Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Sieg gegen Hitler, den Duce und die Ödnis

| 416 Lesermeinungen

Deutschland soll Leitmarkt für Elektromobilität werden.
Angela Merkel

Nichts ist vom Inferno an jenem sonnigen Sonntag zu erwarten, als die deutschen Touristen aus dem Bus in Mantua steigen. Keiner ahnt, was sie erwarten wird, als sie vom Parkplatz am Palazzo d’Arco zu Leon Battista Albertis Meisterwerk San Andrea gehen, um sich im dunklen, kühlen Innenraum Erklärungen über die Renaissancearchitektur und die Lösung von der Gotik anzuhören. Vielleicht dringen das drohende Grollen und vereinzeltes Krachen durch die Mauern, als draußen die Hölle losbricht. Aber die Architektur Albertis schützt die Deutschen vor dem Ereignis, für das in der Stadt Absperrungen errichtet werden, und rotweisse Bänder vor Lebensgefahr warnen.

Nach einer Weile wissen sie alles über Alberti, über die Kuppelkonstruktion und die Kapelle von Andrea Mantegna. Sie verlassen die Kirche und steigen hinab über weisse Stufen in das Gewühl und den ohrenbetäubenden Lärm, der die Stadt erfüllt. Es ist laut, es stinkt, Menschen schreien und rennen, und dann rennen auch die ersten Deutschen, denn ein Auto schiesst mit viel zu hoher Geschwindigkeit über die Piazza Venezia. Die Deutschen sind eigentlich, nichts ahnend, auf dem Weg von San Andrea zur Rotonda di San Lorenzo, aber sie werden nicht so weit kommen. Denn das Auto ist ein Delahaye 135CS von 1937, knallblau, und es bremst und bleibt direkt vor ihnen stehen.

Und statt in der Rotunda stehen die kulturbeflissenen Deutschen nun direkt auf dem Weg der Mille Miglia durch Mantua, eilen zum Auto und halten drauf. Sie wissen nicht, dass sie hier eines der Fahrzeuge ablichten, das 1937 Benito Mussolini verärgerte. Denn so ein Delahaye verdrängte mit Laury Schell am Steuer bei der Mille Miglia das private Team des Duce mit Alfa Romeo auf Platz 4, und hätte vielleicht sogar gewonnen, wäre ein zweites Auto unter Richard Dreyfus nicht ausgefallen.

Dafür verärgerten Delahaye und Dreyfus ein Jahr später mit dem Nachfolgemodell 145 auch Adolf Hitler. Der hatte wie der Duce Autorennen als Symbol von Heldentum und Technik entdeckt, und mit enormen Mitteln die Silberpfeile von Mercedes und Auto Union entwickeln lassen. Die Franzosen setzten dagegen einen Preis von einer Million Franc für ein Auto aus, das mit den Deutschen konkurrieren könnte. Delahaye und Dreyfus gewannen die Konkurrenz vor Bugatti, und traten mit finanzieller Hilfe des amerikanischen Erben Laury Schell – der Mann, der schon den Duce gedemütigt hatte – auch beim Grand Prix in Pau an.

Und dort gewann der Jude Dreyfus mit dem französischen, extrem leichten Auto gegen das Werksteam von Mercedes. Dessen Fahrzeuge hatten doppelt so viele PS, verbrauchten aber zu viel Benzin, und verloren mit einem Tankstopp und ruinierten Zündkerzen das Rennen. Ausgerechnet mit Hitlers Lieblingsfahrern Hermann Lang und Rudolf Caracciola am Steuer. Da war die Begeisterung in Frankreich natürlich gross, und die Bestellungen für Delahaye gingen durch die Decke.

Dieser Delahaye hier ist eigentlich jedes Jahr mit von der Partie, wenn die alten Karossen durch die Dörfer und Städte Italiens rasen, und man wird nicht müde, ihn abzulichten. Diese Formen, diese kompromisslose Gestaltung, diese lange Motorhaube und das enge Cockpit, das einzig und allein der Geschwindigkeit dient… die Deutschen stehen davor, sagen Ah und Oh und halten drauf. Speicherkarten füllen sich, Hälse werden gereckt, denn da kommt noch einer.

Und noch einer.

Und noch einer.

Drüben am Parkplatz wartet ein Busfahrer, auf der anderen Seite würde die Reiseführerin jetzt gern die Romanik erklären, aber langsam dämmert den Deutschen, dass sie durch Zufall direkt an einer Rennstrecke mit einzigartigen Automobilen stehen.

Und da nehmen sie – echte Deutsche mit echten Sportsandalen! – mit, was sie kriegen können.

Und stellen die Frage, die man hier häufiger hört: Warum sind diese Autos so schön, und warum sind die Autos heute alle so langweilig.

Ich kann das verstehen, denn wenn ich hier unterwegs bin und Bilder mache, achte ich darauf, dass keine modernen Fahrzeuge zu sehen sind. Sie würden das Bild verschandeln. Und es gibt auch keinen Grund, sie abzulichten. Sie sehen ohnehin alle gleich aus.

Seit gut 20 Jahren sind die neuen Autos alle irgendwie glatt gelutscht, vorne haben sie eine grimmige Visage und hinten den Helm eines zukünftigen Sternenkriegers, während in der Mitte genug Platz für Sophie, Max und Meike an Bord ist.

Diese Autos tun etwas, das den alten Konstrukteuren nie in den Sinn gekommen wäre: Sie orientieren sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen. Autos entstehen heute nicht mehr als zivile Version von Rennautos und deren Erfahrung, sondern durch Analyse der Kundenwünsche, Produktionsabläufe und Kostenreduktion.

Das war früher ganz anders, da überlegte man noch, wie viel PS man maximal aus einem Motorblock holen könnte. Danach überlegte man, wie man diese PS auf die Strasse bringt. Eventuell machte man sich dann noch Gedanken, wie man das Auto zum Stehen bringt, und ganz zum Schluss quetschte man den Fahrer irgendwo hinein, wo nahe beim Tank aus einfachem Blech noch Platz war.

Wenn der Fahrer dann unvorsichtigerweise Kontakt mit dem Auspuff bekam, verbrannte er sich, und wenn er zu schnell in feuchte Kurven ging, rutschte das Heck weg, egal ob beim Maserati oder beim VW Käfer.

Autos sahen damals anders aus, weil sie die Technik in den Mittelpunkt stellten, und das Auto nicht als bewegliche und maximal sichere Schale des Menschen betrachteten. Das wurde erst relevant, als die Motoren und ihre Kraftentfaltung in den 70er Jahren an die Grenzen der Geschwindigkeitsbegrenzung. Versicherungskosten und Ölkrisen kamen.

Davor war Autofahren eine tückische und bisweilen mörderische Angelegenheit, und davon künden neben vielen Beulen bei der Mille Miglia auch Teile, die im Laufe des Rennens hier verloren gingen. Ein Tag zuvor war an diesem Delahaye nämlich noch ein Blech angenietet.

Die Interessen haben sich verschoben. Futuristen, in deren Geiste die Mille Miglia entstand, wollten schnell sein und mit der Maschine die Kunst besiegen. Wir wollen 3-Liter-Verbrauch-Autos statt 3 Liter Hubraum, Beifahrerairbags und ein DVD-System zum Ruhigstellen der Kinder.

Die alten Autos sehen abenteuerlich aus und wurden für Abenteuer gebaut. Heutige Autos sind Ausdruck von Solidität und Sicherheit, so eine Art motorisierter Bausparvertrag mit Rädern. Alle Banken bieten den gleichen, kleinen Zins, alle Autohersteller die gleiche, kleine Motorhaube und die verkniffenen Lampen.

Es sind Autos, deren verklemmtes Äusseres ahnen lässt, dass die Besitzer Beiträge über Transtoiletten, asexuelle Partnerschaft und die richtige Karrierestrategie im Büro lesen.

Es gibt natürlich Autos, die so tun, als ob sie etwas anderes und historisch wären: Fiat 500 und BMW Mini geben sich alt und abenteuerlich, auch wenn sie in aller Regel nur Office Managerinnen von ihrer 2ZKB-Wohnung in Dachau zum neuen, EU-normierten Büro in Schwabing Nord transportieren, hinter vorgeblendeten Travertinplatten, die auch totalitäre Systeme der 30er und 40er Jahre so geschätzt haben.

Voll klimatisiert. Mit dem Coffee-to.Go-Becher von Starbucks im serienmässigen Plastikgetränkehalter. Und einer Warnleuchte, die ihr sagt, wann sie in die Werkstatt fahren soll, damit ihr der Mechaniker als einzige Sauerei des Monats neues Öl in den Motor schüttet. Scheckheftautos halt.

Eine mehr oder weniger stylische Ergänzung zum Erwerbsleben mit der Erwartung einer halbwegs ausreichenden Rente, die sie sicher erreichen, weil die Gefahren heute so gering sind.

Das haben wir heute alles im Griff, das Navi erklärt uns heute den Weg und Amazon, was wir als nächstes kaufen. Maschinen bringen uns nicht mehr um, sie tun, was wir wollen, und die Algorithmen bei Facebook sorgen schon dafür, dass wir auch nur lesen, was wir lesen sollen.

Artikel über emissionsfreie Autos zum Beispiel, über Pedelecs, die uns das Treten erleichtern und nur 50 mal so viel kosten wie das alte, gebrauchte Rad, das nur mal wieder eine neue Kette bräuchte, und eine Hand, die sich mit dem Kettennietdrücker schmutzig macht.

Es ist eine wunderbare Welt der Technik, in der wir leben. Wir müssen nicht reisen, wir sind ohnehin immer mit allen über Smartphones in Verbindung, die genauso identisch wie die Autos aussehen und genauso austauschbar sind, wie Menschen und ihre Arbeit am Bildschirm.

Früher kämpfte man am Steuer von so einem Auto noch mit dem Motor um sein Leben, heute trägt einen die gefällige Technik durchs Dasein. Das ist doch auch nett. Vielleicht sollte man nur nicht mehr von Lebenserwartung, sondern eher von Daseinerwartung sprechen.

Lebenserwartung hat man, wenn man 4,5 Liter Hubraum mit dem Gaspedal auf 3000 Umdrehungen durch eine enge Altstadt kreischen lässt. Daseinserwartung hat man, wenn Helene Fischer im 9 Speaker Audio System behauptet, jemand würde so atemlos durch die Nacht jagen, wie man es bei der Mille Miglia tut.

Drüben bei San Lorenzo hat die Reiseführerin dann irgendwann ihre Schäfchen für einen kurzen Rundgang eingesammelt, die keinen 300SL mehr vor dem Castello mehr sehen werden. Denn der Bus muss schließlich auch weiter zum Palazzo Te, und was sonst noch bei der minutiös geplanten Reise auf dem Programm steht.

Warum sehen Autos heute so erbärmlich aus? Die gleiche Frage könnte man sich auch im Palazzo Ducale stehen, dessen Erbauer elend an der Malaria krepierten, und deren Gewänder selbst in den damals so schlechten Zeiten unendlich prunkvoller als die des Deutschen sind, der in Sportsandalen durch Italien geht. Oder beim Ikea Starterset, von dessen Tellern gegessen wird.

Und bei den Möbeln, der Kunst, und überhaupt allem, was die materielle Kultur unserer Überflussgesellschaft am Ende der technischen Entwicklung ausmacht. Bis hin zum formschönen, genormten Display in der Geriatrie, in der wir ganz anders als am Steuer eines Rennwagens sterben.

Es ist eben so. Der Zeit ihre Kunst, steht auf dem Gebäude der Sezession in Wien, und ich möchte sagen: Unserer Zeit ihre fade, gut übertünchte, voll versicherte und berechenbare Langeweile. Deshalb sehen unsere Autos so aus.

Und deshalb nehme ich jedes Jahr 4 hemmungslose, laute, abgasverpestete Tage Urlaub von dieser Gegenwart.

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416 Lesermeinungen

  1. Nur eine kleine Anmerkung zu den vielen wunderschönen Autobildern
    Bei aller Bewunderung für die alten Chaisen, ich finde meinen fünf Jahre alten C 180 coupe sehr schön. Und wenn ich bei Arnheim an die Grenze nach Deutschland kommen, rase ich mit viel Vergnügen los.

    • Ja, heutige Autos sind gut.

      Das muss man zugeben.

      Aber.

    • Losrasen?
      Aber doch, selbst in der tiefsten niederrheinischen Provinz, nur wenige Minuten – bis zur nächsten Baustelle oder dem nächsten Stau, oder dem ersten ökobedachten Träumer, der sich mit knapp 105 km/h aus dem Windschatten eines LKW quält…

    • De facto wurde auch auf der A9 mittlerweile Tempo 120 eingeführt. Verkehrsleitung statt Tempolimit.

    • Arnhem? Grenze? Gut?
      Vorsicht, aber das weis die Einwohnerin von Den Haag sicher, die Grenze ist nicht ‚bei Arnhem‘, sondern ‚was dahinter‘.

      Und : passen Sie auf, dass Sie nicht in einen Stau geraten, der sich üblicherweise noch ein Stückchen weiter ‚was dahinter‘ ausbildet.

      ‚Gut‘? Gut ist irgendwie auch ein Nullenergiehaus, mit technikverstopftem Keller, Dreifachverglasung hinter der man den Nachbarn wegfahren sieht, ohne sein Auto zu hören [naja, immerhin kann man es noch *sehen*], bakterienarm gefilterte Luft immer gleicher Temperatur, und die vertrauenswerweckend-blaue Anzeige der gesparten Kilograms CO2.
      Ein Haus, in dem ich die Amseln nicht mehr höre, im Garten, und wenn mal eine LED-Lampe an der Decke auszuwechseln ist, ich mich lediglich etwas recken muss.
      Irgendwie ist das alles schon gut, und ich bin Ingenieur genug, das auch zu würdigen. Wohnen will ich dort allerdings nicht, nicht für geschenkt.


    • bakterienarm gefilterte Luft
      ich stelle mir diese ganzen Lüftungsleitungen nach 20 Jahren immer ganz gruselig vor, so in etwa „Staubsaugerbeutel ist nichts dagegen“.
      Das ist doch alles nicht mehr wartbar mit vertretbarem Aufwand (d.h. Besen+Schaufel, max. 1h).

    • Dann haben Sie den Tiger im Tank,
      wie all jene mit CH im Autokennzeichen, die mich auf der A96 überholen.Sie fahren aber immer deutsche Autos der Oberklasse und wenn ich selbst mal gerade auf der linken Spur bin, um zu überholen, blinke ich, so schnell es geht rechts, damit sie nicht nervös werden. Lichthupe bekomme ich nie.

    • Unbegrenzte Geschwindigkeiten auf deutschen Autobahnen ist sicherlich begrenzt, aber:
      Die Autobahn zwischen der deutsch-niederländischen Grenze und Oberhausen hat nur an wenigen Stellen Geschwindigkeitsbegrenzung und Baustellen, und sie ist relativ wenig befahren, wenn man nicht in irgendeinen Ferienverkehr kommt. Danach, das heißt durchs Ruhrgebiet, ist das Fahrvergnügen nicht anders als zwischen Rotterdam und Amsterdam.

    • @Philomena
      Die „Tiger im Tank“ Reklame gefiel mir schon als Kind. In meinem Tank ist allerdings meistens Shell.

    • Wirklich schöne Bilder...
      aber sie uns Fußvolk geballt vorzusetzen grenzt schon an Klassenkampf von oben. ;-)

    • Mein obiger Kommentar war nicht als Kritik gedacht und auch nicht ernst gemeint
      Das nur weil hier so oft in die Kerbe „Blog der Besserverdienenden“ geschlagen wird.

      PS: Die ehemalige Frau Dingens arbeitet jetzt für Vice:

      https://broadly.vice.com/de/article/hatespeech-ist-nicht-wenn-journalisten-mit-kritikern-skypen

      PPS: Sascha Pallenberg hat vor ein paar Tagen getwittert, dass sie Post ergalten hat. Seitdem ist Funkstille

  2. Car Porn
    Toyota GT86 oder Subaru BRZ… Oder Hellcat aber leider auch nicht hier. Ausgerechnet die Erfinder des Prius bauen noch ein Auto was nur fährt und das ziemlich gut. So definiert man Ironie.

    Aber eigentlich sind die heutigen Autos nur Ausdruck der Rationalisierung des Autos. Alles muss heute praktisch sein. Und damit man sich dann verwegen fühlt wird an SUVs das Kürzel Coupe angehängt und solche optischen Verbrechen wie der X6 auf die Straße geschickt. Da kriege ich jedesmal wieder Brechreiz.

    • Ich auch. Besonders wenn sowas ins Bild fährt.

    • Subaru BRZ
      Ja, der ist mir auch sofort ins Auge gesprungen, als ich ihn zum 1. Mal gesehen habe!

      „Warum sehen Autos heute so erbärmlich aus?“ – frage ich mich auch immer wieder. Wenn ich es könnte, würde ich mir auch lieber

      http://www.spi egel.de/auto/aktuell/paul-bacons-eigenbau-kreation-cosmotron-auf-bmw-z3-basis-a-906502.html

      selber einen bauen!

    • Mit deutschem TÜV ist das nicht wirklich leicht.

    • Nunja, ....
      aus Perspektive eines Don als kinderloser Alleinverdiener mit dem beruflichen Hintergrund einer Mischung aus Historiker und Großgrundbesitzer klingt die allgemeine Verachtung für Annehmlichkeiten moderner Kraftfahrzeuge im weitesten Sinne nachvollziehbar. Sicher hatte auch das Leben im Mittelalter seine ganz tollen Seiten.

      Ich, der ich in erster Linie von A nach B kommen möchte, möglichst ohne mich im ÖPNV durch das Sozialexperiment a la Merkelaise kulturell bereichern lassen zu müssen, lege allerdings Wert auf mehr oder minder bequemes und sicheres Reisen – ggf. auch in einem X6.

      Daher die hier insbesondere vom Don geäußerte Todesverachtung in allen Ehren: wenn ich mir den nächsten Firmenwagen zusammenkonfiguriere, wird es für mich wieder etwas sein mit Fahrassistenzsystemen, Seitenaufprallschutz und Fonds-Sicherheitspaket für meinen Nachwuchs. Der soll zumindest noch möglichst lange aufwachsen, bevor der von Goodnight prognostizierte Zusammenbruch aller Zivilisation in diesem unserem Europa schließlich eintritt.

      Ich nutze allerdings die indirekte Möglichkeit zur Rache an den Grünen und wähle den jeweils im Rahmen meines Budgets größtmöglichen Motor. Auch wenn wir am Ende alle untergehen, den deutschen Wald nehmen wir so doch noch mit (warum die steuerliche Absetzbarkeit solcher Spritschleudern immer noch nicht stärker eingeschränkt ist, muss ich nicht verstehen).

      Dass ich mit dieser Einstellung nicht ganz allein bin, sehe ich im Übrigen daran, dass die Anzahl der verkauften AMG-, M- und RS-Modelle jedes Jahr von neuem steigt. Auch der Don ist ja zwischenzeitlich vom italienischen Schiffchen auf das schwäbische Schiff umgestiegen, was nur beweist, dass Nostalgie doch nicht alle Macken ausgleichen kann.

      Und selbst wenn schließlich auch Super-Laschet hier in Nordrhein-Westelendsviertel das flächendeckende Tempolimit nicht aufheben sollte, erreiche ich doch die zulässigen 120 km/h zumindest schon nach 5 Sekunden. In Zeiten, in denen uns die Politik soviel anderes verbietet und verbieten will, werde ich zumindest diese 5 Sekunden jeden Tag von neuem voll genießen.

      Fahren sie also bitte gerne alle Ihre H-Kennzeichen, aber bitte nicht auf der linken Spur…

      Mit besten Grüßen
      SchallundRauch

      P.s. War es nicht gar Rezzo S., der – obgleich berufsgrün – sich dort als bekennender Porschefahrer lange Jahre in führenden Funktionen gehalten hat? Naja, vielleicht tue ich ihm da auch Unrecht….

    • @ OMG
      ja, Brechreiz, schließe mich an. Und diese protzig-klobigen Dinger passen auch zu der verlogenen Gesellschaft in der wir leben: nach außen hin macht alles einen auf falsche Bescheidenheit (verlogene Moral wird ihnen schon in der Schule vermittelt) und dann dokumentiert man andererseits seine naturzerstörerische Brachialität durch solche Dinger. Und noch mehr Verlogenheit: SUV suggeriert ja, dass es irgendwas mit Natur zu tun hätte; früher nannte man es Geländewage (und die wurden in der Tat auch noch oft von Leuten wie Jägern oder Förstern genutzt), die SUVs von heute werden hauptsächlich von Städtern in der Stadt bewegt. Vermutlich will man mit ihnen sein urbanes Weicheiimage aufpolieren oder wie Sie sagen einen auf verwegen machen.

      Das einzige was noch scheußlicher ist als die Dinger sind eben E-Autos (die in Sachen Lächerlichkeit den Hybridkaleschen gerade den Rang ablaufen), der neueste und unappetitlichste Hype.
      Die Autos von heute sind wie eine hässliche Frau, die gut kochen kann. Aber fahren will man sie eher nicht.

    • Mein nächstes Auto wird ein SUV
      Ich will damit nicht durch Sibirien, ich bin auch kein Macho, ich bin da eher ein Weichei.
      Ich komme da einfach besser rein und raus.
      Die Alten haben Haus und Kinder abbezahlt und leisten sich dem Luxus „schmerzfrei“ (oder wenigstens schmerzarm)

    • Nun, in den Wald darf eh kein Normalo mehr mit dem Auto
      die anderen haben wassergebunde Wege. Allerdings sind SUV nun mal deutlich bequemer bei den Straßenzuständen im RHS, nehmen auch die Borsteinkanten vor der Kita nicht so übel, der Nachwuchs ist geschützter, den selbst bei einen Seitenaufprall mit dem gewöhnlichen Verkehrspöbel sitzen da die Kids über den Dingen. Von dem bequemeren Einsteigen, besseren Überblick und der Fähigkeit, auch dicke Pferdeanhänger und mehr bequem zu ziehen, mal zu schweigen. Die % Steigerung mag zwar immens sein, total sind es im Verhältnis zum Gesamtbestand peanuts.

    • An K.Vogeler....ich bin da eher ein Weichei.
      Besser ein Weichei als Edelstahlimplantate.

  3. auf die Schnelle
    unglaublich schöne Bilder! Der text wird nachher gleich gelesen. Danke!

  4. Wie wunderschön!
    Was für wunderschöne, zum Teil detailverliebte, und insgesamt neidisch machende Bilder! Danke dafür!
    Des krassen Gegensatzes der schlicht-schönen Rundinstrumente mit den geschmacklos-hässlichen Digital-Zeitmessern hätte es für die Abrundung des Eindrucks von zeitloser Eleganz und faszinierend muskulöser Sportlichkeit allerdings nicht bedurft…

    • Es gibt da halt ein paar Zeitprüfungen, daher sind die montiert.


    • Na ja, ein glatter Stilbruch ist der Plastikmüll schon, da gibt es schließlich zeitgenössische mechanische Alternativen. Und es wundert mich schon, daß so etwas bei der Mille Miglia überhaupt erlaubt ist.

    • Soll man nciht so eng sehen
      Es geht ja darum, die Autos nicht wie in einem Musem verstauben zu lassen sondern in bestimmungsgemäßer Umgebung alltagsnah zu bewegen. Und heute gehört halt zum Alltag auch so eine digitaler Zeitmesser. Es werden ja auch nicht nur Straßen aus der Epoche befahren…

  5. Mark Twain schrieb 1880 während einer Besichtigung von New York:
    Ich lebe auf dem Höhepunkt der modernen Zivilisation und werde Zeuge ihrer leeren Macht, ihren öden Glanzes und ihres schäbigen Ehrgeizes…..Mag sie sich noch so sehr in ihren wissenschaftlichen Wunderwerken und in der als Fortschritt bezeichneten Inflation alles Materiellen ergehen…..es ist eine Zivilisation, die die schlichte Einfachheit des Lebens zerstört und seine tiefe Bedeutung, seine Poesie….durch die Gier und Geld ersetzt hat.
    Was würde er heute schreiben?
    Noch ein andere Feststellung( von einem ,vor Jahrzehnten aus Europa ausgewanderten irischen Lord ): Die Menschen haben zwar Geld, aber keine Klasse mehr.
    Vielen Dank für Ihren heutigen, wunderbaren Bericht und den anderen Übrigen.

    • Gern geschehen. Der Trödel hat seit Twains Zeiten nochmal zugenommen, von der Kauf- zur Wegwerfgesellschaft.

    • Schlichte Einfachheit
      Nach New York fährt man ja auch nicht, um die schlichte Einfachheit des Lebens zu erfahren.

      Wollen die Leute wirklich die trotzige Poesie trauriger Humanisten, suchen sie nicht vielmehr die Rastlosigkeit und den Superlativ von Frank Sinatras New York?

    • @ dreamtimer
      Richtig, weshalb fährt man überhaupt nach New York?

      Vielleicht, um mal aus Berlin rauszukommen.


    • weshalb fährt man überhaupt nach New York?
      Um noch ein paar richtig noble Hochhäuser zu sehen, mit großen Kronleuchtern im Foyer und teuren Fliesen und Marmor. Gut, gibts auch immer weniger, meistens sind sie bereits durch öde Kisten ersetzt. Aber was die damals in den 1910ern-1930ern gebaut haben, ist schon echt klasse.

    • Warum NY?
      Es gibt zwei Gebäude auf diesem Planeten, die mir die Tränen in die Augen drücken (ich hab nicht alle gesehen, aber ziemlich viele):
      1. Taj Mahal
      2. Grand Central

      Und zweitens sekundiere ich colorcraze, über eine ganze Menge Gebäude drumherum.

      Wie sagte vor zwei Wochen spontan (!) eine Architektin bei einer Eröffnung zu mir: „Wir haben das Bauen verlernt!“

  6. mit der Dekadenz
    „Unserer Zeit ihre fade, gut übertünchte, voll versicherte und berechenbare Langeweile.“

    Tut mir leid, dass Ihr Dasein so wirklich, wirklich – unspektakulär ist. Muss wirklich zum Heulen sein. Gibt allerdings viele, viele andere Leben mit Unwägbarkeiten, von denen Sie nie etwas wissen werden. Die sehen auch gar nicht so glamourös aus wie Sportwagen, deswegen schauen Sie da bloß nicht hin! Ist nicht jeder Vollkasko versichert, nein, das ist ein ekliges Klischee, das seit vielen Jahrzehnten jedes Jahr für weniger Menschen zutrifft. An die Wand fahren kann man damit aber auch, nur ja keine Bange. Nur wie gesagt – nicht so dekorativ. Also langweilig.

    • Sie übersehen bei Ihrem Lamento, dass dies ein Blog der sozial Bessergestellten ist. Natürlich schaut es darunter weniger gut aus. Aber es ändert nichts daran, dass Technik allein kein Segen ist.

    • zum Teufel!
      Mit der Vorstellung, dass das immer nur für die ‚Bessergestellten‘ geht. Für die Mille Miglia‘ stimmt das sicher. Es geht allerdings auch im weniger betuchten Finanzbereich, wie Don Alphonso auch schrieb: Fahrrad.
      Nun bin ich nicht in Rennrädern, mir erscheint schon (m)eine 40+-Jahre alte Gazelle als eleganter als die neueren Dickrahmendinger in Kindergartenfarben die daneben im Fahrradständer stehen.
      Und Vollholzmöbel bei ebay sind oftmals billiger als IKEA.

      Nein, ich verwehre mich einer Pauschalisierung ‚das können bloss Menschen mit mehr Geld‘.

    • Ich habe ja viel mit alten Rädern zu tun. Ich habe nie mehr geflucht als an einem 5 Jahre alten, teuren und restlos ruinierten Radon.

    • @D.A.
      Ich übersehe hier gar nichts. Es war dies schließlich kein Lamento, sondern eine segensreiche Ansprache über die Klassengrenzen hinweg. Die Techniktips (nicht überall gilt die Vollkasko, also – Augen auf im Straßenverkehr!) gab´s dagegen ganz und gar umsonst.

    • pf
      „Ich habe nie mehr geflucht als an einem 5 Jahre alten, teuren und restlos ruinierten Radon.“

      Sie hätten nicht fluchen und es nicht ruinieren sollen, ganz einfach.

    • Sie sehen das zu eng.
      Glamourös und unerschwinglich sind nicht die Hindernisse vor dem Genuss und der Überwindung von Langeweile. Porsche hat eine Million 611 er gebaut und die meisten sind noch fahrtüchtig. Hoher Wiederverkaufswert und die Kombination von sehr langer Abschreibungszeit und niedrigen Wartungskosten dank solider Technik und hoher Fertigungsqualität rechnen sich allemal im Vergleich mit den modernen Langweilern und dem digitalen Krimskrams. Und glamourös sind sie allemal nicht da sie sich in 50 Jahren nicht sehr viel im Aussehen veaendert haben. Der Spass beim Fahren ist die Zugabe, spricht ein zufriedener Kunde.

  7. Den ursprünglichen BMW Z3...
    …den man äußerlich für einen würdigen Nachfolger des Jaguar-E halten konnte, haben Designpäpste damals verteufelt, weil seine Haifischkiemen keine echte Lufteinlassfunktion hatten.

    Das uniforme Design heutiger Autos ist einer verquasten Melange aus Versicherungsmentalität und ‚Sportlichkeit‘ geschuldet: Keilform plus ein paar Ausbeulungen aus dem ‚Muscle Car‘-Design rund um eine Sicherheits-Fahrgastzelle. Hält auch einen Dreifach-Überschlag aus und ist genau so ehrlich wie die falschen Lüftungsschlitze des Z3

    • Ja, es ist nicht mehr Funktion, sondern Gestaltung. Aber was soll man machen, wenn im Prinzip auch 700ccm Hubraum reichen würden.


    • Porsche und die Spiegeleier … als ob die Wasserkühlung noch nicht reichte.

    • Z3
      Der Z3 ist hässlich und wird es immer bleiben. Nur sein Bruder, das Z3 Coupe, ist hässlicher.

      Dass BMW es eigentlich kann, wenn sie wollen, haben sie damals mit dem Z1 gezeigt.

      Deutlich früher mal mit dem BMW 507, den ich für eins der schönsten Fahrzeuge überhaupt halte. Aber seither, hmm hmm.

      (Der 507 ist übrigens sehr schön in einem Visconti Film aus 1965 zu sehen, „Sandra“ mit Claudia Cardinale. Vor allem in den Anfangsszenen. Spielt in Volterra, also recht nah bei Siena.)

    • Jaguar E? @hexibert
      also den Z3 in Richtung Jaguar zu rücken, halte ich ehrlich für gewagt. Fakt ist, daß BMW damals vom Erfolg des MX 5, gerade in USA , völlig überrascht wurde und quasi reagieren mußte. Das Ergebnis war der Z3, der auf einer verkürzten 3er Plattform schnellgeschossen wurde. Leider mußte er auch Designelemente, wie das neudeutsch heißt, vom 503 (Graf Goertz) enthalten, um, wie auch immer, sowas wie BMW Geschichte zu transportieren. Das Ergebnis haben sie gerade kommentiert.

    • Z3???
      Sorry, aber das einzige Fahrzeug von BMW, was annähernd einer E-Type nahekommt, ist ein Z8. Welchen ich in der Tat gerne mein Eigen nennen würde.

  8. ... genormte Vielfalt ..
    … abgesehen davon, dass die schön abgelichteten Autos natürlich Überlebende aus einer früheren Zeit sind, zeigen sie doch automobiltechnisch an, wohin die allgemeine Tendenz geht: In eine sterile, global vereinheitlichte Scheinvielfalt ohne Dreck, Schmutz und Krach wo alle mit ungefähr gleichem Grundeinkommen und Einheitspaß glücklich lieben und leben und sich für die Vielfalt preisen; halt Sozialismus mit Internet … Oder anders gewendet: Die Dialektik der Aufklärung holt ihre Leser ein…

  9. Disquarzifizierung !!!
    Also dem Fahrer mit den Quarzuhren sollte Disqualifizierung, Enteignung & Versteigerung seiner Karosse drohen: Schließlich gibt’s einigermaßen Stilechtes vom Schweizer Hersteller Hanhart.

  10. Blog der sozial Bessergestellten
    Ich muss nicht sozial besser gestellt sein
    um schöne Dinge schön zu finden.
    Ein Problem ergibt sich erst bei Erwerb und Unterhalt
    mancher schönen Dinge und er erinnert auch an die
    Möglichkeit ein Rennrad gebraucht zu erwerben.

    Ich bin sozial schlecht gestellt bzw ins Leben geworfen
    und versuche mich zu freuen wenn ich einen Grund habe.

    Die Bilder sind schön und das betrachten hier kostet mich gar nix.
    Wie es heißt es so schön: Verweile doch, du bist so schön.

    Ich kann mich über diesen Moment gelungenen Lebens freuen
    (Glück ist das begleitende Gefühl des Gelingens nach Goethe,
    hier verursacht durch die Bemühungen des Autors.
    Ich „muss“ den Text nur lesen und die Bilder betrachten)
    oder ich kann den Moment als Unwert verwerfen.
    Warum sollte ich das tun.

    Später werde ich danach schauen was die Bundesregierung
    2016 am Sozialgesetzbuch geändert hat was psychisch Kranke in Tagesstätten in Bedrängnis bringt.

    Jetzt verweile ich hier noch einen Moment.

    • "sozial schlecht gestellt bzw ins Leben geworfen"
      Ich ebenso.
      Aber Bücher lesen und daraus lernen, das hat nicht viel gekostet und kostet auch heute nicht viel. Das Erkennen von Schönheit (nicht nur bei alten Autos), von Stil und Echtheit, ja: Wahrheit, all das kann man lernen. Nachteil: Man sieht viel deutlicher ‚die dunkle Seite‘, all den gleichförmigen stillosen Unsinn auf den Straßen (oder AN den Straßen: die Architektur. Auch so ein trauriges Thema.)
      Letzte Nacht wieder in Nabokovs „Erinnerung, sprich“ gelesen. Diese Sprache, allein die Sprache, auch in D.E. Zimmers Übersetzung… das erhebt, das macht glücklich, man schläft ’sicher‘ ein: Das gibt es noch, das kann mir kein Färnsehprogramm oder Erzeugnisse wie „Helene Fischer“ nehmen.
      Sogar hier in diesem Blog lernt man immer wieder gerne was (meine ersten Eindrücke hier = da gings um die Qualität lederner Reisekoffer).
      Danke.
      (Auch für Marco Beasley, einst ein musikalischer Tipp hier).

  11. „Was ist sozialistische Lebensweise? (A.M. 1986)
    „Leitmarkt für Elektromobilität“ ordnet Die große weitsichtige Führerin an.
    Das beinhaltet „E-Mobilität“ und „Markt“. Mit planwirtschaftlichen Methoden (1 Mio. E-Cars), die nun wieder korrigiert werden müssen, will man seinen Willen durchsetzen. Es klingt ja auch alles so schön: Dekarbonisierung, Grüne Technik, Biokraftstoffe, Zukunft. Hach.

    Merkels Fachgebiet, Physikalische Chemie“ beinhaltet ja auch die Elektrochemie, also die Stromspeicherung. Um so verrückter ist diese ganze Handlungsweise, müsste sie doch aus erster Hand wissen, wie der aktuelle technische Stand, die Rohstoffverfügbarkeit und die Umweltverträglichkeit dieser ganzen Stromspeicher-Akku-Batterien-Sache ist.
    Elektromobilität ist flächendeckend auf absehbare Zeit weder Nutzer- noch umweltfreundlich.
    Und zum Motorsport: In Der Formel 1 wurden bereits 2003 Ersatzautos (T-Cars) an der Strecke verboten; das grüne Mäntelchen „Formel E“, dass ohne Freikarten wohl kaum Zuschauer an der Strecke hätte, nutzt wie selbstverständlich zwei Einsatzfahrzeuge pro Fahrer. Grund: Die Batterielaufleistung reicht nur bis zur Hälfte des Rennens.
    Die Formel-E-Rennwagen sind natürlich Einheitsfahrzeuge und haben eine Optik wie, naja… also es sind doch eigentlich nur große Seifenkisten mit hippen „Flesh Tunnels“.

    Wie sprach Sebastian Vettel angesichts der Einführung des Hybrid-Antriebs in die Formel 1 zu Beginn der Saison 2014? „Wenn es nach mir ginge, hätten wir einen schönen V12 im Heck und würden den ganzen Batterie-Kram im Handy lassen“.

    Recht hat er.

    • Schon blöd
      Na da hätte Frau Merkel mal besser Sie gefragt, so ein Jammer aber auch. Ich bin weiterhin der Meinung, dass das Pferd dem Automobil auf absehbare Zeit überlegen sein wird. Aber mich fragt auch nie jemand.

    • Theorie schlägt Praxis, oder war´s doch umgekehrt?
      Bestand E-Cars per 01.01.17 in Deutschland: 34.022. Zuwachs p.a.: 8.520.

      Mich als, nebenher gesagt, kräftigen Steuerzahler fragt man aller 4-5 Jahre mal, da haben Sie Recht.
      Fragen kann man vor dem Postulieren von diversen „Wir-schaffen-das“ allerdings jemanden, der sich damit auskennt.
      Und so, wie lächerliche 3.000 WKA ein KKW ersetzen, einen wehenden Wind vorausgesetzt (im Jahr 2015 betrug der Anteil der Windenergie an der Bruttostromerzeugung in Bayern schwindelerregende 3,2 % bei 893 WKA), sollen nun E-Cars das „Klima“ retten.
      Ich gehöre keineswegs der Klimawandel-Leugner-Fraktion an, frage mich aber, wo endlich die wissenschaftlich unverrückbaren Belege sind, dass dieser überwiegend menschengemacht ist.
      Ich frage mich auch, wie, rein physikalisch, eine kohlenstofffreie Energieversorgung so aussieht. 2050 ist schnell erreicht.
      Weiter ist mir nicht ganz klar, was E-Mobilität in punkto Hauptreiseverkehr auf der BAB 9 (oder einer BAB Ihrer Wahl) bedeutet, hinsichtlich Reichweite, Ladezeit, Ladesäulenanzahl bzw. Flächen- und Rohstoffverbrauch dafür. Oder die nächtliche Strombetankung der Familienkutschen in Großstädten.
      Vermutlich muss das automobile Zusammenleben dann auch täglich neu ausgehandelt werden.

      E-Mobilität ist meiner Meinung nach, wie das EEG, eine Wette auf die Zukunft mit sehr ungewissem Ausgang. Viel mehr Fragen als Antworten.
      Apropos Fragen: Gibt es eigentlich schon Neuigkeiten von „Desertec“? Oder dem „Peak-Oil“?
      Und was sagte im Frühjahr 2017 eigentlich McKinsey zur Zukunft der deutschen „Energiewende“?
      Die Hoffnung stirbt zuletzt.


    • Apropos Fragen: Gibt es eigentlich schon Neuigkeiten von „Desertec“? Oder dem „Peak-Oil“?
      Zu ersterem habe ich nichts gehört.
      Beim zweiten, Öl ist derzeit recht billig, die USA werden angeblich mehr und mehr zum Selbstversorger, und China sei jetzt ein technischer Durchbruch bzgl. Anhydrit (Methaneis, das brennt, und von dem es vor den tieferen Küstengewässern Indiens und Chinas massenhaft gibt) gelungen.
      Wenn China und Indien an das Anhydit rankommen, werden sie auch Selbstversorger und brauchen kein Öl mehr. Kann aber noch paar Jahrzehnte dauern. Um Europa herum gibts das Zeug übrigens nicht.

    • Anhydrit ist bloß wasserfreier Gips, kennt man auch als Keuper - macht sich
      unliebsam bemerkbar, wenn man auf der Suche nach nutzbarer Erdwärme Schichten davon durchbohrt und die Verrohrung nicht sorgfältig genug gegen eindringenwollendes Wasser abdichtet…

      Methanhydrat heißt der Unterwasserenergieträger.


    • Anhydrit/Methanhydrat
      ah, danke für die Gedächtnisstütze. War schon zu lange her, daß ich was zu Methanhydrat auf deutsch gelesen hatte, und „Gips“ läuft bei mir immer nur unter „Gips“ und nichts anderem, wegen der unvergesslichen Gipsmühle mit den Bodensenkungen (seit ca. 10, 20 Jahren mit Wohnhäusern bebaut; bis jetzt habe ich noch nichts von Bauschäden gehört; aber wer weiß, was da noch kommt…)…

    • Wenn der wasserfreie Gips nass wird:
      http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/nach-erdwaerme-bohrung-eine-stadt-zerreisst-a-589944.html

      (Jaja, lieber Nahuatl, ich weiß, mein Müllhirn, möglicherweise auch Zuvielabwasser, da ist sogar die Erin Pfleg hilflos, lieblächel…)

  12. hubraum ist nur durch eines zu ersetzen: durch mehr hubraum !
    eine alte weisheit aus dem grossraum UNTERTÜRKHEIM !

    „wir wollen drei liter verbrauch statt drei liter hubraum“…………sagt DON und irrt……………….

    nein, der alte UNTERTÜRKHEIMER der hier schreibt, der hätte gerne immer wieder fünf liter hubraum und dieses unruhige rascheln vorne beim beschleunigen………seit dem M119 von Mercedes beschäftigten sich die motorenbauer ja mit so pipifax wie hybrid oder voll-E.

    • Als Maserati Quattroporte Besitzer
      aus der Bi Turbo zeit muss ich beim Hubraum vehement widersprechen.
      Hubraum ist immer zu ersetzen durch mehr Ladedruck ;-)

      Beste Grüße aus der Haupstadt

      des Irrsinns und unfähiger Verwaltungen .

    • Daimler,
      Daimler, ich höre immer nur Benz.
      .
      Der Maybach Zeppelin von den Maybach Motorenwerken, das war ein Auto und ist immer noch eines.

  13. Da waren Scheinwerfer wenigstens noch Lampen aus Metall und Glas ...
    … und nicht diese heutigen auf Basis von recycelten Bierkisten amorphen Lichtstrahleinheiten, wie überhaupt heute eine Karre gefühlt zu 75% aus Plastik hergestellt erscheint.

    • Absolut!
      Geil geht bei mir nur mit Chrom, Metall und echtem Leder
      [Au weia, ist das missverständlich, falls sich jemand hierher verirrt?]

    • Dann gibt es einen #Aufschrei!

    • Tolle Oldtimer Bilder, aber 1 Photo puc, pol. uncorrect
      Startnummer 253 (601) Schaden vorne links mit Frau am Steuer (linkslenker?) #Aufschrei!

  14. Deutschland soll Leitmarkt für Elektromobilität werden.
    Sind wir das nicht bei Elektrofahrzeugen für Senioren und Gehbehinderte?
    (das soll in keiner Weise eine Abwertung sein. Die Erwartungshaltung
    der Bundesregierung schloss ggf ein das die Mehrzahl der kraftfahrenden Bürger Benzin und Dieselfahrzeugphobiker sind. Das sind sie aber nicht.
    Sie nutzen aber gerne Elektromotoren um die durchs Alter geschwächten Waden zu unterstützen wenn sie an der frischen Luft mit dem Rad unterwegs sind. Teil 2 der guten Nachricht ist: Viele können sich das offensichtlich leisten.

    Elektromobilität schließt m.E. (fast)alle Fahrzeugklassen ein.
    Ich verstehe gar nicht warum die Physikerin das Ziel sausen lies.

    • Das ist von 2010 und war typische „Wirschaffendas“Grossmäulerei.

    • Mobility scooter
      das ist wohl die automobile Zukunft, auch in Anbetracht der demographischen Entwicklung in der BRD:
      https://www.youtube.com/watch?v=csuZHyW-iGI

    • Leitmarkt für Elektromobilität von Senioren und Gehbehinderten
      Fragen Sie mal in einem Seniorenheim, was die von der elektrischen Aufrüstung halten. Die müssen am Abend nicht selten nach ihrer Klientel suchen, weil die in nicht zu bremsender Vorwärtseuphorie die Akkus leergefahren hat und irgendwo in der Pampa gestrandet ist.

      „Warum die Physikerin das Ziel sausen ließ“?
      Weil es bei freier Kaufentscheidung und den geforderten Preisen nicht zu erreichen ist. Zielführende Zwangsmaßnahmen, begleitet von einer gesteigerten Verteufelung des Verbrennungsmotors dürften nach den Wahlen folgen und die Sache richten, im inzwischen bewährten Parforceritt durch das Nicker-Parlament und applaudiert von ÖR und MSM.

      Genießen Sie die Bilder einer untergegangenen Epoche, die Don hier aufleben lässt. In ein paar Jahren dürften die Fotos als pornografisch gelten und der zivilgesellschaftlichen Ächtung unterliegen.

      Bis dahin und solang’s Sprit gibt … WROOOAAAAAM

    • @Der Onkel sagt @zuvielgesellschaft
      ich sehe einen klaren Zusammenhang zwischen dem was ich als Grünenparteitagsdemenz bezeichnen würde und einem elektromotorisierten Rollator.

  15. Sahen doch alle gleich aus diese Autos von damals
    Autos sahen in jeder Epoche ziemlich gleich aus. Nur weil wir heute Autos aus so viele. Epochen miteinander vergleichen können, erliegen wir der Illusion die heutigen Autos seien uniformer als z.B die der Sechziger Jahre.

    • Da bin ich anderer Ansicht, früher gab es viel mehr Variablen teils nutzlosester Natur wie Heckflossen, Chrom etc.

    • @D.A.
      … und nochmal Technik, denn ohne die geht es nicht: Die Heckflossen, sehr geehrter Herr Fahrradsandale, waren mitnichten bloßer Schmuck sondern – Einparkhilfen.

    • Sie standen wohl noch nie OhneHemmungen auf einem Parkplatz
      voller schwarzer Autos und suchten Ihr eigenes, das natürlich auch schwarz ist?

      Ich konnte in den 70er Jahren in Sirmione, dem größten und rappelvollen Parkplatz am Gardasee den NSU-Prinz einer Bekannten 4 Reihen weiter rechts erkennen. Das machen Sie mal heute mit all den völlig identisch aussehende Wagen.

      .
      Übrigens hat sich bei dem Bild mit dem Oldsmobile Nr. 8 und dem Alfa Nr. 2 doch glatt ein neuer Mercedes eingeschlichen und sieht zwischen den richtigen Autos aus wie ein Molch.

    • früher das gleiche?
      Widerspruch!
      Damals hatte die Illustrierte STERN eine Kinderbeilage, das „Sternchen“. Und die brachten mal eine Art Spiel, ein kleines Heftchen, in dem der Steppke all die verschiedenen Autos eintragen sollte, die er am Tag so gesehen hat: die Marke, etc…
      .
      Schon damals konnte ich 8- oder 10jähriger (konnte jeder!) sofort erkennen, ob’s ein BMW war, ein Volkswagen, ein Opel, ein Ford, ein Mercedes, ein dreirädiger „Tempo“, ein DKW oder NSU (gab’s schon Borgward? das erinere ich nicht mehr), …ein Vorkriegsmodell oder ein „neues“.
      Sogar die Modeller einer einzigen Marke konnte ich damals ganz leicht unterscheiden: Kadett, Rekord, Kapitän, Admiral, Diplomat. Das SAH man.
      .
      Ich erinnere mich noch gut daran, weil ich genau DIESES Beispiel ‚von früher‘ immer anführe, wenn ich mich mit meiner jüngeren und ausländischen Gattin über all die gleich aussehenden ausgelagerten Wohnzimmer auf vier Rädern unterhalte, die wir auf den Spaziergängen hier im Süden Berlins jeden Tag sehen.

  16. Titel eingeben
    Naja also früher: Auto = Sportgerät, heute: Auto = wasweißich. Das lässt sich ja so nicht vergleichen.

    Aber: es gibt heute noch eine ganze Menge gutaussehender Autos, d.h. wer will, der kann sich zu Hause auch zwei oder drei schicke Fahrzeuge hinstellen. Niemand ist gezwungen, einen Skodakombi zu fahren.

    Ich finde also der Vergleich der 30er mit heute ist nutzlos. Eher könnte ich nachvollziehen wenn man beklagt, dass noch in den 70ern das Durchschnittsauto besser aussah als heute.

    Wie auch immer, mindestens mal für den Sicherheitsfortschritt bin ich sehr dankbar, ich wäre nämlich sonst schon tot. Mindestens einmal (Überschlag auf Rennstrecke), eher aber zwei- bis dreimal. Also hooray for Sicherheit!

  17. Moderne Autos: Kundenwünsche ziemlich sicher.
    Kostenreduktion eher nicht. Das Auto gehört zu den sehr wenigen Komsumgütern, deren Kosten sich im Laufe der Zeit relativ zum verfügbaren Einkommen nicht reduziert haben. Sondern erhöht.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Man kann auch einen Dacia Sandero kaufen.

    • Dacia Sandero?!
      Stimmt, der hängt sie alle ab:
      https://www.youtube.com/watch?v=Dx6vkaHlbA4

    • Na ja, Herr Haupts
      wenn Sie heute eine Limosine mit den Daten einer Mittelklasselimosine aus den 60 er kaufen, 125 kmh Vmax, 10 l/100km,und alle 5000 zur Wartung, dann sind Autos wie auch Waschmaschinen heute Schnäppchen.

    • Kostenreduktion
      Aber hallo! Nur halt nicht für den Kunden. In jedem ordentlichen 5Jahres Vertrag für OEM-Teile ist eine jährliche Preissenkung um bis zu einem Prozent drin.

      Der Kunde dagegen bezahlt vor allem Brand Equity und zusätzlich verbaute nutzlose Elemente. Einfach nur Gewicht (elektrische Sitzverstellung), Forschung-Subvention (vulgo „Fahrassistenzsysteme“) oder totale Überwachung („eCall“)

      Peak-Auto, der Gipfel des Automobilbaus war ca. 1999-2004. Danach: Downsizing, was bei bestimmungsgemäßer Fahrt überhaupt keinen Verbrauchsvorteil bringt, Elektronisierung und Komplexisierung.

      Alles nutzloser Tand. Aber teuer bezahlt.

    • @Booster: Lieferantenverträge kenne ich aus eigenem Erleben.
      Anfang der 2000er mal als IT Manager für ein Schweisswerk (Zulieferung Volvo) in Gent tätig gewesen. Übrigens werden diese Verträge in der Praxis ein Stück weit dadurch ausgehebelt, dass der Zulieferer sich die im Verlauf eines Modellebens unvermeidlichen Änderungen etwas teurer bezahlen lässt :-).

      Aber ich meinte natürlich die Kundenseite. Kannte allerdings den Dacia nicht – Punkt für den Don. Der liegt (Inflation rausgerechnet) tatsächlich bei den Preisen von 2VC Ente oder R4.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Naja,
      Peak-Auto sehe ich eher 89-95.
      Das war pre-Shareholder Value, Pre-Lopez, pre-Cost Cutting, pre-Elektronik.
      Die Karosserien aus der Zeit unverwüstlich und (anders als davor und unmittelbar danach) quasi rostfrei.
      Die Motoren unkaputtbar und die Gimmick-Elektronik nicht bis nur minimal vorhanden.
      Das sind die Autos, die man heute noch auf der Strasse sieht, weil auch für Otto Normalverbraucher überschaubar zu erhalten.

      Gerade die Zeit um die Jahrtausendwende sehe ich persönlich kritisch, da oft bereits viel unausgereifte early-adopter Elektronik verbaut.

    • @hajomitmajo:
      Da ist was dran. Unglaublich, wie viele 190er Mercedes immer noch herumfahren, IIIer Golf und all so was. Mein kompakter 3er E 36 wird im Dezember 20, so Gott und der TÜV will.

      Und @renatesimon: Die 207 km/h Vmax lt. Tacho sind „in echt“ auch nicht mehr als 190 Sachen, und das finde ich eigentlich schon recht flott. Bei allem, was man am BMW kritisieren kann, er gibt einem das gute Gefühl, dynamisch unterwegs zu sein. Mein Eroica-Mitfahrer, der sich mein Darkmobil für die Anfahrt zum Start lieh, war ziemlich begeistert, das gehe besser ab als sein Saab-Kombi mit 170 PS. Und Don A., der ja nun auch mächtig Schub gewohnt ist von seinem SLK, hat sich bei mir im Auto ebenfalls noch nicht gelangweilt. Es steckt auch die fiesen Bodenwellen zur Geschwindigkeitsbegrenzung besser weg als das Sportfahrwerk aus Untertürkheim. ;-)

    • Marco, die Tacho-190 mögen evtl. bei meinem stimmen
      werden von mir aber als entsetzlich langsam empfunden und dazu säuft die Karre auch noch. Der Händler sagte seinerzeit, der hat ja auch 1,6 Liter… als gäbe es nicht mehr und vor allem Schnelleres.

      BMW, da hatte ich mal einen von Sixt aus der 5er Reihe. Noch mehr Gefühl von allerdünnster Konservendose und Unsicherheit habe ich in diesem Leben in keinem Auto empfunden. Die sehr direkte Lenkung, das Ausbrechen in den feinen langen Kurven Richtung Stuttgart, die der 220er Mercedes bei Vollgas locker nahm, machten keinen Spaß. Die Lenkung wäre ja noch gegangen, das Ausbrechen schon mal gar nicht und das Unsicherheitsgefühl in dem Blechnapf ließen mich drei Kreuze machen, als ich das Gerät abends beim Kornwebel am Wehrhahn wieder abstellen konnte.

      Ich fahre gern schnell und mich in einen Rausch, voll konzentriert, früher mit lautester Beschallung im Auto, so dass ich immer taub in Stuttgart oder Düsseldorf ankam. Wenn’s mich heute auf meinen Einkaufsfahrten reißt, lasse ich eine Kassette mit Techno laufen, Fenster runter, Lautstärke hoch und das Auto zittert bumbumbum mit. Stört keinen, die meisten draußen haben ja eh Stöpsel in den Ohren.

    • @Renate Simon:
      Meinen kleinen Dreier habe ich am Anfang paarmal unfreiwillig gedreht (allerdings in eher langsamen Kurven), aber mit Fünfern bin ich noch nie ins Schwitzen gekommen.

      Was aber die gefühlte Lahmheit von Toyotas angeht, kann ich mitreden. Der Brötchengeber meiner Frau hatte Toyota lange als Kunden, und als meine Liebste ihre Dienstwagen-Option bekam, haben wir mal einen Avensis Kombi probegefahren. Der stärkste verfügbare hatte 170 PS, zog aber kein Stück Brot vom Teller. Mann, war das eine öde Veranstaltung, Töchterlein hat auch nur in einer Tour gemosert hinten auf dem Rücksitz, wir waren alle drei froh, als wir die Karre dem Händler wieder auf den Hof stellen konnten.

    • Das einzig Positive am Corolla ist,
      @Marco

      dass an dem in nun über 15 Jahren noch nichts dran war. Bin ich die ersten drei Jahre tapfer zur Inspektion in die Werkstatt, weil ich den Wagen mit Kredit finanziert habe, so habe ich nach Ablauf der Zeit und Kauf des Wagens diese Besuche sofort eingestellt. Die haben damals schon 30.000er Inspektion gemacht, dabei hat der Wagen heute erst 34.785 km oder so in der Drehe runter. Den kann ich nur noch fahren, bis ich das Zeitliche segnen, Geld kriege ich dafür wohl nicht mehr.

      In den ersten Jahren jedes Quartal an den Genfer See, das brachte einige Kilometer, seitdem hält sich das doch ziemlich in Grenzen. Die Zeiten, in denen ich abends auf die Autobahn fuhr und mich austobte, sind lange vorbei, fahre ich heute auf die A3, werde ich sofort von Baustellen ausgebremst. Macht einfach keinen Spaß mehr. Kann ja zum Austoben nicht dauernd bis Singen/Hohentwiel Richtung Bodensee fahren ;-)
      Wäre nur interessant zu prüfen, ob die Karre da Berg runter doch mal schneller würde… wie damals mein DKW Richtung Bielefeld den Herforder Berg runter, fast 150, ein Knall, alle Lichter an und damit war die Kurbelwelle erledigt.

    • @Renate Simon:
      Für das Darkmobil bekäme ich auch nichts mehr, und solange im Rahmen der HU überwiegend nur Verschleißteile zu ersetzen sind, stören mich die paar Altersmacken nicht sonderlich. Ins Meerbuscher Villenviertel kann ich mit der alten Schleuder natürlich nicht fahren, sonst herrscht da hinter den Vorhängen Alarmstufe Rot. ;-)

      Der Wagen würde ja schneller laufen, wird aber elektronisch abgeregelt. Nun habe ich voriges Jahr festgestellt, dass dieser Prozess deutlich später einsetzt, wenn ich das teure Shell VPowerRacing tanke, da kriege ich sozusagen noch 500 U/min mehr raus, bevor es ruckelt, das macht im Endeffekt 3-4 km/h mehr Vmax. Interessanterweise funktioniert das mit dem 100-Oktan-Sprit von Aral und anderen Anbietern nicht.

      Allerdings ist das kein Freibrief für Bleifuß, anders als meine beiden VWs vorher ist der BMW nicht wirklich vollgasfest. Ich bin anno 2004 mal in vier Stunden und fünf Minuten von Mannheim nach Hamburg gekesselt, da hat die Zylinderkopfdichtung eins abgekriegt. Und die Kolbenringe leider auch, woraufhin BMW mir einen Austauschmotor für 3500 € andrehen wollte. Ich habe in meiner Verzweiflung stattdessen einen italienischen Autoschrauber in Ludwigshafen damit betraut, zu gucken, ob da noch was zu retten ist, und der hats dann für 850,- wieder in Ordnung gebracht. Das war bei km-Stand 130.000 und seitdem ist die Maschine nochmal genausoviel gelaufen ohne Fissimatenten. Seit der Zeit habe ich auch nie wieder was in einer BMW-Vertragswerkstatt machen lassen. Das HU-Gedöns lasse ich alle zwei Jahre beim türkischen Autohaus hier im Ort erledigen (das sich ansonsten mehr mit hochpreisigen Karossen beschäftigt), da gibt es klare Ansage, was kann und was muss. Die Leute haben auch keine Veranlassung, mir irgendwas aufzuschwatzen, die sind wahrscheinlich froh, wenn sie meinen automobilen Schandfleck schnell wieder aus der Halle und vom Hof haben. ;-)

    • Oh, mein Rekord war Stuttgart-Plieningen - Düsseldorf, Am Wehrhahn
      2 Stunden und 20 Minuten an einem wunderschönen Sonntagmorgen mit einem 220er. Ich bin um fünf nach halber 7 bei der Traube losgefahren, direkt in eine Baustelle und dann Vollgas, auch durch jede Baustelle bis Düsseldorf-Mettmann und nur auf der linken Spur. War der echte Wahnsinn und Punkt 9h stand der Wagen beim Kornwebel, Sixt war gegenüber.

      Abgeregelt fahren würde ich mir nicht gefallen lassen, entweder ist das Auto so schnell, dann möchte ich das an den wenigen Strecken, wo es möglich ist, auch fahren können oder es ist nicht so schnell. Dieses Reinreden finde ich unmöglich.

      Ich hatte als Alternative zum Fahren den 220er (der auch locker 220 lief und beim Überholen richtig Stoff gab, nicht so wie mein Gürkchen) von meinem Exmann, der sich von mir liebend gern kutschieren ließ und so habe ich manche Tour zu Schwiegermutter nach Haslach im Kinzigtal oder auch mal Leipzig absolviert.

      Reparaturen, mir ist stadtauswärts bei McDonalds auf der Grafenberger Allee eine junge Agenturmieze mit dem Firmen-Alfa in die rechte Seite meines Corolla gerauscht… volle Breitseite, sie wollte nur mal rüber zu MD. Ich hätte einfach überholt. Der Polizist fragte sie dann, ob sie irgendwo ein Überholverbotsschild sähe. Nun ja, war ein Schaden von über 4.000 Euro und den hat der Schrauber hier in der Märkischen Straße erledigt.

      .
      Zu Qualitäts-Fachwerkstätten: Bekam eine Einladung zu Toyota wegen des Beifahrer-Airbags, also auf in den Höher Weg und das machen lassen. Drei Wochen später kommt eine Rechnung Einlagerung der Sommerräder??? Die hatte ich in der Garage stehen. Bei denen angerufen, sind Sie sicher, dass das meine Räder sind, ja. Denen erklärt, dass die mir nicht gehören, also ein Irrtum vorliegt. Nach 4 Wochen ein Anruf, ich hätte doch Räder eingelagert… mir kräuselte sich schon das Nackenhaar. Dann hatte ich ein halbes Jahr Ruhe und wieder eine Rechnung über die weitere Einlagerung.
      Bei Yvel/Levy angerufen, ob ich die Räder abholen könne, ja natürlich, also habe ich mich meinen Wagen geschwungen und die Räder abgeholt, Alufelgen mit Contireifen, zufällig genau passend für meinen Wagen. Dann gleich den Höher Weg in die andere Richtung gefahren und die Räder wechseln lassen. Also nix mehr mit Reifen von den Stahlfelgen umfummeln und auswuchten und was dann immer alles fällig wird.
      Nach dieser vertrauenbildenden Maßnahme würde ich nie was bei denen kaufen oder reparieren lassen.

    • Oha,
      das ist schon recht sportlich. Bin neulich samstagabends in 2 Stunden von Weinheim nach Meerbusch gefahren, da bin ich allerdings fast nur da gerast, wo es erlaubt war, ansonsten maximal 20 über dem jeweiligen Limit. Interessanterweise war da zwischen Wiebadener Kreuz und Kreuz Leverkusen auch ein Lambo mit Schweizer Kennzeichen unterwegs, der es auf freier Strecke immer ordentlich krachen ließ, mir aber nicht dauerhaft davonfahren konnte. Dafür war einfach zu viel los (es war mal wieder halb Holland unterwegs). Das tröstet mich dann immer darüber hinweg, dass ich mir damals nicht den 323er mit sechs Zylindern gegönnt habe. Es hätte auf nur sehr wenigen Fahrten wirklich einen großen Unterschied gemacht. Selbst mit dem 316er kann man bei der normalen Verkehrsdichte auf der A 3 gut links mitfahren, wenns hoch kommt, werde ich auf dem Weg vom Ober- an den Niederrhein vielleicht zwei oder drei Mal überholt (und ich mache durchaus Platz, wenn wer Schnelleres kommt).

      Ah, der Yvel. Der war selbstredend auch der Haus- und Hoflieferant beim Brötchengeber meiner Frau. Unseren Kombi zum Probefahren mussten wir allerdings nicht am Höherweg holen, sondern in der anderen Dependance kurz vor Garath. War zwar lästig, hatte dann aber den Vorteil, dass man schneller auf der Autobahn war.

    • Die 20 rechne ich auch immer drauf
      sozusagen die Märchensteuer, muss sein. Nur am Elzer Berg fahre ich anständig, ist zu schön zu beobachten, wie andere meinen, da tut sich nix und zum Geblitze kommt plötzlich die Polizei rechts aus dem Feldweg und follow me.

      Die Fahrt von Stuttgart war echt heftig, ich war völlig überdreht anschließend, aber Spaß hat’s gemacht. So früh am Sonntagmorgen war nichts los, ganz rechts die richtigen Sonntagsfahrer, die mich nicht störten und ich die nicht.

      Mit dem Corolla wäre so ein Unterfangen völlig aussichtslos. Mit dem 220er meines Mannes bin ich auch so gefahren, aber immer fein Abstand gehalten und nur, wenn mich einer so gar nicht vorbei lassen wollte, mal etwas dichter dran und zart die Lichthupe angetippt und wieder zurückfallen lassen, passierte aber höchst selten. Wenn mich einer drängelte, ich aber nicht weg konnte, weil vor und neben mir genug los war, habe ich auf den Mittelstreifen gezeigt. Ich hasse es, wenn ich das Nummernschild meines Hintermannes nicht mehr sehe und der womöglich auch noch das Handy am Ohr hat, passiert öfter als man glauben mag. Mein Mann meinte immer, du fährst wie ne gesengte Sau, aber anständig.

      Ich habe meinen Wagen übrigens vom Weigeler, seinerzeit der beste Händler bundesweit, mehrfach ausgezeichnet und nur, weil die Ausstellungsfläche in der Düsselthaler Str. zu klein war, ist der dann nach Leverkusen. Der Laden vom Levy, der hat seinen Namen ja nun richtig rum, ist mir sehr unsympathisch und der meine Airbagsache bearbeitete, meinte herablassend, dass ich den Wagen dann doch von Yvel hätte. Sie hätten den Weigeler beliefert, stimmte nicht, wie ein Blick in den Computer dann ergab, aber das ist so typisch Düsseldorf und überhaupt. Reichlich bescheuerte Leute hier.

      Jetzt haben wir so vom Schnellfahren geschwärmt, aber morgen auf die A3 wäre völlig sinnlos, ich stünde gleich im Stau in der Baustelle. Und die 46 mag ich nicht, in keine Richtung. Die Fleher Brücke mit dem Blitzer über alle Spuren und in beide Richtungen ist Wegelagerei.

    • Am Elzer Berg
      kann ich lt. Tacho knapp 110, ohne dass es blitzt. Seit ich an und zu das Navi an Bord habe, das die Geschwindigkeit basierend auf GPS anzeigt, weiß ich etwas genauer, wie schnell oder langsam ich tatsächlich unterwegs bin. Das Navi hat mich bei voller A 3 auch schon auf die A 59 geschickt, wo ich es bis Leverkusen gut laufen lassen konnte. Aber an Köln vorbei ist es so gut wie immer ziemlich zäh.

      Was die Fleher Brücke angeht, das wurde ja damals mit Lärmschutz für Anwohner begründet, dabei kam mir die Ecke gar nicht sonderlich dicht besiedelt vor. Ich weiß nicht, ob das wirklich so viel leiser ist, wenn da 80 statt 120 gefahren wird. Was bei der Flughafenbrücke viel Krach macht, ist das Badamm-Badamm am Anfang und Ende der Brücke, das würde auch beim Langsamfahren nicht leiser. Aber davon kriegt man hier allein deswegen nichts mit, weill die Flugzeuge zu laut sind. Und die haben kein Tempolimit. ;-)

    • Flugzeuge zum Anfassen
      habe ich in der Niederrheinstraße beim polnischen Bekannten erlebt, als er in einem Häuschen der Flughafenverwaltung seine Werkstatt hatte. Direktemang drüber weg, das wäre nicht meine Wohngegend, aber grad die Niederrheinstraße mit ihren Flächen hin zum Rhein ist sehr begütert besiedelt.

      In Reichweite der Fleher Brücke wohnen doch kaum Leute, auf unserer Seite stehen ein paar Häuser, die evtl. belästigt werden könnten, auf der anderen ist tote Hose, habe grad nach Bildern gekugelt.

      Navi und Geschwindigkeit, das muss ich mal mit meinem alten Navigon testen. Ich weiß gar nicht, wie lange ich das Teil habe, vor 6 Jahren nach Leipzig hatte ich es noch nicht oder nur nicht dabei? Aber so blöd und vergesslich könnte selbst ich nicht gewesen sein.
      Ein Jahr später bin ich damit nach Neuss zum Lukas-KH gefahren und ne andere Strecke, als das Navi wollte, zurück. Das Theater ist immer wieder schön, haben wir uns ja schon mal drüber amüsiert. Auf jeden Fall bestückt mit alten Karten, neue zu kaufen macht für mich keinen Sinn, also bekäme ich auch keine Umleitung auf ne andere BAB, wobei die 59 an den Elendsvierteln von Düsseldorf vorbeiführt, streckenmäßig also nicht sonderlich hübsch. Einmal gefahren, die Häuser in Garath gesehen, gedacht, da nachts besoffen nach Hause kommen und man ist aufgeschmissen.

    • catch me if you can...
      Jesus, all diese Experten hier….

      Peak ist bei Automobil immer in der Zukunft.

      Natürlich wurde nach dem Rost Desaster Ende der Siebziger Jahre unendlich in Qualität investiert, was dazu führte, dass die Produktionskosten unendlich anstiegen, was dann den Lopez auf die Bühne brachte, was der Qualität wieder geschadet, weil der einfach nur alles zurück auf Anfang der 70er Jahre.
      Whatever, heute halten fast alle Fahrzeuge locker 100 tkm ohne Reparatur, Rost ist, wenn, dann nur noch kosmetisches Problem, der Verbrauch liegt heute fast immer deutlich unter 10 Liter/100 km, an Board sind mehr Computer als bei Apollo 13, man kann heute mit 50 km/h gegen Baum und überleben und ein gewöhnlicher Vertreter-Diesel hat mehr Newtonmeter als ein 90er Jahre Porsche.
      Und auch das ist nicht Peak, denn Peak ist gerade Tesla wo Reparatur kaum noch Kosten, Verbrauch kaum noch Kosten und Newtonmeter mehr als alle Porsche bis ca. 2012.

    • Goodnight, 967 Nm und Elektronik
      ist ja gut und schön, in 2,3 auf 100 zu sein, aber ist das noch ein Auto oder eher ein fahrender Computer mit Internetanschluss? Und irgendwann das autonome Fahren, das ich bescheuert finde. Warum setzen sich die Leute nicht in die Bahn oder ins Flugzeug? Aber schön, dass Tesla unseren Autobauern zeigt, was man machen kann, ob die es auch noch gebacken kriegen… ich glaub eher nicht.
      Peak hin oder her, ich möchte kein E-Auto haben, nicht mal den schnellen Tesla.

      Im übrigen geht mir das ganze Sicherheitsgedöns auf den Keks. Nackenstützen nehmen einem das bisschen Sicht, das man evtl. noch hat, anschnallen vergesse ich meistens und Airbags sind in meinem Wagen zwar drin, aber haben wollte ich die nicht.

      Das Leben ist ein Risiko, die Dummheit und Dameligkeit anderer Leute auch. Sich darauf einstellen hilft beim Fahren mehr als alles andere.

    • into the great wide open...
      @Simon

      Yep, gestern Mittag beim Italiener neben dem Typen, der Tutti Frutti erfunden hatte, da sagte ich noch: Das autonome Fahren existiert schon lange, nennt sich öffentliche Verkehrsmittel, Taxis, Uber.

      Whatever, hinsichtlich Sicherheit durch Nackenstütze muss ich aus meiner Vergangenheit erzählen: Es gab die High School Queen in Virginia, die eine Bekannter meiner damaligen Freundin. Sie war 16 und schön und begehrt und aus reichen Elternhaus. Die Zukunft lag ihr zu Füßen. Also kauften ihre Eltern Ihr einen Volvo. Wegen der Sicherheit. Damals Anfang er 90er.
      Die junge Damen fand die Kopfstützen störend und baute sie aus.
      Eines späten Abend fuhr sie leicht angetrunken und berauscht in eine Kurve, verlor die Kontrolle und landete im Graben. Der Volvo war nur leicht verbeult und noch fahrtüchtig Sie war ebenfalls unverletzt…. außer dem gebrochenen Halswirbel…infolge der fehlenden Nachstürzte.
      Ihren Eltern bauten ihr dann ein Haus für ein Leben mit ElektoRollstuhl und lebenslanger Pflege.

    • Das ist eben das Restrisiko
      wenn ich auch nicht in der Lage der Frau hätte gewesen sein wollen. Wenn das Genick brechen, dann richtig.

      Wir igeln uns in den Autos ein, versuchen, durch Sehschlitze noch irgend etwas von draußen zu erhaschen, Bremsassis und weiß der Teufel, was die Technik heute noch so hergibt, sind umgeben von Airbags, ich denke immer, hoffentlich bekomme ich dann noch schnell meine Brille runter, ehe mir das Teil ins Auge gerammt wird usw.

      Warum zum Teufel müssen die Leute dann noch Auto fahren? Baut Oberleitungen und hängt die Sänften dran, wäre doch auch ne Möglichkeit.

  18. Wenig Britisches ...
    … gibt es diesmal zu sehen (das war in früheren Jahren anders),
    aber der weiße Jaguar und der Healey entschädigen etwas.

    GH

    • Das liegt nur an der Bildauswahl, ich habe aus Versehen zu viel Mercedes erwischt. Die Briten bringe ich, wenn es um den Brexit geht.

  19. ........
    Warum sind die Autos so hässlich ? Weil unsere Zeit seelenlos und hässlich ist. Es ist doch überall so. Wo werden denn heute noch Häuser gebaut die so gut aussehen wie das um die Jahrhundertwende oder davor ?
    Ein einfaches Zeichen ist die Frage was Touristen fotografieren, keiner von denen fotografiert den rationalen Brutalismus der 70er oder den gläsernen Größenwahn heutiger Zeit, fotografiert wird Schönbrunn und Co.
    Unsere Zeit hat Geld aber sonst nichts, wir werden regiert von Krämerseelen, die keinen Sinn für Ethik, Ästhetik, Religion und ähnliches haben, warum auch, wir haben dafür Iphones.

    Edmund Burke hat da mal was geschrieben was ich da für durchaus treffend halte:

    „But the age of chivalry is gone; that of sophisters, economists, and calculators has succeeded, and the glory of Europe is extinguished forever. Never, never more, shall we behold that generous loyalty to rank and sex, that proud submission, that dignified obedience, that subordination of the heart, which kept alive, even in servitude itself, the spirit of an exalted freedom! The unbought grace of life, the cheap defense of nations, the nurse of manly sentiment and heroic enterprise is gone. It is gone, that sensibility of principle, that chastity of honor, which felt a stain like a wound, which inspired courage whilst it mitigated ferocity, which ennobled whatever it touched, and under which vice itself lost half its evil, by losing all its grossness.“

    Heute gehts nur mehr um Kosten/Nutzen-Rechnung, Nutzbarkeit und Machbarkeitsstudien.
    So baut man aber keine Weltwunder, so baut und fertigt man keine Kunst, Kunst ist nicht rationalisiert (und entgegen landläufiger Meinung auch nicht unbedingt politisch) Kunst ist Schönheit und Fähigkeit.
    Sixtinische Kapellen, Dome und Dürers Hase werden nicht durch Rationalisierung oder mit klarem Blick auf die Rechnung gefertigt, sondern da brauchts wen dem das völlig egal ist.

    Mit Verlaub ich glaube Kunst passt nicht in eine Republik. Nicht umsonst war das republikanische Rom eine ausgenommen hässliche Stadt.

    • „Wo werden denn heute noch Häuser gebaut die so gut aussehen wie das um die Jahrhundertwende oder davor ?“

      Das könnte sich kaum mehr jermand leisten. bauen war damals erheblich teurer als heute.

    • Schon eher
      Mit den Häusern haben Sie schon eher Recht, wobei es großartige Neubauten gibt, aber für dieselbe Clientèle, die mühsam überlegen muss, ob lieber Porsche als Drittwagen oder AMG.

      Aber wenn man an die Reihen von Altbauten, die noch intakt stehen, in München, Hamburg oder Berlin denkt, muss man Ihnen zustimmen. Das Dekor war unterschiedlich, die Farben auch. Heute Betonplatten, in einer Fabrik gemacht, weiß gestrichen, alle gleich, die Bäder chic, aber uniform. Alles kubisch und vollkommen einfallslos.

      Bauen mag teurer gewesen sein, nicht aber das Grundstück. Außerdem wird das Bauen teurer durch langes Geplänkel mit Behörden zum Beispiel um Bäume und welche Sorte neu gepflanzt werden darf. Die Gestehungskosten dürften auch deutlich höher sein, vielleicht wird wegen dieser drei Faktoren im Endeffekt beim Bau gespart, indem man ihn vereinheitlicht und Fertigteile verwendet.

      Beklagen muss man sich also über Makler und Behörden, die sich mindestens 10 Prozent abgreifen, außerdem bei Grundstücksspekulanten. Und dann noch bei der EZB, denn wenn es sich nicht mehr lohnt, sein Geld anderweitig anzulegen, ja, man sogar Strafzinsen zahlt, während die Aktien dümpeln wie ein Meer bei Beaufort 4, ein wenig hoch, ein wenig runter, dann kann man die Grundstücke auch erstamal liegenlessen, nicht wahr. Wir würden das alle so machen.

    • @Don
      Bauen war damals sicher teurer aber zu einem guten Teil auch weil ich viel mehr Leute brauchte und technisch weniger Möglichkeiten hatte.
      Wenn man sich aber z.B. die Bauten ansieht die in Österreich noch um die Jahrhundertwende im Kaiserreich gebaut wurden, das sieht auch ganz ordentlich aus, selbst bei Funktionsbauten.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_B%C3%B6rse_(Geb%C3%A4ude)#/media/File:B%C3%B6rse_Wien_02.jpg

      Das da z.B.

      Ich bin mir sicher das man da mit moderner Bautechnik zwar teurer als jetzt aber auch nicht astronomisch ganz ansehnliches zustande bringen könnte.
      Was uns fehlt ist da eher der verspielte Geist fürs Schöne der gerade im Kaiserreich vieles ausmachte, stattdessen gibts „quadratisch praktisch gut“ und das ist eben nicht sonderlich schön.
      Selbst der Historismus war da weit besser.

    • Da sagen Sie was
      „Wo werden denn heute noch Häuser gebaut die so gut aussehen wie das um die Jahrhundertwende oder davor ?“

      Ich habe das Pech, in Stuttgart zu leben (nun, nicht nur Pech – in Bezug auf vieles anderes ist es Glück), wo derart viele Bausünden zu besichtigen sind, dass es mir jedes Mal die Gänsehaut den Buckel ‚runter jagt. Selbst wohne ich allerdings in einer schönen Villa um die Jahrhundertwende (19. auf 20.) und arbeite auch in einer solchen.

      Was ich grauenhaft finde, ist, dass so viele wunderschöne alte Häuser so skrupellos abgerissen worden sind, als ob der Krieg nicht schlimm genug gewesen wäre, um dann „praktische“ Bauten zu „errichten“. Selbst die schöne Markthalle ist nur ganz kurz vor knapp vor dem Abriss gerettet worden. Dieses schwäbische „praktische Denken“ ist mir so was von verhasst …

    • In Düsseldorf sehen die neuen "Quartiere" alle ziemlich gleich aus
      Ob das nun die Heinrich-Heine-Gärten sind, Le Flair am Derendorfer Bahnof oder nun das Gewurschtel an der Glashütte in Gerresheim, alles der gleiche Einheitsbrei, den ich mal untereinander gestellt habe.
      https://s6.postimg.org/sdah285kh/quartiere.jpg

      Und vor allem nur für etwas Betuchtere, das einzige mich überzeugende Argument sind die Deckenhöhen von 2,90. Wohnen möchte ich keinem dieser Ghettos.

  20. Äpfel und Birnen II
    Das stimmt so nicht so ganz. Mercedes AMG GT, BMW Z8, Audi RS 7 und 8, fast alle Porsche, Ferrari, Aston Martin. Auch damals waren diese Schlitten für Finanzkräftige zu haben. Die anderen Leute hatten gar kein Auto. Da heute viele ein Auto besitzen, sieht man auch Massenware.

    Die Bilder sind vom Feinsten. Der Delahaye ist natürlich wunderbar und die Geschichte interessant, danke.
    Ach vergessen: Der neue Alfa Quadrifoglio

    • Solange es Alfa halt noch gibt…

    • Dem Alfa-Lob stimme ich zur Hälfte zu,
      zur vorderen. Das Heck ist leider meist bieder.
      .
      Als hätte es beim Entwurf nur für die Front gereicht…

    • Na ja
      Auch das stimmt so nicht. Natürlich sind die Teilnehmer an dieser Veranstaltung eher besser betucht. Aber auch in der Masse gab es keine Massenware: Nehmen sie mal einen original VW Bully (z.B. Samba). Oder eine Borgward Isabella. Opel Olympia. Citroen DS. Auto Union 1000. Simca Aronde. DAF 600. 2VC. Oder noch kleiner: Isetta. Goggomobil. Kleinschnittger F 125. Messerschmitt Kabinenroller. Gutbrod Superior. NSU Prinz. Victoria Spatz. Fuldamobil…
      Meine Quintessenz: Wenig Massenhersteller, wenig Unterscheidungsmerkmale bei den Autos für die Massen (ja selbst die design-Chefs wandern z.T. von Hersteller zu Hersteller). Das war früher anders. Optisch sich absetzende designs gibts nur noch in Kleinserien, v.a. im Hochpreissegment.

    • Memories
      Mein Vater hat bei Telefunken immer die abgelegten Wagen der Direktoren gekauft. So hatten wir mehrere 220 SE Ponton (W 128) und 220 SE Heckflosse (W111) mit je 120 PS. Zum Schluss gab es noch einen OPEL Admiral.
      Mein erstes Auto war ein VW Transporter T1 Bj. 1963 mit 1200 ccm und 34 PS (bei Gegenwind nicht in den 4. Gang). Danach ein VW 1200 (Käfer) Export Bj. 1957 mit 30 PS (hatte mir ein Bauer geschenkt, um seine Scheune freizubekommen. VW 1200 Standard 1957: Seilzugbremsen, VW 1200 Export: Hydraulische Bremsen. Der stand über 10 Jahre in der Scheune. Erster TÜV: „keine Mängel“). Der hatte als Original-VW-Ersatzteil einen Holzstab mit Kerben, mit dem man vorne den Tankinhalt messen konnte. Da stand sogar die Ersatzteilnummer drauf. Ich habe mir oft den Spaß erlaubt, dieses Teil bei VW zu bestellen. Habe es aber nie wieder bekommen.
      Danach hatte ich eine Alfetta 1,8 l, bei der man mehr darunter lag als darin zu sitzen, einen Mercedes 190 E 2,3 l, der Klasse war, in Paris aber von einem Müllauto „gepresst“ wurde, und jetzt einen 350 CLS, den ich auch designmässig sehr schön finde, technisch ist der perfekt.

    • Totgesagte leben länger
      als Freund und Fahrer italienischer Autos sehe ich die Zulassungszahlen von Alfa mit dem gleichen Vergnügen wie die Bilder der alten Autos. Es heißt in Italien nicht umsonst „Macchina“.
      http://www.auto-motor-und-sport.de/news/neuzulassungen-mai-2017-anstieg-bei-neuwagen-4043247.html

  21. Nobel
    Dem Schreiberling den Nobelpreis verleihen.
    Falls kein Preis für Autoliteratur im Zeitgeschehen existiert muss
    dieser erfunden werden.
    Wie auch immer – Chapeau!

  22. Titel eingeben
    man kann ja auch noch einen Morgan kaufen, z.B. einen Morgan Plus 4

  23. Keine Angst. es wird wieder gefährlich....
    die E-Mobilität wird uns noch manch schöne Leich bescheren.

    Wenn sie an der Kreuzung seitlich mit mehr als 25 km/h gerammt werden, wird die Batterie gequetscht und aufgerissen und dann -Feurio.

    Mehr muss es laut Norm nicht können(wenn man mehr wollte müßte die Batterie kleiner werden oder gepanzert oder beides).
    Die Konstrukteure haben eh ein Problem, vorne keine Masse mehr, die Energie Schlucken könnte, statdessen eine Batterie die nicht angetickt werden darf.

    Das wird dann wie früher als man nicht wußte ob man ohne Vergaserbrand ankommt.

    • Die Loesung ist der E-Kaefer
      Kofferraum vorne, Motor pardon Batterie hinten. Alles Gute kommt wieder…

    • @anonymous content
      oder wenn sich im Innenraum etwas Knallgas (entsteht in Batterien) ansammeln sollte und der Fahrer Lust auf ’ne Zigarette bekommt-den Turbo-Boost wird man sehen und hören, so schnell kam der noch nie von A nach B (wo immer die dann liegen mögen).

  24. Das Aussterben des Rundscheinwerfers
    scheint mir ein ausuferndes Klagelied wert. Bei aller Aggressivität haben die alten Sportkarren dennoch immer ein freundliches Antlitz, was nicht zuletzt an den kreisförmigen Leuchten liegt. Anders gesagt: Es sieht alles noch humaner aus. Sämtliche Fotos zeigen das hier eindrucksvoll. Wer könnte sich etwa aktuell noch einen Supersportwagen wie den 1966er Lamborghini Miura auf dem sogenannten Markt vorstellen, der sogar Wimpern um die Schienwerferaugen trägt?

    • Ja, die Oldtimer gucken zumeist freundlich - und oftmals grimmig
      oder gar wie mit herunter gezogenen Mundwinkeln die Autos heutzutage. Zudem war ein weiterer Unterschied die Möglichkeit, bei den einfachereren Motoren noch einiges an Reparaturen selbst machen zu können, während das heutzutage gänzlich unmöglich ist und man ganz schön blöd dasteht, wenn es mal nicht will, das Auto. Und den Herstellern über den Kaufpreis hinaus hohe Wartungskosten zwangseinbringt.
      Wie wird es denn erst sein, wenn so ein Batterieauto dann mal an ungünstiger Stelle seinen Geist unvermittelt aufgibt und man den Wagen als Hindernis einfach irgendwo stehen lassen muss? Und wird es verschiedene Batterien geben, so wie früher verschiedene Handyladekabel?
      An sich ist das mit den Batterieautos ja schon deshalb eine gute Idee für Merkel, weil die Überkapazitäten aus den erneuerbaren Energiequellen damit zwischengespeichert werden könnten und der Stromkollaps damit eher ausbleiben würde – für den Käufer mit dem momentan erreichbaren km-Radius ist das Geschäft eher mangelbehaftet.
      Wie stellt man sich so eine Fahrt in den Urlaub, z.B. nach Italien, denn vor? Soll es wieder Wechselstationen geben, wie seinerzeit bei Thurn & Taxis?

  25. Als ich
    zum ersten Mal ein Oldtimer-Motorrad ankickte und fuhr, wurde mir sofort klar: Vorsicht, du sitzt auf einer Maschine! Verblüffend: Das war mir zuvor bei keinem anderen Motorrad aufgefallen.

    Ansonsten – „Der Prozess der Zivilisation“ (aka „Die Verhausschweinung des Menschen“) ist nicht aufzuhalten.

    Zivilisiertere Menschen würden sich darüber beschweren, dass ihr Fahrzeug keinen elektrischen Startermotor hat. Zukünftige Fahrer und Fahrerinnen werden – für eine sehr begrenzte Zeit – gar keinen Verbrennungsmotor in ihrem Fahrzeug haben. Sie juckeln dann mit einem aufgeblasenen Startermotor ins Büro … (wenn es nicht zu kalt dafür ist)

  26. Leitkultur für E-Mobilität, sorry tut mir leid !
    die haben wir unter dieser botschafterin der TELETUBBIE-Kleidung sicher nicht und werden sie auch nicht erreichen.

    der grund ist einfach: schräge typen wie Elon Musk hätte man schon längst aus BRDDR vertrieben, da stimmen einfach die simplen rahmenbedingungen für Entrepreneurship nicht mehr, vor allem nicht im vergleich zu den USA. das habe ich dem Wirtschaftsrat des KanzlerInnenvereins schon 2002 in einem längeren vortrag erklärt.

    für diese Leitkultur bräuchte mann oder frau
    1. flächendeckende infrastruktur
    2. passende fahrzeuge
    3. preiswerten strom ohne ende

    zu 1:flächendeckende infrastruktur haben wir nicht einmal beim schnellen internet und liegen da auf sehr schlechten plazierungen im internationalen vergleich.

    zu 2.: jedesmal wenn ich einen i3 sehe kommen mir die tränen, so traurig sieht dieses auto aus. und Tesla fährt man nicht, das hat man im depot.

    zu 3.: der EON-chef hat ja neulich mal klartext geredet wo wir da international stehen

    und für alle heute, für BurningBarbarba und alle in Bordesholm ein toller sound aus dem grünen digitalen orbit, alles in grün denke ich………..

    https://www.youtube.com/watch?v=ZpRpLNg_fng

    • E Mobilität
      Hola Django, ich widerspreche Ihnen ja ungern, aber in punkto e-Auto hab ich u.U. noch Vorsprung. Als ich noch in D war 2016 fuhr ich den „Tesla für Arme“ vulgo B 250e.
      Zum Ersten, die Infrastruktur ist weitestgehend vorhanden(Im Privaten zumindest) Ich habe/hatte einen Anschluß 3×50A und sogar die Reihenhaussiedlung hat bei uns 3×30A in der Regel.
      Zum zweiten passende Fahrzeuge gibt es. Renault ZOE z.B. lässt sich sogar mit 40 kw laden, dreiphasig.
      Tesla kann 16,5 kw und meine Bklasse konnte 11 kw dreiphasig. Damit war die Lademöglichkeit in den seltensten Fällen eingeschränkt.
      Und was die Reichweite betrifft, wann fährt man am Tag wirklich über 150 km?? Fast nie ! Wir als fünfköpfige Familie sind nur in Ausnahmefällen an Grenzen der Reichweite gestoßen.
      Gut mit dem i3 kann ich Ihnen Recht geben, der würde für mich auch komplett ausfallen. Gut gemeint usw. va versäumt BMW, meiner Meinung, einen i5 oder i7/8 oder so hinterher zu schicken!!
      Also wenn Elektro, dann das Original!

    • Gestern Abend in PlusMinus schön zu sehen
      wie weit es mit der Mobilität bei E-Autos immer noch nicht ist. Eine Fahrt von Süd nach Nord und das Elend der fehlenden Zapfstellen. Ist mal eine da, passt der Stecker nicht oder die Zapferei hört mittendrin auf. Dazu die regionalen Unterschiede und weiß der Henker, was alles hinderlich ist. Der Fahrer hatte 60 verschiedene „Tankkarten“ und das seien noch nicht alle, die auf dem deutschen Markt zu haben sind. Gefahren wurde mit einem Nissan, gefördert mit der E-Prämie.

      Weniger Probleme haben Teslafahrer und noch weniger Probleme haben die Holländer, seit Jahren überall Zapfsäulen, die auch passen. Argument der Holländer, man habe keine eigene Autoindustrie, die da reingeredet hat.

      Nun will sich die deutsche Automobilindustrie doch tatsächlich evtl. auf einen Anschluss einigen.

    • Und vergessen wir bitte nicht die Urlaubs-, Mittelstrecken- und Fernreisen,
      denn nicht überall gibt es einen Gleisanschluß. Und Fliegen, naja…
      Beispiel Hauptreisezeit im Sommer, Autobahn nach Süden und zurück. Tankstelle mit 16 Zapfsäulen mit jeweils teils längeren Schlangen, jeder braucht erfahrungsgemäß 5-10 Minuten zum Betanken seines Gefährtes. Und alternativ die mindestens 30-60 Minuten der E-Cars mit Schnelladefunktion bei ca. halber Reichweite. Wieviele Ladesäulen mit Stellplätzen bräuchte ich?
      Bedenkt man nun die Energiedichte eines Kilogramms Akku und eines Kilos Benzin, so wird schnellsten klar, wo das Problem liegt. Denn sie brauchen die gewisse Menge Energie unbedingt, um sich fortzubewegen, trotz Carbon und anderen Leichtbauvarianten.
      Von so Nebenschauplätzen, wie Flächen-und Ressourcenbedarf (Beton, Kupfer, „Seltene Erden“, Lebensdauer und Verwendung von unbrauchbaren Akkus) für die noch zu schaffende Infrastruktur will ich gar nicht reden. Denn diese wären auch in dicht besiedelten Wohngebieten ein Ausschlusskriterium für E-Mobilität.

      In Städten und Ballungszentren mit kurzen Wegen macht das bei beispielsweise Taxis, Zustellern, Pflegediensten, Lieferfahrzeugen oder kommunalen Fuhrparks durchaus Sinn. Aber nicht im Inidividualverkehr. Jedenfalls absehbar nach dem derzeitigen Stand der Technik.

      PKW-Akkus taugen einfach nicht als Energiespeicher, schon wegen der Lebensgewohnheiten der Benutzer, und solang keine andere nennenswerte Speicherkapazität erfunden oder entdeckt wurde, wird das alles nix.

      Prinzipiell macht es durchaus Sinn, sich bei der Betrachtung der Energieversorgung der Zukunft mit den Begriffen „Energiedichte“ und „Erntefaktor“ zu beschäftigen.

    • @simon und Butter
      Ja Frau Simon diese Probleme gibt es Überland. Weniger die Stecker, denn Mennekes Typ 2 ist, eigentlich flächendeckend, vorhanden, aber der Wahnsinn sind die Ladekarten, alle 50km eine Neue so ungefähr. Ich habe mir dann selbst ein Ladekabel gebastelt, das man an jede CEE Drehstromsteckdose anstöpseln konnte, somit konnte ich an jedem Bauernhof, Handwerksbetrieb oder Gaststätte anschließen.
      Ja Herr Butter, die Probleme, die Sie beschreiben sind mir nicht unbekannt, aber wer fährt denn mit dem E Auto in den Urlaub? Dies ist halt, außer bei Tesla, noch nicht möglich. Man hat doch (fast) immer zwei Autos. Und als Zweitwagen ist E Fahrzeug perfekt, wir konnten problemlos über 90% unsrer Fahrten damit abdecken, und das auf dem Land, Ostbayern. Und den sog. Ressourcenverbrauch, haben „konventionelle“ Fahrzeuge auch, in der Fertigung, vom Akku einmal abgesehen, sogar erheblich mehr. Aber diese Fahrzeuge kann man nicht „kostenlos“ an der eigenen Photovoltaik laden.

    • Eigene Photovoltaik?
      Wenn Sie hier nicht aufschneiden mit ‚E-Auto an eigener Photovoltaik laden‘ kann es sich kaum um ein normales Reihenhaus handeln. Damit Sie 40 KW in 3*400V-Ausführung hausgemacht anbieten können, brauchen Sie 200 m2 Photovoltaikfläche im Sonnenschein. Und Elektronik in der Preisklasse eines E-Autos.

      Natürlich funktioniert das prinzipiell, aber in ihren Posts klingt eine Leichtigkeit durch, die den grundsätzlichen physikalischen Gesetzen und einem durchschnittlichen Einkommen widerspricht.

    • @@problembär
      Na Sie haben sich ja einen tollen Nick gegeben. Also wenn Sie mich schon als Aufschneider bezeichnen, und einen, der die physikalischen Gesetze nicht kennt, dann aber ein bißchen fundierter bitte.
      Falls Sie 40 kw netto aus einer Photovoltaikanlage ziehen wollen, reichen 200 qm schon mal nicht! Da helfen auch gute Platten nichts, unter min 260 qm wird das bei uns nichts. Dann Elektronik für den Preis eines Kleinwagens brauchen Sie nur, falls es sich um einen alten Polo handelt. Ein Wechselrichter der 50 KWp verarbeitet und dreiphasig einspeist ist preislich bei ca. 3500 -5000 Euro z.B. der Kaco 50 TL3.
      Im Übrigen hab ich niemals geschrieben, daß ich ein Reihenhaus hätte.

    • Nicht so zimperlich, Problembär!
      Ob 200 oder 260 m2, ist ja kein so grosser Unterschied.

      Und für 5000 € gibt es schon schöne (’schöne‘) Kleinwagen in Beinaheneuzustand.

      Gibt es eigentlich Geld, wenn man einen Industriezweig in Kommentaren zu einem Blog ‚fördert‘?

      Wenn schon, Problembär, dann bitte alle Zahlen auf den Tisch. Wieviel kostet eine Anlage mit den 40 KW(p) zum Laden bei Sonnenschein (only)? Gut, wenn Sie nur eine oder zwei Stunden pro Tag fahren (und auch nur Laden, sieht es anders aus). Aber bleiben wir mal bei den 40 KW (die es ja auch nur theoretisch am sonnigsten Sommertag gibt)?
      Pi mal Daumen (Sie kennen die Zahlen sicher genauer) sind das so etwa 50.000 bis 60.000 €. Meinetwegen inklusive Wechselrichter.

      Mit einem modernen Motor also mit einem Gegenwert von Sprit für ca. 500.000 Km.
      Und ‚umweltfreundlich‘ ist die Herstellung der Anlage nicht; und eine begrenzte Lebensdauer hat sie auch.

      Es läge mir fern, gegen Solaranlagen zu argumentieren, übrigens.
      Es sollten dann nur alle Fakten auf den Tisch; und nicht ein Trugbild wie ‚Wir schaffen das (für alle, ab 2030)‘.

    • @@problembär formerly known as Uwe Dippel
      Sehr geehrter Herr Dippel, gut daß Sie sich outen. Ich lasse mich gerne auf eine Diskussion ein, aber das Gestänkere mit ohne Nick ist nichts.
      Nein es gibt kein Geld, und es liegt mir fern irgendeine Industrie aktiv zu fördern. Fakt ist, ich zitiere Herrn Alt äußerst ungern, aber in dem Punkt hat er Recht „die Sonne schickt keine Rechnung“. Was wiederum heißt jede Kilowattstunde die Sie selbst erzeugen kann der „Herr Eon“ nicht mehr mit Gewinn an Sie verkaufen.
      Und jetzt bleiben wir bei unserer fiktiven 40 kWp Anlage. Also so eine Anlage kostet heute ca. 40000€ alles inklusive außer Märchensteuer.
      Machen Sie fiktiv die Arbeit selber und holen sich günstige Platten u.U. aus dem Secondhandmarkt, realisieren Sie so eine Anlage unter 20000€. Und jetzt dürfen Sie selbst rechnen wieviel dann eine KWh kostet.

    • @problembär
      Nick tut mir Leid. Ich schreibe immer unter meinem Klarnamen.
      Ich hatte nur die geplante Überschrift in die Absenderzeile verplatzt.

  27. Dipl.-Ing.
    Sehr liebevoll geschrieben. Schöne Fotos. Eine große Freude !!!
    Herzlichen Dank.

    P.S.: Eine kleine Bemerkung – Autos „wie früher“ gibt es schon noch und werden auch heute noch gebaut. Siehe hierzu FAZ vom 3. April 2009. Überschrift: „Wo jedes neue Auto ein Oldtimer ist. Ein Besuch beim Sportwagenhersteller Morgan ist wie eine Zeitreise in die Geschichte des Automobilbaus…Auf der ganzen Welt findet sich vermutlich kein Auto, das länger gebaut wird als dieses (Morgan 4/4)…“

    Daran hat sich bis heute nichts geändert.

    Zu stolzen Besitzern eines Morgan +8 gehörten z.B. Mick Jagger und die BB… Ein Besuch auf der Morgan-Webside macht (fast) soviel Freude, wie der schöne Artikel über die Mille Miglia. Welche Autos heute z.B. von Herrn Westernhagen oder von Helene Fischer gefahren werden, weiß ich nicht. Ich vermute, kein Morgan. Zu unbequem…

    :-)

  28. Die Frage, warum ...
    … Autos heutzutage so aussehen, wird hier zwar nicht
    beantwortet, aber mindestens mal etwas tiefer
    erörtert:

    https://heise.de/-3395458

    Die in dem Artikel angesprochene Retro-Welle könnte
    von mir aus gerne mal die Auto-Designer erreichen.
    Beim Fiat 500 hat es geklappt, aber was VW und Audi
    so auf die Straße schicken …

    Citroens sahen auch schon mal interessanter aus.
    Und eine neue Renault Alpine macht noch keinen
    Sommer.

    GH

    • Citroens sahen auch schon mal...
      Volle Zustimmung – aber eine Firma muß auch mal ab und zu ein wenig Geld verdienen und dazu muß eine Autofirma Autos verkaufen.
      Wir hatten etliche Citroen in der Familie, z.B einen BX 19 GT, der ging wie der Teufel – leicht und ein drehmomentstarker Motor, Klasse Fahrwerk, Spitzenbremsen (Hydropneumatik halt).
      Das kantige Bertone-Design gefiel aber nicht jedem und das Armaturenbrett mit „Satelliten“, ganz ohne Lenkstockhebel, dafür mit Einspeichenlenkrad – au weia! Ich fand’s super, aber keiner hat es gekauft.
      Dann hat die Peugeot-Mutter ein klassisches Interieur verordnet – wie alle anderen halt auch – und die Verkaufszahlen gingen hoch.
      Mit dabei wie immer: die deutschen „Autojournalisten“, die auch schon einen #Aufschrei gemacht haben als früher (Horror!) Peugeot den Blinkerhebel auf der „falschen“ Seite hatte.

    • Au, wow!
      *Jetzt* geht mir das Herz auf, was es bei den Alphas und Bugattis nicht tat.

      Citroen, 2CV bis DS21 waren alle meine Autos. Leider auch werkstattaffin.
      Aber beide hatten eine sprühende Lebensqualität, und ich verstehe bis heute nicht, warum die Hydropneumatik sich nicht durchgesetzt hat. Einmal gefahren, immer fahren wollen, war das für mich.

      Neulich in den Pyrenäen, auf einer gravel road, habe ich sie wieder vermisst, als ich mit einem Langweiler-Opel rechts und links auf den Steinen fuhr, und die mittigen Gewächse, manchmal auch Steine, versuchten, die Bodenplatte aufzufräsen. Vor 40 Jahren hatte ich dafür in der DS ein Hebelchen, um die Beinfreiheit zu erhöhen.

      Und zwischendrin, auch beinahe ideal, einen Peugeot Kombi, mit Lenkradschaltung. Lenkradschaltung war auch so ein Ding meines Geschmackes, brauchte ich nicht einmal die Hand vom Lenkrad zu nehmen, mit dem kleinen Finger konnte ich vom Dritten in den Vierten schalten.


    • Hydropneumatik
      Oh ja, das war ein faszinierender Anblick, wenn das Auto sich aufstellte wie ein Maikäfer, der gleich losfliegen will. In den 80er Jahren hatte ein Nachbar mal sowas. Ich fand den Wagen sehr amüsant.

    • Lenkradschaltung
      Ja, das war ein Spaß! Das Auto, was Papa hatte, als ich gerade den Führerschein hatte, war ein Peugeot 504 ti. Mit Lenkradschaltung und Blinkerhebel rechts. Damit konnte man gleichzeitig schalten und blinken! Super!
      Das Auto war auch sonst (Peugeot gilt ja eher als bieder) den ach so tollen deutschen Herstellern weit voraus (wir sprechen von Baujahr 1971): Halogen-Scheinwerfer, Kopfstützen vorne, Automatik-Sicherheitsgurte überall, Einzelradaufhängung rundum mit Schräglenkern hinten, Kugelfischer-Benzineinspritzung, bei moderater Fahrweise 8 – 9 l/100km für 104 PS und reichlich Reserve in jeder Lage. Das Fahrverhalten (besonders im Winter) um Klassen besser als der 520er BMW, den wir danach hatten…

    • Hydropneumatik
      Das ist tatsächlich jammerschade, daß die nicht mehr gebaut wird! Tatsache ist, moderne Standardfahrwerke sind auch nicht schlecht und es gab/gibt etliche Werkstätten, die mit dem System nicht zurechtkamen. Tatsache ist leider, daß eine durchgerostete oder sonstwie undichte Leitung (egal wo) dazu führen kann, daß man kein Lenkservo, keine Federung und bald auch keine Bremse mehr hat (ein wenig Puffer ist vorgesehen).
      Tatsache ist aber auch, daß das ausgefuchsteste Modell, der Xantia Activa, bis heute (2017) den Zickzack des Elchtests mit solidem Abstand am schnellsten erledigt, vor Porsche, Ferrari, Audi R8 und you-name-it – und der ist von 1999!
      Ich hatte nur einen braven Kombi, aber die Souveränität des Fahrverhaltens war wirklich bemerkenswert. Zügig über die Landstraße? Da war ganz schnell niemand mehr im Rückspiegel. Heimfahrt während des Orkans Kyrill von Düsseldorf nach Frankfurt auf der A3? Gelegentlich kleine Lenkkorrekturen, dabei ein halbes Dutzend anderer Autos im Graben…

    • Astroklaus, Danke für die Unterstützung, und
      die Erfrischung der Erinnerung!

      Noch immer erfreue ich mich der alten französischen Filme mit den DSsen! (Nicht nur wegen der DSse, allerdings!)
      In Louis de Funès ‚Les aventures de Rabbi Jacob‘ gibt es ein paar schöne Szenen, in denen man das Fahrverhalten sehen kann, insbesondere auch gegen Ende.

      Ingenieurtechnisch gesehen, ist jedes System einer Radaufhängung ideal, das kein Masse-Feder-System ist, und daher auch keine Eigenfrequenz hat.
      Andererseits kannte ich einige Frauen, denen es in der DS übel wurde. Warum, weis ich nicht. Wahrscheinlich fehlte das gewohnte Schaukeln?

    • Citroen C11
      Aus der Werbung für Citroen „Vorderradantrieb“ von 1938:

      Man fährt 90 Sachen, ohne Gefahr!

      Dank des Vorderradantriebes krallen sich die „Citroens Vorderradantrieb“ in die Strasse, in den Kurven genauso, wie auf den Geraden und sie können Kurven in einer Geschwindigkeit nehmen, wo alle anderen Autos von der Strasse fliegen.
      Jahre an Erfahrung zeigen, dass man mit einem Vorderrad-Citroen in Kurven keine Überraschungen erlebt, ganz gleich, wie schnell man sie anpackt.
      Sie werden sich von der Leichtigkeit der Zahnstangenlenkung überzeugen lassen, die so hochqualititiv ist, das ein junges Mädchen sie bedienen könnte, und damit 4 oder 500 km fahren könnte, ohne müde zu werden.
      Während einer Probefahrt werden Sie es nie hören, wenn sie schalten, nichts vibriert, obwohl die Citroen Motoren brilliante Beschleunigungen haben:

      Der „7“ fährt 100
      Der „11“ fährt 106
      Der „11 leicht“ fährt 112

      Diese Wagen erfüllen mühelos gehobene Ansprüche, was man selbst von viel grösseren PKWs nicht immer sagen kann.

      Ausserdem gibt es keine vergleichbaren grossvolumigen PKWs, die so sparsam sind, wie die Citroens:

      Der „7“ verbraucht nur 9,8 Liter auf 100 km, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 60km/h.
      Der „11“ verbraucht nur 11,4 L / 100 km, Durchschnitt 65 km/h
      Der „11 Leicht“ verbraucht 10,8 Liter/100 km, Schnitt 65 km/h

      Was den Ölverbrauch betrifft, der ist zu vernachlässigen. Gerade mal 100 ml auf 100 km.

      Die Vorteile des Citroen Vorderradantrieb:

      -Dach aus versiegeltem Edelstahl
      -Flacher Boden
      -rückwärtiger Kofferraum von aussen und von innen erreichbar
      -Sicherheitsbremsen
      -Federung mit einstellbaren Torsionsstäben, wartungsfrei
      -Einzelradaufhängung
      -hydraulische Stossdämpfer vorne und hinten
      -Motor mit herausnehmbaren Zylinderlaufbuchsen, die das sonst erforderliche Nachschleifen verhindern
      -zahlreiche Extras
      -superkomfortable Michelin „Stop“ Reifen mit Wellenprofil, die das Rutschen verhindern.

    • Viel Citroen fürs Geld
      1938 kostete der billigste Citroen, der 5-sitzige „7“ 22 500 französische Francs, umgerechnet zum Kurs 1938 (100 FFR = 7,17 RM, 1 USD = 2,47 RM) 650 US Dollar.
      Der teuerste, der 11er Cabriolet kostete 31 500 Francs, das waren 914 US Dollar.
      650 US Dollar 1938 sind heute 25 100 $ US, 914 Dollar 1938 entsprechen 35 300 US Dollar 2017.

      https://is.gd/5PFMhD
      https://is.gd/J1qn6v
      https://is.gd/sc4xAw

  29. Das Pflaster!
    Die Bilder sind natürlich wieder wunderschön, aber man beachte auch das Pflaster unter den Autos. Gibt es solch schönes, abgeschliffenes Natursteinpflaster irgendwo auch bei uns oder muß man dafür nach Italien?

    Anmerkung zu alten Autos: ich hatte 50 Jahre lang einen Käfer mit Schiebedach Bj 1958. Ich habe den jetzt verkauft, weil ich immer größere Angst hatte, daß mir einer reinfährt und sich dann die Lenksäule in meinen Brustkorb spießt. Man kann eine Ausfahrt bei viel Verkehr dann nicht mehr entspannt genießen.
    Grüße Uli

  30. Memo an die Weggucker
    Kleines OT. Irgendwie ging das weitgehend im Gipfel unter. Wie zynisch muss man sein, nur noch über Trump, Brexit, Märkte und Gipfel breit zu reportieren? Das heute in Kabul gehört vermutlich dazu, denn die indonesische Botschaft lag dem Geschehen am nächsten.

    Ich meine aber nicht Sie, Don, Sie sind Feuilleton, und es ehrt Sie, dass Sie trotzdem oft dezidiert politisch werden.

    https://web.de/magazine/politik/arbeit-helfer-marawi-schreckliche-situation-32352396

  31. Vom Hocker gehaun.....
    „Heutige Autos sind Ausdruck von Solidität und Sicherheit, so eine Art motorisierter Bausparvertrag mit Rädern.“

    Auf so eine Formulierung muss man erst mal kommen! Wahnsinn!

    Und:

    „Es ist eine wunderbare Welt der Technik, in der wir leben. Wir müssen nicht reisen, wir sind ohnehin immer mit allen über Smartphones in Verbindung, die genauso identisch wie die Autos aussehen und genauso austauschbar sind, wie Menschen und ihre Arbeit am Bildschirm.“

    Und: Der ganze Rest.

    Ich bin begeistert über ihre Kolumne; wenn ich jeden Satz, der mich vom Hocker haute, zitieren würde, müsste ich ihn komplett zitieren.

    Datt isses!

    Datt sind sie, die vom ganz großen Abenteuer sprechen, wenn sie zu mir ins Land kommen, ein Auto mieten (kann ich damit auch über Schotterstrassen fahren?) alles kontrollieren (watt, dett Ding hat ja keen Navigationssystem!) und dann an Seilen gesichert (!) wie Tarzan von Baum zu Baum am Kabel rollen und sich vorkommen wie Herkules, der den Löwen besiegte.
    Und das exotische Essen auf dem Tisch wird direkt per irgendwelche Affen, Apps sagt man wohl, umgehend zu den Freunden nach Deutschland gefilmt, die fressen quasi gleich mit (alles schon erlebt). Und zuhause dann ins Osterei aus Korea steigen, den neuen Wagen, von Papa eingefahren und von Mama vorsichtig gebraucht und immer schön poliert, weil, der janze Stolz isset.

    Don Alphonso, ist es ihr Text? Sind es die tollen Fotos? Mir ist alles ans Herz gegangen! Rundum. Eine Orgie an Wollust, die sie da hingelegt haben, uns zu begeistern.

    Foto Nummer zehn hat mich besonders berührt. Ein Bekannter von mir, Gringo, alter Koreakämpfer, hat sich auf seinem Grundstück zwei Picinas eingelassen, also Pools, und die Verbindung bestand aus einer Bambusbrücke, die er die „Brücke am Kwai“ taufte. Und im Haus, in einer Halle, hatte er Oldtimer. Autos und Motorräder. Ich war umgeworfen. Eines wie auf Bild 10, nur älter, Zweitakter, blubberte beim Anwerfen, herrliche traumhaft schöne Oldtimer. Er ist leider gestorben und seine Frau, eine tumbe Tica, die sich an seine Brust geworfen hatte, hatte keinen Sinn für diese Autos und ließ sie, lasst uns weinen, verkommen.

    Wenn sie ganz aus dem Herzen schreiben, erreichen Sie Höchstform mein lieber Don Alfonso, (auch wenn ihnen mein Lob sicher kaum wichtig ist, oder höchstens marginal).

    Was fuer ein Text! Mit Diesel geschrieben und mit Benzin gegurgelt. Und mit einer grimmigen Betrachtung des braven Wohlstandbürgers, der Nachts um 2 Uhr an der unbefahrenen Kreuzung auch artig als Fussgänger wartet, weil, die Ampel mit dem Händchenhaltenden Homopärchen zeigt ja rot. Und wenn er doch geht (ach lassen wir das…).

    Danke dass Sie mir den frühen Morgen so wunderbar eröffnet haben. Darf ich sie einladen zu einer Dschungeltour? Ohne Sicherheitsleine und sinnlosem Schlangenbissen-Set, dafür Querbeet quasi, dort wo krachend aus dem Unterholz nur der Tapir hervorbricht (und die Bande Brüllaffen gleich dazu)?

    Eine halbe Stunde nur, dann wissen Sie Bescheid was Dschungel ist (und wo kein Schwein, Pardon, Tourist jemals hinkommt). Auch nicht aus einem verstecktem Palazzo. So ähnlich ist es dann wie bei ihnen mit den Rennen. Eine Orgie quasi.

  32. Siebziger
    Noch in den Siebzigern gab es Kisten mit Charakter: morris 1300, mini cooper, volvo amazone, citroen ds, triumph tr6, saab 900 u.a.
    Ja, die Ansprüche, wo sind sie geblieben. Analog zu den KINKS: „früher war ich es gewohnt, Zigarren zu rauchen, heute lutsche ich Schoko-Mints“ (schlampig übersetzt: Auf der LP „low budget“)

    • Mag ja sein, daß in den 70 er die Schüsseln noch Charakter hatten
      aber wer könnte heute noch wie damals den Pflegeaufwand beispielsweise britischer Autos leisten: jeden Freitag waschen und Schrauben nachziehen.

    • In Erinnerung an
      Lucas, König der Dunkelheit…….

  33. Blog der sozial Bessergestellten
    Gut, dass ich runtergescrollt und in einem Kommentar vom Don gelesen habe, dass dies der Blog der sozial Bessergestellten ist. Vor 70 Jahren war die Office Managerin froh, wenn irgendwo der Postbus in Richtung Arbeitsplatz fuhr. Heute fährt sie ein Auto, das sie sich damals nicht leisten konnte.
    Ansonsten haben sozial Bessergestellte alle Möglichkeiten, sich zu differenzieren. Man kann auch heute noch einen Caterham oder Morgan Roadster kaufen. Die kommen vielen der oben abgebildeten ziemlich nahe.Fahrspaß pur. Garantiert ohne Airbags uns Abstandstempomat. Nur für Zwei. Mike, Claire und Chantal haben da keinen Platz.

  34. "motorisierte Bausparverträge"!
    Brillant!
    Nur in einem irren Sie : zwar sehen die smarrt-Phones gleich aus, aber- wie wir wissen- sind sie gerade das, was man zum Reisen mitnimmt (Also nicht die Pässe!). Sie werden quasi zum peinigenden Anlass der Reisen ohne Wiederkehr.

  35. Deutschland soll Leitmarkt werden für E-Autos?
    Haben die Konzerne denn nach all den Strafzahlungen in Milliardenhöhe an die USA noch Mittel für die Entwicklung? Hat man das eigentlich an Tesla und Google weitergereicht?🤗

  36. Langeweile
    Werter Don,
    nach langer Kommentarabstinenz wieder zurück…
    Vielen Dank für den Beitrag!
    Zwei Anmerkungen von mir:
    1. Die nichtsnutzigen Bälger sitzen mit dem IPad im Dakotaleder, DVD ist sooo 2007!
    2. Die Betrachtung der Langeweile lässt sich auf das ganze Vollkasko-Leben erweitern, das sich zwischen Kanzlei, Designerküche und Volawasserhähnen abspielt. Manchmal nur nach 3 Gin Tonic in den Armen eines verständnisvollen Escorts auszuhalten..um wenigstens mal dem Wattegefühl zu entkommen und wieder was zu spüren!
    Grüße aus dem Norden

    • das Wattegefühl
      wird doch im Norden mit Wind in den Haaren, am besten viel davon, und der Pinne in der Hand auf dem Weg zB nach Helgoland bekämpft! Und auf dem Weg in die Kanzlei mit dem echten Fahrrad beim Wettrennen mit fettleibigen 30jährigen auf Ihren Pedelecs.

  37. Titel eingeben
    Also: mein Leben ist ohne Glanz. Nur ein 6 Jahre alter 911 GTS und 3

    Carbon Räder von 6.7 bis 7.2 kg – da lande ich ja in der Kategorie der

    Mini Fahrerin mit dem Starbucks-Becher – man schämt sich schon.

    • Den 911 GTS verzeihe ich ihnen
      Warum Carbonräder?

    • Stimmt.
      Text eingeben

    • Warum Carbonräder
      1. Die sind teuer. Das ist das Sahnehäubchen auf dem i, wenn das i selber schon ein 911 ist. Was für ein Traum, Auto pur.
      2. Ohne Flax, Carbonräder sind Öko! Die fehlende Masse muss nicht beschleunigt werden und führt bei intensivem Stadtverkehr zu 10% Verbrauchsreduktion.
      DAS ist eine echte Win-Win, man kann seinem Ego freien Lauf lassen und hat ein gutes Gewissen.

  38. Früher war alles schöner
    Ach könnte man heute nicht Wagen wie den Jaguar XJ6 (Serie III) (1987), oder die DS 19 der 1950er Jahre neu auflegen. An des Diktators Mercedes-Benz 770 (W 150, 1938) darf man har nicht denken. Was waren das früher für Kreationen ! VW hat den New Beetle nun eingestellt; besser wäre gewesen, den alten Käfer weiter zu produzieren, ohne all den modernen Elektronik-Schnickschnack.

  39. Wahre Vielfalt war gestern - und heute?
    Noch ein kleiner Beitrag zum Thema Abwechslungsreichtum im Karosseriedesign, das uns der geschätzte Don hier in opulenten Bildern ans Herz legt:

    Einer der Gründe, warum uns die Autos der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts so viel individueller erscheinen, ist die heute kaum vorstellbare Vielfalt der Hersteller. Allein in Frankreich gab es einst über 1.000 (!) Autobauer Entsprechend waren die Technologiesprünge der ersten Jahrzehnte – übrigens ganz ohne Diversity, Inclusion und Work-Life-Balance, von diesen erst jüngst aus Übersee eingeschleppten Wahnvorstellungen wusste man im alten Europa noch nichts…

    Und auch wenn sich viele Autos der Zwischenkriegszeit speziell im deutschsprachigen Raum ähnelten, gab es abseits des Gewöhnlichen ein Vielfaches an Marken mit unverkennbarem Profil: Bergmann, Brennabor, Gräf & Stift, Hansa, NAG, Presto, Protos, Simson, Steiger, Steyr, Stoewer usw.

    Nie gehört? Genau – selbst die Klassikerszene hierzulande dreht sich heute gerade mal um eine Handvoll Marken. Auch hier schätzen offenbar viele Landsleute das Gefühl, nicht allein zu sein und alles richtig zu machen, wenn man im komplett auf neu gemachten Porsche oder mit kühner Tätowierung auf der Harley unterwegs ist…

    Mein Eindruck: je mehr in diesen Zeiten von Vielfalt und Individualität schwadroniert wird – ganz gleich in welchem Zusammenhang – desto eher darf man als Arbeitshypothese das Gegenteil davon als gegeben annehmen.

    Wer Spaß an noch mehr Fotos von richtig alten Autos hat – und zwar konsequent in Schwarz-Weiß – der findet hier fast täglich neues reichhaltiges Anschauungsmerkmal: https://twitter.com/Vorkriegswagen?lang=de

  40. Schön anzuschauen, ein Spaß für Distinguierte und Nostalgiker
    Merde, an den alten Chaisen war doch ständig etwas kaputt, rotto wie der Italiener sagt. Und die besitzenden Herrschaften von einst schraubten bei Gott nicht selbst, nein sie brachten ihre Wagen zu Lohnbediensteten. Richtige Schrauber waren bis 1989 allenfalls noch die Ostdeutschen und ihre WP-Blockkollegen. Ich kann gut darauf verzichten.
    .
    Nein, da loben wir uns, meist nur noch zu zweit, in alter Gewohnheit die geräumige Familienkarre für enge Parkhäuser und schmale Garagen mit Schiebetüren hinten. Geht auch mal eine Waschmaschine, 8 gelbe Säcke längs oder eine kleine Antiquität rein. (Berlingo), einziger Ausfall in 4 Jahren: Hupe (Kontakt unter Hupenknopf irgendwie oxidiert), ambulant vom Nachbarn erledigt. Heute Zierkappenwechsel im Rahmen Radwechsel, die irgend ein gehässiger Mensch kaputt getreten hatte. Basta. Beim Vorgänger: 1x Halogenbirne, dann mußte er wg. gelber Plakette scheiden.
    (DdH)

  41. "Heutige Autos sind Ausdruck von Solidität und Sicherheit ..."
    Sicherer, man mag es kaum glauben, sind die Autos heute überwiegend wohl, sieht man mal von Tata oder Landwind usw. ab, aber solide? Die Berichte der Prüfstellen sprechen da eine ganz andere Sprache. Und das schon bei der ersten HU – auch bei Premiummarken.

    Ansonsten, in 30 bis 40 Jahren wird es kaum noch Autos nach bisherigen Maßstäben geben. Und ob heutige Autos jemals ernstzunehmende Oldtimern werden, darf wohl bis auf ein paar Ausnahmen auch bezweifelt werden. Irgendwie haben wir älteren Semester doch richtig Glück gehabt, mit dem Frieden, mit der Musik, mit den Autos und mit vielem mehr, was es in Zukunft so nicht mehr geben wird.

    • Ich wundere mich immer bei Unfallfotos,
      wie es die neuen Wagen auseinander reißt, Motorblock rausgeflogen, der Wagen als solcher nicht mehr zu erkennen usw. und das soll solide sein?
      Wenn ich da an meinen BMW 700 denke, dessen rechten Scheinwerfer ich einem Linksabbieger in die Beifahrertür gerammt habe, was zwar zu zwei Totalausfällen führte, aber nicht zu solchem Matsch, wie es das heute ergäbe. Mir hat der Crash Beulen an der Stirn und Schulter eingebracht, dem anderen Fahrer ist gar nichts passiert.

      Einmal bei Februarnieselregen mit dem Mazda 303 einem uralten Polo mit dicker Stoßstange hinten reingerutscht und der Mazda wurde immer kürzer. Die Motorhaube faltete sich mir wie Pergamentpapier entgegen, die Kühlflüssigkeit lief auf die Straße und beim Polo war absolut nichts. Die Fahrerin sagt noch zu mir, ach ist nicht schlimm, der wird im April sowieso verschrottet…
      Denkste, die hat den Wagen für über 4.000 DM runderneuern lassen, obwohl wirklich absolut niente (auch der Polizist konnte nix sehen) an der Karre war.

    • Ihnen ist auch die Gnade des Vergessens gegben ;-)
      Beispiel Käfer: spätestens nach 10 Jahren massive Rostschäden. Abschmieren alle 2500 km, Ölwechsel alle 5000 km, Inspektion alle 15000, Vorderachsreperatur (Bundbolzen) spätestens nach 40 000, nach 6 Jahren verrostete Bremsleitungen für 100 000 mit einem Motor gab es ne Uhr. Wintertags bei Laternengaragen abends Batterie ausbauen, warm in der Wohnung lagern, morgens wieder einbauen. So schön die alten Schätzchen sind, aber nur als Freizeitbescäftigung und -vergnügen.

    • @Ulrich Dust
      Ölwechsel alle 5000km ist korrekt, musste man früher bei allen Autos. Und dazu noch, wenn man Einbereichsöle fuhr, im Sommer und im Winter das jeweilige Öl einfüllen. Das entfiel dann mit den Mehrbereichsölen.
      Den Rest halte ich für ein Gerücht. Abschmieren der Vorderachse haben viele mir bekannte Käferfahrer überhaupt nie gemacht, die wussten garnicht, was das ist. Das es beim Käfer „Inspektionen“ gab, ist sogar mir neu. Der Käfer war, wie der 2CV, ein Do-it-yourself-Auto.
      Die berüchtigten Achsschenkelbolzen konnte man selber nachstellen und wenn das nicht mehr ging, gab es ein Spezialfett, das so zäh war, das die auch nicht mehr klapperten.
      Was ich gewöhnungsbedürftig fand, war die 4 Trommelbremsen so einzustellen, dass das Ding nicht um die Kurve zog, jedenfalls nicht auf dem Bremsenprüfstand beim TÜV.
      Und wenn nach 100 000 + km, wie erwartet, das Ventil in den dritten Zylinder gefallen war (weil da der Ölkühler im Luftstrom lag, oder war es der erste Zylinder?), holte man sich für DM 50.- auf dem Schrott einen neuen. Ausgetauscht war der in einer starken Stunde (4 17-er Muttern und ein bisschen Gefiesel mit Kupplungszug, Gaszug und Benzinleitung. Das war’s).
      Was den Winter betrifft, waren meine VWs die besten aller Autos, jedenfalls bezüglich des Anspringens. Bei -30°C ist bei meinem T1 das Kupplungspedal immer unten geblieben, nachdem man draufgetreten hatte. Da habe ich mir einen Draht drangemacht, und es mit der Hand zurückgeholt. -30°C war ja zum Glück immer nur ein paar Tage lang. Angesprungen sind die aber immer, egal ob 6V oder 12V.

    • Die Gnade des Vergessens oder So wird's gemacht
      hatte mein Vater zu seinen Käfern zur Hand, nicht, dass er da viel zu tun gehabt hätte. Ich erinnere, dass er den Ölwechsel selbst machte, zu dem Behufe extra in der Garage eine Grube hatte. Aber sonst? Und in der Werkstatt waren die Käfer auch nie.
      Er fuhr übrigens nach dem Brezelkäfer dann grundsätzlich die Standardausführung, zusammengespart und bar bezahlt.

      So wird’s gemacht gab es für nahezu jeden Wagen der Zeit und heute sogar als E-Book.

    • Bücher
      Die Buchreihe hiess „Jetzt helfe ich mir selbst“ und die gibt es heute noch.

      https://www.motorbuch-versand.de/index.php/cat/c533_Jetzt-helfe-ich-mir-selbst.html

  42. Titel eingeben
    „…diese verkniffenen Lampen…“

    Herrlich! Danke für diesen Text. Danke.

  43. Also Bild #3...
    zeigt doch schon mal ein schönes Beispiel sinnvoll eingesetzter Elektromobilität – ich hab sowieso das Gefühl, irgendwie sind diese Gefährte bei italienischen Rentnern der Renner.

  44. Titel eingeben
    Am Sonntag hatte ich einen Kollegen zu vertreten. Als er von seinem Auswärtsdienst zurückgekommen war, fuhr er mich mit seiner Citroen Déesse ohne Gurt und Nackenstütze nach Hause.

    Welch ein schöner Sonntag! Er weckte Erinnerungen an einen Kollegen meiner Mutter, der den Bruder und mich über städtisches Kopfsteinplaster durch eine Alle nach Zuffenhausen zu Porsche fuhr, wo sein Wagen auf die Mille milia vorbereitet worden ist. Wir schauten auf den Tachometer. Das war doch was anderes als der väterliche VW. Ich sehe die Straße hinter Feuerbach wieder vor mir – als ob es eine Schwarz-Weiß-Photographie wäre.

    Ja, die Farben auf den Bildern oben. Mußte das sein?

  45. Laute Technik
    Mich hat es wieder auf’s Land gezogen, als ich nicht einmal mehr die Trompete üben konnte, von den größeren Kalibern ganz zu schweigen. Meine kakophone Horrormusik höre ich ohnehin außerhalb des Wochenendes nur über Kopfhörer. Dafür dürfen die neuen Deutschen hübsch laut sein, was dann als bunte, vielfältige und lebenslustige Kultur gut geheißen wird, ganz im Gegensatz zu barocker Blasmusik oder Black Metal. Mein motor- und maschinenenliebender Bruder ist deshalb gleich auf dem Land geblieben. Ich habe den Verdacht, dass sich auch deshalb Ingenieure eher im Grünen niederlassen, weil sie dort noch ein bisschen Freiheiten bzgl. lauter und gefährlicher Dinge haben.

    • Kakaphone Horrormusik ...
      ist es was, wir in der TR von akp zu hören, gar gewzungen werden, momentan und ich hoffe und wünsche sehr vorübergehend. Da hilft es auch sehr wenig, wenn man beide Ohren zu macht, trotzdem hört man den aufdringlichen, impertinenten Geschrei des Müezzins, in einer fremden Sprache, bloß nicht in Türkisch.
      Der Atatürk war kein verwirrter Geist, war weder in persönlichen noch in politisch-philosophischen Dingen in Widersprüchen verwickelt, wusste ganz genau was zu tun war und hats durchgezogen. Tanzte auch ganz gerne, ich errinere nur an das berühmte Photo von ihm auf dem Titelblatt vom Londontimes, wo er auf einem Hochzeitsfest mit der Braut tanzt. Der Tanz, zivilisiertes Beisammen der Geschlechter, man muss eben die Offenheit und die Bereitschaft dazu haben und die Kultur der gegenseitigen Anerkennung der Geschlechter folgt dann darauf irgendwann. Ich habe den vorigen Blogartikel vom Don auch gelesen, jedes einzelne Kommentar dazu, vieles von dem was geschrieben wurde, kann ich nur zustimmen. Einigen Glaubensgemeinschaften fehlt einfach auf eine katastrophale Art und Weise der gemeinsame Tanz der Geschlechter. Und sie tun nichts dagegen, von Selbstkritik auch keine Spur …

    • Genau so ist es!
      „eher im Grünen niederlassen, weil sie dort noch ein bisschen Freiheiten bzgl. lauter und gefährlicher Dinge haben.“

      Man muss allerdings weit genug raus. Die Städter sind schon weit vorgedrungen. Hier gab es schon Strafanzeigen wegen Tierquälerei weil man einen Waschbär in der Lebendfalle gefangen hatte …

  46. Hach
    Wie schön das wird, wenn ich in 35 Jahren meinen C 4 Cactus mit dem „H“ auf dem Nummernschild im Belpaese aufröhren lasse…

    • Interessante Vorstellung
      Vor allem die Frage, wie die Karre dann aussieht, wenn die Weichmacher ausgedünstet sind, die UV Strahlung ihr Übriges getan hat und das Zeugs bröselt. Gibt dann Mehari Feeling…

  47. Das Auto als Gebrauchsgegenstand
    Mein erster Wagen war ein gebrauchter Kadett B. Und damit war viel verbunden, die Freiheit einfach irgendwo hin zu fahren, das eingebildete Abenteuer, und einfach auch der Stolz das Auto zu besitzen. Es war etwas das man wollte, und wofuer ich mein Gespartes ausgegeben habe.
    In der Generation meiner Nichten scheint das ganz anders. Ein eigenes Auto ist nicht mehr wichtig. Klar, Fueherschein haben sie und meines Bruders Auto wird schon benutzt, aber es ist eben nur ein Gebrauchsgegenstand unter vielen. Das war eben bei ihrem Vater und mir damals noch anders. Uns haben die Kisten etwas bedeutet.

    • Tja, zu diesen Zeiten
      nahm man Pesonen und Dinge, die man sehen wollte, noch persönlich in Augenschein oder in die Hand.

  48. Die Büchse der Elaste - aus Plaste
    Die heutigen Autos sind mit viel Aufwand realisierte Entmündigung.
    Domestizierende Komfortkabinen auf vier Räder.
    Die Weiterführung der Freiheitsberaubung mit anderen Mitteln.
    Strafzettelgeneratoren.
    MuttiShuttel.
    Sklavenschaukel.
    ArbeitsbeschaffungsmaßnahmeDesign für Staubkornkontrolleure.
    Leibdienerphantasien.
    Die Kunst der Ratenzahlung.
    Monomanie der Moderne.
    Die Herrschaft der Einheitsformel über das Egoprekariat.
    Aufgebauchtes für Schmerbauchanwärter.
    Oberärztliche Hygieneillusionen.
    DasLebenistkeinWunschkonzertverkünder.
    Der WillezurVerschlimmbesserung.
    Formprobleme der Globalisierung.
    Die Welt und der Fahrersitz.
    Promoviergelegenheiten für Dellenkundler.
    Heckklappenmystik.
    Funktionsverdichtungseuphorisierungen.

    [ Ende des asthmaphobischen Telegramms: der Filterkaffee ist durchgelaufen:
    das Numero 84-Gefährt wirkt sehr attraktiv ]

    • Herzlichen Dank,ferry.
      Damit haben Sie das Notwendige in genialer Kürze gesagt.
      Trotzdem, oder deswegen, bringt mich ein schicker MORGAN, gefahren
      von den richtigen Leuten, echt in Wallung.
      In meiner barbarischen Jugendzeit sind von mir sage und schreibe
      3…drei…Karmann Ghia in einer einzigen Nacht zu Schrott gefahren worden.
      Stolz bin ich nicht darauf gewesen, aber so was überlebt zu haben,
      macht echt glücklich.

    • @ Rudi Meergans
      Oh, ich sehe zwei Handflächen vor’s Gesicht halten:
      drei Ghia’s geschrottet!

      Das zeugt doch von mutiger Unerschrockenheit, Beharrlichkeit und glücklichen Sternen.

      Andrerseits bringe ich bei dieser Nachricht einer erfreulich glimpflich überstandenen Jugendzeit merkwürdigerweise

      NYO perform Edgar Varese: Tuning Up
      https://www.youtube.com/watch?v=z0z19ZVBybM

      in Verbindung.

  49. die, die im dunkeln stehn
    wollen wir doch, werter DON, trotz aller hubraumeuphorie nicht vergessen, die smarten underdogs mit kleinmotorigen antrieben, die ich alle beifahren oder selbst befahren konnte……………………

    die süsse Iseta
    der Heinkel-Kabinenroller
    der Zündapp-Janus mit dem tollen raumkonzept
    der kleine Prinz4
    der schnelle PrinzTT

    oder gar der R4, das noch vom unvergessenen Graf Berghe von Trips am strand in Holland getestete allround-auto mit der knüppelschaltung……………..ich erinnere mich an eine fahrt mit einem Daimler-Betriebsrat, um eine Horst-Ehmke-SPD-Parteiveranstaltung zu stören……………..aus dem kassettenspieler erklang nicht etwas die Internationale, nein FJD sang für uns……………..

    aus dem digitalen orbit sende ich dieses lied an euch nach Bordesholm und nach Schwerin………………..

    https://www.youtube.com/watch?v=RQU8-0uLiw4


    • R4 – Revolverschaltung

    • Kleine Anmerkung
      Die Schaltung des R4 nannte sich „Revolverschaltung“ und die hatte auch der 2CV, nur das beim 2CV die Gänge genau anders herum lagen (1. Gang wie bei unserem „H“ links vorne, 2. Gang links hinten, 3. Gang rechts vorne, 4. Gang rechts hinten. Beim R4 war der Erste rechts vorne usw.
      Das war gewöhnungsbedürftig, wenn man, so wie ich, einen Bruder mit einem 2 CV (16 PS) und eine Freundin (200 PS) mit einem R4 hatte.

  50. do the capitalism...
    Als ich noch jung und schön war, da war da einer, der meinte, er wäre noch jünger und schöner. Das war mein Sportlehrer. Nennen wir ihn Herrn S.
    Herr S. war keine 20 mehr, auch keine 30, aber das ignorierte er, denn Herr S. war immer noch total fit und hip, obwohl es damals noch kein Hip gab, bzw. nur als Kindernahrung. Herr S. trug immer enge Jeans und kurzen Bluson und Poloshirts mit hochstehenden Kragen, und er fuhr, und das ist jetzt hier wirklich wichtig, so oft er konnte, seinen blaumetallic Renault Alpine vor, hinter und durch den Schulhof. Ein schönes Auto. Mit allem drum und dran: individuell, toller Sound, sportlich und legendär.
    Alle Jungen wollten haben und alle Mädchen wollten mit. Auch oder trotz Herrn S. am Steuer. Es gab dann nicht wenige dieser jungen Damen, die zum Sportunterricht ganz enge Höschen und Tops trugen…um dann nicht wenig später in diesem Renault gesehen zu haben sein sollten. Sagte man, damals, unter sich, war ja auch noch nicht Crime, wie heute.
    Ja, der Herr S. er war so ganz anders als der Herr M. Herr M. war mein Musiklehrer. Er war auch keine 20, keine 30 und keine 40. Und da machte er auch kein Poloshirt raus, er trug das alte Cordsakko, jeden Tag. Auf seinem alten Hollandrad, mit dem Anti-Atomkraftaufkleber, wenn er so oft wie möglich vor und hinter und über den Schulhof fuhr und wendete und zurück. Herr M. war natürlich kein Freund von Herr S., er war auch kein Freund von jungen Damen, denn er leitete den Knabenchor. Den er aber weniger hinsichtlich Gesangs denn mehr darin unterrichtete, zu verstehen, dass man keine Schallplatten von KISS kaufen dürfte, weil KISS offensichtlich Nazis waren, wegen dem SS in dem KISS.
    So stand ich dann da, noch jung und schön und unerfahren, zwischen den beiden Idolen des lieblichen Gymnasiums in dieser schönen Vorstadt. Und konnte mich nicht entscheiden ob ich Playboy oder Idealist werden wollte.

    Erst später begriff ich, dass beide Formen des Daseins nur verirrte Formen des Individualismus, für die, die die Moderne nicht begreifen. Denn die Moderne bietet den Kapitalismus als Form, in der man moderne Autos nach den Wünschen der Gattin zusammenstellen und zugleich Musik von alten Männern mit Kriegsbemalung ohne schlechtes Gewissen kaufen kann.
    Am Ende kauft man dann SUV und schaltet bei Spotify von einem Lied zum Nächsten und erfreut sich darin, dass man sich nicht festlegen muss, auf ein Image, auf eine Individualität, die einen begrenzt und ermüdet. Man kann all den Spass haben, ohne sich in alte laute Karren und enge Hosen/oder Cordsakkos und auf klappernde Zweiräder zu zwingen.

    • hip
      Doch, gab es.
      „hip“ oder „hep“ ist Sprache aus den zwanziger Jahren, in Jazzer- und Jazz-Spelunken-Kreisen: He’s a hep cat. Oder: a hip cat.
      In den fünfziger Jahren wurde dann das Adjektiv „hip“ zum substantivierten Hipster…
      …und in den späten Sechzigern zu Hipppie.
      In den Achtigern gab‘ s sogar ein Jazzlabel, das „Hep“ hieß, das veröffentlichte historische Jazzaufnahmen. Die Cover zeigten meist Bilder wilder Tänzer oder schick gekleidete ‚hep cats‘ der „Charleston“-Ära.

    • der Kapitalismus an sich und die Autonomie des Subsystems "Person"
      Goodnight, mit Verlaub, Sie äußerten, dass Sie kein Oxymoron mögen, das glaube ich – nach Ihrer kurzweiligen Erzählung von 2 Lehrertypen und Ihrer SUV-sozialverträglichen nur latent snobistischen Lebenswegkonklusion daraus – nicht.

      Ihr Kapitalismus ist ein Oxymoron.

      Don Alphonso gelingt es auf seinem Blog aus unser aller Spleens eine bunte, blühende Wiese des Lebens zu verfertigen (Kontingenz inclusive).

      Mao schaffte das mit seinen 100 Blumen, die blühen sollten und Walter Ulbricht mit den 1000 kleinen Dingen nicht ansatzweise.
      Der Link verweist auf die 1000 kleinen Dinge 1960 in der DDR http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43065304.html

      Das es auf dem personalen Entwicklungsweg unterschiedliche Ausgangslagen gibt, dazu ist u. a. über D. A. Blog hinaus, die Literatur nützlich z. B. die Rezension in der FAZ über Deborah Feldmann …http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/deborah-feldman-veroeffentlicht-ihr-neues-buch-ueberbitten-15037906.html mit dem schönen Abschluß „im aufnotierten Wort eine dauerhafte Behausung“ … zu finden.

      Im Prinzip gelingt es Don Alphonso immer wieder diesen „Überbau“
      im Schweiße seines Angesichts mit Rad und Fotos zu verfertigen. Danke (auch an alle).

    • Zwanziger
      „aus den zwanziger Jahren“
      Und nicht mehr lange hin, und man muss neunzehnhundertzwanziger sagen, damit niemand es auf die viel näherliegenden (zweitausend)zwanziger bezieht.
      Kinners, „einszweidrei, im Sauseschritt, läuft die Zeit, wir laufen mit.“

  51. Früher war nicht alles besser
    Aber manches schöner. Für das Bild einer überirdisch schönen 8C 2300 Monza auf freier Strecke erlasse ich Ihnen alle bisherigen Sünden. Solange Sie solche Bilder liefern, dürfen Sie schreiben, was Sie wollen. Auch stockkonservatives Zeug.

  52. Mal was anders
    Wie wärs diesmal, anstatt zu kommentieren ein Bild seines Wagens einzustellen, oder alternativ die hubraumgrösse anzugeben, am besten mit Euro abgasnorm

    • Bild seines Wagens
      und was mach‘ ich?
      Ich hab seit 17 Jahren kein Auto mehr. Ganz bewusst.
      Doch, sowas gibt’s.

  53. Zeiten und Räume ändern sich
    Die Abenteuer haben sich von der Straße in den digitalen Raum verlagert. Schließen Sie einen Vertrag mit O2 ab, bekommen Sie Probleme und warten Sie auf Hilfe. In der O2-Wüste liegen mehr Skelette rum als in der Sahara. Wenn ich in den 70ern mit meinem Fiat 128 in der italienischen Pampa liegen blieb, war das nächste Auto schon die Rettung zur Fiatwerkstatt im nächsten Dorf. Was ist abenteuerlicher?

  54. Ist unser vermeintlicher Wohlstand nur vorgekaukelt?
    Ich fahre jeden Tag durch wunderschöne badische und schwäbische Kleinstädte mit fantastisch verzierten uralten Häusern, prunkvollen Kirchen, detailverliebt verzierten Rathäusern usw. Das ganze ist stets umgeben von einer unheimlich langweiligen Melange aus Ein-, Mehrfamilien- und Funktionshäusern. Keins davon ist es auch nur im Ansatz wert über die geplante Haltbarkeit hinaus erhalten zu werden. Bei den meisten Wünsche ich mir tatsächlich den sofortigen Abriss.

    Wie kann es jetzt sein, dass wir uns, trotz all unseres Wohlstandes, es nicht mehr leisten können, so schön zu wohnen wie vor hundert, zweihundert oder fünfhundert Jahren? Ist unser Wohlstand womöglich nur oberflächlicher Natur wie die Pressspan Landhausmöbel von Ikea?

    • Trost?
      Ich empfehle die Filme der Serie TOPOGRAPHIE im Bayerischen TV (Mediathek), von Dieter Wieland.
      Oder die sporadischen (einmal monatlich) immer gut lesbaren Berichte in Abels Kolumnen (oaseverlag.de), er berichtet über seine Spaziergänge in Süddeutschland und die gefundenden Reste einer leider meist schon vergangenen, langsamen Zeit, aber auch über heutige Aktivitäten zum Erhalt schöner Dinge, inkl. das Essen, Spazieren, Übernachten…

  55. Holz, Kohle, Öl, Gas, Strom? Nö, die Zukunft der Mobilität sieht 'n büschen anners aus:
    94Ql8U0JHzg

    Die Langstreckenerprobung in Schwierigemgelände (ganz ohne Ironie, also im Wortsinne:) läuft

    http://video.dailymail.co.uk/video/1418450360/2012/09/1418450360_1858764581001_ISC-1-PAL.mp4

    (Zwischenergebnis Verbrauch: 30 Liter Wasser auf 66 Meilen)

    Die dazu benötigten Fachkräfte (Voraussetzung: Überleben bei Enormerkilometerfresserei) werden derzeit nach und nach angeworben.

    Prominenzvorhut aus Negronistan macht schon jetzt ger-ne re-gen Gebrauch von den neuen Möglichkeiten und übt fleißig

    http://video.dailymail.co.uk/video/mol/2016/10/14/5026085406690787653/640x360_MP4_5026085406690787653.mp4

    Aber psst, mich vorsichtig umguck, noch nichts ausplaudern, die Detailiertenpläne werden erst nach der Wahl bekanntgegeben…

  56. Unfair!
    Lieber Don, Sie vergleichen die Crème des damaligen Automobilbaus mit den Golfs von heute – das geht natürlich nicht. Eigentlich müssten sie den Bugatti von damals mit dem von heute vergleichen und Rennwagen sind sowieso eine eigene Spezies. Im Sportwagenbereich ist man durchaus in der Lage, tolles Design zu liefern – natürlich im Rahmen der heutigen Regulierung und auf Basis des jetzigen Sicherheits-Know Hows. Mein 2008er Jaguar XK erfreut jedenfalls meinen Blick an jedem Tag des Jahres.

  57. So nicht Freundchen
    Diese Seite wurde wegen Verherrlichung klimaschädlicher Technologie, Herabwürdigung aktueller Markenprodukte und Verunglimpfung moderner und toleranter Wählermilieus an jugendschutz.net gemeldet!

  58. Lieber Don,
    alleine für den Satz mit dem Mechaniker möchte ich Sie heiraten. Leider bin ich vergeben, und zu alt für Sie.

    Alles heute ist so austauschbar, man muß schon näher rangehen um zu sehen, welches Smartphone, Auto oder sonstwas das ist. Sogar beim Porzellan fällt mir das auf, alles irgendwie nichtssagend (bis auf die wenigen Klassiker, die es noch gibt). Oder schlimmstenfalls IKEA Starterset ;)

    Manchmal höre ich ein Dröhnen und schaue schnell, woher es kommt. Und dann sehe ich sie, die alten Autos oder Motorräder mit ihren unverwechselbaren Formen. Da werden Erinnerungen an alte Zeiten wach. Ach damals, da konnte man auch noch ins europäische Ausland fahren ohne dieselben Läden in den Städten zu sehen, die es hier gibt.

    • Nur keine Bange...
      …wenn die in Berlin und Brüssel so weiterwirtschaften wie zuletzt, dann sind wir bald alle nackt

  59. Oldtimer
    Hocherfreut, dass Automobile, die gerade über 20 Jahre alt sind, Ihre Akzeptanz finden. Selbst Besitzer eines BMW 325er Cabrios aus den ersten Jahren (1991) dieser Baureihe und schon mehrfach nach Verkauf gefragt worden. Keine Chance.

    Nur nebenbei: 9 Lautsprecher sind nicht genug. Meine Gattin fährt einen stromlinienförmigen A4 mit 18! Schalltönern. Gott sei Dank ist sie kein Fan von Helene Fischer.

  60. Leitmarkt?!
    Davon hatte sich doch Mutti verabschiedet. Nur die SPD-Miezen halten daran in Ahnungslosigkeit fest wie die Hersteller, um die Dieselaffären zu übertünchen. Vielleicht weiß ja Madame Sigeouline Royal in F Bescheid, die hatte ja die Idee mit der innovativen Solarmodulstraße zur Versorgung der Straßenbeleuchtung in Nordfrankreich als Pilotprojekt.
    .
    Liest sich fast wie das Rennen um den ersten verlässlichen Schiffschronometer zur Bestimmung des Längengrades durch John Harrison

    „Autos entstehen heute nicht mehr als zivile Version von Rennautos und deren Erfahrung, sondern durch Analyse der Kundenwünsche, Produktionsabläufe und Kostenreduktion.“ und „Fiat cinquecento und Mini“: Vielen Dank, lieber Don.

    Gabs da keinen SSK 500 zu sehen als Leittechnik?

    Gruß

  61. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
    so heißt eine Zeile in Hesses Gedicht „Stufen“. Die ersten Entwürfe sind oft die besten. Viele Köche verderben den Brei. Und wenn man zu lang an etwas herumtüftelt wird es oft nicht besser-nur anders, verschlimmbessert.
    ich werde immer wieder gefragt, warum ich an meinem SLK R170, Baujahr 2001, festhalte. Mittlerweile hat er 400 000 km runter, sieht aber trotz sehr guter, liebevoller, hingebungsvoller, aufopfernder Pflege immer noch aus wie aus dem Laden. Der Kosmetiker in Form eines Lackierers hilft etwas. Ich kann mich von ihm nicht trennen weil ich 1. kein Geld für einen Neuen habe und 2. selbst wenn würde ich ihn behalten weil er ganz einfach SCHÖÖÖÖÖÖÖÖÖN ist, scheißegal wie alt.
    Mein Designideal ist eigentlich immer noch der 66-er Mustang. Warum hat man die einzigartig gelungene Karosserie nicht erhalten und sie nur mit neuem Innenraum und aktueller Technik bestückt? Es gibt Dinge, die sind zeitlos schön, auf Anhieb gelungen und wenn man sie verändert verlieren sie Gesicht und Nimbus.
    Die überschweren hässlichen Pampersbomber und motorisierten Handys auf vier Rädern von heute sind zwar oft schnell (das ist der ICE auch), aber weder sehr wendig noch sehr spritzig (das ist der ICE auch nicht).
    Und wenn ich Auto fahre, will ich das Auto fahren und nicht von ihm gefahren werden. Navis sind für Warmduscher und Leute mit Amnesie. Ein Blick auf Google-Maps und das Männerhirn speichert ab. Findet sein Ziel wie im Traum. Navis=Ballast.

    Früher war es die Lust an der Form, die das Design bestimmte, heute sind es eine Vielzahl von Zwängen. Autos sind in gewisser Hinsicht der Spiegel der Gesellschaft. So uniform wie das Mainstream-Meinungsbild, so optisch gleichgeschaltet sind auch die Autos von heute. Wenn eine Gesellschaft überreguliert ist und sich auf der selbst geschaffenen Schleimspur immer weiter runter bremst können die Kreationen dieser Gesellschaft logischerweise nicht anders sein.
    Auch in unserer grobschlächtigen, globalisierten Ellbogengesellschaft bleibt das Feine, das Hübsche mehr und mehr auf der Strecke. Das langweilige, uniform-zweckbestimmte setzt sich mehr und mehr durch. Schönheit und Gleichmacherei schließen sich aus. Dass unsere Gesellschaft neben den vielen anderen Fehlern, die sie mittlerweile hat über die Jahre auch immer gleichmacherischer wurde wird keiner ernsthaft in Abrede stellen.
    Im Englischen sagt man „there goes the neighborhood“ oder „leave good enough alone“ wenn man ausdrücken will, dass man etwas Schönes nicht zerstören und nicht an ihm herumpfuschen sollte.

    So wie bei Autobauern die Marketingabteilungen vermutlich ebenso viel oder sogar mehr an der Konzeption eines Autos beteiligt sind als die Designer, so raubt auch unsere überzivilisierte, überfeinerte und überkandidelte Gesellschaft dem Einzelnen immer mehr Freiraum und am Ende auch immer mehr Charakter. In einer von politischer Korrektheit bestimmten Gesellschaft muss die Persönlichkeit irgendwann auf der Strecke bleiben. Die Moral bestimmt über unser Leben, nicht mehr Gefühl oder Ästhetik. Ein überstresster Mensch, der einen großen Teil seiner Lebensenergie dafür aufwenden muss, permanent zu überlegen was er noch sagen darf kann kaum schön sein.
    Man sehe sich die Schauspieler von heute an und vergleiche sie mit einem Clark Gable oder einem James Dean: heute mit Nerd-Glatze, Nerd-Brille, Nerd-Geißbart, und das war’s auch schon. Originalität Fehlanzeige.

    Wie schön dass es im Netz jede Menge alter Filme, Flügeltürerrestaurierungsvideos und politisch inkorrekten Humor der Zwangslosperiode gibt. Und da sieht man dann, dass nicht alles Neue schlecht ist-man muss sich nur das Richtige raussuchen.

    Was Autos angeht hoffe ich noch lange mit meinem SLK rummachen zu können-egal wohin die Zeit uns treibt, die Liebe bleibt. Und vielleicht werde ich ja irgendwann auch mal wieder eine andere automobile Augenweide wie einen 66-er Mustang oder eine 71-er Corvette fahren können-mal sehen.

  62. Was kostet ein echter Deutscher mit echten Sportsandalen!?
    Lieber Don Alphonso,

    ach, da fühlt man so richtig mit.

    Donnernde Motoren, „ohrenbetäubenden Lärm, der die Stadt erfüllt“ und „ein Auto schiesst mit viel zu hoher Geschwindigkeit über die Piazza Venezia“ und nur rotweisse Bänder warnen vor Lebensgefahr.

    Bei all der von Ihnen geschilderten Spannung denkt man ja sogleich an Friedrich Schiller´s – Die Jungfrau von Orleans:

    „Bin ich der einzig Nüchterne und alles Muß um mich her in Fiebers Hitze rasen?“

    Aber wie stets beim Sonnenscheinfeuilletonisten der FAZ geht´s scho gut aus.

    Ganz anders war es bei der „Rallye Città di Torino“ wo vor wenigen Tagen ein Wagen von der Straße abgekommen, in die Zuschauer gerast ist und ein Kind tötete.

    Von solch einer unfeinen Episode bräuchten Sie ja nie berichten, denn so etwas gehört nicht ins Feuilleton, wobei die Übergänge heute ja eher fließend geworden sind.

    Wenn so ein Unglück passiert macht sich mancher ja schon seine Gedanken. Na, jedenfalls mal so ganz kurz.

    Das ist ja auch ein Thema, das man lieber bei den großen Tabus ablegt oder totschweigt.

    Wenn ich mal für einen kleinen Augenblick Ihren Gutelauneblog damit behelligen darf, dann gibt es ja hierzu ja ganz große Unterschiede was den Wert „echter Deutsche mit echten Sportsandalen“ betrifft und ein ganzes Heer kleiner Versicherungsangestellter plagt sich mit Berechnungen darüber, was ihr Arbeitgeber zu zahlen hätte, wenn z.B. wie oben beschrieben, ein kleiner 6 jähriger Junge bei der „Rallye Città di Torino“ um´s Leben kommt.

    Außer bei Ralleys gibt es andernorts ja auch immer wieder kleine Opfer und da zeigen sich doch Unterschiede, was denn so ein Mensch wert ist, der nach dem Humankapitalansatz bestimmt wird.

    Dieser errechnet sich aus der zu erwartenden Produktivität aus dem Restlebenseinkommen eines Menschen. Wichtige Leute wie Landefeld und Seskin haben (1982) so den Wert eines Menschen auf gut 2 Millionen $ berechnet.

    Ebenso, und das wird Ihre Angehörigen, die Sie an diesen gefährlichen Orten wissen, bei denen Sie als rasender Reporter zu spannend, blumigen Beschreibungen finden, besonders freuen. Reiche sind mehr wert als Arme. (nach Hammitt und Robinson 2011)

    Aber, wenn doch einmal etwas passieren sollte, dann erhalten die Hinterbliebenen Zahlungen, wie z.B. als der italienische Kapitän der Costa Concordia, Francesco Schettino sein Schiff versenkte.

    In einer außergerichtlichen Kompensation erhielten die Angehörigen eines Opfers rund 11 000,00 €.

    Beim ICE-Unglück von Eschede bot die Bahn pro Opfer 30 000,00 € an

    und wie in der Abendzeitung zu lesen war, zahlte die Bahn für ein Opfer des Bad Aiblinger Zugunglücks 21 000,00 €.

    In den vergangenen Wochen bemühte sich ja der Herr de Maizière sehr um die Beachtung von „Werten“ in Deutschland und auch die Kanzlerin kommt ja überhaupt nicht mehr zu dem was sie unter Regieren versteht. Gerade heute war wieder in Ihrem Arbeitgeberblättchen zu lesen, daß Merkels Gedanken “ den Opfern des Anschlags in Kabul und ihren Familien gelten.“

    Bei all dem mitleidvollen, wie moralisierenden Beteuerungen von de Maizière und Merkel ist die Bundesregierung ( n-tv -11.01.2017 ) nicht bereit eine konkrete Zahlungshöhe an Hinterbliebene der Opfer des islamischen Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche, zu nennen.

    Wie n-tv in diesem Artikel weiter schrieb:
    „Nahe Angehörige von Todesopfern wie Eltern, Kinder und Ehepartner erhielten in früheren Fällen 10.000 Euro.“

    Nun mag es etwas zynisch klingen, doch der Schluß liegt nahe, daß von Allahs Märtyrer getötete Bundesbürger für de Maizière und Merkel weniger wert sind als ein Todesopfer bei der Bundesbahn.

    Da will die Kanzlerin, die klassische Verliererin, immer Zeichen gegen den Terrorismus setzen. Bei den zwischenzeitlich zahlreichen Hinterbliebenen von Islamis getöteten Bürgern hätte sie ein Zeichen setzen können.

    Wenn man dann, wie am 20.08.2015 in der Faz die Überschrift: „Asylbewerber kosten bis zu 10 Milliarden Euro“ zur Kenntnis genommen hat, könnte man niemandem übel nehmen, wenn er eine Bevorzugung der Islamis vor den eigenen Bürgern, durch die Bundesregierung erkennen würde.

    Hinterbliebene der Opfer des 11.September 2001 erhielten zwischen
    250 000 und 7.5 Millionen US Dollar, je nach Alter, Verdienstverlust und erlittenem Leiden.

    Was die ebenfalls schwer verletzten Eltern des von einem Ralleyteilnehmer niedergemähten 6 jährigen Jungen an Entschädigungszahlungen erhalten werden bleibt abzuwarten.

    Es dürfte in jedem Fall mehr sein als die Bundesregierung für ein islamisches Terroropfer in Deutschland bereit ist zu zahlen.

    Na, dann achten Sie mal gut auf sich hinter den rotweissen Bändern, die vor Lebensgefahr warnen.

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Der Don soll sich endlich ein richtiges Auto kaufen...
      …und von seinen Witwenschaukeln*) lassen. Ich schlage einen Bentley Blower vor, dann ist hier endlich Ruhe und wir müssen uns nicht immer die gleichen Stammtischgespräche über Autos anhören.

      Die BB sind zwar meistens Fakes, sie wurden aus einer im Garten gefundenender Radmutter aufgebaut. Der Don wird trotzdem seine Immobilien verwerten müssen, um sich ein solches Fahrzeug leisten zu können.

      *) Ursprünglich hatte ich einen anderen Begriff gewählt, wollte aber dem Don nicht zu nahe treten.

    • Die Lompressoren sind nach meinen Gesprächen mit Besitzern immer deaktiviert, wegen des Benzinverbrauchs.

    • weniger wert?
      Zuerst hatten wir kein Glück,
      dann kam noch Pech hinzu.

      vgl auch die Entscheidung des Verlusstes
      der Zeugungsunfähigkeit eines Kindes.
      Begründung des Gerichts Sinn gemäß.
      Da das Kind keine Kenntnis davon hat was ihm entgeht
      fällt die Entschädigung gering aus.

      Versuchen sie es in dem Bereich nicht mit Moral.

      In den USA stellt man vermutlich Mutmaßungen dazu an was
      ein Mensch wahrscheinlich noch verdient hätte.

      Bei der deutschen Bundesregierung fragt
      man eher nach den finalen Reisekosten
      (also jenen der Bestattung)

      Bei ertrinken im Meer bezahlt die Bundesregierung
      wahrscheinlich gar nichts, da keine Kosten zu erstatten sind.

  63. Titel eingeben
    Man darf die wichtige soziale Funktion dieser Sportfahrzeuge nicht unterschätzen. Die wurden bevorzugt an Zweit- und Drittgeborene von Stützen der Gesellschaft ausgeliefert. So konnten sie sich beizeiten die Glocke plattfahren und das Vererben der Latifundien wird zunehmend einfacher.
    Bela Barenyi hat in den 50er Jahren beim Benz leider die Sicherheits-Fahrgastzelle und die Sicherheitslenksäule erfunden. Dann kam noch der Bosch mit ABS, ASR, Bremsassistent und alle diese lebensverlängernden Maßnahmen. Deswegen brauchen wir die SUV in den AMG und M-Versionen. Mit 280 vor den Brückenfeiler und die Mortalitätsrate in diesen Kreisen ist gesichert.

  64. Sonnenuntergang auf der Kühlerhaube...
    … und mit einem Opel Admiral B auf der A3 von Nürnberg nach Würzburg tuckern. Dabei wunderschöne Oldies von Raimund Wagner gehört.
    Davor eine Freundin besucht. Das ist alles zwar leider schon 30 Jahre her, aber allein diese Fahrt mit dem „Schiff“ ist heute noch genauso präsent wie damals.

  65. SVM, QVOD ERIS
    schleicht sich unweigerlich als unterschwelliger Titel zu Bild 3 (mit der roten Nr. 121) mit ein. Zeugt von einem tiefen Sinn für Ironie. Respekt, werter Don.

  66. Wunderschön...
    Jetzt hab ich wieder Sehnsucht nach meinem kleinen Schiffchen welches in K in der Garage meiner Rückkehr harrt… Ein Jaguar E wäre mein Traum aber es mangelt schon an einer adäquaten Unterstellmöglichkeit.
    Hier in Kanada wird ein Jeep mit 3.7L genutzt, für die Gegend eine verhältnismäßig mickrige Angelegenheit im Vergleich zu den RAMs und Co. Als ich beim Autohändler erzählte, dass in D der Hubraum besteuert wird war ungläubiges Staunen die Resonanz. Das würde hier eine Revolution auslösen! Und beim Thema E-Auto lacht man sich hier schlapp. Alleine der Distanzen wegen höchstens in den Ballungsgebieten denkbar.
    Aber egal ob in Europa oder hier in Übersee, häßlich und uniform sind die Modelle von heute hüben wie drüben…

  67. Ach nein...
    @Amant des voitures nouvelles, sûres et fiables sagt:
    31. Mai 2017 um 18:04 Uhr
    Nichts für ungut, Berlingo ist vielleicht praktisch, wegen mir auch zuverlässig aber leider auch ein Paradebeispiele für die Beleidigung aller Sinne… das sprichwörtliche Abbild des Sieges des Nutzens über Eleganz, Stil und Ästhetik. Die Optimierung des problemlösungsorientierten Lebens bis zur totalen Absage an alles Schöne. Allein bei dem Wort Zierkappen kräuseln sich mir die Nägel. Da versuche ich lieber einen Umzug mit meiner Barchetta zu fahren… ;-)

    • Streiche Zierkappe, setze: Radkappe oder Radblende
      Hätte ich nicht eine derartige Antwort erwartet, wäre mein Post nicht geschrieben worden.
      .
      Aber „Paradebeispiele für die Beleidigung aller Sinne… das sprichwörtliche Abbild des Sieges des Nutzens über Eleganz, Stil und Ästhetik. Die Optimierung des problemlösungsorientierten Lebens bis zur totalen Absage an alles Schöne….“ hat mich dann doch schwer beeindruckt und es klingt noch nach, wenn ich nachher zum Wertstoffhof fahre. Mir schien so, als hätte ich das schon einmal irgendwo gelesen.
      .
      Sei´s drum, nach der einmaligen Erfahrung mit einem FIAT-Produkt würde ich auf jeden Fall auf so eine praktische Sache wie einen Umzug mit einer Barchetta verzichten (zu viel schlechte Werbung oder Kino?) Allenfalls mal mit dem Bötchen als Kurzzeit-Leihwagen die Corniche nach Èze hoch und wieder runterdüsen. Aber selbst das werde wir eher mit der ausgeliehenen Citroën „Rosalie“ 1934 (Pik-up) unseres Schwiegersohns tun. Allerdings entfällt dann „düsen“, das wird eher gemächlich. Grüße nach Kanada.
      (DdH)

  68. Korrektur
    Der Delahaye Rennfahrer der Lang und Caracciola versägt hat, heißt René Dreyfus nicht Richard…

  69. Titel eingeben
    Gugel resp. Startpage zeigt schöne Delahaye Autos. Meist mit dem Markenzeichen: ausladende vordere Kotflügel.
    Das gefällt auch meinen Augen sehr.
    In den obigen Fotos finde ich das nicht so recht wieder. Auf welchem der Fotos sieht man einen Delahaye?

  70. In den Modellregionen Elektromobilität Bremen und Oldenburg
    fahren 2 von 1150 Fahrzeugen elektrisch. In Oldenburg eines. Grund: zu teuer. Wen wunderts, daß da selbst Wir-schaffen-das-Angela kapituliert.
    weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-bremer-behoerden-mustern-elektroautos-aus-_arid,1598238.html

    So geht es elektr. voran – auf das Abstellgleis. Dann doch eher den Mini als Viertürer und geländetauglich hochgebockt mit Allrad wie auch den Cinquecento……

  71. ... kein neues - Augen - taugliches Auto in Sicht ...
    … aber aber, meine Herren –

    … bisschen Mitgefühl bitte …

    … sämtliche Fahrzeug-Ingeniiiers sitzen seit gestern weinend hinter ihren „Maltischen“ …

  72. RO80
    … bin ja FRAU – also nur ganz wenig Auto versiert (wie vermutlich die meisten weiblichen Wesen – denk´ich mal so) …

    … ein Auto aus den 60igern glaub´war das – der RO 80ig – (erinnert sich noch jemand dran?? Hersteller?? – könnt ja goooogeln) – erregte damals sehr meine Aufmerksamkeit …

    … mein damaliger Freund wollt mir einen RO 80ig schenken – nach Studium ect. …

    … kein Freund mehr – keinen RO 80ig gekriegt …

    … neulich sah´ich zu meiner Freude und in Erinnerung an alte Zeiten solch´ein Gefährt in einer besonders seltenen Lackierung (helles silber-grau-bleu) an mir vorbei-summen …

    … wer kennt es noch – freu´mich über kleine Antwort.

    Gruss – MiraBelle

    • NSU Neckarsulmer Motoren Werke
      und deren totengräber war der RO 80, so wie er auch durch seine reparaturanfälligkeit manchen besitzer an den rande des ruins brachte……………wankel-motor………..es gibt da sicher grössere experten als ich hier im blog um das zu beschreiben.

      es gibt noch fahrzeuge im alltagsgebrauch, in Riehen bei Basel fährt eine ältere dame damit noch herum……..

      ansonsten museum……..aus NSU wurde AUDI und die stürzen dann Neckarsulm bei schichtwechsel ins verkehrschaos………

    • Legende vom Ro80
      Ich kenne den Wagen. Wenn ich mich recht erinnere, war der von NSU, die sonst nur Kleinwagen bauten. Das war dann so an der Tankstelle im Rohrgebiet: Der Steiger sagte zum Boss: „Ich fahr auch einen von der Firma, Kumpel.“ Das soll das Aus vom Ro80 gewesen sein, so sagt es die Legende.

      In der Tat war bis zur ersten A-Klasse von Daimler-Benz alles fein säuberlich getrennt. Die Oberschichten fuhren erst auch noch Borgward, dann nur noch Benz und BMW. Dann kam der Audi 80, und das war schon ein richtig deftiges Auto. Ich hab in so einem Fahrstunden gehabt, ein Gedicht. Ein Freund von mir baute sich aus zwei alten Jags einen zusammen, auch ganz toll, aber schwerer zu lenken als mein Audi 80, den ich später selbst hatte.

      Ach ja, was der Chefarzt noch so fuhr, waren Opel Kapitän und Admiral. Damals baute man bei Opel noch besondere Schlitten, die heute auch als Oldtimer gehen. Aber das absolute Gedicht von Auto hatte BMW:
      https://de.wikipedia.org/wiki/BMW_501/502

      Für kleine Individualisten gab’s die Ente, für große (auf’s Portemonnaie bezogen) die Zitrone. Heute ist Citroën einfach nur öde.

      Mercedes entwickelte sich zwischendurch zum Wohnzimmer für den aufstrebenden Angestellten. Die Stoffmuster drehten einem den Magen um. Die Oberklasse fuhr die S-Klasse mit Ledersitzen und, wenn die Kinder aus dem Haus waren, den SL. Die Stoffmuster zogen sich bis in die Zeit der ersten C-Klasse. Als die, die es zu was bringen wollten, das kauften, fuhr ich einen getunten 190er, den ich gebraucht gekauft hatte, ein herrliches Fahrzeug. Nur Breitreifen gönnte ich mir nicht, denn ich wollte nicht mit Drogenhändlern und Pimps verwechselt werden. Die fahren heute wohl Lambo.

      Und eine kleine Geschichte: Meine Mutter fuhr mit ihrer Borgward Isabella (gebraucht gekauft) in eine schmale Gasse in Villach, die sich als Sackgasse erwies. Sie musste dann wenden, und das dauerte eine gute Stunde (Lenkung). Manches ist heute einfacher. Aber die Villacher halfen. Und lachten sich eins.

      Übrigens würde ich das Auto und seine Geschichte und Geschichten bei uns in D absolut zu einem Bestandteil der Leitkultur rechnen. Das schließt alle Türken mit Breitreifen-BMW mit ein, nicht aber so dröge Autohasser, die uns Probleme damit bereiten wollen. Türkische Autoliebhaber und alle Poschardts und Geigers und Vettels gehören bei mir mehr zur Leitkultur als grünlinke Umerzieher, und wenn man auf den Mars zwangsumsiedeln könnte, würde ich letztere eher vorschlagen. Man könnte dann die Terroristen mitschicken, und sie könnten die zu erziehen versuchen. Aber dafür fehlt ihnen der Mut.

    • Doch, mir hat der RO80 damals auch sehr gut gefallen
      ich selbst fuhr mit einem DKW F12 durch die Gegend, auch teuer, weil dauernd in der Werkstatt. Aber schön zu fahren und schon mit allem Zubehör, was man so brauchte, Warnblinkanlage, Rückfahrscheinwerfer usw. Vor allem saß man gut drin, hatte beste Rundumsicht, nicht so wie heute, wo man aus Schießscharten nicht mal mehr vorn das Ende der Motorhaube sieht und schon gar nicht, was neben einem oder hinten rum los ist.

      Das erste Auto, für das ich schwärmte und deshalb unbedingt mit 18 den Führerschein machte musste, war der Citroën Déesse und trotz all der Schwärmerei habe ich bis heute nicht einmal in solch einem Wagen gesessen.

      Was mich heute fürchterlich ärgert ist, dass die Wagen zwar reichlich mit PS ausgestattet sind, sich das aber nicht in Geschwindigkeit niederschlägt. Mein BMW700 hatte 32, der DKW 40 PS und beide fuhren gut und gerne 130 km/h und mit Rückenwind etwas mehr. Mein Corolla hat 110 PS und schleicht mit 190 durch die Gegend, da kann man treten und Vollgas geben, so lange man will, die Karre will und kann einfach nicht schneller. Und dann der elende Wendekreis…

      Wenn ich da an den schnellen Mercedes 230 zurückdenke, mit dem man durch engste Parkhäuser ohne Kurbeln kam… ein wendigeres Auto habe ich vorher und danach nicht gefahren.

    • Ach Oberländer, Sie wecken Erinnerungen
      der V8 war ein Traum. Uns besuchte Anfang der 60er ein- oder zweimal im Jahr ein Vertreter von weiß ich welcher Firma, mit der mein Vater zu tun hatte und der fuhr einen dunkelblauen V8. Ich habe immer neben dem Wagen gestanden und geträumt, der kam für mich gleich nach der Déesse.

      Übrigens fuhr der Vater meines ersten Freundes eine Isabella und mein Freund kaufte sich dann auch eine. Feines Auto, mit dem ich über den Nürburgring kutschiert wurde. Vorher war besprochen, dass auch ich eine Runde drehen durfte, was meinem Freund aber erst wieder in einer Ausfahrt einfiel. Da wollte ich dann auch nicht mehr, ihm wäre ohnehin bei der Fahrt übel geworden. Wie der durchs Brünnchen oder Karussell geschlichen ist, heidenei, die Kurven hätte ich anders genommen.

    • Neue Gesellschaft für Klaustrophile
      Ja, Renate, Autos machen schöne Erinnerungen, sowohl in ihrer Erscheinungsform, als auch in ihrem Erlebniswert.
      Ich sehe wie manche der Orwellianischen folgende Gesellschaft planen:

      Politisch korrekt, keine Meinungsfreiheit. Wohnhaft in aneinandergereihten oder aufeinandergetürmten Kästchen aus Beton. Schreibtischarbeit am Computer oder Telefon. Vollüberwachung. An- und Abreise zur Arbeit mit Fremden (car sharing, der Islamist freut sich schon, alles wird leichter) im selbstfahrenden Elektromobil, was die Vollüberwachung erleichtert, am WE Radfahren und Rikscha, bis es so aussieht wie in asiatischen Stadten, Verdienst minimal, gerade so, dass regelmäßig neue Computer und Handies von denselben Firmen gekauft werden können, die auch das selbstfahrende Auto mit entwickeln (aha!) und weitere Geräte zur online-Kontrolle von Puls und Blutdruck (aha!), abends ein Fernsehprogramm, in dem regelmäßig der weiße Mann einen Türken totschlägt, der übrigens auch weiß ist, ein Kommissar, der sich zwecks Akzeptanz Frau Kommissarin nennt, ein Plot, in den unweigerlich ein korrupter Industrieller als Bösewicht eingebaut ist sowie ein gaanz lieber Windmühlenfan, und das war dann das Leben. Fleischkarten, damit nicht über 100g/Woche und Person verzehrt werden, dann bleibt auch genug Geld brig für PC plus Norton/Kaspersky und Druckertinte (aha!). Und deswegen wird auch nur noch von Digitalisierung gefaselt, obwohl die Digitalisierung nur kostet und zu weniger Arbeitsplätzen führt. Einöde mit Überbürokratisierung und Übertechnokratisierung, schlechte Schulbildung, weil der Computer und der Robot die Bildung übernehmen. Der Mensch als kleiner Arbeitssklave in einer voll digitalisierten und überwachten Welt. Armselig, dass es Leute gibt, die so was planen.

      Aber eins muss man sagen: Schon seit Jahren vergeuden viele Leute ihr Leben abends vor der Glotze.

      Jedenfalls sind Autos, in Italia noch schöner macchine, das Salz der Erde, das Freude macht. Jemand wie Merkel und weitere Politiker, die kutschiert werden, scheinen Autos nur noch als Fortbewegungsmittel aufzufassen. Nein, sie sind mehr, und eine Rückfahrkamera – pieppieppiiiep bei guten zwei Metern Abstand noch – kommt mir nicht in mein Fahrzeug, denn ich will das Einparken nicht verlernen. Machte meinen Führerschein, es gab ein paar Dinge zu bemängeln, und dann parkte ich in einem Zug rückwärts seitlich am Straßenrand in eine Lücke ein und bekam den Lappen nachgeworfen.

      Wir müssen darauf pochen, selbstständig zu bleiben, im Denken, in der politischen Meinung, beim Autofahren und überall. Nur unsere selbstständigen Erlebnisse und Beobachtungen machen uns brillante Erinnerungen.

      Und deswegen muss ich eine selbst gemachte Befürchtung anfügen. Cybercrime kann auch dazu führen, dass man plötzlich in diesen selbstschließenden, selbstfahrenden Elektromonstern eingesperrt wird. Auch ein EMP kann das bewirken. Deswegen ziehe ich zuweilen das Treppenhaus dem Aufzug vor, je nach Gebäude, und finde Paternoster bedeutend sicherer.


    • Bin als Kind mal in einem NSU Ro 80 mitgefahren. Der war seiner Zeit in vielen Dingen weit voraus. Der ruhige und turbinenartige Lauf des Kreiskolbenmotors war sensationell, die Beschleunigung ebenfalls. Die damalige Wanne meiner Eltern war ein Dreck dagegen. Leider waren die Motoren zu Anfang nicht sehr standfest, wurden später oft durch Vierzylinder ersetzt.

      Der VW K70 hatte nicht von ungefähr viel vom Ro 80, zumindest äußerlich, war aber ebenso ein Flop. Die Karosserie war doch zu gewöhnungsbedürftig für die Zeit.

    • Es besteht zwar keine Gefahr,
      dass ich in diesem Leben noch zu einem anderen Auto komme, aber wenn es so wäre, käme mir keins mit dieser neumodischen Elektronik unter den Hintern. Wenn ich mit dem polnischen Bekannten abends telefoniere, der daheim einparkt und der Wagen dazu piepst, bekomme ich schon immer meinen Seelenschmerz.

      Führerscheinprüfung… ich habe mir all die Fehler geleistet, auf die der Fahrlehrer mich vorher hinwies, dass der Prüfer auf dieses und jenes besonders achtet.
      Ich hatte den Fragebogen innert 3 Minuten als Erste fertig, trotz einer Vorfahrtsfrage, die mir im richtigen Leben immer noch nicht begegnet ist, der Prüfer meinen Bogen nahm und froh verkündete, ich hätte alles richtig und ich dann als erste nach seiner Frühstückspause fahren sollte, es war seine letzte Prüfung vor der Pension und dann ging es los.

      Rechts abbiegen ohne mich umzudrehen, Gestöhne im Wagen vom Fahrlehrer und Prüfer, mal eben anhalten, klar doch, 1 m vorm Halteverbotsende, Rückspiegel, och gibt’s ja auch noch, ebenso den dritten Gang (ich lernte im Opel Rekord mit Lenkradschaltung und 4 Gängen) und wieder rechts rum ohne zu gucken.

      Irgendwann gab ich den Lappen verloren, vergaß die Männer im Auto und fuhr einfach so für mich dahin, dann hieß es noch einmal rechts abbiegen, ich mich nach Radfahrern und Laufvolk umgedreht, Aufatmen und Gottseidank kam aus zwei Männerkehlen und ich bekam den Führerschein.

      Mein Fahrlehrer fragte in der ersten Fahrstunde, fährste Fahrrad? Ja, ja das merkt man. Ich hatte mit Prüfungsstunde 9 Fahrstunden, alles für 400,31 DM. Damit käme heute keiner mehr zum Führerschein.

      .
      Gibt’s im neuen Leben dann auch Soma oder müssen unsere Nachkommen ohne auskommen?

      Das Schlimme ist, den meisten ist diese Veränderung gar nicht bewusst, also werden sie sich auch nicht drüber aufregen, sondern als gottgegeben hinnehmen. Ich weiß nicht, was ich nun als schlimmer empfinden soll, das neue Leben oder diese Abgestumpftheit.

    • RO 80
      Da gab es einen genialen Motorenkonstrukteur namens Felix Wankel, der hatte den Vorstand von NSU (zeitweise größter Motorradhersteller der Welt, später eher bekannt für Kleinwagen) von seinem Konzept eines ROtationsmotors für einen Mittelklassewagen überzeugt. Die Karosserie von Claus Luthe war damals revolutionär (und hat sich in der Grunkonzeption teilweise bis heute gehalten). Leider hatte NSU nicht genügen Geld, um den fixnagelneuen Motor wirklich zu Ende zu entwickeln und auch sonst einige Wagnisse eingegangen.
      Daher waren die ersten ausgelieferten Autos nicht wirklich zuverlässig und die sehr großzügige Kulanz (Motortausch für lau) war eher kontraproduktiv für den schlechten Ruf. NSU wurde mitsamt dem RO 80 von Audi übernommen, die zwar gerne die Karosseriestruktur für dne 100er verwandten, den Motor aber eher halbherzig weiterbauten. Trotzdem war er später beliebig zuverlässig, aber der Ruf halt schon ruiniert. Dann kam die „Ölkrise“ und da ein Wankel tendenziell aus physikalischen Gründen etwas mehr Sprit verbraucht, war damit Schluß. Weitergebaut hat den Motor in größeren Stückzahlen nur Mazda (deren Cosmo war sogar noch vor dem RO 80 auf der Straße), ansonsten diverse Kleinhersteller – es gab sogar Flugmodellmotoren mit 5 Kubikzentimeter Hubraum als Wankel (etwa so groß wie ein Cremetiegel).

    • Oberländer,
      ziemlich praezise Dystropie.
      .
      Eine Ergänzung: Da wird dann nicht mehr gekauft, nur noch gemietet, und das alles auf Pump.
      .
      Sind dann ja alles freie Menschen, oder?

    • Wankel - astroklaus
      „da ein Wankel tendenziell aus physikalischen Gründen etwas mehr Sprit verbraucht“
      Das sollten Sie erklären. Zunächst einmal bestreite ich das, im Gegenteil. Die Idee ist doch, dass man keine Zylinder hat, die hoch und runter stampfen, also mit Wendepunkten der Bewegungsrichtung, sondern die Zündung eine Antriebswelle direkt drehen lässt, und zwar immer in die gleiche Drehrichtung.
      Und wenn dann der Schub vollkommen orthogonal zur Radialrichtung erfolgt, können die Verluste physikalisch nur geringer sein als mit einer Kurbelwelle.
      ?

    • Sprit beim Wankel
      Darf ich etwas physikalisch werden? Halt im Telegrammstil….
      Jeder Verbrennungsmotor bezieht seine Energie daher, daß er einen Temperaturunterschied ausnutzt, also möglichst heißes Gas drinnen und möglichst kaltes draußen. Das heiße Gas dehnt sich aus und bewegt dadurch den Kolben (wie auch immer der im Detail aussieht). Das Ausdehnen wird weniger, wenn das heiße Gas sich anderweitig abkühlen kann, z.B. durch die Zylinderwände und den Kolben. Was dort verloren geht, bringt bei gleichem Spriteinsatz weniger Leistung.
      Eine Kugel hat pro Volumen eine kleinere Oberfläche als andere Körper (Zylinder, Quader,…), daher versucht man, den Verbrennungsraum möglichst kugelförmig zu machen, um solche Wärmeverluste gering zu halten. Natürlich geht das nicht wirklich, aber in die Nähe einer Halbkugel kann man schon kommen.
      Die Brennräume eines Wankelmotors sind aber leider eher bananenförmig, haben also eine große Oberfläche und daher große Wärmeverluste (großer Kühler nötig). Und was dort weggeht, braucht man mehr Sprit bei gleicher Leistung.
      Deswegen hat Mazda die Wankelmotoren auch immer in eher sportliche Wagen eingebaut – dort rechnen die Besitzer nicht ständig den Spritverbrauch nach… Bei anderen typischen Anwendungen (Motorsägen, Schneemobile) sind Kompaktheit und Vibrationsfreiheit wesentlich, da fuchst man sich auch nicht um ein paar Zehntelliter.
      Ein aktuell leider noch üblerer Nachteil ist, daß durch den langen Verbrennungsraum auch relativ viele Stickoxide entstehen, daher gibt es aktuell keinen Wankel mehr, der als Neufahrzeug zulassungsfähig ist.

  73. covfefe, he made my day
    Ich hab viel mehr Spaß mit Trump als mit Obama. Nicht nur, dass er diesen unausstehlichen Musk verärgert, der uns überdimensionierte, zweifellos schwer zu entsorgende Batterien mit Karosserie als umweltfreundlich verkaufen will, nein, auch, was Trump beim Einschlafen im Sessel so träumt, gefällt mr:
    Entweder er träumt von dem Geräusch, das Oldtimer bei Blasenbildung auf dem Motor gern machen oder von coffee. Ich werde das hier einführen: Holt mir doch mal bitte einen coffeffee.

    Hat bereits eine Wikipediaseite:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Covfefe

    Apropos Elektroauto: Jede Besitzergemeinschaft muss jetzt schon vor den Kosten der Installation einer Ladestation in der Tiefgarage zittern, Mieter natürlich in Folge. Als Drittwagen vor dem Einzelhaus, wie ich das viel in wohlhabenden Vororten von Amsterdam gesehen habe, ok, aber wohl kaum als Zwang. Elon Musk, der Hero von Wohlhabenden, die sich progressiv wähnen. Trump, die Cup of fun für prollige Autoliebhaber wie mich.

    • CovFeFe
      Tippe auf Covert Federal Felony = verdecktes Regierungsverbrechen. Wurde der Fall Seth Rich nicht vor kurzem neu aufgerollt?

  74. Zensur?
    Haben Sie den Moser ausgesperrt, Don?
    Man sollte das Spektrum nicht verschmälern. Irgendwann wird es dann öde. Ich finde Verschiedenheit am besten. Das sehen Sie ja auch bei der Mille Miglia.

    • ... MOSER wanted ..
      … vermiss´ihn auch – wo isser ?

      … der schmollt vielleicht ein bißchen!?

    • Nein, Herr Oberländer, niemand hat den Moser ausgesperrt
      also, nicht der Don, woanders…naja..

      Es ist nur so :

      Wenn der Zorn, oder auch der gute, alte, Haß , auf Situationen, die dazu führenden Taten,

      und die diese ausführenden Täter größer wird, als der immer engere Rahmen der Freiheiten, sprich, der Gesetze ,

      dann muß man erwachsen sein, und einsehen,

      dass man einem wirklich guten, und liberal(st)en Forum mehr schadet,

      als man Gutes beiträgt.

      Ich habe, für mein Alter, viel Unreifes, Adoleszentes, vor allem bei Temperament und Emotion .

      Ich übersehe (nicht immer, aber schon recht oft) das vernünftige Maß,

      das andere Foristen, die vielleicht ein bissl erwachsener, im guten Sinne , sind (ned-bluadoame Ochsn ) ,

      spielend hinbringen.

      Um eben NICHT den berühmten, Vater-Foreman’schen Schuh in die Sitzmaschine zu kriegen,

      kommentiere ich nur mehr seltenst, und redigiere (hoffentlich) den Inhalt

      VOR dem Abschicken .

      Lesen tu ich die Beiträge, sowohl des Hausherrn,
      als auch der Foristen ,

      aber nach wie vor,

      denn:

      Wer neugierig ist, ist noch nicht tot.

    • Schön dass er nicht weg ist
      Wer? Der Otto Moser, dessen Beiträge bei mir die Assoziation an Abraham a Santa Clara wecken, so temperamentvoll und quasi Barock habe ich sie empfunden.

    • @ Moser
      Erstens Freude über Ihre Rückmeldung, zweitens Respekt für die bemerkenswert offene Erklärung, die Ihnen nicht leichtgefallen sein kann, die aber menschlich Eindruck macht.

      „Wer neugierig ist, ist noch nicht tot“, schreiben Sie. Neugierde zeichnet die meisten Leser dieses Blogs aus. Sie wenden sich daher weder an (Un)Tote, noch an „bluadoame Ochsn“. Ich jedenfalls werde neugierig bleiben auf Ihre Beiträge und will Sie ermutigen, weiterhin welche zu verfassen.

      Falls das Temperament wieder mal überschäumt, die Galle hochbrennt, der Kragen platzt … vielleicht mal die Zeichen am Rand der Tastatur berücksichtigen … %§&*!#+@¿¢°¶≤± … und so chiffriert aber ungehemmt weitermosern.

    • Der Moser ...
      Bin plötzlich wieder fröhlich, da der liebe Herr Moser sich wieder gemeldet hat … Lieben Gruß an Sie, Herr Moser …

    • offener Raum
      „Ich übersehe (nicht immer, aber schon recht oft) das vernünftige Maß“…

      Das kann man lernen. Ich hab mir das auch langsam beigebracht. Man muss sich immer wieder klarmachen, dass es ein sehr offener Raum ist. Sie können sich statt dessen ja einen anderen offenen Raum vorstellen: Die Natur oder die Straße. Und da sieht man auch manches, aber (über)reagiert nicht immer.
      Kompliment für die Selbstkritik.

    • Liebe Mitforisten , Ihre michbezüglichen Beiträge rühren mich .
      .
      .
      Ich bin ein eher trockener Wecken , kein Beziehungsmensch, Schiffe, die sich in der Nacht begegnen, sind mein Dings(bumms) .

      Mit Tieren, besonders Hunden, kann ich (emotional, bittschön, gell !) besser umgehen, als mit die Leut‘ .

      Kinder können mich auch umhauen, wie dir Dreijährige, die mir in die Wampe stupste, und mich fragte, ob ich ein Buzi (Baby) bekäme.

      Das vergess‘ ich nicht, bis mich der Teufel holt.

      Aber dass ich hier so manchen fehle, das überrascht und rührt mich ehrlich.

      Aber, wie gesagt, zum Besten des Forums mach‘ ich mich ein bissl dünn.

      Mach nix kaputt, was du magst.

      Übrigens- neuer Tiefststand – 106,6 kg.
      Bei einem Startgewicht von 124komma zquetschte nicht übel.

      Und danke für Ihre netten Meldungen .

  75. Savonarola
    Wieder ein netter Beitrag gegen die derzeit so blühenden Tugendregimes, die die Welt grau und fade machen wollen. Ein Stück weiter südlich, in Florenz, erging es dem Savonarola schlecht, weil er dem Bürgervolk vorschreiben wollte wie es zu leben hat. Das reichte den Menschen irgendwann, sie besannen sich auf ihren common sense und machten dem Spuk ein Ende.

  76. Freude!
    „Am Chauffeur war ihm [Montgomery Cassini-Stahl]
    sein größtes Zähmungswerk gelungen. Aus einem
    Alfa-Fahrer, den die Kurven reizten, der vor jede
    Ampel schoss und eine Spur in den Asphalt rieb,
    war ein sanfter Wagenlenker geworden.
    Cassini hatte ihm beigebracht, wie man sich gleitend
    durch die Stadt bewegt…
    Am Anfang hatte Benito den Wagen gehasst…

    Doch der Hass war eines Tages in der Augusthitze
    geschmolzen, als Benito ein Radwunder erlebte.
    Bei einer Landpartie war er durch das Gefuchtel
    eines überholenden Fahrers darauf aufmerksam
    geworden, dass ein Vorderrad fehlte.
    Da war, wie es sich herausstellte, der Citroën schon
    mehrere Kilometer auf drei Rädern gefahren.“

    (aus „Montgomery“ von Sibylle Lewitscharoff)

    • Also, sehense! Schon wieder Citroën.
      Vermutlich ein C4 Citroën P19B-Halbkettenfahrzeug von 1931. Da konnte ruhig mal ein Rad der Vorderachse fehlen.
      .
      Ach, wer wie ich, die Führerscheine auf DKW-Munga (tarämmtämmtämm) und der luftgekühlten Heulboje Magirus-Deutz/KHD-7-Tonner ohne synchronisiertes Getriebe gemacht hatte, stellt keine allzu großen Ansprüche an automobilen Komfort.
      (DdH)

    • Schwermetall
      JoHa – da hatte ich den berühmten „5-Tonner“ mit Knickhaube von MAN: 5t Zuladung bei 8t Leergewicht und 120 PS, natürlich ohne irgendwas, was Servo heißt. Schweres Gerät auf der Ladefläche, dazu noch ein beladener 2-Achs-Anhänger – macht knappe 20 km/h den Elzer Berg der A3 hinauf…
      Aber der fuhr mit allem, was irgendwie ölig war, sprang bei -20 im Winter auch ohne die Benutzung der drei verschiedenen Starthilfen an (beheizte Ansaugleitung, beheizter Spritfilter, manuelle Verstellung der Ventile) und ließ sich leer ganz prächtig mit Vollgas über die Landstraßen prügeln…

  77. Chapeau
    Sie haben ja noch mehr Bilder reingetan, ganz tolle Photos. Mein favorite: Der blaue Benz vor dem Palazzo Ducale, vermutlich das Vorbild für den AMG GT, den man als Renaissance des Oldtimers bezeichnen könnte:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-AMG_GT

    P.S. Nehme an, dass es sich um den Palazzo Ducale handelt, war noch nie in Mantua.

    • Das ist das Castello San Angelo, eine Befestigung am Rand des Palazzo Ducale.

    • der blaue BENZ..............äh mich meine Daimler...................
      auch der werte DON scheint die steigerungsform dieses fahrzeugs, das berühmte UHLENHAUT-COUPE bei der MiMi nicht gesichtet zu haben, es soll ja nur zwei exemplare davon geben.

      Rudolf Uhlenhaut ist damit sicher die steige zum Rotenberg hochgeprescht oder zum Hasen in Uhlbach gefahren um sich einen Uhlbacher Götzenberg zu genehmigen

    • Ja, das ist auch mein Lieblingsbild
      Der Wagen im gleißenden Sonnenlicht, die düstere Burg dahinter im Schatten – genial. Dennoch – wie Automobil und das alte Gemäuer zueinander passen …
      Denke ich an das Fahrzeug, dann höre ich förmlich den weißen Perlkies herrlich unter seinen Reifen knirschen, wenn der Edelfreie mit ihm an seinem Landsitz vorfährt.

  78. Kein Fegefeuer ohne Hölzer
    An die, die in langen Atemzügen, in Erinnerung schwelgen und den wirklich schönen Oldtimern hinterher sehnen, wie der Zeit – vor der schwarzen Regentin, die ihrer De­vo­ti­on aller Herzen öffnen musste, möchte ich einen Link in die Zukunft empfehlen: http://nanoflowcell.com/de/

    Welches Fabrikat steckt hinter dem Belgier?

  79. Nicht alle neuen Autos sind so langweilig,
    wie Sie zutreffend beschreiben, lieber Don. Ich fahre seit mehr als sieben Jahren einen Alfa Mito, der ausgesprochen hübsch und gar nicht langweilig ist und immer noch mein Auge erfreut. Leider erfreut er auch meine Werkstatt – aber sei’s drum. Meine erste Fahrt mit ihm führte mich (bzw. uns, mein Freund durfte auch mit) nach Italien, wo auf jedem Parkplatz und an jeder Tankstelle Leute kamen, um ihn zu bestaunen. Die meisten Italiener fuhren damals übrigens Golf :)

    • ...
      Die Gegenwart sollte einem lehren, auch die Propaganda
      der Vergangenheit, nicht für bare Münze zu nehmen.

  80. ... Autobianci ...
    .. und wer da denkt, FRAU kam lange nicht an die Lenksäule – der irrt …

    … von meinen mühsam zusammen gesparten „Flocken“ kaufte ich mir genüsslich meinen ersten GEBRAUCHTEN – weiß – lustig – ständig in der Werkstatt herumlungerndes Teil —- dann ein schwarzes – neues – bald ziemlich „röstliches“ AUTOBIANCI-Flitzerchen, schön war das ..(nicht der Rost) …

    … die hießen wirklich so …

    … bald darauf verschwanden sie und der Name ebenso …

    … um hier eine kleine Brücke zu DON´s Blog-Titel herzustellen …

    … DAS hätte der Adolf zu verhindern gewusst …

    … Frauen hatten zu heiraten – mindestens ..5-10.. Kinder auf die Welt bringen – Haus und Hof hüten – klar, auch den MANN noch zu bekochen und zu bewaschen ….selbstfahrende Mütter – niemals!

    … die Gnade meiner späten Geburt …

    • die selbstfliegende Mutter E.B. !
      nun gut, Elly Beinhorn durfte nicht nur autofahren, sondern auch fliegen, inwieweit sie ihren mann, B. Rosemeyer auch bekochte oder bewaschte ist unklar.

      aber im prinzip haben sie ja recht !

    • Ehrlich ?
      „Frauen hatten zu heiraten – mindestens ..5-10.. Kinder auf die Welt bringen – Haus und Hof hüten – klar, auch den MANN noch zu bekochen und zu bewaschen ….selbstfahrende Mütter – niemals!“

      Das meinen Sie jetzt aber nicht im Ernst, oder? Die Menschen hatten damals in Deutschland durchschnittlich 1,8 Kinder. Das war der Wert, der sich seit dem späten Kaiserreich eingependelt hatte.
      Auch dass die Erwerbstätigskeitsquote von Frauen während des Nationalsozialismus, verglichen mit der Weimarer Republik merklich zurückgegangen wäre, wäre mir jetzt neu. Ich vermute eher, dass dann in der Kriegszeit der Trend eher weg von Heim und Herd hin zur Werkbank ging.
      Ich glaube das Schicksal einer Mutter mit mehr als 5 Kindern wäre für Sie wesentlich unwahrscheinlicher gewesen, als jenes als Wehrmachtshelferin die Weiten Russlands kennenzulernen. Die zweite Möglichkeit schätze ich übrigens als die wesentlich unerfreulichere ein.

      Nur mal 3 Beispiele für exponierte Frauen, die nicht dem Mutterkreuzidealbild entsprachen, aber trotzdem von den Nationalsozialisten hofiert und als Vorbild dargestellt wurden:

      Hanna Reitsch, Leni Riefenstahl, Agnes Miegel – alle kinderlos.

      Eva Braun hatte auch keine Kinder und war nur sehr kurz verheiratet.

      Also ich finde ja, die Zeit war so wie sie war schrecklich genug. Da braucht man nicht noch Sachen hinzufantasieren.

  81. O.T., aber sexy
    Die SZ bekommt einen Dauerorgasmus:
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/nuernberger-protest-gegen-abschiebung-kommentar-wer-aus-dem-klassenzimmer-abschiebt-hat-jedes-gefuehl-fuer-menschlichkeit-verloren-1.3530440
    .
    Christlichkeit wird beschworen, ausgerechnet von der SZ, die sonst geifernd alles Christliche verleumdet. Wie bigott.
    .
    Interessant ist aber auch, dass sich die Polzei dafür rechtfertigen soll, dass eine bestialische Bande krimineller Schläger, die sich fälschlich für Berufsschüler hält, neun Polizisten verletzt.
    .
    Straftaten wie Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung sind für Prantl &. seine Dienerschaft völlig ok, solange Migranten davon profitieren.
    .
    Christlich, übrigens, ist das nicht…

    • Christlich ist es,
      an die wunderbare Brotvermehrung zu glauben – Sie wissen schon: die Speisung der 10.000 mit fünf Broten und zwei Fischen (oder so ähnlich)

    • Christlich?
      Der Oberste EKD-Prediger hat doch sein Kreuz in Nahost schon abgelegt. Die EKD kann einpacken, wir Laien sollten uns im Lutherjahr ne neue backen.

    • ... wir haben halt ...
      … bereits die Kontrolle über ganze Landesteile verloren, weil wir zu viele junge kräftige Männer hineingelassen haben, die zu linksgrünen Fanatikern und Deutschenhassern hinzukommen … Nürnberg hat einen der höchsten Ausländeranteile und eine bekannte Schlägerszene.

      Man sollte sich klarwerden, dass die 2-3 Mio. bürgerkriegserfahrenen muslimischen jungen Männer („Goldstücke“) jederzeit in der Lage wären, mit einfachen Haushaltsgegenständen die Macht im Land an sich zu reißen, und einen „islamischen Staat“ auszurufen, was einer der Gründe ist, weshalb sie mit H4 und permanenter Nachsichtigkeit bei Laune gehalten werden.

      Die haben nichts zu verlieren, denn in ihrer Heimat verdienen sie 1-2 Euro pro Tag, wenn überhaupt; hier bekommen sie das 20-30fache und eine Berufsausbildung geschenkt…

  82. Es war nicht allein der Schulmob,
    auch „Aktivisten“ (pc-Wort für reisende Kriminelle) prügelten auf die Polizei ein – eine von Radikalen wohlorchestrierte und gezielt für die Bilder (an denen sich die SZ wohlig aufgeilt) eskalierte Veranstaltung.
    .
    Besonders mutige „Aktivisten“ griffen von hinten an, echte Helden (was man „weit links“ eben so für Mut hält).
    .
    http://www.spiegel.de/video/nuernberg-augenzeuge-zur-abschiebung-video-1771303.html
    .
    Herr Prantl, jetzt mal ein Lob auf die hasskriminellen „Schüler“ gefällig?

    • Ja, niedlich,
      wie nun alle Qualitätsmedien die rechtskonform handelnde Polizei verteufeln und die brutalen Täter vergöttern. Das Wort von der Lügenpresse ist da falsch, das ist Kriminalitätsförderungspresse. Deshalb wird der saubere Herr Prantl auch schweigen und grinsen.

    • Es ist halt wie immer
      nur „bad news are good news“. Und wenn man sich dabei noch moralisch erhöhen kann, dann ist es eine win-win Situation.
      .
      Wobei auch ich der Meinung bin, dass man Schuler nicht direkt vor den Augen der Mitschüler aus dem Klassenzimmer holen sollte. Das kann man nun auch wirklich eleganter handhaben. Wer ein solch öffentlichkeitswirksames Vorgehen wählt, der muss sich dann halt auch nicht wundern, wenn die Öffentlichkeit in Form von politisch geduldeter, gedeckter und gefördeter Terroristen (ähem, ich meine „Aktivisten) und „zufällig vorbeikomender Journalisten“ teilhat.

    • Der arme Flüchtling hat dann der Polizei gedroht
      http://www.focus.de/politik/videos/junger-afghane-drohte-nuernberger-polizei-in-einem-monat-bin-ich-eh-wieder-hier-und-bringe-deutsche-um_id_7206097.html

      Fein, für was sich die linken Aktivisten alles so hergeben…

    • Welch ein Wettbewerb!
      Auf der einen Seite die Inszenierung „Aktivisten“ und “ zufällig vorbeikommende Journalisten“ und das zum Zuschauen verdammte Publikum, auf der anderen Seite ein sich
      selbst inszenierender Trump und die ihm nachhechelnden Medien.

      Und nicht den Hauch einer Chance, dass einem von beiden die Luft
      ausgeht. Egal wieviele Reifen platzen, Kotflügel durch die Luft fliegen,
      Rußwolken aus Auspuffen die Sicht versperren.

      Das ist alles nur nicht öde, diese etwas andere Form der Mille Miglia 4.0.

  83. warum das E-stablishment nicht E-fährt ???
    lese gerade, dass die sog. SEKs einen Ford F-550 mit V8 – motor einsetzten. dieser wagen ist ein spritschlucker.

    mit Künast stelle ich fragen: warum kein E-auto um auch hier eine vorbildfunktion auszuüben. weitere frage: warum kein auto aus deutscher produktion ?

    schon komisch, alle vom establisment wollen uns „E“ einreden, fahren aber – angefangen bei ulFuM – mit ihren dicken kisten weiter. selbst bei der nachfolgeorganistion der Wehrmacht gibt es noch keinen E-Leopard ! dabei gibt es doch schon E-hybrid U-boote ! mit brennstoffzelle !

    • E-Hatespeech! ;)

    • "und bringe Deutsche um!"
      Der arme Afghane, der abgeschoben werden sollte, ist wohl ein ganz liebreizendes Herzchen.

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article165166353/In-einem-Monat-bin-ich-wieder-hier-und-bringe-Deutsche-um.html

      Na, ein willfähriger Richter lässt in bei seinen Opfern bleiben…
      Was mich allerdings an der Qualität unserer Berufsschüler (?) zweifeln lässt: dass die sich für einen Hassmenschen einsetzen, der sie töten will. Wie muss es Lehrern gehen, die solche Vollpfosten unterrichten? Oder sind die genau so blöd?

    • Bundestrollbehörde gegen digitalen Hass:Elektronische Hassreden in Sozialen Netzwerken
      Aber E-Hatespeech bitte nur auf der Energiebasis von Ökostrom der aus umweltfreundlichen erneuerbaren Energiequellen stammt und Bestandteil einer nachhaltigen Energieversorgung ist.

    • Qualität der (Berufsschüler?) subventionierten Berufsrevolutionäre/innen
      @Zenzi
      300 Demonstranten, darunter viele Anhänger der linksextremen Szene.
      Kanzlerin Merkel verständigte sich mit den Länderchefs darauf, die Abschiebungen nach Afghanistan aus zu setzen.

    • ich sage nur,
      System Imbert
      .
      So was gab es bei der Mille Miglia nicht zu bewundern, warum wohl.

      —–
      Imbert war der Erfinder des sog. Holzvergasers. Damit würden zu Kriegsende auch Panzer betrieben.

    • Deutsche E-Motoren weltweit - genau wie "damals" !!!
      Haha, ich habe gut gelacht bei dem Hinweis auf hybride U-Boote. Schon die U-Bootflotte im 2. Weltkrieg war mit Elektromotoren ausgestattet, und die schaffte es bekanntlich bis nach New York City.

      Ein Element mehr in der erstaunlich großen Affinitäten-Schnittmenge zwischen Alternativen und Braunen. (Heimat, Natur, Esoterik, rassereines Urgetreide, Crystal Meth, Rechtsungleichheit im Angesichte der Person usw.)


    • Imbert war der Erfinder des sog. Holzvergasers.
      Aahja…
      ich entsinne mich dunkel, als Kind einen alten kleinen Lastwagen mit einer Art Badeofen seitlich zwischen Fahrerkabine und Pritsche gesehen zu haben. Mein Vater erzählte was von „Holzvergaser“, aber ob er genau dieses Gefährt meinte oder nochmal was anderes, weiß ich nicht, nur noch, daß er anhand dieser Beobachtung so einige ausgestorbene Technikvarianten aufzählte.
      So richtig in Erinnerung blieb mir aber nur der Holzvergaser, weil mich die Vorstellung, ein Auto könne auch mit Brennholz fahren, ziemlich verblüffte: soviel Energie hatte ich dem Brennholz gar nicht zugetraut.

  84. Mercedes W 198 / 300 SL "Gullwing"
    Meio mei, soviele schöne Flügeltürer!
    Kein Wunder, dass so viele neue Autos neben den gezeigten Karossen alt aussehen, es sind fast alles Luxus- oder Renngefährte.

    Juan Perón, Stavros Niarchos, Porfirio Rubirosa, Rob Walker, Juan Manuel Fangio, Herbert von Karajan, Tony Curtis, Henri Nannen, Sophia Loren, Gina Lollobrigida, Zsa Zsa Gabor, Romy Schneider, Clark Gable, Curd Jürgens, Gunter Sachs, Glenn Ford, Horst Buchholz; sie alle hatten einen 300 SL, das Statussymbol der oberen Eintausend in den fünfzigern. Für mich einer der tollsten Wagen aller Zeiten!

    Ich bin aber auch Pragmatiker und die E-mobility Revolution wird definitiv kommen.

    So einen will ich nächstes Jahr als fahrbare Einkaufstasche, ästhetisch oder nicht, erst recht für 11 000 Euronen (nach Abzug der Prämie):
    http://e-go-mobile.com/de/modelle/e.go-life/

    Wer’s stilvoller mag und wer über die entsprechende Portokassse verfügt, kann ja auch sowas fahren:
    http://www.mercedes-amg.com/webspecial/sls_e-drive/deu.php
    Ein zeitgemäßer und würdiger Nachfolger des 300 SL, wie ich finde.

    • Der SLS e-drive ein würdiger Nachfolger?
      So viel Blech und so wenig Glas, nee was ist der hässlich. Ist der schon auf das autonome Fahren ausgerichtet, dann könnte man auf die Fenster evtl. ganz verzichten oder wie?

  85. Einfachste Verfassungskunde
    Die Legislative erlässt Recht, die Judikative spricht Recht, die Exekutive setzte Recht um. Polizei ist Exekutive.
    Von fehlendem Mitgefühl der Polizei in der sog. Pressse zu labern ist bestenfalls dümmlich.

    Gruss an die Murkslerin: auch die Regierung ist Exekutive und hat sich an geltendes Recht zu halten. Und Gesetzesbruch ist strafbar. Ausnahmen sind streng geregelt, Stichwort Notstandsgesetze. Ich wüsste allerdings nicht so wirklich, an wen die Dienstaufsichtsbeschwerde zu richten wäre ;-)

  86. Ja im kanadischen Wald da kommen einem die schönsten Formulierungen in den Sinn...
    @Amant des voitures nouvelles, sûres et fiables_IIsagt:
    1. Juni 2017 um 08:36 Uhr
    Gerade dafür ist so ein Sabbatjahr bestens geeignet. Zugegeben, wenn die lieben Kleinen mal wieder in die nächste WG ziehen mieten wir üblicherweise einen Transporter. Da wäre mir mein Schiffchen zu schade.
    Was machen Sie nur ständig auf dem Wertstoffhof…

  87. Eine Mio E Bikes werdens in DE wohl schaffen ...
    … sind ja auch Fahrzeuge… quasi als Einstieg in den Ausstieg vom Diesel.
    .
    Mich wundern immer die Leute, die sich ein rollendes Wohnzimmer kaufen, „um damit in den Urlaub zu fahren“, dabei haben die meistens nur max 30 Tage frei im Jahr.
    .
    Für die eine oder die zwei grossen Urlaubsfahrten kann ich mir so nen Ding doch mieten. Aber oh weh, das könnte ja 1000 Euro kosten. Ne dann doch lieber auf einen Schlag 30.000 auf einen Schlag versemmeln durch den Neukauf besagten Wohnzimmers.
    .
    Hier in CH fahren viele E Autos sowie Hybride und es werden immer mehr. Wenn erst Tesla sein Model 3 bringt, fahren hier glaub ich alle Tesla die jetzt noch ihren Hybrid steuern.
    Hier kostet der Strom auch „gefühlt nix“, denn er rinnt ja quasi von den Bergen herab.

  88. Autos sind manchmal wie Frauen...
    Werter Don, wieder einmal besten Dank für Ihre gelungene Arbeit, und jetzt: entspannen Sie sich.
    Klassische (und nicht selten anspruchsvolle) Schönheiten werden immer ihre Liebhaber finden und auch im Alter ihre Aura bewahren. Der „Replika“-Markt beweist diesen Wunsch nach Glamour, wobei dieses nachgebaute Glump auf mich so wirkt, als wolle man eine echte Diva durch ein silikongepimptes 08/15-Model ersetzen. Käme mir ja nicht in´s Haus! Über die „Zweckfahrzeuge“ neueren Datums muss man gar nicht reden, man kann einen Jaguar E-Type ja auch nicht mit einem Goggo desselben Baujahres vergleichen: Oder kennen Sie jemanden, der sich ernsthaft z. B. einen Fiat „Multipla“ (igitt!) zum Sammeln in die Garage stellen würde? Nicht mal zum Ausschlachten! Also abwarten und g´schmeidig bleiben: Wir haben schon so viel Ungemach wie Schulterpolster, Vokuhila und Modern Talking überstanden, der heißeste Trend von heute ist oft der „E-rrtum“ von morgen. Das schafft sich vermutlich alles von ganz allein ab. Meine Sorge gilt eher dem Schaden anderenortes, den man vor lauter Optimierungswut dabei unterwegs anrichtet: https://stadtbildberlin.wordpress.com/2012/01/11/energetische-sanierung-eines-jugendstilgebaudes-trelleborger-ecke-schonensche-strase/

    • Psychoenergetische Sanierung
      Liebe Frau Seidl,

      auch wenn Sie auf ein weiteres dieser ruchlosen Verbrechen in Styropor hinweisen, wird davon kaum jemand Kenntnis nehmen, weil lang vor den Gebäuden die Köpfe „energetisch saniert“ worden sind: klimakatastrophegebrainwasht, CO2-lobotomiert, energiewendepawlowisiert.

      Vertreten wird diese Sorte Volkserziehung von Regierungen, die vorgeben ihre Grenzen nicht sichern zu können, aber – wie seinerzeit die Mayas – dem staunenden Publikum die Steuerung des Klimas in Aussicht stellen, gegen Geld selbstverständlich, Haufen von Geld.
      Noch stehen Menschenopfer nicht zur Debatte, aber wer weiß, was denen noch einfällt, nachdem der bisher vorgebrachte, offenbar hochinfektiöse Schmarrn die Blut-Hirn-Schranke mit Leichtigkeit überwunden hat.

      Mulltipla übrigens: das reine Grauen auf vier Rädern bzw. der verzweifelte Versuch, es mit einem Design von unbeschreiblicher Hässlichkeit doch irgendwie ins MomA zu schaffen.

    • Jawoll, Frau Seidl - Hinrichten?, Zuvielgesellschaft
      Hetze?

      Gefallen hat mir sehr Ihr Weiterdenken des Klimawandels (oder was dafür gehalten wird). Denn es ist mittlerweile in der Mehrheit Hirn(?? ‚ei, wo sinn se denn??‘) gepflanzt, dass sich ‚Klima‘ aus CO2-Ausstoss berechnen liesse.
      Volksverdummung.
      Weiterdenken: Es sind die Schamanen von heute, die mit Beschwörungsformeln hantieren, uns in Schach zu halten. Bei der Mehrheit gelingt es.
      Menschenopfer: Warum nicht, wenn es der eigenen Machterhaltung der Schamanen dient. Indirekt hat es ja schon Menschenopfer gegeben durch diese Politik; warum dann nicht auch direkt, z.B. einmal wöchentlich, einen Menschen öffentlich hinzurichten, weil die Klima-Göttin Menschenopfer verlangt, um der Menschheit klimatologische Katastrophen zu ersparen?

      Vielleicht ist es zu arg, aber mir kam spontan die Idee, den Architekten der dieses Sakrileg verbrochen hat, als nächsten Freiwilligen dafür anzumelden.

  89. Das Gerücht ....
    und die Behauptung geht rum, dass die amerikanische Armee, einen Hubschrauber der Türkischen Armee abgeschossen hat, 13 Soldaten sind dabei ums Leben gekommen. Hilft doch der Türkei dabei, bei all der Verlogenheit der US Armee und NATO, dass die Türkei niemals ein Kurdenstaat im Nordsyrien zulassen wird. Diese Verlogenheit der NATO und der USA …

    • Ich bin dafür einen Kurdenstaat
      in Mecklenburg-Vorpommern einzurichten,
      direkt neben Neupalästina.
      Dann müssen Gabriel und Steinmeier nicht
      mehr so weit fliegen und die Umwelt wird entlastet.
      Sand und Salzwasser gibt es auch genug.

      PS
      Ich bin natürlich für eine 2-Staatenlösung
      in Deutschland gewesen habe mich dann
      aber an der Entscheidung der
      Regierung orientiert und nicht weiter protestiert.
      Das werde ich in Bezug auf das israelische
      Parlament auch so halten.

      Die Frage ist eigentlich nur ob man wirklich die Hamas in der Knesset haben will. (Die Vereinte (arabische)Liste kommt auf ca 10,61%)

    • Ich habe noch etwas vergessen
      Jassir Arafat* müsste man natürlich auch
      umbetten. Nach dem der Bundeshofnarr
      ein Kranz dort ablegen lies
      (Ich Frage mich warum er es nicht selber gemacht hat,
      er stand ja daneben. ggf ging es um die Schaffung von Arbeitsplätzen in Palästina) werden es auch noch andere machen wollen.

      * Zitat Wikipedia:
      palästinensischer Freiheitskämpfer,
      Terrorist, Guerillakämpfer,Politiker,
      Friedensnobelpreisträger.**

      **
      Die Kombination erfreut sich steigender Beliebtheit:
      Potentielle Kandidaten:
      Abdullah Öcalan, Sigmar Gabriel und Dr. Angela Merkel.
      Bei letzteren fehlen angeblich noch die terroristischen Anteile
      als Vorbedingung für den Sprengstoffherstellerpreis.

  90. Fade, langweilige Zeiten - das waren in der Geschichte oft die besten
    Vor den erlebnisreichen Zeiten, die sich bei uns allmählich ankündigen, habe ich Angst – auch wenn die Autos dann vielleicht nicht mehr so gleichförmig aussehen, mit ihren Panzerplatten und schußsicheren Scheiben.

  91. Missverständnis!
    Die konventionalistischen Deutschen heute sind die Nachfahren der Gleichgeschalteten von vorgestern. Nur heute suhlen sich die feministisch-genderistischen Radikalinskis in ihrer Emanzen-Selbstillusion, und die per Werbungskosten- und Unterhaltungsindustrie Gleichgeschalteten glauben an die Individualisten-Narration des westlichen Konsumkapitalismus.
    Allerdings hat mit steigendem Wohlstand die Mimosenhaftigkeit zugenommen, und das spiegelt sich in der Tat in einer Art Geriatrikerästhetik wider…

    • Nein, halt, halt ! "..feministisch-genderistischen Radikalinskis in ihrer Emanzen-Selbstillusion...
      Gestern im Mutterkutter:

      “ Fast jeder Dritte bricht sein Studium ab
      Die Zahl der Studienabbrecher an deutschen Hochschulen steigt an, wie aus einer großangelegten Studie hervorgeht. Vor allem aus zwei Gründen beenden viele Studenten vorzeitig ihr Studium….“
      .
      Zeichen von Nachlässigkeit, wo doch ansonsten streng in Polizisten und Polizist*Innen, Studenten und Student*Innen, Ärzte-und Ärzt*Innen uswusf getrennt wird oder einsetzende Ermüdung?
      (DdH)

  92. Welches Fabrikat steckt hinter dem Belgier?
    http://blogs.faz.net/stuetzen/files/2017/05/mmer.jpg

    • Vom Sozialismus lernen heißt...
      https://pbs.twimg.com/media/C_vGJy0XgAERy48.jpg

    • Erinnert an einen Kleintierzüchterverein...
      Ach, Oberländer, diese „Hasenställe“ sind furchtbar deprimierend und man ahnt schon, welcher Geist darin wohnt. Schlimmer noch: Was nicht von vorneherein derart antlitz- und seelenlos gebaut wurde, wird bestimmt noch – par ordre du „Mutti“ – kaputtsaniert und optisch auf Linie getrimmt. Man muss es den Leuten nur immer wieder gut erklären, warum…


    • Das sind alles so aufgeblasene Einzelzimmer (Wohnklos), keine Familienwohnungen oder „Wohnsitze“ im Sinn von einem Ort, an dem man dauerhaft bleibt und auch „sein Glump versorgt“. Also imgrunde Zweitunterkünfte, weil man ein halbes Jahr woanders arbeiten muß und die eigentliche Wohnung bleibt.

  93. Schönes Italien
    Ihre ganzen Berichte aus Italien sind toll, dieser besonders. Ich hab gerade viel zu tun, aber das musste mal gesagt sein. Hoffentlich kommen Sie nicht so bald zurück….

  94. Titel eingeben
    Och, bevor ich einen Hispano-Suiza oder einen Duesenberg ruiniere, fahre ich lieber täglich im Continental Supersports (-;

  95. Titel eingeben
    Bester plagiator. Die Arbeitnehmer-Intensivhaltung mittels Beton-Fertigteil ist eigentlich mega-out. Weil sie nicht die notwendige Mobilität der Nutzmenschen berücksichtigt. Die müssen heute hier Container zusammenschweißen und morgen woanders Platinen löten.
    Da hilft nur die Technik des transportablen Wohnraums. Also nicht die Wohnwagen-Dörfer der USA sondern der ISO 668-Hightech-Behälter, den Sie in den Maßen 6.092x2438x2438 mm schon für rund sechs Kiloeuro in Deutschland bekommen. Plus Küche und Nasszelle nochmal 6.000 dazu. Denken Sie mal an unsere zukünftigen GruSi-Rentner, die sich keinen Altenheim-Platz leisten können! Ab in den Isolier-Container.
    Die Vorschläge hierzu finden Sie unter http://www.isbu-association.org .

    • Großes Pionierehrenwort
      Lieber @Folkher Braun, ich dachte an ein Treppenwitz. Und doch; wenn man sich die 6.092x2438x2348 Wohnklos (http://www.isbu-association.org/container-home-news.htm), gestapelt, mit Wind-Propeller oben druff und in Reihendivision vorstellt, dann grünt es auch bei den Grünen wieder.
      Aber ja: auch der Sozialismus und Kommunismus muss sich irgendwann mal reformieren, um auf zukünftige Belange der Menschlichkeit reagieren zu können.

      Kennen Sie die japanischen Kapselhotels? Gibt es auch in China(https://www.welt.de/reise/staedtereisen/article110686085/Schlafen-wie-im-Schliessfach-oder-Sarg-ab-acht-Euro.html) Rechnen Sie sich´s aus. Arbeiten, essen und günstig wohnen&schlafen. Dass sollte doch für den Homo sapiens reichen!


    • Haha, die Bildergalerie ist lustig. Manche bauen sich scheints tatsächlich richtige Häusle draus.
      Vor 40 Jahren sah ich das erste Mal ein Bild von zu Wohnzwecken umgenutzten Schiffscontainern, als mein Erdkundelehrer ein paar Impressionen aus Afrika (ich glaube, es war Mosambik) einstreute, die er von einem Bekannten hatte, der dort kurzzeitig als Geologe war.

      Ist das der Nachfolger von Fachwerk?
      Leicht, zerlegbar, versetzbar?

    • @colorcraze
      Ich kann Ihre Fragen nicht beantworten. Aber es scheint, die wollen da drüben Containern. ;)

  96. uns Trump
    Gerade im Mutterkutter gelesen, daß der „Sündenfall“ eingetreten sei, USA steigt aus dem Klima aus, oder so?
    Was ist dieser Klimareigen eigentlich ?
    Staatlich subventionierte „Forschung“ um nicht bewiesene Tatsachen als Wahrheiten aussehen zu lassen?
    Das Ganze hat Züge einer Religion, in religionsarmen Zeiten vielleicht normal.
    Klar mit Klima(horror)kann man(Staat) jede Steuer und versteckte Steuer/Gebührenerhöhung begründen.
    Aber auch ohne jede Ideologie (die ist mir fremd, bin kein Grüner, hab, (die) auch noch nie gewählt) wird das Elektroauto die Zukunft sein. Da gibt es ein „bon mot“ , weiß nicht von wem, „So wie die Steinzeit nicht aus einem Mangel an Steinen zu Ende gegangen ist, wird auch die Erdölzeit nicht aus einem Mangel an Erdöl zu Ende gehen“

    • ... na ja ...
      … internationaler Klimaschutz ist schon sinnvoll; ob in dieser Form ist fraglich.

      Das Geschrei um Trump rührt eher daher, dass er das robust beseitigt, was die linksgrüne Fraktion mit viel Medien-Tamtam und der üblichen Quasireligiösität und Wertepopanz aufgeblasen hat, indem er eine Nadel an den Ballon hält …

      Das ist in jedem Fall gut.

      Der Emissionshandel à la EU zB ist mit vielen tollen Papieren etabliert worden, hat viele Leute aus dem linksgrünen Sektor unglaublich reich gemacht, war aber von Anfang an strukturell mittel- und langfristig zum Scheitern zu verurteilt. Und so geht es mit vielen dieser tollen Konzepte, die halt – bei Lichte betrachtet – große Selbstbedienungsshows mit viel Brimborium sind, deren mittel- und langfristige Kosten die Allgemeinheit oder der Durchschnittsdeutsche trägt (s. sog. „Energiewende“, „Goldstücke“ usw.) …

    • Trump the climate...
      Bravo Trump!

      Als Naturalesoteriker kann ich mich der Auffassung des Problembären nur anschliessen. Denn um was geht es beim Accord de Paris?
      Wiki sagt: „Das Übereinkommen wurde am 12. Dezember 2015 auf der UN-Klimakonferenz in Paris verabschiedet und sieht die Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten vor.[1]“

      Wow! Mit soviel Dummheit aus 195 UNFCCC-Mitgliedstaaten konnte echt keiner rechnen. Denn, wenn man drüber nachdenkt, heisst es ja, dass diese Deligierten davon überzeugt sein müssen, dass die Menschheit auf der Kardaschow-Skala (ein Maß für die technologische
      Entwicklung kosmischer Zivilisationen auf der Basis von Energieverbrauch- und management) bereits auf der Stufe II angelangt sein muss. Fakt ist, dass wir noch nicht einmal Stufe I beherrschen, d.h. noch nicht einmal die von unserem Heimatplaneten zur Verfügung gestellte Energie sinnvoll nutzen, geschweige dann die Energie unseres Zentralsterns im Griff haben.

      Häh? Wie hängt denn das mit dem Pariser Abkommen zusammen? Ich will’s mal versuchen…

      Also, selbstverständlich gibt es einen Zusammenhang zwischen Erderwärmung und CO2 in der Atmosphäre, das bestreitet keiner. Ein vergrüntes Hirn geht davon aus, dass CO2 ein Klimagas ist. Je mehr von diesem Zeugs also ausgestossen wird, desto wärmer wird es wegen des sog. Treibhauseffektes. Gut und schön: Kann und wird sogar so sein. Aber – und jetzt kommt es: Vergleicht man das anthropogene (angeblich durch CO2 verursachte) Mehr an Temperatur mit den Schwankungen VOR dem industriellen Zeitalter, dann ist das industriebedingte Mehr ein Kinkerlitzchen. Das hat man über Tiefbohrungen im arktischen Eis herausgefunden. In den Bohrkernen, die man jahresweise ähnlich wie Baumringe lesen kann, ist der Verlauf von Temperatur und CO2-Gehalt nämlich „aufgezeichnet“. Und diese Aufzeichnung zeigt eine merkwürdige „Kausaldynamik“, die ganz anders ist, als man es für ein Treibhausgas erwartet. Für den Effekt von CO2 als Treibhausgas erwartet man, dass der Temperaturanstieg dem Anstieg der CO2-Konzentration folgt. Grüne Logik: Erst macht unsere Industrie zuviel CO2 und 50 Jahre später oder so haben wir den Salat: Klimakatastrophe durch Erderwärmung.

      Die Aufzeichnungen zeigen aber das Gegenteil. Nämlich, dass erst die Temperatur hoch (oder runter) geht und dann der atmosphärische CO2-Gehalt „nacheilt“: Temperaturkurve und CO2-Kurve sind sozusagen phasenverzögert. Aber immer in der kausalen Logik: Erst die Temperatur, DANN der CO2-Gehalt. Jetzt kommt’s: Diese Logik entspricht der Erwartung. Warum? CO2 kann als Gas in der Atmosphäre, in Wasser gelöst oder in „Feststoffen“ gebunden (z.B. als Carbonatgestein oder als pflanzliche Biomasse einschliesslich Algen) vorkommen. Wird die Temperatur erhöht, so verschiebt sich diese Verteilung zugunsten des atmosphärischen CO2. Für CO2 im Wasser gilt z.B. das Henry’sche Gesetz: Bei tiefen Temperaturen löst sich mehr CO2 in Wasser als bei hohen Temperaturen. Kann jeder ausprobieren, indem er eine Flasche Sprudel in den Kühlschrank und eine andere in den Kofferraum seines Autos bei praller Sonne legt und nach 2 Stunden aufmacht.

      Aha! CO2 entweicht also umso mehr und umso schneller in die Atmosphäre, je wärmer es ist. Wer aber sorgt dann für die Temperatur? Der Mensch und seine Industrie etwa? Das vergrünte Hirn wird mit Erstaunen reagiert haben, als NASA mitteilte, dass die globale Erwärmung nicht nur auf der Erde, sondern auch auf anderen Planeten unseres Sonnensystems nachzuweisen ist. Etwa auf dem Mars. Gibt es da auch eine Zivilisation mit Industrie und CO2-„Verschmutzung“?

      Ich weiss nicht, wie lange es dauern wird, bis ein vergrüntes Hirn bereit ist, anzuerkennen, dass unsere Sonne größer und mächtiger als wir selbst sind. Sie ist die Ursache für so etwas wie globale Erwärmung und sie „zickt“ auf ihrem Weg durch unsere Galaxie in mehreren Zyklen, die sich überlagern. Regelmäßig kriegt sie vor lauter Wut sogar Flecken – mit uns hat das indessen reichlich wenig zu tun.

      Der anthropozentrische Standpunkt erinnert an den geozentrischen Standpunkt vor einem halben Jahrtausend…

    • Problembär, Sie nutzen aber auch jede Gelegenheit
      für das E-Auto zu astroturfen!?

    • Oh Gott Merkel
      es geht um unsere Mutter Erde.

      Wir retten entschlossener denn je Afrika, ach was, die ganze Welt und auch noch das Klima, hallelujah.

    • Set The Controls For The Heart Of The Sun
      @Nat

      Sie verstehen aber auch gar nix ;-) Wir erwärmen die Erde und die strahlt dann auf den Mars aus. So muss man das sehen.

      Richtig ist, dass wir die Sonne in den Griff bekommen müssen. Das geht nur mit den Grünen. Für dieses gewaltige Zukunftsprojekt müssten schon längst Sondersteuern erhoben und gesammelt werden.

      Klar ist auch, dass Projekte dieser Größenordnung nicht mehr innerhalb einer Demokratie (auch nicht in unserer gelenkten Post-Demokratie) gestemmt werden können. Alle Gewalt müsste von einer Hohepriesterin (KGE?) ausgehen!

    • Sie sollten mehr SPON-Populärwissenschaft lesen.


    • Trump ist halt der Luther des Emissionshandels.

    • @Sirisee
      Man kann auch ohne Energiewende reich werden, wenn ein alter, weißer Mann ( scheinbar) das Sagen hat.☹️ Nicht zu glauben…

    • Trump und das Klimaabkommen
      Der größte Umweltverschmutzer ist die Volksrepublik China. Diese hat sich ebenso wie Indien sehr lange gegen jegliche internationale Übereinkunft in Sachen Klimaschutz gewehrt (wesentlich intensiver als die USA). Daß die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Erde ebenso wie die übrigen 194 Länder an dem Pariser Abkommen festhalten wollen, obwohl ihnen der Ausstieg der USA den perfekten Vorwand liefert, das Abkommen ebenfalls aufzukündigen, sollte zu denken geben. Kann es nicht doch sein, daß der gute Herr Bannon bei seiner breitbärtigen Einschätzung des Klimawandels ebenso daneben liegt wie mit seinen handelspolitischen Weisheiten? Wenigstens bleibt es unterhaltsam, was da aus Washington jeden Tag an Neuigkeiten getwittert wird.

    • Mich stört halt das Getue der Kaste. Unter Kohl war Merkel selbst ein Umweltrisiko, und es war Obama, der das Pariser Abkommen weichverhandelt hat.

    • Ablasshandel
      Der Spiegel zitiert aus einer Studie, dass Maut und E Autos und Abschaffung der Dieselvergünstigung und der Pendlerpauschale gegen Klimakatastrophe hilft.
      Da höhere Steuern zu niedrigerer Wirtschaftleistung führen, mag das sogar richtig sein, aber so ist das nicht gemeint;-).
      Gibt es wirklich Menschen, die sowas glauben?
      Als nächstes behauptet ne Studie oder eine TVExpertin, dass Unisextoiletten gut fürs Klima sind.

      Auf die Idee, home office mit guter Breitbandversorgung zu fördern und den Nahverkehr auf dem Land nutzbar zu machen, kommt keiner, in Berlin ja auch egal, solange der Pizzabote noch kommt.

    • @Ablasshandel
      Das gilt natuerlich nur, solange der Pizzabote mit dem Rad kommt und die Pizza vegan ist. Den Nahverkehr auf dem Lande foerdern wird nicht viel helfen, wegen der duennen Besiedlung bleibt das Auto auf absehbare Zeit das sinnvollste Transportmittel fuer Personen und Ware (dazu gab es in einem frueheren Blogbeitrag des Don schon eine Diskussion). Fuer eine flaechendeckende Breitbandversorgung lanciert die Politik auf Bundes- und auch auf EU-Ebene viele schoene Worte und eine Initiative nach der anderen, aber es tut sich wenig. Selbst in den Staedten ist das Internet eher mit der Geschwindigkeit einer Ente unterwegs als mit der eines Porsche. Ob das letzten Endes auch oekologisch gewollt ist?

    • Nahverkehr
      Ich dachte da mehr an Nahverkehr 2.0.

      Bei uns kommt der Bus alle Stunde und der Schulbus ist hoffnungslos überfüllt. Nachts gibt es zwar „Diskotaxigutscheine“, nur kommen kene Taxen ausserhalb der Stadt. Die kommen nicht zur Dorfparty, lohnt skch nicht.

      Ergebnis ist, dass sich die Menschen hier selbst organisieren, ganz ohne Uber. Die Teenies haben einen Fahrdienst, der an dem Abend nüchtern bleibt und die anderen für Benzingeld nach Haus fährt, die Mütter machen den Schulshuttle, ein Auto, vier Kinder, immer abwechselnd.

      Der staatliche Nahverkehr ist tot, aber mit etwas Phantasie kann man Alternativen entwickeln. Ist aber wahrscheinlich gut, wenn der Staat nicht versucht, sich da auch noch regulierend einzumischen.

      Breitband ist hier für Videokonferenz zu langsam und bleibt es auch. Die umweltfreundliche Konsequenz ist die Fahrt oder der Flug zum persönlichen Meeting.

  97. E-revolution mit Modell 3 in der Schweiz
    geschätzter Köstlich…………………..ja sicher wird sie irgendwann kommen die E-revolution und die E-mobile werden dann im stau am geliebten Gotthard ihr leben vorübergehend auspusten und die umweltversauenden holländischen Caravanfahrer ganz automatisch blockieren……………

    man könnte sich überlegen, die sog. REUSS-Staffel-Kraftwerke die ja parallel zur autobahn an der Reuss die Gotthard-Bahn versorgen zur direkten Tesla-Modell 3 versorgung – quasi wie direkt vom öko-bauern – einzusetzten.

    die autobahn wird dafür sicherer gemacht, so dass keine deutschen renter mehr sogar bei tageslicht erschlagen werden – nein wo denken sie hin, nur von steinen die auf den rastplatz Gurtnellen fallen…………….

    eines ist sicher, die Schweiz ist für E einfach prädestiniert:

    1.keine weiten fahrten, für weitere reisen das umweltschonende flugzeug

    2.urlaub am liebsten im eigenen land oder gar kanton

    3.immer vor 20 uhr zuhause

    4. sex nur um dunkeln, in der zeit kann geladen werden.

    aber spass beiseite und kommen wir zum empirie: es ist bewunderswert wie umweltbewusst einer meiner nachbarn seinen recyclingmüll mit seinem DB 7 samstags immer in die entsorgungshalle bzw. den ökihof fährt……………

  98. Widerspruch
    Sehr geehrter Herr Alphonso,

    heir muß ich Ihnen vehement widersprechen: keinesfalls ist die Gestalt (und ich verwende hier sehr bewußt nicht das abscheuliche Wort Design) der modernen Autos Kundenwünschen entsprungen, jedenfalls nicht meinen, und ich bezweifle, daß wirklich viele Kunden nach ihren Wünschen befragt werden. Ich empfinde die neumodischen Dinger als Qual. Windschutzscheiben von mehreren Quadratmetern Fläche in einem flachgeneigten Winkel mit nahtlosem Übergang in ein stark gewölbtes Dach ohne Regenrinnen, das hinten schon vor den Rücksitzen so stark abfällt, daß nur noch schmale Sehschlitze für den Blick zurück bleiben, sorgen für ein Innenraumklima, das ohne künstliche Kühlung absolut lebensfeindlich ist.
    Nein Danke.
    Gestern war ich mit meinem 74er Käfer, den ich damals für 7.400 Mark neu gekauft hatte, und der mich ein Leben lang treu begleitet hat zur Hauptuntersuchung bei der GTÜ (zum arroganten TÜV gehe ich schon lange nicht mehr) und habe mir für 102€ (!!!) den Plakettensegen für die nächsten 2 Jahre abgeholt.
    Im übrigen, lieber Herr Alphonso, fahre ich ein Coppi Rennrad mit Columbus SL Rohren und einer unkaputtbaren Campagnolo Record Ausstattung aus dem Jahr 1978. Einzig die Laufräder habe ich vor einigen Jahren umgespeicht, weil ich das Flicken der Schlauchreifen leid war (worin ich es allerdings zu einer außerordentlichen Fertigkeit gebracht habe).
    Wenn man will, geht es durchaus.

    Viele Grüße

    • Kundenwünsche, Ohnekatalysator,
      ja und nein.

      Kundenwünsche sind es schon, sonst stünden die Schrottblasen ja auf Halde.
      Man hat aber schon vor Generationen den potentiellen Käufern die Hölle heiss gemacht, mit ‚Verbrauch‘, und dafür muss etwas Windschlüpfrigkeit angeschweisst werden. Und wenn man dann Gewicht reduziert durch Verzicht auf Schrauben und Muttern, stattdessen Nieten und Kleben, und natürlich Form-Plastik (ja, genau wie beim Trabbi!) als ‚Armaturenbrett‘, legt schon mal der eine oder andere Geld dafür auf den Tisch.
      Gestern (?) war in der FAZ zu lesen, dass die deutschen Autobauer die höchsten Renditen einfahren.

      In 90 Prozent sind es die Frauen, die eine letzte Entscheidung beim Kauf von Haus oder Wohnung treffen. So sagt ein bekannter Immobilienmakler.

      Aber auch beim Auto ist es nicht gänzlich anders. Meine Mutter hat sich immer damit durchsetzen können, in unserer Kindheit und Jugend, dass sie ‚NIE!‘ in einen Kombi steigen würde. Genau deshalb gab es auch nie einen.

      Warum gibt es so – eigentlich ungeeignete – Hausstaubsauger? Ich erinnere mich noch gut an unsere ersten Staubsauger, das waren Industriestaubsauger in Billigausführung. Die sind dann immer weiter degeneriert, bis zum dem was man heute hat, mit Beuteln zu gut ein Liter Inhalt und ca. 10 € das Viererpack. Automatische Schnuraufroller.
      Gekauft wegen der 18 Düsen für alles – benutzt wird jeweils nur eine, die gerade dransteckt, und das ist immer dieselbe. Dafür saugt er kein Wasser.
      Bei mir gibt es weiterhin einen Industriestaubsauger, mit langem, flexiblen Schlauch, so dass ich ihn nicht einmal hinter mir herziehen muss, 30 Liter Sammelgefäss, mit passendem Beutel (so ich will), 5 Stück für ca. 20 € (Original, mit Feinstaubfilterklasse!). Und bei Bedarf bläst er auch (ja, ich weis, verlinke aber nicht, Loriot!), und saugt Wasser, inklusive Dreckwasser.

      Gut, dass mir jetzt nicht auch noch IKEA einfällt! Dann würden die 5000 Zeichen hier nie ausreichen!

    • Everything popular is wrong
      Nope, Frauen wollen Panzer.
      Für die Frauen wurde der SUV erfunden und die hohe Gürtellinie wie z.B. beim A3.
      Das Autodesign endete, als man die Frauen danach fragte, was sie wirklich wollen….der klassische Fehler jeder Gesellschaft :-)

    • Nope, Goodnight!
      Der relative Misserfolg des Volvo 240 wurde oftmals den Frauen in die Schuhe geschoben, die weder Backstein noch Panzer wollten, sondern ‚was Elegantes‘.

  99. Sondermodelle..
    Aber natürlich kein Horch 855, der autoästhetische Überflieger…!!)

  100. ...
    weshalb Autos heute so aussehen wie sie aussehen???

    eventuell geht es um den optimalen CW-Wert im Windkanal und der lässt Formtechnisch wohl nicht mehr viel Spielraum für Ecken und Kanten…. wie sonst in anderen Bereichen auch…. alles langweilig stromlinienförmig… und aalglatt… und ohne Ecken und Kanten… und maaslos übertrieben

    • Die mit absoluter Mehrheit festgestellte Schuld des CO²
      an der drohenden Klimakatastrophe und somit der Kampf um jedes mg CO² läßt der Autoindustrie keine Wahl. Ist aerodynamic law, stupid.

    • Wer sich einmal mit Bauxitverhüttung beschäftigt hat, kann nur darüber lachen.

    • Windkanal
      Aerodynamik ist so komplex, da gibt es viel mehr mögliche Varianten als der Durchschnittsingenieur glaubt. Man muß aber auch mal den Mut (beim Vorstand!) haben, woanders anzufangen. Bei gleichem Start kommt (nicht zuletzt durch die überall gleichen Optimierungs-Algorithmen) auch nur ähnliches heraus. Einfaches Beispiel: die aktuellen Elektroautos – wieso müssen die eine Motorhaube haben? Der Motor selbst ist so kompakt, den kann man auch anderswohin bauen (bis hin zu Radnabenmotoren) und dauernd drankommen zwecks Ölwechsel etc muß man ja auch nicht. Es gäbe sogar Vorbilder (zugegeben meist nicht übertrieben erfolgreich). Motor in der Mitte unten: Zündapp Janus, Toyota Previa; bei Sportautos ein klassischer Mittelmotor – oder sogar wieder Motor hinten, das meiste Gewicht kommt eh von der Batterie und die packt man am besten unterflur ein.
      Bei der Aerodynamik gäbe es auch Varianten – um bei Citroen zu bleiben: die DS und CX hatten sehr ähnlichen Luftwiderstand. Die DS mit sehr viel Feinarbeit (Luftansaugung unter der Stoßstange, versenkte Scheibenwischer, außen bündige Scheiben, glatter Unterboden), der CX mit weniger Feinschliff, dafür einer besseren Grundform.

    • @ astroklaus: es ist nicht der Windkanal allein
      allein der EU-eingeforderte Fußgängerschutz bescherte den Neukonstruktionen diese hohen Knollennasen und auch für den Insassenschutz sollte die Aufprallfläche erheblich weiter von der Nasenspitze entfernt sein als bei Zündapp Janus, Isetta & Co

    • weshalb Autos heute wie die Politik aussehen...
      Sie haben recht,

      nicht nur das Design der Autos heute ist „langweilig stromlinienförmig… und aalglatt… und ohne Ecken und Kanten… und maaslos übertrieben…“

      Auch die Politik und der politische Diskurs.

      Unsere Chefdesignerin hat uns, viele haben es in zwölf Jahren wohl kaum bemerkt oder merken wollen, in den intellektuellen Windkanal geführt.

      Sie konnte vermutlich auch gar nicht anders. Herausgekommen ist also kein CW-Wert, sondern ein ID-Wert (= intellektuelles Desaster).

      Nicht nur die Autos sind heutzutage irgendwie alle gleich (langweilig und stromlinienförmig), auch das Denken vieler Bundesdeutscher ist so.
      Aus dieser Misere können uns nur noch die neuen Deutschen (Prof. Münkler) retten, denn sie sorgen für eine Vielfalt, die uns vor Jahren noch unvorstellbar schien und wie sie es hier noch nie gab.

      Die Vorteile liegen auf der Hand (aus männlicher Sicht):

      • neue Werte (Ehre und Anstand)

      • neue Umgangsformen (No Gender)

      • neue Begegnungsstätten für den inter-religiösen Dialog

      • neue Curricula (kein Katechismus, kein St. Martin, aber Koranexegese)

      • mehr Shishas

      • neue Familienpolitik (more Sex, more Fun, more Money)

      • neuer Style (Hejab oder Niqab, Burka im Winter)

      • keine Fahrerlaubnis für Frauen

      • Beschneidung der männlichen Nachkommen

      • Kirchen nur für religiöse Minderheiten

      • neues Straf- und Erbrecht (Sharia)

      • neue Konsumgewohnheiten (Halal)

      • keine Schwule (offiziell)

      • Ehe auf Zeit

      • No Job, no Future

      • neue politische Parteien (NDPH = Neue demokratische Hezbollah-Partei)

      • GRÜN bleibt die Farbe des Propheten

      • keine Bürger in Uniform (alternativ: Pasdaran oder al-Quds-Brigaden)

      • keine monogamen Ehen (Harem für Männer)

      • keine Ausgaben für Arbeitsscheue (nur Almosensteuer)

      • einmal im Jahr ein kollektiver Betriebsausflug (Hadsch)

      Wir werden erst in einigen Jahren zu schätzen wissen, wie weit unsere Chefdesignerin schon damals, im September 2015, in die Zukunft zu blicken vermochte. Ihr Design war mehr als nur Antizipation, es muß göttliche Vorsehung gewesen sein. Als Pfarrerstochter mit einen quasi natürlichen Zugang zu religiösen Dingen konnte sie das Wahre vom Falschen leicht unterscheiden, so wie der Erich…

      Zurück zum Thema. Und so wissen die Designer in den Automobilkonzernen auch ganz genau, was für uns Deutsche beim Auto wichtig ist:

      • gute CW-Werte

      • günstige Finanzierung über eine Hausbank

      • günstiger Spritverbrauch

      • viel Power (PS)

      • viele Extras für wenig Geld

      • Farbe schwarz oder anthrazit

      • Navi und Multi-Mediasystem serienmäßig

      • Frauen: großer Kofferraum wegen Kinderwagen u. ä.

      • Männer: Recaro-Sitze und Rallye-Ausstattung

      • dicke Schluppen usw., usw.

      Man müßte mit Besorgnis in die Zukunft blicken, gäbe es nicht im äußersten Westen ein LICHT… (sh%§/ hier klemmt mal wieder die Umschalt-Taste)
      Es ist der Armin, der Ritter der Tugend und der Verteidiger der Werte des christlichen Abendlandes in der Tradition von Karl dem Großen und Karl Martell [der Hammer] und jetzt Ministerpräsident des bevölkerungsreichsten Bundeslandes…, auch arm, aber sexy?..
      also der Armin hat gesagt, dass er, als netter Ausländerversteher jetzt streng wird,
      http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-05/armin-laschet-landtagswahl-nordrhein-westfalen-cdu

      …wenn er dann in ferner Zukunft auch Chefdesigner in der RHS wird, was ihm keiner zutraut, wie so immer, müßte er dann den Glauben wechseln?

      aber das tut der Armin nicht…?

  101. Sind die Startnummern korrekt in der Liste?
    Verehrter Don, wenn ich alles richtig verstehe ist der von Ihnen mehrfach genannte blaue Delahaye der mit der Startnummer 148, oder?
    In der von Ihnen am 20. Mai (Die moralische Ungnade …) verlinkten Start-Liste ist aber unter dieser Nummer ein anderer eingetragen.
    Einen Delahaye von 1947 findet man unter Startnummer 162. Ist die Liste nicht mehr aktuell?

  102. Schön war's - früher
    Wunderschöne Bilder von wunderschönen Autos! Aber es waren doch nicht bloß die Autos. Nein, auch die Bohrmaschine beim Zahnarzt mit ihrer wunderschön geschwungenen Halterung für den Bohrer, der sich auch schön langsam drehte. Teilweise noch mit Pedalantrieb, den der Meister mit dem Fuß (!!!) bewegte. Und dagegen diese heutigen, seelenlosen Geräte, die alle so fürchterlich gleich aussehen, mit Wasserkühlung, da merkt man nicht mal mehr, daß gebohrt wird. Ich will die alten wunderschönen Zeiten zurück, so wie beim Königlich-Bayrischen Amtsgericht.


    • Jaja, mein Zahnarzt hatte so Bilder an der Wand von den Geräten seines Vaters, seines Großvaters und seines Urgroßvaters. Da waren auch so Pedalbohrer dabei. Und Totenschädel zwecks anatomischer Anschauung. Jetzt hat seine Tochter übernommen, die hat die Bilder abgehängt, will wohl nicht mehr die Patienten erschrecken.

    • Ärzte sollte man ohnehin meiden.

    • Genau, so ist das.
      Spätestens beim Zahnarzt wünscht sich keiner mehr die alten Geräte zurück.

    • Ach die jungen Zahnärztinnen
      Kommen einem so nah und sind doch so fern.

      Mein Vorschlag wäre, sie sollten schöne Mobile(s)
      unter die Ecke hängen damit man etwas zum betrachten hat.

      Gerne auch ein schönes Deckengemälde.

      Immer dieses Weiß :-(

      PS:
      Vielen Dank an den Erfinder der
      Lokalanästhesie an dieser Stelle.
      Ich finde er hat einen Gedenktag verdient!

    • Titel eingeben
      Zahnärztinnen hebeln beim extrahieren über den benachbarten gesunden Zahn und beschädigen ihn, weil sie erstens zu klein und zweitens zu schwächlich sind, senkrecht zu ziehen.

      Nur sehr, sehr wenige Frauen vermögen zudem über einen, geschweige denn zwei Spiegel zu arbeiten.
      Die deutsche Flugsicherung versucht seit etlichen Jahren, mehr weibliche Lotsen einzustellen. Es gibt auch sehr viele Bewerberinnen. Indes: eine dritte Dimension, ja sogar eine nicht in Flugrichtung gehaltene Karte ersticken diese Bewerbungen meist im emanzipatorischen Keim.

      Dumme Männer und dumme Frauen schließen aus solchen Tatsachen, daß Männer und Frauen nicht gleichberechtigt seien.

    • Furchtbar! sylter456, hätten Sie sich das nicht sparen können, oder später
      schreiben?

      Am Dienstag wird meine Zahnärztin mir also beim Ziehen eines Zahnes den Nachbarzahn beschädigen MÜSSEN, weil sie zu klein und zu schwach ist?

  103. Fahren oder Beifahren
    Ca1964 als Teenager nahm mich men Patenonkel in seinem neuen Porsche 911 mit nach Hamburg; auf halber Strecke mussste er anhalten, weil mir wegen der spürbar ausgefahrenen Bodenwellen furchtbar schlecht wurde und das schöne Auto mit seinen schwarzen Ledersitze natürlich nicht verschmutzt werden sollte.
    1970 das erste eigene Auto, R4, kostete 5000 DM, zusammengespart und bar bezahlt. Mit Revolverschaltung! Alle meine 3 Kinder sind da mitgefahren, auch weite Strecken. Mit und ohne Kindersitz, und mit Ferienhausgepäck!
    Ca 2010: mein Sohn bekam bei einer Mietwagenfirma (Dienstfahrt) ein Upgrade: es gab einen SLK für ihn. Leider passte er, 2meterMann inzwischen, nicht hinein, er konnte den Sitz nicht genug herunterfahren die, so dass er mit schiefem Kopf vom Flughafen zum Zielort fahren musste.

  104. Berlin bereitet sich für den Don vor
    Werter Don,

    es schaut so aus, als möchte sich das RHS für Sie wieder attraktiver machen. Es werden fleissig Radwege gedacht:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/stadtentwicklung-in-berlin-kreuzberg-fahrradpiste-unter-der-u1-wie-finden-sie-die-idee/12614658.html

    Und zur Not kann man da auch ab und zu mal Oldtimer durchfahren lassen, oder? Mit einem kleinen Abstecher zum Avus. Natürlich nicht gerade um den 1. Mai herum…

    • Mir, sogar mir war radeln in Berlin zu gefährlich. Ganz einfach. Da sins zu viele Assis unterwegs. die sollten die Innenstadt rigoros sperren, das wäre dann mal eine gute Sache. Aber so lange jeder Psycho da ungestraft rasen kann, wird das nichts.

    • Ne Ne, lieber Don
      nicht jeder Psycho darf da in der Innenstadt ungestraft rasen. Normal Sterbliche, die schon lange hier sind, zahlen bereits spätestens ab 60, in immer mehr Straßen ab 40 . Allerdings gibt es satte Kulturrabatte und inzwischen sogar geheime Identifikationsmerkmale, die die Kontrolleure zum verdrehen der Halswirbelsäule zwingen.

  105. Titel eingeben
    „Es sind Autos, deren verklemmtes Äusseres ahnen lässt, dass die Besitzer Beiträge über Transtoiletten, asexuelle Partnerschaft und die richtige Karrierestrategie im Büro lesen.“

    Nu, wie gut, daß ich des Don Berichte über die Mille Miglia im Büro lese :-)

  106. Galileo
    @Nat.
    Vielen Dank für Ihre interessante Interpretation des CO2-Problems und für die klare, knappe Darlegung. Mir leuchten Ihre Argumente ein, sie regen zum Nachdenken an.
    „Der [heutige] anthropozentrische Standpunkt erinnert an den geozentrischen Standpunkt vor einem halben Jahrtausend“.
    Ja, und die vom anthropozentrischen Dogma Abweichenden -die Dissidenten- werden von der Inquisition verfolgt wie damals Galileo….

    • @Faustina
      Danke! Ich leite das Lob aber lieber an den Don weiter, weil er uns hier anregt und die Gelegenheit zum Austausch gibt. Dass dabei ab und an (und vermutlich immer häufiger) etwas Wahres rüberspringt, ist ein schöner Nebeneffekt.

  107. Studebaker
    Authentische Geschichte. Ich hatte Ähnlichkeiten mit Benz assoziiert, was den Kühlergrill betrifft. http://www.allsportauto.com/photoautre2/mercedes/300/sc/1956_mercedes_300_sc_coupe_10_m.jpg

    Aber die Geschichte ist wirklich faszinierend; allen voran die Emigration und Ermordung durch aufständische Indianer.
    Eine Empfehlung: https://de.wikipedia.org/wiki/Studebaker_Corporation

    Man schaut bitte auf den Namen vom Studebaker M29 und kommt per Brückenschlag in Deutschland wieder an. Hehe.

    Der Lark (1963-1966) übrigens, schaut auch hier, wie der Moskwitsch 412 (1964-1975) aus. Natürlich: Frontschürze.

    http://www.ifa-vertrieb.de/Information/Moskwitsch_Prospekt/moskwitsch_prospekt.html

    .

    Impressionen:

    Champion (1946-1952)

    https://ccpublic.blob.core.windows.net/cc-temp/listing/98/7756/7827260-1948-studebaker-starlight-std-c.jpg

    Studebaker Hawk 1961

    http://www.studebakerpictures.com/pics/Studebaker.1961.Hawk.544.jpg

    Studebaker Avanti 1962

    http://www.studebakerpictures.com/pics/Studebaker.1962.avanti.094.jpg

    Studebaker Starliner 1954 (schönes Hinterteil <3)

    http://www.studebakerpictures.com/pics/Studebaker.1954.starliner.355.jpg

    Schauen Sie sich auch den den Dictator an; Baujahr 1935. Man assoziiert.

    PS: Entschuldigung für die vielen Links.

  108. Mantua
    mit schönen Autos ist gleich noch schöner. Neben allgemeiner Zustimmung zur Automobilentwicklung noch vielen Dank für alle bisherigen exzellenten Beschreibungen dieser Stadt!
    Wir haben uns letztes Jahr aus diesem Grund für eine Woche dort eingemietet und jeden Tag genossen.

  109. It's the money, stupid
    OT, weil aktuell und am Rande zu tun hat mit macchine:

    But during one of the tedious panel discussions, I found myself sitting next to the representative of one of the Pacific islands said to be on the edge of being submerged. A pleasant fellow, I engaged him in conversation, attempting to commiserate with him about the fate of his homeland. The diplomat started laughing. „Don’t you believe in global warming?“ I asked. „It’s nonsense,“ he said. He went to explain that his island was just fine. They had some bad weather and had put up sandbags, but now they were gone. So I then asked why he had come all the way from the South Pacific to Denmark and he looked at me in astonishment. „For the money,“ he said, continuing to stare at me as if I were some kind of cretin who had wangled a press pass. (Okay, I wouldn’t have been the first.)
    https://pjmedia.com/rogerlsimon/2017/06/01/paris-trump-blocks-first-of-obamas-three-authoritarianisms/
    http://www.americanthinker.com/articles/2017/06/trump_steps_on_the_paris_agreement_stands_for_sovereignty.html

    Souveränität hätten wir auch gern zurück, glaube ich.

    • "Souveränität"
      Was für ein altmodischer, beinahe vergessener Begriff, der da auf einmal in Stellung gebracht wird gegen eine völlig abgehobene und bürgerferne Globalbürokratie – die Fünfte in einer Reihe von Gemeinde, Bundesland, Staat und EU. Auch für ihren Unterhalt haben die Bürger und Steuerzahler zu sorgen, während man sich ihr Wirken so ähnlich segensreich vorstellen darf wie etwa jenes der UNO, des IOC, der FIFA oder irgend einer anderen weltumspannenden Organisation. Alle ausnahmslos korrupt, ganz einfach deshalb, weil die Mehrheit der Mitglieder globaler Clubs von Haus aus korrupt ist.
      Groucho Marx würde keinem von ihnen beitreten wollen.

      Trump lässt ein Fünkchen Hoffnung aufglühen, wird aber scheitern, vielmehr scheitern müssen, weil die Profiteure des Irrsinns sich nicht die Butter vom Brot werden nehmen lassen. Allein der real grassierende Klimatismus bildet die Grundlage für ein staatlich alimentiertes Billionen-Business.

      Interessant ist deshalb die Liste jener, die bei Trumps Ankündigung betr. Paris Agreement besonders laut aufgeheult haben, keineswegs wegen Gaia, aber wegen ihres womöglich fehlinvestierten und akkut gefährdeten Geldes.
      Wenn man die teilweise widersprüchlichen Artikel zu Trump allein in der FAZ liest, muss an dem Mann etwas dran sein, das über die übliche Beunruhigung des verkrusteten und selbstvergessenen Establishments hinausweist. Wie lange er durchhält, ist die Frage. Der Eindruck allerdings, es gäbe in den USA nur Gegenwind, ist ÖR/MSM-verbreitete fake news.

    • Erste Erkenntnis einer Chimäre, Hintertür für weltumspannenden Kommunismus?
      Ein nicht bindendes Abkommen, für das sich alle den Bauch pinseln, von dem China, der größte Kohlendioxidemittent, und Indien, ein anderer großer, bis 2025 ausgenommen sind. Ein kleines sauberes Land, das insgesamt wenig zu den Emissionen beiträgt, wie Deutschland mimt den Klassenbesten, das ist lächerlich.
      China, der vermutlich weltweit größte Herstellerstaat von Solarpaneelen, heult, Macron heult, weil er in sein will. Wie Frankreich genau bewerkstelligen will, ca. 50 Atomkraftwerke abzuschalten, ist ohnehin ein Rätsel.

      Die angepeilte Temperaturreduktion bis 2100 ist minimal, und wenn weiterhin nichts gegen ungebremstes Bevölkerungswachstum getan wird, wahrscheinlich sogar non-existent. Daher ist unverständlich, warum China, erfahren darin, nicht auf einen Bevölkerungsgipfel drängt.

      So ein Abkommen hat im Endeffekt mehr mit Planwirtschaft zu tun und dem Aufbau einer zu Planwirtschaft passenden Büro/Technokratie, weshalb mancherorts schon von Klimatokratie geredet wird. Neue Technologien dagegen entwickeln sich bekanntlich brillanter im Konkurrenzkampf untereinander. Dass die USA hier nicht tätig werden würden, ist trotz Austritt aus dem Abkommen nicht gesagt. Daher ist das ganze Zähneknirschen heuchlerisch. Die USA wollen sich nicht von Europäern oder Chinesen in ihre Wirtschaftspolitik hineinregieren lassen, jedenfalls nicht der von Trump vertretene Teil.

      Es können Wetten abgeschlossen werden, wer als nächstes austritt.
      Führend in Elektromobilität, steht in dem Zitat rechts oben. Merkel demontiert alles, was wir haben, und Schulz würde das auch so machen. Das Hauptproblem ist der Mangel an Alternativen. Das zweite Problem ist die Hektik. Das dritte ist die Apathie gegenüber dem Wachsen einer ungebildeten Bevölkerung andernorts.

      Läge es an der Sonne, könnte man eh nichts tun. Die Amerikaner machen das einzig Richtige: Sie schicken eine Sonde möglichst nah an die Sonne. Wenn es stimmt, dass andere Planeten auch wärmer geworden sind, ist der ganze Theorieansatz vom Menschengemachten eine reine Chimäre, um den Leuten mehr Geld aus der Geldbörse zu holen. Für Erwärmung auf dem Merkur ist hier niemand verantwortlich.
      Und Obama gilt in manchen Kreisen als Kryptokommunist.

    • Janz jenau!
      Irgendwie hat sich ja auch die Perspektive der Ökologie verschoben, in den letzten 2 Generationen. Zunächst war es ein *bewusstes* Umgehen mit der Natur, Bioläden, auch Energiesparen, sinnvolle Betätigungen in der Natur, insbesondere Wiederaufforstungen, zunehmender Verzicht auf (Plastik-)Verpackungen, zurück zu natürlichen Materialien.
      Da war ich – wenn auch in Grenzen – 100-prozentig einverstanden.

      irgendwie wurde das dann aber – meines Erachtens – pervertiert, kapitalistisch pervertiert: Es wurde durchgehend ökonomisiert: ein Ablasshandel setzte ein, und vor allem etablierte sich ein Konstrukt-Produkt: CO2. Plötzlich wurde alles in Kg CO2 bemessen. Und dann wurde eben auch mit – durchaus dubiosen – Simulationen alles in CO2 umgerechnet, ‚Umweltschutz‘ in CO2 gemessen; bis hin zum Pariser Klimaabkommen.

      In a nutshell: Ich stehe voll hinter Trumps Entscheidung! – Leider erkennen die meisten Menschen, auch durch die Flutwelle in den Medien, nicht die günstige Gelegenheit, den Mammon CO2 mal zu hinterfragen.
      Ob er sich wirklich an seine eigenen Worte hält (die uns die Medien dankenswerterweise abgeschnitten haben), dass er *natürlich* für Ökologie ist und diese auch weiterhin betreiben will, weis ich nicht. Ist mir in diesem Kontext aber auch total egal.
      Im Moment ist er wie der Hofnarr, der seine unbequeme Wahrheit verkündet.

      Auch Neubaugebiete sind unökologisch, es gibt tatsächlich ‚Landschaftsverbrauch‘. Aber wenn sich eine Industrie ansiedelt, ist das plötzlich ‚Daumen hoch!‘. Ein künstliches Material von hoher Umweltbelastung zwangsweise zu Millionen Kubikmetern auf Hauswände kleben (KLEBEN: mit umweltunfreundlichen Chemikalien, versteht sich!) und mit Plastik-Pseudo-Hauswänden abzudecken, ist nicht nur lügenhaft (‚Energieeinsparung‘) sondern teuer und die genannte Umwelt belastend.
      Mit viel kleineren, billigeren Mitteln lassen sich in vielen Fällen ähnliche Mengen Energieeinsparungen erzielen. Aber das widerspricht dem Konzept ‚Kapitalismus‘, wenn jeder etwas für wenig Geld machen könnte.
      Vor allem ist es eine riesige Arbeitsbeschaffungsmassnahme.

      ‚Souverän‘? wäre, wenn der Souverän diesen Lügenpriestern in Wahlen den Saft abdrehen würde.

      „Wenn Wahlen etwas änderten, wären sie längst verboten.“
      Kurt Tucholsky

  110. Alte Automobile und postmoderne Wundertechnologien
    Werter Don, wertes Kommentariat,

    auch ich mag alte Autos. Will mich zur Zeit nicht von einem „Nutzfahrzeug“ aus dem Jahr 1993 trennen, das nicht einmal eine rote Plakette besitzt, mich erheblich einschränkt (Umweltzonen) und ca. 1200 Euro KFZ-Steuern p.a. fordert. Noch schöner war ein DB 220 SEB Coupé, BJ 1963, den ich 1983 in Deutschland erstanden, von Emden nach Albany verschifft, von dort mit erheblichem Zeitaufwand nach Südkalifornien überführt, und nach meinem Postdoktorat 1985 dort verkauft habe. Der Grund für den Zeitaufwand (ca. 6 Wochen für ca. 4 – 5000 km) war, dass im Widerspruch zu den mir vorliegenden ADAC-Infos der „clean air act“ von 1968 an der Ostküste bereits vollständig umgesetzt und an keiner Tankstelle mehr verbleites Superbenzin erhältlich war. „Octane boost“ aus einem car shop war keine Lösung, der Motor „klingelte“ irgendwie. Die Lösung bestand im Abmischen von „leaded regular“ mit Flugbenzin für Doppeldecker und Sportflugzeuge, d.h. dem gezielten Anfahren von Farmern und small aviation airports nach jeweils 200-300 km. Ohne GPS versteht sich. Ab Nevada war die Welt wieder in Ordnung, da das begehrte „leaded premium“ zumindestens an jeder zweiten Tankstelle wieder erhältlich war. Trotz dieses Hin und Her eine wunderschöne lange Fahrt mit vielen Erlebnissen und kleinen Gefahren, die aber in positiver Erinnerung verblieben sind.

    Heute frage ich mich, wie ein modernes „Fahrzeug“ aussehen müsste, für das ich – als inzwischen Altgewordener – „schwach“ werden würde. Selbstfahrend mit eingebautem Schreibtisch, Bett, Küche und Toilette: Irgendwie auch nicht – denn ich will gleich da sein. Von – sagen wir – Stuttgart nach New York in 30 Sekunden. Geht nicht, wird man sagen. Geht wirklich nicht, frage ich mich? Andere Zivilisationen – etwa solche, die uns manchmal besuchen, um uns mit religiösen „Wundern“ und „Erscheinungen“ zu beglücken – scheinen da mehr drauf zu haben. Fatima 1917 habe ich schon erwähnt. Das „Sonnenwunder“ fand vor immerhin ca. 70000 Zeugen statt. 30 Jahre VOR Roswell. Selbst der Vatikan musste es anerkennen. Als „Wunder“ statt als „Technologiedemonstration“ versteht sich. Wer solche „Wunder“ schafft, der kriegt auch Stuttgart-New York in 30 Sekunden hin…

    Was mich echt nerven würde, ist, wenn ich herausfände, dass solche „Wundertechnologien“ längst bei uns existieren. Aber eben nicht – etwa – für den Betreiber oder die Kommentatoren dieses Blogs. Nicht mal für den heiligen Martin Chulz oder die evangelisch-ost(plan)erfüllte/erfüllende Bundesgonslerin. Vielleicht gerade noch für Immanuel Macron. Vielleicht – ich weiss es nicht. Wenn es so etwas wie eine sog. „breakaway civilization“ tatsächlich gibt. Das „Elysium“ für ganz, ganz wenige. Und den Gefängnisplaneten – nennen wir ihn Farmland 147 (weil es zum Zeitpunkt der Glattfelder-Vitali-Studie 147 transnationale hubs (Konzerne) gab) – für ganz, ganz viele. Very, very bad, würde Trump sagen. Spinnerei, VT, oder doch was dran? You decide…

  111. S'ist zwar schon spät, aber...
    zum italienischen Nationalfeiertag ein Schmankerl: Das Defilée der „Brigata Sassari“ in Originaluniformen des Ersten Weltkriegs. Paßt optisch ja nicht schlecht zur Mille Miglia.

    Man stelle sich die Zustände der Verantwortlichen bei solcher Gelegenheit in Deutschland vor.

    http://m.lanuovasardegna.gelocal.it/video/locale/la-brigata-sassari-alla-sfilata-del-2-giugno-applausi-ai-dimonios/75651/76061

  112. Ulrich Dust sagte a 2. Juni 2017 um 16:52 Uhr
    „Ne Ne, lieber Don, nicht jeder Psycho darf da in der Innenstadt ungestraft rasen. …………. Allerdings gibt es satte Kulturrabatte und inzwischen sogar geheime Identifikationsmerkmale, die die Kontrolleure zum verdrehen der Halswirbelsäule zwingen.“
    .
    Eigentlich lohnt es sich nicht mehr ein Wort darüber zu verlieren. Aber hier in der Stadt der Krämerseelen mit längst auch in der Verwaltung übernommener balkanisch-orientalischer Unterwerfungsstruktur, sollte man gekonnt auf diesen Zug aufspringen.
    .
    So stelle ich fest, daß in Teil-Straßenzügen (hier: nördliche Alle zw. Sparda-Bank und AOK) in denen sich auf 200 m ein Spielsalon, 2 dieser neuartigen orientalischen Figaros für haarscharfe Konturen, 2 „gida-besin“-Lebesmiddelhandel, aine Schicha-Geschäfte, ein Wettbüro und eine Hochhauspassage mit zweifelhaften Aktivitäten gibt, vor der ausschließlich orientalisch zu vermutende Männer herumtreiben, eine absolut sanktionsfreie Zone entstanden ist.
    .
    Die letzten Bastionen, ein Miele-Fachgeschäft und ein erst kürzlich eröffnetes Fachgeschäft für dänische Qualitäts HiFi-Produkte (ich fragte mich bei der Umsiedelung aus einem vorigen Quartier mit überwiegender Migrantenfrequentierung in ein neu entstehendes, was der Besitzer tagsüber raucht), sehe ich binnen diesen Jahres fallen. Transformiert in einen weitere „Firisör“ oda aine Kebabsalonu.
    .
    Also, zw. Schiller- und Karlstraße habe ich seit Jahren keinen Ordnungsdienst oder Landespolizei mehr gesehen. Da wagt sich keine uniformierte Maus mehr hin, obwohl die Fußgängerbereiche tagsüber vor den oben genannten Läden, speziell vor Spielsalonus und den Figaros mit breitbereiften und hubraumstarken Kraftfahrzeugen zugestellt sind.
    .
    Als kurzparkender Bankkunde nütze ich das schamlos aus und fahre nicht mehr, die Ehefrau als vorgebliche Kundin in den Empfangsraum schickend, in die Parkgarage der AOK, sondern stelle mich notfalls auch maliziös lächelnd auf einen Behindertenparkplatz, falls nicht schon durch „eine treia-bemwee mit pireite Reife“ belegt.
    .
    Der Heilige Geist möge über´s Wochenende in mich dringen und mich von meiner, in einer bunten Gesellschaft nicht mehr hinnehmbaren Ketzerei befreien. Danke im Voraus, heilige Dreifaltigkeit.
    (DdH)

  113. @ MMW
    Erhellen Ihre Erlebnisse auch die Mentalität ein wenig mehr, die diese Woche in Nürnberg zutage trat? Hinsichtlich nebeneinander bestehender Gastfreundschaft und Aggression, meine ich?

    Ich knüpfe bei dem an, was Sie hier geschrieben haben:

    http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/05/26/die-durchsetzung-sozialer-sicherheit-mit-oeffentlichem-tanz-und-enthauptung-7800/#comment-163224

  114. Den hätte ich gekauft:
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4e/1975_AMC_Pacer_base_model_frontrightside.jpg/1200px-1975_AMC_Pacer_base_model_frontrightside.jpg

    aber zum Glück hab ich ja nie ’ne Fahrschule von innen gesehen…

  115. innerstädtische bereicherungen zwischen SCHILLER und KARL
    werter DdH, sie beschreiben das quartier zwischen Schiller- und Karlsstrasse so schön und exotisch……………..ich werde bei einem meiner nächsten besuche in meinem revier………..

    (übrigens abgegrenzt weiträumig durch Empacher in Eberbach, Lauffener Rotwein, Sommerbier vom Hilsenbeck in Gruibingen und BoPas-Spiessereldorado TÜ)

    dieses vielfalt- und BRDDR ist bunt- biotop besuchen müssen, ersetzt das doch weite reisen in ferne länder. seien sie endlich mal dankbar für diese bereicherungen und geschenke. fahren sie endlich mal im offenen cabrio und den linken arm lässig heraushängend im schritttempo da durch und lassen aus ihren boxen die Söhne Mannheims singen. schalten sie wie in den autos von DON mit zwischengas und halten die drehzahl hoch !

    der untergang des kultivierten einkaufens in ihrer stadt begann, als SPROESSERS-Musikladen schliessen musste !

  116. Auf die Schuhe kommt es an
    Ziehe dir berufsbedingt Schuhe an, die an den Delahaye ziemlich nahe kommen.
    Bei unseren Nato-Partnern gibts da die Norm AR670-1.
    Da brausen Sie in die Altstädte, springen heraus dass es nur so eine Art hat.
    Die habe ich nun auch an. Wird nach Bekleidungsordnung tolleriert.

    http://m.nike.com/de/de_de/pd/sfb-field-ca-205-cm-leather-herrenstiefel/pid-10346566/pgid-11839914

    Da spar ich mir den ganzen schoenen PS Kram während der Dienstzeit.
    Komme aber doch zum Form-Folgt-Funktion-Erlebnis.

    Jedenfalls so lange man dort unten ist.
    Hier, im Norden, gebt mir den Delahaye!
    Ich würde gern so rocken..

  117. Neugier......
    beschleicht mich, wenn ich diese nostalgischen Schwärmereien des Don lese, wie sind sie zustande gekommen?
    Unter heute kaum mehr vorstellbarer Gewaltanwendung auf einer mechanischen Schreibmaschine mit vor sich hin trocknendem Farbband
    oder seiner aristokratischen Herkunft angemessener durch sein Diktat,
    dass sein Hofschreiber mit kratzendem Gänsekiel zu Pergament bringt, begleitet vom Knarren der Holzdielen, auf denen der Don dabei auf und abschreitet und mit seinem wehendem Gewand die Kerze des Schreibers zum Flackern bringt, wobei ihm eine, dem ehemaligen Sarottimohr nicht unähnliche Gestalt mit einem Wedel aus Straußenfedern frische Luft zufächelt, damit sein Hirn nicht mangels Sauerstoffs noch mehr in den Tiefen des wirklichkeitsfremden Nirwanas versinkt.

    • Alter, gebrauchter EEEPC.

    • Verehrter schöngeistiger Betrachter,
      ab dem Moment, da der wedelnde Mohr* ins Bild gelangt, bricht das so schön hingespitzwegte Gedankengebäude jäh über den knarrenden Holzdielen zusammen. Nicht Dons Cape alleine also bringt die Turbulenzen in die Kerzenflamme.
      .
      Nicht das ihm geschehe wie “ der nicht mehr ganz jungen Dame mit dem streng gefärbten blonden Haar, mit clownartig überschminktem Gesicht und einem Verehrer, der noch ein paar Jahre jünger aussehen möchte, an den Enden des Seidenschals, der locker um den Hals gewunden…zu brennen beginnt, als ihr Verehrer ihr die Hände reicht und sachte ein wenig über den Tisch zog….“. So aufgeschrieben in einem hübschen Lokal an der Piazza Grande in Triest von Karl-Markus Gauß in „Ruhm am Nachmittag“.
      .
      * bien attendu: mit dem Straußenfedernwedel und nichts als dem Straußenfedernwedel.
      (DdH)

    • Des Betrachters Neugier ...
      Es kann ja auch sein, dass der von mir so liebgewonnene Don ein Reinkarnant ist, der uns allen die Brücken von Gestern auf Heute legt, in allen menschlich revelanten Dingen …
      Apropos alte Autos, wir müssten noch irgendwo noch die alte Mercedes Limousine von Ludwig Erhard haben. Ich muss mich mal erkundigen, wo die geblieben ist …

  118. Wozu noch FAZ lesen? Dafür:
    Was Arte & WDR zwar bezahlt haben, aber nicht ausstrahlen. Und wer an den Entscheidungen mitwirkte. Empfehlungen von M. Wolffson, Götz Aly u.a. zum Trotz.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/arte-und-wdr-zeigen-eine-dokumentation-ueber-antisemitismus-nicht-15044790.html

    • Hart.

    • Tja, hart ist allerdings auch, daß nicht einmal mehr
      der Mutterkutter dazu Kommentare freigibt,

    • Der ÖR muß ! in die finanzielle Unabhängigkeit entlassen werden
      Arte ist 100% ÖR. Eigentümer sind ARD, vertreten durch SWR, und ZDF + franz. Staat und ein paar Sender.
      Es wird kein self healing im ÖR geben. Die etablierten Parteien werden dieses Mega-Propagandainstrument nicht freiwillig aus der Hand geben. Ggf. hilft ziviler Ungehorsam en masse, weiters lasse ich mich aber nicht aus. Es ist (mittlerweile) zum Verzweifeln. Die Millionen nur-ARD/ZDF-Heute/Tagesschau-Gucker, das neue Tal der Ahnungslosen! Klausi Klebrig und Grischdian Siehwas erklären die Welt. Na dann.

    • Langsam wird´s Zeit zum Ausziehen..
      …ansonsten besteht die alte Regel: Solange man die Füße unter den „mit Sorgfalt ausgewählt“ gedeckten Tisch von ARD und ZDF stellt, gibt es nur das, was auf den Teller – pardon – Bildschirm kommt. Zum Glück bin ich erwachsen und schon längst ausgezogen!

    • Jan Grossarth, hier ist er wieder! - Der Verleumder von Rolf Peter Sieferle - - -
      – – – der Mann, der an Sieferles uns zentral betreffenden Einsichten samt und sonders vorbeischrieb in der FAZ, und den tadellosen Immigrtionskritiker Sieferle stattdessen hitlerbraun anmalte.

      Die wichtigste Sieferle-Einsicht: Die Staatsbürgerschaft ist ein entscheidendes Teilhaberecht.

      Ich füge hinzu: Die Staatsbürgerschaft ist der wervollste materielle Besitzstand insbesondere der Besitzlosen und Armen unter den Deutschen.

      Je größer nun der Anteil der unpoduktiven Klasse an der Bevölkerung ist, desto mehr verliert die Staatsbürgerschaft an Wert.

      Der ungeregelte Zuzug der Migranten bedroht insbesondere die Armen in diesem schönen Lande. Auch die Juden unter diesen. – Auch das hat Grossarth nicht gesagt.

      Zur Lektüre empfohlen: Rolf Peter Sieferle, Das Migrationsproblem – Massenimmigration und Sozialstaat, 2017, 144 S. 16 Euro

  119. Brisanter als ich dachte
    Die Sonne. Sie bringt auch Geld. Deos, Sonnencremes, Sonnenbrillen. Urlaub. Schon besser. Guten Wein, süße Früchte. Aber das reicht nicht. Und Solarzellen, das ist schon viel besser. Aber irgendwer soll die vorfinanzieren, die Staaten sind allesamt pleite, wenn auch in unterschiedlichem Maße. Also muss man zunächst mal eine Mär verkaufen. Weniger Atomkraft ist immer sinnvoll (Entsorgungsproblem, Terrorismus), mit Öl und Kohle haushalten scheint mir auch nicht verkehrt. Etwas durchzusetzen über einen Schuldkomplex ist erheblich leichter. Also wird der Mensch in fast biblischer Manier angeklagt.
    Hier ein paar links:
    http://consciouslifenews.com/solar-system-climate-changing-earth/1123235/
    https://climate.nasa.gov/news/2475/nasa-climate-modeling-suggests-venus-may-have-been-habitable/
    http://www.space.news/2015-10-06-entire-solar-system-is-heating-up-scientists-blame-solar-warming.html
    http://news.nationalgeographic.com/news/2007/02/070228-mars-warming.html

    Und: Ein Egoman ist schnell beleidigt, wenn er keine „Legacy“ mehr hat:
    http://www.washingtontimes.com/news/2017/jun/1/obama-lashes-trump-climate-legacy-slips-away/

    Das Problem an der ganzen Sache ist evident und sichtbar in den Vereinigten Staaten. Diejenigen, die hundertprozentig (hundertprozentig=brainwashed) glauben, es wäre der Mensch, werden schnell militant gegen die übrigen. Das bedeutet, dass man sich mit einer eindeutigen Version, die nur Blitzinvestitionen mit schnellem Profit nutzt, eventuell schuldig macht gegenüber Menschen, die unschuldig zum Opfer werden können.

    Es ist daher m.E. im Eiltempo zurückzukehren zu einer breiten wissenschaftlichen Forschung mit Veröffentlichung aller Erkenntnisse und der Sokratischen Erkenntnis:
    „Ich weiß, daß ich nichts weiß.“
    Alles andere erscheint verwegen einseitig und nimmt schnell religiöse Züge an. Und die Grünen hatten selten mal Recht.

    Es handelt es sich um ein so heißes Thema, dass alle Wissenschaftler gehört werden müssen.
    Am wichtigsten finde ich die Funde über die Venus.
    Und am unwichtigsten Consensus. Die wirkliche Wissenschaft lebt von Streit und Zweifel.
    Es ist ein tatsächlich so brisantes Thema, dass es nicht Politikern überlassen werden darf und niemals nur einer Seite der Wissenschaft.

  120. ja, nicht die welt mit Kevin Burani retten, nein: DIE SCHÖPFUNG RETTEN !
    ist das wirklich wahr, das ulfuM gesagt hat sie „will die schöpfung retten“ ?

    und KGE will endlich CO2 bepreisen, auch das in weizenbierflaschen !

    endlich, dann ist schluss mit diesen DON autoreportagen und er kann sich ganz asylbewerbern widmen, die deutsche umbringen wollen.

    da hift nur noch ein musiktitel:

    https://www.youtube.com/watch?v=C0rgeQ0QD-o

  121. Off Topic: Zu #sagsmirinsgesicht
    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/dunja-hayali-und-anja-reschke-im-interview-die-wutprobe/19282264.html

    Reschke: „Schauen Sie sich doch an, wer in Zukunft die meisten Privilegien abgeben muss: weiße Männer. Diese frauenfeindlichen Reaktionen kommen mir als letztes Aufbäumen vor. Unsere Frauen, unser Land, unsere Grenzen – das sind Vokabeln wie aus einem Heldenepos“.

    Lauf Frau Reschke gibt es keine Grenzen mehr, Deuthscland gehört jedem der kommt und ihre männlichen Mitbürger möchte sie ausgeplündert sehen. So eine Überraschung…

    • Titel eingeben
      Sprechen Sie von der Reschke, die als Infotainmentfrau im staatlichen Bezahlfernseh ihre dümmlichen, weil streng programmatisch linken Thesen verbreitet, dabei dasteht, als hätte sie einen Stock verschluckt, und immer eine Spur zu aufgeregt wirkt, während sie sich von den alten weißen Männern aus dem Rundfunkrat noch immer zumindest bezahlen läßt?

      Die finde ich auch toll.

    • Genau die Frau Reschke...
      … der nicht mehr zu helfen ist.

  122. @harry charles: hässliche Frauen?
    Seit wann kann man hässliche Frauen fahren?? Übrigens sang schon Roaring Lion im Jahr 1943 in seinem Calypso von den Vorzügen hässlicher Frauen.

  123. Titel eingeben
    Na ja, wenn Frau Reschke mal den Klo-Abfluss oder das Dach oder das EBS-Modul ihres Autos repariert haben muss, kommen bestimmt ganz viele Frauen zum Einsatz. Man hat in der Müllsammlung immer noch nicht die Frauenquote erreicht. Oder in der Abwasserkanal-Inspektion. Ich kenne auch keine weiblichen Bediener von Handkettensägen. Also, mit Ausbildung nach GUV-I-8624 Modul 1-3.
    Der weisse alte Mann hat noch seine Reservate, wo keine gender-inspirierten ExpertInnen auftreten. Zum Beispiel: 1981 habe ich die Prüfberechtigung für Druckluftbremsen an Lkw erworben. Bis heute habe ich seitdem alle Fortbildungen für Bremsen aller drei Hersteller (Haldex, Knorr-Bremse, Westinghouse) absolviert. Auf meinen Lehrgängen war nie eine Frau. Ich bin im September wieder bei Westinghouse dran. Sollen wir wetten, wie viele Kraftfahrzeug-MeisterInnen für Lkw da teilnehmen?
    Ich kenne auch in der Landmaschinentechnik keine MeisterInnen.

  124. morning briefing
    Guten Morgen Frau Merkel,

    in London haben gerade drei Feinde der Moderne mitten in der Moderne mehreren Menschen die Kehle aufgeschlitzt. Bei Regensburg hat ein Afghane eine russische Familie mit einem Messer attackiert und dabei ein fünfjähriges Kind erstochen. In Turin haben sich 1000 moderne Menschen aus Angst vor den Feinden der Moderne selbst verletzt, und beim Rock am Ring wird kein Politiker sondern ein Manager zum umjubelten Verteidiger der Moderne.

    Tja, rein Machtpolitisch ist die Sache bei Regensburg das Gefährlichste, weil Putin da ansetzen kann.
    Aber das wissen Sie, weil sie intelligenter sind, als ihr Volk.

    Hochachtungsvoll

    • "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, sind ein Stück vorbei":
      Wenn sie ihr nur glauben würden, die dämlich und immer dasselbe Wähler, bevor das Blut auch in ihrer Umgebung fließt. Sie spricht es ja aus, wenn auch kryptisch, aber sicher doch auch auf sie selbst gemünzt.
      Wobei „ein Stück vorbei“ sicher nicht das gesamte Ausmaas des ver-rückt-seins beschreibt.
      Wenn sie ihren Worten nur Glauben schenkten und erkennen könnten, dass das gerade auf sie, ulFuM, passt, wie der Topf auf den Deckel – und nicht auf den von ihr gemeinten überm Teich, der nicht nur hinsichtlich des Terrors meiner Meinung nach die Realität viel besser erfasst als die Frau in Berlin.
      Und was tut, statt weiter geschehen lässt.

    • Das ist nicht schwer, Goodnight.
      Wenn das Volk – so ich Freitag Abend vor der heute show im Politbarometer die Zeiger richtig ablesen konnte – sind mittlerweile – nach einem kurzen Ausflug im Chulz-Zug – 39 Prozent wieder reumütig in den unionären Schoss zurückgekehrt; insbesondere aber 59 Prozent wieder kongruent in ihren Vorstellungen zu denen der Kanzlerin: dass nämlich Angela Merkel genau die richtige Person ist, die Geschicke des Staates BRD zu lenken.
      Wenigstens ‚ein Stück weit‘

  125. Es gibt Hoffnung für schöne Autos ....
    …… wenn ich die Nummernschilder der Dienstwagentruppe sehe, die mit einer mittlerweile 1 Millionen mal verkauften ikonischen Nummer enden.

  126. Bisher 149 Tote durch Anschläge während des Ramadan
    Die Unterzuckerung muß dieses Jahr wirklich brutal sein:

    http://dailycaller.com/2017/06/03/149-dead-so-far-in-ramadan-attacks/

    • Ohne Spass: Im Ramadan
      zählen gute Taten, z.b. Gebete, ein Mehrfaches von dem, was es üblicherweise sonst an Punkten gibt.
      Mein ehemaliger Deputy Dean hatte mir das erklärt, und dass insbesondere das Gebet am ersten Abend des Ramadan, nach dem Fastenbrechen, tausendmal so viel zählt, wie sonst üblich.

      Vielleicht gibt es ja auch statt 72 Jungfrauen die einem ‚bei der Verteidigung des Propheten oder Allahs‘ lt. Koran zustehen, im Ramadan noch ein paar mehr obendrauf?

  127. OT
    Muslime sollten sich doch besser nicht zu islamisch motivierten
    Terroranschlägen äussern. Sie treffen wie der Londoner Bürgermeister
    den Ton nicht (wiedermal).
    „Feige Attacke auf unschuldige Londoner“

    Gibt es auch schuldige Londoner, die man umbringen darf?

    • ...
      Es sieht so aus, dass es selbst einem Muslim/Muslima,in Europa
      geboren, aufgewachsen und seinen Weg gegangen nicht
      möglich ist für die Gesellschaft in der er/sie lebt, mehr als ein
      ‚technisches Veständnis‘ entgegen zu bringen.
      So auch Frau Özugus.
      Selbst ein Basan Tibi mußte die Forderung nach einer Leitkultur
      stellen, weil sich das Gespür für die europäische Gesellschaft
      einfach nicht einstellen will.
      Nach all den Ereignissen halte ich den Islam für eine Selbstmörder
      Religion, in der nur sehr starke Persönlichkeiten ein selbstbestimmtes
      Leben führen können.
      Die europäische gesellschaftliche Verfassung verspricht das jedem.

      Ein unüberbrückbarer Gegensatz.

    • ...
      ZON zeigt ein Bild auf dem der Londoner Bürgermeister am
      Anschlagsort zu sehen ist.
      In der Kleidung des Herkunftslandes seiner Vorfahren.
      Besser kann man nicht demonstrieren, ein führendes Mitglied einer
      Paralellgesellschaft zu sein.

    • Warum OT?
      Der Sieg gegen Hitler und den Duce ist Geschichte.

      Der Sieg über eine totalitäre Ideologie aus dem siebten Jahrhundert steht noch aus. Sowohl religionsin- als auch extern.

      Nein, das ganze Gegenteil; sie müssten sich äussern, laut und vehement, und sich distanzieren. Was sie tun ist das aber eben nicht. Weil eine gute Anzahl, müssig zu spekulieren ob Mehrheit oder knapp darunter, diese totalitäre Ideologie als ihre Religion empfindet, lediglich mit einem etwas anderen Phänotyp.

      Das Ergebnis ist eben genau das was Sie zitieren. Obwohl Sie dafür nicht über den Kanal hätten schauen müssen, auch Heiko Maas fand das Attentat ‚feige‘.
      Der Londoner Bürgermeister hat es auch nicht einfach: Entweder glaubt er auch an die 72 Jungfrauen, weil die im Koran stehen, also im Gegensatz zur Bibel nicht überliefert sondern direkt von Gott selbst verfasst; oder er ist Apostat, und gehört ergo gesteinigt.
      Also muss er sich winden wie ein Aal. Natürlich glaube ich ich ihm, dass er diese Taten genauso scheusslich findet wie ich. Nur: Er darf das SO nicht sagen. Er muss ja an die 72 Jungfrauen glauben, tut es vermutlich auch, nur glaubt er wahrscheinlich an andere Grundlagen, zu ihnen zu gelangen; und das Erstechen beliebiger Menschen gehört eben nicht dazu.

      Jetzt OT: Es ist ja nur verständlich, dass in etwa pro sieben Flüchtlingen aus Syrien einer ein ISIS-Sympathisant ist. Es ist ja nicht so, dass Syrien komplett von einer externen Macht überrollt und kolonialisiert wurde. Es sind auch viele Syrer zur ISIS gekommen aus Hass gegen Assad; verständlicherweise, wie ich zugeben muss. Ohne Beistand von Bio-Syrern hätte es der IS nie geschafft, das halbe Land zu erobern. Und als dann Merkel winkte, sind natürlich auch von den ISIS-Sympathisanten eine ganze Menge Richtung Balkan gezogen. Und nicht alle haben zwischen Istanbul und Kufstein ihre ISIS-Sympathien abgeschnitten.

  128. Man Tau: "Die Tagesschau und der Hass"
    https://man-tau.com/2017/06/03/tagesschau-hatespeech-strick/

    Mit Verweis auf die Hass-Attacken gegen die (wie sich erst später herausgestellte fingierte) Bloggerin ochdomino

    https://man-tau.com/2013/09/02/wo-kritik-ein-zeichen-von-hass-ist-und-menschenhatz-dem-frieden-dient/

    und hier nochmal Fappygate, weil lasersushi gerade in Vice über #sagmirinsgesicht schieb:

    https://man-tau.com/2014/08/16/selbst-das-wetter-ist-frauenfeindlich-oder-was-genau-ist-eigentlich-sexismus/

  129. London
    Das Fachblatt für angewandte „soumission“ (vormals „Zeitung für D.“) schreibt „Der Terror ist wenige Tage vor der Wahl nach London zurückgekehrt“ – http://www.faz.net/aktuell/attacke-mit-laster-und-messern-tote-und-verletzte-bei-anschlaegen-in-london-15046632.html

    Peinlich genau wird darauf geachtet, auf keinen Fall die Worte „muslimisch“ oder „islamisch“ zu verwenden.

    Um welche Art von Terror handelt es sich wohl? Vielleicht buddhistischer oder koptischer Terror? Bekanntermaßen die beiden großen Geiseln unserer Zeit?

    Im Telegraph: „They shouted ‚this is for Allah‘, as they stabbed indiscriminately‘ (www.telegraph.co.uk/news/2017/06/04/shouted-allah-stabbed-indiscriminately-london-terror-attack.

    Eure Lücken, eure Feigheit – meine Verachtung.

    • Filterblase?
      Aus dem von Ihnen verlinkten Bericht: „Zu dem jüngsten Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Jedoch verwies die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group darauf, dass Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) den Anschlag in ihren Foren und Chat-Kanälen feierten und den IS hinter der Tat vermuteten.“

    • Na also, jeden Zweifel ausschließend und sich klar und deutlich bekundend
      @Angehöriger, schon etwas länger hier!
      „Es gibt keinen Islam und Islamismus. Es gibt nur einen Islam. Wer etwas anderes sagt, beleidigt den Islam!“
      Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Republik Türkei, 2008

    • this is for Allah - Hä?
      Dann müssten sie doch Mullahs umbringen.
      Ich versteh das nicht.
      Die Leute müssen doof sein.

      Gott liebt Verrückte!
      Warum?
      Er macht so viele davon.
      – Lawrence von Arabien –

    • Einwickelpapier
      Warum denn in die Ferne schweifen, sieh, das – naja – liegt so nah.
      Was gab es denn gestern im Einwickelpapier zu lesen? ‚Ein Mann hat ein 5-jähriges Kind erstochen‘. Oder so ähnlich.
      ‚Ein Mann‘. Aha. Das stinkt wie eine tote Ratte, und, natürlich, 18 Einsatzwagen, 2 Rettungshubschrauber. ‚Ein Mann‘ war erwartungsgemäss ein Asylbewerber.

      Anders als in London wird allerdings das primäre Ende der Aktion anders gesehen, nämlich kritisch, weil der Täter eben auch noch die schon schwer verletzte Mutter des Kindes ins Jenseits stechen wollte, woran er durch einen fatalen Schuss gehindert wurde.
      Es wird nun ‚geprüft‘, ob das rechtmässig war.

    • Mord und vdermutlich Geiselnahme durch Afghnanen, wäre die richtige Überschrift.

    • Begriffsverdünnung
      Die Welt titelte dazu: Geiselnehmer und Fünfjähriger sterben in Flüchtlingsheim. Ach ja, gestorben sind sie also? An Altersschwäche? Gleich daneben ein Beziehungsdrama: Ehestreit endet tödlich –
      Beide Partner kommen ums Leben. Das ist ja traurig, aber bei Unfällen kommen ja auch ständig Menschen ums Leben. In Berlin überfällt eine Horde junger „Männer“ dann Passanten. Das wird in der Headline zu einem Streit umgedichtet.

      Nein echt, diese verharmlosenden Begrifflichkeiten gehen mir derzeit wirklich auf den Senkel! Da wird im Polizeibericht eine Messerattacke zur Rangelei und ein Kind, das beinahe erwürgt wurde, nahm der Angreifer in den Schwitzkasten. Ist ja nicht so schlimm, kennen wir ja noch vom Schulhof. Und der Täter ist bestimmt auch nur ein Bub, der wo was ganz schlimmes gemacht hat. :-(

    • Es fahren ja auch LKWs in Menschenmengen.

  130. The Real Threat
    Roger Simon, one more. Deliberate deflection, possible. Deliberate cowardish deflection, costly for citizens:

    Similarly, the recent Paris climate accord is not only based on bad or „cooked“ Climategate science, it is a deliberate conscious/unconscious deflection from the genuine „present danger“ in front of us. It is no more than obfuscation allowing moral narcissists to feel good about themselves, virtue signaling about an environmental armageddon that hasn’t happened and may never happen while, in real life, people are actually murdered on London bridges and in Cairo churches.

    What we need now is an international terrorism accord — and, unlike the climate accord, a binding one — that would commit the world, including the Muslim nations themselves, to the complete reformation of Islam that is the necessary basis for an end to this terrorism.
    https://pjmedia.com/rogerlsimon/2017/06/03/time-for-a-terrorism-accord-not-a-climate-accord/

    Er hat Recht. Eine Bedrohung unmittelbar vor der Nase, wird geschwafelt und gedealt über eine potentielle Bedrohung, die vielleicht im Jahre 2100 zu einem Temperaturanstieg von zwei Grad C geführt haben wird. Vielleicht. Big Deal.

    Das Christentum hat immerhin die Entität Heiliger Geist. Daher Frohe Pfingsten, auch wenn es angesichts neuer Untaten fast im Hals stecken bleibt.

    • Game of communication
      Man kann erkennen, dass die Moderne die Gewalt exkludiert und folglich nicht kommunikativ an Gewalt anschließen kann. Die Moderne kann nur trauern oder mitfühlen. Sie kann aber selbst nicht mehr mit Gewalt reagieren. Gewalt ist ausgelagert auf Spezialisten.
      Und genau das machen sich die Terroristen zu nutzen, indem sie niemals die Spezialisten sondern nur Zivilisten abgreifen. Die nicht mehr auf Gewalt reagieren können.

      Die Kommunikation der Moderne konzentriert sich immer auf die Kommunikation die in der Moderne anschlussfähig ist. Und Temperaturanstieg und Erderwärmung und Klima und so sind ganz dolle Themen hinsichtlich Anschlussfähigkeit, da Naturwissenschaft, d.h. die Mutter der Bildung welche die Kommunikation füttert.

      Whatever, das ist alles schwer zu verstehen, aber dann relativ leicht nachvollziehbar.

      Die Moderne will sich nicht auf die Gewalt einlassen, weil sie weiß, dass sie dann keine Moderne mehr ist. Und die IS weiß, dass das genau das Ziel sein muss, die Sprache der Gewalt. Und die Moderne weiss, dass die IS dieses Ziel verfolgt. Und so versucht die IS mittels maximaler Gewalt die Moderne in die Kommunikation de Gewalt zu zwingen während die Moderne versucht zu schweigen, zu beruhigen, zu leugnen, die Gewalt nicht rein zu lassen, von den Straßen in die Köpfe in die Kommunikation.

      Am Ende ein Wettrennen.

    • Stimmt ja alles, aber dann könnte dbK nicht so salbungsvoll
      von unserer Schöpfung und unserer Mutter Erde reden, die es ihrer Meinung nach zu retten gilt.
      Denn die wohlfeile Forderung „Europa muss sich den Terroristen mutig widersetzen“ ist nach jedem Attentat sehr schnell und sehr folgenlos ausgesprochen.
      Wer ist Europa? Nicht einmal das kriegen sie auf die Reihe. Im übrigen ist die Klimarettung ein so gutes und wohl noch besseres Geschäft als die Flüchtlingsrettung, wer lässt sich das so ohne weiteres nehmen?

      Die Politik sollte entweder handeln oder das Maul halten, ich komme mir reichlich verarscht vor und bin mit diesem Gefühl ganz sicher nicht allein.

  131. Der alte Mann und das Mehr...
    Interessantere Abenteuer als die Beherrschung veralteter, grober Technik kann ich mir durchaus vorstellen.

    Und wer glaubt, das moderne Telefone wegen ihrer „Modernität“ begehrt sind, darf gern zum Totem in die falsche Richtung laufen, denn vielleicht tut ihm die zusätzliche Bewegung gut.
    Bei Autos schätze ich die bequeme Mobilität; weniger die stinkenden Abgase alter Motoren. Aber zumindest Ferrari-Fans können sich entscheiden, ob sie viel Geld in einem Sportwagen versenken möchten – oder eben in einem Traktor. Der Traktor zeigt wahre Leidenschaft…

    • Moderne Telephone...
      ..sind, so glaube ich, begehrt, weil sie rote Ohren erzeugen. Nur böse Zungen behaupten, dass die Hirnvergrünung durch eine „sous vide“-artige Cerebralgarung per 2W-Mikrowellensender ausgelöst wird. Hirnvergrünte Experten sind sich indessen sicher, dass die lokale Erwärmung (im Gegensatz zur globalen) nicht wesentlich zur CO2-Bilanz beiträgt. Das beruhigt doch, oder?

  132. Es heißt wieder, die Leute seien "bekannt" gewesen
    Ob Krauel das ernst meint?:

    Aber der Islam ist die Ursache dafür, dass von fast zwei Milliarden Moslems auf der Welt ungefähr ein Tausendstel unter die Terroristen geht und nichts Schöneres kennt, als Menschen umzubringen?
    https://www.welt.de/debatte/article165230106/Falsch-Frau-von-Storch.html

    Das wären 1,7 Millionen, denn Krauel hat schon die erste Zahl falsch.
    1.7 Millionen ist 1,7 Mio zuviel. Alle Gefährder einsperren und entwurmen (Psychotherapie) wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

    • Tut mir leid - aber das wird ein Traum bleiben.
      Einer von (nicht vorhandenen) Psychotherapeuten, die Gefährdern ihren indoktrinierten „Glauben“ wegtherapieren oder abtrainieren könnten. Und gar noch so vielen.
      Vergessen Sie das. Da sind etliche Imame die einzig echte Ideologie predigend und festigend vor!
      Das ist eine Hydra – und in Anbetracht der explodierenden Weltbevölkerung, wobei der muslimische Anteil der Nachkommen stetig überdimensional weiter steigt, ein solch größenwahnsinniges Unterfangen wie die Klimarettung der Welt.
      Psychotherapie in mittelalterliche Gesellschaftsformen, in denen Faustrecht und Ehre etwas gilt – echt? Das scheint mir vollkommen aussichtslos.
      Da sind den Jungs die 72 Jungfrauen nach dem Märtyrertod allemal näher.
      Und: nun sind sie halt alle schon einmal da – und wir, früher oder später, eher verloren.

  133. Mich schaudert oder mir schaudert?
    „Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, sind ein Stück vorbei“. Merkel.

    Dummheit hoch drei. Seit wann kann Zeit „ein Stück“ vorbei sein, darf man wissen wie viel Zentimeter oder Meter?

    Ich meine, merkt das in Deutschland keiner, was für ein grauenhaft falsches Deutsch die spricht? Und wer so falsch redet, der denkt auch falsch. Das eine bedingt sich durch das andere.

    Es wäre mir peinlich so zu schwafeln. Tja, auf dem Niveau mit den illegalen Eindringlingen die gerade legalisiert werden gegen Vernunft, Recht und Gesetz und gegen das eigene deutsche Volk, das es sowieso gar nicht gibt….

    Ich bin garantiert kein Deutschtümmler, im Gegenteil, jede Menge Kritik, und natürlich ist das „deutsche Volk“ durchwachsen von Menschen anderer Länder, die einst, vor Jahrhunderten bereits hierher zogen.

    Aber diese gewachsene Struktur bewusst vernichten – das ist unfassbar. Ich meine, wenn diese DDR-Frau noch ein paar Mörder im Land braucht, gegen kleines Geld bin ich gerne bereit ein paar Leute zu vermitteln, kommt billiger als die sogenannte Integration.

  134. Polizeigewalt
    3 Menschen erschossen, einfach so, zack-zack, trotz Unschuldsvermutung!

    Da muss sich die Metropolitan Police aber auf eine Menge Fragen von der großen alten Dame der Kriminalistik gefasst machen, Frau Renate „Beinschuss“ K.

  135. hoher Preis
    @ Goodnight
    4. Juni 2017 um 14:05 Uhr, Game of communication

    Sehr schlüssige systemtheoretische Erklärung. Wenn es denn am Ende ein Wettrennen gäbe.

    Wir müssen eher davon ausgehen, dass uns die Kommunikation der Moderne darauf einschwören wird, dass Terror eben der Preis sei, den eine offene, liberale und integrationsbereite Gesellschaft zu zahlen habe.

    edSE

  136. Tanz, Glaube, Frieden ...
    In Anlehnung an den vorigen Blogartikel vom lieben Don, möchte ich mitteilen, dass die Jesuitenkirche in Innsbruck am 9ten Juni um das Thema herum eine Veranstaltung organisiert hat, näheres im Internet, habe zufällig erfahren, da ich, überall wo ich mich aufhalte, unbedingt alle Glaubenshäuser, Museen, Schlösser besichtige … Die Jesuitenkirche in Innsbruck begegnete mich mit Eleganz, mit zurückhaltendem Noblesse, ich muss sagen, es hat mir ganz gut gefallen …

  137. Automobiles Design und automobile Bestimmung
    Lieber Don, falls ihr Text zumindest einigermaßen ernst gemeint war und nicht nur zur dekorativen Umrandung der wunderschönen Bilder gedacht war lohnt es sich, über die von Ihnen gestellte Frage nachzudenken, welche den roten Faden hierin darstellen könnte: Warum sind die heutigen Autos so häßlich? Ein Aspekt dabei ist sicherlich ist die Frage nach gutem Design generell. Dazu gibt es Bibliotheken von Literatur und auch in diesem Blog haben Sie dazu schon einiges geschrieben. (Ich persönlich habe auch meist leider Schwierigkeiten, ein gutes Design im täglichen Stau zu entdecken.) Ein anderer Aspekt betrifft die Gründe für die andere Gestaltung und Konstruktion moderner Autos. Dabei stellt sich die Frage nach dem historischen Referenzpunkt. Die von Ihnen abgelichteten Wagen sind teilweise vor dem Beginn der automobilen Massenmotorisierung entstanden. In diesem Zeitraum war das Motorrad das Auto des kleinen Mannes, falls das Geld nicht nur für ein Fahrrad reichte, was oft genug vorkam. Die bis dahin auf den Strassen mit den Maschinen um ihr Leben kämpfenden „Sportler“ waren (dem Blogoberthema entsprechend) der finanziellen Oberschicht zuzuordnen. Auch technisch waren die Fahrgeräte oft, teilweise auch wegen ihrer arbeitskraftintensiven Kleinserien- oder Einzelfertigung und der daraus resultierenden Qualität, nur eingeschränkt alltagstauglich. Wer heute einen alten, mit der Hand zusammengeschweissten Jaguar fährt weiß was ich meine. Die Automobile waren nicht für den Alltag gebaut, sondern eher für das Erleben der Mobilität. Diese Jugendphase neigte sich mit der Massenmotorisierung ihrem Ende entgegen, der in Deutschland mit dem ersten Volkswagen begann. Hitler soll nach historischen Quellen selbst die Grundeigenschaften des Kdf-Wagens und seinen Preis bestimmt haben. Maximal 1000 Reichsmark waren damals viel für eine deutsche Familie aber das Fahrzeug sollte dafür ein vollwertiger Familienwagen inklusive Gepäckabteil werden, der zuverlässig, sparsam und einigermaßen schnell die Insassen (das deutsche Volk) transportieren sollte. Der Wagen hat dann doch kostenmäßig das Preislimit überschritten aber die übrigen Anforderungen konnte er erfüllen. Dafür konnte er zwar fahrdynamisch natürlich nicht mit den sportlichen Wagen anderer Kleinserienhersteller konkurrieren aber er definierte damit ein neues Fahrzeugsegment im deutschen Automobilmarkt und teilweise darüber hinaus. Wenn wir über Design reden müssen wir uns also darüber verständigen, welches Segment gemeint ist. Einen weitgehend in Handarbeit hergestellten Sportwagen mit Straßenzulassung kann man selbstverständlich auch heute noch von einer Handvoll Spezialisten kaufen, Exlusivität inklusive. Das Nachfragersegment ist dafür aber heute wie auch damals überschaubar. Ich sehe jeden Morgen unzählige angeblich exklusive SUV’s der so genannten Premiumhersteller mit Muttis am Steuer, hinten der kostbare Nachwuchs isoliert und verpackt auf dem Weg zu Kita, Schule oder Yogakurs. Ein schönes Fahrzeug ist fast nie darunter. Manchmal am Sonntag ein einsamer Lambo, der sich zum nächsten Cafe quält, damit der schon nicht mehr ganz junge Fahrer seine vom Büroalltag müden Knochen bei einem Milchheißgetränk ausstrecken kann. Warum kaufen die Leute das was sie dann fahren (müssen), obwohl sie sicher wissen, daß ein SUV unvorteilhaft aussieht, ein Kombi an Lastesel erinnert oder ein Kleinwagen sich zwar toll einparken läßt aber auch wie ein Go-Kart für Rentner anfühlt? Mir fallen im Wesentlichen drei Argumente bei Gesprächen auf: 1. private Bedürfnisse, 2. sozialer Druck und 3. rechtliche Regelungen. Die Fahrer der Massenmotorisierung sind nicht identisch mit den „Helden der Straße“ davor. Sie müssen Kinder, Kinderwagen, Einkäufe, Urlaubs- und Freizeitgepäck transportieren, was einem historischen Motoristen nie eingefallen wäre. Ein Sportwagen hat keinen Kofferraum, wozu auch. Dafür einen leistungsstarken Motor. Die Sitze, naja … Das ist sozial leider, wenn nicht unerwünscht, so doch unangepaßt. Ins Unerwünschte geht es dann, wenn ich mich offen dazu bekennen würde mein Kind ohne schützende Seitenairbags durch die Stadt zu fahren. Das muss sicher ein unverantwortlicher Vater sein, der seinem Nachwuchs so etwas heute noch ohne Not antut. Gutmeinende Freunde und Verwandte finden sich leider immer. Daß der Wagen auch kein ESP, keinen Beifahrerairbag, keine sonstigen Assistenz- und Hilfssysteme hat, dafür aber einen ordentlichen Sechszylinder-Boxer, der beim Fahren richtig Freude macht – geschenkt! Ist halt keine rollende Lebensversicherung. Richtig spannend wird die Sache bei der Unterbringung eines Kindersitzes, denn die dürfen rechtlich nur auf die hinteren Plätze. Bei einem Zweisitzerroadster ein interessantes Problem. Da lassen die Gutmenschen nach einem „Ja das habe ich schon immer gewußt, völlig unmöglich.“ dann ihre letzten vor ihnen schützenden Hüllen fallen. Nur ganz charakterlose oder charakterstarke Naturen bleiben da entspannt, der völlig normale Heinz-Klaus-Willi knickt angesichts der evidenten Überlast der gewichtigen Argumente ein und willigt schuldbewußt in einen Leasingvertrag für eine moderne Karosse ein, die er freiwillig im Leben niemals!!! auch nur angesehen hätte und verschwindet aus unserem Blickfeld. Wenn wir am Morgen wieder im Stau stehen ist er für uns völlig unsichtbar, einer unter vielen Tausenden, die schrittweise ins Büro kriechen, um ihren Leasingvertrag abzuzahlen, der nach Ablauf in einen neuen mündet und danach wieder und wieder.

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