Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Katholenfreude, Ketzerpech und Heidenprofit

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Sehet die Atheisten auf den Feldern. Sie fahren nicht nach Altötting, sie folgen nicht dem Luther und halten keinen Ramadan, und der Biergarten ernährt sie trotzdem

Es gibt ein einfaches und probates Mittel gegen den Feiertagsneid, der alljährlich Deutschland entlang der konfessionellen Konfliktlinien zwischen Katholischen und Ketzern lutheranischer Prägung spaltet: Das mit Brückentag stets günstig gelegene Fest Fronleichnam fällt einem gar nicht mehr sonderlich auf, wenn das Leben in Wohlstand Arbeit nur aus Erzählungen anderer Leute kennt. Da ist es völlig egal, ob etwas zu feiern ist, oder nicht: Das Leben ist immer gleich festlich und eine erbauliche Angelegenheit, auch ganz ohne Bezug auf Glauben, oder wie in meinem Falle, zum aufgeklärten Atheismus. Allerdings glaube ich auch: Etwa, dass Teller stets voll und die Aussicht schön sein sollten.

Aber nicht allen steht diese einfache und vorteilhafte Lösung des Konflikts zur Verfügung, und wenn ich also an Fronleichnam ähnlich sorglos in den Tag hinein radle, wie ich es immer tue, schallt mir aus dem Netz Missgunst für meine Bilder entgegen: Andere, die im lutheranischen Teil Deutschlands leben, unterstellen mir, dass ich sie mit meinen Bildern beleidigen und quälen will: Die einen sitzen demnach im Biergarten mit Aussicht auf die Landschaft und die anderen im klimatisierten Büro mit Aussicht auf den Feierabendverkehr in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das finden sie nicht gerecht, aber was soll ich sagen: Gerechtigkeit ist ein Thema der SPD, und man schaue sie sich doch mal an, wie weit man damit kommt – nicht weiter als bis zu einer nicht funktionierenden Mietpreisbremse, Möbeln von Westwing und, ich bin gerade guter Dinge und mein Leben ist schön, gnädigerweise vielleicht 18%, also ungefähr beim Fettgehalt auf diesem Bild.

Dass Lutheraner keinen Feiertag haben, liegt ursächlich an der Person, deren Thesenanschlag in Wittenberg momentan gefeiert wird: Luther hatte nicht nur etwas gegen den Ablass, sondern auch gegen den Papst, die Juden, die Heiligenverehrung und den katholischen Glauben an Wunder. So ein Wunder einer blutenden Hostie liegt dem Fronleichnamsfest zugrunde, und man kann Luther wirklich viel vorwerfen – aber nicht, dass er seinen Anhängern nicht überdeutlich gesagt hat, dass es am zweiten Donnerstag nach Pfingsten mit ihm und seiner Lehre keinerlei freien Tag geben würde: “Ich bin keinem Fest mehr feind … als diesem. Denn es ist das allerschändlichste Fest. An keinem Fest wird Gott und sein Christus mehr gelästert, denn an diesem Tage und sonderlich mit der Prozession. Denn da tut man alle Schmach dem heiligen Sakrament, dass man’s nur zum Schauspiel umträgt und eitel Abgötterei damit treibet.“Dieses Schauspiel, das auch die Aufklärung abschaffen wollte, erfreut sich in Zeiten globaler Unsicherheit in meiner Heimat langsam wieder steigender Beliebtheit. Fernen Städtern mag es wie ein anachronistisches Ritual erscheinen, mit einer Monstranz betend durch die Strassen zu ziehen, und darüber einen Himmel aus Stoff zu halten, den zu tragen Privileg der besseren Kreise ist. In den Städten muss man schon warten, bis sie vorbei sind, um zum Radeln zu gehen, aber draußen, auf dem Land, wird das wiederentdeckte Brauchtum noch deutlicher: Dort werden nicht nur seitens der Gemeinden und der Kirche Fahnen aufgehängt, damit jeder sieht, wie wichtig dieses Hochfest für Thron  Bürgermeisterstuhl und Altar sind.

Da kommt es auch zur Einrichtung von öffentlich sichtbaren Altären, mit Bankerl zum Hinknien, mit Heiligenbildern, mit Birkenzweigen und Blumen und Kerzen und Statuen und vielem anderen, das Luther zutiefst suspekt wäre. Aber es ist wie es ist, wir leben nicht mehr in der Zeit der Glaubenskriege, auch bei uns werden Lutheraner aufgenommen, und erwerben hier Grund und Boden. Wenn der Wanninger links und der Gruber rechts ihren Haussegen nach draußen stellen und dazu einen Blumenteppich legen, stellt die kleine Lea-Sophie ihren Eltern die Frage, warum Annamirl und d‘Theres so einen Blumenteppich bekommen, und sie nicht.

Sie will das auch. Und was man so hört, passen sich dann manche eben der umgebenden Kultur an, und so kommt das dann, dass vor allen Häusern zumindest Schmuck auf Blumen zu finden ist, und auch der Lutheraner als ein solcher dafür einen Segen bekommt, der den guten katholischen Willen 500 Jahre nach dem Thesenanschlag anerkennt. Dafür, das muss man aber auch sagen, arbeiten die Söhne und Töchter der Bayern in Berlins Projekten des erhofften Mammons, und so gleicht sich das eben heilsgeschichtlich wieder aus.

Nun ließe sich trefflich darüber reden, wie die Identität in der Heimat von allen gleich gesucht wird, und sich an solche Rituale klammert, an die Freiwillige Feuerwehr, an die Blüten, die verstreut werden, an das gemeinsame Essen der Bratwürste und die Gelegenheit, hier, fern der Berge, Lederhose und Dirndl zu tragen. Es gibt gute Grunde, das zu feiern, und obendrein bezahlt der Arbeitgeber, das Wetter ist prächtig, und es ist nachvollziehbar, warum die Städte der Protestanten da neidisch sind. Die eigentlich interessante Frage ist aber eine andere: Warum sind die Protestanten einem der Kirche entlaufenen Augustinerchorherrn gefolgt, der ihnen klar sagte, dass er so einen Feiertag nicht will? Wieso entschieden sich die Vorfahren der jetzt Maulenden bewusst gegen diesen freien Tag?

Nun, weil sie die kurzfristige Rechnung ohne den langfristigen Sozialstaat gemacht haben. Zu Luthers Zeiten gab es Dutzende von Feiertagen, manche gesamtkirchlich, manche lokal, an denen die Arbeit zu ruhen und der Mensch in der Kirche zu erscheinen hatte. Legion waren zu Luthers Zeiten die Legenden, in denen Arbeitende, Jagende und Sündigende an diesem Tag vom Blitz erschlagen und vom Teufel geholt wurden. Die schnöde, ökonomische Beurteilung des Feiertags gab es schon damals: Für Bauern, die zumeist leibeigen waren, war so ein Feiertag ein freier Tag, an dem keine Arbeit verrichtet werden musste. Es war ein Tag, an dem die Kirche Musik, Schauspiel und Mysterien bot, ein danach ein Tag des Essens, Tanzens und Beisammenseins. Die Landbevölkerung, die heute noch die Häuser schmückt, profitierte von den Gelegenheiten, zu denen die Kirche der weltlichen Herrschaft Grenzen setzte. Daher sind Feiertage im Mittelalter auch so beliebt.

Das änderte sich in der beginnenden Neuzeit in den aufstrebenden Städten. Dort gab es keine Leibeigenschaft, sondern frühkapitalistische Verhältnisse und Arbeitsteilung und Bezahlung für Arbeit. Feiertage hielten Städter von der bezahlten Arbeit ab. Feiertage erzwangen Unterbrechungen bei Handel und Gewerbe, Feiertage kamen mit der Produktivität in Konflikt, und obendrein waren Feiertage in den Städten mit ihren Bettelmönchen und Orden teuer: Zu den Feiertagen hatte man in den Städten nicht nur zu beten, sondern auch für das Seelenheil zu zahlen. Wenn Luther in der damals aufstrebenden Handelsstadt Wittenberg gegen den Ablass wetterte, sprach er sich indirekt für mehr Geld im heimischen Wirtschaftskreislauf aus. Und wenn Luther Heiligenglauben und Feiertage abschaffen wollte, ermöglichte er einheitliche Bedingungen für Produktion und Erwerb von Vermögen.

Man redet bei der Reformation oft über Landesherren, die sich am Gut der Klöster bereicherten – und übersieht dabei die ökonomischen Interessen der Städter beim Zurückdrängen der kirchlichen Verpflichtungen. Die Bauern liefen entweder gleich zu den Radikalen über, die die Leibeigenschaft beenden wollten, oder blieben dem alten Glauben treu. Die Handelsherren, die Silberknappen, die Wollweber und Brauer, die Steinmetze und Fuhrleute dagegen schlossen sich in Scharen Luther an, der die Befreiung von lästiger Glaubensbürokratie versprach. Die Katholiken radikalisierten sich, indem sie bis zum Rokoko immer mehr Prunk und Pomp um ihre Feste und Kirchen errichteten, und die Protestanten räumten die Kirche leer und erklärten wirtschaftlichen Erfolg als Beweis der Zuneigung Gottes für ihr geschäftstüchtiges Treiben. Die einen feierten, die anderen sparten. Evangelische Länder begannen mit der Industrialisierung, katholische Länder blieben oft agrarisch strukturiert.

Es konnte ja kein Papst und kein Luther wissen, dass man ernsthaft anfangen könnte, Schweinehirten und Arbeitnehmern Rechte zu geben, Menschen als gleich vor dem Gesetz zu betrachten, und sie auch noch mitreden zu lassen, indem sie vielleicht nicht die öffentlich-rechtlichen Medien, aber so doch gewisse Parteien wählen konnten, die auf diese althergebrachte Trennung zwischen den Religionen das Prinzip des bezahlten, gesetzlichen Feiertag für alle oben drauf setzten. Es war ein Kardinaltugendfehler, es obendrein den Bundesländern zu überlassen, sich für ihre eigenen Menschen einzusetzen. In Bayern gibt es nun mal eine CSU, die von diesem Mittel der Beschenkung und Bekirchlichung des Landes grosszügigsten Gebrauch zur Verankerung ihrer Herrschaft machte. und das ebenso dreist wie unwidersprochen als Akt der Arbeitnehmerrechte und Besinnung darstellt. Von Luthers Opportunismus lernen heisst nun mal siegen lernen, und wie man an den evangelischen Blumenteppichen sieht: Wenn der Feiertag nur fremdfinanziert wird, ist auch der Abgefallene des Jahres 1517 bereit, 2017 vom katholischen Landfrauenbund das Legen eines Kelchs mit Hostie wieder zu erlernen. Ausserdem schaut es so schön aus und Lea-Sophie durfte informell auch Blumen vor dem Pfarrer verstreuen. So adrett, pardon, fesch war sie im Dirndl. Und Bratwurschtl haben keine Religion, nur die Regierungen in Bundesländern, die mehrheitlich lutheranisch sind, die schon und die arbeiten, bei der Hitze gestern auch wie so eine Art Bratwust im Büro.

Bitte, schauen Sie mich nicht so an, ich bin religiöser Nichtkombattant und außerdem eh kein Freund geregelter Arbeit, ich radle nur über Wiesen und Felder und mache mir Gedanken zu dem, was ich so sehe. Ich finde es besser, wenn Lea-Sophie Blumen verstreut, als dass sie zwangskatholisch gemacht wird, wie das früher üblich war, und ich mag die angenehme Stimmung im Biergarten, wenn alle gut gelaunt beisammen sitzen und sich zuprosten und plaudern.

Am Freitag ist hier eh fast alles zu, die Kinder haben noch Schulferien, da radelt man mit ihnen über das Land und freut sich des Lebens, wie so ein mittelalterlicher Leibeigener, der gerade zwischen Saat und Ernte ein wenig Zeit für sich selbst hat. Es ist eh viel zu heiß für Arbeit.

Wie giftig und z‘wider jene werden, die im Norden in ihren Büros sitzen, bei der Hitze, die nicht weit weg von den Höllenqualen ist, sieht man ja im Internet. Das Arbeiten tut dem Menschen nicht gut.

 

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  1. Nicht ohne Stolz kann ich sagen, daß ...
    … ich wohl einer der Letzten war, der in meiner gemischt-konfessionellen Heimat als Sohn eines lutherischen Bauern und Nachfahre zahlreicher Untertanen des katholischen Fürstbischofs von Hildesheim an Fronleichnam Mist gefahren hat. Das damit verbundere Gefühl tiefer Befriedigung würde ich noch immer einem Aufenthalt im Biergarten oder einer Radtour mit der Familie vorziehen.

  2. welcome to the Layer Cake
    Wenn die funktionale Differenzierung nicht hält, dann klammert sich die persönliche Identität an die Nation. Wenn dann auch keine Nation mehr da, dann fällt man zurück auf die grundlegende Stufe der Zivilisation:
    Die Religion.

    So wie in Jugoslawien in den 90er Jahren, so nun auch hier in Deutscheland.

    Geschichte wiederholt sich, weil die Zivilisation wie eine Torte aufgebaut ist:
    Den Boden bildet die Horde/Familie, dann kommt eine Schicht Rasse, dann eine Schicht Religion, dann kommt oben die Nation und als Schlagsahne die Moderne.

    Wir sitzen leider nicht mehr vor einer Torte, da die Sahne im Jahre 2008 von anderen verfuttert, im Jahre 2015 eine Dame aus Berlin auch die Nation abgeschaufelt, und wir nun vor einen trockenen Stück Kuchen sitzen, wo wir nur noch zwischen zuckersüßen Christentum oder herber nordischer Rasse wählen können, in Erkenntnis, dass da kein Tortenboden mehr, seit wir uns auf das Bismarkische Sozialsystem eingelassen haben.

    Dass der Don das Kreuz wählt, dass war zu erwarten. Wie schon gesagt, es wird der Tag kommen, an dem er im weißen Trikot mit rotem Kreuz den Tag beginnt. Am Ende brauchen wir alle eine Einheit für unsere Existenz…und in Berlin ist diese nicht mehr zu finden.
    Dann eben in Rom.

    • Die Medien sehen überhaupt nicht, wie dick die unteren Schichten in der Provinz seit jeher waren. Aspekte, die für einen 40jährigen Journalisten in Hamburg beim NDR vollkommen undenkbar wären, machen woanders die Identität aus. Und tatsächlich ist Deutschland keine Nation mehr, das hat Merkel abgeschafft, deshalb hängen hier dann auch überall bayerische Fahnen.

    • It's about how hard you can get hit and keep moving forward.
      Der 40jährige Journalist aus Hamburg war bis vor Kurzem noch an der Spitze der Zivilisation, weil modern, und Moderne bis 2008/2015 noch ein Ideal. Und auch die hier Anwesenden hätten sich wohl noch bis vor Kurzem als modern bezeichnet, und zwar mit Stolz. Keiner wär auf die Idee gekommen ins tiefste Bayern zu radeln oder beim Don morgens den Twitter Account zu öffnen und Torte vor Berg zu betrachten.
      Bis 2008 waren wir alle mit unserem Aktien-Depot und bis 2015 mit Themen wie künstliche Intelligenz beschäftigt.
      Jetzt reden wir über Religion.

      Wir bewegen uns seit fast zehn Jahren rückwärts, ohne es zu merken.

      Die Banker haben den Kapitalismus in die merde gefahren, Frau Merkel die Politik ebenso,…..wir sollten trotzdem nicht schreiend weg und hinein in die Kirchen laufen. Wir sollten aufstehen und weitergehen. In der Moderne.

    • Naja, ich war ja bei Dotcomtod und würde sagen, der Bruch und die Kritik kam 2001.Dass etwas deutlich ´falsch läuft, wurde 2007 klar, und Schirrmacher wollte explizit so ein etwas zurückgebliebenes, verharrendes Blog haben. Die Zukunft hat sich halt als wenig erbaulich herausgestellt, und da gibt es einen Dissens zwischen der Ralität und der ARDDR und ihren Versuchen, das zu überpinseln. Kein Wunder, dass Journalisten nicht so beliebt sind.

    • Titel eingeben
      @Goodnight: „modern“?
      .
      Eher: Die Zeiten sind hart, …aber modern.
      (altes Sprichwort)

      Oder gar …die Betonung auf dem o ?

    • Sometimes a man can meet his destiny on the road he took to avoid it.
      Die Zukunft ist das, was wir daraus machen.

      Der Weg in die Moderne ist gepflastert mit Versagen, Scheitern, Untergang, Katastrophen ….. und von Aufwachen, Ausstehen, Lernen, Kräfte sammeln und wieder Angreifen.
      Der moderne FinanzKapitalismus nach dem Ende des Goldstandards hatte
      seine Inflations- und Ölkrisen, die Massenarbeitslosigkeit, die Strukturkrise der Deutschland AG, die New Economy bis über die Real Estate Bubble in SüdEuropa und Subprime in USA, bis zum finalen 2008. Aber er hatte auch die Globalisierung und die damit verbundene Anhebung von Milliarden Menschen auf West-Wohlstand. Am Ende waren alle reicher, halt nur mittels Schulden, aber vielleicht ist das schon eine weitere moderne Form des Kapitalismus.

      Die Schulden reichte der Kapitalismus weiter an den Staat, was dazu führte, dass der Staat nun Gläubiger und damit die absolute Macht. Was er nutzte. Weil Politik kann Macht. Und so bewegen wir uns hier im Westen alle immer mehr in Richtung Sozialismus, d.h. Alleinherrschaft des Staates. Leider musste Frau Merkel noch lernen, was es bedeutet, Macht mit politischen Inhalten zu füllen, denn Inhalte waren nie ihre Stärke. Und so scheiterte sie 2015. Aber sie blieben stehen und wird überleben, weil auch die Wähler nie gelernt haben, in einer solchen Situation zu operieren, d.h. Regierungen zu steuern (vulgo: wählen), die wirklich Macht über das Leben der Bürger besitzen.

      Whatever, auch ein Don war mal in Berlin und glaubte an die Zukunft. Und er glaubt immer noch, sonst würde er hier nicht schreiben.

      Und solange wir lernen und weitermachen, solange könnte es funktionieren, mit der Moderne.

    • @goodnight
      Weiter in die Moderne? Was ist die Moderne, und was soll das bringen?
      Wie Jean-Baptiste Alphonse Karr einst so treffend bemerkte: Plus ça change, plus c’est la même chose.

    • schön, daß Sie heut früh dran waren
      und ich Ihren Kommentar gleich fand: „daß da kein Tortenboden mehr“
      – die Ihren les ich nämlich mit Vergnügen

    • @kdm: Betonung auf dem o ? Was sonst!
      Rabbi Levitas aus Jabne sagte: Sei sehr demütig, denn zu erhoffen hat der Mensch Moder und Gewürm.
      Talmud

    • Die unteren Schichten
      werden ja beharrlich von der linken Politik angeknabbert, denen das Stabilisierende und Formgebende dieser Strukturen ein Dorn im Auge ist.

      Es werden Setups des Zusammenlebens propagiert, die noch nicht bewiesen haben, dass sie als unterste Schicht taugen und Kampfbegriffe wie Herdprämie eingesetzt, um Modelle, bei denen man sich selbst ums Wohl des Kindes kümmert, zu diskreditieren.

      In meinem Bekanntenkreis gibt es einige Akademikerehepaare, bei denen das, was einer herbeischafft, ausreicht, und o.g. Kümmern ermöglicht. Lustigerweise sind drei von vieren auch auch kirchlich engagiert.

    • Die unteren Schichten
      werden ja gern von der linken Politik angeknabbert.

      Denen ist das Stabilisierende und Formgebende dieser Schichten ein Dorn im Auge.
      Stattdessen werden Setups des Zusammenlebens propagiert, die ihre Eignung als unterste Schicht noch nicht unter Beweis gestellt haben und Anhänger traditioneller Modelle, die sich gern selbst um ihre Kinder kümmern, mit Kampfbegriffen wie „Herdprämie“ diskreditiert.

      In meinem Bekanntenkreis gibt es einige Akademikerehepaare, bei denen das, was einer herbeischafft, reicht, und der Partner sich ums Kind kümmert. In 2 Fällen der Mann.

      Lustigerweise sind die meisten kirchlich engagiert.

      Während ich das schreibe, wird mir auch klar, warum, von Lobbyismus abgesehen, sich die Linken nicht mehr für ihre Klientel einsetzen.
      Müssen beide (oder bald beliebig viele) Elternteile arbeiten, um den Familienunterhalt zu bestreiten, kann man sich natürlich leichter der Kinder bemächtigen und sie in den dementsprechenden Einrichtungen verdummen.

      p.s. zu schnell geschrieben..

      passiert anscheinend häufig, wenn Beiträge geschrieben werden, während Sie einen neuen Schwung Kommentare freischalte.

    • We've got to have rules and obey them. After all, we're not savages.
      Die Moderne ist die Welt, in der Freiheit, sozialer Aufstieg, Wohlstand, Fortschritt und eine Lebenserwartung von mehr als 40 Jahren möglich ist.

      Sollte man beobachten und begreifen können, auch ohne entsprechende Bildung.

      Die Moderne war bis vor 70 Jahren noch nicht wirklich in Deutschland, war bis vor ca. 20 Jahren ausschließlich im Westen der Welt, ist immer noch nicht in Afrika, Teilen von Mittel- und Südamerika und Teilen von Asien.

      Ansonsten empfehle ich Geschichtsbücher, für alle, die Luhmann nicht erfassen können. Also für Alle. :-)

      (Whatever, für die Gefühlsmenschen: Moderne ist das Gefühl, was wir in den 80er Jahren hatten. Damals unter Kohl.)

    • Modern Times
      „Früher war sogar die Zukunft besser!“ Karl Valentin

    • die Linkien
      können sich nicht mehr wirklich für ihre Klientel einsetzen.
      .
      Das sozialdemokratische Versprechen: Wähle uns, und es wird Dir und Deiner Familie besser gehen und Deinen Kindern erst recht! funktioniert heute so nicht mehr.
      .
      Die Arbeiter sind da, wo de Bauern sind. Die Gewerkschaften sind für den öffentöichen Dienst, klar, solange man dwen nicht nach Indien oder China auslagern kann. Welche Dienstleister arbeiten schon dran, diese Bereiche abzudecken, in GB soll man da schon weiter sein.
      .
      Das schlimmste: Der Patron weiss, dass sein Klient es auch weiss.
      Da kann dann auch nicht mehr viel kommen als das Versprechen, den Besitzsatand zu wahren,.soweit es eben geht.

    • Solche Trikots, allerdings...
      mit weißem Kreuz auf rotem Grund gibt’s (wieder), und sie sind sehr hübsch, finde ich:

      http://www.cycleexif.com/de-marchi-kubler-koblet-jerseys

    • @D.A.
      „Kein Wunder, dass Journalisten nicht so beliebt sind.“

      Ach, daran liegt das …? Die Einheit ist gestorben, die Bahnen fahren nicht mehr wegen Anschlägen, jemand bei Tumult hat tatsächlich mal verglichen (als obs nicht schon schrecklich genug wäre) und Sie – braten einfach irgendwem ´ne Wurst! Als ob Sie nicht Vegetarier wären! Sie werden doch nicht etwa Privatleben haben?! Ich missgönne es ihnen von Herzen, jawoll, das tue ich und bin nun ein definitiver Schlechtmensch geworden. Was eindeutig bloß Ihre Schuld ist, was schreiben Sie auch so daher …

  3. Ohh - was für ein süsses Kindlein in Marias Armen - und was für eine sündige Erdbeere!
    Bild 2 und 1 von unten.

    Zu der verhaltenen Erotik des Marienbildes passen die verhalten-roten (fast rosa, ein wenig violett….) Pfingstrosen. Die Erdbeere steht seit gottweißwielang (sicher seit dem Mittelalter) für wilde, pure, gleichwohl anmutige, also tendenziell wenigstens zivilisierte Erotik – die Pfingstrose für Mutterschaft.
    Dass es zwei Pfingstrosen zu Füssen der Marienfigur sind, hat natürlich – man denke nur an ihre dralle und halbkugelige Anmutung, auch seinen guten Sinn, wenn man ebenfalls daran denkt, dass Maria das kleine Kindlein nährt.
    Bleibt Luther: Auch er w a r ja katholisch. Er wäre es auch gern geblieben.

    • Es ist schon ganz gut, dass Luther die ganzen Norddeutschen eingesackelt hat, wenn Sie mich fragen, und seinen eigenen Weg ging. Stellen Sie sich vor, Frau Göring-Eckardt hätte in der katholischen Kirche was zu melden.

    • Göring-E.?
      Die kathol.Kirche in D hat den (karrieregeilen undintelligenten- und, was hilfts?) Marx, die (bedürftigen) woelkischen Domverdunkler sive Pflastermaler und einige Häresieverdächtige mehr!
      Das ist fast schon so gut wie die Kässmann-Bedford- vergess ich mein Kreuz in Jerusalem-KIrche…. Grund sich über den evangelischen Hypermoralismus zu erheben, habe ich angesichts der Amtskirchler als Katholik leider überhaupt nicht mehr. Und die Laienorganisationen machen es eher schlechter als besser. Wie ich las, will das Zentralkommitee der deutsch.Kathol. an der Muslimischen Anti-Islamterror-Demo in Köln teilnehmen. Die Muslime können ja grad nicht, die haben „Ditib“ (muß schwer kontagiös sein)! Und damit zeigt sich das ZDK als eigentlich muslimisch…, denn das sollte ja jene #demo sein, auf der die Muslime sich gegen den Terror muslimischer Attentäter wenden und zeigen, daß das „alles nichts mit dem islam zu tun hat“

    • Ich würde es so sagen:Piuisbruderschaften gefallen mir auch nicht.

    • Entschuldigung, daß ich mich von denen nicht klar distanziert habe
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    • Von #demo Köln ging ein Signal aus!
      In Köln demonstrierten weit weniger Muslime gegen Terror und Gewalt als erwartet. Laut Veranstalter waren bis zu 10.000 Menschen für den Friedensmarsch angemeldet. Zuvor hatte Katrin Göring-Eckardt die Imame und Islamverbände in Deutschland aufgefordert, entschlossener gegen islamistischen Terrorismus Position zu beziehen. Muslime planen nach der Enttäuschung weitere Demos gegen Terror.

    • Titel eingeben
      Naja, an den Katholiken in Germania wurde Rom ja nie wirklich glücklich…und auch heute sind sie ja eigentlich verkappte Kryptoprotestanten

    • Wahrung des Scheins der Integration
      Die Katholische Kirche schützt die Muslime vor ihrer kritischen Selbstreflektion. Wie nett von ihr. Ich hätte mich nicht einmal darüber gewundert, wenn nur Alibi-Deutsche an dieser Demo teilgenommen hätten, um den Schein der Integration des Islam zu wahren. Das wäre doch mal eine echte Evolution des Bürgertums. Früher, als es noch rechts war, hieß es, es wolle über Trieb und Geschäft den moralischen Schein wahren, heute wahrt es den der anderen. Einmal Kompetenz, immer Kompetenz.

      Unterdessen glaubt Peter Sloterdijk, ganz gegen den Trend und den sozialen Replikationsmechanismus, an Allah-Dämmerung

      http://www.handelsblatt.com/panorama/kultur-kunstmarkt/buchtipp-nach-gott-der-aufstieg-des-menschen-zu-hoeherer-gewalt/19933126.html

      So kann man sich natürlich auch Mut machen. Sonst bewegt er sich irgendwo im Niemandsland zwischen Linkskonservatismus und Neopaganismus. Das ergibt zwar keinen Sinn, aber dafür kann er nichts. Er bleibt ein Mann der Sprachbilder, nicht der gedanklichen Ordnung. Er will sich nicht mit sich selbst langweilen, also strebt er nicht nach höherem und schreibt einfach immer weiter.

    • @ Dreamtimer
      Ich habe besagtes Buch von Sloterdijk nicht gelesen, aber finde (angesichts der Lektüre von etlichen anderen Büchern von Ihm) Ihre aphoristische Beurteilung nicht ganz daneben. Religion versteht S. nur als Prozess der Selbstverkommnung und geht damit einen Schritt, den auch die Moralisten gehen. Ein Schritt, der die Religion ihrer eigentlichen Kraft beraubt und eigentlich an der Sache vorbeigeht!

      Was die „Allah-Dämmerung“ angeht, diese Passagen bei ihm würden mich durchaus interessieren, denn ich denke ähnlich: das islamische Gottes und Menschbild ist derart spröde, daß es zwar die Macht übernehmen- diese aber nie fruchtbar ausüben können wird!

  4. Selbstgebackenen "Scheiterhaufen"
    …habe ich an Fronleichnam genossen -ein lieb gemeintes Geschenk.
    Kannte weder den Namen noch den himmlischen Geschmack. Hoffentlich nicht mit einer apokryphen Symbolik religiös-fanatischer Art behaftet?

    Danke Don Alphonso, wieder so ein kurzweiliger Beitrag!
    Erinnert mich an Zeiten, da wuschen Evangelische Christen in Wiesbaden am Straßenrand demonstrativ ihre Autos. In Sichtweite der Prozessionen. Autowaschen heute fast mit Gefängnis geahndet, Prozessionen?
    Man kann nie wissen….

    • Prozessionen waren in den 50er und 60er Jahren hier bei uns verpflichtend, starben dann in den 70ern fast völlig aus und kamen langsam in den 90ern wieder. 100 gehen, 1000 schauen zu, sagte man damals, aber langsam ändern sich die Verhältnisse, fürchte ich.

    • Bei den Prozessionen der nazifa brennen am Straßenrand keine Kerzen,
      sondern Autos.
      Manche Leut prozessieren heute schlicht anders, andere wollen den Wandel am heiligen #sonntag durch die Hallen des Kommerzes. Jeder opfert halt seinem Gott… Götter habe sie alle.

    • Ja, so kann man das auch sehen.

  5. Merci
    Ein erfrischender Blick auf die Reformation im Lutherjahr. Vielen Dank. Zu Ihrer Argumentation fügt sich übrigens auch Luthers familiärer Hintergrund in Mansfeld ein: Der Vater, ein Bergmann und Ratsherr, welcher sich auf die Arbeit konzentrierte.

    Grüße aus dem Norden.

    • Gern geschehen. Mir geht es ja um die krummen Wege der Geschichte, die aus den Letzten die Ersten macht.

    • Ähm, nein.
      Luthers Vater war kein Bergmann. Luthers Lüge von seiner armen Herrkunft sollte nicht immer weiter gelogen werden. Luder, der Vater Luthers, war ein reicher Bergwerksbesitzer. Ein skrupelloser Ausbeuter, der sich nicht „um Arbeit kümmerte“, sondern darum, seine Arbeiter abzukassieren. Von ihm hat Luther viel gelernt (etwa die Verachtung von Randgruppen oder Bauern, aber auch das manipulative Geschick seiner Rede).
      Interessant ist hier übrigens ein für die Lutherischen sehr peinlicher Ausstellungssaal im Gewölb zu Dresden: dort werden Gerätschaften aus Luthers Elternhaus bewahrt. Selbst die Fürsten der Zeit waren oft nicht so reich ausgestattet.

    • .. umso mehr ist sein Entschluss ...
      .. bemerkenswert, Mönch zu werden. Das wäre so, wie wenn der Don alle Silberkannen und Rennräder an die grüne Protestantenbrut verschenkt, also fast ein Wunder… man sollte Luther nicht kleiner machen , als er ist ..

  6. Forschung
    Der Konnex von Religion und Produktivität besteht im Vergleich Katholiken/Lutheraner darin, dass diese die Bibel auf Deutsch gelesen haben und daher viel früher alphabetisiert waren, dies jedenfalls der Stand der Forschung, siehe Becker, Woessmann „Was Weber Wrong? A Human Capital Theory of Protestant Economic History“, IZA DP (Discussion Paper) 2886, ist im Netz frei zugänglich. Die Fragestellung ist generell sehr interessant und wird international heftig diskutiert.

    • Ich bin mir bei der Alphabetisierung nicht so sicher, es gibt Hinweise darauf, dass Handwerker recht früh Fähigkeiten hatten, die ohne Schrift nicht möglich sind – Legierungsverhältnisse zum Beispiel

    • Frage: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Religion und wirtschaftlichem Erfolg?
      FAZ, 17.6.17
      Max Weber für Einsteiger
      Die protestantische Ethik ist eine wichtige Triebkraft des Kapitalismus: Aus der Beobachtung, daß zu seiner Zeit protestantische Gebiete in Deutschland reicher waren als katholische, schließt Weber auf einen Zusammenhang zwischen Religion und Wirtschaftsentwicklung.
      Er kommt zu dem Schluß, daß besonders der puritanische Calvinismus mit seinem Askesegebot die Menschen zu konzentrierter Arbeit und zur Kapitalbildung angehalten habe.
      Maximilian Carl Emil Weber war ein deutscher Soziologe und Nationalökonom. Er gilt als einer der Klassiker der Soziologie sowie der gesamten Kultur- und Sozialwissenschaften.

    • Gewisse Religionen sind nun mal für gewisse wirtschaftszweige gut. Wenn die Religion Banking verbietet, wird es schwer.

    • Welche Religion verbietet denn Banking?
      Es gibt im Islam das Zinsverbot, die Christen sahen es auch mal kritisch. Das heißt aber nicht, daß Bankwesen im Islam generell verboten wäre. Die Banken haben auch im Teheran die höchsten Türme, die stehen Ffm und N.Y. in nichts nach. Allein die Art und Weise ist etwas eleganter. Z.B.: Die Bank kauft statt deiner ein Haus, du darfst es dann von der Bank in Raten zurückkaufen. Gut, ist ein bißchen anständiger. Die Bank hat das Risiko, wenn das Haus zusammenfällt, aber in der Praxis nicht so anders.

    • Schulpflicht in Deutschland
      @Alex Schwarcz
      Preußen: Principia regulativa des Königs Friedrich Wilhelm I. vom 28. September 1717
      Bayern: Sechsjährige gesetzliche Unterrichtspflicht 1802

    • Beim Zinsverbot
      muss man sich eben zu helfen wissen.
      .
      Macht man eben eine stille Beteiligung – kennt man im Islam schon lange vor dem Hype um die Mezzanine Finanzierung.
      .
      Oder man nennt die Vergütung für die Bereitstellung ene Bearbeitungsgebühr und zieht die gleich vom Darlehensbetrag ab, und zahlt nur den niedrigeren Betrag aus. Nicht zu vergessen auch die Vergütung für die gute Ratschläge und Lehren, wie sie auch Harpagon, L´Avare, noch kennt.
      .
      Ausserdem war das mit den Zinsverbot auch Zinsden geschuldet,. die schon einmal 100 v. H p. A (hundeert Prozent jährlich) ausmachen konnten. Da war auch das Verlustrisiko mit eingepreist.

    • @peter bernhardt
      Diese Interpretation Max Weber mag vordergründig korrekt sein. Jedoch darf man dabei die weiteren gesellschaftlichen Umstände nicht vergessen. Denn gleichzeitig sind die mal früher reicheren protestantischen Gebiete auch diejenigen, in denen a) Großgrundbesitz vorherrschte (das einfache Volk also hörig war) und b) die durch Handel auf dem Wasserweg profitierten (Hanse, Rheintal) und damit z.B. „näher“ an den aufstrebenden Kolonialmächten wie England und Holland (und deren Waren) waren. Was die Vormachtstellung des Landtransportes ablöste und mit entsprechenden Auswirkungen auf die vormals reichen Handelssädte im Süden (z.B. Augsburg -> Fugger, einst reichster Mann der Welt). Und schaut man weiter ins Hier und Jetzt, muß man konstatieren, daß die protestantischen Gebiete wieder ins Hintertreffen greaten sind. z.B. weil die industrielle Revolution der o.g. protestantischen Bevölkerung ein neues höriges Dasein als Industriearbeiter bescherete, während diese den armen bäuerlichen – aber zumindest selbstverantwortlichen und erfindungsreichen – Bevölkerung im katholischen Süden unzählige Möglichkeiten verschaffte, sich zu betätigen. Religion hier isoliert zu betrachten ist daher wohl etwas einseitig. Daher stimme ich dem Don zu, daß „Gewisse Religionen nur für gewisse wirtschaftszweige gut sind,“ In diesem Fall gut für die protestantische bürgerliche Oberschicht, die von direkt oder indirekt aus Kosten der Hörigen lebte. Und dies umso besser tat, indem sie dem das Volk religiös (calvinistisch) begründet besser und bar jeder Anspruchshaltung hart und ausdauernd arbeiten lassen konnte.
      .
      Insofern lese ich bei Max Weber, daß die protestantisch/calvinistische Arbeitsethik in der Tat zu mehr Wohlstand führte. Jedoch nur bei der Oberschicht. Die Alphabetisierung hat dabei aber wohl nur den Eigenkonsum der Bibel unterstützt und stützte damit nur dieses System der Umverteilung von unten nach oben. Daraus generell abzuleiten, daß Alphabetisierung gleich Wohlstand sei – dabei noch implizierend, daß damit Wohlstand für Alle gemeint ist – ist eine steile These und für mich in keinster Weise haltbar. Im Gegenteil.

    • @Hans Nase: Außer steilen Thesen nichts gewesen!
      „Daraus generell abzuleiten, daß Alphabetisierung gleich Wohlstand sei – dabei noch implizierend, daß damit Wohlstand für Alle gemeint ist – ist eine steile These und für mich in keinster Weise haltbar. Im Gegenteil.“
      Als Alphabetisierung bezeichnet man den Prozess der Vermittlung der Lesefähigkeit sowie ggf. auch der Schreibfähigkeit. Das Fehlen einer, in einer Kultur verankerten, Lese- bzw. Schreibfähigkeit wird als Illiteralität bezeichnet.Die Alphabetisierung ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche, qualifizierte Industrialisierung (Einführung und Verbreitung industrieller Formen der Warenproduktion) und damit die Grundlage für einen sogenannten Massenwohlstand. Kleines Einmaleins der Ökonomie und ggf. der praktischen Vernunft!
      „Wohlstand für Alle“ ist ein von Ludwig Erhard geschriebenes Buch und Wahlpropaganda für seine Partei !

    • @peter bernhardt
      Ich denke, wir reden aneinander vorbei. Kein Wunder, schreiben Andere ganze Bücher über solche Zusammenhänge…
      Wir haben verscheidene Themen: Zusammenhang zw. Alphabetisierung und Reichtum und Zusammenhang zw. Protestantismus und Reichtum. Unterschied zw. Reichtum und Massenwohlstand.
      Zunächst mal Zeiträume. Die Alphabetisierung der Oberschicht (Adel, Kaufleute, Bürgertum, Handwerker&Zünfte in den Städten) gabs schon länger. Für die breite Bevölkerung (Dons „Schweinehirten“) begann das erst mit der Schulpflicht, hier sind wir uns einig. Auch, daß das im Süden später war (Wie Sie darlegen 1717 in Preußen, 1802 in Bayern); die Auswirkungen wurden wohl einige Jahrzehnte später in der Breite spürbar.
      .
      Ich sage zunächst mal, daß es weitere Einflußfaktoren gibt, die zu berücksichtigen sind. So sind die nördlichen Gefilde Deutschlands schon zuvor „reicher“ geworden, z.B. durch das Erstarken des Handels über die Wasserwege im 17./18.Jh (Hanse, Rheintal, Seehandel mit den Kolonien). Man schaue nur die Bedeutung von Augsburg im Vergleich zu Köln oder Hamburg im 15. und 18.Jh. an. Insofern sehe ich eine Schlußfolgerung auf Basis eines absoluten „Reichtums“ als kritisch an. Interessanter wäre wohl die Frage der Entwicklung/ des Zuwachs des Reichtums – ob das und wie korreliert; das sehe ich bei Weber aber nicht.
      Dann sage ich noch, daß dieser o.g. „Reichtum“ erst mal primär auf die Oberschicht konzentrierte – zu welcher mit der industriellen Revolution dann auch immer mehr Industrielle zählten. Dem einfachen Arbeiter, z.B. im Kohlebergau oder als Industriearbeiter hat seine volle Aplhapetisierung nicht viel genützt. Die waren genauso arm wie ihre bäuerlichen Vorväter und oft genauso hörig. Eher noch ärmer dran, da damals nicht auf die Gesundheit geschaut wurde, Nicht umsonst entstanden ja die Gewerkschaften in diesem Milieu. Und ich sage, daß das calvinistisch geprägte Arbeitsethos solch Zustände eher noch eher gefördert hat. „Massenwohlstand“ ist aus meiner Sicht erst zeitverzögert mit dem Aufstieg und Wirken der Gewerkschaften im Bereich der Industriearbeiter gekommen, also Ende des 19.Jh. Insofern kein direkter Zusammenhang mit der Alphabetisierung.
      Und ich erwähne, daß der Süden heutzutage den Norden wieder überholt hat, und zwar sowohl bei Reichtum und Massenwohlstand. Das liegt meines Erachtens aber eher daran, daß es im Süden (z.B. da die Bauern Herren ihrer Scholle waren) im Vergleich eine stärkere Kultur der Eigenverantwortung, der Selbstständigkeit und auch des Erfindungsreichtums gibt. Man sieht das ganz gut an der Verteilung der Patentanmeldungen in D… Solche ein Kultur scheint mir hilfreich vor dem Hintergrund der Verschiebung der klassischen einfachen Abeitertätigkeiten im Zuge der Globalisierung aus Deutschland weg. Ich sehe hier aber keinen direkten Zusammenhang mit der Religion, also der eher katholischen Prägung im Süden.
      Somit sehe ich die Alphabetisierung sicher als eine Grundvoraussetzung für Massenwohlstand an – diese benötigt jedoch weiteren Nährboden, auf dem sie dann wirken kann. Für sich allein genommen sehe ich sie kaum wirksam…

  7. Titel eingeben
    Sehr schöner Text. War am Donnerstag auch als Teil des Kirchenchors im schwäbisch-bayerischen Grenzgebiet bei der Prozession unterwegs. Dort gehört allerdings bei jeder Station der Prozession eine wahre Batterie an Böllerschüssen dazu, wenn die Monstranz verehrt wird. Ist das in Bayern auch so?

    • Bayern Böllert
      Bei mir nebenan haben sie geböllert, daß die heilige Junfrau Maria fast vom Sockel gefallen ist!

  8. Blutende Hostien und andere Wunder
    Werter Don Alfonso,

    schöne Betrachtungen in Worten und Bildern! – Besonders das rote Fahrrad, wie es da so wunderbar gravitationsfrei am Wege steht. Doch ach: Am Vorderrad hemmt ein Klötzchen, und das Stützstöckchen unter dem Tretlager ist wegretuschiert! Sollten nicht gerade aufgeklärte Atheisten es vermeiden, angebliche Wunder darzustellen? Dafür ist der Blick auf das an der Haustür angelehnte und vor der Prozession in Sicherheit gebrachte Rad authentisch.

    • Ich wurde immer wieder für das Stöckchen kritisiert, jetzt habe ich es halt weggemacht.

    • Sie sollten nicht auf das Geplärr im Netz hören
      denn ich kann mich in Ihren Blogs nicht an Meckerei hinsichtlich des Stöckchens erinnern. Sie könnten auch das Retuschieren richtig erlernen, aber dann heißt es im Netz wahrscheinlich, jetzt probiert er sich an Wundern. Sie können es keinem recht machen, also lassen Sie doch das Stöckchen, wir wissen doch alle darum.

    • Kein Wunder?
      Och männoh! Und ich hatte wirklich geglaubt, das Foto wäre, nach vielen Fehlversuchen, ähnlich entstanden wie neulich vom Don beschrieben: Selbstauslöser ein, dem Rad einen kleinen Schubs gegeben, und dann – klick – !
      Ich bin schon ein wenig enttäuscht…

    • Es gibt keine Wunder!

    • Es gibt keine Wunder.
      Geschätzter Don Alphonso,
      grundsätzlich haben Sie Recht, schon allein wegen der Gültigkeit des 3. Clarke’schen Gesetzes (Wiki: Clarkesche Gesetze). ;-)
      Es ist aber schon auffällig, dass sich Wunder stets gehäuft in Gegenden manifestieren, deren Population der protestantischen Arbeitsethik gegenüber weniger aufgeschlossen ist. Die Bereitschaft, sich selbst zu versklaven, um in ferner Zukunft das Wohlgefallen eines Gottes zu erleben, hat offenbar wenig mit „seiner“ unmittelbaren Erfahrbarkeit zu tun. Wer auch immer dieser „Gott“ ist (und ich persönlich vermute, dass „er“ christliche Züge besitzt, selbst wenn Konstantinus dies erst auf einem Sterbebett erkannt haben soll ->Vorgängerthread), es scheint „ihm“ daran gelegen zu sein, „Wunder“ nicht aufzudrängen, sondern erlebbar zu machen für solche, deren Auffassung von „Realität“ relativ undogmatisch ist. Das wären dann die eigentlichen „Auserwählten“.
      Ich komme zu dieser Auffassung, weil ich gerade die sog. Fatima Trilogie (Joaquim Fernandes & Fina D’Armada) lese und über die Implikationen dieser „Wunder“ für unsere Entwicklung nachdenke.

    • Naja, wenn es gewünscht wird, radle ich auch nach Bergen auf dem Jakobsweg und zünde Kerzen an.

    • Wunder gibt es immer wieder!
      Die Projektion eines eindimensionalen Objekts (z.B. einer Geraden) ist ein Punkt (Null Dimensionen). Die Projektion einer Fläche (2 Dimensionen) ist eine Fläche (2) oder eine Gerade (eine Dimension). Die Projektion eines dreidimensionalen Objektes ist eine Fläche (z. B. ein „Schatten“: 2 Dimensionen). Das heisst: Durch Projektion verlieren Objekte eine Dimension.
      Da es mathematisch logisch ist, dass es nicht nur 3 Dimensionen gibt, sondern unendlich viele, werden aus 4-dimensionalen Objekten durch Projektion Dreidimensionale, die wir sehen können.
      Und weil wir uns 4-dimensionale Objekte nicht vorstellen können und ein 3-dimensionaler Gegenstand, der vor der Lichtquelle gedreht wird, seine Form in der Projektion verändert, also in der zweiten Dimension, nicht in der Dritten, können wir uns nicht vorstellen, dass Dinge, die wir in verschiedenen Formen sehen, in ihrer Dimension ein und dasselbe sind. Wir erklären soetwas einfach zu „Wundern“.
      Es ist aber völlig egal, wie wir das nennen. Tatsache ist, dass es soetwas gibt.
      Das sagt übrigens ein Atheist.

    • Atheismus, Aufklärung und die Circumcision der Wissens I
      Zunächst zum Thema Dimensionalität und Hyperdimensionalität, angeregt und eingeführt durch @Thomas Marx. Das erinnert mich – zumindestens im wissenschaftshistorischen Kontext – an das erste Clarke’sche Gesetz:
      „Wenn ein angesehener, aber älterer Wissenschaftler behauptet, dass etwas möglich ist, hat er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit recht. Wenn er behauptet, dass etwas unmöglich ist, hat er höchstwahrscheinlich unrecht.“
      Ein berühmtes Beispiel für das Letztgenannte ist – in Bezug auf die Dimensionalität von Kristallen – Linus Pauling, der für seine Arbeiten zur Strukturaufklärung von (kristallinem) Hämoglobin 1954 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Pauling war davon überzeugt, dass Kristalle (zumindestens in dieser Welt ;-) ) über ihre Periodizität geordnete dreidimensionale Objekte sind und auch nur als solche beschrieben werden können. Man muss dazu wissen, dass Kristallographen wie Pauling darauf trainiert sind, in inversen Räumen zu denken. Das ist ähnlich wie z.B. bei Akustikern, die Schwingungen nicht als zeitliche Veränderungen ansehen, sondern als „Gebilde“ in der inversen Zeit, d.h. über ihre Frequenz charakterisieren: 1 Hz = 1/sek. Stichwort: Fourier-Transformation. Charakteristisch für eine Betrachtung im inversen Raum ist, dass das kleinste (gemeinsame) Objekt hier als das größte Objekt in Erscheinung tritt. (Fast fühlt man sich hier an „gnostische“ Erkenntnisse erinnert, die auf der Tabula Smaragdina festgehalten sind ;-). Bei einem Kristall ist das kleinste gemeinsame Vielfache die sog. Elementarzelle, die aber dieselbe Dimensionalität wie der Kristall besitzt. Anders, so dachten Pauling und die überwältigende Mehrheit aller Kristallographen, ginge es ja gar nicht, den Kristall durch Aneinanderreihung von Elementarzellen in allen drei Raumrichtungen aufgebaut zu denken. Das Dogma bestand also darin, anzunehmen, dass räumliche Ordnung stets auf Periodizität (genauer einer Periodizität der Verschiebung im Raum) basiere.

      Anfang der 1980er Jahre wurde dieses Dogma dann von claims erschüttert, die von Daniel Shechtman aus Israel stammten. Shechtman’s Quasikristalle (vermutlich inspiriert durch das sog. Penrose-Tiling) waren geordnete Objekte, die aber keine Periodizität im dreidimensionalen Raum – zumindestens nicht im Pauling’schen Sinne –
      besassen. Shechtman erlebte, dass Schopenauers Einsichten zur Wahrheitsfindung fast immer zutreffen, denn auch in seinem Fall wurde sie zunächst lächerlich gemacht, dann aufs Heftigste bekämpft, und schliesslich als selbstverständlich angenommen, was 2011 durch Verleihung des Chemienobelpreises zum Ausdruck gebracht wurde.

      Aus dem inversen Raum betrachtet sind die Shechtman’schen Quasikristalle sechsdimensionale Gebilde, wobei drei Dimensionen in gewisser Weise „versteckt“ sind und keiner Verschiebungsperiodizität entsprechen. Eine „Rotationsperiodizität“ im Raum ist halt sehr schwer vorstellbar (selbst Einstein musste da passen – Stichwort allgemeine Feldtheorie), aber das könnte einer der Schlüssel sein, um „exotische Technologien“ anzudenken. Es gibt auf dieser Erde auch nur eine einzige natürliche Quelle solcher „sechsdimensionalen“ Kristalle: Icosahedrit (Wiki) soll einem „Meteoriten“ entstammen, der in Sibirien niederging…

      Eigentlich wollte ich über Atheismus und Aufklärung schreiben und warum sich die Verbindung beider Themen als Beschneidung des Wissens darstellen lässt. Dazu müsste man jetzt tief ausholen und zunächst fragen, warum in der Genesis von Elohim und nicht Eloha die Rede ist…

    • Nachtrag
      Übrigens glaube ich, dass das, das wir „in verschiedenen Formen sehen, das in ihrer eigenen Dimension aber ein und dasselbe ist“, die „Energie“ ist.
      Wir können Gravitation, Elektrizität, Magnetismus, Trägheit und Licht (sag‘ jetzt niemand: Wärme) nicht anfassen, aber den Effekt benutzen und die verschiedenen Formen ineinander umwandeln. Also sind sie miteinander verbunden (ohne das wir wissen, wie). Kleiner Tip: über die 4. Dimension.

    • Hyperdimensionalität ist auch kein Wunder.
      Zunächst zum Thema Dimensionalität und Hyperdimensionalität, angeregt und eingeführt durch @Thomas Marx. Das erinnert mich – zumindestens im wissenschaftshistorischen Kontext – an das erste Clarke’sche Gesetz (smilie ;-):
      „Wenn ein angesehener, aber älterer Wissenschaftler behauptet, dass etwas möglich ist, hat er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit recht. Wenn er behauptet, dass etwas unmöglich ist, hat er höchstwahrscheinlich unrecht.“
      Ein berühmtes Beispiel für das Letztgenannte ist – in Bezug auf die Dimensionalität von Kristallen – Linus Pauling, der für seine Arbeiten zur Strukturaufklärung von (kristallinem) Hämoglobin 1954 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Pauling war davon überzeugt, dass Kristalle (zumindestens in dieser Welt ;-) ) über ihre Periodizität geordnete dreidimensionale Objekte sind und auch nur als solche beschrieben werden können. Man muss dazu wissen, dass Kristallographen wie Pauling darauf trainiert sind, in inversen Räumen zu denken. Das ist ähnlich wie z.B. bei Akustikern, die Schwingungen nicht als zeitliche Veränderungen ansehen, sondern als „Gebilde“ in der inversen Zeit, d.h. über ihre Frequenz charakterisieren: 1 Hz = 1/sek. Stichwort: Fourier-Transformation. Charakteristisch für eine Betrachtung im inversen Raum ist, dass das kleinste (gemeinsame) Objekt hier als das größte Objekt in Erscheinung tritt. (Fast fühlt man sich hier an „gnostische“ Erkenntnisse erinnert, die auf der Tabula Smaragdina festgehalten sind ;-). Bei einem Kristall ist das kleinste gemeinsame Vielfache die sog. Elementarzelle, die aber die gleiche Dimensionalität wie der Kristall selbst besitzt. Anders, so dachten Pauling und die überwältigende Mehrheit aller Kristallographen, ginge es ja gar nicht, den Kristall durch Aneinanderreihung von Elementarzellen in allen drei Raumrichtungen aufgebaut zu denken. Das Dogma bestand also darin, anzunehmen, dass räumliche Ordnung stets auf Periodizität (genauer einer Periodizität der Verschiebung im Raum) basiere.

      Anfang der 1980er Jahre wurde dieses Dogma dann von claims erschüttert, die von Daniel Shechtman aus Israel stammten. Shechtman’s Quasikristalle (vermutlich inspiriert durch das sog. Penrose-Tiling) waren geordnete Objekte, die aber keine Periodizität im dreidimensionalen Raum – zumindestens nicht im Pauling’schen Sinne –
      besassen. Shechtman erlebte, dass Schopenauers Einsichten zur Wahrheitsfindung fast immer zutreffen, denn auch in seinem Fall wurde sie zunächst lächerlich gemacht, dann aufs Heftigste bekämpft, und schliesslich als selbstverständlich angenommen, was 2011 durch Verleihung des Chemienobelpreises zum Ausdruck gebracht wurde.

      Aus dem inversen Raum betrachtet sind die Shechtman’schen Quasikristalle sechsdimensionale Gebilde, wobei drei Dimensionen in gewisser Weise „versteckt“ sind und keiner Verschiebungsperiodizität entsprechen. Eine „Rotationsperiodizität“ im Raum ist halt sehr schwer vorstellbar (selbst Einstein musste da passen – Stichwort allgemeine Feldtheorie), aber das könnte einer der Schlüssel sein, um „exotische Technologien“ anzudenken. Es gibt auf dieser Erde auch nur eine einzige natürliche Quelle solcher „sechsdimensionalen“ Kristalle: Icosahedrit (Wiki) soll einem „Meteoriten“ entstammen, der in Sibirien niederging…

      Eigentlich wollte ich über Atheismus und Aufklärung schreiben und warum sich die Verbindung beider Themen als Beschneidung des Wissens darstellen lässt. Dazu müsste man jetzt tief ausholen und zunächst fragen, warum im Buch Genesis von Elohim und nicht von Eloha die Rede ist…

    • @Thomas Marx Die Projektionsreduktionen
      findet sich in der Wissenschafts-Philosophie als reduktionistische Erklärung.
      Man versucht es bspw. mit dem reduktiven Materialismus und – scheitert, denn wenn man bspw. den Geist-Körper-Dualismus durch einen materialistischen Monismus ersetzen will, dann ergeben sich eben nicht reduzible Phänomene und man lädt den Materialismus einfach mit geistiger Phänomenalität auf, um den Monismus zu erhalten. Wenn man ehrlich ist, dann kann ein kritisches wissenschaftliches Verständnis Phänomene nur reduzieren, wenn man dafür Komplexitätsaufgabe hinnimmt.

      Die Regelhaftigkeit der Wirklichkeit als Natürlicher in Form von Natur“gesetzen“ verschafft dabei einen klaren Handlungsspielraum, den man nicht hätte, wenn man jedes Geschehen nominalistisch als #Einzelfall hinstellte (dann wird man nämlich handlungsunfähig- und im Endeffekt auch nicht klüger im Weltgeschehen).
      Der Begriff „Gesetz“ ist dabei aber fehlleitend, denn prinzipiell ist es immer möglich, daß einmal das Gegenteil oder etwas ganz anderes statt des regelhaften Geschehens sich ereignet!
      Und da wären wir beim Begriff des Wunders.
      Als naturwissenschaftlich Interessierter und Mediziner würde ich das kategorisch nie leugnen! Auf welcher Basis auch?!
      Und als Katholik würde ich ein Wunder, wenn es sich ereignet, als verstörend empfinden. Also wünschen, würde ich es mir ungern!

      Kurz: Ich stimme Ihnen zu.

    • @Nat. warum sich die Verbindung beider Themen als Beschneidung des Wissens darstellen
      Machen Sie es bitte, das dürfte sehr interessant werden!

    • Ein Wunder!
      Ehrlich gesagt, stammen diese Überlegungen aus meiner Schulzeit 1975, als uns erzählt wurde, die 4. Dimension sei die „Zeit“.
      Ich habe mich damals gefragt (und meinen Lehrer damit genervt): „Weńn die Zeit 4 Dimensionen hat, wo sind dann die anderen Drei? Wo ist bei der Zeit „oben“ und „unten“, die y- und die z-Achse? Wir können uns nur auf einer Achse, der x-Achse, bewegen und auch das nur in eine Richtuńg. Ein Punkt auf einer Geraden hat unendlich viele Freiheitsgrade, so wie die Fläche in einem Raum. Dann müssten wir die in der „Zeit“ auch haben, haben wir aber nicht. Daraus folgt: Die Zeit ist nicht die 4. Dimension (ich war damals glühender Fan von Perry Rhodan und habe viele solche Dinge überlegt).

    • Dimensionen oder so
      Hatte sich nicht schon ein gewisser Plute zu seiner Hütte und dem Schattenwurf des Kauknochens länglich ausgelassen?

  9. Zukunftsvision
    Wenn es denn unserer großen Migratorin gelungen sein wird, alle Religionen in ehemals deutschen Landen zu versammeln, ihnen gleiche Anerkennung zu teil werden lässt, dann wird es wohl keinen Tag im Jahr mehr geben, an dem alle „Deutschseinsollenden“ zugleich einem Broterwerb nachgehen, so könnte man Vollbeschäftigung erreichen. Gut, es könnte sein, dass Einige so voll sind, dass man sie nicht beschäftigen kann, wenn denn auch Alkoholismus anerkannter Glaube geworden ist.

    • Migratorin ist treffend
      Ich bin gespannt, was sie als nächtes für Religionen hier ansiedelt.
      Ich tippe ja auf mittelamerikanische.

      Das wird sicher interessant, wenn von Pyramiden Köpfe herunterpurzeln
      und Operationen am offenen Herzen durchgeführt werden.

      Bereichert uns sicher kulturell.
      „Ich freu mich drauf“

    • @ Thomas Meyer: Das wird Sie sicher interessieren!
      Verehrter Herr Thomas Meyer, der Opferkult der Azteken stand im Zentrum ihrer Religion. Diese forderte Menschenopfer, um den Lauf der Sonne und den Fortbestand der Welt zu sichern.
      So was in dieser Art und Weise haben wir doch schon seit einiger Zeit in diesem, unserem Lande, die Assassinen! Das charakteristisches Merkmal der Assassinen ist die auffallende Todesverachtung. Bei den Anschlägen nehmen sie ihren eigenen Tod in Kauf. Deshalb gelten sie auch als die Ahnherren heutiger Selbstmordattentäter.

    • Orakel*_In
      Meinen Sie, dass das in der BRT (Bundesrepublik Talibanland) dann noch möglich ist?

    • Migratorin
      Nettes Wort: „Migratorin“.
      .
      Wobei: Ich denke ja, wir leben hier in der DDR2.0 in einer sog. Demokratur. Was wiederum die o.g. Dame zu einer Demokratorin macht.

  10. Berückend wahr
    Natürlich fällt einem bei dieser Erörterung der Antinomie Feiern- Arbeit gleich Max Weber (Der Geist des Kapitalismus aus der Ethik des Protestantismus)* ein.

    Was aber , etwas verschleiert, auch aufscheint ist die Frage, ob – in diesem Kontext-das Feiern nicht eine Erscheinung des Transzendenten ist, während die Arbeit sich eben dem verschließt.
    Eine Leistungs-Religiosität, eine Verdienst-Zeige-Religiosität,- mündet in Diesseits-Eschatologie und verliert eben das: den religiösen Charakter.
    Und so darf man dann (entgegen der wirklich Religiösen in der #evangelischen Kirche!, die ich hiermit um Verzeihung bitte) vermuten, daß die vollkommene Auflösung in Neoglobalisierung, Erderwärmungs-GEnder und soziale-Gerechtigkeit-in-Dosenform sowie Parteibüchern bei spd-grün… der evangelischen Kirche ins Genom geschrieben ist.
    Und man kann eine noch weitreichendere Folgerung ziehen (und damit den Bogen zu letzten Diskussionen hier im blog schlagen): Die Aufgabe des Feierns, das Zuhängen der Transzendenz… erzeugt eine untilgbare Schuld!
    Eine Schuld, die sich dann bei Immanenz-Parareligiosität wie Klimarettung, Flüchtlingsrettung, Nazijagen (obwohl man das eigene Kontor voll hat und die, die man jagd eher keine nazis sind) und … verewigt und Wurzeln schlägt- zur ewigen Schuld wird.
    Wobei all das natürlich nur cum grano salis skizziert ist. Es ist aber anzumerken, daß paradox die vollkommene Immanenz eine Schuld erzeugt, die metaphysisch unangreifbar-spekulativ-, unwiderlegbar und vor allem untilgbar wird.
    Und aus diesem Sumpf erwächst dann eine Politik, die hypermoralistisch kein Interesse an den wirklichen Bezügen der Welt hat! Man wünschte den Merkels-Gaucks-Käsmanns-Steinmeiers-Stegners-DeMazieres pp, daß sie feiern lernten und begreifen würden,“daß es mit den Dingen dieser Welt nicht getan ist“ (Wittgenstein über das Gebet in seinen Kriegstagebüchern: „Beten heißt zu wissen, daß es mit den Dingen dieser #welt nicht getan ist).
    Solange die Metaphysik in der Philosophie einen Acker fand, wuchs Deutschland. Immer wenn Figuren in Deutschland mit Politik Metaphysik betreiben wollten, geht es in Deutschland- zum #schaden der Welt in den Abgrund! (Als Wink mit mehreren Zaunpfählen: Das Vorsehungsgeschwafel jenes A.Hitlers war Metaphysik. )

    • Alkohol
      Ergänzend: Beim „Feiern“ in unserem Kulturkreis möchte ich auf die Anwesenheit von alkoholischen Getränken hinweisen möchte, welche die Eigenschaft haben, Menschen zu demaskieren und Wahrheiten kundtun zu lassen. Gemeinsame Besäufnisse sind daher identitätsstiftend, gemeinschaftsbildend und damit nicht zu unterschätzende Basis unserer Kultur. Damit meine ich nicht irgendwelchen Oktoberfeste sondern die kleinen Anlässe mit begrenztem Publikum, wo man unter Menschen ist, mit denen man regelmäßig zu tun hat: das Dorffest in der Dorfgemeinschaft, Betriebsfeiern, Nachbarschaftsfeste, Familienfeiern etc.
      Sofern kein überzeugter Antialkoholiker, ist die Verweigerung zur Teilnahme an solchen Anlässen vielmals einfach nur ein Zeichen der Angst, die häßliche Wahrheit hinter der Maske könne zu Tage treten. Ein Zeichen von Falschheit. Von Schwäche. Was man dann wieder zu kaschieren sucht durch die Monstranz der Wichtigkeit und Ernsthaftigkeit der Dinge, die man stattdessen eben so tut. Sitzt man dann in einer Regierung oder dieser gar vor, dann geht es halt unterhalb einer „Rettung der Welt“ nicht mehr…

    • Ach, wissen Sie, Vollräusche im Biergarten habe ich schon lang keine mehr gesehen, die Trinkerei in der Öffentlichkeit machen die Wegbier-Asozialen mit einweggrill.

  11. Fronleichnam als Form des gerechten Ausgleichs
    wischen den beiden Religionsrichtungen ist mir auch erst ins Bewußtsein gekommen, als ich in eine Region gezogen bin, in der dieses Fest tatsächlich gefeiert wird. So oder so ähnlich, wie Sie es beschrieben haben. Vormittag zur Prozession, danach zum Grillen, Kaffee und Kuchen bzw. Biertrinken. Und natürlich bei bestem Wetter, nicht so wie in Norddeutschland, wo eh niemand die Zeit hätte, im Garten zu sitzen. Daß davon auch ein paar Protestanten profitieren, die das Fest ja eigentlich ablehnen müssten (und hart arbeiten) wird gern als Paradoxie in Kauf genommen. Das Leben kann tatsächlich schön sein, fast so wie auf den gezeigten Bildern. Wir haben jedenfalls bis 21.00 Uhr im Sonnenschein auf der Terasse unseres Hauses gesessen und den Tag genossen.

    • So ist es hier in den Dörfern auch, die wegen der Audi alle eine starke protestantische Minderheit haben. Man arrangiert sich. Ich finde das nicht schlecht.

    • Wie lange mag es Audi
      wohl noch geben?

    • Es gibt einen Unterschied zwischen Umweltbundpropaganda und Kaufverhalten.

    • Die Deutsche Umwelthilfe
      , das sind die mit der einstigen Energiesparlampenempfehlung, den satten Spenden von Dieselpartikelfilterherstellern und den 24% Verwaltungskosten als e.V., und ihr Geschäftsführer Jürgen Resch trommeln aber längst gewaltig medial, gerade im ÖR-Rundfunk, gegen den Diesel.
      Gerade gestern wieder im Bayern2-Tagesgespräch und mit freundlicher Kommentierung, äh Moderierung von Achim Bogdahn.

      Edutainment vom Feinsten.

    • Der Typ ist vom Zündfunk, mother of all Fake News.

  12. Zum Ramadan
    „Sehet die Atheisten auf den Feldern. Sie fahren nicht nach Altötting, sie folgen nicht dem Luther und halten keinen Ramadan, und der Biergarten ernährt sie trotzdem“

    Auch wenn’s hoffentlich ironisch gemeint war und auch wenn die kreuzversteckenden katholischen und evangelischen Oberchristen mittlerweile alles andere als Schmuckstücke ihrer Glaubensrichtungen sind:

    Man sollte den in Deutschland immer mehr um sich greifenden monotonen und irgendwie scheinheiligen (tagsüber enthaltsam, abends doppelt und dreifach spachtelnd) Fastenzwang einer eo ipso totalitären Ideologie mit durchgehend weltlichem Herrschaftsanspruch nicht in eine Reihe mit den durch die Aufklärung gebändigten christlichen Konfessionen setzen.

    Was schreibt die einzige islamische Organisation, die wirklich was zu sagen hat (alle anderen sind Placebos für’s links-grüne Traumtänzermilieu), zur Demo gegen Terror heute in Köln (bei der eh fast nur Nicht-Muslime da sein werden):

    „Auch hätten wir den betreffenden Personen vorab erklären können, dass am 22. Tag des Ramadan, an dem in Köln von 3:47 Uhr bis 21:55 Uhr gefastet, also nichts gegessen und getrunken wird, es den fastenden Muslimen schlichtweg nicht zumutbar ist, stundenlang in der prallen Mittagssonne bei 25°C zu marschieren und demonstrieren.“

    Deutlicher kann man die Arroganz gegenüber dieser Gesellschaft wohl nicht zum Ausdruck bringen!

    In diesem Sinne ist mir der Atheist am A….e lieber als „Krawatten-Islamisten“ und „grinsende Kopftuch-Muslimas“ (Hamed Abdel-Samad)
    im Gesicht.

    • Meines Erachtens sollte man Ditib von jeder Förderung aussperren und wirklich genau schauen, was die mit ihren Töcherorgas so machen. Ich fand es halt angemessen, mich auch über den Islam zu amüsieren.

    • Was soll man erwarten
      in einem Land, dessen Möchtegernkanzler der Bevölkerung zwar frohen Ramadan wünscht, aber kein frohes Pfingsten?
      Auf religiöse Gepflogenheiten und Befindlichkeiten wurde hierzulande lange wenig Rücksicht genommen. Das nannte man Aufklärung. Erst danach konnte man große Reden von Religionsfreiheit schwingen, weil gewisse Bestandteile der Religionsausübung ausgemerzt oder zumindest geächtet waren.

    • Das bei der demo gegen islam. Terror heute in Köln waren 300! #figuren
      Und damit gemessen an den 5-7 Millionen Muslimen in Deutschland ein ganz deutliches Plädoyer der Muslime, daß sie nicht bereit sind, ihren rechten Glauben aufzugeben!
      https://philosophia-perennis.com/2017/06/17/friedensdemo-der-muslime/

      Wer dies nicht als fehlende Distanzierung der Muslime vom Terror (in jeder Form: das Anspucken von deutschen Frauen pp. gehört für mich eindeutig dazu!) begreift, der kann jetzt nicht mehr einfach auf fehlende Sehfähigkeit plädieren, der protegiert all das, was in D als #Einzelfall durchgewunken wird. Und er übernimmt auch Verantwortung dafür! Ob er/sie will oder nicht.

    • Naja, warum sollten sich Sufis und Schiiten von Terroristen distanzieren, die sie umbringen? Ganz so einfach ist es auch nicht, selbst wenn da nicht viele waren.

    • Wieviel Prozent der Muslime in Deutschl. sind Sufis oder Schiiten?
      2%? oder gar 5%?

      Wenn Sie einen Sufinin D kennen, sagen Sie es mir, ich finde die interessant und habe einiges von denen gelesen, worüber ich gerne das eine oder das andere aus berufenem Munde hören würde!

    • Ganz ehrich, das wird langsam zu off topic. Aber generell halte ich von solchen öffentlichen Bekundungen gar nichts, das sind sinnlose riten für die mediale Aufmerksamkeit. Und einem Aufruf von Frau Kaddor nicht zu folgen, kann ich persönlich auch verstehen. Für viele ist ihre Familie oder das Herkunftsland nun mal eher eine Bezugsgrösse als eine Sekte im Orient.

    • PS. habe gerade nachgelesen*
      Mehrheit der Türken sind Sunniten und Aleviten, was, da bisher die größte Zahl der Muslime in D türk.Ursprungs sind, meinen letzten Kommentar obsolet macht.

      Nun gab es aber jene ominöse Umfrage unter Türk.Muslimen, wieviel % die sharia über das GG und den Islam für die eigentl.einzige Religion halten und zur Durchsetzg. auch Gewalt befürworten.

      * die Zahlen bei wiki sind aus 2011 und haben eine Streubreite von 1,9-7% Anteil d. Muslime in D, basierend auf freiwilligen Angaben.

    • Titel eingeben
      Allerdings grenzt es schon an Größenwahn, die Demo für ein Volumen von 10.000 Teilnehmern anzumelden. Das war ein Schuss in den Ofen mit Ansage.

    • Es ist eine blöde Situation und man kann jetzt nicht erwarten, dass Leute, die keine Praxis darin wie die Deutschen haben, so ein Ritual machen.

      In meiner Heimatstadt haben aber deutlich mehr Leute gegen den Putsch in der Türkei demonstriert. :/

    • Nichts als die Wahrheit,
      in ihrem Kommentar.
      Glaube in allem Ehren, jedoch sollte es ausschliesslich Privatsache sein.
      Klar, sind Feiertage schön, doch durch den Föderalismus gibt es ein Ungleichgewicht, was kurioserweise das BVerG nicht interessiert.Einige arbeiten Mehr andere Weniger, ist doch gerecht, sollen doch Glauben.
      Nein und nochmals Nein, zur Rücksicht auf irgendwelche religiösen Befindlichkeiten , denn in Kürze wird die Scharia omnipräsent sein und die Kreuzverstecker der Kirchen, werden sich als Hausmeister der Moschee verdingen, warum sonst verleugnen sie das KREUZ??? SCHANDE!

    • Titel eingeben
      Zitat: „Was soll man erwarten, in einem Land, dessen Möchtegernkanzler der Bevölkerung zwar frohen Ramadan wünscht, aber kein frohes Pfingsten?“ Zitat Ende

      Na und, ich habe ihr auch ein fröhliches Überzuckerungsfest gewünscht.

    • Privatsache - Bütt
      Dass Glaube Privatsache ist, fand auch Nasser.
      Gestern hat mich jemand auf ihn gestossen, ich finde diesen Original-Clip von Nasser sowohl erhellend, als auch lustig. Zumindest hatte ich seit langem mal was zum Lachen, und das möchte ich gerne teilen.
      Nasser hätte offenbar auch eine Begabung zum Büttenredner gehabt.
      Guckst du hier: https://www.youtu be.com/watch?v=zCzAgkBQrJI

    • @Uwe Dippel
      Danke Herr Dippel, der Link ist gut. (Nicht nur Nasser auch Kemal wird verdrängt) Die Arabische Welt war schon mal viel weiter!! In punkto Aufklärung. Aber war das die Kirche nicht auch schon mal? Ganz früher?
      Aber trotzdem macht die jetzige Kath.Kirche mit Franziskus einen Ko-Tau vor dem Islam der sich gewaschen hat. Warum erschließt sich mir nicht.

  13. Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi
    Selbst als sozialisiertem Katholiken hatte sich mir der Sinn des Fronleichnamsfestes nie erschlossen. Irgendwie wie Karneval, nur bei schönerem Wetter und Besäufnis à ciel ouvert unter der alten Eiche bei der „Eisernen Hand“ an der Heerstraße von Koblenz nach Westen. Der Herr Pastor (Bassdur) mit der Monstranz unter dem Baldachin hatte etwas archaisch-herrschaftliches. Heute mutet das mindestens so skurril an wie die Teufelssteinigung bei der Haddsch/Hadj.
    .
    Vor-bildlich Don, im wahrsten Sinne, auch vormals schon benutzte Buildn einen weiteren Auftritt zu geben. Dazu diese Tortenstücke vor diffusem Hintergrund. Aber ich hätte geschworen, daß Ihr Radl auf dem Vorbild schwerpunktmäßig noch nicht so austariert war, daß es freischwebend ohne Steckerl in der Landschaft der Fränkischen Alb stehen blieb.
    .
    Den Rest des Tages ergötze ich mich (früher war heute auch ein Feiertag, der Tag zu Ehren „Pflastersteine gegen T-34“) nun gedanklich an der Heuchelei, die seit gestern über uns hereingebrochen ist. Besonders niedlich, der Auftritt der besten deutschen Kanzlerin mit ihrer Vertrauten seit Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl, dem viticanuntergeschlüpften Anettele, auf den Cimiterio Teutonico.
    .
    Ach, ein Wort noch zum Mutterkutter. Hier wird gejubelt, daß die WELT wesentlich durchlässiger sei für Regierungsgotteslästern. Horcht, fühlt, spürt Ihr es nicht? Auch der Aalkutter rüstet wieder auf gröbere Netze um, nachdem ab Herbst 2015 (Weisung von wo?) auf Mehlsiebe für sog. „Dunst“ (100 µm) umgerüstet wurde. Man darf jetzt unseren Schatzmeister sogar mit Münchhausen gleichsetzen. Vielleicht versteht der Volontär die Anspielung auch nicht, wer weiß? Vielleicht wäre die Erwähnung von Juncker, anstelle M. hilfreicher gewesen.
    .
    Und jetzt gehe ich mein gestern gemähtes Wiesle z´sammereche.
    (DdH)

    • Ich bin nun mal nicht für die Politik zuständig.

    • ganz einfach,
      der Fronleichnamstag ist dem Katholiken, was dem Gewerkschafter der erste Mai ist. Gottesdienst und Prozession entsprechen der Kundgebung.
      .
      Wer wissen will, wie das in Würzburg vor hundert Jahren war, Frank Leonhard, Die Räuberbande lesen. Lohnt sich, gibts beim Antiquar.
      .
      Da gibt es dann auch die Szene, wo ein kirchenferner kleiner Geschäftsmann sagt, ich muss zur Fronleichnamsprozsession, wenn man mich da nicht sieht, bin ich meine Kunden los. Das zu den Wurzeln des christlichen Abendlandes.

    • Erklärungsversuch
      Für mich ist das Fronleichnamsfest – wie viele andere christliche Feiertage auch – einzuordnen in die Kategorie: „wie kann ich zur endgültigen Christianisierung der Bevölkerung heidnische Brauchtümer durch christliche Riten ersetzen“… Davon gibts ja viele Beispiele. So soll es ja ein heidnisches Ritual gewesen sein, regelmäßig seine Flur zu Fuß zu umrunden, um den Eigentumsanspruch zu untermauern. Was dann an Fronleichnam passierte oder z.T. am Sonntag nach Fronleichnam. Gut, das ist dann auch kein Wunder, daß Luther damit nichts anfangen konnte. Dort gabs ja nur Hörige und damit keine Tradition des Flurumgangs…

  14. ...Fronleichnam ...
    Werter DON …

    … genau wie Sie es beschreiben und mit sonnigen Bildern untermalen, kenne ich diesen Tag und erlebte ihn viele Male in strahlendem himmelblau, jedoch auch des Öfteren bei großer Hitze und stoisch Stark-Gewitter ertragend – da katholisch erzogen – jedoch in einem evangelischen Dorf aufgewachsen – was damals fast unverzeihlich war …

    unser Pfarrer wetterte – IHR mit eure luthrische Freind und dort wo IHR wohnt hört eh´die Welt auf – ja, noch viele schlimmere Ausbrüche wurden über uns ausgeschüttet (wir waren Kinder und hatten null Ahnung, warum er so zeterte) – zum Gottesdienst und Fronleichnams-Prozession mussten wir – 2 katholische Familien (mein Vater verweigerte sich meist – er mochte nach langem Kriegsdienst und Gefangenschaft dieser GLAUBEREI nicht mehr Gefolgschaft leisten) immer erst mal 2 1/2 Kilometer laufen, bis wir abgehetzt und schon ziemlich verschwitzt uns ans Ende der Betenden und Singenden anhefteten.

    … dass WIR wieder mal zu „spät“ waren erfuhr unser Pfarrer durch den „Ordensschwestern-Funk“ – der vor und hinter der „Schlange“ positioniert wurde und jegliches kleinste „Vergehen“ der „heiligen Obrigkeit“ meldete und selbstredend sofort in der folgenden Religion-Stunde sanktioniert wurde!! Die Strafen will ich hier gar nicht benennen …. heutzutage säße dieser Herr Hochwürden dafür hinter schwedischen Gardinen ….

    … ganz ganz schlimme Dinge sind damals passiert unter den „Augen Gottes“

    … VORBEI.!!!i … ich geh´da nicht mehr hin … glauben tu´ich heut´eh´was ICH will …

    … und die blutige Hostie fand ich schon immer ekelig!!!!

    … danke, dass Sie mich darüber erzählen lassen!

  15. Titel eingeben
    Dezent kondeszendent wie so oft. Schön!

  16. Es mutet an wie Mummenschanz.
    Nun ja, die weltlichen Interessen der Katholischen Kirche kollidierten seit jeher mit denen des Adels. Da kam den Fürsten ein Luther gerade recht, der bibelfest dem Klerus Paroli bot und ihnen ihre Macht sicherte. Daß aber gerade die Bauern ihm die Treue hielten, nachdem er sie zum Teeren und Federn freigegeben hatte, wundert mich denn doch ein wenig.

    Manchmal frage ich mich auch, ob die Heiden ohne entsprechende Feste überhaupt missionierbar gewesen wären. Denn für den wahren Glauben sollte es darauf doch wirklich nicht ankommen.

    In schlechten Zeiten war es dagegen immer schon üblich, auf ein höheres Wesen zu hoffen und in Gebete zu flüchten. Erst später lösten Alkohol und andere Drogen, Kuchen und sonstige Mittel diesen Fluchtpunkt ab. Der menschliche Geist scheint mit der oft trostlosen Realität des irdischen Lebens im Jammertal eben einfach überfordert, da braucht es einfach den Glauben an „blühende Landschaften“.

    Ist es nicht erstaunlich, was sich hinter Tradition und Kultur so alles versteckt, solange man nicht genau hinschaut?

    • Feste sind das Lockmittel für den Alltag, in Bayern schenken Parteien Freibier befreundeter Brauer aus und in NRW gibt es steuerfinanzierte Billigbrötchen.

  17. Sehr guter unterhaltsamer, vor allen Dingen aufklärender Artikel
    aber erklären Sie mir Bitte folgende Aussage:…..wenn das Leben in Wohlstand Arbeit nur aus Erzählungen anderer Leute kennt? Ich mache mir da so meine eigenen Gedanken und zwar folgende: Wohlstand erarbeitet man sich doch gemeinsam“ in den jeweiligen Ländern“ je nach Stand der Entwicklung, mal mehr oder weniger. Und die “ Deutschen“ sind in ihrer höchsten Form ein Kulturvolk, mit all den positiven Eigenschaften und Tugenden gewesen und werden es mit positiven Blick in die Zukunft, wieder sein,mit großer Kraftanstrengung. Die schlimmsten Kapitel ihrer Geschichte , sich als aufgeklärtes Volk in die Grausamkeiten der 2 Weltkriege zu stürzen ist hinreichend und zur Genüge abgearbeitet wurden. Darauf können sie stolz sein. Schauen sie sich andere Völker an.
    Arbeit nur aus Erzählung anderer Leute, für mich sehr verwirrend. Die „Deutschen“
    sind in ihrer Gesamtheit sehr arbeitsam. Aber für die vielen Probleme ,welche sich aufgestaut haben, ist doch für die Zukunft genug Arbeit da und das ist gut so..
    Ausufernder will ich nicht weiter schreiben, weil ich mir jetzt wie Sie einen vergnüglichen Tag bereite, dazu gibt es hinreichendes, stimmts.? Für Sie einen Radeltag, mit Gedanken, Erfahrungen ,Witz, welche Sie uns zur Erheiterung dann vortragen.

    • Ich habe halt keine gscheide Arbeit und bin in Gmund von Mietshausbesitzern umgeben. Oder gar Notaren. Da arbeitet keiner wirklich.

    • "Notaren. Da arbeitet keiner wirklich"
      Ich hoffe mal, diese Leute sehen das als Auszeichnung, sonst beinhaltet diese Bemerkung sozialen Sprengstoff pur..- obwohl, von Kreuzberg oder Neukölln (war lange nicht mehr da) oder meinetwegen bestommten Bezirken in Bad Godesberg (war ich auch schon länger nicht mehr) läßt sich mit Fug und Recht dasselbe verkünden!

      Irgendwie ist es doch interessant, wie sich die Gesellschaft in ihren Antipoden die Hände reicht.

  18. Nachträglich
    Es gibt genug Arbeit, packen wir es an!!!!

  19. Willkommene Erheiterung früh am Morgen ...
    und auf Anhieb sich verbreitende Gefühl der Föhlichkeit, gleich nach der Lektüre Ihres Blogartikels.

    ‚ Bitte, schauen Sie mich nicht so an, ich bin religiöser Nichtkombattant und außerdem eh kein ( ein ) Freund geregelter Arbeit, ich radle nur über Wiesen und Felder und mache mir Gedanken zu dem, was ich so sehe. Ich finde es besser, wenn Lea-Sophie ( Aysche, Fatma ) Blumen verstreut, als dass sie zwangskatholisch ( zwangsislamisch ) gemacht wird, wie das früher üblich war, und ich mag die angenehme Stimmung im Biergarten, wenn alle gut gelaunt beisammen sitzen und sich zuprosten und plaudern. ‚ …

    ❤️🙋🏻…

    • Die Türken hatten einen der grössten Brauereikonzerne der Welt, bis Erdogan kam.

    • Ja ...
      der Erdogan und seinesgleichen, die Emporkömmlinge, ohne all dem was dazugehört, zu dem gehörig zu sein, was eine angemessene humanistische Bildung, Philanthropie, Weitsicht, Toleranz, Eleganz u.ä mit sich bringt, die tun alles nieder schlagen, was sie zu anerkennen nicht im Stande sind. Eine Horde von auf Selbstbereicherung gepolte Barbaren und nichts Anderes …

    • Barbaren
      Wie’s scheint hat in der Tuerkei mittlerweile die grosse Geschichtsrevision angefangen, munter betrieben von Erdogan’s Barbaren.

      Am ANZAC-Denkmal in Gallipoli wurde von den tuerkischen Behoerden eine Mustafa Kemal zugeschriebene Inschrift entfernt, des Inhalts dass die Gefallenen der britischen Armee nun in freundlicher Erde ruhen: „You, the mothers who sent their sons from faraway countries, wipe away your tears; your sons are now lying in our bosom and are in peace. After having lost their lives on this land they have become our sons as well.“

      Die hiesige Lesart: Erdogan will die Gallipoli-Kampagne in einen christlichen Kreuzzug umdeuten, der von tapferen Jihadisten zurueckgeschlagen wurde.

    • @kiwi
      Die verspätete Antwort auf eine äußerst interessante Nachricht von Ihnen, begründe ich mit einer Steppvisite nach Paris, zerschlagene Autoscheibe, die darauffolgende Verwunderung über den Vorfall in einem relativ guten Gegend, Neuilly sur Seine vor dem Hotel, turbulente Stunden der Zeitplanung zwischen Anzeige bei der Polizei, Reparatur und geschäftlichen Termine …

      Ich verdächtige Erdogan, den Putschversuch vom Juni, mit einer Lebensmittelvergiftung der Soldaten abgewendet zu haben. Laut Medienberichten sind zur Zeit ca. 5900 Soldaten davon betroffen und sind in Behandlung.

      Meine Bitte an die hiesige, europäische Öffentlichkeit zieht bitte die D, britischen und sonstigen Söldner der pkk zurück !!!

      Die Mehrheit der türkischen Bevölkerung ist gegen einen Krieg der Zivilisationen … ☮️

  20. Protestantismus, Fanatismus, Bigotterie und Moralininflation
    Ich (keiner Kirche steuerpflichtig) war schon oft genug in beiden Hemisphären unseres schönen Landes unterwegs und habe sie beide kennengelernt: die im Norden lebenden, prototypisch vertreten durch die protestantisch geprägten Hanseaten und die im Süden lebenden, prototypisch geprägt durch die Starkbier-liebenden Bajuwaren.

    Der Protestantismus hatte, so wie er ursprünglich angelegt war, ja eine gewisse Legitimation, ging es ihm doch darum, Ufer- und Maßlosigkeit anzuprangern. Er könnte sogar mit einem gewissen Maß an Charme daher kommen, so wie ein frugal lebender, gesunder, fesch-drahtiger Sportsmann, der nur auf die Fehltritte eines fetten, versoffenen Bohemiens wartet um ihm beispielsweise die Frau auszuspannen.

    Manch ein Nordlicht gedeiht sogar fälschlicherweise in diesem heute allerdings sehr fragwürdigen Selbstverständnis, nicht sehend, dass der Protestantismus mittlerweile wohl noch degenerierter ist als der Katholizismus. Da nützt es denn auch wenig wenn einer Bäume(r) brinkt, weil: alles am Protestantismus ist eigentlich nur noch abgedroschen, zum Klischee erstarrt. Er ist verkommen zu einer maßlos gewordenen Bigotterie, die in Dingen wie der politischen Korrektheit oder dem Genderfeminanzentum ihre extremste Ausprägung findet. Das Nordlicht, das sich selbst und seinesgleichen gern zur Arbeit antreibt und Werte schöpft sieht nicht, dass es vom Rest der Welt nur noch ausgenutzt wird. Ist also nichts mit Gigolomentalität, sie machen sich nur lächerlich mit ihrer Anständigkeit, ihrer Ehrbarkeit, ihrer Arbeitsamkeit und ihrem militanten Altruismus.

    „Die ganze Welt ist genau so heilig wie wir Nordlichter es sind“, rufen uns Süddeutschen die fanatisierten Hanseaten zu, „und ihr müsst arbeiten bis zum Umfallen, damit diese beste aller möglichen Welten es gut hat.“ Und sie peitschen sich und ihresgleichen zu Höchstleistungen. Und berauschen sich daran, dass sie dann glauben in der Lage zu sein „Refutschi-wällkamm“ und „Griechenlandhilfe“! locker finanzieren zu können. Wer da nicht mithalten will ist eben nicht so fesch wie einer der Bäumer brinkt.

    Nein, aber er ist vielleicht etwas schlauer, weil er sich nicht gern ausnutzen lässt, sich lieber mal etwas in Muße ergeht und sich selbst etwas Gutes tut, statt immer nur etwas für andere zu tun (wobei viele davon es weder nötig noch verdient haben). Der sprichwörtliche deutsche Michel, der hart arbeitet damit andere es sich gut gehen lassen, er lebt im Norden, er ist der mit wohlgepflegt-hochnäsiger Überlegenheit einherschreitende Hanseat, ein Vertreter des Piefke-Strebertums, der Zurückhaltung, Bescheidenheit und Selbstaufopferung propagiert und am liebsten jeden einen Kopf kürzer machen würde, der ein Fan des bösen Trump ist-so einer wie ich es bin.

    Die angloamerikanische Sphäre ist, obwohl auch protestantisch, offenbar einen Schritt weiter. Geschickt hat man dort über die Sprache das romanisch-südliche Element integriert und sich damit gleichsam immunisiert gegen Anwürfe aus dem Süden (auch ich selbst fühle das so, denn ich bin ein saarfranzösischer Giftpilz, der zwar definitiv deutsch, aber auch über den Kontakt mit dem Französischen durch südländisches Temperament befruchtet ist). Irgendwie müssen die einen Schritt weiter sein, denn sonst hätten sie nicht einen Trump, durch den wundersamerweise unsere westliche Kultur wieder auf die Füße gefallen ist (man hatte schon übliche Befürchtungen).

    Da bei Hanseaten die Gehirnströme (möglicherweise bedingt durch die im Norden etwas niedrigeren Temperaturen) offensichtlich etwas verlangsamt sind werden sie wohl etwas länger brauchen bis sie auch auf dem Trump-Trip (yippiiiii!) sind.

    • Es ist halt wie bei den Grünen: Opposition tut gut. Aber die Opposition wird irgendwann selbst schlecht.

    • sich lieber mal etwas in Muße ergeht
      sich lieber mal etwas in Muße ergeht und sich selbst etwas Gutes tut, statt immer nur etwas für andere zu tun.

      Die Frage wäre auch wie lange sich letzteres durchhalten lässt.
      Ewig m.E. nicht.

      Ich nehme als Beispiel aber keinen Flüchtling
      sondern einen Kollegen/in der immer wieder
      dadurch auffällt das er nicht so kann wie die anderen
      und ständig Hilfe einfordert ohne sie anderen zu gewähren.

      Das macht die Gruppe eine Zeit lang mit,
      bis die Stimmung kippt.
      ggf liegt der Ursprung
      des Mobbing hier begründet.
      In Betrieben gibt es noch das Problem dass man
      diese Art Störer des Betriebsfriedens kaum los wird.
      In Familien ist es auch nicht einfacher.

      Man darf gespannt sein ob die Hilfsbereitschaft
      (zB Spenden für wohltätige Zwecke) der Deutschen
      künftig eher sinkt.
      Ich vermute das es so sein wird wenn man ihnen
      nicht auch etwas gönnt.

      SPD und Grüne wollen wahrscheinlich gar nicht erfolgreich
      regieren,sondern nur Pain in the Ass für uns sein.
      Nur sanktionieren ist auf die Dauer aber kein nachhaltiger verhaltenstherapeutischer Ansatz.

    • @ Keller
      Ich nehme als Beispiel doch mal einen „Flüchtling“, soll heißen jemand, der aus einem „failed state“ kommt und von Schleppern und Schleusern unter Riesenprofitmitnahme und Vorspiegelung falscher Tatsachen hierher gelockt wird. Wenn die Moralisten bei uns anderen ihr Helfersyndrom aufs Auge drücken und uns zu Kümmerern machen wollen (die für den Rest der Welt arbeiten sollen) dann gibt es dazu eine klare Parallele zu der von Ihnen beschriebenen Situation an einem Arbeitsplatz. Wenn unsere Selbstgeißler sich als fanatische Weltheiler gerieren, so hat das auch eine vernichtende pädagogische Wirkung auf jene, die aus „failed states“ kommen, denn die verlassen sich dann auf uns statt ihr Land zu stabilisieren und selbst was auf die Beine zu stellen.
      Ich selbst glaube nicht an Altruismus, für mich ist das ein Konzept, das nicht funktionieren kann. Ein aufgeklärter Egoismus ist wesentlich besser. Wenn jemand sich selbst was Gutes tun will nützt er oft implizit auch anderen. Entdeckt er beispielsweise eine Marktlücke und will Unternehmer werden um davon zu profitieren, so kann er dies meist nicht allein leisten. Er braucht andere dazu, stellt sie ein und tut so auch etwas für sie.

      Und was die Muße angeht: natürlich kann man nicht immer nur auf der faulen Haut liegen, davon war bei mir aber auch nicht die Rede. Man sollte sich aber immer fragen vor welchen Karren man sich spannen lässt und möglichst einen Arbeitsplatz haben, mit dem man sich identifizieren kann.

      Wer sich ausnutzen lässt leitet andere zu Fehlverhalten an und macht dadurch die Welt nicht besser.

  21. Kulturen
    Wie fromm meine Nachbarn hier am Würmsee tatsächlich sind, weiß ich nicht, aber ihre Fronleichnamprozession – das Glockengeläut, das Singen in der Kirche, der gemeinsame Gang zur Marienstatue, die Blasmusik, die Trachten – bedeuten mir so etwas wie eine Demonstration von Verlässlichkeit und gesellschaftlichem Grundkonsens in Sachen Respekt, Menschen und Dingen gegenüber.

    Bei oberflächlicher Betrachtung mag man das alles für hoffnungslos zurückgeblieben halten, aber der Blick täuscht …

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/katholische-kirche-die-rettung-des-abendlandes-1.3545229?reduced=true

    Eine ganz andere Prozession führen ganz andere Leute zwei Tage nach Fronleichnam vor der Evangelischen Akademie in Tutzing durch. Drinnen tagt der Politische Klub zum Thema „Was heißt eigentlich Integration“, unter den Teilnehmern Innenminister Hermann.
    Draußen ein Lautsprecherwagen, ein Trüppchen Demonstranten, begleitet von ein paar Polizisten. Protestiert wird gegen die Abschiebung von Migranten, die in diesen Kreisen ausnahmslos als „Flüchtlinge“ gelten.
    Ein Afrikaner trägt gemeinsam mit einer Blonden ein großes Transparent, auf dem zu lesen steht: „Die Scheiße muss aufhören – raus mit dem Nationalismus aus den Köpfen“.
    Ein paar Leute sprechen und natürlich sind sie alle gegen Abschiebungen – gegen ALLE Abschiebungen.
    Schließlich stellt der Hauptredner klar, worum es primär geht:
    „WIR SIND GEGEN INTEGRATION!“, weil nämlich Integration den Zugewanderten nicht zuzumuten sei und die segensreiche multikulturelle Entfaltung unterdrücken würde. Anzustreben sei allein die „Inklusion“.
    „… in die Sozialsysteme“ knurrt dazu ein älterer Zuschauer vernehmlich in den Bart, bevor er sich kopfschüttelnd abwendet.

    Die Tutzinger gucken mit mäßiger Neugierde von den Balkons oder widmen sich ihren Holzkohlegrills. Der Kulturclash – jener unter den hier heimischen Bayern und den hergereisten Demonstranten aus den grünen Speckgürteln des Landes – liegt in der Luft, aber er entzündet sich nicht. Integration in Bayern funktioniert nach den Prinzipien, die im oben verlinkten Artikel beschrieben werden. Man sucht nach passenden Gewändern oder macht sie passend und die Zuagroasten tun ihrerseits etwas dazu, sich in das Vorhandene und Angebotene einzufügen, ganz einfach und ohne viel Integrations/Inklusionsgeschwätz. Wer die Lebensart hier nicht mag, soll weiter ziehen, es wird ihn niemand zurückhalten.

    Auf das Böllerschießen an Fronleichnam übrigens wird seit einiger Zeit verzichtet, nicht allein aus Rücksichtsnahme auf empfindliche Gäste, auch viele der Einheimischen hatten für die Knallerei nichts übrig. Der damit verbundene Verlust an althergebrachter Kultur ist besser zu verschmerzen als etwa jener einer dörflichen Pfarrstelle – und den Meisen fallen die Jungvögel nicht mehr vorzeitig aus den Nestern.

    • Dann kommen Sie zur Seeprozession an den Schliersee oder nach Gmund, da wird noch geböllert. Natürlich kann man Grenzen abschaffen und jeden kommen lassen. Somalia zeigt, wie es geht.

    • nein, nicht jeder darf kommen, die feinde von ulFuM bleiben draussen !
      aber werter DON, die grenzen wurden doch NIEMALS abgeschafft, kaum feiert ulFuM kurz vor ihrem geburtstag im geburtsort HH einen geburtstagsgipfel……….

      dann sind sie wieder da…………..ich lese von massiven Grenzkontrollen in Sachsen für die nächsten drei wochen, z.b. auf A4 und A17, geschwindigkeitsbegrenzungen auf 40 km/h (die kommen übrigens nach der BTW flächendeckend wenn Hermann von der Alb Bundesverkehrsminister wird) und der bahnverkehr wird kontrolliert.

      also, geht doch ! wo ein Merkelwille ist ist auch ein weg !

    • Integrafron
      wie das Leben so spielt. Bei meinem ortsansässigen Getränkehändler arbeiten jetzt zwei Somalier oder Eritreer, die fast kein deutsch können. Natürlich arbeiten die nicht voll und bekommen vermutlich auch nur den Mindestlohn.
      Da stelle ich mir immer sofort die Frage, warum die hier für wenig Geld schuften und was da seit 1960 (Somalia) oder 1961(Eritrea) in zwei Generationen falsch lief, dass man seine wiedergewonnene Freiheit so verhunzt und alle Segnungen der Italiener und Briten verwahrlosen ließ und sich permanent in die Wolle kriegt(e). Aber wahrscheinlich denkt keiner daran, warum die Enkel so gerne in die Reiche der Unterdrücker ihrer Großeltern wollen, schon allein deswegen, weil der Zusammenhang gesellschaftspolitisches Zeigeist-Dynamit enthält.

      Ach ja, geböllert wird in den katholischen Gegenden Hessens nicht, aber ansonsten wird wie in Bayern mit Inbrunst gesungen, geblasen, geblümt, geschmückt, gegrillt und getrunken. Himmel und Erde halt, oder wie weiland der Luther Martin so treffend sagte:
      Aus einem verzagten Arsch kommt niemals ein fröhlicher Furz.

    • Somalia
      Somalia hat sich schon länger abgeschafft.

      Ist anderen sozusagen voraus.

      Dort ist z.B. Gelddrucken demokratisiert.
      Schilling wird weiter als Nebenwährung verwendet, allerdings zum echten Wert, d.h. Paiper plus Druck…

      Vielleicht hat ja Draghi auch spezielle Einblicke in die frühere Kolonie.
      Zu bedenken ist allerdings dass digitale Nullen wesentlich billiger erzeugt werden können!

    • Doch, doch, das geht mit der Integration
      Gerade heute nachmittag drei (vielleicht als minderjährig geflüchtete?) Afrikaner im hiesigen Rewe gesehen, die gezielt, ohne jeden Umweg, auf das Regal mit Whisky und anderen eher kräftigen Alkoholika zusteuerten und fachkundig berieten – aber das waren mit Sicherheit keine Muslime!!!

    • @djangohatnemonatskarte sagt: 17. Juni 2017 um 13:24 Uhr
      !wenn Hermann von der Alb Bundesverkehrsminister wird! <<< das wird vermutlich nicht klappen, da die Gruenen, sofern alles was Lehrer, Beamte (ab A9 aufwärts), aus dieser Ecke noch kommende Schöffel-Trekking-Kleidung-Träger und ähnliches sowie BIO-Food-Käufer , Waldspaziergänger und Enkel-zur-Kita fahrende SUV-Besitzer etc. endlich zur Besinnung kommende Erkenntnis haben, dass der Zug für die Gruenen an die Wand fährt, dann werden sie hoffentlich auf fette 4,99 kommen und somit aussen vor bleiben.
      Und dann hat der grausame Spuk eine Ende. Ich drücke die Daumen.

    • .... "Inklusion" ...
      …. ist halt die hässliche Katze, die sie aus dem Sack lassen, denn sie bedeutet in deren Sicht, dass der radikal-islamische Kaftanträger mit gutem Recht die Hand aufhält, seine riesenfamilie vom Staat (also uns) unterhalten lässt und seine muslimische-tribalistische Paralleltinfrsstruktur (Gebetsraum, Kindergarten halal, Feiertage, importbräute) bekommt – und darauf läuft es in der Tat hinaus – aber das musste jedem klar sein ….

  22. Bratwurst und Schmidt
    Bratwurst haben sehr wohl eine Religion. Sie Vegetarier, werter Don muessen das nicht wissen. In Oberfranken (und Unterfranken) gibt es Evangelen und Kartoffeln (sic) dicht beisammen. Evangelische Bratwurst beinhalten grobes Braet mit sichtbaren Bestandteilen. Katholische Wurst ist homogen.

    Evangelische Schmidt und katholischen Schmitt..

    Danke lieber Don

    • Ivh habe heute für Gäste eine allerkatholischste Bratwurstspirale gekauft, die war voll mit Bröckerl!

    • Bratwurst
      Für mich als Nichtkirchenmitglied gibt es zwei Arten von Bratwurst, die Bratwürste, die mir schmecken und die, die nicht. Welchem Gotte der Schlachter huldigt, ist mir piepeschnurz, nur schmecken muss seine Wurst (und das heisst in der Regel langsam gewachsenes Fleisch und gutes Handwerkskunst). Bei „katholisches Würstchen“ habe ich andere Associationen.


    • @helarctos: die fränkische Unterteilung von feiner und grober Bratwurst nach Konfession ist mir ganz was Neus. Aus Südbaden kannte ich „grobe“ und „feine“ stets nur als 2 Sorten beim gleichen Metzger.

  23. Es gibt viele Hostienarten...und ihre Glaubenkonsequenzen...Geistreifekonsequenzen...
    von voll blendend strahlend hochtrabenden Niederwalzungsgesindel bis zu
    lichtscheu schleimig blind kriechendem Sumpfgesindel…
    Extrem-Hostiengeist gesindelte…von Atheismus bis Christentum keine
    „Augapfelmus(ik)“…“Geistaugenmus(ik)“…Leben“weisen“, zu viel Sumpfbasis Lebendreck und Felsbasis Lebenhärte.

  24. furchlos gehen die SÖHNE DER ALPEN !
    aber mein freund @Godnight, nun enden sie doch bitte nicht in einer sommerdepression………….es gibt immer hoffnung……….

    aus dem lande des @DdH der dichter uns singt:

    „wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“

    schrieb schon der protestantische ex-Studienkollege des Hegel der nichts besser im sinn hatte als sich über das symbol PATMOS auszulassen……..

    und werter freund machen sie es so:

    „und furchtlos gehen die Söhne der Alpen über den Abgrund hinweg auf leichtgebauten Brücken“

    und konnten sie die kräftigen böllerschüsse zu jeder vollen stunde denn geniessen, die hier über den see hallten, mich aber schon um 6 uhr aus dem schlaf trieben ?

    leider habe ich versäumt am donnerstag die kerze aus DONs Altötting anzuzünden, da kehrte ich noch ein und erstand sie bevor in Passau das InnRiverRace mit einem so herrlichen rennen über mich kam !

    hier nur ein beispiel für das schöne knallen:

    https://www.youtube.com/watch?v=cipA8VXKShs

  25. Die san selbst schuld
    Herzlich gelacht. genießen Sie das Wochenende!

    Selbst schuld, sie könnten ja, sofern sie nicht zeitgemäß linksgrünevangelisch geschieden sind (siehe ihre beiden Ki-Fürstinnen), rekonvertieren. Wir haben ja auch noch Allerheiligen zu bieten. Ohne Not haben sie den Reformationstag zur Debatte gestellt, ihren Feiertag, der nur noch in einigen Ost-Ländern konstant Feiertag ist.

    Dieses Jahr ist er gesamtdeutscher Feiertag. Da kann der Bayer schön eine Woche verreisen und nimmt nur drei Tage frei. Die Kinder haben eh Ferien. Lutheraner sind sparsam, denn der Totensonntag ist immer am Sonntag. Genau genommen sind sie die größeren Ausbeuter, weshalb Linke und Grüne ihnen näherstehen. Der wahre Kapitalismus, der mit der willigen Kooperation des Arbeitssklaven, spielt sich dort ab. Ihre Anhänger arbeiten sogar am ersten Mai, indem sie militant werden, was anstrengend ist und daher der bayerischen Seele fern, die nur arbeitet, wenn nötig.

    Na ja, der Katholizismus ist auch dekorativ, und die Leute mögen’s. Waren Sie mal im GD einer evangelischen Kirche? Müssen Sie machen und die Kleidung vergleichen. Die meisten sehen aus wie frisch aus der Suppenküche, während man hierzulande ‚rausgeputzt geht und danach zum Wirt.

    • Feiertage
      Wann war das gleich nochmal, als zur Steigerung des Bruttosozialprodukts ein Feiertag geopfert werden mußte und die Protestanten brav ihren Reformationstag zur Disposition gestellt haben?
      Ich habe jetzt keine Statistik zur Hand, aber Bayern mit seinen Extra-vielen Feiertagen (von Augsburg ganz zu schweigen!) liegt jetzt nicht gerade am Ende der BIP-Skala in Deutschland.
      Haben sich die Protestanten da etwa ver…. lassen?

    • Wer sich Göring-Eckardt aufschwatzen lässt…

  26. Abschaffen!
    Alle kirchlichen Feiertage gehören als gesetzliche Feiertage abgeschafft!
    Kirchenmitgliedern sollte dann per Gesetz das Recht UND DIE PFLICHT eingeräumt werden, an ihren kirchlichen Feiertagen unbezahlten Urlaub zu nehmen.

    • Und was habe ich dann davon? Nichts habe ich davon! Denken Sie doch auch mal an uns Lustgreise!

    • @Don 18:29h
      Werter Don,
      Ihr Vorteil als nicht-arbeitender Atheist ist dann, dass es im Biergarten nicht so voll ist.
      Oder erwarten Sie bei einer solchen Regelung massenhaften Mitgliederzuwachs in der rk Kirche?

    • Unsere Biergärten sind gross, jund als Angehöriger der Oligarchie kriegen wir immer einen Platz.

    • Church-Card
      Dann kann man auch, wie die Grünen es in NRW forderten, den Christbaum als überkommenes Symbol mit abschaffen und viele Kirchen zu Wohnraum umfunktionieren, so wie man in den 70ern ernsthaft mal den Abriss des Kölner Doms in Erwägung zog, um Platz für Parkhäuser zu bekommen. Die braucht man dann auch dringender, wenn es die verkaufsoffenen Sonntage gibt.

      Außerdem bin ich für die Einführung der Church-card (k oder e). Die berechtigt dann zu Trauungen, Taufen und Beerdigungen auf dem örtlichen Friedhof mit einem Geistlichen und freien Eintritt in sakrale Gebäude, wie etwa in Spanien.
      Die Platin-Church-card erlaubt auch unentgeltliches musikalisches Begleiten durch einen Kirchenmusiker und freien Eintritt im Vatikan oder auf der Wartburg und eine wirklich guten Wein beim Abendmahl.

      Jetzt mach` ich mal lieber Schluss, sonst würde ich richtig sarkastisch und das will, so glaube ich, niemand wirklich.

    • Ach warum…

    • @D.A.
      Gabs da nicht mal ein Foto von Ihrer Hand mit Ehering? Mir war so. Ist schon lange her. Also hat womöglich das Gespons was davon … oder der Nachwuchs … und vergreist sind Sie ja nun auch noch nicht. Also haben Sie sich mal nicht so.

    • VON MEINER? MIT WAS??????? Niemals!

    • @D.A.
      Naja, wer keinen Unterleib hat, braucht auch keine Hand …

      Ich meinte die Hand Ihres Gottes. Der, der Sie geschaffen hat!

    • Schon Realität! - @Bemaba 19:00h
      Nicht die Church-Card, aber die Abschaffung des Christbaums!

      Schon seit Jahren wird hier die Tanne vor dem Firmeneingang nicht mehr weihnachtlich geschmückt. Nachfrage bei der PR-Abteilung ergab: „Dadurch könnten sich Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften unterdrückt fühlen.“
      Der wahre Grund ist natürlich, dass man 15 Euro spart, die man dem beauftragten Christbaum-Schmücker hätte zahlen müssen.

      Selbst durchgeführte, nicht-repräsenative Umfrage unter den Angehörigen anderer Glaubensrichtungen in der Firma ergab übrigens, dass keine Herabsetzungsgefühle beim Anblick eines Christbaums aufkommen.

      Auf die Nachfrage bei der PR-Abteilung, warum denn in der Firma dann nicht auch gleich alle Weihnachtsfeiern verboten werden, gab es keine Antwort. Unverständlich, denn wenn schon der Christbaum vor der Tür ein No-Go ist, dann doch erst recht Weihnachtslieder, Spekulatius und Weichnachtspunsch, oder?

    • @nedda PR-Christbaum
      ja, der Selbstverleugnung und Selbstaufgabe sind keine Grenzen gesetzt. Ihre Geschichte ist exemplarisch dafür. Da kann man schon fragen, worin sich die Neuen denn integrieren sollen, wenn nichts mehr da ist, worin man sich integrieren kann.
      Wenn aber beim Abiturabschlussfest das Essen erst gegen 22.30 Uhr serviert wird, weil drei Muslime Ramadan feiern und über hundert Angehörige einer hier seit jahrtausend alten Glaubensgemeinschaft und etliche Athesisten mithungern müssen, nennt man das Toleranz.
      Ich bin immer wieder überrascht, nein entsetzt, dass man hier nicht merken will, dass unsere Tolereranz immer von denen eingefordert wird, die sie als erstes abschaffen würden, so sie denn könnten.
      Ich bin’s auch leit, äh leid, ständig unsere Kultur und Traditionen hinterfragen und verteidigen zu müssen. Sie gibt es halt, und das ist gut so.

      Singen Sie mal der PR-Abteilung ihrer traditionsbewußten Firma vor, dass der Christbaum der schönste Baum ist, den wir auf Erden kennen. Hoffentlich bleiben Sie aber mit dem Weihnachtsliedergeduddel in Hollywood-Manier am Arbeitsplatz verschont. Die musikalische Anbiederung an die USA wäre auch mal wert zu thematisieren, aber nicht im Sommer. Aber früher war ja lt. Loriot sowieso mehr Lametta, dafür heute mehr Lamento und in Zukunft ganz viel Lacriomosa.

    • @Bemaba 21:20h
      Stimmt! Es gibt nichts mehr, wo man Migranten integrieren müsste. Auch die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung hat festgestellt, dass eine Deutsche Kultur nicht identifizierbar sei. Insofern geht es eigentlich nur noch um Sprachkurse. Wobei man die auch nicht wirklich benötigt. Schon die Schulkinder lernen in der Schule nicht mehr den richtigen Gebrauch der deutschen Sprache. Ich habe hier in der Firma öfters mit Praktikanten (Schüler der Oberstufe und Studenten) zu tun: Sprachliches und schriftliches Ausdrucksvermögen und Lese-Textverständnis sind katastrophal – und es wird immer schlechter. Eigentlich müssten wir auch englische Fremdsprachenkenntnisse fordern. Das kann man total vergessen. Da kommt nur noch unverständliches Zeug raus. Laut Schulnoten sind die aber gut oder sehr gut. Und nach Angaben im Lebenslauf wird Englisch „fließend in Wort und Schrift“ beherrscht – ein Witz!! Und wir haben hier als internationaler Konzern so viele Bewerbungen, dass wir sowieso nur die Besten nehmen!!

      Integration bedeutet also Sprachkenntnisse, insoweit sie für das Ausfüllen von H4-Formularen notwendig sind. Bildung braucht es eh nicht – die bekommen schon die Eingeborenen hier nicht mehr. Deutschland, dessen einziger „Rohstoff“ nun mal Bildung ist, lebt nur noch von der Substanz, d.h. von den Geburtsjahrgängen bis maximal 1975. Danach ging es rapide bergab – was mir immer wieder auch meine alten Uni-Professoren bestätigen. Die Generationen danach wurden bildungstechnisch zunächst auf das anglo-amerikanische Niveau gedrückt und in den letzten 15 Jahren noch viel weiter darunter – sozialistischer Gleichmacherei sei Dank! Man kann sich ausmalen, wo Deutschland in 20 Jahren stehen wird. Der aktuelle Wirtschafts-Boom, der eigentlich nur durch die Gelddruckmaschine der EZB aufrecht erhalten wird, täuscht über die wahren Begebenheiten hinweg. Meine Vorhersage: Sofern es nicht zu einem singulären Kollaps des Finanzsystems kommt, wird Deutschland in den nächsten 25 Jahren einen beispiellosen Niedergang erleben. Aufwachen wird man wohl erst, wenn ein paar Wirtschaftsgiganten wie Daimler, Bosch, Bayer o.a. ihren Konzernsitz ins Ausland verlagern und die internationalen Gewinne nicht mehr nach Deutschland fließen. Aber dann ist es zu spät.

    • @nedda2-Bildung
      mit Ihrer Ansicht sind wir schon mal zwei, die den Niedergang beklagenswert finden. Das fängt aber ganz früh an, nämlich mit der Ganztagsbetreuung. Der Spracherwerb bei den Vorschulkindern ist massiv eingeschränkt, das bemerken Grundschullehrer, Logopäden und auch Gymnasiallehrer im fünften Schuljahr. Hinzu kommt, dass die Schulen Kompetenz vermitteln sollen, Wissen kommt von Dr. Google und Ms. Wikipedia, politische Bildung von Mr. Intergram und co. Das Hauptfach ist „Entfall“. Aber die Kunst der Präsentation wird von Kindesbeinen an geübt, blöd nur, dass der Inhalt in der Regel dünne Suppe ist. Von Bildung im klassischen Sinne, kann man ohnehin nicht mehr reden. Bologna gab dem Bildungswesen noch den Rest.Über allem steht der moderne homo oeconomicus, durchgetaktet und durchgerechnet. Deswegen muss der Sonntag jetzt auch noch zum Ramscheinkäufen geopfert werden.

      So ertappe ich mich, der immer konservativ war, dabei, dass ich Sarah Wagenknecht in fast allen Punkten recht geben muss und die Politik der GroKo unglaublich dreist finde. Eine Frau Özuguz, die in Deutschland aufwuchs und von Deutschland bezahlt wird, hat sich allerdings mit ihrer Bemerkung nun politisch völlig disqualifiziert, so wie die SPD und letztlich auch Merkel, die sie nicht zurückgepfiffen haben. Es wäre hilfreicher, wenn man Deutsche zu Integrationsbeauftragten machen würde, die die Integration auch einfordern, statt ständig das Gastland mit Vorurteilen und Versäumnissen zu konfrontieren. Denn das Spielen auf der Opfer-Klaviatur beherrschen viele Neuankömmlinge meisterhaft.

    • @Bemaba 12:39h
      Dass die Probleme schon im Vorschulalter anfangen, wundert mich nicht. Da habe ich aber persönlich keinen Einblick.

      Das mit der Methodenkompetenz sehe ich auch als den größten Fehler der Pädagogik der Neuzeit an. Wenn man sich ein bischen mit Aufbau und Funktionsweise des menschlichen Gehirns beschäftigt hat, weiß man, dass Kreativität und Abstraktionsfähigkeit, bzw. im weitesten Sinne Intelligenz, von der Genese und Rekombination der mit gelernten INHALTEN verbundenen Synapsen entsteht. Wenn die Schule jetzt keine INHALTE mehr vermittelt, ist die logische Folge die Verdummung der Bevölkerung. Und das ist keineswegs eine Übertreibung. Die Folgen kann ich schon heute hier in der Firma tagtäglich bewundern (und reparieren). Habe ich ja schon in meinem vorherigen Posting berichtet. Und es wird noch viel schlimmer werden, da die Bildungskurve exponentiell abfällt.

      Hinsichtlich Wagenknecht stimme ich Ihnen zu. Die ist aber bei der Linken falsch und gehört eigentlich in die FDP. Zumindest nach klassicher Auffassung.

      Was Özuguz angeht liegen Sie aber offensichtlich falsch, denn die Frau ist noch im Amt. Nur ein paar sogenannte Rechtpopulisten fanden es komisch, dass es keine deutsche Kultur gibt. Man muss das wohl so interpretieren, dass es früher mal eine deutsche Kultur gab, die sich heute verflüchtigt hat. Oder ausgestorben ist.

      Man muss einfach einsehen, dass die Aufgabe der Intgegrationsbeauftragten in keinster Weise irgendeine Integration ist, sondern eine PR-Kampagne. Ich persönlich wüsste so spontan auch nicht, wie und wo man eine Million größtenteils Analphabeten hier sinnvoll einordnen soll, außer in die Sozialhilfe.

      Genau so, wie das Ziel der deutschen Bildungspolitik nicht Bildung ist, sondern die Generierung von Bildungsabschlüssen.

    • Andersrum wird ein Schuh draus
      Sehen Sie es so:
      Die Kirchensteuerzahler finanzieren sich ihre Feiertage – was tun die Ausgetretenen oder nie Eingetretenen?

      Es soll ja eine Gemengelage aus Religionszugehörigkeit, Wohnort in engerem Sinn und weiterem Sinn ( Bundesland) geben, wo man nur fünf Tage im Jahr arbeitet. Gerüchte…

    • @Nahuatl
      Die Nichtzahler machen es wie die Vögel bei Matthäus. Sie säen nicht und ernten doch. D.h. Sie zahlen keine Kirchensteuer und haben doch frei. So falsch lag Nedda mit der Forderung der Abschaffung von Feiertagen nicht, auch wenn der ein oder andere Lustgreis dann hinter LKW’s herfahren muss. Aber mit dem bedingungslosen Grundeinkommen in Höhe der Miete einer 3-4 Zimmerwohnung in Ballungszentren, kommen dann alle auf ihre Kosten. Die einen prozessieren, die anderen prosten, wieder andere prusten. Eine schöne neue Welt wird das. Dann sind wir schneller im Paradies, als es uns der Glauben verspricht.

  27. Somalia im Erasmus-Programm
    Unbedingt!
    Deutschland-Verächter und no-borders-Traumtänzer dürften von einem Studienaufenthalt in Mogadischu bestimmt profitieren.

  28. "...zur bloßen Arbeit gezwungen....."
    Der „katholische“ Heidegger hat’s auch nicht mit der Arbeit;

    Nicht nur der Protestant Max Weber, sondern auch sein Zeitgenosse Martin Heidegger gilt als einer der bedeutensten Denker des 20. Jahrhunderts. Wie seine penibel ausgearbeiteten und auf eigenen Wunsch erst posthum publizierten philosophischen „Überlegungen“ zeigen, die als „Schwarze Hefte“ hitzige Debatten im Feuilleton auslösten, sah auch Heidegger eine Apokalypse auf die Menschheit zukommen. Allerdings erfüllte ihn dies nicht so sehr mit Sorge wie Max Weber. Im Gegenteil: Heidegger hielt den „Untergang“ für die letzte Chance. Der Philosoph wollte ganz zurück, zum Anfang eines ursprünglichen „Seyns“, dass er – hierin Webers Soziologie nicht einmal unähnlich – durch die Moderne gefährdet sah.
    .

    So erleben wir das etwas rabiate Schauspiel,

    „dass der Mensch als animal rationale, d.h. als das arbeitende Lebewesen
    die Wüste der Verwüstung der Erde durchirren muss“

    .

    „Ehe des Sein sich in seiner anfänglichen Wahrheit ereignen kann, muss das Sein als der Wille gebrochen, muss die Welt zum Einsturz und die Erde in die Verwüstung und der Mensch zur bloßen Arbeit gezwungen werden. Erst nach diesem Untergang ereignet sich in langer Zeit die jähe Weile des Anfangs.“

    .

    „Dem Menschentum der Metaphysik ist die noch verborgene Wahrheit
    des Seins verweigert. Das arbeitende Tier ist dem Taumel seiner Gemächte überlassen, damit es sich selbst zerreisse und in das nichtige Nichts
    vernichte“.

    .

    „Der Untergang hat sich schon ereignet. Die Folgen dieses Ereignisses
    sind die Begebenheiten der Weltgeschichte dieses Jahrhunderts. Sie geben
    nur den Ablauf des schon Verendeten“.

    .

    Das dicke Ende kommt erst später mit der „Vollautomatisierung“ die den Mensch in großen Teilen ersetzt, gleichzeitig die Weltbevölkerung aber stetig weiter wächst.
    .

    Und dann noch zeitgleich Botho Strauss, „Allein mit allen“…Also sich die Verschmelzung einer totalitären Ideologie mit einer digitalen ausmalen….
    .

    https://www.youtube.com/watch?v=bG-6l3nGtZQ
    .
    https://www.youtube.com/watch?v=eAL6u5tvUXM

  29. Bayer Kohl
    Man muss vielleicht mal fünf gerade sein lassen können, um wirklich erfolgreich zu sein. Und dass dazu gehört, ein Essen genießen zu können (oder abzulichten), versteht sich von selbst. Legendär Kohls Einladungen zum Saumagen und sein Geschick, mit sowjetischen Staatschefs umgehen zu können.
    Ob es daran liegt, dass Kohl ein Bayer war und natürlich katholisch?:

    „Helmut Kohl kommt am 3. April als jüngstes von drei Kindern in Ludwigshafen zur Welt, Teil der damals noch bayerischen Pfalz. “
    http://www.br.de/nachrichten/spezial/helmut-kohl-zeitstrahl100.html

    Die Eltern auf jeden Fall Bayern. Die Feindschaft zu Hamburger Journalen, der Spiegel vorneweg, sehr bayerisch, wenn ich hier auch an den Don denke.

    Kohl und dieses Mädchen. Man versteht es nicht so ganz, denn der eine kommt rüber als jovialer, ungeduldiger, manchmal ungeschickter, zuweilen herzlicher Lebemann mit Genie, die andere als spröde, um Fehlervermeidung bemüht.
    Er hätte niemals „Blühende Landschaften“ versprochen, wenn er die richtigen Bilanzen gesehen hätte. Aber er war nicht der einzige, der mit gefälschten Bilanzen reingelegt wurde.

    Was er falsch gemacht hat: Alle weggebissen. Falscher Umgang mit Schäuble. Das leitet zu dem Mädchen. Er brauchte jemand von drüben, und sie muss ihm harmlos vorgekommen sein.
    Er war ein Bayer. Wir beißen weg, was uns quer kommt. Sonst sind wir ganz angenehm. Vor allem mit Leuten, die Feste feiern können, wie sie fallen. Dass wir eine Monstranz haben, schützt vor neuen Monstranzen.

    • Kohl und Kohle
      Es dürfte keinen zweiten Politiker geben, der zweimal eine Währungsunion so vermurxt hat wie er!

    • womit?
      „mit Genie“ ???

    • Wie ich erzählt bekam, hörte er ab einer bestimmten Zeit auf niemandes
      Einspruch und Rat mehr. Der mir das sagte bestand darauf, die Wiederwahl in das Amt auf 2 Legislaturperioden zu begrenzen.
      Denn es hätte so früh schon begonnen.

  30. Lightning
    Mit der Entzauberung der Kreditgeldschöpfung, siehe Revisionen der BOE, sind Religionen als Sinnstifter gerade noch Schmankerl.
    Weltliche Mächte wirken eher wie Marionetten ihrer eigenen Verfehlungen. Der wirtschaftsräumliche geträumte € als Herrschaftsinstrument kann Sozialstrukturen nicht dominieren.
    Das Recht als Gerechtigkeit setzender Modus ist bis zur Unkenntlichkeit differenziert. Es gilt Integrität zu stiften.

    • Kreditblase
      Gute Assoziation!

      Im Vergleich zur Scheingeldblase dürften Religionen allerdings höchst seriöse Sinnanbieter sein!

      Solang’s die meisten glauben, funktioniert es meist.

      In einigen Jahrzehnten dürften wir schlauer sein.
      Ich finde immer dass der beDrüghi ein verschleiertes Zimbabwe light Modell verfolgt.

  31. Ketzer
    Für mich ist eines der entscheidenden Merkmale des (reformierten) Protestantismus – also die Variante mit weniger Luther, dafür mehr Calvin und Zwingli – dass die Form zugunsten der Substanz in den Hintergrund tritt. Mehr Bibel und Bibelarbeit, weniger imposante Rituale und Kulissen. Die Gleichheit der Glaubenden und die Freiheit des eigenen Denkens (zumindest theoretisch, die Gemeindepraxis ist ein weites Feld).

    • Und was ist daraus geworden? ein Kirchentag mit fragwürdiger Hygiene, einfacher Sprache und Frau Käßmann.

    • Kirchentagschristen
      sind sozusagen die Fußballfans des Protestantismus, Frau Kässman ist Lutheranerin (aus einer renitenten Familie?), und mit Lutheranern oder gar Renitenten habe ich nichts zu tun. Einfache Sprache ist ein weiteres weites Feld, auf das ich mich hier nicht begeben möchte. Aber Sie haben natürlich Recht, dass sich Teile der protestantischen Kirche auf niedrigem Niveau bewegen.

    • es geht mir ja vor allem um die hemmungslose und egomane Lebensfreude. Die ist nun mal nicht bei den Protestanten daheim.

    • Reformation
      Ich kenne mich da überhaupt nicht aus, aber der Unterschied zwischen Luther und Zwingli/Calvin erscheint mir doch dramatisch.

      Hier dreißigjähriger Krieg, dort eine echte Befreiung, im Sinne von Liberalismus und eigenverantwortlicher Bürger.

  32. Veggieday und Fischtag
    Schöne Umschreibung der Integration preußischer Knechte ins bayerische Arbeits- und Alltagsleben.

    Die vielen Feiertage gab’s im Mittelalter auch, weil an denen kein Fleisch gegessen werden durfte – das sich eh kaum noch jemand leisten konnte (Stichwort Krautjunker). Der weltliche Mängel wurde also überirdisch legitimiert.

    Auf Luthers Seite schlug sich sehr schnell die Ritterschaft – hoffend, die kognitive und kalkulatorische Dissonanz zwischen sozialem Status und wirtschaftlicher Wirklichkeit mit seiner Hilfe zu überwinden.

    Einen Ablass musste man sich ja erst mal leisten können.

    In meiner Heimat regten sich Zugroaste darüber auf, dass am Karfreitag nur Fisch und Gemüse (und Bockbier) auf der Karte war. Viele wissen gar nicht mehr, dass früher jedem Wochenende der Fischtag voranging.

    (Übrigens nehmen es Moslems sehr positiv auf, wenn man sich als konservativ-katholischer Bayer an die Fastenzeit hält – wohingegen sie die dunkel-rot-grünen Feinde des Westens und der Aufklärung mit ihrer Ramadan-Begeisterung so sehr verachten wie deren islamistisch-antisemitische Feind-Feind-Freunde).

  33. Bestes Zitat
    „Meine Lebenserfahrung nach fast elf Jahren in der EG: Wenn irgendwo Geld gebraucht wird, wendet man stumm den Blick auf die Deutschen.“

    (Vor Journalisten am 22. Juni 1993 auf dem EG-Gipfel in Kopenhagen)
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article165632182/Entscheidend-ist-was-hinten-rauskommt.html

    Unschlagbar. Zuletzt: IWF-Chefin Christine Lagarde

  34. 17. Juni
    Lieber Don,

    wie immer, sehr einsichtsvolle und sensible Reflektion über werdende Geschichte, in diesem Fall das Wiedererstarken der/des „Identitaeren“. Dass der 17. Juni als Gedenktag an den Volksaufstand in der DDR vergessen (auch in der FAZ) wird, überrascht nicht mehr. Die offizielle, auch von der intellektuellen Elite geförderte, Geschichtsvergessenheit in der BRD passt dazu. Bürgerkriege sind nun mal die traumatischsten Gewaltereignisse, und die deutsche Geschichte ist mehr von solchen Brüchen (siehe auch Luther, Bauernaufstand, Dreißigjähriger Krieg etc) geprägt als die der meisten anderen Länder, soweit ich das beurteilen kann, und doch gibt es kaum öffentliches Bewusstsein and Diskussion darüber. Schade.

    VG
    Der Onkel

    • Ich habe es eigentlich auch nicht so mit gedenktagen, fürchte ich. Ist nicht in der gedruckten FAZ etwas?

    • @Don Alphonso
      Ihre Statements zur Verteidigung der FAZ,
      werden aber auch von Monat zu Monat erbärmlicher.
      Bemerke nur ich das?

    • Wollen Sie das vielleicht erklären?

    • @nurmalso
      „Ihre Statements zur Verteidigung der FAZ,
      werden aber auch von Monat zu Monat erbärmlicher.“

      „Erbärmlich“ ist vielleicht etwas hart ausgedrückt, ich gebe Ihnen aber im Grunde Recht. Ich kann DA’s Lobeshymnen auf die FAZ auch nicht nachvollziehen. Die FAZ hat als „konservatives“ Medium in der Migrationskrise komplett versagt. DA hat ja eine Zeitlang öfters Andeutungen gemacht, da würde noch harte Kritik an der Bundesregierung kommen (ähnlich seine Haltung zur CSU). Das ist aber wundersamerweise ausgeblieben…die FAZ arbeitet sich lieber an der AfD oder an suizidierten Buchautoren ab – bei denen natürlich auch manches kritikwürdig sein mag, die aber nicht für die offenkundigen Fehlentwicklungen im Land verantwortlich sind. Mir unverständlich, was genau denn nun an der FAZ so viel besser sein soll als etwa an der TAZ, gegen die DA ja gerne stichelt.

    • Pfh, ich wurde während der Finanz- und Geiwchenlandkrise als Linksradikaler verschrien… ich kann nur das sagen, was ich schon immer hier erlebt habe: Die FAZ ist ein pluralistisches Medium. Es gubt da ganz unterschiedliche Sichtweisen, in einem doch sehr grossen Haus, manches würde ich auch nicht unterschrieben, aber das ist persönlicher Geschmack. Ich kann jedenfalls wirklich nicht klagen, und die AfD will weder Frieden mit der Presse, noch braucht sie ihn.

    • @DonAlphonso
      „Die FAZ ist ein pluralistisches Medium.“

      Das ist auch wieder so eine Standardphrase. Nein, die FAZ hat komplett versagt, es ist deutlich geworden, dass das einzig „Konservative“ an dem Blatt die Idee ist, dass die CDU irgendwie die natürliche Regierungspartei im Lande zu sein hat, und das sich jedenfalls auf gar keinen Fall ändern darf (andere Änderungen wie de facto-Abschaffung der Grenzen sind ja nicht so schlimm). Ich meine, bei allem Respekt, aber finden Sie das nicht irgendwie seltsam, dass Sie als eigentlich Linker, der auch heute noch für einzelne Grüne lobende Worte findet, im FAZ-Rahmen mit die schärfste Kritik an Merkel und ihrer Migrationspolitik äußern, während all die feinen konservativ-bürgerlichen Herren ihre Aufgabe eher im Stützen der Regierung sehen? Irgendwo sind da doch sämtliche Maßstäbe verrutscht.
      Ich bin jedenfalls von der FAZ enttäuscht. Das kann dem Blatt in meinem Fall zugegebenermaßen egal sein, weil ich nie ein Abo hatte, die Zeitung nur gelegentlich gekauft habe (was ich aber niemals wieder tun werde, ich lese auch abgesehen von dem Blog hier nichts mehr auf FAZonline, und Adblocker ist natürlich durchgehend eingeschaltet). Allerdings scheinen die Verkaufszahlen ja zu belegen, dass es langjährigen (Ex-)Stammlesern ähnlich geht.

    • Sie haben grundfalsche Vorstellungen von der FAZ. Sie können hier, wie es mal ein Kollege gesagt hat, 40 Jahre arbeiten, ohne es jemals länger als 5 Munuten mit jemandem von einem anderen Teilbereich zu tun zu haben. Insofern kann ich Ihnen nur als freier Blogautor antworten, weil ich schlichtweg nicht weiss, wie die Entscheidungsfindung in anderen Ressorts läuft. Es ist kein Geheimnis, dass die Gründung der AfD unter Einfluss einiger früherer FAZ-Autoren zustande kam, und es wurde, auch das ist bekannt, bei diversen Lwuten angeklopft, ob sie sich eine Beteiligung vorstellen können. Das war aber noch die alte AfD, die neue AfD ist eine ganz andere Partei, und da gibt es möglicherweise Wünsche, sich abzugrenzen. Es gibt möglicherweise auch die Erwartung, dass es so auf Dauer mit Merkels Kurs nicht weiter geht. Jedem ist klar, dass ein weiteres Jahr Balkanroute das Land ins Chaos gestürzt hätte, und ich denke, viele in den Medien formulieren da enorm vorsichtig. Auf der anderen Seite gibt es Bedarf, was Sie beim Erfolg von Tichy, speziellen Welt-Autoren und den diversen Bestsellern sehen. Für Konservative des alten Schlags, die nach der letzten Wahl jubelten, ist das eine üble Zeit. Für mich nicht, in meinen Aiugen sind das alle Lumpen. Und man wird wahnsinnig schnell von Bewegungen in Beschlag genommen. Mir wird wegen solcher Beiträge nachgesagt, ich sei „identitär“ – der rechteste Mensch, mit dem ich bekannt bin, ist vom linken CSU-Flügel, und ich habe in meinem Leben noch keinen Identitären getroffen.

      Da gibt es jetzt zwei Arten der Reaktion. Die einen suchen sich andere Themen und die anderen haben das Standing, das durchzuziehen und sich auch mal mit Stasiletten zu prügeln.

    • Es gibt kein richtiges Leben im falschen
      Am Ende ist kein Platz außerhalb der Strukturen. Am Ende wird man eingeordnet. Am Ende ist man entweder links oder rechts, ist man konservativ oder liberal, ist man schwarz oder rot oder grün oder gelb oder blau.

      Dem wird auch die FAZ und auch der Don nicht entkommen. Es gibt in der Gesellschaft keinen Ort außerhalb der Gesellschaft. Und die Gesellschaft operiert mittels Strukturen.

      Die Literatur der Moderne ist voller Tragödien junger Männer, die meinten, sie könnten außerhalb in der Gesellschaft sein.

    • FAZ-Bashing
      Das hier zunehmend auftretende, pauschale FAZ-Bashing nervt und ist in seiner Zielsetzung allzu durchsichtig. Offenbar möchte man gern einen Keil zwischen den Blogautor, die Redaktion und die Herausgeber treiben, um dieses – bildlich gesprochen – „letzte Dorf in Gallien“ von der Landkarte zu tilgen.

      Nach meinem Eindruck, durch konkrete Rückfragen immer wieder bestätigt, stammen die Attacken meist von Leuten, welche – außer ein paar Beiträgen und Headlines der online-Ausgabe die FAZ gar nicht lesen, nicht die Printausgabe jedenfalls. Die beliebte Drohung der Abokündigung oder der erklärte Aboverzicht bilden nicht selten Angeberei mit nicht vorhandenen Möglichkeiten.

      Man liest eine Zeitung nicht, weil sie einem zu hundert Prozent nach dem Mund redet, sondern weil sie Stoff aufbereitet, anbietet und den gesellschaftlichen Diskurs möglichst breit abbildet. Das gelingt der FAZ wie jeder anderen Zeitung mal besser, mal schlechter. Sie braucht aber in Deutschland keinen Vergleich zu scheuen.
      Wer die FAZ liest, liest oft auch den Spiegel, die TAZ, die Zeit, die SZ, selektiv und mit den persönlichen Vorlieben und Vorbehalten, und wer sich über den Niedergang der Abonnentenzahlen freut, sollte sich in Gedanken mal mit der Vorstellung und den Folgen einer leergeräumten Presselandschaft auseinandersetzen.

      Sachliche, auch polemische Kritik an einzelnen Beiträgen, Autoren usw. ist ok und spannend. Dagegen bildet die pauschale, meist wenig oder knapp durch unterschiedliche und daher notwendig enttäuschte Weltbetrachtungen begründete Beschimpfung der Zeitung an sich dem Hausherrn gegenüber einen Affront, der auch durch das Fehlen anderer Ventile nicht zu rechtfertigen ist. Eine Frage des Comments: wer einer Einladung folgt, wird daraus nicht zwingend das Recht ableiten, dem Gastgeber fortwährend vor die Füße zu spucken.

    • Links und rechts?
      Sind in meinen Augen seltsame Kategorien. Ich finde ein bedingungslosen Grundeinkommen charmant, habe was gegen Kernkraftwerke, wünsche mir eine 3-gliedriges Schulsystem, wenn auch bitte erst nach der 6. Klasse, halte die Massenmigrations- und Euro-Politik von Merkel trotzdem für fatal und wünsche mir Europa politisch dort, wo es in den 90ern war. Bin ich nun links, grün oder rechtsnational?

      Was die FAZ betrifft, muß ich der Kritik allerdings recht geben. Mir kommt sie gelegentlich auch wie eine Merkel-Huldigungs-Zeitung vor, alles andere, von links bis AfD, wird (teilweise unsachlich) niedergemacht.

    • Balkanroutenstatement der grossen F.M. (März 2016 vor EU-Gipfel dazu)
      „Es kann nicht sein daß irgendwas geschlossen wird!“ Die hätte noch ein Jahr zugelassen! Und noch eins… (und mit wohlwollender Begleitmusik der allermeisten Medien).
      Für diesen realfaktischen Hinweis habe ich mind. 10 Zensurwischer als Erfahrung mitnehmen dürfen, zu Artikeln in der FAZ in diesem Kontext, wenn denn mal die Mod. Zampanos die Kommentartüre überhaupt geöffnet hatten.

      Ist das ehrlich? Ist das glaubwürdig? Ist das objektiv offen? Ist das die vielbeschworene Diskussionsbereitschaft der Medien?

      Was soll das? Mir kommt die Galle hoch.

      PS: Q1/2017 zu Q4/2016 wieder approx. 5% Auflagenverlust der FAZ, 12ooo von 252ooo (Quelle: statista.de)

    • Titel eingeben
      „Es gibt möglicherweise auch die Erwartung, dass es so auf Dauer mit Merkels Kurs nicht weiter geht.“

      Ja, wenn das Land im Chaos versinkt und alles zusammenbricht, dann geht es vielleicht wirklich nicht so weiter. Ich bin einfach nur erschrocken über diese Einstellung, die sich überall breitmacht, auch bei Leuten, die durchaus gewisse Probleme sehen, dass sich das alles schon wieder einrenken wird…nicht so schlimm, man ist doch schon wieder auf dem richtigen Weg, und unsere gute alte CDU, die dürfen wir nicht so hart anfassen (im Zweifelsfall alles die Schuld der Grünen oder anderer böser Linker). Ist wohl so eine Art Verdrängungsmechanismus. Mich entsetzt das. Die politisch-medialen Eliten in Deutschland haben komplett versagt gegenüber der Merkel-Regierung und ihren zahllosen Grenzüberschreitungen…ich kann angesichts von soviel Feigheit und Dummheit vor solchen Menschen keinen Respekt haben, gerade auch nicht vor denen, die die Probleme erkennen, aber schweigen.
      Und dass Sie als „Identitärer“ gelten, zeigt doch nur, wie verschoben der ganze Diskurs mittlerweile ist. Von Ihren Texten her ist eigentlich eindeutig, dass Sie eher aus einer linken oder linksliberalen Ecke kommen.

    • Zur FAZ, meine Meinung
      Schon richtig, auch ich sehe keine Zeitung für kluge Köpfe mehr. Allerdings gibt es eine ziemliche Meinungsbreite. Bei einigen Themen zumindest.
      Es gab Kritisches zu Schäubles Griechenland-Lügen-Trilogie; und insbesondere gestern das Interview mit dem ehemaligen britischen Notenbankchef. Das kam sehr erhellend rüber, und bestätigt die übelsten Vermutungen.
      Mervyn King, wen es interessiert, das Archiv hilft gerne.

      Lehrreich auch, wie der Interviewer, Dennis Kremer, entweder dumm und verständnislos fragt – oder so tut als ob?
      Ebenso die Mehrheit der Leserkommentare, die mit der üblichen deutschen Überheblichkeit auf die Brit-EX-en hinabschauen und die Austrittsängste der Politiker brav wiederholen.
      Nicht eingehen tun die meisten auf die klare Darstellung, wer in Zukunft Europa finanziert. Es scheint kaum jemandem der Kommentatoren etwas auszumachen, dass sie das sind.
      Erinnert mich ein wenig an den liver donor in ‚The Meaning of Life‘, der auch wenig Gegenwehr zeigt, während seine Frau mit dem Gedanken spielt, mit dem Schlachter ihres Mannes ins Bett zu gehen. Am Schluss reicht es aus, auf die eigene Bedeutungslosigkeit hingewiesen zu werden, um sich dem Schicksal gänzlich zu ergeben.

    • Erklären
      Etwas spät, aber hier ist es.
      .
      Einen grossen Teil der Erklärung hat ja nun der Leser tommy bereits geliefert.
      Das würde ich so stehen lassen.
      .
      Dazu kommt noch, dass die FAZ (Online!) bereits seit spätestens der Ukraine-Krise sich
      von einer >Berichterstattung< auf eine <Propagandaverbreitung< (mit angeschlossenem Nudging)
      verlegt hat.
      Ein Kohler (den ich früher einmal gern las) hatte sich komplett, wie ein kurzbeiniger Terrier, in den
      Waden eines Putin verbissen.
      .
      Ein namenloser Sportredakteur schrieb die Olympischen Spiele von Sotschi so schlecht, als fänden
      diese in einem Land statt, welches eine Mischung aus Nordkorea + Qatar + Birma wäre.
      .
      Der aktuelle Japankorrespondent verzerrt die Realitäten so sehr, dass ein Leser, der auf diese Infos
      angewiesen ist, ein völlig falsches Japanbild bekommen muss.
      Ganz offensichtlich zielt er dabei ganz profan auf viele Klicks in D. ab.
      Das mag er ja bekommen – zumindest teilweise.
      Aber der Leser wird klar fehlinformiert.
      (Meine Vermutung: Entweder ist ihm das egal oder er bemerkt es noch nicht einmal.)
      .
      Mein Fazit:
      Spätestens seit Schirrmacher nicht mehr bei der FAZ ist, hat diese einen sowohl grandiosen als auch
      stetigen Niedergang hingelegt. Er konnte bisher nicht adäquat ersetzt werden.
      .
      Daraus folgt:
      Sich auf eine Tätigkeit bei der FAZ zu berufen war(!) einmal ein Aushängeschild – ein sehr gutes.
      Heute sollte man (solange man nicht Leibeigener ist) sich von ihr distanzieren.
      Verteidigen Sie einfach Ihren Blog. Der ist gut – oft auch sehr gut.
      Das war es dann aber auch.

    • Individualität ist die Parodie von Freiheit
      @MMW

      Ihre individuelle Meinung existiert. Für Sie. Vielleicht noch für ihre Familie und Freunde. Aber nicht für die Gesellschaft. Das Individuum ist kein Referenz für Meinungen, denn Meinungen benötigen Mehrheiten oder Macht oder die anerkannte Macht der Mehrheit. Als Referenz.
      Die Gesellschaft ermöglicht Ihnen die Idee von Individualität, von Identität, von Person, von Mensch. Aber das ist eine Idee, die innerhalb der Kommunikation auf Ebene der Nation und der Funktionssysteme schon nicht mehr anschlussfähig.

      Whatever, ich will ihr Glück am Sonntagabend nicht verunglücken. Seien Sie Sie selbst, was auch immer das bedeutet. Haben Sie eine Meinung. Denken Sie was Sie wollen. Aber, um Gottes Willen, führen Sie diese Meinung in die von der Gesellschaft vorgeben Bahnen. Zum Beispiel den Wahlzettel. :-)

    • wer mit dem Finger auf andere...
      Übrigens, habe ich die hier anwesenden Medienkritiker schon daran erinnert, dass nicht nur die Medien versagt haben, wenn es um die Kontrolle der Regierung geht, sondern auch Ihr hier, als Bürger?
      Noch nicht? Na dann:
      Wenn Ihr nicht fähig seid, die Regierung mittels Wahlzettel abzuwählen bzw. zu lenken, dann solltet Ihr hier bitte nicht die Klappe aufreißen, wenn es um die Leistung der Medien geht. :-)

    • FAZ-Bashing?
      Nehmen wir doch ein ganz aktuelles Beispiel:

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/schmollen-hat-in-deutschland-tradition-15055338.html

      Ein Artikel über das Schmollen, garniert mit einem Foto von Björn Höcke. Man mag von Höcke halten, was man will, aber i.d.R. sieht er entweder leicht entrückt, vielleicht etwas blasiert, aber oft auch freundlich lächelnd aus. Schauen wir uns dagegen unsere Kanzlerin an:

      http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/cdu-mitglieder-gegen-merkel-unerhoertes-aus-berlin-14014822/bundeskanzlerin-merkel-will-14014821.html

      Die bis zum Kinn herunterreichenden Mundwinkel bekommt man mittlerweile nicht mehr weggeschminkt. Dazu Sätze wie: „Wenn.., dann ist das nicht mehr mein Land.“ Gäbe es ein besseres Beispiel für Schmollen in diesem Land?

      Im Artikel kommt die Kanzlerin jedoch nicht vor. Dafür erstmal Pegida. Und jede Menge Tote (Günter Krass, Herbert Wehner, ..), da läßt es sich prächtig drauf eindreschen. Nicht mal den vor gerade 3 Tagen verstorbenen Helmut Kohl spart man aus. Das Wort Pietät scheint bei der FAZ völlig unbekannt zu sein.

    • @Goodnight
      „Wenn Ihr nicht fähig seid, die Regierung mittels Wahlzettel abzuwählen bzw. zu lenken, dann solltet Ihr hier bitte nicht die Klappe aufreißen, wenn es um die Leistung der Medien geht. :-)“

      Da sind Sie bei mir an der falschen Adresse, ich habe bereits mehrfach die AfD gewählt und werde das im September wieder tun. Ich erwarte zwar nicht, dass das Wirkung zeigt (90% der Wähler werden ja für ein „Weiter so!“ stimmen, es geht den Leuten in Deutschland zu großen Teilen immer noch zu gut), und natürlich ist auch an der AfD vieles kritikwürdig, aber angesichts der Ereignisse der letzten Jahre könnte ich eine andere Entscheidung vor mir selbst nicht rechtfertigen.

    • Ach
      ich weißnicht.

      Natürlich verbieten sich Psychogramme des Gastgebers und seiner Gäste,
      trotzdem, empirisch:
      manche plaudern mehr oder weniger sprachprall,
      manche nutzen die Reichweite,
      manche erinnern an eifrige Postkartenschreiber, denen man Einsamkeit nachsagt,
      manche brillieren mit Fremdsprachen- oder Fachkenntnissen
      und einigen wenigen ist es neben dem Don (das gehört sich) gegeben, die Fettaugen auf der Suppe zusammenzuführen.

      Und Leute wie Frauke Amgelin, nach einigen Spielereien bin ich in meiner Anagramm-Not bei Angelika gelandet, homöopathische Mercurius- oder Phosphor-Typen, (nach Bailey, psychologische Homöopathie), Leute, die irgendwie alles und jeden sogar über nur drei Ecken kennen, mit jedem lachen können und katalytisch wirken.
      „Salve!“ an dieser Stelle.

      Den Don halte ich für in erster Linie liberal, ein “ wes Brot ich ess, des…“ halte ich angesichts der Immobilienpreise für unwahrscheinlich.

    • Man liest eine Zeitung nicht
      „Man liest eine Zeitung nicht, … weil sie Stoff aufbereitet, anbietet und den gesellschaftlichen Diskurs möglichst breit abbildet.“: eben, eben!

    • FAZ reloaded
      Unser täglich AfD-Bashing gib uns heute:

      http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/weimarer-verhaeltnisse-5-wie-viel-nsdap-steckt-in-der-afd-15066430.html

      7 Seiten über drohende Weimarer Verhältnisse. Manchmal glaube ich echt, ich muß ein „F“ durch ein „T“ ersetzen.

    • "I am frugal keen."
      Sie Ärmster, hier ist noch was zum Üben:

      Nahuatl mischt „Frauke Amgelin“ um

      =

      I am the thankful, muscular enigma

  35. als (mittlerweile agnostischer) Evangele seinerzeit in München
    Von meiner Mutter wurde mir überliefert, dass ich als Grundschüler zu Fronleichnam die Prozession beobachtend auf dem Balkon stand und ins Zimmer rief: „Mama, das Fräulein Leichnam kommt gerade vorbei.“

    München hat nichts mit Bayern zu tun, und wenn dann noch der Dialekt dem Soziolekt unterliegt, kommt es auch zu solch peinlichen Situationen, dergestalt, dass im Skiurlaub die Kinder der österreichischen Wirtsfamilie zu mir sagten : „Gib ma a Blaus!“, „Gib mir ein Blaues“ (irgendein Klötzchenspiel mit farbigen Hölzchen) und ich zu klatschen anfing.

    Hier im Oberland führte eine Prozession auch direkt vor der Haustür vorbei, die wir, mittlerweile selbst Zuagroaste, verstohlen beobachteten.

    Bei mir stellt sich das gleiche Gefühl ein, das sich einstellt, wenn ich Leuten* ggü.stehe, die mit Spiritualität deutlich mehr am Hut haben als ich: eine Mischung aus höchstem Respekt und Unverständnis.

    *evangelische PfarrerInnen sind nicht dabei

  36. Was damals unterhaltsam und heute "Hate Speech" wäre, offiziell gegen Pygmäen
    Auszug aus dem heimlichen Mitschnitt der „Wienerwald-Rede“, die wenige Tage später im „Spiegel“ zu lesen war:

    „Die politischen Pygmäen der CDU, die nur um ihre Wahlkreise kämpfen, diese Zwerge im Westentaschenformat, diese Reclam-Ausgaben von Politikern, warum die sich empören über eine Haltung der Landesgruppe, wenn der Gegner, den wir meinen, tief betroffen reagiert!“
    Proteste auch in den Reihen der CSU

    Insbesondere den CDU-Vorsitzenden Helmut Kohl, der unfähig sei zur Kanzlerschaft, rechnete Strauß zu den „politischen Pygmäen“.

    Über jene Zeit zu lesen, ist sehr unterhaltsam. Wir leben heute unter einer Bleidecke, schlimmer als jede Inversionswetterlage.

  37. https://stuetzendergesellschaft.wordpress.com/2014/06/19/volker-hort-die-chorale/
    Übrigens können Sie Ihre ausgeleierten Ketten etwas zeitgemäß aufgehübscht weiterverwenden:

    https://www.youtube.com/results?search_query=fidget+spinner+chain

    Und was die korrekte Backwerkezerteilung anbelangt:

    wBU9N35ZHIw

  38. Noch mal zum "Ramadan", zur Muslimdemo gegen Terror ohne Muslime und zum Zensurverhalten der FAZ
    Lieber DA,

    Sie schrieben bei Ihrem letzten Blog davon, dass Sie auch ab und zu beim Leserforum mitarbeiten. Deshalb komme ich noch mal auf das Thema „Muslim“-Demo gegen Terror zurück.

    Heute erschien bei FAZ.net ein ausgesprochen zahmes Interview mit einem Islamratfunktionär, wo dieser begründete, warum seine Leute so wie die der DITIB nicht bei der Demo gegen Terror mitmachen würden:

    Islamrat zum Köln-Marsch
    „Friedensdemonstrationen sind eine Sisyphusaufgabe“

    In Köln gehen Muslime gegen Gewalt und Terror auf die Straße. Zwei wichtige Verbände machen nicht mit. Murat Gümüş sagt im Interview, warum der Islamrat fernbleibt.

    17.06.2017, von Robina von Stein

    Pars pro toto nur eine Frage und eine Antwort:

    „Aber denken Sie nicht, dass eine Friedensbewegung ein guter Appell ist?

    Ganz im Gegenteil. Schauen wir uns doch den Ausgangspunkt dieser Demo an: Wenn der Rock-Konzert-Veranstalter Marek Lieberberg in seiner Wut-Rede die Muslime nicht in unzulässig pauschaler Weise dazu aufgerufen hätte, auf die Straße zu gehen und gegen den Terror zu demonstrieren, hätten wir diese Demo heute nicht. In die anschließende Debatte haben sich Politiker eingeklinkt und den Druck auf Muslime erhöht, ein Zeichen zu setzen. Dem sind nun zwei Einzelpersonen nachgekommen und haben der Veranstaltung den Namen Friedensmarsch gegeben. Im Grunde ist es aber eine Demo, in der sich Muslime – wie gefordert – vom Terror distanzieren. Und je häufiger dieser Zusammenhang hergestellt wird, desto schwieriger wird es für Muslime, Vorurteile und Ängste zu beseitigen. Das Negativbild des Islams wird nicht über Symbolpolitik beseitigt werden können. Wenn wir die Ursachen der negativen Wahrnehmung des Islam und der Muslime in der Bevölkerung angehen wollen, dann müssen wir von den politischen Verantwortlichen auch erwarten können, dass dort konkrete Konsequenzen hin zu einer Richtigstellung folgen. Derzeit dürfen in einigen Bundesländern angehende Kopftuch tragende Juristinnen ihr Referendariat nicht antreten, weil es gesetzlich verboten ist.“

    Nach dieser verqueren Logik müssten wir Deutschen uns durch die Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit erst recht in die braune Ecke stellen.

    Folgender Kommentar von mir zu dem Interview wurde gerade wegzensiert:

    „Bei Demos gegen Mohammed-Karikaturen waren in Deutschland tausende Muslime dabei

    Sage mir, wogegen du demonstrierst, und ich sage dir, was dir am Herzen liegt: 2005 war es kein Problem, bei den Protesten gegen die Mohammed-Karikaturen in der dänischen Tageszeitung Jyllands-Posten allein in Deutschland mehrere tausend Muslime auf die Straße zu bringen (in den Städten Bonn, Düsseldorf und Berlin). Weltweit demonstrierten Millionen von Muslimen, teilweise äußerst gewalttätig, gegen die Karikaturen. Dabei kamen 100 Menschen zu Tode. Katholische Priester wurden getötet. Dänische und norwegische Botschaften wurden angegriffen, teilweise gestürmt und zerstört. Seitdem werden in europäischen Zeitungen Karikaturen gegen den Islam praktisch nicht mehr veröffentlicht (solche gegen christliche Konfessionen natürlich schon noch).“

    Frage: Was ist an meinem Kommentar falsch, verwerflich, anstößig oder sonstwie ein Grund, diesen nicht zu veröffentlichen?

    Liegt es im Belieben (besser in der Willkür) jedes Moderators, Kommentare nicht zuzulassen?

    Gibt es da sowas wie Qualitätssicherung?

    Wie verhalten sich eigentlich die Herausgeber dazu?

    Gerade, weil ich Ihre beiden Kolummnen sehr gerne lese, muss ich einmal zur FAZ Folgendes loswerden:

    Ich wäre von meiner bildungsmäßigen, beruflichen und politischen Sozialisation eigentlich der typische FAZ-Leser.

    Ich werde mir dieses Blatt als Abonnent oder Spontankäufer lebenslang nicht mehr antun.

    Auf einen DA oder JvA oder Reinhard Müller kommen offenbar zehn, die, ohne eine Silbe anders zu schreiben, auch für SPON, SZ, ZON oder auch TAZ Texte produzieren könnten.

    Ich unterstütze lieber als Print-Abonnent oder Pate TE und ACHGUT und werde mich sehr freuen, wenn ich irgendwann auch von Ihnen, sehr geschätzter DA, einmal was dort lese.

    Die generelle Blattlinie in Sachen Migrationspolitik und Islamisierung wie das Zensurverhalten der FAZ halte ich mittlerweile für erbärmlich.

    Die quartalsweisen IVW-Rückgangsmeldungen der Auflagen der Nannyjournalismus-Blätter lössen bei mir inzwischen klammheimliche Freude aus.

    Ich kenne selbst privat einige Journalisten in leitender Funktion und bemühe mich, diesen gegenüber nicht aus wirtschaftlichen Gründen überheblich zu werden.

    Was ich aber seit Merkels Executive Order zur Grenzöffnung 2015 vom deutschen Mainstream-Journalismus erlebe, lässt all die Sterotypen (vgl. Dietls „Schtonk“: „Ja, schmierig, Herr Doktor, det is er …“) aufkommen, die man diesem eigentlich wichtigen Berufsstand gegenüber eigentlich nicht haben sollte.

    Ihnen alles Gute!
    Klingsor

    PS: Auf die Muslim-Nichtmuslim-Ratio bei der heutigen Demo bis ich neugierig. In der FAZ werde ich wohl keine Daten hierzu finden.

    • Ich bin nur für die Kommentare in meinem eigenen Blogh verantwortlich, sonst für nichts. Ich werde mitunter angesprochen, dass ich grenztolerant beim Freischalten bin und bei mir Sachen durchgehen, die wonaders nicht möglich wären. Ich finde, das muss man aushalten, und harte Kritik ist besser als Abwenden.

      Ich habe aber mit Politik und dem dortigen Freischalten nichts zu tun. In meinen Augen ist da auch manches erratisch.

    • Das Bild in der onlineFAZ zu Köln ist fake!
      Oder: wie man 300, zumeist nicht des Koran kundigen Hanseln den öffentlichen Anschein geben will, es könnten doch „Massen“ gewesen sein.
      Kann es sein, dass der soziale Druck untereinander so groß ist?
      Oder stehen die wirklich nicht auf gegen die Terroristen unter ihnen?
      Oder finden die das gar gut, dass Terroristen so was machen?

    • Wieso aoll es Fake sein? Es zeigt halrt Demonstranten. Die waren dort. Das ist völlig ok.

    • Ulrich Klingsor
      Sie stellen die richtigen Fragen und ziehen auch ein richtiges Fazit.
      Es gibt in Deutschland, und das ist meine ganz persönliche Vermutung, ein klammheimliches Einverständnis aller lonksgerichteter Journalisten und den Verantwortlichen bei den Sendeanstalten, jede grundlegende Kritik an Merkel und der Einwaderungssituation zu verhindern bzw. diese Lage als irgendwie git darzustellen.
      Da müssen auch Auflagenverluste von zwanzig Prozent in zwei Jahren als Kollateralschaden hingenommen werden, es ist ja für die gute Sache.
      Als Gründe werden dann „das Internet“ und nicht die politische Ausrichtung genannt.
      Ihr Unterstützen von TE und Achgut ist der einzig richtige Weg, aus dieser medialen Umklammerung rauszukommen.
      Ich hätte dieses Zusammenwirken der Presse in D niemals für möglich gehalten.
      Diese Leute halten sich meines Erachtens für die „heimlichen Herrscher“ in D, und es ärgert die halt, dass das Ganze jetzt für viele sichtbar wurde.
      Aber die wollen das durchziehen bis, ja wohin eigentlich?

    • "Brief von einer Redaktion" @ Ulrich Klingsor
      „Wir danken sehr für Ihr ergreifendes Gedicht,
      das uns so tiefen Eindruck hinterlassen hat,
      Und wir bedauern herzlich, daß es nicht
      So recht geeignet scheint für unser Blatt.“

      So schreibt mir irgendeine Redaktion
      Fast jeden Tag. Es drückt sich Blatt um Blatt.
      Es riecht nach Herbst, und der verlorne Sohn
      Sieht deutlich, daß er nirgends Heimat hat.

      Für mich allein denn schreib ich ohne Ziel,
      Der Lampe auf dem Nachttisch les ich`s vor.
      Vielleicht leiht auch die Lampe mir kein Ohr.
      Doch gibt sie hell, und schweigt. Das ist schon viel.
      HERMANN HESSE
      Warum soll es ihnen anders ergehen, verehrter Herr Klingsor?
      Ein einziger, nicht unterdrückter Leserbrief an die FAZ, landete vor Jahren in Herrn Sarrazins Werk „Deutschland schafft sich ab“.

    • Apropos freischalten
      Die Tagesschauredaktion bekommt pro Tag im Schnitt 12.000 Kommentare unterschiedlichster Länge über die verschiedenen Kanäle. So gibt es die Social-Media-Teamleiterin Anna-Mareike Krause zum Besten.
      Bei einer Schichtdienstarbeitszeit von 36 Wochenstunden beim NDR und einem Team von „am Tag“ sechs Mitarbeitern (+ ein studentischer Sklave) dort bleiben also, falls ich mich nicht verrechnet habe, knapp 13 Sekunden pro Kommentar zur Bewertung über Löschen oder Freischalten.

      http://www.sr.de/sr/sr2/themen/panorama/20170609_interview_medienwelt_anna-mareike_krause100.html

      Ich würde sagen, angesichts solcher Leistungen der Werktätigen dort bekommt der Begriff ‚Hyperaktivität‘ eine ganz neue Bedeutung.

    • Apropos Anhören
      Den von Ihnen angegeben Link zum Interview mit der Tagesschau-Dame, die behauptet, es würden nur „justiziable“, also beleidigende oder verleumderische Inhalte gelöscht, habe ich bis zur Minute 4:37,00 angehört, dann war mein Magengeschwür stärker.
      Da wird nämlich ein Kommentar eines Foristen anlässlich eines Mordes, den ein Asylbewerber an der Mitarbeiterin einer Behörde begangen hatte, als „Fake News“ diskutiert, den man dem gemeinen Zuschauer in der Weise erklären müsse, dass er sachlich falsch sei.
      Der Forist hatte offensichtlich sinngemäss geschrieben, „ein Deutscher sei längst schon im Knast, ein Asylbewerber bekäme aber nur einen Klaps auf den Po“.
      Dass das nicht wortwörtlich gemeint war, dass die Prügelstrafe bei uns abgeschafft ist, das muss mir niemand erklären. Ich kann sogar schon ohne fremde Hilfe daraus ableiten, dass der User gemeint hatte, das Strafrecht würde bei uns sehr unterschiedlich angewandt.
      Sich auf DIESEM Niveau zu rechtfertigen ist lächerlich. Wer so diskutiert, weiss genau, dass er zum eigentlichen Thema keine Argumente hat und jeder, dessen Beitrag bereits mehr als einmal gelöscht wurde, weiss, das das mit „Strafbarkeit des Kommentares“ nicht das allergeringste zu tun hat.
      Was für ein Glück, das ich die öffentlichen Anstalten zwar bezahle, aber nicht benutze.

  39. ...dass mit dem Brot und dem Wein Jesus wirklich bei ihnen ist...
    Das wird sich mir nie erschließen.Eine normale Erinnerung an das letzte Abendmal vor der Kreuzigung ginge eher. Auch ohne soviel Tamtam.

    Ich kannte Gemeinderäte, die diese Umzüge nicht mochten, weil sie gleich hinter dem Himmel laufen mussten und jedes Jahr kann man nicht verreisen und bei der Buchung nicht an diesen Termin gedacht haben.

    Andere müssen auch in Katholien an diesem Tag arbeiten: Ärzte, Pfegepersonal,Polizisten, Feuerwehrler, Busfahrer, Gastronomie usw…Die tragen alle eine andere Monstranz vor sich her.

    Hier höre ich vom Tal herauf auch keine Böller mehr.

    • Man muss ja nicht mitmarschieren, die machen es freiwillig.

    • In den 60igern war das verpflichtend,
      schreiben Sie selbst ja weiter oben. In den 70igern auch noch.Die Räte waren damals alle durchweg parteilos.

    • auf dem Land schon, in den Städten nicht. Das sind ganz unterschiedliche Erfahrungen.

    • @Philomena; Die Transsubstation ist ja auch nicht gerade eine Sache, die ohne Reibung
      „verstehbar“ wäre. Letztlich ist es eine Explikation von „Ganz Gott und wahrer Mensch“.

      Wie vieles wirklich Wesentliche im Leben (die Liebe von Menschen zueinander z.B.) läßt sich so etwas nur als Mysterium oder Wunder verstehen.

      Andererseits ist dieses Mysterium der Menschwerdung Gottes aber eine Aufwertung und Forderung des Menschen, die so etwas wie Menschenrechte überhaupt erst denkbar macht. Also slwbst als Mysterium wirkt es kulturell praktisch!

    • Ein Wunder!
      Übrigens: Wein in Wasser, das kann ich schon!

  40. einmal youtube
    Wenn man mal in der Vergangenheit blättert, findet man so ein Juwel: Staruß gegen Wehner, ZDF info, unglaublich lebendig, spannend, interessant. Kohl nur kurz am Ende ab Minute 39. Wer’s nicht kennt, möge es sich ansehen, 45 min.:

    https://www.youtube.com/watch?v=Qdbreayg2Ko&pbjreload=10

    • Das waren halt noch Politiker.

    • Best of FJS 3x
      habe ich mir angesehen ca 6min lang ist das jedesmal.Einmal, als er sich über 35Mrd. Schulden aufregt, dachte ich : Was würdest du heute wohl sagen zu diesen Zuständen, die sind wirklich nennenswert…

  41. Nicht Grenzen abschaffen ist das Problem...
    …sondern die Weigerung, diejenigen aussortieren und heimschicken zu wollen, die wieder gehen müssen. Bloß weil unsere Industrie um evtl. ausbleibende Auslandsaufträge fürchtet.

    Andererseits werden die Kinder eben solcher Auslandsauftraggeber beim Studieren hierzulande zur Kasse gebeten, auf dass sie gefälligst woanders studieren und dank fehlender Vertrautheit später ja keine Geschäftsbeziehungen mit hiesigen Firmen knüpfen können. Denn jene sind ja bis dahin sowieso längst global geplayed und mit ihren Versteuerungsniederlassungen mobiler als jeder Wanderzirkus.

    • Einheitlichkeit
      1996 hatte Kohl mit Kanther und einer Komission versucht Beamten- und Beschäftigtenrecht zusammenzuführen. Es endete mit den Worten, dass dies erstrebenwert sei aber zuviel Mühe und Arbeit benötige und kurzfristig nicht positiv für die Politik erfolgreich realisiert werden könne.
      Danach folgte Schröder mit Clements und Hartz und der Zerstörung jeglicher Ordnungs- und Gesetzmäßigkeiten.
      Es gipfelte mit dem Satz „Dies ist ein guter Tag für Deutschland“ und Champagnergläser zum zuprosten in Wolfsburg.
      Genau dies steht nun Frankreich bevor.
      Die Herrschaft des vagabundierenden Zinsertrags ist stärker denn je.

  42. Beim heutigen Datum fiel's mir auf
    Tragisch-amüsant, dass das Schicksal es genau um einem Tag verhindert hat, dass Kohl am Tag der Deutschen Einheit gestorben ist…

    • Titel eingeben
      17.Juni ist heute nicht mehr Tag der Deutschen Einheit, sondern „Tag der offenen Gesellschaft“.
      Nur Zufall? Ich glaube nicht.

    • Der 17. Juni ist schon längst kein Feier-und Gedenktag mehr,
      aber es fand offenbar zufällig auch am gestrigen Tag ein furchtbarer Aufstand in der DDR statt.
      Geht es unseren Funktionär*innen gut? Wollte etwa ein großer Champagnerhersteller keine Homestory im Westflügel machen, weil er die Möbel dort als zu unangem(aa)essen billig empfand? Wir wissen es nicht.

      Die Genossinnen und Genossen haben sich aber ihrer Verantwortung erinnert und sofort reagiert:
      https://mobile.twitter.com/dieLinke/status/876044527072677888

  43. Titel eingeben
    Die Kathiliken erscheinen mir wie die Vermummten MuseImanen, Als Rückwerst gewandete Gestrige, Euren PAPA den Papst den habt Ihr Euch gut verdient.

    Läuft drei Schritte vor und Fünf zurück!!

    • Wenn ich zwischen Franziskus und Käßmann wählen müsste, wäre die Sache klar.

    • Titel eingeben
      „Wenn ich zwischen Franziskus und Käßmann wählen müsste, wäre die Sache klar.“

      Franziskus ist viel schlimmer als Käßmann. Vertritt genauso wahnsinnige Positionen in Migrationsfragen, bereichert das aber um katholisch-autoritären Schwachsinn. Redet oft und gerne vom Teufel, wickelt die zaghaften Reformen Ratzingers in Bezug auf Aufklärung von Missbrauchsfällen wieder ab, und lässt erkennen, was er gerne mit „Blasphemikern“ tun würde, wenn er nur könnte (man denke nur an seine gewaltaffinen Kommentar nach den Charlie-Hebdo-Anschlägen). Einfach nur ein abstoßender Demagoge.
      Nix für ungut, aber Ihr Loblied auf die katholische Bayernidylle, das ist ein bißchen arg dick aufgetragen.

    • Titel eingeben
      Ja. Wirkt verschlagen. Käßmann ist eher eine Überzeugungstäterin, aber naiv. Kässmann ist eindeutig evangelisch und will christlich sein.
      Dem Papst traue ich nicht, dem vorigen schon.

    • Das Schlimme ist,
      Merkel ist stolz, dass er sie ermutigt hat i.S. Migranten. Nun ist sie nicht mehr allein verantwortlich, fühlt sich von beiden Kirchen auch noch bestärkt.Unsere Meinung zählt nicht, die der Promis schon.

    • Beruhigend
      …ist doch, dass Frau Merkel nie gegen den Strom schwimmt.
      Das gibt ihre Biografie nicht her.
      Sie ist eine Meisterin, wenn es darum geht, gegebene Situationen
      auszunutzen.

    • Lang lebe der Protestantivismus
      Gut, dass die Protestanten niemanden heiligsprechen. Bei einer „Sankt Kässmann“ würde ich mich aufhängen!

  44. Grpshlm
    „Wennt unse Paster man nich süht, mit unsen Herrgott will ick woll färdig werden, sä de Bur – dor makt he sin Heu an Sünndag.“

  45. Danke für die nicht aufgenommenen Fotos
    Bei den prächtig-malerisch wirkenden Prozessionen wird immer wieder vergessen, daß es sich nicht um eine Theater-Aufführung für Touristen handelt, sondern einen Glaubensakt. Die Gläubigen wollen meistens nicht begafft und aufdringlich fotographiert werden. Danke an Don für diesen Respekt. /
    Auf hohem Niveau und mit Feiertagen angenehm leben vs. weniger gut leben und arbeiten ist in der Tat keine schwere Wahl, etwa so „Lieber gesund und reich als arm und krank“. Kein Wunder, daß Bayern beneidet und dementsprechend oft angefeindet wird. Vielleicht sollten manches es sich zum Vorbild nehmen.
    PS: Die Bootsprozession auf dem Staffelsee bei Murnau sei besonders empfohlen.

  46. PFLASTERSTEINE GEGEN T 34
    ja früher was das ein ehrentag………vorbei und vergessen………

    wenigsten hält die ANTIFA das gedenken an diese tage noch hoch……….da der T 34 in die Grüne Zone Berlin nicht einfahren darf lautet es jetzt halt

    PFLASTERSTEINE GEGEN SCHLECHT AUSGERÜSTETE POLIZEI

    auch die DIE LINKE will den tag ja wieder als ehrentag einführen, zum gedenken an den sieg der beschützer der werktätigen:

    gesiegt haben ja die helden der ruhmreichen Roten Armee gegen die Arbeiterverräter, Revisionisten, Revanchisten, Imperialisten, Kolonialisten, Weltjudentum, Militaristen, Chauvinisten, PostNazisten, Opportunisten und anhänger pazifistischer Illusionen incl. der Zionistischen Hintermänner (und Hinterfrauen, anmerkung des verfassers)

    • Verehrter Problembär, bitte im Rahmen des Möglichen differenzieren!
      „In ihrem letzten posting machen sie Strauß für die Industrialisierung Bayerns verantwortlich, das ist schlicht falsch.“
      Ich mache Strauß nicht für die Industrialisierung Bayerns „verantwortlich“, das ist handfester Unsinn. FJS hat die Industrialisierung Bayerns gefördert, befürwortet und politisch unterstützt!

    • Das ist ein kompliziertes Thema. Meone Heimatstatdt war lange rot regiert und hat sich die Wahlkergebnisse mit stinkender Petrochemie erkauft, die man für die Zukunft hielt.

  47. Die Fiktion von der Industrialisierung als Folge der Reformation...
    …ist ja in etwa so plausibel, wie die Rede vom Islam als Friedensreligion (bis auf ein paar 100 gegen Terror demonstrierende Muslime halten die Anhänger des Islam selbst nicht so viel von dem Spruch).
    Das mit der Reformation als Betreiber der Industrialisierung verschwand aus der Fachwelt, als der erste Historiker nicht nachbetete, sondern nachschaute – und mit zuerst erheblicher Sorge um seinen Ruf festellte, dass das Ruhrgebiet katholisch war (und ist) und die ersten dortigen Industriellen ebenfalls katholisch waren.

    • die Frühindustrialisierung gibt es tatsächlich in katholisch und evangelisch, aber am Punkt, dass Briten und Niederländer sehr erfolgreich waren, kommt man kaum vorbei.

    • Don: Die Briten
      sind Anglikaner. Das ist viel näher an der katholischen als an der evangelischen Richtung. Sie bekreuzigen sich auch. Sie sind nur minimal weggerückt, und letztlich war es eine Idee von Henry VIII, der als Moslem besser dran gewesen wäre, es lebe die Frau, auch die entsorgte.
      Und viele blieben katholisch. Mary Stuart wat Katholikin.
      Die Holländer hatten Erasmus, einen viel größeren Geist als Luther.

      Fisch: Auch nicht geräuchert?

    • Gar nicht, niamals.

    • Vergessen: Hugenotten!
      Preußen, die Niederlande und folglich Südafrika, vermutlich auch Großbritannien, nachdem Ludwig XIV das Edikt von Nantes aufgehoben hatte. Beeinflusst von Calvin, nicht von Luther.
      Mit den Hugenotten haben Sie Recht.

    • maciste grüßt den tassilo
      meine zur disputation gestellte these zur industrialisierung lautete immer: „ohne kartoffel keine industrialisierung!“
      battle on.

    • Titel eingeben
      „Evangelisch“ allein ist als Attribution zu unscharf. Ich glaube, es war Fernau, der dazu einmal bemerkte:

      „Mit Luther endet man beim Frieden von Münster und Osnabrück, mit Calvin beim britischen Empire.“

    • Gott ist tot. Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet
      Jesus, Experten, wie immer:

      Also, das mit Max Weber und der protestantische Ethik, das war so:

      Luther hat die katholische Kirche in Frage gestellt und eine Abspaltung in Form einer Sekte begründet. Diese Sekte nannte sich Protestanten. Das Problem der Protestanten war und ist: Es ist keine Religion, weil Gott nicht mehr so Gott wie bei den Katholiken und damit eigentlich nicht mehr Gott. Folglich waren und sind die Protestanten immer auf der Suche nach einem neuen Gott. So haben sie immer etwas Neues an die Stelle von Gott gesetzt: Die Arbeit, die dann diese Rolle nicht ausfüllte, dann den Kapitalismus, dann den Fortschritt, dann die Bildung.

      Der Witz an der Sache: Durch diese Flexibilität ermöglichte sich die Moderne in ihrer funktionalen Differenzierung. Nur so war der Aufstieg des Kapitalismus möglich.

      Gott ist tot sagte der Nietzsche viele Jahre nach Luther. Er hatte vergessen zu sagen, dass Luther den Gott gemordet hatte.

      Und damit die Welt entfesselte. Weil er uns auf die Suche nach einem Ersatzgott schickte…und wir immer noch suchen und nicht finden, und durch die Suche das Paradies auf Erden erzeugten, ohne zu verstehen.

    • Tatsache
      Familie Krupp war evangelisch. Meine Großmutter wurde zusammen mit Bertha Krupp konfirmiert, die evangelische Kirche in unserem, damals noch nicht eingemeindetem Ort, wurde durch eine großzügige Spende von Krupp in historisierendem Stil sehr prächtig ausgebaut, damit eine standesgemäße Feier möglich würde.
      Tatsächlich war und ist die Bevölkerung mehrheitlich katholisch, es bestand aber ein gewisses paritätischer Miteinander. Es gab noch zu meiner Schulzeit eine evangelische und eine katholische Grundschule, Kindergarten dito und einen evangelischen (mein Vater)und katholischen Arzt, Spannungen gab es nicht, wir guckten bei der Prozession mit Ortsheiligem und Ritter vom Heiligen Grab zu, die Nachbarn guckten bei unserer Konfirmation, akzeptierten die wechselseitigen Traditionen. Religionskämpfe- lange vorbei!

    • Arbeit statt Almosen und Allmende
      Die Reformation erleichterte die Industrialisierung indirekt. In den Hochstiften lebte ein Viertel der Bevölkerung von Almosen. In Norddeutschland wurden die Fürstbistümer säkularisiert, wodurch Arbeitskräfte verfügbar wurden. Wo diese knapp, Bodenschätze aber vorhanden waren, holte man z.B. Ruhrpolen. Als Arbeitskräfte, nicht als Katholiken. England und Holland waren schon im Mittelalter reich – weshalb ein Bevölkerungswachstum möglich war, das Arbeitskräfte für die Industrie verfügbar machte. Auch ein katholisches England hätte genug Arbeitskräfte freigesetzt für die Industrialisierung. Die Säkularisierung ermöglichte die Verwandlung der Welt – und fand im reformierten Norden einfach früher statt.

      Zur Kritik an der FAZ: Print und Online weichen viel stärker voneinander ab als bei Welt oder NZZ (manchmal sind komplett unterschiedliche Artikel zu exakt dem gleichen Thema auf der Homepage. Als Quellen sind dann „F.A.Z.“ vs. „Faz.net“ angegeben). Offline sind alle drei in der rechten Mitte, online ist die FAZ so schwarz-grün wie die Landesregierung, die eine etwaige Landesbürgschaft absegnen müsste – die die FDP verhindern würde, wenn’s im nächsten Abschwung so weit wäre, weil’s nicht marktwirtschaftlich wär und „das früher bürgerliche Blatt“ zu links.

    • Industrialisierung als Folge der preußische Regierung in Berlin!
      Aber am Punkt das die preußische Regierung in Berlin saß und die Voraussetzungen zur Industrialisierung durch ihre Schul- und Bildungspolitik, eine kompetente, kleine, sparsame und korruptionsfreie Beamtenschaft geschaffen hat kommt man nicht vorbei. Deutschland war damals eine führende Industrie- und Wissenschaftsnation. Die jährliche Anzahl der Nobelpreise überstieg die Gesamtanzahl der der anderen Länder!
      Bayern war bis 1945 ein landwirtschaftlich orientierter Flächenstaat mit wenig Industrie.

    • Briten und Niederländer waren sehr erfolgreich
      Na klar! Zwei erfolgreiche Piratenvölker mit reichen Kolonien, Sklaven und Drogenhandel (Opiumkriege gegen China)!
      Die Engländer, über die Oswald Spengler den Stab bricht:
      „Der Seeräuberinstinkt des Inselvolkes versteht das Wirtschaftsleben ganz anders. Es handelt sich da um Kampf und Beute, und zwar um den Beuteanteil einzelner. Der Normannenstaat mit seiner raffinierten Technik des Geldeintreibens beruhte vollkommen auf dem Beuteprinzip. Das Feudalsystem wurde ihm in einer großartigen Weise als Mittel eingefügt. Die Barone hatten das ihnen zugeteilte Stück Land auszubeuten, der Herzog forderte seinen Anteil von ihnen. Der Endzweck war Reichtum. Gott hatte ihn den Wagemutigen gespendet. Von der Praxis dieser seßhaft gewordenen Piraten geht das moderne Rechnungswesen aus.“

    • I'd say onefold
      So kann man das nicht betrachten, Herr Bernhardt:
      „Na klar! Zwei erfolgreiche Piratenvölker mit reichen Kolonien, ….“

      Am Anfang war die Neugier. Es war Vasco da Gama, der bewies, dass es nach Süden weitergeht mit dem Meer und dort nicht eine Kante ist mit einem kochenden Abgund dahinter, eine Vorstellung nach 1000 Jahren Kirche. Die ersten Siedler waren die Portugiesen. Die Holländer jagten ihnen einiges ab, dann die Franzosen den Holländern (am Kap nicht erfolgreich), dann die Briten den Holländern und den Franzosen. Deutschland gab es nicht. Was es gab, waren kleine Königreiche und Fürstentümer.

      Wo diese Nationen hinkamen, war keine wirkliche Landwirtschaft. Es waren Stämme dort, die sich mehr recht als schlecht ernährten. Es wäre auch nie etwas aufgebaut worden, wenn es nicht Gewürze gegeben hätte und interessante Pflanzen wie die Kartoffel, ich glaube das war Lateinamerika.

      Nach der Kolonialisierung wurde das Erbe ungenügend verwaltet, das muss man leider sagen. Es gab auch Brunnen, die wieder versandeten. Eine andere Arbeitsmoral wäre nützlich. Und die Ausbeuter dort zu verschonen, ist einseitig. Sie benehmen sich wie Könige, aber ohne Überblick.

      Piraten lässt sich das gewiss nicht nennen. Südafrika hatte keinen Wein. Die französischen Hugenotten schmuggelten Trauben unter Lebensgefahr, denn es war streng verboten, Trauben zu exportieren, nur ein Beispiel. Rasieren Sie im Geiste alles ab, Kaffee-, Tabak- und Kakaoplantagen, Ananasfelder, Weinberge, Apfelzüchtungen, was würde bleiben, wer hätte was davon? Man darf nicht nur an Metalle denken.

      Ohne Franzosen kein Albert Schweitzer und mehr Lepra, ohne den gesamten Westen mehr Krankheiten und weniger sauberes Wasser. Man muss beides sehen. Und wenn sie alle hierher booteln wollen, können wir „Piraten“ so schlecht nicht sein.

      Wenn ihre siamesischen Zwillinge in den USA (meistens) getrennt werden, sind wir plötzlich ganz prima.
      Beschweren Sie sich bei der EU. Zölle sind nicht so gut für Afrika.

    • Bayern war bis 1945 ein landwirtschaftlich orientierter Flächenstaat mit wenig Industrie
      1840: Sandersche Maschinenfabrik Augsburg
      1845: erste Buchdruck-Schnellpresse
      1873: erste Rotationsoffset-Maschine für Zeitungsdruck, LINDE Kühlmaschine
      1873-1879 Erster Dieselmotor von Rudolf Diesel, entwickelt bei Maschinenfabrik Augsburg
      1898 Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft Nürnberg werden MAN
      1898-1902: MAN baut Wuppertaler Schwebebahn
      1924: erster Diesel-LKW (MAN)
      1926: erster Drei-Achs-LKW (MAN)
      1934: erster Abgas-Turbolader für LKW (MAN)
      1936: erster LKW mit Allrad (MAN)

      1854: Verbot von Nacht- und Kinderarbeit
      1864: erster Ableger des von Ferdinand Lasalle 1863 gegründeten sozialistischen Arbeitervereines in Augsburg
      1868: Gesetz über öffentliche Armen- und Krankenpflege
      1871: Einführung der 60-Stunden Woche bei MAN
      1878: Gewerbeaufsicht für Fabriken
      1883: gesetzliche Krankenversicherung
      1884: gesetzliche Unfallversicherung
      1893: gesetzliche Invaliden- und Altersversicherung
      1832: Hambacher Fest mit Forderung der Pressefreiheit, deutsche Einheit und Freiheit in Hambach in der Pfalz (Bayern) Flagge der bayerischen Revolutionäre: Schwarz Rot Gold

      1848, Zitat: In der Folge der Trierer Heilig-Rock-Wallfahrt von 1844 bildet sich gerade in der südlichen Rheinprovinz, in Rheinhessen und der Pfalz der politi-
      sche Katholizismus heraus. August Reichensperger wird in
      Koblenz in die deutsche und die preußische National-
      versammlung gewählt, in Mainz findet der erste deutsche Katholikentag, das
      Treffen der neu gegründeten Piusvereine, statt. Zum anderen ist dieser
      rheinisch-pfälzische Raum auch eine Hochburg des „Deutschkatholizismus“,
      der späteren freireligiösen Bewegung.

      Das linksrheinische Deutschland ist ganz stark als „Glacis“ (= potentielles
      Schlachtfeld) vom Militär geprägt. Die Auseinandersetzungen mit dem
      preußischen Militär 1848 in Mainz und in Prüm, der Versuch, die bayerischen
      Garnisonen auf die Seite der Revolutionäre 1849 zu ziehen, sind spezifische
      regionale Elemente der Revolution.

      In der Pfalz wie in Baden endet die Revolution in einem blutigen Bürger-
      krieg: Preußische Truppen schlagen die schlecht bewaffneten Freischärlerver-
      bände innerhalb weniger Tage nieder.

      (Pfalz damals Bayern)

    • @Oberländer: Si tacuisses .....(lateinisch; nach Boethius, Trostbuch der Philosophie)
      WIKI: Als Kaperei bzw. als Freibeuterei werden Gewaltakte und Plünderungen auf See von dazu staatlich beauftragten privaten Seefahrern bezeichnet. Vom Mittelalter bis Anfang des 19. Jahrhunderts war es eine anerkannte Praxis, dass Staaten oder Souveräne zur Unterstützung ihrer Seestreitkräfte in Kriegszeiten private Seefahrer beauftragten bzw. autorisierten unter ihrer Flagge Gewalt gegen feindliche Schiffe auszuüben und diese zu plündern. Kaperei war vor allem gegen den feindlichen Seehandel gerichtet (Handelskrieg). Anstatt eines Solds waren diese Seefahrer (Kaperfahrer) berechtigt die Kriegsbeute teilweise oder ganz einzubehalten.
      Die nächsten, die den Spaniern die Reichtümer der Neuen Welt streitig machten, waren die Engländer. Insbesondere die englische Königin Elisabeth I. unterstützte die Freibeuterei gegen die Spanier, teilweise sogar während offizieller Friedenszeiten.
      Obschon das System der Schatzflotten schon seit Anfang des 17. Jahrhunderts im Niedergang begriffen war – die enormen Mengen von importiertem Silber hatten zu einem allgemeinen Preisverfall geführt – wurde die Niederländische Westindien-Kompanie 1621 unter anderem noch mit dem Geschäftszweck von Überfällen auf die spanische Silberflotte gegründet. In ihrer Gründungsurkunde sah sie sogar ausdrücklich vor, dass einem Frieden mit Spanien entgegenzuwirken sei, damit Überfälle im Rahmen der Freibeuterei durchgeführt werden konnten. 1628 gelang dem Holländer Piet Pieterszoon Heyn ein großer Kaperschlag gegen die Silberflotte, und 1702 war eine englisch-holländische Flotte erfolgreich in der Seeschlacht bei Vigo. Um 1740 wurden die jährlichen Transporte schließlich ganz eingestellt. Dennoch stellt die spanische Silberflotte insgesamt eine der erfolgreichsten Marineoperationen der Geschichte dar und war seinerzeit für das Mutterland von geradezu existenzieller Bedeutung, da die spanische Krone kostspielige Kriege führte, ohne die heimische Wirtschaft nachhaltig zu entwickeln.
      Ludwig Philipp Albert Schweitzer, geboren ohne Franzosen am 14. Januar 1875 in Kaysersberg im Oberelsass, damals Deutsches Reich, war mutmaßlich kein Pirat.

    • Bayern konnte sich mit der Wirtschaftskraft des Ruhrgebiets nicht vergleichen
      Verehrter Thomas Marx ich habe nicht die Absicht die wissenschaftlichen und technischen Leistungen Bayerns zu relativieren. Im Gegenteil ich habe großen Respekt vor diesen Leistungen!
      Nach 1945 verlagerten viele Industrieunternehmen der russischen Besatzungszone wie Siemens und Halske, Osram, Agfa ihre Firmensitze nach Bayern. Zusätzlich ließ sich die Siemens-Schuckert in Nürnberg und die Auto Union (heute: AUDI) in Ingolstadt nieder. Durch diese Firmenverlagerungen nach Bayern erfuhren die elektrotechnische Industrie und die Fahrzeugbauindustrie einen bis heute wirkenden Schub.
      Einen weiteren Impuls von außen stellten auch Firmengründungen durch Heimatvertriebene dar, die, wie die Glas- und Schmuckwarenindustrie in Kaufbeuren-Neugablonz, die Getränkeabfüllanlagen herstellende Firma Krones in Neutraubling, ganze Orte prägten und prägen.
      WIKI: Wirtschaftlich bewältigte Bayern nach 1945 den Strukturwandel „von einer überwiegend landwirtschaftlich geprägten Region zu einem Industrieland“. Als 1954/55 im Rest der Bundesrepublik Vollbeschäftigung erreicht war, siedelten sich viele Betriebe mit modernen Werken in Bayern an. Außerdem profitierte das Land davon, dass im Rahmen der Wiederbewaffnung viele Standorte der neu aufzubauenden Bundeswehr in die strukturschwachen Regionen Nord- und Ostbayerns gelegt wurden. Sie zogen oft Infrastrukturmaßnahmen in den bisher schlecht erschlossenen Gebieten nach. Auch die Rüstungsindustrie siedelte sich überproportional in Bayern an.
      Ich bitte die Blogger um Funkdisziplin! Laudatio auf einen politisch kontrovers Diskutierten: Franz Josef Strauss. Seine größte politische Leistung bestand ohne Frage darin, aus dem Agrarstaat Bayern, der sich mit der Wirtschaftskraft des Ruhrgebiets nicht vergleichen konnte, das wirtschaftlich modernste und erfolgreichste Bundesland zu formen.
      Die wahre Liberalität ist Anerkennung. Johann Wolfgang von Goethe aus Frankfurt am Main, ehemalige Freie Reichsstadt

    • peter bernhardt 18. Juni 2017 um 14:03 Uhr
      Die staatlich sanktionierte Piraterei als wesentlichste Zutat des britischen Weltreichs sehe ich ganz ähnlich wie Sie, vor allem in der Auseinandersetzung mit dem zentralstaatlichen spanischen Modell.

      Portugal gegen Holland kann man vermutlich ähnlich sehen.

    • @peter bernhardt
      In ihrem letzten posting machen sie Strauß für die Industrialisierung Bayerns verantwortlich, das ist schlicht falsch. Strauß stand vielmehr in einer Ahnenreihe von politischen Entscheidungsträgern in diese Richtung zu gehen, nicht zu vergessen Seidel und Goppel, vor allem von letzterem profitierte Strauß. Der Weg Bayerns zum Industrieland ist deutlich länger als Strauß Entscheidungsmöglichkeiten waren. Herrn Montgelas nicht zu vergessen!(siehe Thomas Marx)
      Dies soll die Leistung Strauß für Bayern nicht schmälern, denn auch sein Erbe wird gerade verspielt. Ich sage bewußt nicht, aufs Spiel gesetzt, denn die Ansage „rien ne va plus“ war m.E. schon.

    • @peter bernhardt
      Jetzt weiß ich nicht, ob mein Kommentar abgeschickt wurde, weil unser Internet „leckte“ oder wie meine Buam auch sagen „abkackte“. Soviel zu „nedda gschempft“.;)
      Aber, daß Strauß für die Transformation eines Agrarlandes zum Industrieland verantwortlich ist, ist schlicht falsch. Strauß stand in einer langen Tradition von politisch Verantwortlichen, die diesen Kurs verfolgten. Das fängt m.E schon vor Montgelas an und hörte mit Seidel und Goppel nicht auf. Strauß hat schließlich auf Goppel aufgebaut.
      (siehe zu dem Thema auch Kommentar Thomas Marx)
      Komischerweise begegnete mir diese Sichtweise immer im Norden. Strauß muß da so einen Eindruck hinterlassen haben, daß offensichtlich alles andere unmöglich schien.
      Ohne Strauß würden wir, in deren Sichtweise, scheinbar immer noch, wie mein Großvater erzählte, wie noch in den frühen Nachkriegsjahren üblich, mit Ochs und Pferd zum Ackern gehen.
      Das soll die Leistung von Strauß nicht schmälern, denn es ist auch sein Erbe das gerade verspielt wird, und ich sage bewußt, nicht „auf’s Spiel gesetzt“ denn die Ansage „rien ne va plus“ ist m.E. schon vorbei.

    • @Nonna: Familie Krupp war evangelisch.
      Ebenso die Industriepioniere des Ruhrgebietes Franz Haniel, Hugo Stinnes, Friedrich Harkort. Allerdings FJS war katholisch!

  48. „theopoetischen Menschen“ und die „Hetzmeute“.
    Georges Bataille (1897-1962) wurde 1955 von Martin Heidegger als „der beste denkende Kopf Frankreichs“ gerühmt.

    Heideggers Versuche nach Hitler mit Hölderlin sind eher als atheologische Versuche zu werten, die eine gewisse Nähe zu Batailles „Die innere Erfahrung“ erkennen lassen.

    Entscheidend ist die Transgression, die eine innere Erfahrung evoziert:

    »Ich verstehe unter innerer Erfahrung das, was man gewöhnlich mystische Erfahrung nennt : die Zustände der Ekstase, der Verzückung oder wenigstens einer meditativen Gemütsbewegung. Aber ich denke weniger an die glaubensmäßige Erfahrung, an die man sich bisher halten musste, als an eine entblößte Erfahrung, die selbst ihrer Herkunft nach von Bindungen an einen beliebigen Glauben frei ist.« Georges Bataille

    http://www.handelsblatt.com/panorama/kultur-kunstmarkt/buchtipp-nach-gott-der-aufstieg-des-menschen-zu-hoeherer-gewalt/19933126.html

    • Das obszöne Werk von Bataille
      blieb am nachhaltigsten im Gedächtnis.
      Abgründe zwar, aber…

  49. "...zur bloßen Arbeit gezwungen....."
    Der „katholische“ Heidegger hat’s auch nicht mit der Arbeit;

    Nicht nur der Protestant Max Weber, sondern auch sein Zeitgenosse Martin Heidegger gilt als einer der bedeutensten Denker des 20. Jahrhunderts. Wie seine penibel ausgearbeiteten und auf eigenen Wunsch erst posthum publizierten philosophischen „Überlegungen“ zeigen, die als „Schwarze Hefte“ hitzige Debatten im Feuilleton auslösten, sah auch Heidegger eine Apokalypse auf die Menschheit zukommen. Allerdings erfüllte ihn dies nicht so sehr mit Sorge wie Max Weber. Im Gegenteil: Heidegger hielt den „Untergang“ für die letzte Chance. Der Philosoph wollte ganz zurück, zum Anfang eines ursprünglichen „Seyns“, dass er – hierin Webers Soziologie nicht einmal unähnlich – durch die Moderne gefährdet sah.
    .

    So erleben wir das etwas rabiate Schauspiel,

    „dass der Mensch als animal rationale, d.h. als das arbeitende Lebewesen
    die Wüste der Verwüstung der Erde durchirren muss“

    .

    „Ehe des Sein sich in seiner anfänglichen Wahrheit ereignen kann, muss das Sein als der Wille gebrochen, muss die Welt zum Einsturz und die Erde in die Verwüstung und der Mensch zur bloßen Arbeit gezwungen werden. Erst nach diesem Untergang ereignet sich in langer Zeit die jähe Weile des Anfangs.“

    .

    „Dem Menschentum der Metaphysik ist die noch verborgene Wahrheit
    des Seins verweigert. Das arbeitende Tier ist dem Taumel seiner Gemächte überlassen, damit es sich selbst zerreisse und in das nichtige Nichts
    vernichte“.

    .

    „Der Untergang hat sich schon ereignet. Die Folgen dieses Ereignisses
    sind die Begebenheiten der Weltgeschichte dieses Jahrhunderts. Sie geben
    nur den Ablauf des schon Verendeten“.

    .

    Das dicke Ende kommt erst später mit der „Vollautomatisierung“ die den Mensch in großen Teilen ersetzt, gleichzeitig die Weltbevölkerung aber stetig weiter wächst.
    .

    Und dann noch zeitgleich Botho Strauss, „Allein mit allen“…Also sich die Verschmelzung einer totalitären Ideologie mit einer digitalen ausmalen….
    .

    https://www.youtube.com/watch?v=bG-6l3nGtZQ
    .
    https://www.youtube.com/watch?v=eAL6u5tvUXM

  50. falsche Darstellung des Gesamtzusammenhangs
    Bei aller berechtigter Kritik an Luther scheint es mir doch etwas unangemessen, ihn für diese heutigen gesellschaftlichen Erscheinungen verantwortlich zu machen. Es lassen sich in Luthers Theologie wohl zweifellos viele Aspekte finden, welche als die Wurzeln für die späteren protestantischen Entwicklungen gesehen werden können. Dafür kann man den Verfasser aber nicht verantwortlich machen, war Luther doch zuallervorderst ein tiefgläubiger Mensch, dem es vor allem um die unverfälschte Weitergabe und Praktizierung des Evangeliums ging und nicht um gesellschaftliche Phänomene. Gleichzeitig war er noch tief in der damaligen Ständegesellschaft verhaftet und befürwortete diese auch (wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern um nur ein Beispiel zu nennen).

    Überdies erscheint mir der hier und auch in anderen Artikeln beschriebene Rückzug in Tradition und Religion/Brauchtum als überzogen dargestellt, er kann wohl eher als Wiederauferstehung des Biedermeier in einer krisenhaften und polarisierenden Zeit gesehen werden, denn eines echten gesellschaftlichen Wandels. Der Autor und die Leserschaft sollten vielmehr anerkennen, dass sich die protestantische Ethik als die bessere erwiesen hat, wurde doch auch der katholische Süden Deutschlands schon vor langer Zeit mit ihrer Lebensweise überrollt. Wenn der Feiertag vorbei ist, begeben sich die Menschen dort genauso wieder unter das Regime des Kapitals.

    Die Darstellung des Leibeigenen, der sich im Frühling und Sommer an den kirchlichen Festen und des angeblichen Müßigganges bei sommerlicher Hitze erfreut, kann man eigentlich nur als zynisch bezeichnen und gleichzeitig jeden Tag dankbar sein, das man von der Gewaltherrschaft des zweiten Standes befreit wurde. Aber diese Einsicht wird man von einem rückständigen Bauern- und Bergvolk wohl auch zukünftig nicht erwarten können.

    • Leibeigenschaft war besser als ihr Ruf – in Bayern hätte man sich im 19. Jahrhundert freikaufen können, es hat fast niemand gemacht, weil es bequemer war.

    • Leibeigenschaft
      War Bayern nicht einer der ersten Staaten in Deutschland, der das Staatsziel des freien Bauernstandes formulierte und nach der 1848er Revolution durch die Grundentlastung auch faktisch umsetzte?

      Mir mag sich nicht so recht erschließen, was an einer in früheren Jahrhunderten immer wieder praktizierten gewaltsamen Enteignung von freien Bauern erhaltenswert sein soll. Zur Auffrischung des Bewusstseins für ein bisschen mehr Empathie sei jedem ein Besuch in einem der Burg- und Foltermuseen in Deutschland empfohlen, um einmal nachzuvollziehen, was eine unfreie Gesellschaft für den einzelnen Menschen bedeutete.

    • Kaspar Hauser?
      Ursprünglich war mir Kaspar Hauser als einer bekannt, der nicht reden konnte, auch nicht schreiben.
      Dass er Ironie im Sinne von Zuspitzung, Provokation und Übertreibung nicht checkte, versteht sich daher fast von allein.

    • Hurra! Wir wollen unseren alten, teutschen Adelstand wieder haben!
      @Kaspar Hauser
      WIKI: Die Leibeigenschaft oder Eigenbehörigkeit bezeichnet eine vom Mittelalter bis in die Neuzeit verbreitete persönliche Verfügungsbefugnis eines Leibherrn über einen Leibeigenen. Leibeigene waren zu Frondiensten verpflichtet und durften nicht vom Gutshof des Leibherrn wegziehen. Sie durften nur mit Genehmigung des Leibherrn heiraten und unterlagen seiner Gerichtsbarkeit. Meist waren Leibeigene auch Grundhörige (Der Grundhörige musste für den Lehnsherren von seinem Grund einen bestimmten Anteil der Ernte abgeben) und oft war der Grundherr zugleich der Leibherr des Bauern.

    • Luther und Kohl
      Der erstere erinnert somit an den späteren – im Sinne von: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

      Der Michel kriegt vom Obermichel also 30 Jahre Krieg und Euro statt echter Befreiung und Bürgerrechte…

  51. Angst, gefressen zu werden
    kann ja was Schlimmes sein … Das mit der Antifa ist wirklich unschön, und ja, Religion ist wirklich Privatsache. Aber ob das konsequente Plakatieren von angeblichem Atheismus da hilft? Oder meinen Sie, das setzt die Hemmschwelle von der jüdischen Annetta runter … oder einer katholischen Frau Bednarz … oder einer alevitische Frau Kiyak … oder einer feministischen Frau Koslowski …

    Ich geb zu, die Werbestrategie hat auch was für sich. So machen Sie jeder Hoffnung, Sie doch noch zu bekehren! Na, dann – Weidmanns Heil.

    • Die werden nach der Wahl alle noch böse aufwachen, stellen Sie sich drauf ein.

    • @D.A.
      „stellen Sie sich drauf ein.“

      Wieso sollte ich mich drauf einstellen, wenn es denen schlecht geht? Wofür halten Sie denn mich, bitteschön?

      Gute Nacht!

  52. Tu felix Bavaria
    Ich vermute, bayr. Prozessionen sind heidnische Heerschau. Hinterher gehts dann katholisch zum Fressen, Saufen und Huren: Sündenfall & Ablaß. Das Leben kann so schön sein mit der päpstlichen Bad Bank.

    Nur auf Gottes Barmherzigkeit angewiesen, büßt man schon im Diesseits: protestantische Freudlosigkeit nördlich des Weisswurstäquators. There’s no such thing as a free supper.

    • Essen, und oft auch Tanzen.

    • Protestantische Freudlosigkeit südlich des Weisswurstäquators ist möglich, aber trostlos!
      @Anonymer Gast
      Nur auf Gottes Barmherzigkeit angewiesen, büßt man schon im Diesseits ohne Sünde in den fränkischen evangelikalen Gemeinden, sagt ein evangelikaler Apostat!
      Mehr als gern, katholisch Fressen, Saufen und Huren: Sündenfall & Ablaß. Das Leben kann so schön sein!

  53. Ihr Gottloses Gewürm
    Wehe ihr Gottloses Gewürm, die ihr in Verworfenheit mit euren Buhlschaften wider den Geist des Heiligen in derber Nacktheit tobt, wehe ihr User, die ihr eure Sittenverderbnis, das Überwuchern des Luxus und die Sittenlosigkeit in allen Ständen (auch in jenen des Don Alphonso!) in jeglicher Art von Ausschweifung gegen den Stand des Corpus Christus eingetauscht habt.

    Frauen entsagt eurer Putzsucht, Männer entsagt euren Buhlschaften und der verwerflichen Sodomie.
    Gott wird euch zürnen wenn ihr euch nicht vom Pfade des Hochmuts abwendet , auf dass ihr nicht weiter in den Schlingen des Teufels gefangen werdet.

    Ihr glaubt Böller und Kanonen zu hören, wo in Wirklichkeit Zeichen und Wunder geschehen. Heilige Bilder und Statuen werden Blut schwitzen, wenn ihr nicht umkehrt

    Und nun, fresset und saufet wie es euch gefällt, denn Bayern war schon immer Gottes geliebtes Land. Darum sehet Don Alphonsos rotes Rad, dass wie durch ein Wunder am Boden schwebt! Dies ist das Zeichen.

    Und ihr, ihr Lutheraner, ihr Gekreuch und Verderbten, die ihr nicht mehr den Corpus Christus verehrt, ihr werdet in der Hölle schmoren wie Martin Luther (Drei Kreuzeszeichen, hastig geschlagen).

    Schöner Fronleichnam, bei uns wird er im ganzen Land gefeiert und da ist niemand, der sich dran stört oder sich wundert.
    (Textauszüge aus Reden Savonarolas!)

    • @Tico: Männer entsagt euren Buhlschaften und der verwerflichen Sodomie.
      Bitte, was ist mit der weiblichen Sodomie? Ignoriert oder Antimachismo?

    • Oh Gott!
      Himmiherrgottsakramentzefixhallelujakruzitürkensappermentaberauch!

      Habe vor lauter „du schreibst zu schnell“, „Laptop-durch-die-Gegend-werfen“, „FAZ-Blogs.verfluchen“, „wieder-aus-dem Gedächtnis-schreiben“, „wieder-an-der-Software-scheitern“ aber „diesmal-nicht-so-blöd-sein-wie das-dämliche-Software-Dings“, deshalb „Wieder-hereinkopieren- des-gespeicherten- Textes“ vergessen, meinen Namen einzutragen und bin wohl als „Gast“ wiederaufersta….unterwegs.

    • Bayerische Lebensweisheit
      Deswegen sagt man ja auch: „Mari, leg‘ die nieder, sündigen tu I“.

    • Aua
      2 Texte zensiert, die ein wenig satirisch angehaucht waren, das tut weh. Ist hier schon die putative Maas-Schere am Werk?

    • Ich habe hier zwei Kommentare gelöscht, keinerr war von ihnen, beide waren indiskutabel.

    • Kommando "Full stop"
      Habe einen Text „überscrollt“, damit fallen die Verluste auf einen Text.

    • Fake News
      Habe den anderen Text auch gefunden. Bekenne mich schuldig der besonders schweren, vorsätzlichen sowie fahrlässigen und gefährlichen Fake-News-Verbreitung nach § 1- 5 des Maaschen Antiinsubordinationserlasses.

    • Der Mensch, der Gott ODER der "Wille der Natur"?
      Herr Marx,- das ist eine interessante Diskussion, die wir in der Feinheit leider kaum im Hin und Her der Blogkommentare werden führen können.
      Sie vertreten, so ich das verstehe, einen starken Naturalismus mit einem materialistischen Reduktionismus. Ich vertrete einen schwachen Naturalismus, der Wissenschaft als Erkenntnisinstrument sieht- ihr aber leider nur einen Aspektcharakter zugestehen kann – und der v.a. die Natur nicht substanziiert, bzw. ihr eine normative Kraft zugesteht (was ich bei Ihnen herauslese).
      Und da ist Liebe gar nicht so ein schlechtes Beispiel! Sie reduzieren Liebe auf eine Wirksamkeit von Neurotransmittern und ich sage: das, was die Wissenschaft (Natur-W.) dazu benennen kann, sind die empirisch notwendigen Bedingungen. Zur Liebe selbst aber und ihrer Wirklichkeit vermag natural science ehr gar nichts zu sagen. Liebe ist ebenso wie Freiheit KEIN empirisches Phänomen. N.Wiss. kann nur zu empirisch messbaren quantifizierbaren Phänomenen Stellung beziehen und dazu Wahres sagen.*

      Auch deshalb ist es nonsense, Glauben und Wissenschaft als Antinomien darzustellen.

      Wenn Sie sich mit religiösen Phänomenen beschäftigen, so finden Sie auch dort logische Schritte. Und speziell im Christentum war die Logos-Theorie grundlegend.(Joh.-Ev.: „Am Anfang war der LOGOS und das Wort war bei Gott… (frei) und alles, was geworden ist, ist der Logos..“)

      Der logische Positivismus/ analytische Philosophie, nach dem Sie mir da klingen, erscheint heute schon schlicht als die neue Scholastik: voll von Differenzierungen, aber ohne jedes kreative Potenzial, das das Denken produktiv werden lassen kann.
      Logik in der von Ihnen genannten Form ist ein Werkzeug der Erkenntnis,- mehr nicht. Interessanter: da wir evolutionär Teil der Welt sind, die wir erkennen, muß diese Logik ein Pendant in der Wirklichkeit haben.

      * Nicht ganz ohne Grund funktioniert naturwissenschaftliche Methodik in den Bezügen der sogen.Geisteswissenschaften nicht, weil es dort weniger um quantitative, als mehr um qualitative Phänomene geht.

  54. Beim Essen bin ich Katholik, beim Arbeiten Protestant
    Leider scheinen die Anhänger Luthers auch das Kochbuch auf das Notwendige (gekochte Kartoffeln, bestenfalls mit Petersilie verziert) beschränkt zu haben. Also was will man dann mit einem Feiertag, wenn es nix g’scheids zum Essen gibt?!

    • Nr 5
      Sie kannten die Gerichte meiner Großmütter nicht.Ich habe schon vor 75 Jahren Spargel in allen Variationen gegessen,von Nachtischen und tollen Blechkuchen, die zum Backen zum Bäcker gebracht wurden,ganz zu schweigen.Auch an handgemachte, breite Nudeln erinnere ich mich bei der aus der Altmark.

      Die ostfriesische kochte etwas deftiger.Birnen und Klüten, dass sind Birnen mit einem großen Hefekloß und durchw.Speck,ergeben eine tolle Geschmackssymbiose und selbst Makkaroni mit Trockenobst mit ebenfalls ein paar gebratenen Speckwürfeln, sind raffiniert.Und erst die Neujahrskuchen, wofür es ein Extraeisen gab.Den Rumtopf gab’s auch schon und gaanz viel Gemüse.Einen Braten gab es bei beiden nur Sonntags.

      Ich habe eher den Eindruck, dass damals in der Hinsicht vieles besser war als heute oft.Ein Obstatar nannte man allerdings Fruchtsalat.

    • Martin Luther sagt: "Unser Herrgott gönnet uns gern, daß wir essen, trinken....
      …und fröhlich sind und alle Kreaturen brauchen, denn darum hat er sie alle geschaffen.“ Er war kein Kostverächter, nicht beim Essen und auch nicht beim Trinken. Wie sehr Luther den leiblichen Genüssen zugetan war, bekunden die zahlreichen Porträts, welche im Laufe der Zeit von ihm anfertigt wurden.
      Die Kostverächter kamen spätestens mit der Erfindung des radikalen Pietismus. Im Pietismus ist es üblich, sein Verhalten nach der christlichen „Einsicht“ zu gestalten, ohne dass eine Beichte nötig würde. Daraus folgt Überwachung!! und anschließende Ermahnung!! des Nächsten.
      Fürst Pückler Muskau, einer der größten europäischen Gartenkünstler, Dandy, Frauenheld, erfolgreicher Reiseschriftsteller und der „Erfinder“ des Fürst-Pückler-Eises (demi-glace à la Pückler), äußerte sich sakrisch verachtungsvoll aus eigener, leidvoller Erfahrung über eine pietistische Ordensburg die „Herrnhuter Brüdergemeinde“ zur Erziehung und Ausbildung künftiger asketisch lebender Mitglieder einer frömmelnden, bigotten Sekte: „Herrnhuter Heuchelanstalt“!

  55. Dem Benzle sein Böschle und die Bruderschaft des heiligen Oxymorons
    Glauben Sie nicht, daß die Vorstellung von einem hyperintelligenten und mächtigen Wesen, das ein ganzes Universum in 7 Tagen erschaffen kann, nur um den Rest seiner Zeit damit zu verplempern, offensichtlich fehlkonstruierten zweibeinigen Prototypen mit der Bezeichnung „Mensch 1.0“ hinterherzuspionieren und zu stolpern, in der allerhöchstgöttlichobersten Sorge, ob sie sich die Vorhaut abschneiden oder nicht, Schweine-, Hamster- oder Rattenfleisch essen und ob sie in bimmelnden oder leierkastenartig tönenden spitzigen Gebäuden mit Kuppeln oder ohne die korrekten Lieder singen und die richtigen Psalmen aufsagen, um sich im negativen Fall gegenseitig die Gurgeln durchzuschneiden oder andere, die nicht so schön singen, in kleine Fetzen zu sprengen, ein wenig, gelinde gesagt „ein Widerspruch in sich selbst“ darstellt, sozusagen das „heilige Oxymoron“ oder der „Urknall der Schlichtheit des menschlichen Geistes“?
    Jedes halbwegs intelligente Wesen auf diesem Planeten und noch viel mehr ein superintelligentes Wesen anderswo würde sich einfach ein neues Universum erschaffen. In der Work/Life-Balance hiesse das: Sieben Tage malochen gegen hunderttausend Jahre Stress, Ärger, heiligen Hypertonus, herrgöttliche Magengeschwüre, nur wegen allerhöchstgnädigen Ärger mit brandschatzenden Neanderthalern, dummdreisten Quotenfeministinnen und spitzig sarkastischen Atheisten, die darauf hinzuweisen wagen, dass selbst Carl Benz seine Automobile nicht für jede Fehlzündung gepeitscht hat, sondern einfach versucht hat, die Fehler zu beheben und wenn ihm ein anderes Schwäble wie Robert Bosch über den Weg lief, dann behob er seine Fehlzündungen mit dessen Hochspannungszündkerzen, will sagen: vielleicht ist der Teufel ja ein Freund des (Fast)-Allmächtigen (der immerhin keine Macht über genau jenen hat, deshalb die Vorsilbe „Fast“), quasi der Miterfinder des Prototypen „Mensch 1.0“, so wie dem Benz sein Bosch, als er den Benz erfunden hat, wenn Sie verstehen, was ich meine, können die Prototypen ohne Sünde nicht zünd.. existieren, ist die „Sündkerze“ die Vorgängerin der „Zündkerze“ und tragen die Prototypen die Kerzen deshalb so gerne in der Gegend herum?

    Wie lange könnte man da überlegen, braucht’s da einen heiligen Kinsey? 4 Milliarden Jahre Ärger vs. 7 Tage Maloche? Und immer noch keine Entscheidung? („Genauso eine lange Leitung wie der Marx“ würde meine alte Deutschlehrerin sagen, Gott-habe-sie-selig (aber-peitschen.dürfte-er-sie-ruhig-auch-ein-bißchen)).
    Wenn wir uns also darauf einigen könnten, „Erfindungen zu peitschen, wenn sie nicht richtig funktionieren, ist nicht sonderllich intelligent“, also gibt es kein hyperintelligentes Wesen oder er sitzt auf dem Klo und kriegt das alles gerade nicht mit (er musste ja auch erst die Zeit erschaffen und darf deshalb so lange auf dem Klo sitzen)
    Dann kämen wir aber mit dem Buch „Genesis“ ins Schleudern (ABS und ESP gab es für Menschen damals noch nicht), denn wenn es kein Licht gab, konnte er seinen Freund, den Teufel, ja nicht sehen und wo kein Schall ist, da kann er ihn nicht hören, womit die logische Begründung, Augen und Ohren zu haben, ebenfalls entfiele, ausser, man könnte sich selber laufend neu erschaffen, sich sozusagen Augen und Ohren hinzaubern, aber dann könnte man natürlich ketzerisch fragen, ist der Leibhaftige als Trump wieder auferstanden und steckt das Herrgöttle vielleicht in Margot Kässmann (und welches Klopapier benutzt der Allmächtige)?
    Und als Millenial würde ich in der Kirche mal fragen: „Wenn den Alten/die Alte das alles hier so stört, warum schickt er/sie uns keine WhatsApp? Oder kann der/die nur ein Universum erschaffen, aber ein Handy bedienen, das kann er/sie nicht?*“.

    *: oder hat er keine Augen, damit er das Display lesen kann, keine Ohren, an die er ein Handy halten kann, und keine Hände zum Wischen, weil es am Anfang des Universums zugegebenermassen noch keine Handys für Euro 1.99 im Monat (bei Abschluss eines Zweijahresvertrages) gab?

    PS: Das ist jetzt der zweite Versuch, den Text an „du schreibst zu schnell“ vorbeizukriegen. Wenn neben mir gleich der Blitz einschlägt, dann ist das garkein Fehler in der Software.

    • Herr Marx, nicht daß ich davon ausgehe, daß Ihr Namensvetter Kardinal weniger zynisch wäre,
      aber Ihr witziges apercu zum Schöpfergott und seiner Welt, legt für mich nur da, warum aus der Verwechselung von Moral mit Religion Zynismus (oft in sehr geistreicher Form, zugegeben!, aber eigentlich an der Sache vorbei!) folgen muß.

      Argumentativ könnte man Ihnen das aufschlüsseln, indem man den Begriff der Kontrolle und den der Funktion durch den der Liebe ersetzt. Dann wären Sie übrigens wieder in der Argumentlinie der Theologie (auch der jüdischen, soweit ich das überblicke..*.). Warum Dreifaltigkeit im Christentum?-> Gott als Dialogisches Grundprinzip, der Dialog als Grundform des Logos.** Warum Mitteilung? -> Ohne die Grundlegung von Liebe kaum verständlich, zudem dieser Dialog fast immer scheitert und das Missverständnis größer ist als das Verständnis (sehe ich alles genauso).
      * Ich denke hier an Buber, Du und Ich
      ** Deshalb glaube ich auch nicht an einen hegelschen Weltgeist, sondern an den Heiligen Geist…

    • Der Namensvetter hat es gemacht wie ein dummer Bauer mit den dicken Kartoffeln
      Er hat nämlich nach dem Priesterseminar meine Heimatstadt als Novize beglückt, festgestellt, dass ein Pfarrersleben in der Diaspora nichts hergibt, und nach 2 Jahren beschlossen, sein Leben den höheren Kirchenweihen zur Verfügung zu stellen.
      Und nun ist er Erzbischof und Kardinal, mit einem weissen 7-er Dienst-BMW und Fahrer, alimentiert vom Steuerzahler (*nicht* vom *Kirchen*steuerzahler).
      Wer in meinen Worten einen gewissen Neid erkenne möchte, nur 2 Gehaltsgruppen unter Angela Merkel eingestuft zu sein, in Anlehnung an die Beamtenbesoldung der B-Kategorie, fühle sich bestätigt. Wäre ich etwas korrupter, und in früheren Jahren etwas schlauer gewesen, hätte ich es ähnlich angelegt.
      Vielleicht würde ich dann auch meine Teddies in die gleiche Richtung werfen wie Frau Merkel. Wahrscheinlich, sogar.
      Vielleicht war es dennoch gut, nicht ganz so schlau gewesen zu sein.

    • Lieber Herr Feldmann
      „Liebe“ ist irdisch, das hat uns die Natur gegeben, das muss man nicht „anbeten“, das muss man leben und geniessen.
      Die Natur ist materialisierte Logik. In der Natur gibt es keine Borten und Bordüren, keine Verzierungen oder Spielereien und Tand. Dafür hat die Natur keine Zeit und keinen Platz. Alles hat in der Natur eine Funktion, meistens auch zwei oder drei (denken Sie nur an ihren „Mund“, von NMDA-Rezeptoren ganz zu schweigen).
      Wer soviel Logik erschaffen hätte, müsste selbst extrem logisch strukturiert sein und handeln und ich wollte ein bisschen witzig zeigen, dass der von uns angebetete Gott und vor allem das Prozedere, WIE er von verschiedenen sich bekriegenden Religionen angebetet wird, die Antithese zur Logik ist.
      Ich glaube deshalb auch, das Freuds Ödipus-Komplex ein Irrtum ist, soetwas würde die Natur nicht tun. Sie würde mit der wenn auch sehr kleinen Wahrscheinlichkeit spielen, dass eine Spezies sich durch soetwas selbst ausrottet und das tut die Natur nicht, sie spielt aus Prinzip nicht.
      Die Natur hat nur 2 „Gebote“ an ihre Geschöpfe: sich selbst und die eigene Spezies zu bewahren. Alles andere ist dem untergeordnet, daneben ist alles andere „freie Gestaltung“, das „Wie“ ist der Natur egal.

      Ich bin übrigens nicht mit dem Bischof verwandt, aber mein Grossvater hiess Karl Marx, war aber ein ánderer Karl Marx.

    • Freud hatte wenig Schwächen
      Lieber Herr Marx!

      Doch, er ist fassbar der Ödipus-Komplex, und Freud hat vermutlich zuerst die Alten Griechen studiert, die ihn letztlich zuerst beschrieben haben.

      Ich konnte ihn genau beobachten, als unser Sohn mit ca. 3-4 Jahren die Mama plötzlich mit Vornamen anredete und dabei etwas lispelte, ganz plötzlich, und irgendwie verliebt grinste. Die Mama ging damit offenbar richtig um, denn sie wurde weder ungehalten, noch ließ sie sich charmieren. Sie blieb konstant dieselbe und zeigte ab und zu in Konfliktsituationen freundlich, dass sein Vater noch entscheidender war. Und plötzlich war er wieder weg, der Herr Ödipus-Besucher. Freud hat beschrieben, dass die Schäden in der Kleinkindphase auftreten, und Freud hatte in diesem Punkt vollkommen recht.
      Ich kenne keinen Anankastiker, der nicht einen Schaden in der Analphase erlitten hätte.
      Freud war ein Genie. Vermutlich hat er die Alten gut genug studiert, denn das meiste wussten sie schon. Sie können nicht viel dazu, dass die Kirchen ihr Wissen, u.a. dass die Erde rund ist, über tausend Jahre in den Sand getreten haben. Die Kirchen haben ein Verbrechen an den Griechen und Römern und ihrem Wissen begangen und dadurch ein Verbrechen an der Menschheit.

      Und m.E. kungeln sie mit dem Islam, weil sie wissen, dass die Unterdrückung von Frauen, Juden, Buddhisten und Wissen für sie mehr Macht verspricht. Franziskus, der Papst der Armen. Ja, und der Papst der Unwissenden.

    • Freud's Gausskomplex
      Freud hatte das Problem, das jeder Wissenschaftler hat: Wissenschaft extrahiert aus sich wiederholenden Beobachtungen eine Regel, genannt „Hypothese“, die man dann versucht, experimentell zu beweisen.
      Gelingt das, wird aus der „Hypothese“ eine Lehrmeinung.
      Freud hatte als Erstbeobachter wohl unter anderem das Problem, aus seinen Einzelbeobachtungen die korrekte Hypothese abzuleiten (ist ein beobachtetes Phänomäen normal oder krank, physiologisch oder pathologisch), experimenteller Beweis verbietet sich aus ethischen Gründen und das von ihm beobachtete Klientel war mehrfach vorselektiert (zum Beispiel bezüglich Ethnie und Gesundheitsstatus).
      Da sind Fehler vorprogrammiert.
      Trotzdem galten Freud’s Ödipustheorien zusammen mit 2 anderen (das Erinnerungen nicht auf Gene geschrieben werden können und Einstein’s Relativitätstheorie) bis vor nicht allzu langer Zeit als wissenschaftliche Dogmen, die nicht angegriffen werden können.
      Bei der Genetik kann man sich das leicht logisch widerlegen (Singvögel gb es schon zu Zeit der Dinosaurier. Wenn diese jedes Jahr nach Afrika ziehen, ist der Kontinent um den Bruchteil eines Millimeters gewandert. Da können sie leicht visuell korrigieren. Würden sie diesen Korrekturfaktor aber nicht vererben, würde die 100 000ste Generation das Ziel nicht mehr sehen und ins Wasser fallen. Singvögel wären dann schon längst ausgestorben) und inzwischen ist es auch wissenschaftlich widerlegt. Einstein ist mir zu hoch. Aber im Allgemeinen finde ich: Dogmen gehören angegriffen, nur weil sie Dogmen sind. Dazu gehören auch die bei uns gesetzlich geschützten Dogmen.
      In meiner Kindheit waren die Pfarrer und Religionslehrer noch sehr dogmatisch. Deshalb habe ich die damals auch angegriffen. Heute scheint mir die Kirche sich damit abgefunden zu haben, eine von vielen Erklärungen dieser Welt zu sein und als solche finde ich, kann man sie akzeptieren und unterstützen (ich spende sogar für die Erhaltung ländlicher Kirchenbauten in Bayern).
      Wenn ich Sie richtig verstehe, schreiben Sie, die Natur sei eine Art „Betriebssystem“, könne aber „Liebe“ und andere Phänomäen, die nicht nur, oder garnicht, auf Logik beruhen, nicht erklären.
      Das glaube ich auch, aber „Religion“ ist für mich die falsche Alternativhypothese. Religion ist uralte Naturwissenschaft. So hat man sich vor 1000 Jahren die Natur erklärt und in manchen Religionen leider heute noch. Das war Dogma. Das war nicht eine von vielen Theorien, sondern „Ketzer“ kamen auf den Scheiterhaufen.
      Das war für mich der Verdienst von Luther. Er hat dieses Dogma angegriffen. Seine Hypothesen mögen falsch gewesen sein, aber er hat gezeigt, das es überhaupt Alternativhypothesen gibt, geben kann und geben darf.
      Damit hat er nicht nur seinen Protestanten, sondern auch den Katholiken und der ganzen Welt einen Gefallen getan.
      Was ein seit 1300 Jahren unangegriffenes Dogma für Schaden anrichten kann, sehen sie jeden Tag, wenn sie über Selbstmordanschläge und Terrorismus lesen.
      Das muss „angegriffen“ werden. Das hat mit Islamophiobie nichts zu tun. Da geht es um den Dogmatismus.
      Genausowenig, wie man „rechtsradikal“ sein oder Juden hassen muss, wenn man das bei uns per Gesetz geschützte Dogma inakzeptabel findet.

      Aus dem eingangs gesagten ergibt sich übrigens auch, das aus nicht wiederkehrenden Ereignissen und Beobachtungen keine Regel abgeleitet werden kann, weil sie keine Regel enthalten. Wissenschaft kann diese Ereignisse dann nicht erklären, weil sich keine Hypothese generieren lässt, beziehungsweise jeder Erklärungsversuch, jede „Hypothese“ genauso gut oder schlecht ist, wie jede andere.
      Das können Einzelereignisse oder solche mit Wiederholungszeiträumen sein, die ausserhalb der menschlichen Existenz liegen (siehe Urknall).

      Wenn Sie also an Jesus und die Wiederaufserstehung glauben wollen, dann können Sie das, ohne das ich Ihnen widersprechen kann oder will.
      Das war so ein Einzelereignis, das entzieht sich wissenschaftlicher Erklärung. Das heisst aber nicht, das es nicht passiert sein kann.

    • Herr Marx, Durch Zufall habe ich IHre Antwort auf meinen Beitrag gesehen...
      Da ich manchmal nicht alle Kommentare lese und die, die sich auf mich beziehen, nur finde, wenn mein Name genannt ist.

      „Religion“ ist für mich die falsche Alternativhypothese. Religion ist uralte Naturwissenschaft“

      Ich denke, darin irren Sie(wie vordem A.Comte und der ganze Positivismus!). Für den Mythos mag dies noch gelten, aber Religion und Wissenschaft sind vollkommen andere Kategorien und der Kategoriesprung entsteht an dem Punkt, wo Fragen nach dem Sein des Ganzen als Frage nach dem Heil(sic!) sich methodisch praktifiziert und spezifiziert auf Aspekte der Frage nach dem Kosmos („Schmuck“ bei den G$riechen).

      Ich würde nie an einen Selbstzünder glauben (und ihn schon gar nicht starten!), den Theologen entworfen haben.Aber ich frage auch keinen Naturwissenschaftler, der die Frage nach dem Sinn methodisch verworfen hat, nach dem Sinn hinter allem. Was soll mir jemand, der definitorisch ateleologisch an die Dinge gehen muß, auf so etwas antworten?

      „Religion ist uralte Naturwissenschaft“
      Für Philosophie, Naturphilosophie ist diese Satz richtig.
      mfG

    • Herr Feldmann
      Das, was Sie bei Ihrem Sohn beobachtet haben, haben Sie eigentlich bei sich selbst beobachtet. Man nennt das „Confirmation Bias“, sie bestätigen eine vorher bekannte Hypothese.
      Wenn Sie Freuds Theorie nicht gekannt hätten, hätten Sie ganz anders darauf reagiert und ausserdem beinhaltet diese ja, dass ihr Sprössling Sie hätte beseitigen müssen, und sei es mit Gewalt (zumindest hätte er es versuchen, beziehungsweise den Impuls in sich fühlen müssen).

      Das kann er mangels Möglichkeiten und Fähigkeiten natürlich nicht verwirklichen, aber die Natur muss davon ausgehen, dass vielleicht einer von einer Million diese Fähigkeit hat und später mit seiner Mutter durch Inzucht missgebildete Nachkommen zeugt, die dann ebenfalls so stark sind, ihre Väter zu beseitigen.
      Dadurch würde die Natur den eigentlichen Sinn der „Paarung“, möglichst unterschiedliches Erbgut miteinander zu vereinen, konterkarrieren und hätte uns gleich wie Einzeller uns durch Zellteilung vermehren lassen können.
      Die Paarung mit weit entfernt aufgewachsenem Erbgut bedingt, das Fehler und Lücken auf den Chromosomen durch das Gesunde überschrieben werden. Inzucht verhindert genau das. Zusammen mit dem Verlust der Hälfte der zeugungsfähigen Männer würde das über tausende von Generationen möglicherweise zum Aussterben der Spezies Mensch führen.
      Soetwas macht die Natur nicht. Sie macht das Feuer, aber sie spielt nicht damit. Auch bei kleinen Wahrscheinlichkeiten geht die Natur das Risiko nicht ein. Hier hat Freud meiner Meinung nach geirrt.

    • Herr Marx, Ödipus" ist Oberländer. Ich bin "ontologischer Bias" der Naturwissenschaft, wenn
      sie dem Starken Naturalismus huldigt und metaphysisch einen Naiven Realismus vertritt…

    • "In der Natur gibt es keine Borten und Bordüren"
      Da scheint mir ein romantischer Naturbegriff vorzuliegen.

      Gibt es denn im Universum ein Teilchen (und sei es Bestandteil einer Bordüre), das nicht natürlich wäre?

    • Schon wieder ich.. @ Hausschwein
      Der Begriff „natürlich“ ist natürlich so ein Paketchen, ein changierender Wechselbegriff. Die eine Seite meint damit je nach Gusto a) Materie in jeder Form; die andere b)alles, was empirisch greifbar ist. Und dann wird der Begriff als Abgrenzung zu „unnatürlich“ verwendet. Das ist dann aber eine Kreisdefinition.
      Ich halte aber auch Geist und Gefühle für natürlich, denn sie sind evolutiv entstanden und in keiner weise empirisch messbar.

      Allein diese Begriffsverwendung zeigt, wie komplex das Feld ist, und daß es weder mit „Monismus statt Dualismus (weil : Ockhams razor!)“ noch mit „Wissenschaft statt Glauben“ getan sein kann.

    • Herrgöttle ... Kaserweibl ... Klopapier ... Allmächtiger
      Interessante Assoziationskette!
      Wer benutzt hier wen und wozu?


    • In der Natur gibt es keine Borten und Bordüren
      Das vielleicht nicht, aber Schnörkel, also Schnörkel gibt es doch reichlich.

    • Übersetzung
      „Keine Borten und Bordüren“ soll bedeuten: „Nichts ist zur Verzierung da, alles hat Funktion“.


    • Pfauenfedern, Hahnenkämme, gekräuselte Blüten… jaja, gewiß alles straffst funktional…

    • Funktion statt Kosmos?
      Mir scheint, an der Bortendiskussion wird im Ansatz deutlich, daß ein Beharren auf Funktion, Zweck und Verwertbarkeit sowohl Schönheit wie Freude wie auch Würde tilgt!
      Um den Bogen zum Thema zu schlagen: Verwertbarkeit kostet Transzendenz!

  56. Rahmeierschwammerl mit Knedl und frischn Pedasüü.........
    .
    .
    .
    Dao essatn ma oamoi des seiwe, Lieber Don !

    Des siasse schaut schee aus, owa um des dua I nimma, und derf I a neda.

    Gerade findet ein Parteitag der EKD-durchsetzten GrünInnen statt .

    Gegen Autos, Benzin, blabla…..

    und vor allem :
    Gegen Deutschland.

    Leider wird das Merkel wiedergewählt werden , was bitter bis katastrophal ist, aber vielleicht weniger, als rotz-rotz-grün .

    Aber die Grünlinge werden eine sauwane Watschn kriegen, im Herbst, und DAS ist, per se, ein Schmankerl altbayerischer Art.

    Säuerliche, linke , protestantische Schweißfüße, voll
    kunterbunter Verbote .

    Anal-retentiv nennen Fachleute das .

    Unwählbar, sag‘ ich.

    • Unwählbar
      Dankenswerterweise haben sie ihre eigene Unwählbarkeit 3 Tage lang öffentlich aufgeführt.

      Und insgesamt die Prostituierte an der Strassenecke gegeben, der man 500 € zeigt, und die dann sagt „Dafür mach‘ ich alles!“

    • Nicht so heftig
      Lieber Otto Moser, Ihre Sprachgewalt bewundere ich, aber hauen Sie bitte nicht so heftig auf alles Evangelische ein! Ich halte viel von Tradition, bin evangelisch geboren und wills auch bleiben trotz der entsprechenden Politikdarsteller- über die ärgere ich mich auch. Bei uns Zuhause galt der Grundsatz von leben und leben lassen auch für die andere Konfession.

  57. auf zum Heiligen Berg, dem BUSSEN !
    der stille DON schreibt ja von „hemmungsloser und egomaner Lebensfreude“ die sich an solchen feiertagen ausbreitet……….

    @Nedda Gschempft:

    recht hat er, so sollten wir auch folgende feiertage für offizielle staatsfeiertage erklären und feiern, die ungläubigen sollten diese tage zur stillen einkehr und zur buße bei gemeinnützlicher arbeit nutzten:

    02. Februar: Maria Lichtmess (alte regel: lichtmess bei tag ess)
    19. März: Heiliger St. Josef
    29. Juni: Peter und Paul
    15. August: Maria Himmelfahrt
    08.Dezember: Maria Empfängnis
    08. September: Maria Geburt

    wenn sie je in der landwirtschaft in Oberschwaben – der heimat der „Schwarzen Blöcke“ gearbeitet haben – sind sie froh um jeden tag wo der trecker ruht und es rindsbrühe mit selbstgemachten suppennudeln gibt oder sie eine wallfahrt auf den Bussen, den heiligen berg machen dürfen.

    da kommen dann aus den entlegensten Weilern der Endmoränen der Riß-Eiszeit mehr freunde von „love-peace-happiness“ zusammen als bei einer demo in Köln…..

    denn lieber Heiliger Berg als Heiliger Krieg !

    aber ich bin ja so froh und sehe es mit MassundMemel als ermutigendes zeichen, dass die anzahl der demonstranten immer noch höher war als die bisherige zahl der terroropfer in BRDDR in diesem jahr !

    https://www.youtube.com/watch?v=ahSwjme3aOg

  58. Freudloser Norden?
    Leider kann ich nichts Positives zu dem Thema beitragen, obwohl ich es oft besser weiß als andere, gerade das wenige, was ich weiß.

    Immerhin gefällt mir das Chesini prima, mit den verchromten Muffen, herrlich rot. Heute, geehrter Don, bin ich mit einem Triathleten auf Strecke gewesen, zufällig, der beklagte sich über allerlei und fuhr konstant nach seinen Wattzahlen. Meinte, mein ohne T-Lenker kostet mich das jetzt neben ihm 30 Watt. Irgendwie protestantisch freudlos. Und als ich ihm sagte, ich habs gern klassisch, mußte er die Stöpsel aus den Ohren nehmen, also wirklich.

  59. Alle "Katholen" sind das heutzutage freiwillig
    Niemand zwingt mich in die Kirche. Dafür sind wir immer noch erstaunlich viele. Früher war ja alles furchtbar? Aber viele meinen doch auch, „früher war alles besser.“ Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. Meine Katholische Kirche ist heute eine durchweg friedliche und tolerante Religionsgemeinschaft. Wobei ich nicht jeden Würdenträger liebhaben muß. Für meinen Glauben sind die Rituale, Symbole und Traditionen zwar nicht essentiell, aber durchaus wohltuend und unterstützend. Die Prozession würde ich auf keinen Fall versäumen wollen. Auf meinen zahlreichen Reisen nehme ich immer wieder an katholischen Gottesdiensten teil. Es macht mich froh, überall in der Welt diese Art geistige Heimat zu erleben. Ich bin eben ein aufgeklärter Katholik

    • Titel eingeben
      Da seit Generationen (seitdem der Mensch reden kann) jede Generation behauptet: „Früher war alles besser/furchtbar“…
      …muss es vor 100 oder gar 1000 Generationen teuflisch oder paradiesisch zugegangen sein.

  60. monotheismus als problem
    abgesehen vom hoffnungslos verlorenen protestantismus, der die nächsten 100 Jahre nur bei den im wald hausenden esoterikern überleben wird, müssen die rechtgläubigen sich ihrer polytheistischen tradition der heiligen- und marienverehrung bewusst werden und diese nicht länger verstecken. der monotheismus schafft zu viele ausschliesslichkeiten und wird daher untergehen. hoffentlich.

    • Mono...
      …theismus ist tatsächlich eine gute Grundlage für Monopolforderungen im Sinne von mein Gott ist der einzig wahre.

      War einmal ganz beeindruckt als ich auf einem hinduistischen Hausaltar in Bombay (damals noch) auch die Jungfrau Maria sah.

  61. Werte
    Der Mensch braucht Rituale, an die er sich halten kann. Darum gibt es in der kath. Kirche von Weihrauch bis Monstranz, von Pilgerung bis Teufelsaustreibung.

    Die Lutheraner brauchen es eigentlich auch, aber die haben zur Strafe Käßmann gekriegt. Ihr seht ja, was aus denen geworden ist….

    Die Liebenden haben ihre heiligen Schwüre und das Eheversprechen.

    Die Atheisten haben den Hass auf Gott und Kirche oder wenigstens die rituelle Verachtung und Verhöhnung.

    Und Don Alphonso hat seine Räder.

    Ohne Rituale ist die Welt öde und leer und der Mensch eine abzustrafende Null wie bei Mao tse tung oder den Grünen, die nicht mal einer Teufelsaustreibung wert sind.

    • Nicht alle
      „Die Atheisten haben den Hass auf Gott und Kirche oder wenigstens die rituelle Verachtung und Verhöhnung.“

      Nicht alle.
      Man kann auch freundliche Gleichgültigkeit an den Tag legen, bis hin zum Wunsch, nicht mit gewalttätigen Religionspartikeln verletzt zu werden.

  62. Titel eingeben
    Was die FAZ betrifft, bin ich mehr bei Raulandt, denn letztlich ist man hier Gast.
    Vielleicht ist die „Pluralität“, also Kritikfähigkeit, im Wahlkampfjahr weniger zu sehen. Zu Trump ist mir das alles viel zu einseitig, aber nun ja.
    Schirrmacher fehlt eindeutig immer noch. Er konnte Feuerwerkskörper abschießen, ich meine völlig andere Meinung, auch völlig neuen Standpunkt, Diskussionsvorlage, z.B.:
    „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buergerliche-werte-ich-beginne-zu-glauben-dass-die-linke-recht-hat-11106162.html

    Ich erinnere mich außerdem an gegensätzliche Arbeiten wie Broder vs. „Die Tochter“ oder Bahners vs. Kelek. Solche Antipoden scheinen mir heute etwas seltener, aber ich lese nicht alles.

    Nun muss man aber auch sagen, dass es auch im Spiegel mal gute Sachen gibt, und der Spiegel nicht nur aus Stokowski und bento besteht.

    Wenn Raulandt sagt, was wäre ohne die, nun ja, das wäre schlimm.
    Unterhaltsam ist übrigens Fleischhauer über Kohl und den Spiegel, vor zwei Tagen. In der FAZ erwähnenswert im Sinne von Güte Zastrow heute.

    Oben wurde der Muffmolch erwähnt, musste ich googeln. Hatten die Eltern zu Weihnachten vorgesehen. Schmeckte wie eingeschlafene Füße, ja. Haben wir Kinder abgeschafft. Muffmolch: Karpfen. Ba, war der deutsch.

    • @Oberländer - statt Schirrmacher-Fragen, heute Anti-Schmollmund-Ausweglosigkeiten
      Einen alten Text mal wieder zu lesen – vielen Dank für den Verweis auf den Text der bürgerlichen Verzweiflung am CDU-Regierungs-Bürgertum von Frank Schirrmacher – erinnert an eigene damalige Positionsüberprüfungsüberlegungen (Robert-Kurz-Lesekreis und Bernd Lucke, der auch eine Antwort auf Schirrmacher-Fragen war, damals namentlich unterstützen).

      Das Wieder-Lesen des Schirrmacher-Artikel zeigt, das sich die Fragen immer noch stellen; wenn man nicht den Solipsismus von Angela Merkel und physignomischen Schmoll-Populismus von Gerhard Hensel für „Antworten“ hält.

      Hier aktuell Hensel:http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/schmollen-hat-in-deutschland-tradition-15055338.html

      Immerhin: Bei Don Alphonso werden weiter Fragen gestellt und Prinzipien hoch gehalten (z. B. Meinungsfreiheit, Fahrräder und Immobilien und die urbürgerliche Leistungsbereitschaft).

  63. DON sagt " es gibt einen Unterschied zwischen Kaufverhalten........."!
    @ Derek Butter

    wird die sog. Deutsche Umwelthilfe nicht von Toyota finanziert ?

    bin für jeden hinweis dankbar !

    • Toyota
      Wenn zum Beispiel auf dem Bild der Preisverleihung des Umweltpreises der Deutschen Umwelthilfe ein Herr von Toyota immer mit auf dem Bild ist?

      http://www.duh.de/index.php?id=2215

    • Deutsche Umwelthilfe , Dieselpartikelfilter und Renate Künast
      Frau Künast hat als Verbraucherschutzministerin 2005 für die steuerliche Subventionierung des Dieselpartikelfilters (DPF) getrommelt>

      http://www.abgeordnetenwatch.de/renate_kuenast-958-600–f188.html

      , die Deutsche Umwelthilfe (DUH) räumte am 04.04.2005 ein, Spenden von über 100.000 € von Partikelfilterherstellern bekommen zu haben

      https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Umwelthilfe#Kritik

      Soviel steht fest.

      Ob die Spender (zwei sind nachgewiesenermaßen große Nachrüstsatz-Anbieter) auch Erstausrüster von Toyota waren oder sind, weiß ich nicht; es wäre auch zweitrangig, da es ja um Neugeschäft in Deutschland ging.
      Toyota hatte den so genannten „D-Cat“ schon länger auf dem Markt und bekam bereits etwas früher Gegenwind wegen des Werbeslogans „Sauberster Diesel der Welt“
      (SPON> „Diesel-Streit – Deutsche Autobauer gehen gegen Toyota vor“, 28.01.2005)

      Fakt ist jedenfalls, dass ab 2005 sämtliche deutschen Hersteller anfingen, völlig unausgereifte cDPF unter die Neuwägen zu fummeln.
      Wir hatten in der Firmenwagenflotte 2006 mal den Versuch unternommen, einige Mondeo anstatt der Passat o. Ä. zu fahren. Ständige Probleme mit dem Abgastrakt (bei einem zwei Turbolader, ein cDPF und sechs AGR-Ventile und damit verbundene 29 zusätzliche Werkstattbesuche, inkl. Leihwägen und ca. 18.000 € Zusatzkosten in knapp sechs Jahren) sprechen eine deutliche Sprache.

      Immer wenn spinnerte grüne Ideen auf „Holterdiepolter“ umgesetzt werden, gerne auch mit medialer Fullpower, dann scheint es hanebüchen zu werden.
      Siehe aktuell das Fahrverbot in Städten.

    • Sie können sich für aktuelle Hinweise bei news.google.li einen Alert einrichten;
      vielleicht reichen Ihnen aber vorerst auch mal diese Fundstücke:

      https://www.google.li/search?num=100&newwindow=1&q=%22toyota+unterst%C3%BCtzt+umwelthilfe%22&amp;

  64. Mann, jetzt erst gesehen: Seht die Atheisten
    auf den Feldern, köstlich.

    Aus „Das Leben des Brian“, „Seht die Lilien“:
    https://www.youtube.com/watch?v=hh5hRY6Hx78

  65. Werter Thomas Marx!
    Chapeau!
    Ich liebe die Kraft des Ergusses – das bringt uns dem Göttlichen tatsächlich ein wenig näher. Ekstase ist aber auch gefährlich, weil ein Mißbrauch derselben eben auch eine „Übernahme“ ermöglicht – bis zur 100 proz. Hirnwäsche i. S. v. MKULTRA+++. So soll David Icke bei seinem „Schlüsselerlebnis“ für 90 Sekunden „durchgeschüttelt“ worden sein – solch ein „Dauerorgasmus“ (Wilhelm Reich lässt grüssen) kann eine völlige Reprogrammierung nach sich ziehen, da im Moment der Ekstase jedwede Filterung durch den Verstand oder andere Instanzen gesellschaftlicher Prägung aufgehoben sind. Ein Mensch wird dann „neu geboren“ – offenbar ähnlich wie durch Folter evoziert werden kann. Stichwort: Multiple Persönlichkeiten nach satanischen Ritualen. Basics z.B. im Film von Lutz Dammbeck „Das Netz“ oder etwa einer gutgemachten Dokumentation des NDR: https://www.youtube.com/watch?v=KoP31LIm81s

    Während David Icke bei seiner „Initiation“ offenbar mit benevolenten Kräften zu tun hatte und kein bleibender Dachschaden entstand (jedenfalls sehe ich das so), gibt es doch ernstzunehmende Hinweise, dass diejenigen, die uns gegenwärtig geschenkt werden, durchaus Fälle beinhalten, bei denen die Reprogrammierung offenbar erfolgreich aber nicht im Sinne der hier länger Lebenden verlief. Es gibt da eine „spirituelle“ Dimension der Umgestaltung dieses Planeten, die uns – und ich meine hier solche von uns, die durch Gier und/oder Angst getrieben sind, in einen Strudel ziehen, den wir kaum entweichen können.

    Mir scheint es geboten, einen „wissenschaftlichen Zugang“ zu Religion Versus „Intervention von aussen“ zu finden. Stichwort: Disclosure.

    • Her damit!
      Ist mir alles egal, wo kann ich den 90 Minuten Orgasmus kaufen?

    • 90 Sekunden, Thomas Marx
      die restlichen 88,5 min sind wishful thinking.

      Wer weiß schon, was ihm mit Peyote oder bei den Quäkern widerfahren ist, jedenfalls: Bewegung ist Leben, auch ungestüme.

    • Da kann man mal sehen...
      …bei dem Gedanken flattern die Pupillen. Es sind nur 90 Sekunden, Herr Marx.
      Aber sonst sehe ich es so wie Sie.Meine Wesens- oder Stoffverwandlung sehe ich demnächst in Humus oder Asche.Ich bin ja schon am anderen Ende des Lebensmischbrotes angekommen, so kurz vor dem Knust oder Räftle. Das Meiste ist gegessen…

    • Humbug für Gießkannenprinzip
      Ich bin auch bei Gier angesiedelt. Bedingungsloses Grundgehalt?: Wieso nicht. 1000/Tag. Das reicht auch für Thomas Marx.

      Spirituell kann man auch manches nennen. Aber auch einfach Humbug.
      Es beunruhigt mich, dass Merkel schon vier Audienzen beim Papst hatte; es beunruhigt, weil sie zu beeinflussbar ist. Dachte, wir wären weitgehend säkularisiert.

    • Ist mir alles egal, wo kann ich den 90 Minuten Orgasmus kaufen?
      Ich glaub 90 Minuten geht nicht – da können Sie „petite“ im La petite mort auch gleich streichen. Man muss schon seeehr vermögend, einflussreich und überdies führendes Mitglied bestimmter Wohltätigkeitsorganisationen sein, bevor man lernen darf, so zu vögeln, bis einem eine graue Entität, oder besser graue Eminenz namens „Lam“ erscheint. Lam scheint sich nämlich eher als Diener der Königsklasse auf diesem Planeten zu verstehen. Er ist für den „gewöhnlichen“ Menschen nicht erreichbar. Mehr über ihn ist in pleyadischen Bibliotheken zu lesen: https://www.bibliotecapleyades.net/cienciareal/cienciareal01.htm

      Für „gewöhnliche“ Menschen ist es sicherlich einfacher, der katholischen Kirche beizutreten und einen Wallfahrtsort aufzusuchen. Sog. Marienerscheinungen sind definitiv ungefährlicher und zudem „teilbar“. 2017 ist Fatima vielleicht ein guter Tip, weil dort vor genau 100 Jahren eine Demonstration „transdimensionaler Technologie“ stattfand, die von ca. 70000 Menschen (Gläubige UND Atheisten, also voraussetzungsfrei) geteilt wurde. Man vergleiche so ein richtig geiles „Sonnenwunder“ mit der politisch korrekten Langeweile eines evangelischen Kirchentages in 2017!

    • Mk Ultralight
      Für 90 Sekunden würde ich nicht in die MK Ultra-Maschine sitzen. Nachher komme ich raus und bin einer dieser Manchurian Candidates. Da müssen schon 90 Minuten her. Schon wegen der Inflation.

    • vielleicht
      tut Beschäftigung mit dem Taoismus Not, Herr Marx. Vermittels einiger Kniffe bietet die Methode der Injakulation eine deutliche Zugabe, was die Dauer des Spaßes betrifft.

    • @Philomena
      von meinem Vater habe ich den -wahrscheinlich nicht auf seinem Mist gewachsenen- Spruch behalten: „Wichtig ist, dass man möglichst viel Leben in die Zeit steckt und nicht möglichst viel Zeit ins Leben.“

      Was ich so von Ihnen gelesen habe, haben Sie in diesem Sinne gehandelt, und wenn jetzt nur noch ein Scherzl übrig ist: Füllen!
      Aus dem Club-27-Alter sind Sie ja schon raus.

    • @ Nat.
      Wo wohl? Beim Bauern. Gockeln Sie „Orgasmus“ und „Schwein“ und überdenken Sie Ihr intellektuelles Engagement.

    • Danke,Nahuatl, Sie sind nett wie meine Kinder.
      Ich tue, was ich kann und sagte es schon einmal:für mich sehe meine bisherige Fitness als Gnade des Universums und bedanke mich täglich demütig.Mein Doc war nicht beleidigt, als ich ihm sagte, dass ich ihn so wenig wie möglich sehen möchte – er solle es nicht persönlich nehmen…

      Sagt man bei Ihnen Scherzl? Manche finden es als das Beste vom Brot, ich allerdings nicht (mehr).Dreimal habe ich „also sprach Zarathustra“ gelesen, um zu verstehen.Eine Aussage im letzten Drittel gefiel mir auf Anhieb:
      Das war das Leben?—–Noch eimal!

      Wir sind nicht hier, um bloß Spaß zu haben.Wäre auch langweilig.

  66. Vermutung
    Ich nehme an der Verfasser des Blogs wohnt in der Nähe von Polling/Obb und hat sich vom Glanz des ehemaligen Augustinerchorherrenstiftes ebendort einfangen lassen. Aber deshalb war Luther noch kein Augustinerchorherr, sondern (nur) Augustinereremit.

  67. Als schon länger hier Lebender...
    (zumindest in BW) erinnere ich mich noch wehmütig an den Buß- und Bettag, der tatsächlich sozusagen als mittelbares Opfer der deutschen Einheit sang- und klanglos gestrichen wurde.

    „Im Jahr 1994 wurde beschlossen, den Buß- und Bettag als arbeitsfreien Tag mit Wirkung ab 1995 zu streichen, um die Mehrbelastung für die Arbeitgeber durch die Beiträge zur neu eingeführten Pflegeversicherung durch Mehrarbeit der Arbeitnehmer auszugleichen. Kritiker der Abschaffung führen insbesondere an, dass der damals gewünschte Effekt – die sichere Finanzierung der Pflegeversicherung –, anders als die Abschaffung des Feiertags, nicht von dauerhafter Wirkung war und bereits Beitragserhöhungen vorgenommen werden mussten.

    Eine Wiedereinführung wurde in den ersten Jahren nach der Abschaffung von verschiedenen Initiativen, beispielsweise einem erfolglosen Volksentscheid in Schleswig-Holstein und einem Gesuch des damaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber gefordert.

    Später wurde das Thema nicht mehr diskutiert.“ [Wikipedia]

    Ich kann mich an keinerlei nennenswerte Gegenwehr, weder der ev. Kirche noch seitens der Gewerkschaften (!) erinnern.

    • Sachsen
      hat es nicht abgeschafft.


    • Oh ja, der Buß- und Bettag im an mit Trauertagen überfrachteten neblig-kalten November.
      Fragte mich in den 80ern die kenianische Textilingenieursstudentin mal ganz konsterniert: „was ist denn eigentlich Bus- und Bett-Tag?“.
      Das Mißverständnis Bett-Tag/Bet-Tag war schnell erklärt, schwieriger war die Beschreibung der Buße, was das sein soll.

  68. @P. Feldmann, 18. Juni 2017 um 20:45 Uhr
    @Nat. warum sich die Verbindung beider Themen als Beschneidung des Wissens darstellen

    Ich werde es versuchen, brauche aber etwas Zeit dafür. Nur kurz: Aufklärung („enlightenment“) meint Befreiung vom Geisterhaften, Paranormalen, Übernatürlichen – letztlich durch Reduktion auf „Natürliches“, im Extremfall solches, das sich auf mathematische Gesetze reduzieren lässt („reductionistic materialism“). OK, besser so als überhaupt nicht reduzierbar, d’accord.
    Das Problem entsteht dadurch, dass „Nicht Reduzierbares“ jetzt ausgeschlossen ist. Per definitionem. Seine Existenz muss entweder bejaht oder verleugnet werden – es gibt keine Option der Überprüfung mehr – es ist entweder zu akzeptieren oder abzulehnen…

    • @ Nat.; Ich hatte auf etwas anderes gehofft...
      Richtig, die Naturwissenschaft ist eine methodische Präzisierung / Einschränkung.
      Wobei es DIE naturwissenschaftliche Methodik nicht gibt, sondern eine Vielzahl von Vorgehensweisen, deren gemeinsames Ziel empirische Messbarkeit und mathematische Erfassbarkeit sind (und Ihrem Kommentar über Pauli entnehme ich, daß Sie mir in Letzterem weit voraus sind!). Die Biologie kennt andere Methodik-bündel als die Chemie. Wenn man es zuspitzt, so kann man cum grano salis allein die Physik als „exakte“ Naturwissenschaft bezeichnen und alle Versuche, die Wissenschaft zu vereinen, sind Versuche der Physikalisierung der anderen Fächer.
      Ob man bspw. die Mathematik als „Naturwissenschaft“ oder nicht als das genaue Gegenteil betrachten muß, würde ich auch nochmal zur Frage stellen.

      Wenn man aus alldem methodisch den Weg eines Reduktionistischen Materialismus nimmt, so ist das methodisch verständlich, wird aber paradox (da antirationalistisch-deterministisch), wenn man diesen reduktionistischen Materialismus nicht nur epistemologisch, sondern ontologisch deklariert. Man also nicht nur behauptet, ich gehe so vor, um der methodischen Erkennbarkeit Willen, …- sondern, die Wirklichkeit IST SO- und nur so!
      Das ist in zweierlei Hinsicht antirational: 1. Es vergisstt den eingeschränkkten Fokus der Methode und hält die Spottbeleuchtung für eine Totalausleuchtung. #dieser Anspruch ist unwissenschaftlich und anmaßend.
      2.Der Materialismus kann weder die Vernunft noch andere qualitative Phänomene erklären! Ja noch mehr: ER LEUGNET SIE!
      Er kann auch nicht die Freiheit schöpferischen Willens erklären, die den Forscher in seiner Erkenntnis antreibt, sondern im reduktiven Materialismus ist alles determiniert.

      Es gibt aber einen anderen Weg für Wissenschaft:
      es reicht die methodische Annahme einer Regelhaftigkeit der Welt (statt einer Determination), um eine UNtersuchbarkeit zu gewährleisten. Ich bin zudem nicht gezwungen, die Erkenntnisannahme (alles ist determiniert) zu einer ontologischen Festlegung zu machen (alles IST determiniert)! Genaugenommen sind derartige ontologische Festlegungen auch unwissenschaftlich!

      Kurz: Glaube und Wissenschaft können kategorisch keine ausschließenden Antinomien darstellen und sich ausschließen!

      *Daß Religionen mitunter doch versuchen/-ten, mit ihrer Wahrheit die Wahrheit der Wissenschaft zu nivellieren, ist genauso dumm, wie es von Wissenschaftsseite andersherum zu machen.

    • @Nat. Naturalismus
      Habe ich vergessen, deshalb als Nachtrag:
      Die Untersuchbarkeit der Dinge als „natürliche Phänomene“ lässt mindestens 2 Positionen zu: a) starker Naturalismus, der meist auf einem naiven Realismus fusst.
      oder b) schwachen Naturalismus, der einen kritischen Realismus vertritt und verkürzt sagt: wie die Dinge wirklich sind, kann ich nicht im Letzten sagen- dafür bin ich zu sehr evolutiver Teil des Ganzen! Aber, ich werde die Dinge dieser Welt betrachten als „natürliche“ Phänomene.
      Die zweite Position bürdet der Wissenschaft keine, über ihr Vermögen hinausgehende, ontologische Festlegung auf.
      Meine Position ist die eines Schwachen Naturalismus.
      mfG PF

    • Regeln
      Das eigentlich Lustige ist ja, das immer wieder über „künstliche Intelligenz“ schwadroniert wird und wie diese bald der menschlichen Intelligenz überlegen sein wird.
      Das sind aber nur Rechenoperationen innerhalb eines genau festgelegten Programmes, einer festen Abfolge von Rechenoperationen, von denen die „intelligentesten“ der Computer sehr viele sehr schnell abarbeiten können.
      Die menschliche Intelligenz ist aber nicht durch die Regelmässigkeit gekennzeichnet, sondern durch die Unregelmässigkeit, durch Erfindergeist und schöpferische Energie, Musik und Kunst und alles, was sonst nicht regelmässig ist.
      Wenn nicht irgendwann irgendeiner mal aus Spass in einem viereckigen Holzquader übernachtet hätte, würden wir heute noch in Höhlen wohnen.
      KI würde uns ganz schnell und ganz toll tausende der schönsten Höhlen präsentieren, und zwar tagein, tagaus (fast so schlimm wie die GOOGLE-Werbung), ein „Haus“ erfinden könnte sie nicht.
      KI wird dem Menschen in Zukunft deshalb stupide Denkvorgänge abnehmen können, so wie Roboter stupide mechanische Tätigkeiten. Der menschlichen Intelligenz wird etwas, das programmiert werden kann und muss, niemals überlegen sein. Weil man menschliche Intelligenz nicht programmieren kann.
      Deshalb nochmal: die Wissenschaft ist ein Erklärungsmodell regelmässiger Ereignisse. Das Zufällige, das neurotische, das Abweichende erklärt sie nicht. Ein Computer könnte man programmieren, tausende von Sonaten zu „komponieren“, die wie Beethoven klingen, für Mozart bräuchte man einen anderen.
      Ausserdem müsste gerade die Wissenschaft im Laufe der Jahrhunderte gelernt haben, dass Dinge, die man nicht erklären kann, trotzdem existieren können. Gäbe es sie nicht, wäre Wissenschaft garnicht nötig.

    • @Patrick.Feldmann
      Werter Herr Feldmann,
      ich stimme Ihren beiden Argumenten zur Antirationalität des – sagen wir – praktizierten reduktionistischen Materialismus völlig zu. Auch in meinen Augen ist das eine Art Ersatzreligion, deren politisches Ziel darin besteht, einen Definitionsrahmen zu setzen, was ein „moderner Mensch“ zu glauben hat. Er hat z.B. daran zu glauben, dass die Darwin’sche Theorie mitsamt ihrer modernen Weiterentwicklung auch in die reduktionistische Richtung (Eigen, Schuster..) eine im Prinzip lückenlose und vollständige Beschreibung des gesamten Evolutionsgeschehens auf diesem Planeten liefert bzw. liefern kann und irgendwann liefern wird, von den ersten selbstreplizierenden molekularen Systemen bis hin zum Menschen. Insbesondere hat er an das Prinzip „im Prinzip lückenlos“ zu glauben. Der moderne Mensch hüte sich davor, seinen Glauben durch Kenntnisnahme falscher Störgedanken zu beschmutzen. Etwa der Idee einer kosmischen Panspermie, wie von Arrhenius (NP Chemie … Jahr muss ich raussuchen) formuliert, oder gar einer *gerichteten* Panspermie, wie von Francis Crick (NP Chemie…) und Leslie Orgel 1973 eingeworfen. Allerdings nur in einer einzigen Publikation (!) Später war das Thema wohl Tabu, weil gerichtete Panspermie aus tiefstaatlicher Sicht wohl kaum unterscheidbar ist von einem Gebiet, das fest und sicher in der Schopenauerschen Lächerlichmachungszone aufbewahrt wird: U..au nein..fo(o)logy. Ganz wichtig dabei: Ufology darf (bzw. muss sogar) von Hollywood bespielt werden, ganz sicher aber nicht von „regulärer“ Wissenschaft. Da hat alles rauszubleiben, was unseren Glauben an das anthropozentrische Weltbild und an einen interventionsfreien Planeten erschüttern könnte. Dazu gehört auch die mit dem Namen Einstein in Verbindung stehende Doktrin, dass nichts schneller als das Licht sein kann, denn wenn das Licht bereits Jahre braucht, um uns zu erreichen, sind wir vor einer Invasion durch kosmische Plagegeister doch wirksam geschützt, oder?
      Hmm. Einstein mochte es nicht, was auf der Ebene von Quantenphänomenen alles möglich wird. Z.B. das aus physikalischen Erhaltungssätzen geforderte Prinzip der Quantenverschränkung, von Einstein als „spooky action at the distance“ bezeichnet. Richtig gut nachgewiesen wurde die Verschränkung dann auch erst ein halbes Jahrhundert später, u. z. von der Gruppe um Zeilinger, die mit polarisationsverschränkten Photonenpaaren und Lasertechnik experimentierte. Verschränkte Quantenobjekte tauschen sich in Nullzeit über beliebige (auch astronomische) Entfernungen aus (gemessen wurde vor ein paar Jahren ein Austausch mit mindestens 1700-facher
      Lichtgeschwindigkeit im ein- bis zweistelligen Kilometerbereich, also weit entfernt von den wenigen Nanometern, über die Quanteneffekte üblicherweise beobachtbar sind).
      Will heissen: Wir (auf unserem besch.. und doch wunderschönen) Farmlandplaneten sind nicht der Maßstab für den Kosmos! Wir haben gerade erst begonnen, interessante „Technologien“ zu „entdecken“, die unser Planet auch wirklich braucht, will er nicht an unserem Unrat (und dazu gehört nicht CO2!) ersticken. Wenn wir noch nicht so reisen/erscheinen können wie „Maria“ mit ihrer Silberscheibe, dann heisst das noch lange nicht, dass Maria (oder die Zivilisation aus der Maria stammt) das auch nicht kann. Materialismus und Anthropozentrismus sind bornierte Vorstellungen von Wirklichkeit, antiquiert bis obsolet. Wir brauchen etwas Besseres, das auf Revision und Rückbesinnung aufbaut. Eine Revision der Kopenhagener Interpretation von Quantenwirklichkeit etwa.

    • Titel eingeben
      @Thomas Marx, ich könnte einen Sketch aufführen mit einem Kollegen, einem KI-Skeptiker. Er denkt sich ständig neue Sachen aus, die eine KI nicht kann und meine stereotype Antwort lautet: das können wir auch nicht.

      Algos können fantastisch mit Unregelmäßigkeit umgehen und wenn man es darauf anlegt, haben sie auch „schöpferische Fähigkeiten“, aber es sind halt keine Menschen. Sie haben keine narzistischen Kränkungen, sie fürchten sich nicht vor Arbeitslosigkeit, sie müssen kein eigenes Geld verdienen, sie sind sexuell nicht erregbar, sie haben noch nichts von Jesus Christus gehört und selbst wenn, haben sie daraus kein Bedürfnis nach Erlösung von ihrer Schuld entwickelt. Sie werden auch nicht zu Misanthropen, wie Agent Schmidt in der Matrix, weil sie das alles so satt haben …

      All diese Dinge existieren nur, weil wir sind wie wir sind und nicht anders. Kein Ingenieur könnte sich das ausdenken, das sind keine mathematischen Invarianten oder optimale Lernresultate, niemand kann das programmieren oder trainieren, es entsteht nur aus unserer Natur heraus und wird mit ihr auch wieder verschwinden. Wir leben auf unserem eigenen mentalen Planeten und mit jeder neuen Generation müssen wir alles wieder durchkauen.

      Sobald hingegen ein unglaublicher Stolz auf eine Fähigkeit X existiert, den eine Maschine nicht hat, werden zigtausende Ingenieure, Programmierer, Philosophen usw. davon angezogen und so entsteht nach und nach dann künstliche Intelligenz, mit Ergebnissen, die sich heute schon sehen lassen können.

    • @Dre Lassen Sie uns weiterreden wenn Algorithmen Bewusstsein erzeugen und transportieren
      Es geht ja nicht um die eine oder andere Fähigkeit, sondern um das Sein!

    • @Nat. 19.6.17n14.42
      Ja , die Quantenphysik lässt da noch ganz andere Infragestellung des vemeintlich Gewissen auftauchen. Die Auflösung der Kausalität in Extrembereichen der Physik ist in der Tat „spooky“.
      Freut mich aber, daß Sie als jemand, der offensichtlich mehr in der Materie steckt als ich, meiner Argumentation folgen können.
      Als Perry Rhodan Leser (+ Lem+…) und als Katholik… denke ich aber, daß sich die Glaubensfrage unabhängig von Techn.Zivilisation, Planeten, dimensionaler Strangeness etc. weder technisch lösen noch eigentlich fassen läßt, weil sie im Eigentlichen mit der Sinnsuche bewusstseinsfähiger Existenz zu tun hat.

      Ihr Quantenverschränkungsbeispiel zeigt sehr schön, daß das eigentl. Spannende an Wissenschaft die Suche und nicht die .Verwaltung des Gefundenen ist.
      Das erscheint mir in der Philosophie übrigens auch nicht anders: nicht die Systeme interessieren, sondern die Denkgrenzen, an die sie einen führen. Umso erschütternder wenn dann kluge Idioten herkommen und Systeme wie den KOnstruktivismus und Dekonstruktivismus in Gender u.ä. übersetzen und der Wirklichkeit aufstülpen wollen.


    • @Dre – ich weiß, es führt vom Thema ab, aber könnten Sie ein wenig bereits existierende Anwendungen von KI beschreiben? Mir scheint, man habe damit in den letzten Jahren doch allmählich ein paar brauchbare Sachen zuwegegebracht, nachdem es vor 15, 20 Jahren noch ein Wolkenfeld des höheren Unfugs war.

    • Erratum zu 14:42
      Oops. „Dazu gehört auch“ bitte als „Rein gehört aber“ zu lesen.

    • I'm so sorry, Uncle Albert
      Was ich von KI halte, ist in dem SNL Sketch „Honda Robotics“ repräsentiert (auf UTube).
      Ich weiss, man soll Clips nicht verlinken, aber hier habe ich einen, der themenbezogen und faszinierend ist und zeigt, das man nicht alles erklären kann.

      https://is.gd/VgHT01

    • Werter Thomas Marx (21:33)
      Sehen Sie: Wir liegen ja gar nicht so weit auseinander, aber an der Reaktion unseres Offiziers (der sich da ziemlich echauffiert hat) müssten Sie erkennen, dass wir im Moment noch sehr sehr vorsichtig vorzugehen haben. Für den modernen Menschen (etwa der, der von der Korrektheit der soziologischen Systemtheorie Luhmann’scher Prägung ausgeht) bedeutet die Abweichung vom anthropozentrischen Prinzip geradezu einen Schlag „unter die Gürtellinie“. Man darf nicht vergessen, wie tief wir alle geprägt sind, und man darf auch nicht vergessen, wie sehr unsere Emotionalität (etwas, wofür uns andere Zivilisationen bewundern) unser Denken und Handeln im politischen Raum beeinflusst. Zu „richtig“ rationalem Denken sind wir im Moment noch gar nicht fähig – und vielleicht sollte man sogar sagen „Gott sei Dank!“. Denn man stelle sich vor, wie eine Welt mit Menschen aussehen würde, wenn die Kurzweil’sche Singularität dann plötzlich eingetreten wäre.

      Persönlich glaube ich, dass solange „Zufallszahlen“, die in stochastische Simulationen aller Art einfliessen (Stichwort: Gillespie-Algorithmus) keine „echten“ Zufallszahlen sind, sondern deterministische pseudo random numbers, wir noch relativ geschützt sind vor einem Angriff durch AI. Sobald wir beginnen, Zufallszahlen aus dem Quantenrauschen einzuspeisen, könnte es gefährlich werden. Denn mit der Befragung des Quantenrauschens hätten Maschinen die Fähigkeit, menschliche Emotionalität und menschliche Intentionalität in sog. Berechnungen einfliessen zu lassen. Wenn man sich eine Maschine wie eine Spielbank vorstellt, gewinnt immer die Bank, u.z. ab dem Zeitpunkt, ab dem der Zufall kein Zufall mehr ist. „Psychics“ kriegen 10-20% Abweichung von der Normalverteilung locker hin, bei „Normalos“ ist auch 1% „aberntbar“.

  69. Wenns denn wenigstens helfen würde
    „Und was man so hört, passen sich dann manche eben der umgebenden Kultur an, und so kommt das dann, dass vor allen Häusern zumindest Schmuck auf Blumen zu finden ist, und auch der Lutheraner als ein solcher dafür einen Segen bekommt, der den guten katholischen Willen 500 Jahre nach dem Thesenanschlag anerkennt.“

    Ob es nur der Blumenschmuck ist, für den Lutheraner einen Segen bekommen?

    „Anschie“ zumindest dürfte ihn wohl auch für einen Papst-Besuch erhoffen – warum sonst pilgerte sie nach Rom?

    Seis drum, wenns wenigstens „hülfe“ …

    • Macchiavellisten unter sich,@ Odo Aker
      Weder glaubt „Antschie“ an den Segen des Papastes, noch jener an die Bekehrung dieser.
      Antschie benutzt den Papst so wie sie Obama, Macron, Schulz… braucht.
      Dieser Papst ist hingegen jemand, der christlichen Glauben mit sozialer Ideologie verwechselt und das Amt des Pontifex (sic!) mit dem eines Politikers.

      Beide benutzen einander zur eigenen Akklamation.

  70. Ihre Beiträge
    sind nichtssagend und überfüssig. Bitte hören Sie auf damit.

    Zum Thema: Es gibt keinen Gott. Nicht den christlichen, den jüdischen oder Allah. Alles eine Erfindung des vormodernen Menschen. Langsam muß man doch mal erwachsen werden, mein Güte….

    • Na und? Es sagen doch genug andere was.

    • ach mein lieber P-Berg !
      Nietzsche: Gott ist tot

      Gott: Nietzsche ist tot

      darauf einen Rosenkranz auf dem Schönenberg bei Ellwangen in den nächsten Tagen !

    • "Beiträge sind nichtssagend "
      deshalb,S.Berg, finden sich als Antwoet und Erläuterungen hier auch so viele profunde Kommentare… ?!

    • die wollen auch nur plaudern.

    • Titel eingeben
      Darf ich Wir Christen sagen? Wir Christen also sind im Jahre des Herrn 2017 und 500 Jahre nach Reformation, 370 Jahre nach dem Westfälischen Frieden tolerant und rücksichtsvoll bis zur Selbstverleugnung. Sie dürfen daher gefahrlos die Existenz des Herrn unseres Gottes negieren.

      Ob es Ihnen als Deutsche_*rIn gestattet ist, den Gott Israels zu bestreiten? Etwas mehr Anstand steht Ihnen vllt besser an.

      Den Gott der Mohammedaner zu leugnen ist schon mutiger. Das könnte Ihnen Ärger machen. Besser wäre es, wenn Ihr Klarname und Ihre Adresse nicht bekannt ist.

  71. die Mundorgel
    Völlig themenfremd ist es mir gerade wie Schuppen vor den Augen…

    Die kleine, rote Mundorgel. Weiß nicht, ob man die nur an bayrischen Gymnasien hatte, aber wir haben da deutsche, englische und hebräische Lieder gelernt, und eben auch „Don Alphonso hoch zu Roß“, das erste und einzige Mal, daß ich bei Flötenspiel und Gesang eine Eins erzielte, Dank dem Don und seiner Weise…

  72. Don Alphonso
    Auch du lieber Augustin – wie schön ist doch das allgemeine Philosophieren, aber bitte das wichtigste fehlt:
    Die Rezepte für die wunderschönen Torten und für das sicher leckere Knödelgericht!
    Bitte nachholen – im Austausch könnte ich dann ein Rezept mit Hummer liefern. Ach so ja: Früher – ja, damals – wurde der Tag hier in der Bretagne auch als beeindruckendes Ereignis gefeiert, mit vielen Blumen an den Häusern und auf der Hauptstrasse, die dann vom Prozessionszug zertrampelt wurden. Ja damals – schade wie die Entwicklung läuft. The time goes on!


    • Käsknödelherstellung wurde in diesem Blog vor einigen Wochen ausführlich debattiert (mit Rezepten, auch für Apfelkuchen), bitte einfach in den älteren Beiträgen suchen.

  73. It ain't over til it's over
    In London ist gerade ein Fahrzeug in eine Menschenmenge vor einer Moschee gefahren.

    Bürgerkriege beginnen fast immer damit, dass die Bevölkerung Racheakte vollzieht, d.h. Selbstjustiz verübt, weil sie den staatlichen Organen nicht mehr vertraut.
    Was passiert, wenn der Staat die Kontrolle verliert.
    Was nicht unwahrscheinlich, wenn man Staatsgrenzen abschafft….

    Whatever, alles ein Wettrennen. Sollte der Staat das Problem der Gewalt und des Terrors in den Griff bekommen, dann gibt es noch Moderne, ansonsten gehts zu Goodnights prophecies: Islam/Christen.

    • Linksverkehr, Moderne und Kochkunst
      Seltsam, dass sich in Anbetracht dessen diese ganze öde Diskussion hier noch nicht verlagert hat: Von christlichen Konfessionen auf die Straßenverkehrsregeln und ihre vermeintliche Ursächlichkeit für alles mögliche.

      Rinderleber wird beim Braten nicht hart, wenn man sie vorher die Nacht über in Milch einlegt.

  74. "Du liebs Herrgöttle"
    An Prozessionen nimmt der katholische Mensch teil um Gottgefälligkeit* zu erlangen. Speziell bei der Fonleichnamprozession kommt es dazu noch zu einem dörflichen Wettbewerb der Familien, auch Vereinen, wer den größten Teil seines Gartens für Blumen opfert und wer das schönste Blumengebilde auf „sein“ Straßenstück hinzaubert.
    Zwar nicht zu Happy Cad…., aber kürzlich erst auf Sizilien erlebt:http://www.umdiewelt.de/thema/sizilien-noto-blumenfest.htm
    .
    * Indem man aus der Überheblichkeit flugs ein Späßle zu machen versucht, wolle man Gott z.B. mit schwäbischer Verschlagenheit übers Ohr hauen, außerdem schiebe man ihm die Absicht unter, daß er hochfahrende stolpern ließe, was doch eher dem Teufel gleichsähe. Das führt dazu, daß von Gott oft Allzumenschlisches erwartet wird.
    .
    Wie von jenem Bauern, sagen wir aus dem Gäu (schwäbisch:Gai)zwischen Heilbronn und Pforzheim, dessen Ochsenpaar vom Blitz erschlagen wurde. Er pflügte dennoch selbiges Äckerle mit einem neuen Gespann. Wieder zieht ein Gewitter herauf, es donnert und blitzt. Das Bäuerle ballt die Fäuste gen Himmel und flucht: “ So. schmecksch wieder a Paar Öchsle“ (das Verb „riechen“ ist hier so gut wie unbekannt, außer bei der Parfümerie Douglas-und durch „schmecken“ ersetzt)
    .
    Die anerzogene mangelnde Lebensfreude der Protestanten , nicht nur im preußischen Norden, kann ich bestätigen. Nun fast 50 Jahre mit ein und dem selben Ergebnis diesbezüglicher Erziehung in kirchlichehelicher Verbindung vereint, mußte und muß immer noch mein angetrautes Weib in katholischer Leichtsinnigkeit zu jedem Vergnügen, seien es Urlaubsfahrten, sei es die Teilnahme an einem Fest oder Konzert, immer noch wortreich überzeugen. Zum Glück waren es im Nachhinein ihre Ideen.
    (DdH)

  75. Nicht Luther hat den Norden protestantisch gemacht
    Es waren Gustav Adolf und Wallenstein, also Machtpolitik und Kapitalinteressen (Danke, Golo Mann). Die Religion war ein Instrument wie die Musketen. Welchen Kapitalinteressen die Marxe und Bedfords nützen, weiß man beim Blick auf den Arbeitsmarkt und die Verlautbarung der Industrieverbände. Schwieriger, welche Machtpolitik von der Einwanderungshype unterstützt wird. Ich tippe auf die Freude an der Macht bei Altenbockums Intellektuellen.

  76. Radeln ist auch eine Lösung
    Wie haben Sie das Rad so hingestellt ohne Ständer, dass es wie aus dem Prospekt wirkt? Ihre Bilder sind auch immer eine Augenweide, lieber Don.

    Da mirs, bis aufs Geld, fast wie Ihnen geht, pfeif ich auf die Feiertage und arbeite, wann ich Lust dazu habe – auch wenn es heiß ist und alle im Biergarten sitzen.

  77. Ein nicht unwichtiges Detail;
    Oberländer sagt:
    18. Juni 2017 um 23:07 Uhr

    Zitat:
    „Und m.E. kungeln sie mit dem Islam, weil sie wissen, dass die Unterdrückung von Frauen, Juden, Buddhisten und Wissen für sie mehr Macht verspricht. Franziskus, der Papst der Armen. Ja, und der Papst der Unwissenden.“

    dem man auf den Grund gehen sollte. Schlussfolgernd könnte man in Betracht ziehen, dass die Kirche ihren Zenit erreicht hat und die Anbiederung, nicht nur den Machtanspruch entspricht, auch der immensen Gelder, die für diesen Speckmantel entwendet werden. Somit sollte die These der Islamisierung in Deutschland, zumindest mit diesem Detail untermauert sein.

    • Auf der Leeseite des Islamkahns...
      …segeln die beiden großen „Kirchen“ in Deutschland mit, das ist schon seit langem nicht zu übersehen. Überall wo „geglaubt“ wird, entfallen Diskussionen.

    • "Die Rettung des Abendlandes und der Tanz von M. Houellebecq, mit Fluppe im Mund"
      Dann wäre es an der Zeit der Diskussion glauben zu schenken, wenn man die entwendeten Gelder streicht, u n d den politischen Einfluss für alle Zeit, endgültig verbietet. „Wir(+Europa) sind über den Säkularismus hinaus.“ Dafür bedarf es einer zivilisierten Denkweise, nicht nur in den Holzköpfen der Marionetten.

      Und zusätzlich mit der rothschen Gewichtung, sollte der Untergang kommen. Die Lecks können die eh nicht mehr flicken.

      .

      Anbei und an @Frauke Amgelin noch mit anfügend ihrem Ansatz in: http://blogs.faz.net/deus/2017/06/13/das-werk-der-kirchenvaeter-und-sieferles-beitrag-im-internet-4355/#comment-62010

      .
      .

      Der Aufstand
      Da steh´n wir nun in Reih´ und Glied
      Und warten still, daß was geschieht
      In Anbetracht des Wartens
      Verweilen wir
      – wie eh und je
      Wo ist unsere Rettung?
      Wo ist unser wir?
      In weiter ferne, schwer bemannt
      Verkehren sie
      Trotz lauter Schreie noch ein Wink
      Ein hämisch lächeln
      – Wie es stinkt!
      Psychisch entseelt, gemobbt und verhöhnt
      Blutig schlagen sie Es klein
      Unterwerfung, ist das neue Sein

    • Das ist nun mal nicht neu, sondern hier schon lange üblich und hat sich bislang
      auch bewährt – die Unterworfenseinzeit seit Fünfundvierzig ist immer noch die allerbeste Epoche, ich hätte in keiner anderen leben wollen. Was nach mir kommt? Egal, ich hinterlasse nichts, weswegen ich mir darüber Gedanken machen müsste. Frühere, angeblich bessere Zeiten werden allenfalls schriftlich überliefertbehauptet, in der Regel von Geschichtlern, die jeweils mindestens solange gewartet haben, bis alle Zeitzeugen tot waren und schon allein deswegen nicht mehr widersprechen konnten.

    • Im Westen nichts Neues
      Sehen Sie, seit fünfundvierzig. Jetzt kommt nur ein Kopftuch dazu, ein Verhüllung ala Christo und die Rechte der Frau(en), sind wieder vor fünfundvierzig. Dann freut sich auch der Don und kann sich der Leibeigenschaft frönen (nachdem er kurz an Clara Zetkin gedacht, die in der SPD war) wenn die Haushälterin Staub wedelt, der Rasenmähermann Holz hackt, im Winter: ja mei, gute Zeiten im Blick. Die Geschichtler sind ja nicht dumm.

    • Und zwar wegen dem Erstensiebtenneunzehnhundertundsiebenundsiebzig -
      so lange ist das noch nicht her, das mit den Frauenrechten, was wohl nicht nur die ubüraufgetürkten Neger gerne wieder rückgängig machen würden.

      Übrigens waren die heute wieder zu bewundernden Hauben (Kopftücher sind was anderes) früher doch ziemlich häufig in der Öffentlichkeit 10mMDtpfcQM zu sehen, auch in den Schulen, in denen Ordensschwestern nicht bloß Religionsunterricht erteilten.

    • Kämpft Mädels Kämpft!
      Stimmt, dass ist noch nicht lange her. Im Osten war diese Art der Rückständigkeit, teilweise aufgehob´n. Aber Differenzen gibet ja och noch heute, standesgemäß, muss ich wohl so erwähnen.

      Und da liegen Sie, liebe @Frauke Amgelin vollkommen richtig, dass das keine Kopftüscher sind, weil die, wenn man weiter nach Ost-, bzw. Südosteuropa schaut, zu damaliger Zeit weit verbreitet(http://www.meisterwerke-online.de/jean-francois-millet/original3403/aehrenleserinnen.jpg), meist auf dem Land getragen wurden. Natürlich die Trümmerfrauen nicht zu vergessen. Ihrer Seelen Dank! Was Sie meinen, kenne ich nur von Bildern: kühler Gesang, die Damen. ;)

  78. @Johannes Streck : Glaubenskollaps
    Großartige Quintessenz der Endphase einer Glaubenslehre, in der der Glaube durch die eigene Gravitation in sich zusammenfällt!

  79. PS
    Aber wenn wir schon bei Verschwörungstheorien sind: unter den neuen Kommentaren rechts oben wird meine EMail-Adresse angeführt, nicht mein Name hier im Blog (der auch mein richtiger Name ist. Die EMail-Adresse ist aus der Zeit, als ich in Frankreich gelebt habe. Das sollte eine sein, die Franzosen schlecht erraten können).

  80. "P-Berg sagt: Es gibt keinen Gott..."
    Na wenn Sie das sagen, muss das wohl stimmen, nicht?!

    Mit dem Thema haben sich schon ganz andere Kaliber beschäftigt. Und werden sich weiter damit auseinandersetzen.

    • Herr Marx
      Der erzählt doch stets einen vom Pferd, grätscht irgendwo hinein und – wenn er gar nichts mehr zu sagen weiß – vermeldet eben Geschichten von Adressen und UFOs und wasauchimmer. Einfach ignorieren.

      Es ist halt nur ärgerlich, weil die Struktur des Blogs nicht chronologisch vorgeht. Da könnte man abends abschließen und am anderen Tag, von unten herauf, die Postings nachlesen. Ich hab nie verstanden, warum das in der Baumstruktur nicht durchgesetzt wird. Ist aber mittlerweile überall so.


    • warum das in der Baumstruktur nicht durchgesetzt wird.
      na, weil es dann keine Baumstruktur (Stamm mit Ästen) mehr ist, sondern eine chronologische Liste!
      Hatten wir früher. Bezugnahme auf gewisse Vorgängerbeiträge war schwieriger, kurze Einwürfe dazu praktisch kaum möglich, weil zu weit entfernt. Bezugnahmen und Antworten tendierten deswegen stets zur Länglichkeit.
      Ich finde es eigentlich so wie es ist ziemlich passabel, zumindest hier, wo es eine Liste „letzte Kommentare“ gibt, wiewohl die länger sein sollte (im Idealfall mit sämtlichen Beiträgen in chronologischer Reihenfolge).
      Früher waren 100 Kommentare auch noch viel.
      Inzwischen sind es standardmäßig sehr viel mehr.

    • O.k.
      Einverstanden Herr Torsten K., ich ignoriere Sie auch (Übrigens verstehe ich nichts von Pferden und erzähle keine Geschichten darüber. Aber vielleicht diskutieren wir mal über Ihre Ponyhof-Idylle).

  81. VTen
    Es gibt im FAZ Account Datenbestand jew. den Klarnamen („echte“ Vor- und Nachnamen), den Benutzernamen (Login Name) und eine zugeordnete Email Adresse. Es macht einen Unterschied wie das hier auftaucht, ob man im Headquarter eingeloggt ist oder nicht (GAST, Gast, anderer Gast, noch’n Gast, gehteuchüberhauptnixan, MeinNick, etc. oder der Klarname aus jemandes FAZ Account). Aber warum jetzt die Email Adresse …? Und warum immer noch „Du schreibst zu schnell…“? Muß mal ein ernstes Wörtchen mit der FAZ.net IT sprechen…

    Das mit der Mail Obfuscation für die Franzosen ist Ihnen auf jeden Fall gelungen.


    • Huch, was? Mailadresse angezeigt, hier auf dem Blog irgendwo? So richtig mit @domain.endung?? Kann mich nicht erinnern, das gesehen zu haben. Ich sehe nur ab und an „KoenigLudwigIIVonBayern“, was der aus dem FAZ.net-Login rübergezogene Username von Thomas Marx sein dürfte.
      Zwar traue ich der ewigen Schwachstelle „Verknüpfung von FAZ.net-Login mit Blog-Login“ allerhand zu, aber Mailadressenübertrag angezeigt? Das wäre schon etwas arg.

    • Mail-Adresse
      Den Username hat die FAZ, als ich die elektronische Ausgabe abonniert hatte, aus meiner EMail-Adresse gemacht. In den Blogs erscheinen die Artikel unter meinem Klarnamen (ebenfalls ohne mich zu fragen, aber es macht mir nichts aus). Aber wenn schon: warum zeigt man dann in den Blogs unter „Neueste Beiträge“ wieder meinen Username an (der mit Domain-Endung meine Mail Adresse ist)? Das war übrigens eine technische Frage und keine Blog-Beitrag. Wenn es trotzdem hier erscheint, lesen Sie einfach darüber hinweg und regen Sie sich nicht auf.

  82. Ich würde gern
    ein schönes Colnago sehen. Master Olympic idealiter. Haben Sie eins in den Gewölben?

  83. Fronleichnam and all the rest
    Immer wieder interessant wie viele Kommentare ein Beitrag aus diesem Bereich bringt und was dann alles so wabert. Eine meiner Studienfreundinnen stammte aus einer evangelischen Enklave in katholischem Umfeld. Die Menschen seinen dort ja gaaanz anders, so die beiderseitige Meinung, viel Volks-Max-Weber. Meine Freundin schrieb ihre Zulassungsarbeit zu dem Thema, mit dem Ergebnis, dass an allem nix dran ist. Nur dass es in den drei Dörfern der „Lutherischen Berge“ immer schon weit mehr uneheliche Kinder gab als bei den „Katholen“, das berührte sie etwas peinlich. Aber was wirklich stimmt: Im katholischen Schwäbisch sagt man „Leehrer“ und „Seegen“ im evangelischen dagegen „Läährer“ und „Säägen“. Verwischt sich aber derzeit auch.

    • Interessant
      im „Norden“ sagt man „Beeren“ und „Beeren“, im „Süden“ (Hessen etc) und auf der Bühne (früher) sagt man „Beeren“ und „Bären“.


    • @Vetter: Mit den „Beeren“ hat mich mein Berliner Mann auch mal sehr verwirrt. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich endlich begriff, daß er „Bären“ meinte; ich fand den Gleichklang der Worte für Tiere und Früchte sehr erstaunlich.
      @Libelle: davon habe ich auch schon gehört. Handelt es sich um Orte im Schwäbischen?

    • na ja
      Wu de Hasen Hosen hasen unn de Hosen Husen hasen…

      Deutschland ist voll von sowas, gerne auch mal wechselnd von Ort zu Ort.

      Korrelation ja. Aber eine Kausalität zwischen Konfession und Lautverschiebung scheint mir doch nur mit viel gutem Glauben (sic.) nachweisbar, ansonsten würde ich zur Koinzidenz tendieren.

  84. So eine Gemeinheit!
    Bin katholisch und trotzdem nicht feiertagsverwöhnt, da im Ausland versklavt. Herzliche Grüße an alle Biergartenbesucher von einer unfreiwilligen Bürobratwurst.

    P.s.: Das bisserl Besinnung tut Ihnen sicherlich gut, werter Don!

  85. Die LINKE hatte da..
    kürzlich ein beachtenswertes Detail in Grundsatzprogramm auf nehmen wollen. Also die Staatsverträge mit den Kirchen auflösen. Aber, Kommando zurück, denn es stellte sich heraus, daß sie damit nur „Minderheiten“ schützen wollten, also die bedauernswerte, verfolgte Minderheit der Muslime bei uns.
    .
    Ohne die neuestens beanstandete Armhaltung zum Andeuten, wie hoch der Roggen steht.


  86. In Dons Umgegend scheinen die Blumenteppiche zu Fronleichnam ja besonders schön angelegt werden.
    Als Kind gefiel mir dieses Kirchenfest eigentlich immer am besten, wegen dem Pomp – der Baldachin, die goldene Monstranz, das schönste Meßgewand, vollzählige Ministranten – in Verbindung mit der kleinen Wanderung unter freiem Himmel zu schöngeschmückten Orten (Altäre mit Blumenteppich), an denen sogar mit Blaskapelle (die trat nur Weihnachten, Ostern und Fronleichnam in Aktion) gesungen wurde.
    Schmuck und fröhlichen Lärm in die Fluren zu tragen, und das bei schönem Wetter, manchmal duftete bereits das Heu, machte das Fest zu einer zeremoniellen Sommeranfangsmarke, so wie Fasnacht das Ende des Winters (naja, nicht so wirklich – manchmal wird es danach nochmal richtig kalt) anzeigt. Schwimmbadzeit beginnt eigentlich mit Fronleichnam.
    Insofern ist es ein Jahreszeitenfest: Sommeranfang. Und hat insofern schon seine Berechtigung.

  87. Der Herr Augstein nennt Muslime, die
    aufforderungsgerecht gegen islamischen Terror demonstrieren, „Onkel-Tom-Muslime“ (weil sie immer noch so gehorchen wie die Muslime, denen er, Augstein, früher befahl, sein Bad zu putzen).
    Seltsam. Wo doch Herr Augstein ständig dazu auffordert, gegen „rechts“ zu demonstrieren. Sind dann die, die folgsam gegen „rechts“ demonstrieren, allesamt „Onkel-Tom-Linke“?
    Und wenn der „Onkel-Tom-Muslim“ böse ist, warum ist der „Onkel-Tom-Linke“ gut?

    • Tja, die türkischen Gastarbeiter
      ..auf die Herr Augstein sich bezieht, kann er kaum kennen,
      so wenig wie ihre Arbeitswelt.

      Seit 1973 wurden keine Gastarbeiter mehr angeworben, und die welche
      dürften längst in Rente sein.
      Da schreibt ein Blinder vom Sehen.

    • Onkel Tom
      „Onkel Tom“ ist ein Schimpfwort amerikanischer schwarzer „Black Life Matters“-Aktivisten für Schwarze, die mit den Weissen kooperieren.

    • @Thomas Marx
      Wollen Sie behaupten, dass deutsche linke Intellektuelle
      außerstande sind, eigenständige Begriffe und Bennenungen
      für ihre Thesen zu finden. Überall alles zusammenklauen
      müssen, was nicht bei bei 3 auf den Bäumen ist.
      Also, das typische Merkmal des alten weißen Mannes,
      sagen SJW.

  88. Stimmt, Sie wollten erwachsen werden
    @ P-Berg sagt:
    „Ihre Beiträge
    sind nichtssagend und überfüssig. Bitte hören Sie auf damit.
    Zum Thema: Es gibt keinen Gott. Nicht den christlichen, den jüdischen oder Allah. Alles eine Erfindung des vormodernen Menschen. Langsam muß man doch mal erwachsen werden, mein Güte….“

    Stimmt, langsam sollten Sie mal erwachsen werden.
    Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich über soviel Arroganz aufregen oder ihn einfach plappern lassen soll. Da stellen sich Leute hin, die meinen, die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben, nur weil sie einen bestimmten Gedanken haben und verunglimpfen Millionen und Abermillionen anderer Menschen, die sicher noch mehr Weisheit gefressen haben und erheben sich über diese Menschen und sagen „ihr liegt alle falsch, ich allein weiß was richtig ist“.

    Wer gibt ihnen das Recht, anderer Menschen vorzuschreiben, ob sie an einen Gott glauben oder nicht, und wenn ja sie als infantile Trottel abzuwerten? Sie sind also sicher, dass Abermillionen Menschen sich niemals Gedanken machen. Außer ihnen natürlich.

    Niemand. Das ist die Überheblichkeit jenes, der sich noch nie ernsthaft mit der Gottesfrage auseinander gesetzt hat. Und wenn doch, haben Sie das Recht zur Entscheidung zu kommen: Nein, gibt es nicht. Aber sie haben nicht das recht andere als unwissende Einfaltspinsel darzustellen, die „erst noch erwachsen werden“ müssen.

    „Alles eine Erfindung des vormodernen Menschen.“ Und, woher wissen Sie das? Damals schon gelebt?

    Gegenfrage: Kann man Sehnsucht nach etwas haben, was nicht existiert? Kann ich Sehnsucht nach einer Zigarette haben, wenn ich noch nie geraucht habe? Sehnsucht nach Timbuktu, obwohl ich nicht mal den Namen kenne und weiß ob es so etwas existiert? Sehnsucht nach Erlösung oder Paradies oder aber, eben: Gott?

    Wenn ea ihn nicht gibt, wieso gibt es Millionen Menschen die Sehnsucht nach ihm haben?

    Sie sehen die Welt vom winzigen Punkt des zumeist atheistischen Deutschland aus. Ich sehe die Welt vom riesigen Kontinent Amerika aus, der gemeinsam mit Afrika von Abermillionen gläubigen Menschen bevölkert ist.

    Wer also gibt ihnen das Recht sich protzend hinzustellen und die primitive Erklärung zu geben „Erfindung des vormodernen Menschen“?

    Können Sie lesen? Richtige Bücher. So intelligente Bücher wie etwa „Krummes Holz aufrechter Gang“ von Gollwitzer, da könnten sie einiges lernen, wenn sie denn wollen.

    Nein nein, das alles ist im Grunde in Deutschland die ungelöste Gottesfrage: wir Deutsche wissen, wer und was Gott ist. Das haben die Nazis schon versucht mit Lebensborn, besser zu sein als Gott und einen besseren Menschen zu züchten. Das wird heute mit Genetik ebenso gemacht und das wird morgen auf andere Weise geschehen.

    Ich will hier keine Predigt halten, aber mir die Frage stellen: wie überheblich muss man sein, um als einer unter Milliarden der Ansicht zu sein: Jungs, ich bin es, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat, nehmt euch ein Beispiel an mir.
    Woher eigentlich kommt seit Urzeiten die Sehnsucht des Menschen nach metaphysischen Ideen?
    Und jetzt kommen Sie mir bitte nicht mit der Erklaerung die wollen wissen warum es den Blitz gibt…..

    „Die ersten (vermutlich) bewusst vorgenommenen Bestattungen fanden in den Höhlen von Qafzeh und Skhul in Israel statt und sind 90.000 bis 120.000 Jahre alt. Gelegentliche Bestattungen werden für den Neandertaler ab ca. 70.000 vor unserer Zeitrechnung diskutiert (Shanidar).[5] Bestattungen sind ein Indiz für erste metaphysische Vorstellungen.“ Wikipedia.

    Und warum haben die Menschen vor 500000 Jahren noch nicht an ein metaphisisches Sein geglaubt? Da gab es doch auch schon Donner und Blitz, oder?

    Und ein letztes: Wenn, Gott behüte, einer ihrer Angehörigen stirbt, gehen Sie dann auch zum nächsten Chemieprofessor, damit er sie mit einer chemischen Formel seelisch tröstet?
    Das wird ihnen dann so richtig gut tun.

    Oder gehen sie eher zum Biologen, der ihnen um die Ohren schlägt: Mensch, wir alle geben mal den Löffel ab und werden wieder Dreck, also heule und flenne nicht, trag es wie ein Mann!

    In diesem Sinne, wenn Religion privat ist, ist auch der Petersdom privat, Michelangelos David und der Kölner Dom (ach nee, der gehört den Nafris….)

    Das wars zum Thema „Erwachsen werden“.
    Zweifel sind erlaubt, Verallgemeinerungen aber sind überheblich.

    Es lebe Ludwig II !

    • Ludwig II ?@tico
      Bin nicht sicher was sie damit sagen wollen ? Genialer Kokser?
      Ich weiß nur so viel, bin seit einem Jahr gut in Südamerika unterwegs, daß die katholische Festung auch hier bröckelt. Mehr nicht.

  89. „Onkel-Tom-Muslime“ ist eine Abwertung von Afroamerikanern
    @Tassilo
    Gehemmt und peinlich, der geplagte, glücklose Jakob Augstein. Schlussendlich bedeutet Demokratie hierzulande nichts anderes als Denunziation und Hetze gegen Andersdenkende.

  90. P-Berg vollkommen daneben
    Den jüdischen G’tt über einen Kamm zu scheren mit anderen Auffassungen, ist ein Fehler. Zum Glück haben wir von der Vaterreligion das Alte Testament übernommen.

    Aber auch das Neue ist nicht ganz schlecht, solange man nicht, wie moderne Theologen à la Käßmann es tun, den überaus klugen Jesus auf pure Soziologie verengt.

    Aber das Alte ist alles: Medizin (Moses und Aaron), damals zwingend notwendiges gesetzliches Regelwerk (Moses), Geschichtsbuch, Gesangbuch und gleichzeitig Dichtung (Psalter), Anweisung zu Liebe und zur Heirat (Salomo), Anweisung zum Verhalten bei schwerem Schicksal (Hiob) und Prophesie. Brillant, besonders wenn man bedenkt, wie alt es ist und dass es in Zeiten entstand, wo andere wie die Maya Kinder geopfert haben, um Regenzeiten anzuhalten. Klug und modern für seine Zeit und auch heute problemlos abstrakt anwendbar.

    Wenn es einen Gott gibt, der zum Menschen sprach, ist er dort zu finden, denn natürlich wäre dieser Gott klug.
    Ein Gott, der Menschen, die letztlich vermutlich aus demselben Ursprung stammen, mit Adam und Eva und der Schöpfung recht schön dargestellt, niedermähen lässt, kann es nicht geben, denn das wäre kein Gott. Insofern kann man ihn nicht lapidar zusammen mit den Missionierenden, den Politischen, den Machtlüsternen schlafen legen.

    Will man ihn sich vorstellen, was passieren kann, zum Beispiel nach Verlusten, ist er wunderbar dargestellt sowohl im Psalter als auch im Hohelied von Salomo.
    Die Muslime kommen immer bei Terroranschlägen mit Frieden an. Das ist es nicht. Es ist die Liebe, nicht der Frieden. Ich verweise auf Paulus: „Denn die Liebe ist die größte unter ihnen.“ Auch ein Hohelied.

    Die Liebe ist übrigens nur mit der Frau zu haben. Nicht mit der Frau als Besitz, sondern mit der eigenständigen Frau. Sie kommt schon früh ‚rüber in der jüdischen Religion, in Rachel oder auch Ruth. Drewermann hat ein Buch über diese Frauen geschrieben, das erhellend ist.

    • Über die Einflusslinien in die jüdischen Religion...
      gibt es natürlich auch kontroverse Diskussionen. Wenn Sie schreiben:
      „Brillant, besonders wenn man bedenkt, wie alt es ist und dass es in Zeiten entstand, wo andere wie die Maya Kinder geopfert haben, um Regenzeiten anzuhalten.“ sollte man vielleicht daran erinnern, dass der babylonische Talmud sich u.a. auch auf die Gottheiten Ba’al und Moloch bezieht. Diesen Gottheiten wurden ebenfalls Kinder geopfert, sogar als Brandopfer. Selbst zu Zeiten von Jesus Christus muss es im levantinischen Raum religiöse Auffassungen gegeben haben, die sich nur schwer mit der Vorstellung eines homogenen Judentums in Verbindung bringen lassen. Anders versteht man z. B. Joh. 8:42-44 im NT nicht: Manche pharisäische Schriftgelehrte müssen andere Auffassungen gehabt haben als „gewöhnliche“ Juden, mit denen Christus verkehrte.

      Überdies ist die „gefiederte Schlange“ der Maya ein recht ubiquitäres Symbol und findet sich in Kulturen und Religionen auf der ganzen Welt: https://www.bibliotecapleyades.net/sumer_anunnaki/reptiles/worship_serpent/wos.htm

      Der oben verlinkte Text von John Bathurst Deane gilt m.W. als „Klassiker“ zu diesem Thema. Heute kann man noch viel mehr finden und es wird dann immer schwerer, Religionsgeschichte nicht als Interventionsgeschichte zu verstehen. Ich weiss nicht, wie lange ein anthropozentrisches Weltbild noch haltbar ist, es bröckelt an allen Ecken und Enden und es sieht für mich danach aus, dass wir in einer Zeit leben, in der eine „zweite kopernikanische Wende“ stattfindet.

  91. Verehrter Don!
    Irgendwie unfair, was Sie mit uns Nicht-Bayern machen.

    Stellen Sie sich doch einfach nur vor, wie ein armer, sterbender, aber immer noch hungriger alter Mann reagiert, wenn er dann diese voluptuösen Texte untermalt von Bildern einer geradezu verführerischen Knödel- und Kuchengastronomie wahrnimmt. Und sogar Wunder entdeckt.

    So einer will doch dann nur noch nach Bayern!

  92. Klartext : Gott ist einfach Scheiße .

    ..
    ..
    .
    . Ein Wesen, angeblich allwissend und allmächtig, das so eine verpeiltes Gewerk abliefert,

    wie wir es täglich erleben, das all das zuläßt, was so passiert ,

    würde in der freien Wirtschaft nicht einen müden € verdienen, kein Gericht spräche ihm Werklohn zu.

    Setzen, fünf .

    Kein Grund , so etwas Bösartiges zu verehren .

    Wirklich nicht .

    Ein Vollhorst mit sadistischen Allüren.

    • Sozusagen alles schei§e außer Mutti?
      Oh wait…

    • Beten auf bayrisch
      Mei, Herr Moser, Sie trauen sich was!

      Ohne Rücksicht auf religiöse Gefühle, die Sie bei gläubigen Mitmenschen möglicherweise verletzen, knöpfen Sie sich den obersten Chef selber vor.
      Wenn das mal gut geht … denn anders als einer der Mitkommentatoren weiter oben bestreiten Sie die Existenz Gottes nicht, halten ihm aber erhebliche Werkmängel vor. Kein Wunder, möchte man zur Verteidigung einräumen, bei einer Bauzeit von 6 Tagen. Nimmt man z. B. den BER zum Vergleich …

      In der von Ihnen erwähnten „freien Wirtschaft“ dürfte man Ihre Vorhaltungen als Belastungstest für die im Leitbild erklärte, offene, klare und direkte Kommunikation und ein kooperatives Betriebsklima mit aktivem Feedback betrachten.

      Mal sehen, wie die Geschäftsleitung auf die Herausforderung reagiert.
      In der „freien Wirtschaft“ stünde Ihnen wohl ein Sitz im Betriebsrat in Aussicht. Man würde Sie „in die Verantwortung einbinden“ und versuchen, Sie mit allerlei Privilegien ruhig zu stellen.
      Nette Vorstellung: der Schöpfungsrat tagt und Moser setzt polternd zur Generalkritik an.

      Kann aber sein, dass das Betriebsklima im vorliegenden Fall hinter moderneren Auffassungen hinterherhinkt und eher patriarchal geprägt ist. Meiden Sie vorsichtshalber Gewitter, offene Erdspalten und Steinhaufen in der Nähe religiöser Versammlungsorte.

    • Nein, muscat, IM Mutti Merkel ist wie Gott ,
      .
      .
      .
      falls man das sagen darf.

    • Gott und die Welt ... @Otto Moser ... Setzen fünf ...
      sechs – werter Otto Moser …

      … setzen, 6- …

  93. Hummer? Languste !
    @Carsten sagt:
    „Bitte nachholen – im Austausch könnte ich dann ein Rezept mit Hummer liefern.“

    Ach mein lieber Mitforist Carsten, wer isst denn heute noch plumpen Hummer. Lobster ist angesagt, die feinere Art und, natürlich, Red Snapper, wenn wir schon schlemmen wollen, dann hauen wir richig rein.
    Na schön, im Tausch gegen die, lechz, Torten, die es bei mir nicht gibt, verrate ich gerne wie Red Snapper im eigenem Saft saftig bleibt (erkennen sie die Dialektik des saftens?) ach, was haben Sie nur getan, solche Vorschläge zu machen, ich habe mich scheinbar angewidert und verheuchelt vom Kuchen und der Torten abgewendet, wobei mein Herz zersprungen ist vor Neid und Habgier, und glaubte die Anwallung von Tortengeilheit überwunden zu haben und da kommen Sie….wie soll ich ihnen das verzeihen?

    Die Knödel, na ja, die passen nicht in die Karibik, aber der Snapper und die frisch gefangene Languste (da fährt der Fänger mit einer Handvoll Bananen im Boot einige Kilometer aufs Meer zu den Korallen, taucht dort, hat nur eine Schnur als Sicherheitsleine und seinen Langustenhaken, mit dem er zwischen den Korallen stochert. Und wenn er Glück hat, fängt er eine. Und wenn es ihm gut geht, fängt er gleich zwei Langusten, die kriegt dann der Gast gezeigt und der Koch sagt „Say good bay“ und drückt der Languste aufs Auge und die Languste wackelt nochmal mit dem Schwanz, bevor es ins kochende Wasser geht, so endete das tragische Dasein der Delikatesse, etwa wie die Torte.Nur schneller.

    Sicher ist das politisch nicht correct, aber ehrlich gesagt, ich habe noch nie die Beschwerde einer Languste gelesen. Wobei ich nicht mal weiß, ob sie schreiben können.

    Und zur Languste gibt es Platanos, lange liegen gebliebene Platanos, ihr in Deutschland sagt so plump „Koch-Bananen“ als ob man diese frucht nur Kochen koennte. Gekocht ist sie fade und schal. Etwa wie Merkel. Platanos aber liegen so lange bis sie schwarz geworden sind, meinethalben sogar Schimmel auf der Haut haben, das dringt nicht ins Fruchtfleisch. Und dann ziehen sie die Haut ab und innen breitet sich, wie eine schöne Frau , die goldgelbe Frucht aus, die nur darauf harrt genommen zu werden, in Stücke gehackt zu sein und, ach, in siedendes Öl sanft eingelegt zu werden. Nicht viel, 1-2 Minuten jeweils rechts und links und dann, nichts wie raus, auf den Teller neben die Languste. Ich schwöre ihnen, die Süße des Himmels ist nichts gegen gebackene goldgelbe Platanos neben der aufgebrochenen Languste.

    Und zum Nachtisch bieten wir Ananaspudding. Ich meine richtigen Ananaspudding, aus echtem Ananas ohne Chemie. (Ich verrate ihnen, wir sind ja unter uns, ich habe meine Schwiegermutter für dieses Rezept verscherbelt….).
    So, ich gehe jetzt Reis und Bohnen essen….guten abend.

    Nachtrag: Pardon, ich bin etwas feliz. Meine Tochter wünschte mir einen „Feliz dia del Padre“, ach wie ich sie liebe, es macht mich schummrig…..

    • @Tico: Leckermäulchen
      Gut gekocht.
      Schneiden, Hacken, Hobeln, Rühren
      bunte Vielfalt – zum Garnieren
      und das Würzen mit Gefühl
      ist der Countdown – ja das Ziel.
      Um die Gäste zu verwöhnen
      will der Koch die Speisen krönen,
      sie mit Liebe zubereiten,
      bis sie auf den Teller gleiten.
      Ein Gourmet liebt noble Speisen,
      Fleischgerichte gut zum Beißen,
      das Gemüse knackig, frisch,
      am gedeckten Essenstisch.
      Ingrid Riedl

  94. Seehr vorbildlich...
    …mit dem Langustenhaken in den Korallen zu stochern…

  95. Die Protestantenerwiderungsoffensive mittels einer dekoerotischen Torte
    [ Als neunjähriger Kathole wurden für meine
    am Rande der Prozession abgehaltene Pee-Mission
    nur kleine Aufmerksamkeiten zuteil.
    Nicht wenige Ältere bezeugten mit kalten Blicken mein Baum besprenkelnden … schnippsfipps
    … nur zwei Omis und ein vorbei defilierendes Mädchen grinsten mir zu.
    Das kann kein Zufall sein. Dachte ich.
    Und schaute konzentriert auf die Baumrinde.]

    Die schlawinös von oben betrachtete, köstliche Erdbeere, verriet mir erst später ihr Geheimnis: als Paradiesfrucht spricht sie auch Allergiker an, zu denen ich erfreulicherweise nicht gehöre.
    Also: meine Reaktion beim Anblick des letzten Bildes: drückt sich spontan in einer Frage aus: was könnte es mit der fehlenden Kuchengabel auf sich haben? Ist dieses so ideal präsentierte Kaffeekompendium etwa eine provokante… Reizschwelle für … äh, … etwa Leute mit Ramadanhintergrund, die auch ohne weiteres, also ohne größere Bedenken, mit ihren nackten Händen in Süßspeisen hineingreifen können? Oder ganz allgemein für Rückwärtsgewandte Kulturfreaks, die Bestecklose Zeiten favorisieren?

    Wie Erdbeeren stilvoll und doch auch gut gelaunt aus einer Silberschüssel entnommen werden, trotz kleiner Sabotagen:

    Michael Nyman Chasing Sheep Is Best Left To Shepherds ab 1:21
    [ Peter Greenaway // Der Kontrakt des Zeichners ]
    https://www.youtube.com/watch?v=wHiJkLmclkA

  96. Luther und der Ablaßhandel
    Lieber Don Alphonso!
    Ja, Luther war erfolgreich im Kampf gegen den Ablaßhandel. Der Nutzen des Handels für den Sünder war vermutlich gleich Null, der Schaden für die heimische Wirtschaft durch den Geldabfluß gen Süden jedoch nicht unbeträchtlich. Aber trotz dieser Erkenntnis ist der Ablaßhandel bis heute nicht aus der Mode gekommen, nur wird er jetzt von der Politik betrieben. Da wird z. B. Geld in Richtung Süden (Rom und darüber hinaus) geschickt um sich Ablaß von den Sünden der Väter zu erkaufen. Ob es nützt? Eher wohl nicht. Und dabei könnte das Geld zu Hause sehr nutzbringend angelegt sein. Infrastruktur sanieren etc. Leider fehlt uns heute ein Luther, denn von den real existierenden Lutheranern wie Frau Käßmann ist wohl nicht zu erwarten, dass Thesen an die Tür Wittenberger Schloßkirche genagelt werden.

    • Ganz ehrlich, ich würde lieber einen Mediciverbrecher in Rom als R2G in Berlin bezahlen.

  97. Gott, Wunder...
    @Otto Moser
    Die Alten hatten schon ganz recht mit ihren vielen Göttern. Bloß da ist unser jüdisch-christlicher „junger Gott“ einmal dazugekommen und wollte auch mit etwas sich wichtig hervortun und glänzen. Nach ein paar Tagen brachte er unsere Welt angeschleppt, he schaut mal alle her, was ich kreiert habe! Aber da haben die alten Götter alle schallend gelacht, unser Gott hat sich darob sehr geschämt und er ist deswegen nie wieder richtig auf die Sache zurückgekommen.
    Der nächste Versuch mit seinem einzigen Sohn ist ihm später ja auch mißlungen. Woody Allen: „Das Beste, was man von Gott sagen kann ist, daß er ein Minderleister ist bzw. um die Probleme einen Bogen macht.“
    Die Zeugen Jehovas frage ich immer, warum das seit den brausend-pfingstlichen Feuerzungen über den Köpfen der Apostel in unserer Welt mit den Wundern praktisch wie abgeschnitten ist. „Und der HErr sprach zu Mose: Siehe, ich will zu dir kommen in einer dicken Wolke, auf daß dies Volk es höre, wenn ich mit dir rede, und glaube dir ewiglich.“ (2. Mose 19:9)
    So ist es dann halt geblieben…

  98. Wie putzig
    @Problembär sagt:
    „Ich weiß nur so viel, bin seit einem Jahr gut in Südamerika unterwegs, daß die katholische Festung auch hier bröckelt. Mehr nicht.“

    Seit einem richtigen Jahr „unterwegs“. Gott, wie putzig. Ich lebe hier seit 21 Jahren. Aber Sie werden als durchreisender sicher alles besser wissen. Saludos.

  99. politisch correcter Selbstmord
    @Philomena sagt:
    20. Juni 2017 um 08:08 Uhr
    Seehr vorbildlich…
    …mit dem Langustenhaken in den Korallen zu stochern…

    Ach liebe Philomena, ich gestehe, ich bin ein komplett ignoranter, rabiater, politisch unkorrekter Mann, der sich abgrundtief schämt in der Provinz als Hinterwäldler zu vegetieren und nicht mal weiß, dass man Tofu essen muss, um gesellschaftlich anerkannt zu sein.

    Also seit vielen Jahren, wenn nicht Jahrhunderten, (ich sage nur Bounty Bounty Bounty und die Schlemmerei auf Hawai!) fangen die Langustenfänger die Langusten mit Haken zwischen den Korallen, weil, die Languste ist politisch aufgeklärt und weiß, hier die Koralle, da haken rein? Nix da, ist politisch unkorrekt, also verstecken wir uns in den Korallen. Frechheit sowas. Das ist, wie wenn die ISIS die Kinder als Schutzschild nehmen.

    Die Versuche die Langusten mit Saugstöpsel aus der Koralle zu bewegen, misslang. Die Viecher klammern sich hartnaeckig udn boesartig an den sensiblen Korralen fest, stellt euch das mal vor!
    Nun gibt es neuerdings weitere Möglichkeiten.

    Ja, schauen Sie, der Langustenfänger hat es erst mit Diskutieren versucht. Sinnlos. Die Languste war ein illegaler Fluechtling aus Cuba. Dann wurde es mit gutem zureden probiert. Auch sinnlos. Er bestand auf sein Recht hier zu bleiben, egal was ist, Merkels Ruf dringt halt ueberall hin.

    Und dann huschte diese Languste verbotenerweise zwischen die Korallen, obwohl doch jedes Vieh weiß, dass man sie schützen muss ( das Parteiprogramm der Grünen liegt dort auf dem Meeresgrund!) ,doch nicht mal das Mondgesicht der Roth hat es abgehalten.

    Der Langustenfänger hat sich dann entschlossen, einen Veggy-Day für die Languste einzurichten, in der Hoffnung das Vieh kommt raus und frisst Algen. Sinnlos. Es war Ramadan.

    Das letzte was der Langustenfänger tun konnte,war Selbstmord aus Sauerstoffmangel begehen. Im Todeskampf schlug er um sich und der Langustenhaken fuhr bedauerlicherweise zwischen die Korallen.

    Der Leichnam des Bösewichtes wurde dann unter dreifacher Verfluchung den Haien vorgeworfen.

    War das nun politisch correkt?

    Langusten in „Gebährbecken“ (Aufzuchtbecken, das Schwimmen im eigenem Kot) sind verpönt. Langusten in der Freiheit gefangen auch. Am besten also wir greifen uns nur noch blättrige Algen, aber auch das ist Mord an den Tieren, die die Algen fressen und wegen uns verhungern müssen. Am Ende steht wirklich nur der Selbstmord des Menschen, um politisch absolut korrekt zu sein. Und jeder muss natürlich für die Verwertbarkeit seiner Leich selber sorgen und zahlen. Die Gelder fließen dann an die Grünen.

    • Ich weiß ja, werterTico,dass Sie das letzte Wort lieben...
      …aber dieses Mal möchte ich es beanspruchen, weil ich Tofo verabscheue und das muss ich Ihnen unbedingt mitteilen.
      Man lebt auch gut mit ganz wenig Fleisch und Fisch, der nicht aus der Zucht kommt.Ist wohl inzwischen auch perdu, aber die Helgoländer Art, Hummer zu fangen, gefiel mir besser.

      Ünrigens habe ich gelernt, dass es auch in norwegischen Fjorden Korallen gibt, sehr farbenfroh sogar, die geschützt werden.Ein sehr empfindliches Geschöpf jedenfalls.

  100. kein cent für CEM und Antonina 2017 !
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  101. Voraussetzung zur Gleichschaltung
    Leider kann somit auch ermöglicht werden, auf ein System belastendes Material aufzuspielen und hinterher den Trojaner zu löschen … So können unliebsame Personen beliebigen Verdacht ausgesetzt werden, erpresst werden usw. 22.6.17, 14h58

    Das ist in der Tat die größte Gefahr, denn die Voraussetzungen für „das Abhören“ eines Geräts
    ist die vollständige Kontrolle über das Gerät. Und ist diese Vorhanden, können auch lokale Dateien geändert oder hinzugefügt werden. Was hätte die Stasi damals für derartige Möglichkeiten gegeben, Staatskritiker auf Knopfdruck mundtot zu machen…22.6.17, 20h13
    http://www.faz.net/aktuell/politik/online-durchsuchung-quellen-tkue-bundestrojaner-wird-gesetz-15071053.html

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