wellen im Sonnenstrahl,Es blühn auf den Hügeln die Reben,Und Dörfer und Städte auf grünender Flur,Und Menschen von kernigem Schlage. Refrain: Hier ist meine Heimat im Lande der Saar,Laut preis’ ich sie all’ meine Tage.Hier ist meine Heimat im Lande der Saar,Laut preis’ ich sie all’ meine Tage. (…)

      Alles obige sind Lieder, die FÜR etwas stehen. Katholische Regionen übrigens

      Niedersachsen:
      „(…) Wir sind die Niedersachsen, Sturmfest und erdverwachsen (…)“
      Spricht primär vom Zusammenhalt unde r der Wehrhaftigkeit des Menschenschlages dort, aber nicht von der Liebe zum Land. Also ein Lied, das GEGEN etwas steht. Übrigens protestantisch geprägt.

      Und dann noch Berlin:
      „Das macht die Berliner Luft, so mit ihrem holden Duft, wo nur selten was verpufft,“
      Oder der neuerliche Versuch: https://www.morgenpost.de/berlin/article208650401/Das-ist-Berlin-Der-Songtext-zum-Lied-von-Endlich-August.html
      Refrain „Wenn man sich´s schön macht, auch wenn´s hässlich ist
      Berlin, Berlin, Berlin Und wenn Stefan plötzlich Steffi ist (…)“
      .
      .
      .
      Sag mir, was für Lieder du singst und ich sage dir, was für ein Mensch du bist…

    • Hans Nase, aber gern doch
      Ostwestfalen (Bad Oeynhausen)

      Wo die Weser einen großen Bogen macht,
      Wo der Kaiser Wilhelm hält die treue Wacht,
      Wo man trinkt die Halben in zwei Zügen aus,
      |: Da ist meine Heimat, da bin ich zu Haus. :|
      Refrain:
      Wir zieh’n ins Weserland,
      Ins schöne Heimatland,
      Dich will ich lieben
      Bis in den Tod.
      Wo die krumme Diemel in die Weser fließt,
      Wo der Jordan sprudelnd in die Höhe schießt,
      Wo man treibt den Kranken Gicht und Rheuma aus,
      |: Da ist meine Heimat, da bin ich zu Haus. :|
      Wo die kleine Bastau in die Weser fließt,
      Wo der Kaiser Wilhelm noch von ferne grüßt,
      Wo man hört des Domes Glocken nah und fern,
      |:Da ist meine Heimat, ja da leb ich gern. :|
      Refrain:
      Muß ich einmal in die weite Ferne zieh’n,
      Treibt die Sehnsucht wieder mich zur Weser hin,
      Von Hann Münden bis zum Nordseestrand
      |: Dort ist meine Heimat, ist mein Vaterland. :|
      Refrain:
      Wenn ich einmal tot bin, schaufelt mir ein Grab,
      In die Erde, die ich so geliebet hab.
      Schreibt auf meinem Grabstein diese Worte auf:
      |: Hier ward meine Heimat, hier ward ich zu Haus. :|

    • Heimat
      Ich wandre ja so gerne am Rennsteig durch das Land,
      den Beutel auf dem Rücken,
      die Klampfe in der Hand.
      Ich bin ein lustger Wandersmann,
      so völlig unbeschwert.
      Mein Lied erklingt durch Busch und Tann,
      das jeder gerne hört!

      Diesen Weg auf den Höhen bin ich oft gegangen, Vöglein sangen Lieder,
      Bin ich weit in der Welt habe ich verlangen Thüringer Wald nur nach dir.

      Durch Buchen, Fichten, Tannen so schreit ich in den Tag,
      Begegne vielen Freunden,
      sie sind von meinem Schlag.
      Ich jodle Lustig in das Tal,
      das Echo bringt? s zurück.
      Den Rennsteig gibt? s ja nur einmal und nur ein Wanderglück!

      Diesen Weg auf den Höhen…

      An silberklaren Bächen sich manches Mühlrad dreht.
      Da rast ich, wenn die Sonne so glutrot untergeht.
      Ich bleib solang es mir gefällt und ruf? es allen zu,
      am schönsten Plätzchen dieser Welt, da find ich meine Ruh!

      Diesen Weg auf den Höhen…

      Das Rennsteiglied aus Thüringen

    • @Renate Simon
      Ja, genau das meine ich. Da würde mich ja mal eine Landkarte interessieren, auf der das Verbreitungsgebiet und die Intensität des Gebrauches von heimatverbundenen Liedgut dargestellt ist – und wie das mit anderen Aspekten korreliert…

    • Hans Nase, das Weserlied ist unterdessen Vereinslied von Werder Bremen
      Bei Werder wird es heute mit leicht abgeändertem Text im Stadium gegrölt, auf yt sind etliche Videos zu sehen und das Lied zu hören.

      Die Mindener (hinter der Porta Westfalica) haben eine eigene Version, die krumme Diemel weist auf Höxter weseraufwärts hin, während bei uns am großen Bogen die Werre in die Weser fließt und wir auch Werre statt Diemel gesungen haben.

      Wir sangen es früher in den 60er/Anfang der 70er, ebenfalls leicht angeheitert, auf Kneiptouren. Denn die Weser macht den großen Bogen bei Bad Oeynhausen, wir hatten also alles Weserrecht, viel mehr als Höxter oder Werder je haben werden, dieses Lied zu schmettern.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Weserbogen

  84. Titel eingeben
    „und die von Deutschland verschuldete Migrationskrise über das Mittelmeer wird auch hier erkennbar:“

    Ist die denn wirklich nur von Deutschland verschuldet? Ist ja nicht so, dass Deutschland den Italienern befiehlt, die vor Libyen aufgegriffenen Afrikaner nach Sizilien bzw. aufs Festland zu schaffen.
    Meine auch, mich erinnern zu können, dass es in Italien eine Ministerin mit Wurzeln im Kongo gibt (oder gab?), die mehr oder weniger äußerte, das traditionelle Italien werde jetzt eben durch eine Mischgesellschaft ersetzt, und die Leute sollten sich gefälligst damit abfinden. Die katholische Kirche unter Franziskus stößt ja auch ins selbe Horn, und die haben ja leider auch in Italien immer noch Einfluss.
    Von daher überzeugt mich der Kontrast nicht so recht.
    Aber die Landschaftsbilder sind schön, danke.

    • Pflichte bei!
      Nicht nur Deutschland, sondern fast ganz Europa (ausgenommen die Betonköpfe im Osten) ist vom bevorstehenden Untergang berauscht. (D natürlich ganz weit vorne!) Möglicherweise verwechselt man das mit einem Katastrophenfilm aus Hollywood? („Das Heerlager der Heiligen“ wurde noch nicht verfilmt, oder?)

  85. Stärke der Abstraktion und Krisendrang
    Hugo von Hofmannsthal beschreibt 1917 in „Schema“ Preußen im Vergleich zu Österreichern. Der Preuße besitzt demnach etwa „Stärke der Abstraktion“, „handelt nach Vorschrift“, hat „mehr Konsequenz“ und „Selbstgefühl“, ist „scheinbar männlich“ und „drängt zu Krisen“; (der Österreicher hat hingegen „geringe Begabung für Abstraktion“, „handelt nach Schicklichkeit“, „hat mehr Fähigkeit, sich im Dasein zurechtzufinden“, neigt zu „Selbstironie“, ist „scheinbar unmündig“ und „weicht Krisen aus“.) Der Autor hatte neben deutschen und altösterreichischen auch italienische Wurzeln.

    Das europäische Projekt -mit deutschem Motor- leidet insbesondere darunter, dass regionale Aspekte viel zu wenig Gewicht haben. Wenn 80 Prozent der Gesetze aus Brüssel kommen (die zum Teil auch zukunftsfähiger sind), ist das möglicherweise zu viel. Es kann nicht jeder Widerstand gegen schwachsinnige Regelungen mit der Nationalismus-Keule abgewürgt werden. Vielleicht sind die Länder schon zu sehr verflochten. Und wollen nur Lockerung und Diversität. Zu viele abstrakte Regelungen von oben nerven den Hausverstand unten. Es ist schön zu lesen, dass es in Europa noch Mentalitätsunterschiede gibt.

  86. Deutsch,Italiener,....Alphonsos Tunnelblick
    …das Rad, die Landschaft oben:
    Ich erinnere mich. Ich rolle – wie so oft – in der warmen abendlichen Toskanasonne auf 18mm, mein rotes 83er Basso rot unter mir, entspannt Richtung Pitigliano: „dass es sich hier fraglos um die schönste Gegend der Welt handelt und es das Schönste auf der Welt sei, hier morgen zu radeln.“ So war das. Es überholt mich nach langer Zeit – etwas zu nah und etwas schnell – dieser schwarze Roadster (Alfa….Giulia..Spider Duetto..) , den du immer schon fahren wolltest. Egal, das Basso rollt…
    Nun folgen – im Abstand von wenigen 100 Metern – 3 frisch gelegte Brände an 3 Feldern….
    Kein Handy im Wolltrikot, niemand in der Nähe, also schnell fahren, Polizei oder Feuerwehr suchen, dann berichten….radebrechend..nenne (Ferien-)Adresse und Namen. Sehe später den Roadster in der Stadt geparkt….
    Am nächsten Morgen, der Vermieter aufgeregt, bittet mich das Haus zu verlassen, die Stadt, die Region. Ich verstehe. „Und ich fühle mich ausgesprochen unwohl.“
    tipici stronzi tedeschi….
    …..
    also irgendwie doch wohl mein Fehler…

  87. Shakespeare
    @Harry Charles

    Werter Herr Charles, Sie zitieren aus der Rede des Polonius an seinen Sohn Laertes („Hamlet“, 1.Akt, 3. Szene):
    „This above all; to thine own self be true:
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.“

    Und Sie übersetzen (frei):
    „Sei dir selbst treu, dann wirst du automatisch auch für andere den meisten Nutzen haben“.

    Möchte nicht pedantisch sein, aber das Wort „Nutzen“ scheint mir ganz gegen den Sinn von Polonius Rede zu gehen. Es geht darin nicht um Nuzten sondern um Wahrhaftigheit und Ehrlichkeit.

    A.W. Schlegel übersetzt (meines Erachtens richtig) folgendermassen:
    „Dies über alles, sei Dir selbst treu,
    Und daraus folgt, so wie die Nacht dem Tage,
    Du kannst nicht falsch sein gegen irgend wen“.

  88. Patriotismus und Nationalismus sind
    nicht dasselbe. Ein Patriot kennt und liebt seine Heimat aus guten Gründen, weiss aber auch um ihre Schwächen und Defizite. Ein Nationalist zieht sich dagegen an der vermeintlichen Überlegenheit seiner Nation hoch, oft ohne um deren Geschichte und Kultur zu wissen.

    Ein britischer Nationalist der meint, Grossbritannien habe im Alleingang den Kaiser und Hitler besiegt, oder ein nationalistischer Türke, der meint, ein neo-osmanisches Reich sei dem Westen moralisch überlegen, bedienen sich pathetischer Mythen, um sich selbst zu überhöhen.

    Kurzum, Patriotismus kann funktionieren, ohne sich von anderen abzusetzen – man kann Oberbayern lieben und die Toskana trotzdem schöner finden. Nationalismus ist dagegen immer auf Konfrontation aus.

    Leider wird dieser Unterschied sowohl links als auch rechts oft – und auch oft bewusst – missverstanden. Stolze Italiener sind i.d.R. keine Nationalisten und Brexiteers und AfD-Anhänger i.d.R. keine Patrioten.

    • von Weizsäcker.
      Patriotismus ist Liebe zu den Seinen; Nationalismus ist Haß auf die anderen.

      Muss aber ehrlich sagen, dass mir bei WMs das Schwenken der deutschen Fahne irgendwie komisch
      vorkommt, während es mir bei anderen gefällt.
      Vielleicht liegt es aber auch an der Fahne.
      Ist wie beim Geld: Während andere Länder Sammlerstücke prägten, war unseres ein Ausbund an Fadheit.
      Diese Tradition der häßlichen Münzen wenigstens haben wir in den €uro hinübergerettet.

    • Ich sehe das anders
      Nationalismus ist Ratio (das Streben nach der Verfasstheit und Unabhängigkeit einer Nation), Patriotismus ist Emotion (Vaterlandsliebe). Beides kann positiv oder negativ ausgelebt oder ausgelegt werden. Für etwas sein oder gegen etwas.
      Der momentane Nationalismus ist z.B. getragen von dem Wunsch, die Unabhängigkeit, die zugunsten der EU abgegeben wurde, (zum Teil) zurückzugewinnen. Gleichzeitig geht es auch um die Ablehnung von „Nations-fremden“ Personen, die man als Gefahr für die Verfasstheit der Nation sehen kann – seien es polnische Gastarbeiter in England, Menschengeschenke in Deutschland oder Piefkes in Österreich. All dies wird wohl auch durch Patriotismus unterlegt sein. Es liegt somit im Auge des Betrachters, ob er den jeweiligen Gegenstand der Betrachtung als Nationalismus oder Patriotismus, als positiv oder negativ konnotieren möchte. Hier ein generelles Postulat treffen zu wollen, ist nur der Versuch, Deutungshoheit zu erringen. Dass in D Nationalismus gerne mit Nationalsozialismus in Verbindung gebracht wird und Nationalismus damit in der Regel negativ konnotiert ist, ist ja auch nur ein deutsches Spezifikum. Ich sehe es als kritisch an, dass in Deutschland so viele Begriffe (für die es keine Synonyme gibt) negativ (in der Regel im Bezug auf das 3. Reich) konnotiert sind. Dies verhindert offenen Diskurs – was wohl auch so gewollt ist.

    • Welchen Nationalismus meinen Sie denn?
      Wikipedia biete mehrere Definitionen und auch einen „Hybrid“ an: „Als inklusiver Nationalismus wird ein moderater Patriotismus bezeichnet, der auf eine Integration aller Teilgruppen einer Gesellschaft, unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung und ihrer kulturellen Identität, zielt.“


    • Stolze Italiener sind i.d.R. keine Nationalisten und Brexiteers und AfD-Anhänger i.d.R. keine Patrioten.
      Ich halte das für Rabulistik. Es äußert sich mal eher gegen etwas oder mal eher für etwas. Und es sind auch keineswegs alle Nationalisten oder Patrioten je einer Meinung. Vergleichbar sind sie nur in Bezug auf ihre bevorzugte abstrakte Bezugsgröße, eine wie auch immer geartete Vorstellung von ihrem Land und seinen Bewohnern.


    • Patriotismus ist Liebe zu den Seinen
      Äh, also, Liebe zu den Seinen ist üblicherweise Familienzusammenhalt.
      Patriotismus ist schon eine gewisse Abstraktionsstufe, denn die Mit-Landesbewohner eines Königreichs oder Staates sind nun eben gerade nicht direkt verwandt.

  89. ....Schönheit und Eleganz ...
    … meine Mutter -geboren 1927 in Mähren (ehemaliges Sudeten) – nach der Vertreibung! (nein, nicht Flucht) aus Brünn – nach kurzzeitigem „Zwischenlager“ in Wien – dann (Deutsche kommen nach Deutschland) -hart aufgeschlagen in einem heruntergekommen schwäbischen Bauern-Kaff!!!

    … bis zu ihrem Tod weigerte sie sich, die „schwäbischen Eingeborenen“ als zivilisierte Menschen zu bezeichnen –

    … meiner Mutter wäre es nie und nimmer in den Sinn gekommen, elegant gekleidet und ohne passende Kopfbedeckung (Hüte), das Haus zu verlassen …

    …dafür wurden wir Kinder entsprechend von unseren Dorfbewohnern geschnitten …

    das ist Deutschland bis heute …

    … mich hat es stark gemacht!

    • Was ist schlimmer als Cholera?
      Von d’r Alb ‚ra (auf Deutsch: von der Schwäbischen Alb zu kommen).

      So sagt man in der schwäbischen Stadt.

      Das schwäbische Land darf man nicht mit Deutschland, ja nicht mal mit der schwäbischen Stadt vergleichen.
      Niemand versteht das schwäbische Land, nichtmal die schwäbische Stadt.
      Warum wohl heisst es „Schwäbische Alb“ und nicht „Alp“?

  90. Grazie mille!
    Jetzt hast Du einen wunderbaren Text geschrieben mit ‚Leitkultur‘ im Titel und dabei die Misere gar nicht erwähnt. Die Misere einfach nicht erwähnt mit einer Kultur, die so freudlos daherkommt mit Burka und anderen unappetitlichen Utensilien für Minister, die inzwischen wieder Wahlkampf machen wollen gegen ein Asyl-Chaos, das nur in den losen Reden der Rechten existiert, während im Land doch alles so wunderbar grundgesetzkonform abläuft, auch am Chiemsee. Es ist so viel schöner, aus Italien etwas über den maasvollen Nicht-Nationalismus zu lesen.

  91. Wieder ein Volltreffer! --- Teilaspekt Italienisches vs deutsches Stilempfinden
    Lassen Sie mich einen Teilaspekt herausgreifen. Stilgefühl und Eleganz der Italiener (und ausnahmsweise füge ich hinzu: ) Italienerinnen vs das der Deutschen und Deutschinnen…
    Kürzlich wurde in der FAZ über (deutsche) Wohnungseinrichtungen berichtet: Die Menschen richten sich in ihrem Haus bis ans Lebensende ein (also ca. 40 – Tod). Der Gedanke, daß man variieren und stylistisch modernisieren könnte, erscheint befremdlich. In anderen Ländern hingegen sind Interior Designer selbstverständlich. Dahinter steht auch die Erkenntnis, daß nicht jedem geschmackliche Gestaltungskraft gegeben ist, aber man möchte es schön haben, also zieht man einen Profi hinzu. Ähnlich bei der Gartengestaltung: Auch wenn der Garten gute Gestaltungsmöglichkeiten böte, wird er hierzulande oft nur als Abstellraum für häßliche Untensilien verwendet.
    In Italien hingegen ist der Wille zur stylistischen Gestaltung fast allgegenwärtig. Die Ursachen? Licht und vielleicht auch das wärmere Klima dürften durchaus einen Einfluß ausüben. Auch wenn man nördlich des Alpenhauptkammes lebt, kann man davon aufnehmen, z.B. durch die Befassung mit den Gebäuden Palladios – einfach wunderbar. Und waren nicht die von Bruno Sacco gestalteten Mercedes-Fahrzeuge die schönsten?

    • "wenn man nördlich des Alpenhauptkammes lebt"
      Wie Sie sicher wissen, war Rosendorfer der Ansicht, dass ein Leben dort kaum möglich sei.

  92. God will understand...And if he doesn't, then he is not God and we need not worry.
    BTW:

    Kurze Einführung in die Religionsgeschichte (pro bono…wie immer):

    Luther hat die Religion von der Kirche getrennt und das nannte man dann Protestantismus.
    Religion ohne Kirche ist jedoch Differenz ohne Einheit, denn ohne all die Formen und Riten und bunten Bilder und Götzen ist eine Religion nicht wirklich in der Kommunikation zu halten.
    Und folglich endet der Protestantismus immer im Rechtsstaat, im Calvinismus (vulgo: Kapitalismus) oder bei Nietzsche (vulgo: Wahnsinn).
    D.h. erst diese Aufspaltung durch Luther ermöglichte die funktionale Differenzierung, indem er Sinn ohne Form anbot und somit den Menschen zur Suche nach Form zwang.

    Was anderseits bedeutet, das ein Don, wenn er von den Formen Italiens schwärmt, die Sinnlosigkeit der Moderne auf der anderen Seite der Alpen, also bei uns, zurücklässt.

    Whatever, de Combat du Génie meinte letztens zu mir, dass die Europäer am Ende der aktuellen Krise wieder weiße Shirts mit rotem Kreuz tragen werden.

    Der Don als Crusader auf seinem bike…schau wir mal…

    • ... Nietzsche ..
      „Und folglich endet der Protestantismus immer im Rechtsstaat, im Calvinismus (vulgo: Kapitalismus) oder bei Nietzsche (vulgo: Wahnsinn).“

      Na ja, dass N erkrankt war, sagt nichts gegen seine Philosophie (bemerkenswerter ist mE sein tapferes Leben und sein Genie), sonst müsste man jeden Platten oder jedes Vertippen beim Don hämisch als Beleg für Scheitern werten, und das wäre offen wahnsinnig….

      Und: Dass die ev.-luth. Kirche hierzulande nur noch eine lila lackierte Fassung der GrünInnen ist, ist weltweit nicht der Regelfall.

    • Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet.
      @Sirisee

      Jeder wirkliche Wissenschaftler nähert sich dem Wahnsinn und dringt in in ein. Weil der Wahnsinn ist der Bereich jenseits von Sinn, und das ist per definitionem das Einsatzgebiet von Wissenschaftlern.
      Ein großer Teil schreckt dann zurück, andere verfallen dem Wahnsinn und einige wenige schaffen es, ein Stück von Wahnsinn in Sinn zu verwandeln.

      Nietzsche scheiterte an dem Wahnsinn, er konnte keinen Sinn generieren. Seine Leistung bestand vielmehr darin, die komplette Philosophie in den Wahnsinn zu reißen, und mit ihr zusammen darin unterzugehen. Nietzsche war der erfolgreichste Selbstmordattentäter ever.

      Nietzsche hat die Philosophie gemordet.

      Nur wenige haben das bemerkt.

      (Zur ev.luth Kirche: Da wo sie ist, da folgt der Kapitalismus auf dem Fuss. Immer und überall)


    • weiße Shirts mit rotem Kreuz
      Genueser? Engländer? (Die haben als Flagge Weiß mit rotem durchgezogenem Kreuz)

    • ... Nein, wirklich nicht, N . ..
      … brachte und bringt Bewegung in Denken und Sprache, und das bekannte Zitat von Ihnen beschreibt ja nur einen Ausgangspunkt, an dem das Denken beginnt …Gehen Sie nach Sils Maria und wandern Sie; es gibt nichts besseres, um sich N zu nähern, und es ist mindestens so lohnend wie die Mille Miglia.

    • And peace be with you
      @coloraze

      Genueser? Engländer? Ich denke eher Europäer…ein vereinigtes Europa, das, wovon wir alle träumen:

      http://www.simplepedia.de/lib/exe/fetch.php?cache=&media=wiki:organisationen:tempelritter-kreuzritter.jpg

      @Sirisee

      Also ich habe Nietzsche gelesen und nicht erwandert. Vielleicht variieren deshalb unsere Interpretationen.

  93. Going where the weather suits my clothes ....
    …. ist gelebte Freiheit!
    .
    Danke für die italienischen Momente!

  94. tanti auguri, Don
    das war Ihr bester Beitrag ever!
    Nicht nur, dass er die politische Situation dieses deutschen Problems 1a dargestellt hat, nein, er hat als Gegenentwurf eben auch Italien angeführt. Das Sie die Italiener kennen und mögen, dass merkt man bzw. weiss man. Und die Landschaften und das Rad fahren dort… Ich mag Italien auch sehr, die Landschaften, das fahren mit dem Rad und beim lesen Ihrer Zeilen, angefangen mit der Fahrt über den Brenner im Schnee, mit der Sonne, die dann anfängt zu scheinen… das kenne ich selbst und ich habe beim lesen tatsächlich etwas Gänsehaut (wohl wegen starker Vorfreude auf meine Mitte Mai anstehende Reise nach I in die Lombardei) bekommen!
    Danke!

  95. Bella Italia
    Klar finden die Italiener ihr Land bellissimo.

    Ich bin gerade in Rom, in einer Stadt die noch reicher ist an Massentourismus als an Kulturschätzen, was schon etwas heißen will. Wären hier nur Leute, die es subjektiv schön oder zumindest interessant finden, würde die Stadt ökonomisch sofort kollabieren. Das Image ist Teil der Kulturindustrie und die verkauft die Vergangenheit ihres Landes erfolgreich an Selfidioten, was ja auch eine Leistung ist.

    Rom wirkt z.T. grotesk überfüllt, etwa wenn sich am Trevi Brunnen, die Menschenmassen, wie bei einem Rockkonzert, an die Absperrung drängen und von Armut geplagt. Die Fetzen von Wellpappe, die überall herumliegen, stammen von Sitzunterlagen, von Isomatten für Leute, die es offenbar nicht bis zum Straßenhändler geschafft haben. Die trennt noch mehr von der Zivilisation als nur Barockmusik, englische Silberkannen und teure Rennräder. Das ist „willkommenskulturell“ komplett aus dem Ruder gelaufen und wirkt so, als hätte der Staat das komplett aufgegeben.

    Rom wirkt aber auch heller, aufgepeppter, als Anfang der Nullerjahre, wo ich es zuletzt besucht hatte. Die Fassaden wurden gereinigt und vom Ruß befreit, der damals alles in eine grau-schwarze Steinmasse verwandelt hatte.

    • Fernweh
      Ach, interessant – ich hatte „angefixt“ von der
      schönen Italiengeschichte des Don –
      überlegt wiedermal nach Rom zu fliegen.
      Ich habe immer in einem kleinen ganz einfachen
      Hotel am Campo di Fiori gewohnt und bin dann
      zur Piazza Navona zum Frühstücken gegangen.
      Irgenwo in der Nähe kann man die Reste eines
      antiken Stadions – quasi eine Etage tiefer – bestaunen.

      Zur Statue des Garibaldi ist es vom Campo
      nicht weit. In südwestlicher Richtung über den
      Tiber hinüber ins Viertel Trastevere den Berg hoch,
      da kann man dann > so schön runterschauen…

    • Machen Sie das!

    • Skip the Line
      Für Menschen, die das noch anders kennen, ist dieser „Skip the Line“ Sport, erst einmal etwas, dass mentale Abwehr produziert, v.a. im Nahkampf.

      Ich habe mir nun für Fr. 20:00 ein Ticket für die „Nachtöffnung“ der Vatikanischen Museen bestellt und hoffe, dass die Jugend-, Rentner- und Chinesengruppen schon abgezogen sind. Bei allem Verständnis dafür, dass man Cashcows melken will, so lange sie Milch liefern, hoffe ich, das auch das Leben für uns Individualisten noch lebenswert bleibt.


    • Klar finden die Italiener ihr Land bellissimo
      Das ja. Aber sonderbarerweise halten sie sich und ihre Landsleute für dumm (ja, wirklich, schon von mehreren gehört) – und verblüffenderweise die Deutschen für schlauer. Macht mich immer ziemlich konsterniert, denn Architektur, worin die Italiener ja recht gut sind, sehe ich nun nicht gerade als eine Dummendisziplin an.

    • Rekursion der Volksgemeinschaft
      Selbtschmähung als Patriotismus.

      Ich habe schon länger nicht mehr gehört, dass Deutschland „in der Normalität ankommen“ muss. Das war so eine gängige Leitartiklerphrase, die irgendwann aus der Mode kam und zwar noch vor der virtuellen, politischen Polarisierung, bei der die ganze Verfemung des Deutschen auf die Rechten übertragen wurde. Nichts scheint praktischer als unser linksbürgerlicher Kollektivismus, der genauso wie jeder andere seiner Art auch, Einschluss durch Ausschluss praktiziert, dies aber sofort wieder zensiert und jeden angreift, der ganz offen für Volk und Nation eintritt.

      Ein netter rekursiver Trick, sich als Volksgemeinschaft gegen deren Idee zu konstituieren. Dumm nur, wenn man darin wieder so idiomatisch und allein vor sich hinwurstelt, statt endlich in etwas größerem, z.B. Europa aufzugehen.

    • Dreamtimer
      Vor einigen Jahren sah ich, dass gegen 17:00 Uhr am Petersplatz nicht mehr viel los war und sagte es meinen Kindern.Wir gingen also um diese Zeit in den Dom und anschließend hinauf.Wir waren ca 20 Leute oben auf dem „Krönchen“, also unter den Säulen. Rom bei Abendsonne mit Blick auf das gepflanzte Wappen unten im Garten.Diese Stimmung werde ich nie vergessen. Dann sieht man auch erst die schöne „Terrasse“, ab die der Aufzug einen wieder nach unten bringt.

      Ich wünsche Ihnen Muße bei wenigeren (Mit)Betrachtern.Bei uns war es morgens einfach zu voll.

  96. Montalcino und Monteverdi, allein die Namen......
    Geehrter Don, Sie haben doch dieses schöne Rennrad (Bild 5) nicht mit einem Dreifach-Kettenblatt ausgestattet?! Das kann nicht wahr sein, eine Verunstaltung.

    Das schöne in Bella Italia ist auch, wenn die hupen, hupen sie ganz kurz, etwa in den Tunneln, man weiß dann, es kommt jemand und gut. Der Deutsche hupt entweder nicht und drückt sich am Lenker vorbei, egal was passiert oder er hupt dich von der Piste. So geht das, cabrones tedesci.

    Die Gabel, ja, machte Michelangelo auch in Gabelköpfen?

    Und: Ein Italiener bleibt einer auch mit deutschem Pass. Und das ist auch gut so. Auf nach Italien zum Radeln. Fehlt mir schon lange.

    Schön getextet, Don und viel Spaß.

  97. Lese gerade, dass die Umfragen wieder Aufwind für die Kanzlerin vermelden.
    Dabei, lese ich die kundigen Kommentare hier, müsste es doch eigentlich geradezu eine rasende Schussfahrt sein. Ist es aber nicht. Warum? Von den „Linksgrünvers…“ alles gefälscht?

    Die BT-Wahlen werden unterhaltsam werden. Wahrscheinlich nochmal ein paar (quälende) Merkel-Jahre. Bin auf die Kommentare gespannt. Schon mal dran denken:Es werden auch in diesem Herbst wieder Schuldige benötigt.

    • KUNDIGE Kommentare ist das Stichwort , Grigorij !
      .
      .
      Sie werden die Foristen doch wohl kaum für einen repräsentativen Schnitt durch Deutschlands Wählerschaft halten ?

      Leute, die sich Gedanken machen, und die dann auch, soweit möglich, äußern ,

      sind überall eine Minderheit.

      Überlegen Sie, wer alles die deutsche (Doppel)Staatsbürgerschaft hat, und wie leichtfertig sie vergeben wird-

      Mir ist schon klar, wie die Wahl bei uns ausfällt.

      Da geht es nur um Nuancen.

    • Man kann nur
      zwischen denen wählen, die auf dem Zettel stehen. Nur im Restaurant kann man bei der Auswahl die schriftlich festgehaltenen Angebote verändern, allerdings meist gegen Aufpreis.

    • Zettel

      leider stehen die „Probleme“ nicht nur auf dem Zettel sondern in der Wahlkabine mitunter auch vor dem Zettel

      ….

    • Nach den Wahlen
      hier und dort
      gibt es ’ne kalte Dusche
      von ihm
      http://www.reuters.com/article/us-france-election-germany-idUSKBN17Z195
      und der 3. Person im Staate D.
      Es ist zum Weinen.
      M.A. Titz

  98. Akt. Nachtrag zum Nationalstolc hier und heute (Doppelmoral passt aber auch)
    MoMa heute (ja, ist ja gut, ich zappe abundzu kurz rein, aber nur um mich zu vergewissern daß im Land alles seine Ordnung hat).
    Sani-Trupps besuchen Selbstverteidigungskurse (Dusseldorf), Themen:
    – De-Eskalationsstrategien bei gezielter Bespuckung
    – Wie schütze ich mich vor Angriffen mit Nahkampfmessern?
    – Schlußfazit: Die Verrohung der „Gesellschaft“ hat nix mit nix zu tun!

    Mancheiner kann über diese Zustände ganze Aufsätze verfassen, mir fällt dazu absolut nichts mehr ein. Einfach nur noch irre.

  99. Italien Teil 2
    Werter Don
    Man muss sich natürlich nicht zurückhalten. Wir haben ja Gott sei Dank noch Meinungs- und Redefreiheit.

    Aber man sollte – um ein gewissen Niveau zu halten – bei bestimmten Themen zumindest versuchen, die Ratio einzuschalten. Wenn man die Ratio ausblendet, urteilt man aus dem Bauch. Das kann manchmal auch helfen. Aber man ist dann sehr schnell auf drm Niveau der radikalen Feministinnen und Gender-Aktivisten, die ja gegen jede Art von Ratio sind und alles mit dem Bauchgefühl begründen, dass der alte weiße Mann an allem Schuld ist.

    Mit diesem Ansatz kommt man dazu, dass der Deutsche an der Verschuldung der Italiener schuld ist bzw alle Club Med-Länder ihre Verschuldung den Deutschen verdanken.

    Das ist die Argumentation von SZ, ZEIT, TAZ und FRS und den öffentl Rdchtlichen.
    Gute Gesellschaft!
    Aber leider rational betrachtet die falsche Analyse.
    Beste Grüsse
    SeeMichel

    • @SeeMichel
      Eine ernsthafte Debatte zu Wirtschaftsthemen oder zur Geldpolitik können Sie hier im Blog vergessen, das hatte ich weiter oben auch schon vergeblich versucht. Das ist hier das falsche Publikum. Solche Debatten funktionieren wahrscheinlich nur im Fazit-Wirtschaftsblog der FAZ.
      Genießen Sie die Bilder und überlesen Sie die konfusen Vorstellungen von wirtschaftlichen Zusammenhängen.
      Grüße Uli

    • Ratio
      Sie haben recht, aber der Don ist da wohl zu emotional, hört den Italienern zu und glaub ihnen das meiste ohne viel zu überlegen.

      Eine emotionale Währungsunion (d.h. mit I u GR) ist einfach unbrauchbar.
      Die Schweiz hat das schon vor dem 1. WK getestet und ist seither schlauer. Vielleicht erlebt D auch noch die Gnade der späten Erkenntnis.

  100. ...
    Zu große zentralisierte Gebilde (Staatsgebilde, Großkonzerne) können je nachdem wie wenig sie dem Wettbewerb mit anderen Gebilden ausgesetzt sind und wie groß die Machtdominanz im jeweiligen, aktuellen Umfeld ist, eine bestimmte Zeit die Realität außer Kraft setzten und sich eine eigene Realität schaffen.

    Es gibt auch in den jeweiligen Gebilden genug realitätsauslegungsflexible Stabsstellen-Schmeißfliegen, die dem Kaiser willfähig sind und ihn/sie/es in der neuen Realität bestätigen, solange nur noch genug Bonusgehaltskrümelanteile abfallen un der Tisch im Kaiserpalast noch reich gedeckt ist.

    Die Frage ist nur, wie lange die Realtiätsverschiebung andauern, wie übel sie enden wird und wieviele Flaschen Rotwein die Realitätsverschiebungsunwilligen in der Zwischenzeit zur nervlichen Beruhigung trinken mussten.

  101. Preußen
    Andersrum wird ein Schuh draus: das Fehlen Preußens ist es, was den Protestantismus so muffelig macht. Esprit, Mäßigung, Pragmatismus und Toleranz, Weltoffenheit, dies hat Preußen den Protestanten gebracht und bewahrt. Ohne bleibt außerhalb der hanseatischen Kaufmannsinseln nur der Sauertopf.

    Daß Pietismus und Calvinismus bisweilen auch im sonnigeren Bereiche biestig und kleingeistig macht, kann man auch im Schwäbischen beobachten. Gerade im Gegensatz zu den Nachbarn.

    • Calvin?
      Da hab‘ ich doch vor ein paar Tagen was treffliches drüber gelesen, beim Schwanitz:
      „Calvin … wurde zum Vorbild fast aller fundamentalistischen und puritanischen Gemeinden in Holland, England und AMERIKA. …
      Der Calvinismus passte sehr gut zu den Handelsinteressen Genfs, zum Kapitalismus überhaupt und zum AMERIKANISCHEN Erfolgsdenken. … Ermöglicht das Luthertum die Ehe zwischen Religion und Staat (siehe Preußen), ermöglicht der Calvinismus DIE EHE ZWISCHEN RELIGION UND GELD.“
      .
      „God’s Own Country“ erklärt sich wohl auch daraus (?)

    • Biestige schäbische Kleingeister und ihre gegensätzlichen Nachbarn
      Ja genau: Es gibt halt badische on ohsymbadische, gell. Und über Baden lacht die Sonne und über Schwaben die ganze Welt … Nur sind die Bewohner der Markgrafschaft gleichwohl Protestanten, wie ihre geliebten schwäbischen Nachbarn. Das widerspricht nun etwas der konfessionellen Charakterstudie.

      Ich habe von Verwandten Geschichten über dachtraufschwäbische pietistische fromme Schwestern gehört, die allen Ernstes behaupteten, in den Körperpflegeprodukten einer Firma aus Schwäbisch Gmünd würde der Teufel wohnen, weil sie der Todsünde der Eitelkeit Vorschub leisteten. Ebenso wurde mir über schreckliche bigotte Vorbeterinnen in der Schule im vorderösterreichisch katholischen Freiburg berichtet, die über das gottgefällige Wohlverhalten der Klasse wachten.

      Ich kann über beide herzlich lachen. Ich habe da keine Präferenzen. Gläubige, die sich zum Narren machen, gibt es in allen Konfessionen.

      Offenherzige, tolerante, gebildete und kluge Menschen habe ich ebenso unter den Katholiken wie den Protestanten kennengelernt.

      Es lohnt sich immer wieder vorbehaltlos die Stereotypen einer Einzelfallüberprüfung zu unterziehen. Überraschungen sind da nicht selten, positive wie negative.

  102. Abdel-Hamed Samad sagt heute in einer Stellungnahme, die Konstanzer hätten einfach die Hosen voll
    die Wahrheit liegt wahrscheinlich mal wieder in der Mitte: Klar haben die die Hosen voll, und klar ist es ein Faktum brutum, wenn Samad mit jetzt fünf (!) Personenschützern unterwegs ist.

    Was mir freilich fehlt ist eine Reaktion der (grünen, lieber Gott) Konstanzer VHS-Chefin, die soziale Phantasie und Trotz beinhaltet hätte: Warum nicht Samad einladen, und die Rechnung für die Zusatzausgaben für die Security bei der Landesregierung oder bei de Maizière einreichen. Per Delegation nach Stutgart, einschließlich Konstanzer Muslim-Vertreter – und Vertreter aller solidarischen anderen Religionen und Organisationen usw!

    Einfach ein bisschen mehr Gottvertrauen und soziale Phantasie und ein bisschen weniger die Hosen voll.

    So wie die Konstanzer VHS entscheiden hat, sieht das große Bild jetzt so aus: Wir lassen die ISler unsortiert rein, und die Bedrohten wie Samad können schauen, wie sie damit zurecht kommen.

    Das entspricht aber überhaupt nicht unserer Leitkultur, wie ich leider abschließend feststellen muss.

  103. senile agitation is coming to town
    Heimat ist da wo man, trotz Wetterkapriolen, Besuch bekommt
    und es gemütlich ist.
    Es einen gut geht.
    Auch dem der eine Kulturgeschichte der Schnürsenkel schreibt.

    Heimat ist dort, wo man sich auskennt.
    Da wo die Erinnerung, Gewußtes zum Tragen kommt.
    Mal mit, mal ohne Fahrrad.
    In ihrem jeweiligem Klima, ihren Landschaften, dem Lokalcolorit,
    den Wegen, Straßen und Plätzen.
    Wo man im Sprachraum mitschwingt, ergründet, welche und wie der Ältere Worte bildet.
    Heimat ist der Reichtum aus dem man sich entwickelt.
    Heimat ist Kompaß. Ein Ausgangspunkt.
    Von Leichtigkeit.
    Von unbeschreiblichen Qualen. Unfaßbarer Dummheit.
    Schönen Wendungen und lieblichen Drehungen.

    Heimat gewährt Mitsprache, Korrektur.
    Sie wird nicht besser im Verharren oder Rückschritt in Ödnis, erkenntnis-erfahrungsloser ErlebnisSchleifen, Gleichgültigkeit, Trägheit, Nachlässigkeit, durch Vorteilsmißbrauch// Pseudolegitimationen (mittels Technik/ Waffen und Moneten).

    Heimat wird entblößt, wenn die Sprache billiger, wertverachtender Dinge, der Not und Gewalt dominiert. Sie wird zur Illusion, zu einem blassem, vagen Phantasiegebilde. Sie wird dann woanders verortet. Entweder in anderen, fremden Territorien oder nur noch in den Träumen. Oder auch auf Hoher See.

    Heimat entsendet dann Wissenschaftler die Artefakte zeichnen.
    Oder auch nicht.
    turpe est in patria vivere et patriam ignorare
    Eine Schande ist es, in seiner Heimat zu leben und die Heimat nicht zu kennen. (Plinius)

    Sich heimatlos einen schönen Tag kaufen, ist dann nur ein Patati Patata in Zeit und Raum, [es kann hier, es könnte auch dort sein] ein belangloses Undsoweiterundsofort, ein Eingelulltsein leerer, belangloser Versprechungen, falscher Umarmungen, erschlichener Ja’s und überumpelter Nein’s, im Labyrinth des Bezahluniversums der Krämerseelen.

    liebe €Radfahrer, was ist Sehnsucht?:
    Sabina – Sailors Daughter
    https://www.youtube.com/watch?v=O_nAnA2g-x4

    mindestlohnabholdige Schönheit und Eleganz ins tagträumende Wasser verlegt:
    Dream Koala – Ocean
    https://www.youtube.com/watch?v=3gTf-wBUSgM

  104. Mag ja alles sein, aber.
    „Scharf kritisierte die Nebenklage das Verhalten mehrerer Zeugen im seit Anfang des Jahres laufenden Prozess. Man könne davon ausgehen, dass einige genau wüssten, wer der Täter sei. „Das ist für jeden aufrecht Denkenden ein Schlag in das Gesicht“, sagte der Anwalt. Das Verfahren habe die Hinterbliebenen an die „Grenzen des Ertragbaren“ geführt. Niklas‘ Mutter sei „durch die Hölle gegangen“, schreibt die FAZ.
    .
    Mag ja alles sein, aber hier ist nicht Jammern+Klagen, sondern Verhaltensänderung erforderlich.
    .
    Niklas wurde in einer (wenn auch von guten Menschen heute verleugneten) christlichen Tradition erzogen, i.e. erzogen zu Friedfertigkeit und Gewaltlosigkeit. Walid und die anderen jungen muslimischen Gäste haben den Islam verinnerlicht, eine Religion der Gewalt, des leistungslosen Überlegenheitsgefühls und der tödlichen Verachtung „Ungläubiger“.
    Ein Niklas hat gegen einen Walid exakt keine Chance. Es ist Niklas, der stirbt. Immer.
    .
    Will Niklas überleben, muss er lernen, sehr schnell lernen. Lernen muss er z.B., nicht allein unterwegs zu sein. Walid ist es auch nicht, denn dazu ist er zu feige. Er tötet aus der muslimischen Menge heraus.
    .
    Niklas muss lernen, sich zu schützen. Oder er wird die Islamisierung des Landes nicht überleben.
    .
    Disclaimer: „Niklas“ und „Walid“ stehen für die jew. Opfer- und Tätergruppe. Sie könnten auch „Thorben“ und „Mohamad“ heißen.

    • Keine Chance
      Das entspricht auch meiner Einschätzung. Verkürzt: Als das mit den Antänzern begann, da waren die meist zu dritt. Einer mit Hüftschwung, die anderen beiden als Back-up, falls das Opfer sich wehrte. Selbst bei dieser Überlegenheit kam es zu unschöner Gegenwehr, auch dank der Unterstützung durch beherzte Passanten. Also wurde aufgestockt. In den Polizeimeldungen war dann sehr schnell von 8 – 10 Tätern die Rede (siehe auch Stachus neulich). Wer soll sich, selbst wenn er selbst nicht allein unterwegs ist, gegen solch eine Übermacht wehren? Wer wagt es noch, als eigentlich couragierter Bürger, dort helfend einzugreifen? Dazu resultiert natürlich auch der Vorteil, dass die Identifikation eines einzelnen Täters erheblich erschwert wird. Von der Verurteilung gang zu schweigen …

    • Gefangenendilemma
      Als Laie und nur in einer Zeitung gelesen: es scheint unmöglich zu sein, aus einer Gruppe heraus begangene Verbrechen zu sühnen, wenn alle Zeugen plötzlich verunsichert sind. Mag an Einflussnahme auf die Zeugen liegen, mag an politischer Einflussnahme liegen.

      Rechtsstaat o.k., aber es ist für mich kein Rechtstaat mehr, wenn Mörder frei herumlaufen.

    • Richtig, Denkfehler.
      Viele haben es noch nicht in vollem Umfang verstanden.

      Das Urteil ist Bestandteil einer Erziehungskampagne. Die biodeutsche Bevölkerung soll an die Etablierung einer muslimischen Herrenrasse gewöhnt werden, deren Angehörige straffrei biodeutsche Männer und Frauen (Dhimmis) töten dürfen.

      Das Urteil ist dementsprechend zu bewerten. Dhimmi-Staatsanwälte und Dhimmi-Richter urteilen so, wie sie es nach Scharia-Verständnis zu tun haben.

      Unterstützt wird diese These, dass Staatsanwaltschaft und Polizei – soweit ersichtlich – nicht gegen den anderen Verdächtigen vorgehen. Da Walid S. unstrittiger Weise die Jacke mit dem Blut des Opfers besaß, wäre gegen ihn sofort Erzwingungshaft zu verhängen, bis ihm der Überbringer der Jacke wieder einfällt.

      Davon hört man in den Dhimmi-Medien nichts. Es wird auch nicht weiter danach gefragt.

      Freiburg: Man darf auf den Ausgang des Verfahrens gegen Hussein K. gespannt sein. Zwei Gutachter haben unabhängig voneinander sein Alter mit 22 Jahren bestimmt. Dieses Alter würde auch mit Hussein K.s Angeben in Griechenland übereinstimmen.

      Das Gericht klagt Hussein K. trotz der Gutachten nach Jugendstrafrecht an. Der erste Schritt zur Freiheit. Man kann annehmen, dass Hussein K. behaupten wird, der Geschlechtsverkehr sei einvernehmlich erfolgt. Im Rahmen der hiermit verbundenen Tollereien fiel Maria L. ins Wasser. Sie bewegte sich nicht mehr. Da er sich fürchtete, flüchtete er.

      Eine Verurteilung wird voraussichtlich auf dem Sachverhalt „fahrlässige Körperverletzung mit Todesfolge“ beruhen. Falls es eine Haftstrafe gibt, wird sie zu Bewährung ausgesetzt, da Jugendstrafrecht.

      Das ist eine Arbeitsthese. Sie kann falsifiziert werden. Aber ich bin pessimistisch. Das Gericht in Freiburg hat seine „Soumission“ bereits signalisert.

    • ... da empfehle ich immer wieder gerne ...
      „das Schlachten hat begonnen“, ein prophetischer Text zum Kirchweye-Mord und bei aller Drastik richtig beobachtet, von einem Autor, dem die Deutsche Bank mittlerweile das Bankkonto gekündigt hat, so geht das.

      Das sind gruppenbezogene Auseinandersetzungen, die wir bis zu Zuzug der „Goldstücke“ praktisch nicht hatten und wenn dann nicht mit feigen Tritten gegen den Kopf wenn jemand auf dem Boden liegt. Das sind kulturtypische gemeine Verhaltensweisen aus der sog. „Hochkultur“ der „Goldstücke“, die wie ein böser Pilz mit dieser „Hochkultur“ importiert wurden …


    • da empfehle ich immer wieder gerne
      Zeitverschwendung. Nützlich wäre inzwischen eher „praktische Selbstverteidung gegen Messerangriffe aus Gruppen“ oder dergleichen.

    • .., gegen mehrere feige
      … „Goldstücke“ hilft nur ein großer Hund, aber keine Selbstverteidigung, weil die kulturbedingt („Hochkultur“) auch gerne von hinten messern und ohne Scheu zu dritt auf einen losgehen … und im Prozess alle schweigen wie unschuldige Mafiosi und die hysterische Mutti heult Stein und Bein, dass großes Unrecht geschehe und die 10 Onkels und 20 Cousinen auch…und es war dunkel und das Handy wurde erst gestern gefunden…

      Also: Ausweichen. Aus dem Weg gehen. Ist besser für Sie.

      Rottweiler sind gute und treue Hunde.

    • blub...blub...blub
      Ihr könntet auch wählen gehen….ach ich vergas, das traut Ihr Euch ja nicht.

      Ihr wollt Eure Frauen und Kinder schützen, sagt Ihr, wollt Euch dabei aber nicht die Finger dreckig machen. Mit einem Kreuz an der falschen Stelle.

      Kein Wunder dass Euch keiner mehr ernst nimmt ….

    • Früher machte das der Staat, darauf hat man sich verlassen. Andererseits gab es letztes Jahr wenig kommunizierte Übergriffe von Migranten bei Festen in Bayern, bei denen die Polizei mit Grossaufgebot kommen musste, damit die Täter nicht spontan gestäubt wurden.

  105. Grazie, ma lo so già.
    All die Nettigkeiten hier über Italien und d i e Italiener. Sehen die sich selbst so, oder spiegeln sich da deutsche Projektionen? Hat der Gattopardo viel mit den Romanfiguren eines Italo Svevo gemeinsam?
    Was aus diesem mir wesensfremden Land liebenswert in Erinnerung geblieben ist, war gerade das eifersüchtige Beharren auf lokal eng begrenzten Traditionen und Eigenheiten.
    Wenn Sienesen sich stolz als Orientalische Rasse definierten. Nein, kein Auszug aus dem Standard für Rassekatzen, sondern ein Hinweis auf die Etrusker als Gründer ihrer Heimatstadt. Und die Florentiner, die seien ganz anders…und Lucca erst.

    Einen kleinen Piekser kann ich mir nicht verkneifen: die Eitelkeit der Männer. Strike a pose…einfach lächerlich. Jeder linkische Engländer oder Nordeuropäer ist da beeindruckender.

    • Lassen Sie mir halt die Freude. Oder soll ich mal alles aufschreiben, was wir daheim über Neuburger sagen?

  106. Nationalismus in den Medien
    Der Don hat es in einem Kommentar bereits erwähnt: Deutschland, Deutschland über alles – das findet in den MSM jeden Tag zuhauf statt. Und geht es gut wie nie, wir haben Vollbeschäftigung und unsere Kanzlerin ist die neue Führerin der freien Welt. Wir sagen dem Rest der Welt, wie sie zu wirtschaften und zu leben hat. Wir sagen selbst unseren europäischen Nachbarn, was und wie sie zu wählen haben. Dabei sind wir umgeben von Feinden. Nicht mehr nur China, die Südamerikaner und der Russe, der mit aufpepflanztem Bayonett vor unseren Toren steht – auch die Franzosen können mit Herablassung rechnen, wenn sie am Wochenende ihr Kreuzlein an falscher Stelle setzen.

    Die Briten muss man bestrafen, die Griechen zur Gefolschaft zwingen. Den Spaniern ihre Siesta verbieten. Polen sanktionieren, Ungarn den Geldhahn zudrehen. Den USA klipp & klar darlegen, unter welchen Voraussetzungen man noch mit ihnen zu Reden gedenkt.

    Das ist doch paranoider Wahnsinn, der hier Verbreitung findet! Selbst das eigene Volk zickt rum. Die einzigen Freunde: Luxemburg, die Ukraine und Saudi-Arabien. DAS ist doch der eigentliche Nationalismus: Sich selbst als Nabel der Welt sehen und nicht begreifen können, dass man damit den Mitmenschen/Mitstaaten tierisch auf die Nüsse geht.

    • WAHRE FREUNDSCHAFT
      werter freund Thorsten:

      sie haben bei den echten freunden die Hamas vergessen !

    • Titel eingeben
      Naja, wenn ich jetzt gerade den Artikel über Naidoo in der FAZ lese…es stimmt, in D herrscht momentan wirklich eine moralische Kotzbrockenstimmung, sogar im Mutterschiff, Mein Gott, früher haben wir auch Slime etc, gehört..na und? andere haben nunmal ne andere, vielleicht auch krude, Meinung, aber diese Helldeutschennachweisentzugsgehabe…eieiei…

    • soweit so richtig
      Es geht nicht mehr darum WAS oder WIE sondern nur noch WER
      die Nase vorne hat.

      Kann man doch verstehen.

    • Mir scheint da ein eklatanter Unterschied zwischen der Sicht der deutschen "Eliten"
      nach innen auf die Deutschen und deren überhöhte Annahme, wie man meint, von außen, von anderen, wahrgenommen zu werden.
      Und ein weiterer Unterschied, der noch weniger beachtet wird: die Sicht der Anderen von außen auf unser Land, auf uns und das, was hier gerade abläuft könnte als Feedback zur Verbesserung genutzt werden.
      Eine realistische Sicht aufs eigene Sein und Tun mitsamt Reflexions- und Veränderungsvermögen scheinen viele gänzlich verloren zu haben.

    • Hey, wir mögen euch!
      Trifft alles zu, was Sie aufzählen, Thorsten.

      Nur, mein Bäcker, meine Marktfrau, mein Optiker etc. haben nicht vor, z. B. die Briten zu bestrafen oder den europäischen Süden zu kujonieren. Die machen dort Urlaub und kriegen die bescheuerten Pläne nur am Radio oder in den MSM mit.

      Schnappt euch endlich die Demokratie, die von den herrschenden Parteien wie Beute behandelt, angetanzt und befummelt wird, denn wir, die Gäste in diesem Land, mögen euch wirklich.
      Zeit, erwachsen und der Verantwortung gerecht zu werden, ok?

  107. Muss nicht in die Kommentarliste
    Zu David Schraven hätte ich gern einen Beitrag. Selbstüberhöhung, moralische Supererhabenheit und frauenverachtend – ekelerregendes Schreibverhalten in einer Person, alles regierungsfinanziert und SPD-treu.
    .
    Hätte was.

    • Ich habe keine Lust, der Typ ist mir zu eklig. Ich schreibe aber gern mal einen Nachruf für seine Drecksbude, wenn es soweit ist.

    • Um Himmels willen nein
      ich sah den Typen kürzlich im TV neben zwei anderen als „Experten“. Ich könnte mich jetzt über sein Ruhrslang-Genuschel auslassen, seine mehr als nachlässige oder war es armselige Kleidung, was aber noch mehr störte, war seine absolut hilflose und unsachliche Argumentation. Es ging um irgendeinen Button, der FB-Beiträge für User als verdächtig kennzeichnen und so die Verbreitung mehr oder weniger verhindern sollte oder irgend solchen Blödsinn.
      Anscheinend muss man hierzulande mehr oder weniger hirnamputiert sein, will man so richtig Fördermittel abgreifen, was Herrn Schraven ja offensichtlich sehr gut gelingt.

      Jeder Beitrag über ihn oder seine Organisation wäre eine Aufwertung und wer will das?

  108. @Denkfehler
    Genau so ist es! Sonntagnacht wurde ein 19-Jähriger im Regionalexpress (Frankfurt-Marburg) von 3 Männern beraubt. Sie drohten Gewalt an, falls er seine Jacke nicht rausgibt. Dies tat der junge Mann und die Täter stiegen in Friedberg aus.(Butzbacher Zeitung).

  109. ... deutsche Leit(d)kultur ...
    ..
    dieses W O R T – Ungetüm kann nur Deutschen einfallen …

    … entweder man hat Herzensbildung oder ist ein fettlebriger Geisteshaltungs-Banause …

    … da brauch`ich keine deutsche LEIT(D)-KULTUR …


    • Sie können sich zur Abwechslung ja mal von Voodoo, mal von Tantra leiten lassen. So im Sinne von „keine Leitkultur, sondern nehmen, was kommt“.

  110. To late...
    Ups, Don, da war der Dushan Wegner schneller als Sie:

    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/dushan-wegner-metaethics/correctiv-korrigieren/

    • Fuckten Fuckten Fuckten
      Vielleicht sollte sich Correctiv in „Bums-Illu“ umbenennen und diese „Erotik“-Schiene noch stärker verfolgen. Vorbild Bento.

    • Die arbeiten nschon am Comeback, und Handlanger wie Matthias Meisner und diverse Unterstützer werden helfen.

    • oh.

    • Eyes wide shut
      Gucken wieder mal alle bloß zu, wie die politische Kultur dieses Landes vor die Hunde geht. Sitzen zwar in der ersten Reihe, wo doch längst jeder aufstehen müsste.

      Hinterher wird/will wieder keiner nie nix gewusst haben, schon gar nicht die Grün- und Rotbebrillten, die das Faschotreiben der Antifa-Helden mit Beifall oder milder Nachsicht behandeln.

      Tipp für Arglose: wieder mal, wie seinerzeit als Kind, die Farben rot und grün mischen und das Ergebnis betrachten.

      Das Doppelleben eines rechtsnationalen Offiziers beschäftigt den ÖR und die MSM weit mehr als die 20 (!) Scheinidentitäten eines marokkanischen Asylbewerbers oder die jüngsten „Einzelfälle“.

      Frage: was diesem Marokkaner, eindeutig eine Fachkraft, gelungen ist, haben wie viele andere sonst noch geschafft?

      Man weiß es nicht und bastelt lieber an Leitkultur-Prothesen, weil echte Werte und Haltungen schon lange nicht mehr im Regal stehen.

      Zu alledem nur schon Fragen zu stellen, dürfte beim SWR für eine Denunziation reichen.

      Deutschland „niedergedrückt unter dem Alp des Despotismus und der Lüge.“

    • @Goodnight
      Wer hat da als Wähler noch Angst vor der AfD?

  111. Soy nacionalist
    @Transatlantiker sagt:
    „Patriotismus und Nationalismus sind
    nicht dasselbe. Ein Patriot kennt und liebt seine Heimat aus guten Gründen, weiß aber auch um ihre Schwächen und Defizite. Ein Nationalist zieht sich dagegen an der vermeintlichen Überlegenheit seiner Nation hoch, oft ohne um deren Geschichte und Kultur zu wissen.“

    Diese Aussage ist nur eine Behauptung, mehr nicht. Ein Schlagwort nur.
    Eine kurze Geschichte:

    Bis 1856 war Costa Rica – wie fast alle Länder Mittelamerikas – nur ein Haufen zusammengewürfelter Bauern, die ihr Vaterland (Patria. Also Patrioten) liebten, also die Scholle, auf der man pflanzte.
    Das also vereinigte sie?

    Im Jahr 1856 gab es einen massiven Überfall durch US-Söldner, die alle Latinos zu Sklaven machen wollten. Der Präsident Costa Ricas rief eine Volkserhebung ins Leben, die bisher zusammengewürfelten Bauern griffen zu ihren Waffen, uralte Musketen, Macheten, Heugabeln usw. und zogen gegen die Kriegsüberlegenen Söldner.

    Die Ticos, die dummen Bauern also, die nur ihre Scholle hatten, haben gewonnen.

    So bekam das Land zum ersten Mal ein nationales (!) Ereignis, ein nationaler Zusammenhalt, das nationale „Wir-Gefühl“. Wir sind nicht nur Patrioten, nein, wir sind auch eine Nation, wir haben Gemeinsames.

    Ist das falsch?

    Dürfen also die Bürger eines Landes nicht stolz auf die Errungenschaften des Volkes sein, dass sie zur Nation macht?

    Wieso soll daraus umgehend Kriegslüsternheit entstehen?

    Das Fehlverhalten eines Mannes oder einer Regierung sagt nicht das geringste über die Berechtigung von Nationalstolz aus. Diese Kriegslüsternheit kann auch aus ganz anderen Motiven entstehen.

    Gehen wir einen Schritt weiter: Weder Kalifornien noch Arizona noch Nicaragua mit ihren Soldaten konnten die Aggressoren stoppen. Diese Länder wurden alle erobert. Nur die tumpen Bauernsoldaten aus Costa Rica siegten.

    Darf man also jetzt nicht sagen, wir waren den Armeen der genannten Länder überlegen, wir haben erreicht was die nicht geschafft haben. Ist das Kriegslüstern? Oder Tatsache?

    Ist Nationalismus also immer auf Konfrontation angelegt wie Sie behaupten?

    Ich denke Sie haben da zu kurz gedacht und ein Schlagwort verwendet, wie man sie bei den Grünen, Linken, Feministen, dem national feindlichen Gesindel halt, auch findet. Schlagwörter, mehr nicht.

    Auch den Rest ihrer Behauptung mag ich arg anzweifeln, weil sie dem einzelnen Italiener und dem einzelnen AfD-Mietglied etwas unterstellen, was durch nichts bewiesen ist.

    Auch wenn „nahuatl“ den Richard von Weizsäcker zitiert, heißt das noch lange nicht, dass sich ein Weizsäcker nicht auch irren kann. Das ist keine göttliche Wahrheit, das ist nur eine Behauptung.

    • ... nationalistische Patrioten?
      … Richard von Weizäcker wurde einige Jahre von einem Journalisten in einem langen Abend-Gespräch über seine Ansichten und Schlussfolgerung der RAF (Bader – Meinhoff usw. …) befragt…

      … ob er sich denn vorstellen könne und wie er gegebenenfalls reagiert hätte, wär eines seiner Kinder in dieser terroristischen Bewegung unterwegs gewesen … (wie wir wissen, stammten nicht Wenige der Bader-Meinhoff-Truppe aus s.g. gutem Hause)…

      … entrüstet (diese Seite kannte man nicht von ihm) wies er schon allein den Gedanken daran zurück… (weiß nicht ob es dazu im Netz einen Beweis gibt) – in seiner Familie würde „Sowas“ nicht passieren …

      … nie kann man sich sicher sein … nie!

    • Confirmation Bias
      Der fehlende Nationalstolz der Deutschen ist eine Nachwirkung der amerikanischen Re-Education, der menschenrechtswidrigen und antidemokratischen „Umerziehung“, in der unserer Vorgängergeneration eingebläut wurde, auf einzigartige Weise rassistisch zu sein, indem gleichzeitig die amerikanischen Ursprünge dieser internationalen Bewegung namens „Eugenics“, in der die Nazis nur Mitläufer waren, aus den Geschichtsbüchern gestrichen wurde.
      Wie wenig Substanz das hat, kann man unter anderem darin sehen, dass der ungezwungene Umgang derer, die ja angeblich gerade vom Nazitum befreit worden waren, mit schwarzen Besatzungssoldaten der US Armee, die Bürgerrechtsbewegung in den USA initiiert hatte.
      Man kann es auch darin sehen, dass man in den deutschen Armeen bei hervorragender Leistung vom Schützen die ganze Karriereleiter bis hinauf zum General machen konnte. Das war im 19. Jahrhundert in den westlichen Armeen nicht möglich. Dort konnte nur Offizier werden, wer aus einer Offiziersschule kam. Und die standen nur den Weissen aus der besseren, reicheren Gesellschaft offen. Bei den Deutschen konnten auch die schwarzen Askaris, die in den afrikanischen Schutzgebieten dienten, jederzeit jedenfalls theoretisch die Offizierslaufbahn einschlagen.
      Ein schwarzer Jagdflieger der Tuskegee Airmen sagte einmal, er wäre zum ersten Mal mit Respekt und wie ein richtiger Offizier behandelt worden, nachdem er abgeschossen und in einem deutschen Kriegsgefangenenlager war.
      Durch diese von den Siegermächten durch Informationskontrolle und Fake News in Gang gesetzte „Hoax“ bauchspiegeln sich die Deutschen jetzt in einer Tour, um auch noch das letzte Fünkchen „Rassismus“, oder was sie dafür halten, zu finden. Und wenn sie keinen finden, erklären sie irgendwas dazu, das nennt man „Confirmation Bias“, den Zwang, eine (falsche) Hypothese dauernd zu bestätigen.

      http://waragainsttheweak.com/
      https://is.gd/jy5OR7

    • Richard von Weizsäcker sagte über Bader-Meinhof...
      @mira belle: „sowas kommt in unserer Familie nicht vor.“ – Der ist gut!

      Kam aber vor, nur anders. Der Vater Ernst von W. des späteren Bundespräsidenten war Brigadeführer in der SS. Er wurde im „Wilhelmstraßenprozeß“ wegen seiner Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Judendeportationen) zu Haft verurteilt. Hilfsverteidiger war dort sein späterer famoser Sohn Richard, der seinem Vater völlige Ahnungslosigkeit bescheinigte. „Herr Vorsitzender, der Angeklagte ist unschuldig! Sie hören doch, er sagt es ja selbst!“ Man kann gar nicht so unverschämt lügen, daß einem nicht doch irgendwie geglaubt wird.

    • Costa Brava
      Danke für die interessante Geschichte, die ich noch nicht kannte.
      Klingt ja fast nach Schweiz!
      Die habe nach dem Hinauswurf der Habsburger auch noch viele Jahrhunderte gebraucht ihre natürliche Armut loszuwerden.
      Es hätte wohl auch die eigene Besonnenheit dafür nicht gereicht aber dank der Dummheiten der Nachbarn (ich nenne immer die 4 letzten: WK I+II, EU, €) ging es dann schneller.

  112. Der Nationalstolz der Anderen
    offenbart sich auch auf dem Siegesplatz in Bozen. Bellissimo?

    • Nein. Irrungen gibt es überall.

    • Bellissimo
      Sehr treffend beobachtet!
      Auch aus Libyen und Äthiopien gibt es das passende Ergänzungen!

      Die werden nur so gekonnt verdrängt, dass ein Don sie nicht kennen muss.

  113. Zensur?
    Wo ist denn meine Antwort an SeeMichel geblieben?

  114. Entschuldigung!
    Don, ich entschuldige mich für die Frage „Zensur?“. Ich war zu ungeduldig

  115. Pixelbrei
    Posten Sie doch mal Bilder in anständiger Qualität, selbst mein OnePlus 3t macht bessere und schärfere Fotos während des Laufens. Ist doch schade, wenn man schon dort ist und als Erinnerung bleibt nur Pixelbrei.

    • Bitte? Es gibt ein unscharfes Bild von Kindern, und das ist mit Bedacht so gewählt, Stichwort Persönlichkeitsrechte.

    • Titel eingeben
      Posten Sie doch mal in 1920×1080 anstatt in z.B. 700×391. Für ein Vorschaubild ist das ja ausreichend, aber sonst er dürftig bei den netten Motiven! Auf Twitter ist die Auflösung dagegen gut.

    • WP gibt das hier nicht her, leider. Das wird immer ganz geladen.

    • Titel eingeben
      Ach so, also wird das künstlich durch eine relativ stark modifizierte WordPress-Version herunterskaliert. In den letzten 2 Jahren habe ich mir immer mal wieder gedacht: nettes Bild, taugt als Wallpaper! Ich hätte nichts dagegen, wenn die Bilder in nativer Auflösung ggf. mit Wasserzeichen, ohne unverpixelte Kindergesichter und GPS-Tags irgendwo erscheinen würden – Imgur *hust* –, lol. Nur ein Vorschlag.

  116. Ach Don
    jetzt vermisse ich meine Barchetta wieder ganz arg. Damit über die kanadischen Highways wäre geil jetzt wo der Schnee weg ist aber Italien wäre noch geiler… und dann Essen im Il Leccio in Castellina Marittima… seufz.
    Danke für den Tagtraum!

  117. @ Sirisee sagte am 3. Mai 2017 um 19:11 Uhr
    „… da empfehle ich immer wieder gerne …
    „das Schlachten hat begonnen“, ein prophetischer Text zum Kirchweye-Mord …..
    Das sind kulturtypische gemeine Verhaltensweisen aus der sog. „Hochkultur“ der „Goldstücke“, die wie ein böser Pilz mit dieser „Hochkultur“ importiert wurden …“
    .
    Da beobachten wir auch überdurchschnittlich bei den schon vor längerer Zeit Geschenkten in dritter Generation.
    .
    Ach wie groß meine Begeisterung, als im Moma am Tage nach der Nacht zum 1. Mai Berlin es sich über den ÖR als Verdienst anrechnen ließ, daß es in Kreuzberg nicht zu den gewohnten Gewaltausbrüchen just for fun gekommen sei. Ein junger Herr erklärte uns in seiner eigentümlich stoßweise hervorgebrachten Sprache (Don würde meine eigene Benennung in einer Reihe von Sternchen darstellen) warum das so gewesen sei (Wiedergabe aus der Erinnerung nur sinngemäß)
    .
    „Hey, wir haben uns überlegt, daß, wenn wir Krawall machen, Autos anzünden und Schaufenster einschlagen ja auch unsere Leute, unsere Onkels und Tanten schädigen…..bla, bla, bla“
    .
    Friede sei mit uns.
    (DdH)

  118. Wir gleiten nicht, wir galoppieren in die DDR 2.0 , bzw. Orwell's 1984
    .
    .
    und zwar zielgerichtet durch ehemals bürgerliche Parteien, die das so

    wollen .

    Die Spitzelapparate, wie Kahane-Stiftung u.ä. , sind installiert uns alimentiert, die Spitzel-Ideologie wird in Ämtern, social networks und Firmen
    zur Corporate Identity erhoben, JEDER soll ein Informeller Mitarbeiter werden,
    der nicht verdächtig sein will.

    Lüge, wie, dass die massenhaft Zuwandernden gut für uns wären, oder zumindest nicht krimineller, als wir, werden Staatsdoktrin, und wer es nicht glaubt, oder gar laut anzweifelt, unter Anführung der offiziellen Polizeistatistik, ist ein Nazi.

    Zugleich jubelt man, dass Macron mehr EU will, und macht schon mal das Geld von übermorgen in Deutschland locker,
    um diesen Pinsel, der seine Mutti geheiratet hat, zu finanzieren.

    Bei Wahlen gibt es nur mehr GroKo, mit oder ohne Steigbügel aus lächerlicher FDP oder Grünen am Trog,

    sonst soll die SED mitmarschieren, passt scho .

    Ich finde zwar Merkel, Gauck und andere Krypto-Stasis zum kotzen,
    halte aber fest, dass es keine Frage von Ossi oder Wessi ist,
    und dass ohne willfährige Unterstützung von westdeutschen Personen und Institutionen, aber vor allem Wählern,

    dieser heutige, und erst recht der morgige (nach BTW-Spiel) Zustand,
    nie möglich wäre, bzw. würde.

    Die Deutschland-Abwracker, die Demokratiefeinde, sind eine Einheitspampe aus Politik und Medien,
    über alle gespielten Grenzen hinweg.

    Wer nicht dazugehört, nicht mitspielt, ist ein Feind des sog. Grundgesetzes, mit dem nur mehr Schindluder getrieben wird.

    Wer eine Verfassung samt Volksabstimmung, wie im Grundgesetz versprochen, einfordert ,

    ist Verfassungsfeind.

    Dazu gibt es prekäre Beschäftigung und Hungerlohn, Kriminalität als Unterdrückungsmechanismus ,

    die NAFRIS als Kapos, sozusagen.

    Kleinliche und kleinlichste Verbote, wie Rauchverbote in Kneipen, Sprech-und Denkverbote,

    und was noch nicht verboten ist, wird eben so gemobbt.
    Bis zum Existenzverlust im Hamsterrad .

    Ich habe diese Frage schon mehrfach aufgeworfen, hier im Forum,

    weil wir viele Ältere sind, die als Erwachsene frühere Zeiten bewußt erlebt haben :

    Hätte man sich das vor zehn, zwanzig Jahren vorstellen können ?

    hätte man sich im Jänner 2015 vorstellen können, was die Zonenwachtel im selben Jahr ff. anstellen wird, mit
    der Integrität Deutschlands ?

    U.A.w.g.

    • Ich sage so etwas schon länger im Witz, aber Correctiv ist ein Zeichen dafür, dass es wirklich so kommen kann und staatlich finanziert wird.

    • Mein Beitrag klingt schon stark negativ- aber ist er realistisch,
      .
      .
      oder nur eine Tatarenmeldung eines mittlerweile für die ,,Moderne“ zu alt gewordenen
      Moserers ?

      Ich erfinde hier ja nichts.

      Interpretiere ich es überzogen ?

      Sitzen unsere Grund-und Freiheitsrechte, unsere Demokratie, unsere liberale Gesellschaftsordnung in Wirklichkeit fest im Sattel,

      und ich erzeuge hier VT ?

      Ich glaube letzteres nicht, aber man soll sich nicht zuviel mit sich selber unterhalten.
      Der Mensch ist ein zoon politikon , er lebt auch vom Dirkurs und der Kommunikation.

      Er lernt das meiste von anderen Menschen, nicht aus Nabelschau oder gar
      ,,göttlicher Eingebung“ .

    • Darf ich 'den Pinsel' monieren?
      Warum auch immer, ganz in Ordnung fand ich den nicht, auch wenn ich selbst oft genug hart bin. Auch habe ich nicht meine ‚Mutti‘ geheiratet.

      Dennoch, gegen eine Person hart zu sein; auch mit Wörtern wie ‚Schwachkopf‘ geht bei mir gerne durch. Aber sexuelle Vorlieben haben zunächst einmal gar nichts mit den anderen Fähigkeiten zu tun.

      Und Macron hat sich bisher durch Unfähigkeiten ausgezeichnet, zunächst über 2 Jahre als französischer Wirtschaftsminister. Auch gestern Abend, durch das Herunterbeten von Lehrbuch-Rezepten für die Wirtschaft. Vollkommen undialektisch. Genauso wie seine Europa-Liebe. Die kann und darf jemand haben, aber bitte intellektuell durchdrungen. Undsoweiterundsofort. Meiner Meinung nach ist Macron zurecht auch ohne weitere Attribuierung als ‚Pinsel‘ zu bezeichnen.

    • @O. Moser
      >>Hätte man sich das vor zehn, zwanzig Jahren vorstellen können ?<<
      .
      Vor zwanzig eher nicht – oder nur sehr vage.
      Vor zehn schon sehr viel mehr. – Ich jedenfalls.
      .
      Deshalb fiel meine Entscheidung, nicht nach D. zurückzukehren (was bis dahin immer
      noch Option für mich war) auf den Tag als A. Merkel (das 1. Mal !) zur BK gewählt wurde.
      An diesem Tage habe ich die Deutschen (als Volk) intellektuell abgeschrieben.
      Das konnte nur schief gehen. In welchen Ausprägungen genau schief, das konnte man
      vorab nicht wissen.
      .
      .
      .

      Eines ist aber klar – mir jedenfalls:

      Ein Land, in dem A. Merkel als Physikerin gilt,
      gilt höchstwahrscheinlich auch ein Brüllaffe als Rhetoriker.

  119. EV, Europäische Versuchsanstalt wäre Treffender
    Text eingeben

  120. Heimat und Nationalstolz
    Heimat ist das, was man verliert, wenn man keine Grenzen kennt und hat. Was wiederum eine Folge mangelnden Nationalstolzes ist…
    http://www.nordbayern.de/region/bamberg/abgesagt-bamberger-sandkerwa-fallt-in-diesem-jahr-aus-1.6080962
    Deutschland schafft sich ab.

    • Unschön.

    • Ja, die Bewegungs-, wie auch jede andere Freiheit werden enger in
      .
      .
      unserem Land, für UNS.

      Keinesfalls droht Gefahr, dass etwa nicht jeder, der will, unsere nicht mehr vorhandenen Grenzen passieren kann.

      Der Deutsche verschwindet zunehmend aus dem Weichbild Deutschlands.
      Frauen schon ein wenig länger,

      wohl Tanzmuffel,
      und jetzt der ganze Rest.

      Das ist schleichend schon länger so, aber seit 2015 ff. virulent.

    • Hörn'se mal, kann doch gar nicht sein, denn:
      „Liebe Kolleginnen und Kollegen, Deutschland wird Deutschland bleiben, mit allem, was uns daran lieb und teuer ist.

      Herzlichen Dank.

      (Anhaltender Beifall bei der CDU/CSU – Beifall bei der SPD)“

      Rede Haushaltsgesetz 2017 zum Einzelplan Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt:

      https://www.cducsu.de/themen/wirtschaft-und-energie-haushalt-und-finanzen/deutschland-wird-deutschland-bleiben-mit-allem-was-uns-daran-lieb-und-teuer-ist

      Hab ein bißchen suchen müssen, um den O-Ton zu finden. Es lohnt sich wirklich, sich diese Rede im Rückblick nochmal Satz für Satz auf der Zunge zergehen zu lassen…

    • Standpunkt: Hammer oder Amboss oder Eisen
      @Hans Nase

      Nicht Deutschland schafft sich ab -Deutschland wird abgeschafft!

      Hallo Don,

      Unschön?
      Wär‘ ich Franzose, würd’s ich wunderschön finden. Als oder Araber, Mongole, oder Türke käm’s darauf an, ob ich schon länger hier leb‘ oder gerade zum Schutz befohlen wurd‘.

  121. Reaktionen
    Sehr verehrter Don,

    es gibt offensichtlich Bewohner dieses Landes, welche Ihre Texte nicht nur nicht zu schätzen wissen, sondern sowohl deren Inhalt als auch deren Verfasser radikal ablehnen. Ein Leserbriefschreiber lehnt zudem Ihre Einrichtung ab….
    https://exportabel.wordpress.com/2016/12/10/don-alphonso-die-faz-und-die-extremistischen-zirkel/
    s.a. Blogeintrag vom 01.04.2017; 03:26 Uhr…

    Möglicherweise ist Ihnen dies auch bereits bekannt….

    • Ja, da sind welche halt sauer. Mei.

    • Don und Holm
      Nicht die Gemeinde Holm in SH, jedoch auch schön dort. Hier nun der Schreiber, dessen Tassen im Schrank völlig verrutscht sind. Hatespeech – Kahane- Maas.u.a.
      Zitat:

      „Linker, der es noch sein will schreibt:
      1. April 2017 um 03:26

      ….

    • Verrutscht?
      Das macht so keinen Sinn:hier noch einmal das Zitat: Linker, der es noch sein will schreibt:

    • Warum wollen Sie das hier auch noch verbreiten?

  122. Daß ich das noch erleben durfte ...
    … auch der DON fängt an, sich für die Deutschen fremdzuschämen. Nun gut, für die Finanzpolitik. Die Deutschen haben Geld gespart, Asche auf unser Haupt! Hassen wir uns! Dabei kann der Schäuble nix für die niedrigen Zinsen (EZB und ihr Versuch, die hohe Verschuldung der Südländer aufzufangen) – und ohne den Euro wäre die Zinsdifferenz wohl noch höher, und Italiener, Franzosen oder Griechen müssten noch mehr Geld aufbringen, um marode Banken oder Staatshaushalte zu sanieren. Vielleicht sollten wir einfach von den eingesparten Milliarden noch viel mehr italienischen Rotwein anschaffen, damit wäre wohl allen geholfen: In Deutschland würden Lebensqualität und -freude rapide zunehmen, Italien hätte Einnahmen, die beim Volke ankommen – nur der Don könnte nicht mittun, weil Abstinenzler.
    Noch ein Wort zu Irland: hohes Wirtschaftswachstum, hohe Geburtenrate – für mich sieht rückständig und unfroh doch anders aus.

  123. Wie nicht anders zu erwarten,
    wurde kein Cent der politisch zugesagten Millionen an die Erdbebenopfer in/um Amatrice ausgezahlt.
    .
    Es gab geschicktere Abnehmer der Gelder.
    .
    https://www.nzz.ch/international/erdbeben-treffen-italiens-bauern-schwer-ld.1290204
    .
    Italien mag schön sein. (Über)Leben kann dort ein rechtschaffener Mensch leider nicht.

  124. Von hier oben sieht das alles nach gar nicht so viel aus
    ..ach nee…
    Dennoch kommen seither immer noch Monat für Monat rund 15.000 neue Schutzsuchende über die deutschen Grenzen….

    Sagt die Wo https://www.welt.de/politik/deutschland/article164238932/Dieser-Vergleich-zeigt-die-Dimension-der-Asylzuwanderung.html

    • 'Kommen' tun sie nicht
      Sie werden absichtlich und auch weiterhin gezielt ins Land gelassen; an unserer allgemeinen Wahrnehmung vorbei.

      Und noch immer hat kein Deutscher mit Nachdruck versucht, das zu verhindern. Egal ob mit Demos, Unterschriftsbegehren oder auch gerichtlich.
      Die Regierung ’schmuggelt‘ so viele Leute ins Land, dass es gerade nicht auffällig auf der ersten Seite erscheint.

  125. Es gab Zeiten, wo man auf Deutschland (BRD) noch stolz sein konnte …
    … und nicht nur auf die Fußballnationalmannschaft im Jahr 1970.

    Deutschland hatte nach den Jahren der Nazi-Barbarei und der Totalzerstörung nicht nur einen Wiederaufbau geschafft, sondern besaß eine erstklassige Infrastruktur im Bereich von Bildung und Gesundheitsversorgung und vor allem: eine intelligente, kritische und bildungshungrige Jugend.

    Deutsche Technik hatte Weltruf. „Made in Germany“ bedeutete höchstes Qualitätsniveau.
    Viele deutsche Wissenschaftler wurden von den USA abgeworben. Wie z.B. Rudolf Mößbauer.
    Die Studienplätze in Deutschland waren sehr begehrt von ausländischen Studenten.

    Jedoch wurde der geistige Aufschwung wurde erstickt. Durch Schul- und Hochschulreformen. Durch Berufsverbote. Durch den Anti-Intellektualismus der SPD-Rechten im Verein mit den „Schwarzen“.

    Mit Kohls Kanzlerschaft endete definitiv die Blütezeit der BRD.

    • Bluetezeiten
      Habe ich eher anders herum erlebt, die 70er Jahre waren Stagnation, wirtschaftlich wie politisch, und erst mit Kohl ging es wieder aufwaerts. Die Zeit, die sich dem Ende zuneigte, war jene des siegreichen Sozialismus auf der anderen Seite des Zauns.

    • Zufrieden waren vor allem die Besitzstandswahrer ...
      @AH:
      „Habe ich eher anders herum erlebt, die 70er Jahre waren Stagnation, wirtschaftlich wie politisch, und erst mit Kohl ging es wieder aufwaerts. …“

      Die Wahrnehmung ist eine Frage des Arbeits- und Lebenskontextes und der Interessen. Soziologisch gesprochen: der „Klassenlage“. Während der Kohl-Zeit war ich im Gesundheitswesen und an Hochschulen tätig. Da ging es abwärts. Die Reallöhne stagnierten seit den 70-er Jahren.

      Zugleich ist festzuhalten, dass Kohl wiedergewählt worden ist. Das lag nicht allein daran, dass er die Medien hinter sich hatte. Es gab zwar einerseits einen breiten Widerstand gegen seine Politik, aber eben mehrheitlich auch Zustimmung und Zufriedenheit. Besonders in der „Mitte“. Und die damalige SPD war keine wirkliche Opposition, zumal Kohl weitgehend die Schmidt’sche Wirtschaftspolitik fortsetzte.

  126. Manchmal hilft auch ein Blick zum Nachbarn
    Da haben sich die Franzosen ja was Schönes eingebrockt. Entweder Marine und Fr-Exit, oder Macron und die Fr-Agenda 2010. Es scheint tatsächlich so, als würde Frankreich in Zukunft jedenfalls von einer Frau regiert.

    Bei Marine wird wohl niemand am Patriotismus und Nationalstolz zweifeln, doch wie ist das bei Macron? Der ist ja wie ein unbeschriebenes Blatt, will mit Merkel die EU retten und gegen Flüchtlinge hat er nach eigener Aussage ja auch nichts. Ist das patriotisch und nationalistisch? Und dennoch werden ihn die Franzosen voraussichtlich wählen, denen man nun wirklich als Grande Nation nicht vorwerfen kann, ihre Heimat nicht verteidigen zu wollen, keine Leitkultur zu haben.

    Wie war das noch beim Brexit, Alt gegen Jung, Stadt gegen Land, Freiheit gegen Isolation?

    Na ja, im Wahlkampf gehen die Uhren eben anders, da entdecken die politischen Eliten immer wieder dieselben Gerechtigkeitslücken und sozialen Mißstände, versprechen für das Kreuzchen zu Kreuze zu kriechen und geloben Besserung. Ab und an taucht auch ein Heilsversprecher auf, dessen Worten geglaubt wird, die Berge von Kreuzchen versetzen. Doch auch allem Trumpeten zum Trotz, kaum ist der Rauch verflogen, wird alles wieder in den selben politischen Sumpf gezogen.

    Nur bei der Doppelmoral, da bin ich mir nicht ganz sicher, denn die würde ja eine Moral voraussetzen, die für mich jedenfalls kaum noch erkennbar ist.

  127. Wo bleibt die soziologische Analyse?
    @Goodnight:
    „Ihr wollt Eure Frauen und Kinder schützen, sagt Ihr, wollt Euch dabei aber nicht die Finger dreckig machen. Mit einem Kreuz an der falschen Stelle.
    Kein Wunder dass Euch keiner mehr ernst nimmt ….“
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/05/02/die-deutsche-leitkultur-der-doppelmoral-und-der-nationalstolz-der-anderen-7629/#comment-160599

    Goodnight, Sie enttäuschen mich wirklich hinsichtlich Ihrer Urteilskraft.

    Fallen Sie wirklich auf den AfD-Schwindel hinein?

    Wie soll man jemanden ernst nehmen, der für die AfD Wahlwerbung macht?

    • Reassembling myself was the first trick I learned.
      @h

      Sie unterschätzen weil Sie nicht verstehen:

      Parteien sind nicht dazu da, sich mit ihnen zu identifizieren.
      Parteien sind dazu da, benutzt zu werden. Vom Volk.

      Das haben die Deutschen noch nicht verstanden. Und deshalb kann Merkel machen was sie will.

    • Nicht so arrogant, Goodnight.
      @Goodnight:
      „Sie unterschätzen weil Sie nicht verstehen:
      Parteien sind nicht dazu da, sich mit ihnen zu identifizieren.
      Parteien sind dazu da, benutzt zu werden. Vom Volk.“

      Was Sie behaupten, ist auf dem Niveau von Gemeinschaftskundeunterricht.

      Schon John Stuart Mill klärte vor 200 Jahren darüber darüber auf, dass die repräsentative Demokratie ein Herrschaftsmittel der herrschenden Klasse ist.

      Die Parteien sind kein Transmissionsriemen des Volkswillens, wie der politisch naive Verstand meint

      Die Politik der Parteipolitiker wird gesteuert über Lobbyismus und legale Korruption.

      Sie wollen doch nicht ernsthaft behaupten, dass diese AfD-Figuren eine Politik gegen die Interessen der Mächtigen machen werden.

    • Diktatur der vielen
      Ich neige nicht immer zu Ihren Ansichten, zuweilen aber schon, hier zum Beispiel.

      Sie machen es heute nur ungenierter, denn durch das Internet sind sie durchschaut worden. Und sie sehen, wie unbeliebt sie doch sind.

      Wenn sie Demos ernst nähmen, würden sie keine Wahlversprechen brechen. Ich warte immer noch auf die Reform der kalten Progression, die denen in der Mitte immens schadet.

      Da sie nichts mehr einhalten, fahren sie lieber gepanzerte Limousinen oder reden, wie Obama in Berlin, hinter dickem Panzerglas.

      Wenn sie abgewählt werden kommt es vor, dass sie fragen: „Was soll ich nur jetzt machen?“ Nach Heide Simonis

  128. Italien und Leitkultur
    In Italien spricht man nicht über die Leitkultur, sondern mit Leuten.
    Wer nicht mit Italienern sprechen lernt, kann in Italien nicht leben.
    So einfach ist das dort.
    Und so kommt auch heraus, was ich in Rovereto in dem kleinen Park neben dem MART beobachtet habe, als ich meine kleinen Kinder hütete, während die Mama die Kunstaustellung besuchte:
    Eine Gruppe asiatischer Frauen in farbenprächtigen Gewändern mit ihren Kindern. Ich habe keine Ahnung, wo diese Frauen herkamen. Aber ich weiß ganz genau, was mich an ihnen erstaunt hat: sie sprachen alle Italienisch mit ihren Kindern. Während Einwanderer in Italien intuitiv merken, dass man Italienisch sprechen muss, streiten sich die Deutschen über die Leitkultur und die Einwanderer stehen mit offenem Mund daneben, wenn sie es überhaupt mitbekommen.

    • Sprache
      Asiatinnen sprechen meiner Erfahrung nach auch in Deutschland häufig deutsch mit ihren Kindern. Möglicherweise hat es also nichts mit dem Aufnahmeland zu tun, sondern mit einem Bestreben, den Kindern von Anfang an eine schnellere Integration in Kindergarten und Schule zu ermöglichen.

  129. Nationalismus als Kompensation
    Der Gedanke, sich „keinen Nationalismus“ leisten zu können wenn man wohlhabend ist klingt interessant. Demnach ist Nationalismus so etwas wie eine Kompensation für wahrgenommene Mängel oder Unvermögen auch im materiellen Sinne oder habe ich das hier falsch verstanden? Das gibt einem persönlich, ich lebe seit zehn Jahren in einem ziemlich nationalistischem Land, eine ganz neue Perspektive auf die Dinge. Bislang habe ich gezeigten Nationalismus mit allen seinen Symbolen und Ritualen als eher lästiges Übel betrachtet, nun verstehe ich die Menschen ein wenig besser oder völlig falsch. Ein Analogon würde etwa so aussehen: In Deutschland gehen zum Tag der deutschen Einheit alle mit der deutschen Fahne zu einer öffentlichen Kundgebung und im Fernsehen gibt es patriotische Sendungen, Diskussionsrunden und Filme. Und alles nur, um nicht an der mangelhaften Wirklichkeit zu verzweifeln. Vielleicht haben die Italiener aber auch eine ganz andere Quelle ihres Nationalismus, etwa die Erinnerung an ihre reiche Historie. Das wäre meines Erachtens verständlich, denn die Zukunft sieht jedenfalls alles andere als rosig aus. Das den Deutschen zuzuschieben ist dennoch wenig freundlich, immerhin haben die Italiener ihre einstmals florierende Wirtschaft und ihren traditionsreichen Banksektor recht eigenständig ruiniert. Bella Italia.


    • Patriotismus und Nationalismus sind Stimmungsmacher für das einfache Volk, um es bei Laune zu halten und zu gewünschten Verhaltensweisen zu animieren. Und wie man immer wieder sieht, hat das einfache Volk das mittlerweile als derart selbstverständlich angenommen, daß es sich am Ende dadurch selbst und freiwillig der Knechtschaft unterwirft, ohne es noch zu merken.

      An dem Tag, an dem der Mensch sich in erster Linie als Mensch und nicht als Angehöriger einer Nation versteht, wird dieser Unsinn enden, die Menschheit sich befreien können und endlich einen entscheidenden Schritt weiter entwickeln.

      Die Wohlhabenden, die Intelligenten, das Kapital oder eben alle politisch, wirtschaftlich oder wie auch immer Bestimmenden und Herrschenden haben das längst erkannt und ziehen täglich ihren Nutzen daraus.

  130. Sie geben vor, den Nationalstolz der anderen Nationen zu loben
    und dann machgenSie slebst die eigene schlecht und beschriben, wie in Italien alles besser sei – ganz grob wiedergegeben. Schlüssig geht anders.

  131. OT: Ausgeschulzt?
    Die aktuellen Umfragen, soweit man denen trauen kann, sehen Schulz im Sturzflug und die SPD in Schleswig-Holstein schon als Wahlverliererin. Auch in NRW scheint sich die Ära Kraft ihrem Ende zuzuneigen, findet da überhaupt ein Wahlkampf statt?

    Jedenfalls fände ich es sehr erfreulich, falls der Wähler so schnell erkannt hätte, daß von der SPD auch unter Schulz kaum eine Änderung der aktuellen Politik zu erwarten sein dürfte. Und das auch noch ganz ohne Leaks, mit denen Macron nun in Frankreich zu tun hat.

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