Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Dialektik der historischen Aufklärung gegen die AfD

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Ein Deutscher, ist ein Mensch, der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben.
Theodor W. Adorno

Es wird am Wahlabend, wenn nichts Gravierendes dazwischen kommt, natürlich viel Entsetzen über das Abschneiden der AfD geben, und ich vermute, dass das Entsetzen nicht auf Seiten von Frau Weidel und Herrn Gauland sein wird. Wie es immer so ist, wird man die Fehler bei jenen suchen, die sich falsch entschieden haben, und es ist anzunehmen, dass man mit abweichenden Meinungen im Lager der Kommentatoren wenig gnädig verfahren wird. Speziell, wenn sie auch noch darauf hinweisen, dass es nicht zu wenig Kampf gegen die AfD gegeben hat, sondern vor allem einen falschen Kampf mit den grundfalschen Argumenten. Ich bin nicht nur der höflichste, sondern auch der konfliktscheueste Mensch von der Welt, und als solcher möchte ich hier – zumal noch Zeit für Einsicht und Strategieänderung bleibt – einen in meinen Augen besonders gravierenden Fehler verdeutlichen: Der ständige Vorwurf, die AfD wollte zurück in die 50er Jahre.

Wer dieses Jahrzehnt wirklich im ganzen Umfang bewusst als Erwachsener erlebt hat, wurde um 1930 herum geboren und nähert sich dem 90. Geburtstag. Was die 50er Jahre wirklich waren, wissen die meisten Deutschen nur aus dem Geschichtsbuch, oder Erzählungen, die angesichts der harten Kriegszeiten davor gar nicht so schlecht sind, wie viele heute im Wohlstand meinen. Natürlich kann man in einem Soziologieseminar nicht offen darüber reden, wie der eigene Uropa in der fernen Provinz unter Adenauer den finanziellen Grundstock legte, auf dem man heute die Benachteiligung von Frauen und Migranten studiert. Aber die Zeiten von 1914 bis zur Währungsreform mit der DM waren mit ihren Krisen und Kriegsgräueln für die meisten Menschen alles andere als schön. Danach wurde es sehr schnell sehr viel besser, und zwar für breite Schichten der Bevölkerung – ganz gleich, ob in der BRD, England, Frankreich, Italien oder Österreich. In Deutschland schüttete man mit Aufstieg und Konsum die Erinnerung an Krieg und Völkermord zu. Das sorgt für den schlechten Ruf der Dekade. In anderen europäischen Ländern ist die Phase bis Mitte der 60er Jahre bis heute ein Goldenes Zeitalter geblieben.

Und selbst bei uns gibt es da zwei Arten der Geschichtsschreibung: Das eine ist die durch die 68er definierte, offizielle Haltung, die Adenauer, Globke, den deutschen Schlager, die Wiederbewaffnung, die hemmungslose Motorisierung, den Konsumwahn oder den Fortschrittsaberglauben mit seinen zubetonieren Flüssen und AKWs ablehnt. Diese Vorstellung der Epoche ist weitgehend negativ aufgeladen, und hin und wieder wird man daran erinnert, etwa, wenn die Opfer der Schwulenparagraphen rehabilitiert werden. Oder wenn von Bischof Mixa bis zu den Regensburger Domspatzen die Verfehlungen und Vertuschungen der Kirche offensichtlich werden. Oder wenn Zeitzeugen erzählen, wie sich Gastwirte der Gefahr aussetzen, wegen Kuppelei die Lizenz zu verlieren, wenn sie Männer und Frauen zusammen ein Zimmer nehmen ließen. Was uns heute beim Betrachten von 50er-Jahre-Filmen wie verklemmte Sexualität vorkommt, war damals frivolstes Kokettieren am Rande des gesellschaftlich Zumutbaren. Ich wäre höchst überrascht, nähmen AfD-Anhänger nicht auch ab und zu jene Dienste in Anspruch, die im Internet heute ganz anderes Filmmaterial auf den Rechner bringen – aber übel und bigott und sexfeindlich waren nun mal diese 50er Jahre, die man mit der AfD in Verbindung bringen will.

Das sind übrigens auch die 50er Jahre, von denen ich selbst immer erzähle, wenn ich mit anderen im Altmühltal unterwegs bin, in jener romantischen Juralandschaft, die ideal geeignet ist, um mit Kindern Rad- und Paddelbootausflüge zu machen, und Burgen zu erwandern. Die 50er Jahre haben hier wie in vielen ländlichen Regionen erst in den 80er Jahren aufgehört, und ich fühle mich verpflichtet, den hässlichen Kontext der Schönheit zu liefern: Hier steht nur noch so viel Altes, weil man sehr lange zu arm für Neues war. Hier sind die Kirchen so prächtig, weil die Bischöfe das Land ausplünderten. Die Dienstmädchen bei meiner Familie waren die unehelichen Töchter der hiesigen Bauern. In den Gaststätten hingen nicht wie heute Artefakte des bäuerlichen Lebens, sondern die Bilder all jener Männer, die in den Kriegen von 1870 bis 1945 “auf dem Feld der Ehre” geblieben sind, und darunter maulten die Veteranen und Reservisten, weil man 41 nicht nach Moskau kam. Ich erzähle das alles. Und komme nicht gegen das an, was die Menschen hier sehen.

Eine Welt mit fetten Sossen, riesigen Portionen und ausgewählten Zutaten, eine Welt, die wie die gute alte Zeit wirkt, aber damit nichts zu tun hat. Die “gute, alte Zeit” hier war gleichbedeutend mit fragwürdigem Kesselfleisch nach der Schlachtung, Fett am Schweinsbraten, Maggi am Tisch, stinkenden Zigarillos, und als besonderer Attraktion, gegenüber von einem der heute besten Lokale im ganzen Tal: Ein unhygienischer Pommes-Frites-Automat, der für ein Fuchzgerl Fettkartoffelstreifen auswarf. Und genauso, wie sich die Feinschmeckerei hier mit frischem Salat und Schnittlauchstreussel neu erfindet, mit ihren Prälatentellern und dem Ochsen am Spiess im Schloss für 40 Personen – so hat sich die ganze Region neu erfunden.

Das Altmühltal hat kein Meer und keine Berge, sondern nur die scheinbare Unschuld der 50er Jahre Romantik. Es ist hier so, wie es noch war, als Grossonkel Wilfried und Tante Gerda und Pudel Willy mit dem Opel Kadett ihre Nichte Marika abholten, weil das Faltboot ein Leck hatte. Ich merke das an mir selbst: Ich weiss, wie es früher gewesen ist. Es war schlimm. Es war überall schlimm, auch im Donaumoos, in der Holledau und überall, wo man sich heute als biologische und nachhaltige Alternative zum Urlaub in der muslimischen Welt anbietet. Der Bartelmarkt in Oberstimm war ein elender Treffepunkt für das ganze Gschleaf aus Bayern, aber heute gilt er als bundesweiter Geheimtip für echte Volksfeste.

Da möchte man die AfD hinein pferchen und sie in einem Gatter mit dem Schlimmen jener Tage halten. Das ist aber so eine elitäre Einstellung, die man sich eben leistet, wenn man aus der akademischen Oberschicht stammt. Da ist die Ablehnung jener Epoche ein Konsens, der aber auch nur dort gilt: Auf dem Land waren die 50er Jahre prima, man bekam damals Strom, Wasser, das Dieselross und Teer. Man hat sich das unter Strauss nicht schlecht machen lassen, und will von den negativen Aspekten nichts mehr hören.

Man hat die Geldspielautomaten, an denen sich die Landjugend mangels Alternativen ruinierte, in den Gaststätten entfernt, und hängt wieder Geweihe auf. Man hat die Saufrituale der Region mit kristallklaren Schnäpsen aus hier wachsenden Schlehen, Wacholder, Marillen und Zwetschgen ersetzt. Früher bekam man hier zum Datschi die Dose mit der Sprühsahne auf den Tisch gestellt. Heute ist der Datschi eine teuer gehandelte Delikatesse, und wird mit einem kleinen Klecks frischer Sahne veredelt. Es hat nichts mit der gar nicht so guten, alten Zeit zu tun -aber es wird so erlebt. Und natürlich ist der junge Schwarzafrikaner im Garten des Bischofs ein eifriger Gaststudent mit Stipendium, und nicht vergleichbar mit dem, was man im Görlitzer Park erlebt.

Ein schönes Beispiel für die unterschiedliche Auffassung ist die hiesige Jesuitenkirche: Kein wirklich aufgeklärter Mensch kann sich vorstellen, an einem Ort zu heiraten, an dem armen Bauern vorgegaukelt wurde, Schutzengel würden dauernd über ihrem Leben schweben. Zumal, wenn man weiss, dass die Jesuiten für eine brutale Durchsetzung des Glaubens mit religiöser Säuberung standen. Damals war die Grenze zwischen Bistum und evangelischen Reichsrittern auch die Grenze jeder zwischenmenschlichen Verbindung. Das hält aber nach meinem Wissen niemand davon ab, all die Schutzengel putzig und das Ambiente eindrucksvoll zu finden, nachdem die Kirche – in meiner Jugend noch ein finsteres Loch – jetzt nach der Restaurierung im neuen Glanz erstrahlt. Die Geschichte dahinter ist nicht schön, aber die Kirche ist das, was die Heiratswilligen darin sehen wollen. Das Altmühltal war bitterarm, aber es hat sich heute als die gute, alte Zeit herausgeputzt, die wir gerne im Urlaub sehen wollen.

Und mein Eindruck ist, dass die Rückwärtsgewandtheit der AfD ganz ähnlich funktioniert. Man sagt ihren Anhängern, die Partei sei 50er Jahre und daher im Sinne von Horkheimer und Adorno abzulehnen. Aber ihre Anhänger sehen da etwas wie das Altmühltal mit sauberen Strassen, geordneten Verhältnissen und gute Zeiten für jene, die gute Leistung bringen. Man gibt sich alle Mühe, die AfD in einen Schweinestall mit allen stinkenden Tieren der Vergangenheit zu pressen, aber die Anhänger der Partei sehen sich eher im schmucken Fachwerkhaus mit Blumen vor den Fenstern und Fahnen, wenn der Festzug zum Volksfest vorbei zieht. Für Akademiker, die ihre Legitimation aus dem Anspruch ziehen, eine bessere Welt zu erschaffen, sind die 50er Jahre eine negativ geprägte Epoche, über die man nicht mehr reden muss: Ihre Geschichtsschreibung hat das Urteil bereits gefällt, es ist die Übergangsphase zwischen Nazi und Licht der Frankfurter Schule, und nur als Kampfzeit gegen das Alte und Überkommene positiv zu betrachten.

Der AfD-Wähler dagegen lenkt seinen Diesel Kombi entlang der Biegungen des Flusses, freut sich an der Welt, die nie so heil war, wie sie heute zu sein scheint, und versteht nicht, warum man an diesem Zustand etwas ändern sollte, und ihn mit Fremden und Migration anreichern: Er hat zwei Kinder und seinen Teil dafür getan, damit in seiner Welt alles so bleibt. Das Nachwuchsverweigerungs- und Rentenproblem der Deutschen ist nun mal eher akademisch, feministisch, metropolitan, nicht in der Produktion tätig, und ärgert sich im 50 Wochenstunden dauernden Teilzeitjob einer Werbeagentur, wenn andere es gern idyllisch, romantisch, homogen und in letzter Konsequenz potemkin-dörflich haben, wie in einer Heimatfilmkulisse. Man kann ihnen fundiert vorwerfen, dass sie die Vergangenheit unangemessen idealisieren und negative Folgen ausblenden. Aber dafür müssten sie den Kündern der anderen Wahrheit zuhören wollen.

Wahlkampf mit der Geschichte ist immer problematisch, denn da werden Fässer wieder aufgemacht, die man vielleicht besser geschlossen gehalten hätte. Man erlebt eventuell, dass der totale Sieg im Feuilleton noch lang keinen Sieg auf dem flachen Land nach sich zieht, und sich die offizielle Geschichtsschreibung nur teilweise mit der mündlichen Weitergabe des Märchenhaften deckt- wäre es anders, gäbe es auch schon lange nicht mehr die Nachfolgepartei der SED. Man unterschätzt leicht die perfide Fähigkeit weniger studierter, aber nicht ungeschickter Bevölkerungsgruppen, die Vergangenheit so aufzuhübschen, dass man am Ende völlig aneinander vorbei redet, und dem anderen etwas als Verdammung entgegen schleudert, was der als Kompliment wertet. Es ist noch nicht einmal gelungen, eine Partei wegen ihrer Rolle in der der DDR unwählbar zu machen. Warum sollte es mit den 50er Jahren der BRD bei der AfD besser funktionieren?

Auch das ist, wenn man so will, eine Dialektik der Aufklärung, und der Wahlausgang wird uns da meines Erachtens noch höchst adornisieren.

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900 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Was für ein Wischiwaschi, lieber Don. So gar nicht von Ihnen gewohnt. Und, ja, ich liebe die 50er Jahre (in Regensburg, FFM und anderswo) samt Maggi auf dem Tisch und allem sonst; das wunderschöne Altmühltal und fahre keinen Diesel. Das rechthaberische Feuilleton der abgebliebenen Alt-68er gestatte ich mir zu negieren. Noch Fragen?

    • Es muss Ihnen nicht gefallen.

    • @Margit Boeckh
      Frau Boeckh,
      Frau Boeckh,
      haben Sie möglicherweise Passagen ausgelassen >>> beim Lesen?
      haben Sie möglicherweise Passagen ausgelassen >>> beim Lesen?

    • Aber Madam Margit,
      ich habe (zugegeben ehe oberflächlich) aus Dons Nostalgo-Artikel herausgelesen, dass man die „zurück in die Fünfziger“ den AfD-Adherenten andichtet.
      .
      Ganz so schlecht waren die Fünfziger nun auch wieder nicht, aber hart. Gut, in der Schule gab es noch Senge (das ist das rheinische Wort für Prügel), dafür nahmen wir uns eigenmächtig den restlichen Tag frei für Wald und Flur. Mengenlehre war noch weit weg und Bruchrechnen lernten wir erst in der 7. Klasse. Dafür konnten wir-und dem Dialekt zum Trotz, für heutige Begriffe gut in „Deutsch“.
      .
      Mist waren die erzwungenen Kirchgänge (sonntags 2x, zum Trost ging die Großmutter 3 x), die Pfaffenbrut, hinterhältig und brutaler als die Lehrer mit Wehrmachts-Haarschnitt und Vergangenheit. Auf dem Dorf kamen einem als Kind der Kontakt, selten genug, mit dem opelmotorisierten Doktor aus dem Nachbarort als einziger Lichtblick und Beweis dafür vor, dass es neben Tölpeln auch noch humane und gebildete Menschen gab. Die Aversion gegen die Pfaffen, die waren ja auch gebildet, blieb dagegen ein Leben lang.
      .
      Und 1956 kamen anstelle der Spahis mit ihren Töpfen auf den Köpfen, die regelmäßig das Dorf einnebelten endlich wieder unsere „eigenen“ Soldaten. Die Großmutter konnte beruhigt ihre Hühner wieder auf der Wiese lassen. (bei Don werdens noch die „Amerigooner“ gwesen sein). Und ihren jüngsten Sohn, als 1929 Geborener, gewähnt als „weißer Jahrgang“, dem noch die Einberufung drohte „befreite“ sie in einer einzigen Attacke auf den Bürgermeister. Allerdings mit dem Zugeständnis, dass er zum Kommandantenlehrgang zu Feuerwehrschule Kirchheim-Bolanden gehen müsse.
      .
      Coca-Cola gab es mit dem Onkel beim Frühschoppen nach der Kirche in 200 ml-Flachen, die Erdnüsse für einen Groschen aus dem Spender, der aussah wie ein Ufo. Im Radio nur Musik, die heutige Hörer nur noch bei Klassik-Radio zu hören bekommen-und sonntags nachmittags der volle Luxus: Radio Luxemburg, mit Camillo Felgen.
      .
      Als ich mal mit einem leeren Zementsack, via Wäschekochkessel im ehem. Pferdestall die inzwischen nutzlose aber noch vorhandene Scheune beinahe entflammte und Muttern dem Entstehungsbrand dank ihrem gerade vollen Putzeimer beim Treppenputzen die notwendige Energie für ein Fortbestehen des Oxidationsvorganges nahm.
      .
      Ihre eigene Energie reichte sogar noch aus mir gehörig mit einem Gürtel den Hintern zu versohlen und mich einige Zeit in den Kartoffelkeller zu sperren. Im Nachhinein finde ich ihren Erziehungsbeitrag o.k. Ich habe nie wieder gezündelt. Jaaa, zu solchen unmenschlichen Aktionen sahen sich Eltern in den Fünfzigern durchaus berechtigt, als Buben noch nicht Torben, Tschonnathan, Wilson, Gonzalez und Jimi Blue hießen. Als Wilson war uns ausschließlich ein verstorbener amerikanischer Präsident bekannt.
      .
      Um zum Schluß zu kommen, vielleicht sind alle die traumatische Kindheitserlebnisse (oben etwa 0,1 Promille) der Grund dafür, dass sich der Sozialdemokrat seit Brandt, nach der ersten Merkel-Periode nach dem schrecklichen Kohl, der fast so ätzend lange klebte wie Adenauer, also mit dem Auftauchen von Luckes Partei, entschlossen habe, AfD zu wählen. So zwar lange bis der Euro-Bail-out-Wahnsinn beendet wird und die 2015 neu hinzugekommene Flüchtlings-Erpressungstour mit einem völlig geänderten Asyl-Gesetz geregelt wird…….

    • Schönes Stück
      Ich fand’s ganz wunderbar zum Lesen. So ist der Don, wenn er sich nicht mit dem Netz und Twitter beschäftigt, mit Wichtigtuereien und Kreischereien der heutigen Welt, sondern sinnierend und durchaus kritisch seine Heimat und ihre Geschichte betrachtet. Ich selbst genieße das.

      Was ich allerdings vermute, ist, dass sich manche Leute in die heil erscheinende Welt vor den beiden Weltkriegen zurücksehnen, vielleicht sogar in die Zeiten vor Bismarck. Aber auch damals gab es uneheliche Kinder, die keine Chance hatten, und Dienstmädchen, die sich nicht wehren konnten, aber es gab auch brillante Dichtung, Malerei und Musik, außerdem vielleicht mehr intakte Landschaft.

      Andererseits reiste man in Pferdekutschen und nur kurze Strecken. Doch die Bildnisse lassen alles heiler erscheinen. Nur blendet man, wie ja DA beschreibt, gern die echten Probleme aus, die Zeitgenossen beschrieben, wie zum Beispiel Thomas Mann die Cholera oder die Verklemmtheiten des Homosexuellendaseins in „Tod in Venedig“.

      Ausblendung nach dem Motto: Früher war alles besser. Dennoch fehlt uns ein innerer Zusammenhalt und eine tiefere Kultur, wir sind zerrissen und etwas hohl. Die Sozialmigrants haben uns gerade noch gefehlt. Kitt sind sie nicht, sondern machen die Risse, auch wirtschaftliche, noch tiefer. Und die Sicherheit fraglicher,
      Darauf einen Asbach für Deutschland.

    • Prosit!

    • Nachtrag Prosit
      Danke! Gruß, Oberländer, hatte den Namen vergessen.

    • Senge?
      DdH „in der Schule gab es noch Senge“

      Ich war die kompletten 50er Jahre in der Schule: April ’51 eingeschult, 1960: ab in die Arbeitswelt. i
      Ich kann mich in all den Jahren eine keine Senge/Prügel von Seiten der Lehrer erinnern. Das gab’s einfach nicht (mehr).
      Zwischen den Schülern: ja. Auch von der überforderten Mutter (Arbeiterin): ja, fast täglich gab’s Schläge. Bis ich zurückschlug, mit 15. Dann war Schluss damit.
      .
      Aber kein Lehrer, keine Lehrerin hat mich, hat uns Schüler je geschlagen.
      Das war erst eine Grundschule in Berlin-Kreuzberg und dann eine „Oberschule Praktischer Zweig“, auch in Kreuzberg. Also kein Umfeld, wo Lehrer „vorsichtig“ sein mussten.

    • Bestrafung durch Lehrer
      Lieber DdH und kdm,

      auch ich kenne noch die „Prügelstrafe“ durch Lehrkräfte, in unserem Fall eine Lehrerin. Noch Anfang 72 wurden wir mit dem Rohrstock, aus biegsamen Kunststoff, gezüchtigt. Da gab es Schläge auf die Fingerspitzen der offenen Hände (Innenhandflächen) und wer wir die Hände wegzog bekam noch zusätzliche Schläge. Die Mädchen wurden auch noch mit spitzen Fingernägeln ins Ohrläppchen geniffen, wobei schon mal ein Ohrring rausgerissen wurde.

      Der Rohrstock hatte den neckischen Namen Wilma.

      Klagen bei den Eltern oder Großeltern brachte nichts, laut Aussage mussten sie da auch durch. Also alles normal in einem Dorf in Niedersachsen.

      Ach ja, da werden ich doch gleich nostalgisch bei all den alten Erinnerungen, seufs.

    • War Adorno nicht auch ein Deutscher?
      Adorno: „Ein Deutscher ist ein Mensch, der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben.“

    • "Herrenhutische Heuchelanstalt“
      Heuchelei – welch eine Gemeinheit, aber Heuchelei und Bösartigkeit – welch ein Greuel! Voltaire
      Ich wurde in den 50er Jahren ins Weschnitztal verschleppt, dort ausgesetzt wo es am dunkelsten war, in eine kirchliche Anstalt mit pietistischen Lehrinhalten und pietistischer Frömmigkeitspraxis. Hermann von Pückler-Muskau hat aus eigener Erfahrung mit dieser Instituion von einer „herrenhutischen Heuchelanstalt“ gesprochen.
      Eine „Kinder-Haftanstalt“ mit werktäglich 1Stunde Ausgang ins Dorf und Prügelstrafe bei „Todsünden“, z.B. Lesen von Büchern während der 1,5stündigen Mittagsruhe oder unerlaubten Kinobesuch am Sonntag Nachmittag in Weinheim. Der Stock für die Exekution musste mitgebracht werden.

    • MZ
      Lange nichts mehr gelesen von Ihnen im Imperium von DeMont.


    • An die „ich bin dankbar für die Backpfeifen, und es hat mir nicht geschadet, ich bin ja wenigstens noch richtig erzogen worden“-Fraktion:

      Bitte erklären Sie mir dann dies und sehen Sie mir nach, dass ich persönlicher aushole:

      Mein Großvater verstarb 1949 plötzlich. Dessen Sohn, mein Onkel, kommt bis heute bei jeder Familienzusammenkunft zu späterer Stunde auf seinen Vater zu sprechen, und im selben Atemzug unweigerlich auf die von diesem bezogene Prügel, das jeweilige wie und wann und warum, und schlussendlich Beteuerungen, dass sein Vater das ja habe tun müssen.

      Es sind fast die einzigen Erinnerungen an den Vater. Dieser war im Ort geachtet und sonst friedliebend, doch er tat, was wohl gängig war. (Bin selbst erst ein Kind der Neunziger.)

      Ist das etwa schön und frei, dass mein gestandener Onkel seit fast 70 Jahren damit befasst ist, diese seine Kindheitserfahrungen und -erinnerungen zu rationalisieren, immer und immer wieder? Dass das offenbar alles andere überdekct hat?

      Alles Gute,
      panna Kraweel

    • @panna Kraweel
      Ich vermute bei ihrem Onkel ging es nicht um einfache „Backpfeifen“ sondern um Schlimmeres. Oder die „Backpfeifen“ waren das einzige Erziehungsmittel in einem insgesamt lieblosen Elternhaus.

      Es gibt schon noch Unterschiede zwischen einer spontanen Ohrfeige und Prügel mit dem Kochlöffel, mit Kleiderbügeln oder mit einem Gürtel beispielsweise.

      Ich weiß, dass wir in den 70er Jahren auch manchmal bis zum Alter von vielleicht 12 Jahren von unserer Mutter Ohrfeigen bekamen. Ich kann mich aber im Einzelnen überhaupt nicht mehr daran erinnern. Nicht wie oft, nicht aus welchen Anlässen. Es beschäftigt mich nicht.

      Ich bin nicht dankbar für die Ohrfeigen. Ich mache meinen Eltern deswegen aber auch keine Vorwürfe. Es hat für sie die Dinge einfacher gemacht. Es war nun gewiss nicht schön, aber insgesamt haben wir eine überdurchschnittlich gute Erziehung genossen.

      Ich habe durch die Ohrfeigen keinen bleibenden Schaden erlitten. Das war etwas, das beschäftigte einen maximal ein paar Stunden und dann war es wieder gut. Es ist für mich in der Rückschau bedeutungslos, wirklich.

      Es sind andere Dinge, die die Seele beschädigen: Über eine gewisse Zeit wurde ich in der Jugend von gleichaltrigen gequält und terrorisiert und zwar ohne körperliche Gewalt. Das nagt noch immer an mir, ab und zu, nach über dreißig Jahren.

    • Titel eingeben
      „peter bernhardt sagt:
      7. September 2017 um 17:17 Uhr
      War Adorno nicht auch ein Deutscher?
      Adorno: „Ein Deutscher ist ein Mensch, der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben.“

      Nein, er war ein Über-Deutscher. Einer, der das an ihm begangene (unbestreitbar unfassbare) Unrecht den Deutschen gab, um sie in die Lage zu versetzen, sich über sie selbst zu erheben.

      Eine unerschöpfliche Zitatenquelle von der RAF bis – ja leider – zum Don. Hört das irgendwann mal auf? Sterben diejenigen, die sich ständig entblöden zu erklären, sie hätten „bei Adorno studiert“, endlich mal weg?

      „Zille klopft dem Elend auf den Popo“, hat Adorno in seiner intellektuellen Widerwärtigkeit mal von sich gegeben. Als Verehrer von Zilles Werk, aber ganz besonders von Zilles ganz praktisch gelebter Menschlichkeit frage ich mich, wem außer sich selbst Adorno denn mal auf den Popo geklopft hat.
      Wenn überhaupt.

  2. Dialektik der fünfziger ...
    Der US Journalist Erik T. Hansen hat mich in seinem lesenswerten Buch „Planet Germany“ daran erinnert, dass die fünfziger irgendwie doch mehr gewesen sein müssen, als die Nach-Nazi-Zeit. Weil es die sechziger, genauer die achtundsechziger, sonst gar nicht hätte geben können.

    Abgesehen davon wollen nach meinem Eindruck viele Wähler der AfD gar nicht in die fünfziger zurück. Sondern in die achtziger, die Zeit ihrer Jugend und des frühen Erwachsenenseins. Und die waren so schlecht nicht :-).

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Ja, das ist noch so ein grundlegendes Missverständnis. aber man kann das jicht sagen, denn die Gesellschaft wurde in den 80ern massgeblich gebprägt.

    • Warum 50er oder 80er ?
      Mir würde offen gestanden das CDU-Wahlprogramm aus den 90ern vollkommen ausreichen.

    • Titel eingeben
      rückblickend schämt man sich ja manchmal für die Exzesse und Moden der 80er, aber es stimmt, damals glich die BRD schon einer fetten Hehne

    • @Haupts
      …die waren so schlecht nicht…

      Nein, ganz sicher nicht. Und was manche geschichtslose Rotznasen von heute übersehen: damals wurden Grundlagen gelegt für eine weltoffene Gesellschaft, die dann aber total aus dem Ruder gelaufen sind. Da kommt einem zwangsläufig Goethes Zauberlehrling in den Sinn. Neulich wurde ich hier wegen meiner Grünenschelte angeeiert von einem, der uns vorwarf „wir würden gegen den Wind spucken“.

      Erstens: wir haben den Wind ja mit gemacht, und wenn der jetzt etwas aus der Richtung gelaufen und zu chaotisch geworden ist muss man ihn wieder eindämmen. Zweitens: der Wind, soll heißen das grüne Establishment, ist nichts Gottgegebenes (wie die Muttersöhnchen von der „Grünen Jugend“ [würg!] vielleicht meinen), er wurde von Menschen gemacht und kann auch wieder zurückgenommen werden. Das ließe sich am besten dadurch beweisen, dass die Grünen am 24. rausfliegen.

      Denn so haben wir nicht gewettet: als man sich in den 80-ern eine weltoffene Gesellschaft vorstellte geschah dies auf dem Hintergrund von als unverrückbar angenommenen bürgerlichen Festigkeiten. Dass die dann in der Folgezeit Zug um Zug kaputt gemacht wurden war nicht auf der Rechnung. Auch nicht Dinge wie Inklusion oder der ganze pathologische Femi- und Genderwahn. Man wollte eine bürgerliche Gesellschaft basierend nicht auf krankhaften Exzessen, sondern auf dem gesunden Maß. Dass man das nicht erreicht hat, sondern alles nur viel schlimmer gemacht wurde, auch das erinnert an den Zauberlehrling. Und aus diesem Grund muss es jetzt heißen:
      „»In die Ecke,
      Besen, Besen!
      Seid’s gewesen.
      Denn als Geister
      ruft euch nur zu seinem Zwecke,
      erst hervor der alte Meister.«

      Oder um es mit einem englischen Spruch zu sagen: „back to the drawing board.“ So haben wir nicht gewettet, und daher hoffe ich darauf, dass 1. die total ausgeflippten Grünen rausfliegen und 2. durch erkennbar oppositionelle Strukturen unsere Demokratie wiederhergestellt wird.

      Es muss in jedem Fall frischer Wind her. So kann es nicht bleiben. Vor allem der CDU muss man einen Vorwurf machen: die hat durch ihren Linksrutsch die bürgerliche Basis erodieren lassen.

      Mal eine persönliche Frage (Sie müssen nicht antworten, wenn es Ihnen ZU persönlich vorkommen sollte): Ihr Name kommt mit irgendwie von früher bekannt vor. Kann es sein, dass wir uns aus einem anderen Forum kennen?

      Als Stichwort sage ich nur: ALFA.

    • @S&R
      Nicht einmal auf die 90er müßten wir zurückgreifen. Das Wahlprogramm des Jahres 2002 wäre völlig ausreichend:

      „Deutschland ist ein weltoffenes und gastfreundliches Land. Mit einem Anteil der Ausländer an der Bevölkerung von 9 % nimmt Deutschland unter den großen westlichen Industrienationen den Spitzenplatz ein. Die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer hat seit 1972 von 3,5 Millionen auf 7,3 Millionen zugenommen, die der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer ist dagegen von 2,3 Millionen auf 2,0 Millionen zurückgegangen. Die Ausländerarbeitslosigkeit hat sich in dieser Zeit massiv erhöht und liegt heute mit rund 20% doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung. Die Zuwanderung erfolgte also überwiegend nicht in Arbeitsplätze, sondern in die sozialen Sicherungssysteme. Drei Viertel der Menschen aus anderen Ländern, die in Deutschland leben, kommen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union. Deutschland kann aufgrund seiner historischen, geographischen und gesellschaftlichen Situation aber kein klassisches Einwanderungsland wie etwa Australien oder Kanada werden.

      Deutschland muss Zuwanderung stärker steuern und begrenzen als bisher. Zuwanderung kann kein Ausweg aus den demografischen Veränderungen in Deutschland sein. Wir erteilen einer Ausweitung der Zuwanderung aus Drittstaaten eine klare Absage, denn sie würde die Integrationsfähigkeit unserer Gesellschaft überfordern. Verstärkte Zuwanderung würde den inneren Frieden gefährden und radikalen Kräften Vorschub leisten. 

      Die Außengrenzen der Europäischen Union müssen gegen illegale Zuwanderung und organisierte Einschleusung gesichert werden.“

      http://www.documentarchiv.de/brd/2002/wahlprogramm_cdu_2002.html#6
       
      Besonders zu empfehlen der Absatz auf Seite 60: „Zuwanderung steuern und begrenzen“, nach heutigem Stand: Mehr Nazi geht nicht…

      Und vornweg diese Ultrarechte hier: https://www.youtube.com/watch?v=4gUjgRwG_9E


    • Zurück in die 80er? Bei den Klamotten? Den Frisuren?
      Nicht Ihr Ernst! ;-)

      Gute Nacht.

    • @panna_Kraweel
      Moment, die Vokuhila-Frisur, das schlimmste Verbrechen des Frisörhandwerks, kam meines Wissens erst gegen 1990 auf …

    • Retro
      Zumindest musikalisch werden die 80er schon von den 30jährigen verwurstet, und für diese Generation waren sie zumindest großteils ein Babyparadies. Da ist man dann frisurentechnisch wahrscheinlich aufgeschlossener.http://derstandard.at/2000050185456/Ankathie-Koi-Hairspray-Overkill-und-Vokuhila
      Und noch an Frau Margit: Den Don lieben UND das Altmühltal ist aber nun wirklich kein Widerspruch.

    • Lieber Thorsten Haupts,
      bravo, genau so isses!
      Wobei es, um ganz genau zu sein, gar nicht um ein unbedingtes „Zurück“ geht.
      Sondern um die bescheidene Frage, weshalb man die unbestreitbaren Vorteile der 80er (z.B. daß man noch unbeschwert auf dem Kölner Domplatz Silvester feiern konnte, Weihnachtsmärkte ohne Betonsperren auskamen, die Polizei Frauen in Großstädten noch nicht zu begleitetem Joggen raten mußte und islamkritische Mitbürger mit MiHiGru noch keinen Polizeischutz nötig hatten), ohne Not auf dem alternativlosen Müllhaufen der Geschichte entsorgt.

    • Zu Vokuhila gibt's hier:
      de.wikipedia.org/wiki/Vokuhila

      etwas…

    • @TS
      Wenn diese Heuchlerin Rückgrat hätte( Ist das heute noch Meinung oder schon Maaasche Hetze ?), besser vllt. ulF, Herr Zensurminister , würde sie zu ihren Aussagen von 2002 stehen. Aber nein, wie ein DDR-Kader hat sie seit 2005, als sie gegen den Gerhard fast baden ging, sich wie eine Schlange ( glitschig, alles im ungefähren lassend und abwartend) an die Macht geklammert. Falsch und verlogen ! Da lieber ein paar Leute, die sich im Wahlkampf im Ton vergreifen, jedoch ehrlich und aufrichtig zu Deutschland sowie seinen Menschen sind. Hätte sie doch 2005 nicht lächerliche 0,… % mehr als Gerhard gehabt, Deutschland wäre viel erspart geblieben, als DDR 2.0 ! Finis Germania

    • idealisierte Jugend
      Ich habe folgendes gelesen (leider nicht die Quelle gesichert):
      Umfrage in USAmerika „wann war die beste Zeit, in den U.S.A. zu leben?“
      Was haben die Befragten mit überwältigender Mehrheit angegeben? – jeweils die Jahre, in denen sie 16 bis 25 Jahre alt waren (also die 70jährigen die 60er Jahre, die 60 Jahre alten die 70er Jahre usw.)
      Warum sollte das bei uns anders sein?

    • Weil die 80er unter Strauss überhaupt nicht gut waren.

  3. Das passende Adornisat
    will ich dann hier lesen :-)

  4. Weltbild der Linken
    Am teleologischen Geschichtsbild der Dummlinken wird auch dieser Artikel nichts ändern, aber man kann ihnen nicht oft genug den Spiegel vorhalten. Allerdings ist das Weltbild der Progressiven nicht weniger geschlossen als das jesuitischer Bergpfarrer. Ich fürchte, dass hier zwei Paralleluniversen fröhlich nebeneinander her existieren. Gegenseitiges Verständnis ausgeschlossen.

    • Ja, absolut. Aber deshalb prallt auch jede Kritik an der AfD ab.

    • Jesuitische Bergpriester?
      Da sind Sie mit Ihrem Kirchenbild aber wirklich stehen geblieben. Die Jesuiten bewegen sich derzeit auf kommunistischen Pfaden und zweifeln inzwischen sogar die Worte Christi an. Sie sind eine Plage geworden für jeden glaubenden Katholiken und stehen ihrem Anführer, Papst Franziskus, in Sachen Kommunismusbegeisterung und Verweltlichung in nichts nach. Der Linksruck hat sie alle erfasst und sie wären bei den Linken gut aufgehoben. Ansonsten Mitläufertum à la DDR. Wer bei Twitter Kritik übt, wird geblockt. Die Münchner Jesuitenkirche kann man nur noch am Faschingsdienstag enpfehlen. Schade drum.

    • Da kann ich nur mit einem Filmtitel antworten: „Gott vergibt – ich nie!“

    • Vielleicht werden die Jesuiten wieder mal aufgelöst
      Das ist ja schon öfter vorgekommen. Und ein Papstnachfolger vom Kaliber eines Johannes Paul II (der seit Kriegsende gegen die Kommunisten gekämpft hat, wird sicher auf eine Linke Kampftruppe innerhalb seiner Kirche keinen Wert legen.

    • Absolut richtig
      Eigentlich nicht schwer zu verstehen: Realos und Fundis gibt es nicht nur bei den Grünen. Schließen wir die Mitläufer bei Links aus, die nicht nachdenken sondern nur übernehmen und Beifall durch Reproduktion des richtigen zum richten Zeitpunkt gern ernten. Schließen wir die Nazis aus auf Seiten der AFD und noch weiter Rechts, die alles immer mit Blutlinien und sich ergebenden Eigenschaften erklären.

      Was bleibt? Links der Trennlinie der Debatte die Fundis, die keinerlei Realitätsbeschränkung akzeptieren, und für die die Debatte beendet ist und das bashen anfängt, sobald die Fundis (rechts des Bruchs) fragen wie das gehen soll, wenn einfach kein Geld mehr da ist, um Venezuela jetzt auch noch zu versorgen, wenn das alles universal und unbegrenzt ist. Und wie man dann noch 20 Millionen chinesische Flüchtlinge (politische Verfolgung) abweisen könnte. Und und und.

      Da entwickelt sich von da ab regelmäßig bzw. im Moment dann gar nichts mehr, weil beide Seiten die jeweils andere für komplette Vollidioten halten.

  5. adornisieren
    Ach ja.
    Wenn man einmal eine Zeit lang aus D. weg ist
    und in dieser Zeit auch nur begrenzten Umgang mit
    deutsch-sozialisierten Menschen hat(te),
    dann benötigt man gar keine Wahl, um zu bemerken:
    Adorno hatte doch sehr Recht mit seiner Aussage.

  6. Unterstellte Unterstellung?
    Der ganze Artikel basiert auf der Unterstellung, dass die AfDler die 50er verherrlichen würden und ewig-gestrig seien.
    Also haben Sie, lieber Don, hier eine Laudatio auf das Vorurteil gehalten.
    Chapeau.

    • Nein, ich sage, dass man das den AfDlern nachsagt – und die wiederum da das Schlimme nicht erkennen können.

    • @ krebbi
      Ich schlage vor, dass Sie den Beitrag nochmals lesen. Es geht um eine Illusion der 50er Jahre.

    • 80er, 50er, 30er
      Ein Teil der AfD will in die 80er/90er, ein Teil in die 50er, und ein Teil in die 30er Jahre zurück. Es bleibt zu hoffen, daß sich die ersteren durchsetzen.

  7. Brillant, phänomenal,
    eine geniale Ausführung. Ganz große Klasse;
    Chapeau Monsieur Don !

  8. Bessere Welten heute und in den 50er Jahren
    Die Akademiker, die heute ihre Legitimation aus dem Anspruch ziehen, eine bessere Welt zu erschaffen, erinnern an die unbeirrten Sozialisten und Kommunisten der 50er Jahre, die weiter an das ganze Spektrum leninistischer Ideen und Ideale glaubten, während um sie herum bereits eine ganz andere und vom einfachen Volk bevorzugte Welt entstand. Auch das Jahr 1968 hat daran nichts geändert. Und so erfreut man sich im heute auch gern an der Moralität einer Frau Merkel, während Ungarn und Italien die Drecksarbeit machen und die Flüchtlinge draußen halten. Man redet aneinander vorbei und denkt an sich selbst vorbei.

    • Warten Sie mal, bis die ersten Osteuropäer die EU verlassen, dann ist Schluss mit Freude.

    • Osteuropäer
      Dachte ich heute auch beim Hören des DLF. Erst ein Bericht über den Brexit dann über das EuGH-Urteil. Es wäre nur konsequent. Es steht ohnehin das gesamte rechtliche Fundament der EU zur Disposition. Deshalb beschränkt sich der aktuelle Bundestagswahlkampf, so es denn überhaupt um zukünftiges geht, auf die Digitalisierung und ähnliches. Zur Zukunft der EU scheint wirklich niemandem etwas einzufallen.

    • Ja, das dachte ich nach dem heutigen...
      …Urteil auch, werter Don.wenn 2 sich streiten, freut sich ein Dritter oder Vierter.

    • Mit dem Austritt der Visegrad-Gruppe
      rechne ich früher oder später auch, wenn die EU so weitermacht. Ich glaube allerdings nicht, daß das geschehen wird. Falls doch – ab nach CZ, solange der eiserne Vorhang noch nicht wieder aufgebaut ist und Deutsche ein Visum brauchen.

    • Vielleicht, weil da nicht allzu viel Zukunft mehr ist?
      @Ernst Wilhelm

      Welche Zukunft hat die EU, hat der Euro denn noch? Warten Sie die Wahlen in Italien, in Österreich usw. ab, warten Sie ab, was die Polen noch veranstalten, ob die Visegradstaaten in der EU bleiben usw.
      Und warten Sie ab, was Macron uns aus der Tasche leiern will.

      Die Zukunft hat Merkel gründlich versiebt, nicht nur in dem Bereich, in allen, in denen sie in den letzten 12 Jahren einsame Entscheidungen traf oder blödsinnige Versprechungen machte (demnächst darf bis 72 gearbeitet werden, wetten?). Und immer noch niemand da, der dieser Frau Einhalt gebietet.

      Ich warte noch immer auf den Knall, den uns Der Tiger avisiert hat, obwohl, viel Hoffnung darauf habe ich nicht.

    • Spekulationen
      Solange die EU den Osteuropäern weiterhin die nötigen Überlebens- und Aufbaugelder überweist, tritt kein osteuropäischer Staat aus der EU aus. Die werden sich ein bisschen weigern und zieren, nachverhandeln und hinauszögern und schon werden die sich der allgemeinen Stimmungslage anpassen, die sich auch in Westeuropa noch schnell, sozusagen über Nacht ändern kann.

      Nicht jeder in Westeuropa ist so glücklich über das „Wir schaffen das!“ der deutschen Bundeskanzlerin, wie der deutsche, opportunistisch geprägte Michel.

      Sie dürfen mal raten, wer die dann erhöhten Kosten, bzw. die Schuld am langsamen Zerfall der EU tragen darf… . (Kleiner Tipp: Großbritanien ist ‚raus.)

      Nicht umsonst fordern immer mehr Länder über 70 Jahre nach Kriegsende plötzlich Reperationen in exorbitanter Höhe von Deutschland.
      Ein zeitlich verzögerter, zweiter „Versailler Vertrag“ mit ungeahnten Folgen für Europa? Wer schaut heutzutage noch ins Geschichtsbuch und läßt die eigenen volkswirtschaftlichen Interessen nicht dominieren?

      Sicher ist nur, dass nichts sicher ist!

    • @Renate Simon
      „Und warten Sie ab, was Macron uns aus der Tasche leiern will.“

      Oh ja – da hört man erstaunlich wenig von!

      „Nach der Bundestagswahl in Deutschland, die am 24. September stattfindet, werde er zehn „neue Vorschläge machen, um unser Europa neu zu beleben“. Diese Vorschläge sollen seiner Ankündigung nach nicht auf die Änderung bestehender Verträge hinauslaufen, aber „den Menschen wieder Lust auf Europa machen“.

      Dass die Vorschläge nicht nur bei Politikern, sondern auch bei Bürgern in Deutschland mehrheitlich gut ankommen werden, ist insofern zweifelhaft, als Macron mit ihrer Verkündung abwarten will, bis die Deutschen gewählt haben. Würde er damit rechnen, dass die deutschen Wähler davon begeistert sind, gäbe es nämlich keinen Grund, so lange zu warten.“

      ht*tps://www.heise.de/tp/features/Was-will-Macron-nach-der-Bundestagswahl-3817244.html

      Ich wähle AfD. Aus Not! Je stärker die in der Bundestagswahl abschneiden, umso schwächer wird Merkel innerhalb der CDU, und nur so haben wir die Hoffnung, daß sich dort endlich jemand aufrafft, dem Elend Merkel und ihrer Politik des Mehltaus und der Selbstherrlichkeit ein ENDE zu bereiten! (So unwahrscheinlich das auch sein mag, die CDU nach 18 Jahren Merkel ist wie der Irak unter Saddam Hussein: jeder, der die Statur gehabt hätte, ihm gefährlich zu werden, wurde längst liquidiert. Genau so ist sie in der CDU verfahren.)

      Und was hat Merkel zum Thema „Familienzusammenführung“ gesagt? „Das entscheide ICH NACH der Wahl!“ – alles klar? Auch hier gilt: wenn die AfD nicht stark genug abschneidet, werden wir noch mal mit 1 Million „Syrern“ et al. beladen.

      Danke, mir reichts!

    • Nach langem Runterscrollen nun wieder nach oben, und meiner Aufgabe
      als vor einigen Monaten in diesem Blog zum ‚Aussenminister‘ Ernannten gerecht zu werden versuchend:

      Meines Erachtens öffnet sich eine historische Chance zu einem europäischen Friedensprojekt durch die Gegensätzlichkeiten zwischen den Visegrád-Staaten und der Rest-EU.

      Der gemeinsame Austritt aus der EU, verbunden mit einem Eintritt in eine neue Osteuropagemeinschaft, und vorzugsweise mit einem Austritt aus der Nato als ‚Blockfreie‘ bietet die historische Chance, auf die Europa seit beinahe zwei Jahrhunderten wartet: eine Pufferzone zwischen den mächtigen Blöcken des Westens und des Ostens. Adenauer hatte diese Chance als Vorletzter verspielt, und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hatte ‚der Westen‘, in diesem Falle federführend die USA, null Interesse, seine Streitkräfte nicht gegen Osten vorrücken zu können.

      Aber auch der derzeitige amerikanische Präsident passt wunderbar in dieses Konzept, denn er hat – soweit ich erkennen kann – noch immer keine Ansprüche an Stationierungen der US-Truppen in Osteuropa, gänzlich im Gegensatz zu Clinton.

      Ein leichtes Projekt wäre es nicht, aber ein historisch nicht einmal erstmaliges: ein ganzes Land, Belgien, ist schon vor Jahrhunderten lediglich geschaffen worden, eine Pufferzone zwischen den Holländern und den Spaniern zu errichten.
      Sofern die osteuropäischen Staaten und insbesondere deren Bevölkerungen davon zu überzeugen wären, dass Russland nie und nimmer drei oder fünf Staaten über Nacht mit seinen Panzern überrollen würde, wäre ziemlich allen geholfen. Dafür wären dann auch einige Freidensnobelpreise fällig.

      Widerstand zu erwarten ist dabei fast ausschliesslich von den Regierungen der EU-Staaten, Soros, und allen anderen, denen an einem spannungsfreien Europa nicht gelegen ist.
      Freuen an diesem Widerstand dürften sich dann allerdings nur die Strickerinnen in Bangladesh, die dann zu Millionen gelbe Schals (oder pinke Mützchen, oder ähnliches Gut) stricken dürften, um Maidan 2.0, 3.0, 4.0, 5.0 u.s.w. In Warschau, Prag, Bukarest, Budapest, u.s.w. auszustatten; und jede Menge Menschen, die für ein paar Freibier und einen Geldschein für ‚Freiheit‘ und Europa demonstrieren.

      Dann wird sich auch zeigen, dass die ÖR noch lange nicht ausgedient haben, weil dann eine – im Vergleich zur anstehenden Bundestagswahl – Riesenwelle, Harvey plus Irma, über die Bevölkerung geschwappt werden muss, und geschwappt werden wird, die Orbans et al zu Demokratiefeinden der übelsten Sorte hinunterzuschreiben, und die bezahlten, mit Ware aus Bangladesh ausgestatteten Randalierer zu ‚lupenreinen Demokraten‘ und ‚Freiheitsfreunden‘ hinaufzuhypen.

      Und wenn jemand fragt – was passieren wird – warum die EU-Regierungen, insbesondere die deutsche, null Interesse an dieser Pufferzone hätten, hier preemptive die Antwort:
      Wenn es eine gesunde Pufferzone zwischen West und Ost gibt, brauchen die Menschen ihre Regierung noch weniger, weil sie keine Angst ‚vor dem Russen‘ mehr haben müssten; oder dem ‚unberechenbaren Putin‘. Weil es – auch für den Einwickler – derzeit unmöglich ist, einen guten Grund zu finden, Trump *auch dafür* lächerlich zu machen. Arbeitsplätze. Krauss-Maffei, H&K, u.s.w. Irgendwie brauchen wir die ja doch, für alle ihre verschieden grossen Katzen, für ‚unsere Sicherheit‘. Und als Abfallprodukt – ich weiss, da können wir gar nichts für – wollen dann auch andere Staaten diese Produkte kaufen; z.B. Saudi-Arabien. Sollten wir diese Firmen allerdings nicht mehr brauchen, was ist dann mit den Arbeitsplätzen? und Exportweltmeister?

      Sehen Sie, deshalb darf ein spannungsfreies Europa erst gar nicht gedacht werden. Allein das ist schon viel zu gefährlich!

      Deshalb wird man mit den renitenten Staaten immer wieder den Kompromiss suchen. Zur Not, wie seit Langem, einfach mit noch mehr braunen Umschlägen voll bedruckter Scheinchen.

      „I have a dream“ könnte ich sagen; bin aber bereit, eine gute Flasche Champagner (die kommt in wenigen Wochen vom Tiger) zu wetten, dass die Rest-EU und insbesondere Berlin, Hauptstadt der BRD, alle Hebel – insbesondere die öffentlich-rechtlichen – in Bewegung setzen wird, solche Gedanken im Keime zu ersticken.

    • @Felix Silvestris
      „…was Macron uns aus der Tasche leiern will…“. Genau. Ich bin zwar eigentlich frankophil (grenznah aufgewachsen, habe Französisch studiert), aber auch der Meinung, dass die Franzosen uns ganz schön abzocken. Nur-wem ist das denn anzulasten? Wer sich über’s Ohr hauen lässt ist selbst schuld. Man kann den Franzosen nicht vorwerfen, dass die die Hand aufhalten wenn bei uns signalisiert wird, dass man bereit ist, Mittel in alle Richtungen zu verschleudern. Und dass die dann politisch professionell agieren und nicht dankend ablehnen-wer will’s ihnen verdenken?

      Sehen Sie sich nur mal deren Militär an. Wirtschaftlich sind sie eher Entwicklungsland-militärisch wollen sie dagegen eine Großmacht sein (und sind es zum Teil auch, und die Dummies hierzulande bezahlen es weitgehend). Mit dem Europagedanken ist es in Frankreich selbst nicht so weit her-die werden ihre Souveränität nie aufgeben. Dafür gibt es X-Beispiele. Im militärischen Bereich beispielsweise haben die mit der „Rafale“ ganz allein ein Gegenstück zum Eurofighter (der im Unterschied dazu ein multinationales Konzept ist, soll heißen die Entwicklungs- und Baukosten werden auf 4 Länder verteilt) gebaut, inklusive eigener Bewaffnung. Die Entwicklungs- und Baukosten dafür sind unvorstellbar. Das wesentlich reichere Schweden entwickelt und baut seine Kampfjets auch selbst, kauft aber die Bewaffnung dafür in den USA.

      Wenn man sich eine Luftfahrtkarte ansieht so hat Frankreich an der Grenze zu uns (und nur zu uns) fast ohne Unterbrechung Sperrgebiete. Das macht es für einen Privatpiloten fast unmöglich, mal auf die Schnelle rüber nach F zu fliegen. Strategisch sind diese Sperrgebiete sinnlos. Sie sind eher eine Machtdemonstration und Zurschaustellung eigener Stärke.

      Wer mit dem Auto im grenznahen F unterwegs ist dem wird auffallen, dass es dort wesentlich weniger Wegweiser betreffend deutsche Destinationen gibt als umgekehrt. So könnte ich noch massenhaft weitere Belege anführen dafür, dass man in F zumindest nicht die bei uns übliche, total überzogene Europahysterie kultiviert.

      Dabei hätten die Franzosen durchaus nichts gegen ein selbstbewusstes Deutschland. Sie sind nur nicht scharf darauf, irgendwann Panzer in ihrem Vorgarten stehen zu haben-und das kann man ja auch verstehen.

      Die Franzosen sind unsentimentale Pragmatiker (das begründet sich aus ihrer rationalistisch-aufklärerischen Tradition) und sie schätzen Professionalität. Wenn man bei uns so dumm ist sich selbst zu demontieren, so ist das nicht deren Schuld. Man kann es ihnen aber auch nicht vorwerfen, wenn sie uns auf unsere Fehler nicht aufmerksam machen und stattdessen versuchen davon zu profitieren. Das würde wohl jeder andere auch so machen. Wenn wir (ohne übertrieben nationalistisch zu sein) mehr unsere Interessen wahrnehmen würden, es würde nicht zu Konfrontation, sondern zu mehr gegenseitigem Respekt führen.

      Aber viele unserer Politdilettanten wollen oder können das irgendwie nicht so ganz sehen.

    • @Harry Charles
      Ich hab‘ auch nichts gegen die Franzosen, ganz im Gegenteil!

      Ich möchte ihnen aber soziale Wohltaten, von denen wir uns längst verabschieden mußten, nicht finanzieren müssen.

    • @Dippel Europa als Pufferzone?
      Die Staaten, die in der Vergangenheit die Pufferzone zwischen Deutschland und Russland/Sowjetunion lagen, können ein Lied davon singen, wie das so ist. Man wird zum wehrlosen Spielball der Interessen, der dann noch verbleibenden „Weltmächte“. Sicherheit sieht anders aus. Ich brauch das nicht und wer sich danach sehnt sollte auch einmal einen Blick auf die Weltkarten des 18. und 19. Jahrhunderts werfen. Da wurden ganze Staaten zwischen den Mächten hin und hergeschoben. Ich will nicht, dass mein Land den Puffer für irgendjemand bildet. Adenauer hatte schon seine guten Gründe die Westbindung Deutschlands voranzutreiben, statt irgendwelchen Traumtänzern nachzugeben, die schon wieder von einem neuen deutschen Sonderweg träumten. Der endete noch jedesmal in einer Katastrophe.

      Und dass russische Truppen sich uneingeladen in Nachbarstaaten breitmachen, haben Sie auch noch nicht mitbekommen (Ukraine, Moldawien, Georgien). Ihre Idee, dass Russland so was niemals machen würde, straft Ihre Naivität Lügen.

      Wie wenig muss man eigentlich von Russland unter Putin wissen, um auch nur einen Gedanken auf eine gemeinsame Zukunft mit diesem Gebilde aus Korruption, KGB, Oligarchen und Justizwillkür zu verschwenden? Aber vielleicht können Sie Putin ja mal auf einen Stuhlkreis einladen und davon überzeugen, dass es besser ohne diese Missstände geht, wenn er sein Land voranbringen möchte.

    • Laut Emmanuel Macron ist die Zeit der Volkssouveränität vorbei
      der polnische Bekannte schickte mir eben einen Link zu einem Kommentar eines Thierry Meyssan.

      Was ist davon zu halten? Dass Macron sein Heil in der EU sieht, ist mir klar, dass Merkel das nicht anders sieht auch, sie wird das nach der Wahl dann wohl wieder allein entscheiden. Aber die Pläne Macrons gehen doch sehr weit, kann das jemand verifizieren?
      http://www.voltairenet.org/article197756.html

    • @ Frau Simon,
      die 4 Punkte 2x habe ich eben kurz gelesen und hätte daran nichts auszusetzen.
      Er sprach wohl auch von einer neuen Weltordnung kürzlich.Was mich allerdings betrübt, ist, dass er die nur geschminkt schaffen kann.Das wollte ich Ihnen unbedingt sagen bei dieser Gelegenheit.💄

    • Übersetzungsversuch für Simon
      Was davon zu halten ist, Renate Simon, ist möglicherweise zweitrangig, weil die Franzosen, die Marine und Mélenchon gewählt haben, das so nicht mitmachen werden.

      Hier zu Jeffrey Feltman:
      Feltman served in the U.S. Embassy in Tel Aviv from 1995 to 1998, covering economic issues in the Gaza Strip. From 1998 to 2000, Feltman served as Chief of the Political and Economic Section at the U.S. Embassy in Tunisia. He served in Embassy in Tel Aviv as Ambassador Martin Indyk’s Special Assistant on Peace Process issues from 2000 to 2001. He then moved to the U.S. Consulate General in Jerusalem, where he served first as Deputy (August 2001-November 2002) and then as Acting Principal Officer (November 2002 to December 2003).

      Feltman volunteered to serve at the Coalition Provisional Authority office in Irbil, Iraq, from January to April 2004. from which he moved on to become the United States Ambassador to Lebanon from July 2004 to January 2008.
      https://en.wikipedia.org/wiki/Jeffrey_D._Feltman

      Übersetzung: Feltman, der in Ihrem Link erwähnt wird, hier:
      „Die Bekanntgabe der Verurteilung der syrischen Führung entspricht der Niederlage der Arabischen Republik Syrien, weil nie, absolut nie ein Staat siegreiche Generäle für Kriegsverbrechen verurteilt hat. Präsident Macron sagt nicht welches Gericht diese Führer verurteilen sollte, aber seine Formulierung bezieht sich auf die des Direktors der politischen Angelegenheiten der Vereinten Nationen, Jeffrey Feltman, der seit dem Jahr 2012 (d. h. noch vor dem vollen Krieg) die „Verurteilung“ von 120 syrischen Führern vorgesehen hat; ein Plan, der unter der Leitung eines Mitarbeiters von Frau Merkel, Volker Perthes, entworfen worden war.“,

      soll, zusammen mit einem Beauftragten von Mme Merkel, dafür sorgen, dass die syrische Regierung, die Israel lange ein Dorn im Auge war (Golan und die Verbindung zu Iran), eliminiert wird und eine weitere Holding von Putin via Iran, nach Libyen, verschwindet.
      In der Ukraine hatte Putin Leverage durch die Krim, hier ist wird es für ihn schwieriger.

      Syrien, so heißt es, soll weitgehend entvölkert werden. Falls jemals andere Verhältnisse eintreten sollten als hier avisiert, könnte es sein, dass Frankreich, aber auch Deutschland als Mitwisser, für Kriegsverbrechen gegen den Staat Syrien zahlen werden. Man braucht immer einen Esel. Der beste Esel in Frankreich war der, der am unerfahrendsten war, Macron; die besten Useful Idiots in Deutschland sind sowohl Merkel als auch Schultz. Wie auch Schröder haben sich Westerwelle, Gabriel und Steinmeier (kaltgestellt im Präsidialamt) für solch ehrenwerte Aufgaben nicht geeignet. Für sowas braucht man astreine Marionetten. Das letzte Mal, dass Putin eine waschechte Marionette eliminiert hat, war 2008 in Georgien. Das muss aber nicht das letzte Mal sein.
      Macron ist auf diesem Gebiet eindeutig auf den Spuren von Nicolas Sarkozy, also neoliberal. Schöne Grüße

      P.S. „Außenminister“ Dippel kann gern korrigieren.

    • Die Quellenlage, Frau Simon,
      Ihres Links ist ganz ganz dünn.
      Immer nur das gleiche Produkt, die gleiche Webseite, und dann mit dem gleichen Übersetzer.
      Das sind eigentlich keine Quellen.

      Da ich es gewohnt bin, mich auf Quellen zu stützen; und nicht irgendwelchen Verschwörungstheoretikern hinterher zu laufen, habe ich ja auch nur geringe Verwendung für Danielle Ganser.
      Kann ja sogar sein, dass er Recht hat, aber ich nicht die Zeit, konstruierten Spekulationen hinterherzulaufen.
      Und genau dieser Satz gilt auch für die Voltaire-Net-Geschichte.

      Ich habe nicht einmal genug Zeit, die Sachen alle nach zu verfolgen, die ich schwarz auf weiss habe!

    • Herr Dippel, mir ist die Seite grundsätzlich auch unbekannt
      Danke Ihnen für die Erklärung.

      Der polnische Bekannte hat einige solcher obskuren Sachen im Angebot, die ihm von Kunden zugeschickt werden. Und heute findet sich bei ihm doch glatt ein Bekannter, der noch nie etwas von Gender gehört hat, da konnte ich hilfreich in die Seite treten.

      Da ich die Seite auch nicht kenne, ich keinerlei Fremdsprachen beherrsche, also auch mich nicht in der franz. Presse informieren könnte, allenfalls mithilfe der Googleübersetzung, hatte ich ja gefragt, ob das jemand verifizieren kann.

      Ich könnte mir auch nicht vorstellen, dass die Franzosen so ohne weiteres ihre Souveränität und Nationalität aufgeben, aber in heutiger Zeit weiß man eigentlich gar nichts mehr so richtig oder kann es nur noch schlecht einschätzen. Jedenfalls traue ich dem Heilsbringer Macron nicht über den Weg, den Hype um ihn habe ich von Anfang nicht verstanden. Aber Merkel wird das alles mitmachen, da habe ich keine Sorge.

    • Herr Dippel: ...mit einem Austritt aus der Nato als Blockfreie...
      Die Ukraine war Atomwaffenstaat und
      hat diese Waffen abgeschafft.
      Bestraft wurde diese Tat in dem einige
      westliche Staaten ihr die Mitgliedschaft
      in der NATO verweigerten.

      Die Annexion der Krim und
      die Destabilisierung der Ostukraine
      erfolgte später.

      2 Botschaften stecken m.E. in dieser Nachricht.

      1.- Es ist wahrscheinlich gefährlich keine
      Atomwaffen zu haben.

      2.- Es ist wahrscheinlich gefährlich nicht Mitglied
      in einem starken militärischen Bündnis zu sein

      Ihr Vorschlag beides zu machen ist wahrscheinlich
      noch gefährlicher.

      Ich würde die NATO als westliches Verteidigungsbündnis
      nicht verkleinern sondern Global ausbauen.
      Wobei ggf nicht jeder Überall dabei sein muss.
      Die Australier hätte ich zB gerne dabei.

      Deutschland ist aber Grundsätzlich ein Bremsklotz
      wie Udo di Fabio in einem Interview in der NZZ deutlich machte.

      https://www.nzz.ch/video/nzz-standpunkte/

      Es gibt auch starke sonstige Widerstreiter
      die zB meinen man müsse in Moskau fragen
      ob die Gewalttäter in der Ostukraine verhaftet werden.
      Ich halte das für absurd.

      Mich erinnert das an die Breschnew-Doktrin

      https://de.wikipedia.org/wiki/Breschnew-Doktrin

      (Ich habe im übrigen den Eindruck das die €U im allgemeinen
      und Dr Merkel im besonderen die Doktrin dem Prinzip nach übernommen haben. Anders sind die
      Bevormundungsartigen Aussagen nicht zu erklären
      oder die Reaktionen auf den „Abfall vom Glauben“
      wie er durch den Brexit gelebt wird.)

      Ich gehe davon aus das die von ihnen genannten Staaten
      Teil der westlichen Staatengemeinschaft sind und bleiben wollen.
      Hierzu ist es natürlich nicht notwendig Teil der €U zu sein.

      Ich erinnere an Aussagen eines Ministers wie:
      Nur mit der €U haben wir eine Chance gegen
      die USA und China.

      Ich meine:
      Wir müssen den Westen insgesamt stärken wenn uns
      seine Werte wichtig sind.
      Die NATO insgesamt zu schwächen dient
      aber nicht diesem Ziel.

    • ich glaube, meine Tage als Aussenminister sind gezählt ...
      So wie es mir hier entgegenschallt …

      Ausserhalb von hier zähle ich vorzüglich als rechtsradikaler Rassist; hier drin offenbar scheint man in mir einen SED-Strumpf zu vermuten. Hmm.

      Dabei bin ich weder noch. Es steht zu vermuten, dass die Roll-Back-Kampagne trotz 1989 weiterläuft.

      Die Russen geben gut ein Zehntel für Rüstung von dem aus, was die westlichen Staaten für Rüstung ausgeben.
      Was sollten die Russen mit Westeuropa? Vielleicht gar Berlin? Höchstens geschenkt.
      Die USA hingegen haben grosses Interesse an den Bodenschätzen. Bloss der ‚doofe Trump‘ nicht so richtig, weshalb man dorten ja auch Clinton vorzog.
      Und was vor 200 Jahren war … Da hatten die Deutschen und die Franzosen noch 2 Weltkriege *gegeneinander* vor sich. Also auch kein gutes Argument.
      Ukraine. Wie so viele andere Staaten Osteuropas, noch immer als ‚interessant‘ angesehen, erhalten alles an möglicher Unterstützung für Westorientierung. Und wehe nicht! Dann kommt Soros und faked einen Aufstand auf dem Maidan.

      Die USA haben in den Fünfzigern den vollkommen demokratisch gewählten Präsidenten des Iran mit Hilfe der CIA beseitigt. Und die USA (und der Rest des Westens in Europa) hat den demokratisch gewählten Präsidenten – der zugegeben eine korrupte Nuss war – ebenso aus dem Weg geschaffen, um eine blonde Blockwärtin (auch nur als Puppet) zu hypen.

      Wer im Glashaus sitzt, liebe Mitforisten, und da sitzen wir alle zwangsläufig, sollte mit dem Steinewerfen vorsichtig sein.

      Gedankenspiel: Wenn wir die Leute, die sich so vehement gegen Merkel aussprechen, im Osten, nicht verstehen könnten, sprachlich, was meinen Sie was wir alles für Seemannsgarn über die von den Medien (auch ÖR) über die aufgetischt bekommen würden.
      *Bestimmt* hätte da ‚der Russe‘ seine Finger drin, elF zu schwächen.

      Natürlich bestehe ich nicht auf dem mir zwischenzeitlich zuerkannten Titel. Noch weniger, wenn die Mehrheit sich – wiewohl desinformiert – nicht vertreten fühlt.

    • Uraltes Thema vermutlich
      Es steht in der Mitte des Artikels, dass es vermutlich immer gegen Russland ging. Immer. Lesen Sie auch die Geschichte über Rotblats Frau etwas darüber. Sehr tragisch.
      https://en.wikipedia.org/wiki/Joseph_Rotblat#Manhattan_Project


    • @Renate Simon wg. Thierry Meyssan: ich weiß nicht mehr, wann ich auf den qua andere Blogs stieß – wird so zwischen 5 und 7 Jahren her sein -, weil der immer mal wieder angeführt wurde. Schließlich habe ich angefangen, in größeren Abständen direkt die von ihm geschriebenen Artikel auf Voltairenet zu lesen. Man stößt unweigerlich auf ihn, wenn man etwas mehr Hintergründiges oder Analytisches zu Nordafrika und Nahem Osten lesen will. Die Übersetzungen von Hrn. Fröhlich sind ziemlich schlecht, aber man bekommt einigermaßen mit, worum es im Artikel geht.
      Anscheinend hat der „Voltairenet“ als „low budget, high impact“-Projekt gegründet. Die machen fast nur Internet, und Meyssan schrieb wohl auch mal eine Zeit für syrische Zeitungen, nachdem er aus Frankreich geflüchtet war (alles für mich nicht überprüfbar, nach seiner eigenen Aussage). Er macht auf mich den Eindruck, als ob er ganz gute Quellen hätte, und hat eine recht eigene Sicht, schon das macht ihn lesenswert.

  9. Mein Gott, der AfDler als 1950er als Gegensatz zu den 68ern !
    Habe lange Jahre in Nürnberg, Erlangen und später in Regensburg (gerne) gelebt und dort die lokale Küche, eine der besten in Deutschland übrigens, schätzen gelernt – auch ohne Maggi auf dem Tisch. Die Norddeutschen Fischköppe könnten sich glücklich schätzen, wenn sie nur ansatzweise mit diesen kulinarischen Highlights mithalten könnten. So nun habe ich mich ebenso wie der Autor thematisch verfranst und um darauf zurück zu kommen muss ich gestehen, per Briefwahl der AfD bereits meine Stimme gegeben zu haben. Ergo: Don hat mit seiner Analyse recht.

    • Die Esskultur der Sechziger war zum Davonlaufen
      die Portionen waren groß, aber die Qualität war miserabel. Gemüse aus der Dose, Fertigsoßen, lätscherte Salate, Fleisch frisch von der Schlachtung (d.h. zäh) und wer sich über schlechte Qualität beschwerte sah sich dem Vorwurf des Verwöhnten ausgesetzt. Wer’s gerne deftig liebte, kam auf seine Kosten, der Rest litt.

  10. Titel eingeben
    In die 50er Jahre Westdeutschlands mit ihren autoritär-klerikalen Mief wollte ich ganz sicher nicht zurück. Aber auch wenn Sie das vielleicht albern finden, ich wähle die AfD eben teils genau auch deshalb. Weil für mich die etablierten Parteien in mancher Hinsicht viel mehr für die 50er Jahre und all ihre Negativerscheinungen stehen als die AfD es tut, trotz sicherlich vieler kritikwürdiger Gestalten innerhalb der AfD oder mancher Positionen zu Homosexualität, Frauenrechten etc.
    CDU/CSU sind für mich keine wirklich demokratischen Parteien, sondern eher Interessenvertretungen einer mainfest inkompetenten politischen Kaste, die glaubt, Deutschland sei irgendwie ihr gottgegebener Privatbesitz und man habe ein natürliches Recht darauf, auf ewig Regierungspartei zu sein. Wenn ich mir diese ganzen widerlich mediokren Gestalten bei CDU/CSU anschaue, die ihre Partei für einen Wert an sich halten (kein Wunder, denn ohne die Partei und ihre Netzwerke wären die meisten dieser Leute schließlich völlig unbedeutend), wichtiger als das Landeswohl, wird mir schlecht, das ist einfach übelste Bürgerverachtung. Diese Leute würden trotz des progressiven Anstrichs von ihrer Grundeinstellung her genauso in die Adenauer-Zeit passen.
    Das andere ist das Religiöse, das seit einigen Jahren ein für mich erschreckendes Comeback erlebt, in allen Parteien. Bei Merkel und Konsorten mit ihren „Geht in die Kirche“-Sprüchen sowieso, aber auch z.B. bei den Grünen mit der unsäglichen KGE und der so massiv pro-islamischen SPD. Auch Martin Schulz hat ja im Duell auf die (m.E. völlig unangemessene) Frage nach Kirchenbesuch von einer angeblichen Andacht in einer Kapelle geredet, und zuvor auch massiv die AfD für deren Kirchenkritik angegriffen. Interesse an einer echten Trennung von Staat und Kirche kann ich bei den etablierten Parteien nicht erkennen, eher scheint man eine Reklerikalisierung der Gesellschaft und eine noch engere Verzahnung von Politik und Religion anzustreben, perspektivisch dann gerne auch noch in Bezug auf den Islam neben den christlichen Kirchen. Religiöse Spinner gibt es natürlich auch prominent in der AfD, aber hier scheint mir unter Umständen trotzdem eher noch eine Chance zu liegen, den religiösen Rollback zu stoppen, da das Verhältnis zwischen Kirchen und AfD infolge der Migrationskrise feindselig ist.
    Dies sind zwei der Gründe, warum ich bei mittlerweile vier Wahlen AfD gewählt habe. Natürlich kann man an der AfD vieles kritisieren, aber angesichts der bestehenden Verhältnisse in Deutschland ist die Wahl dieser Partei m.E. gebotene Notwehr.

    • Gebotene Notwehr, in der Tat!
      In meiner Familie gibt es 18 Wahlberechtigte. Alles Akademiker, übrigens, davon die meisten ordentliche.

      – Zwei haben bereits per Briefwahl der AfD aus Notwehr ihre Stimmen gegeben
      – drei oder vier werden FDP wählen, weil sie sich der Illusion hingeben, das helfe ja nicht Merkel
      – zwei wählen SPD
      – zwei wählen CDU ( einmal aus Opportunität, einmal aus Phantsielosigkeit)
      – acht weitere wählen AfD aus Notwehr

      Tja, also in meiner Familie käme die AfD auf absolute Mehrheiten… nur geliehen, wohlgemerkt… aber immerhin!

    • Reklerikalisierung
      Die Bürger* von heute werden nicht mehr nur vom Bischof oder Pfaffen abgekanzelt sondern mehr noch von der aus der Politik gezielt etablierten und mit unendlichen Geldmitteln ausgestatteten Verdummungsinstanz der Öffentlich Rechtlichen, getreu dem uralten Motto: „Halt Du sie dumm, ich halt sie arm“.

      Das „Payback“ dieser – von den höchsten Gerichten des Landes abgesegneten – staatlich angeordneten Zwangs-Alimentierung der mafiösen und durch und durch korrumpierten Sendungsanstalten und aller angeschlossenen Funkhäuser können sie sich Tag für Tag in endloser Dauerschleife zu Primetime-Zeiten im 1., 2. und allen 3. reinziehen (sie müssen aber natürlich nicht, noch nicht).

      Ich befürchte wir werden von den neuen Kanzelpredigern in den ÖR-Talaren erst dann befreit wenn das ganze System bricht. Es wär ja auch nicht das erste Mal, so eine generische Befreiung. Eine Spezialität übrigens, von uns Deutschen.

  11. Es ist ein Kreuz, Don
    , sich mit der AfD auseinanderzusetzen.
    Da gibt es Leute, AfD-Mitglieder, sogar Zugpferde, bei denen würde ich meine Hand ins Feuer legen, dass sie weder in die 50er zurückwollen noch Extremisten oder Menschenfeinde sind. Zum Beispiel bei dem hier:
    https://hintermbusch.wordpress.com/2017/06/25/guido-reil-aus-der-naehe/
    Dann gibt es diese gruseligen Äußerungen von Höcke, Poggenburg und immer wieder eben auch Gauland, über die wir hier kein überflüssiges Wort verlieren müssen. Wenn man es trotzdem kritisiert, kann man auf Leute treffen, von denen man mit „linker Dummschwätzer“ noch glimpflich beleidigt ist:
    https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wohlstandsvernichtung-als-programm/
    Solche anscheinenden AfD-Fans verstehen noch weniger Spaß von Andersdenkenden als linke Aktivisten, die einen tumb für einen AfD-Anhänger halten, und das will schon etwas heißen.
    Und hier schließt sich der Kreis zu Deinem Beitrag:
    Von Anfang an hatte ich bei der AfD das Gefühl, dass sie von denjenigen heimlich gemästet wird, die so tun, als würden sie sie am heftigsten bekämpfen. Zum Beispiel mit der Aussage, dass 85% der Wähler Merkels Politik unterstützen, weil nur 15% AfD gewählt haben. Wie dumm (oder wie verschlagen?) kann man sein?
    Die heimliche Mästung der AfD ist ein Grund zur Vorsicht. Deshalb zum Abschluss noch ein Zitat von Hubert Aiwanger, das in jedem Fall richtig ist: „Merkel ist die Mutter der AfD“
    Also doppelte Vorsicht!

    • Gruselig,
      ist auch, wenn eine Türkin mit deutschem Pass einer Nation seine Kultur und Tradition abspricht. Herr Gauland hat hier überspitzt, um diese gnadenlose Frechheit, die von den Linksmedien befürwortet wird, an die Öffentlichkeit zu bringen. Die anderen Beiden sind auch nicht dumm, jedoch werden deren Aussagen in den Medien logischerweise umgedeutet, um den normalen Bürger zu täuschen und die Blauen in das rechtsradikale Milieu zu rücken, was gleichbedeutend mit nicht wählbar ist. Nicht falsch verstehen, ich bin parteiloser Kommunaler auf CDU-Liste, aber was die derzeit im BT vertretenen Parteien, als DDR Einheitspartei abliefern, geht gar nicht. Lindner ist ebenso unehrlich, seine Partei hatte 2009 die Chance, geben wir diese denen, die sie noch nicht hatten.

  12. Wie auch immer: wir brauchen einen Schritt nach vorn
    Ich selbst war sehr engagiertes Mitglied der Partei ALFA, die von AfD-Gründer Prof. Dr. Bernd Lucke gegründet wurde. Dabei gefiel mir nicht nur das Kürzel (jeder Mann will ALPHA-Mann sein, oder?), sondern auch der volle Name, der an sich schon Parteiprogramm war: „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“. Genau das ist es was unser Land braucht: einen Ruck, den einst Bundespräsident Herzog beschwor, ein Raus aus der Erstarrung, aus betonierter Verkrustung und hinein in eine beweglichere Zukunft, eine neue, dynamische Form von Bürgerlichkeit. Das ist es was ich mit der ALFA wollte, nicht mehr, nicht weniger. Und das wäre schon viel.

    Nun, die ALFA gibt es nicht mehr (unter tätiger Mithilfe der AfD), ich werde ganz sicher wählen, ganz sicher aber weder Mutti noch Schulz, schon gar nicht die Linke, und ich versuche zu tun was ich kann um die Grünen aus dem Bundestag zu kicken.

    Ich finde Lindner und Seehofer sind gute Leute, aber leider keine Kanzlerkandidaten. Was bleibt? Ich sage es nicht explizit, aber jeder kann sich einen Reim machen. Ich habe bis zuletzt gehofft, dass Bernd Lucke es irgendwie vor der Wahl zurück zur AfD schafft. Wir hatten bei der ALFA ganz hervorragend qualifizierte Leute, eine echte intellektuelle Elite, die meisten davon zuvor in der AfD (ich selbst bin im Moment in keiner Partei) und nach dem Aus der ALFA habe ich gehofft (und dem Bundesvorstand des inzwischen auch gescheiterten Nachfolgers LKR bei meinem Parteiaustritt eine entsprechende Mail geschrieben), dass die irgendwie wieder in die AfD zurück finden.

    Nun gut, ist leider nicht geschehen, aber auch so hat die AfD doch immer noch eine ganze Anzahl guter Leute, viele davon akademisch gebildet und mit einem Professor- oder Doktortitel. Ich halte den Vorwurf, die AfD sei populistisch für haltlos. Sie war von Lucke, einem herausragenden Fachmann, nicht als populistische Partei konzipiert worden und sie ist es auch jetzt nicht. Und auch wenn sie rechtskonservativ ist (was ich nicht für sehr schlimm halte), sie unterscheidet sich doch maßgeblich von sowas wie DFU/NPD/etc. Ich halte es auch eher für demokratieförderlich, wenn sie dort Mitglieder abgreift und in eine demokratische Partei einbindet (und das ist die AfD für mich).

    Hier mal ein Bild: ein Schiff hat Schlagseite, es droht zu kentern. Alles ist nach links verrutscht. Ist es da ein Wunder, wenn Leute, die eigentlich sonst nicht rechts sind in die entgegengesetzte Ecke laufen um den Kahn wieder in die Mittellage zu kriegen?

    Ich mache einen Unterschied zwischen Bürgerlichkeit und Bourgeoisie. Erstere hat für mich etwas Aktives, letztere ist verschmockt. Eigentlich alle etablierten Parteien bei uns sind extrem verschmockt. Die AfD hat zwar mit dem Abgang vieler guter Leute Federn lassen müssen, aber sie ist irgendwo doch immer noch das etwas kleinere Übel.

    Das Land muss aus der Verrutschtheit heraus. Es müssen wieder klare politische Konturen zum Vorschein kommen. Ich würde ein Gesetz machen, das es den zwei größten Parteien verbietet zu koalieren. Nie mehr GroKo – unerträglich. Hat unserem Land enorm Schaden zugefügt.
    Mit einer erneuerten CDU „nach Mutti“ könnte ich mich anfreunden, aber dann muss sie sich fundamental erneuern. Leute wie Tauber sind für mich indiskutabel, gesichts- und profillos. Spahn wäre deutlich besser.

    Unser Land muss aus der Starre, muss nach vorn. Alles ist nur eine Zeit lang lebendig, auch Milch wird nach ein paar Tagen sauer. So sind die ehemaligen Reformkräfte, die 68-er und ihre ideologischen Nachfolger (in erster Linie die Grünen) zu einer Art klebrigem, devital-zombiehaftem Establishment verkommen, einer Verkrustung, die unser Land im Würgegriff hält. Dazu wie indiskutabel und zerstörerisch die Grünen sind habe ich mich hier schon hinreichend ausgelassen-ist alles gesagt.

    Die 68-er + Nachfolger waren die Antithese. Sie haben aber nicht viel gebracht was erhaltenswert wäre. So wie ich es sehe waren sie aber ein notwendiger Lernprozess um zu sehen, dass es zur Bürgerlichkeit keine Alternative gibt. Nur sollte es eine dynamische und flotte Bürgerlichkeit sein, nicht die von Kohl oder Mutti.

    Das Land muss heraus aus seinem Selbstzerstörungsmodus, heraus aus seinem Gefängnis eines idiotischen „virtue signalling“ womit es nicht nur sich, sondern auch andere ruiniert (siehe z.B. Brexit). Henry Kissinger, ehemaliger US-Außenminister und zur Nazizeit emigrierter deutscher Jude hat (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) bei einer Geburtstagsfeier seines engen Freundes Helmut Schmidt von Deutschland als dem „Adler mit der gebrochenen Schwinge“ gesprochen. Ein sehr zutreffendes Bild.

    Und wenn schon jemand wie Kissinger es sagt sollte das für uns eine Verpflichtung sein. Fortschritt und Aufbruch, das ist es was wir jetzt brauchen, nicht das unsinnige Sägen am eigenen Ast. Deutschland hat der Welt im Laufe der Evolution unendlich viel an zivilisatorischen Leistungen beschert. Man sollte nicht zulassen, dass es immer weiter degeneriert, dass aus dem Adler mit der gebrochenen Schwinge zusehends mehr ein Gartenzwerg mit Krückstock wird. Damit ist doch niemand gedient.

    Schon in den 60-ern (vor 68) hat uns die internationale Staatengemeinschaft wieder aufgenommen und voll respektiert, ein Prozess, der dann durch die 68-er unterbrochen wurde. Spätestens mit der Wiedervereinigung hätte man mit den 68-ern und ihren Hinterlassenschaften (zumindest den allermeisten) Schluss machen und zurück kehren sollen zur Normalität, zu einer neuen und wohlverdienten Normalität.

    Es ist höchste Zeit!

    • Titel eingeben
      Schöne Methaphern!

    • Titel eingeben
      „Sie war von Lucke, einem herausragenden Fachmann, nicht als populistische Partei konzipiert worden“

      Lucke war ein Fachidiot und wäre in der heutigen Lage völlig fehl am Platz. Jemand, der im Jahr 2016 zu Erdogan nur einfiel, dass der doch in der Türkei für ein so tolles Wirtschaftwachstum gesorgt habe, der disqualifiziert sich doch selbst.

    • Ein ganz hervorragender Kommentar!
      Danke und Gratulation, Henry Charles. Ihr Kommentar ist kürzer und besser als der zugrunde liegende Artikel von Don Alphonso, der sich dieses Mal ein bisschen vergaloppiert hat.

    • @tommy
      als herausragender Fachmann (und das ist er unbestritten) muss Lucke ja nicht unbedingt ein Fachidiot sein. Wenn er es wäre hätte er sicher nicht die AfD gegründet, sondern weiter als CDU-Mitglied seinen gut bezahlten Job als Volkswirtschaftsprofessor ausgeübt statt sich den Stress einer Parteineugründung anzutun.

      In einem gebe ich Ihnen recht: auch bei ihm zeigen sich Ansätze politischer Korrektheit (er wohnt halt schon lange in Hamburg, und das ist wohl eher ein Nordlichterübel), wofür er übrigens seitens der ALFA auch heftigst kritisiert wurde. Im Fall des von Ihnen erwähnten Zitats wohl auch vollkommen zurecht. Naja, wie sagt man so schön: nobody is perfect. Und dennoch könnte ihn die AfD (und unser Land) gut gebrauchen, so wie viele andere aus der ehemaligen ALFA.

      Naja, wollen mal sehen wie es bei der AfD am Wahlabend so läuft. Das blau-weiß-rote Logo mit dem Pfeil (der nach oben zeigt [was ja immer eine gute Richtung ist] und irgendwie an das biologische Symbol für „männlich“ erinnert) ist ja sehr gefällig.

      Unabhängig davon war blau übrigens immer meine Lieblingsfarbe.

    • Harry
      Danke für Ihren inhaltlich sehr guten und zutreffenden Beitrag, schade dass die AfD mit der Abspaltung so viele gute Leute verloren hat, zumla ich wegen Leuten wie Starbatty eingetreten bin, wirklich schade, dass die mit Ihrer Treue zu Lucke sich ins Aus katapultiert haben, das hätte auch anders ausgehen können.
      Lucke hat in seiner gekränkten Eitelkeit, Zitat in Essen:“der Verlierer muss seine Niederlage akzeptieren, aber dabei bleiben….“, mit der Spaltung damals eine unfassbare Dummheit begangen, die das Projekt einer politischen Erneuerung in D fast zum Scheitern gebracht hätte. Und eine derartige Dummheit können nur überdurchschnittlich intelligente Personen überhaupt begehen.
      Die klugen Köpfe der LKR sollten sich der Afd anschließen, Zeit ist noch….

    • Habermas oder wollt ihr die totale EU
      Die aktuelle Geistesströmung, die man mM nach auch eine Geistesstörung nennen könnte, setzte mit der Wiedervereinigung ein, in der auch in Folge ehemalige SED-Funktionäre und -Wissenschaftler, aber auch eigene lästige Windbeutel weiter alimentiert werden mussten. Stichwort Leibniz-Gesellschaft (LG). Faktizität und Geltung, Der philophische Diskurs der Moderne, Werke des neuprotestantischen Journalphilosophen, der schon Horkheimer verdächtig erschien, aber in der LG erst so richtig in Fahrt kam. Die Moderne setzt in diesem Format mit Hegel ein, und damit ist schon fast alles gesagt, nur bemerkt will es keiner haben, wäre einfach politisch unkorrekt gewesen. Der (deutsche) Brite Popper wurde ausgekehrt, Söder scheiterte sprachlich an irgend einem Scharnier, wurde dafür herzlich ausgelacht, und heute formuliert der kenntnisreichste deutsche Aristotelesforscher aus der Schweiz heraus (NZZ) seine schüchternen Thesen zur bürgerlichen Republik Europa, aus einer Schweiz heraus, in der die Redefreiheit gilt, mit der ich aufwachsen durfte, außer in der Zeit, als man mich in den 60-ern in ein Internat im oberbayerischen Weilheim und meine besten Freunde nach Ettal verbannte, das galt als schick und zukunftsweisend. Die Kinder sollten später auch mal katholisch wählen. Da ist aber nichts daraus geworden. Habe erst einige Jahre verrauchte Poesie in Schwabing studiert, dann den Münchner Stadtplan, schließlich Architektur und dann noch Wirtschaftswissenschaften. Damit ist man dann hoffnungslos überqualifiziert, und reif für die Insel. Brexit ist damit ein Hoffnungsschimmer, obwohl gerade auch in UK das Matriarchat erbarmunslos zuschlägt. Nach Parteien steht mir schon lange nicht mehr der Sinn, habe selber den Einzug der Grünen in den bayerischen Landtag mitzuverantworten. Mit dem Radikalinski Joschka, dem irren Hausbesetzer, war es dann aber auch gut. Gelassen weiß ich, Höcke und Kumpane sind Staffage, nicht wegzudenken. Also das, was Don über die 50-er als angebliches AfD-Klischee erdichtet (gefällt mir gut), ist sicherlich relevant, speziell für die frühe Petry, aber gewiss nicht für den intellektuellen Kern der Ökonomen in der AfD. Somit besteht eine gewisse Hoffnung, das es im nächsten BT zu mehr Kontroversen über die Kernkompetenzen von Schäuble, Meister und die anderen vermeintlichen Euro-Alfatieren kommen dürfte. Es besteht aber auch gleichzeitig die Chance, dass mehr intelligente Ausstiegsszenarien, -strategien gefunden werden können. Glück auf.

    • Auch hier: Absätze helfen!

    • @moritzburger
      Sie widersprechen sich da ein wenig selbst. Einerseits geben Sie ein Lucke Zitat „…der Verlierer muss dabei bleiben…“ richtig wieder, andererseits werfen Sie IHM dann Spaltung vor. ER wollte ja gar nicht raus aus der AfD und somit diese auch nicht spalten, er hat sich von seinen Anhängern dazu überreden lassen auszutreten und eine neue Partei zu gründen.

      Was die LKR angeht gebe ich Ihnen recht. Die ist eine politische Totgeburt. Jeder, der seine Kraft dafür hergibt vergeudet sie, wirft Perlen vor die Säue. Ich bin sofort nach dem Namenswechsel ausgetreten.

      Ich gebe Ihnen auch recht wenn Sie sagen, die LKR-Leute hätten sich ihr Scheitern eingestehen und wieder zurück zur AfD sollen. Wie schon gesagt habe ich bei meinem Parteiaustritt der LKR-Spitze das per mail explizit empfohlen.

      Da die LKR ja nicht zur Bundestagswahl antritt ist ja aber nicht ausgeschlossen, dass viele ihrer Mitglieder letzten Endes doch die AfD wählen.
      Denn was die politischen Inhalte angeht waren ALFA und AfD ja keineswegs weit voneinander entfernt. Die ALFA wurde vor allem gegründet weil es um einen anderen politischen Stil ging.

      Die AfD kann sich ja auch noch entwickeln und vielleicht finden dann Leute wie Starbatty (den ich genau wie Lucke persönlich kennenlernen durfte) et al wieder zurück. Beide Seiten müssten dafür entstandene Aversionen überwinden-im Sinne der guten Sache eben.

    • Lieber Harry Charles,
      ich kann Ihren Wunsch, die zu ALFA abgewanderten guten Leute mögen zur AfD zurückfinden, verstehen. Mir geht es im Grunde genauso, ich habe, obwohl ich in Essen gegen Lucke gestimmt hatte, seinen Austritt aufrichtig bedauert und lange auf eine Wiederannäherung gehofft.
      Er hätte in der Partei bleiben und ein Gegengewicht zum nationalen Flügel (dem ich gleichwohl seine Existenzberechtigung eben nicht absprechen möchte, ich will nur seinen Einfluß begrenzen) bilden müssen.
      Leider dürfte diese Hoffnung unrealistisch sein, zuviel Porzellan wurde zerschlagen.
      Luckes Parteiaustritt verbunden mit der Gründung einer Karnevalsvereinigung (mehr war ALFA bei realistischer Betrachtung nie), statt den moderaten und intellektuellen AfD-Flügel zu stärken und parteiintern in Sachfragen um Mehrheiten zu kämpfen, war wohl die gravierendste Fehlentscheidung seiner kurzen politischen Karriere.
      Man kann das aus Sicht eines zu ALFA abgewanderten Ex-AfDlers bedauern, aber die AfD dürfte die letzte Chance sein, einen Gegenpol zum Politkartell des juste milieu zu bilden und die verhängnisvolle Entwicklung zu stoppen.

    • @ trenelt
      OK, die ALFA ist Geschichte, es ist jetzt müßig darüber zu diskutieren. Da ich aber sehr viel Herzblut reingesteckt und mich sehr engagiert habe (mit hohem Zeit- und auch sonstigen Aufwand) möchte ich der Bezeichnung „Karnevalsvereinigung“ doch entschieden entgegen treten. Die ALFA war, obwohl klein, hochprofessionell organisiert. Wir hatten 5 Großveranstaltungen zu den einschlägigen Themen (Euro, Asyl, Bildung, etc.) mit zum Teil namhaften und prominenten Gästen. Sie hätten dabei sein sollen. Es waren auch „Besucher“ von der AfD mit dabei und die waren ebenfalls beeindruckt, haben auch bedauert, dass es zu dem Bruch gekommen war.

      Die ALFA hat dann unter Umständen, auf die ich hier nicht näher eingehen will den Namen verloren (die AfD, bzw. Teile davon, spielte dabei wohl eine instrumentelle Rolle), was letzten Endes auch das Aus für die ALFA bedeutete.

      Es wurde auf einem Delegiertenparteitag zwischen 2 neuen Namen entschieden: „Allianz der konservativen Reformer“ (mein Favorit) und eben „Liberal konservative Reformer“. Man hat sich dann unerklärlicherweise für den zweiten Namen entschieden, da bin ich ausgetreten weil ich ihn für Wischiwaschi halte. Der Name ALFA wurde mehr und mehr bekannt, quasi zu einer Art Markenzeichen und dieses Wahljahr hätte das Jahr der ALFA werden können. Es kam aber anders und es hilft jetzt nicht zu jammern.

      Wenn Sie Lucke vorwerfen, er sei aus der Partei ausgetreten, so übersehen Sie vielleicht die Umstände. Ich war nicht in der AfD, aber 80% der ALFA-Leute schon. Und einige, die auch in der AfD maßgebliche Funktionen hatten haben mir die Umstände geschildert, unter denen der Essener Parteitag ablief. Nachdem man mir die Abläufe im Detail beschrieben hat konnte ich Luckes Entscheidung sehr wohl nachvollziehen. Er hatte die Partei gegründet, viel Arbeit investiert und plötzlich zieht man ihm den Boden unter den Füßen weg. Wie Sie sagen, es wurde viel Porzellan zerschlagen, aber auch da ist es müßig noch Worte zu verlieren.
      Ich stelle nur fest, dass Frau Petry allmählich von der Bildfläche verschwunden ist nachdem sie Lucke abgesägt hat. Dazu kein längerer Kommentar, nur soviel: ich fand es ziemlich unter aller Kanone, dass man (hauptsächlich von Seiten der Ossis) Lucke unterstellt hat er habe die AfD gegründet um damit Karriere zu machen. Das hatte er nicht nötig, er hat sich damit nur viel Arbeit und Ärger eingehandelt. Aber er hat verantwortungsvoll gehandelt weil er sah, dass sein Land in Schwierigkeiten ist und ihn braucht. Und Lucke ist auch kein Kapitalist im Sinne eines Börsenspekulanten (über die hat er selbst sich oft auch sehr kritisch geäußert), er ist Wissenschaftler (Professor für Volkswirtschaftslehre).

      OK, ist alles dumm gelaufen und es bringt jetzt nichts den Dingen weiter nachzuhängen. Man muss nach vorn sehen und ansonsten gebe ich Ihnen grundsätzlich recht.

    • Lieber Harry Charles,
      Entschuldigung, den „Karnevalsverein“ hatte ich nicht abwertend hinsichtlich Niveau, Motivation und Professionalität der Mitglieder gemeint. Was ich sagen wollte: die politischen Erfolgsaussichten von ALFA waren m.E. von Anfang an gleich Null. Es konnte nur entweder die AfD oder ALFA überleben und die bereits etablierte Organisation hat da immer die deutlich besseren Karten. Personell (die meisten Mitglieder sind eben träge, bleiben dort, wo sie schon sind) wie auch finanziell. Und was den Bekanntheitsgrad betrifft sowieso.
      Noch ein Wort zu Essen: es gibt wohl grundlegend verschiedene Erinnerungen an diesen PT, je nach persönlichem Standpunkt. Ich erinnere mich daran, daß Lucke keineswegs pauschal niedergeschrien wurde, sonder im Gegenteil bei seinen Reden viel Beifall erhielt. Protest und Pfiffe gab es nur punktuell bei einzelnen Aussagen, die in Richtung Parteispaltung oder politische Korrektheit interpretiert wurden. Und wohl auch so gemeint waren. Nebenbei : auch Petry wurde ausgepfiffen und z.B.mit „Petry Heil“-Rufen bedacht. Die Atmosphäre war aufgeheizt, wozu beide Seiten beigetragen hatten.
      Eindrucksvoll fand ich die stehenden Ovationen für Lucke NACH seiner Abwahl. 4000 Parteitagsteilnehmer, auch diejenigen, die gegen ihn gestimmt haben, erhoben sich geschlossen und haben begeistert applaudiert. Dieses klare Versöhnungsangebot hat Lucke ausgeschlagen. Ein Jammer.

  13. Aber
    der globalisierungsaffine Zukunftsglaube der Linksromantiker idealisiert doch einfach statt der Vergangenheit die Zukunft in unangemessener Weise und blendet deren mögliche, negative Aspekte ebenso aus.

    Das nimmt sich gegenseitig nix.

  14. 50er
    Kenne ich nicht, aber nach den Erzählungen meiner Eltern war das eher nicht so toll. 80 waren auch nicht so wirklich fantastisch, es gab da gutes und schlechtes, wie auch in den 90ern und 2000ern.

    Mir würde schon die Zeit vor Sommer 2015 reichen, als meine Töchter nicht von Vergewaltigung bedroht waren, Fahrkartenkontrolleure noch nicht verprügelt wurden, bei mir noch kein KravMaga Lehrbuch im Regal stand und der Hermesbote zumindest gebrochen deutsch sprach.

    Selbst hier im Forum gibt es kaum jemanden, der die AfD wirklich gut findet. Aber recht viele, die sie als Instrument ansehen, um Veränderung zu erreichen, nicht zurück in die 50er, aber doch nicht weiter auf dem beschrittenen Weg.

    Merkwürdig, dass so plötzlich kurz vor der Wahl im Mittelmeer keiner mehr ertrinkt?!

  15. Romantisierung der 50er
    Es mag ja sein, dass die Wähler der AfD ein Deutschland im Sinne ihrer romantischen Vorstellungen von den 50ziger Jahren wollen. Das könnte man sogar tolerieren. Wenn man sich mit einzelnen Sympathisanten unterhält, kommt aber nicht selten ein aggressiv-nationales Interesse zum Vorschein. Da heißt es Vorsicht!

  16. Was die AfD-Hater antreibt, ist einzig und allein der Stimmenverlust an die Alternative.
    Ich kann mich nicht erinnern, dass die wirklich rechtsradikale, aber bei Wahlen bedeutungslose NPD mit so viel Hass überschüttet wurde.

    Auch wenn ich mich wiederhole, das Problem sind nicht Linke und Grüne, sondern die beiden Kleinbürgerparteien der großen Koalition. Linke und Grüne sind in ein paar Jahren unter 5 Prozent und dann ganz schnell Geschichte, aber die beiden Großkoalitionäre werden so lange weitermachen, wie sie zusammen über 50 Prozent erhalten.

    • Eine ganz ernst gemeinte Frage
      und ich bitte, falls Sie eine geben können, um eine sachliche Antwort.

      Man liest immer, die NPD wäre – zumindest in Teilen – verfassungsfeindlich, rechtsradikal und rassistisch. Noch nie habe ich eine Begründung oder ein Beispiel dafür gelesen. Noch nie! Immer nur die auch von Ihnen getätigte Aussage „die wirklich rechtsradikale NPD“

      Können Sie bitte mal ein Beispiel oder eine Begründung geben?

    • @Marsbach
      Herr Marsbach,

      Also wirklich. Googeln sie „verfassungsschutzbericht“, lesen Sie politikwissenschaftliche Literatur ( einfach über die Bundeszentrale für politische Bildung bestellen) und und und. Da lesen Sie ausreichend Argumente, warum die NPD als rechtsextremistisch gesehen wird, – übrigens auch von konservativen Exteemismusforschern, die von ihren linken Kollegen als rechts verschrien werden. Sie müssen den Argumenten nicht folgen, aber wie der Ochs vorm Tor fassungslos den Bauern anzublicken, das kann es doch wirklich nicht sein. Ich bin heute beispielsweise an einem Plakat der MLPD vorbeigekommen. Ich werde aber nicht verlangen, dass man mir erklärt, warum das eine linke Partei ist.

    • @Candidesgarten
      Die übliche inhaltsleere Antwort.

      Aus dem Verfassungsschutzbericht:
      „Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) vertritt ein auf die Beseitigung der bestehenden freiheitlichen demokratischen Grundordnung gerichtetes politisches Konzept.“

      Auch hier keine Begründung. Nur die Behauptung. Aus dem Parteiprogramm kann das nicht abgeleitet werden.

      Ich habe das Parteiprogramm auch nur gelesen, weil immer und überall nur behauptet wird, aber nie eine für den Leser nachvollziehbare Begründung geliefert wurde.

    • @Marsbach
      Lesen Sie eben gründlicher. Das ist nicht wirklich schwer. Lesen Sie das von Eckhard Jesse herausgegebene Jahrbuch für Extremismus. Schauen Sie sich die Personen der NPD an. Halten Sie es für Zufall, dass jemand wie Thorsten Heise im Bundesvorstand der NPD saß? Und nun in Thüringen Vorsitzender ist? Googeln Sie ihn. Googen Sie Sylvia Stolz oder Horst Mahler. Oder Ralf Wohlleben. Intensivste Kontakte zu gewaltorientierten Kameradschaften sind in der NPD nachgewiesen üblich. Es gibt eine Unzahl von Anhaltspunkten, dass die NPD offen rechtsextremistisch ist, und keiner davon ist “ inhaltsleer“. Inhaltsleer und pseudogescheit ist Ihre Frage auf dem Niveau: Ist Köln eine Stadt? Hat mir noch keiner beweisen können, ja, es gibt einen Stadtplan, aber wurde der nicht auch vom System herausgegeben? Parteiprogramme sind generell so formuliert, dass sie verfassungstreu rüberkommen, die Kommunistische Plattform der Linkspartei findet sich mit ihrer – stalinistischen, diktaturtreuen – Weltsicht wohlweislich nie im Programm wieder. Ich breche sehr selten Diskussionen ab, aber hier tue ich es. Jeden Unfug muss man nicht mitmachen. EOD.

    • @Candidesgarten: kennen Sie den Background des Leiters der Bundeszentrale?
      Also das, was Sie von dort an „ausreichenden Argumenten“ geliefert bekommen, bitte nicht zum Nennwert nehmen!

    • @candidesgarten
      Um eine Diskussion abzubrechen, müsste man vorher eine geführt haben. Das war nicht der Fall. Niemand antwortet mir auf die Frage, was an der NPD rechtsEXTREM oder rassistisch ist oder was in deren Konzept „gegen die bestehende freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet“ ist.

      Auch von Ihnen kommt nur „das weiß man doch“ und Sie treiben sich in Ihrer Antwort nur auf Nebenschauplätzen herum. Ich „googele“ weder Politiker der NPD noch Politiker irgendwelcher anderer Parteien. Ich lese das Parteiprogramm. Und was Ihre Verbindungen zu „gewaltbereiten Gruppen“ betrifft, greift jede Partei jenseits von AfD und NPD gern auf die Dienste der „Anti“fa zu. Die werden sogar ganz offen finanziert und wenn es pressiert, auch mit extra gecharterten Bussen zum Einsatzort gefahren.

      Ich weiß nicht, ob Sie wirklich so naiv sind, dass Sie der Begründung des Bundesgrundgesetzgerichts folgen, die NPD sei in Teilen verfassungswidrig, aber man würde sie nicht verbieten, das sie keinen Einfluß besäße. Das ist so dumm, darüber kann man nicht einmal lachen, und zeigt nur, dass das ehemals geschätzte Gericht zu einem politischen Werkzeug verkommen ist. Entspräche die Begründung der Wahrheit, dann müssten die Richter sofort inhaftiert werden. Die K-Gruppen damals hatten auch keinen erkennbaren politischen Einfluss, waren aber schon in ihren Satzungen und Parteiprogrammen offen gegen unsere Gesellschaftsordnung gerichtet. Und wurden dementsprechend verboten.

      Wenn man das Programm der NPD vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in Deutschland und Europa liest, dann ist es nichts anderes als die in Form gegossenen Forderungen der meisten Kommentatoren in fast allen Blogs, was , nationale Souveränität, Grenzsicherung, innere Sicherheit, Währung, Familie, Gender-Mainstreaming, Bildung etc. betrifft. Dieses Programm ist so passgenau, dass ich es auch bekämpfen würde, wenn ich Deutschland in der EU aufgehen sehen möchte oder mehr noch, ein halbgebildetes und leicht lenkbares Arbeiter- und Konsumentenheer schaffen will.

      Wenn man das Programm der NPD aus dem Blickwinkel eines anderen Landes lesen würde, ständen da nur Selbstverständlichkeiten. Und was die ethnische Integrität angeht, wird die z.B. für Nepal von den Grünen ausdrücklich gefordert.

    • @Schuler: Hintergrund Leiter politische Bildung
      Der Hintergrund des Leiters der Bundeszentrale ist mir vollkommen egal, weil die Bundeszentrale Standardliteratur ( Politikwissenschaft/ Geschichtswissenschaft etc.) verbilligt als Lizenzausgabe nachdruckt. Darauf bezog ich mich. Sie ist also ein Verlag. Wer Bücher aus Verlagen, mit differenzierter Argumentation, geschrieben von Fachwissenschaftlern glaubt entkräften zu können, weil der Lektor der Herausgeber einen Hintergrund hat ( ohne sie gelesen zu haben, versteht sich, oder auch nur zu wissen worum es geht, auch wenn 2 Minuten googeln dafür ausreichten) , der macht sich nur lächerlich. Genauso wie jemand der jammert, dass ihm noch niemand habe nachweisen können, dass eine Partei den und den Platz im Spektrum innehat, der aber sogar zu faul ist, führende Personen dieser Partei per Internetrecherche zu überprüfen. Sonst noch?

    • bpb
      Die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt:

      Auf der Flucht vor nationalsozialistischer Verfolgung und Vernichtung verließen ab 1933 schätzungsweise bis zu 300.000 Juden Deutschland, was einem Anteil von etwa 60% der jüdischen Bevölkerung entspricht…Mit zunehmender Bedrohung wurden die Versuche, sich vor Entrechtung, Gewalt und Terror in Sicherheit zu bringen, immer drängender.
      .l…Als 1938 der gesteigerte Druck der Verfolgung die jüdische Auswanderung aus Deutschland in eine Massenflucht verwandelte, gab es kaum noch ein Land, über dessen Grenzen eine Einwanderung uneingeschränkt möglich war. …. Als das NS-Regime im Oktober 1941 schließlich jegliche Auswanderung verbot, war es den in Deutschland verbliebenen Juden fast gänzlich unmöglich, sich vor der Vernichtung ins Ausland zu retten.

      https://is.gd/uPx2IO

      Yad Vashem schreibt zum gleichen Thema:

      In the summer of 1933, the Jewish Agency for Palestine, the German Zionist Federation, and the German Economics Ministry drafted a plan meant to allow German Jews emigrating to Palestine to retain some of the value of their property in Germany by purchasing German goods for the Yishuv, which would redeem them in Palestine local currency.
      This scheme, known as the Transfer Agreement or Ha’avarah, met the needs of all interested parties: German Jews, the German economy, and the Mandatory Government and the Yishuv in Palestine. The Transfer
      Agreement has been the subject of ramified research literature. Many Jews werecritical of the Agreement from the very outset. The negotiations between the Zionist movement and official representatives of Nazi Germany evoked much wrath. In retrospect, and in view of what we know about the annihilation of European Jewry, these relations between the Zionist movement and Nazi Germany seem especially problematic. Even then, however, the negotiations and the agreement they spawned
      were profoundly controversial in broad Jewish circles. For this reason, until 1935 the Jewish Agency masked its role in the Agreement and attempted to pass it off as an economic agreement between private parties….

      Merken Sie was? (Sie können im auch bpd-Link nachschauen, sie werden nicht ein einziges Wort über das Haavara-Abkommen finden).

      Zu Yad Vashem:

      http://yadvashem.org/odot_pdf/Microsoft%20Word%20-%203231.pdf

      Mehr dazu hier:

      http://transferagreement.com/

      Das ist nicht politische BILDUNG, das ist politische MANIPULATION und da spielt der Hintergrund des Chefs wirklich keine Rolle. Es ist auf jeden Fall verachtenswert.

    • @Alzheimer
      Dass Ihr Statement weder mit der NPD, noch mit den Lizenzausgaben der Bundeszentrale irgendwas zu tun hat, nicht mal das Geringste, bemerken Sie bitte selber. Wo die „Manipulation“ durch die Bundeszentrale bei den von Ihnen angeführten Texten liegen soll, ist nicht erkennbar. Es sei denn man unterstellt, das von Ihnen angeführte Abkommen nicht auf eine durch die Nazis den dt. Juden aufgedrückte Zwangslage zurückzuführen ist, sondern auf den spontan und ganz ohne jede Verfolgung entstandenen Wunsch deutscher Juden, den zuvor nicht sehr beliebten Zionismus nun doch anzunehmen, und die Bundeszentrale den perfiden Plan verfolgt zu verschleiern, dass die Flucht der Juden aus Deutschland irgendwie normal gewesen sei, und darum das Abkommen verschweigt. Das ist lachhaft, mehr noch, es ist obszön. Ich diskutiere aber nicht mit der mutmasslich selben Person unter diversen Nicks. Wählen Sie die NPD, das kümmert keine Sau, buchstäblich keine, und zwar witzigerweise wg. der AfD. Aber sparen Sie sich Ihren Revisionismus unterster Stufe. Ich bin hier nicht der Hausherr, kann aber entscheiden, welche Diskussion selbstbefleckend ist und lasse Ihnen darum sehr, sehr gerne das letzte Wort.

  17. Titel eingeben
    Werter Don,

    mit nachfolgendem Bismarck-Zitat verstehe ich so einiges (https://www.gutzitiert.de/zitat_autor_otto_fuerst_von_bismarck_thema_reichtum_zitat_17321.html):

    „Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt.“

    • Titel eingeben
      Der Don hat ja schon oft betont, dass von ihm keine vierte Generation zu erwarten ist. Wohl auch, weil er das Zitat kennt (?)

    • Sehr schönes und passendes Zitat
      auf die FAZ gemünzt: der Wirtschafts- und Finanzteil sind die erste und zweite Generation, das Feuilleton die dritte, der Hauptteil (Politik) die vierte! (und dennoch liebe ich die FAZ).

    • @Frank Schuler
      Sehe ich ganz anders. In der FAZ ist Sport herausragend, Politik war früher sehr gut, nationale wie internationale. Feuilleton war mir immer zu intellektuell, wahrscheinlich also für die Zielgruppe auch gut.

      Die Unternehmensbereich waren aber vor 20 Jahren schön überwiegend Nachdrucke von Unternehmensmitteilungen, manchmal ein wenig angereichert, dazwischen vereinzelt eigen recherchierte Artikel. Das Handelsblatt war (heute kann ich nicht beurteilen) da eine ganze Liga besser. Der Finanzteil hatte Berge von Daten (braucht im Internetzeitalter kein Mensch) und dazwischen recht wenig. Manchmal einzelne interessante Artikel, aber überwiegend nicht wirklich aktuell oder (für mich) relevant. Wenn im Wirtschaftteil mal was kam zu einem Thema, wo ich mich auskenne, war es oft mit nur oberflächlicher Sachkenntnis geschrieben, teilweise auch schlicht falsch, da hatte dann ein Lobbyist seinen Job gemacht.

  18. Don, mir scheint...
    …es sollte auch an dieser Stelle doch erwähnt werden, warum viele Leute die AFD trotzdem wählen werden.
    – damit es eine echte Oppisituin im Bundestag gibt
    – damit der REGIERUNGSFUNK neutralisiert wird, zumindest ein bisschen
    – um die nächste bunte Regierung Merkel vor sich herzutreiben und die Linke Deutungshoheit aufzubrechen
    – zum maasslosen Kampf “ gegen rechts“ ist in Ihrem Blog ja schon alles gesagt.

    Ich persönlich finde nicht alles toll bei der AfD, bestimmt nicht.

    Aber das sagen SPD- oder Grünenwähler von den Parteien ihrer Wahl hoffentlich auch, oder?

    • Regierungsfunk
      Muss man doch verstehen, dass dort die Angst umgeht,
      wenn die AfD als politische Kraft ein Wörtchen mitzureden
      hat.
      Denen ist das Hemd auch näher als der Rock.
      All die schönen Versorgungspöstchen, da kommt neben
      Besorgtheit auch Wut auf.
      Da arbeiten zuviele, die viel zu verlieren haben, mehr als
      in jedem anderen Berufsbereich.
      Damit meine ich nicht die vor der Kamera und an den
      Mikros.

  19. politische Notwehr
    ich hätte nie gedacht, dass ich mal Volkskammer und Nationale Front 2.0 erleben muss.

    Als junger Mensch habe ich Anno 70er im Westfernsehen die Bundestagsdebatten, Wahlsclachten und andere Sendungen geschaut, und mit Neid auf die glücklichen Wessis geklotzt.

    Nach der Wnde habe ich CDU und FDP gewählt, die nun für mich unwählbar gewurden sind, weil sie die SPD, etc. links überholt haben.

    Mein Frust auf all dies ist nun schon so groß, dass ich die AfD auch wählen würde, wenn sie sagt, die Erde ist eine Scheibe ……

    Egal, egal, Hauptsache wieder eine Opposition in der Volkskammer.

  20. Es wird Zeit, dass endlich die Wahl und das...
    … mutmaßlich kiebige Aftermath der Qualitätspresse vorbei sind.
    Den größten Dienst erwiese Frau Merkel freilich aus meiner Sicht Ihrem Lande, wenn sie zurückträte.
    Anschließend gehörte die GEZ abgeschafft, damit die Deutungshoheit wieder auf alle Stützen der Geaellschaft umverteilt werden kann…

    Es gibt in allen Parteien kluge Leute, die die Chance einer künftig ausgewogeneren Sitzverteilung in Parlament für inhaltlich nachhaltigere Zusammenarbeit nutzen sollten. Unter Frau Merkel kann ich mir das nicht vorstellen. Dieses Land ist derart gespalten, aus meiner Sicht tragen ihre angeblich alternativlosen Enzscheidungen dazu zu sehr bei – für Frau Merkel gäbe es doch aber aufgrund ihres Fachwissens doch bestimmt andere Aufgaben, die auch hip und international sind. Afrikas Wasserproblem lösen etwa. Vielleicht wäre das sogar ein echter Weg zum Friedensnobelpreis? Wer weiß…

    • Merkel und Probleme lösen
      Welches Problem hat sie in ihrer Amtszeit bisher gelöst? Nennen Sie mir nur eines! Ich sehe bisher nur, daß sie Problem geschaffen hat, die Generationen nicht verdauen werden. Jedenfalls die Generationen derer, die hier schon lange und wahrscheinlich nicht mehr allzulange leben.

  21. Maggi / Kempttal, 1. JUli 1908...
    … auch damals gab es Leute, die nicht nur konsumiert,
    sondern auch mitverdient haben.
    Die Dümmsten waren es nicht ;)
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7f/Fabrik_von_Maggis_Nahrungsmitteln_1908.jpg

    Wirtschaftswunder 50/60 Jahre
    http://www.wirtschaftswundermuseum.de/

  22. Die AfD ist, sozusagen, die Partei des Wirtschaftswunders und der seinerzeitigen Ethik,
    während die Parteien im Bundestag die sind, die Probleme bekommen, wenn das Geld der anderen Leute zuende ist. Frei nach Thatcher, aber wenn man sich an an Julia Klöckner erinnert –

    „„Guten Morgen – ein Tipp für die Frühaufsteher: Um 7.15 Uhr spreche
    ich im Live-Interview mit dem Deutschlandfunk über die
    Flüchtlingsfrage und wer für die Kosten aufkommt. Der Steuerzahler
    jedenfalls nicht – der Bund hat gut gewirtschaftet!“
    CDU-Vize Julia Klöckner auf Facebook“

    • Klassiker
      Man ha ja inzwischen einiges an Schenkelklopfern zu hören bekommen (zB „Goldstücke“ etc.). Dieses Highlight von Frau Klöckner war mir bisher noch nicht bekannt. Das ist ein absoluter Mega-Hit. Ich habe mich köstlich amüsiert!

    • Blondinen unter sich - der Kampf um die Nachfolge
      Wer die Mecklenburgerin weg haben möchte, sollte sich mal Gedanken darüber darüber machen, was da so nachwächst.

      Mei, die Klöckner kann auch nichts dafür, dass‘ Waschpulver nicht knallt.

    • Dazu habe ich auch einen Schulz:
      Am Samstag in der Welt:

      „Die Leute haben zwar das Gefühl, aber sie verlieren real nichts.“

    • Klöckner, "der Steuerzahler nicht"
      @Alsaya 06.09.2017 um 19:53 Uhr. Können Sie bitte noch einen Screenshot als Beleg zur Verfügung stellen? Meine Frau, der ich das gerade beim Frühstück erzählt habe, glaubt mir nicht. Meine Frau sagt, diese Äußerung von Frau Klöckner sei sicher als Karnevalsscherz (Rheinland-Pfalz!!!) gemeint gewesen.

    • Das Vollzitat von Facebook:

      Guten Morgen – ein Tipp für die Frühaufsteher: Um 7.15 Uhr spreche
      ich im Live-Interview mit dem Deutschlandfunk über die
      Flüchtlingsfrage und wer für die Kosten aufkommt. Der Steuerzahler
      jedenfalls nicht – der Bund hat gut gewirtschaftet

    • MvK
      Ich bin ja immer für die Methode der Selbstentlarvung mittels Zitaten. Wenn also ich darf, der Link (https://de-de.face book. com/julia kloeckner /posts/1001138283277083). Ansonsten noch immer unter 26.10.2015 zu finden.
      Geht das als Karnevalswort durch? Als Preuße habe ich keinen Zugang dazu.

    • War da nicht auch was von Schulz dieser Tage (siehe faz.net)
      etwa so: „also pro Kind gibt es 300 Euro Kindergeld, macht bei zwei Eltern mal 150 Euro insgesamt 600 Euro im Monat!“

    • Nicht doch, KGE ist da viel besser
      Göring-Eckart im Moma: „Wir brauchen Menschen, die sich in unseren Sozialsystemen zu Hause fühlen“. Glauben Sie nicht? Hier nachzuschauen:

      https://www.youtube.com/watch?v=1iMrFW55yfQ#t=0m40s

  23. Titel eingeben
    Warum sind Sie so Jesuitenfeindlich?

    • Weil ich in einem Jesuitenseminar wohne und die Originalquellen samnmle und lese, und das ist zwar nicht dumm, aber hässlich.

    • Immer wieder interessant zu lesen...
      was man den Kirchen so alles hat durchgehen lassen und immer noch durchgehen läßt. – Man stelle sich vor, man würde in Nürnberg, dieser Stadt, die sich aktuell um ihren guten Ruf so sehr sorgt, noch immer Reichsparteitage abhalten. – Welch Aufschrei. – Aber würde morgen der Papst persönlich nach Nürnberg kommen wollen, sie würden für ihn auf dem Zeppelinfeld einen Lichtdom erstrahlen lassen, trotz der mutmaßlich an die halbe Mrd. Menschen, die seine Institution in ihrer Geschichte vom irdischen Leben befreit hat…

    • Ignatius (der Ordensgründer)
      noch in den 50ern gebräuchliche bayer. Verkleinerungs-/Koseform: Naz; Nazerl; Nazi.

      Ich war im Benediktiner-Internat, zum Jesuiten hat es intellektuell nicht gereicht.

    • Jesuiten
      Wie so oft sind die aber auch nicht einheitlich. Es gibt den Spruch „Selbst der liebe Gott weiß nicht, was ein Jesuit glaubt.“
      Der Vatikan unterhält übrigens ein eigenes Observatorium (seit 1578!), traditionell geleitet von einem Jesuiten. Viele davon sind international sehr anerkannte Astronomen und beispielsweise G. Coyne hat sich außerdem stark gegen die Kreationisten und „Intelligent Design“ engagiert.

    • ui statt ua
      Der Piarist und sein Naz in Hexametern.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Misson

    • Titel eingeben
      Die Jesuiten hatten in Südamerika schon mal eine Prä-DDR aufgebaut.

  24. Titel eingeben
    Ich wusste es; ich bin kein Deutscher.

    Zu Don 18:49 Osteuropa
    Tertium non datur ist fast immer gelogen (ich kann lügen)
    Orban nimmt den Ungarischen Teil der umverteilten Migranten und macht einen auf Malta.

    Frau Weidls Vorwurf an Sheriff Hermann hätte ich so gekontert:
    Bayern hat das Floriansprinzip perfektioniert. Viele ausreisepflichtige Migranten sind in D oder in EU längst weitergezogen und dealen woanders.

    Peterprinzip gäbe es auch: perfekt in HH, HB und Berlin,

    • Das ist richtig, Bayern ist kein angenehmes Pflaster.

    • Schuldkult
      Als Nachkomme von Tätern und Opfern des 1000jährigen Reiches interessiert mich schon, wie genau die besondere Verantwortung gelebt werden soll, jetzt, nachdem drei Generationen , in meinem Fall während des Krieges geborene Eltern, ich und meine Kinder, aktiv nichts beigetragen haben.

      In meinen Augen erfüllt die angemahnte Erinnerung nur den Zweck, höhere Frustrationstoleranz zu entwickeln um die persönliche Notwehr hinauszuschieben und Prüfungen christlich zu ertragen. So viele Wangen hat aber keiner.

      Einschub: Warum wohl hat es die Erinnerungskultur in den Wahlomaten geschafft, während Direkte Demokratie wieder rausgeflogen ist?
      Wenn ich mich nicht irre, war diese Frage vor einigen Wochen noch drin.
      Ende Einschub

      Aus Judensicht ist die Einwanderung von Millionen ungebildeten Muslimen ein
      Szenario, das wesentlich realer und bedrohlicher ist als jede von Gesinnungsethikern nicht aufgestellte und speziell oberflächenbehandelte Stele es jemals hätte sein können.

      Warum Oberflächenbehandlung? Weil man dann antijüdische Schmierereien von Nazis und anderen Idioten leicht abwischen kann. Das ist die Pragmatik in der Gesinnungsethik.

  25. AfD vs. Akademiker
    Mich wundert, dass Sie, lieber Don Alphonso, einen krassen Gegensatz oder gar eine Unvereinbarkeit zwischen Akademikern und der AfD sehen.

    Neben den unvermeidlichen Kleinbürgern kenne ich eine Menge Akademiker in der AfD – und zwar das ganze Spektrum vom dandyhaften Geisteswissenschaftler bis zum knochentrockenen Ökonom.

    Auch sehe ich dort wenig „Rückwärtsgewandheit“ im oben genannten Sinne (und da gehen wir wohl konform), sondern den Willen, die Zukunft anders zu gestalten (ob das dort mehrheitlich präferierte „Wie“ Ihnen behagt, weiß ich nicht – vermutlich nicht).

    Aus dem gleichen Grund verstehe ich z.B. auch nicht, warum immer so ein Erstaunen über die offen homosexuelle Orientierung relativ vieler AfD-Spitzenkräfte herrscht. Natürlich gibt es dort Schwule/Lesben und vermutlich noch vieles andere mehr – aber auch diese Menschen entstammen in der Regel klassischen Familien und finden evtl. diese Lebensform daher am Besten, selbst wenn sie anders leben.

    Kann es sein, dass in manchen Kreisen die Wahrnehmung der AfD statt auf der Tatsache der dort natürlich vorhandenen menschlichen Spannbreite (ich vermeide mal das Wort „Vielfalt“) hauptsächlich auf eigenen Vorstellungen beruht, wie die Menschen in einer derartigen Partei „eigentlich“ sein müssen?

    • Das ist eine Fehlinterpretation, ich beziehe mich auf eine bestimmte Art der Akademiker, also Politologen, Soziologen, vulgo Geisteswissenschaftler, die mit diesem historischen Vergleich kommen.

  26. Im Jahr des Feuer-Hahns...
    … können wir vielleicht hoffen, dass das Austragen von Streit und Konflikten auch gute Auswirkungen in Gang setzen können.
    Eine größere Durchmischung im Bundestag wäre eine solche gute Auswirkung.
    Die political correctness muss überwunden werden, das ist ein unlauteres Festhalten an der Deutungshoheit jenseits von Sachargumenten, welches demokratisches Streiten abwürgt und zu schweren Schieflagen führt.

    Wie hat Erich Kästner Emils Grossmutter sinngemäß sagen lassen? Wenn der eine nicht mit der Sprache rausrücke, müsse der andere übertreiben.

    In einem erweiterten Sinne auf unsere verdruckste öffentliche Debattenkultur übertragen, könnte man sagen: die Phase des Übertreibens haben wir ja gottlob schon teilweise hinter uns , jetzt wird ja wenigstens darüber geredet, dass wir auch durch verkorkste, unverantwortliche Migrationspolitik eben nicht nur positive Auswirkungen, sondern auch ein Sicherheitsproblem sowie Probleme in den Sozialsystemen haben.

    Die Mischung muss stimmen im Bundestag, damit in der Tat auch mal die Einsicht ins Unvermeidliche und tragfähige gesellschaftliche Lösungen entwickelt werden. Wie gesagt, es gibt in allen Parteien kluge Köpfe, die zur Zusammenarbeit fähig sind.

    • Das elend ist, dass jede Partei Aspekte mit hinein bringt, die sie für weite Teile unwählbar machen, oder halt nur mit enormen Widerwillen. Da sind die rassistischen Positione des 3.Welle-Feminismus links und da ist der Überwachungsfetischismus rechts und die FDP ist immer noch keine Bürgerrechtspartei.


    • Hinter der Deutschen Oper hängt folgende Plakatkombination an der Laterne:

      rechts der grinsende CDU-Kandidat und links daneben eine Überwachungskamera mit einem Text wie „für mehr Sicherheit“ (Gedächtniszitat).

  27. 50er und Soziologiestudierte
    Lieber Don Alphonso

    wieder ein Text, der kenntnisreich einen grundlegenden Fehler in der öffentlichen Debatte aufgreift.

    Ich habe linksliberale Menschen aus Soziologiestudienumkreis immer als schlecht gebildet und geschichtslos erlebt.

    Dass es vor dem 2. Weltkrieg auch etwas gab, was bis danach weiterwirkte: so etwas erschloss sich ihnen nicht. Als gerechte Strafe wurden sie außerhalb ihres Kreises nur sehr eingeschränkt gehört.

    Ich habe mich heute mittag mit einigen sehr verschiedenen Leuten über die bevorstehenden Wahlen unterhalten. Übereinstimmend waren wir der Meinung, dass das was man in der realen Welt erlebt, mit dem Was in Zeitungen und Internet an Themen gewälzt wird, nur sehr eingeschränkt zu tun hat.

    Abschließend zu den 50ern (die ich natürlich auch nicht erlebt habe): damals fing mit Elvis der Rock’nRoll an ein breites Publikum zu erobern. Was wiederum zu einer breiten Jugendbewegung führte, die auf ihre Art gegen die Alten protestierten, mit ihrer Musik und ihren Klamotten. Es hätte sich ohnehin etwas geändert auch ohne die 68er.

    Herzliche Grüße sendet

    Hessin

    • Danke. Ich fände es einfach hilfreich, die historische Dimension klein zu halten. Jede Bewegung ist anders, die AfD ist weder die NPD noch die Republikaner, und auch sonst ein Kind der Gegenwart.

    • >>ein Kind der Gegenwart.
      .
      Genau.

      Und die Gegenwart ist: alternativlos, dick, watschelt und
      kaut Fingernägel.

    • @nur mal so: Die Hoffnung stirbt zuletzt!
      nie-wieder-naegelkauen:
      Was jeder über das „Nägelkauen abgewöhnen“ wissen sollte!
      Das Nägelkauen bei ausgewachsenen Menschen ist eine Problematik, die in nahezu jeder Altersgruppe eine Rolle spielt.
      Allein bei Menschen im Seniorenalter findet sich das zweifelsohne unhygienische Verhalten nur sehr selten.

  28. Ausgezeichnet gelungen!
    Die ach so aufgeklärten Dialektiker der Frankfurter Schule werden es nicht zufrieden sein, die Anhänger der AfD eben so wenig, aber was soll’s: das sind die Gedanken, die einem beim Radln einfallen.

    Großes Kompliment. Mir gefällt dieser versöhnliche, zynismusfreie Ton ausgezeichnet, der zwischen den bis zur Sprachlosigkeit verfeindeten Lager vermitteln könnte.
    Noch ein Alleinstellungsmerkmal unter den zahlreciehn Feuilletonisten, die bloß noch dem Zeitgeist opfern und zu eigenen Gedanken kaum fähig scheinen.

    PS Radltour mit den Lesern: durchs Altmühltal nach Kelheim, mit dem Schiff durch den Donaudurchbruch zum Kloster Weltenburg? Für mich der Nabel (oder so was) Deutschlands. In Kelheim gibt’s ein ordentliches Radlerhotel.

    • Danke, aber das ist nicht versöhnlich, ich hasse nur alle Politiker gleich und finde, dass sie alle Lumpen sind. Bessern wird sich eh nichts.

      Ich bin leider hier angebunden, und mit dem Rennrad ist man ja an maximal 2 Tagen durch von Ingolstadt nach Neuburg, Wellheimer Trockental, Dollnstein bis Kehlheim und zurück. Es gibt da aber nettere Strecken.

  29. Wieder ein (rotes) Haar in die Operationsnaht....
    Danke Don Alphonso! 1951 geboren, kann ich mich nur an meinen dunkelblauen Marinemantel der Marke Hummel ? erinnern. Von meinem Vater für mich gekauft. Fühle noch die goldenen Köpfe, doppelreihig angeordnet, mit den Ankern in meinen Fingern. Dass Frauen da noch kein eigenes Konto eröffnen konnten, wusste ich nicht. Egal, Papa hat das in den frühen Siebzigern für meine ersten Reisen in den Orient getan.
    In einem zutiefst lieblosen, aber beschützenden Patriarchat aufgewachsen. Der Mantel war ähnlich meine erste Trainingsstunde in Kendo ein Zeichen, erstmal raus in die Welt.
    Ich fürchte auch, unsere siegessicheren Politiker werden noch eine üble Überraschung erleben mit dieser gruseligen Partei. AfD geht garnicht. Solches Geschwafel wie Rassismus erübrigt sich zu einer Entscheidungsträgerin, die Kinderehen verteidigt.

  30. Meine Eltern...
    …hatten tolle Jare in den 50ern. So wie ich in den 80ern.
    Ich hasse Dogmatik!

  31. Wenn man sich die Mobbingrunde...
    …von gestern vergegenwärtigt, dann sollen es wohl eher die Vierziger sein, zu denen die AfD angeblich zurück will.

    Das wird alles noch sehr hässlich bis zum 24.09…Andererseits werden Merkel/Schulz mit einem zweistelligen AfD-Ergebnis problemlos leben können. Insofern ändert sich auf absehbare Zeit nichts (ist das jetzt langsam genug geschrieben? Was ist das eigentlich für ein bescheuertes Plugin, lieber Don?).

    • @ Mann vom anderen Strand 07.09.2017,20:00
      wer wählen geht ist selber schuld?

      Wer so denkt muss echt vom anderen Strand sein!
      Wenn es je eine Bundestagswahl gab, bei der man unbedingt wählen gehen sollte, dann doch wohl diese!

    • Ich habe den Kommentar, auf den sich das bezog, gelöscht Der Pöbler „Mann vom anderen Strand“ hat hier Hausverbot.

  32. Titel eingeben
    Schön, dass die D-Mark erwähnt wurde. Das ist ist nämlich der springende Punkt und das, was die AfD liebt. Und zwar nicht aus nostlagischen Gründen. Die Deutsche Bundesbank, die Hüterin unserer liebgewonnenen D-Mark, war gerecht. Sie bevorteilte nicht den Staat und die Wirtschaft gegenüber den Bürgern. Seitdem die deutsche Politik die Bundesbank entmachtet hat und das Behüten die Geschicke der Währung in fremde Hände gab, gibt es diese Gerechtigkeit nicht mehr. Die Währung wird benutzt, um fremde Staaten zu finanzieren. Bezahlen tun wir das an der Kasse im Supermarkt.

    • ... wir bezahlen das vor allem ..
      … dadurch, dass wir keine Zinsen und Zinseszinsen auf unser Vermögen mehr bekommen und so um den Ertrag gebracht werden. Schon jemand mit einem Sparvermögen von 100.000 Euro wird locker mit 3-5000 Euro jährlich zur Kasse gebeten und keinen stört es ….

    • Wenn es fremde Staaten wären
      da würde ich mich ja nicht beschweren. Tatsächlich belohnt Gelddrucken die Reichen und enteignet den Klein- und Mittelsparer. Wer Immobilien, Aktien, Gold etc… hat, dem kann Inflation herzlich egal sein. Wer dagegen sich solche Anlagen nicht zutraut und stattdessen ein paar 10000 Euro fürs Alter auf dem Konto hortet, ist der Gear…te. Kalte Enteignung sozusagen.

    • Schlecht Nachricht für Nostalgiegläubige. D-Mark nur ein EURO light
      Geldmengeninflation 7% p.a., die zwangsläufig daraus folgende Umverteilung von unten nach oben, an Kapitaleigentümer, zusammen mit dem ebenso daraus resultierenden Wachstum der Gesamtverschuldung.

      Die Bundesbank hätte im Zweifel ebenso monetäre Staatsfinanzierung betrieben wie die EZB. Die verbalen Stabilitätsparolen kann man vergessen. Das wird auch in der Zukunft passieren, z.B nach dem Zerfall der Eurozone. Achten Sie bei Gelegenheit drauf. Sie wird exakt so vorgehen wie die Weimarer Reichsbank, also EZB hoch drei.

      Alle staatlich kontrollierten geldschaffenden (/-schöpfenden) Währungen sind so konstruiert, dass sie Überschuldungskrisen erleichtern und dann im gleichen Staatsfinanzierungs-Fiasko enden.

  33. famous last words
    Gesellschaft ist nicht eine Abfolge von Jahrzehnten ala „50er Jahre“ „60er Jahre“, etc. Als würde Gesellschaft sich an Jahreszahlen orientieren.

    Im Geschichtsunterricht an deutschen Schulen sollte gelernt wurden sein, dass es da eine Entwicklung gab, die eine Demokratie, ein Bürgertum, die Nation, die Gewaltenteilung, die Säkularisierung etc. ermöglichte, aus der dann letztlich unsere moderne Welt entstand.

    Die man dann in den 50er, 60er, 70er, 80er, 90er Jahre beobachten konnte.

    AFD Wähler sind in hohem Maße Akademiker. Die haben in der Schule aufgepasst. Die wissen um die Grundlagen der Gesellschaft.

    Die Wähler der CDU, SPD, und der Linken sind eher ARD- und ZDF- Zuschauer, die keinen blassen Schimmer von Geschichte, Kausalitäten, Strukturen und der Moderne haben. Die begreifen nicht, von welchen Pfeilern unsere moderne Welt getragen wird. (nur zur Info: Nicht-Akademiker Anteil bei der Ü-40 Generation: ca. 85%)

    Wenn dann solche Pfeiler, wie die Nation, die Meinungsfreiheit, die Gewaltenteilung etc. nach und nach abgeräumt wird, dann sind es die Gebildeten und Intelligenten, die dies beobachten und kritisieren.

    Die sammeln sich in der AFD. Weil der Rest der Republik völlig verblödet ist.

    Die AFD ist die Vertretung der Moderne.

    Und wer jetzt meint, eine Welt der offenen Grenzen und der Liebe zwischen allen Kulturen sei die Zukunft, der bewegt sich in der Welt der Postmoderne.

    Nun bedarf es aber wiederum Bildung um zu wissen, dass die Postmoderne ein feuchter Traum ist und weiterhin bleiben wird. Und feuchte Träume sollten nicht Programm von Politikern sein. Die sollten bei den linken Idealisten in besetzten Häusern verbleiben.

    Aber all das Wissen kann ich weder hier noch woanders voraussetzen.

    Es wird auch hier niemals Bereitschaft oder Raum für eine entsprechende Diskussion geben. Es ist keiner da, der diese führen könnte.

    Hier zum Beispiel sind die, die nur fühlen, dass etwas falsch läuft, die aber nicht verstehen was und warum, und auch nicht stark genug sind um daraus Konsequenzen abzuleiten. Hier sind am Ende alle wieder die Schafe, die nicht eigenständig denken oder handeln können, die weiterhin den gesetzten Bahnen folgen, und CDU, FDP oder Grüne wählen. Weil sie nicht anders können…so als selbsternannter „frei denkender Mensch“. Ohne dies als Paradoxie zu erkennen.

    Die einen zu dumm, die anderen zu schwach. Das ist die Masse.

    Die anderen gehen, infolge von fehlenden Alternativen, zur AFD.

    Denn die AFD ist der einzige Widerstand, ist die neue 68er.

    Und genauso wir damals die 68er als subversive Gefahr bekämpft wurde, so ist es diesmal die AFD, die die deutschen Medien klein halten wollen.

    Spätestens wenn die neue große Koalition 2018 den Sozialismus startet, die 15000 neuen Polizisten die Gewalt auch nicht kontrollieren, sich die Zahl der Flüchtlinge durch Familiennachzug vervierfacht, die Journalisten weiterhin die AFD als einzige Protestpartei behandeln, dann wird die AFD wachsen.

    Die Zukunft wird die AFD füttern.

    Die CDU klammert sich an 20 Mio Rentner, die SPD an den Rest der Stahlarbeiter, die Grünen an den ü-50 Beamten, die Linke an die Hausbesetzer und die FDP an Herrn Lindner.

    Alles keine Modelle mit Zukunft.

    Der ganze Raum außerhalb, der ist offen für die AFD.
    Sie muss nur zugreifen.

    Unendliche Weiten.

    • Wir können ja Wetten abschliessen, wie die AfD bei den Wahlen abschneidet- Ich sage – weit hinter ihren Möglichkeiten und das angesichts des rechtsauslegenden Personals zurecht. Trotzdem noch so gut, dass es einen Aufschrei geben wird.Ich sage mal, irgendwas zwische 12 und 16%, wenn ich die Stimmung richtig deute.

    • But I'll bet you can't tell me what it smells like in the Sistine Chapel
      Die Stimmung in meinen privaten Umfeld (Akademiker, von Arzt über Unternehmer zu Beamter) ist eigentlich 100% AFD, nur werden fast alle dann doch FDP oder CDU wählen. Noch wirkt das Nazi-Bashing durch die Medien. Daher wäre ich nicht ganz so optimistisch, ich denke irgendwo bei 10%.

      Der Witz ist doch, dass die AFD soviel Stimmen bekommt TROTZ ihres Personals! Aber erinnern wir uns an die Grünen, und welches Personal die am Anfang hatten.
      Mit einer soliden und charismatischen Führungsperson wäre die AFD jetzt schon bei Richtung 30%.
      Das wird noch kommen, wie damals auch ein Fischer kam, weil alles in Richtung AFD gespült wird, die AFD ist die Alternative, weil sie die einzige Alternative für alles ist, was in diesem Land falsch läuft. Eine strategische Poleposition, nicht zuletzt dank der Medien die einheitlich auf die AFD einprügeln. So wird die AFD erst zum Protest, zum Trend, wird sie hipp. Wenn sie die Jugend erreicht, dann gehört ihr die Zukunft.

      Fast 90% aller mir bekannten FDP Wähler wollen eigentlich AFD wählen, trauen sich aber nicht. Wenn ich diese zu den zu erwartenden AFD Wählern dazurechne, dann sind wir schon bei einem Potential von jetzt 20-25% der Wähler. Mit Personen wie Frau Wedel kann sich die AFD etablieren, was seit den letzten Fernsehdebatten ja alle Medien in Panik versetzt.

      Es ist alles angerichtet. Und die nächsten Jahre große Koalition sind der perfekte Dünger für die AFD.

    • Das hängt davon ab, wie schlecht die SPD abschneidet. Wenn sie unter 20% fällt, wird sie vielleicht nicht mehr wollen. Gerade die SPD schaut nämlich sehr schlecht aus.

    • Alles richtig, goodnight...
      …aber wie schaut denn Ihre Konsequenz aus?
      Bin immer offen für Ideen dafür, was ich Gutes tun kann.
      In diesem Öand herrscht aktuell noch das Problem, dass viele Leute sich gar nicht eingestehen wollen, dass wir ein dickes Problem haben.

    • The bright lure of freedom diminishes your life's joy in a mad scramble for power
      Don, in der Politik geht es immer nur um Macht.
      Die SPD wird die große Koalition mitmachen, auch wenn sie nur 5% bekommt. Keiner will nicht Minister sein, keiner will Opposition.

      Freue mich nur auf den Tag, an dem die Medien begreifen, dass sie mit ihrem AFD Bashing nur den Steigbügelhalter für Frau Merkel gespielt haben, damit die ihren Eintrag in Geschichtsbuch als Dauerkanzlerin erhält, ohne wirkliches politisches Programm.
      Aber das ist mein blinder Fleck, dass ich nicht verstehe, dass es in den Medien diesen Grad an Reflexion nicht gibt, d.h. die werden nie begreifen.
      :-)

    • Ahh - Goodnight - erfrischend! -Öh, die Postmoderne wird schon seit Jahrzehnten kritisiert -
      – nur scheints so, dass Ihnen das nicht auffällt, schade!

      @ DA – AfD 13% iss mein Tipp. Mein Tipp SPD, am 12. Februar 2017 abgegeben: 23,9 %.

      Es wird keinen Aufschrei geben. Und die AfD wird ihr Potential vorerst so ziemlich ausgeschöpft haben.

      Irgendwas passt in der Politik irgendwem immer nicht. Das kann nicht anders sein, ich erspare mir die Begründung, aber ich verkneife mir nicht den Hinweis auf Enzensbergers sehr lesenswerten Aufsatz: „Erbarmen mit den Politikern“.

      Das mich am meisten beunruhignede Phänomen ist derzeit der „Arschlöcher“-Diskurs von Wolfgang Tillmans, Opperman, Kipping, und so weiter. Kurz und gut: Die Idee, dass man einfach Leute ausmarchen kann, denen der Mob zu recht das Auto abfackelt und die Scheiben einwirft und die Wahlveranstaltungen verunmöglicht usw. …

      Marginalie: Der grüne Tübinger OB Palmer schießt mal wieder den Vogel ab: Er macht statt Wahlkampf eine Buchvorstellungstour und verlangt 12 Euro Eintritt: Das schaue ich mir Dienstag nächster Woche in Radolfzell im Milchwerk haargenau an -sensationell!

    • Verhielte sich die AfD so, dass sie als Koalitionspartner von der Union akzeptiert würde,
      dann wäre sie ganz schnell Geschichte. Merkel mag noch einmal gewinnen, aber die nächsten vier Jahre wird sie nicht überstehen. Da wir keine Laufzeitbegrenzung haben, ist es das Schicksal deutscher Kanzler, unrühmlich abserviert zu werden.

      Ich habe übrigens kein Verständnis für Leute, die sich darüber auslassen, dass „falsche“ Leute bei dieser oder jener Partei seien. Warum engagieren Sie sich dann nicht selbst in einer Partei?

    • Danke goodnight für diese Darlegung
      sehe ich exakt genauso!
      Und wo die Proleten und Ewiggestrigen stehen hat der Slomka-Proleps(polem. gemeint, denn die haben ja noch nicht mal Kinder!) gestern überreichlich aufgezeigt.

    • Die Realität ist dem Konjunktiv sein Feind – oder SNAFU
      „Der ganze Raum außerhalb, der ist offen für die AFD.
      Sie muss nur zugreifen“

      Müsste, Goodnight, müsste.
      Tut sie aber nicht. Weil sie’s nicht kann.
      Ob und wie sie’s könnte, unter anderen, günstigeren Umständen, ist zweifelhaft, weil sie – den Ball vor den Füßen, das leere Tor im Blick – ihre Chancen in einer Weise versemmelt, die eine künftig evtl. bessere Verwertung nicht erwarten lässt.

      Die AfD spricht mit zu viel Zungen, kriegt – nie wäre es einfacher gewesen – die Opposition nicht gebacken, leistet sich ekelhaftes Personal (zugegeben, da wird wohl die/der eine oder andere seine Maulwurfmission erfüllen), wirkt nicht fokussiert, zerfleischt sich selber, konzentriert sich nicht auf das Wesentiche, lässt sich von den Medien abkochen. Hoffnungslos.

      Die Wahltaktiker („Ich wähl die doch nur als einzigen Widerstand“) werden sich noch wundern, wenn die neu gewählten MdBs erst mal Zugriff auf Wahlkampferstattung, persönliche Assistenten, Dienstlimos, Flüge, Luxus-Schreibgerät und andere Privilegien kriegen. Es wird nach der Wahl noch einfacher sein, die abzusägen.

      Besonders beeindruckt wirken all die Demokratiefreunde an der Staatsspitze jedenfalls nicht (mehr). Das war schon mal anders.

    • Zustimmung für goodnight
      Was mir persönlich auffällt ist die Korrelation mit dem Fernsehkonsum. Unabhängig von Bildung und Einkommen herrscht die Einsicht in die Notwendigkeit von Merkels Politik da vor, wo die Freizeit vor der Glotze verbracht wird.
      Ein Punkt ist noch gar nicht berücksichtigt, nämlich das bevorstehende Ende des Sozialstaates in seiner jetzigen Form. Die Einwanderung führt zwangsläufig dazu. Es wird durchaus noch hektische wie vergebliche Kurswechselversuche mit Grenzkontrollen etc geben, dicht gefolgt von Parolen, gegen die das Getrommel für Schröders Streichkonzert wie ein leises Pfeifen anmuten wird. Alles begleitet von allgemeinem Hauen und Stechen. Die Party ist vorbei und der nationale Konsens, dass es keine Parteien mehr gibt sondern nur noch Grüne, zerbröselt trotz des afd-Feindbilds.
      Es deutet sich ja bereits an, urplötzlich ist es ein Thema dass Parteibonzen ihre Kinder auf migrantenfreie Schulen schicken (haben die schon immer gemacht), dass das Geld zu knapp wird um mal eben das Klima zu retten schnürt den Grünen die Luft ab. Dass ausgerechnet die afd die letzte Option war um den Sozialstaat zu bewahren ist ein Treppenwitz.

    • @Gutenacht
      Sehr geehrter GuteNacht, danke, daß Sie hier jetzt die Rolle von TDV übernehmen und allen die Kompetenz absprechen mitzukriegen was falsch läuft.
      In dem Zusammenhang hätte ich gerne die Frage von Ihnen beantwortet welche Konsequenz man noch ziehen sollte, als die, 2016 konsequent seine fünfköpfige Familie nach Südamerika ins Exil zu bringen, wissend was kommen wird. Bin auf Ihre Antwort gespannt.

      Nachdem die Schweiz, das neue „Westfernsehen“ darstellt, noch kurz ein Hinweis auf ein Interview mit Frau Weidel in der NZZ.

      P.S.: Den jungen deutschen, jedenfalls, die ich kenne, müssen Sie die AfD nicht mehr schmackhaft machen, die haben jeden Tag mit der Zuwanderung live zu tun. In jeder Schule, in jeder Disco, im Stadtpark…usw.

    • In my world everyone is a pony, and they all eat rainbows, and poop butterflies.
      @Kief

      Nope, seit dem Ende der Frankfurter Schule ist da keine Moderne mehr, die Kinder der 68er Revolution haben ja nix gelesen, die haben nur Schlüsselwörter übernommen, um daraus ihren infantilen Egoismus neu zu benennen. Postmoderne ist hier Leitbild, das Sammelbecken für alle Utopien, die Zukunft als moralische Instanz, in der alles voller Liebe und Reinheit und Freiheit.
      Kein Linker kennt noch die Moderne, all die Diskussion drehen sich immer nur um die Postmoderne, und damit um das Paradies, eine Idee von einer Welt die niemals Realität sein muss und deshalb so wunderbar zu gebrauchen für linke Parteiprogramme und moralische Zeigefinger und Wahrheiten und Weisheiten. Denn der Vertreter der Postmoderne will immer der Vertreter der Wahrheit und der Moral und der Zukunft und der Liebe und der Freiheit. Und kann dies dann ja auch. Weil all das in der Postmoderne ja möglich.
      Ergo: Kinderphantasien als Leitbild für eine Generation von Wohlstandsmenschen. Die jetzt langsam von der Realität aufgefressen werden. Deshalb das laute Schreien der postmodernen Journalisten hier und dort und überall.

    • It's gonna happen, Edward.
      Zu den hier nachgefragten Konsequenzen:

      Am 24. September den Stift nehmen und das Kreuz an der Stelle machen, wo die moderne Welt ihre Werte verteidigt.

      Das ist unsere primäre Aufgabe in einer moderne Welt:
      Zu wählen. Und zwar unserem Verstand folgend und nicht irgendwelchen sozialen Verhaltensmustern. Die Wahl ist nicht umsonst geheim.

      Würden alle sich so verhalten, dann wäre die AFD bei 30% und alle anderen Parteien würden ihre Programme radikal ändern, allein um zu überleben. Die CDU würde unverzüglich die Abschiebungen ermöglichen. Selbst die SPD, die Linke und die Grünen zur Hälfte, die FDP sowieso.

      Da aber auch die Akademiker Demokratie etwas verlernt haben, wird dies nicht so geschehen.

      Folglich kann und sollte man politisch aktiv werden. D.h. beim Grillen auch mal über Politik reden, was ja immer mehr geschieht, und dabei sich trauen seine Meinung zu vertreten. Je mehr dies geschieht umso mehr werden auch andere ihre wahre Meinung sagen.

      Diese Gesellschaft wird politischer. Man sollte sich darauf einstellen und aktiv mitmachen. Man muss ja nicht direkt Parteimitglied werden oder gar selbst in die Parlamente. Aber man kann.

      Alles möglich, in der modernen Welt. Man muss nur ab und zu daran erinnert werden.

    • @Problembär
      Würden Sie Chile weiterempfehlen?

      Wie links ist denn der Mainstream?
      Wie denkt man dort über die europäische Flüchtlingskrise?

      Wie stark unterscheidet sich das Spanisch von dem in Spanien?

      Ich möchte Sie bitten, ein wenig zu erzählen, sollten Sie geneigt sein und die Zeit dazu haben.

      Mit freundlichen Grüßen

    • Wetten abschließen
      Gern, muss Mal auf englischen Portalen schauen, wo ich echtes Geld verbrennen kann.

      CDUCSU 32
      SPD. 21
      AFD. 18
      FDP. 9
      LINKE. 8
      GRÜNE. 5

      Wahlbeteiligung: Tiefststand, unter 70 Prozent
      Wunschdenken ist schon teilweise eingepreist.

    • SPD 21%? Sie Sozi, Sie! ;)

    • Goodnight: naja, dann koche ich ja...
      …schon lange mit demselben Wasser wie Sie.
      Übrigens denke ich aufgrund meiner Erfahrungen oft: die deutsche Untertanengesellschaft im progressiven Gewand ist mit Leuten wie mir schon derart intolerant, wie sollen die dann überhaupt mit Kulturfremden fertigwerden?
      Der ganze Welcomejakobinismus ist bloß Camouflage für den Kampfanzug zur Bewährung der eigenen Deutungshoheit.

    • Die CDU hat's eingesehen, holt Adenauers Slogan raus
      und verkündet keck:

      Angela Merkel: „Keine Experimente für Deutschland. 🇩🇪 braucht auch in Zukunft Stabilität & Sicherheit.“ ➡️Beide Stimmen für die CDU! #Torgau
      https://twitter.com/CDU/status/905460941751508993

      Das ist zwar der Witz in Tüten, denn was sonst als ein riesiges Experiment am lebenden Menschen läuft gerade, aber der Wähler wird diese Aussage zu schätzen wissen.

      In Gesprächen kommt viel Wut zutage, aber ob sich diese Wut in der Wahlkabine dann so äußert, dass sie nach außen hin sichtbar wird, wage ich doch zu bezweifeln.

    • Stahl
      Sie glauben doch wohl nicht im Ernst, daß ein aktiver Stahlarbeiter (geschweige denn all diejenigen, die für Ihr Geld noch wirklich hart arbeiten müssen) die SPD wählt? Was denken Sie denn, warum ein G. Reil in die AfD eingetreten ist?

      Ich wohne in einem kleinen Schlafdorf in der Nähe von Lüneburg, bevölkert mit Verwaltungsbeamten, Lehrern, Angestellten des öff. Dienstes in ihren kleinen, schmucken, biederen Einfamilienhäusern. Ergebnis SPD letzte Kommunalwahl: 69%. Ich komme als stramm auf die 50 zugehender alter weisser Mann aus dem Ruhrpott und bin fast hintenübergefallen. Solche Ergebnisse kannte ich noch nicht einmal aus der Heimat.

      Nein, der übrig gebliebene Kern der SPD-und Grünen-Wähler sind Menschen, die Ihr Arbeitsleben im gutsituierten öffentlichen Dienst (incl. Funk, Fernsehen und andere Presse in Festanstellung) verbringen und sich Ihre hohen Moralansprüche an Andere leisten können.

      In NRW haben die meisten dieser dann aber schnell vergessen, aus welchem Stall sie kommen und nach Absolvierung des Jurastudiums oder Lehrerausbildung für Geschichte und Pädagogik von da an mit Verachtung auf den hart arbeitenden Pöbel herabgeblickt und sich dann halt eben nicht zu schade dafür waren, die Hartz IV- Gesetzte einzuführen und damit letztlich die Lebensleistung vieler alter weisser Männer zerstört haben. Von dem Gewerkschaftsschmonz verdi u.A. will ich gar nicht reden.

      Na ja, wir werden sehen. Meine Entscheidung ist längst gefallen. Ich befürchte nur, es wird noch viel schlimmer werden, bevor es besser werden könnte.

    • @Goodnight
      Mit Ihrer obigen Einschätzung geben ich Ihnen in großen Teilen Recht, wären nämlich der ÖRR und die Mainstreampresse nicht in der Hand der Regierenden, es sähe anders aus in den Prozenten, so hält sich Merkle noch fest im Sattel, die mediale Nichtkritik ist der wichtigste Faktor.
      Ansonsten sind, und das muss ich jetzt mal loswerden, viele Mitbürger gerade im Westen einfach Feiglinge, da wird die inhaltliche tote FDP mit Schwachsinnsparolen wieder zum Leben erweckt, weil man Angst hat, die Alternative zu wählen, einfach nur Angst, weil „die ja sooo rechts sind“.
      Das ist im Osten nicht so.
      Hier sehen viele die Gefahr, die uns droht mit der Linksliberalisierung der CDU. Und desalb steht die Afd hier auch bei zwanzig Prozent, und die wird sie auch bekommen.
      Und weil die FDP um die achte Punkte bekommen wird, ist das Wahlziel in Gefahr, nämlich schwarzgelb zu verunmöglichen, in Gefahr.

    • Pinarello (ca 1985) sucht starken Antrieb
      @goodnight

      teile Ihren Galgenhumor zu 99 per cent

      (dem DA will ich meinen schlanken Drahtesel nicht anbieten, der hat sicher schon genug davon)

    • Die Regel lautet: Wenn man n Räder hat, ist die richtige Zahl der Räder n+1.

    • Fazit:
      @Goodnight: wieder mal alles dran, alles drin, bestens formuliert (jedenfalls besser als ich es könnte), vielen Dank, +1 !

      @Problembär: die Aussage von Goodnight mit der Inkompetenz bezieht sich nach meinem Verständnis nicht auf die Forumsmitglieder, sondern auf alle, die merken, dass hier gewaltig was schieft läuft, und trotzdem eine Merkelpartei (schwarz, gelb, rot, grün) wählen. Diesen Vorwurf halte ich auch für vollkommen berechtigt.

      Wahlergebnis AfD: vielleicht 12 %, kaum mehr. Der Nazivorwurf wirkt noch, und tatsächlich ist da Personal drin, das man nicht in Regierungsverantwortung sehen will. Mich hält das mittlerweile nicht mehr ab (denn regieren werden die vorerst eh nicht), aber solange die Wirtschaft noch läuft, die Probleme mit der öffentlichen Sicherheit schöngeredet und die Eurozonenprobleme unter der Decke gehalten werden, ist die Not für die meisten nicht groß genug, um ihre Scheuklappen abzulegen.

      Wir bekommen weitere 4 Jahre Merkel, und sobald dies gesichert ist, wird der Familiennachzug, der Schuldenerlass für Griechenland, die europäische Einlagensicherung der Banken etc. pp. kommen. Dann wird die große „Mitte“ der Gesellschafter wieder jammern, dass Mutti doch vorher was ganz anderes versprochen hat. Aber was kümmert das Mutti, bis zur nächsten Wahl ist das längst vergessen…

      Meines Erachtens steuern wir hier allerdings früher oder später auf den „perfect storm“ zu. Wenn irgendwann ganz Osteuropa aus der EU aussteigt, sich die Nachteile der uneingeschränkten Finanzierung der Neuverschuldung des Club Med durch die Druckerpresse zeigt und unsere Versicherungswirtschaft pleite macht, sich der Niedergang der öffentlichen Ordnung in D nicht mehr leugnen lässt, der deutsche Sozialstaat durch den uneingeschränkten Familiennachzug in die Knie geht, das Bildungsniveau durch Scheinakademiker (Soziologen) und Inklusion usw. vollends abstürzt, ja, dann kommen wir vielleicht irgendwann in eine Situation, wo plötzlich eine Vielzahl von Leuten sich denken könnte: „Mir egal, dann bin ich halt Nazi, aber so geht das nicht weiter!“ Und meine Hoffnung ist nur, dass dann, falls/wenn es soweit ist, die Höckes, Poggenburgs usw. gegen erträglichere, kompetentere Leute ausgetauscht sein werden.

      Das ist etwas was die ganzen Weltverbesserer wohl bis heute nicht verstehen: wenn sie jeden, der nicht ihrer Auffassung ist, direkt als Nazi beschimpfen, weil sie glauben, dadurch eine Abgrenzung nach rechts durchsetzen zu können, dann stärkt das nicht die Abgrenzung nach rechts, sondern es wird sie langfristig im Gegenteil schwächen.

      Wir Deutschen können halt einfach keinen gesunden Mittelweg…

    • @Moritzburger
      Es ist (nahezu) sinnlos. Wenn es für Schwarz-Gelb nicht reichen sollte, nehmen diese Undemokraten eben noch die grüne Pampe mit dazu. Nochance. Eine Opposition muss rein, die den Namen verdient. Kleine/grosse Anfragen stellt und die Ergebnisse veröffentlicht, damit immer mehr BürgerInnen sehen wie der Zaster irrsinnigerweise verplempert wird. Diese Aufgabe zu erfüllen wird schwer genug. Auch da stehen schon etliche Betonbarrieren bereit.

    • @白左
      Für Argentinien kann ich es Ihnen sagen:

      Die Allermeisten (und ich formuliere mal: quer durch alle Schichten vom Großunternehmer/in, Arzt, Rechtsanwalt über Verwalter, Taxifahrer und Gärtner) sehen das, was die Merkels und EUs mit Europa und Deutschland machen als ein Verbrechen am klaren Verstand, am westlichen Erbe und an der Zukunft an! Sie sehen Europa, auch als Soziales Vorbild zerbrechen und auch ein Europa als (aus ihrer Sicht) stabile Utopie.
      Und auf „papst“ Franziskus ist man auch nicht stolz, sondern hält es jetzt sogar für möglich, daß er die Vatikanbank instrumentalisiert, um dem argentinischen Volk von Kirchners gestohlene Gelder für die verbliebene Kirchner zu waschen… . Der Hellste scheint er ja nun gerade nicht zu sein.

      Also, es gibt sicher auch Linke, die den Wahnsinn hier bejubeln, aber denen gehe ich eh aus dem Weg, weil die haben in Südamerika ja gerade etliche Staaten aufs Schafot gefahren.
      Eine Argentinierin, die mitbekam, daß hier nun schon Kubaner im Rahmen der Weltrettung als Flüchtlinge in Europa aufschlagen, rümpfte die Nase.

    • Herzlichen Dank, Herr Feldmann,
      Text eingeben

    • Herzlichen Dank, Herr Feldmann,
      das macht doch wenigstens ein bisschen hoffnungsvoll, was die Zukunftschancen der westlichen Länder der Südhalbkugel angeht.

      Und auch, wenn es mich wehmütig stimmt, ist es schön, zu vernehmen, wie hoch Europa eigentlich angesehen war.

      Ich hatte lange das Gefühl, in der besten aller Welten zu leben, aber die Zeiten sind vorbei; die Illusion ist zerbrochen, auch weil die neuen Deutschen die bisher gültigen Grenzen der Segregation von heroischen Türken und postheroischen Deutschen nicht anerkennen.

      .
      Fliehen könnten wir auch nach China, auswandern würde ich dorthin aber zumindest noch nicht.

      Aus der Ferne wirkt Südamerika so, als sei es weit genug abseits von den muslimischen Siedlungsgebieten und dem anglophonen political-correctness-Wahn gelegen.

      Zu dem neuen Papst fehlen mir die Worte.

    • Hallo Goodnight,
      Schöne Vorlage geliefert.

      Wahlen sind das demokratische Mittel, dass viele noch abwarten wollen, um Änderungen herbeizuführen. Viele haben Deutschland bereits verlassen und viele tragen sich mit dem Gedanken daran. Das scheinen die häufigsten Konsequenzen zu sein, die gezogen werden.

      Doch wohin. In den letzten Monaten habe ich so viel über die bevorzugten Ziele Australien, Neuseeland, Amerika, Kanada, Asien, Südafrika usw. gelesen und war auch teilweise vor Ort, da frage ich mich doch, informieren sich die Ausreisewilligen denn gar nicht.

      In vielen dieser Länder sind unsere Probleme ja schon längst dort vor Ort, mit bereits massiven Auswirkungen. In Ländern innerhalb Europas erkauft man sich ggf. nur noch ein bißchen Zeit.

      Wie schrieb letztens eine Kommentatorin:

      Wir haben nur ein Land, in dem wir keine Fremden sind, warum sollten wir uns hier vertreiben lassen?

      Recht hat sie. Machen wir uns nichts vor, die Deutschen sind nicht sehr beliebt und schon gar nicht in einer Masse von 60 Millionen. So schnell, wie unsere Nachbarn ihre Mauern hochziehen, wenn wir uns auf den Weg machen, können wir gar nicht laufen.

      Also hier bleiben. Aber bestimmt nicht wehrlos. Sollte beim Joggen oder im Alltag der nötige Abstand nicht gewahrt bleiben werde ich mich und die meinen mit allen Mitteln verteidigen und das sehen alle in meinem Umfeld genauso.

      Ponyhof war gestern ….

      Frau Simon,

      die Plakate mit der Deutschen Fahne, das nimmt ihr eh keiner mehr ab, und den Wahlsprüchen sind ein Witz. Es hat sich mal ein Professor die Mühe gemacht alle Wahlprogramme der etablierten Parteien zu lesen. Auf den ca. 500 Seiten hat er doch tatsächlich 5 x das Wort „Deutsche“, wahrscheinlich versehentlich da hineingeraten, gefunden. Davon 3 x im Zusammenhang mit den neuen Bundesländern.

      Diese Wahlversprechen könnten tatsächlich mal wahr gemeint sein, gelten sie doch für die Zugereisten. Ich sage nur „…. mehr Gerechtigkeit, Teilhabe, Schutz der Familie … “ beliebig zu ergänzen.

    • @Goodnight, all along and across the board
      wenn Sie noch nach etwas mehr Zustimmung zu Ihren Beiträgen suchen, here goes:

      You got it, smack dab in the middle, mostly.

      Kind regards and keep up the good work!

    • @白左
      Sehr geehrter 白左, ja ich würde Chile weiter empfehlen, aber es liegt immer im Auge des Betrachters.
      Der linke „Mainstream“ hat sich in punkto EfA z.B. nicht durchsetzen können, ich denke der Vorstoß ist erstmal gescheitert.
      Die europäische Flüchtlingskrise wird hier nur am Rande thematisiert, aber auch Chile ist Ziel von Armutsmigration, allerdings gibt es da gewaltige Unterschiede zu D. Aber auch hier schaffen es die „Flüchtenden“ über mehrere Landesgrenzen hinweg und tragen einen Teil zur Kriminalitätsstatistik bei.
      Das geschriebene Spanisch ist dem in Spanien nicht unähnlich, aber das Gesprochene schon. Weiß immer noch nicht was hier eigentlich gesprochen wird ;)
      Faktisch ist es ein sog.“Schwellenland“ und dementsprechend mit allen Chancen und Risiken gesegnet, aber Chile ist wohl eines der stabilsten Länder in Südamerika. Und es verfügt über fast alle Bodenschätze dieser Erde, außer Öl, aber wer braucht das in Zukunft noch?
      Ein starkes Argument, auch für uns, war es, daß es es praktisch keine Muslime gibt, und damit auch in den nächsten Jahrzehnten relative Ruhe herrscht.

    • @白左, Problembär
      Auch für uns ist ein wesentlicher Entscheidungsgrund, daß es in Argentinien wenig „Neu“Muslime gibt, denn das Land hat schlicht nicht das attraktive Sozialsystem für solche Figuren. Letzteres ist das aus meiner Sicht auch der beste Schutz für ein Land- keine Sozialbezüge: keine Islamisierung! Über Uruguay wurde vor 1 Jahr von einer Charge von 5(?) „syrischen“ Familienclans berichtet, die im Zuge der Merkel-Krise von Uruguay übernommen wurden. Diese Familien bekamen nach dortigen Maßstäben viel (vom Geld der Einheimischen!), es entsprach aber nicht ihren Ansprüchen und so forderten sie schlußendlich (mit Hungerstreik, Randale, PipaPo), daß man ihnen den Flug in ein „besseres Land“ zu zahlen habe. Die Uruguajos waren begeistert! Die Stimmung in der Bevölkerung, die eigene echte Probleme hat (wie Problembär … schildert) ist gegenüber solchem muslimischen Parasitismus gereizt. Irgendwie ist man sie billig losgeworden.

      Allerdings gibt es aus den 1920-er Jahren eine Reihe von syrischen Enklaven im Norden Argentiniens (La Rioja). Das sind aber Menschen, die damals zurecht kommen mußten und sich ohne Staatshilfe als Kaufleute etc. etablierten. Heute sind das ganz normale Argentinier. Carlos Menem war so jemand. Als er Präsident werden wollte, mußte er zum Katholizismus konvertieren.

      @白左 : der derzeitige Hausbesetzer im Vatikan wohnt ja nur im Gästehaus. Vllt. wird man ihn damit schneller los! guten Gruß

    • @Problembär, Patrick.Feldmann
      Sehr geehrte Herren,
      aufrichtigen und vielen Dank für Ihre Einblicke.

      Sie machen mir im Großen und Ganzen Mut; und die kleine muslimische Minderheit, die sich seit 100 Jahren in Argentinien halten mag, macht mir keine Angst – „Islamophobie“ gilt nicht umsonst als unpassender Begriff.

      Die Sicherheitsaspekte ungleicher Gesellschaften mögen ohne die eiserne Faust der KP andere sein, als ich sie bisher kenne, aber…
      Die Unappetitlichkeiten, die enge Freunde oder ich erleben, werden immer vielfältiger – letztens hatte ich es mit einem zu tun, der Muttersprachler war, sich aber erstmal als Flüchtling ausgab – und häufiger, und ihren Höhepunkt möchte ich nicht erleben.

      Benedikt II mag uns in Hinblick auf den kleinen Argentiner immerhin einen Dienst erwiesen haben:
      Daß er nicht durch den Tod aus dem Amt schied, sondern abtrat, bedeutet vielleicht, daß wir uns auch im aktuellen Falle auf einen Ruhestand freuen können.

    • @patrick.feldmann
      Das mit den Syrern in UY haben wir auch mitbekommen, der Wahnsinn, der Witz war, daß sie angeboten haben sie möchten auch zur Not wieder in die Türkei zurück, weil sie sich scheinbar Chancen einräumten über die Balkanroute. Was aus ihnen geworden ist, weiß ich nicht, wir sind dann nach AR weitergereist.
      Richtig zum Papst fehlen die Worte, er hat jetzt, zumindest in meinem Falle, weniger Steueraufkommen zur Verfügung.

    • Finally
      Hat jemand Durchblick

  34. Fake History
    Die Verklärung der „Vergangenheit“ findet gegenwärtig permanent statt, realtime. Wobei Vergangenheit nicht nach Jahrzehnten sondern Monaten, Wochen, Tagen, Stunden gemessen wird. Fake History.

    Dieses Herausputzen praktizieren alle Parteien. Allerdings bröckelt der Stuck schneller von der Fassade, als der Restaurator nachlegen kann. Mief und Muff in Schwarz, Rot, Gelb, Grün und Blau. Blendung. Wechselnde Kulisse, passend zum aktuell aufgeführten Film oder Bühnenstück.

    Street Art und Art brut kommen wesentlich zu kurz.

  35. Was man der AfD so alles andichtet, sehr geehrter D.A.
    Dafür ist Ihre Zeitung Beleg genug. Das mit der Liebe zu den 50ern halte ich für ein nur unter unpolitischen Intellektuellen verbreitetes Argument – ist einfach abwegig. Die Wähler der AfD sind dagegen nicht im Geringsten auf Abwegen. Vielmehr sind diese Leute deutlich zukunftsgewandter als sämtliche Wähler der Blockparteien. Die AFD-Wähler glauben nämlich an eine Zukunft für Deutschland. So einfach ist das und doch so schwierig zu akzeptieren. Nicht wahr, geachteter D.A.?

    • Kommen Sie ohne Höcke und Gauland bitte nochmal rein.

    • Die, Don Alphonso, gibt es allerdings
      In allen Parteien. Die werden bloss geflissentlich und zusammen mit ihren Sprüchen medial / median ausgefiltert.
      So wie im Moment die gute Frau Rambatz, deren Namen – zu dem sie nichts kann – sie versuchte alle Ehre zu machen.
      Stellen Sie sich das mal vor, wäre sie auf einem hinteren Platz der AfD-Landesliste!
      All hell would break lose …

  36. Die Fünfziger waren für mich auch:
    http://www.elvis-presley-verein.de/Elvis-in-Deutschland/Elvis-Chronik-Deutschland.php

    Udo Jürgens (ganz jung) mit Max Greger live in Oberstdorf.Mein erster Theaterbesuch von Maria Stuart usw.Das waren, auch live, Marika Kilius und Jürgen Bäumler u.a., die in Oberstdorf trainierten.Skispringen mit Toni Brutscher, der bei uns am Tisch öfter sein Akkordeon auseinandernahm, wie Don seine Räder, und es wieder zusammensetze.War Max Bolkart auch.Eishockey, wir mussten die Jungs anfeuern.
    Irgendwann war da auch meine Erstbesteigung der Höfats bis zu den Edelweiß, nicht zu den Gipfeln.
    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/unter-unserem-himmel/die-hoefats-der-einmalige-berg-100.html

    Spielautomaten spielten in unserer Clique keine Rolle. Aber die Musicbox! Und ein VW- Käfer, in den locker 7 Leute passten.Das war nachts Kuchen oder Braten wegessen, den die Mütter der Freunde für den Sonntag vorbereitet hatten…

    Es war für mich eine schöne, unbeschwerte Zeit, an die ich gern zurückdenke.Die AfD spielt da keine Rolle.

    Erinnerung und Mahnung
    https://m.youtube.com/watch?v=WFZvDLaiKYA

    • 50er?
      Sie beschreiben da weitgehend die sechziger Jahre mit Kilius, Bäumler, Jürgens… Und Elvis in Deutschland war eigentlich auch schon fast sechziger Jahre: Ende ’58 bis März ’60.

    • kdm, nein
      Ich beschreibe die Zeit von 1957 bis 1960.Da war Udo Jürgens ganz am Anfang und mit dem Orchester Max Greger da. Und Kilius/ Bäumler auch. Wir haben denen beim Training zugeschaut,durften jederzeit ins Eisstadion.Göbel/ Ningel gab es zu der Zeit auch noch.

      Aber danke, dass Sie mir Hirnwirbeligkeit unterstellen wollen.Ich kam 1957 ins Oberallgäu, hatte heuer mein 60stes.1961 habe ich geheiratet und ging in einen anderen Ort.

  37. The King is back
    Ich glaube, so einfach ist das nicht. Ich kenne Ihre Feinbilder in Berlin aber auch nicht persönlich. Berlin ist wirklich sonderbar und viele Leute überdreht, aber das ist doch nicht die Realität. Die 68er kenne ich nur als Legende, ist wohl lange her…Ich glaube nicht so richtig an den Stadt Land Konflikt. Das Hübsche von den 50ern wollen alle behalten. (Die Autos!)Wir alle wollen es nett haben, deswegen das ganze Retro. Es gibt eine tiefe Sehnsucht nach Heimat, Tradition etc, aber nicht nur auf dem Land….und die AfD brauche ich dazu wirklich nicht.
    Ich leg jetzt mal Elvis auf und gieß die Geranien.

    • "Die 68er kenne ich nur als Legende, ist wohl lange her…"
      Die 68er kannte ich vor allem als Lehrer, die auch gerne die Eltern anriefen, wenn der Sohnemann etwas unerwünschtes geäußert hatte. Außerdem wussten sie stets, dass von Türken der benachbarten Hauptschule verprügelte Almans selbst schuld waren. Mein Lieblingslehrer hatte immer sienen Schlüsselbund mit Die Grünen-Anhänger auf dem Tisch. Was der väterlichen Generation die spießigen Geistlichen, dass waren mir die Revoluzzer, die sich auch noch hinter dem längeren Hebel gegenüber Minderjährigen in dieser Rolle wähnten. Man verzeihe mir den Vergleich, aber immerhin luden mir die alten Rentner aus SS und NSDAP keine Erbschuld auf Schultern, was meine Alt68er-Lehrer und ihre heutigen Kinder nur zu gerne tun und taten. Dabei war ich in meiner Jugend sogar links. Lange Haare, kaputte Cordhosen, Rage against the
      Machine. Trotzdem nur ein dreckiger Alman.

  38. Das ist zu verallgemeinert ...
    Ich glaube, dass viele die AfD wählen werden, damit es nicht einfach so weiterr geht wie bisher. Die Gefahren für unsere Demokratie kommen nicht nur aus unveränderlichen Ideologien / Religionen sondern aktuell aus den etablierten Parteien. Ein Maas, der die Medien in Regress nehmen will und freie Meinungsäußerung so unterdrückt, ist eines. Ein Kanzlerkandidatin, die schon vorab sagt, dass ohne Sie nichts läuft und sich auch nicht an die Beschlüsse ihrer Partei halten will, ist ein anderes Beispiel. Die etablierten Parteien haben keine Lösungen, nur Losungen. Die nicht Etablierten haben auch nichts, aber das Potential, um Veränderungen bei sich selbst oder noch wichtiger bei den Anderen anzustoßen.

    GEZ, Rente, Flüchtlinge, die noch kommen werden und schon da sind, Verrohung der Sitten (Artikel zur Konstabler Wache, heute), gesellschaftlicher Wandel durch Automatisierung, Überalterung, Infrastruktur, Schulen usw usf

    • man redet deutlicher
      Immerhin traut man sich inzwischen (z.B. hier) deutlich zuzugeben, dass man „diese Partei“ wählen wird. Man schreibt nun sogar offen den Namen hin: „AfD“. Und die noch gemachten Einschränkungen („aber nur weil…“) werden auch weniger.
      .
      Das war bis vor ein paar Monaten noch nicht der Fall.
      Wenn die Radio und TV-Leute wüssten, was sie mit ihrer absoluten und permanenten Verteufelung einer Partei bewirken, nämlich genau das Gegenteil… Aber das zu bemerken, sogar dazu sind sie zu … na sagen wir mal vorsichtig & nett: zu blind.

    • Mit der Wahl entscheiden sichg halt mehr und mehr Menschen, und weniger haben Lust, noch den Mund zu halten. Ausserdem ist das hier anonym.

    • @kdm "Man sagt nun offener, daß man die AfD wählt"
      Nun, wie Sie das vllt. mitbekommen haben, habe ich das auch schon vor 1 1/2 Jahren (oder länger…) offen gesagt. Nur, ehrlich, wenn ich dann das 10.Mal von Leuten, die sich einfach nicht entschließen wollen, sich wirklich kritisch denkend mit den Problemen unseres Landes, den Verursachern und den wenigen drastischen Lösungen auseinandersetzen zu wollen, – immer wieder das Selbe larmoyante Lamento höre („das schreckliche Personal“…- aha), das Monieren der Druckfehler in der Speisekarte der Titanic…. dann lasse auch ich das irgendwann und denke mir: wir müssen uns trennen.

      Wieviele Autos (und fast Häuser- mit den Familien darin!) von AfD- Politikern oder Sympathisierenden haben gebrannt? Wieviele, die erkenntlich für die Ziele der AfD eintraten,, wurden und werden zusammengeschlagen? Und die Masse diskutiert… eigentlich -auch das nicht.

      Ich bewundere Menschen wie Prof. Meuthen, Frau Weidel, Frau v. Storch, Herrn Gauland und auch Herrn Höcke(sic!)pp. (von denen ich mir übrigens maßgebliche Reden angesehen habe und keine Nähe zu den Skandalisierungen des mainstream fand…!)- ich bewundere sie für ihren Mut und ihre Standhaftigkeit. Schließlich könnten sie es machen, wie es die Meisten machen… stillhalten, Lichterketten bilden, Armlängen häkeln und wegschauen. Und wenn dieses Land noch irgendeine Hoffnung hat, dann sehe ich sie dort, bei ihnen!

      Nun gut, kdm, entschuldigen Sie, es geht ja gar nicht gegen Sie, sondern Ihr Kommentar war der Anlass, daß ich mich dazu überhaupt nochmal geäußert habe.

    • @ kdm
      alles hängt immer davon ab wie sehr sich etwas etabliert, dann wird es auch von der Masse wahrgenommen. Wer noch eine Erinnerung daran hat wie die Grünen in den frühen 80-ern von allen belächelt und als Irre abgetan wurden (was sie heute nebenbei wesentlich mehr sind als damals obwohl es seinerzeit schon viele bizarre Spontis gab, die die Lachmuskeln reizten) kann das nachvollziehen. Danach haben die Grünen dann irgendwann das Mainstreamdenken (somit auch die Medien) und auch die strategische Ausrichtung der Großparteien mitbestimmt. Und ihre Denke wurde an den Schulen zusätzlich von den Paukern multipliziert.

      Sie haben sich dann in der Folge allerdings zu der übelsten Art von Establishment entwickelt, die ich je erlebt habe (urbane Glitteratischickimickis). Und ich hoffe, dass sie am 24. rausfliegen.

      Was ich aber sagen wollte: die AfD kann schon jetzt ebenfalls als etabliert gelten, man kommt einfach nicht mehr an ihr vorbei. Das sehen zunehmend auch die Medien und wenn sie am 24. (was ich hoffe) mit einem zweistelligen Ergebnis reinkommt wird sie immer mehr Akzeptanz finden. Sie unterschied sich (dank Luckes Vorarbeit) ja schon von Anfang an fundamental von Erscheinungen wie NPD/REP/DVU/etc.

      Sie sitzt jetzt schon in mehreren Landesparlamenten mit etlichen Abgeordneten, in vielen Kommunalparlamenten, bekommt nicht zu knapp Gelder aus der Parteienfinanzierung (für jedes % mehr so und so viel), wird mehr und mehr Macht und Einfluss haben. Ihre Abgeordneten haben das was zum Establishment eben auch dazu gehört: eigene Büros, Sekretärinnen, Dienstwagen, etc.

      Und das macht dann eben einen Riesenunterschied. Gemessen an der kurzen Zeit seit sie in die Parlamente reinkamen sind sie schon jetzt wesentlich etablierter als es die Grünen zum entsprechenden Zeitpunkt damals waren.

      Der Wählerwille zählt. Und es wäre ein Zeichen demokratischer Emanzipation, wenn die Leute das hier mehr und mehr einsehen würden. Auch in den USA haben die Leute sich nicht von dem ins Bockshorn jagen lassen was ihnen voreingenommene Medien und getürkte Umfragen einreden wollten, sie haben Trump doch gewählt.

      Also: nicht jammern, wählen gehen. Je mehr Leute AfD wählen desto stärker wird sie-eine Binsenweisheit, die viele aber vielleicht immer noch nicht begreifen.

      Und es gibt noch einen Aspekt, der dabei oft übersehen wird: je mehr % die AfD bekommt, je mehr sie sich etabliert, je mehr Gelder, Macht, Einfluss, Mitglieder, etc. sie erhält, desto seriöser wird sie auch werden – ob sie es will oder nicht. Ich hoffe nur, dass ihr das verschmockte Schicksal der Grünen (und deren hoffentlich unrühmliches Ende!) erspart bleiben wird.

      Man sollte aber jetzt noch nicht selbstzufrieden sein und zu früh frohlocken – noch ist sie nicht drin. Aber spätestens dann wenn sie reinkommt muss man sich auch nicht mehr schämen, sich zu ihr zu bekennen. Wetten?

    • @Harry Charles Die Etablierung
      Ich habe dieser Tage einen Vortrag von Guido Reil (AfD) gehört, bei dem er betonte, daß er eben weil er „Sozi“ sei, er bei der spd ausgetreten und in die AfD eingetreten sei. Vor einigen Tagen habe er mit Beatrix von Storch, die „wirklich ganz anders sozialisiert ist als ich“ in einem längeren Gespräch zusammen gesessen und habe ihr nach langen Passagen des grundlegenden Einverständnisses in wesentlichen Grundwerten gesagt: „wenn wir angekommen sind, werden wir miteinander streiten müssen“.
      Solange das ein Streiten um Werte ist und grundlegende Werte anerkannt werden, – kann das eigentlich nur fruchtbar werden! Solange das ein Streiten um das Wohl Europas und Deutschlands ist- wunderbar! Die Welt wird aus fairem (also nicht Mariettaslomka.TV pp) Streit geboren.

  39. Herrlich und nachdenklich,
    gleich zu Beginn mein Resümee: klasse Beitrag. Ich erinnere mich an das Ende der Fünfziger und die Sechziger. Schlüsselworte im Beitrag hierzu gibt es genug. Dann ab ’65 / ’66 ging es erlebnismäßig bergauf. Die Musik, die politischen Auseinandersetzungen Anfang der Siebziger (Willy wählen), usw. und so fort. Wer diese Zeit erlebt hat und erwachsen wurde mit inhaltlicher, argumentativer politische Auseinandersetzung, auch in Wahlsendung (mit extensivem Zigaretten-/ Pfeifenkonsum), erlebt die letzen 15 Jahre als Mangel- und Konsenszeitalter. So etwas hätte ich seinerzeit nie für möglich gehalten. Danke Don für die, natürlich subjektive, Schilderungen und Beschreibungen. Ich halte Ihren Beitrag für eine tiefergehende Auseinandersetzung im aktuellen politischen Diskurs als es heute im Mediengeschäft üblich ist.

  40. Andere Meinung
    Don Alphonso, Sie sind wohl auf dem Holzweg. Ich glaube nicht, daß manche Leute die AfD wählen, weil die in irgendwelche X-ziger zurückwollen. Vielmehr scheint sich das ungute Gefühl breitzumachen, daß da etwas aus dem Ruder zu laufen droht, das dann nicht mehr beherrschbar ist. Wir hatten in den letzten beiden Jahren Zuzug von vielleicht 2 Mio. Menschen, die in keiner Weise hierherpassen, aber daran gewöhnt sind, sich das zu nehmen, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht. Nach den Wahlen kommt der Familiennachzug, der sich m.E. mindestens in der gleichen Größenordnung bewegen wird. Diese Leute konkurrieren mit all denen, die seit langem auf Sozialleistungen angewiesen sind. Bis jetzt scheint das aufgrund der finanziellen Lage einigermaßen zu funktionieren. Schauen Sie einmal auf die Staatsverschuldungen: China 250%, Griechenland 180%, Italien 130%… Und dann kommt der nächste Abschwung, weltweit. Der wird auch hier wieder kräftig zuschlagen. Das Geld reicht nicht mehr, der Mittelstand kann nicht mehr. Woher nehmen und nicht stehlen? Ich fürchte, daß uns ein gnadenloser Verteilungskampf ins Haus steht, der nicht mehr mit friedlichen Mitteln ausgetragen werden wird. Das wird blutig und davor haben viele Angst. Ob da eine AfD helfen kann? Ich hoffe, bin aber von Beruf Skeptiker.
    NB. Mal etwas zu dem vielgescholtenen Höcke. Der wird nur vordergründig wegen des Denkmals der Schande verprügelt. Das eigentliche Ärgernis für die Angekommenen sind die paar Sätze danach, die haben die Etablierten aufs Äußerste ergrimmt. Kann man nachlesen, in der Mopo gibt es eine Tanskription, falls sie nicht inzwischen wegverschwunden wurde.

    • Denkmal der Schande
      „Das eigentliche Ärgernis für die Angekommenen sind die paar Sätze danach, die haben die Etablierten aufs Äußerste ergrimmt.“

      Yes! Was war das Skandalöse an Höckes Aussagen in dieser Rede?

      „Denkmal der Schande“ – Die Schande ist der Holocaust. Das ist nicht zu
      bestreiten. Höcke hat das Bauwerk als „Denkmal“ und nicht als „Mahnmal“
      bezeichnet. Das passt auch zu seinen Ausführungen, die dann in der Rede unmittelbar folgten:

      „[…] anstatt die nachwachsende Generation mit den großen Wohltätern,
      den bekannten weltbewegenden Philosophen, den Musikern, den genialen Entdeckern und Erfindern in Berührung zu bringen […]“

      Er sprach sich also dafür aus, die positiven Aspekte der deutschen Geschichte für folgende Generationen heute stärker zu betonen. Das war der Skandal?

      Für mich erscheint das als Medien-Hype (Hetzkampagne wäre hier wohl ein zu böses Wort?) wie schon die aus einem Interview aus dem Mannheimer Morgen hervorgegangene „Die AfD will auf Flüchtlinge schießen lassen“ oder die künstliche Aufregung nach Gaulands „Entsorgungsspruch“.

      Möglicherweise hat Höcke sonst viel Stuß verzapft, ich bin da kein Experte, aber warum das „Denkmal der Schande“ so skandalös ist, erschließt sich mir nicht. Zu verstehen wäre die Aufregung für mich nur, wenn man den Angriff auf den „Gründungsmythos der BRD“ (Joschka Fischer) als Skandal ansehen würde.

      Kritik am Schuldkult kann ich nur begrüßen, hat dieser Kult doch viel zum verqueren Denken und falschem Handeln beigetragen.

  41. Das schließt sich nicht aus.
    Sie haben ja vollkommen recht, lieber Don: In der guten alten Zeit war nichts besser… und dann irgendwie doch. In den 50ern, da war das tausendjährige Reich seit tausend Jahren vorbei, und die biedere deutsche Seele sonnte sich im Glanz des Lokalpatriotismus, der sorgfältig vom Rost des feudalistischen Schattens gereinigt und mit dem Fett des Wirtschaftswunders serviert wurde.

    Um Himmels Willen, nichts gegen AfD-Wähler. Ich kann radikale Meinungen akzeptieren. Ich hätte nur gerne, dass sie offen vertreten werden und ich rechts nennen kann, wen ich rechts finde. Ich gelobe ja auch, nie zu vergessen, dass die außenpolitische Linien der Linkspartei und der AfD sich quasi decken (um nur dieses Beispiel zu nennen). Am rechten Ende eines Kreises ist geometrisch betrachtet das linke Ende.

    Am Ende jagen doch alle nur einer Utopie hinterher, die einen sehen sie in den 50ern, die anderen darin, sie zu konterkarieren. Alle haben recht. Nachdem wir laut Herrn Poggenburg „die 68er rückabwickeln“ müssen, wird man ja wohl noch sagen dürfen, dass die AfD mit der sittlichen Aufweichung, die die Erben der 68er derzeit nachbeben lassen, ein Problem hat. Sagen wir nicht, sie wollten zurück in die 50er. Sagen wir, der Programmpunkt gibt auch nur 1967 her, aber wer wird denn so kleinlich sein?

    Geschichte wird von Siegern geschrieben, und jede Zeit spiegelt die Geschichte im Lichte ihrer Ideen. Es müssen schöne Zeiten gewesen sein, die 50er Jahre, fraglos, wenn man noch nicht wusste, auf welchem Sumpf man saß. Und es müssen fraglos traurige Zeiten sein heute, wenn einem diese maßlose Ruhepol in sich selbst fehlt, den die 50er ihren glücklichen Kindern waren, meiner Treu.

    Ich möchte weder das eine noch das andere. Soll die AfD in ihre 50er zurückstreben, die auch die 50er der 68er waren, sie kehren doch nicht wieder.

  42. Titel eingeben
    Tja naja – und nun?! Findet sich vielleicht ein MANN, der den Prof. Lucke und den Henkel dazu bringt, sich patriotisch zu zeigen und zu erklären: Aber wir haben doch die AfD nur gegründet, um an einen Platz im Europaparlament zu kommen! Und wir konnten uns auf die Stimmen der dummen Ossis verlassen, wenn wir nur ihre Nähe für ein paar Wahlveranstaltungen aushalten und ihnen weismachten, wir würden sie NICHT aus Prinzip ablehnen! Und als wir die Plätze dann hatten – denn die sind mit einem interessanten Stimmrecht verbunden – da haben wir Euch einfach ehrlich ins Gesicht gesagt, was wir schon immer von Euch hielten und immer halten werden und haben uns vom Acker gemacht, denn – das ist unsere Natur.

    Aber wir sind ordentliche Deutsche – und deshalb haben wir jedenfalls den Insolvenzverwalter bestellt, nämlich den eigentlich politisch schon entsorgten Gauland; es braucht nämlich jeder so sein Hobby und wir hatten nicht das Herz, das einem alten Manne zu missgönnen! Auf der Petry hacken wir alle übrigens nur rum, weil wir argwöhnen, die könnte am Ende des Tages DOCH Eure Interessen – und nicht etwa unsere! – im Blick haben.

    Jedenfalls haben wir den Mund wohl doch zu voll genommen; kann ja mal passieren! Aber nun sieht es ärgerlicher Weise so aus: Wir sind mangels Masse leider ebenfalls auf die einzige ganz sicher Verbündete angewiesen, die Ihr, die von uns zutiefst verachteten und verschmähten Landsleute habt, und das ist – die Kanzlerin, die Ihr zu unserem klammheimlichen Amüsement um so heftiger befeindet, je tiefer sie sich zu Eurer Wohlfahrt unseren Wünschen beugt … wozu wir auch Euch bisher auch regelmäßig aufgestachelten! Die SPD würde Euch zwar gerne „wegsperren“, ihr „Pack“, und das finden wir auch ganz schau, den Gedanken – aber wir haben leider erkannt – das löst unser kleines Problemchen nicht …

    Und nun – geht in Euch und erkennt wenigstens Euren Freund, wenn Ihr schon zu doof seid, Euren Feind zu identifizieren – und handelt danach. Denn sonst wirds uns leider allen gemeinsam schlecht ergehen und das kann doch keiner wollen! Habt – Erbarmen; mit Euch lohnt sich das zwar nicht, aber natürlich – mit UNS!!

    Genau.

    • Hallo Gast
      zu Ihren anderen Ausführungen will ich nichts sagen. Was aber Petry als Volkstribunin und unschuldiges Opfer von Intrigen betrifft, sind Sie im Irrtum. Was Klonovsky über sie gesagt hat, kann nicht nur ich bestätigen, das können auch viele andere, die mit ihr zu tun hatten. Es liegt ganz wesentlich an den von ihr zur Festigung ihrer Macht angezettelten Streitigkeiten, dass die AfD als zerstrittener Haufen wahrgenommen wird und noch keine 25% hat. Hoffentlich kann die Partei sich ihrer nach der Wahl entledigen.

      Höckes und Poggenburgs Einfluss in der Partei wird überschätzt, da es ihre Äußerungen sind, die in den Medien ständig wiederholt werden. Die AfD besteht aber zum größten Teil aus tüchtigen, anständigen, „bürgerlichen“ Menschen, die nur in den Medien nicht aufscheinen – man könnte die Partei dann ja nicht so gut skandalisieren.

      Aber selbst, wenn das nicht der Fall wäre: Meiner Meinung nach war es Klonovsky, der ungefähr gesagt hat, dass derjenige, der sich wegen bestimmter Parteimitglieder von der AfD abwendet, einem Ertrinkenden gleicht, der sich weigert, in ein Rettungsboot zu steigen, weil es nicht die richtige Farbe hat.

      Wir haben derzeit keine andere Partei, die sich dem selbstmörderischen Wahnsinn der derzeitigen Politik entgegenstemmt. Also bleibt uns keine andere Möglichkeit, als AfD zu wählen.

    • @Bärbel Schneider
      Nein, nein – nur nichts sagen zur Wahrheit – aber ablenken! Sie glauben ernsthaft, irgendwer bräuchte noch weitere Politiker, die nur zu dem Stellung nehmen, was ihnen gerade passt? – Ich glaube, von der Sorte haben wir schon genug, Frau Schneider!

      Ich bin jedenfalls keine Politikerin und ICH WERDE ETWAS SAGEN:

      Langweilen Sie mich doch nicht mit Ihren intriganten Verschwörungstheorien; wie kommen Sie denn eigentlich auf den Gedanken, ich sei auf Klonovsky angewiesen, um zu erkennen, bei wem es sich wohl bei der Frau Dr. Petry handelt? Vielleicht sehe ich da viel klarer als Sie, haben Sie das mal erwogen?

      Die AfD zu gründen, galt nachweislich einem wirtschaftlichen Zweck: Dem Mandat im Europaparlament, nach dessen Erlangung durch die Stimmen der Ostdeutschen Prof. Lucke und sein lieber Kollege Henkel das Handtuch warfen und ihre Wähler im Regen stehen ließen.

      Vielleicht sind Sie – als stolze Parteisoldatin wäre das ja immerhin möglich – wirklich so ignorant, Frau Schneider, dass Sie tatsächlich nichts darüber wissen, dass das EP insbesondere im Hinblick auf das außerordentliche Gesetzgebungsverfahren DAS Einfallstor für teuren Lobbyismus auf Kosten Deutschlands darstellt. Oder Sie halten einfach andere für leicht zu übertölpeln?

      Fakt ist: Von solchen Parteien/Politikern haben wir schon genug; das ist ja das Problem!

      Das gilt natürlich auch für andere Mitstreiter von Ihnen. Natürlich wünscht sich im Osten niemand ein in Teilen verslumtes Frankfurt am Main. Also weshalb sollte man Verwendung für einen Politiker haben, der nachweislich viele Jahre lang die politische Verantwortung für die soziale Balance dort trug, nämlich einen Dr. Gauland?

      Da haben wir wirklich kein Bedürfnis; wie man es auch dreht und wendet. Wir können uns das auch gar nicht leisten; wir müssen ja schon Herrn Poggenburg ertragen, der ja nunmal unserer ist.

      Gehen Sie mit Ihren Mitstreitern also bitte wieder nach Hause – was immer davon noch stehen mag, nachdem Politiker aus dem Westen es verwahrlosen ließen, wie man an Bonn und Duisburg-Marxloh erkennen kann – und räumen Sie dort auf, oder wollen Sie das weiterhin ihren „Gastarbeitern“ überlassen? Wenn Sie Hilfe benötigen, können Sie ja mal anrufen …

      Davon abgesehen sind Leute wie Sie ganz offensichtlich das Problem – und nicht die Lösung, w.z.b.w.

    • @ Gast
      also ich bin ein MANN und ich frage Sie mal, wo ist denn bei Ihnen der Blick für die Logik? Ich will Ihnen nicht zu nahe treten, aber: vielleicht von etwas typischer Ossi-Jammermentalität/einem chronischen Ossi-Minderwertigkeitskomplex vernebelt?

      Also Lucke und Henkel hätten die AfD damals nur gegründet um an einen Sitz im Europaparlament zu kommen? Wenn Sie mal 5 Minuten Zeit aufgewendet hätten um sich mit deren Biografie zu befassen (geht ganz leicht, Wikipedia, etc.), dann würden Sie sehen, dass beide das weder nötig noch davon irgendeinen Vorteil hatten. Lucke war Universitätsprofessor (mit einem Lehrstuhl=verbeamtet auf Lebenszeit in der C-Besoldungsgruppe): sehen Sie sich doch mal anhand einer einschlägigen Besoldungstabelle an was so jemand verdient und vergleichen es mit den Diäten eines Europaabgeordneten.

      Henkel war jahrelang hoch bezahlter Manager, u.a. Vorstandsvorsitzender und in diversen Aufsichtsräten. Im Vergleich zu dem was er dort verdiente (und er wird noch genug Rücklagen in irgendeiner Form haben) sind die EU-Parlament-Diäten ein Trinkgeld.

      Verbessert haben sich beide als EU-Parlamentarier nicht, im Gegenteil. Sie müssen jetzt allerdings regelmäßig in Brüssel sein. Für Lucke bedeutet das z.B. Trennung von der Familie, regelmäßiges stressiges Pendeln mit dem Zug (er hat nämlich kein Auto), etc.

      Bevor Sie also schreiben: bitte recherchieren und denken!

    • Liebe Frau "Gast",
      die – nennen wir es höflich – Leidenschaftlichkeit Ihrer Entgegnung hat mich doch etwas überrascht.

      Ich bin nicht mehr Mitglied der AfD, aber ich kann mich auf eigene Erfahrungen mit Frau Petry und ihren Unterstützern berufen. Herr Klonovsky, dessen Meinung über Frauke Petry sich mit der meinen deckt und der sie und Marcus Pretzell längere Zeit beraten hat, hat natürlich noch sehr viel mehr Einblick als ich. Es ist Ihnen aber natürlich unbenommen, sich selbst ein Bild von ihr zu machen, auf der Basis welcher Fakten auch immer.

      Weder Lucke noch Henkel hatten es aus wirtschaftlichen Gründen nötig, einen Platz im EP anzustreben. Diese Unterstellung weise ich zurück. Sie standen beide in gesicherten Positionen, anders als Frauke Petry – da Sie das Thema nun schon einmal angeschnitten haben. Ich will ihr trotzdem nicht unterstellen, dass sie ausschließlich ihr wirtschaftliches Fortkommen im Auge hatte, als sie sich für die AfD einsetzte.

      Lucke und Henkel haben die AfD und ihre Wähler auch nicht „im Stich gelassen“. Sie haben die Konsequenzen aus einer Entwicklung der Partei gezogen, die sie nicht mehr mittragen und auch – nach Luckes Abwahl – nicht mehr beeinflussen zu können glaubten. Im EP setzen sie sich nach wie vor für ihre Ideen ein, wie Sie leicht recherchieren können. Dass sie zu zweit das gesamte übrige EP noch nicht auf ihre Linie bringen konnten, ist ihnen kaum vorzuhalten.

      Ähnliches gilt für Gauland und die meisten der vielen anderen Parteimitglieder, die aus den Altparteien kommen. Er hätte es sehr viel bequemer haben können, wenn er in seiner Partei geblieben wäre, hat sich aber aus Gewissensgründen dafür entschieden, trotz seines hohen Alters den Kampf gegen politische Missstände aufzunehmen – deren Tragweite er umso genauer erkennen konnte, je mehr er in den Politikbetrieb eingebunden war.

      Warum es vorteilhaft ist, in einer neuen Partei Politiker zu haben, die sich im Politikbetrieb auskennen, muss ich Ihnen sicher nicht erläutern.

      Dass es – wie in jeder Partei – auch schwierige bis inakzeptable Parteimitglieder gibt, streite ich nicht ab. Dass Frauke Petry hier zuerst zu nennen ist, werden Sie mir sicher nicht zugestehen, aber ich sehe es so. Man ist aber – soweit ich das überblicken kann – damit beschäftigt, sie hinauszuwerfen (Beispiel Gedeon) oder wenigstens ihre Wirkungsmöglichkeiten zu beschränken. Oder haben Sie in letzter Zeit mal was von dem hier oft bemühten Höcke gehört?

      Ich bin auch nicht verpflichtet, alle Ihre Ausführungen zu kommentieren. Ich möchte Ihnen aber zu bedenken geben, dass in der öffentlichen Diskussion auch der Umgangston eine Rolle dabei spielt, wie man wahrgenommen wird, und dass Sie Frauke Petry meiner Meinung nach einen Bärendienst erweisen, wenn Sie sich auf diese Weise für sie einsetzen. Aber, wie Sie wollen.

      Last but not least ersuche ich Sie, Ihren nächsten Beitrag sachlicher zu formulieren und auf Invektiven wie „ignorant“ und „intrigante Verschwörungstheorien“ zu verzichten. Ansonsten werde ich die Diskussion mit Ihnen nicht mehr fortsetzen.

    • @Henry Charles, Schneider
      Lucke setzt sich im Rahmen von Alfa zusammen mit Henkel für den Ausbau und die Perfektionierung der Kapitalunion ein, schauen Sie auf doch auf seiner website. Davon mag man halten, was man will, womöglich ist es unter Strich sogar vernünftig, darauf bauen würde ich lieber nicht – aber darauf kommt es nun einmal gar nicht an.

      Es kommt vielmehr darauf an, dass der Ausbau der europäischen Kapitalunion das glatte GEGENTEIL von dem ist, was er seinen Wählern einst so vollmundig versprach: Nämlich den Ausstieg aus dem Euro vorantreiben zu wollen.

      Er hat diese Menschen also ganz bewusst getäuscht. Und diese Menschen hätten das auch kurz nach der Europawahl begriffen, denn dann hätte er ja Farbe bekennen müssen, wie sein „Sinneswandel“ zustande kommt.

      Also kam er ihren Rufen „Haltet den Dieb“ zuvor und beschimpfte sie als rechtsradikal und wollte die Partei wieder sprengen.

      Frauke Petry hat das nicht getan; und das reicht mir schon. Das würde auch jedem anderen anständigen Menschen erstmal reichen – in dieser üblen Situation.

      Sie beide mögen außerstande sein, das nachzuvollziehen und ich bin gewiss die Falsche, Sie noch zu erziehen. Offenbar hat man Ihnen beigebracht, sich erst hintergangen und dann beschimpft zu sehen, dürfe keinen emotionalen Gehalt haben und keinen Ärger bei den Menschen auslösen bzw. diese dürften das nicht zeigen.

      Das kümmert die Menschen indessen herzlich wenig. Denn bei dieser offensichtlichen Fehlvorstellung handelt es sich nunmal ausschließlich um Ihr Defizit und nicht um ihres.

      Auf Wiedersehen!

    • @ Gast um 11:43, 08. September 2017
      wenn Lucke sich auf seiner Website für die „Weiterentwicklung der Kapitalunion“ einsetzt, so steht das keineswegs im Gegensatz zu dem was er in der AfD vertrat. Es handelt sich dabei um sog. „gedeckte Schuldverschreibungen“. Wissen Sie denn überhaupt was das ist?

      Mit dem Ausstieg aus dem Euro hat das rein gar nichts zu tun. Wenn sie sich seine Website genau angesehen hätten würden Sie feststellen, dass er:
      1. sich gegen eine Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion ausspricht und
      2. immer noch fordert, dass man den Euro auflöst (steht sogar auf der ersten Seite).

      Also bitte sich erst genau kundig machen, dann erst schreiben/reden.
      Volkswirtschaft/Makroökonomie ist eine sehr komplexe Materie, da sollte man schon Ahnung von haben wenn man auch nur ein wenig mitreden will. Ich bin kein Makroökonom, daher traue ich es mir auch nicht zu. Ich weiß aber, dass Lucke da jede Menge Ahnung hat.

      Die ALFA gibt es im Übrigen nicht mehr und dass ich mit der LKR nichts mehr am Hut habe nachdem ich ausgetreten bin habe ich ja oben hinlänglich klargestellt. Man hätte innerhalb der AfD auf Luckes Fachkompetenz vertrauen und ihn nicht so fehlinterpretieren sollen wie Sie es hier wieder demonstriert haben, dann wären er und viele andere kompetente Leute der AfD auch nicht verloren gegangen. Mit Lucke an der Spitze, da bin ich mir sicher, hätte die AfD bei dieser Wahl 20%+ erreichen können, und zwar locker.

      Im übrigen gibt es für Ihren konfrontativen Ton keinen Grund. Ich habe ja klar gemacht wo ich nach dem Abgang der ALFA (ein wenig Bauchweh habe ich dabei schon) stehe-trotz allem.

    • @Bärbel Schneider
      Ich möchte Ihnen aber zu bedenken geben, dass in der öffentlichen Diskussion auch der Umgangston eine Rolle dabei spielt, wie man wahrgenommen wird

      Allerdings. Und, wenn ich mir das Kompliment erlauben darf, Ihr Ton ist ein guter, Form geht harmonisch einher mit Funktion. Substanz ist zwar wichtiger als formale Dinge und Etikette, aber letztere sollte man doch nicht zu sehr geringschätzen. Zumindest kann man damit ein noch größeres Spektrum abdecken und mehr Leute überzeugen.

      Ihren Ausführungen entnehme ich, das Sie NICHT mehr in der AfD sind (soll heißen Sie waren mal drin). Ohne jetzt hier Wahlwerbung für die AfD machen zu wollen möchte ich dennoch an Sie appellieren wählen zu gehen und etwaige, aus Ihrer AfD-Zeit stammende, persönliche Ressentiments hintan zu stellen. Bedenken Sie: es geht um unser Land!

      Ich selbst war ALFA Mitglied, bin jedoch nach der Umbenennung in LKR ausgetreten, aber nicht ohne an meine ehemaligen politischen Mitstreiter zu appellieren: vergeudet Eure Stimme nicht. Dafür ist diese Wahl zu wichtig.

      Ohne noch expliziter werden zu wollen: ich denke Sie verstehen auch so was ich Ihnen sagen will.

      Mit ganz vorzüglicher Hochachtung,

      H.C.

    • @Harry Charles
      Im Gegensatz zu Ihnen habe ich tatsächlich einen Abschluss in VWL. Aber man benötigt keinen, um zu erkennen, dass die Aussagen

      „RAUS AUS DEM EURO“ – (Lucke vor Erwerb des EP-Mandats)

      und

      „Weiterentwicklung der KAPITALUNION“ sprich: BEIBEHALTUNG des EURO! – (Lucke nach Erwerb des EP-Mandats)

      einen offenen Widerspruch bilden. Das sollte selbst Männern auffallen, die es weder mit der VWL, noch mit der Logik haben.

      Und nun schauen wir mal, weshalb es Lucke&Henkel ins EP drängte: https://www.tagesschau.de/europawahl/eu-lobbyisten100.html

      Und wer wird da genannt? Richtig, der BDI! Und wer war da lange Jahre Vorsitzender? Der Henkel!

      Und nun: Ein Finger und noch ein Finger …

      Demnächst sollten Sie vielleicht einfach mal die Ohren spitzen, wenn Ossis sagen, dass da jemand offenbar eher seine persönliche Karriere als die Interessen seiner Wähler im Blick hat. Es könnte zutreffen und – schlimmer noch – man könnte ihnen glatt zustimmen und Leute wie Sie könnten irgendwann alleine dastehen, weil sie leider den neuesten Trend verpasst haben.

    • @Gast, um 16:50
      also Lucke propagiert auf seiner Website explizit und nicht zu übersehen „Euro auflösen“, will ihn aber dann doch beibehalten? Da unterstellen Sie ihm nichts weniger als Schizophrenie, und das ist denn wohl doch mehr als daneben.

      Und DIE Logik muss man sich echt auf der Zunge zergehen lassen: Hans Olaf Henkel ist der AfD nur beigetreten um ins EU-Parlament zu kommen und dann um X Ecken herum und mit Ende 70 (!) nochmal so richtig Karriere in der Wirtschaft zu machen? Ich will Ihnen wieder nicht zu nahe treten, aber 2 Fragen:

      1.Waren Sie nüchtern als Sie diese Antwort verfasst haben?
      2. Haben Sie Ihren Abschluss in VWL vielleicht in der Däderää gemacht?

      Und mal ein gut gemeinter Rat von mir: wenn Sie hier aus purer Rechthaberei, ohne dass Ihnen jemand dazu Anlass gegeben hätte und möglicherweise nur um Aggressionen zu ventilieren, noch dazu gegenüber Leuten, die es eigentlich gut meinen so einen Ton anschlagen dann:

      1. Bewerben SIE sich besser nicht für ein politisches Amt, denn SO eine Haltung liegt ganz sicher nicht mehr im Trend (und Evolution bis ins Neanderthal rückabwickeln läuft nicht).
      2. Werden SIE schneller allein dastehen als SIE gucken können.

      Alles klar?

    • Hallo Harry Charles,
      meine Stimme habe ich schon per Brief abgegeben. Ich denke, Sie würden mit meiner Wahl einverstanden sein.

      Hoffen wir auf ein Wahlergebnis, das die geradezu suizidale angebliche Alternativlosigkeit korrigieren kann.

    • @Bärbel Schneider, 08.09.2017, 21:14
      Hallo Frau Schneider, ich vernehme entzückt Ihre angenehme Stimme. Tja, ich werd‘ sie wohl auch wählen, aber wenn ich mir überlege, dass es da so Leute gibt wie „Gast“, wie gesagt, ein wenig Bauchweh habe ich schon.

      Andererseits: was kann die Partei dafür? Und letzten Endes ist es in der momentan extrem misslichen Situation das einzige was man unter Berücksichtigung aller möglichen Fakten verantwortungsbewussterweise wählen kann. Und eben auch die einzige neue Partei, die Chancen hat in den Bundestag einzuziehen.

      Und danach bleibt nur zu hoffen, dass sie sich noch etwas entwickelt. Schade, dass aus der ALFA nichts wurde. Seufz!

      Aber es muss ja irgendwie weiter gehen.

    • @ Henry Charles
      „also Lucke propagiert auf seiner Website explizit und nicht zu übersehen „Euro auflösen“, will ihn aber dann doch beibehalten? Da unterstellen Sie ihm nichts weniger als Schizophrenie, und das ist denn wohl doch mehr als daneben.“

      Soviel Ignoranz ist wirklich schlecht zu ertragen; mir fällt, offen gestanden, langsam auch kein vernünftiger Grund dafür mehr ein, sondern ich werde solcher Unvernunft langsam ernstlich überdrüssig. Vor dem offiziellen Euro gab es einen sogenannten faktischen „Nordeuro“, also verschiedene Länder, die ihre Leitzinsen an die für die DMark gültigen Leitzinsen gekoppelt haben. Dorthin will Henkel zurück und Lucke desgleichen.

      Die Mandate errungen und Wahlkampf haben sie aber damit gemacht, das Deutschland aus dem EURO AUSTRETEN soll; eine populistische Forderung, von der sie von Anbeginn an wussten, dass sie so auf gar keinen Fall durchhaltbar ist. Anschließend haben sie ihre Wähler beschimpft – weil die nicht VWL studiert haben und ihnen eben dahingehend vertraut hatten. Tatsächlich wollten Lucke und Henkel, dass nicht etwa Deutschland, sondern dass andere aus dem Euro austreten sollen …

      Vertrauen zu haben, nicht davon auszugehen, dass einen Respektspersonen einfach mal nach weißen Sand schicken, ist aber kein Defizit.

      Menschen für ihre Hoffnung auf die Kompetenz anderer als Nazis zu beschimpfen, ist sehr wohl eines. Die AfD-Geschichte hat also ganz fürchterlich viel politisches und gesellschaftliches Kapital (Vertrauen!) verbrannt und das Ende der Fahnenstange ist da noch längst nicht erreicht.

  43. Vakuum
    Die AfD scheint ein Vakuum zu füllen, das die Konservativen eröffnet haben. Sich auf gute alte Zeiten zu erinnern ist natürlich schwer möglich für eine Symbolfigur und Vorsitzende, die aus der DDR kommt. Im Übrigen wiederholt sich die Geschichte immer nur als Farce, wie schon Marx schrieb. Auch die 68er verfielen der Nostalgie, sie zogen das Proletariat wieder hervor als sich die SPD, im Godesberger Programm, eben davon verabschiedet hatte und zur Volkspartei mutierte. In so turbulenten Zeiten scheinen wir uns wieder zu befinden, wo die Dinge durcheinander geraten. Das wird alles noch spannend.

  44. Ex Zeitleser
    Ich werde Protest wählen, v.a. auch als Signal gegen den sogenannten alternativlosen Politikstil der Groko. So kann und darf es nicht weitergehen und dazu auch noch eine absolute katastrophale Flüchtlingspolitik, kaum Fehler zugebenen und mir noch als Wohltat und moralische Verpflichtung verkauft. So eine miserable Politik darf doch nicht auch noch mit passablen Wahlergebnissen bestätigt und befeuert werden. Nein Deutschland braucht wieder eine echte Opposition und eine breitere Debatte grundlegender politischer Entscheidungen. Und meine Güte Don, man stelle sich doch nur mal vor nach der Wahl geht es munter so weiter bisher und Minister wie Maas oder v.d.l regieren ungebremst durch und dazu eventuell als Sahnehäubchen grüne Ministerinnen. Nein Danke.

    Protest auch wegen der Zukunft und Bewegungsfreiheit meiner Töchter, wegen der inneren und sozialen Stabilität und der Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Ich war in der Schweiz, was für Unterschiede! Die können wenigsten noch Großprojekte und Ingenieursleistungen, bei uns können sie nicht mal mehr Tunnel und Brücken bauen. Ich mache mir real Sorgen. Ja und wenn per Zeitreise zurück, dann doch in die 70iger oder 80iger. Ziemlich sorglose Jugend, kaum Bildungsprobleme, gute Schulen, hohe Sicherheit und dazu noch guten Journalismus.

    • ?
      Gute Schulen in den 70ern und 80ern? Hab ich anders in Erinnerung: da fing das an mit Förderstufe, Gesamtschulen etc. – und den 68ern im Lehramt…

    • "gute Schulen in den 70ern und 80ern"
      Ja, in der Tat, in Baden-Württemberg, unter dem Kultusminister Mayer-Vorfelder, kannten wir Gesamtschulen nur von dunklen Erzählungen aus dem „roten Hessen“.

    • Gute Schulen
      Ist leider relativ. Ich war in den 70ern und 80ern in SH in der Schule. Im internationalen Vergleich (Aufnahmetest US Design) waren die Ergebnisse Mathe udn Sprache sowei abstraktes Denkvermögen und Problemlösungskompetenzen passabel. (Fremd)-Sprachunterricht war mittelmässig, aber für mich das Ergebnis besser als bei vielen mit Schulbildung in den Jahrzehnten davor.

      Meine Töchter haben in den letzten 15 Jahren deutlich abgesenktes Anspruchniveau erfahren und weniger gelernt. Für meine kleinen Kinder denken wir ernsthaft über die Privatschule nach.

      Mit anderen Worten, die grünbewegten Atomkraftlehrer habe ich überwiegend als akzeptable Pädagogen und Fachwissenvermittler empfunden, die Rest konnte (und durfte) man überhören. Die Lehrer(innen) meiner Töchter machten teilweise auf mich den Eindruck, den Beruf ergriffen zu haben, weil sie Angst vor etwas neuem hatten und Schule schon kannten. Trotz eigener schlechter Noten.

      Die Lehrergeneration davor weil teilweise zwar auch weltfremd, aber eben nur zum Teil. Und eine ehrliche Berufswahl auf Basis „gute Bezahlung, 13 Wochen unterrichtsfrei, bei guter Fächerwahl ein Halbtagsjob mit Vollzeitkohle, unkündbares Beamtenverhältnis, keine Leistungskontrolle, Zeit für Hobbies, kein Zwang zur Mobilität“ ist für mich akzeptabel weil rational. Und die meisten haben sich dennoch soweit mit dem Beruf identifiziert, dass sie Wissen (das sie damals hatten) im Rahmen ihrer Möglichkeiten an uns weiter gaben.

      Falls das bei meinen Töchtern auch so war, waren die Möglichkeiten so begrenzt, dass der Eindruck rüberkam, die wollen und können gar nichts Anspruchsvolles.

      Also: für mich war Schule in 1950-70 nicht wirklich überzeugend, 70-90 recht passabel, von Weltklasse weit weg, aber tragbar, danach wurde es vermehrt gruselig, was aber mit politisch gewollter Niveauabsenking mit zu begründen ist.

    • @Bürger
      Es gehört jetzt hier zwar nicht direkt zum Thema, nur weil ich selbst Lehrer war:

      gute Bezahlung, 13 Wochen unterrichtsfrei, bei guter Fächerwahl ein Halbtagsjob mit Vollzeitkohle

      1. gute Bezahlung: im Vergleich zu anderen akademischen Berufsgruppen: sind Sie sich da so sicher?

      2. 13 Wochen unterrichtsfrei: da kann ich nur lachen! Sie haben zwar außer den regulären 5-6 Wochen Sommerferien (nicht mehr als das was jeder andere an Urlaubstagen hat) 3x Ferien mit je 14 Tagen unterrichtsfrei, aber die gehen drauf für Korrekturen. Man muss pro Halbjahr in jeder Klasse im Schnitt 2 Klassen-/Kursarbeiten schreiben. Die legt man sich kurz vor die Ferien um sie in denselben zu korrigieren. Bei einem vollen Deputat haben sie 120-150 Schüler. Nehmen wir modellhaft 140 (um besser rechnen zu können), dann müssen Sie wenn die Arbeiten bei Unterrichtswiederbeginn korrigiert sein sollen pro Ferientag 10 korrigieren. Korrekturmindestdauer pro Arbeit: 30 Minuten, und das nur in der Mittelstufe, bei Oberstufenarbeiten erheblich länger. Soll heißen, sie haben korrekturbedingt an jedem Ferientag mindestens 6-8 Stunden Arbeit, also eigentlich Vollzeit. Und Sie haben keinen Rechtsanspruch auf „Ferien“, unterrichtsfreie Zeit ist nicht Urlaub. Und (bei Gymnasiallehrern) sind da horrend arbeitsintensive Abiturvorbereitung und -korrektur nicht mal mit eingerechnet.

      3. Halbtagsjob mit Vollzeitkohle: selbst ein durchschnittlich fleißiger Gymnasiallehrer hat nach meiner Einschätzung schon eine wöchentliche Arbeitszeit von ca. 50 Stunden (wenn man außerunterrichtliche Aktivitäten, Klassenfahrten, Konferenzen, etc. mit einrechnet), da relativiert sich die Bezahlung sehr schnell.
      Und die Belastungen nehmen immer mehr zu.
      Also bitte!

  45. Meinungen zum typischen AfD-Wähler
    Die so gar nicht zum Bild vom verkappten Nazi und Ausländerfeind passen gibt es hier:

    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Die-AfD-ein-Nachruf/Der-typische-AfD-Waehler-eine-Klarstellung/posting-30160789/show/

    Und ich kann kann das für mich und mein Umfeld voll bestätigen.

    • Ich lach mich tot!
      Danke für den Link! Passt voll

    • Ach wie lustig
      Soll ich nun beisteuern, dass die MiGrHiGru Frauen wohl eher aus dem Milieu der AfD Gegner kommen? Beim Missionieren aus xyz mitgenommen oder so.
      Diese Art der Gesprächsführung ist erbärmlich und verändert sicher nichts an der Filterblase.

    • Titel eingeben
      Da gab’s doch auch mal eine wissenschaftliche Untersuchung über die Pegida-Menschen (als Pegida aufkam) und da kam ähnlich positiv überraschendes heraus: keineswegs alles „Deppen“ sondern in der Mehzahl: Gebildete!
      Das wurde natürlich kaum erwähnt in Regierungs-Presse und -Funk, und dann schnell wieder beiseite geschoben.

    • Etwas in der Art habe ich hier auch nicht behauptet.

    • Carsten: Sie irren *lol*
      Sie würden sich wundern über den pragmatischen Blickwinkel von MiHi-Akademikerinnen, die gut ausgebildet sind, jahrelang wg Auslandseinsätzen des Mannes und Kindervaters nicht nur in D gelebt haben und die schleichende Islamisierung europäischer Nachbarländer hier jetzt im Zeitraffer erleben.
      Gleiches gilt für MiHi- Damen mit Studium in der unakademischen University of Life.
      Ich dürfte hier gar nicht zitieren, was meine asiatische Nachbarin alles zur Migrationspolitik der Regierung Merkel sagt. Oder meine kasachstanstämmige Nachbarin, die mehr Achtung für die weißen alten Männer hat, denen sie den A… abwischt, als für die destruktiven deutschen Sonderwege alternder weißer Frauen nebst deren rückgratlosen Clacqueuren, sowie die jungen Femibräute, die sich mit ihrer Welcomeexstase selber konterkarieren.

  46. Ich finde
    die AfD wirklich in Teilen unappetitlich. Und auch inhaltlich kann man über ihre Positionen streiten. Aber Fakt ist: Sie werfen wichtige Fragen auf. Es ist ja wirklich so, dass niemand die Bevölkerung gefragt hat, ob wir hier unser demographisches Problem (wer zahlt die Renten?) mit zu alimentierenden Menschen aus Nah-/Mittel-Ost und aus Subsahara-Afrika verschärfen wollen.

    Was noch unappetitlicher ist, als die Hecke-Teile der AfD, das ist die komplette Diskursverweigerung des Polit-Establishment und der Medien. Statt mit Argumenten, kommt man mit Stigmatisierung.

    Hauptsache, die Neo-Marxisten / Modernisten werden abgestraft.

  47. Die Fünfziger waren so schlecht nicht, zumal , wenn
    .
    . man in einer Stadt lebte , dort ist es heute viel fürchterlicher.

    Dank 68 und der Irren aus der Uckermark und ihrem ganzen Claqueur-
    Verein, bis hin zu Martin Schulz, und wie das alles heißt, was man, nach lesen des Verpackungsinhaltes, als ungenießbar wegschmeißt.

    Wenn man denkt .

    Aber die Fünziger kenne ich auch nur aus Erzählungen.
    Die Sechziger schon eher, als Kind, und die waren nicht so schlecht.
    Nicht so schlecht, wie das Heute .

    Und die Achtziger waren überhaupt der Wahnsinn, die beste Zeit überhaupt !

    Wenn also jemand verspricht,

    die Scheiße von heute zurückzuquirlen, wurscht,
    ob in die 50er, 60er, 70er oder 80er ,

    und zugleich mehr direkte Demokratie, also ECHTE Demokratie in Aussicht stellt,

    dann hat er meine Stimme, und ist qualitativ allem überlegen, was sich selber
    als links
    anpinkelt .

    Ja, ich weiß, wie die Wahl in etwa ausgeht, und dass es weiterrautet, dass einem des Blech (Euro) wegfliegt, für lauter Mist und Müll,

    für die unbefriedigten Muttergefühle einer eingetrockneten, intriganten Apparatschikna .

    Aber die AfD wird wohl besser abschneiden, als die ,,Umfragen “ hoffen, die unparteiischen .

    Oder Was .

    alles ist Einheitsbrei , und als solches parteiisch.

    Gegen Deutschland und sein Volk.

    Wenn die Mandatare der AfD nach der Wahl ihr Mandat nicht

    NUR für

    Blödsinn und Allotria mißbrauchen,

    dann gewinnt Deutschland, das geprügelte Land,

    und wir Deutschen,

    wir geprügelten Leut‘

    zumindest ein bissl.

    Selbst, wenn jemand nicht AfD wählt,

    gewinnt er.

    Außer er haßt Deutschland, und lebt davon parasitär.

    Das wird jetzt nicht die Gesamtumstände, wie sie auf uns zurasen ,

    grundlegend ändern,

    aber wenn es sie etwas puffert und abmildert,

    hat jeder AfD -Wähler etwas für sein Land getan..

    nicht fremde Leut‘ in anderen Uniformen, oder gar Zivlisten, getötet ,

    sondern einfach demokratisch eine Alternative zur bleiernen Raute samt linken Rotz

    aus irgendwas mit Medien

    gewählt .

    Ich werd‘ das machen, andere tun anderes, alles Erwachsene hier,

    denen man nix erzählen muß, die selber denken,

    und wenn es Kinder wären, wären es nicht meine, und

    ich hätte ihnen auch nichts zu schaffen.

    Außer :
    Geht alle gültig wählen

    und zwar als Ratschlag, zum Schutz der Demokratie,
    oder dessen, was davon noch übrig ist.

    Nicht als Ukas .

    Ukas kommt von Merkel und den Ihren. Irren .

    Oder Gekauften.

    • @OTTO
      Otto, welch wahre Worte. Lange war ich der Meinung

      DAS REICH HAELT MICH NOCH AUS,

      doch seitdem mein juengster Sohn beruflich nach Deutschland zog und von den unglaublichen Ereignissen bei Euch berichtete,

      bin ich super aktiv geworden

      Ich aktivierte meine deutsche Staatsbuergerschaft und werde als sehr älterer Herr rechtzeitig zu Euch reisen, um

      nach Goodnights Empfehlung der einzig wahren Oppositionspartei meine Stimme zu geben.

      Eine Stimme ist nicht viel , doch in meinem beruflichen Umfeld bin ich angesehen und als zuverlässiger Partner, auch in Deutschland, gut bekannt.

      Einige meiner PR Leute werden Ihre Thesen, Otto, verbreiten um dafür zu sorgen, dass

      das christliche Reich auch meinen Kindern und Enkelkindern erhalten bleibt.

  48. Für eine DDR in der wir gut und gerne leben
    Solange die Republik unter Sedativa gehalten wird und das wichtigste auf der Welt die Ehe für AllX und jedX und das Ende JEGLICHER Kohlenwasserstoffverbrennung 2030 (oder wars 2050) ist – was erwarten man denn von einem denkenden Menschen?

    Klatschen? Wofür soll ich Die denn mit meinem Kreuzschen belohnen (Wahlkampfkostenerstattung!)?
    Das sie nicht alles kaputtmachen können und „die die schon länger hier leben“ sowieso die Zeche zahlen (EEG und Geflüchtetenkosten)

    Die ganze Politik Kaste ist doch in den 80ern hängengeblieben.

    Weder mit der Islamischen Revolution seit Khomeini, noch mit dem Ende des Ostblocks, dem Aufstieg Chinas und dem Abstieg Europas kommen diese Leute klar.
    Demographischer Wandel ist nachplappern vom Bertelsmann Studien.

    Das die Macht aus den Gewehrläufen kommt und nicht von einem Nicken von Frau Maischberger haben die nie begriffen.

    Das Schicksal der DC in Italien sollte für die CDU ein Menetekel sein.

    Das Rattenrennen der Parteien um die imaginierte Mitte eines Bionadebiedermeiers ist putzig.

    Das ging damals in den 80ern super, als man von Amerika beschützt, von den Sowjets in Ruhe gelassen und Islam irgendwas pitoreskes beim Kiffen in Marokko war.

    Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.

  49. Die Spaltung der Gesellschaft.
    wird das ganz große Vermächtnis von Merkel sein. Ist es gewollt, ist in Kauf genommen, oder ist es schlicht Dummheit? Was mich betrifft ist das nicht hinnehmbar. Und wird auch nicht mehr quotiert, das gilt auch für ihre Partei. Das Parlament findet auch nicht mehr statt. Vieles lässt sich korrigieren, eine Spaltung der Gesellschaft wirkt schwer.

    Von den 50er Jahren weiß ich nicht soviel weil vor meiner Zeit, aber was ich weiß ist, dass damals sehr viele Menschen Grundsteine gelegt haben, für ihre Kinder und Kindeskinder. Für dieses Land und die Gesellschaft, und ja, auch davon profitieren heute noch verantwortliche in diesem Land die nicht wissen, dass wenn der Bund heute gut gewirtschaftet hat, das von den Steuerzahlern kommt, kleines Missverständnis halt. Oder wie meinte auch der Finanzier von diversen linkem Plattformen – wir haben es niemanden weggenommen, das Geld, es wurde in diesem Land erwirtschaftet.

    Mein Glaube an diese politische Klasse ist komplett aufgebraucht!

    • Die sind sind nicht aufgebraucht…
      Lieber Herr Gottschaemmer,

      die politische Klasse ist nicht aufgebraucht. Die laufen sich gerade erst warm. Ich meine das ernst: You ain’t seen nothing yet.

      Es gibt so einen schönen Spruch: If it walks like a duck and it talks like a duck… Maybe it’s a duck.

      Die Allparteien-Koalition (Blockparteien) arbeitet an der Raum greifenden, sukzessiven stückweisen Zurückdrängen der bürgerlichen Freiheiten. Nebst Maximierung des eigenen Profits (à la Schulz).

      > Quellen-TKÜ: Ohne parlamentarische Diskussion
      > Ehe für alle: ditto
      > NetzwerkDG: ditto
      (Innert einer Woche…)

      > Kennzeichen-Scanning zur Ermittlung von Tempo-Verstößen = Vorrats-Speicherung mehr oder weniger personenbezogener Daten (Kennzeichen), als Verwaltung-Akt
      > Ansiedlung von Schwellen-Länder/Drittwelt-Menschen zum Ausgleich der demographischen Lücke: Ohne Diskussion
      > ÖR Rundfunk mit unglaublich schlechter Journalistischer Leistung (ständige Vermischung von Nachricht und Kommentar)
      > Die konzertierte Beschädigung der Automobil-Industrie (nichts symbolisiert so sehr Freiheit und Kompetenz, wie das eigenständige Fahren in einem Auto)

      Wie gesagt. Die laufen sich gerade erst warm. Voll-Überwachung, Grundsicherung für alle statt Rente, Meinungssteuerung bis zum Verbot abweichender Meinung. Die laufen sich gerade erst warm!

    • Grade die Quellen-TKÜ
      wird uns allen hier das Genick brechen. Da ist der Volksverhetzungsparagraph mit dabei, und weil eine saubere Trennung noch nicht möglich oder zu teuer ist (seltsam, nicht wahr?), wird die Software auch die Onlinedurchsuchung und den Upload von Daten beherrschen.

      Wenn man sucht, findet man immer was.

      Nächstes Jahr spielt dann die [ahem. Don.]-Stiftung zur Bekämpfung von hatespeech Kinderpornographie auf die Rechner der Nazis.

    • Titel eingeben
      […]Nächstes Jahr spielt dann die [ahem. Don.]-Stiftung zur Bekämpfung von hatespeech Kinderpornographie auf die Rechner der Nazis.[…]

      Nein, es muss nicht mal mehr das sein…seit der Neufassung des §184b StgB würden da auch schon u.U. Nackt- bzw. Bilder von teilweise bekleideten Kindern reichen….da müssen keine Taten im Sinne der §176 und Co. mehr stattgefunden haben und mit dem neuen §184d hat man die Leute dann an der Angel.

      bombjack

  50. Gut beobachtet, aber es ist noch simpler.
    Wenn bei den Progressiven abwertend von den 50er Jahren die Rede ist, dann meinen sie doch vor allem die traditionelle Familie. Wenn sie nun die 50er Jahre mit der AfD gleichsetzen, dann treiben sie alle, die noch annähernd traditionelle Familienmodelle leben und sich darin wohlfühlen und diejenigen die gerne so leben würden, aber auf Grund der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nicht können, zur AfD – und zwar mit Flammen und Peitschen.

    Wir selbst haben mehr als zwei Kinder und wir möchten unsere Kinder noch vorwiegend selbst erziehen. Mit diesem Konzept geraten wir auf Grund von politischen Entscheidungen von Jahr zu Jahr immer weiter ins Hintertreffen. Alle Bundestagsparteien und die FDP haben an dieser Entwicklung mitgewirkt oder haben Vorstellungen, die noch weit radikaler sind. Die einzige Bundestagspartei die sich einigermaßen ausgewogen gegenüber verschiedenen Familienmodellen verhält, ist die CSU, die es aber nicht schafft, ihre diesbezüglichen Vorstellungen auf Bundesebene durchzusetzen.

    Ich möchte die Partei wählen, die meine Interessen am besten Vertritt. Alle Parteien, die realistische Chancen haben, in den Bundestag zu kommen, handeln aber erkennbar gegen meine Interessen – außer der AfD. Die gibt vor, mein guter Anwalt zu sein. Und die Progressiven bekämpfen sie genau deswegen.

    Unter diesen Umständen kommt für mich überhaupt nichts anderes in Frage, als die AfD.

    Ja, es wäre mir lieber gewesen, wenn sich der Herr Lucke und seine Freunde in der AfD behauptet hätten. Und ja, auch eine bundesweite CSU, die sich vor allem für die Bevölkerung außerhalb der urbanen Zentren stark gemacht hätte, würde ich vorziehen.

    Aber man kann es sich halt leider nicht aussuchen.

    Eigentlich sollte ich ja zur Kernwählerschaft der CDU gehören. Aber die haben mein Vertrauen verspielt, nachhaltig verspielt. Ich brauche mir da nur so Stichworte wie beispielsweise „Frauen-Union Berlin“ vergegenwärtigen, dann schaudert mir. Meine Realität ist von der Lebenswirklichkeit dieser Partei Lichtjahre entfernt. Eher soll mir der Arm abfaulen, als dass ich dort mein Kreuzchen setze.

    Die einzige politische Kraft, der ich noch vertraue, ist die „Regulative Kraft des Faktischen“ und die sitzt ja zu unser aller Glück an jedem Kabinettstisch.

    • Das Umdenken auf nichttraditionelle Partnerschaften besonders bei der Union und SPD ist ein schwerer Fehler, weil es das Modell ist, das sehr viele Menschen wollen und dann auch konsequent durchziehen. die können natürlich wenig mit Transklo und Frauenurinalen und Abschaffung des Ehegattensplittings anfangen, wie auch mit Vollzeitarbeitidealen. Das hilft der AfD, keine Frage.

    • Grüne und AfD
      Man wird es schon erreichen, dass die AfD nicht zu stark wird, da gibt es genug Mittel, die zur Verfügung stehen. Unter die 5%-Hürde zu drücken wird diesmal wahrscheinlich schwieriger werden als letztes Mal.

      Die AfD im Bundestag wird genauso positiv daran mitwirken, das verkrustete, eingleisige Denken in Frage zu stellen, wie das die Grünen in den 80ern geschafft haben, egal, ob das jetzt gut oder schlecht ist, was die sagen. Das ist das Gemeinsame.

      Die Grünen ist zur Spießerpartie der Moralapostel und Sittenwächter verkommen, deshalb ärgern sie sich ja auch so über die AfD.

    • Don Alphonso @ 6. September 2017 um 21:55 Uhr
      Don Alphonso sagt:
      „Das Umdenken auf nichttraditionelle Partnerschaften besonders bei der Union und SPD ist ein schwerer Fehler, weil es das Modell ist, das sehr viele Menschen wollen und dann auch konsequent durchziehen.“

      Das glaub ich auch. Dieses widerliche Anbiedern an den „Zeitgeist“ zeigt Charakterlosigkeit und Austauschbarkeit, und ein Zurückrudern ist schwer möglich, wenn man sich nicht noch mehr Blöße geben will.


    • „Wenn bei den Progressiven abwertend von den 50er Jahren die Rede ist, dann meinen sie doch vor allem die traditionelle Familie.“

      Genau das. Es ist vielleicht einfacher, als Sie, verehrter Autor, es darstellen, vielleicht spielen Adenauer und Kirchen und Schwulenparagraphen in diesem Vorwurf nur eine sehr kleine Rolle.
      Aus meiner Fernsehschauzeit erinnere ich auch noch, dass genau dieses Familienbild, nur ein Beispiel, mit den immer gleichen Werbespots ‚des pastelligen Grauens‘ aus den Fünfzigern lächerlich gemacht wurde (Sie wissen schon, den mit „Eine Frau hat nur zwei Lebensfragen: ‚Was ziehe ich heute an?‘ und „Was soll ich heute kochen?'“ und diese Frauengold-Werbung).
      Nur ist diese Betrachtungsweise, die den Diskurs auf einen Aspekt begrenzen will, etwas blind und blöd, denn
      – an Realität vorbei (führt jetzt zu weit und ich hab keine Statistik parat)
      – für medienschaffende Akademiker saumäßiger kritischer Umgang mit Quellenmaterial, also muss man Bequemlichkeit vermuten
      – missachtet den Klassenaspekt – das habe ich erst richtig bemerkt, als ich nach Berlin ging. Noch in der DDR Geborene waren stolz auf ihre Krippenkindheit und meine Mutter war stolz, dass ihr Kind „kein Schlüsselkind“ war (dieses Wort ist irgendwie aus der Debatte gefallen, heute diskutieren wir ja die ersten drei Lebensjahre). Klasse schlägt Geschlecht, denn eine casalinga muss man sich leisten können.

      Da ich aber als Kind samstagsvormittags das Unterhaltungsfilmschaffen der Fünfziger konsumiert habe in extenso (ja, ich galt stets als etwas seltsam), erinnere ich auch, dass diese Filme, mediale Selbstdarstellungen also, damals teils schon sehr eigenironisch agiert haben, sich selbst nicht immer arg ernstnahmen. Dieses „zurück-in-die-Fünfziger“-Argument unterstellt ja Ironiefreiheit, und zeigt doch nur, dass die das sagen wenig Gespür für Zwischentöne haben.

      Diese Krüge da oben sind ja wohl auch nicht ohne Komik. Wo gibt es denn sowas? *staun*

      Die Debatte vom historischen Argument freizuhalten scheint heingegen ein frommer Wunsch.
      Ist der Slogan einmal in der Welt, darf der Historiker im Kreis springen und differenzieren, so viel er will. Denn es sidnd ja beide zufrieden: Die einen haben „im Feuilleton gesiegt“ und die anderen ein Kompliment gehört, wie Sie so schön sagen. Hilfreich, oder gar konstruktiv, ist das sicher nicht.
      Ein Ableger davon findet sich dann auf AfD-Plakaten: Eine heil[ig]e Familie am Strand und als Überschrift „Traditionelle Werte? Uns gefällt’s!“ Das scheint mir weniger ein Vorschlag zu sein denn bockige Reaktion auf einen empfundenen Überdruss.

      Die „Zurück-in-die-Fünfziger“-Beiträge werden mal etwa so analysiert werden: rituale und verbale Performanz der Gruppenzugehörigkeit. Wenn es den Jargon dann noch so gibt.

    • Das innere Grinsen ist mehr wert als Goldstücke
      Ich gestehe, dass es die unterste Schublade ist, die mir die größte Freude bereitet.
      In ihr sammelt sich das ganze Zeug, das man nicht braucht, das aber einen inneren Wert hat, von dem man sich nciht trennt.

      deshalb:
      die können natürlich wenig mit Transklo und Frauenurinalen und Abschaffung des Ehegattensplittings anfangen, wie auch mit Vollzeitarbeitidealen.

      die Kommentare Dons in a nutshell ziehen meine Mundwinkel teilweise so schmerzhaft seitwärts nach oben, dass es schon weh tut. Vergleichbar dem Gefühl, das sich beim Kratzen eines Mückenstichs einstellt.

    • Aber wenn man mal krankheitsbedingtbehindert ist, kann sowas ansonsten Ungewohntes
      google.li/search?q=frauenaufsatz+urinflasche&num=100&newwindow=1&source=lnms&tbm=isch

      v.gd/YxdllG (falls Darüberiges zu lang für hier ist)

      google.li/search?newwindow=1&biw=1356&bih=810&tbm=isch&sa=1&q=urinbeutel+für+unterwegs+frauen&oq=frauenurinbeutel

      v.gd/tJ10OY

      durchaus ein Segen sein – ich habe so Einiges aus der damaligen akuten Krankheitsphase beibehalten, auch wenn ich’s eigentlich nicht mehr benötigte – derzeit sieht’s wieder anders aus.

      ((((( Psst, Frauentoiletten in Veranstaltungsgehöften sind oftmals überfüllt mit Warteschlangen und dreckig obendrein. Hab vor Jahren im Städel deswegen mal einen Herrn, der gerade aus seinem Verschlag herauskam, gefragt, ob’s dort frei wäre. Er bejahte, belustigt mit Blick auf die Femininewarteschlange, und ich eilte hinein – kein Problem und vor allem: sauber!!! Mach ich seitdem öfter…)))))

  51. Es werden Millionen sein ...
    Der DON sieht den Tatsachen ins Gesicht. Gut so, denn das machen die wenigesten seiner Zunft.

    Tatsächlich werden Millionen Wählerinnen und Wähler zu ihrer Wahlentscheidung keine Alterantive sehen und – wenngleich teilweise fast schon aus Verzweiflung – dieser noch recht jungen Partei ihre Stimme geben.

    Dies allerdings nicht, weil sie sich etwa das Deutschland der fünfziger Jahre zurückwünschen. Vielmehr deshalb, weil sie tagtäglich mehr und mehr davon überzeugt sind, daß ihnen ihr Deutschland, in dem sie einst „gut und gerne lebten“ gänzlich zu entschwinden droht, ja – durch Entscheidungen von oben – gewissermaßen genommen wird.

    In Mitteldeutschland wird sich dies ganz besonders auswirken. Dort wird die Alternative für Deutschland in weiten Flächen beispielsweise ein Vielfaches (!) des Ergebnisses der SPD erreichen. Und dies, obwohl die fünfziger Jahre der DDR dort ganz und gar nicht als eine gute Zeit angesehen werden, die man sich zurückwünschen würde …

    Es geht diesen Wählern um weitaus mehr.

    • Naja, das ist halt der Osten, aber die Wahlen werden nun mal im Westen entschieden. In Bayern kriegt die AfD keinen Fuss auf dem Boden, die Performance in BaWü ist wirklich lausig… wirklich Angst muss vor der AfD niemand haben.

    • 8% sollen es sein
      Text eingeben

    • Bis es die Millionen sind,
      die es für eine echte Wende bräuchte, wird es leider zu spät sein. Demographie/Einwanderung sind langsame, aber letztendlich unumkehrbare Prozesse, die man nur frühzeitig in eine bestimmte Richtung lenken kann, wie z.B. Japan es tut. Die Wahl ist wohl die letzte Chance, sowas wie ein „Deutschland“ einigermaßen zu erhalten. Sie wird vergeben werden. Hätte ich Kinder, würde ich ihnen raten auszuwandern.

    • @MMW
      Es gibt immer noxh die Möglichkeit, als Bayern aus der BRD auszutreten… Sachsen würde da sicher auch mitmachen. Ggfs sogar BaWü. Wäre nicht das schlechteste…

  52. kristallklare Schnäpse aus hier wachsenden Schlehen
    Wie geht dem? Mit Schlehen habe ich bisher nur Angesetzen gemacht. (Gut wenn man die zuvor nochmal einfriert!) Der wird dann natürlich rot und klar aber nicht kristallklar. Wenn ich es mir recht überlege, kann er mit Feinfilterung natürlich auch rot und kristallklar sein … Na gut.

    Sollte es am Wahlabend bei den richtigen Leuten tatsächlich zu einem „Entsetzen über das Abschneiden der AfD“ kommen, mache ich ein bisschen Feuerwerk.

    • Ich bin, was Alkohol angeht, für die Scharia und kenne mich da nicht so aus.

      Es gobt genug, die darauf hoffen, dass die AfD nicht in den bundestag kommt – es wird also Entsetzen geben. Sollte die AfD die drittstärrkste Partei werden, kann ich jetzt schon die Schlagzeilen skripten,

    • JA, genauso mache ich das auch.
      Bei uns heißt das Gesöff Schlehenfeuer, mehr wie 2 Flaschen setze ich nicht an, eine wird verschenkt.

    • Don Alphonso @ 6. September 2017 um 22:10 Uhr
      Don Alphonso sagt:
      „Ich bin, was Alkohol angeht, für die Scharia“

      Fast richtig. Ich bin auch fast Antialkoholiker, und präferier Darjeeling (nur Diesjahr ist er sooo miserabel. Bin verzweifelt. Wer weiß Rat?).

      Nicht der Körper, sondern die Seele braucht ab und zu den Spirit, drum heißt er so. Nur ab und zu. Das hat schon Göthe so gesehen – der Weingeist hat ihn sehr inspiriert, man könnte also sagen, verweingeistet.

      Täglich Alk trinken ist natürlich barbarisch animalisch.

    • @Hausschwein
      Die Schlehe wird entweder mit „Industriesprit“ oder hochdestiliertem, möglichst geschmacksneutralem, Alkohol angesetzt und dann destilliert (Schlehengeist, Schlehenwasser) oder als vergorene Maische destilliert (Schlehenbrand).
      In der Regel wird noch feinfiltriert, um die Trubstoffe der langkettigen Alkohole („Fusel“) rauszuholen. Also Schlehenschnaps ist klar.

    • was, wenn zweite?
      Auch die Schlagzeilen, wenn sie zweitstärkste wird?
      Nicht vergessen: Sie requiriert auch SPD-Wähler. Reichlich.

    • Ja, Herr Oberländer, und was, wenn
      Merkel dann als nächsten Vorsatz den, nicht mit der AfD zu koalieren, über Bord schmeißt?

      Viele Leute klingen so, als wäre die AfD ihre natürliche Wahl.
      Die vier Jahre diskursiver Krieg gegen die AfD sind aber nicht spurlos am Land vorübergezogen; selbst Leute, die alle meine Einschätzungen teilen, fragen dreimal nach, wenn ich ihnen sage, was ich gewählt habe.

      „Jetzt echt?“

      Erwarten wir mal nicht zuviel.

    • als vergorene Maische destilliert
      Ansetzen und dann Destillieren kann ich noch nachvollziehen (das kann man mit fast allem machen was Aroma abgibt) aber eine Schlehenmaische ohne Zuckerzusatz? Die Kerlchen bestehen doch fast nur aus Kern und Schale. Da bekommt die Hefe doch einen Hungerast!

      Ansonsten, keine Sorge, wir (-> Wahlvolk) wollen den Untergang und werden entsprechend wählen. Für die AfD kann man hoffen, dass es wenigstens 2-stellig wird. Der eingeschlagene Kurs ist jedenfalls nicht mehr zu ändern. Das würde Jahrzehnte dauern und die stehen nicht mehr zur Verfügung. Immerhin dürfen wir an einem gewaltigen historischem Umwälzungsprozess teilnehmen.

      Vielleicht tausche ich später Schlehengeist gegen 7.62×39mm. Zum Ramadan in Marokko war man von meinen Mitbringseln jedenfalls begeistert.

    • Schlehenfeuer
      bringt das Wurzelchakra durcheinander.

    • @Foxrommel
      hab von der teekampagne ein Infoblatt zugeschickt bekommen, aus dem hervorgeht, dass es einen Generalstreik der Teepflücker gibt.
      Man kann auf first-flush-Verschnitte ausweichen, die second-flush-Charakter haben, second flush darjeeling is nicht.

    • @Hausschwein
      Sicher die Hefe bekommt einen Hungerast, deswegen ist Schlehenbrand auch recht selten und teuer, und wird eigentlich nur von Verschlußbrennereien hergestellt, da diese Zucker zusetzen dürfen.

  53. 5Essenz
    Ob jetzt 50er oder 80er …

    Gemeinsamer Nenner ist doch, dass sehr viele Menschen zurück wollen zu und in einem Land leben wollen in dem Gesetze und Versprechungen gehalten werden (Euro, Maastricht, Dublin …).
    Und das tangiert so Dinge wie Alterssicherung, öff. Sicherheit (kann ich Nachts noch auf die Straße?, muss ich mir Sorgen um meine Enkel machen?) etc.

    Und wer kann daran etwas Schlechtes finden? Das ist doch wohl die 5Essenz dieses Artikels.

    Menschen brauchen Sicherheit und eine Art Geborgenheit. Viele alte Menschen in Deutschland haben buchstäblich Angst, weil sie nicht wissen, was noch alles passieren wird, weil sie das Gefühl haben, dass ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wird.

  54. @Kopp: "per Briefwahl der AfD bereits meine Stimme gegeben zu haben"
    Ja, das wars dann wohl. Vielleicht auch ganz gut so. Da hat das Elend zumindest ein Ende.

    Ich grüble seit der Wahlzettel bei mir mit der Post eingetroffen ist… Am liebsten würde ich ihn zerreißen und einen anderen anfordern.

    In der Theorie sieht das einfach aus: Ein mündiger wohlinformierter Wahlbürger macht dort sein Kreuz, wo er seine Präferenzen am Besten vertreten sieht.

    Ich glaube langsam eher, der umgekehrte Weg ist für viele Wähler das eigentlich zugrundeliegende Wahlprinzip: Man läßt alles frei, wo man sich nicht vertreten fühlt. Nur, was tun, wenn der Zettel im Ergebnis leer bleibt??

    Da jammern die Medien über die angeblich unpolitischen Bürger und werden am Tag danach sicher mit viel Scharfsinn über dem Wahlergebnis die Knochen werfen, wie alte Druiden. Aber am Grundproblem der mangelnden Kreditwürdigkeit der Parteien ändert das m.E. nichts.

    Und da spielt es auch keine Rolle, ob man „Back to the Future“ in die 50er, 60er, 70er, 80er oder 90er Jahre zurück will. Und noch viel schlimmer als das singuläre Ereignis dieser Wahl: Eine Änderung in der näheren Zukunft ist kaum in Sicht. Wir werden also auf eine Nachmerkelära warten müssen.

    Schön wäre, wenn die ewige Kanzlerin es Benedikt XVI gleichtun und in ihrem Fall am Besten gleich nach „ihrer“ Wahl in den Ruhestand gehen würde. Rücktritte sind ja eine deutsche Sekundärtugend der Neuzeit geworden und lassen immer auf eine unerwartete Wendung hoffen… Das wäre einmal ein wahrer Dienst am deutschen Volk.

  55. Sehr treffend
    Eine Sicht, der man zustimmen kann, wenn gleich sich melancholische Gefühle einschleichen diese Zeit einmal erlebt zu haben. Dabei ist bekannt, dass diese Zeitspanne auch seine Restriktionen hatte.
    Dennoch gibt dieser Beitrag einem die Möglichkeit eine andere Sichtweise zu betrachten.
    Meinen verbindlichsten Dank dafür.

  56. Pest oder Cholera?
    Ein netter Beitrag, der mich ein wenig ratlos zurückläßt. – Viele warme Worte, die umrahmt von Adorno zwar einiges andeuten, aber irgendwie nicht wirklich den Löffel mit dem heißen Brei zum Munde führen…

    Als vergangenes Jahr hier im Ländle Landtagswahlen waren und diese als eine 80 % Zustimmung für die Politik der großen Staatsratsvorsitzenden gewertet wurden und es seitdem bei Lichte betrachtet nur noch eine dreifaltige Staatspartei nebst bunten Blockflöten gibt und jenes Sammelbecken für alles Aufbegehren gegen diese von der großen Vorsitzenden wiederbelebte gute alte DDR-Tradition, seitdem ist es doch dem noch einigermaßen mit Vernunft begabten Menschen klar, daß er auch bei der Wahl zur ‚Volkskammer‘ alles andere als eine Wahl haben wird.

    In Zeiten des schwarzen Tods leben wir nun schon seit 12 Jahren. – Mit den Pocken jenes Wahnsinns überzogen sind bereits breite Bevölkerungsschichten, die um sich greifende Gleichschaltung erinnert gewiß nicht nur mich an noch ein wenig weiter als die 50er zurückliegende Zeiten.

    (Off topic: Neulich las ich irgendwo diesen netten Kommentar: Schweizer Zeitung sei das neue Westfernsehen… – Wenn das hier gewesen sein sollte, bitte ich die Dopplung zu entschuldigen…)

    Wie also soll der geneigte Leser Ihren Rat verstehen? – Weiter so, diese Pest steht unserem Gemeinwesen so gut, es gibt zu ihr keine Alternative?

    Meine Auffassung aktuell ist: Genügend Menschen sind bereit, trotz allem auf die bewährte Krankheit zu setzen, so viele, daß man sich fürs erste gar keine Sorgen machen muß, wenn 10 bis 20 % diesen Friede-Freude-Eierkuchen-Konsens ein wenig stören wollen.

    Das eigentliche Armutszeugnis dieses Gemeinswesens ist doch, daß aktuell beide Antipoden in ihren Sphären jeweils alternativlos sind.

    Und ganz egal welche Wahl der eher konservative Wähler trifft, er wird eine Wahl treffen müssen gegen seine zutiefst verinnerten Überzeugungen.

    Pest oder Cholera?

    Sich weiter belügen und betrügen lassen oder dem Lockruf der Populisten folgen?

    • Titel eingeben
      „bewährte Krankheit“ – Krankheit allemal, oder doch vielleicht eher „chronische“? Meinen vermutlich ohnehin dasselbe…

  57. Eigentlich will ich
    nur das Deutschland wieder,
    in dem ich gut und gerne gelebt habe.

    Und da stehen die Einheitsparteien nicht dafür.

  58. Danke Don Alphonso,
    Sie haben mir wieder einmal den Abend versüßt

  59. minimum moralium
    Es gibt in der deutschen Essayistik nur wenige Autoren, deren Texte – ob man nun mit ihrem Inhalt übereinstimmt oder nicht – so brillant formuliert, ja komponiert sind, dass jedes Wort, jedes Komma, jeder Punkt am richtigen Platz stehen. Zu ihnen gehört neben Karl Kraus und Sigmund Freud auch Theodor W. Adorno. Könnten Sie deshalb bitte freundlicherweise in dem Ihrem Artikel vorangestellten Adorno-Zitat das widersinnige Komma hinter „Ein Deutscher“ entfernen?
    Danke.

  60. Titel eingeben
    Lieber Don,

    das hier hätten Sie zu Lebzeiten Schirrmachers nicht geschrieben. Ich verabschiede mich dann mal als Leser.

    • Reden Sie nicht über Leute, die Sie nicht kennen.

    • Mein lieber Don, dem selbsternannten Prüfer
      .
      .
      .
      haben Sie aber oane aufgstrich’n !

    • @Prüfer: Zu Schirrmachers Zeiten!
      Sehr geehrter Prüfer,

      Ihr Beitrag ist dann doch ein bisschen zu dünn als Kommentar oder gar kritischer Kommentar.

      Ich finde auch, dass der Blog des Don diesmal inhaltlich unter seinen Möglichkeiten geblieben ist. (Vielleicht schreibe ich auch noch einen genaueren, sich inhaltlich mit dem Blogtext auseinandersetzenden Kommentar dazu.)
      Allerdings ist das Thema des Blogs durchaus zeitlich richtig gesetzt, oder -je nach politischer Ansicht des Lesers- so falsch gesetzt, dass es zumindest diskussionswürdig ist.
      Dies zeigt sich auch an dem durchaus belebten Forum unter dem Blogtext, dem Kommentarbereich, der gerade diesmal doch sehr tief blicken lässt. Er kann einem aber auch durchaus neue politische Ansichten eröffnen, wenn man selbst die nötige geistige Freiheit und Toleranz aufbringen kann.

      Aus dieser Spannung, der interessanten Überschrift und dem tatsächlich fabrizierten Blog bleibt Ihnen das Universum der Worte, über das Sie herrschen können, genauso gleichberechtigt und frei wie Herr Höcke oder Herr Gauland.

      Hier im Kommentarbereich eine Totenverehrung zur Demütigung des liberalsten Autors im Kommentarbereich der FAZ loszutreten, halte ich für höchst kontraproduktiv.

      Mit „liberal“ meine ich nicht die politische Ausrichtung des Don, sondern das Maß an inhaltlicher Freiheit, die der Don seinen Kommentatoren dankenswerterweise gönnt.
      Man muss sich halt schon ein bisschen anstrengen und selbst formulieren, was einem an dem Blogtext des Don nicht passt, wenn es einem nicht passt.

      Öffentliche Totenbeschwörungen der schriftlichen Art oder ein Hoffen auf die Vergangenheit helfen da leider nicht weiter!

  61. Wahrheitsmanagement
    „Ein Deutscher, ist ein Mensch, der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben.“

    Und das ist die Wahrheit! ..Glaube ich.

  62. Stimmt das denn?
    Die Plattitüde „die wollen zurück in die 50er“ mag ja hier und dort zu hören sein, aber tatsächlich glauben das wenige und auch im Umfeld der AfD, das sich hier aus irgendeinem Grunde massiv zu versammeln scheint, ist das ja wirklich nicht nicht der Punkt. Für Höcke liegen die Orientierungspunkte noch viel weiter zurück, bis ins erste Kaiserreich.
    Dass wir alle durch Mythen und Idyllen motiviert sind – neben anderem!, ist sicherlich wahr. Man nennt diese Idyllen meistens Werte, aber immer sind damit Heilsziele verbunden.
    Das Heilsziel der AfD ist national-isolationistisch, teilweise mal wieder im Sinne des reinen Blutes, und das nicht nur räumlich, sondern auch geschichtlich im Sinne eines Abkoppelns von der Globalgeschichte, sogar von den heraufziehenden Naturprozessen. Wenn alles irgendwie nur so bleiben könnte, wenn man die Kritik der „Akademiker“ an den Zuständen nicht mehr anhören müsste, wenn die ganze Gesellschaft nur ruhig, angstfrei, gut versorgt, harmonisch-familiär und gemächlich vor sich flösse – ja, wie wäre das schön. Aber so ein Land gibt es nicht. Die internationale Kooperation verdichtet sich, die Weltbevölkerung verdichtet sich, das Tempo der Entwicklung beschleunigt sich weiter und weiter, die menschheitsgeschichtlichen Herausforderungen werden unerträglich groß und heiß. Es ist geradezu rührend, wie sich da ein ganzes Land, fast ein ganzer Kontinent an der – aufs Längere gesehen – Lappalie der verstärkten Fluktuation und Wanderungsbewegungen festbeißt. Als ob die Politik was ändern könnte. Als ob es in der isolationistischen Schweiz anders wäre (an der ETH in Zürich ist längst Englisch Amtssprache). Sich da in der überschnappenden Polemik an der Merkel-Regierung zu erschöpfen, gleicht doch eher der Kritik am Tanzorchester auf der sinkenden Titanic. Merkel weist – niemand will es hören – immer darauf hin, dass die Aufgaben in den nächsten Jahren von ganz anderem Kaliber sein werden als das jetzt zu organisierende Integrations-Management. Wer glaubt denn noch ernsthaft, dass sich Deutschland, Europa nicht auf alle Fälle gravierend ändern wird, ob so ein Trottel wie Gauland Kanzler wäre oder nicht. Auch Trump hält ja nichts auf, von dem was sich nun einmal vollzieht. Politiker sind doch nur Kosmetiker. Es gibt kein Zurück, es gibt kein Festhalten, es sei denn an den Grundwerten und an Humanität. Geben wir die auf – wobei ja schon Etliche voranschreiten und ihre Follower einsammeln, dann fängt das Gebälk erst richtig an zu splittern. In der Politik wird ja regelmäßig das Übelste ausgelöst, wo irgendetwas besonders Großes angestrebt wird. Auch die AfD ist vollgepumpt mit solchen illusionären Großzielen – und das ist der gruselige Kern, der mehr zerstören würde als die vergleichsweise kleinzieligen Parteien der Mitte. Das macht die Partei auch methodisch so unangenehm radikalistisch. „Verlust der Mitte“ … Sie werden das Buch noch kennen (Sedlmayer). Aber welche Konservativen orientieren sich noch an Balance, Wortgerechtigkeit, Bedachtsamkeit?
    Adorno hat ja die Dialektik der Geschichte auch nicht zu Ende gedacht. Die Dialektik ist immer mehrere Umdrehungen verwickelter, als es sich gerade schmissig formulieren lässt. Ja, da haben Sie Recht, die Dialektik wird erst noch rihtig entfalten. Allerdings: Wenn so unfassbar naiv getönt wird, nur die AfD sei die Rettung, sei die letzte Rettung, dann sollte man dahinter immer eher vermuten, dass mal wieder das Gegenteil erreicht wird. Gott schütze dieses Land vor „Rettern“ der geschichtsphilosophisch höchsten Panikstufe.

    • Also IM Merkel wählen, den EU-Kasper von der SPD oder die Grünlinge .
      .
      ..
      Verstehe ich Sie richtig ?

      Grenzen kann man nicht schützen, ungewollte Wanderbewegungen nicht aufhalten ?

      Mit Ihrer Haltung, blanker Fatalismus , und der derzeitigen Politik nicht .

      Sie reden hier einem ,,sich dreinschicken“ das Wort, das mich fatal an katholische Erziehung in Bayern in den 70er-Jahren erinnert.

      Und wenn die Bevölkerung expoldiert ,ist das nicht UNSERE Bevölkerung.

      Auch so etwas läßt sich steuern.

      Man muß nur wollen, und nicht als Eunuch bei dem zusehen,
      was andere, die es vielleicht gar nicht gut mit einem meinen , treiben.

    • Von Fischer an FritzIv
      „Es ist geradezu rührend, wie sich da ein ganzes Land, fast ein ganzer Kontinent an der – aufs Längere gesehen – Lappalie der verstärkten Fluktuation und Wanderungsbewegungen festbeißt. Als ob die Politik was ändern könnte.“ [FritzIv]

      — Die für ihre Staaten verantwortlichen Politiker in Polen, der Slowakei oder Ungarn sehen das – man könnte vielleicht meinen ganz ungerührt – derzeit allerdings anders.
      Auch täuscht das Wort „Wanderungsbewegung“, denn irgendwann kommt diese Wanderung an ihr Ziel. Und im Gegenteil zu herkömmlichen Wanderungen kennt diese in aller Regel keine Rückkehr.

      „Geben wir die auf – wobei ja schon Etliche voranschreiten und ihre Follower einsammeln, dann fängt das Gebälk erst richtig an zu splittern.“ [FritzIv]

      — Als ich Ihren Satz las, mußte ich dann doch an einen Satz aus den „Subtilen Jagden“ denken, der uns in der jetzigen Lage einiges, wie ich meine, zu sagen hat:
      „Der Anblick der winzigen Risse ist unheimlicher als der Balken, der zusammenbricht.“

    • Man sollte bei Osteuropa und deren Freiheitsdrang immer ganz vorsichtig sein. Wirklich.

    • ... dass die Aufgaben in den nächsten Jahren von ganz anderem Kaliber sein werden ...
      @FritzIV Der Einwurf ist sehr wohl berechtigt, aber warum muss eine Rentnerin – wie mir mein Hausarzt glaubhaft versicherte – mit 500 Euro im Monat viele ihrer dringend benötigten Medikamente selbst bezahlen? Im Wirtschaftswunder-Deutschland des Jahres 2017! Wie soll man denn die in der Blase lebenden Politiker anders auf sich aufmerksam machen als durch die Wahl der – zugegebenermaßen intellektuell nicht gerade ansprechenden – „Alternative für Deutschland“? Natürlich wird der Gauland genausowenig ändern wie der Donald Trump, es gibt auch kein Zurück in die 50er Jahre mehr, vollkommen klar. Ich wähle die AfD einfach nur, weil ich signalisieren will, dass für mich die Parteien der großen Koalition reine Wohlstandsverwaltungsparteien sind, die längst jeglichen Gestaltungswillen abgelegt haben. Ich wähle die AfD, weil ich mich medial nicht mehr vertreten fühle und endlich wieder eine inhaltliche Auseinandersetzung im Deutschen Bundestag erleben will, und in dieser Hinsicht traue ich dem zwar dicken, aber eloquenten Gauland mehr zu als der dummlinken Göhring-Eckart. Ich bin momentan in der gleichen Situation wie der Rust-Belt-Wähler in den USA Ende 2016. Wo ist der Knüppel, den ich Merkel und Co zwischen die Beine werfen kann? Was ich mir von ihr seit zwölf Jahren anhören muss, ist einfach eine intellektuelle Beleidigung. Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, ich will sie einfach leiden sehen.

    • noch schneller
      @FritzIv: Die von Ihnen geschilderten Wirbelgeschwindigkeiten können gesteuert und moderiert werden. Allerdings nicht von einer ideen- und visionslosen Bundeskanzlerin. Das von ihr vollzogene blinde Herumrudern ohne Konzept und Gestaltungsidee wird im Gegenteil die Geschwindigkeit und das Chaos der Wirbelströme noch verstärken. Ebenso wie die ideologiepolitischen Ansätze der vereinten Linksfront, der save spaces und Familienzersplitterung als Methoden der Zukunftsgestaltung gelten. Was schreiben Sie denn da eigentlich? Sind sie sturmwollüstig und ergötzen sich an „Irma“, die gerade mit gnadenloser Härte über die Karibik fegt? Natürlich kann eine gut aufgestellte Gesellschaft in der vernünftige Kompromisse geschlossen und kluge Konzepte erarbeitet werden den Herausforderungen der Zukunft standhalten! Allerdings nicht mit „Wir schaffen das!“ oder mit einer Rhetorik nach Ralf Stegner. Das Schlimme ist doch, dass überhaupt nicht mehr sachlich debattiert wird, die Vernunft spielt kaum mehr eine Rolle in der Politik. Und ein Ziegelstein liegt nicht mehr auf dem Ziegelstein sondern hält auch auf unsichtbaren Blasen „korrekter Gesinnung“ – so werden die (wirtschaftliche) Zukunft einer Gesellschaft und die Faktizität des Grundgesetzes ausgehebelt und genau das erzeugt erst die unbeherrschbaren Wirbelströme die zu Stürmen werden. Für das besch… aktuelle politische Chaos ist ebenso wie für den Brexit Frau Merkel verantwortlich. Und wie sich zusammen mit Herrn Junker gegenüber unseren osteuropäischen Partnern verhält ist eine Schande, die mich an dunkelste Kapitel deutscher Geschichte erinnert. Aktuelle politische Entwicklungen in z.B. Polen sind eine Abwehrreaktion gegenüber Merkels Politik, sie wird noch die ganze EU zertrümmern und DAS wäre eine der Katastrophen von denen Sie in Ihrem Kommentar wohl orakeln.

    • f versus v
      „Safe space“ meinte ich natürlich. Wahrscheinlich war der Wunsch Vater des Gedanken – Oh Lord please save us from safe spaces, we don’t want to live in an idiocracy.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Idiocracy

  63. Kompliment
    Ein Kompliment zu diesem Text, viel besser hätte man die „Problematik“ AfD nicht darstellen können. Kein kluger Mensch will m.E. wirklich in die 50er oder sonstigXer Jahre zurück. Aber das Bestehende zu erhalten, zu bewahren, gegebenenfalls sanft verbessern (z.B. Strom und Heizung ins Bauernhaus) das ist eigentlich der wahre Konservativismus, und der hat nichts mit „Fortschrittsfeindlichkeit“ zu tun. Das Gegenteil sind die sog. „Progressiven“ für die Fortschritt nur mit der Zerstörung des Alten einhergeht.
    Ja, dieser Konservativismus ist in Bayern (noch) weit verbreitet, aber auch die CSU hat schon längst angefangen „progressiv“ zu sein, weswegen sie, sogar auf dem Lande, seit Jahren Stimmenverluste zu beklagen hat. Wahlergebnisse wie im Jahre 1974, als die CSU 80% in Niederbayern hatte sind lange vorbei. Meine Prognose auch diese BT Wahl Verluste, auch wenn gerade medienwirksam großzügig Hilfsgelder für Sturmgeschädigte locker gemacht werden.

  64. In den 50ern gab es definitiv keine Sprühsahne und keine Frittenautomaten
    Es gab diesen Firlefanz nicht, sondern es ging um lebenswichtige Dinge, deshalb hatte ich auch eine wunderschöne Kindheit, mit allen erdenklichen Freiheiten. Klar gab es schlimme Aspekte (z.B. prügelnde Lehrer) aber dafür durften Kinder jederzeit raus zum Spielen, weil man keine Angst vor messerstechenden Goldstücken haben mußte.
    Offenlegung: ich bin Akademiker, habe AfD gewählt und will nicht zurück in die 50er.
    Grüße Uli

    • In meiner Kindheit gab es das aber.

    • @ Don
      Sie sind 1967 geboren, ich 1949. Wir haben somit eine unterschiedliche Kindheit erlebt und Sie schreiben von den 70ern und nicht von den 50ern. Meine Frau, die 1959 geboren ist, sagt, daß man mir das Nachkriegskind noch heute anmerkt und daß wir durch die 10 Jahre Unterschied in unterschiedlichen Welten aufgewachsen sind. Der Unterschied von 1950 zu 1960 war ein Zeitensprung. Was Sie erlebt haben, hat mit den 50ern nichts zu tun.
      Grüße Uli

    • "In meiner Kindheit ... aber"
      Don, Sie sind ’67 geboren.
      Wie können Sie Sprühsahne in den Fifties mitbekommen haben?
      Sie meinen die Siebziger.

    • Wie ich geschrieben habe: Die 50er dauerten bei uns auf dem Land bis in die 80er. Sie gehen erst mit Streibls Sturz zuende.

    • Nachsicht
      Er hat nen Wasserrohrbruch und ist etwas durcheinander. Vielleicht sind Rennräder in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem, wohin damit.

      In den Fünfzigern gab es zu wenig zu essen. Fakt Was es gab, war egal. Man hatte Hunger.

      Als der Don das Licht des Ingolstädter Himmels erblickte, gab es genug. Deswegen radelt er heute. Ich muss nicht radeln, weil ich hungrig aufgewachsen bin (zu wenig Fettzellen).

  65. Ich schrieb das hier schon einmal
    Für viele ist die Alternative alternativlos und zwar aus rein praktischen Zwängen, wie sich auch heute herausstellte. Nach dem Urteil des EuGH droht Europa auseinander zu fliegen. Allein schon die Klage ist so dumm und widersinnig. Natürlich werden die Flüchtlinge aus Osteuropa nach Deutschland kommen. Das ist ja noch leichter als aus Italien. Dann las ich heute davon, dass Juncker, Merkel, Macron und die Südländer in den Startlöchern sitzen neue EU-Verträge (sicherlich mit reichlich Geschenken) durchdrücken zu wollen, wobei die öffentliche Diskussion am 13.9. endet und daraufhin der Entwurf gemacht und irgendwann vorgelegt und durchgewunken wird. Haben Sie etwas davon mitbekommen, Don A. ? Ganz, wie Juncker einst sinngemäß sagte: „Wir stellen etwas in den Raum, schauen, ob es irgendwer mitbekommt oder sich irgendwer aufregt, und wenn nicht, beschließen wir das im Hinterzimmer.“ Dann EZB, No-Bail-Out, Griechenland, usw. . Wer soll und kann dagegen klagen? Niemand, der aktuell nicht im Bundestag sitzt und genug Abgeordnete überhaupt bewegen könnte. Allein die Anwesenheit ist eine Gefahr für die Regierung. Und während die Verteilung dann zum Dauerzustand werden wird, werden Grenzkontrollen zeitgleich verboten, wodurch sich der Rest auch noch auf den Weg machen kann. Zeitgleich werden die Außengrenzen nicht geschützt und Fluchtanreize nicht abgeschafft, obwohl man auch hier klagen könnte und Vertragsverletzungsverfahren einleiten könnte.

    Der Drops ist gelutscht. Ich hatte bei der FDP angefragt, welche Garantien die geben, notfalls bei Rechtsverstößen zu klagen oder für die Einhaltung der EU-Verträge notfalls mit Veto/Regierungsaustritt die Einhaltung garantieren. Keine Antwort. Mein Wahlbrief ist bereits auf dem Postweg. So leid es mir tut, es gibt sonst keine andere Partei, die bereit ist, das BVerfG anzurufen oder mittelbar den EuGH. Aber das ist die Aufgabe einer Opposition, eigentlich sogar des ganzen Parlaments, die Exekutive und die Institutionen national und in Europa auf Verfassungsmäßigkeit und Rechtmäßigkeit zu Kontrollieren. Und der Beweis ist nun zweifelsfrei erbracht.

    • Ich schrieb das hier schon einmal
      Per Briefwahl AfD zu wählen ist vergleichbar dem Auftrag der Aufbewahrung einer saftigen Cervelatwurst an einen hungrig streunenden Straßenköter.

      Ich werde am 24.09.2017 um 17:45 Uhr in mein zugeordnetes Wahllokal gehen, dort AfD wählen und bei der Auszählung anwesend sein (nicht zum ersten mal übrigens). Die Türen zum Wahllokal werden Punkt 18:00 Uhr auf die Sekunde (Ordnung muß sein) symbolisch geschlossen und gleich wieder geöffnet.

      Mehr kann ich nicht tun, in der Hoffnung daß bei der Stimmenkummulierung (die Ergebnisse aus den Wahllokalen werden erstmal per Tel. durchgegeben) die Stimmenzusammenfasser der etablierten Parteien sich gegenseitig nicht die Stimmenbohne gönnen.

      Wer noch glaubt daß in diesem gekaperten Staate (z.B. bei der Briefwahlauszählung) alles mit rechten Dingen zugeht, dem kann ich leider nicht mehr helfen.

    • @BlackBlacky
      Ich weiß nicht, wo Sie wohnen, aber an vielen Orten ist es noch Zeit, sich als Wahlhelfer zu melden. Ich werde mitzählen, zum ersten Mal, obgleich ich Panik davor habe, einen Tag neben wildfremden Menschen zu sitzen, zu schwitzen und nicht wegzukönnen. In so Situationen fühle ich mich dermaßen unwohl, dass es schmerzt. Dennoch werde ich es tun, weil bei der letzten Wahl in NRW einige Stimmen “ verlorengingen“, und es das Ende der Demokratie ist, wenn das einreißt. Und ich werde die AfD nichtmal wählen.

    • @Candidesgarten
      Das passt schon so. Ich bekomme die Stimmen der einzelnen Parteienhäuflein mit da ich andauernd um den Auszähltisch mit den Helferlein herumschnurre wie eine hungrige läufige Katze. Ich notier mir auch die Anzahl der Stimmen und guck besonders auf den Haufen mit den ungültigen Stimmen (Kategorie „falsch angekreuzt“, hihoha). Dann stelle ich mich nach der Auszählung neben dem Leiter des Wahllokals, der das Ergebnis per Telefon durchgackert. Alles i.O. bisher. Beim letzten Mal hat der Mann mich sogar freundlich angelächelt, er kennt mich wohl schon. Nach der Telefondurchsage ist dann finito mit den Kontrollmöglichkeiten. Für mich. Und andere auch.

  66. Damals gab es auch Widerstand
    Was später 66 (- um mal nicht nur über 68 zu reden) öffentlich politisch wurde, war schon in den 50ern angelegt, der Rock´n Roll aktivierte die Jugend, und Arno Schmidt schrieb noch realistische Bücher.

    Irgendwann wird die heutige Macke vorbei sein, wonach wir Deutsche die Welt retten und den Menschen verbessern. Dass es Leute gibt, die das Autofahren verbieten wollen wegen der Idee, dass dies den Klimawandel aufhält und dass die Armen Afrikas in das deutsche Sozialsystem eingeladen werden, wird später nur noch eine Phase der Geschichte sein, ähnlich schütteln wir heute den Kopf die Wiedertäufer in Münster.

    Heute ist es gleichzeitig besser und schlechter als damals, es ist eben anders. Aber es gibt einen gewissen Kern an Normalität, der in den – eben – „normalen Menschen“ angelegt ist. Alle Anderen werden toleriert, wenn sie sich nicht zu sehr vordrängen, aber die menschen bestehen eben aus Mann und Frau, die Biologie ist auch von Adorno nie bezweifelt worden und wird auch denn noch eine Rolle spielen, wenn die Genderwissenschaften in die Wissenschaftsgeschichte eingegangen sein werden, dann schreibt vielleicht noch jemand über die Zeit, wie es wissenschaftshistorische Abhandlungen gibt über wirkliche Professoren, die sich mit Schädelkunde beschäftigt haben und aus der Vermessung die Intelligenz oder Kriminalität voraussagen wollten.

    Und wahrscheinlich wird es 2070 wieder Besserwisser in den Redaktionen und den Parlamenten geben, die auf die schrecklichen Jahre zwischen 2000 und 2025 herabsehen.

  67. @ Laktosefrei
    In Kelheim Lammsbratwürste im Weißen Lamm oder in die Bergpizzeria, in Dietfurt zum Stirzer.

  68. Nostalgie und realistische Sorge
    Es scheint in unseren menschlichen Genen eingeschrieben zu sein, dass wir frühere Zeiten und die eigene Vergangenheit meist verklären. Hinweise darauf: jede Schülergeneration findet, dass die jüngeren Schüler alle VIEL unverschämter, fauler etc. sind. Zudem ist doch auch unglaublich, wie intensiv uns Erlebnisse (visuell, gustatorisch, Spielzeug etc) unserer Kindheit prägen und zwar für unser ganzes Leben. Ich denke, dass wir diesen Effekt, die Vergangenheit rosarot zu sehen, herausrechnen sollten bei der Bewertung der Realität heute.

    Früher war nicht alles gut. Den kalten Krieg mit seiner anhaltenden atomaren Bedrohung – schon vergessen?

    Es kann auch nicht darum gehen, dass wir eine Veränderung Deutschlands nicht wollen. Alles verändert sich ständig.

    Allerdings haben wir in vielen Bereichen der Welt Beispiele für weniger lebenswerte Bedingungen, verursacht durch einen rücksichtslosen Wettbewerb in Wirtschaft, um Macht und Einfluss (von Bevölkerungsgruppen, Ethnien, Religionen etc.). Und wir haben durch die exponentielle Technisierung, Digitalisierung und Globalisierung riesige Aufgaben vor uns. Und wenn wir hier nicht steuern, leiten, manche (technisch mögliche) Dinge auch eben NICHT tun, dann werden ganze gesellschaftliche Gruppen ins völlige Abseits geraten. Und es wird eine weniger humane Welt/ein weniger humanes Deutschland werden. Wir müssen steuern, ganz klar auch die Zuwanderung, damit unsere Gesellschaft nicht auseinanderbricht (wie in vielen anderen Ländern der Welt, wo der pure Egoismus und das Recht des Stärkeren gelten).

    • Woodway
      Sie haben die Überbevölkerung vergessen, meine ich.Je voller es wird, je verrückter auch.

      Technisch nicht alles zu tun, was möglich ist, gefällt mir. Brauchen wir wirklich einen Kühlschrank, der uns anpiept und uns sagt: 250g Butter fehlen und 1/2 ltr. Milch? Dann “ piepen“ wir den Händler an usw. Das ist eben der Unterschied zu meiner Spülmaschine, die ich Ender der 60iger wollte, um Erleichterung zu haben. Vorher schon die Waschmaschine oder auch den Fernseher.Vielleicht liegt es ja an meinem Alter, dass ich einiges, was heute so erdacht wird, hinterfrage und es,salopp gesagt, für überkandidelt halte.Womit sollen sich die Leute noch beschäftigen?

      Wie blöd sind die Menschen jetzt schon, die bei einem Unfall die Rettungskräfte behindern und Sterbende filmen?! All die Gaffer verstehe ich nicht.Statt die „Gebeugten“ vor den Laternenpfahl rennen zu lassen, kommt nun glatt die Ampel am Boden ins Gespräch. Immer alles wegen des Versicherungsfalles.Es wird immer bekloppter und gesteuerter.Keine Eigenverantwortung mehr zu sehen.

      Was Religionen betrifft, habe ich gestern auf irgendeiner Seite gelesen, dass die Gottlosen am fleißigsten sein sollen, gut beschäftigt und selten arbeitslos sind…

    • Korrelation und Kausation
      Vielleicht tut einfach die Kirchensteuer mehr weh, wenn man mehr verdient.

  69. Die Reaktion besiegen und alte Rechnungen - prima Klima
    Sehr geehrter Don,

    gestehe ich mag es, wenn Dinge konkretisiert werden, z.B. wenn man sie bebildert.

    Hab heute den Glauben an jede Vernuft nahezu verlohren und das innige Verlangen nach innerer Immigration (Wortspiel) gespürt. Als ich die Leser hier las: http://www.tagess piegel.de/politik/bundestagswahlkampf-afd-will-aus-klimaschutz-aussteigen/20281564.html

    Ach wie witzig, wenn nicht gleich die SS maschiert (die kam zwar erst später, war aber schlimmer – ohne Köpenicker Blutsonntag oder das „Anholen“ ihrer Gegner verniedlichen zu wollen!). Das geht es um ganz niedere Instinkte: Trump und die AfD gehören ausgemerzt (im Herbst 15 gehört, später wieder: Gehören über Afghanistan aus dem Hubschrauber geworfen – dieser ganz besonderen Art der Deportation, was nur etwas schräg ist, wenn folgte: Damit die mal sehen…). Es scheint wie ein Endkampf der Superaufgeklärten gegen den stinkenden Rest (wie oft dieser Tage darauf hingewiesen wird, wer nicht das Volk sei… Das wird auch folgen aus den Kommentaren), die man so gern los wäre (…raus!).

    Und nun noch Klima. Auwei, wie es sich ankündigte: Wer heute noch auf Meereswassertabellen (das ist nun wirklich ganz anders als beängstigend – aber die meisten wähnen sie sehr klug, ohne je nachgeschaut zu haben) oder die Klausel des berühmten Bericht des Weltklimarates anführt, wie gesichert die Annahmen (!) über dieses immer noch viel zu komplexe Geschehen im Himmel ist (und erzähle niemand etwas von Zertifikatehandel), der ist nun auch ein Menschenfeind. EU-Kritiker und Vätergruppen hat man auch bald endgültig da, so dümmlich auch schon der stetige, überflüssige und sauteure Umzug des EU-Parlamente ist – es ist ja wegen dem Frieden, der nur der EU zu verdanken ist. Alles Gedankenverbrechen. Man sollte sich nun als Elternteil überlegen, wie man die aus der DDR so bekannte Doppelmeinung am besten vermittelt. Ja, das ist so, aber erzähl es nicht in der Schule oder Woanders…

    Dümmlich ist es natürlich auch darüber zu höhnen, dass die AfD sonst Umweltschutz fordere. Man stelle sich vor! Die wollen nicht in stinkenden, vergifteten Verhältnissen leben, sondern in den hier oben Beschriebenen?! Soetwas kann doch gar keinen Umweltschutz lieben. So etwas ißt jeden Tag ein …-Baby (jeder darf schauen, was ihm zuerst einfällt).

    Am Ende erscheint es mir, als wolle man sich endlich entledigen, was einem schon lange auf der Seele brannte: Vergangenes, Ungutes, Dunkles.

    Nun wo die letzten Zeitzeugen sterben (war mit einen jüdischen Insassen von Theresienstadt befreundet, und fragte mich bei seinen Erzählungen immer, wie es sein wird, wenn es zum einen in der Geschichte einrückt und wenn zum anderen diese Leute nicht mehr erzählen), müsste man erst recht erklären können, warum es nie wieder sein darf, dass jemand wegen seiner Herkunft als Kind nicht ins Schwimmbad darf, oder nicht die Straßenbahn oder Fahrräder benutzen, geschweige denn von anderen Schülern getrennt zu werden. Was Unfreiheit ausmacht, und wofür in deutschen Diktaturen gekämpft und gelitten wurde (der deutsche Widerstand begann ja auch weit vom 20. Juli und zwar massenhaft, aber das meist ausgeblendet, in dieser Retortenwelt). Und nicht blindlings jeden Andersdenkenden zum Monster machen.

    Bei Spon gab es zu Strunz auch eine breite Debatte, wo sich immerhin ca. die Hälfte bemühte Fassung zu bewahren, dass ein Journalist sich wagt in solcher Art dem brandaktuellem Thema der Flüchtlingskrise zuzuwenden. Und sich herausnimmt den Akteuren und Verantwortlichen so zu befragen! (klar, die Crtl-left weiß längst, dass ja alle Zitate verdreht worden waren, woraus sich ja schon ersehen lässt, dass das alles nur widerliches AfD-Gängertum war – womit es auch in Leitmedien sofort verbunden wurde). Der andere Teil dreht schlicht ab: Man beschreibt Naziaufmärsche.

    Das Land könnte sich so viel bewusst machen derzeit. Dass man trotz unterschiedlicher Meinungen bisher viel Gastfreundschaft und für das Image des Landes getan hat und das auch besser ist, als dumpfer Fremdenhass. Leben und Leben lassen und Freundlichkeit machen die Welt schöner.

    Na wenn das mal nicht in ordentlichen Übersprungshandlungen endet, wo man unangenehmen Meinungsäußerungen mal so richtig beikommen möchte.

    Und wir wissen, schon mit so einen Artikel und so einem Leserbrief macht man sich verdächtig. Ach wenn ich es nicht so schrecklich gut kennen würde, das Elend einer Gesinnungsdiktatur, mir wäre wohler.

    Wehe, wehe, wenn ich nach dem Ende sehe…

    Übrigens, wozu sich keine Partei äußern mochte: http://www.z eit.de/news/2017-08/31/atom-jod-verteilung-beginnt-aachen-sorgt-fuer-atom-ernstfall-vor-31082203

    Ist übrigens hübsch sich bekloppte Hybride aufschwatzen zu lassen (BMW wird sich die Hände gerieben haben – das war doch das erste, was einem auffiel: BMW lacht sich ins Fäustchen, über die schlechtberatenen Scheinaufgeklärten), aber nichts zu den KKW in den anderen EU-Staaten zu sagen, den zudem derzeit arg verfallenden – wie z. B. Fefe immer wieder vermeldet. Absurd: Hier wechselt Merkel ihre Meinung (zugestanden sei ihr, dass die Eurokrise, wegen der die AfD gegründet wurde, wie kaum jemand zur Kenntnis nimmt, damals sehr akut war und sie vielleicht den Fukushima-Auswirkungen ausweichen musste – und dann hat sie es eben noch mal getan, und die „linken“ Medien marschieren, in Bertelmanien) und große Teile der Scheinaufgeklärten torkeln besinnungslos glücklich, wie sie gerade das Böse in Deutschland (zeitgleich zum Endboss Trump) den Garaus machen.

    Mein Rechtssoziologieprof. riet übrigens auch immer bei Kompliziertem: Trivialisieren sie! Und eine von Harald Schmidts Stärken war das Bebildern von Beschreibungen. Damit kommt man dem Wesen gut näher. Danke sehr, auch für die letzten Artikel!

  70. 50er
    Werter Don, diesmal kann ich ihnen nicht folgen. Es ist mir neu, daß der AfD ein Wunsch nach den 50ern angedichtet wird. Aber vielleicht hat es das einfach noch nicht in meine Blase geschafft… Aber ich bin bei Ihnen, solch Denke zeugt in der Tat nur von Weltfremdheit und Dummheit. Nicht nur, daß mal wieder vergessen wird, daß wir hierzulande zwei verschiedene 50er Jahre hatten und selbstverständlich nur die BRD referenziert wird. Nein, auch die Überheblichkeit, mit denen über diese Zeit gerichtet wird, ist wiederlich. Nur zur Erinnerung: Es gab nicht nur böse Täter und überzeugte und stramme Vollblut-Nazis. Es gab auch viele einfachen Soldaten und Befehlsempfänger bis hin zu den Kindern und Jugendlichen, die kurz vor dem Untergang noch als letztes Aufgebot eine Waffe in die Hand gedrückt bekamen. Oder nehmen wir die Rückkehrer aus Kriegsgefangenschaft und die resultierenden sozialen Spannungen in den Familien. All die schrecklichen Erlebnisse ind Bilder in den Köpfen, die man zu verdrängen suchte. Oder all die Waisen…
    Es gab also berechtigten Wunsch nach heiler Welt in den 50ern. Nach Vergessen. Nach besseren Zeiten. Nach Normalität. Nach Familie mit Vater-Mutter-Kind. Dies aus heutiger Sicht arrogant abzuqualifizieren ist schlicht asozial.

    • Titel eingeben
      Hans, das ist es.
      Wie die Zeiten auch wirklich waren, hüben wie drüben, spielt keine Rolle, (hüben gab es noch bis in die frühen 60er Lebensmittelmarken) der Wunsch war da das es besser wird! Und – Es wurde besser!
      Da ist alles!

      Und die, die Jung waren, lernten das es besser werden kann wenn man sich Mühe gibt, wenn man sich anpasst.
      Amimusik oder Russenmusik, was soll, die Eliten macht es vor, es es ist noch genügend Eigenes, Deutsches da und es wird besser!

      Für die eine Generation war das in den 1950 für die nächste die 1970 (eher hüben) und die andern die 1980 (eher drüben).

      1989 rief das Volk: wir sind das Volk!
      Die Eliten verstanden wir sind ein Volk!
      Das Ergebnis, in den 2000 war nicht mehr viel Eigenes übrig, geopfert auf dem Altar der (Teil)-vereinigung, durch die Eliten.
      Das größte Opfer der neue Gott der Deutschen: die DM!

      Das Opfer wäre nicht nötig gewesen, aber welche Elite opfern nicht mal ganz selbstlos etwas was ihnen nicht gehört?
      Es sind doch Heroen, und besonders heroisch ist es wenn das Opfer auch noch auf dem falschen Altar, dem der Globalisierung erfolgt und nicht auf dem der Einheit, der Freiheit und des Rechts.

      Das Volk rief nun: wir sind doch das Volk!

      Die Heroen verstanden: Ihr seid das Volk. Und machte weiter und opferten
      2015 jetzt sogar das was vom Volk noch übrig ist.

      Ab da rufen sie wir wollen eine Alternative für Deutschland, wir wollen ein Volk sein, auch ohne die Heroen.
      Mal sehen ob das verstanden wird.

    • Hans_Nase
      Gut geschrieben! Mittlerweile suche ich schon gezielt nach Ihren Kommentaren. Grüße Uli

    • @Uli49
      Ach, besser nicht. Im Unterschied zu unserem Gastgeber habe ich doch eine sehr schwankende Form, je nach Level Arbeitsbelastung, Familienstress und generell begrenzter eigener Fähigkeit.
      Aber es ehrt mich natürlich trotzdem. Daher ein herzliches Dankeschön für die Erkenntnis, daß die eigene Gedankenwelt auch für Mitmenschen Relevanz haben kann…


    • Ich habe die 50er nicht erlebt, aber ich denke, was Sie geschrieben haben, gehört unbedingt mit dazu. Und eben auch: Rock’n’Roll, Schlager und Tanzkapellen vielerorts, Musik war nicht so zentralisiert wie heute. „Freßwelle“ und „Buttercremetorte“ sind auch so Wörter, die ich dazu gehört habe (die Leute waren ausgehungert). Und daß es Kriegerwitwen gab (idR sehr jung) und längere Krankenhausaufenthalte nicht von der Krankenkasse abgedeckt waren, sondern daß die Kranken „ausgesteuert“ wurden, also nach Hause geschickt, entweder sie werden dort gesund oder sterben eben.
      Die „Dämonisierung“ der 50er Jahre, oder auch der Glaube, das sei ein „Spießeridyll“ gewesen, will mE nichts von den damaligen Realitäten begreifen und nimmt allenfalls Fernsehbilder aus Unterhaltungssendungen für Lebenswirklichkeiten.
      Also so wie Denver Clan für das typische Leben der 80er halten, oder Derrick für BRD-Realität.

  71. Zur Speisekarte nochwas
    BTW An der abgebildeten Speisekarte sieht man m.M. schön den Irrsinn in Europa, der dort fröhliche Urständ feiert. Es sind fünf sechs Zusatzstoffe kleingedruckt neben den Speisen abgedruckt. Wer will sowas essen, da schmeckt es doch nicht mehr, oder?
    Außerdem erhöht es den Aufwand für die Gastronomie erheblich, was sich in den Preisen niederschlägt, die dann alle zu bezahlen haben.
    IMHO geht nur noch darum mit immer mehr Vorschriften, Kaufkraft abzuschöpfen und damit qua MwSt. zum Staat zu verteilen. Das was die EZB an Blase aufbaut genauso, siehe Grunderwerbssteuer. Wie in den letzten Jahren der DDR. Da werden noch ganz viele Vorschriften die nächsten Jahre gesehen werden. Aber das hab ich, glaub ich, schon einmal geschrieben.

  72. Titel eingeben
    Ich kann die Schilderung der „schlimmen“ 1980er Jahre nicht so ganz nachvollziehen. Offenbar gab es in Bayern größere regionale Unterschiede. Ich erlebte diese Zeit im tiefen Niederbayern; typisch war der BMW-Arbeiter, der neben seiner Früh- oder Spätschicht jeden Tag weitere zwei Stunden im Zubringerbus verbrachte und in seiner Freizeit seine paar Tagwerk beackerte; den erarbeiteten Wohlstand konnte man an neuen Eigenheim (der Urlaub wurde auf der Baustelle verbracht) und dem dank Werksrabatt jährlich erneuerten Auto ablesen; seine Kinder schickte er aufs Gymnasium und „zum Studieren“ nach Passau, München oder Regensburg, da sie es ja einmal besser haben sollten. Sozialer Aufstieg war damals die Regel und sozialer Neid auf die Bessergestellten (z.B. Großbauern, ein paar Unternehmer, Brauereibesitzer, Landadel) war unbekannt. Die Gastronomie mag fad gewesen sein, aber die kleineren Wirtshäuser, die es in jedem Dorf gab, hatten ihre Bedeutung für das soziale Leben. Politisch war man tolerant; wenn bei der Staatspartei kein aussichtsreicher Platz frei war, kandidierte man halt bei den Sozis und wurde, falls fähig, auch gewählt.

  73. "Licht der Frankfurter Schule"?
    Ich lese gerade wieder K. R. Popper(woran glaubt der Westen?, Gegen die großen Worte) , der sich nach meinem Dafürhalten sehr zu Recht gegen die hegelianischen Wortdrechseleien mit ihrer positivistischen Prophetie von Fortschritt und Untergang auslässt. Es ist erhellend, zu lesen, warum sich Popper, der sich als kritischer Rationalist versteht, nicht mit einem Scheindisputanten wie Habermas unterhalten will.

    Nicht die Konservativen träumen heute von der heilen Welt, sondern es sind die Linken, die jegliche Realität negierend den Fetisch ihrer Ideologie wie Götzen anbeten! Pereat mundi.

  74. Titel eingeben
    Nach meiner Meinung geht die AFD so
    die würde ich schon wählen
    wenn nur die Leute da nicht wären
    wie die sich gegenseitig mit Dreck bewerfen
    ungefähr wir Herr Kahrs
    „Dieser Gauland ist ein mieser, dreckiger Hetzer. Solche Arschlöcher braucht niemand.“ …““
    mit dem man ja aus diesem Grund auch nichts zu tun haben will
    Unwählbar
    und darum ist die AFD für mich auch unwählbar.

    und Frau Merkel natürlich sowieso
    und Herr Lindner der wie seinerzeit der Westen um des Lieben Friedens willen den Japanern die Mandschurei, Italien trotz der Rede des Kaisers Athopien
    davon gelernt das Rheinland, dann Österreich, denn wie Putin in der Krim, die deutschen Bürger im Sudentenland vor den selber angezettelten Unruhen gerettet, zusammen mit den Verteidigungsanlagen und dann der Einfachheit halber um des lieben Freidens Willen auch noch den Rest
    so Herr Lindner auch die übrigen Teile der Ukraine
    Obwohl russland der Ukraine die Unversehrtheit ihrer Grenzen inkl der Krim
    so wie damals Dänemakr oder Norwegen garantiert wurde
    nur damit Putin endlich wieder mit uns redet
    .
    Da ich selber also nicht wählen werde bin ich auf die Idee gekommen an meiner Stelle meinen chinesischen Freund, der im Gegensatz zu den Türken als echter als Ausländer keine eigene Wahlberechtigung hat
    nicht einmal zu Hause
    Soll er sich doch damit herumquälen um dann aus eigener Anschauung sagen zu können ob der Exportschlager von Frau Merkel
    die selber die Demokratie fürchtet wie der Teufel das Weihwasser und darum den Chinesen andrehen will
    Vermutlich hat er dann Verständnis dafür das Frau Merkel mit der Demokratie absolut nichts zu tun haben will

    das S

    das Sudent

    • ????
      Warum lässt der Don so etwas hirnverfurztes auf mich los?
      DaDa, oder was?
      Ein bisschen Trennung von Sinn und Unsinn möchte schon sein und ist
      keine Zensur.

  75. Die gute alte Zeit
    Es war einmal eine Zeit, da galt das Höher, Schneller, Weiter noch nicht so sehr wie heute. Da fuhr der Vetter, zehn und mehr Jahre älter als einer selbst, sonntags mit dem Mercedes Cabrio vor, und alle Cousins und Cousinen, die die sich sonntags mit den Familien im Park vor dem Familiensitz trafen, hupften mit Begeisterung auf den Lederpolstern herum, ich eingeschlossen. Die alten unverheirateten Tanten passten auf die ungestüme Kinderschar auf, trösteten, tadelten, reichten Wasser mit Zitrone und Apfelkuchen, kühlten den Mut der jungen, wiegten, selbst kinderlos, die Nachzügler, kümmerten sich um den Jungendtisch, der in respektvoller Distanz zu den Erwachsenen aufgestellt war.
    Die Männer der Familie sassen zusammen, man besprach wohl große, wichtige Dinge. Der Bürgermeister machte seine Aufwartung, andere Männer kamen, verneigten sich und trollten sich wieder, versorgt mit Trost, Geld, Rat oder von allem. Manchmal kam der Bischof oder ein anderer Kleriker, die Äbtissin aus dem Kloster in der Stadt schaute vorbei, und draussen am Tor wartete einer, der später dann mal das Land regieren sollte. Bei uns zog er noch den Leiterwagen, und wir Kinder sassen drin und johlten.
    Unbeschwerte Zeit, in der wir die Kleider der größeren Cousins auftrugen, ganz selbstverständlich, in denen man ohne Sattel auf einem Ackergaul durch die Wiesen und Wälder trabte, und kein Elternhelikopter knatterte über einem. Abends, wenn die Jugend schon müde ums Feuer sass, auf den Aufbruch wartend, während die Männer noch immer zusammensassen und Cognac tranken und leise redeten, die Tanten uns einfingen und säuberten, und einer nach dem anderen fuhr schließlich fort, in die Stadt, ins eigene Zuhause, und der große alte Familienkasten, in dem man noch die vielen Öfen mit Holz schürte, versank in der Stille der Abenddämmerung und träumte von bewegten Zeiten und rauschenden Festen.
    Abends die letzten Mauersegler, die Kirchenglocken, die Menschen, die wohlig müde den Sonntag Abend willkommen hiessen und sich schon wieder bereit machten für die nächste Arbeitswoche. Wir Kinder auf dem letzten Gang zum Bauern nach Milch und Honig, dann im Bad geschrubbt, ein Gutgemacht zu den Eltern und dann ab ins Bett. Radio hören, Musik mit Kassetten aufnehmen, wertvoller als Gold für uns damals. Die Tanten, die sich in ihre Apartments zurückzogen, deren Duft man noch in den alten Zimmern roch. Unbeschwerte Tage, und aus der Erinnerung an damals, als ich vor vielen Jahrzehnten noch ein kleiner Junge war, schöpfe ich heute noch. Das ist die Zeit, die der Hausherr des Blogs hier beschreibt. Der Wohlstand war viel weniger und anders als heute, und damals hätte man wohl die AfD als Teil der CSU mit weit mehr Gelassenheit betrachtet als heute, wo sie nervös und kritisch beäugt wird als Vehikel des Gottseibeiuns. Die AfD wird kommen, und sie wird gehen. Die Höhen und Täler, die Wälder und Seen werden bleiben. Und auch die Aufgeregtheit unserer Zeit wird irgendwann einmal eine gute, alte Zeit sein, nach der wir uns mit Wehmut sehnen werden. Wetten?

  76. Was früher besser war
    Als ich in den 50er Jahren, nachdem ich mit der Alukanne in der Hand lange Schlange gestanden hatte, zusah, wie die Milchfrau Lebensmittelmarken abschnitt und mir 1 1/2 Liter Magermilch eingoss, wusste ich nicht, dass Milch und Butter ganz normal käufliche Güter sein könnten. Sie wurden es. Es gab Hoffnung auf ein Leben ohne Marken, Rationierung, Schlangestehen.
    Als die Beatles uns verzückten, hofften wir auf eine Leben ohne 60% Ost- gegen 40%-Westmusik-Quoten, wenn wir Samstags tanzen gingen. Unsere Lieblingsbands hielten sich nicht an die Quote, wir liebten sie, weil sie deshalb Auftrittsverbote überstehen mussten.
    Es gab immer wieder einmal Hoffnung auf die Einsicht der Politbürokraten. Als Biermann ausgewiesen wurde, war diese Hoffnung tot: Es würde in diesem Staat niemals Meinungsfreiheit, niemals ein Lernen aus Konflikten geben, wie es in westlichen Demokratien möglich war. Abweichler wurden mundtot gemacht, beruflich vernichtet, eingesperrt, abgeschoben.
    Es waren die 80er Jahre in der DDR, es war das Endspiel.
    Fast jeder, der sich bis dahin an einen noch so kleinen Zipfel Hoffnung auf eine Zukunft in seiner Heimat geklammert hatte, wurde entmutigt.
    Viele flohen, manche begannen verzweifelten Widerstand zu leisten – Kirchen und Glaube halfen: Es gab eine Zukunft jenseits von Planwirtschaft und Politbürokratie.
    Manchmal denke ich, dass eine Zukunft jenseits aberwitziger Planwirtschaft („Wir schaffen das!“), jenseits unüberschaubarer Migration mit Milliardenkosten und erodierendem Rechtsstaat, einer „Energiewende“ gegen naturwissenschaftlichen Sachverstand, jenseits der EU-Bürokratisierung, der Gleichschaltung von Medien, Maas-Regeln gegen Meinungsfreiheit, Überforderung der Produktivkräfte gegenüber wachsenden etatistischen Ansprüchen von realitätsfremden Parteigängern – dass eine Zukunft, in der ein „Besser“ vorstellbar ist, erst wieder mit der Schere an den Lebensmittelmarken beginnt.

  77. Titel eingeben
    Welches neue Weltbild der Medial Pädagogische Komplex, bestehend aus Werbern und Schreibern, in 50 Wochenstunden alles generieren und illustrieren kann ist das für mich eigentlich Erschreckende. Zumal in einer Zeit, welche mehr über den Bildschirm als den Blick in die reale Welt wahrgenommen wird…

    Übrigens fiel mir neulich in Ungarn auf, das kaum jemand in der Öffentlichkeit ein Smartphone benutzt…

  78. Schlimm
    ist was anderes.. für mich sind nicht die ewigen Nostalgiker und Rückwärtsgewandten schlimm, die mangels eigener geistiger Elastizität nicht viel anders können, als sich die Welt in ihrer Depression schlechtzureden und die Komplexität allen Seins mit Schwarz und Weiss eifrig geistig zu überpinseln, denn das ist anscheinend nur zu menschlich und zeugt halt von intellektuellem und empathischem Unvermögen der hiesigen Okies, die es schon immer gab und auf immer geben wird.

    Schlimm sind für mich die richtig gestrigen Zeitgenossen, die nicht spannen, dass sie keinen deut besser sind.. Die wie hier zu lesen unbedingt dadurch klug erscheinen wollen, in dem sie z.B. so richtig gestrige Worte wie „Chapeau“ zum unverschämten Lobhudeln in deutschsprachigen Medien anbringen müssen, nur um mit ihrer fragwürdigen Frankophilie glänzen zu wollen. .. Wahrscheinlich die gleichen Halbkreis-Pappenheimer, die regelmäßig viel zu viel Geld für einen französischen Rotwein ausgeben nur um diejenigen artverwandten Kleingeister beeindrucken zu wollen, die (wie hier ebenfalls überzufällig häufig zu lesen) den Adorno für ihr sinnfreies Namedropping dauer-gebucht haben… .. um möglichst von der handverlesenen Leserschaft (von Lehrern und Sozialpädagogen?) als einer der ihren, weil akademisch geweiht und pseudo-elitär kultiviert, wahrgenommen werden wollen. Das ist miefig kleingeistig und so was von fuffziger!

    Ich finde es geradezu nötig, dass die AfD in die Parlamente kommt. Denn nur dann kann jeder, auch die Anhängerschaft, live feststellen, was sie wirklich drauf haben und wo es sich um reine Spruchbeutel alla Trumpf handelt. Es lebe der Diskurs, möge der überzeugendere gewinnen. Demokratie heisst den Volkswillen umsetzen. Das kann auch mal in die Hose gehen, als Lernstatt… Deutschland wird aber an der AfD nicht untergehen, denn die Gipsköpfe werden halt nicht gscheiter und schliesslich wird doch- als bestes Beispiel für halb-so-schlimm – unser schönes Bilderbuch-Bayern seit einer gefühlten Ewigkeit von reaktionären Dampfplauderern regiert – und die Landschaft ist immer noch atemberaubend und das Bier süffig und die Preißn kaufen die Grundstücke rund um den Tegernsee fleißig auf, auch wenn der Einheimische dort noch nie was von einem Herrn Adorno gehört hat.

  79. Kurzsichtig für Entwicklungen?
    Man muß den Deal mit Erdogan nicht mögen, der Flüchtlinge von Griechenland fern hält.

    Man muß nicht mögen, dass Italien oder die EU oder andere Staaten der EU Warlords in Lybien dafür bezahlt, das Übersetzen von Migranten über das Mittelmeer zu verhindern.

    Und so einiges mehr.

    Aber man darf auch sehen, dass der bayrische Innenminister Herrmann in NRW ein überaus gern gesehener Gast im Landtagswahlkampf war und im jetzigen Bundestagswahlkampf ist, jedenfalls nach allem, was ich so mitbekomme.

    Und man darf sich vorstellen, wie die Landtagswahl in Niedersachsen ausgeht.

    —–

    Maghreb-Staaten werden wohl bald sichere Herkunftsländer, mit entsprechenden Folgen in Bundesländern mit Unionsbeteiligung in den Landesregierungen (sofern keine Grünen etwas zu kamellen haben).

    Strafverfolgung wird sich intensivieren, ganz gleich, ob es sich um „Deutsche“ oder Migranten handelt.

    Rot-grün oder rot-rot-grün regierte Bundesländer werden eine Schwemme von solchen Migranten erleben, die wenig Verständnis für ein Mindestmaß an Integration aufbringen wollen oder können.

    Es ist eine Menge an Entwicklung zu erkennen.

    Ärgerlich wird sein, dass vieles von dem, was heute schon zu erkennen ist, als Erfolg des Bundestagseinzugs der AfD gefeiert werden wird.

    —–

    Das für mich noch überwiegend Unbekannte ist, wie sich die FDP entwickeln wird, wer Mandatsträger mit eigener Agenda werden wird und das auch zum Tragen bringen kann.

    An sich hoffe ich auf ein Ende der großen Koalition und solch unsäglichen Verhaltens, wie es von Schwesig, Barley, Maas, Özuguz usw. zu erleben ist. Das dürfte nur mit Regierungsbeteiligung der FDP möglich sein.

    Anderseits würde ich der FDP lieber eine starke Oppositionsrolle wünschen, in der sie ihr Profil als Partei der Freiheitsrechte ausbilden und schärfen kann.

    Sei es im Bereich der Wirtschaftspolitik, der Sozialpolitik oder, wie Don Alphonso zurecht anmerkte, als Bürgerrechtspartei.

    —–

    Die AfD taugt nur als Mittel des Aufschreckens.

  80. Die AfD als Okham'scher Razor des Polit-Mainstreams
    Lieber Don,

    es stimmt wohl, dass der Anwurf, die AfD wolle in die als miefig verfemten 50iger Jahre zurück, gern und häufig als (unredliches) politisches Kampfmittel benutzt wird. Es stimmt nach meiner Beobachtung aber ganz und gar nicht, den „typischen AfD-Wähler“ als bestenfalls unbedarft-nostalgischen (wie hier), oder aber schlimmer, als retardierten, wahlweise auch hartherzig-egoistisch-rassistisch-faschistisch-xxx-en Spiesser „mit Bratwurst-Dunst“ (nach Sieferle) oder „Abgehängten“ zu verorten. Kurioserweise ähneln seine Kritiker auf unheimliche Weise viel mehr selbst diesem Bild (na gut, mit dem Unterschied, dass es da eher der „Tofu-Latte-Dunst“ eines soziologisch-genderistischen Prekariats ist). Nun ist mir schon klar, dass es ja immer etwas riskant ist, mit dem „gesunden Menschenverstand“ zu argumentieren. Trotzdem scheint mir in dessen Nähe der „typische AfD-Wähler“ angesiedelt zu sein. Gern wird ihm ja die Neigung zu unterkomplexem Denken (wenn überhaupt) und „einfachen“ (=populistischen) Lösungen in einer „hochkomplexen, modernen“ Welt unterstellt. Mir scheint, dass ein Gutteil der „hohen Komplexizität“ durch immer weiter ausufernde (pseudo)intellektuelle Stützkonstruktionen entsteht, die nötig sind, um das ganze Elend einer gescheiterten postmodernen Theorie, die brachial in politische Praxis umgesetzt werden soll, zu bemänteln. Wo deren offenkundige Ungereimtheiten und ausweglose Widersprüche durch immer abstrusere gedankliche Pirouetten, geistige Verrenkungen und (meist teuer) gedrechselte Schleifen am ideologischen Nachthemd kaschiert werden sollen, zückt der „typische AfD-Wähler“ das Okham’sche Rasiermesser. Die Hypothese, die mit den wenigsten Annahmen und Prämissen auskommt, ist mutmaßlich die richtige (z.B dass es doch nur zwei statt 4063 Geschlechter gibt, oder dass nicht ausschließlich Chirurgen und Raketentechniker, sondern wohl auch Strolche ins Land gekommen sind). Der Kaiser (oder die Kaiserin;-) ist nackt. Das schmerzt natürlich das politische Establishment, weshalb es auch wild um sich schlägt. Nach meinem Dafürhalten ist der „typische AfD-Wähler“ in erster Linie Pragmatiker auf der Suche nach politischen Handlungsoptionen in einer durch Ideologie paralysierten, weitgehend uniformen (und daher auch scheinbar alternativlosen) Polit-Szene. Hoffentlich gemäß dem Einstein’schen Motto: „Man muß die Dinge so einfach wie möglich machen……ABER NICHT EINFACHER!

    (noch) stiller Beobachter

    • tut Ockham nicht weh
      Wenn ich gewusst hätte, das schon Ockham die AfD empfohlen hat, wäre meine Wahlentscheidung vielleicht anders ausgefallen.
      Aber bitte vergessen Sie nicht: „… praeter necessitatem“.
      München hat nur diesen einen bedeutenden Philosophen, tun Sie ihm bitte nicht weh (z.B. nach Schottland entsorgen).

    • Hausverstand
      Ich finde es interessant den Herrn Kurz zu verfolgen.

      Der hat nix richtiges studiert und gearbeitet, man kauft also mit Sicherheit die Katze im Sack (noch mehr als Macron).

      Trotzdem scheint er ein Indiz dafür zu sein dass Hausverstand eben nicht an ein Universitätsdiplom gebunden ist.

      Weitgehend ist er auch ein Folge von Hofers Wahlerfolg.
      (Plötzlich ist der alte Populist Strache der ältetste und verbrauchteste der 3 größeren Parteichefs in Ö.)

      Es reichen wahrscheinlich auch 30% AfD für eine Entmerkelung der CDU und junge Talente bekommen eine Chance…

    • Der Herr Kurz hat's bei mir verschissen
      @Wassermann

      So sympathisch er bisher daher kam, hat sich mein Eindruck gewaltig geändert. Ich sah den Herrn Kurz im TV sich winden wie ein Aal, gestellte Fragen wurden grundsätzlich nicht beantwortet, nicht dass er geschwiegen hätte, nein, er redet wie ein Buch, aber nix Konkretes. Er ist eine Mogelpackung wie Macron.

  81. Ich weis über die 50er aus Erfahrung natürlich gar nichts
    Bei mir wabert etwas wie Westbindung oder
    „Wir wählen die Freiheit“ als Wahlwerbeaussage
    durchs Gehirn.

    Flüchtlinge aus dem Osten.
    Volksaufstand in der DDR.

    Heute erzählt mir S. Gabriel das Deutschland
    nur mit der €U eine Chance gegen die USA und China hat
    als ob die USA als wichtigste Führungsmacht
    des Westens das Hauptproblem wäre.

    Die Sehnsucht der 50er war sicherlich die nach Stabilität.
    Was sonst nach den ersten 50 Jahren des Jahrhunderts.
    Frieden in Freiheit wäre auch ein passender Spruch.

    Aber wie bringt man auf den Punkt was die
    Leute heute wollen?

    Der AfD unterstelle ich den Wunsch
    nach einer anderen Balance von
    Freiheit und Ordnung als es eher Linke wollen
    denen scheinbar Stabilität ein Graus ist.

    Ich bin im Moment eher für mehr Ordnung,
    da mir die Risiken der Unordnung nicht fremd
    sind.

    Nehmen wir noch die Außenpolitik.
    Die jetzige deutsche Außenpolitik steigert m.E. die
    Konflikte mit den Nachbarn die sich nicht von Berlin
    (oder Brüssel) bevormunden lassen wollen.
    Oder ist es europäische Innenpolitik?

    Der Außenminister läuft moralisch aufgeladen durch die
    Gegend. Die Türkei sollte ich noch erwähnen, bei
    der man so tut als ob es nur eine deutsch türkische
    Angelegenheit wäre und der Rest der €U gar nicht
    mitzureden hätte.

    Ich denke in den 1950ern wäre kein Deutscher so
    bevormundend aufgetreten.
    (Außer in der DDR vielleicht die sicherlich
    die Besten Sozialisten waren nach der SU)

    Heute sind wir wieder wer und haben vor allem
    einen moralischen Anspruch.
    Wenn man Gabriel glaubt wahrscheinlich nicht
    nur in Europa sondern in der Welt.
    Das grenzt für mich schon an kulturellen Rassismus.
    “ Seht, Wir sind die Guten! „, was die anderen
    dann wohl sind kann man sich denken.

    Ich hätte auf diesem Feld gerne mehr Zurückhaltung.

    Die Deutschen werden wohl eher Konservativ wählen.
    Es gibt keinen Grund für eine Revolution.

    Wenn die CDU aber den Eindruck erweckt Stabilität
    aufgeben zu können wird sie eher Stimmen verlieren
    als neue hinzugewinnen.
    Beliebig als Markenartikel
    können andere besser.
    Und die AfD ist vermutlich die Partei
    die davon am ehesten profitiert.

    Ich Denke das rechts von der CDU platz
    für eine konservative Partei entstanden ist.

    Man sollte sie an ihren Taten messen
    und nicht am persönlichen Angstbarometer
    einzelner Kommentatoren die den
    Weltuntergang fürchten.

  82. Titel eingeben
    Egal, wie gut die AfD abschneiden wird (und sie wird gut abschneiden):
    Die Gründe darüber, warum die Altparteien ganz beschissen abgeschnitten haben werden, werden gar nicht wirklich diskutiert werden.

    Die Analyse wird uns wieder nur ein weiteres mal vor Augen führen, warum wir uns die ganze Kohle für diese Analysten auch sparen können.

    Im WDR5 heute: Politikum.
    Eine ganze Eloge darüber, warum Journalisten wieder zurück zur Basis finden sollten. Das sie abgehoben und eingeigelt seien.

    Schliesst dann damit, dass Weidel wohl diese (unsägliche) Vier-Gegen-Willy-Show verlassen hätte, weil sie die „Ergebnisse“ einer Bertelsmann-Studie aufs Schlaufon bekommen hätte:
    Statt nur noch >30% finden plötzlich >50% der Menschen in Deutschland alles dufte.
    Seitenhieb, Abgang, Verkehrsnachrichten.

    Ich will diesem „Journalisten“ jetzt nicht die Pest an den Hals wünschen: aber warum soll ich den finanzieren?
    Bertelsmann?
    Wir haben 2017 und der bezieht sich auf Bertelsmann?

    https://picload.org/view/dggalgdw/1481154741002.jpg.html

    • Titel eingeben
      wird so aussehen:

      CDU: „Wir müssen den Menschen besser zuhören. Wir müssen mehr auf ihre Sorgen achten.“ CSU: „Wir müssen den Menschen besser zuhören. Wir müssen mehr auf ihre Sorgen achten.“ SED: „Wir müssen den Menschen besser zuhören. Wir müssen mehr auf ihre Sorgen achten.“ FDP: „Wir müssen den Menschen besser zuhören. Wir müssen mehr auf ihre Sorgen achten.“ GRÜNE: „Wir müssen den Menschen besser zuhören. Wir müssen mehr auf ihre Sorgen achten.“ SPD: „Wir müssen den Menschen besser zuhören. Wir müssen mehr auf ihre Sorgen achten.“ ……..

  83. Nicht wählen als Wahl
    Lieber Don Alphonso,

    ach, wie romantisierend sie über das Altmühltal schreiben und so ganz außerhalb Ihrer sonst üblichen never ending storys der Fahrradtouren, bzw. der zwanghaft damit verbundenen Utensilien.

    Mir kam da gleich die Schlagzeile des Tagesspiegels in den Sinn, als dieser berichtete
    „Die Post prüft eine reduzierte Zustellung. Testkunden erhalten Sendungen nur an drei Tagen.“ in der Woche und weiter war dort zu lesen:„Wir testen neue Zustelloptionen, um Kundenbedürfnisse zu erforschen, sagte ein Postsprecher.“

    Don Alphonso geht mit der Zeit, sagte ich mir und er übernimmt und testet das neue Postkonzept jetzt auch in seinem Blog, indem er jetzt all seine Fahrradstorys zusammenfaßt und sie vielleicht nur noch drei mal im Jahr seinen getreuen Lesern zustellt.

    Also gut, Altmühltal, Eichstätt, AfD, es geht um die anstehende Wahl, die eigentlich keine ist, die regierenden Parteien lediglich noch ihre post-truth politic abgesegnet haben wollen und sich schon jetzt die Wahlkampfkostenerstattung ausrechnen.

    Unter diesen Gegebenheiten fällt es mir nicht schwer mich als vernunftgeleiteter Nichtwähler zu outen.

    Ich habe einige Kommentare zu dem vergangenen „Wahlkampfrededuell“ zwischen Merkel und dem Anderen gelesen und unweigerlich dachte ich an Marshall McLuhans Satz:

    „Bis jetzt ist nicht einmal Dummheit eine moralische Frage. Sie ist ein Problem, aber kein moralisches; und es wäre nett, einige der moralischen Nebel,…aufzuklären. Es wäre für die Moral gut.“

    Als vor einigen Tagen Texas unter Wasser stand, gab es ja eine große Aufregung, sogar Alfons Kaiser, der das Erzbischöfliche Knabenkonvikt in Attendorn besuchte, echauffierte sich für die FAZ mit der Überschrift: „Auf High-Heels in die Katastrophe“, als Trump´s Gattin Melania in High Heels anreiste, statt in Gummistiefeln.

    Ich meine ja, daß Frau Trump gut angezogen war. Auch für diesen Anlaß.

    Die deutsche Regierungschefin läuft ja immer in Schuhen herum, die dem Herrn aus dem Erzbischöflichen Knabenkonvikt sicher besser gefallen als jene von Frau Trump, doch bei denen kann man den Eindruck gewinnen, daß sie tagtäglich ein Überflutungsgebiet in Deutschland besuchen müßte.

    Wenn man es symbolisch sehen will hat die Kanzlerin das Land ja selbst geflutet mit Islamis und den Anderen. Da ist schon festes Schuhwerk angesagt.

    Im Alt-Neuöttinger Anzeiger stand ja gerade die Geschichte von Birgit Bachhammer, die an ihre Ladentüre einen Zettel mit den Zeilen heftete:

    „Achtung! Collectiv-Maßnahme Wir wünschen keine Asylanten als Kundschaft in unserem Ladenlokal“

    Ich denke ich bin nicht alleine, wenn ich sage, daß ich Frau Bachhammer aus Töging gut verstehen kann, auch wenn sie vielleicht auch noch dafür belangt wird, weil ihr der Geduldsfaden gerissen ist und das, was vielleicht auch manch anderer Geschäftsmann sich denkt auf einen Zettel geschrieben und an ihre Ladentüre gehängt hat.

    Könnte man es Frau Bachhammer verübeln, wenn sie AfD wählte ?

    Für die Menschen, die sich einreden lassen wie wichtig es sei jetzt wieder zur Wahl zu gehen oder jene, die ernsthaft glauben damit etwas bewirken zu können gibt es genügend Anlässe die AfD zu wählen.

    War es gestern oder schon vorgestern? In der Häufigkeit erinnert man sich ja nicht mehr so genau.

    Täterbeschreibung:
    Ein südländischer Typ, 25 – 35 Jahre alt, 170 – 175 cm groß stämmige/kräftige Statur, dunkle Haare und kurzer, dunkler ungepflegter Bart, so die Beschreibung des Mannes der eine Joggerin in einem Leipziger Park vor wenigen Tagen vergewaltigt haben soll.

    Was soll diese Beschreibung, so sehen doch die meisten Männer aus, die seit 2015 eingeladen wurden und der Herr Maizière sagte doch man solle nicht den fatalen Fehler begehen und die Islamis unter Generalverdacht stellen.

    Das ist als solches in Deutschland ja eigentlich keine Meldung mehr wert, da zur Normalität geworden, doch was die „Leipziger Volkszeitung“ in ihrem Bericht mit der Bemerkung, daß die Vergewaltigte „eine weit über 50-jährige Frau“ sei, andeuteten wollte bleibt im Unklaren – soll aber wohl eine andere Geschichte sein. ( Die Ratschläge der Polizei für Jogger dagegen waren doch sehr amüsant. Vielleicht sollten Jogger doch besser radfahren?)

    Die FAZ hat da ja bereits, ganz der Direktive des Presserats folgend am 21.07. unter der Überschrift: „Kennenlernen mit Gewalt“ dezent Aufklärungsarbeit geleistet.

    Ihre Einschätzung: „Es wird am Wahlabend, wenn nichts Gravierendes dazwischen kommt, natürlich viel Entsetzen über das Abschneiden der AfD geben…“ teile ich.

    Es wird unvermeidlich sein und ich würde mir anderes wünschen, doch sollte man, um den Erfolg der AfD zu schwächen, eine dieser anderen Parteien wählen ?

    Ich denke man möchte sich doch eine gewisse Würde bewahren, so ganz für sich.

    Für meine persönliche Lebensgestaltung erscheint es mir sinnvoller mich wieder der lebenssteigernden Kraft des Ästhetischen zuzuwenden.

    Na dann bis zum nächsten Mal.

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Titel eingeben
      Vae
      Subjektive Kritik an unserer lieben Führerin und ihren Hinterläufen. Sehr subjektiv und vorurteilsvelastet.

      Mein Geschmack an Beinen und Schuhen deckt sich mit Objectbe, Ivanka und Melania. So 100% etwa.

      Unsere Raute mit den abgekauten Fingernägeln bemerkt vor Stress und Verzweiflung nicht mal das verknöpfte Jacket ihres Herrn Sauer. Auf ihre Stampfer habe ich nie geachtet.
      Die Mundwinkel und die Augen halten mich im Bann und stoßen mich ab.
      Die Kleidung einer müden, gehetzten verzweifelten Frau ist eher Spiegel ihrer Vergangenheit als irgendwie aussagekräftig.

    • ..."Würde bewahren, so ganz für sich." -
      Prägnanter kann es nicht sagen.

    • ... eine gewisse Würde bewahren...
      … ist im real existierenden Sozialismus weder vorgesehen noch möglich!

      Nur in den Sonntagspredigten geht es um die Rechte des Proletariers / Werktätigen.

      Der weitere Verlauf ist wie schon von George Orwell beschrieben, mit diversen Varianten (z.B. Ungarn und Kuba ein bissl lustiger, Albanien, Rumänien und DDR etwas hinterfotziger/verbissener, etc.)

  84. Warum Höcke?
    Danke, lieber Don Alphonso für alle Ihre Artikel. Ich sollte sie eigentlich nicht lesen, und schon gar nicht die Kommentare, weil mich das von der Arbeit und ausreichend Schlaf abhält. Ich kenne nichts Schöneres als Ihren wahrhaft kunstvollen Beiträgen zu folgen.

    Ausnahmsweise hat mich diesmal die herbe Analyse von goodnight mehr beeindruckt. Er (nehme ich an) hat das Dilemma, vor allen der westdeutschen Eliten, gut beschrieben. M.E. ist das Übel zwar weniger ausreichende Bildung, das auch, ja, sondern Angst, der Wahrheit ins Auge zu sehen. Letztlich Mangel an Überlebenswillen.

    In den 10 Jahren zwischen 20 und 30 erinnere ich mich an ein schönes Leben. Ich habe grüne Wiesen gesehen, Alkohol getrunken und viele Mädchen nach Hause gebracht. Verantwortlich war ich scheinbar nur für mich selbst.

    Mein guter Vater war in derselben Lebensdekade Soldat und Kriegsgefanger. Er kannte nur Sand, Steine und, immer zu wenig, lauwarmes Wasser.
    Und, jeder Tag in Wüste konnte auch der letzte sein.

    Er hat nicht darüber gesprochen, nur: Hauptsache kein Krieg.

    Wir, die Nachgeborenen, haben weder Anlass noch Recht uns über unsere Vorfahren stellen. Sie sind Bestandteil unserer Identität und unserer Kultur, als Individuen und als Gesellschaft. Letzteres nennt man auch Nation, wenn man das begriffen hat.
    Ohne das Grundvertrauen auf diese ganz spezielle Schicksalsgemeinschaft – neben der Familie – werden wir schlicht nicht weiterexistieren. Wir müssen schon Deutsche sein und bleiben wollen.

    Wie sonst soll begründet werden, was auch viele hier gern erhalten oder geändert wissen wollen?
    Warum sonst sollten sich mehr oder weniger fähige Frauen und Männer in einer politischen Partei wie der AfD für Gotteslohn (die allermeisten) engagieren?

    Das ist der eigentliche Grund, warum Höcke zwar schädlich (für ein noch besseres Wahlergebnis im Westen) aber unverzichtbar ist. Das er Mängel hat bestreitet er nicht mal selbst. Wer es besser kann dann bitte vortreten.

    Gute Nacht

    • Titel eingeben
      @Erfurter

      Genauso ist es! Wir müssen wir sein wollen!
      Damit die Vorfahren sich nicht umsonst gemüht haben uns hervorzubringen und unser Nachfahre besser als wir werden können.

      Den der Mensch ist doch ein Teil des Göttlichen:

      „Das Göttliche

      Edel sei der Mensch,
      hilfreich und gut!
      Denn das allein
      unterscheidet ihn
      von allen Wesen,
      die wir kennen.

      Heil den unbekannten
      höhern Wesen,
      die wir ahnen!
      Ihnen gleiche der Mensch!
      Sein Beispiel lehr‘ uns
      jene glauben.“

      Goethe, der Johann Wolfgang von

      Wir brauchen eine Seele oder wir sterben, allen Agnostikern zum Trotz.
      Und des Deutschen Seele, die Seele der deutschen Kultur, ist das Streben zum Besseren, zur Schönheit und zum Guten.

    • Warum engagieren - nicht
      Hatte Mal eine Freundin bei den Grünen. Fundi, hat wegen Gemauschel und Realos recht bald die Segel gestrichen. Von in ehemalig in Parteien engagierten höre ich nur, dass der Hauptgrund fürs Ausscheiden das Gemauschel war.
      Anders bei meinem Onkel, der in der FDP auf lokaler Ebene schnell nach oben gekommen ist und seine privaten Pläne mit seinem politischen Einfluss zügig vorantrieb.

      Ich wurde gebeten, in einem Verein als sportlicher Leiter zur Verfügung zu stehen, ich machte das 3 Jahre lang. Grund fürs Aufhören: Gemauschel.

      Es ist nicht mangelnde Entlohnung, nicht notwendige Kompromisse, nicht aufgewendete Zeit, die gute Leute von Engagement abhält, es ist das Gemauschel, das viele abhält.

    • P.Aule:
      Wir alle werden sterben.
      Vielleicht sogar ich.
      (K. Valentin)
      .
      (Seele hin oder her)

    • Die Toten, die Lebendenden und die Seelenlosen
      @kdm,

      stimmt mit Seele stirbt man auch, aber ohne Seele lebt man nicht so leicht.

      Und wenn man ohne Seele gestorben ist, dann ist man tatsächlich auch tot, sagen die Lebenden, von den Toten habe ich es noch nicht gehört!
      Auf die Lebenden kommt es doch aber an, sogar für die Toten.
      Wer hat schon was davon wenn die Toten sich erinnern?

  85. Wozu Bange haben?
    So ganz aus der Ferne: Also mir macht die AfD keine Bange, Warum sollte sie auch? Ich meine, was hat sie bisher staatsfeindliches oder freiheitsfeindliches getan, dass man Bange ihretwegen haben muss?

    Bange hätte ich eher vor so einer wie dieser Pssssst da, die handelnd (Grenzöffnung ohne Pass und Grund) alles vernichtet, was wir in den 50ern und 60ern aufgebaut haben, während sie die SED gelobt hat.

    Bange würde mir einer diese Sorte wie der Maas machen, aalglatt von hinten durchs Knie, nicht nur dass freiheitlich-demokratische vernichten , sondern auch die Freiheit, die wir uns in den 50ern und 60ern mühsam errungen haben.

    Bange wurde mir die gesamte grüne Front machen, die genug Taten zeigen, dass es einem schaudert. Da haette der Alte von meinem Freund nur ein Wort gesagt. Darf man hier nicht sagen, ist pfui.

    Was also hat die AfD getan, konkret, um vor ihr….. Ach geredet haben einige. Tja, wenn der Tag lang ist. Als Kind, in den Vorfünfzigern geboren und die Fuffziger als echt stark empfunden, hat mir meine Mutter den Mund mit Seife ausgewaschen, wenn ich schmutzige Wörter gesagt habe. Und bei all den schmutzigen Wörtern ist die Welt nicht untergegangen, die wir aufgebaut haben, also richtig geackert, die wird nun gerade zerschlagen, durch so eine….eine….fast hätte ich ein schmutziges Wort gesagt zu einer, die …die-…..na ihr wisst schon.

    Und was wäre schlimm daran in die Fuffziger zurück zu wollen, ich meine, gehn tuts ja nicht, aber ist es heute besser, weil wir 2017 schreiben? Ist das nun ein Fortschritt oder nur eine simple Zahl?

    Also für einen wie mich war es ein Fortschritt zu entdecken, dass es Mädchen gibt und die haben vornherum mehr als ich. Das war echt was ganz neues! Und einer wie ich hat sich begeistert drauf gestürzt. Heute haben alle das gleiche, vorn und hinten und oben und unten. Dazu Nägel in der Visage, Tintenschrift auf dem Körper und immer in Begleitung ihres Dealers. Und einige haben gar nichts außer einem X, also das alles soll nun besser sein als die wilden 50er? Komische Furcht haben da Einige.

    Ist das heute, wo alle flach sind wie Bügelretter, besser? Na ja, dafür pinkeln jetzt diese – hm, Mädels auch im stehen.

    Also was macht wirklich Bange? Das Gerede einer AfD oder die handfesten Erschütterungen des Landes durch eine wie diese, -sprecht-ihren-Namen-nie-mehr-aus-dann-gibt-es-sie-nie-mehr“?

    Wenn ich wählen täte – tu ich aber nicht – aber mal angenommen, ich täte wählen, dann würde ich diesen Dingens da wählen, diesen unrasierten schmuddeligen Typen, von dem ich keinen Gebrauchtwagen kaufen würde, dem würde ich nicht mal die Uhrzeit anvertrauen. Den würde ich wählen. Knallhart.

    Warum?

    Na, der wäre so schockiert über den Sieg, dass er gleich wieder zur Schnapspulle greift und damit hat sich die Sache bei euch erledigt.

    Es gibt nur eine Lösung. Ein König muss her.

  86. Oma´s Kaffeegrundausstattung
    Wegen Durst aufgewacht, mal kurz beim Don reingeschaut und schon die zweite Tasse mit Tauchsieder, Wassertopf, Porzellanfilter (Melitta) frisch gemahlenen Kaffeebohnen (Krupsmühle) aufgebrüht.
    Also mal reduziert auf das wesentliche:
    Kommt erst eine neue DMark oder reicht die Kraft für ein neues ECU-System zum Jahresbeginn 2019?

    • Bloß nix ÄÄUU-isches mehr , neue D.Mark ,
      .
      .
      .
      .
      und ein eingeschränkter gemeinsamer Markt ohne Herumzigeunern und MIT gesicherten, nationalstaatlichen Grenzen .

      Neuer ECU… da weiß man inzwischen , was man MEHR hat –

      man hat kein Geld MEHR ,weil andere es verfressen, mit dem Segen des gekauften Einheitsbreis in Berlin.

  87. goldige Pinsel
    Als hier vielgescholtenes Blumenkindeskind wundere ich mich über den geringen Gemeinsinn vermeintlich gebildeter Kommentatoren hier. Als sei ein Akademiker näher an der Realität als ein Werktätiger, dahinter steckt der uralte unlautere Vorsatz andere schlichtweg übers Ohr zu hauen. Man hat sich über Generationen angepasste Befehlsempfänger gezüchtet, denen man jetzt zumuten möchte Rückgrat zu zeigen. Man gaukelt fürs Gewissen Barrikaden vor, die tatsächlich eher Ablenkung von Grabenkämpfen zwischen arm und reich, „gebildet“ und „verblödet“ sind.

    Ich denke in den Besatzungszonen gab man sich in den 50ern gleichermassen zweckoptimistisch. Man sehnte sich mehrheitlich in kindliche Welten zurück, ohne sich mit den Schrecken und den Grauen, die Nazis und Befreier über das Land gebracht hatten, eingehender zu befassen. Man versuchte sich unverfänglich zu geben, verbliebene Schuld zu kollektivieren. Man hatte eine Flüchtlingskrise zu bewältigen, Siedlungen wurden allerorten von entwurzelten Schlesiern, Siebenbürgern usw. bezogen. Die zwei Besatzungszonen mauserten sich sorgsam gepäppelt, zu Auslagen der großen Wirtschaftsideologien, im Westen erstarkten allmählich die revisionistischen Kräfte, im Osten die sektiererischen.

    Ein Freund dessen Vater sich zum Bankvorstand hochgeackert hatte erzählte mir belustigt, es hätte Vertreter ansäßiger alter Familien gegeben, die ihre gut gefüllten Konten räumten weil sie offenkundig einem Flüchtlingskind, wie sein Vater eines war, ihre Geldwerte nicht anvertrauen wollten. Ich stellte mir die Omas, die Inflation und Krieg überlebt hatten, bildlich vor wie sie mit Geldbündeln, in Strümpfe gepackt, durch die städtischen Gassen der frühen achtziger Jahre Richtung Konkurrenzinstitut wandelten, um vermutlich vor allem eines zu retten: ihr Weltbild.

    • Sie können den planvollen...
      ..Vollzug einer Vernichtung, bzw. die Reduktion unserer Nation auf DDR-Niveau 1989 gerne mittragen. Die meisten Kommentatoren hier im Blog sind so gut wie raus, rein biologisch betrachtet.
      .
      Einen justiziablen Vergleich mit einem Politiker und einem System, das schon es eine Weile nicht mehr gibt, dass es aber dennoch immer wieder Wert ist aus der Kiste der Vergleichsmuster gezogen zu werden, erspare ich mir.
      .
      Und überhaupt, was wollten Sie uns eigentlich Bedeutendes mitteilen?
      (DdH)

    • @Rapheth - Auch gegen Westalgie ist kein Kraut gewachsen..
      Die 50er, das sollte man dringend bedenken, waren ohne das vorangegangene Geschehen, also Krieg, also Mord und Totschlag, also Bombenterror, also Enteignungen sondergleichen etc. nicht zu haben.

      Die Amis brauchten gegen die Sowjetunion einen sicheren Militärstützpunkt. Das war das Wesentliche.

      Die Sowjetunion brauchte einen gegen den Westen. Daraus ergaben sich dann ebenfalls die mehr und weniger bekannten Entwicklungen.

      In diese Zeit sehnen sich also manche? In den 50ern galt ganz sicher so manche Sehnsucht dem Kaiser und der guten (ganz) alten Zeit. Das ist für Psychologen wahrscheinlich ein interessantes Gebiet:Sehnsucht nach vermeintlich guten Zeiten.

      Aus „Broken flowers“:Die Vergangenheit ist vorbei. Die Zukunft noch nicht da. Das Einzige, was wir haben, ist die Gegenwart. Bisschen platt, aber richtig. Damit ließe sich ja was anfangen. ANFANGEN!

    • Neoidealismus machte nur als Reaktion auf blutige Revolutionen Sinn.
      @ G. Militärisch gesehen war Deutschland nach 1945 eher ein erweiterter Grenzstreifen und insofern vollkommen unbedeutend, wir hätten uns im Verteidigungsfall gegenseitig neutralisiert.

      „…Die durchweg unverschämte Bedienung vom Rasthof sprach von Sättigungsbeilagen und kam mir ein wenig frustriert, untermotiviert und streng vor. „Da kann nur Humor helfen“ dachte ich bei mir und fragte ob das halbe Hähnchen, das sie mir serviert hatte, aus eigener Anzucht neben der Autobahn käme und Holz verfüttert worden wäre, sie und mein Vater verzogen keine Mine…“

      Die Frau strahlte weniger die seriöse Servilität einer Ordonanz aus, sondern trug kämpferische, zugleich fein kultivierte Gesichtszüge, die auf höhere Bildung schließen ließen und ich fand sie schön, wie ein wildes Tier das man sich von der Nähe aus anschaut; diese unterdrückte Wut…
      Ich war 1989 ein Junge von zehn Jahren und fuhr mit meinem Vater oft nach Westberlin um Möbel aus eigener Fertigung zu verkaufen. Er hatte mir erklärt was ein Todesstreifen ist, dass ich mich auf Raststätten und insbesondere bei Grenzkontrollen ruhig verhalten soll, regte sich ausgiebigst über die Ostmark und über das was man sich dafür damals als Westdeutscher kaufen konnte auf.

  88. ...und dem anderen etwas als Verdammung entgegen schleudert, was der als Kompliment wertet ...
    …. schöner kann es nicht beschrieben werden. Danke werter Don!
    .
    Manch einer schleudert den Eliten auch gerne den unkontrollierten Zu-, die Förderung des meist noch geringer qualifizierten Nachzugs und den unendlichen Euro-Rettungswahn zornig als Versagen entgegen, was in den machthabenden Kreisen jedoch als Kompliment gewertet wird … zumindest so lange sie nicht herauskomplimentiert werden, weil es die arbeitende Bevölkerung gerade noch so erträgt oder es sich über bisher „wenig beflüchtete“ eigene Fluchtpunkte wie das Altmühltal gerade noch erträglich gestaltet.

  89. quasi una fantasia
    sehr plausibler text, der meines erachtens, eines der bedeutenden worte adornos unterstreicht: das des „verblendungszusammenhangs“ . schopenhauerisch: die welt ist meine vorstellung, oder pipi langstrumpf gemäß: ich mache mir die welt, wie sie mir gefällt. aber zurück zur realität: krisenparteien, unter denen auch die afd zu zählen ist, verschwinden, sobald für die bürgerlich orientierte bevölkerung erkennbar ist, dass die etablierten parteien die krise zu meistern im stande sind. angela merkel hat im sept. 2015 einen fehler gemacht, dessen fatale auswirkungen nicht absehbar waren. im moment sieht es so aus, als werde von regierungsseite nach liebeskräften gegengesteuert. fünfziger jahre sehnsucht, gut und schön: die probleme im jahr 2017 sind aber die, die gelöst werden müssen.

    • Fatale Wirkungen nicht absehbar???
      Was immer Sie auch machen, lassen Sie die Finger von der Politik. Bitte. Zum Wohle aller!

    • @höllriegel: 2015 einen fehler gemacht, dessen fatale auswirkungen nicht absehbar waren
      Zum Wohle aller, die Probleme im Jahr 2017 sind aber die, die gelöst werden müssen. Mit jedem Wunderglauben stellt sich der Mensch neben sich, neben die Realität. Wer nicht sehen will wird davon blind!

  90. Kaffeefilter ja - Angela Merkel nein
    Die Studenten- und Handwerkerbewegung um 1817 schuf sich mit Liedern, freier Rede, Adel des Geistes und der Gesinnung ein altes Symbol
    die Wartburg, mythisch neu, um die Zukunft des selbstbestimmten National- und Verfassungsstaates zu gewinnen.
    Das war fast unmöglich, sehr dialektisch und hing bis 1945 schwer in den Kleidern.

    Aber, ein möglicher Weg zur „Moderne“.

    Die CDU und Franz-Josef Strauß bis hin zu Helmut Kohl erneuerten diesen Anspruch und vereinigten die vier Besatzungszonen. Reißmüller in der FAZ gedachte dabei immer mal wieder an Wien. Stephan Hermlin in der DDR an Deutschland. Martin Walser hatte immerhin Phantomschmerzen.

    Der „Wartburg-Anspruch“ wurde gegen die Bundesrepublik West und die Allierten/Sowjets und die SPD/SED aufrecht erhalten.
    1990 schwenkte SPD und SED auf diesen Anspruch, der Not gehorchend, um.

    Angela Merkel befreite die CDU von diesen Anspruch und vereinigte die CDU mit allen Zeitgeistern und befreite die Zeitgeister von allen deutschen Rückversicherungsverträgen (no bail out) wies in die Utopie „Europa“ (bzw. gleich auf die Welt).
    Sie tanzte den neuen deutschen Größenwahn: Ich esse meine Obergrenze nicht.

    Etliche aus der CDU verließen diese deutsch-68iger-Hollywoodschaukel.

    Die deutschen Studenten gaben/geben sich der „Postmoderne“ hin und onanieren sich heute eine neue „antiweiße“ Welt und neue Geschlechtsidentitäten.
    Die Frauen, die gerade die Männer zu Sitzpinklern gemacht hatten, werden zu Stehpinklern.

    Die kommenden Pol Pots aus den westlichen Schneeflocken-Universitäten lauern hinter den nächsten neuen Identitätsecken?

    Dagegen kommt man mit der Wiederbelebung eines Lebensstils der 50iger Jahre nicht an. So unmöglich es sowieso wäre (und nach den 50igern war ja auch nicht alles schlecht).

    Aber, vielleicht ist der Kaffeefilter aus den 50igern, nachdem die 3. Padmaschine nach der Garantiezeit den Geist aufgab und mir ein Kaffee-Ufo für 1000 € nicht in die Küche kommt, ein kleiner „Wartburg-Anfang“.

    Etwas ist, neben der Rückkehr zum Kaffeefilter, noch sicherer: Angela Merkel wähle ich nicht.

  91. Schlecht, ungewohnt und SEHR schlecht...
    Don,
    noch nie bin ich von einem Text von Ihnen SO enttäuscht worden.
    So ein hochtrabender Titel, und dann elendes Herumgereite auf Adorno.
    Dass Sie die 68er Kinder UND die AfD- Wähler mal desillusionieren über das Lebensgefühl der 50er- gut.
    Aber wo bleibt die Verbindung zur Aufklärung? Oder begann die bei Ihnen, Salonsozialist, der Sie wohl geblieben sind, bei Adorno, dem Papst der Strohmann- Rhetorik?
    Ich dachte, Sie hätten die AfD verstanden?
    Ich erkläre sie Ihnen gerne.
    Beste Grüße nach Kaltenbrunn
    Thomas Fügner

    • Ich bin nur ein Plauderer und dass viele Leser den ein oder anderen Text nicht schätzen, ist halt so. Ich muss auch nicht alles verstehen.

  92. Titel eingeben
    Falls die Wahlen so ausgehen wie es an die Wand gemalt wird, wird es interessant mit wem die CDU koalieren muss, kann, wird. Und dann ist man vielleicht schneller bei den Grünen, weil der CDU die Stimmen fehlen. Und dann wird es erst richtig lustig…

  93. Don Alphonso und Don Goodnight
    Nicht nur goodnight sondern auch viele andere gute Kommentare hier zur Alternativlosigkeit der Alternative. Da bin ich auf einen Blog dazu gespannt, lieber Don, da die wenigen (frustriert anmutenden) Antworten vom Don wenig aussagten. Die Deutung hier im Blog war offenbar zur kurz gesprungen.

    • Pardon, ich habe gerade ein geplatztes Rohr von 1903 im Keller und kann gerade keine Antwortromane schreiben – und das Publikum unterhält sich auch so prächtig. Zumal, ich will niemanden überzeugen, wer es anders sieht, ist auch in Ordnung.

    • und immer eine Handbreit Wasser im Keller
      oder so

    • @DA
      Was ein Rohr von 1903? Ein Bleirohr?;) Ich bin doch mal gespannt, wann es eine Austauschverpflichtung für sooo alte Rohrleitungen gibt. In NRW soll es Ansätze in dieser Richtung schon geben … Honig sei, der falsch denkt, oder so ähnlich.

    • Ich hoffe doch, nicht, Problembär
      In NRW. Glücklicherweise will uns die neue Regierung die obligatorische Kanalinspektion streichen; es wäre furchtbar, wollten sie uns jetzt ans Rohr!
      Den letzten Wasserschaden hatten wir in der Küche, bis durch in den Flur, und auch ins Geschoss drunter.
      Natürlich hätte ich gewettet, es seien die Rohre aus 1904. Nach dem Aufhacken der Wände sahen die auch genau danach aus. Geleckt allerdings hatte ein relativ neu eingebautes Kupferrohr. Also ungefähr ein Drittel so alt.

      Wenn ich so sehe, was heute an Zeuch legal verlegbar ist, bzw. sogar alle Normen erfüllt, sträuben sich die Haare.
      Die Wissenschaftler und Gutachter und EU-Normen-Macher sagen zwar jeweils, es handle sich um das totale Optimum an Haltbarkeit und Hygiene. Das sagten sie allerdings zu jeweiligen Zeiten auch schon zu jeweils en vogue Kupfer, Zink, und was noch für Dingern.

    • @Uwe Dippel: Kupferrohre
      Als Besitzer eines Mehrfamilienhauses in Köln mit Blick über die letzten 50 Jahre muss ich feststellen, dass die Kupferrohre ab 1995 die einzigen sind, die kaputt gehen. Da hat der Fortschritt wohl eine Pause eingelegt.

  94. Sowas kommt von sowas
    Mir fiel als Kind in den Nachkriegsjahren auf, dass
    allein im kleinen Bereich der Flüggenstraße in
    München / Nymphenburg der Reichtum unterschiedlich
    verteilt war. Wir lebten zu dritt in 1 Zimmer; mehrere
    Parteien belegten die anderen Zimmer der großen
    Wohnung. Gemeinschaftsküche / Gemeinschaftsbad.

    Um die Ecke wohnte meine beste Freundin, damals
    schon in einem eigenen Haus > sogar mit einer
    Fußwaschschüssel genannt ‚Bidet‘ im blitzenden Bad.
    Die hatten sogar ein Kindermädchen.

    Aber für so richtig reich hielt ich die Amis, die mein Papa
    kannte, weil sie so lässig waren.
    In ihren Wohnungen wurde schon am Thanksgivingday
    so gut geheizt, dass alle im T-Shirt herumliefen. Cool :-)
    Aber mein sparsame protestantische Mutter nannte
    das Verschwendung.

    Als ich in den 70gern nach Berlin ging, sah es in
    Kreuzberg / Waldemarstraße schlimmer aus,
    als vor 20 Jahren daheim. Als wäre der Krieg
    gerade zu Ende gegangen!

    Aber ich war jung, verliebt, frisch verheiratet
    und mit lustigen Zwillingen einfach nur glücklich.
    Wir erinnern uns gerne an die Zeit zurück, wo
    wir -ohne Geld- jede Menge Spaß hatten.

    ***

    Glorifizieren Sie bitte nicht den Seehofer!
    Seehofer hat in der ersten Merkelperiode als
    Landwirtschaftsminister (2005/2008) die Grundlagen
    für die widerliche Massentierhaltung geschaffen,
    als er die Flächenbindung -in der festgelegt war,
    wie viele Großtiereinheiten es pro Hektar geben darf-
    aufheben ließ!
    Danach schwächelte I.Aigner bis 2013 in dem Amt ‚rum.
    > Kein ‚Schwein‘ weiß heute, wie viel Antibiotika
    insgesamt in der beengten Nutztierhaltung eingesetzt wird.
    Resistente Keime / überdüngte Felder / Ekelfleisch…
    All das begann unter Seehofer und Merkel.

    Ruhe und billiges Fleisch.
    Die meisten Wähler wollen genau das.

  95. Ein bisschen Nostalgie schadet nie
    meine Eltern wurden Anfang der 40er Jahre geboren, ich selbst 1973. Da in den späten 70er / frühen 80er Jahren die Unterschiede zu den späten 50er Jahren nicht so ausgeprägt waren, wie die der heutigen Zeit gegenüber den 50ern und meine Eltern authentisch von ihren Lebenserfahrungen berichtet haben denke ich, dass ich zumindest eine gewisse Vorstellung von den 50ern habe, die zutreffender ist, als die der jungen Leute von heute (fühle mich immer noch jung). Da stellt sich dann doch die Frage (ohne dass ich die AfD favorisieren oder gar wählen würde), was an den 50ern sooooo schlimm gewesen sein mag. Ja, Lehrer durften einen züchtigen, Pfarrer haben sich das auch rausgenommen und manches erscheint heute spießig und bigott. Nur…. bei den ehemaligen Mitschülern meiner Eltern und bei meinen Eltern waren Depression und Burnout kein Thema. Total gescheiterte Existenzen sind auch sehr wenige (meist wegen Alkohol) zu verzeichnen und obwohl damals das Waffenrecht recht lasch war (auf dem Land hatten viele Waffen auf dem Dachboden und haben manchmal ohne Schießstand irgendwo rumgeballert) gab es keine Amokläufe. So seelisch versaut kann diese Zeit die Menschen also nicht haben. Ein zurück in diese Zeit wünsche ich mir natürlich nicht, aber mal ehrlich – kann irgendjemand mit Bestimmtheit sagen, dass die Zukunft besser sein wird ? Das ist – denke ich – ähnlich wie mit der DDR-Vergangenheit. Wer im WK II, in der Nachkriegszeit oder auch in der DDR seine späten Teenagerjahre bzw. frühen Zwanziger-Lebensjahre erlebte, der hat eben unter diesen Bedingungen seine erste Liebe, sein erstes Mofa/später Auto erlebt und das sind doch die Dinge, die im Nachhinein als die goldene individuelle Zeit bewertet wird. Man hat ja als Privatperson nicht notwendigerweise (wenn man keiner verfolgten Gruppe angehörte oder politisch unliebsam auffiel) ständig nur schwer gelitten. Es gab halt diejenigen, die 1946 22-24 Jahre alt waren, unverletzt nach kurzer Kriegsgefangenschaft freikamen und eine wartende Verlobte/Ehefrau vorfanden und die sich mit dieser rasch eine gute Existenz aufbauen konnten. Das traf natürlich nicht auf alle zu, manche waren gebrochen/traumatisiert und wurden nie wirklich glücklich. Meine Großeltern beiderseits waren Heimatvertriebene, die Großeltern mütterlicherseits haben das gut weggesteckt. Die Großeltern väterlicherseits haben sich auch eine Existenz aufgebaut, die Vertreibung aber nie seelisch überwunden. Warum das den einen gelang und den anderen nicht, vermag wohl niemand zu erklären. Kurz zur Erheiterung, meine Mutter (wir leben und lebten in Hessen, also katholische Diaspora) berichtete mir mit Grinsen, dass damals (50er Jahre) am Sonntag Nachmittag manchmal Kinovorstellung war und gleichzeitig Gottesdienst. Vielen Jugendliche präferierten natürlich Kino, wofür sich die Eltern in der Predigt anhören mussten: „Wenn sie dann in der Hölle sind, da können sie auch nicht ins Kino gehen.“. Meine Großeltern mütterlicherseits haben das mit Humor genommen. Der Nachfolger dieses Pfarrers hat mich dann zu Erstkommunion und Firmung (bin heute aus der Kirche ausgetreten aber kein Attheist) „begleitet“. Seine Ausführungen zu Selbstbefriedigung und vorehelichem Geschlechtsverkehr habe ich mit der erforderlichen Haltung hingenommen, wobei meine Selbstbeherrschung, nicht zu lachen, bis an die Grenze herausgefordert wurde. Hat mich aber auch nicht zum seelischen Krüppel gemacht. Ob die AfD zurück in die 50er will oder dies ihr nur unterstellt wird bedeutet mir wenig – wer die AfD politisch „stellen“ will, findet genug Ansätze. Es gab da mal ein Video aus dem sächsischen Landtag, wo ein AfD-Abgeordneter einen Änderungsantrag stellen möchte, jedoch mit den Tagesordnungspunkten und den Verfahrensweisen so unbeholfen umgeht, dass es kaum zu unterbieten ist. Auf der Jahreshauptversammlung des Kaninchenzüchtervereins in Klein-Kleckersdorf (fiktiv – ich möchte hier keine Kaninchenzüchter und auch kein Dorf diskriminieren) erfolgt die Berichterstattung, Aussprache und Antragstellung um Welten professioneller und strukturierter. Nun zu Ihnen, lieber Don, auch wenn Sie die Muffigkeit der 50er sehr gut rübergebracht haben und ich Ihnen auch nicht widerspreche, sondern höchstens in Aspekten „richtigstelle“, so tun wir den Menschen der 50er sicher insoweit Unrecht, hier einen Bezug zur AfD herzustellen. In den 50er Jahren hätte die AfD keinen Stich getan, aus zwei Gründen. Erstens, die Leute waren zu vernünftig, diese zu wählen, zweitens, die damalige Politik hatte noch Format, so dass diese Form des „Protestwählens“ gar nicht erforderlich war oder schien. Gut, man sollte natürlich auch der heutigen Politik zugute halten, dass es in den 50ern mit dem Wiederaufbau nur aufwärts gehen konnte, die Sachzwänge weniger umfangreich waren (auch Schulden) und somit echter Gestaltungsspielraum vorlag. Wir befinden uns m.E. in einer Umbruchsphase – wie auch während der napoleonischen Zeit und der industriellen Revolution und diese wird Gewinner und Verlierer erzeugen. Auch wenn manche befürchten, dass Deutschland den Anschluss verliert, ich sehe auf der ganzen Welt kein Land, wo die politische Klasse überzeugende Konzepte für die Zukunft hat. China wird ein erhebliches demographisches Problem bekommen, es werden auch immer größere Bevölkerungsschichten am Fortschritt partizipieren wollen, Indien hat sein Kastensystem immer noch nicht überwunden, Großbritannien verabschiedet sich in die Isolierung – wie auch die Viszegrad-Staaten – und Trump will Amerika mit Kohle und Stahl wieder groß machen. Meine Glaskugel ist seit geraumer Zeit in Reparatur – Abschluß nicht absehbar – also kann ich nicht sagen, ob die Zukunft unter dem Strich mehr Verlierer oder Gewinner in Deutschland bringt. Den Etablierten sei aber gesagt, wenn es zu viele Verlierer werden, dann wird es welche (nicht nur oder unbedingt die AfD) geben, die diese mit offenen Armen in Empfang nehmen. Das wä

    • Absätze helfen!

    • ja
      man wirkt größer.

    • Nostalgie...
      …ist aber auch nicht mehr was es einmal war.

    • schauen Sie mal bitte wer da anfangs alles im BT sass
      Wer annimmt, die AFD wäre in den 50ern nicht gewählt worden, sollte sich mal ansehen wie viele kleinere, heute unbekannte politische Projekte existierten und durchaus Erfolg hatten. Auch in Landtagen und Regionen. Vor allem auch konservative, die auch unter den Nazis zurück stecken mussten. Natürlich gab es auch jede Menge derer, die das Untergegangene verteidigten, als wäre es nur ein Zufall gewesen, dass es mit den ölfeldern von Baku und Moskau nicht geklappt habe.

      Von wegen damals hätten diese Kräfte keine Chance gehabt. Das ist ein riesiger Irrtum. Sie waren präsent und durchaus damals erfolgreicher.

      Aber es ist wie so oft: Annahmen sind ja so viel logischer, als Fakten.

      Es weiß ja auch kaum einer, dass in der DDR Volkskammer noch lange eine SPD Fraktion existierte, als Gegengewicht zum Ostbüro (die SPD hatte ja Erfahrungen von außen rein zu wirken. Die Deutschland Briefe der SPDLER waren zu Beginn der Nazizeit eine sehr wertvolle Quelle, die haben um das Reich herum Reisende aus dem Reich befragt und das klug zuzustimmen gefasst. Wie auch in Washington und London geschätzt.

      Der SPD Fraktionsvorsitzende in der DDR war der von mir oben erwähnte KZ Häftling (Halblede und sozi).

      Aber das wäre ja alles zu kompliziert, so etwas zu vermitteln. Genau wie über die vielen kleinparteien die wie kleine Autowerkstatt in Großen aufgingen.
      Sogar bei der Gründung der grünen waren kleinparteien mit konservativen Ursprung kräftig dabei.

      AFD hab damals keine Chance gehabt ist schlicht irrig.

  96. Wer aus einem Elternhaus kommt, dessen Eltern unter den Nazis....
    … gelitten(verfolgt) haben, kann nicht AFD/Höcke wählen.
    Wer aus einem Elternhaus kommt, dessen Eltern sehr schnell sehr gute Kontakte zu Leuten aus Paris /jahrzehnte lange Kontake / gegenseitige Besuche , mal in Frankfurt, mal in Paris ,hatte, die dort im Widerstand gegen die Nazis waren, kann nicht AFD/Höcke wählen.
    Wer aus einem Eltenenhaus kommt, dessen Eltern auch Kontake zu Widerstandskämpfern aus Italien* hatte ( gab da auch immer Besuche) kann nicht AFD/ Höcke wählen.
    Wer aus einem Elternhaus kommt, wo Frankfurter Juden nach dem Krieg ein und aus gingen, kann nicht AFD/Höcke wählen.
    Wer aus einem Elternhaus kommt, wo von Kommunisten verfolgte Leute aus der CSSR zu Besuch kamen ( nach Prager Frühling) kann nicht Kommunisten/ Wagenknecht* & Co wählen.
    *Wer auf diese Labertasche reinfällt, hat es eigentlich nicht besser verdient Schade nur, dass dann auch andere Leute unter dieser Politik zu leiden hätten, ihren Wählern würde ich es ja gönnen!

    * meine erste festere Freundin war Italienerin, mit dem schönen Nachnahmen , de Ferrari.
    kann man natürlich nicht Mercedes fahren, hi, hi .

    • höcke wird die Partei noch zerstören, das ist der Ponader der AfD.

    • seh ich nicht so
      als Teilnachfahre.

      Einige jüdische Bekannte haben das land bereits verlassen, und zwar weiter weg, einige sind auf dem Absprung.
      Und das nicht eines Deppen wie Höcke einer ist wegen, sondern wegen anderer Deppen, die in hoher Zahl importiert werden und denen kein gesellschaftliches Korrektiv das Standgas einstellt (danke nochmal für dieses schon fast verschütt gegangene Bild, Don).

      Höcke ist wirklich einer, der gern Begriffe iwe den der 1000 Jahre verwendet und ich weiß nicht, wen außer ein paar Ewigen Idioten er damit hinter dem Ofen hervorlocken will.

      solche wie hier, auf dem dritten Bild,
      http://www.spectacle.co.uk/spectacleblog/category/the-truth-lies-in-rostock/

      gibt es, aber sie fristen Gott sei Dank ein ihnen angemessenes Dasein. Wahrscheinlich sind sie sogar zu verkrampft, um ihren Arm zu beugen und ein Kreuz an der für sie richtigen Stelle zu machen.

      off topic: hoffentlich geht es Frauke Amgelin einigermaßen gut.

    • Wer aus einem Elternhaus kommt,
      – wo eine Großmutter einen „blütenweissen“ Arierpass erschwindelte,
      – wo ein Großvater, als kleiner Ortsvorsteher, Anzeigen gegen „Volksschädlinge“ verschwinden ließ und in Notfällen bescheinigte, dass Leute „gut katholisch und das immer schon“ (also auch keinesfalls mosaischer Herkunft ) gewesen seien,
      – aus einem Elternhaus kommt, wo der Vater der Einzige weit und breit war, der sich versteckte und nicht zur Wehrmacht ging, dafür aber unter Lebensgefahr Kinder aus dem amerikanischen Bombenhagel rette und ins Lazarett schleppte,
      – der wählt heute AFD – weil Erziehung zu Mut, Ehrlichkeit und Anstand es fordern und es sonst nichts mehr gibt wie man die Zukunft seiner eigenen Kinder schützen könnte !

    • missing Frauke Amgelin
      Ja, sie ist auffallend still.
      (Ein eher schlechtes Zeichen)

      Es bleibt nur > Daumendrücken.

    • @FJ 45: alles falsch, was Sie sagen - sorry!
      nichts gegen Ihren Lebenslauf, aber Sie ziehen die falschen Schlüsse: gerade wer die Gesetzmäßigkeiten totalitärer Systeme erkannt hat, wird AfD wählen!!!
      Und wieso nennen Sie Wagenknecht in einem Atemzug mit der AfD? Das sind zwei diametral entgegengesetzte Pole – Unfreiheit (Linke) gegen Freiheit (AfD)!

    • "höcke wird die Partei noch zerstören, das ist der Ponader der AfD."
      Was ist dann Merkel für die Union? Ich gehe davon aus, dass sie die Union in ihren eigenen Untergang mit hinein reißen wird. Wer so wie die an den Fingernägeln frisst, ist auf einem Selbstzerströrungstrip. Gibt anscheinend viele, die sie dabei begleiten wollen.

    • "höcke wird die Partei noch zerstören, das ist der Ponader der AfD."
      Ich weiß nicht. Wenn mehr und mehr Ex-CDUler mit gehöriger Politerfahrung in die AfD wechseln, wird die Luft für Extreme zwangsläufig dünner. Und sobald Gauland nicht mehr seine schützende Hand über Höcke hält, ist es für ihn vermutlich vorbei. Abwarten würde ich sagen.

    • Was wird aus Höcke?
      ggf erleben wir auch eine uns schon bekannte
      Variante

      In Bayern gibt es eine Unionspartei die
      sich CSU nennt.

      Das könnte der AfD als Vorbild dienen.
      Dann gibt es halt eine Afx

  97. Ich habe lange nachgedacht...
    Aufgrund von postings hier…
    Ich selber habe oft die Erfahrung gemacht, dassKlugheit nicht zwingend mit einem akademischen Titel gepaart sein muss. Wünschte mir so manche lokalen Handwerker, Sekretärin oder Krankenschwester in den Bundestag. Das vorweg.

    Die Mitforisten, die hier in D ewige Grabenkämpfe im neuen Gewand ausmachen, ziehen m.E. die Trennlinien und Loyalitätsgrenzen nicht immer akkurat. Aber geschenkt.

    Aber was zunehmend zu befürchten steht, und darauf heben viele ab und dem folge ich, ist folgendes ( und das sieht man auch am Fäkaldiskurs mancher Linken, die sich selber oft wie Befindlichkeitsmimosen verhalten, aber derartige Beschimpfungen mutmaßlich nicht dulden würden):

    Die Fähigkeit zum Gemeinsinn und gesunden Menschenverstand scheint durch gegenseitiges politisches Freund-Feind-Denken überlagert und bald völlig verloren zu gehen in Deutschland. Nicht nur in der Politik. Auch in manchen Unternenehmen nach dem Motto: wer Macht hat, nutzt sie ( und nicht immer i
    Sinne der demokratisch legitimierten Stellvertretung)!

    In Ordnung geht das soweit nur, solange anständige Leute mit guter Kinderstube, Verantwortungsbewusstsein und sozialer Phantasie an den Schaltstellen sitzen. Und die scheinen überall dünn gesät zu sein. Die meisten Leute sind Opportunisten. Oder Schlimmeres

    • Naja, man wird halt unter Druck gesetzt, gewisse Dinge nicht mehr zu sagen oder zu schreiben, und dann frisst man es in sich hinein. Daraus entsteht dann die Abschottung. Die anderen, die das durchsetzen, scharen sich dann um spirituelle Führer und bestätigen sich. Das geht dann schief.

  98. zum ersten Mal
    einen Don-Artikel komplett
    ausgedruckt samt Leserbriefen –
    kommt in mein privates Geschichtsarchiv,
    das ich für meine Enkel zusammenstelle.

    • Na, die werden sich wundern über die irren Zeiten!

    • Die werden die Zeiten nicht "irre" nennen, sondern "vorislamisch".
      Und werden damit das gleiche meinen.

    • @Tassilo
      Das islamische Erfolgsrezept ist weltweit überall das gleiche,
      nicht nur in Deutschland und Europa:
      Man setzt auf eigene Vermehrung – überproportional zur den
      benachbarten Ethnien, daraus erhebt man Gebietsanspruche
      und Teilhabe an mehr oder weniger bescheidenen Wohlstand
      derer, die sich anders verhalten haben.

      Die Türkei selbst verhält sich im Inland nicht so wohlstandsvernichtend
      will aber, dass sich ihre Expats in anderen Ländern genau so verhalten.
      Bei Gegenwehr ist man unterdrückte Minderheit.

      Wer sich das gefallen lässt, ist selber Schuld.

      Eine Religionsgruppe mit mehr als 1Milliarde Mitglieder ist keine
      Minderheit.

  99. Die neue Arbeiterpartei
    Wer wählt denn die AfD? Vorwiegend Arbeiter und Arbeitslose. Wer sich einmal die Wahlergebnisse, beispielsweise in Stuttgart, anschaut, der stellt fest, dass in den bürgerlichen Vierteln Grün gewählt wird und in den Arbeitervierteln AfD. Die Vorstellung, dass mit der AfD eine bürgerliche Welt der 50er Jahre wiederaufsteht, ist eine Chimäre. Statt dessen werden wir einen Arbeiter- und Bauern-Staat bekommen.

    • Lieber Hans im Unglück,
      Verzeihung, aber das ist doch Unsinn.
      Es existieren inzwischen Studien zuhauf, die (zum mutmaßlichen Entsetzen ihrer Urheber) feststellen, daß AfD-Wähler (wie übrigens auch Pegida-Teilnehmer) weit überdurchschnittlich häufig einer geregelten Berufstätigkeit nachgehen, (leicht) überdurchschnittlich verdienen und ein durchschnittliches Bildungsniveau aufweisen.
      Nach der LTW in BaWü gab es eine Untersuchung zu den Wählergruppen der verschiedenen Parteien in Freiburg. Die AfD hatte dort den mit Abstand höchsten Anteil an berufstätigen Wählern (ganz nebenbei zum Thema Ausländerfeindlichkeit: 34% der AfD-Wähler hatten MiHiGru, bspw. bei den Grünen waren es nur 6%).
      Das verbindende Element der AfD Wähler war die Tatsache, daß diese Leute morgens aufstehen, ihren eigenen Lebensunterhalt selbst bestreiten und keine Lust haben, sich ihre gesicherten Lebensverhältnisse von einer jeder Rationalität hohnsprechenden Politik ruinieren zu lassen.
      Bildungsstand: Die AfD hatte den höchsten Anteil an Wählern mit Realschulabschluß, in etwa denselben Anteil an Hauptschulabsolventen wie die SPD und nur knapp weniger Wähleranteil mit Abitur als die CDU.
      Deutlich unterdurchschnittlich war lediglich der Anteil an Wählern mit Hochschulabschluß. Für mich nicht schwer nachzuvollziehen: daß ein dem akademischen Prekariat zuizurechnender Stütze beziehender oder als Taxifahrer tätiger Soziologe nicht AfD wählt, kann ich verstehen.

      Quelle: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/wer-hat-in-freiburg-welche-partei-gewaehlt–119730853.html

    • Titel eingeben
      Verehrter trenelt, wo hat den die AfD in BW ihre Hochburgen? In Pforzeim und Mannheim, alte Industriestädte eben. Mehr als die Hälfte der AfD-Wähler lassen sich nicht ins bürgerliche Lager einordnen. Wer wählt denn Front National in Frankreich oder UKIP in Grossbritannien? Natürlich auch Konservative, aber die Mehrheit sind abstiegsbedrohte Arbeiter. Das mag in Freiburg anders sein, weil die Stadt in der Sozial- und Wirtschaftstruktur speziell ist.

    • Wie groß ist denn das bürgerliche Lager,
      Ihrer Meinung nach, daß es mit über der Hälfte der Stimmen einer Partei repräsentiert sein sollte?

      Und „abstiegsbedroht“ ist in Deutschland bis auf mittellose Tunesier jeder.

      Jeder.

    • ääh nee!
      Dr. rer. nat. (bayerische Universität)

      Es geht nicht um die 50er Jahre.
      Es geht darum die kulturelle Identität zu erhalten.
      Auch wenn heute ein Leserbriefschreiber in den Nürnberger Nachrichten behauptete es gibt sie nicht weil „Drei in am Weggla“ in HH keiner versteht. Alles eine Frage des Horizonts.

    • Lieber Hans im Unglück,
      was halten Sie denn davon?

      „Die Wähler der AfD haben überraschend viel Geld und sind gut ausgebildet: “
      http://www.zeit.de/2017/26/afd-waehler-studie-interview

      „AfD-Wähler sind vor allem Menschen, die gut gebildet sind und mehr verdienen. 34 Prozent der Anhänger gehören zu den Top-Verdienern im Land. “
      https://www.welt.de/politik/deutschland/article154899202/Die-AfD-ist-eine-Partei-der-Besserverdiener-und-Gebildeten.html

    • Pforzheim
      Pforzheim würde ich nun nicht als „alte Industriestadt“ bezeichnen. Die Stadt ist traditionell viel mehr durch Handwerker (Goldschmiede, Feinmechaniker, Uhrenmacher, …) geprägt, als durch Industriearbeiter.

    • Mannheim
      Und Mannheim mag alte Industriestadt sein, aber hat heute einen Anteil von Personen mit MiHiGru von 44% (in einigen Stadtteilen bis fast 70%!). Offiziell sind 10% der Bewohner Muslime…

  100. Dialektisch oder von Gott gesandt - ejal
    Ich glaube nicht, dass die AfD mit der 50er Dorfidylle das Land gewinnt. Es sind die Städte, durchwegs rot runtergewirtschaftet und HWG (Polizeiabk.) in den roten Ratsbetten. Hier kann die AfD als Einzige die Unschuld vom Lande ausspielen.

    Gesinnung war gestern. Nur die AfD hat ein eindeutiges pol. Geschlecht – noch ein Alleinstellungsmerkmal. Alle anderen tragen Unterwäsche nach Angebot und Nachfrage in den Parlamenten. Der Staat als Beute der Blockparteien.

    Dessen und angesichts der islam. Belagerung könnten die Wähler ihre erste Bürgerpflicht vergessen, Ruhe&Merkel zu bewahren. Ich tippe auf 15 % AfD – eine Opposition, die das Maul aufmacht: Macht meines Volkes Haus nicht zum Kaufhaus! (Joh. 2 16) Gekreuzigt wird die AfD bereits täglich in den Pharisäermedien.

    Fehlt die himmlische Niederkunft am 24. September. AfDs Weihnachten im September? Trump plus Erderwärmung werden Medien &Blockparteien resümieren. Fehler? Nö! Merkel bleibt auf ihrem guten Weg, mit wem auch immer, postdemokratisch wie immer, nicht abwählbar wie immer: Sie kennen mich.

  101. mal wieder schön beobachtet, Don
    und die vielen Kommentare kommen ja auch vom Herzen. Ich seh das so, dass sich viele hier nochmal aufbäumen wollen für das „alte Europa“ und mehr aus Wut als aus Überzeugung noch etwas retten wollen davon. Ist nachvollziehbar. Aber wer das einlösen kann, ist fraglich. Das ist ja ein ähnliches Verhalten wie bei der „Grande Nation“ in Frankreich oder dem „alten und nostalgischen Italien“.
    Leute, es ist vorbei. Das alte Deutschland wird Weltkulturerbe, in gated communities. Global hat gesiegt, nicht nur auf der Straße, sondern auch im Supermarkt und die meisten essen heute leider ihren Apfelstrudel aus der Tiefkühltruhe von Multi-Firmen. Das Geborgene gibt es nur noch im Fotoalbum. Ich weiss bis jetzt nicht, ob ich wählen gehe. Das schmeckt mir alles nicht.

    • Verdrehte Welt
      Ich finde übrigens, dass Supermärkte und größere Restaurants und Cafés eine zweite Tür brauchen, die nur von innen aufgeht, einen Fluchtweg.
      Dazu müssen sie gezwungen werden. Freiwillig Regalfläche oder einen Tisch opfern, ist nicht drin. Aber bitte, später wird es eher Bunker geben. Bunker wegen Terroristen, die für viele an den Schaltstellen am ehesten „Menschen“ sind, siehe etwa Schulz in der Debatte, während die Opfer hierzulande gern gesichts- und namenlos sind.

      Es ist nicht vorbei, Akosia. Es sieht düster aus, das ja, aber es kann auch besser werden, vielleicht. Man wird sehen, ob die Bereitschaft kommt, die halbe Million endlich auszuschaffen, die hier nichts verloren hat. Allerdings habe ich auch den Verdacht, dass man nicht mal genau weiß, wo die alle sind und wie viele mehrfach da sind, jedenfall bei einem Teil.

      Aus Syrien hört man derzeit gar nichts. Wie war das noch mit subsidiärem Schutz? Aufbauhilfe? Mal gucken.

    • ach Oberländer, das sie mich jetzt daran erinnern müssen
      …Aus Syrien hört man derzeit gar nichts.

      Wenn in Syrien wieder alles seinen gewohnten Gang geht
      (Die Israelis mussten kürzlich wieder kurz eingreifen.
      Die Iraner hatten vor Ort wohl eine Waffenfabrik gebaut),
      geht es vermutlich in der Ostukraine weiter.

      Das Zeitfenster in dem der Westen das
      Angebot machen konnte:
      Wir bekommen die Ukraine (ohne Krim),
      Ihr Syrien, wird dann geschlossen sein.*

      Da fällt mir ein:
      In den Fünfziger Jahren gab es in der Gegend
      auch brenzlige Konflikte um ein wenig beim Thema zu bleiben.

      *Ob ich das ernst meine?

      Vielleicht.

      Dr.Merkel ist für Moskau glücklicherweise
      berechenbar soll Putin gesagt haben.

      Trump für niemanden.
      Ich vermute: Punkt für Trump.

  102. Problem erkannt, Schlussfolgerung verkannt
    So sehr ich Ihre Texte schätze werter Don, möchte ich anmerken, das Ihre Begründung ins leere läuft. Der AfD vorzuwerfen in die Xer Jahre zurück zu wollen ist nicht aus dem Grunde verkehrt, weil ihre Wähler nichts schlimmes dabei finden, sondern weil dies schlicht nicht der Fall ist.
    An vielen AfD-Wählern perlt diese Kritik schlichtweg ab, weil sie nicht zutreffend ist. Viele halten schlicht die Merkelsche Beliebigkeit, sowie den radikalen Linksruck der CDU für grundverkehrt. Dementsprechend perlt der Vorwurf zurück in die Xer Jahre zu wollen schlicht mit den Worten:“Will ich nicht, die waren schrecklich.“ ab

  103. Noch eine Sichtweise
    Als Handwerker der ab und an die Wohnungen der damals jung verheirateten zu renovieren hat bekommt man noch einen dritten Blick auf die 50er Jahre die weder der Don noch der Soziologen-Nachwuchs hat.

    Es war damals eng, heute reissen wir Wände heraus, frueher hat man lieber eine zuviel eingezogen.
    Die Dinge waren teuer, man liess sich vom Schreiner einen soliden Schrank zimmern nur um ihn dann mit furchtbarem Wachspapier auszulegen – er sollte ja ewig halten (wobei immer noch besser als die vorherige Generation bei der man die Nägel fuers Ehebett ausrechnen liess und dann den Nagelmacher bestellte).
    Und es gab keine Freizeit, die Waschmaschine kam erst langsam und Brotteig wurde in der Badewanne geknetet.
    Fuer die Vertriebenen baute man Schuppen in denen die Schweine wohl weniger Bewegung hatten als heute in der Massentierhaltung (eine Kuh zu Kaiser Friedrichs Zeiten hatte auch noch weniger da hat sich erst kuerzlich etwas getan).

    Kurzum, es war das kleine Glueck aber ein grosses gegenueber den Jahren davor ohne Schuhe und Kohlenklau am Gueterbahnhof.

    Und ich denke nicht das irgendein AfD-Waehler zurueck moechte in die Zeit als man sein Maedchen zu heiraten hatte wenn es schwanger wurde.

    Man moechte zuruck in eine Zeit als die Zukunft positiv gesehen wurde und man optimistisch war – Anfang der 90er gabs auch mal kurz ein paar dieser Jahre…

    Nichts ist bescheuerter als gestandenen Menschen die im taeglichen Leben wohl toleranter und unideologischer sind als der gewoehnliche Gruenenwaehler vorzuwerfen sie wollten zurueck in diese Enge von damals – physisch wie gesellschaftlich.

    Jedenfalls sehr guter Artikel! Wie gewohnt. :-)

    • „Und ich denke nicht das irgendein AfD-Waehler zurueck moechte in die Zeit als man sein Maedchen zu heiraten hatte wenn es schwanger wurde.“

      Kommen Sie nach Bayern udn erleben Sie diese Tradition in voller Blüte.

  104. Szenario
    In einer idealen Welt müßte ja die politische Willensbildung in den Parteien von unten nach oben erfolgen. Spätesten beim CDU-Parteitag im Dezember 2016 in Essen wurde klar, das dieser Mechanismus nicht funktioniert. Wie kann es sein, daß die Kanzlerin ein Augenblicksversagen nach dem anderen anhäuft, dem Land unabsehbare finanzielle und soziale Bürden auferlegt (Griechenlandrettung; Energiewende; Grenzöffnung ;…), aber dort trotzdem mit 11 Minuten Dauerapplaus und 89,5% Zustimmung wieder zur Parteivorsitzenden gewählt wird? Und zwar von vielen Delegierten, die Gerüchten zufolge angeblich ihre Faust in der Tasche ballten, aber dennoch mit der anderen Hand das Stimmkärtchen hochhielten? Wie kann es sein, daß sie Seehofer nur anpusten muß, und er sich samt CSU wieder in den Wind dreht?

    Es geht nicht anders, es kann nicht sein, daß der Wähler dieses Totalversagen nicht in irgendeiner Form abstraft. Je massiver Stimmen von der CDU zur Alternative abwandern, je mehr Hinterbänkler auf aussichtslosen Listenplätzen (die mit der geballten Faust in der Tasche!) sich überlegen, ob nicht vielleicht ein Parteiwechsel sogar die sicherere Option für die eigene Karriere wäre, desto eher kann man der CDU helfen, sich endlich von der Altlast aus der Uckermark und ihren unsäglichen Paladinen zu trennen. Eine überfällige innere personelle Erneuerung und Neuausrichtung muß das Ziel sein, aber die Therapie verlangt hier nach massivem äußeren Schmerz, nämlich in Form der AfD.

    • Ja, die CDU hat enorme, interne Probleme nach den Merkeljahren, und so, wie die Stimmung gerade zu sein scheint, wirs sie das noch vor erhebliche Probleme stellen. Zumal vermutlich jeder AfD-Wähler auch ein möglicher CDU-Wähler ist.

    • Titel eingeben
      Anders ausgedrückt: Für mehr Diversity im Bundestag!

      Etwas Wildreis im geschmacksarmen Risotto schadet nicht…

    • Der Doppelpassbeschluss...
      … wurde dann von Merkel nicht anerkannt und alle lassen sich das gefallen und hält die Wähler nur noch für blöd.Demokratie pur.

    • CDU-Parteitag
      Der Parteitag zeigte die ganze Misere. Da wird partei-demokratisch entschieden, den Doppelpass wieder zu streichen, weil er kontraproduktiv ist, aber Merkel interessiert das nicht und erklärt rotzfrech, dass das für sie nicht bindend ist. Für die bisherige Regierung mag das nicht bindend sein als Exekutive, aber für ein Parteiprogramm bei dieser Wahl und die Koalitionsverhandlungen sollte und müsste es bindend sein. Da wird dann ein Kompromiss in der Parteispitze zwischen Parteitags-Beschluss und Kanzlerin beschlossen – geht’s noch? Diese Arroganz hat sie in diesen Tagen ja erneut gezeigt. Sie steht über dem Gesetz.

    • die weiss halt, dass da nur Leute mit dem Rückgrat gekochter Gummibären sind. die CDU ist die Partei der institutionalisierten Stiefelleckerei.

    • CDU
      „Zumal vermutlich jeder AfD-Wähler auch ein möglicher CDU-Wähler ist.“

      Eben. Aber nicht mit AM. Die Frau soll endlich zu den Grünen wechseln wo sie hingehört.

    • Top down oder bottom up
      @ Hunter

      Da sprechen Sie was an!

      „In einer idealen Welt müßte ja die politische Willensbildung in den Parteien von unten nach oben erfolgen“

      „Ideal“ war die Welt zwar nicht, als die von Ihnen erhobene Forderung noch als selbstverständlich galt, aber demokratischer war sie zweifellos.
      Wenn viele Wähler keinen anderen Ausweg mehr sehen, als sich der AfD zuzuwenden, um ihrer Stimme wenigstens etwas Gehör zu verschaffen, muss etwas faul sein im Staat, genauer an seiner Spitze.

      Der fischig-muffige Geruch hängt inzwischen in allen Kleidern, besonders in jenen der angeblichen Repräsentanten, der zu Parteivertretern mutierten Volksvertreter und ihrer medialen Unterstützer. Die Kanzlerinnenrepublik bräuchte in der Tat eine Erneuerung und Re-Demokratisierung von unten nach oben.

      Nur, wer soll die leisten? Zerrieben zwischen bürokratisch verfügten EU-Richtlinien und einem nationalen, per Fraktionszwang an der Regierungskandare geführten Parlament, droht das Pflänzchen Demokratie vollends einzugehen. DDR2, alternativlos.

      Die Verfasser des Grundgesetzes (alte weiße Männer) hätten sich so was wie die Entwicklung der Republik in den vergangenen Jahren nie träumen lassen und wussten sie – mit einer vorsorglichen Amtszeitbeschränkung z. B. – auch nicht zu verhindern.

      @ Don … von wegen „Rückgrat gekochter Gummibären“ und „Partei der institutionalisierten Stiefelleckerei“ [ahem, aber der hat mal ordentlich gesessen!] ;)

    • @DonAlphonso
      „Zumal vermutlich jeder AfD-Wähler auch ein möglicher CDU-Wähler ist.“

      Trifft bei mir ganz sicher nicht zu, ich wünsche mir offen gesagt den Abgang der C-Parteien von der politischen Bühne. Für die CDU habe ich schon länger nichts als Verachtung übrig, und die CSU unter Seehofer nähert sich demselben Zustand an.
      Für mich ist die AfD nicht zuletzt ein Mittel, um CDU/CSU zu bestrafen.

    • @Andy Hunter: Politische Willensbildung von "unten"
      Eine politische Willensbildung von „unten“ ist in der derzeitigen „demokratisch“ genannten, uns beherrschenden Parteiendiktatur nicht vorgesehen!

      Allerdings nicht nur nicht in der CDU, auch nicht in der SPD oder FDP, bei den GRÜNEN nicht, und vermutlich auch nicht in der LINKEN.

      Die letzte Partei, die das Wort „basisdemokratisch“ direkt auf ihrer Parteifahne führte, war die GRÜNEN-Partei.
      Man hat dort schnell gemerkt, dass sich mit dieser freundlich gemeinten Demokratieoption für die Mitglieder gleichzeitig ein Flügelkampf ausbreitete, der uns heute noch reduziert als der Kampf der „Fundis“ gegen die „Realos“ in den Medien bekannt ist.

      Irgendwann war dann Schluß mit Basisdemokratie und „Frieden schaffen ohne Waffen“ und man war aufgrund starken Machtstebens und den Bedingungen des Machterhaltes der damaligen Grünen-Parteispitze sogar bereit das Grundgesetz dahingehend zu ändern, dass deutsche Soldaten wieder jenseits der eigenen Bundesgrenze zum Töten, Brunnenbauen und Schulen errichten eingesetzt werden konnten, die lief unter der Prämisse:“Verteidigung Deutschlands am Hindukusch“.

      Dass wir uns inzwischen hierzulande kaum noch gegen die kriminellen, Einwanderer aus dem Hindukusch und aus anderen orientalischen Ländern verteidigen können, ist eine traurige Folge dieser Politik. Hierzulande können die Bundesgrenzen nicht verteidigt werden, meint die Frau, die die Richtlinien der Politik bestimmt, Fr. Dr. A. Merkel.

      Wenn Sie den Blick etwas weniger weit nach links richten, und die 100% Zustimmung für Martin Schulz und die anschließende Jubelarie der SPD noch in Erinnerung haben, so lässt sich nur feststellen, dass selbst die SED bei der Wahl ihrer Parteibonzen bei unter 99% geblieben ist. Das muss nichts heissen, stellt aber irgendwie dann doch die Frage nach der Kritikfähigkeit und der Diskussionsbereitschaft der ihn gewählt habenden SPD-Abgeordneten.

      In der CDU gab es meiner Meinung nach nie eine „von unten“-Bewegung oder gar Basisdemokratie.
      Dort muss erst immer der „große Vorsitzende“ -wie in der chinesischen KP- sein Amt verlieren, dann kommt es zu neuen politischen Zielsetzungen und personalen Alternativen, die dann aber nach der Berufung eines neuen Vorsitzenden weiterhin stark personenabhängig blieben.
      „Keine Experimente!“ gilt in der CDU noch immer.
      (Vermutlich wird die CDU gerade deshalb so gerne gewählt, man glaubt sich in Sicherheit zu wiegen.)

      In der FDP läuft es ähnlich, nicht umsonst sehen wir aus der Parteispitze nur Herrn Lindner plakatiert, der Führergedanke ist auch in dieser Partei noch sehr stark spürbar.
      Leistung, die nicht die Lebenszeit der anderen berücksichtigt, sondern sich in ökonomischen Fallstricken verliert, ist keine Leistung sondern lediglich Geldadelsherrschaft. Das hat mit Liberalismus rein gar nichts mehr zu schaffen, sondern dient der Unterstützung neoliberaler Wirtschaftsstrukturen und -Diktaturen und der Füllung des eigenen Bankkontos, dass sich auch gerne in steuerbefreiten Zonen befinden kann.
      Verluste werden „vergesellschaftet“, bzw. von allen Steuerzahlern gemeinsam getragen, wie es der Parteivorsitzende Posterboy Lindner auch schon als Bankrotteur mit seiner eigenen Firmenbeteiligung geschafft hat. (Quelle: Wikipedia – „Christian Lindner“).
      Die FDP befragt weder Bürger noch Parteimitglieder, da die geliebten Gesetze der Ökonomie nahezu gottgleich alles intelligent und fürsorglich regeln. Allein mir fehlt der Glaube und das nötige Kleingeld!

      Die AfD ist eine noch sehr junge Partei und wird noch einiges an Flügelkämpfen erleben, wenn sie nicht schnell in die gleichen Verkrustungsstrukturen wie die CDU gelangt. Ein Führerprinzip ist in einer Partei, die sich gerade aus der nicht idealen Führung der CDU entwickelt hat, vermutlich schwierig zu etablieren, wenngleich vielleicht heimlich geliebt, wie ich schelmisch zu behaupten wage.

      Ich wünsche der AfD, dass sie es schafft, wesentlich mehr basisdemokratische Elemente als die anderen Parteien zu etablieren, sehe aber auch hier schon die Realpolitik auf die AfD zukommen.
      Es müssen im Bundestag Beschlüsse gefasst werden und mit der Fraktion abgestimmt werden.
      Das wird nicht einfach werden, da eben noch kein gefestigter Parteiapparat zu existieren scheint und eigentlich auch nicht zu starr existieren soll, wenn man es ernst mit der Basisdemokratie meint.

      Werden aber verschiedene Richtungen in der AfD öffentlich bekannt, so wird die Presse so über die Partei herfallen, wie man es jetzt schon sehen und lesen kann.

      Einzelne Meinungen von AfD-Mitgliedern werden in der Presse veröffentlicht und die Personen quasi als Parteiexoten mit allgemeinem Partei-Vertretungsanspruch vorgeführt.
      Dies wird sich mit dem Einzug in den Bundestag noch verstärken.

      Es geht um sehr viel Geld, Pfründe, Macht und Lobbydienste und auch um viele Jobs für Parteimitglieder. Die anderen Parteien werden sich die Butter nicht von der AfD kampflos vom Brot nehmen lassen.
      Insofern wird die politische Willensbildung „von unten“ auch mit der AfD vermutlich sehr schwierig werden.

  105. Immer der gleiche rhetorische Trick der Extremisten
    Es wäre „völlig absurd zu sagen, es gäbe keine deutsche Kultur“, so Özoguz.
    .
    Tja, Frau Özoguz. Warum haben Sie das dann gesagt?
    .
    Ganz einfach, es ist immer das gleiche Schema der Extremistinnen: erst wird eine rassistische Äußerung gemacht, dann wird ein bisschen zurückgerudert („ein Missverständnis“). Aber der rassistische Dreck ist in der Welt.
    .
    Das ist es was Frau Özoguz erreichen wollte.
    .
    Mein Tipp: nicht über die Stöckchen der Rassistinnen und Deutschenhasserinnen springen.

  106. Die wirklichen Künste unterdrücken: Ausgefeilt bei was sich Moderne schimpft
    @ panna Krawehl

    Das hier: Aus meiner Fernsehschauzeit erinnere ich auch noch, dass genau dieses Familienbild, nur ein Beispiel, mit den immer gleichen Werbespots ‚des pastelligen Grauens‘ aus den Fünfzigern lächerlich gemacht wurde (Sie wissen schon, den mit „Eine Frau hat nur zwei Lebensfragen: ‚Was ziehe ich heute an?‘ und „Was soll ich heute kochen?’“

    wird in der Tat zu Unrecht bespöttelt, da beides extrem schwer war und ist: Frauen studieren, können Dissertationen verfassen und Tumoren herausoperieren, weil sie das lernen.

    Wesentlich für den Erfolg im Leben ist aber auch ein guter Stil und gute Küche. Und beides ist im Prinzip ein Talent, wie man an Starköchen sieht oder wirklich gut gekleideten Frauen wie auch Männern, die ja öffentlich hervorgehoben werden. Insofern ist das ein viel schwerer zu lösendes Problem als mancher erlernte Beruf (siehe Merkel, oder).

    Es besteht daher keinerlei Grund, sich darüber lustig zu machen. Nun konnten die 68er nicht anders als Häme, denn es fehlte ihnen all das, gucken Sie sie an und gucken Sie viele LehrerInnen an, deren WählerInnen. Gucken Sie, was die Damen und Herren konnten: Nackt konnten sie, Exhibitionistisches. Im Gegensatz zu mir wussten sie die Orte, an denen man die tütenförmigen Glimmstengel bekam bzw. den süßlich stinkenden Inhalt. Ihre Nachfolger sind ja mehr oder minder in Grün gebündelt, Körnerbreis und Gerstensuppe, das Essen armer Bergbauern früher, können die schon, aber Gefüllte Kalbsbrust, Gänseleber mal anders, angebraten, Sauerkraut nach Elsässer Facon, Sauerbraten, Steak auf den Punkt? Bitte. Da ist nur Vakuum.

    Zu Kleidung Roth, zu Make-Up Künast. Klar muss sowas herziehen über die gut gestylten Managergattinnen oder Juristinen oder Ärztinnen, klar, wenn man derartig talentlos durch die Welt eiert.

    Ich erinnere an Schwarzer versus Pooth. Eins war vollkommen klar: Wer besser aussah. Die andere kann das nur niedermachen. Die weiß kein Platz, wo sie geholfen wird, sieht aber auch das Problem nicht.

    Otto Moser, sorry für die Safttreiber, aber Steak dürfen Sie ja.

  107. Dieser Beitrag scheint mir eher gedacht, als Grund um
    die Bilder herzeigen zu können. Als Rahmen, sozusagen.

    Zuerst einmal, wenn man der AfD wirklich die Fünfziger Jahre vorhielte, dann wäre das so in etwa wie der Gastgeber beschrieb. Da gäbe es dann noch immer jede Menge Wähler, die AfD wählen würden. Das wäre Adenauer, Erhardt, Reimann („Es wird jedoch der Tag kommen, da wir Kommunisten dieses Grundgesetz gegen die verteidigen werden, die es angenommen haben“).
    Das Problem ist allerdings, dass man versucht, der AfD die Affinität zu den Tagen nach dem 30. Januar 1933 zuzuschreiben.

    Wäre dem nicht so, gäbe es viel weniger Wähler, die AfD gut finden, aber dann doch nicht wählen werden; aus eben diesem Grund (‚Nazi‘, ‚rechtsradikal‘, ‚Rassisten‘).
    Würde man sagen, es sei die Partei von Heinz Ehrhardt, käme die AfD womöglich auf 20 Prozent!

  108. Wer 1950 in dem, was von Deutschland übrig geblieben war, lebte
    und nicht nach 1945 geboren war, hatte zuallererst überlebt.
    Und wer die fünfziger Jahre bewusst als Erwachsener erlebt hat, müsste schon vor 1930 geboren sein, denn mit zwanzig Jahren beginnt eigentlich erst die Lebensaufgabe, seinen gesellschaftlichen Ort zu finden.

    Für die Zwanzigjährigen waren die Fünfziger Jahre ihre Jugendzeit, zugleich befreit und beengt.
    Nazi-Schule, NS-Jugendorganisation, möglicherweise noch ein Waffendienst, Verlusterfahrungen (ausgebombt, vertrieben), Hunger und Mangel lagen hinter ihnen. Was vor ihnen lag, war durch die alterstypischen Vorstellungen junger Paare von einer selbstbestimmten, sicheren und schöneren Zukunft geprägt.

    Einen fernen Nachhall davon kann man erahnen, wenn man in der Lokalzeitung heute die Erzählungen der Ehepaare liest, die Eiserne Hochzeit oder Gnadenhochzeit feiern. Man war in Ausbildung oder hatte sie gerade abgeschlossen, verdiente einen für unser Verständnis geradezu lächerlichen Wochenlohn. Man traf sich und lernte sich kennen beim Tanzen auf der Kirchweih, musste weit laufen oder Rad fahren um sich zu sehen, musste Geld sparen um heiraten zu können, wohnte danach oft noch bei den Eltern, weil Wohnraum fehlte.
    Nix mit Hedonismus. Das höchste Maß an Selbstverwirklichung war erreicht, wenn man aus Beobachtung und Kontrolle der Eltern rausgekommen war.

    Fünfziger Jahre in der Bundesrepublik, mein Gott, wie krass muss sich unsere politische Elite entblöden, anderen – wenn es denn ernsthaft gemeint sein sollte – zu unterstellen, solche gesellschaftlichen Verhältnisse wiederherstellen zu wollen.

    Aber auch Sie, werter Don, halten uns AWM für unterkomplex, falls Sie unterstellen, wir wüssten beim Cruisen durch romantische Landschaften nicht, dass die herausgeputzten Fassaden im Altmühltal und anderswo nur dem gewonnenen Wohlstand zuzurechnen sind. Man kann sich die Renovierung leisten, und damit ehrt man aber auch das Alte.
    Wir AWM können einschätzen, was an Restaurierungsarbeit geleistet wurde, z.B. in Bayern die Münchner und Würzburger Residenzen.

    Wir erinnern genauestens, dass allerorts auf dem Land die Misthaufen an den Straßen dampften, dass wir Gürtel, Prilstengel und Rohrstock zu spüren bekommen haben, dass die Pfarrer am besten über die Ehekrisen im Dorf Bescheid wussten usw.

    Nein, für so naiv muss man diejenigen nicht halten, die nicht anderes als eine Opposition im Deutschen Bundestag wünschen, die diesen Namen verdient.

    edSE

    • Sehense, edSE
      das sind die Art von Beiträgen bei Don, die für die Nachwelt nicht „verschütt“ gehen dürfen. Wir fordern F.A.Z.-Don-Jahrbücher, vehement!
      (DdH)

  109. Es ist schon immer so gewesen, am letzten Tag wird vorgelesen
    Was für den letzten Schultag vor den grossen Ferien galt, lässt sich auf diese Wahl übertragen: Solange alles so bleibt, wie es ist, darf es genauso weitergehen…
    Konservativismus ist idealisiertes Wunschdenken, dass die Dynamik der Veränderung der Umstände ausblendet.

    Ganz Afrika paddelt im Mittelmeer, die deutsche Autoindustrie ist ruiniert, die Pendler kommen nicht mehr zur Arbeit, die EZB-Programme sind an ihre Grenzen gestossen, in Nordkorea hat ein nuklearer Schlagabtausch stattgefunden, und Hurrikane fallen im Wochenabstand über Karibik, Mexiko und die Südstaaten her.

    Es muss sicher nicht alles eintreffen, aber das Ende des Konservativismus sind die Fukushimas der Zukunft.

    Ich will jetzt auch keinen unlesbaren Sermon verfassen, aber ich denke, dass die Inflation der Beiträge hier im Salon das Potential derer widerspiegelt, die für so manche Veränderung, nicht unbedingt zum Positiven, gut wären.

    Hut ab, Don Alphonso, das alles gegenzulesen! Gruss an alle von früher, mir ist fast nur noch Thorsten Haupts aufgefallen…

    • Man tut, was man kann…

    • @TGA
      Gegenüber diesem früheren ‚Salon‘ sind die heutigen Kommentare aber sehr häufig
      mit sehr viel mehr Leben / Lebenswillen gefüllt.
      Ich habe diesen Blog auch zu diesen Zeiten schon gelesen.
      In ihm damals zu kommentieren, habe ich mir erspart.

      Das Ganze wirkte auf mich eher so wie:
      „Diese ganzen Salonschreiber sind doch (intellektuell) schon lange tot – halt aber auch
      zu faul, einfach umzufallen.“

    • Ja und nein - das Blog früher war spielerischer
      und es wurde deutlich mehr rumgealbert. Die Streits der letzten Jahre haben auch beim Blogherren Spuren hinterlassen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Auch: Ja und Nein
      .
      Spielerischer? Können wir uns auf: kindischer einigen?

      Streits der letzten Jahre?
      Meinen Sie das Auftreten von Herrn TDV, z.B. = Auch einer aus
      der ‚Salonzeit‘
      Aber als ’spielerisch‘ wollte ich das nicht bewerten.
      Egal, es ist wie es ist.

    • Spielerischer...
      Man kannte sich ein bisschen, auch wenn die Argumente manchmal öfters vom spielerischen Gefecht in den Ernst abkippten.

      Auf alle Fälle sehe ich das gewaltige Mobilisierungspotential jenseits der etablierten Parteien und ich hoffe, dass die Hochrechnungen am Abend des 24. September nicht wesentlich von den Prognosen abweichen werden.

    • Ganz Afrika paddelt im Mittelmeer ...
      … sind ca. 1000 (pro Tag) von 1 000 000 000?
      (auf alle Fälle deutlich weniger als der Bevölkerungszuwachs!)

      Klingt nach seltenem Schwachsinn, ist aber vielleicht entschuldbar, wenn man nie in Afrika gelebt hat.

  110. .....
    „Der AfD-Wähler dagegen lenkt seinen Diesel Kombi entlang der Biegungen des Flusses, freut sich an der Welt, die nie so heil war, wie sie heute zu sein scheint, und versteht nicht, warum man an diesem Zustand etwas ändern sollte, und ihn mit Fremden und Migration anreichern“

    Und genau das ist der Punkt den auch die Tschechen, Polen und Ungarn machen. Warum sollte man sich Minderheiten ins Land holen die bestenfalls so werden wie wir und schlechtestenfalls Banlieue-Aufstände, Kriminalität und Terroranschläge zwecks Bereicherung einführen. Uns haben wir aber schon und das schlechte braucht man nicht. Wenn der Pole heute durch Polen fährt, wie könnte er da auf die Idee kommen das dem Land so ein paar zig tausend Zuwanderer aus dem Mittleren Osten oder aus Afrika fehlen ?
    Bei uns ist mans mittlerweile so gewohnt das es halt so ist aber so als Pole wo man das noch nicht hat warum sollte man es wollen ?
    Welche echte Bereicherung entsteht die die drohenden Nachteile aufwiegt ?
    Vielleicht ist es dem Polen egal wenn ihn die EU hasst und der EuGH verurteilt wenn er dafür keine Barrikaden vor Weihnachtsmärkten aufstellen muss und sich nicht mit IS-Angehörigen im eigenen Land rumschlagen muss.

    Teile meine Familie wurden einst aus Ostpreussen vertrieben, vielleicht kehre ich ja eines Tages zurück und quasi zur selbstständigen kulturellen Entreicherung.

  111. Alles wird gut
    Das Problem der AfD ist, dass sie sich nicht traut, ihren wirklichen Namen zu präsentieren: Deutsch Nationale Volkspartei. Als Demokrat weiß man, dass gut 20 Prozent des Wahlvolks nun mal erzreaktionär sind. Das war vor 100 Jahren auch schon so. Der Hugenberg von damals heißt heute Springer und die Wiedereinführung des Kaiserreichs wird gerade vorbereitet. Es wird doch hier niemand annehmen, ein KTvuzG würde sich noch einmal mit einem popelig-demokratischen Ministeramt zufrieden geben. Das geht gar nicht.
    Da die Richtlinien der Politik schon länger in Gütersloh bestimmt werden, kann man diese „Quasselbude“ in der Reichshauptstadt ersatzlos streichen. Wir kennen keine Parteien mehr. Denn die haben sich zum Einheitsbrei entwickelt, weil sie eh nichts zu melden haben. Sie sind nur zu feige, ihre Überflüssigkeit dem wahlberechtigten Pöbel zu gestehen.
    Die Demokratie wurde uns 1918 von den vermaledeiten Kommunisten und 1945 von den Alliierten aufgezwungen. Es wird Zeit, dass wir wieder zu unserer politischen Normalform zurückkehren.

  112. "Es war eine liebe Zeit, die gute alte Zeit vor Anno '14. In Bayern gleich gar."
    Vielleicht will und muss man zeitlich gar nicht so weit zurück. Beim Kgl. Amtsgericht
    war natürlich 1914 gemeint, aber ein paar Jahre vor 2014 zurückzugehen wäre
    gar nicht so schlecht. Damals hat noch seine pfälzische Hoheit, der Herr Kohl, regiert. Ein eigensinniger Monarch. Was er unter Beweis stellte, indem er eine Tochter aus illegitimer Seitenlinie zur Nachfolgerin erkor. Damals ging es uns noch leidlich gut.
    Wir wussten noch nichts von Gazprom-Gerd und Angela Merkel. Wir hatten noch
    echtes Geld, obwohl sich der Euro schon bedrohlich am Horizont abzeichnete.
    Man schrieb „daß“ noch auf diese Weise und nicht mit „ss“- wobei man sich fragen muß, ob das pc ist, denn ss steht ja auch für – nein, lassen wir das.
    Es war halt noch vieles in Ordnung damals. Denn für Ordnung und Ruhe sorgte die
    Schandarmerie – damals noch präsent, heute in vielen Stadtteilen nur vom Hörensagen bekannt.
    Dank an den Don für den (leicht) nostalgischen Rückblick und die Erinnerung, daß(!) manches vielleicht eben doch nicht so gut war.

  113. Titel eingeben
    Besser AFD als DDR 2.0

    • Besser AFD als DDR 2.0
      Sie übertreiben vielleicht aber zunächst geht es darum die DDR 2.0 zu bremsen und wieder loszuwerden.

      Die AfD erscheint eines der tauglichsten und legitimsten Werkzeuge!

      Beitrittsgesuch zur Schweiz hat, wie hier schon früher behandelt, eine Reaktionszeit von über 100 Jahren (bereits etwa seit 1515 – Marignano).

  114. Idyllen sind gerade recht begehrt...
    …dass sie bisschen verlogen sind, wissen eh´ alle und stört nur wenige. Ob´s tatsächlich die 50er sein müssen, ist nicht so sicher. Wahrscheinlich gehts um geordnete Verhältnisse und freundliche Anmutungen, um Orte, wo man unter seinesgleichen sein kann. Praktisch, dass sich das nicht jeder leisten kann.

  115. Kohl, die Wiedervereinigung und die 50er Jahre
    Merkel ist ja „Kohls Mädchen“. Ich weiß, „de mortuis nisi…“, aber man sollte doch mal tabulos drüber nachsinnieren. Die 80er waren sicher in der Hinterschau eine gute Zeit, aber nicht wegen Kohl, sondern trotz Kohl. Seine Größe liegt im Zupacken im geeigneten Moment, am Ende jener Dekade, was bekanntlich die Wiedervereinigung herbeiführte. Eine Sternstunde der Geschichte… oder?

    Kohl jedenfalls, in den 50er Jahren sozialisiert, hat dafür gesorgt, daß sich das erfüllte, was seit seiner Jugend Mantra war, nämlich daß es keine zwei deutschen Staaten geben darf. Also quasi die „großdeutsche Lösung“ innerhalb der Bismarck’schen kleindeutschen Lösung. Die Wiedervereinigung ist eine Konsequenz der 50er Jahre. Das ging so weit, daß man damals schon die Autokennzeichen für die DDR-Städte im BRD-Schema frei gehalten hatte.

    Aber war das „alternativlos“? Wenn der Ostblock nicht unter der Ägide von Kohls Nachkriegsgeneration zusammengebrochen wäre, sondern erst eine Generation später, dann hätte es die Wiedervereinigung vielleicht gar nicht mehr gegeben. Es hätte schlicht keiner mehr den Bedarf dafür gesehen. Wäre das schlimm gewesen – „big is beautiful“? Der großmäulige Moralimperialismus, der heute aus Berlin kommt, Zeigefinger und Gebote, die Rettung der ganzen Welt, das alles wäre wohl nicht vorstellbar aus dem Mund eines bloß Bonner Kanzlers, oder einer Staatsratvorsitzenden aus Neufünfland.

    Herrscht denn wenigstens bei „den Menschen da draußen“ eitel Freude darüber, daß „zusammenwächst, was zusammengehört“? Ich weiß nicht. Heute hegt der Osten seine DDR-Nostalgie, der Westen trauert der letzten Dekade des Kalten Kriegs hinterher, und beide blicken neidisch auf die kleine Schweiz, oder wandern gleich dorthin aus. Auch ein Bayxit wäre bei einer kleindeutschen Lösung viel leichter denkbar gewesen. Die vielfachen Landesgrenzen hätten außerdem mannigfaltige Möglichkeiten geboten, den Flüchtlingsstrom zu bremsen – die verschiedenen deutschen Regierungen hätten wohl kaum alle gleichzeitig mit den Schultern gezuckt und die Raute gemacht. Last but not least hätte auf europäischer Ebene ein Block deutschsprachiger Kleinstaaten viel besser unsere Interessen gegenüber dem Club Med vertreten können – man sehe sich nur die Stimmen pro Kopf von z.B. Malta oder Luxemburg an.

    Bloße Gedankenspiele, wie gesagt…

  116. spezifisch deutsche Kultur
    Nachdem ich gestern das erste Mal in der Zeit Kommentare zu einem Artikel über Weidels Abgang gelesen habe, musste ich zu meiner Verblüffung feststellen, dass 70% – 80% der Zeit-Leser AfD-Anhänger sind! Das wusste ich bisher nicht. Nun, die Kommentare waren zum Teil ziemlich hasserfüllt.
    Der Don Alphonso-Blog ist dagegen ein AfD-Blog mit menschlichem Antlitz – muss es auch geben und finde ich sympathischer.
    Nur eine Sache hat mich gestört: Justus Liebig (ein Deutscher!) hat der Welt den Fleischextrakt geschenkt, Julius Maggi (auch einer!) die vegane Variante Maggi. Es ist unnötig, diese deutschen Kulturleistungen ins Lächerliche zu ziehen.
    Deutsche Wissenschaft, deutsche Wirtschaft spielten damals noch eine führende Rolle in der Welt.
    Und ja, es gibt eine spezifisch deutsche Kultur jenseits der Sprache – und Maggi gehört dazu!
    Ich gehe sogar noch weiter: Herr de Maziere hätte Maggi ruhig in seinen 10-Punkte-Plan zur deutschen Leitkultur aufnehmen können. Das hat er sich wohl wegen PC und des erwartbaren Echos der Systemmedien nicht getraut.

    • „Der Don Alphonso-Blog ist dagegen ein AfD-Blog mit menschlichem Antlitz – muss es auch geben und finde ich sympathischer.“

      Nein, ganz sicher nicht. Ich halte persönlich nichts von der AfD und kann auch keinen verstehen, der einen Höcke oder sowas wie den Kandidaten in Miesbach wählen kann.

      Maggi war halt früher der Ersatz für die heute üblichen frischen Kräuter.

    • Ja, der Fake-Prinz ist schon ein Deuti
      auch Auge in Auge. Man erkrankt augenblicklich an Dunning-Kruger.

    • Mein Papagei mag Eier nur mit Maggi
      Harte Eier werden bei uns immer mit Maggi gegessen. Daher gibt es das in diesem Haushalt, frische Kräuter aber auch.

      Nix gegen Maggi.

    • Kleine Anmerkung:
      Dass Sie viele „AFD-Anhänger“ in den Foren finden, hat wahrscheinlich einen einfachen Hintergrund: sie schreiben sich aktiv in die „öffentliche Meinung“ ein und zwar mehr als beispielsweise die Senioren, die SPD oder Union wählen. In den sozialen Netzwerken würden Sie eventuell eine weniger einseitige Darstellung finden.
      Ich habe die Beiträge hier auch alle gelesen und meine, dass sich viele z.B. nicht mit den Vorstellungen der AFD zu Sozialleistungen beschäftigt haben. Wer sie als Arbeitsloser wählt, wird sich eines Tages die Augen reiben müssen. Nun ja…Zustimmung kann da sehr wohl von Unternehmern und denen kommen, die „erwirtschaften“, was umverteilt wird.
      Wenn sich eine Partei tatsächlich in der „Vergangenheit“ bewegt, dann sind das die Grünen, die die Welt erhalten wollen, wie Gott sie geschaffen hat (von AM wiedergegeben). Für mich nicht nachvollziehbar…

      Meine Meinung ist: wer AFD wählt, bekommt Schwarz/Gelb/Grün.

      ZU Ihrer Tütensuppenthese: Maggi war Schweizer mit Migrationshintergrund….
      Mir ist im übrigen eine selbstgekochte Brühe egal auf welcher Basis immer noch das Liebste.

      @ Don A.
      „der Wahlausgang wird uns da meines Erachtens noch höchst adornisieren“. Das würde ich gerne nach Adornos Diktum umformulieren: …der Wahlausgang wird da meines Erachtens noch höchst uns adornisieren. Liebe Grüße…

    • 10-Punkte-Plan zur deutschen Leitkultur
      Maggi und Liebig gehören eher unter den Begriff Deutsche Kulinarische Leidkultur.
      Für DDR-Nostalgiker: dort galt „Koche mit Liebe, würze mit Bino!“

      Wäre interessant zu erfahren, bei welchen Parteigängern das Zeug besonders beliebt ist, als eine Art Entscheidungshilfe bei der Wahl.

      In meiner Jugend hat man sich einen Spaß daraus gemacht, den Maggi-Fläschchen, wo immer die standen, heimlich den Gießdeckel abzuschrauben und ihn lose wieder aufzusetzen. Der Nächste, der beherzt nach der Würze gegriffen hat, kriegte mehr von der braunen Pampe ab, als ihm lieb sein konnte.
      Keine parteipolitische Metaphorik, bloß Erinnerungen an Zeiten, in denen es noch was zu lachen gab.

    • Maggi
      Ich bin seit meiner Kindheit bekennender Maggi-Gegner und gedenke das nicht mehr zu ändern! Bin mir Salz und Pfeffer, evtl. gutem Essig immer besser gefahren.

      Ich würde Herrn Nestle – oder wie immer der genau hieß – deutlich weiter vorne reihen. Der war auch Emigrant und hat es zu was gebracht.

    • Maggi, ist das so eine Art Sojasoße?
      Dann wäre es so deutsch wie die Kartoffel ;-)

    • spezifisch deutsche Kultur
      war da was?

      da wollte jemand weg vom Bild der Leitkultur
      und anstatt auch von Neben und Begleitkulturen
      zu reden verfiel jemand auf die glorreiche Idee
      den Deutschen Kultur außerhalb der Sprache
      völlig abzusprechen und prallte mit dem
      Gegenverkehr zusammen und es stellte sich heraus
      das nicht nur ein Geisterfahrer unterwegs war.

  117. Die "Linke" will möglichst viele "Deutsche sterben sehen".
    Die übleren Rassisten im Land sind nicht die AfD und ihre Wähler, sondern „Die Linke“ und ihrer Wähler.
    .
    (Gruppenbezogene Todeswünsche wurden bislang n u r von linken Politikern geäußert, nicht von rechten.)

    • Von allen Seiten wäre Mässigung prima.

    • Titel eingeben
      „Von allen Seiten wäre Mässigung prima.“
      .
      Ist der Versuch, Täter und Opfer gleichzusetzen. Und damit einer der denkbar widerwärtigsten Sätze.
      .
      (Kotzt.)

    • Hä? Was ich damit meine ist „verbale Abrüstung auf allen Seiten“.

    • @Tassilo
      Bisschen sehr verbissen.

      Ich halte ja eine großzügige, wohlwollende Gelassenheit allemal für den besseren Stil. Und im Übrigen für dringend angebracht.

  118. Nur so am Rande
    Wäre das Thema nicht ein wunderbarer Anlass für einen Hörtipp oder ein Musikbeispiel? – Am besten eigentlich eins für jede Seite.

  119. Manuela "die Lüge" S.:
    Originalton 12.09.2015: „Integration beginnt in Kita und Schule!“ (NOZ)
    .
    Ergänzung der abgehalfterten Ministerin: „Aber nicht für m e i n e Kinder. Die Integration sollen doch bitte andere Kinder erleiden.“

  120. Warum es die AfD überhaupt gibt
    Es ist eigentlich nicht schwer zu verstehen. Eine zwölfjährige Periode des technischen und demokratischen Stillstands, gepaart mit einer Verelendung der demokratischen Gepflogenheit, zuviele Dummköpfe in den Parteien, grenzenlose Humanität unter deutschem Diktat, ein Europa der unterschiedlichsten Nationen ohne wirkliche Demokratie, ein Verschwenden von Geld, die Angst, der Realität ins Auge zu schauen und eine gesellschaftliche Veränderung, die man dem Volk zumutet, ohne es gefragt oder gar auf die Gefahren aufmerksam gemacht zu haben.

    Die Staatsgrenzen sind nicht zu schützten, aber Märkte und Feste mit Pollern wohl, viele neue, fremde Menschen, die im kleinen und großen Sorgen bereiten, die die Staatspropaganda in Stalinorgelmanier klein redet oder totschweigt.

    Dazu drängende Probleme etwa die Rentenfinanzierung ab 2030, die versprochene, aber nicht durchdachte Energiewende und die Digitalisierung, die sinnfreien Erweiterung der EU(wann kommt die Mongolei auch rein?) und eine Besteuerung der arbeitenden Bevölkerung auf Rekordniveau und, und …und.

    Und da erlaubt sich eine Partei von den Vorzügen von vorgestern zu schwärmen. Wie blöd muss man eigentlich sein, so etwas nicht vorherzusehen und nicht zu verstehen. Da läuft langsam die ganze Empörungsmaschinerie ins leere.

    Die heutige junge Generation hat es leider nicht gelernt, besser, man hat es ihr vorsätzlich nicht beigebracht, zu diskutieren und Unangenehmes auszusprechen. Der Disput wie er früher üblich war, auch mit harten Verbalattacken, ist dieser weich gespülten Jugend und den Mainstreamparteien sowas von fremd geworden.
    Man hört jetzt immer öfter: „Das darf man ja heute nicht mehr sagen.“ Hatten wir das nicht schon zweimal in diesem Land?
    Der Verdienst der AfD ist zumindedt, dass sie sich diesem Diktat widersetzt, sozusagen als Denkmalschutz für die Demokratie.

    • Norwegen, nicht die Mongolei!
      Mit dem norwegischen Staatsfonds – er steht bei über 7 Billionen € – können wir einen Schuldenschnitt für Italien (1 Billion €) und Griechenland (Peanuts!) bezahlen, die Targetsalden glätten (800 Milliarden), die südeuropäischen und deutschen Immobilienschuldner bei den ihretwegen maroden Banken rauspauken (500 Milliarden?) und sogar die deutsche Nachhaltigkeitslücke (Pensionszahlungen! Rentenzuschüsse!) schmälern – und im Gegenzug profitiert Norwegen vom Schengenraum, einer ordentlichen Stimmrecht/Kopf-Ratio und der Erlaubnis, die Visegradstaaten rumzuschubsen.

      Mit dem Geld der Norweger ließe sich unser europäischer Wahnsinn noch 5,6 Jahre in die Länge ziehen.

      Ich schlage das mal der Frau Wagenknecht vor, glaube ich.

    • Norwegen
      Na, dann frisch auf zur nächsten Weserübung !

    • Norwegen, nicht die Mongolei!
      Deswegen wollen ja seit längerem nur noch ärmere Staaten in die EU um dort Subventionen zu kassieren!

      Auch ein bankrottes Island will sich nicht seine Fische stehlen lassen, Norwegen nicht sein Öl, die Schweiz nicht ihre Demokratie!

      Alle interessanter als die Türkei, aber mit dem derzeit gebotenen sicher nicht zu überzeugen!

  121. Jetzt muß es mal sein ...
    Ich habe mir sämtliche Kommentare durchgelesen. (Zumindest der DON weiß selbst, was dies bedeutet …)

    Deshalb soll es an dieser Stelle auch einmal ausgesprochen werden:

    Wenn man eines fernen Tages einmal wissen will, was das für ein Land war diese Bundesrepublik Deutschland, zu einer Zeit, als sich alles zu verändern begann, manche würden auch sagen, ins Rutschen kam, dann wird man die Antworten nicht so sehr in alten Tages- und Wochenzeitungen finden, sondern nicht zuletzt und gerade hier auf diesem Blog …

    Schön, daß es dieses offene Fenster gibt – und Dank dafür !

  122. Bravo!!!
    Vor allem weil Sie sich nicht verpflichtet fühlen, eine Stellung zu beziehen.
    Sie beschreiben einfach.
    Widersprüchlich unbd daher wahrhaftig.
    Gefällt bestimmt vielen nicht. Mir schon

  123. Blogwart und andere Missverständnisse
    Ich möchte ein Zitat der Kunstfigur Objectbe bringen, wenn Sie gestatten Don. Eigentlich amüsieren mich die Kommentare und ich bin freiwillig dem stets angeführten Link gefolgt. Objectbe hat ganz vernünftige Punkte zwischen viel Watte und viel Stroh. Vielleicht verstehe ich das schweizer Deutsch auch nicht.
    Blog-Wart aber ist eine Frechheit.

    Sexarbeiterin ist ein relativ neutraler Obergegriff. Wie soll sich eine Kurtisane in einer anlogen Welt mit 64 Graustufen abgrenzen? Sind es 40 Stufen zwischen ObjectBe und ChristianeF? 45? Eine Frau, die sich dem Mann in Erwartung konkreter, tangibler Vorteile hingibt ist noch keine Sexarbeiterin. Es kann eine Ausgehaltene sein, eine Maitresse.

    Ist eine Domina personal Coach oder doch Liebesdienerin? Wenn Geld fließt wohl letzteres.

    Heute hat der Don wieder einmal geschrieben er verstünde nicht alles, nicht jeder Leser müsse den Blog verstehen. ObjectBe ist also entschuldigt.
    Hier das Zitat, welches mich so in Wallung gebracht:
    „Ganz spontan in Erinnerung kommt mir da ein zahlreich besuchter Blog der FAZ, wo ich zu einem Text einige kommentierende Zeilen hinterließ. Auf meine Gedanken erhielt ich die Antwort:

    „Was, bitte, spricht dagegen, den Dorfdeppen Dorfdeppen zu nennen und die Hure Hure – wenn sie denn tatsächlich eine ist?“

    und ganz Gentleman (?) schrieb der stehts fahrradhelmbewehrte und Fahrradteile präsentierende Blogwart der FAZ unmittelbar, wie nahezu anrührend, hierzu:

    „Mit abwertenden Äusserungen über Sexarbeiterinnen habe ich es überhaupt nicht.“

    Gute Güte, selbst für einen angeblich gebildeten, angeblich der italienischen Geschichte verbundenen, Journalisten bei der FAZ gibt es heute keine cortigiana onesta mehr, nur noch Sexarbeiterinnen in seiner Bloggerwelt der Bobos und ihrer normalen Banalität des gewöhnlichen, männlichen Sexualgebarens.

    Von Werner Sombart kommt die feststellende Bemerkung, daß Kurtisanen u.a. für ihren Geschmack für das Schöne bekannt sind, diesen pflegen, wie sie sich der eleganten, “extravaganten“ Mode verbunden fühlen. Das beansprucht viel Zeit und Energie und ist natürlich auch mit gewissen Kosten verbunden, was man natürlich nicht erkennt, wenn man nur Fahrradteile im Kopf hat.“

    • Puh
      Sexarbeiterinnen ist eindeutig herabsetzender als Courtisane (von Le Court, der französische Hof) oder Hure (von Huri).

      Wenn die so genannt werden wollen, kann man ihnen nicht helfen. Im Prinzip geht es bei dem Ausdruck nur darum, dass sie auch versteuern.
      Deswegen ist auch ein Marktstandbesitzer ein Obst- und Gemüsearbeiter.

      Wenn Sie diesen Ausdruck verwenden, Don, wirken Sie wirklich arg bemüht, Ihre latenten oder reellen Bedürfnisse mit dem Etkett der politischen Korrektheit zu versehen.

      Im Prinzip kommt es wohl weniger darauf an, wie diese genannt werden, denn wie sie behandelt werden. Und welcher Freier behandelt eine Arbeiterin besser als eine Courtisane à la Violetta Valéry oder eine in unbekannte Parfums eingehüllte an orientalische Schönheiten à la Scheherazade erinnernde Blume, bitteschön? Die wurde bekanntlich nicht einmal angerührt, sondern wegen Erzählens spannender Geschichten respektiert. Der beste Dienst, der dieser Art tätigen Damen je erwiesen wurde, war „Pretty Woman“, nicht Umbenennungen.

      So ist es auch mit der – wie sagt man heute, Raumtechnikerin oder Staubspezialistin?- Putzfrau, wie sie in „The Colour of Water“ genannt wird. Eine Putzfrau. Bücher und Filme zeigen die Seele, Umbenennungen sind überaus bemühte bürokratische Taktlosigkeiten.

      Das ist alles komplett verlogen und nach wie vor voller Verklemmtheiten. Zur Not erfindet die Presse auch mal, jeder Mann mache das. Wenn Ihr meint…..

      Eins ist sicher: Es gibt auch welche, die die Damen poltisch korrekt bezeichnen und nachts aber schlagen.

    • Wenn Etymologie,
      dann richtig:
      „La cour“ ist das französische Wort für „der Hof“.

    • Danke
      Irgendwie Englisch und Französisch zusammengeworfen. La cour, bien sûr.

    • Nur was die Etymologie von Hure betrifft,
      wo ist das Wort „Huri“ belegt ?

      vgl. https://www.dwds.de/wb/Hure

      Die mit h- beginnenden germanischen Wörter (gotisch, ahd. altnordisch, altenglisch) bedeuten schon nur anrüchtige Bedeutungen (Prostituierte, Ehebrecher,,,). Vielleicht wäre es hier besser die k- beginnenden anderen idg. Belege, die eine ursprüngliche liebswürdige Bedeutung „Liebhaberin, Freundin,,,“ bedeuten könnten.


    • wo ist das Wort „Huri“ belegt
      mW im Arabischen. Ob „Hure“ ein Lehnwort ist oder nicht, wäre die Frage.

    • Titel eingeben
      „Huri“(arabisch-persisch: = Paradiesjungfrau, schönes Mädchen im Paradies des Islam) ist im Span., Franz. Engl. Niederl. u. Dt. entlehnt(Etymol. Wb. / K. Lokotsch, 1927, S. 69). Aber die Entlehnung des Wortes „Huri“ aus dem Orient ist in den eur. Sprachen relativ neu, z. B. im Franz. erst im 17 Jh.(Etymol. Wb. d. fr. Sprache /E. Gamillschlag, 1968, S. 529). Dagegen ist das deutsches Wort „Hure“ ein in mehreren altgermanischen Sprachen gut belegtes Erbwort und ist schon im 8. Jh. mit heutiger Bedeutung im Dt. vorhanden (a.a.O.).

  124. Früher waren wir alle jünger
    Allen, die meinen, dass die 50er Jahre besser waren als die heutige Zeit wünsche ich eine 50er-Jahre-Zahnwurzelbehandlung. Doch eins war auch aus meiner persönlichen Sicht unbestreitbar besser: ich war damals jünger als heute.

  125. Lauter Geschichtskonstruktionen
    Seit jeher streiten Menschen über GESCHICHTSBILDER. Sie sind unverzichtbar, um im unübersehbaren Fluß der Geschichte ein wenig Orientierung zu finden. In der Regel sind wir aber erst im Nachhinein, wenn denn überhaupt, klüger.
    In der Rückschau glauben wir den vermeintlich richtigen Weg zu kennen. Allein die marxistische Geschichtswissenschaft vermeinte einen sicheren Kompaß für die Irrwege des Menschen zu kennen, um politisches Verhalten in der Gegenwart zu legitimieren.
    Von dieser Art Handlungs-Wissen lebt bis heute ein Gutteil unseres öffentlichen Diskurses. Vergangenes wird mit Vorliebe verdammt, um die die eigene Position in Gegenwart und Zukunft heller leuchten zu lassen.
    Da für einen Großteil der bundesdeutschen Gesellschaft das historische Urteil über die gesamte als deutsch gedachte Geschichte vor 1945 in der Frage, wie Licht und Schatten zu verteilen ist, fest zu stehen scheint, kommt der Nachkriegszeit immense Bedeutung ist.
    Sie ist quasi der Resonanzboden, auf dem wir unser Jetzt und Morgen ausschließlich justieren und positionieren wollen.
    Daher werden wir noch eine ganze Weile erleben müssen, wie die verschiedenen politischen Lager über die vermeintlich richtige Sicht auf diesen Zeitabschnitt streiten werden, denn er bietet bei näherer Betrachtung enorm viel an gedanklichem Zündstoff.
    Heile Welt oder das nachwirkende Erbe des Dritten Reiches im Staatsapparat zählen dabei eher zu den harmlosen Themen. Befreits die Debatte um „kriegsniederlage“ oder „Befreiung“ bot einen Vorgeschmack darauf, wie unversöhnlich historische Erinnerung und Geschichtspädagogik aufeinander stoßen sollten.
    Überdies war und ist das Beschweigen der Realität stets ein wesentliches Element deutscher Debattenkultur. Dies hat sich seit dem Zeitalter der Aufklärung nicht geändert.

    • Es ist in der Tat so, das wir Deutschen unsere Geschichte immer an der und mit ihr nach
      1945 abgleichen werden. Das ist das Stigma deutscher Geschichtsbetrachtung. Ob aufkeimende Nationalstaatlichkeit nach den Deutsch-Französischen Kriegen über Hambach 1832 bis zur 1848er Revolution und der Bismarckschen Ära, oder garnicht solang her, der Historikerstreit um und mit Professor Nolte. Immer schwingt das fatal gepflegte Menschenbild mit über den mit einem Makel behafteten Deutschen und seiner Geschichte, – und dies, bis auf den heutigen Tag in unserer Debattenkultur bei den Generationen der Gegenwart. Die jetzt aufkeimende Unruhe über sich im Kreise drehenden Erörterungen über unser gegenwärtiges System bildet das Erdrückende dieses Circulus Vitiosus ab. – Die Frage ist durchaus berechtigt, wann ein solcher durchbrochen wird.

  126. Akademiker
    Ein sehr schöner Text, Danke! Ich möchte jedoch anmerken, dass auch Akademiker die 50er Jahre schön finden und sich vorstellen könnten, die Verhältnisse von damals heute wieder zu etablieren. Ich jedenfalls – promovierter Volkswirt, 38 Jahre alt, 2 Kinder (das 3. soll noch kommen), guter Job (6.000 netto) – wünsche es mir jedenfalls. In meinem Bekanntenkreis, fast nur Akademiker, alle mit gutem Einkommen, hat die AfD und ihre Forderungen bei sehr vielen einen guten Ruf.

    • Mit Kindern und Familie bleibt ja auch nicht viel anderes - so man eine
      Zukunft, die mit „weiter so“ an den Abgrund führt, verhindern will.

      In unserer Stadt sind jetzt angeblich 5.800 „Flüchtlinge“.
      Wenn man ihnen pro Monat nur Kosten in Höhe von 1.000,00 Euro pro Kopf anrechnen würde, ergäbe das eine Summe von Euro 5.800.000,00 pro Monat – was sicherlich nicht ausreicht, eine Vollkostenrechnung wurde bisher jedoch nicht vorgelegt.
      Dies mal 12 sind dann schon 69.6 Millionen Euro pro Jahr.
      Sollte der Familiennachzug im nächsten Jahr folgen, wird sich die Summe leicht vervielfachen.

      Adäquate Arbeitsplätze gibt es so gut wie nicht.
      Von der Kultur- und Wertedebatte mal ganz abgesehen.

      Wie und von wem soll das auf Dauer zu stemmen sein?

      Alle anderen auch noch so viel versprechenden Wahlthemen sind unter ad absurdum zu führen, so dieses nicht geklärt ist.

  127. Zeitreise oder Lieb Heimatland war gestern.
    Erika Steinbach (ehemals CDU) spricht in Pforzheim vor rund 1200 Zuschauern am 06.09.2017.
    Eine Rede wie aus den letzten Jahrhundert. Unglaublich, so etwas gibt es heutzutage so selten wie 1 Liter Sprit für 79 Pfennig. Nur das sie erst gestern gehalten wurde. Mein Gott, wie bin ich alt geworden. Hut ab vor dieser Frau.

    https://www.youtube.com/watch?v=qXI-EUWsoM4

    • Zeitreise die Gegenwart
      @Dr.Seltsam
      __________

      Als die Abgeordnete Steinbach im Juno d. J. nach 27 Jahren im Deutschen Bundestag ihre letzte Rede gehalten hatte, in der sie mehr Mut und Verläßlichkeit bewiesen hatte als so manch‘ anderer im Hohen Haus, schickte sie sich an, wieder auf ihren Platz zu gehen – natürlich ohne daß sich eine einzige Hand zum Beifall oder auch Dank für die Rede oder jahrzehntelange Arbeit gerührt hätte – und wurde dabei auf äußerst unschöne Art von Norbert Lammert belehrt, wo sie lebt und wir inzwischen alle …

      https://www.youtube.com/watch?v=2m4Yfktcx-s

      Dies erinnerte mich dann doch daran, wie Stephan Hermlin einmal in den 1970er Jahren bei einem Ost-Berliner Schriftstellerkongreß in Richtung der SED-Bonzen rief, dabei einen Großen der deutschen Literatur zitierend: „Wir kommen aus anderen Zeiten und hoffen in andere zu gehn.“

  128. Da irren Sie gewaltig Fonsl! Selbst die vielen Alt-CDUler, die ich in der AfD kenne, inklusive mir, werden kaum wieder cdu wählen. Nach dieser btw17 werden viele Alt-CDUler die Partei verlassen, weil sie keine Karierechance mehr für sich sehen.

  129. Ohne die angesprochene Partei hätten die anderen doch gar nix, auf was
    sie drauf schlagen könnten. Und sie müssten auch nicht „die Reihen schließen“. Unangefochten wäre es auch viel leichter, uns alle noch einige Zeit hinter die Fichte zu führen.
    https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/slomka-ist-partei-statt-moderatorin-maas-und-scheuer-schliessen-die-reihen/
    Die machen es schon leicht, sich für was Neues zu entscheiden. Auch, wenn man es als „Notwehr“ ansieht.

  130. Heim ins Reich
    Das mit den 50ern ist ein verschleiernder Euphemismus. Die Afd will viel weiter zurück. In die Jahre des Mutterkreuzes, der Entsorgung und der rein weißen Nachbarschaft.

    • Und - wo können Sie das belegen?
      Oder möchten Sie das einfach mal so nur hier ablegen?

    • Oh, da hat jemand den ÖR-Säkularkatechismus im Schafschlaf drauf, wie?
      Text eingeben

    • @ Rainhart Raack sagt: 7. September 2017 um 15:08 Uhr
      Ach Herr Raack,
      lassen Sie doch Ihre unsägliche Polemik, ist doch so ähnlich wie Ihre Kommentare im Mutterkutter;
      btw.: Der Mutterkutter könnte auch die Kommentarfunktion bei den Artikeln öfters einrichten, damit der Leser auch seine Meinung eingeben kann. Teilweise ist ja zum Weglaufen, da müßte man den Mutterkutter verlassen; welch‘ ein Glück, sie (FAZ) haben ja den Don glücklicherweise.

    • Für die Führerin.
      https://www.youtube.com/watch?v=W1UkYZ-NiNg

      > 38:00

      Der demokratisch gewählte Alterspräsident im Landtag von Brandenburg Alexander Gauland, welcher von 1973 bis 2013 Mitglied der CDU war, wird von Andreas Scheuer als Rechtsradikaler bezeichnet.

      > 38:49

      Die Reihen der Blockparteien fest geschlossen.
      Stillgestanden mit debilem Blick
      Zum Kampfe steh’n
      Wir alle schon bereit!

      Die Straße frei
      Den schwarz-grün-roten Bataillonen
      Die Straße frei
      Dem Denunziantentum

      Bald flattern weiße Fahnen
      über allen Straßen
      Die Knechtschaft dauert dann
      sechszehn Jahr und ewiglich

      Die Reihen fest geschlossen.
      Die Einheitspartei marschiert.

    • Ach Quatsch!
      Wie soll denn das mit einer Lesbe als Spitzenkandidatin funktionieren? Und Volksabstimmung und mehr Demokratie passen auch nicht zur NS-Zeit.

      Und wenn sie Nazis im Parlament suchen, dann werden sie die finden – bei den anderen Parteien vor ein paar Jahrzehnten.

    • Rot...Dunkelrot...Raack
      Absteigender Ast. Tut halt weh. Innerlich. Nach außen wird dann mit Schaum vorm Maul subversiv geschnattert. Dito wie auf der FAZ Mutterscholle.

    • Naja - was die AfD will und was die AfD-Wähler wollen, ist nicht zwangsläufig identisch
      da ich die wesentlichen Vorstandmitglieder nicht persönlich kenne, bleiben mir nur Informationen aus zweiter oder dritter Hand. Inwieweit diese korrekt sind oder manipulativ genutzt werden vermag ich nicht zu beurteilen.

      Was die AfD-Wähler angeht, die ich persönlich kenne,—- also…, hmja, diese sind mehrheitlich keine Rassisten, keine Nationalisten und wollen auch nicht Deutschland in den Grenzen von 1937 zurück. Sie sind gelinde gesagt einfach stinksauer. Und da man anderorten nicht auf sie hört…. tja.

      Und man zeigt ihnen mit dem AfD-Bashing (eine echte politische Auseinandersetzung klappt wohl nicht ???), dass es offenbar keine bessere Möglichkeit gibt, seinen Frust meßbar zu artikulieren, als eben die AfD zu wählen.

    • "rein weiße Nachbarschaft"
      Jetzt sind Sie mal ehrlich, Herr Raack. Dafür sind Sie doch in die Eifel gezogen oder täusche ich mich?

    • Ach, der Sternesammler (aus der Vulkaneifel)
      des Mutterkutters jetzt auch bei Don?! Sein einstiger Counterpart, der thüringische Otto wäre mir lieber. Zeit sich nach einem neuen Don umzuschauen?
      .
      Naja, wenigstens hat der Ostpreuße aus dem unsteten Kutterkommentariat auch den Weg hierher gefunden. Bei Don geht halt immer was.

    • ach der Hr. Raack
      Gibts im Mutterschiff nicht mehr genügend Artikel, wo sie Kommentieren können, oder warum sind sie nun hier bei den Erwachsenen?
      Und sind Sie nicht der, der zu Hause viel Zeit hat, weil seine Frau arbeiten geht und aus dessen Kommentaren man v.a. herauslesen kann, daß diese primär zur Rechtfertigung des eigenen Nichtstuns bzw. Nichtbeitrags zur Gesellschaft dienen. Aus Berlin, oder? Na prima. Aber gut, spielen sie ruhig mit. So wie der Hausherr unsereiner aushält (was definitiv nicht einfach ist), so werden wir auch Sie und ihre Beleglosen und inhaltsleeren Ergüsse aushalten. Was juckt es eine deutsche Eiche…

    • Rainhart Raack ...
      … möchte zurück zu Pol Pot!

      Hat etwa den gleichen Wahrheitsgehalt.
      Kann stimmen, muss aber nicht…

    • Gönnen Sie ihm doch die Sterne!
      Beim Mutterkutter gibt es halt Sternchen für einfältige Kommentare. Nein, das ist nicht gegen den Herrn, eher gegen das Fährmittel.

      Und zur Lesbe, Herr Brodner, Sie meinen doch nicht Ulrike Lunacek, die Spitzenkandidatin der Grünen jenseits der Grenze, hinter Braunau?

    • @ alle
      ach ja, der Herr Raack. Also ich hab‘ da 2 Theorien:

      1. den gibt’s gar nicht, der ist eine Kunstfigur, erfunden vom Mutterschiff. Warum? Anfangs war der wenn ich mich erinnere fast so drauf wie die meisten von uns hier. Möglicherweise haben dann irgendwann die ganzen Millenials in der Mutterschiff-Redaktion (Andreas R., Julia B., etc.) zunehmend Weinkrämpfe und Identitätskrisen gekriegt. Dann hat man mit Raack ein Gegengewicht zur überwiegend konservativen Leserschaft unserer Generation geschaffen um denen teure Therapien und somit lange Krankzeiten zu ersparen. Dagegen spricht, dass einige von Euch den anscheinend kennen. Woher habt Ihr die Info, Netz? Oder kennt den jemand persönlich? Na, is‘ ja auch egal.

      2. Er hat immer mit Otto um die schwarzen Sterne konkurriert. Als er gesehen hat dass er an den nicht rankommt (ich selbst bin übrigens stolz darauf einmal über 1100 und mehrere Male über 1000 gehabt zu haben, ich glaube auch das hat er nie getoppt) hat er sich auf die grünen Sterne vom Mutterkutter verlegt. So ausrechenbar wie der Millenial-Teil der Redaktion ist wusste er, dass er da abgreifen kann. Unsereiner ist ja gerade froh wenn er die NICHT kriegt. Mir haben sie zu Anfang mal 3 grüne Punkte verpasst, als sie mich dann mehr kennen lernten wieder einen kassiert, mehr als 2 sind’s dann gottlob nie geworden. Naja, ich will mich nicht mit denen anlegen und auch nicht rausfliegen.

      Aber eines sollte die Redaktion sehen: ich weiß die machen Markterhebungen und so, und die Millenials werden wohl länger leben als wir. Aber wir sind noch lange nicht reif für die Urne und wenn ich mir die Lesermeinungen im Mutterschiff ansehe: zu 95% auf unserer Wellenlänge. Wenn also irgendein Nanny-Kitschsender primär auf Millenial oder jünger setzt ist das eine Sache. Ob eine früher konservativ geprägte Zeitung (beim DON ist sie ja noch original) sich einen Gefallen tut, wenn sie den Großteil ihrer Stammleserschaft vergrätzt-naja, sie sollten mal darüber nachdenken.

      Ich lach mich übrigens immer krumm wenn Raack und seine Spezies meine Trump-Texte kommentieren. Das ist immer Feiertag und ROFL hoch 10. Alle zusammen bringen die es bestenfalls auf die heilige Einfältigkeit.

      Wie gesagt, Raack scheint sich gewendet zu haben. Ich hoffe er kriegt keine allzu schlimme Krise wenn er merkt, dass er da auf den falschen Zug aufgesprungen ist. Der Trend scheint ja momentan weltweit eher nicht in Richtung rot-grün zu laufen. Aber jetzt nochmal wechseln kommt auch nicht gut, weil sonst sieht er aus wie Tauber. Naja, notfalls könnte Raack sich ja trösten, indem er eine Affäre mit Claudia Roth anfängt, hihi. Gäbe ein schönes Paar und er hätte die Lacher auf seiner Seite. Herzliches Beileid im Voraus.

      Ich hab noch 2 Fragen bei denen Ihr mir vielleicht helfen könnt:

      1. wie läuft das eigentlich mit der Freischaltung im Mutterkutter? Wenn beispielsweise der Ross einen seiner notorisch Trump-feindlichen Artikel bringt werde ich natürlich immer dagegen schießen. Ist da jeder Autor für die Freischaltung der Lesermeinungen zu SEINEN Beiträgen verantwortlich, macht das ein Team oder wie? Mir fällt nämlich auf, dass meine Texte bei Ross fast nie gebracht werden obwohl ich mich immer bemühe sie nicht zu extrem zu formulieren. Sie sind zwar so verfasst, dass der Ross sich drüber ärgern muss, aber das soll er ja. An anderen Tagen werden, bei anderen Autoren, meine Lesermeinungen gebracht, auch wenn sie viel kerniger sind.

      2. Wo ist eigentlich der Otto abgeblieben? Haben die den rausgeschmissen oder vergrätzt? Ich fand seine Texte immer toll, so schön provokant, aber vielleicht wurden sie denen irgendwann zu kernig. Ich kann mir vorstellen ich war auch ein paar mal nah dran am Rausschmiss. Hoffe nur, dass ich es mir mit dem DON nicht versaue (aber ich denke, der will auch Leben in der Bude haben und dafür bin ich immer gut). Hab ja nix dagegen wenn er ab und zu mal einen Text von mir nicht bringt, aber Hausverbot will ich denn doch nicht.

      Mal sehen ob er das hier bringt. Aber warum nicht? Die Redaktion sollte sich meine eigentlich guten Argumente oben mal genau ansehen. Der Kunde ist immer noch König und Leser wie wir sind (und bleiben!)eben ein Wirtschaftsfaktor (Auflage!).

      Keine Sorge, will schon nicht zu extrem werden.

      It’s just kicking ass and taking names.

      Im übrigen noch viele Grüße an alle.

      Eure Antworten an Raack sind cool!

    • kurzer Nachtrag zu meinem Text eben(12:01/2)
      alle zusammen bringen sie es höchstens auf die heilige Einfältigkeit

      Bevor Raack und Co. jetzt frohlocken (weil so schlau, dass sie ab und zu sprachliche Ambiguitäten ausnutzen [die einem in der Hitze des Gefechts unterlaufen] sind sie denn doch):

      die Einfältigkeit bezieht sich nicht auf meine Trump-Texte!!

    • Ja der Herr Raack mit seiner Vorliebe fürs deutsche TV-Programm und die GEZ
      @Harry Charles

      schwebt schon viele Jahre über allem. Ich las vor langer Zeit im Netz, dass er beim Mutterschiff wohl Narrenfreiheit hätte. An sich bin ich mit ihm ganz gut klargekommen, aber irgendwann ging mir seine Lobhudelei des deutschen Fernsehprogramms und sein Bekenntnis, die GEZ doch sehr gerne zu bezahlen fürchterlich auf den Keks und ich habe ihn dann gar nicht mehr ignoriert.

      Der Otto hat sich, meine Güte, das müssen ja schon drei oder vier Jahre sein, an einem Sonntag von uns verabschiedet, bei den Herzblattgeschichten, ausgerechnet. Seine Texte wurden dort an dem Sonntag reihenweise nicht freigeschaltet und so verabschiedete er sich von Raack und explizit von mir, was mich ungemein freute und veranlasste, ihn zu bitten, mich doch mit dem Raack nicht allein zu lassen, das ginge ja überhaupt nicht. Aber der Otto ist an dem Sonntag gegangen und hat später nur noch sehr wenige Kommentare abgegeben.

      Da fehlte schon Duncan aus der Schweiz, ach es fehlen etliche seit langem. Hin und wieder lese ich den Herrn Vormbaum, der aber auch nur noch selten seine Stimme erhebt, auch mit ihm hatte ich immer bestes Einvernehmen. Sein Geständnis, meine Einschätzung des Herrn Gauck vor dessen Amtsantritt nach zwei Jahren Amtszeit dieses Herrn doch als richtig zu erkennen, hat mich sehr gefreut.

      Der Herr Raack hat keine Sternchen mehr, der hat einen dicken Stern oder Punkt, alldieweil er so konstruktive Kommentare verfasst, das muss man ja erst mal bringen. Für seine Lobreden aufs TV bekam er dann Sternchen und irgendwann dann den dicken Punkt, die Mods kamen mit Zählen wohl nicht mehr nach.

      Ich hatte letztlich 12 Sterne, mich immer wieder verwundert gefragt, wofür war der denn jetzt, die Vergabe war unergründlich und peinlich außerdem.

      Meine Kommentare brachten es auch oft auf 1000 und mehr Klicks, waren oft die meistempfohlenen. Es konnte aber passieren, dass irgendwem das nicht passte, der den Kommentar als sonstwas meldete und schon war er im Nirwana verschwunden.

      Es trollen nebenan ja immer die gleichen Leute, manchmal verirrt sich einer kurz hierher.

      Ich habe mich schon vor Wochen nebenan komplett selbst gelöscht, weil ich keinen Kommentar mehr freigeschaltet bekam und nun mit der neuen Kommentaransicht, die so verschämt daher kommt, will ich nichts zu tun haben, das Mutterschiff selbst ja anscheinend auch nicht.

    • Quatsch,
      oder engl.balderdash.

  131. Zynismus
    Oben im Gastgeber ein Helikopterflug über Sint Maarten, eine Reihe weiter unten diese Überschrift:

    „Amazon will für 5 Milliarden Dollar zweites Hauptquartier bauen“

    Wenn Bezos zu viel Geld hat, wüsste ich, wo er jetzt bauen kann. Und ich wüsste auch als Banker, wer eher Kredite braucht, die dort nämlich, die für Amazon-Produkte kein Geld mehr haben.

  132. Niederschmetternd, was für unsere Zukunft heransteht
    Geschätzter Don Alphonso,
    viel Glück mit dem Wasserrohr. Ich kann Ihnen trotzdem meinen Kommentar nicht ersparen, versuche es kurz zu machen, hat auch mit Bundespolitik zu tun.
    Niederschmetternd war, was gestern Abend (06. Sept.) im SWR „macht mich meine Rente arm“ in der Reihe „Mal ehrlich“ mit Moderator Florian Weber zu sehen war.
    Das war eine (selten) qualitativ so gute Sendung, dass man die Macher ausdrücklich loben und Ihnen danken muss — der öffentl.-Rechtliche Auftrag wurde erfüllt.
    Da kamen überwiegend Bürger zu Wort und die konnten zu Ende reden, und zwei anwesenden Politikern, darunter einem jungen CDU-Schnösel, direkt die Meinung sagen.

    Es kamen Frauen zu Wort, die eine monatliche Rente ab 600,– Euro monatlich haben und ein Professor der endlich mal Klartext und konkret redete, was Sache und Zukunft ist.
    Von diesem kurz das Wichtigste:
    Die Rente oberhalb der Armutsgrenze von ca. 1.200,– Euro erreicht zukünftig, wer 43 Jahre lang ein durchschnittliches Monatseinkommen von 2.800,– Euro brutto hat –Ohne Unterbrechung–.

    Jede Unterschreitung oder Unterbrechung durch Kinderpause, Teilzeit usw. unterschreitet diese Grenze und zwingt gegebenenfalls zur Aufstockung was „Ausziehen bis auf die Unterhose“ und erniedrigendes Mitbestimmung „des Amtes“ (wie groß die Wohnung sein darf, wie viele Autos die Familie haben darf, welche Immobilie man verkaufen muss usw) zur Folge hat.

    Und dies ist alles Unvermeidliches Deutsches Schicksal? Nein !

    In Österreich
    liegt das Rentenniveau bei 80 Prozent des Durchschnittlohnes, ein Österreichischer Rentner hat durchschnittlich 800,– Euro (!) mehr Rente als ein Deutscher Rentner.

    In der Schweiz
    zahlen alle (Arbeitnehmer, Beamte, Politiker) in die gleiche Kasse. Es gibt eine Mindestrente die eine würdige Rentenhöhe auf jeden Fall garantiert, völlig unabhängig ob Fehlzeiten durch Kinder oder Teilzeit vorliegen, Aufstockungen und Erniedrigungen ausgeschlossen!
    Weitere ähnliche Beispiele gibt es aus skandinavischen Ländern.

    Fazit: 16 Jahre Kohl/Blüm und 12 Jahre Merkel (das sind 28 Jahre) plus SPD-grün dazwischen waren die Verantwortlichen unfähig kleinere Nachbarn in erfolgreichen und beneidenswerten Rentensystemen auch nur annähernd nachzuahmen. Stattdessen haben sie uns in ein Desaster der kommenden Armut gesteuert.

    Wenn ich dann noch das Desaster der Masse der unkontrollierten Einreise anschaue und das Risiko mit Schlüsselindustrien (Autos, Energie, China baut irgendwann seine „Audis“ selber) dann kann ich es keinem verdenken der angesichts des Schreckens und drohenden Absturzes unbedacht und aus Verzweiflung eine neue noch nicht abschätzbare Partei wählt.

    Es sind Zeiten in Aussicht wo man als Deutscher im Ausland nicht mehr geachtet angesehen wird sondern mitleidsvoll, wenn man sich eine Urlaubsreise überhaupt noch leisten kann und Österreichische und Schweizer Rentner zu Gesicht bekommt, da die dann wahrscheinlich im besseren Urlaubsquartier wohnen.
    Danke Bonn und Berlin, echt gut gemacht.

    Gibt ja auch echt wichtigere Themen, wie etwa „Entsorgung“ oder die High Heels von Frau Tump oder Herr Orbans Flüchtlinge … ok, ich hör auf. Danke fürs Lesen.

    • Miese Performance a la longue
      Bonn steckt da noch mit drin, das ist richtig. Vergleicht man zudem z.B. auf statista.com die Fertilitätsraten der besagten Länder CH/A/D, so stellt man fest daß diese annähernd gleichlaufend sind. Dies nur der Vollständigkeit halber da doch immer sofort bei Rentendiskussionen und Vergleiche innerhalb der deutschsprachigen Länder das Demographieargument um die Ecke geschossen kommt. Warum geht’s in A & CH und nicht hier? Stellen Sie übrigens diese Frage an der Basis und Auge in Auge (das geht vor Wahlen) der beiden grossen zuständigen Parteien, die seit Jahrzehnten dieses Thema verschlafen, so ernten Sie ungläubige Gesichter, gerade so „Ja schön was Sie da sagen, aber was haben wir damit zu tun?“

      Unglaublich, daß angesichts solcher Zahlen und Erwartungen immer noch CDU/CSU & SPD, diese Nullperformer, zusammen auf approx. 60% Zustimmung kommen. Was ist das? Realsatire oderwas?

  133. Historische Metapher
    Aus meiner Sicht handelt es sich bei der unterstellten Sehnsucht der AfD nach den 50er Jahren um eine Metapher, daher gehen Ausflüge in die Geschichte auch am Vorwurf vorbei. Der Wert von auf Historik basierender Metaphern ist natürlich diskutabel. Schwerer wiegt der Grundvorwurf an die AfD – die Partei möchte zurück in eine Welt, in der „alles seinen Platz hat“, es eine gefühlte göttliche oder natürliche Ordnung (je nach Präferenz) gibt, die unwiderruflich ist. Das ist ein Topos, der sich durch viele der Politikfelder, in denen die AfD ihre Kernkompetenzen sieht hindurchzieht, sei es bei der Migrations-, der Familien-, der Wirtschafts- oder der Bildungspolitik. Leider geht diese „natürliche Ordnung der Dinge“ an der Lebenswirklichkeit vieler Menschen vorbei, und wird hoffentlich niemals wieder allgemeine Staatsdoktrin werden.

    • Eine natürliche Ordnung - ... nun, das kommt auf das Verständnis von Natur an
      ich bin kein AfDler (warum zum Kuckuck und in Dreiteufelsnamen fühle ich mich eigentlich ständig verpflichtet, dies auszudrücken, auch wenn es wahr ist?), aber eine natürliche Ordnung ist ja nicht per se abzulehnen.

      Wenn man natürlich die göttliche oder eugenische Bevorzugung von „Rassen“ darunter versteht, dann teile ich diese Ablehnung durchaus.

      Grundlegende, von der Natur vorgegebene „Regeln“ sind z.B., dass man (wenn dem nichts entgegensteht – Faulheit oder weltanschauliche Gründe lasse ich nicht gelten) für seinen Lebensunterhalt selber sorgt (wie in der Tierwelt) und dass man in einer Gesellschaft solidarisch (Natur –> Rudel) miteinander umgeht. „Natürliche Ordnung“ verstehe ich selbst auch so, dass die Regeln des Zusammenlebens jedem geistig Gesunden mehr oder weniger selbsterklärend sind, dass man eben keinen juristischen Berater benötigt, um zu verstehen, was erlaubt ist und wie man dabei vorgehen muss.

      Wenn aber alles im Umbruch ist, niemand sich getraut zu sagen, wohin das führen wird und soll und man bei vielen Entscheidungen im politischen oder juristischen Bereich nicht mehr versteht, warum und wofür, dann ist die natürliche Ordnung der Dinge nicht mehr gegeben.

      Möglicherweise mache ich es mir hier einfach – ich beherrsche die teilweise skurilen Spielregeln durchaus, was nicht heißen muss, dass ich sie deswegen gut finde. Gut – was das Unwiderrufliche angeht, das ist natürlich Kokolores – jeder weis, dass Nichts ewigen Bestand hat. Manche mögen jetzt sagen, hier gäbe es Gott. Ich bin kein Attheist, aber solange Gott hier im Blog sich nicht beteiligt, denke ich, kann man diese besondere Entität mal außen vor lassen.

      Allerdings…. also die Political Correctness ist schon ein bisschen dabei, Staatsdoktrin zu werden (und geht an der Lebenswirklichkeit vieler Menschen vorbei).

    • Verräterische Terminologie
      Eine „allgemeine Staatsdoktrin“ hatten wir jetzt lange genug. Ideologiegesteuerte Politik („der politische Wille“) von der Euro-Einführung über Bankenrettung, Energiewende und Grenzöffnung bis zur Demontage von Schlüsselindustrien, alles begleitet von indoktrinierenden Medien.

      Gefragt wäre nun eine Wende zu vernunftgeleiteter Politik.

    • eine Welt in der alles seinen Platz hat ...
      … kriegen Sie auch ganz ohne göttliche und natürliche Ordnung durch (direkte bzw. direktere) Demokratie à la Schweiz.

      Da muss sich der Stimmbürger nicht für blöd verkaufen lassen.

      Das Standardargument der deutschländischen Politikerkaste „die Leute sind dafür zu blöd, nur wir wissen es besser was gut ist“ kann durch eine kleine Rückschau auf das 20. Jahrhundert leicht als Lüge entlarvt werden.

  134. Da haben Sie leider die aktuelle Diskussion verschlafen,
    denn der AFD wird der Drang zurück in die 30er Jahre nachgesagt; was genauso hanebüchen ist. Erst irgendwas postulieren, was man gehört habe, um es dann zu widerlegen. Na ja.
    Und was konkret die 60er gebracht haben?
    Frei nach Kohl: Entscheidend ist, was hinten dabei rauskommt; oder FJD: Auch ich habe einmal französischen Käse gefressen.
    Gerade heute und gerade angesichts der sittlich-moralischen Verwahrlosung unsere gottlosen Gesellschaft, vor allem derer aus dem Osten…
    Was bin ich froh, dass mir eine katholische Ordensschwester in der kindlichen Früherziehung, das eine oder andere Mal eine Backpfeife gab. Es sei Ihr aufrichtig gedankt! Ich will deswegen kein Geld.

  135. Frische Kräuter
    Hmm, dann habe ich das vielleicht missverstanden, tut mir leid, aber so ist es bei mir angekommen.
    Eine kleine Korrektur: Maggi war kein Ersatz für frische Kräuter, sondern für den zeitweise viel teureren Liebigs Fleischextrakt.

  136. Die AfD will eher in die 80iger als die 50iger...
    Wer glaubt schon die Beschimpfungen über die AfD? Die ach so homophobe und altbackene Partei hat eine homosexuelle Spitzenkadidatin! Das ist der SPD noch nicht passiert.

    Und die restlichen Vorschläge der AfD werden erst abgekanzelt, dann aber (manchmal) klammheimlich umgesetzt. Die Balkanroute galt Frau Merkel als unverschliessbar – bis sie einfach geschlossen wurde und dieser Umstand ihr den Hintern rettet. Nun passiert ähnliches am Mittelmeer (die FAZ berichtete dazu) und auch diese Route wird dich gemacht. Ich bin mir sicher, es dauert auch nur noch 2-3 Terroranschläge, bis wir das mit der unmöglichen Abschiebung auch hinbekommen. Aber auch andere Themen wie Diesel, Frauenquote und Familie, sind von der AfD vernünftiger und ideologiefreier bearbeitet worden als von unserer Regierung (oder noch schlimmer: der derzeitigen Opposition im BT).

    Also: Warum die AfD verteufeln. Warum ist es gut, wenn sie einen Misserfolg hat, aber bei der CDU, die uns nachweislich ruiniert wäre es schlecht? Wozu eigentlich Demokratie, wenn wir dann dennoch länger eine/n Kanzler/in an der Macht haben als die meisten Monarchen. Selbst in Russland musste Putin arg tricksen, um so lange an der Macht zu bleiben. Bei Putin dann (zu Recht) kritisiert, ist es bei Merkel kein Problem.

  137. Titel eingeben
    Es geht doch in erster Linie um die Migrationspolitik bei vielen Wählern.

    Sie interpretieren viel zu viel in eine klare Protestwahl hinein.

    Alle wissen doch das die AFD nicht an die Macht kommen wird, es ist doch völlig irrelevant was im
    Detail im Wahlprogramm der AFD steht.

    Ich werde AFD nur aus einem Grund wählen: ich möchte keine Migration von Muslimen (in dieser Größenordnung) und ich will eine Reformierung des Asylgesetzes um den millionenfachen Missbrauch zu stoppen. Menschen kommen zu uns nicht aufgrund politischer Verfolgung, das ist doch offensichtlicher Unsinn. Sie kommen aus Armutsgründen.Hier muss Hilfe vor Ort erfolgen, die ineffiziente jahrzehntelange Versorgung im Inland wird unsere Sozialsysteme extrem belasten, und dieses Geld wird letztendlich in der Emtwicklungshilfe fehlen.

    Was kostet ein Migrant in Deutschland, was kostet Hilfe im Kongo oder Eritrea?

    Ich bin dazu nicht prinzipiell gegen Einwanderung, ganz im Gegenteil.

    Aber die Einwanderung muss gesteuert sein, angepasst an Kapazitäten und verteilt auf Menschen verschiedener Kulturkreise.

    Warum gibt es kein einziges muslimisches Land mit wirklichen individuellen Freiheitsrechten? Zufall?

    Viele Muslime teilen nicht unsere Werte, daran ändert auch kein Integrationskurs etwas.

    Seien wir doch ehrlich: wer muss die Integrationsarbeit denn leisten? Faz Redakteure mit Wohnsitz Sachsenhausen oder Prenzlauer Berg? Warum sind so viele liberale Intellektuelle so unbesorgt ueber die Massenmigration? Ich glaube es hat auch etwas mit der Tatsache zu tun das die meisten von ihnen nicht direkt betroffen sind.

    Dazu missfaellt mir die undemokratische Medienkampagne, Stichwort Boateng. Das war ganz klar eine Verzerrung der Kernaussage von Gauland, er wusste nicht wer Boateng ueberhaupt ist, geschweige denn dass er schwarz ist.

    Meine Hoffnung ist eine Kursänderung bei der FDP und der CDU, nur deshalb werde ich AFD wählen.

    Das Wahlprogramm der AFD ist mir dabei herzlichst egal, genauso wie ein Höcke.

    • Liberale Intellektuelle
      „Warum sind so viele liberale Intellektuelle so unbesorgt ueber die Massenmigration?“ Das ist eine gute Frage. Vielleicht sind nicht alle Liberale auch Intellektuelle und umgekehrt, oder diese Personen haben kein ökonomisches Verständnis, d.h. können schlicht nicht rechnen. Es ist bekannt, dass man einige wirtschaftspolitische Ziele nicht gleichzeitig erreichen kann (Stichwort: Stabilitätsgesetz, Magisches Viereck). Das gilt als ökonomisches Gesetz. Nur ist bisher noch keiner auf die Idee gekommen, eine unbegrenzte Massenmigration als Ziel auszurufen. Der Nobelpreisträger M. Friedman sagt zu dem Thema, dass man offene Grenzen oder einen Wohlfahrtsstaat haben, aber nicht beides gleichzeitig. Nicht nur für liberal denkende Ökonomen plausibel, und eine Gesetzmäßigkeit. Ein Ökonom sollte zudem unter Zugrundelegung von bestimmten Annahmen über die Zuwanderung in der Lage sein, auszurechnen, ob, wann und unter welchen Bedingungen der Sozialstaat kippt. Eine Obergrenze könnte man ausrechnen, wenn man denn wollte, und zugleich Einwanderungskriterien daraus definieren, die langfristig mit dem Sozialstaat verträglich sind.

    • Titel eingeben
      Soso, ich bin als AFD Wähler also auf der Suche nach Idyll und Romantik, dazu natürlich bitte alles schön arisch-homogen.

      Ihre Ignoranz und Überheblichkeit ist unfassbar.

      Keine ihrer Unterstellungen ist auch nur im Ansatz korrekt.

      Ich waehle wie viele andete AFD als Protest gegen eine desaströse Migrationspolitik.

      PS Ich bin Akademiker, fahre keinen Diesel Kombi und wohne in einer 6 Millionen Stadt im Ausland. Ist ihnen das „metropolitan“ genug?

    • Ich hab mir das überlegt. Vor zwei Jahren. Ob ich schreibe.
      Oder ob ich still mit trotte.
      Und ich will schreiben. Mit allen Konsequenzen.

      Es ist eh so wenig, was ein Einzelner zur Zeit tun kann.

  138. Protestwähler
    Die AfD ist für mich ein Sauhaufen, ich bitte den Ausdruck zu entschuldigen, dennoch hat sie bereits meine Stimme per Breifwahl erhalten. Ein wesentlicher Grund ist, dass ich im Parlament und Medien in vielen Bereichen nur noch eine Einheitsfront sehe. Eine Opposition existiert nicht. Ein nenneswerter Wechsel in der Politik gab es in der Vergangenheit in zahlreichen Ländern erst dann, wenn sich dort im rechten Rand starke politische Kräfte gebildet haben. Da fallen mir Länder wie NL, Österreich, Dänemark oder Australien ein. Vor einigen Tagen gab es einen Bericht in Weltonlie über Australien. Dort hat die Regierung die Einwanderungspolitik vor dem Hintergrund des Erstarkens der rechten Parteien weiter verschärft. In der islamischen Migrationspolitik wird es unter den aktuellen Bedingungen nur noch schlimmer werden.

    • Ein Sauhaufen ist auch nur eine Herde
      Ich hatte kürzlich überlegt ob ein
      Schweinsteiger der Chef des Sauhaufens ist,
      also so etwas wie der Oberhirte.

      Die andere Definition wäre ggf der
      Satz: Was dem einen sein Ziegenf… ist dem
      anderen sein Schweinst….

      Aber das gehört hier wirklich nicht hin
      und ich habe das auch so nie gesagt
      sondern nur gedacht, ggf mal
      laut in Erwägung gezogen.

  139. Titel eingeben
    PS Ich wähle AFD weil ich an der Zukunft interessiert bin, und nicht an den 50ern.

  140. Nihilismus?
    Ich habe unter den „Linken“ in meinem Leben viele erlebt, die eigentlich vor allem und rabiat und systematisch DAGEGEN waren, ohne sich ernsthaft um gangbare Alternativen zu kümmern. (Diese linken System-Alternativen sind dann Luftschlösser. Oder totalitäre Albträume. Man vermeidet nach Möglichkeit, über sie zu sprechen, um dieser Peinlichkeit zu entgehen.)

    Jetzt, so scheint mir, dominiert ein ähnlich aggressives, pauschales, bauchgesteuertes, ressentimentgeladenes, neurotisches, nacktes DAGEGENsein auch rechts außen. Bei der AfD.

    Dieses DAGEGENsein investiert wenig Energie in konstruktive Optionen. WOFÜR seid ihr eigentlich – außer, dass ihr GEGEN Multikulti und GEGEN Einwanderung seid? (Und GEGEN Gendermainstreaming und GEGEN den Euro und GEGEN ökologische Politik und GEGEN Beschneidung und GEGEN Islam und GEGEN den Parlamentarismus und GEGEN mainstream media und GEGEN noch so allerlei.)

    Es ist vor allem diese wilde, verantwortungslose Lust am Kaputtmachen des „ganzen Systems“, die ich da spüre und die mich fragen lässt: Ist es nicht im Kern Nihilismus, was sich da zeigt?

    Gibt es sowas wie „Kaputtmach-Revolutionäre“? Also Revolutionäre ohne eine zumindest im Ansatz konstruktive Utopie?

    Zurück in die 50er (oder in ein anderes Jahrzehnt) ist keine konstruktive Utopie. Man müsste dann auch den gesamten technologischen Fortschritt rückgängig machen. Bzw. 50er Jahre + Technologie von 2017 (samt einigen kulturellen Veränderungen, die wohl auch ein AfDler nicht missen möchte?) – das ergibt keinen politisch-konstruktiven Sinn. Technologie-Ökonomie-Kultur-Politik hängen eng miteinander zusammen, wirken aufeinander, gehen auseinander hervor.

    Was wollen sie also, diese missgelaunten, von der Moderne irritierten, genervten, überforderten politischen Randalierer von rechts? Ich meine das nicht punktuell, sondern konzeptionell. Was für eine Gesellschaft stellen sie sich vor – auf einigermaßen realistischer Grundlage?

    Konservativ sind sie dabei jedenfalls nicht. Denn konservativ sein hieße immer auch: die Realitäten, die Möglichkeiten, die Handlungsgrenzen nüchtern und bescheiden zur Kenntnis zu nehmen.

    Alternative für Deutschland: „Wir sind die Alternative zu den anderen Parteien, zu den Medien, zum Kulturbetrieb – zum System, wie es jetzt ist. Wir brauchen und wollen ein anderes System.“ – Aber welches?

    Ein völkisches – so legen es die Äußerungen der AfD nahe. Ein marktradikales, das hart mit allen Versagern umspringt. Ein kulturreaktionäres, das sich ungeniert in die privaten Lebenswelten einmischt, wenn die nicht dem völkischen und kulturreaktionären Ideal entsprechen sollte. Auf jeden Fall: Deutschland zuerst! Die Politik muss (wieder?!) nationalistisch nach außen, völkisch und autoritär nach innen werden.

    Ist das auf der Grundlage der heutigen technologischen, ökonomischen, kulturellen, politischen Realitäten ein realistisches Konzept?

    • Der Nihilismus von @Leo Brux
      Mir ist nicht klar, wen Sie jetzt angehen wollen: nur Afd-Mitglieder oder alle, die nicht links sind. Und dann werfen Sie dieser nicht definierten Zielgruppe das nicht vorhandene Konzept vor. Wo bitte ist denn Ihr „Konzept“?

    • Von nix kommt nix
      „Ich habe unter den „Linken“ in meinem Leben viele erlebt, die eigentlich vor allem und rabiat und systematisch DAGEGEN waren, ohne sich ernsthaft um gangbare Alternativen zu kümmern.

      Jetzt, so scheint mir, dominiert ein ähnlich aggressives, pauschales, bauchgesteuertes, ressentimentgeladenes, neurotisches, nacktes DAGEGENsein auch rechts außen. Bei der AfD. “

      Wenn Sie Trump und seinen politischen Werdegang in den USA betrachten, wo es keine derartige Euro-, Griechenland- oder Flüchtlingskrise gab, bleiben nicht viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Parallelen zu Deutschland übrig. Einige sind aber maßgeblich. Trump ist die Reaktion auf Ihre zuvor beschriebene und mit „Gewalt“ betriebene gesellschaftliche Umformung im Namen der PC durch die durch die Institutionen gewanderte Linke. Die PC, die Meinungsunterdrückung, die Bevormundung, die Ideologien die über der Realität stehen, die Moralisierung, wo es unwiderlegbare Fakten gibt, die an den Haaren herbeigezogenen Vorwürfe, all die Keulen gegen Andersdenkende, der ständige Versuch durch Verleumdungen andere mundtot zu machen – all das hat vor fast keiner Sub-Gruppe mehr halt gemacht. Selbst die Feministinnen bekriegen sich untereinander, versuchen sich gegenseitig mundtot zu machen und zu diffamieren. Geradzu asoziale Verleumder(Innen) und egoman um sich keifende, die sich selbst zynisch als Unschuldige und diskriminierte Opfer betrachten, passenderweise hier und da Schneeflöckchen nun genannt werden. Opferkult und Diskriminierungskult allüberall. Die Politik etablierter Parteien steht komplett unter all diesen Fuchteln. Das Geld wird für all das ideologische Gewäsch und pseudo-wissenschaftliche Erkenntnis-Reformen nur so rausgeschmissen und in der ganzen Welt verteil. Es zählt nirgendwo mehr Ratio, die Vernunft. Moral frisst Hirn. Echt wissenschaftliche Erkenntnisse spielen in der Politik keine Rolle mehr, sondern nur noch das wohlige Bauchgefühl der Schneeflocken.

      Aus all dem resultiert die Politik der letzten Jahre. Als es nur bestimmte Sektoren betraf (z.B. die Hochschulen), fernab der Fundamente dieses Landes, hat es niemanden gekratzt. Aber als wider besseren Wissens und Expertise eklatante Fehler gemacht wurden, schon als Griechenland in die Euro-Zone kam und alles nur noch verschlimmbessert wurde und wird, braucht es nun eine Reißleine. Nach wie vor wird jede Kritik an all dem ideologischen Schund, der sich angesammelt hat, mit der Keule runtergeprügelt. Die Politiker aller Parteien im BT sind dabei. Die Einflussmöglichkeiten der Bürger sind minimal, obwohl solide Umfragen eine klare Sprache sprechen und auch die letzten LTW dies tun.

      Das sind die Ursachen dafür, dass diese Opposition entsteht und die Ideologien sind es, die die Debatten so anheizen.

    • Ich erlaube mir
      gegen alle DAGEGEN zu sein, die mir vorschreiben wollen, was ich denken, sagen, essen, tun oder wählen soll. Ich bin für alles, was unser Grundgesetz hergibt. Ich bin aber auch für die deutsche Leitkultur. Ich habe die ersten 10 Lebensjahre in einer islamischen Gesellschaft gelebt. Ich bin DAGEGEN, diese islamische Gesellschafts- und Lebensform in Deutschland in Europa ausbreiten lassen. Ich bin dafür, ohne Angst vor irgendwelchen, durchgeknallten Anhängern einer Religion, egal welcher, Kritik auszuüben oder auch auf eine Winzerfest zu gehen. Ich könnte Ihnen boch hunderte Dafür und Dagegen schreiben. Ich belasse es dabei. Außer diesem noch: ich bin gegen eine prinzipienlose Kanzlerin, die von heute auf morgen ihre Überzeugungen adacta legt und konträre Positionen einnimmt

    • Jetzt wischen Sie sich mal den Schaum vorm Mund weg
      und dann verkehren Sie jede Aussage, die Sie der AfD bzw. deren Wählern zudichten, in das genaue Gegenteil. Und dann überlegen Sie, ob Sie DAFÜR sind, was Ihnen da entgegenlacht. Und dann werden Sie zu dem Schluss kommen, dass es die MITTE zwischen den beiden Extremen ist, was WIR wollen.

  141. Es gibt kein richtiges Leben im falschen
    Bei diesem Satz handelt es sich um eine Sentenz des deutschen Philosophen Theodor W. Adorno aus dessen Minima Moralia.
    Das geflügelte Wort gilt heute als sein berühmtester Satz, als sprichwörtlich gewordene Wendung.
    Die Minima Moralia entstanden zwischen 1944 und 1947 im amerikanischen Exil unter dem Eindruck des faschistischen Terrors in Europa.Innerhalb des Werkes bildet der Satz die abschließende Sentenz eines über zwei Seiten langen Aphorismus mit dem Titel Asyl für Obdachlose , der sich mit den Schwierigkeiten beschäftigt, sich in modernen Zeiten irgendwo häuslich einzurichten.Adorno bekräftigt mit seinem Satz die Differenz von richtig und falsch und die Wichtigkeit, sich den Sinn für das Richtige nicht nehmen zu lassen.

    In der ersten, ursprünglichen Textfassung lautete der Satz:
    Es läßt sich privat nicht mehr richtig leben.

    aus Wikipedia.

    Ob er damals Depressionen hatte?

    Es gab nach 1950 auch in Deutschland Menschen die
    tatsächlich wieder (auf)leben wollten.

    Ich Frage mich ob es vernünftig ist sein Leben
    nur nach moralischen Kategorien einzurichten
    ohne dabei Kompromisse eingehen zu wollen.

    Wer den Satz oben wirklich ernst nimmt,
    wird wahrscheinlich irgendwann Handlungsunfähig
    da jede Handlung falsch sein kann.

    Nach dem Zitat blieben alle Diesel in der Garage,
    alle Grenzen offen. Kein Kohlekraftwerk läuft und
    kein Bauer benutzt Gentechnik und der Arzt
    natürlich auch nicht.

    Herr Adorno hätte ein Gespräch mit jemandem
    führen sollen der einen Rettungswagen fährt.
    Nicht wegen des Dieselmotors.
    Es könnte sein das er zu spät ankommt wenn
    er zu langsam fährt.
    Aber bei Glatteis auf der Straße nutzt es
    dem Notfallpatienten nicht wenn sein Retter
    in den Graben fährt.

    Die vielen Leute die heute meinen
    alle retten zu müssen werden sehr
    bald niemanden mehr retten können
    weil sie sich und andere mit
    ihren moralischen Forderungen
    hoffnungslos überfordern.

    Die AfD hat wohl erkannt das es
    so etwas wie eine notwendige
    Eigensicherung gibt.

    Am Anfang ging es der AfD nur um die Rettung
    der Finanzen, heute geht es um sehr viel mehr.
    Und die AfD traut den Bürgern auch eher als
    anderen zu, selbst Entscheidungen treffen
    zu können.
    (Die SPD fragt nicht einmal ihre
    Mitglieder wer Kandidat werden soll)

    Ich mache noch einen Ausflug
    in die direkte Vorgeschichte nämlich unserem
    moralischen Tiefpunkt.
    Gemeint ist der Brudermord.

    Wir tragen unser Kainsmal.
    Wir wurden verurteilt reich und berühmt
    aber nicht beliebt zu werden.
    Wir Wissen das und schämen uns.
    Wir bauten deshalb ein Denkmal
    in Berlin, das jemand als unser
    Denkmal der Schande bezeichnet hat.
    Was richtig ist. Ein Glanzpunkt
    der Geschichte ist es schließlich
    nicht gewesen. Empfindungen
    die man dies bezüglich hat lassen
    sich aber nicht vorschreiben.
    Man sollte sie aber kommunizieren
    können ohne gleich verurteilt zu werden.

    Die Frage ist welche Konsequenzen ziehen wir daraus.

    Ich kann im Moment nur empfehlen
    den Versuch zu machen ein normales Leben zu führen
    das auch Fehler beinhaltet und den
    moralischen Zeigefinger in der Hosentasche zu lassen.

    Wenn ich meinen Auspacke zeige ich auf
    Präsident Steinmeier der 2017 das Grab
    von Terroristenführer J Arafat besucht hat
    aber keine Gedenkfeier
    die an den 6Tagekrieg 1967 erinnert als
    Israel um sein überleben kämpfte.

    Ich hätte Moshe Dayan besucht.
    Aber nicht wegen der deutschen Geschichte.
    Der Mann ist mir einfach sympathischer und
    Israel ist mir lieber als die PLO, die Hamas oder der Iran.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mosche_Dajan#Zweiter_Weltkrieg

    PS: Es ist natürlich auch nicht korrekt
    wenn ich für eine 1 Staatenlösung in Israel bin,
    das soll man dort im Parlament entscheiden.

    Ich hatte die 1 Staatenlösung in Deutschland auch begrüßt,
    aber wollen die Israelis wirklich die Hamas in der
    Knesset haben wie wir die Linke im Bundestag?

  142. Maggi war Schweizer
    das weiß ich natürlich; aber im Herzen war er Deutscher!
    Was Literatur betrifft: hier glaube ich an ein Großdeutschland mit Österreich und Schweiz, denn auf deren deutschsprachige Literatur können wir keinesfalls verzichten!
    Ich möchte auf keinen Fall diese Länder besetzen, aber ihre Literatur vereinnahmen.
    Natürlich friedlich durch Lesen.

  143. Titel eingeben
    Interessanter Aufsatz, nun ich selbst bin in dieser Gegend aufgewachsen. Ein Kind der 50er Jahre.
    Demokratie entsteht nicht übernacht.
    Es ist ein steter Prozess, mal geht es voran dann wieder zurück.
    Wer weiss schon wie es wirklich war in der Vergangenheit.
    Jeder erlebt die Welt anders.
    Jeder lebt in seiner Wirklichkeit.
    Nun ich würde nicht so gerne die Linke mit der AfD vergleichen.
    Beide sind die Parteien die, die Ränder der Gesellschaft abgrasen.
    Heute haben wir eine Zeit in der es Ideologien schwer haben.
    Menschen lieben zwar nach wie vor Heilsversprechen und die primitive Logik von „wenn dann dann“
    Ja auch in den 50er Jahren gab es Freigeister.
    Es würde die Basis geschaffen die Adorno, Mitscherlich, und das was man Frankfurter Schule nennt möglich machten.
    Der Aufbruch der 68er war also ein Resultat der 50er.
    Ja natürlich Betrachte ich es als geradezu ein Wunder wie weit wir gekommen sind.
    Wir haben es versucht und versuchen es die allgemeinen Menschenrechte in unserer Gesellschaft zu leben.
    Das sich nun immer wieder Menschen finden, denen Menschenrechte und Demokratie ein Dorn im Auge sind ist doch logisch.
    In diesen Zeiten ist Politik eben auch ein Geschäftsmodell, Politiker werden zu Medienstars, auch wenn sie dies nicht gerne hören denn das sind die nunmal.
    Werbeagenture und sonstige Berater produzieren ein wählbares Produkt, jedes Produkt sucht seine Marktlücke.
    Denn ein Platz an der Sonne in einem Parlament oder in einer Parteifunktion ist auch rein wirtschaftlich erstrebenswert.
    Warum sollte man sich nicht so verhalten, ein Produkt sucht nach Aufmerksamkeit.
    Dabei spielt es gerade was das Erscheinungsbild angeht keine sonderlich Rolle ob man positiv oder negativ ins Gespräch kommt, Hauptsache man bekommt Aufmerksamkeit.
    In den Medialen Zeiten in denen man in nahezu Echtzeit um. Aufmerksamkeit buhlt ist jedes Mittel recht.
    Diesen Umstand nutzen auch Terroristen aus.
    Was wäre Nordkorea und Kim jong u ohne seine Atom und Raketentests.
    Genau ein unbedeutender Despot der sein Volk verhungern lässt.
    Was wäre ein Höcke, Gauland und wie sie alle heißen ohne ihre Skandale, die sie jeden Tag in die Schlagzeilen bringen.
    Von Trump will auch reden, der ist die Blaupause des modernen Medienpolitikers. Er hat einen hohen Unterhaltungswert, er bietet sich feil und wir alle sind begeistert, die einen weil sie ihn kritisieren und die anderen weil sie als seine Unterstützer selbst in den Fokus der Aufmerksamkeit gelangen.
    Da wirkt Putin mit seinen Urlaubsbildern mit freiem Oberkörper gerade zu. 50er
    Und Merkel, wie eine biedere Hausfrau, wenn sie in Sudtirolwandern geht irgendwie
    auch 50er. Beschaulich und brav..
    Verlässlich und sehr deutsch volksnah, und bloß nicht zu abgehoben wirken und auf keinen en Fall zu schlau.(elitär wäre sie schon als Doktor der Physik.
    Übrigens Strauß hatte keine Scheu elitär zu wirken, schnell und in jeder Rede hier ich habe das grosse Latinum, ja auch das waren die. 50er da zählte Bildung noch als erstrebenswert.
    Ach ja die Angst vor den Eliten, die Ablehnung der Eliten auch so ein Thema, aber das ist eine andere Geschichte

  144. Ziemlich einseitig
    Die Gegner der AfD behaupten, sie wolle zurück in die 50er Jahre. Aber behaupten das auch die AfD-Anhänger und -Wähler? Wollen sie nicht vielmehr zurück in eine Zeit vor dem Euro, der schrankenlosen Einwanderung, den offenen Grenzen, dem islamistischenTerror, wo Frauen noch ohne massiven Polizeischutz Silvester feiern konnten, wo es keine Parallelgesellschaften und No-Go-Areas gab usw.? Sind die AfD-Wähler nicht vielmehr seit dem Linksrutsch der CDU heimatlose Konservative der 80er und 90er Jahre?

    • Truth hurts
      Das ist sicherlich eine große Gruppe rechtschaffener AfD-Wähler, zu der auch viele Migranten gehören, übrigens. Fragen Sie mal den Aussiedler in der Nachbarschaft, der seiner Familie hier mit großzügiger Starthilfe dankbar und bienenfleißig eine Existenz aufgebaut hat und sich nun die Haare rauft angesichts dieser fortwährenden politisch-dogmatischen Gesinnungsethik und quasireligiöser Fehlprogrammierung (Welcomekirche) der Größten Koalition aller Zeiten, die uns vor allem einen erodierenden Rechtsstaat, archaischen Sittenimport und überforderte Sozialaysteme einzubrocken droht.

      eine andere große Wählergruppe ist die, die diesen Wahnsinn mittels der einzigen demokratischen Motbremse stoppen will, die ihr zur Verfügung steht.

      Was die paar unappetitlichen Parteigänger angeht: die gibts in jeder Partei.

  145. Titel eingeben
    Kurz zusammengefasst: AfDler haben’s gerne schön. In Deutschland. Und das soll auch so bleiben.

  146. Schöne Geschichte - Thema verfehlt
    Wer behauptet denn, die AfD wolle zurück in die 50er? Und wo gibt es Beispiele dafür?

    Der AfD von Höcke wird doch stets vorgeworfen, sie wolle in die 1933 Jahre zurück. Aber selbst das hat noch keiner belegt.

    Vielleicht will sie ja auch nur in die 80er zurück, wo es noch keine politcal Correctness gab, keine Ehe für alle gab und man von den Grünen und den Umweltverbänden aus Gründen des Umweltschutzes zum Kauf eines Diesel genötigt wurde – wenn man schon nicht Bahnfahren wollte.

    Also eine unbegründete These aufgestellt, lange drum rum geschwätzt und nichts erreicht. Aber schöne Bilder aufgerufen.

  147. Lieber DA
    Gerade schrieb ich eine Antwort auf den Beitrag von „Wernher der Gartenaere“ als es einen Page-Refresh gab und meine Textbox leer war. Sollte meine halbfertige Antwort also bei Ihnen ankommen, bitte nicht freischalten. Das hier natürlich auch nicht.

    Danke!

  148. Dass hier so viele auf den Blog von Don Alphonso reagieren zeigt,...
    … dass darin gar profunde Erkenntnisse ruhen müssen. Auch nach mehrmaligem Lesen konnte ich da allerdings keinen tiefschürfender Sinn erkennen.

    • ... Tja ..
      … Frau Özuguz & Co können ja auch – selbst bei entsprechender Besoldung – keine deutsche Kultur erkennen …

    • tiefschürfender Sinn
      .
      Wie tief, genau, müsste denn, Ihrer Ansicht nach, tiefschürfender Sinn
      geschürft sein, um als tiefschürfender Sinn bewertet werden zu können?

    • Ach wissen Sie,
      das musste ich schon so oft bei Artikeln in der ZEIT, der Süddeutschen und auch der FAZ feststellen – z. B. wie bei dem Artikel über die Schuhe von Frau Trump „Auf High-Heels in die Katastrophe“. Allerdings hatte ich da keine profunden Erkenntnisse erwartet und deshalb auch darauf verzichtet, den „Beitrag“ zu lesen.

    • Mutig!
      „Auch nach mehrmaligem Lesen konnte ich da allerdings keinen tiefschürfender Sinn erkennen“

      Bewundernswert, wie Sie zu Ihrer Leseschwäche stehen. Andere würden so was nie öffentlich einräumen …
      „Hi, ich bin der Bruno, und ich kapier’s einfach nicht.“

      Es gibt mehr Mitbetroffene, als Sie vielleicht denken. Besuchen Sie die Meetings einer Selbsthilfegruppe oder gründen Sie selber eine. Tauschen Sie sich aus, profitieren Sie von den Erfahrungen anderer – und vor allem, hören Sie nicht auf zu lesen. Lesen Sie laut, lesen sie jemandem vor. Irgendwann klappt das. Bestimmt.

    • Geben Sie die Hoffnung nicht auf Bruno!
      Vielleicht wird der Don bald verpflichtet, auch eine Version in Leichter Sprache zur Verfügung zu stellen.

    • Um Sinn geht es für mich nicht
      es geht nur um die Frage wie ich
      leben will, nicht warum.

      Das Leben selbst hat keinen.

      Die Biologie würde wahrscheinlich
      sagen es geht um dien Erhaltung der
      Art.

      Wenn ich einen Vogel frage
      würde der ggf antworten:

      Futter finden, nicht Futter werden.
      Einen Partner finden, ein Nest bauen und
      Kinder haben. Zwischendurch
      ein Lied singen und auch mal
      einen Looping fliegen und später sterben.

      Wozu soll Sinn gut sein?
      Genügt das nicht?
      Das ist schwer genug und tägliche Mühe ist es auch.

      vgl John Gray:
      Von Menschen und anderen Tieren.

  149. Zurück in die Zukunft
    so lautet der Titel einer Filmreihe, die mittlerweile auch in der Schublade „Nostalgie“ eingelagert ist. Genau das ist es, was viele ersehnen – nicht nur potentielle oder bereits entschlossene AfD – Wähler und auch in den Stamm-Milieus der SPD. Wie ich bereits in einem Beitrag beschrieben habe – die 50er habe ich nicht erlebt, glaube aber als 70er und Unter Zuhilfenahme der Erinnerungen meiner Eltern dazu einen gewissen Zugang zu haben.

    Klar war da Mief, Bigotterie, Scheinheiligkeit und auch ….. Armut. Die technischen Möglichkeiten waren geringer, die Arbeit härter und die Freizeit weniger. Wer damals jung war, für den war es halt die goldene Jugend. Wer alt war und die Heimatvertreibung gerade so überlebt und alles verloren hatte, für den war es das Abstellgleis am Lebensabend. Ob es heute in Pflegeheimen mit dünner Personaldecke und Sparzwang für die „Betroffenen“ besser ist, kann man auch sehr kontrovers diskutieren.

    Aber – nicht nur wegen der Filmreihe und ihrer Herkunft aus USA – ich denke, eine German version des American Dream hat es auch oder vor allem damals gegeben. Ob es der Einfluß der amerikanischen Soldaten war oder gewisse Ziele und Träume in Deutschland nicht so sehr davon abweichen – schließlich haben ja viele Amerikaner deutsche Wurzeln – ist eigentlich nebensächlich. Auch die 20er (Golden Twenties) zeigen zwischen Deutschland und USA gewisse Ähnlichkeiten.

    Mögen die 50er tatsächlich von einer gewissen „Verdrängung“ des Krieges geprägt gewesen sein – die USA befürworten schließlich das Abhaken begangener Fehler, daraus lernen und es besser machen – so haben die 68er tatsächlich einen pathologischen Schuldkomplex ins Leben gerufen. Nicht dass ich damit der Auschwitz-Leugnung das Wort reden möchte oder gar befürworte, dass man gefährlichen Entwicklungen die zu ähnlichen Katastrophen führen könnten, nicht rechtzeitig entgegenträte. Aber wir haben damit eine Rückwärtsfixiertheit erreicht, welche die Zukunft erstickt.

    Psychologen sagen (hatte Psychologie als Nebenfach im Grundstudium), dass auf tiefen Bewustseinsebenen das Gehirn keine Negation kennt (weshalb sich Lügner oft verraten oder der berühmte freudsche Versprecher eintritt). Wer daher „Nie wieder Auschwitz, nie wieder Krieg“ wie ein Mantra betet, der könnte damit möglicherwiese genau die „Programmierung“ anlegen, die zu ähnlichen Katastrophen führt. Motivationsberater erklären auch immer wieder, man solle sich positive Ziele setzen –> was sein soll und keine Negativen –> was man vermeiden möchte.

    Von daher waren die 50er aus meiner nicht direkt erlebten Wahrnehmung eine Zeit des Aufbruchs und einer vielversprechenden Zukunft. Manche scheiterten auch damals. Aber damals hat der kleine Facharbeiter alleine eine Familie ernähren können (Feministinnen mögen mir verzeihen, es geht mir nicht um die Rollenverteilung, sondern um die sozialen Entwicklungsmöglichkeiten dieser Zeit), ein Haus abbezahlen (obwohl die Kreditzinsen über 10% lagen) und am Anfang der 60er fuhr man mit seinem VW Käfer (damals war VW noch nicht Negativ besetzt – Goldene Zeiten eben) über den Brenner nach Italien.

    Alles ein bisschen spießig – aber es ging aufwärts und man glaubte daran, dass es noch weiter aufwärts gehen kann. Die politischen Ziele waren damals positive Ziele –> Versöhnung, Wiedereingleiderung als gleichberechtigtes Mitglied in die Völkergemeinschaft –> siehe Präambel des Grundgesetzes. Und es ging weiter aufwärts. Und auch, als die 68er auf den Plan traten, ging es zumindest wirtschaftlich (noch) weiter aufwärts.

    Von daher waren die 50er wohl ein psychologisch gesunderes Jahrzent, als das jetzige.

    Irgendwann stagnierte die Wirtschaft und auch, wenn wir seit längerem Wirtschaftswachstum haben, sind, wie es Studien zeigen, die unteren 20 – 30 % abgehängt. Nach der Wiedervereinigung, welche wir in 25 Jahren mühsam wirtschaftlich verdaut haben, während denen viele Arbeitnehmer Reallohnverzicht geübt haben, um dieses Grußprojekt zu wuppen, kommen jetzt die Energiewende, die Integration der Migranten, die Krise der Europäischen Union und der Terrorismus hinzu. Gerade ein schweres Projekt mit Blut, Schweiß und Tränen bewältigt und die nächsten dicken Brocken stehen an. die unteren 20 – 30 %, welche zu Recht hätten hoffen können, jetzt auch zu profitieren, schauen weiter in die Röhre.

    Daher denke ich, dass viele Sehnsucht nach einer Zeit haben, als sie von der Zukunft etwas erwarten konnten. Persönlich kann ich mich nicht beklagen, da ich aber nicht zu den Großkopferten gehöre, verstehe ich, dass viele Angst haben, dass die besten Zeiten schon hinter Ihnen liegen.

    Was gibt es auch für Ziele ? Der Atomausstieg läuft, Ehe für Alle ist beschlossen, wir haben Frauenquoten und, und, und. Das mag ich nicht schlecht reden. Tatsache ist aber, dass viele Ziele der 68er erreicht worden sind. Die Energiewende stellt sich als sperrig heraus, der kleine Mann fragt sich nicht ganz zu Unrecht, was er davon hat und die Integration war noch nicht einmal ein Wunschprojekt.

    Kampf gegen Terrorismus, Vermeidung der Klimaveränderung – das sind keine positiven Ziele, hier geht es um die Abwehr von Bedrohungen.

    Dass aufgrund der letzten 25 Jahre viele nicht das Gefühl haben (und Gefühle sind nicht zu unterschätzen), die etablierten Parteien könnten sie in eine neue, goldene Zukunft führen, ist durchaus verständlich. Und die Zahlenspielchen der SPD oder anderer, welche mir vielleicht 40 € mehr oder 30 € weniger im Monat brächten, die sind da auch kein überzeugender Anreiz.

    Ich wähle keine AfD und sehe selbst an deren Programmen/Auftreten auch keinen Fingerzeig auf bessere Zeiten – das entbindet die anderen Parteien aber nicht davon, wieder eine Zukunftsvorstellung zu entwickeln, die zum einen die Menschen positiv mitnimmt und zum anderen auch realistisch erscheint.

    • Deutlich ausgedrückt: Sie sind auch nur ein fauler Konsument.
      In einer – auch parlamentarischen Demokratie – hat niemand die Pflicht, eine für Sie passende oder überhaupt eine Zukunftsvorstellung zu entwickeln. Entwickeln Sie diese selbst und tragen diese in eine Partei. Oder gründen eine neue.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Zukunft
      Eine erstrebenswerte Zukunft ist:

      Entscheidung der Steuerzahler über Höhe und Verwendung – und nicht der Nutznießer (speziell der nutzlosen)!

      Dieses Muster können Sie von der Gemeinde, übers Bundesland bis zur unsäglichen Uckermärklerin und beDrüghi-EZB durchdeklinieren.

      Da gibt es Stoff für Jahrzehnte von Evolution, evtl auch Revolution.

  150. Der Lust weicht der Frust
    Propganda statt Aufklärung – Beispiel für Populismus gefällig? Diese Gutmenschen von Rotgrün entschieden sich in NRW zum Ausbau des Braunkohleabbaus zwischen Köln und Aachen. Das modernste Kraftwerk schlechthin wird dorthin gesetzt, China damit ausgerüstet. Mit was gehen SPD-Direktkandidaten in den BT-Wahlkampf? Genau. Braunkohleabbau stoppen. Man wendet sich ab mit Grausen und wählt die einzige Alternative zu diesem Schwachsinn. Aber wir sind nur dumme Wutbürger. Die aber wollen dieses Raumschiff in Berlin vom Himmel holen, es vom Kopf auf die Füße stellen, die politischen Versager von dannen jagen, die uns z.B. diesen ganzen EEG- und EneV-Murks aufgehalst haben, nichts funktioniert, der Strompreis explodiert, die Netze für die Windkraft fehlen, die Anlagen müssen wir bereits bezahlen und die vielen grün-roten Bürgerinitiativen klagen in jeder Ecke jetzt gegen die Verspargelung der Landschaft und ihres freien Eigenheimblicks in die Natur und die Landwirte wollen viel Geld von den Stromkunden für die dicken Stromkabel unter ihren Feldern. Der Wahnsinn hat System. Das muss ein Ende haben. Die Verantwortlichen würden in jeder Firma achtkantig aus derselbigen fliegen!