Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der identitäre Reichsbürgereintopf für weltoffene Städter

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Brava, cosa rara!
Don Giovanni

Wer historisch überleben will, und das nicht nur mit der nackten Haut, sondern angenehm und privilegiert, kommt nicht umhin, sich zu überlegen: Was ist historisch betrachtet variabel und volatil, was ist beständig, und wie bleibe ich auf sicherem Boden, der mich trägt? Manche glauben, die Nation sei so ein verlässlicher Orientierungsrahmen, aber wie man in der UdSSR, Spanien oder Schottland sieht, muss das nicht sein. Schuld am möglichen Auseinanderbrechen in Deutschland sind nicht Separatisten, die bei uns von einem starken Südstaat und einer abhängigen, unterentwickelten Nordkolonie vom Main bis an die Überflutungsregionen der Nordsee träumen, sondern schon heute die unterschiedliche Handhabung des angeblichen Rechtsstaates, vor dem alle ungleich sind. Denn in Berlin können Sie mit 15 Gramm Gras wieder straffrei durch den Görlitzer Park ziehen und dergleichen als zugewanderter Händler auch anbieten. Bei uns in Bayern dagegen können Sie als Zuwanderer eine Hausdurchsuchung erleben, bei der überhaupt keine Drogen gefunden werden, und trotzdem wird zwischen den grünen Wiesen überlegt, wie man den vorab schon ausgestellten Haftbefehl gegen Sie nicht doch umsetzt.

Ein Land, ein Rechtssystem, zwei Auslegungen, und vermutlich bald acht Fernbustickets von Traunstein nach Berlin, wenn die Betroffenen schlau sind: Dafür ist Traunstein auch ein reizendes Örtchen im Chiemgau und so sauber, wie Berlin dreckig ist. Das eine einige Deutschland Vaterland, das gibt es nicht – und ich würde in der historischen Betrachtung nicht darauf wetten wollen, dass der Staat oder die EU in 50 Jahren noch da sind. Manche wünschen sich ein Deutschland wie in Berlin, andere hätten gern eines wie in Traunstein, die einen leben mit hoher Sozialhilfequote und die anderen mit Vollbeschäftigung, die einen wollen Staaten abschaffen und die anderen ihre Identität behalten, die einen reden über das, was der Deutschlandfunk willkommenskulturell fordert, die anderen haben Radio Alpenwelle fest im Autoradio eingestellt. Die einen sieht man in den Medien, die anderen sind schon immer da. Die Nation bröselt zwischen diesen Polen vor sich hin, weil niemand Interesse hat, da noch das Gemeinsame zu finden. Ich würde mich also rein aus Eigeninteresse nicht auf die marode Bestandsnation als Garant für gehobene Lebensansprüche verlassen.

Was jedoch immer Bestand hatte, war die Trennung der Gesellschaft in Eliten und Benachteiligte, und durch alle Zeiten kann man festhalten, dass es sich bei den obersten 10% gut gelebt hat. Auf einen Don Giovanni kamen ein Leporello, drei Masettos und fünf Zerlinas, weshalb man meines Erachtens auch Verständnis haben muss, wenn Don Giovanni hin und wieder – da’s ihm gleich ist, ob sie bleich ist, ob sie bettelt, oder reich ist, nimmt er Weiber jeder Art und Sorte – klassenübergreifend bereit war, anderen ein Bankett zu bereiten: Auf zu dem Feste, froh soll es werden, singt Don Giovanni, und dass alle wild durcheinander tanzen sollen. Denn so eine Zerlina und so ein Masetto, die hatten früher wenig zu lachen, die Winter waren ohne Klimaerwärmung kalt, und die Ernährung der Gente Plebea gestaltete auch eher eintönig. Ich weiss das, nicht aus der eigenen Familie, aber weil ich zu viel Besteck habe, um es noch in Schubladen unterzubringen: Das Tafelsilber für den täglichen Gebrauch liegt bei mir in einer Schüssel aus Südtirol.

Die Schüssel ist ein Geschenk meiner Grosstante, deren Küche sie lange Jahre zierte. Wie es in ihrer Zeit eben so üblich war, reiste man im Sommer in die Berge, und sobald man sich ein Motorrad oder ein Auto leisten konnte, auch über die Berge, nach Südtirol, wo es schöner und wärmer ist. Ganz Deutschland reiste damals entweder nach Rimini oder nach Meran, und nahm mit kleinen Kammern in Pensionen vorlieb, die man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann: Ohne WLAN und fliessendes Wasser. Ich kenne das übrigens noch aus meiner eigenen Kindheit, und es hat mir nicht geschadet, ganz im Gegenteil, ich mochte das. Damals jedoch, als die Schüssel in den Besitz meiner Grosstante gelangte, war das Fehlen des Komforts noch obligatorisch: Wer wandern wollte, gab sich mit dem schönen Wetter zufrieden, und achtete ansonsten nicht sehr auf die Gebräuche des gutbürgerlichen Alltags daheim.

Jedenfalls, meine Tante wohnte damals im Sarntal zwischen Sterzing und Bozen, recht weit oben, in einem abgelegenen Bauernhof, und fand dortselbst Gefallen an der Schüssel, die in der Küche aufbewahrt wurde. Wie das eben so ist, mut gebrauchten Schüsseln: Man benutzt sie erst auf dem Tisch und dann,. wenn sie nicht mehr brauchbar sind, zur Speisenbereitung. Diese Schüssel jedenfalls ist gross, fasst gut und gern zwei, drei Liter Inhalt, und war früher das gute Stück der Tiroler Familie, das auf den Tisch gestellt wurde. Da kam der zusammengekochte Brei hinein, und dann löffelte jeder mit seinem individuellen Löffel heraus, was er erhaschen konnte. Die Gier und der Hunger jedenfalls waren so gross, dass die gesamte Glasur im Bodenbereich abgekratzt und angeschabt ist, und der nackte Ton hervorschaut. So gross war früher der Hunger dort oben im Sarntal, dass man lieber Lasur wegkratzte, als Essensreste in der Schüssel zu lassen.

Es war nicht alles gut in der alten Zeit, wenn man nicht bei den guten Leuten lebte, und als meine Grosstante die Schüssel sah, war das Schlimmste schon vorbei. In Deutschland konnten sich schon normale Menschen, Stück für Stück, jene Porzellanservice mit Goldrand leisten, die momentan gnadenlos aussortiert werden, weil man sie nicht in die Spülmaschine stecken kann. Schüsseln auf dem Tisch gerieten aus der Mode, statt dessen kamen kleine Suppentassen auf, die nachzufüllen waren, so gering war ihr Inhalt, und so schnell änderten sich die Essgewohnheiten mit dem Wirtschaftswunder. Auch in Südtirol hielt das Massenporzellan seinen Einzug, und die alte Irdenware wurde in die Küche verbannt. Die Zeiten waren so weit, dass meine Grosstante um die alte Schüssel bitten konnte, und sie auch erhielt. Solche Schüsseln werden heute noch eher als Küchenzier für Touristen produziert, aber ich, Kind Bayerns, habe damit auch noch das Kochen gelernt: Deshalb habe ich so viele alte Tonschüsseln in meinen Küchen. Weil sie von der Tomatensuppe über die Kürbistarte bis zum gefüllten Omelett wirklich praktisch bei der Zubereitung sind. Gegessen wird natürlich von Porzellantellern aus dem Wirtschaftswunderbestand von 1880 oder 1960. Und mit Messern Löffeln, Vorlegegabeln, Käsemessern und Gabeln in diversen Grössen, die in der alten Südtiroler Schüssel liegen.

Und fast immer denke ich an meine Grosstante, die darin das Besondere erkannte, und an den Hunger und die Armut der Menschen, die sie zwangen, den Boden abzukratzen. Ich bin Atheist, ich bete nicht, aber ich bin dankbar, so weit oben in der globalen Entwicklung zu stehen, dass ich mein Essen und die Tafelfreuden selbst bestimmen kann. Das ist ein enormer Luxus, den wir da im Vergleich zu unseren Vorfahren haben, und gemeinhin sollte man denken, dass alle sich der Erkenntnis anschliessen und den uns zur Verfügung stehenden Überfluss an Nahrung, Besteck, Tischtüchern, Servietten, Porzellan und Bleikristall zu schätzen wissen. Irgendwelche unserer Vorfahren haben irgendwann auch mal so eine Schüssel voll mit Brei gemeinschaftlich mit dem Löffel in der Faust, die orale Futteröffnung nah an dem dampfenden Mahl, mit Inbrunst und Fressneid geleert, und hätten sich über ihre spätesten Nachfahren gewundert, die das Muranoglas von der Hochzeitsreise der früheren Nachfahren auf den Flohmarkt tragen.

Wir sind weit gekommen. Nebenbei, weil wir hier gerade so ein Muranoschüsselchen sehen. Kennen Sie Bowls?

Das ist jetzt der Trend unter jenen, die vom Hab und Gut ihrer Vorfahren nichts mehr wissen wollen. Junge, urbane Eliten lassen sich im Restaurant Schüsseln hinstellen, mit allerlei, das gesund ist und in die grosse Gattung der Breispeisen gehört, und löffeln das dann aus. Es ist noch nicht völlig zusammen gekocht, wie man das früher machte, sondern nur so halb, wie man das früher machte, wenn einem im langen Germanenwinter das Brennholz ausgegangen ist. Dazu kommen sog. “Dips”, die auch wieder eine Art Brei sind. Gerne werden historische Getreidesorten verwendet, aber niemals etwas mit Weizen. Gesalzen wird vorsichtig, und Zucker gibt es so wenig wie in jenen Zeiten, da man dieses weisse Gold noch in Silberdosen wegsperrte. Bowls sind gesund, höre ich, und umweltverträglich, nehme ich an, denn ein Löffel spült sich leichter ab als ein ganzes Bestecksystem für drei Gänge. In der Küche stehen Leute, die genau wissen, was man in einen Menschen tun muss, dass er die Tage in der Stadt so überlebt, wie der Bergbauer früher den Winter: Modisch abgehungert und fettarm und einer Lebenserwartung, von der ich als Historiker weiss, dass sie Alzheimerausbreitung durch Frühabsterben keine Chance geben wird. Selten ein Schaden, wo kein Nutzen dabei ist, sagte meine Grossmutter immer.

Was haben wir noch gelacht, als wir früher die Rechten verspotteten: Deutsche, esst deutsche Bananen! Niemals hätten wir gedacht, dass die neuen Linken uns später einen fast echt arischen, antiallergenen, laktose- und glutenfreien Urkornbrei empfehlen würden. Wir kommen aus Epochen, die von unserem Luxus nur träumen könnten, und dann sitzen junge Menschen in überteuerten Schnellrestaurants und schicken sich per Instagram Bilder von Schüsseln, Löffeln und Breisorten, denen ihre Urgrosseltern glücklich entgangen sind. Ich weiss, Bowl-Esser fühlen sich als die Spitze der Entwicklung der aufgeklärten Gesellschaft, aber eigentlich würde ich so einen Rückfall zum Brei in Schüsseln eher bei der deutschidentitären Bewegung auf Thüringer Rittergütern erwarten. Der Reichsbürger träumt davon, dass er in seinem Bunker so etwas aus seinen Notrationen löffelt, während draußen der Endbürgerkrieg tobt. Auf der langen und rückschlagsreichen Entwicklungsleiste von der Erbsensuppe in der Armee seiner Majestät/Reichswehr/Wehrmacht/Bundeswehr und den jeweiligen Näpfen bis zu Baccarattellern für mit Gesellschaftsfinger angepiekste Salatbeilagen ist die Bowl jedenfalls näher an Schützengräben und Baracken, denn an Villen und Schlössern. Der Vergleich mit der Südtiroler Bauernschüssel ist da noch schmeichelhaft. Ich habe mir das letzte Woche in München angeschaut, die Entwicklung des Menschen geht da nicht zum Höheren, sondern zur Gleichzeitigkeit von Napfleerung und Handy-Whatsapp-Füllung. Das geht nur mit einem Löffel und einer Schüsel, bei der mittels Schwerkraft das Essen aufgeschaufelt und walhalla-style in Mund gestopft werden kann.

Stetig muss sich unsereins überlegen, wie wir an der Spitze bleiben und den sozialen Abstand erfolgreich bewahren, bis wir einer Zerlina vorsingen können, sie solle auf das Schloss mit einem kommen, sie könnte nicht widerstehen, es sei nicht weit von hier. Die Harvey Weinsteins häufen dazu Macht und Geld an, aber es scheint mir, als sei das vielleicht gar nicht zwingend nötig: so, wie sich der Nachwuchs heute auch bar aller Ambitionen mit Business-Appartments zufrieden gibt, für die Ikea dann ein komplettes Möbelstystem liefert – genauso hat er das mit Messer und Gabel und Gängen und Konversation am Tisch erlebt, und als unpassend empfunden. Nun fällt er zurück in den oralen Tiefflug über der Schüssel mit dem Löffel zu des Grossvaters Weltensbrandbohne, und wie seinem Ahnherrn unter dem urgermanischen Reetdach gereicht ihm das auch zur Zufriedenheit. Er dankt vorher nicht mehr Gott – oder Odin? – für das Brot, aber vielleicht gibt er dem serbischen Essensausfahrer 50 Cent Trinkgeld. Schnell muss es gehen, praktisch muss es sein, und es ist ganz anders als alles, das ich in der guten Kinderstube gelernt habe. Es ist fraglos diese Diversity, von der man momentan so viel hört.

Und es ist gar nicht so schlecht, wie man meinen sollte, denn es entbindet unsereins vom erbitterten Zwang – keine Ruh bei Tag und Nacht, nichts mehr was mir Freude macht – mit den anderen nach vorne in eine bessere Zukunft zu marschieren, die uns dann gleicher macht., als es den gerne Ungleichen gefallen könnte. Ich schreite in meine Zukunft voran, ohne an den Tischsitten zu rütteln, die anderen werfen das alles weg und loben die Schüssel, in der alles zusammen gekippt wird. Rafinesse und Kapriziertheiten für die einen, Schüsseln und Näpfe für die anderen – wenn wir uns alle einig sind, dann steht einer guten Zukunft in einer Region bei einvernehmlicher Teilung der Klassen eigentlich nichts mehr in jenen Wegen, die sich fürderhin überscheidungsfrei trennen werden.

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557 Lesermeinungen

  1. Ein anderer möglicher Ansatz
    Sehr schön. Ich wünsche viel Erfolg beim Voranschreiten in Ihre Zukunft der Rafinesse und Kapriziertheit.

    In meiner Heimat Ostfalen, in die ich in 5 bis 10 Jahren zurückzukehren gedenke, sagen wir „Schönheit vergeht, Hektar besteht.“ Dazu noch ein adäquates Jagdrevier mit Rot- und Muffelwild. Was meinen Sie dazu?

    • Ja, passt, aber ich denke, es muss auch welche geben, die den Bauern Anweisungen erteilen.

    • Ich und die anderen
      An sich will ich hier nicht schreiben, aber wie das so ist:
      Wie ist das denn gemeint?

      „Ja, passt, aber ich denke, es muss auch welche geben, die den Bauern Anweisungen erteilen.“

      ICH vergessen, das wichtigste bei Ihnen:
      „Die Zeiten waren so weit, dass meine Grosstante um die alte Schüssel bitten konnte,“

    • Joseph Goebbels Reichsbürgereintopf für die deutschen Volksgemeinschaft
      Als Eintopfsonntag wurde in Deutschland ab dem 1. Oktober 1933 eine Propagandaaktion durch das NS-Regime als ein Zeichen der Solidarisierung mit der Volksgemeinschaft eingeführt. (WIKI)
      In Gastwirtschaften waren am 14. Oktober 1934 nur drei Eintopfgerichte zugelassen: “Löffelerbsen mit Einlage, Nudelsuppe mit Rundfleisch, Gemüsetopf mit Fleischeinlage (zusammengekocht).
      Zu Löffelerbsen: Einlage entweder Wurst, Schweineohr oder Pökelfleisch.

    • ... ja, das war das direkte gedankliche ...
      … Vorbild für den „Veggieday“ von KGE, die sich einem Interview auch mal damit brüstete, dass sie für Obdachlose Nudeln kocht …

      Diese gespielte Einfachheit. Es gibt kaum etwas Geschmackloseres. Das ist so wie ein FC-Bayern-Spieler in Lederhosen…

    • Ach Anweisungen
      Die funktionieren beim südostniedersächsischen Bauern eher weniger. Dies hat sich übrigens bereists FJS selig in historischer Zeit zu Nutze gemacht.

      http://www.sp iegel.de/spiegel/print/d-46175483.html

      Statt Veggieday empfehle ich Schulter vom Bündner Steinbock.

      https://iss uu.com/weberag/docs/die-kueche-des-europaeischen-haarwi

      Das Rezept funktioniert auch mit Ostkaukasischem Steinbock.

  2. Überleben wird in Zukunft nur,
    wer der invasiven Religion angehört. Alle anderen werden nur ein letztes Allahu akbar vor dem Kehlschnitt zu hören bekommen.
    https://www.we lt.de/debatte/kommentare/article170577726/Aegyptens-Kinderboom-wird-irgendwann-uns-erreichen.html

    • Es gibt jetzt schon Boote, die in Ägypten starten.

    • Glaub ich nicht
      Europa hatte eine bunte und vielfältige Gewaltgeschichte. Wetten?

    • @Rabe: Die Bevölkerungspyramide Ägyptens
      hier bei Wikipedia

      ,https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bev%C3%B6lkerungspyramide_%C3%84gypten_2016.png

      zu sehen, ist ein gutes Beispiel für den unheilvollen Einfluß der Religion im Allgemeinen bzw. des Islam im Speziellen. Hatte sich hier in den letzten 20 Jahren eine ansatzweise Stabilisierung ergeben, geht es wieder richtig zur Sache, seit die säkulare Regierung im arabischen Frühling beseitigt wurde.

      Der o.g. Kommentar in der Welt nennt allerdings völlig unpassend auch den Iran als schlechtes Beispiel, obwohl der mittlerweile – Frauenbildung und Familienplanungspropaganda sei dank – eine der niedrigsten Geburtenraten (zuletzt 1,5 Kinder/Frau) aller islamischen Staaten aufweist. Die Ayatollahs sind nach anfänglichem Wüten heute recht prakmatisch geworden.

    • Quoth The Raven:
      Äg¥pten hat schon vor 15(fünfzehn) Jahren pro Anno um eine Million
      Menschen zugenommen.
      Inzwischen dürften es eins Komma X Millionen sein, denen sehr bald nichts als
      Auswanderung vor Augen sein wird.
      Pro Jahr.
      Die literarisch-politischen Salons und Parlamente Europas begnügen sich angesichts dieser
      Sachlage mit dem intensiven Bekakeln von Second Hand Problemen.

    • Schreib ich zu schnell, liest Du zu langsam...
      Vielen Dank für den Hinweis auf den Link. Mir scheint fast, die Welt.de ist nicht mehr so willkommenskulturell unterwegs, wie sich das gehört, las ich doch dort zuletzt des öfteren etwas, was die halt-jetzt-hier-Seienden den schon-länger-hier-Bevölkernden verleiden könnte.

      Vielleicht könnte Heiko ein paar Kahaneten zur Prüfung schicken, ob die Gesinnung noch hilfreich ist?

      Oder Herr Lindner klärt das einfach beim Abendessen…

    • Warten wir erst einmal ab, wer jetzt die Auifgabe des Grossinquisitors übernimmt, das MfS kommt dann von alleine.

    • Genau heute im Papier-Mutterschiff ein Artikel,
      dass zwar sehr viele Schutzsuchende nach Griechenland reisen, aber auch sehr viele nicht_mehr_Schutzsuchende gegen ein Salär von um die 1200 Tscherwonzen überzeugt werden können, in ihre lieblichen Vaterländer zurückzukehren. Es scheint reger Reiseverkehr zu herrschen.

      Genaue Zahlen kann ich nicht nennen, auf dass mir das Schicksal des eh. griechischen Chefstatistikers erspart bleibe, dabei ist er gar kein Kreter laut Eubulides.

      Über Kreta und die dort erstattungsfähigen Olivenhaine gäbe es viel zu berichten. Hier soll genügen, dass Kreta und Ägypten sich touristisch gut ergänzen (könnten) und levantinische Kaufleute ein geschickter Menschenschlag sind.

    • Maasi 2
      Irgendwo las ich die Tage, KGE könnte in die Fußstapfen des Herrn mit der Schauspielerin treten… – Mich daraufhin ein Schaudern durchzuckte… – Sich vertiefende Alpträume…

    • @TS - Oh boy...
      ich hoffe, das bleibt nur ein Gerücht. Was waren das noch für glückliche Zeiten, als man glaubte, ein Justizminister sollte auch juristische Bildung haben. Aber aus heutiger Sicht sind derartige Anforderungen vermutlich nur „sexistische Kackscheisze“ (pardon, ich zitiere nur).

      Wie heisst es doch so schön: der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen.

      Und ich glaube, niemand hat mehr gute Vorsätze als KGE…

    • Ich vermute, das Ressort wird wieder an die FDP geheh, denn die Grünen wollen bei Umeelt, Verkehr und Internet abräumen.

      Ansonsten, wer die AfD füttern will, soll KGE dort ruhig unterbringen.

    • Leicht schmunzeln ... musste ich doch ... TS ... Don Alphonso
      „KGE könnte in die Fußstapfen des Herrn mit der Schauspielerin treten“

      Immerhin hielt ich inne, beim Lesen, schloss die Augen, und überlegte angestrengt mit welchem Schauspieler sie denn durchbrennen würde oder gar schon brannte … .

      Allerdings verging mir das Schmunzeln bei der Vorstellung des Amtes.
      Sie kann ja dann auf dem Schreibtisch statt für Obdachlose Nudeln für Kahane und Hensel kochen.

    • @Uwe Dippel.....Leicht schmunzeln ... musste ich doch ... TS ... Don Alphonso
      ….“und überlegte angestrengt mit welchem Schauspieler sie denn durchbrennen würde oder gar schon brannte …“

      Ich würde auf Heinrich, den Schönen-Wohlondulierten (HdSW) tippen, der ist zwar auch Schauspieler, aber bei der SPD.

    • Irgendein Waldschrat wie den Antonia.

    • @ Uwe Dippel, auch wenn KGE Ihrer Meinung nach keine Chancen
      hat, sie hat sie genutzt ;-). Im Wahlkampf hat sie als Homestory eine Segeltour mit Journalisten (u.a. Spiegel) und Pressesprecher auf der Yacht Ihres Neuen unternommen. Der ist übrigens zweiter Vorturner der EKD

    • Dass die evangelische Kirche vom Flüchtlingsstrom profiztiert, hat natürlich nichts mit nichts zu tun.

      Ja, wer will eigentlich keine Yacht?

    • Vielleicht, Ulrich Dust, habe ich doch den falschen Beruf gewählt.
      Wenn Pope, und dann Aufstieg zum zweiten Vormann zum Besitz einer Yacht führt …
      … zur Not würde ich dann auch mal temporär die Erste Vorsitzende mitfahren lassen …. .

    • @ulrich dust, "Der ist übrigens zweiter Vorturner der EKD"
      Da lag ich nicht weit daneben. Wäre ich Frau, fände ich Heinrich, den Schönen-Wohlondulierten (HdSW) weit schöner und er ist immerhin 1. Vorturner der EKD.

      HdSW ist der Schönste, aber er weiß es auch.

    • @Uwe Dippel
      nicht nur zur Not – KGE ist zwar noch a bissl jung, aber mein Beuteschema. Und andere Hübsche in der Bischofsklasse haben EKD/GRÜNE noch mehrere. Zur Not die CR, sie kann gute Börek machen.

      Oder die Käsfrau, im Kampfanzug bei ihren Afghanistan-Besuchen, wenn man weiß, wo so ein Kampfanzug überall zu knöpfeln ist…. Aber nicht die Künastige, hört sich schon so lustfeindlich an.

      Warum überfallen mich solche Gedanken nicht bei Frau Schavan, Drei-Wetter-Taft oder Immerzu-Staatsministerin Maria Böhmer?

      Es muss am Stricken liegen. Bei EKD/GRÜNE wird oder wurde einfach mehr gestrickt. Z.B die Künastige kann nicht stricken.

    • gamskampler, ja das ist der Unterschied, sehe ich ein.
      Bei Kässmann ist der Kampfanzug zu knöpfeln, hüstel.
      Bei UvdL besteht da keine Notwendigkeit, Hand anzulegen. Die läuft beständig mit ihrer kugelsicheren Weste auf dem Kopf herum. Ist vielleicht auch gut so.

      Börek, also dann lieber kein Börek. Auch nicht wenn er gut ist.

    • Die Ayatollahs sind nach anfänglichem Wüten prakmatisch...?
      Mich wundern immer wieder diese Leute, die über den sunnitischen Islamismus entsetzt sind, den schiitischen aber krampfhaft verteidigen, und frage mich, ob dasa mit dem Bündnis Irans mit Russland zusammenhängt…

  3. Sie Pöhser Pube, Sie !
    Bravo. Mit breitestem Grinsen gelesen und die Bosheit dabei wie mit silbernen Löffeln eingefüllt genossen.
    Schade nur, dass Sie, Don, damit eigentlich den herrschenden zivilisatorischen, kulturellen und politischen Verfall schildern. Der bis dato noch (ein wenig) durch Bayerns Grenzen abgemildert wird. Aber ein Gutes mag das haben: Vom besseren Essen bleibt nun denen mehr, die es noch zu schätzen wissen.
    Danke.

    • Danke, das freut mich, aber mein eigentliches Ziel ist ja mehr die gezielte Demütigung der anderen.

    • wozu?
      „Danke, das freut mich, aber mein eigentliches Ziel ist ja mehr die gezielte Demütigung der anderen.“

      Zu welchem Zweck?

    • Zu welchem Zweck?
      .
      Könnte ein Zweck sein, den Menschen Demut beizubringen,
      denen an Demut mangelt?

  4. Lasur?
    Was Ihre Nicht-Vorfahren da von der Schüssel abgekratzt haben, dürfte doch wohl die Glasur gewesen sein, wenn ich es richtig sehe wohl eine Lehmglasur.

  5. Wenn's dem Esel zu wohl ist, ...
    … sehnt er sich wieder nach schwierigeren Zeiten. Anstatt geistige Höhe anzustreben, klettern viele Leute an Felswänden, in extra dafür errichteten Kletter-Hallen; dabei rede ich von Hochschulabsolventen und noch höher dekorierten Trend-Nachahmern. Vor Jahrzehnten war für Studierende eine Tischlerlehre angesagt, dann ein „freiwilliges soziales“ Jahr, jetzt sind die Sitten der Wüstensöhne beeindruckend.

    • Stimmt, das richtige Leben lernt man jetzt weniger an der Werkbank als vielmehr bei der Feldforschung in Südamerika kennen.

    • Sport
      Der Sport als Zeichen des Untergangs der Gesellschaft? Das ist mal ein neuer Ansatz. Ich boulder zwar nicht, trotzdem mag ich da kein Problem zu erkennen, von Wüstensohnsitten ganz zu schweigen. Allerdings vermag ich Ihrem letzten Satz auch formalgedanklich nicht zu folgen, mea culpa.

  6. Der Frieden kehrt nicht wieder
    Kurz und bündig:
    Ich gehe. Es geht objektiv nur noch bergab in die Zwangsverwaltung.
    Es ist Hopfen und Malz verloren…

  7. Zurück in die "Zukunft"
    Herzlichen Dank für die schöne Umschreibung des gegenwärtigen Wahnsinn. Das Fehlen der Kenntnisse der Geschichte, im Großen wie im Kleinen, äußert sich ja auch darin, dass man nicht nur kulinarisch versagt, sondern auch Literatur und anderes aus dem geschichtliche Kontex heraus “ bewertet“. Damit braucht man sich nicht mehr die Mühe machen, Entwicklungen zu analysiere, sondern kann jedem Hype, jeder Hysterie nachjagen. Wie so die Zukunft gemeistert werden soll?
    Dem Forum einen guten Feierabend

    • Das Amüsante ist: Wem der Kontext fehlt, macht vielleicht nicht den genau gleichen Fehler, aber den Kontext, der einen Fehler nach sich zieht. Das verstehen die aber nicht.

    • Geschichte ohne Kontext
      Aus einem Artikel von der Internetseite der Deutschen Welle zu der Demonstration in Polen vergangenes Wochenende:

      „Die Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit Polens jährt sich zum 99. Mal. Damals war die lange Teilung Polens durch Preußen, Österreich-Ungarn und Russland überwunden worden.“

      Wie sie überwunden wurde, warum sie überwunden wurde, wer sie überwunden hat – dazu kein Wort. Ganz abgesehen von Ungenauigkeiten: Bei den polnischen Teilungen, die zum Verschwinden des polnischen Staates geführt haben, gab es noch kein Österreich-Ungarn. Und als Polen als völkerrechtliches Subjekt wieder zu existieren begann, war Preußen Teil des Deutschen Reiches.

      Bedenklich ist auch die Formulierung aus einem anderen DW-Artikel zu dem gleichen Thema:

      „Außer den klassischen Parolen wie „Gott, Ehre und Vaterland“ waren auch rassistische Sprechchöre wie „Für ein reines, weißes Polen!“ zu hören.“

      „Gott, Ehre, Vaterland“ soll eine ‚klassische Parole‘ sein? was ist eine ‚klassische Parole‘? – Aber gut, vielleicht ist sie das in einem polnischen Kontext. Was für eine Parole wäre sie aber in einem deutschen?

    • @D.A.
      Wem der Kontext fehlt, macht vielleicht nicht den genau gleichen Fehler, aber den Kontext, der einen Fehler nach sich zieht. Das verstehen die aber nicht.

      Wer macht Fehler? Der, dem der Kontext fehlt oder der, der den Kontextlosen aushalten soll?

  8. Muranoschälchen (Barovier & Toso)
    ….verwende ich seit Jahren als Seifenschalen. Verschenke sie auch gelegentlich. Für ein paar Euro erstanden.
    Lactose- oder Glutenintoleranz gehören vielleicht auch in die Sparte „desease mongering“. Verhökern von erfundenen Krankheiten mithilfe teurer Therapien.

    • Es ist keine Frage, dass es das wirklich gibt – ich kenne selbst welche – aber grosso modo sind das Modekrankheiten, die von gewissen Strömungen gepusht werden.

    • Zwischen 90 und 100
      Prozent des Muranoglases wird in China produziert. Beim „Original-Muranoglas“ sind es sogar 110%.

    • Bildungsmisere
      Woher soll’s auch kommen? Mein Sohn hat vor 4 Jahren NRW-Abi gemacht, mit Deutsch-LK, aber was soll ich sagen:

      Kein Faust durchgenommen, keine Räuber, aber Krabag!

    • Und "fear mongering" liegt im politisch-medialen Verlautbarungs-Trend
      Kann man nix machen. Weitet (weidet?) sich weiter aus.

      Stirbt…, stirbt…
      Krieg!
      Instabilität!
      Armut! (nicht Sie, Don, nur Kinder, Alleinerziehende und Alte, in genau der Reihenfolge)
      usw. usf.

    • Wir hatten mal solches pushende Gäste ...
      … und tags drauf erschien folgender Cartoon: http://ruthe .de/cartoon/3137/datum/asc/. Was haben wir gelacht.

    • Das ewig Gleiche
      Nur die Namen wechseln. Vor hundert Jahren war es „Neurasthenie.“
      Hierzu wurde gekalauert:
      „Haste nie,doch raste nie, dann hast de nie Neurasthenie.“

    • @Paulchen P.
      Irgendwas stimmt mit dem Link nicht… . Keine Chance auf Öffnung, selbst bei Copy & Paste.


    • @Rabe: das Zeug, was es auf Murano aus den Werkstätten gibt, wohl kaum. (Habe letztes Jahr selbst nachgeschaut)

    • Link, erneut, diesmal ohne Leerzeichen
      http://ruthe.de/cartoon/3137/datum/asc/

    • Laktoseintoleranz ist altmodisch
      Laktoseintoleranz ist KEINE Krankheit: Bis vor ca. 7000 Jahren gehörte es zur genetischen Grundausstattung, im Erwachsenenalter KEINE Kuhmilch zu vertragen. Eine Mutation änderte das. Und die Fähigkeit, Kuhmilch und daraus hergestellte Lebensmittel zu vertragen, entwickelte sich zum Selektionsvorteil.
      Das Problem heute ist, dass viele Lebensmittel mit Molkepulver (enthält viel Laktose) versetzt werden, bei denen das nicht erwartet wird, z.B. Rohkostsalat. Aber irgendwie muss das Molkepulver ja entsorgt werden!
      Die Betroffenen simulieren nicht, es handelt sich um tatsächliche Beschwerden (Blähungen). Und es riecht auch schlecht – also es stinkt richtig! Sobald die Betroffenen keine Kuhmilch und deren Produkte oder mit Molkepulver versetzte Produkte zu sich nehmen, ist alles bestens – so wie vor 7000 Jahren, etwa…
      Laktose zu vertrage, das ist die neue Mode. Das Trara um das Nicht-Vertragen könnte man sich allerdings sparen.

      Drum freue sich, wer schon das Update vererbt bekommen hat!

    • Unverträglichkeiten
      Liebe Ingrid Biniok,

      tatsächlich ist die Diagnose Lactose- oder Glutenintoleranz in den meisten Fällen unzutreffend.

      Da wir aber z.B. gerade beim Weizen mittlerweile Sorten gezüchtet haben, die über Parasitenabwehrstoffe verfügen:
      http://www.nomonoma.de/macht-uns-hochleistungsgetreide-krank/
      und außerdem einen sehr hohen Stärke-, also Zuckeranteil besitzen, kann man sich nach Genuss dieser „Hochleistungsgetreide“ schon mal nicht so gut fühlen.
      Zudem, wenn man dabei auch noch ordentliche Dosen an Herbiziden, Fungiziden und Pestiziden konsumiert.

      Was die Laktose angeht: Zuviel des Guten ist immer schädlich, abhängig davon wieviel Laktase produziert wird. Vermutlich ist die Milch aber weniger Schuld am Bauchgegrummel und Durchfall als die ubiquitäre Verwendung von Sorbit, Mannit, Xylit und Fructose. Diese Zucker dienen nämlich auch zur Konservierung, zum Süssen und Feuchthalten von Produkten, sind billig und leicht zu produzieren und wirken Mengen-abhängig osmotisch, d.h. sie binden Wasser im Darm und wirken abführend. Die Bakterien im Darm mögen diese Stoffe auch sehr gerne, spalten sie und produzieren dabei das, was sich dann als Blähungen bei uns bemerkbar macht.
      http://www.qualimedic.de/zuckeraustauschstoffe.html

      Angesichts dessen, was in der Regel, sicherlich auch in den schicken Restaurants mit den Schüsseln auf den Tischen, produziert, angerichtet und verzehrt wird, ist es also kein Wunder, dass nicht so wenig Menschen in vieler Hinsicht Bauchweh bekommen.
      Es ist halt doch nicht egal was man in den Mund steckt und schluckt.
      „Du bist, was Du isst“ (WASA, ich weiß, trotzdem richtig).

  9. apropos Küche
    A propos. Nebenan erzählt Wolfgang Abel in seiner Kolumne etwas über Heißluftgastronomie, https://is.gd/bA0W62

  10. Den Deutschlandfunk höre ich
    gern. Nicht wegen der Inhalte. Die gibt es dort nicht, ebenso fehlt dort ja jeder echte Journalismus.
    Aber der DLF ist formal einfach dilettantischer gemacht als jeder Lokalfunk. Und das ist Klasse! Kein Sprecher dort und keine Sprecherin kann eine kurze Nachricht oder eine Staumeldung ohne die schönsten Versprecher absondern.
    Keine und keiner dort ist wirklich bei der Sache. Und niemand beim DLF hatte je eine Sprach- oder nur Sprechschulung.
    Die Technik dort kann für sekunden-, ja minutenlange Schweigepausen sorgen, zda ieht achtlos ein Genie die Stecker, und die aneinandergereihten Tonkonserven (echt anwesend ist da am Mikro kaum jemand) werden herrlich laienhaft eingespielt, oft mitten im Text, was aber textbedingt niemandem auffällt…
    .
    Der DLF wird von einigen unfreiwillig komischen Figuren betrieben, das macht ihn so hörenswert. Nirgendwo wird politisch hochkorrekte Linksideologie der guten und besten Menschen so wundervoll ungewollt geschreddert wie im Regierungsfunk.

    • funkmedium
      dlf mit wissen und kultur stand mal fuer wissensvermittlung und profunden journalismus.

      die staatsdoktrinaere dauerbeschallung ist seit der „von der bundeskanzlerin forcierten migrationskrise“ (auch) auf dlf dermassen apodiktisch bis totalitaer geworden, dass ich mir den schmu nicht mehr antat, bis gestern nacht … und oh schreck, tatsaechlich, innerhalb von zehn minuten, mit wenigen meldungen ein rekordhaftes verhaspeln, stottern, nuscheln, verlesen. dass dieser zustand nun dauerhaft, nicht nur im nachtprogramm, vorherrschen soll, ist irritierend. werden neu-, fest- und nichtanstellungen beim dlf nunmehr vom vorliegen einer staatskonformen ideologie abhaengig gemacht, sprech- und stimmbildung egal? dlf als einkommensorientiertes, staatssubventioniertes habitat fur snowflakes und narzisstinnen, so wie z.B. genderlehrstuehle in nrw oder berlin?

    • oh ja, die GEZ
      Was mich bei allen diesen Bequemanstalten so rasch zum Ausschalten zwingt, ist auch die norddeutsch-schnarrende Stimme vieler jüngerer Sprecherinnen. Die Stimmen haben so gar nichts weibliches mehr an sich, klingen wie Roboterblech. Aber stets sehr selbstsicher, auch wenn sie „Ruhploding“ oder „Berg Isel“ falsch betonen. Ich bekomme da Zahnweh.

      Man sollte diese Frauen in die Sendungen für Gebärdensprache versetzen.

    • Lieber Gamskampler, das ist rücksichtslos !
      Glauben Sie denn, bei der Gebärdensprache wäre das anders ? Die armen Gehörlosen…

    • @sonderbares -..narzistinnen...
      https://www.tz.de/muenchen/gastronomie/aldi-kunde-schimpft-ueber-haehnchen-macht-sich-gespoett-9358497.html

      Der facebookler hat anscheinend smileys vergessen. und seine Mitmenschen überschätzt.

      schön wäre auch: „ich mach dich Gespött!“ als Softie-Alternative zu „Ich mach dich Messer!“


    • @Nahuatl: das „Innenfilet“ (wie monströs sind diese Hähnchen inzwischen eigentlich, wenn sie über ein Innen- und ein Außenfilet verfügen??) ist mir zum ersten Mal letzte Woche untergekommen, das muß eine neue Bezeichnung sein.

    • Innenfilet
      Der Begriff läuft schon ein paar Jahre rum, mindestens, auch wenn er nicht sonderlich sinnvoll ist. Das Objekt ist aber sinnvoll und kurzgebraten wesentlich zarter als die Außenbrust.

    • ... selbst wo sie linksgrünen Spin machen wollen ...
      … tölpeln sie herum. Heute morgen zB in den Nachrichten gab es drei Meldungen, die letzte davon über den Trump Sohn und Wikileaks und so ungeschickt vortragen, dass man die schräge Message (Clinton wurde geschädigt, weil ihre eigenen E-Mails veröffentlicht wurden; Trump hatte einen unfairen Vorteil, weil er seine Steuererklärung nicht veröffentlichte und Trump Junior steckte da irgendwie mit drin) einfach nicht mitbekam, so lang, wie dieser Satz hier, mäanderte der Sprecher …

      Schlimm ist auch der SWR. Wenn ich dessen Sendegebiet bin, höre ich nur privat.

    • danke für den Zuspruch
      Linke und/oder Vergessliche, der Gastgeber inbegriffen, verurteilen die Strauß-Ära als unterdrücklerisch/ intolerant. Dabei ist sie aus heutiger Sicht eine Zeit der Meinungsfreiheit gewesen: Man nehme den BR und vergleiche

      Herrn Süßens bemühtes „Quer“ mit „Kir Royal“
      „Irgendwie..sowieso“ mit „Dahoam is Dahoam“
      Das einstmals ungeschminkte „Jetzt red i“, und wenns 3x vom Schönhuber war, aber es war ehrlich, mit dem heute 3x vorgecasteten Kuschelweich-Produkt.

      Von den BR-Staatshumoristen ganz zu schweigen, vielleicht ist Herr Florian Simbeck (Erkan + Stefan) noch in Erinnerung, ein wahrer Vertreter der Humoristenzunft:

      h*ttp://www.sueddeutsche.de/bayern/oberbayern-gemeinde-erschrocken-ueber-reaktion-auf-faschingspanzer-1.2853675

      h*ttp://www.ardmediathek.de/tv/NDR-Comedy-Contest/Florian-Simbeck-beim-NDR-Comedy-Contest/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=14049248&documentId=43997532

      Peinlich das alles. Nicht erschreckend, nur peinlich.

    • Also, ich habe die Zeit ja noch als Schüler erlebt, und liberal war da gar nichts, ganz im Gegenteil. Kir Royal war die ARD.Irgendwie und sowieso ist vergleichen mit der Realität so wahr wie das Kgl. bayer. Amtsgericht. Es war eine wirklich harte Zeit, wenn man nicht konform war.

    • DLF
      Tragen Sie ein Hörgerät? Dass DLF grün -links ist stimmt aber.

  11. Gutes Essen
    Gutes Essen ist teuer. Nur der Industriemüll bei den Discountern ist billig.

    • Absolut.

    • Industriemüll - Discounter
      hier sollte man so fair sein -nach meiner Ansicht- den Begriff „Industriemüll“ bei den Discountern auf die Fertig-Lebensmittel zu beschränken. Ich habe dort auch schon passables Obst und Gemüse gefunden und Taschentücher, Klopapier etc gibts in einwandfreier Qualität zum günstigen Preis,
      habe dort gestern Kinderspielzeug für die Enkel aus Holz gefunden, kann nichts schlechtes daran erkennen.

      Eier hol ich natürlich auf dem Wochenmarkt. Grüße.

    • Nix mit teuer! Selbst anbauen!
      Allerdings kenne ich, obwohl ich auf dem platten Lande wohne, kaum noch jemanden, der einen eigenen Gemüsegarten hat. Wahrscheinlich halten die Leute sich schon für Gemüsebauern, wenn sie auf der Fensterbank den Basilikumtopf vom Discounter stehen haben.

    • Industriemüll bei den Discountern...
      Ja, bei den Discountern wird einiges gehandelt, dass ich eher unter dem mittelalterlichen juristischen Begriff der „Brunnenvergiftung“ behandelt wissen möchte.
      Einiges grenzt auch schon an „Hexerei“ und kann auch nicht gesund für Leib und Magen sein.

      Und selbst bei Obst und Gemüse muss man im Discounter vorsichtig sein und die Qualität, die Verpackung und den Preis sowie die Menge ganz genau beachten.

      Es gilt immer noch: Augen auf beim Discounterkauf!

    • Titel eingeben
      Dem stimme ich nicht zu. Gutes Essen, selbst zubereitet, ist sogar relativ preisgünstig, vergleicht man es preislich mit den Fertiggerichten und den Halbfertigprodukten die einem so zugemutet werden. Vom Geschmack ganz zu schweigen.

      Und das geht auch mit Zutaten vom Discounter. Klar, man kann jenes Brot und diesen Speck und die Butter nehmen, und es ist nochmals feiner und besser. Das sind aber im Vergleich Marginalien. Der eigentliche große Qualitätssprung liegt im Selbermachen vs. Fertigprodukt.

      Beispiel: Der selbstgemachte Apfelstrudel – und das haben Sie nach ein paar Versuchen raus – wird vielleicht nicht genau so schmecken wie der aus Südtirol. Aber Sie bekommen mit ein bisschen Übung ein Produkt hin, welches auch sehr gut schmeckt, auch wenn die Zutaten vom Supermarkt um die Ecke stammen. Und viel viel besser ist als die ebendort auch angebotene fertige Tiefkühlware.

      Nur bei Produkten, die man i.d.R. nicht selber macht, z.B. Wurst, sehe ich den Punkt.

      Die Bereitschaft, sich mit Essen auseinanderzuseten und es zuzubereiten, die macht den Unterschied. Vor allem in Zeiten, in denen viele Menschen schon mit Pfannkuchen überfordert sind und diese fertig im 10er Pack aus dem Kühlregal kaufen.

    • Der Urlaubseffekt
      Es geht doch nichts über gefühlte Qualität und den Plazebo-Effekt. Selbst wenn alle Tests bislang negative Ergebnisse lieferten, sollte man unbedingt vermeiden, dies an die große Glocke zu hängen und damit zu missionieren, einfach weil es die gegenteilige Reaktion provoziert und den Glauben noch weiter verstärkt.

      Bei der Nahrungsaufnahme dürfte das noch gewichtiger sein als sonst. Wer kennt nicht all diese Geschichten von Leuten, die sich Wein aus dem Urlaub mitbrachten, den sie dort ganz toll fanden, nur um zu Hause zu entdecken, dass er ihnen gar nicht schmeckt. Der Wein kann nicht Schuld sein, denn es ist das gleiche Produkt. Ein Misstrauen gegen die eigene psychologische Disposition wird daraus allerdings nicht entwickelt. Wieder einmal eine vertane Chance.

  12. Nahrung
    Sehr geehrter Don,

    gerade mein Mittagessen bei schönstem Sonnenschein im Badener Land zu mir genommen, da lese ich Ihren Beitrag. Ich kann nur zustimmen.

    Auch junge hippe (linke?) Leute haben Eltern. Die haben halt immer Einfluß, entweder gehabt oder noch. Meine 21-jährige Tochter ist sicherlich modern eingestellt. Trotz der traditionsweisen Art der Essenszubereitung bei uns zu Hause erstaunt es mich immer wieder, dass sie diese, natürlich mit Abwandlungen, übernommen hat. Oft vegetarisch, aber nicht immer, wenn meine Frau einen entsprechenden Leckerbissen anbietet.

    Ich brauche keine Ratschläge von niemandem, was ich esse. Veggie-Day läßt grüssen. Bevormundung aller Art zieht sich durch die Medien. Ganz besonders bescheuert finde ich dann noch Rubriken nach Art „Wie erklär ich’s meinem Kind“, damit auch auch die Balgen die korrekte Einstellung bekommen und damit den Eltern eine eigenverantwortliche Erziehung absprechen wollen.

    Es ist ein schöner Tag (abgewandelt Peter Maffay „Und es war Sommer“). Wie gesagt, die Sonne scheint.

    MfG SoS

  13. ...
    …da draußen sind viele verwirrte Seelen, die verzweifelt orientierungslos irgendwelchen Pseudo-Trends hinterherrennen auf der Hoffnung nach „KeinSchimmerWasDieseHonksEigentlichWollen“.

    …aber wenn man in einem Meeting mit teilweise hochbezahlten Managern sitzt und sich dann drei von denen gegenseitig von der letzten Yoga-Session vorschwärmen, fragt man sich schon in welchem Film man da gerade sitzt…

    • Yoga müsste ich auch mal aufspiessen…

    • Jedem
      das Seine. Habe selbst schon Yoga als auch Pilates ausprobiert. Ersteres ist nicht so meins, kann aber sehr gut nachvollziehen, wenn Mann es macht. Auch als „hochbezahlter Manager“, obwohl ich nicht nachvollziehen kann, warum die Kursbelegung vom Einkommen oder Geschlecht oder sonstwas abhängig sein soll. Pilates empfinde ich immer noch als extrem anstrengend und fordernd. Ich weiss nicht, welche persönlichen praktischen Erfahrungen Sie in diesem Bereich haben, um sich ein scheinbar abwertendes Urteil über Männer erlauben zu können, die „solche Sessions“ belegen.

      Ich habe mir übrigens Mitte 30 auch mal gesagt, mit Pilates kannst Du mit 50 anfangen. 15 Jahre zu spät.

    • @GrundsätzlichGrimmig: Das Gesetz der Branche!
      Die einfältige Beauty-Branche oder etwas mit Frauenmedien oder esoterischem Buchhandel?
      Diese verwirrten Seelchen sind erheiternd. Sie stellen sich selbst in die Traufe und begießen sich mit Ihrem Gebabbel mit Teer und Federn. Das hat Beifall verdient, den Beifall für Clowns.

  14. Gesellschaftlicher Aufstieg
    Wirklicher generationenübergreifender gesellschaftlicher Aufstieg aus eigener Kraft ist schwer und selten. Sich aus der Masse der Kleinbürger zu verabschieden. Auch Ärzte oder Juristen sind nur Dienstleister und gehören zur Masse. Es gibt ja diesen Hamburger Kaufmannsspruch: „Wer vor zehn Uhr morgens auf der Strasse ist aus dem wird nichts.“
    Darwinismus: Intelligenz, Durchsetzungskraft, Skrupellosigkeit, Energie und Glück.

    • Es gab in den 50er und 60er Jahren eine klare, weite Tele der Gesellschaft umfassende Bewegung hin zum Aufstieg. Das ist heute eher selten.

    • Aufstieg
      DA: In solchen Umbruchsituationen wie 1945 oder die SU 1990 entstehen immer die besten Occasionen. Letztens noch mal Lord of War gesehen. Die halbe Rote Armee Ausrüstung wurde verscherbelt. Insofern kommt da garantiert noch was in absehbarer Zukunft.

    • Aufstieg
      Weil Aufstieg heute nur noch als ökonomischer Aufstieg verstanden wird.

    • Mag sein, Thomas
      … doch was folgt daraus? Dass sich jetzt alle so wie die Jungs aus den Libanesen-Clans verhalten sollen? Denn die sind ja intelligent, durchsetzungskräftig, skrupellos sowieso, energisch und mit dem Glück der weitestgehenden Schonung durch Justizbehörden gesegnet.
      Krasser sind da m.E. nur noch die Steuertrickser (also vielleicht doch lieber Jurist mit Schwerpunkt Steuerrecht werden).

    • Es ist in der Tat ein Phänomen, dass der WWII mit all seinem Morden, Vernichten, Sprengen und
      Vernichten nur selten mal als die Grundvoraussetzung für die west- und auf erheblich andere Weise die ostdeutsche Nachkriegs“aufschwungs“zeit verstanden wird.
      Dabei liegt das auf der Hand. Stände- und schichtenübergreifende Karrieren sind immer nur in Nachkatastrophenzeiten möglich.

      In Ostdeutschland werden heute ca. 95% der Führungspostitionen durch Westdeutsche besetzt. Den Blick ins Grundbuch können wir uns sparen. Auch das ohne Mauerfall undenkbar. Die Folgen sind bekannt. Na, vielleicht vielen auch nicht so recht.

      Naja, „wer vor zehn…“. Also in Berlin finden Sie viele, die nicht vor 12 auf der Straße sind…

      An der erwähnten Intelligenz wollte ich so allmählich zweifeln. Angesichts der aktuellen Entwicklung. Was hat die mit Intelligenz (von großen Teilen) der Eliten zu tun?

    • @Don Ferrando
      Ja, oekonomischer Aufstieg – das ist die völlig durchsozialdemokratisierung dieses Begriffs.

    • Die Millieufrage
      Wird viel zu selten betrachtet. Im Rückblick ist es ganz einfach, Millieus zu verlassen (insbesondere zugunsten eines „Aufstiegs“). So jedenfalls mein persönliches Erleben.

      Millieus versuchen einen in der Regel zurückzuhalten, erst mit Mahnungen („na ob das mal was ist“, „da hebst du doch ab“, „hier weißt du doch was du hast“ usw.), dann mit Strafen („ach, der feine Herr ist auch mal wieder hier“). Dann kommt ein Gap und danach heißt es wieder „klar, war immer einer von uns, ich hier war sein bester Freund!“). Kommt immer drauf an, wie sehr das Milieu einem Potenziale zuschreibt, die dem Millieu einen Mehrwert bieten. Auch umgekehrt ist die Abwägung meist
      „kann ich das alles aufgeben? Was wenn es schiefgeht?“ usw. – da muss man eben durch und in der Lage sein, die diesbezüglichen Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihre Folgen auch belastbar selbst abzuschätzen.

      Warum das selten geschieht? Da gibt es kein Grundrecht auf Welpenschutz. Und am Ende kann man das eben doch wieder auf „wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ eindampfen.

    • Es gibt ja auch Leute, die auf dem Weg nach oben vergessen, wie man gut Freund mit Jedermann ist. Da kommen dann solche „feine Herr“-Sprüche her, siehe Jung-FDPler. Ansonsten ist Aufstiegsfeindschaft jetzt m.E. nicht so stark verbreitet.

    • @G. Ast Und u.a. deshalb sitzen jetzt und absolut sicher auch in Zukunft ca. 95% Westdeutsche
      in ostdeutschen Führungspositionen. Und die werden natürlich ihre Seilschaften, pardon, Netzwerke nicht stilllegen. Und dieser Mechanismus gilt ganz gewiss auch nicht nur für die oberste Etage, sondern sicher auch für die unteren Chargen.

      Verstehe immer diese Wessijammerei angesichts dieser banalen Tatsachen nicht. Naja, muss ich ja auch nicht.

    • Gut Freund mit Jedermann
      hätte ich jetzt nicht gesagt, das wäre zuviel. Aber da ist erstmal ein im besten Sinne selbstsicheres auf den eigenen Beinen stehen und dann ein dem anderen das auch zuzugestehen. Das kann als Distanz missverstanden werden. Zugleich erlaubt einem die eigene, gute Erziehung, auch über ideologische Gräben hinweg mit denen, die woanders stehen, zu kommunizieren, ohne diese anzugreifen und ohne sich anzubiedern; zuletzt, es den anderen nicht spüren zu lassen, wenn man es selber feiner gekonnt hätte. Das alles kann einem Geld nicht kaufen.

      Und wie immer hat meine Großmutti recht: Erziehung gibt’s nicht für einen Groschen an der Ecke.

    • "Wessi-Netzwerke"
      @Grigorij:
      Das hört „der Ossi“ (den Sie da implizit beschreiben) nicht so gern, aber genau: Er ist ein Beleg für meine These. Ein paar Ossis haben das Prinzip nach der Wende schnell kapiert und sind reich geworden; die meisten haben sich geniert, ihre ehemaligen „Genossen“ („die kleinen Leute“) „abzuzocken“ und sind in eine „früher war alles fairer“-Ostalgie verfallen, der sie mit ihrem Millieu am Tresen des VEB Getränkestützpunkt bis heute mehr oder weniger heimlich nachtrauern. So erlebe ich das als jemand mit entsprechender, inzwischen lange aufgegebener geographischer Herkunft.

    • "Jedermanns Freund"
      @Don:
      Au. „Jeder“ ist „keiner“. Bitte nicht. Aber ich unterstelle mal, Sie meinen „jedermann gegenüber offen für zivilisierten, anständigen Umgang“ – ja. Das vergessen viele sehr schnell. Fällt für mich aber auch unter „Selektion“, denn die fallen am Ende auch doch meist auf die Fresse. Am Ende zahlt sich doch nur Qualität aus. Und die ist nicht mit Geld zu bemessen – wie schon treffend bemerkt wurde.

    • @G. Ast Sogar die FAZ, es hat lange, lange gedauert, fängt allmählich an, etwas zu begreifen
      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/bilderstreit-im-albertinum-high-noon-in-dresden-15281890.html

      Immerhin.

      „Kulturelle Kolonisation“ war vor kurzem in der großen Wochenzeitung zu lesen. Zweifellos zutreffend. Und wer sich nicht umgehend anpassen konnte oder eben auch nicht wollte, hatte und hat da nach wie vor sehr, sehr schlechte Karten. Immer wieder erstaunlich, dass manche dieses Geschehen als „Deutsche Einheit“ feiern. Da muss man m.E. schon sehr „komische“ Vorstellungen von einer Vereinigung haben.
      Normopathie ist da mit Sicherheit das angebrachte Stichwort.

      Abzocken ist natürlich auch eins. Da haben Sie Recht. Diese Fähigkeit muss man wohl mit der Muttermilch aufsaugen. Später fällt das Umlernen in diesem Fach doch recht schwer. Manchen ehemaligen SED-Funktionären wird vorgeworfen, sie seien die rücksichtsloseren Unternehmer geworden. Warum eigentlich? Die haben halt begriffen, wie der Hase hier läuft.

      Die Ostalgiker am VEB Getränkestützpunkt? Übertreiben Sie da nicht doch mit Absichten? Der Deutsche und sein Alkoholrausch. Das ist ja nun ein ganz weites Feld. Warum saufen denn dann die Wessis nicht einen einzigen Tropfen weniger, wollte ich da mal fragen? Da sie doch in der besten, schönsten, freiesten… aller Welten zu leben immerfort behaupten? Wohin träumen die sich mit ihren Drogen- und Gifträuschen hin? Westalgie ist ein völlig unterschätztes Phänomen. Wäre ja mal interessant zu klären, bis in welches Jahrhundert man zurückgehen muss, um auf „heile“ Zeiten zu stoßen.

      Heimatlosigkeit halte ich übrigens für eine hochdramatische Situation.

  15. Mal abgesehen vom Körnertopf...
    … der mir persönlich nicht wirklich schmeckt (macht mich das zu einem schlechten Bereits-länger-hier-Lebenden? Ich weiß es nicht), muss ich Sie, werter Don, in Sachen Separatismus aus Neugierde doch einmal um eine Antwort auf eine durchaus ernst gemeinte Frage bitten: Denken Sie, dass Bayern sich in halbwegs absehbarer Zeit (sagen wir, im Laufe der kommenden 20-30 Jahre) einmal vom Rest Deutschlands abspalten wird? Oder zumindest Süd- von Norddeutschland, wie von Ihnen in der Einleitung angedeutet?

    • Remigration
      Falls Deutschland nicht den Willen und die Kraft aufbringt Millionen Drittweltmigranten zur Remigration zu zwingen wird die Folge das Auseinanderbrechen Deutschlands sein und das Ende der Demokratie. Es ist ein alles oder nichts Szenario. Es gibt keinen Mittelweg mehr.
      Merkel hat, beabsichtigt oder nicht, alle Stützpfeiler dieses Landes eingerissen. Und ich hoffe das sie und ihre Mittäter dafür zur Verantwortung gezogen werden.

    • mei, @Millennial
      vorab, der Don wird in seiner herausgehobenen Stellung sich kaum öffentlich äußern und ich bin in keinster Weise befugt, dies für ihn zu tun.

      Es gibt natürlich schon Kreise, in denen das Thema diskutiert wird. Es erstaunt uns, dass Du als „Millennial“ darüber nicht informiert bist. Wenn Du uns ein starkes Zeichen gibst, werden wir Dir Zugang verschaffen.

    • @Millennial
      Dazu zwei Zitate.

      Sebastian Haffner „Preußen ohne Legende“
      Es geht um Bismarcks Politik.

      „…und auch der oft beschworene landsmannschaftliche „Partikularismus“ der Süddeutschen war nur ein Scheinproblem – die Bayern mochten noch so viel über die „Saupreußen“ schimpfen eine bayerische Sezession war nie zu befürchten…“

      Im Preußenbuch von Ch.Clark kommt Phillipp zu Eulenburg, der Ratgeber Wilhelms II, zu Wort und zitiert wiederum den großen Fritz:

      „La Bavière est un paradis habité par des animaux.“

      Es handelt sich also offensichtlich um eine sehr lange und intensive Freundschaft. Man staunt.

      Merkel – der umgekehrte Bismarck?

  16. Regression statt Fortschritt
    Verehrter Don, gut beobachtet und fein aufgeschrieben.
    Der psychoanalytisch angebrütete würde vielleicht spekulieren, dass der in der Moderne Unbehauste, verunsichert im Dickicht der Städte, als innere Flucht die Regression ins Kindchenschema der Breifütterung antritt. Die wird dann modernistisch als Event im In-Lokal durchgezogen und per Bild aus dem Smartphone des Vertrauens ins Netz gestellt.
    Ich musste beim Lesen und Schmunzeln daran denken was meine Mutter wohl dazu gesagt hätte. Jedenfalls wurde nach den Kriegsverlusten durch Vertreibung und Flucht alsbald Goldrand und ein Silberbesteck angeschafft, dass ich mit seinen kantigen Formen für 50er neue Sachlichkeit hielt. Nachdem ich belehrt wurde dass es älter sei, dachte ich an Bauhaus, weiß aber inzwischen dass dieses Muster bei diversen Silbermanufakturen als „Art déco“ gehandelt wurde und zur Jahrhundertwende 1900 gehört.
    Ich habe noch im Ohr wie meine Mutter aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise erzählte, als sie besserer Ernährung halber zum Großvater aufs Gut verbracht wurde. Dieser quittierte ihr Erstaunen über die im Alltag gepflegte Tischkultur mit Platztellern (mit Wappen), Silberbesteck und Bleikristall mit dem knappen Kommentar:
    „Bin ich Fürst, ess ich von Silber“
    Nicht dass er nicht korrekter Deutsch gesprochen hätte, noch lieber Französisch. Er hatte nur aus seiner Ulanen -Dienstzeit sehr verinnerlicht, dass in der Kürze die Würze liege, und deshalb ist jetzt Schluss.

    • Verinnerlicht
      Die Generation der Großeltern ..

      Mein Schwiegervater, Münchner Architekt alter Schule, pflegte vor dem Verlassen des Hauses seine Jackett- oder Manteltaschen von oben bis unten systematisch abzuklopfen und sprach dazu mit ernster Stimme: „Messer, Pistole, Schlagring … alles dabei. Wir können gehen!“

      Das hörte sich – in den 70ern und 80ern – völlig realitätsfern und lustig an. Heute wünschte man sich gelegentlich in die Zeit zurück.

    • Bis in die 30er Jahre konnte man sich Radfahrerpistolen im Katalog bestellen.

    • Pistole, Messer, Schlagring..
      Mein Vater (Jahrgang 20, aber nicht gedient) hatte die Variante:
      „Hut, Mantel, EK I..“

    • Ein Mitbewohner beobachtet jeden Morgen,
      wie sich jemand an die Stirn, die Brust und weiter unten tippt. Beherzt fragt er denjenigen, ob er katholisch sei? Nee, meint der, ich fage mich morgentlich: hast du nichts vergessen,ist die Brieftasche da und der Hosenladen zu…

    • @Thomas Marx
      Mein Vater war im WK II eine Zeit lang im Stab des Divisionskommandeurs, dort lautete der Spruch: „Mein Hut, mein Stock, mein Ritterkreuz, macht hin ich muss zum Fü…“
      Der Herr General hatte das Ritterkreuz, ins FHQ musste er nun gerade nicht. Später aus Italien (90. PzGrenDiv) an die zusammenbrechende Westfront beordert zum „Halten“ irrwitziger Reste geriet er in eine Konfrontation mit Parteikadern, die ihm das Durchlassen der (flüchtenden) Zivilbevölkerung untersagen wollten. Dies löste er mit der Dienstwaffe, auf der anschließenden Flucht erwischten ihn nicht die Schergen des Reichs sondern ein britischer Tiefflieger Ende April 1945.
      Sic transit gloria mundi.

  17. Don, aus eigener Erfahrung wie aus der von anderen:
    Bitte keine Vergleiche halb gekochten Getreidebreis mit den Erbsen- und Linseneintöpfen aus den 20 und 50 Liter Kesseln der Bundeswehr und des THW.

    Die waren gestern beliebt, sind es heute und werden es morgen bleiben, weil diese Eintöpfe geschmacklich besser werden, je länger man sie im Topf ziehen lässt.

    Und selbst diese Eintöpfe sind Kilometer von Getreidebrei entfernt. Ich wusste tatsächlich nicht, dass man inzwischen Leute findet, die dafür bezahlen, sowas zu essen. Porridge für 5 Euro? Brrrr.

    Für einen guten Erbseneintopf würde ich übrigens zahlen :-).

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • nett gemeint:
      Sie sind eben ein alter Kommiskopp, ThorHa.

    • Feldküche
      Zustimmung. Ein ordentlicher Eintopf aus der Feldküche schlägt manches Glutamatgulasch aus modernen Kantinen. Wir haben die seinerzeit komplett ohne Chemie gemacht. Zentnerweise Kartoffeln (Schälpersonal war reichlich da), Zwiebeln, Wurzelzeug und anständige Fleischeinlage. Abends für den nächsten Mittag angesetzt. Wunderbare Sache, kein Vergleich mit diesem Suppenhipster-Zeug.

    • Ja, in Wohlstandszeiten! Da geht das! Aber im Krieg war das nicht so lustig.

    • @kdm: Nach meinen neuesten Erfahrungen mit dem neuesten Hype,
      Food-trucks genannt, ja. Gerne :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  18. Zahnarzt und prekäre Trendberufe
    Hallo Don Alphonso

    ich habe ihren – zugegeben bösartigen – Text mit einem breiten Grinsen gelesen. So endet man eben, wenn man jeden Trend unbesehen mitmacht! Jüngst bin ich an einer veganen Rohkostbar vorbeigekommen, dort würde ich allenfalls hingehen, wenn das Pferd meiner Freundin Geburtstag hat.

    Beim Lesen Ihrer Zeilen ist mir der Zusammenhang zwischen Onlineexistenz, prekärer Bezahlung und Zahnarztrechnung in den Sinn gekommen.

    Im Moment ist es doch so, dass jeder der irgendwie kann, sein Gebiss verschönert, damit dem sozialen Aufstieg keine störende Äußerlichkeit mehr im Weg steht. Wer sich nur im Netz bewegt, und dort an der Spitze des Fortschritts steht, kann das durch Photoshop erledigen lassen und spart enorm viel Geld, das er stattdessen für die Miete eines Mikroappartements ausgeben kann. Das Bowlfood ist da nur die angemessene Ergänzung, Zähne braucht man dazu ja nicht.

    Vielleicht kommt irgendwann der Frischkornbrei wieder, dann spart man Strom, schont die Umwelt und reitet an der Spitze des Zeitgeistes gleichzeitig!

    herzliche und amüsierte Grüße sendet

    Hessin

  19. Anti-Hedonismus
    Lieber Don,

    wie immer, sehr gut beobachtet! Diese Essensmode dient natuerlich im wesentlichen der Gruppenidentifikation und Ausgrenzung der Unglaeubigen, passt auch zu anderen, anti-„Konsum“, quasi-neokalvinistischen, vorwiegend norddeutschen (quelle surprise) Tendenzen. Z.B. Genderismus ist letztlich nichts anderes als Retabuisierung von Sex. Die Ablehnung guten Essens folgt dem natuerlicherweise.

    VG
    Der Onkel

    Nebenbei – Martin y Solers „(Una) cosa rara (ossia bellezza ed onesta)“, auf die sich Leporellos Aeusserung bezieht, war dunnemals erheblich erfolgreicher als Mozarts Version der Don Giovanni story – musikalisch einfacher gestrickt (weniger Noten!) und mit happy end fuer alle. Plus ca change, plus c’est la meme chose.

    • Genderismus und Feminismus als Tabuisierung von Sex
      „Z.B. Genderismus ist letztlich nichts anderes als Retabuisierung von Sex“

      Gut beobachtet, darauf läuft es wohl hinaus. Genauer gesagt, eingebettet in Penny-/Stokowski-Feminismus oder gerne auch mal grüner Neo-Schwulenfeindlichkeit (Trüpelismus).

      Allerdings halten (bspw.) diverse TV-Sender dagegen per Nackedei-Dating-Hype und „Qualitätsmedien“ mit dem Ausbau ihrer Sex-Rubriken. Antagonistische Trends zur gleichen Zeit: Ich fürchte, der Weg zur Deutungshoheit wird steinig.

  20. Wohin, wenn kein Schloss zur Verfügung steht?
    „konnten sich schon normale Menschen, Stück für Stück, jene Porzellanservice mit Goldrand leisten, die momentan gnadenlos aussortiert werden, weil man sie nicht in die Spülmaschine stecken kann.“ Stehe immer wieder vor diesen Erbstücken, die ein Stück Kulturgeschichte spiegeln. Ein schönes Buch dazu:“Vandalismus in der Kultur“, worin es natürlich um die großen Kulturleistungen und deren Zerstörung geht. Also privater Vandalismus? Nur mit schlechtem Gewissen und deshalb bewahre ich Einzelstücke auf, auch wenn deren praktischer Nutzen gering ist: Das Tafelmesser aus dem Anfang des XX., eher an einen kleinen Säbel erinnernd.
    Wie immer ein sehr unterhaltsamer Text, mit amüsanten, leider richtigen Bemerkungen zu ewig scheiternden Hauptstadt mit Ihrem sich ertragend fügenden Konglomerat: wer kennt die Völker, nennt die Namen, die gastlich hier zusammen kamen…

    • Alles was bei Ihnen keine Einzelstücke sind:
      Eintüten und herschicken!

      Silberbesteck, auch wenn nur Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, kann man nie genug haben.

  21. Rittergut
    Das erwähnte Rittergut liegt übrigens in Sachsen-Anhalt, nicht in Thüringen.

    • Danke
      für die Klarstellung. Hatte mich arg gewundert.

      Und ein Danke an Don. War wieder sehr schön zu lesen. Irdenes Geschirr ist derzeit wohl wieder voll im Trend, wie mir meine Berliner Bekannten mitgeteilt haben. Ich nutze noch vererbtes Geschirr von meiner Oma; seit mittlerweile 18 Jahren. Und solange es hält, muss ich nix neues kaufen.

  22. Verstehe den Titel nicht so ganz (oder doch?)
    „Der Reichsbürger träumt davon, dass er in seinem Bunker so etwas aus seinen Notrationen löffelt.“ Ok, möglicherweise ist der nicht nur BRD-skeptisch und deshalb Reichsbürger sondern sie/er möchte auch die hiesige Kultur (soweit wahrnehmbar) erhalten und gilt daher als „identitär“.

    Der Bunker sowie die Notrationen deuten außerdem auf fleissiges Preppertum hin. (Erfahrene Prepper weisen allerdings darauf
    hin, dass die Notrationen aus Speisen bestehen sollten, die man gerne isst und nicht etwa aus Breien, die besonders gut zur Repräsentation einer Notlage geeignet sind.)

    Den weltoffenen Städter*innen, die sich an kommender Vielfalt und Kulturbereicherung erfreuen, kann dieser pessimistisch-realistische Mensch aber kein Vorbild sein. Was ist ihre Motivation für den
    breiigen Genuß? Das einhändige Essen mit gleichzeitiger Smartphone-Bedienung oder eher das gute Gefühl einen fair gehandelten und regional angebauten Brei zu spachteln, der auch weniger Hüftgold als die Fertigpizza erzeugt und dabei auch noch vegan ist?

    Pulp-Virtue-Signalling sozusagen?

  23. Ungleichheit
    Geschätzter Don Alphonso,
    Sie schreiben “ … sondern schon heute die unterschiedliche Handhabung des angeblichen Rechtsstaates, vor dem alle ungleich sind.“ Wenn ich diesen Faz-Artikel richtig verstanden habe:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/grundgesetz-gleichwertigkeit-nicht-nivellierende-vereinheitlichung-1175631.html

    dann wurde 1994 die „Einheitlichkeit“ der Lebensverhältnisse im Bundesgebiet umgeändert in „Gleichwertigkeit“. Auszug aus dem Artikel:
    „Nach Ansicht der Karlsruher Richter ist das bundesstaatliche Rechtsgut gleichwertiger Lebensverhältnisse erst dann bedroht (…) wenn sich die Lebensverhältnisse in den Ländern der Bundesrepublik „in erheblicher, das bundesstaatliche Sozialgefüge beeinträchtigender Weise auseinanderentwickelt haben“.

    Ich kenne hier im Süden Menschen vom Balkan, z. B. Serben, die hier seit Jahrzehnten im Beruf stehen, in die Sozialkassen einzahlen und Kinder großziehen. Diese haben nicht die Möglichkeit des Doppelpasses. Sie müssten ihre ursprüngliche Staatsangehörigkeit abgeben oder die Nachweise erheblicher Nachteile in der alten Heimat nachweisen was schier unmöglich ist.

    Anders in Hamburg, dort hat Olaf Scholz 150.000 Bewohner angeschrieben hat, sie können doch die Deutsche Staatsangehörigkeit annehmen, worauf Tausende z.B. aus Afghanistan und dem Iran das auch taten und dabei die Möglichkeit des Doppelpasses hatten.

    Überspitz ausgedrückt sieht die angebliche Gleichwertigkeit so aus: Ausländische Mitbürger, die „schon länger“ hier im südlichen Deutschland leben, schon lange in die Sozialkassen einzahlen und nie einen Doppelpass angeboten bekommen haben finanzieren mit ihren Steuern nördliche Länder durch den Finanzausgleich mit, in denen dann mutmaßlich „noch nicht so lang hier Lebende“ die, so muss man vermuten, mitunter nichts oder wenig für die öffentlichen Kassen geleistet haben den Doppelpass nachgeworfen bekommen.
    Wenn das gleichwertig ist esse ich einen Besenstiel; das Grundgesetz wird nach Belieben hingebogen, außer beim Länderfinanzausgleich, der funktioniert tadellos.

    Zum Beleg meiner Behauptungen aus Mopo.de vom 26.12.2016, TiteL „Einbürgerungen in Hamburg 30.720 Ausländer wurden Deutsche“ diese Auszüge:
    „Seit 2012 (…) gefolgt von Afghanen (4716) (…) Die Möglichkeit einer doppelten Staatsangehörigkeit ist bei Afghanen besonders ausgeprägt. Fast alle Antragsteller haben sich für diese Variante entschieden.“

    • Das ist ja interessant. Watt et nich so alle jibt.
      Ich dachte, die Möglichkeit hätten nur unsere türkischen Freunde, die aber gleichzeitig die Möglichkeit haben, Asylanträge zu stellen?

    • In China gibt es keine doppelte Staatsbürgerschaft
      Dort weiß man, daß die Loyalitätsforderung der Staaten die der monotheistischen Götter ist:

      „Ich bin der Herr, Dein Gott, Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“

      Die Konflikte sind auch unlösbar: Der türkischstämmige BAMF-Mitarbeiter, den die Türkei nach den Daten ihrer Offiziere bittet, muß entweder Deutschland oder die Türkei verraten.

  24. Ahh, das rote Glasschälchen ist hinreissend - und noch was - die erste Foto, wie die Schweizer
    sagen – also: Man fotografiert eine Kuh nicht, als Gentleman, wenn die sich entleert. Die Kuh ist dann wie die Mücke im Bernstein auf ewig desavouiert, schade, ne, will ich mal sagen.

  25. Wenn ich es so recht überlege,
    … dann bin ich sehr froh, wenn ich meinen Kindern beim Essen zusehe: denen ist wichtig, dass die Teller aus Porzellan, das Besteck aus Silber und an der richtigen Stelle ist. Je mehr desto besser.

    Was mich, ich bitte diese Ablenkung zu entschuldigen, zur Forderung eines sehr lieben Freundes und selfmade Millionärs bringt: 90% Erbschaftsteuer. Begründung: die Wohlhabenden geben ihren Kindern so viel mehr mit als allein den Besitz.

  26. Frage
    Sehr geehrter Don,

    Schreiben Sie die sich ständig inhaltlich wiederholenden Texte noch selbst?
    Wenn nicht, welches Programm verwenden Sie dafür?
    Könnten Sie nicht mal wieder reisen? Der Bericht war ganz nett…
    Danke.

    • Wieso "ständig inhaltlich wiederholender Text"?
      Vielleicht liegt es ja daran, dass ich hier noch nicht besonders lange mitlese, aber das ist meines Erachtens der erste Text, in dem es um eine alte Schüssel geht.
      Viel auffälliger finde ich die unglaubliche Anzahl von Kuhfotos. Don Alphonso ist wahrscheinlich der Mensch mit der umfangreichsten Kuhfotosammlung weltweit.

    • Sie werden Probleme haben, hier eine Ecke zu finden, in der keine Kuh herum steht.

    • Das bevorstehende Absinken
      der kognitiven Kompetenz wurde von pösen Menschen (T.S.) für D schon vorhergesagt. Können wir es hier – anhand des Unvermögens Inhalte zu erfassen – schon miterleben?

    • Naja, die Qualität der Forentrolle lässt nach...
      was waren das noch Zeiten, als TDV lässig aus der Hüfte schiessend aus der Hüfte das ganze Forum beleidigte…. nur seine Definition von dem, was links ist, hab ich bis heute nicht verstanden…

    • @Don Alphonso
      Genau so sehe ich das Oberland auch – aus Gründen der Höflichkeit hätte ich das aber nie geschrieben.

    • @S&R
      Wessen Definition? Die des Don oder TDV?
      Duck und wech…:-))))

    • @Laurentius
      Ich meinte in der Tat nur TDV, und Frau Amgelin könnte dies wahrscheinlich mit ihrem famosen Ablagesystem in kürzester Zeit präzisieren…

      Aber ja, jetzt, wo Sie darauf hinweisen, sehe ich Ihren Punkt. ;)

    • Nönö, hier gibt's doch keine Schwierigkeiten, die palliativieren allenfalls anderswo!
      „Sie werden Probleme haben, hier eine Ecke zu finden, in der keine Kuh herum steht.“ ( http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/11/14/der-identitaere-reichsbuergereintopf-fuer-weltoffene-staedter-8437/#comment-183853 )

      Eine Ecke ist hier – leicht zu erkennen, denn „Warum liegt hier überhaupt Stroh rum?“ – die Kuh jedoch ist weg:

      http://blogs.faz.net/stuetzen/2013/11/21/der-sadomasoskandal-der-frankfurter-banken-4080/

      (Lieber Nahuatl, um Ihrer Hirnfrage zuvorzukommen: Den Beitragsinhalt hatte ich längst vergessen, der damit in Verbindung stehende Strohsatz jedoch ist offenbar dauerhaft als zu einem Weblogbucheintrag gehörend eingebrannt…)

    • Hier im sinne von „südlich von Warngau“.

    • Aber liebe Frau Amgelin, nichts für ungut, ...
      … die Rede war von „könnte“, nicht von „sollte“. Kein Grund also für Empörung.

      Nur: was haben Sie gegen Kühe ?

    • TDV
      Also ich vermisse den inflationären Gebrauch des Wortes „Urnenpöbel“ überhaupt nicht.

    • Das "empört" habe ich bloß deswegen eingesetzt, weil vor einigen Tagen die Textlängengrenze bei
      nur noch knapp 75 (statt 100 – 3 %) Anschlägen – beispielsweise mein

      “ „…liegen…Kühe auf der Wiese“ „…im Schatten der Bäume dösen…“ nenn

      (aus

      blogs.faz.net/stuetzen/2017/11/08/humansteuernder-klimaschutz-mit-dem-kreuzbergalm-plan-8408/#comment-182767 )“ –

      lag und ich zu Testzwecken (war das lediglich ein mehrmaliger Aussetzer oder wird sowas die Regellänge?) näher an die 97 heranwollte.

      Spielkind?

      http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/09/14/6877-6877/#comment-135187

      und deswegen:

      Kuh macht Muh
      Kühe machen Mühe,

      von Letzterer hab ich eh grad genug, davon brauch ich nicht noch mehr, schnauf…

    • @Krächzit
      Welchen Begriff würden Sie nach dem „weiter so“ vom 24. September
      bevorzugen?

    • Ich bevorzuge meine Kühe auch eher scheibchenweise.
      Und keine Sorge, das hier war nur ein einmaliger Test, wegen der 100 Zeichen (ja, bei mir waren es 100).

      Die besondere Eingangssignatur Ihrer Posts will ich Ihnen in keiner Weise streitig machen, schon das wäre mir auf Dauer zu mühsam…

  27. Nippes wem Nippes gebührt... Blechnapf kommt noch früh genuch...
    … jeder sammelt ,hebt auf, zu was er/sie/es eine Beziehhung hat, aus welchen Gründen auch immer. Habe mir die Sammelei längst abgewöhnt.
    Gut vor einigen Wochen doch mal wieder ein altes Werkzeug , einen Goldschmiede- Schraubstock (benutzt um 1900) zugelegt… nicht zu groß, nimmt keinen Platz weg, halt Zufallsfund unterwegs auf dem Land.

    https://www.picclickimg.com/00/s/MTU5OFgxNjAw/z/TCwAAOSw-0xYichV/$/Alter-Antiker-Uhrmacher-Goldschmiede-Schraubstock-fur-Werkbank-Werkstatt-_1.jpg

    Ansonsten interessiert mich Industriearchitektur, stehen ja auch immer alte Maschinen dort rum.
    Appropos Rum, mal auf Martinique eine alte Rum Destillerie besucht, trink zwar keine Alkohol, sollen sich andere die Birne maltretieren… ich nicht.
    Aber immer interessant.
    Ja und was mache ich, wenn meine heißgeliebte Coca Cola mit Zuckerersatztstoff- Müll gesüßt werden soll, nur weil einige selbsternannte Gesundheitsapostel wiedermal `ne neue Sau durch`s Dorf jagen…. hört die Bevormundung denn nie auf.
    Apropos Coca- Cola , habe da eine fast Unikatflasche.
    Mir bei der KPM ( kannte da jemand) aus Porzellan anfertigen lassen ( 3 Stück gibt`s davon .)… auch schon 25 Jahre her, die Herstellung meines 0,33l Coca Cola- Porzies ;)

    • Zufallsfund auf dem Land nennt man das jetzt also ;o)
      Aus der Ex-Schmiede meines Opas mütterlicherseits neben dem leerstehenden Elternhaus (mit Scheune&Kuh-Stall, Schmiede, Hühner-Schweinestall, …) im Hohenlohischen hammse uns jetzt den Amboss geklaut. Verflixt! Mindestens zu viert. Ohne Kran. Wenn’s reicht.

  28. Wieder was gelernt
    Diesen Trend kannte ich noch gar nicht.
    Schnell „gegoogelt“ und einen Artikel aus dem Tagesspiegel dazu gelesen und folgendes Zitat darin vorgefunden:

    „Je leuchtender und vielfältiger, desto besser und gesünder.“

    Das Leben kann so einfach sein.

  29. Das ist nur die halbe Wahrheit
    „Was jedoch immer Bestand hatte, war die Trennung der Gesellschaft in Eliten und Benachteiligte, und durch alle Zeiten kann man festhalten, dass es sich bei den obersten 10% gut gelebt hat.“

    Die obersten 10% Wer-auch-immer wechseln sich im Laufe der Generationen und der Geschichte fröhlich und regelmäßig ab.

    • Abwechslung versus Konstanz
      Dazu gibt es empirische Untersuchungen zu den Matrikel-Listen Oberitalienischer Universitäten und OxBridge. Es gibt einen gut zweistelligen Prozentsatz von Namen (Familien) die immer wieder auftauchen und die sowohl in Norditalien als auch in England auch heute nicht auf der Sozialhilfeseite der Gesellschaft leben. Das passende Zitat dazu ist ja schon weiter oben in den Kommentaren.

    • mehr als zehn
      Da war mehr. Die römischen Sklaven lebten teilweise gut, natürlich längst nicht alle, waren manchmal integriert in den Haushalt, ihre Kinder wurden mit den Kindern des Hausherrn unterrichtet, die Klügeren wurden oft Hauslehrer. Wenn es nur zehn Prozent wären, wäre es viel öfter alles auseinandergeflogen. Ich denke, dass es im Russland des letzten Zaren und in Frankreich unter Louis XVI in der Tat etwa zehn Prozent waren. Die Folgen sind bekannt.

  30. Traunstein
    nur ein Randthema – aber auch nicht alles Gold, was hinkt:

    https://www.chiemgau24.de/chiemgau/traunstein/traunstein-ort29586/personalmangel-traunsteiner-kindergarten-vier-neue-stellen-ausgeschrieben-9361045.html#idAnchComments

    Sie haben , was Ihr Ererbtes betrifft, wirklich ein Riesenglück, dass Sie über unbegrenzten Lagerraum verfügen.
    Das hat nicht jeder, nicht zuletzt ich nicht.

  31. Museum der Esskultur
    Der Trend, die Sättigungsbeilage zur Hauptnahrungsquelle zu erklären, ist schon seit einigen Essens-Moden zu beobachten… Vielleicht ist das der Versuch einiger, sich schon einmal kulinarisch auf die kommenden, schlechten Zeiten vorzubereiten. Kommende Zeiten sind ja irgendwie immer schlecht, wie man so hört.
    Uniformität, auch beim Essen, scheint zudem vielen Menschen des Volkes sehr wichtig zu sein. Hauptsache ist, die Uniform ändert sich alle paar Jahre.
    Und so werden wir irgendwann auch wieder Zeuge werden, dass es Mode wird, sein Essen auf einem flachen Teller zu schneiden. Vermutlich während man seine Suppe aus einem Kristallkelch trinkt: Teller, Schüsseln und Tassen sind dann zu konservativ, Löffel (Wie??? Es gibt verschiedene??!!) wohl auch… Wir können dann wieder viel Geld mit Büchern (Apps) verdienen, in denen wir der neuen Generation die verschiedenen Bestecke erklären… oder zumindest einen Teil davon.
    Danke für den Beitrag, „Bowls“ kannte ich noch nicht. Aber da es mir widerstrebt, meine Desserts in die Suppe zu kippen, wird wohl auch dieser Trend an mir vorüberziehen. Ich denke aber darüber nach, in die Porzellan-Hersteller zu investieren. Wenn die Schüsseln „out“ werden, braucht das Volk doch wieder flache Teller! ;-)

  32. zuviel Bananen waren auch ungesund
    Der Weg für den historischen Orientierungsrahmen, für die Fortschreibung des zumindest heute erträglich, guten Lebens ist mit vielen Friedhöfen gepflastert.

    Nebenbei erinnerte Frau Pukke mit dem Weg zur „süßen“ Wolke Sieben, mit Sterben und Tod in den letzten Stützen der Gesellschaft auch daran.

    Der weltweite, demokratische Nationalstaat ist nun ein köstlich Gut, voll versunkener sozialer Kosten. Beschirmen wir ihn, statt neue Imperien – mit welchen Ulrike-Guerot`chen Gauen auch immer – zu bilden.
    Auch der unsere sollte uns Lieb und Teuer sein.

    Wie teuer es ist, wenn Imperien zerfallen, zeigt die UdSSR, möglicherweise die Weltmacht GB…

    Wenn der Westzonengenerationenkonflikt 68ig und die Post-Pseudo-Elite „68ig“, die mit den ewigen grünen Bananenschalen hinter den Ohren und die Sowjetzonen-Hanseln ohne Ohren, sich auswächst – wird es mit Deutschland schon noch was werden.

    Gern mit Messer und Gabeln beim Essen und statt der Spoiler am SÜV auch mit Meissner Porzellan (wegen der dortigen Arbeitsplätze).
    Meinetwegen auch mit Murano-Glas.

  33. Titel eingeben
    welch Kontrast zu _phoenicia Pukke; beides ist schön zu lesen und anregend.

    Radlfahrer wenn Du nach Neurenberg kommen solltest und etwas Zeit mitbringst, dann gehe zuerst ins Germanische Nationalmuseum
    doch auch in das Dokumentationszentrum im Kolosseum (sic).

    Die Daueraustellung zeigt die gewaltige Verführungskraft nationalistischen Ungeists. Ich habe da mitgenommen, daß ich wahrscheinlich auch mitgelaufen wäre.

    Um zum Thema zu kommen: Eintopf. Moralisch überhöht als klassenlose ökonomisch ökologischque korrekte Speise für mindestens einen Tag in der Woche. Damals wie heute überwacht durch Nachbarn oder gar eigene Kinder und deren Erzieherinnen/Lehrer.

    Für breiartige Dips spricht aktuell die Nähe zur traditionell türkischen Küche. Ich mag dieses Ajvar, Cacik, … Tapenade gerne selbst machen und bestelle es in Gaststätten meines Vertrauens. Fabrikware ist dann sicherer bei so etwas.
    Noch lieber sind mir unsere italienischen und französischen Varianten wie Mayonaisse, Hollandaise, Sauce tartare.

  34. @Ernst Wilhelm
    Leuten mit Ihrer Einstellung würden wir weder im Gemeindejagdbezirk noch in unserer Eigenjagd eine Chance geben. Muffelwild ist ohnehin verschwunden, der Wolf hat da gründliche Arbeit geleistet. Beste Grüsse

    • Huch!
      Gerade nochmal Ernst Wilhelms Beitrag gelesen, konnte aber keine Einstellung und schon gar keine dem Jagdbetrieb abträgliche Einstellung herauslesen.

      Nachher wird der gute Mann noch in die Wilderei gedrängt (und bekommt einen eigenen Wikipedia-Artikel).

    • @ Hausschwein
      Wird sich um ein ökologisches, 3-gendergerechtes, veganes, antirassistisches, klimafreundliches, Waffen ächtendes und Kampf-gegen-Rechts-Revier handeln, das dem Ernst Wilhelm irgendeine PC-Übertretung nachträgt.
      Interessant ist die Bannstrahl-Verkündung in autoritärer „Wir“-Form.
      Scheint sie noch zu geben, die alten Junker.

      Aber wer möchte da schon jagen, in der Pampa und den düsteren Sümpfen zwischen Wolfsburg und Münster, von denen bereits Tacitus wenig Erbauliches zu berichten wusste.

    • @ Hausschwein
      o mei, vielleicht, jetzt ins ostfälische verfallend, is es nich der pluralis majestatis, sondern eine Eigenjagd-Reviergröße von 301 ha, über deren Vergabe Jürgen Meier zusammen mit Tanten und Onkels entscheidet? Oder Jürgen Meier ist wohlbestallter Lehrer und Antifaschist, Gemeinderat der LG und Beisitzer im Jagdausschuss? (Jagdausschuß? Ich lerns nimmer)

      Oder aber er ist Prinz zur Lippe. Wir werden es nicht erfahren, weil ihn unsere Häme verdrießt und er uns für Deppen hält. Dann passt es.

  35. Titel eingeben
    14. Nov 14:52

    ich wiederhole mich gerne: In den 50er und 60er war der Aufstieg durch ungehemmtes Arbeiten noch gern gesehen. Heute machen sich Chef und Personalverantwortlicher strafbar, wenn Mensch in zwei Wochen 100 Stunden arbeitet.

    Wer Geld verdient, muß abgeben. Bei Einnahmen und bei Käufen in sattem Maß.
    Standardbeispiel: Verdienst der Frau mit Spitzensteuersatz DM 130.000 entsprach noch 1980 einem Mercedes 450 SE 6.9 plus einem Mercedes SE 450
    Spitzensteuersatz 1960 war noch deutlicher den Spitzenverdienern vorbehalten.

    Wer heute noch gut verdient, schleppt soviele Einsammler, Umfairteiler und Transferempfänger mit, daß er sich mit Recht so ausgenommen fühlt wie ein Geschiedener mit drei Kindern bei der Ex 1970.

    Erwähnte ich schon die 19% MWSt auf die Mineralölsteuer? Oder auf EEG-Umlage, Stromsteuer und KWK-Umlage zzgl 5 ct Strom gibt 25 ct/kwh

    Den seinen nimmt es dieser Staat. Heute mehr den je seit 1949.

    • Den gab es nur
      als SEL , also immer mit der langen Karosse.
      Der war auch schon gut ausgestattet.
      Für 90.000. Deutsche Mark war man schon sehr gut dabei.

      Genug geklugscheissert.

      Beste Grüße aus der Haupstadt

  36. We want plates
    „Ein Land, ein Rechtssystem, zwei Auslegungen, und vermutlich bald acht Fernbustickets von Traunstein nach Berlin…“ :D :D made my day, Danke ich schmunzle immer noch.

    Also wir essen ja schon seit ner Weile nicht mehr auswärts, man hält es ja kaum aus, was einen in Prantlhausen alles zugemutet wird. Serviert wird zu Hause auf den Erbstücken. Da kann man bei Bedarf nach dem Essen den Teller umdrehen und in großen Buchstaben US ZONE lesen, um sich der nicht so rosigen Zeiten zu erinnern. ;)

    Ansonsten hätten sie vielleicht auch Freude am „we want plates“ Twitter-Account eine Freude.
    https://twitter.com/wewantplates?lang=de

    • We want plates
      Echt klasse, der Twitter-Account! Da fällt mir ein, mir wurde auch schon mal ein Essen ganz „originell“ auf einer Kerichtschaufel serviert. War bestimmt schon 10 Jahre her, den Trend gibt’s also schon länger.

  37. Wo ist das Problem?
    Sind wirklich die Bowlianer das Problem? Die haben wesentlich noch eine Beziehung zum Essen. Man muss es ja nicht mögen. Ist halt wieder einer dieser Food-Trends. Die Ursprünge liegen übrigens in einem koreanischen Eintopfgericht. So viel zu Reichsbürgern. Man ist am Montag einen guten Bibimbap und am Dienstag dann einen guten Schweinsbraten. Die Vielfalt macht es. Bedenklicher finde ich da eher die Geiz ist Geil-Mentalität bei Lebensmitteln.

    • Wo sind die Radgeschichten?
      Ich leide unter Entzug! Strahlender Sonnenschein – Atlanta – Breitengrad googeln! Und ich freue mich wie ein Kind vom DA endlich wieder was übers radeln lessen zu dürfen. Und was is‘ – nix!

      Dabei komme ich nur wegen der Radgeschichten hierher und der Bilder.
      Und jetzt auch wegen dem Bibimbap! Wer hätte das gedacht, dass das nach Deutschland schwappt.

      Ein froehliches Woll! In die alte Heimat.

      PS: Im Uebrigen – hier braucht’s‘ kein Winterrad – Rennrad fahren ganzjaehrig.

      PPS: DA – Weitermachen!

    • Es kommt noch eine Radgeschichte – aber dann halt rodeln. Hier ist schon alles weiss.

    • "Die Vielfalt macht es."
      … nee, die macht allenfalls dumm, weil man meint, das sie ein Ziel an sich sei, aber letztlich keine Ahnung mehr hat, was man eigentlich isst und orientierungslos herumirrt…. das muss nicht so sein, aber nicht selten ist es so…

    • Während der Wartezeit eine kleine Fahrradgeschichte gefällig?
      Ob ein grün-gelbes Jamaika-Pärchen wohl die Ausweitung von Lex Goetze (§316a StGB) auf Radfahrer schafft?

      ht tps://polizei.brandenburg.de/fahndung/sonderkommission-ermittelt/827444

      RHS-Schlechteresser spendeten offenbar zu wenige Fahrräder für Mobilität Bedürftigende in Brandenburg. Umverteilt bayerische Oldtimersammlungen mit Caritashintergrund!

    • Übel.

    • Eine Schüssel
      mein Vater hat in seinem ganzen Leben nie Fondue gegessen, weil er mit 14 Jahren in Ostpreussen bei einer Gutsfamlie im Zuge des „Landjahres“ unterbracht war. Dort musste er immer mit der ihm fremden Familie aus einer Schüssel essen. Er fand das widerlich.

  38. Da ist die Jaegerschaft ja ein echter Trendsetter
    Die veranstalten naemlich nach der Jagd ein „Bowl-beating“ oder Bowl hunting“ (Schuesseltreiben)

    Um eine „Bowl“ vulgo “ Schuessel“ hip zu finden muss man schon sehr vom echten Leben entfernt sein. Hier in Afrika sind die von Don beschriebenen Sitten (viele essen aus einem Topf – pardon Bowl) noch sehr praesent.
    Und aus dem selben Grund den der Don so schoen an der abgekrazten Lasur festmacht.
    Hat sich was mit „hip“.
    Und gerade wegen dieses Schuesselunfugs behalte ich das Hochzeitsservice meiner Grosseltern mit Goldrand !

  39. O tempora...
    Als Student hab ich das früher auch manchmal gemacht – beim lernen. Weil so ein grosser Topf reicht für mehrere Mahlzeiten.
    Oder ich erinnere als Jugendlicher (zylinderförmige) Ravioli-Blechschüsseln nachts am Lagerfeuer irgendwo in der Pampa.

    Nun also Essen aus „Bowls“ als neuer Trend. Also fast-food in Hipster-geeigneter Darreichugnsform…

    Es ist doch immer interessant, wie sich Leute ihren Mangel an wahrem Luxus – nämlich sich soviel Zeit zu nehmen, wie man will – mit allen möglichen Ausreden zurechtlügen können, also ihre eigentlich ärmliche Existenz beschönigen.
    Jetzt also mit einer Hand löffeln und mit der anderen das Smartphone bedienen…

    Aber passend in die Zeit. Nutzt unsereiner den gemeinsamen Tisch zur verbalen Kommunikation, so gibts nun verteilten Tisch zur elektronischen Kommunikation. Für den homo smartphonicus.


    • Ich habe Gründe, warum ich mich vor „Studentenküche“ immer gefürchtet habe.

    • @ colorcraze
      „Ich habe Gründe, warum ich mich vor Studentenküche immer gefürchtet habe“

      Sie waren nichts zufällig dabei, als vor vielen Jahren eine hungrige Kommilitonin im Studentenheim eine Großbüchse Ravioli aufgesetzt hat, direkt auf der Herdplatte – und ungeöffnet.
      Glücklicherweise weilte gerade niemand in der Küche, als die Büchse dem Überdruck nachgab und hochging.
      3 x Küche frisch streichen … erst nach dem dritten Mal waren die Flecken nicht mehr zu sehen.

    • Was daheim ist, ist daheim. Die Bowls werden jedoch öffentlich geleert, und daher gibt es hier ein Zweitschlagsrecht.


    • @Zuvielgesellschaft: Nein, aus dem Studentenheim kannte ich nur eine Koreanerin, die aber wie ich vorher schon gearbeitet hatte und deswegen selber kochen konnte. Sie baute auch Salat und Radieschen im Gärtchen an. Die, die zu fürchten waren waren eher welche, die „Volxküche“ für eine tolle Idee hielten, oder der Provinzkräuter-Mode verfallen waren (sie kannten sich mit dem Würzen überhaupt nicht aus und nahmen auch keinen Rat an). Auch die evangelischen „Pfarrerskinder“ mit ihren dünnen Suppen befremdeten mich. Es gab auch ein paar Bürgerliche, die richtig mit Messer und Gabel essen konnten, und sogar Fisch selbst zerlegen. Die waren aber eher Exoten und kochten selbst daheim oder aßen bei ihren Eltern.

  40. Titel eingeben
    Also Herr Don Alphonso ich muss schon sagen,

    Sie wiedersetzen sich dem sozialistischen Diversitäts-Zeitgeist und ziehen ihr, in manchen Augen, antiquiertes Ding durch. Aber sie können sicher sein, sie sind nicht alleine. Auch ich und viele andere, genießen immer mehr die Möglichkeit in den Bergen in einsamen Refugien die gute Sitte und dazu ein gutes Essen mit Messer und Gabel auf Porzellan und ab und zu noch eine schöne aus Cuba. Dabei treffe ich genau auf das Gegenteil von Diversität, man hat so eine angenehme Monokultur mit anregenden Gesprächen und kann so herrlich über die Leute in den Großstädten reden. Auffallend dabei ist, dass sich unser südliche Nachbar außerhalb der einzigen nennenswerten Großstadt genau in die gegenteilige Richtung entwickelt. Langsam mache ich mir daher Gedanken, ob man nicht sein Tagwerk etwas weiter Südlich vollbringen sollte. Ich habe gehört gute Steuerzahler sind dort gerne gesehen und die Wahrscheinlichkeit eines Linksrutschs halte ich in den nächsten Jahren für nicht zu hoch.

    In diesem Sinne, Bergluft macht frei

    • Das ist mir schon klar, die Sache ist halt, dass die Darstellung in den Medien ganz andere Schwerpunkte setzt. Und das greife ich auf.

  41. Mitleid mit Weinstein
    ist völlig fehl am Platz; der hat sich durch Unintelligenz von der weiteren Vermehrung ausgeschlossen.

    Sein Fehler ist ein nicht-zielgruppengerichtetes Kommunikationsverhalten: Offenbar steht er auf Frauen, die nicht von Kultur, sondern vom Gesetz des Stärkeren angezogen werden. Diesen Damen, das hätte er wissen müssen, darf man nie, nie, nie das Gefühl geben, sie seien etwa … nunja: käuflich. Mit Gesten der Demütigung, etwa dem Schenken von Schmuck und dem Verschaffen von Vorteilen muss man da geizen; sonst bricht irgendwann die Racheflut über einen herein. – Kein Mitleid, das ist Evolution, das ist sinnvoll, so sterben die Affen endlich aus!

    Sinnvolles Verhalten hätte wie folgt ausgesehen: Er hätte sich auf Damen spezialisieren müssen, die eben – nicht käuflich sind. Mithin: Ich bin doch gar nicht so reich, ich arbeite nur viel und muss so viel Umsatz bewegen! Also … deswegen reichts halt nicht für den Diamantring, sondern bloß fürs Freundschaftsarmband und die Nebenrolle als Statistin, ist doch auch schön! Die hätte er dann also in aller Seelenruhe schlecht behandeln können; denn die halten aus + dicht und irgendwann hört man vielleicht den lauten Türknall – aber wer wird sich davon schon beeindrucken lassen … nur die Kulturlosen …

  42. Kein Nutzen, bei dem nicht auch ein Schaden dabei ist
    Es fehlt bloß noch ein Schritt, bis aus dem Blechnapf gefressen wird.

    Praktisch für Handy-User wäre auch dünnflüssiger Brei, Meal-to-go, der mit dem Röhrchen aufgesogen werden kann. Von da wiederum ist’s nicht weit zur intravenösen Ernährung aus dem mitgeführten Beutel und mit App-gesteuerten, metabolischen Wirkungen.

    Dass im „Katalonien Deutschlands“ (FAZ) noch andere Ess-Sitten üblich sind, ein Glück. Hinweis allerdings auch darauf, dass die kulturellen Unterschiede eher zunehmen als verschwinden und irgendwann der Clash unvermeidlich wird.
    Sollten die Bowls als Grabbeigaben Verwendung finden, werden die Archäologen späterer Epochen einen Zusammenhang mit der Starčevo-Körös-Kultur vermuten.

    Hier gibt’s jetzt erst mal Kartoffel-Spinat-Karotten-Gratin mit geriebenem Greyerzer, gemörserten Muskatblüten, Milch und Sahne.
    Die Creuset-Gratinform kommt heiß auf den Tisch und auf die Wärmeplatte, dazu Kerzenleuchter (Silber), Porzellanteller, Kristallgläser, Silberbesteck und Servietten.

    „An die Tröge!“ lautet zwar der alte Familienschlachtruf zum gemeinsamen Essen, aber der ist bloß scherzhaft gemeint und diente stets nur als Mahnung an die Adresse der Kinder, sich bei Tisch zu benehmen. Ist mir schleierhaft, wie die das an einer Bowle je lernen sollen.
    Aber darauf wird es künftig eh nicht mehr ankommen. Wenn nach den Stühlen und Tischen auch noch die Löffel wegfallen, gilt beim Essen die Verwendung der rechten Hand als sittlich, während die Linke für was anderes reserviert ist. Mögen sich alle daran halten.

    Bayernpartei, bei der Landtagswahl, unbedingt!

    • Ich habe noch keine Ahnung, was ich da wähle. Es gwht ja nicht nur um die Trennung, sondern auch um die Einführumng der Leibeigenschaft im Rest des Landes.

    • @ DA
      „Einführung der Leibeigenschaft im Rest des Landes …“

      Da haben Sie freilich recht.
      Die Bayernpartei äußert sich nicht dezidiert genug in diesem heiklen Punkt. Wird sein, dass viele der Parteivertreter, ein künftiges Sklavendasein vor Augen, die Sache nicht mit der erforderlichen Verve verfolgen.

      Die probeweise Einrichtung von Leibeigenschaftszonen, ähnlich wie z. B. die Einrichtung der „Sonderfläche „Buddhistisches Seminar- und Veranstaltungszentrum“ (VerfGH München, Entscheidung v. 04.05.2012 – Vf. 10-VII/11) könnte die Sache vorantreiben.

      Wenn sich erweist, dass der freiwillige Zugang an Leibeigenen höher ist als die Abwanderungsquote, wird die Zone auf ganz Bayern erweitert.

      Anschließend Überfall auf das Tirol, Vorarlberg, die Rheinpfalz und die rechtsrheinischen Teile der Kurpfalz, Aufhebung der Dienstespragmatik etc. etc.

      Die Zukunft gehört Bayern!

    • Tirol kann man nicht erobern, aber bestechen.

  43. Die Probleme und Lösungen der wohhabenden Berliner 1945
    Sehr geehrter Prinz Matecki! Als ich in Berlin war, worüber ich hier schon schrieb, dachte ich an Sie und beschloß, nach Dahlem zu fahren, wo mein Vater aufgewachsen ist. Da ging ich durch den Schwarzen Grund und als ich vor dem umgebauten Haus meiner Großeltern stand, musste ich auf einmal herzhaft lachen. Mir war eingefallen, dass ich vor dem Friedhof meines
    Porzellans für besondere Gelegenheiten stand. Es ist von E.A. Schumann, der Hoflieferant war, und ist weiß mit schwarzgolden mäandrierendem Rand. Außerdem wurde 1945 in dem Garten um das Haus ein Teils meines Tafelsilbers vergraben, um nicht in die Hände der Russen zu fallen.

  44. Titel eingeben
    Für die einen ist das Tischtuch alltäglich
    für die anderen nicht einmal die Ausnahme.

    Oft sehe ich auf Fotos teuer eingerichteter Wohnunge einen rohen, nackten Esstisch
    eventuell jeweils einen kleinen Stofflappen unter den auf dem Tisch plazierten Tellern
    aber ein Tischtuch das den Tisch grosszügig bedeckt, mit einer Moltonunterlage, das ist nur für wenige alltäglich

    Dafür habe sie ihren dickwandigen Kaffeebecher ( ohne Untertasse)

  45. Tempora und Mores
    Das ist ein wunderbar ausgeruhter, brillanter Text – Dankeschön, ich hatte (schmerzliches) Vergnügen beim Lesen.
    Gerade bin ich am Rezensieren eines wirklich empfehlenswerten Buches von Martin Korte, Lernforscher an der Uni Braunschweig, „Wir sind Gedächtnis“. Unvermeidlich erscheint die Frage nach dem kollektiven Gedächtnis, das sich in Kultur – und also auch den sozialen Ritualen und von ihnen definierten Rollen materialisiert. Akademische Erörterungen sehen da ziemlich ratlos aus. Man wird radikal auf Vorherrschaft gepolten Minderheiten mit Gedächtnis-Workshops nicht beikommen, in denen Vorurteile abgebaut werden, und ob es wünschenswert ist, Gewaltopfern mit Pillen zu helfen, die ihre traumatischen Erinnerungen abmildern, sei dahingestellt. Die Opferrolle gebiert den entwicklungsgeschichtlich tief verankerten Wunsch nach Vergeltung, Machtgier und Habsucht arbeiten dem zu, Feindbilder – moralisch-ideologisch aufgerüstet – bahnen Aggressionen den Weg. Das ist erfahrbare Realität.
    „Die Nation bröselt zwischen diesen Polen vor sich hin, weil niemand Interesse hat, da noch das Gemeinsame zu finden,“ schreiben Sie, und wohin es führen wird, mag ich mir nicht vorstellen. Dass Sie der Erinnerung an die Folgen solcher Polarisierung aufhelfen, verdient jedes Lob. Dass Sie, andere von mir hoch geschätzte Autoren und – in aller Bescheidenheit – auch ich noch gegenhalten dürfen, ist ermutigend, wenn schon die politischen Aussichten nicht besser werden. Merci und Chapeau!


  46. Eine Schüssel Grütze, oh je…
    In Baden sollen im WK I (nein, nicht II) manche Leute lieber verhungert sein als den verordneten Eintopffraß zu essen.
    Brei löffeln ist was für Zahnlose (also Babys oder ganz Alte) und ganz Arme (in Italien war das lange Zeit die ewige Polenta).
    Was ist mit den Münchnern los, daß sowas dort Anklang findet??

    • Schwabing halt, da äfft man Berlin nach. Eine Unsitte.

    • Titel eingeben
      Ich sah das neulich im Eingangsbereich des ReWe an der Münchener Freiheit/Leopoldstraße. Kann also gar nicht mehr exotisch sein. Wundere mich eigentlich, dass ich das noch nicht im Umfeld der TU gesehen hab, bin die letzten Wochen aber auch eher wenig raus.


    • „Äfft Berlin nach“?
      Das kann in diesem speziellen Fall (Schüssel voll Getreidebrei) nicht sein. Das habe ich hier noch nirgends gesehen.
      Ja, die Vietnamesen bieten seit einigen Jahren Pho an; eine Schüssel Nudelsuppe mit etwas Gemüs/Salat. Aber das ist Nudelsuppe und nicht Körnermatsche. Auch gab es vor vielleicht 15 Jahren mal einen „Suppentrend“, so eine Art Suppen-Bars (durchaus einfallsreich und wohlschmeckend, aber halt allenfalls 2 Stunden den Magen beruhigend), die habe ich aber schon lange nicht mehr gesehen.
      Was ich im Frühjahr in Schüsseln vorgesetzt bekam im eßmodischen Mitte, war Ceviche (ich glaube, Tico hatte das schonmal erwähnt); das ist aber marinierter Fisch.
      Wenn schon Grütze, sollte man mal die Ukrainerinnen und Polinnen zu „Kascha“ befragen, und was man da dazu ißt.
      Mal schauen, ob das nach Berlin kommt, aber mir kommt das zu „grün-alternativ“-Körnerfraktion-Reformhaus-ururenklig vor. Die Träger dieses Geschmacks sind inzwischen weitgehend aus der Öffentlichkeit verschwunden. Die Kulinarik der Jüngeren scheint um den Burger zu kreisen.

  47. Zurück auf Spitzenniveau !
    Endlich hat das Warten ein Ende.
    Fehlt in der Aufzählung der Erbsensuppekonsumenten nicht die NVA, die die Linken vllt. vermissen, obwohl sie in Drill und Schlagkraft eher der Wehrmacht ähnelte ?
    Apropos Tomate, habe gerade die Letzten geerntet, jedoch fehlt die Wärme der Nacht und somit ist der Geschmack eher wässrig. Aber echt Bio !

  48. "Mit mörderischem Stahl den Vater mir raubte" (Don Giovanni, Arie der Donna Anna, I 14)…
    Ach du grüne Neune, schon wieder „Du schreibst zu schnell“, Don, aber das im Titel schießt mir durch den Kopf wenn ich mir Ihre Messersammlung so anschaue. Besonders das eine, das mir eher aussieht wie ein nicht der mit Genfer Konvention übereinstimmendes Kampfmesser. Der Poilu von 1916 vor Douaumont hätte seine Freude gehabt damit an einer „riflette“ gegen die Boche teilzunehmen (ja, ja, ich hör´ja schon auf).
    .
    Don, solche irdene Schüsseln benutzen wir auch. Terrine en terre, Made in Soufflenheim/Elsaß, Durchmesser 40 cm. Und stellen Sie sich vor, b-r-a-u-n mit brauner Glasur innen und außen 4-5 cm oben am Rand. Im wenige Kilometer entfernten Betschdorf hätten wir die als Steinzeug auch in kannenbäckerlandgrau haben können. Unsere braune war zweite Wahl, weil sie innen einen kleinen Riss vom Brand hatte, der aber nicht durchgängig war. Seit 1982 bereiten wir darin die köstlichsten identitären Gerichte, vom käseüberbackenem Brokkoli-mit-Kochschinken, mit Käse überbackene Lauchgemüse-sogar Badische Kirscheplotzer zu. Die Schüssel kommt als lange haltender Wärmespeicher auch auf den Tisch und jeder sticht das heraus was er mag – aber auf seinen Teller. Im Bayrischen Wald oda bei die Hulzknecht samma Need. Trotz allem Spülen kann man an der nicht glasierten Außenwand nach Wochen noch erschnüffel, was darin zuletzt zubereitet wurde.
    .
    Ach ja die Reichsbürger. Die scheinen ja wirklich eine Riesengefahr für ulFens DDR 2.0- Demokratiemodell darzustellen. Auf keinen Fall kann man den Jungs und Mädels von den ReiBü anraten, wenn es draußen an die Türe pocht, es so zu handhaben wie jener weltoffene Rocker Kali B., der im März 2010 den pochenden SEK-Polizisten einfach mal in „Putativnotwehr“ (Richter am BGH) erschießen durfte. Obwohl von einem SEK-Beamten sicherlich davon auszugehen ist, dass er seine Begehr laut und deutlich kundtat. Die Polizei hätte sich auf den Zuruf von Hell´s Angel Kali B. „verpisst euch“ ja nicht Folge geleistet, so das Gericht. Und dann hätte der sich bedroht gefühlte Kali halt mit der Pistole ganz rechtskonform durch die Tür geschossen. SEK-Beamte sind eh Mengenverbrauchsgüter und was konnte Kali dafür, dass der so deppert dastand, dass das Projektil in die Ärmelöffnung der Schutzweste eintreten konnte?
    .
    Ja, ja Don, ein weites Feld zum beackern haben Sie uns wieder ausgebreitet. Und lassen Sie mir die Dame (Frau Pukke) nicht verkommen.
    .
    Ach, fast vergessen. Für Freunde moderner Groß-Küchentechnik:https://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g11038876-d2320573-Reviews-Le_Fort_de_Schoenenbourg-Grand_Est.html
    (DdH)

    • Keine Sorge, um Frau Pukke bemühe ich mich schon!

      die Sache bei der Irdeware ist, dass die Stücke bei genauer Betrachtung einfach zu teuer für normales Kochen sind. Ich benutze sie wirklich nur als Ablage, aber nicht bei Hitze.

    • Wir möchten aber dann nichts von Übergriffen lesen müssen !
      Don Alphonso sagt:
      14. November 2017 um 21:53 Uhr
      Keine Sorge, um Frau Pukke bemühe ich mich schon!

    • Wir möchten aber dann nichts von Übergriffen lesen müssen !
      Ich glaube, da brauchen Sie keine Sorge haben, Gamskampler und der Don hat auch keine. Weil: Das ist die richtige Klasse am richtigen Ort, regional wie politisch.

  49. Schnellroda liegt in Sachsen-Anhalt
    … (nicht in Thüringen) und das mit dem Eintopfsonntag („Veggiday“) waren die GrünInnen; insofern überrascht der garantiert vegane Hipster-Stärkungsbrei nicht sondern reiht sich ohne weiteres in die nicht nur kulinarischen Maaslosigkeiten und Beliebigkeiten ein, die auch Ausdruck der multikulturellen Globalisierungsgeilheit sind … Einer der beliebtesten Maschen, um die Zuwanderungskatastrophe zu rechtfertigen, neben dem Es-kommen-2-zu-80-hinzu-das-fällt-doch-nicht-auf-Spielchen, war ja der allgegenwärtig und überall drohende Schweinebraten mit Kartoffelklößen, dem man Gott-sei-dank aufgrund der Bereicherung noch gerade entkommen sei.

    Man muss an solche Sachen erinnern, weil in spätestens zwei Jahren keiner den Irrsinn mehr glaubt, der sich abgespielt hat. Und keiner war es gewesen.

    • Ich kenne mich da nicht so aus, bei diesen roda-Orten, das ist wie in Norddeutschland.

    • ... fahren Sie mal hin ...
      … der Götz ist sicher gastfreundlich, die Kinder singen brav und irdenes Geschirr gbt es auch. Und wenn Sie nett sind kriegen Sie ein Bild der Hausherrin für Ihre Schönheitengalerie.

      Außerdem heißt -roda nix anderes als -reuth, wie in Neureuth, so dass Sie sich auf der Schnellreuth wie zu Hause fühlen werden….

    • Ich habe nun mal ganz anders gelagerte Interessen bei der Urlaubsgestaltung.

    • Schnellroda . . .
      sich einfach mal auf was Neues/Anderes einlassen:
      Fahrrad mitnehmen,
      und s c h r e i b e n darüber…

    • Ich bin mir 100% sicher, dass die Kubitscheks dieser Welt mit meinen Sexual- und Hedonismusvorstellungen überhaupt nichts anfangen könnten.

    • ... doch ...
      … wenn man den Bildern der Homestorys in Faz, SZ, Zeit und der sonstigen Qualitätspresse trauen kann, steht neben Mein Kampf, Oswald Spengler, Buschkowski, Foucault, Judith Bultler auch ein Epikur (versteckt) in den Bücherregalen. Die freuen sich sicher über Kunstverstand bei Silberware, vielleicht findet sich der eine oder andere Goldbarren mit Reichsbankprägung und jedenfalls gibt es viele Fahrräder zu warten …

  50. In eigener Sache
    Lieber Don Alphonso,

    im letzten Blog haben Sie nochmals auf die Mindeststandards hingewiesen, die durch Sie als Hausherr gewünscht werden, um hier mitlesen / kommentieren zu dürfen. Ihrem Wunsch möchte ich hier nachträglich entsprechen.

    Selbstverständlich stehe ich für meine Kommentare jederzeit persönlich gerade. Also sollte ich mich mal verbal vergaloppieren, leiten Sie die Unterlassungsklage gerne weiter. ;o)

    Da ich mich gerade einer erweiterten Sicherheitsüberprüfung unterziehen muss, werde ich mich leider oft nur lesend an Ihren Beiträgen erfreuen können.Trotzdem bin ich immer still dabei und danke Ihnen für viele vergnügliche Stunden.

    Alles Gute für Ihre Unterlassungsklage.

    Ihre
    Nur ein Leser

    • In eigener Sache
      Lieber Don Alphonso,

      Bitte editieren..

      Danke

    • Für die E-Mail-Angabe gibt es ein eigenes Feld beim Registrieren, die mussten Sie nicht in den Kommentar reinschreiben, wo jeder sie sehen kann. Ich habe sie rausgenommen.

    • Registrieren
      Wo denn registrieren? Beim E-Mail-Abo?

      Ich habe diese Unterhaltung ja mitverfolgt und habe mich verzweifelt und erfolglos abgemüht, eine Möglichkeit der Registrierung zu finden, ähnlich wie bei den Rebellen. Seufz, liegt’s an mir?

    • Ich glaube, es geht um ein generelles Blog-Abo.

  51. Spülmaschine
    Auch, wenn Spülmaschinen als effizient gelten.

    Ich habe keine, nehme also gern jenes Porzellan welches auch nicht für die Mikrowelle taugt.

  52. Kriegskochbuch von 1944
    Just gestern fiel mir das Kriegskochbuch, ein kleines Häftschä, wieder in die Hand. Lokale Küche, energiesparend zubereitet ( Kochkiste ).
    Hole nächste Woche Adler Rennrad. Mer sieht sich dann in Italia, Don!

    • Aber dann essen wir wie 1954!

    • Krieg
      Hitler hat sehr darauf geachtet das die Versorgung der Bevölkerung nicht unter dem Krieg litt. Durch Ausplünderung der eroberten Länder (die auch die Besatzungskosten durch Zwangskredite tragen mussten). Das war eine Lehre aus dem WK1. Als einen seiner grössten Fehler hat Hitler die späte Umstellung (1942 glaub ich) auf totale Kriegswirtschaft bezeichnet (um die Bevölkerung zu schonen und ruhig zu halten hat er diese Massnahme lange herausgezögert).
      Wenn ich das so schreibe kommen mir wieder Paralellen in den Sinn. Soziale Wohltaten der Parteien damit die Deutschen nicht murren angesichts des Krieges des Establishments gegen sie.

    • @ Thomas
      Also, mit Verlaub und bevor der Don den Militaristen hier unter uns doch wieder die Grenze zieht, soviel Genauigkeit muss sein:

      Die „Plünderung“ eroberter Länder in Höhe der Besatzungskosten ist gutes altes Kriegsrecht gemäß Haager Landkriegsordnung. Plünderungen darüber hinaus sind damit natürlich nicht mehr zu rechtfertigen. Will sagen: man muss hier sehr wohl differenzieren und sollte Besatzungskostendeckung mit völkerrechtswidrigen Plünderungen eher nicht in einen Topf werfen.

      Auf einem ganz anderen Blatt steht dann natürlich, ob nicht zwischenzeitlich besetzte, aber letztlich obsiegende Kriegsparteien später das Recht haben, auch völkerrechtskonforme Besatzungskosten, die von ihnen einbezogen wurden, von den Besatzern wieder zu holen. Es war halt schon immer eine schlechte Idee, Kriege anzufangen und diese dann zu verlieren ….

  53. Riesenskandal in Frankreich
    „“Bei seinem Auftritt im Sender C8 kündigte Lagerfeld an, er werde „etwas Schreckliches“ sagen: „Selbst wenn Jahrzehnte dazwischen liegen, kann man nicht Millionen Juden töten und später dann Millionen ihrer schlimmsten Feinde holen.“ Dabei habe Merkel es eigentlich „gar nicht nötig gehabt“, noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen, nachdem schon Millionen gut integrierter Migranten im Land lebten, betonte der 84 Jahre alte Modedirektor von Chanel. Offenbar habe sie aber ihr „Image als Rabenmutter“ aus der Griechenland-Krise verbessern wollen, vermutete er.““
    Nun soll der Interviewer des Senders gerügt werden.
    .
    Nach dem Abschwellen des Gelächters mal ganz offen gefragt: was hat der Lagerfeld falsches gesagt? Er hat den Judenhass der muslimischen Migranten angesprochen und Frau Merkel treffend beschrieben. Ist das so todeswürdig?

    • @Rabe: Karl Lagerfeld spricht Tacheles: „Image als Rabenmutter“
      Wer am Mutigsten ist? Der, der sich traut, er selbst zu sein.

    • Das Offensichtliche: Schublade auf, rein damit
      „Nach dem Abschwellen des Gelächters mal ganz offen gefragt: was hat der Lagerfeld falsches gesagt?“

      Da geht es drum: Neues Gebot: Du sollst nicht das Offensichtliche sagen.
      11. Gebot, passt doch.

      Realismus nicht gefragt.

    • todeswürdig ...
      … in der Tat.

      Soo einfach ist das mit der Kaiserin neuen Kleidern heutzutage nicht mehr!

      Da gibt es jede Menge Verdrehungs- (Spinn-) Doktoren, PR-Berater, Maassmänchen, etc.

      Die leben alle davon, dass kleine Kind ruhig zu stellen, zu vertecken oder zu verunglimpfen…

  54. Ja, besitzen Sie denn keinen Mülleimer?
    Für mich ist dieser Krempel das Allerletzte. Nichts davon möchte ich in die Nähe meines Mundes oder auch nur meiner Nahrung lassen. Die eine Hälfte verklebt und korrodiert vom Blut aus hundert Bauernkriegen. Und die andere – diese gedeckgewordene Migräne – verabscheue ich noch mehr.

    Dieser unpraktische, aber unwiederbringliche Erbplunder nötigt einem eine Vorsicht auf, die jeden Genuss, jede Gaumenfreude abwürgt. „Rafinesse und Kapriziertheiten für die einen“? Heißt im Klartext: Terrorwarnungen statt Tischmanieren für die anderen. Und zwar gerade in diesen empfindlichen Momenten, in denen man sich ganz seinem Magenheil widmen will.

    Deshalb werden beschädigte Stücke (schauen Sie mal Ihre Schüsselränder an) auch nicht ersetzt, sondern mit ewigen Erinnerungen versehen: „Du hast da die Tasse, die Onkel Harald kaputt gemacht hat, als er vor lauter Hektik etc.“ Sowas zu behalten, oder sogar noch zu sammeln, das ist schlimmer als Hundehaltung, das ist ganz einfach hundefriseur.

    IKEA-TELLER SIND TOLL!

    Sie sind freundlich zur Zunge, wenn man sie ableckt. Tante Lucrezias Tassen sind das nicht.

  55. Das einzige was ich aus einem gemeinsamen...
    … auf den Tisch gebrachten Gefäß jederzeit wieder essen würde,
    wäre bei einer spanischen Familie eine Paella.
    Jeder nimmt sich das raus auf eine Teller, was er essen möchte.
    http://d39lctrl8mh8qp.cloudfront.net/wp-content/uploads/2015/04/IMG_7751.jpg

  56. All men die, my friend... its what we do before we die, that counts.
    Letztens in den Bergen, da gab es Haferbrei zum Frühstück.

    Ich hasse Haferbrei.

    Weil ich ihn so gut vertrage.

    Weil mein Körper mit Haferflocken aufgewachsen ist.

    Weil Haferflocken meine Kindheit waren.

    Und ich gottverdammt nochmal eine Entwicklung in meinem Leben sehen will.

    Ich will es über Haferflocken hinaus schaffen.

    Zu Pizza, zu Sushi, zu Filetsteak und Wolfsbarsch.

    Ich will mehr Muskeln als nötig mit mir rumschleppen.

    Ich will große schwere leistungsstarke Luxuslimousinen bewegen.

    Ich möchte Cashmere Jacken und Pferdelederschuhe tragen.

    Ich möchte in riesigen Betten in Palästen schlafen.

    Ich möchte nicht nicht in den Bergen sitzen und begreifen, dass all dieses Mehr keine Bedeutung hat, dass es sinnlos ist, dass es nur belastet, dass es Verschwendung von Lebenszeit bedeutet.

    Aber es ist passiert. In den Bergen.

    Ich habe begriffen.

    Und deshalb habe ich schnell all meine teure Kleidung in teure Taschen gepackt und bin im SUV ganz schneller wieder runter, ins Tal, ganz weit weg, von dem Begreifen.

    Zurück, weil die Zeit der Verschwendung von Leben ist knapp.
    Man muss sie nutzen.

    Die Berge können warten.

    • Also, ich privat mag die Kombination aus Berg und Luxus. Auf einem Seidenteppich liegen und dem Schneefall zuschauen, das ist angenehm.

    • Everything else from now on is just rolling downhill into my grave.
      Für Parvenüs gibts auch in den Bergen nur eine Richtung: Aufwärts.

      Salonlöwen haben hingegen ständig Angst vor dem Abstieg und bleiben lieber auf dem Seidenteppich .

      :-)

    • @ Goodnight
      Warum werden Sie nicht SNOB?

      Das geht auch mit Haferbrei zum Frühstück.

    • to be or not to be
      @E.R. Binvonhier

      Ich will nicht sein.

      Ich will werden.

      Immer wieder.

      Immer weiter.

    • @Goodnight, Binvonhier: Parvenü oder Snob? Der smarte Oscar hilft hier weiter!
      Die Zukunft gehört dem Dandy. Die Stutzer werden uns regieren.
      Oscar Wilde

    • Wilde zu Stutzer, Herr Bernhardt
      Und wie Recht hatte er!? Siehe z.B. Justizministerium (abgelaufen).

    • Funktionierte bestens oberhalb aller bekannten Berge
      Wenn Sie genug bieten, können Sie das Gerät sicher komplett abstauben:

      businessinsider.de/only-saturn-v-rocket-still-in-existence-2015-12?r=US&IR=T

    • You're gonna miss your flight, Vincent.
      Warum war man in der Jugend glücklicher als im Alter?

      Weil man da nicht in der Gegenwart lebte, sondern immer in der Zukunft.

  57. Sein Sie mir nicht böse
    [edit: Ich bin nicht böse, ich will hier solche Sachen einfnach nicht lesen. Ernsthaft. Don]

  58. Am 27.April 1986,
    einen Tag nach Tschernobyl, stand auf der Speisekarte des Palmenhauses im Nymphenburger Schlossgarten schon“Münchner Schnitzel mit einer Salatbowle“. Das haben wir dann auch bestellt. Gemischtrer Salat in einer großen Glasschüssel und Schnitzel mit Meerrettichkruste, das wir bis dato nicht kannten und es gut fanden.

    Das fiel mir gerade ein.Ich sehe noch all die Eltern mit ihren herumtollenden Kinder dort im Park mit den alten Baumbeständen – und alle waren ahnungslos ob dieser Katastrophe.Reinen Wein schenkte man uns erst später ein.

    Mein Mann und ich hatten uns für eine Woche ins Sudenten-App. des Sohnes in der Georgenstraße, wo sie Einbahnstraße war, einquartiert, um München zu erkunden.

    Ich habe die Bowle mal gekugelt und finde überwiegend Rohkost/ Salat mal mit Shrimps/ Putenstreifen oder vegetarisch.Ich kenne eine Ökoantropologin, die auf ihren morgendlichen Haferbrei schwört.

    Keramik gibt es hier auch mit Toni und Zenzi etc.
    http://www.allgaeuer-keramik.de/spatzenschuumlsseln.html
    Natürlich habe ich auch so eine Spatzenschüssel; aber auch schöne französische Auflaufformen.

    Gemüseeintöpfe aller Kombinationen sind eine feine Sache für Alleinstehende und gesünder für Leber und Galle, als dauernd Gebratenes, meine ich.

  59. Der Mensch strebt nach Geborgenheit
    und das ist keineswegs schlimm, sondern völlig natürlich. Es gibt unterschiedliche „Abgrenzungseinheiten“ (wenn man sie so nennen will), beginnend bei der Familie. Dann kommen Dinge wie Nachbarschaft/Dorf, Stadt, Landkreis (verwaltungstechnisch)/Region (geografisch-kulturhistorisch), Bundesland/Grafschaft/etc., dann Nation, dann Erdteile, zuletzt vermutlich der Planet.

    Dabei fallen verschiedene Dinge auf:
    – es handelt sich vermutlich um ein universelles Prinzip, soll heißen alle Menschen sehen das so, unabhängig davon wo sie leben.
    – je weniger komplex die jeweilige Abgrenzungseinheit ist, desto bedeutsamer ist sie für das Individuum. Die Familie ist daher normalerweise wichtiger als die Region, diese rangiert über der Nation, und diese wiederum über der Globalität. Dieses grundsätzliche Prinzip kann durchbrochen werden wenn ein akuter Anlass es erfordert. Nehmen wir ein Beispiel: die Erde wird durch Außerirdische bedroht. Dann wird sich die Menschheit trotz ihrer sonstigen Unterschiedlichkeit zusammenraufen um der Bedrohung zu begegnen. Selbst jemand, der vielleicht gegenüber einer anderen Ethnie Vorurteile hat würde sie in diesem Fall hintanstellen.

    All diese Dinge sind völlig natürlich. Patriotismus ist eine Facette in diesem Gesamtgefüge und dann nicht schädlich wenn er nicht übertrieben wird.

    Welche Schlüsse kann man aus alldem ziehen? Toleranz mit der Keule einbläuen ist nicht nur unnötig, es ist auch inhuman. Man muss den natürlichen Drang der Menschen sich geborgen zu fühlen und daher Abgrenzungseinheiten einzurichten verstehen und akzeptieren. Wenn Umstände es erfordern wird das Individuum schon über den Tellerrand hinaussehen. Angesichts der Fülle möglicher Abgrenzungseinheiten gibt es keinen Grund, ausgerechnet den der Nation auszugrenzen und besonders zu bewerten7zu stigmatisieren. Er hat seinen Wert, aber er ist für das Individuum nicht mal am Wichtigsten.

    Will man um Toleranz für Angehörige anderer Abgrenzungseinheiten werben, so sollte das auf Basis von Vernunft, nicht auf der Grundlage aufoktroyierter, oft nicht nachvollziehbarer moralischer Maßstäbe geschehen. Es gibt eine ganze Reihe von Elementen, die auf natürliche Weise Interesse für das Fremde wecken und somit Toleranz bewirken: Reisen gehört dazu, aber auch Handel/wirtschaftliche. In neuerer Zeit sicher auch Kommunikationseinrichtungen wie Internet. Von Natur aus wird der Mensch wohl nicht rassistisch sein, er wird dem Fremden eher mit Interesse begegnen.

    Es gibt in der deutschen Kulturgeschichte Beispiele, die dem weit verbreiteten Vorurteil widersprechen, in Deutschland finde der Rassismus einen Nährboden. In Wolfram von Eschenbachs „Parzival gibt es z.B. die Figur des „Feirefiz“, ein Mulatte und Halbbruder von Parzival. Man weiß auch, dass es an der ersten deutschen Universitäten schon vor Hunderten von Jahren Gaststudenten aus Ghana gab. Von rassistischen Übergriffen ist nichts bekannt.

    All dessen eingedenk halte ich das unreif-piefkehafte „virtue signalling“ nach wie vor für schwachsinnig. Von aufgezwungenen Toleranzparolen, die dem Individuum eingebläut werden und die es dann reproduzieren soll wie ein Papagei Wörter, die er nicht versteht halte ich genau so wenig. Und das gilt auch für das „Refutschi wällkamm“ und die als katastrophal anzusehende Asylpolitik der letzten Jahre.

    Mit Völkerverständigung hat das nix zu tun, es ist pure Heuchelei. Und ich kann die Sorgen und Bedenken der „schon länger hier Lebenden“ (ein schwachsinniger Euphemismus, von Tugendstrebern in die Welt gesetzt um krampfhaft-plakativ das Wort „Deutsche“ zu vermeiden) angesichts der dadurch entstandenen Probleme gut nachvollziehen. Mit Intoleranz oder Dummheit hat das rein gar nix zu tun. „Refutschi Wällkamm“ ist etwas Aufgezwungenes, nichts Organisches (und es ist eine natürliche Regung des Einzelnen, sich gegen Aufgezwungenes zu wehren, vor allem dann wenn es ihm nicht plausibel erscheint wo da für ihn Vorteile sein sollen). Und das gesunde Maß wird da bei weitem überschritten.

    Ich selbst lebe nach dem Motto: wenn jemand auf meiner Wellenlänge funkt und OK ist, dann ist es mir egal wo er herkommt-dann ist er eben OK. Aber wenn er ein Arschloch ist, dann ist es mir auch egal wo er herkommt. In der Beziehung haben bei mir weder Ausländer noch Einheimische Sonderrechte. Und ich lebe nach dem Vorsichtsprinzip: grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber Fremdem und Neuem werfe ich mich nicht bedenkenlos irgend jemand an den Hals. Mein Vertrauen/meine Sympathie muss er sich erst verdienen.

    Ich denke, dass man ganz gut nach diesen Grundsätzen leben kann.

    • à propos Feirefiz
      Ich las heute bei Röhl/achgut über die angeblich ungefragte Vereinnahmung von Melanie Raabe für einen Stern-Titel, von dem sie sich distanziert hat, und danach einen zwei Jahre alten Bericht von Elmar Krekeler, der sie damals getroffen hat.

      Melanie erzählte Krekeler, dass sie weder im Osten, noch in Wiehl im Westen, Orte, an denen sie aufgewachsen ist, jemals mit Rassismus konfrontiert wurde, und Melanie ist farbig. Soll ein gutes Buch geschrieben haben, „Die Falle“. So wie Krekeler das beschreibt, muss ich mir das zulegen. Sehr sympathisch, die junge Dame.

  60. Nihil est in intellectu, quid non prius fuerit in sensu - G. W. Leibniz
    Lieber Don Alphonso,

    da haben Sie so ausführlich über die gährenden Kühe in Ihrer Wahlheimat geschrieben, wohl als Überleitung zur Überschrift „der weite Weg zu Wolke Sieben“, wenn dieser auch erst 10 Tage nach Allerheiligen erschien.

    Na ja, es kann einen ja das ganze Jahr über treffen. Ich habe das mal schnell überlesen und will Ihnen hierzu mal etwas ganz Privates, Vertrauliches schreiben.

    Als ich vor vielen Jahren mein erstes kleines Notizbuch in einem Warenhaus kaufte, so ein kleines schwarzes, in welchem ich meine ganzen Termine organisiere und kurze Gedanken aufschreibe, habe ich auf die erste Seite einige Zeilen von Baudelaire geschrieben, so als stete Mahnung für all die lustvollen und luxuriösen Termine, die nachfolgend niedergelegt sind, und in jedem neuen Notizbüchlein schreibe ich den Text stets wieder auf die erste Seite.

    „…Und dabei wirst auch du einst diesem Schmutze gleichen,
    dem Unrat, der dort grausig klafft,

    Du Sonne meiner Welt, du Sternbild ohnegleichen,
    Mein Engel, meine Leidenschaft!
    Oh ja! So wirst du sein, o Königin der Gnaden,
    Wenn du im Trost der letzten Weihn
    
Dann unter fettem Gras und Blumen bei den Maden
    Verfaulst mit anderem Gebein.“

    Doch bis es soweit ist gibt es noch eine Menge zu leben. Sollte ich mir wirklich Gedanken zu den Methan-Emissionen einer Kuh machen oder dem Hauch von H2S, NH3, CO2 und CH4, der aus den Gräbern steigt bei romantisierenden Friedhofswanderungen ?

    Und jetzt schreiben Sie vom langsamen Verfall von Tantes Keramikschüssel. Besonders gut gefiel mir Ihr rühriger Satz:

    „Die Gier und der Hunger jedenfalls waren so gross, dass die gesamte Glasur im Bodenbereich abgekratzt und angeschabt ist, und der nackte Ton hervorschaut.“

    So als lebensfroher Laie, und nicht wie Sie der streng wissenschaftlichen Recherche verpflichteter Historiker, könnte man ebenso die Hypothese zulassen, daß es sich bei Tantchen´s Schüssel um niedrig gebrannte Hafnerware handelt, die man in vergangenen Zeiten mit bleihaltigen Glasuren überzog, welche jedoch die unangenehme Eigenschaft hatten im Kontakt mit Lebensmitteln, insbesondere mit Essig, sich mit der Zeit, mit kleiner, toxischer Nebenwirkung, wieder aufzulösen.
    Genaueres wäre auch nachzulesen in der „Allgemeinen deutschen Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände“.

    OK, ich gebe zu, das paßt nicht so in Ihre anrührende Geschichte und mit Tantchen´s Schüssel wird es so sein wie mit Ihrem Blog der unter dem Motto:

    „Es gibt sie noch, die guten Dinge“ — Don Alphonso – Homo ludens – das Manufactum des Tegerseertals

    Als ich Ihren Beitrag vom 05.11.2017 gelesen hatte, fragte ich mich anschließend ja schon, warum ich mir das antue. Da lehnt sich einer aus dem Fenster und sagt:

    „ich schreibe irgendwann am Abend meinen Beitrag runter, während draußen Kuhglocken bimmeln und sich der schöne Tag dem Ende zuneigt.“

    Als zugeneigte Leserin erwarte ich ja schon, daß Sie Ihren Lesern, dem Qualitätsjournalismus verpflichtet, mit einem Mindestmaß an Respekt begegnen.

    Doch Sie fühlen sich offensichtlich ja mehr mit Ihrer Rekreation durch unentwegtes Radfahren verpflichtet als mit dem Verfassen eines Ihrer Texte, den Sie nach eigenen Worten, mal ebenso runter schreiben. Möchten Sie vielleicht auch bedauert werden in Ihrem Entspannungsstress?

    Nun meinen Sie ja: „Schuld am möglichen Auseinanderbrechen in Deutschland sind nicht Separatisten“, was ja daran liegen mag, daß Sie Ihren Wohlstand wohlweislich im Speckgürtel um München angesiedelt haben. Die geduldigen und finanziell von München vernachlässigten Franken forderten schon vor Jahrzehnten: „Freiheit für Franken“.
    Ich kann sie schon verstehen, die Franken.

    Die Zeiten werden eben härter und ich fühle durchaus mit Ihnen, wenn Sie der Ansicht sind:
    „Stetig muss sich unsereins überlegen, wie wir an der Spitze bleiben und den sozialen Abstand erfolgreich bewahren.“

    In einigen Zeilen an Sie nahm ich schon einmal Bezug auf Vilfredo Pareto und seiner Theorie der Eliten. Vilfredo Pareto sieht in der Elite „die Besten“ einer Handlungskategorie und dies können Politiker oder Gelehrte, Sportler oder Kurtisanen sein. Von reichen Wohlstandskindern, die von der Erbmasse leben, schrieb Pareto jedoch nichts.

    Wenn es um die Suche nach der „Schuld“ am „Auseinanderbrechen in Deutschland“ geht erscheinen mir Ihre Erklärungsversuche zu flach, mehr auf Nebenschauplätze verweisend.

    Gestern schrieb die FAZ ja, daß Karl Lagerfeld mal wieder Empörung hervorgerufen hätte, als er in Bezug auf Deutschland Politik, also die von Frau Merkel, sagte: „Selbst wenn Jahrzehnte dazwischen liegen, kann man nicht Millionen Juden töten und später dann Millionen ihrer schlimmsten Feinde holen.“

    Ich mag Herrn Lagerfeld sehr, nicht nur wegen der schönen Kleinigkeiten, die ich von ihm kaufe. Er hat auch den Mut die Dinge beim Namen zu nennen, die auch eine Gefahr für ein Auseinanderbrechen in Deutschland sind.

    In Ihrer Themenaufgreifkiste haben Sie ja auch noch Harvey Weinstein erwähnt, der stellvertretend für all jene steht, denen man in diesen Tagen die bisherige Unschuldsvermutung abgesprochen hat.

    Ihr Kollege, Herr Seidl, schrieb ja gerade in der FAZ unter der Überschrift: „Ein Mann wird gelöscht“ wie man, auch so ein Opfer, Kevin Spacey aus einem Film löschen will.

    Was uns die Filmindustrie hier zeigt könnte vielleicht auch die Lösung dafür sein, daß Deutschland nicht auseinander brechen muß.

    Nehmen wir doch einfach den Film der Regierungsjahre der Bundeskanzlerin aus dem Projektor und löschen diese Person, dann müssen sich die Historiker, also Leute wie Sie, in 30 Jahren nicht all zu sehr verbiegen, um das Ganze, diese Epoche der „Disturbation“ dennoch positiv darzustellen.

    Na dann bis zum nächsten Mal.

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • no way out
      ObjectBe,

      was wir Klassenlosen niemals begreifen, das ist, wie die in den Klassen nicht sehen, was wir sehen. Und trotzdem so erfolgreich sind. Oder eigentlich genau deswegen.

      Wir ohne Klasse sind ohne Grenzen, die wir überschreiten mussten, um das zu werden, was wir nie geworden sind.

      Die Fähigkeit Grenzen zu überschreiten erfordert eine geistige Härte, die dort, wo man herkam, nicht gegeben, und dort wo man landet, nicht toleriert wird.

      Der Don ist erfolgreich, weil er in Grenzen bleibt. Auch wenn das seinen Blick limitiert.

      Womit wir begreifen.

      Was aber ohne Wert, weil außerhalb von Grenzen.

    • Verehrte ObjectBe
      Ich hatte sie schon vermisst. Schön, mal wieder einige Ihrer ironisch-bissigen Bemerkungen genießen zu dürfen. Viel Vergnügen bei Ihren “ lustvollen und luxuriösen Terminen“. Erzählen sie uns doch gelegentlich mehr diesen „Terminen“ anstatt des Don’s Horchen auf Kuhglocken zu bemängeln.

    • muss es unbedingt
      dieser Baudelaire sein?

    • @ Adeo Bernard
      Sehr geehrter Adeo Bernard,

      nun, wenn der charmante wie wohlhabende Abderit der FAZ wieder einmal für die Blüte der deutschen Gesellschaft in seinem Blog schreibt, ist es doch meist erheiternd seine Zeilen zu lesen und ihm hin und wieder einige Zeilen zu schenken.
      (Ein jeder Kommentar verbessert sein Einkommen… wenn er doch nur mehr Silberkannen als Fahrräder davon kaufen würde.)

      Ihrem Wunsch, hier mehr von meinen Termin zu erzählen, kann ich Ihnen an dieser Stelle, wie Sie sicher verstehen werden, nicht erfüllen. Wenn Sie Lust haben schauen Sie doch mal auf meinen eigenen Blog.

      Dies hier ist doch mehr ein Familienblog und die überwiegende Zahl der Kommentarschreiber erscheinen doch als die müdesten Männer der Tat.

      Dies ist Don Alphonso´s Blog und Don Alphonso soll gepriesen werden:

      propter magnam gloriam suam !

      Mit freundlichem Gruß

      Seien Sie herzlich gegrüßt
      ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Sex is the game where everyone wins a little prize and no one goes home a loser.
      @Bernard

      Bezüglich der „lustvollen Terminen“ muss man sich doch eingestehen, dass, wenn man alles mal ausprobiert hat, am Ende doch auch in diesem Gebiet der gute alte Haferbrei die befriedigendste Variante ist.

      Kostenintensive Variationen mit Facharbeiter/-innen sind eher etwas für Suchende oder jene, die eigentlich keine Körperlichkeit anstreben.

      Ausführliche Beschreibungen solche Aktivitäten sind folglich genauso aufregend wie eine neuer Radtourbericht des Gastgebers.

    • schöne wahre Worte
      @ObjectBe, ich lese Sie gerne, danke.

      @Goodnight, das mit uns Klassenlosen ist sehr klug, habe ich noch nie so gedacht. Das scheint mir die wahre Schranke, alle anderen lassen sich mit etwas Geschick in 2 Generationen überwinden.

      @Goodnight, das mit dem Haferbrei stimmt, ich habe es in den letzten Monaten mittels Johannistrieb evaluiert

  61. Porzelan
    Porzelan!
    Leute verwendet mehr Porzelan!

    Wir haben für Wochentage das rein weiße Kurland; das geht wunderbar in die Maschine.
    Und für das Wochende steht das mit dem lindgrünen Rand und goldenen Bordüre bereit; da geht dann tatsächlich nur der Handwaschgang.
    Beste Grüsse vom andern See

  62. Ich nehme an, der Text unmittelbar unter dem roten Glasdingelchen bezieht sich darauf.
    Aber Murano“schüsselchen“?

    Die benachbarten Messergriffe zeigen doch deutlich die Dimension – es ist die eines dickwandigen Aschenbechers.

    Sowas haben meine Eltern Anfang der Sechziger in Mengen aus Venedig mitgebracht – spottbillig, wer weiß, wo so’n Zeugs schon damals wirklich herkam. Und obendrein prima als Geschenk für hiesige Unbedarfte geeignet – bei der Übergabe das Wort „Murano!“ geraunt und schon nahm der Beschenkte ehrfürchtig Haltung an…

    • Ich lege da meine aufgeschnittenen Zitronen rein.

    • Also, wenn Sie nicht ganz genau wissen, was Sie da haben, Murano oder bloß Murano-Stil,
      sollten Sie mit Säuren vorsichtig sein. Klar, Sie bewahren nicht tonnenweise Zitronen so auf, spülen/wischen auslaufende Flüssigkeiten eh weg und ernähren sich auch nicht durchweg lediglich zitronell.

      Murano verwendet(e) offiziell keine Bleizusätze (Sie wissen als Historiker: mögliche Korrelation Untergang Roms und Bleisalze im Wein), die Glaszutaten werden allerdings geheim gehalten. Man behalf sich auf andere Weise, um die Schleier ein wenig zu lüften:

      RESULTS:
      Atmospheric concentrations of As, Cd, Cr, Ni, Pb, Se and Zn were 1-2 orders of magnitude greater on the island of Murano than in the nearest urban areas (Venice and Mestre), with values higher than those reported for European industrial sites.
      (aus http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19306028 DOI: 10.1007/s11356-009-0122-8 ) ,

      es ging offenbar doch so einiges Zusätzliche zu Schmelztemperatursenkung/Bläschenvermeidung (wichtig für Glasfarben) rund in den Fabriken.

      Ihr Aschenbecher ist zwar erheblich älter als diese Studie. Wenn er allerdings nicht (mehr) nachweisbar echt Murano ist: Jugoslawien lag gewissermaßen um die Ecke und was Titos Leutchen für den Export so alles wirklich zusammengerührt/bastelt/schraubt haben möchte man denn doch lieber nicht so genau wissen – höhere Bleiwerte sind allemal möglich.

      Wir wollen Sie doch noch länger brauchbar behalten – vielleicht lässt sich ja eine einvernehmliche, freundschaftliche Trennung von Zitrone und Ascher dauerhaft vereinbaren…

    • A pfund Dreg brachd da Mensch im Joah.

  63. Dann ist es ja nur noch eine Frage der Zeit
    bis es bei IKEA wieder Tische mit Aussparung in der Mitte gibt, in die Töpfe eingehängt werden können, in die dann alle ihre Holzlöffel eintauchen dürfen. So bekommt die „Quality Time“ der Familie, dann wieder echten Ereignischarakter zurück und es können sich interessante gruppendynamische Prozesse entwickeln. Futterneid, besonders unter Geschwistern, funktioniert nämlich auch ohne Hunger ganz wunderbar.

    Reste dieser lustigen Esskultur haben sich ja im Alpenraum in Form des Fondue-Essens gehalten: Ein Spaß, den wir auch in unserer Familie nicht missen wollen. Da kann ich fragen wen ich will: Auch die Kinder fordern den „flüssigen Käse“ regelmäßig ein und achten dann sorgsam darauf, dass auch ja ein Gläschen Kirschwasser im Sud versenkt wird.

    Da wird dann ebenfalls recht sauber ausgegessen, bis der angesetzte Boden, die „Religieuse“, restlos herausgekratzt ist.

    Ich muss mal nachschauen, ob unser Caquelon auch schon so ausschaut, wie ihre Schüssel. – Denkbar wäre das, dazu bedarf es bei uns keiner Notzeiten.

    • Es gibt eune Feministin, die nur über das Essen schreibt, wenn es um den Bringdienst geht. Da ist die Schale noch Gold gegen die Schaumstoffverpackung.


    • Tja, bei manchen ist der Weg vom Babybrei zum Essen auf Rädern ein kurzer.

    • @D.A. Gourmet oder Gourmand? Die Feinheiten der Esskultur.
      Embedded Lohnschreiber der Münchner Yellow Press hatten vor Jahren beim Bobbele im angesagtem Bogenhausen in seinen Coloniakübeln Unmengen Verpackungsmüll von Pizza-Lieferdiensten entdeckt.

    • Der wahre Ernährungs-Mega-Trend
      ist ja auch nicht Bowl-Food, sondern Großkantinenstandard. Das setzt sich in der Breite durch, lückenlos von der Kinderkrippe bis zum Pflegeheim.
      Die Fähigkeit, sich selbst regelmäßig Essen zuzubereiten oder vom Personal zuzubereiten zu lassen, wird zunehmend zum Distinktions-Merkmal der Bourgeoisie.

      Das Bowl-Food stelle ich mir jetzt gar nicht mal so schrecklich vor. Mit ein bisschen Essig und Öl und den richtigen Kräutern dran und ausgewogen gewürzt …
      Wenn Sie den Pöbel wirklich quälen wollen, dann müssen Sie schon den Terminus „salzfrei“ in den Diskurs einführen. Daraus resultiert dann Nahrung, die wirklich nur noch der Hunger reintreibt.
      Haben Sie schon einmal das Salz beim Brotbacken vergessen? – Dann wissen Sie, wovon ich spreche.

    • Salz...
      …ist ein Gewürz, welches Essen verdirbt, wenn man es nicht hineingibt.

      (Ist nicht von mir, paßt hier aber…)

  64. Bei dem akademischen Proletariat ist jeden Tag Eintopfsonntag!
    Dass sie diese offenbare Paralelle nicht in den (sehr guten!) Text eingeflochten haben …

    War doch ein zentrales Anliegen der Nazis, dass nicht mehr der Braten auf weißem Tischtuch den Bürger oder gar Adel vom Arbeiter abgrenzt, sondern dass Erbsen und Graupen die Volksgemeinschaft vereinen.

    Scheint mir gerade bei den tendenziell genussfeindlichen Deutschen ein roter Faden zu sein. Es muss strunkig-faserig sein, nach nichts schmecken, mies aussehen, dafür aber mit Ideologie überwürzt sein!

    • Was die nicht wissen, macht die nicht heiss. Speziell der sozialistische Aspekt im Nationalsozialismus wird gern übersehen. Dabei war der ideale Volksgenosse auch bescheiden und verzichtete auf Pomp.

    • Titel eingeben
      Völlig richtig, der „real existierende Sozialismus“ war eigentlich ein dummer Abklatsch des völkischen, bösen, nationalen, Sozialismus, der zudem noch recht effizient organisiert war. Man hat sich halt nicht wie heute mit „nudging“ aufgehalten, sondern es war „Stechschritt Marsch Marsch“. Und man muss dem Nationalsozialismus lassen, dass er auch eine der letzten wirklichen Utopien, also eine Vorstellung von einer neuen zukünftigen Gesellschaft(sform) und einer neuen Form des Zusammenlebens darstellte. Natürlich unsagbar menschenverachtend. Aber es war eine.

      Und man sollte auch heute immer wieder genau hinsehen, ob sich hinter vielen staatlichen Maßnahmen nicht doch auch diese ganzen komischen sozialistischen Maßnahmen mit eben dieser Menschenverachtung und vor allem Freiheitsverachtung wiederfinden. Überzuckert, getarnt, graduell nur, klar. Es werden keine Menschen direkt getötet, verhaftet, interniert. Aber es gibt so Tendenzen, unmerklich, graduell, man merkt sie nur wenn man etwa 1982 noch in guter Erinnerung hat und vergleicht, was damals war und ging und gesagt werden durfte, auch Blödsinn, und wie duckmäuserisch und gleichgeschaltet und korrekt und langweilig heute alles wirkt.

    • Man muss wirklich nicht genußfeindlich sein,
      um einen exellenten Eintopf zu essen.Bereitet man den vegetarisch zu, ist es wichtig,die Kartoffelwürfel oder das Gemüse zunächst in Fett oder Öl angehen zu lassen.Diese Röststoffe geben schon einen guten Geschmack ganz ohne Maggikram.Kräuter geben mehr her. Später dann die Muskatreibe oder Pfeffermühle.

      Ist auch immer fürs Auge gefällig, z.B. Kartoffeln, Filetbohnen (mit Bohnenkraut) und Kirschtomaten.Oder Zucchini, gelbe Paprika und Tomaten, das nennt man Ampelkochen wegen der sekundären Pflanzenstoffe.Ich bin halt mit viel Gemüse aufgewachsen, mir gefällt’s.

      Heute räume ich die 2. Hälfte des Grünkohls ab, der selbst in NY Anhänger hat.Der Rosenkohl wird heute auch geerntet, beide hatten jetzt genug Frost.Es ist ein enormer Unterschied zwischen dem selbst geernteten und dem aufgedüngten, lockeren, innen gelben gekauften.

      Übrigens ist Kohl in Maßen das Beste fürs Gedärm.Alles auf Porzellan mit Tischdecke und manchmal auch WMF – Besteck zwecks der Spülmaschine. Ich habe fürs Tägliche Schönes von Villeroy & Bosch.Goldrand und Silber gibt es zu bestimmten Anlässen, auch wegen der Spülmaschine.Zu was hab ich die denn?

    • Danke, Philomena!
      Ich fing schon an, mich schlecht oder unzivilisiert zu fühlen, mit meiner Neigung zu Eintöpfen und – Huuuust! – Breien.

      Gerne auch haute cuisine, aber manchmal eben auch eine deftige Erbsensuppe oder gar Milchreis.
      Gerade eine vorzügliche gebratene Blutwurst verdrückt (ja, ja, ich mag auch nicht darüber philosophieren was ich da ass – es schmeckte!), mit Endivien untereinander. (Na gut, jetzt weiss man auch *wo* ich ass …)

      Und Dinkel ist für manche Sachen leckerer als Weizen, manchmal auch Grünkern. „Bäähh“ kann jeder sagen. Zur Not auch ohne eigene Erfahrung, oder dem Versuch alles genau wie Weizen zu verarbeiten.

      Schlimm finde ich lediglich die Leute, die mir das vorschreiben wollen.
      Irgendwie landen wir dann wieder beim letzten Artikel von Frau Pukke: Wofür leben wir eigentlich, wenn nicht dafür unser eigenes Leben zu leben, und nicht das Leben von jemand anderem?

    • Ich werde nicht die einzige sein, die jetzt ihre Eintopfrezepte veröffentlicht
      Aber ich muss gestehen, ich liebe Eintopf (selbst erfunden) mit Lamm, Süßkartoffeln, Paprikaschoten, Zucchini, Tomaten und Zwiebeln und – vor allen Dingen – geräuchertem Paprikapulver (Pimenton). Gibt’s bei mir oft am Wochenende und ich könnte mich jedesmal ‚reinlegen! Da ich Abends lange arbeite und aber noch warm essen möchte, greife ich oft auf Eintöpfe oder deftige Suppen zurück. Ihre Attribute von strunkig-faserig bis zur ideologischen Überwürzung finden da keine Anwendung.

    • Es gibt da einen toskanischen Bohneneintopf, für den habe ich heute Spinat gekauft.

    • Es gibt soviele gute Eintopfgerichte... Bohnen mögen wir auch...
      … Schnippelbohnen nicht so.
      Übrigens , wir haben heute Spargel aus Peru* gegessen,
      schön in dünnen Pfannkuchen eingerollt, ist mein Lieblingsgericht, braucht da kein Fleisch oder Schinken.. Wir essen auch nicht allzuviel Fleisch, wechseln immer ab. Schon immer.
      * ich habe es schon einmal erwähnt, der Spargel aus Peru schmeckt kein deut schlechter, als der frisch gestochene Spargel, der hier unter Folie wächst…. believe it or not… ist mir wurscht. :) und ich bin Gourmet kein Vielfraß ;)

    • Schön, hier mehrere Eintopfliebhaber/innnen zu treffen
      Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden.@ Uwe Dippel, für mich gilt als Entlastung mal ein Vollkorn- Grießbrei mit Aprikosen- oder Birnenkompott, mit Zimtzucker drüber und einer Prise Salz im Brei.

      Ich denke, von uns ist keiner ein Gourmand.Mir ist auch wichtig, mal schnell was Gutes herzustellen.Länger, als 30 Minuten dauert es ja nicht. Drum verstehe ich Leute nicht, die Fertiggerichte verzehren.

      Was den Spargel betrifft, denke ich anders, weil ich saisonbezogen esse. Man muss wohl auch in der Nähe eines Flughafens wohnen oder gar bei einer Linie beschäftigt sein?

    • Isch habe gar kein Flugzeug, ...
      ….Signorina… bin Börse ;)


    • @FJ45: Bei mir werden Sie mit ihrer Begeisterung für peruanischen Spargel auf taube Ohren stoßen, denn ich hab vor Jahren mal welchen gekauft, und der schmeckte wie mit Zuckerwasser bewässert, irgendwie ganz komisch. Seither halten wir uns wieder saisonal an den geliebten Beelitzer, davon dann aber auch reichlich. Man muß nicht das ganze Jahr über das gleiche essen. Neulich hab ich mich an grünem Thaicurry versucht, und dazu „thailändische Auberginen“ (die Franzosen haben dafür ein eigenes Wort, weil die ziemlich anders sind wie die mittelmeerischen dunkelvioletthäutigen, aber ich habe das vergessen, irgendwas mit maca..), Zitronengras und Zuckererbsen aus Peru gekauft, alles eingeflogen. Nun ja, in Westberlin ist Eingeflogenes seit der Blockade eh üblich, Regionales muß man eher suchen. Warum es eher Milch aus Bayern und Sachsen gibt statt aus Brandenburg, verstehe ich z.B. nicht so recht.

  65. Karl Lagerfeld
    Ich weiß, das ist jetzt off topic, aber in der „home base“ kann man das nicht kommentieren (?)…
    Da hat der „Modezar“ ja unlängst was rausgehauen! In der Wortwahl gewohnt deftig, inhaltlich sicherlich überzogen. Aber, sooo ganz Unrecht hat er m.E. nicht. Im geneigten Millieu hat das auf jeden Fall für Schaum vor dem Mund, zumindest für Schnappatmung, gesorgt… Vielleicht lege ich mir doch mal ein Chanel-Kostüm zu ;-)?

    • An Deinonychus -- Lagerfeld ist gegen rechts--
      In dem heutigen (14.11.17) Artikel der Faz.net
      „Er spricht Tacheles“
      wird klargestellt dass Lagerfeld dies in einem Wutanfall wegen des Einzuges der Afd in den Bundestag gesagt hatte. (wurde erst jetzt ausgestrahlt).
      Er gab die Schuld für den Afd-Erfolg der Kanzlerin, weil sie eben diese Vielen ins Land gelassen habe.
      Dabei spielte auch eine Rolle in Lagerfelds Meinungsbildung dass Freunde von ihm einen syrischen Flüchtling aufgenommen hatten der eines Tages nichts besseres zu tun hatte als zu sagen, die beste deutsche Erfindung der Geschichte sei der Holocaust gewesen.

      Das alles wurde nicht berücksichtigt, man fielt einfach über ihn her, nach dem Motto erst schießen dann fragen.

    • Dass man in Syrien für JJuden und Israel jetzt nicht so viel übrig hat, ist auch nicht so neu.

    • Was wirklich hat Herrn Lagerfeld motiviert?
      Mich hat die scharfe Kritik des Herrn Lagerfeld an Frau Merkel erstaunt. Im monatlichen Magazin des Mutterschiffes gibt es regelmässig gezeichnete Karikaturen des Modezars. Die hatten sehr oft Frau Merkel zum Thema. Ich hatte nie den Eindruck, dass die echt kritisch waren. Im Gegenteil, ich hatte den Eindruck, dass auch Herr Lagerfeld zu den Verehrern der Dame zählt. Einige seiner Huldigungen haben mich ziemlich genervt. Jetzt frage ich mich, was ist im Umkreis des Herrn Lagerfeld passiert, dass er seine Meinung so radikal geändert hat?

    • @Der Tiger
      Über die Zeichnungen des Herrn Lagerfeld habe ich mich
      auch gewundert. Ich fand sie schlecht und mir gedacht,
      dass er Menschen nicht zeichnen kann.

    • Entwicklung in Frankreich
      Halimi, Toulouse, kosherer Supermarkt Paris, andere Halimi, außerdem Jüdisches Museum Brüssel, eine gezielte Vergewaltigung einer Jüdin Paris, die Geschichte mit der Freundin in Bln und dem Syrer. Frankreich: Alles Sensible hoch bewacht, darunter jede jüdische Einrichtung. Die französischen Juden (eine Familie kenne ich) diskutieren offen über Alihya – hoffe, das ist richtig geschrieben -, die Auswanderung nach Israel.

      Er kriegt das direkt mit von Freunden und Kunden, wird etliche haben. Ist sehr intelligent, verfolgt das wahrscheinlich täglich, sieht, dass rechte Parteien die Folge sind. Ist natürlich selbst theoretisch gefährdet.
      Möglich sind auch sehr kritische Ansichten von arabischen Kunden, die dieselben Individuen nicht in ihre Länder lassen wollten aus „ideologischen Gründen“, falls ich mich recht erinnere, sprich passe nicht.

      Mal was anderes, Tiger: Meinen Sie, man kann so in drei bis vier Monaten eine ganze Menge Niederländisch lernen, so dass man sich dort basisunterhalten kann?

    • Lagerfeld und
      Ich habe gerade letzthin mit einem jüdischen Freund über die Entwicklung der letzten Jahre in Deutschland gesprochen.

      Offenbar wird ihm, der geschäftlich viel in Deutschland ist, immer wieder ans Herz gelegt, in Immobilien in Berlin zu investieren. Er lehnt ab mit der Begründung, er befürchte bei der derzeitigen Entwicklung der Bevölkerungsstruktur, dass jüdisches Eigentum in 20 Jahren in Berlin nichtmehr geschützt sein könnte. Ich würde wetten, Karl Lagerfeld hat auch jüdische Freunde.

      Und Karl Lagerfeld gehört zudem auch einer gefährdeten Minderheit an, wenn sich die Bevölkerungsstruktur weiter verändern sollte.

    • misschien (vielleicht)
      @Oberländer – Ob man in ein paar Monaten Niederländisch lernen kann, ist eine Frage von Sprachbegabung. Ich kann es nach 25 Jahren noch nicht (lese allerdings die NRC). Das Problem für mich ist, dass keiner die nötige Geduld hat, meinem Gestammel zuzuhören. Die meisten Niederländer sind flüssig im Englischen, denn erstens sind wir eine Handelsnation und zweitens werden amerikanische und englische Filme im Fernsehen nicht gedopt, sondern kriegen Untertitel. Sogar Mark Rutte zieht es vor, sich mit mir auf Englisch zu unterhalten.

    • Lagerfeld nochmal
      „Dass man in Syrien für Juden und Israel jetzt nicht so viel übrig hat, ist auch nicht so neu.“
      .
      Sicher.
      Aber wissen das die „Qualitäts“journalisten?
      Offenbar viele nicht.

    • Darf ich Sie fragen, Oberländer, warum gerade Nederlands?
      Da gibt es doch zu viele (?) Marokkaner (grapje!).

      Weil, wenn man die Sprache lernen will, muss man da ja schon was mit (vor)haben. Oder ist es nur Interesse?

    • Nachtrag zu Lagerfeld ..Don, bitte Geduld
      das muss jetzt noch raus.
      In Achgut wird heute unter Fundstück „Wenn alle Hüllen fallen…“ zum Video verlinkt wo ein Teil der RTL-Exklusiv-Promi-Sendung von gestern zu sehen ist. Darin Originaltext zur Motivation des Herrn Lagerfeld:

      „Tatsächlich ist das Unternehmen Chanel für das er arbeitet fest in jüdischer Hand, Eigentümer ist die Familie Wertheimer“.

      Frage: Was wäre los wenn Gauland oder Weidel hinsichtlich eines Unternehmens den Ausdruck „Fest in jüdischer Hand“ gebrauchen würden?

      Merke: Wenn es darum geht Merkelgegner hinsichtlich Flüchtlingspolitik niederzumachen gibt es keine Tabus mehr, keine Grenzen, alles ist jetzt erlaubt.

    • Antisemitismus hat viele Fratzen. Nicht nur braune.

    • Titel eingeben
      Tritt man einen Schritt zurück, hat Lagerfeld eigentlich eine herrliche rhetorische Giftpille verteilt, die thematisch zwei einander widersprechende Tabuthemen in sich vereint: gibt man ihm recht, ist man nach der Dialektik der Refugee Welcome Medien ein pöhser Flüchtlingsgegner und mutmasslicher AFD Unterstützer. Widerspricht man ihm, wäre er nach dem bisher beobachteten Verhalten ebendieser Medien in die Ecke der Holocaustverharmloser und Israelkritiker zu stellen, und die ist ja bekanntlich verboten (in den USA ja demnächst auch sogar gesetzlich).

      Es gibt also keinen Ausweg, um sich medial mit Lagerfeld zu beschäftigen oder sich medial über ihn zu äußern, ohne sich Kritik eben der Medien auszusetzen. Außer man ignoriert es, aber welcher Hund schafft das schon bei einem duftenden Stück Wurst, so kurz vor der Nase?

      Und damit führt er eigentlich die Medien vor.

      Handwerklich klasse, auch wenn natürlich Anlass und Sachverhalt nicht so dolle sind.

    • Ja, das hat er geschickt gemacht, auch wenn man ihn jetzt teeren und federn will.

      Oder wie das auf Submissionsarabisch jetzt gemacht wird.

    • Nur für Reisen
      Nur Interesse, Uwe Dippel, weiter unten etwas genauer.

    • Mich wundert
      die explizite Ablehnung der AfD bei Lagerfeld, wie sie in der FAZ angesprochen wird.

      Immerhin ist die AfD die einzige Partei, die den Zuzug von aberhunderttausenden von muslimischen Jungmännern kritisiert und rückgängig machen will.

      Für viele, die die antisemitische Gefahr nicht erkennen wollen, steht Lagerfeld mit seinen kritischen Worten nun auf einer Stufe mit der von ihm verabscheuten AfD.

      Kurios.

    • Es rennen bei der AfD ja auch etliche Antisemiten rum…

    • @Eine Schweizerin: Sicherheit Israels ist niemals verhandelbar!
      Merkel: „Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar.“
      Der Staat Israel ist sicherlich nicht begeistert wenn die BRD politisch in muslimischer Hand ist!

    • Orwell 2017 und Fassungslosigkeit
      #peter bernhardt:
      Ich schwanke ja nur noch zwischen Kopfschütteln, Fassungslosigkeit und Wut, wenn ich diesbezüglich nach Deutschland schaue. Zum einen fühlt man sich für das Existenzrecht von Israel verantwortlich, was ich gut verstehen kann, denn diesbezüglich hat Deutschland aufgrund der Geschichte tatsächlich eine Verantwortung. Aber Israel ist – zum Glück, sonst gäbe es diesen Staat wohl schon lange nicht mehr – sehr gut in der Lage, sein Existenzrecht selber zu verteidigen. Auf der anderen Seite hält sich das gleiche politische Personal, das sich für Israel verantwortlich sieht, Augen und Ohren zu, wenn sich Juden im Deutschland von heute immer weniger sicher fühlen, weil die Einwanderer der letzten Jahre auch ihren in ihrer Heimat epidemischen Antisemitismus mitbringen. (Jener Teil des politischen und gesellschaftlichen Personals, das mit Hamas, Hisbollah und den inländischen Salafisten sympathisiert, ist ja nochmals ein ganz anderes Thema.) Die Sicherheit der Staatsbürger und der weiteren Einwohner eines Landes zu garantieren und dafür das staatliche Gewaltmonopol einzusetzen, ist aber eine Grundaufgabe des Staates, die lange vor Mätzchen wie Veggie-Day, aber auch vor anderen staatlichen Aufgaben wie der sozialen Absicherung oder Kindertagesstätten kommt. Mit anderen Worten: Die BRD bzw. ihre politischen Vertreter sprechen sich für die Sicherheit von Juden und Jüdinnen in Israel aus, was ich in keiner Weise kritisiere, aber ignorieren, dass sich viele Juden und Jüdinnen in Deutschland im Jahre 2017 nicht mehr sicher fühlen, was man nicht laut genug als Skandal anprangern kann, aber wohl nur noch in wenigen Medien anprangern darf, weil das ja im Jahr 2017 „Hate-Speech“ ist. Orwell 2017 lässt grüssen.

  66. Gut erkannt
    Fehlende Tischmanieren und Umgangsformen lassen sich heute leicht mit Gleichmachungs- und Pseudoüberlegenheitstünche kaschieren. Fehlende Bildung gehört sogar schon zum guten Ton. Ich befinde mich im ständigen Zweifel, ob ich meinen Kindern mit der traditionellen Erziehung überhaupt einen Gefallen tue. Für sie und mich könnte es weniger anstrengend sein.

    Eine ganz andere, etwas indiskrete Frage: findet sich in Ihrem Haushalt auch Bauhaus oder vielleicht sogar ein Billyregal? Gerne auch aus der klassischen Vorwendeperiode. Irgendwas aus Studententagen vielleicht?

    • Nein, zumal es ging familiären Bestand gab.

    • Gute (Tisch-)Manieren sind auf jeden Fall abwärtskompatibel -
      und auch dumm stellen kann man sich gut an der einen oder anderen Stelle. Da es anders herum schon deutlich schwieriger wird empfehle ich, dran zu bleiben, auch wenn es Zeit und Nerven kostet.

  67. ?
    Bin ich hier versehentlich bei den Legasthenikern gelandet oder ist das auch hier der neue Trend, wie im Mutterschiff den Text noch einmal kurz vor dem Absenden zu verunstalten?

    • Konkrete Hinweise werden gern angenommen, ansonsten bitte freundlicher.

    • Entschuldigung
      Das ist mir leider spontan rausgerutscht und bezieht sich nicht auf ihren Beitrag sondern auf eine Reihe der älteren Blogkommentare, welche leider eine ähnliche Sorgfalt des Schreibers erkennen ließen, wie Klausurarbeiten an vielen deutschen Universitäten. Auch wenn die Form meiner Äußerung sicher anstößig erscheint, der Anlaß ist gegeben. Die Zeiten als Schreiben noch als eine Kunst betrachtet wurde sind ja schon lange vorbei. Aber heute wird schon der Anspruch, den eine Betrachtung als ein einfaches Handwerk stellen würde, von vielen kaum noch beherrscht. Und wird wohl auch kaum noch als beherrschbar wahrgenommen. Sonst gäbe es diese irrsinnigen Reformbemühungen nicht, die unsere zukünftigen „Führungskräfte“ aus der hypothetischen Perspektive vergangener Generationen zu Analphabeten machen.

  68. Heute schon gebowlt?
    Klar ist der aktuelle Bibimbap-Hype genauso putzig wie die Pho-Welle, der Run auf Ramen-Suppen oder früher die Ausbreitung der Sushi-Restaurant. Aber es ist doch auch schön, wenn sich die gruselige deutsche Fast-Food-Ernährung über Pommes Rot-Weiß, Döner und Burger hinausentwickelt :) Interessant wäre eher mal der Blick hinter die Kulissen dieser Läden und die Frage, ob die Qualität der Zutaten und die Bezahlung der Mitarbeiter dem „besser“ Image wirklich entspricht.

  69. 1880 war aber, wie bekannt, mitten in einer langanhaltenden
    Wirtschaftskrise, die Gabeln auf Rosa ganz oben wirken sehr wie durch Metallabscheidung im Chemiebad beschichtete Pressware aus der Stanze, so langweiliges Goldrandgeschirr haben die Mütter der Bowlesser auch jede Menge reichlich unnütz zu Hause, und Thomas Mann hat im Jahr 1954 den mit 100000 Schweizer Franken dotierten Stalin Preis abgelehnt, woraufhin Anna Seghers dafür gesorgt hat, dass Bertolt Brecht ihn bekam.

    Für viele sind daher die 100.000 Schweizer Franken, die Thomas Mann bereits 1954 ablehnen konnte, der private privat Maßstab für vermögendes Verhalten.

    Und auch Brecht ließ sich, soweit bekannt, die Hälfte der 100.000 Schweizer Franken von Moskau in die Schweiz überweisen, auf ein neu einzurichtendes Nummernkonto.

    Vermutlich auch die Eltern und Großeltern viele heutiger FAZ Leser und Bowlesser hatten schon einmal ein auf Schweizer Franken, US-Dollar oder D-Mark lautendes Privatkonto irgendwo in der Schweiz.

    Auch von daher fängt nicht jede Zeitrechnung ständig neu an und bei Null.

  70. ObjectBe sagt: 14. November 2017 um 19:27 Uhr
    Ich verschlief die Dämmerung eines Morgens im Frühling
    Dabei war die Luft erfüllt von Vogelgesang
    Und verstummt nur das nächtliche Rauschen
    Von Regen und Wind
    Wer weiß, wie viele Blätter gefallen sind.
    ——
    Meng Haoran, TAN Dynasty, 8 Jht.

  71. "... aber niemals etwas mit Weizen."
    Aus der Ernährungsreligion:
    http://www.deutschlandfunk.de/weizenunvertraeglichkeit-das-boese-im-brot.740.de.html?dram:article_id=379792

    […] Streichen die Patienten Weizen aus ihrer Ernährung, geht es ihnen meist besser. Doch dauerhaft auf Weizenbrot, Nudeln, Suppen, Süßwaren zu verzichten, fällt den meisten schwer. Ohnehin geht Yurdagül Zopf davon aus, dass nicht der ganze Weizen verantwortlich ist. Wie sonst sollte man erklären, dass die Fallzahlen steigen? Irgendetwas muss sich über die Jahrzehnte verändert haben:

    !!! „Welcher Anteil des Weizens das ist, kann kein Mensch aktuell genau definieren. Ob es wirklich Glutenanteile sind, oder andere Weizenanteile sind, das wissen wir nicht.“ !!!

    Yurdagül Zopf hat eine Theorie:
    „Es ist mit Sicherheit so, das sehen wir in unseren Experimenten, dass Weizen spezielle Entzündungen auslöst.“
    Der Verzehr von Weizen kann bei einigen Menschen lokale Entzündungen im Darm auslösen. (imago/Science Photo Library)
    Es beginnt mit lokalen Entzündungen im Darm, glaubt sie. Doch dann werden auch in anderen Ecken des Körpers Entzündungsprozesse angefeuert. Stimmt diese Theorie, wäre es denkbar, die Entzündungsketten mit Medikamenten zu kontrollieren. Das brächte Linderung, vielleicht sogar Heilung.

    „Aber dafür müssten wir zunächst mal erkennen, ob es nur ein Faktor ist, der diese Entzündung auslöst, oder ob es nicht eine Reihe von Entzündungskaskaden sind.“[…]

    Und jetzt lesen Sie bitte diesen Bericht:
    http://www.deutschlandfunk.de/hilfe-fuer-reizdarm-patienten-den-brotteig-laenger-ruhen.697.de.html?dram:article_id=365101

    […] Wir hatten ursprünglich angenommen, dass die Leute weniger Beschwerden haben, weil sie Dinkelbrote essen beispielsweise. Aber Dinkelbrote werden meistens von handwerklichen Bäckern hergestellt, weil sie eine sehr lange Teigruhe benötigen, und die lange Teigruhe war die Ursache für die bessere Verträglichkeit und nicht der Dinkel per se. Das war eigentlich der Schlüssel, um der Problematik auf den Grund zu kommen. Man muss die Teigruhe von mindestens vier Stunden einhalten, um gut verträgliche Brote oder Backwaren für Reizdarm-Patienten zu erhalten. […]

    • Ja, wer sagt denn, dass Eso nicht auch in ÖR geht.

    • Und das Schöne ist...
      … die Eso-Sendung wurde ein halbes Jahr nach der Rehabilitierungssendung des Weizens produziert und gesendet. Und beide Sendungen sind vom selben (hüstel) Wissenschaftsjournalisten.

    • „Wissenschaft“

    • Muss kein Eso sein
      In den letzten Jahrzehnten wird die Menge an Weizen, die wir konsumieren, deutlich zugenommen haben, wir – viele von uns – essen ja insgesamt viel mehr. Dazu noch der Mangel an Bewegung. Sollte Weizenverzehr tatsächlich etwas entzündungsfördernd sein, dürften rauhe Mengen davon bei körperlichem Stillstand ( Bewegung dämmt Entzündungen) durchaus ungut wirken können. Ich esse meine Torte beispielsweise ganz ohne Radtouren. Und wenn ich dann die Wahl habe, mich oder den Weizen beschuldigen zu müssen, wähle ich den Weizen.

    • Es gibt ja genug Alternernativen, so schwer ist die Begrenzung auch nicht. Die Sache ist halt, dass der Verzicht auf Weizen ein Geschäftsmodell ist, und das muss man nicht mögen.

    • Kurioserweise
      essen die Goldmenschen fast ausschliesslich Weissbrot, also Weizen ohne Ende.
      Da gibt es sogar ärztliche Verschreibungen,da das böse Grau- bzw. Körnerbrot gesundheitsgefährdend ist.
      Die GEZ Medien sollten doch nun lieber analog ihrer bisherigen Argumentation, alles aber auch Alles, der tollen neuen Deutschen (ChebliWerbung), gut heissen.
      @Don;
      Ich habe gestern auf Arte einen Bericht über Himmler gesehen, der vom Tegernsee kommt.Der war ein wirklich Irrer.
      Soll ich da nun ihre Gegend auch nicht besuchen, da sie sich gegenüber dem Osten ,mit Verweis auf Götz K. ,verweigern ?
      Das ist doch Bödsinn, denn Reisen bildet !(Empfehle die schlimmen Viertel von Neapel, eig. die ganze Stadt, da sehnt sich ihr Rad nach Schnellroda.)

    • Ich war im Agrigent, dagegen ist Neapel ein Kurort.

  72. mehr Schildbürger als Reichsbürger
    Ich mache mir ab und zu die Mühe nach einer zu den Schildbürgern vergleichbaren Geschichte im orientalischen, skandinavischen, etc. zu fragen: Es scheint eine dt. Erfindung zu sein. Obwohl davon hier auch immer weniger gehört haben…

    Ist eine schöne, gebundene Ausgabe bekannt?!

    • Denn da gibt es zum Thema eine hübsche Bowl-Geschichte:
      books.google.li/books?id=j2M7AAAAcAAJ&pg=PA64&lpg=PA64&dq=schildb%C3%BCrger+sch%C3%BCssel+wei%C3%9Fe+brocken&source=bl#v=onepage

      ( v.gd/TYSiuL )

      Ich weiß nicht, ob Sie Amazon verknusen können – falls ja: Versuchen Sie

      „Für „Der Schildbürger wunderseltsame, abenteuerliche, unerhörte und bisher unbeschriebene Geschichten und Thaten“ wurden 0 Ergebnisse gefunden
      Verwenden Sie eine geringere Anzahl von Suchbegriffen oder verwenden Sie die folgenden

      “Schildbürgerwunderseltsame,unerhörte” “

      es werden trotz Nichtfindens Ergebnisse angezeigt, nunja…

    • Schildbürger et al.
      Die Geschichte vom Schuhflicker Maruf, der 5000 Dinare (die ihm nicht gehörten) an Arme verschenkte, hat zumindest einen Anklang an Schildbürgereien, auch solchen recht großen Maßstabs, und ist damit relevant für unsere Zeit.
      Disclaimer: Diese Formulierung ist frei von Hintergedanken jeglicher Art. Der Weg vom orientalischen Schuhflicker und seinem wechselvollen Schicksal zu fiskalischen resp. kommunalpolitischen Anspielungen wäre allzu weit hergeholt.

      NB: Lesen Sie die beste deutsche Übersetzung, von Gustav Weil.
      http://gutenberg.spiegel.de/buch/tausend-und-eine-nacht-vierter-band-3447/67
      *Räusper*: „Gepriesen sei der, an dem die Zeit nichts ändert, und Friede sei mit seinem Gesandten Mohammed, der Zierde aller Sterblichen!“

      Und dann wäre da noch Gotham in Nottinghamshire.
      https://en.wikipedia.org/wiki/Wise_Men_of_Gotham

  73. @ Goodnight
    Guten Abend Goodnight !

    Ach, wie recht Sie doch haben.
    Doch was die Klassen miteinander verbindet beschrieb Anatole France in „Le lys rouge“ 1894 schon treffend.

    „la majestueuse égalité des lois, qui interdit au riche comme au pauvre de coucher sous les ponts, de mendier dans les rues et de voler du pain.“
    oder
    „unter der majestätischen Gleichheit des Gesetzes, das Reichen wie Armen verbietet, unter Brücken zu schlafen, auf den Straßen zu betteln und Brot zu stehlen.“

    Mit freundlichem Gruß
    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • flip side of the coin
      ObjectBe,

      erlauben Sie es mir, mit Brecht, es noch treffender beschreiben zu lassen, weniger die Paradoxie, eher die Einheit der Differenz betonend:

      „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an,
      und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“

    • Kauf, Junge, kauf
      Das ist zwar hübsch, Goodnight, und wohl die richtige Antwort auf den Zynismus, der Arme wie der Reiche mögen nicht betteln oder unter Brücken schlafen, dennoch muss ich an die urkapitalistische Geschichte von dem Umgang mit den Silberlingen aus dem NT erinnern, die einfach nur Jesus auf dem Realo-Trip ist.

      Jetzt könnte man das heute noch experimentell nachstellen: Der Eine hätte nach drei Jahren das dritte i-Phone und ein paar flotte Klamotten, der andere 2000 Euro auf dem Sparkonto. Das Problem an den 2000 Euro heute ist evident: Zinsen. Die Zinspolitik auf dem Rücken des kleinen Bürgers ist nicht nur zu verachten, sondern auch grundsätzlich unchristlich.

      Und es geht daraus hervor, dass der mit dem dritten i-Phone und den Klamotten der Erwünschtere ist, weil er konsumiert. Auch diesbezüglich kann man sich Gedanken machen über neuere Bürger, die wie der Ostblock nach 1989 nach manchem greifen. In der Ex-DDR war damals sehr beliebt die Banane und der VHS-Recorder, heute ersetzt durch das Smartphone.

      Des Dons bunte und schöne Sammlung, die auch die Erinnerung an die Großtante lebendig erhält, ist der Horror von Ikea und Co. Ich las mal ein Buch über einen geflüchteten Jungen anno Siewissenschon: „Lauf, Junge, lauf“. Kann ich jedem für seine älteren Kinder empfehen. Hiervon ist der Titel abgeleitet.

    • an Goodnight
      Es ist nicht unwahrscheinlich das
      der Reiche Brecht gerufen wurde.

      Davon abgesehen ist es sehr wahrscheinlich
      das der Arme lieber reich wäre als der
      Reiche arm. Und sehr wahrscheinlich
      ist auch das der Neureiche eher unvernünftig
      und wenig spendabel mit seinem Vermögen umgeht.

      Der Lieblingsspruch unter Armen wenn jemand
      etwas möchte: Versuch es mal mit Arbeit!

      Arme sind m.E. nicht bessere Menschen,
      sie haben nur kein Geld.

      Davon abgesehen sollte man
      die Gattung nicht falsch einschätzen.

      Der Satz: Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf,
      ist eine Beleidigung der Wölfe.

    • This is how I did it, Anton: I never saved anything for the swim back.
      Armut ist kalt, hungrig und trostlos.

      Reichtum ist warm, satt und trostlos.

      Dazwischen, auf dem Weg von der Armut zum Reichtum, da ist das Leben ein Leben.

      Werden, nicht sein.

    • reich und arm
      Mein Mitarbeiter benutzt bei dieser Thematik immer seinen Lieblingsspruch, gerade und auch bei Frauengeschichten, der lautet:
      In der S-Klasse heult sich´s halt leichter als an der Bushaltstelle.
      Find ich sehr treffend.

  74. Humanismus ade
    in unserem kleinen Städtchen wurde unlängst ein verdienter Mitbürger beerdigt, engagiert im Kulturbetrieb, gebildet und im Krieg groß geworden.
    Unter der Trauergesellschaft waren lauter ihm ebenbürtige Bürger mit Studium und humanistischer Bildung. Der Geist des Humanismus, dieser Gedanke kam mir in der Trauerzeremonie mit Kammerorchester, wird auch peu á peu in diesen Zeiten beerdigt.

    Was ich an diesen älteren Herrschaften immer schäzte: Essen wird auf weißer Tischdecke serviert, guter Wein in richtigen Gläsern; und die Gastgeber verfügten über eine Allgemein- und Herzensbildung, auch eine demütig machende Erfahrung aus dem Krieg, und eine kulturelle Vielfältigkeit, die sich der moderne Mensch mit R2G -Abitur nicht mehr in seinen kühnsten Träumen vorstellen kann.

    Und ein Don Giovanni war auch niemals so ordinär wie ein H. Weinstein. Aber das kann man auch nur unterscheiden, wenn man eine halbwegs kulturelle Bildung neben der deutschen Sprache genossen hat.

    • Nun, vielleicht zieht die neue Generation ja auch noch nach. Ich bin nicht ohne Hoffnung und eine kleinere Oberschicht bedeutet auch mehr Unterschicht, die man beherrschen und urbar machen kann.

    • Das Schlüsselwort
      ist Herzensbildung und die kann in allen gesellschaftlichen Schichten vorkommen (hoffe ich zumindest).

  75. Bankett
    Die Bereitschaft, anderen klassenübergreifend ein Bankett zu bereiten, war im Barock durchaus üblich. „Vergilius Crescentius, der letzte der Familie Crescenci (wir sind jetzt in Rom), lud polnische Pilger, denen er auf der Straße begegnete, in sein Haus, gab ihnen Essen, Kleidung und Obdach. Er, seine Frau und seine Kinder bedienten sie bei Tisch, er ließ ihre alten Lumpen in Ordnung bringen, schenkte ihnen neue Kleider, küsste ihnen die Hände, wusch ihnen die Füße und gab ihnen Almosen“, heißt es in einer Chronik. Dann kam die Aufklärung und machte dem Spuk ein Ende. Seither zählt angeblich nur die Leistung.

    • Naja, bürgerliches Zeitalter halt. Aber ich bin aus guten Gründen der Meinung, dass die Leibeigenschaft besser als ihr Ruf war.

  76. Back to the roots
    Eigentlich ist doch die Entwicklung zur „Bowl“ und Getreidebrei nur konsequent. Ich bin ja immer wieder erstaunt, wie viele Leute, die ziemlich weit oben in der Bildungs- und Einkommenspyramide stehen, mit Messer und Gabel (selbst wenn es nur ein Gedeck mit einem Messer und einer Gabel hat) und was es sonst alles zum sozialverträglichen Essen braucht, überfordert sind. Man fragt sich da, ob in deren Familien die Gemeinschaftsschüssel wirklich bereits schon seit zwei oder drei Generationen passé ist, denn geschaufelt wird immer noch gleich. Die Bowl passt sich den Tischmanieren an und das Gesamtbild ist dann viel stimmiger, als wenn mit Messer und Gabel von Porzellan mit Goldrand gegessen wird. Das ist Authentizität!

    Dieser „Brei-aus-Schüssel“-Ess-Trend war mir neu. Meines Wissens hat er es noch nicht bis nach Zürich geschafft.

    • Man darf den Einfluss der 68er nicht übersehen, die haben da viel Schaden angerichtet, Stichwort antiautoritäre Erziehung.

    • Titel eingeben
      @Don
      […]Stichwort antiautoritäre Erziehung.[…]

      Wobei das keine antiautoritäre Erziehung war, sondern eher als
      Laissez-faire-Stil aufzufassen ist.

      Lesetipp: Buch „Summerhill. A Radical Approach to Child Rearing“ von
      A. S. Neill was auch auf Deutsch unter einem irreführenden Titel
      „Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung: Das Beispiel
      Summerhill“ erschienen ist.
      Vgl.
      http://www.in-formations.net/ad7-neill-antiautoritaer-schule.php

      Das Buch steht auch bei mir im Bücherregal….und einige Sachen habe ich auch in der Kinder- und Jugendarbeit umgesetzt bzw. versuche sie
      umzusetzen….

      bombjack

    • Ich meinte da die vulgarisierte Form. Ich bin davon nicht betroffen, meine Erziehung war damals liberal, aber gemessen an heutigen Massstäben in vielen Aspekten ausgenommen streng.

  77. " ..., die anderen werfen das alles weg und
    loben die Schüssel, in der alles zusammen gekippt wird.“

    1. So bleibt eben das profanum vulgus* des Horaz stets seinem Napfe treu wie die Sau ihrem Trog.
    *) „Odi profanum vulgus et arceo.“ (‚vulgus‘ ist Neutrum!)

    2. Hans Fallada, Roman, „Wer einmal aus dem Blechnapf frißt“.

  78. Man nennt es kulturelle Bereicherung,
    wenn die-die-schon-länger-hier-leben die Tischmanieren von denen, die-ihren-Paß-noch-nicht-so-lange-weggeworfen-haben übernehmen.
    Als nächster „Food-Trend“ wird dann gemeinsames mit der Hand Hineinlangen in den Trog à la orient durchs Dorf/die Instagram-Accounts getrieben. Aus dem Veggie-Trog darf nur mit der reinen Hand genommen werden, für den Fleischtopf ist die unreine linke Hand reserviert.
    ——

    Was sagen eigentlich Epidemiologen dazu, daß Erwachsene aus der gleichen Schüssel löffeln?

    • Ich finde die Sitte viel schlimmer, dass in der Männerrunde das von den
      Frauen zubereitete und auf Platten angerichtete Mahl zuerst angeboten wird. Die „Reste“ gehen dann zurück an die Köchinnen, die sich daran gütlich tun dürfen – so etwas übrig gelassen wird.
      Mir scheint, dass dies auch nach dem Grenzübertritt in einen anderen Kulturkreis weiter beibehalten wird – wie so einiges, was dann nicht immer harmoniert. Und sich durch „Familiennachzug“ weiter stabilisieren wird.

      Dass befürwortende Parteien die Augen auch vor so was fest verschließen zeichnet sie nicht aus.

    • Titel eingeben
      Meine Frau ist Kindergärtnerin und berichtet von zunehmend mehr Kindern, die gewohnt sind, mit den Fingern zu essen. Und auch nicht wissen, wie man ein WC benutzt.

    • Bitter.

    • @Gast X: Psychische Vorbereitung der hier lebenden auf schmale Kost in Krisenzeiten
      Nächster gesteuerter „Food-Trend“ nach Veggie, Bowls, Peko usw.:
      Erbsensuppe ohne Fleischeinlage aus der Halal-Gulaschkanone.

  79. Werter Don,
    danke für den Beitrag und die Bilder. Es spricht für Sie, daß Sie diese alten Gegenstände behalten und wertschätzen.

    Am Tag der Vertreibung konnten meine Eltern, meine Mutter hochschwanger und mit meinem ältesten Bruder mit 2 1/2 Jahren, nur mitnehmen, was in den Rucksack und Tragetaschen paßte. Schmuck oder Silberbesteck war nicht dabei, so etwas mußte zurückbleiben. Alles was es an „Familienvermögen“ so gibt, stammt aus den endvierzigern und fünfziger Jahren. In Ermangelung einer Xanthippe hat sich bei mir als Junggesellen manches erhalten und es tut mir immer weh, wenn im täglichen Gebrauch etwas zu Bruch geht.

    Ich gebe aber auch zu, daß mich ab und an die Versuchung heimsucht, da mir etwa 5 qm Wandfläche fehlen, um die Bücherstapel aus dem Wohnzimmer wegzubekommen. Es werden wohl die Fische daran glauben müssen. Ein Raumtrenner an ihrer Stelle würde das Problem verringern.

    MfG
    Alfred Haas

  80. Titel eingeben
    „Ich bin Atheist, ich bete nicht, …“
    Lieber Don, Sie sind doch Genussmensch, aber da lassen Sie sich das Wesentliche im Leben entgehen!
    Denn da ist doch der Grund für Freude.

    Paulus drückt es so aus, im Brief an die Christen in Philippi:
    „Freut euch jeden Tag, dass ihr mit dem Herrn verbunden seid! Ich sage es noch einmal: Freut euch! Lasst alle sehen, wie herzlich und freundlich ihr seid! Der Herr kommt bald. Macht euch keine Sorgen, sondern bringt eure Anliegen im Gebet mit Bitte und Danksagung vor Gott!“

  81. Angeblicher Rechtsstaat
    den scheint es nicht nur im Vergleich von Betäubungsmittelstraftaten zwischen Bayern und Berlin zu geben.

    Als Vorbemerkung – in Köln wird ein ca. 40 mal auf frischer Tat erwischter Taschendieb auf freien Fuß gesetzt wie auch ein anderer Migrant, der trotz vorheriger Polizeibekanntschaft „zusticht“.

    Mir droht ein Strafverfahren, da ich ein Unternehmen beraten und mich für dieses eingesetzt habe. Somit wäre ich als faktischer Geschäftsführer anzusehen, der somit für das strafbare Insolvenzvergehen herangezogen werden müsse. Mir sind natürlich die Kriterien klar, die für eine faktische Geschäftsführerschaft sprechen oder dagegen. Aber das interessiert die ermittelnden Behörden nur insoweit, als dass diese im Sinne der Belastung einen einzigen Zeugen befragen, wie dem Befragungsprotokoll zu entnehmen ist.

    Hauptbelastungszeuge ist jemand, den ich lange beschäftigt habe, der auch in dem von mir beratenem Unternehmen beschäftigt war, Andere Zeugen, mich vielleicht belastende, vielleicht entlastende, wurden laut Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft nicht befragt, obwohl es derer genug gäbe.

    Das mag daran liegen, dass den Ermittelnden bekannt ist, dass dieser einzige befragte Zeuge seit ca. 25 Jahren Schwarzarbeit im Wert von ca. 2 – 5.000 Euro im Monat leistet. Unter den Kunden sind sehr viele Polizisten, zumindest ein Richter und wer weiß wer sonst noch alles. Das wissen natürlich die Ermittelnden, denn die kommen aus dem Umfeld. Und das wissen natürlich besser als ich die erwähnten anderen Zeugen.

    Ich werde mich also dem Strafverfahren stellen. Ich werde die anderen Zeugen benennen, die auch die Namen der Schwarzarbeitauftraggeber und den Umfang besser kennen als ich.

    Aber ich mache auch anderes. Ich sammele derzeit intensiv Informationen über den Zeugen, über dessen Kunden, in der Hoffnung, es mögen recht viele von Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden beweiskräftig zu identifizieren sein. Zumindest ein Richter ist dabei, zumindest einen Lieferschein habe ich gesehen, der belegt, dass jener Zeuge das Unternehmen betrogen und schon lange Schwarzarbeit betrieben hat und das liefernde Unternehmen, ein sehr großes Großhandelsunternehmen mit Sitz in Hamburg, die Schwarzarbeit unterstützt hat und solche Unterlagen müssen ja 10 Jahre lang aufbewahrt werden.

    Wohlan, auf gehts.

    —–

    Sie können natürlich meinen Fall nicht beurteilen, das ist mir klar und Sie werden denken, da redet sich jemand aus seiner Verantwortung heraus.

    Ich möchte Sie einfach darauf hinweisen, dass Ermittlungsbedienstete und solche der Judikative in Strafbarem sind, andere verfolgen und wohlwissend, dass ihr einziger Zeuge Wirtschaftsstraftaten begangen hat und immer noch begeht.

    Und dass andere Straftäter, teilweise mit Migrationshintergrund, die als solche bereits aktenkundig sind, teilweise Schwarzarbeiter aus deren Umfeld, nicht weiter behelligt werden sondern schnellstmöglichst auf freien Fuß gesetzt werden oder eben unbehelligt bleiben.

    Auch so kann sich ein angeblicher Rechtsstaat zeigen.

    Schau ich mal, wies ausgehen wird :)

    • Vorsicht
      Fall Gustl Mollath. Justiz-„Irrtum“ und „Gutachter“… (Involvierung eines „unabh.“ und sakrosankten bayr. Richters).

      Daß in Dummland juristisch mit (mind.) zweierlei Maaß gemessen wird ist nicht neu, manche (nicht nur Richter und BT-Abgeordnete) geniessen gar eine von oben verordnete Justiz-Immunität (Ausnahme: Meucheleien).

      Ich will Ihnen nicht den Wind aus den Segeln nehmen, good luck.

    • Da haben Sie auch wieder recht.

    • Vor Gericht und auf hoher See
      „… und solche Unterlagen müssen ja 10 Jahre lang aufbewahrt werden.“

      Manchmal haben lästige Verpflichtungen ihr Gutes.

      Sie haben hoffentlich gute Nerven.

    • Ein Elend für alle Verwandten von Anwälten.

    • Wahnsinn !
      Es gibt hier Goldmenschen, da wird das Verfahren wegen des Handels mit 200g Btm eingestellt und der normale Deutsche wird für alles gehängt.
      Und warum ?
      Weil sie wissen, mit uns Alles machen zu können.
      Wenn die Angst vor Ihrer Gegenwehr, anlog der diversen Clans, da wäre, hätte es gar keine Anklage gegeben.
      Es gibt keinen Rechtsstaat mehr.
      Siehe auch die Sache mit den tollen neuen Polizisten in Berlin.Brechreiz! Wer kämpft kann verlieren , wer nicht kämpft, hat schon verloren !
      Viel Erfolg.

    • @ThomasCGN
      Vorsicht. Und nochmal Vorsicht. In Prozessen etwas gegen Richter oder Polizisten oder Zollfahnder ( die müssten bei Schwarzarbeit doch zuständig sein?) auszuspielen muss gekonnt sein. Das kann fürchterlich schiefgehen. Insbesondere Guilt by association ist zwar oft plausibel, aber wenn nicht fallbezogen beweisbar, dann ist der Meldende der Böse. Wenn überhaupt, suchen Sie sich einen guten Anwalt, der das für Sie erledigt. Nichts leichter, als als Querulant zu enden. Aber jeder Anwalt weiß, dass er im Gerichtsbezirk sich bei den Richtern auch einen Ruf erwirbt. Nun ist Köln groß, und in der Umgebung lauter Gerichte. Da ist das Risiko für den Anwalt, es sich bei den Richtern, mit denen er es ständig zu tun hat zu verderben, vielleicht geringer als in der Provinz. Aber dennoch. Sie haben ein echtes Problem: Unschuld in komplexen, wenn nicht diffusen, Rechtsgebieten zu beweisen mit elaborierten Zeugen, die es vermutlich viel besser wissen als der Richter selbst, der grdsätzlich überarbeitet ist, wie auch der Staatsanwalt. Achten Sie darauf, dass Ihr Anwalt nicht erst zwei Tage vor Prozessbeginn beginnt sich einzuarbeiten. Sonst scheitern sie nicht am Klüngel, sondern daran, dass jeder ihren Fall sparsamst erledigen will, weil die Frau mit dem Essen wartet.

    • Vielen Dank für die guten Wünsche
      Black Blacky, mir fällt da auch ein, dass ein Innenpolitiker der SPD gewarnt wurde, dass gegen diesen wegen Pädophiliedingen ermittelt wurde.

      Ich danke herzlich für Ihre guten Wünsche.

      Ja, ich habe gute Nerven und ich lasse mir den Wind nicht aus den Segeln nehmen.

      In so einer Situation werde ich kühl bis zum Gefrieren und arbeite völlig rational.

      Und rational ist es meiner Meinung nach, jenen Belastenden den Spiegel vorzuhalten, nichts anderes werde ich machen.

      Was dann die Justiz draus macht, ist etwas anderes.

      Eine Ergänzung – die Kollegen jenes Belastungszeugen, die ihn ja tagtäglich über Jahre erlebt haben, die hätten aussagen können, dass vielleicht der Kronzeuge mehr Einfluss auf operative und andere Dinge hatte (faktische Geschäftsführerschaft) und der seine Arbeitgeber durch Kundenabschöpfen und Schwarzarbeit betrogen hat, wurden laut Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft nicht befragt. Diese sind nicht einmal als Zeugen seitens der Staatsanwaltschaft benannt.

      Bekannterweise ist das Finanzamt besonders rigoros im Eintreiben und im Herstellen von Haftungstatbeständen. Doch in meinem Fall sind selbst die zuständigen Finanzämter nicht auf die Idee gekommen, bei mir etwas eintreiben zu wollen oder zu können.

      —–

      Ja, die 10-Jahresfrist der Aufbewahrung von geschäftlichen Unterlagen hat mich verdammt oft geärgert. Nach diesen Vorkommnissen sollte ich meine Meinung vielleicht ändern und wohlgemut die alten Ordner betrachten.

      Denn in diesem Fall ist dieser Beleg der einzige, der nicht nur auf Zeugenaussage beruht und Zeugenaussagen können ja beeinträchtigt sein, unterliegen zumindest der Würdigung des Gerichts.

      Ein Dokument von vor einigen Jahren ist unzweifelhaft.

      —–

      Entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie mit meinem behelligt habe.

      Mir ging es um die Erweiterung der Perspektive, was den von Don Alphonso so genannten angeblichen Rechtsstaat betrifft.

      Und ich freue mich sehr über Ihren Zuspruch :)

  82. Sozialistischer Aspekt des Nationalsozialismus
    „Speziell der sozialistische Aspekt im Nationalsozialismus wird gern übersehen. Dabei war der ideale Volksgenosse auch bescheiden und verzichtete auf Pomp.“

    @Don – bei Ihrer intellektuellen Leistungskraft sollte eine etwas differenziertere Aussage, insbesondere zu diesem sehr sensibel zu handhabenden Thema, schon drin sein – so kommt das etwas ‚platt‘ daher.

    Ich meine damit den ’sozialistischen Aspekt‘ einer „NSDAP der Schlotbarone“ – deren Unterstützung den Aufstieg der NSDAP
    zumindest außerordentlich begünstigt hat.
    So ganz gefährlich wurde dieser ‚Sozialismus‘ von den Spitzen der
    Industrie wohl nicht gesehen – das waren dann allerdings auch die
    Herrschaften, die einen Reichskanzler Adolf Hitler für beherrschbar
    hielten.

    In Kontrast dazu die Vorstellungen eines anderen Nationalsozialisten
    – Otto Strasser, Lektüre: „Die Sozialisten verlassen die NSDAP“,
    der für den Sozialismus der Bewegung in erheblichen Maß den intellektuellen Unterbau lieferte.

    Der Gegensatz bricht innerhalb der NSDAP offen aus und endet in ‚der Nacht der langen Messer‘ mit dem Mord an Gregor Strasser, dem Bruder.
    Wobei der intellektuelle Aspekt allerdings meißt nur bei Otto Strasser gesehen wird, der dem Röhm-Putsch entkam und dann im Ausland opponierte.
    Gregor Strasser erscheint als reiner Machtpolitiker innerhalb der Partei.

    Spitzen der NSDAP sahen Strasseristen lange als gefährlichere Feinde an als die Kommunisten.

    Interessant für mich ist, daß die ‚Identitären‘ sich oftmals aus dem Strasser Fundus zu bedienen scheinen.

    Allerdings kann ich vor Diskussionen zu diesem Thema – selbst im Bekanntenkreis – aus eigener Erfahrung nur dringend abraten.
    Man stellt sich nicht vor zu welch verbalen Entgleisungen relativ gescheite Menschen wie Anwälte, Mediziner, Wirtschaftsprüfer, denen man durchaus zutraut Differenzieren zu können, fähig sind.
    Das ist dann oft noch ungetrübt von jedweder Sachkenntnis.

    Bezeichnenderweise der einzig wirklich Interessierte daran war ein ehemaliger navy commander.

    PPvP

    • Es ist sicher keine schöne Erkenntnis, aber viele Aspekte der „Nazis“ findet man nun mal auch in anderen totalitären Ideologien, wie etwa im Sozialismus. Öfters habe ich da den eindruck, als gäbe es da einen Baukasten der Methoden, und ob das dann am ende links oder rechts ist, ist nur noch eine Frage einiger Zutaten. Molotow hat, aufdie Unvereinbarkeit von Hitlerismus und Stalinismus angesprochen, einmal gesagr: „Faschismus ist nur eine Geschmacksfrage“. Vielleicht hatte er da gar nicht so unrecht. (Aber das ist hier eigentlich nicht das Thema.)

    • @ GD01
      „Interessant für mich ist, daß die ‚Identitären‘ sich oftmals aus dem Strasser Fundus zu bedienen scheinen.“

      Könnten Sie dazu ein paar Stichpunkte anbringen?

  83. Titel eingeben
    Ich empfehle dem Autor zur Horizonterweiterung den saaleradweg von saalfeld nach Halle oder weiter. dann soll er mal ehrlich seine Eindrücke mit denen von traunstein und Füssen vergleichen. ich wäre gespannt.

    • Erinnern sie mich bitte im Frühsommer noch einmal daran, bis dahin habe ich das sicher vergessen.

    • Thüringische Ritterburgen
      könnte der verehrte Don auf dem landschaftlich sehr schönen Unstrutradweg entdecken. Dieser läßt sich durchaus in zwei Tagen fahren und man kann von der Unstrutmündung in Naumburg auf dem Saaleradweg weiter fahren.

  84. Der Einheitsbrei der "diversity" hin zum "Endbürgerkrieg"
    Ich muß sagen, daß ich als Konservativer (die Eskimosache) und Skeptiker/Künstler (was immer das sei) die sogen. Avantgarde eher als pathognomonisches Symptom als als ins-Licht-Schreitende empfinde. Insofern ist es mir herzlich einerlei, was Leute mit zu engen Jackets und ausladenden Bärten löffeln (oder sabbern…).
    Bedeutsam scheint mir hingegen, daß sich das Bürgertum einer Endzeit nähert. Dies geschieht sowohl auf religiösem Gebiet mit einer evangel.“Kirche“, die das schon hinter sich hat, und einer kathol.deutschen Kirche, die es scharf anvisiert*.
    Es geschieht auf kulturellem Gebiet (Verlust der eigenen Wertverortung,Islamisierung in Allianz durch die Linken), auf polit.Gebiet (dito + neoliberalem EU-Zentralismus) und es passiert in Konsequenz auf wirtschaftlichem Terrain nach genau diesen Vorgaben **
    Ein Zeichen (neben Einheitsbrei-Topflöffeln) ist der vordem beklagte Verlust jeglicher Dialogfähigkeit, die natürlich immer auch mit einer Infragestellung des eigenen Denkens einhergeht- bzw. diese voraussetzt. Danisch beschreibt die linksfokussierte Selbstgerechtigkeit hier ausführlicher. Und ich kann meinerseits nicht anders als mit einem bonmots Klonovskys zu randalieren: „Ich würde mich ja gerne mit euch geistig duellieren, aber ich sehe ihr kommt unbewaffnet.“

    *ht tp://www.freiewelt.net/nachricht/sexualpaedagogische-arbeitsblaetter-der-katholischen-kirche-geraten-zum-gender-manifest-10072640/

    ** man lese v.a. die „Dialoge der Zukunft 2015/50“ in den letzten Abschnitten
    ht tp://www.freiewelt.net/nachricht/sexualpaedagogische-arbeitsblaetter-der-katholischen-kirche-geraten-zum-gender-manifest-10072640/

    • Hipster, löffelnd
      Der Einheitsbrei ist ein starkes Symbol der amorphen Beliebigkeit, die in den zeitgeistigen Tiefebenen, in religiöser, kultureller und politischer Hinsicht platzgreift.
      Glücklicherweise nicht in diesem Blog mit all seinen Kommentaren.

    • Die beste Gleichmachung ist doe, die Leute selbst wollen.

  85. Wieder sehr scharfsinnig beobachtet.
    Ich erinnere mich, wie mein Freund und ich in Berlin Mitte in einem dieser angesagten Frühstücksrestaurants ein paar wirklich gute Omeletts aßen und uns umsahen. Der Laden war bestückt mit unterschiedlichsten zusammengewürfelten Möbelstücken. Auf denen saßen und an denen aßen diese Hipster-Familien in Second-Hand und selbstgestrickten Klamotten und führten sich ganz weltoffen auf.

    Wir kennen Berlin und seine ethnische Vielfalt zur Genüge – nur saßen dort ausschließlich eindeutige Westeuropäer. Die Karte war gefüllt von einheimischen Speisen, zubereitet aus Lebensmitteln, die bei lokalen Bio-Bauern eingekauft wurden. Und plötzlich wurde uns klar, dass hier der weltoffene Hipster vom identitären Reichsbürger nicht mehr zu unterscheiden ist. Auch ich habe gerade deshalb das ultrakonservative Nest schätzen gelernt, in dem ich hier lebe. Ich bin 25km entfernt aufgewachsen und hatte ähnlich viel Mühe mit der Integration in die lokale Bevölkerung wie die Zugezogenen aus Syrien oder Afghanistan. Wenn man sich aber einmal reingefunden hat, gehört man ohne weitere Vorbehalte dazu.

    • Ich habe auch Probleme, Unterschiede zwischen den bornierten Ecken dieser Erde zu erkennen, und die ideologisch gefestigten Berliner gehören sicher auch dazu. Beim Thema Gesundheit und Biuo treffen sie sich m.E. doch recht gut mit Leuten, von denen sie sonst nichts wissen wollen. Und letztlich hängen sie dann auch wieder unter ihresgleichen ab.

  86. Junge und Etablierte
    Die Kuchengabeln sind ja extrem schön.

    Was ich zu dem Moden sagen möchte, ist, dass die jungen Leute immer wieder etwas Neues machen und essen, so lange, bis es , genug gehyped, teurer wird, dann erfinden sie etwas Anderes. Das ist so wie mit Sternschanze, Hamburg. Dort lebten die Jungen, Künstler und die Türken, und alle kauften bei Türken ein. Das war ein vitales Viertel.

    Dann sagt der Makler zum fetteren Kunden: „Hier ist was los. Das ist erstmal im Kommen. Geld verlieren Sie hier nicht.“ Eines Tages wohnen die Kunden vom Makler allein dort unter Ähnlichen. Die Weggentrifizierten haben sich was Neues gesucht.

    Leider etabliert sich durch das seelenlose Nachmachen und die Art, sich hineinzukaufen in Milieus und dabei die Milieus zu verdrängen, dann eine gewisse Verachtung. Wenn es dann cool wird, aus dem Trog zu essen, wird die Verachtung schnell zu Hohn werden.

    • Das ist ein generelles Problem: Leute, die nicht alt werden können und weiter jugendlich bleiben müssen, und dann den Trends nachlaufen.

  87. Saubere Hände manchmal besser als Spülmaschinenbesteck
    Das Essen mit den Händen gehört zu einer Kultur. Hierzu eine kleine Geschichte:

    Im Studium hatte ich Freunde aus aller Welt, unter ihnen einen Inder. Dieser versuchte, mir das Essen mit Stäbchen beizubringen. Bei diesem Versuch erwies ich mich als ähnlich lernresistent wie mancher Schüler in Mathematik. Eines Tages stöhnte ich: „Warum nicht mit den Händen?“ „Mit den Händen?“ juchzte der welterfahrene Inder aus gutem Hause, der fast jedes Restaurant kannte und schlug einen Vietnamesen vor.

    Dort war alles fein hergerichtet – es war ein guter Vietnamese – mit vielen Schüsselchen mit Zitronenwasser auf dem Tisch zum Reinigen der Hände. Und so aßen wir alles mit den Händen, langsam und zivilisiert. Es hat Spaß gemacht.

    Nun essen wir hierzulande auch mit den Händen, zuweilen, nämlich Crustaceen und Geflügel, die Beine zumindest dürfen so verzehrt werden. Was ich dabei nie kennenlernte – heute gibt es das – waren die Wasserschälchen. Die kannte ich zuerst vom Vietnamesen. Das bedeutet, dass wir auch eine gewisse Ungehobeltheit in unseren Tischsitten hatten, vielleicht aus dem Mittelalter mitgebracht. Noch auffallender ist das in einfacheren Häusern in Frankreich, wo man das Tischtuch nach dem Essen eigentlich wegwerfen könnte.

    Das Essen mit den Händen hat also, solitär betrachtet, noch keinen Aussagewert über Kultur oder Unkultur.
    Wobei ich ein Besteck vorziehe, ehrlich gesagt.

    Es wird noch ein langer Weg für Deutschland, von Eintopf, wozu die grenzenlos naive Vorstellung von Multi-Kulti (das Wort allein!) gehört, wegzukommen und alle Kulturen außer fundamentalistischen Strömungen so nebeneinander zu akzeptieren, wie das in den Weltstädten New York City, Los Angeles, London, Paris, Singapur, Hongkong und Sidney der Fall ist.

    Hierzu gehört natürlich zuvorderst, seine eigene Kultur zu achten und daraus die Achtung der anderen Kulturen zu entwickeln. Davon sind wir noch Lichtjahre entfernt, auch, weil nicht jeder einen Rahman hat, der mit ihm in ein besseres vitnamesisches Restaurant stiefelt, um zivilisiert mit den Händen zu essen, aber vor allem, weil jahrelang die eigene Kultur auf die Jahre der industriellen Vernichtung verengt wurden, vor allem von Grünen.

  88. Ein unschönes Bild
    Die Teile fügen sich zu einem unschönen Ganzen zusammen. Barbie trägt jetzt Hijab, weil Minirock und Hot Pants „angestaubt“ sind. An amerikanischen Unis trennen sich schwarze Studenten von Weißen, und halten das für progressiv. Religionen darf man nicht kritisieren, weil das Gefühle verletzen könnte.

    Und dann diese Bowls. Ich musste das ehrlich gesagt erstmal googlen, an mir geht so vieles vorbei (was ich ehrlich gesagt eher als Segen denn als Versäumnis empfinde). Die Suchmaschine spuckte mir dann auch gleich ein Ergebnis aus: „Bianca ist ein großer Fan vom aktuellen Bowl-Trend“. Bravo Bianca, bravo TZ. Endlich ein Artikel, wo dem sein sprachliches Niveau zum Sujet passen tut.

  89. Den Löffel abgeben!
    Der Spruch kommt vom gemeinsamen löffeln aus der Pampe in der Tischmitte. Also dann wenn’s halt aus ist mit löffeln. [auch noch zu Pukke-Artikel korrelierend!]

    • Wirklich? Davon kommt der Spruch?
      Seltsam. Wie so dann „abgeben“? An wen? Wenn doch jeder seinen hat.
      .
      In weiten Teilen des kulturlosen Landes (SPD-Slang für das frühere Deutschland) gab die alte Bäuerin den Löffel ab, an die Jungbäuerin, die mit dem Löffel neue Herrin wurde.
      .
      Mag in einigen Regionen des Landes…äh…des miesen Stückes Scheiße anders gewesen sein. Der Spruch vom abgegebenen Löffel ist dennoch nicht aus der Welt der armen Leute, sondern aus der Welt der freien (und nicht eben armen) Bauern auf eigenem Hof.

  90. @Ernst Wilhelm, Hausschwein,Jagdgepflogenheiten
    Ich bitte den Text des Don zu Ernst Wilhelm genau zu lesen, womöglich wird es Hausschwein dann klar um was es geht. Beste Grüsse

  91. Goldrand und Schülmaschine ist doch nicht das Problem
    Der Goldrand rockt die Mikrowelle.

    Das eigentliche Problem ist doch, dass der wahre Luxus immer teurer wird. Früher, als der Camping-Urlaub für die Mehrheit der Bevölkerung noch die ganz große Sache war, fuhr man zu der Hütte nach Südtirol und hatte beim Wandern in schöner Natur seine Ruhe. Für die ganz große Kunst fuhr man nach Brüssel oder Paris und konnte in Ruhe die alten Meister anschauen. Heute unterscheiden sich die ehemals ruhigen Orte kaum vom Trubel der Großstadt mit einer entsprechenden Lärmbelästung und entsprechenden Staus bei den Sehenwürdigkeiten. Selbst wenn man direkt nach der Eröffnung in den Louvre stürmt, muss aufpassen, dass man aufpassen, nicht von irgendwelchen Chinesen den Selfie-Stick in Gesicht gerammt zu bekommen. Statt Ruhe und innere Einkehr, das Gefühl im Kaufhaus beim Schlussverkauf gelandet zu sein.

    Wo gibt es noch den echten Luxus, jenseits der eigenen Latifundien und der kleinen Wohlstandsinseln, bei denen die horrenden Preise für den Eintritt, die Masettos und Zerlinas wenigstens vor der Tür halten?

  92. Bilder, Don Alphonso,
    sind mal wieder sehr schön heute.

    Nicht ganz überzeugt hat mich Ihres mit der besagten Schüssel und dem darin befindlichen Besteck. Das sah überhaupt nicht fein aus, und noch weniger vegetarisch. Eher nach Abstechen und Häuten und dann gleich ins Rohe beissen … .

    Wunderbar, und voller Neid hingegen blickte ich auf die Silbergäbelchen im zweiten Bild. fallen die bei Ihnen unter die Kategorie ‚Kuchengabeln‘?
    Wofür ist das kleine Schäufelchen links und das mit der grösseren Verzierung oben am Bildrand gedacht?

  93. Heute mal wieder etwas Weltliteratur...
    FJ45 sagt:
    15. November 2017 um 09:40 Uhr

    Nur mal so…. hätte, hätte… Schneekette…
    … ich in Konstanz oder Überlingen gewohnt, dann hätte ich auch mit dem Sepperle ( so nannten die Bodeneeaner ihre Fähre ( richiger Name, Seeperle) Geld in die Schweiz gebracht und zwar schon als Bub , nach dem ersten Schlachtefest meines Sparschweinchens… bin

    …. eine sehr frühe piggy bank ist im National Museum of Indonesia zu bewundern.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Piggy_bank
    … nun zur Literatur.
    Zitiere mal kurz:
    “ That´s the trouble with you young scalawags of today …
    you expect to start in an the top instead of working up from the bottom like I did !“
    Scrooge mc duck .

  94. Tiger,
    lesen kann ich das schon halbwegs, aber was Sie beschreiben, ist genau richtig. Der ohnehin meiste sehr hilfsbereite Niederländer kann meistens Deutsch oder Englisch oder beides. Das demotiviert.

    Ich will nochmal eine Sprache angehen und tendiere an sich zu Russisch, dann spaziert hier eine ganze prächtige Bibliothek mit der Zeit rein, Tolstoj vorneweg. Aber dann überlegte ich, mit was Leichterem zu starten und mit einer Sprache eines Landes, in das ich öfter komme.

    • Demotiviert - oder erbost
      Vor einigen Jahren mit einer niederländischen (‚Bio’/Kartoffel(?)) Freundin am Bahnhof von s‘-Gravenhage gestanden, die eine Fahrkarte kaufen wollte. Der Bedienstete wollte sich einfach nicht bequemen, Niederländisch mit ihr zu sprechen. Bis sie ungehalten wurde, als Niederländerin hätte sie ein Recht auf Bedienung auf Niederländisch.
      Es stellt sich dann heraus, dass der Bedienstete genau so eine niederländische Grundlage hatte; bloss – wie er sagte – mehr mit Ausländern zu tun habe und deshalb automatisch versuchte entgegen zukommen.

      Letzte Woche, am Schalter in Venlo, meinen neuen Reisepass zu beantragen. Mittendrin: „Ah, Sie wohnen in Deutschland. Wir können auch auf Deutsch sprechen.“ Habe ich dankend abgelehnt. Manchmal finde ich diese Art des Entgegenkommens auch übertrieben.

    • Nederduits
      Oberländer, bei mir ist’s schon Jahrzehnte her.

      Ist nicht schwerer als Schweizer Dialekte (für Bajuwaren).
      Konnte nach 2 Wochen ein bissl was aufschnappen, nach ein bis zwei Monaten, sollte das meiste gehen.

      Das schwierigste ist vielleicht eine Lehrerin zu finden.
      Bei mir wars eine Urlauberin am Bauernhof mit behinderter Tochter.
      (Und in Friesland merkt man, dass Friesisch schwer und Holländisch leicht ist…)

      Fangen Sie mit den Bauern bei Wilhelm Busch an und gehen Sie über zu YouTube. Ein paar Witzbücher, Zeitungen und es sollte passen.

      Mit Russisch gibts da nix zu vergleichen, finde ich…

  95. Ein düsterer Blick in die Zukunft im Lichte von Anspruch und Wirklichkeit
    Doch wer weit genug zurück in die Zukunft blickt, wird feststellen, daß sich seit Homo sapiens und Paleo-Ernährung nicht viel verändert hat. Es herrscht quasi ewiger Stillstand und Hoffnungen auf Veränderung und Weiterentwicklung sind blanke Utopie.

  96. Das große Fressen
    Wieder ein sehr schöner Text! Mich stört auch die totale Abwertung des Weizens in den vom Don beschriebenen Kreisen. Jahrtausendelang haben unsere Vorfahren versucht, aus irgendwelchen wenig ertragreichen, schlecht zu verbackenden Gräsern ein vernünftiges Getreide zu züchten, und jetzt, wo das geschafft ist, fangen wir wieder an, wie Vieh zu (fr)essen.

    Mir kann das genauso gestohlen bleiben wie Billigfleisch für 3,99/kg oder Wein für 5,-/Flasche. (Ich weiß, als Kanzlerkandidat wäre ich untragbar.) Ich esse echte Butter und große Steaks und trinke guten Rotwein dazu. Alles in Maßen, aber mit Genuss und ohne jedes Schuldbewusstsein. Wenn um uns herum auch der Wahnsinn regiert, ist das noch lange kein Grund, auf solche Genüsse zu verzichten.

    Im Übrigen dürften wir alle von Leuten abstammen, die an der Breischüssel den größten Löffel hatten und/oder am schnellsten schaufeln konnten.

    • Schulz
      Currywurst und Pommes gabs nur im Wahlkampf für die Prolls. Daheim in Brüssel wird Gänsestopfleber kredenzt.

  97. Vorbild
    Vielleicht ist das modisch-neandertaleske „Bowling“ auch eine Hommage an die geliebte staatsratsvorsitzende Pfaffentochter, von der schon Dr. Bimbes-Birne sagte, sie könne nicht einmal mit Messer und Gabel essen.

  98. Treue FAZ-Leserin sagt:
    Ihre geistreichen Beiträge, lieber Don Alphonso, halten mich noch bei meiner Zeitung. Ganz große Klasse! Weiter so!

  99. Nächste Stufe
    Natürlich sind Frauen zu bevorzugen, weil sie Frauen sind. Natürlich sind migrantische Frauen besonders zu bevorzugen, weil sie migrantische Frauen sind. Natürlich soll eine Frau einen Kunstpreis bekommen – und nicht ein Mann.
    .
    Aber: was nützt das alles, wenn genau diese Bevorzugung stolz benannt wird? Wenn die preisverleihende Einrichtung auch noch offen sagt, dass sie den Preis der (migrantischen) Frau gibt, weil sie (migrantische) Frau ist?
    .
    Darüber beschweren sich nun Preisträgerinnen. Wohlgemerkt: nach Annahme des Preises.
    .
    Die Botschaft: ja, bitte bevorzugt uns Frauen. Aber haltet gefälligst die Klappe und erzählt nicht noch herum, dass ihr das tut, weil wir Frauen sind.
    .
    Wir wollen Bevorzugung qua Gebärmutter, aber zugleich den öffentlichen Eindruck, dass das gar nicht so sei.
    .
    http://www.ze it.de/kultur/2017-11/preis-der-nationalgalerie-2017-kuenstlerinnen
    .
    Was aber bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn niemand mehr die Dinge so benennen darf, wie sie sind?

  100. Pony statt Kartoffelfrau benutzt - spinnt der?
    https://www.morgenpost.de/berlin/polizeibericht/article212502451/Junger-Mann-vergeht-sich-sexuell-an-Pony-im-Goerlitzer-Park.html?__pwh=jrJdrycIWboLLRtK8X3HBQ%3D%3D
    .
    Hätte der Syrer eine Joggerin benutzt, wäre alles ok gewesen. Aber – ein Pony!? Ein dreifaches „Allahu Akbar“ allen, die nun empört sind.
    .
    Und für die ganz guten oder sogar sehr guten Menschen unter den Islamgroupies: ja, ihr habt ja Recht, jeder Streichelzoo in Kaltland sollte Kamele vorhalten, für unsere lieben Geflüchteten.
    .
    Oder zumindest Ziegen.

    • Ich verstehe den Sarkasmus, aber die Formulierung ist schon etwas grenzwertig, liebe Ar äh lieber Rabe.

    • Irgendwo weit hinten am Horizont ...
      sah ich einige teddybär-entleerten Hände sich erheben, um anzuzeigen, dass zukünftig statt der Ponies die Eigentümer* dieser Hände zur Verfügung stehen würden, bei Bedarf … .

    • @Rabe und Don - Der mit dem Pony tanzt
      Wir bescheidenen Leser haben leider nicht die Begabung für die juristisch gerade noch hinnehmbaren Ironie-in-Höchstform-Formulierungen die Ihnen, Don, zu eigen ist oder des Klonovsky der in der Acta diurna vom 11.11.17 so beginnt:“Einen großen Integrationserfolg vermeldet die Berliner Presse. Ein 23jähriger Syrer hat im Görlitzer Park zärtliche Bande zu einem Pony geknüpft (…) „

    • Morgenpost
      Damit hätten die Kommentare dieses Blogs Morgenpost-Niveau erreicht wenn nicht gar übertroffen. Chapeau! Und wohin soll es jetzt noch gehen, lieber Herr Alfonso?

    • Gewgenfrage: Was würden Sie tun?

      Ich kann hier vielleicht jedem 10. Kommentar uneingeschränkt zustimmen. Und bei 5% habe ich echte Probleme. Ich kann entweder teilweise zensieren, ganz zensieren oder um Mässigung bitten. Und das bei 500 Kommentaren pro Beitrag. Ich stehe also fraglos unter einem gewissen Druck. Was würden Sie da tun?

      Ich persönlich glaube, dass ich hier den am wenigsten schlechten aller möglichen Wege gehe. Ich mache mir das nicht leicht. Manchmal rutscht was durch. Ich könnte hier auch ganz hart durchgreifen und Registrierungszwang machen. Aber glauben Sie, es würde Ihnen besonderen Spass machen, hier löschend einzugreifen?

    • "zärtliche Bande zu einem Pony"
      .
      Gilt hier auch die: Ehe für alle?

    • Night on earth
      In dem Jim-Jarmusch-Film gesteht der
      Taxifahrer (hinreißend:Roberto Benigni)
      dem augenverdrehenden Priester auf der Rückbank
      seine Zärtlichkeiten mit Kürbissen und Schafen …
      > Der Priester erleidet daraufhin einen Infarkt und stirbt.

      Wieviel Leser kollabierten wohl beim Lesen dieser Nachricht
      und vor allem: warum?

    • Werte Linde
      bitte heben Sie das ins Bodenlose sinkende Niveau dieses Kommentarbereichs durch eigene Beiträge wieder an, an deren sittlicher und moralischer Kraft sich der gemeine alte weisse Mann wieder aufrichten kann.

      Lassen Sie uns hier nicht verkommen. Bitte!

    • @nur mal so
      Diese Frage scheint mir geeignet, einen Spaltkeil in den Block der misanthropen Tierschützer zu treiben.

    • Kamele vorhalten!
      In einem früheren Leben hatte mein Arbeitgeber saudische Miteigentümer. Auf einer Tagung durfte ich von dor schon gelebt Habenden erfahren, dass es da böse Witze gibt, die der Don hier vielleicht nicht sehen möchte…

      Wie z.B. diesen:
      Saudi at US immigration.
      Name?
      Abdul Aziz.
      Sex?
      Twice a week.
      (unbeschreibliches Räuspern mit Augen- und Gesichtsverziehen.)
      I mean, male or female?
      Doesn’t matter, sometimes even camel!

    • Wenn Sie so fragen...
      Sie müssen ja schon heute einen Teil der von Ihren Lesern eigesandten Beiträge verwerfen, da Sie schlicht strafbar wären. Ein anderer Teil – da bin ich mir auch ohne genaue Einsicht in die Sachlage ganz sicher – verwerfen Sie aufgrund Ihrer natürlichen Dezenz.

      Nun müssen wir uns – wie Sie selbst schreiben – nicht über das Niveau der Beiträge in diesem speziellen Thread unterhalten. Die Frage, die Sie sich (und mir) stellen ist also für Sie keine qualitative schwarz/weiß Angelegenheit, sondern eine Frage der persönlichen Grenzziehung. Sie laufen ja Gefahr den schlechten Geschmack der sich in diesen Beiträgen ausdrückt selbst – im wahrsten Sinne des Wortes – „zugeschrieben“ zu bekommen, oder doch zumindest als jemand zu gelten, der zwar in seinem öffentlich ausgestellten Privatleben der Schönheit der Dinge Tribut zollt, aber an der Stätte seiner öffentlichen Wirkung noch nicht einmal die zivilisierte Form des Gedankens schützt.

      Was ich möchte, ist Ihnen einfach Mut zu der vermutlich sehr unangenehmen Aufgabe zu machen, Unrat fern zu halten. Das hat m.E. mehr mit Zivilisation zu tun als mit Zensur.

    • Pony-Girly und Kindergarten im Görli
      So lustig ist das garnicht. Die TAZ schreibt in einem Bericht über Parkläufer im Görlitzer Park, Titel: „Erfolgsstory mit Mängeln“, 16.11.2017, Zitat:

      „…Bis zu 200 Dealer gebe es im Park zurzeit, erzählt Demirci. An diesem Novembermittag sind es vielleicht 30. Aber wer weiß das schon genau? …Die Schwierigkeit sei, dass man sich mit den Dealern alle drei Monate aufs Neue auf einen Verhaltenskodex verständigen müsse, weil die Gruppen so oft wechselten. Beschwerden von Anwohnern über die Drogengeschäfte gebe es nach wie vor. „Aber viele Anwohner wollen auch, dass die Jungs hierbleiben.“….Wo er selbst steht? „Ich kann beide Seiten verstehen“, sagt Demirci. Die Dealer seien wirklich arme Leute. „Mir geht es auch um deren Würde. Sie stehen bei jedem Wetter im Park und werden diskriminiert.“ …Neulich habe ein Besucher auf dem Kinderbauernhof ein Pony missbraucht, ergänzt Solos Kollege Cheptim. „Wir sind sofort hin.“ Bis die Polizei gekommen sei, seien sie an dem Mann drangeblieben. Im Görlitzer Park gebe es nichts, was es nicht gebe“. Zitat Ende

      Das heisst: Neben 200 Drogendealern gibt es einen Kinderbauernhof und für die Dealer hat man alles Verständnis der Welt, für einen armen Perversen aber nicht. Da muss die Polizei kommen und das Pony schützen. Wen gehen schon die Kinder an?

  101. Vom Rechtsstaat und anderen Ungereimtheiten
    Mit dem Rechtsstaat ist es wie mit der Chancengleichheit, es kommt immer darauf an, was man daruter versteht. Wer den Rechtsstaat als eine Sammlung von Ge- und Verboten betrachtet, liegt immer richtig. Jede weitere Interpretation geht jedenfalls fehl, wie Gerechtigkeitsdebatten oder aktuell die Steuergestaltungsdebatten zeigen. Man könnte auch sagen, es regiert wie immer schon das Recht des Stärkeren, das Recht dessen, der das Recht setzt.

    Mit Sozialismus und Kapitalismus ist das auch so eine Sache, welcher Kapitalist will schon auf die Annehmlichkeiten des real existierenden Sozialismus verzichten? Was würde dann aus ihm und seinem Kapital?

    Mit „Deutschland geht es gut“ geht es dann weiter. Ist die Wirtschaft gemeint, so stimmt das wohl, betrachtet man aber mehr als 600.000 Wohnungslose und Millionen von Geringverdienern, Aufstockern, Arbeitslosen, Armutsrentnern, Menschen ohne Krankenversicherung, Kindern unter Hartz-IV, sieht das doch schon wieder ganz anders aus.

    Mit Menschen, die vom Abfall der anderen leben, brächte ein Gespräch über Ernährung auch sicher ganz neue Einblicke in die Lebensrealität der Kleiderkammern, Suppenküchen, Tafeln und Wärmebusse.

    Die Realität der maroden Bestandsnation aber wird ausgeblendet, verschwindet hinter geschönten Statistiken und politischen Phrasen. Ist doch toll, wenn der Rentner ein paar Euro mehr bekommt, mit denen er dann am Ende des Monats vielleicht noch ein paar Cent im Zwiebelledernen hat. Auch toll, daß die Bildung seit Jahrzehnten immer besser wird, jetzt sogar die Bildungseinrichtungen von ewig alten Trümmern befreit werden sollen. Die Verwahrlosten wird es freuen, neue Objekte ihres Bildungsdranges vorzufinden, um sie umgehend wieder der Trostlosigkeit zuzuführen. Und überhaupt, dieses ewige Gejammer und der blanke Neid, das kann einen auf Dauer schon zermürben.

    Doch wir leben ja in einem Rechtsstaat, in dem jeder sein Recht bekommt. So wie die Zehntausende, die nun gegen VW klagen, die Millionen, die gegen das Hartz-IV-Zwangssystem klagen, die Hunderttausende, die gegen den zwangsfinanzierten Propagandafunk und seine Inkassomentalität klagen, gut daß wir die Justiz haben, die uns zu unserem Recht in den politisch verordneten Grenzen verhilft. Daß manche dieses Recht nicht ganz zu Unrecht als Unrecht betrachten, das kann ja wohl nicht sein.

    Es ist schon richtig, daß die Befürworter der Leibeigenschaft selten etwas zu befürchten hatten und haben. Da werden Fehler bei der Steuergestaltung auch schnell mal mit kurzzeitigem Luxusknast abgegolten, schließlich sind wir ja alle Steuersünder, oder? Und warum die Steueroase im eigenen Land suchen, man könnte ja fündig werden. Da ist es doch besser, allzu vorwitzige Steuerprüfer in die Wüste zu schicken und aufmüpfigen Richtern ein EdK in die Akte zu schreiben. Wo kämen wir denn da hin, der Rechtsstaat würde in Verruf geraten.

    Doch stop! Mich dünkt, ich bin schon wieder in der Echokammer. Nur, ist es nun meine oder die der anderen? Sollte ich nicht besser auch so langsam auf Linke, Sozialismus und 68er schimpfen, ohne die der Kapitalismus vielleicht schon längst untergegangen wäre? Schützt der Rechtsstaat nicht gerade auch meine Interessen? In Zeiten von Fake News, Populismus und Hate Speech, ist es da nicht besser, sich an das Altbewährte zu halten? Bloß keine Experimente? Sie kennen mich doch?

    Besser, ich gehe in meine kleine (Echo-) Kammer und denke nochmal über Gott und die Welt nach, vermutlich habe ich doch etwas ganz Wesentliches übersehen.

    • Echolot
      „600.000 Wohnungslose und Millionen von Geringverdienern, Aufstockern, Arbeitslosen, Armutsrentnern, Menschen ohne Krankenversicherung, Kindern unter Hartz-IV, sieht das doch schon wieder ganz anders aus“

      Fügen Sie die über 300’00 Haushalte ohne Strom an, damit das Versagen offensichtlich wird. Nur, wessen Versagen?

      Möglicherweise nicht ganz einfach zu begreifen, aber es ist nicht der Kapitalismus, der diese Menschen ins Elend schickt.
      Schauen Sie sich Venezuela vor und nach der „sozialistischen Revolution“ an. Die Unterschiede sind eklatant und das Elend inzwischen gigantisch.
      Betrachten Sie, bei allen demokratischen Vorbehalten, den wachsenden Wohlstand Chinas und versuchen Sie ihn zu erklären.
      Ein Triumph des Sozialismus?
      Ein Ergebnis staatlicher Lenkung bis hinein in unternehmerische Entscheidungen?

      Menschen wie Sie vertreten beharrlich die nie hinterfragte Auffassung, zur Behebung von Missständen dem Staat immer mehr und immer neue Aufgaben zu übertragen. Aufgaben, an denen er regelmäßig und offenkundig scheitert, um hier nur mal den Wohnungsbau, die Rente, die Bildung oder die Energieversorgung zu erwähnen.

      Wie viele Staatsaufgaben und -stellen sollen es bei einer Staatsquote von bereits gut 50% denn noch werden?
      Wie viele Monate im Jahr sollen die Bürger, die in – abnehmender Zahl – wenigstens für ihren eigenen Unterhalt aufzukommen in der Lage sind, noch für den alles verschlingenden Moloch arbeiten?

      Was fänden Sie gerecht? 7, 8 oder 9 Monate?
      Und bei welcher Marke sähen Sie die Grenze zur staatlich verordneten Zwangsarbeit überschritten?

      Wie hoch soll die Erbschaftssteuer private und versteuerte Vermögen
      abgreifen?
      Nachdem der Staat sie 1x (!) konsumiert hat – was folgt dann?

      Betrachten Sie die Folgen zahlreicher staatlicher Eingriffe ins Wirtschaftsgeschehen und die Wirkung überhöhter Steuern und Abgaben einmal genauer.
      Vielleicht lasten Sie dann die fatalen Ergebnisse einer zunehmenden Planwirtschaft nicht länger dem Kapitalismus (den haben Sie in Reinform nie erlebt) und dem Markt an, bloß weil das bequem ist und weil Sie sich’s irgendwann angewöhnt haben.

      Wenn Sie das Elend beseitigen möchten, führt der Weg exakt in die andere Richtung. Einfach wieder mal die Worte „Freiheit“ und „Verantwortung“ buchstabieren und – in der Bildung – „Befähigung“ statt Billig-Abi. Anstelle diffuser „Kompetenzen“ und nutzloser Studiengänge im Namen einer höheren, angeblich sozialen Gerechtigkeit, die in Wahrheit das Gegenteil von dem hervorbringt, was sie zu schaffen vorgibt.

      Howgh!

    • „Schützt der Rechtsstaat nicht gerade auch meine Interessen?“
      „Schützt der Rechtsstaat nicht gerade auch meine Interessen?“
      Ach, lieber Herr Meier, nachdem ich gerade in einschlägigen Blogs gelesen habe, wie stark sich die Bundesverfassungsrichterin Susanne Baer für die Dritte Option engagiert hat und was uns künftig von ehrenwerter Strategischer Prozessführung droht (siehe dazu u.a. die Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V.), ist mein Glaube an den Rechtsstaat wieder etwas kleiner geworden.

    • @zuvielgesellschaft
      Der Trend geht eindeutig zum betreuten Leben. Das fängt in der Kita an und hört im Hospiz auf. Alles auf Antrag natürlich und dann wird jede H4-Wohnug bedarfsgerecht vermessen und es gibt Abzüge bei zuviel qm2 während andere sich im Immpbiliengewerbe bei Veräußerungen durch eine eigens dafür gegründete Firma die Taschen vollmachen. Die 40Mio in Leih-und Lohn Arbeit zahlen und zahlen und zahlen. Und wenn die Babyboomer in zehn Jahren Rente beantragen, sieht‘s ganz mau aus. Ich bin absolut für einen Generalstreik der Steuerzahler.

    • Menschen wie ich, Zuvielgesellschaft,
      lehnen alle „sozialen“ Leistungen, die über das Soziale Netz Bismarcks hinausgehen, als Lohnersatzleistungen ab. Denn, und da stimme ich Ihnen absolut zu, es ist nicht Aufgabe des Staates, das Leben der Bürger zu finanzieren, auch wenn diese das am Ende durch Steuern, Abgaben und Beiträge ja selbst leisten. Denn, es zerstört den Sinn und Wert der Arbeit. Daher schrieb ich sinngemäß, daß die Kapitalisten die Sozialisten lieben, denn so wird Arbeit immer billiger und letzlich wertloser, was die Gewinne der Kapitalisten steigert, die Gesellschaft insgesamt aber verarmen läßt.

      Daß die Politik die Parität bei der Krankenversicherung aufgekündigt hat, Rentenbeiträge zweckentfremdet hat und existenzielle Bereiche des Lebens privatisiert (hat), Paralleljustiz zum Schaden der Bürger zuläßt und sich selbt, wie durch das Europaparlament, mehr und mehr jeglicher Verantwortung entzieht, den Gewerkschaften die Zähne gezogen hat und die Bürger endgültig zu Untertanen degradiert hat, das sei am Rande noch bemerkt.

      Und was die Steuern betrifft, so ist es da doch nicht anders. Dem Arbeiter stehen keinerlei Steuergestaltungsmöglichkeiten offen, der wird beim Lohn direkt abkassiert. Unternehmen zahlen zum Teil nicht mal die Umsatzsteuer. Einkommensarten werden unterschiedlich besteuert. All das kommt letztlich den Kapitalisten zugute, noch gefördert von so genannten Sozialisten wie Schröder. Ja, die Kapitalisten wären ohne diesen Sozialismus deutlich schlechter gestellt. Seit Jahren bzw. Jahrzehnten schreibe ich, daß Steuergerechtigkeit nur dadurch zu erreichen ist, daß alle Einkommen prozentual in selber Höhe zu besteuern sein sollten, alle Möglichkeiten der Steuergestaltung abgeschafft gehören. Das würde die Belastung der Bürger ebenso verringern, wie das Ende der so genannten sozialen Leistungen. Doch solange der Kapitalismus die Politik bestimmt, solange der Kapitalismus vom so genannten Sozialismus profitiert, wird und kann sich nichts ändern, da der Kapitalismus die Politik beherrscht und bestimmt.

      Vermutlich haben Sie nicht richtig verstanden, was ich schrieb, vielleicht habe ich wieder zu sehr mit der Sprache gespielt.


    • Da sind wir durchaus einer Meinung, EGH. Der Abbau des Rechtsstaates steht in direktem Zusammenhang mit dem Abbau der Demokratie. Die Verweigerung plebiszitärer Elemente auf Bundesebene zeigt mehr als deutlich, daß das Demokratieverständnis unserer Politiker sehr begrenzt ist. Die herrschen lieber in Art einer Monarchie über ihre Untertanen, zwingen den Bürgern ihren Willen auf, statt, wie es in der Verfassung steht, an der Willensbildung des Volkes mitzuwirken. Denn das Volk hat definitiv keine Möglichkeiten, seinen Willen auf demokratische Art und Weise einzubringen und umzusetzen.

      Es handelt sich bei diesem Rechtsstaat zunehmend um eine politisch bestimmte Justiz. Die sowieso in diesem Bereich nicht wirklich vorhandene Gewaltenteilung versagt jämmerlich. Politische Ziele bestimmen das Recht nicht mehr zum Wohle des Volkes, sondern sind selbst bestimmt durch überwiegend wirtschaftliche Interessen.

      Und, das ist besonders fatal, der obrigkeitshörige Untertan schweigt und gehorcht. Es ist einfach nur noch frustrierend.

    • Auch dem Arbeitnehmer stehen Möglichkeiten zur Steuergestaltung offen...
      … auch da wurde getrickst, wird noch getrickst.
      Glauben Sie ernsthaft, dass die Markthändler auf dem Wochenmarkt, die
      Direktvermarkter auf den Biohöfen, die Handwerker alles durch die Kasse laufen lassen und Schäubele ex rüberschubseln. ?
      Glauben Sie doch selber nicht.
      Waren jetzt drei Beispiele, gibt noch mehr.
      Bierdeckelsteuer wurde ja, als sie mal im Gespräch war, gerade von links abgelehnt.
      Jeder gestaltet so gut er kann, liegt halt an dem Heißhunger der Regierenden…nach Geld…
      der „sozialen Gerechtigkeit wegen“ , Bonbons unters Volk zu werfen, dann wird man gewählt, nicht wenn man den Leuten die Wahrheit erzählen würde.
      Es ist gut, dass es weltweit noch Steuerwetbewerb gibt. Hätten die Regierenden noch mehr Einnahmen dann, ja dann könnte man noch mehr Bonbons… Schulden könnten noch mehr gemacht werden, man stünde ja auf der “ Habenseite“ noch besser da.
      Gibt wenige Staaten, die bisschen anders verfahren, sind aber alles liberalere Saaten, siehe Schweiz.


    • Ihre Beispiele, FJ45, betreffen aber keine Arbeitnehmer. Das sind alles Selbstständige bzw. Kleinunternehmer. Arbeitnehmer haben beispielsweise bei der Fahrkostenrückerstattung, auch so eine soziale Leistung zu Gunsten der Kapitalisten, geschummelt. Das aber ist wohl mittlerweile kaum noch möglich.

      Richtig ist, all diese kontraproduktiven sozialen Leistungen sind Wahlgeschenke und sollen die Wähler motivieren, ihr Kreuz entsprechend zu machen. Daß sich die Wähler keinen Gefallen damit tun, solche trojanischen Pferde in ihre Wahlentscheidung einfließen zu lassen, ist wohl den wenigsten bewußt.

      Wer eine ausreichende und angemessene Bezahlung seiner Arbeit will, wer von seiner Arbeit leben können will, der muß solche Lohnersatzleistungen rundweg ablehnen. Ansonsten bleibt es bei Hungerlöhnen, Selbstausbeutung und regelmäßigen Bittgängen zum Amt.

      Ja, es mag absonderlich klingen, aber Sozialisten sind die besten Freunde der Kapitalisten. Kein Raubtierkapitalismus ohne Sozialismus. Ob die Linken das noch jemals verstehen werden – ich fürchte eher nicht.

    • Bei meinen genannten Beispieeln hat auch der Arbeitnehmer---
      … einen Steuervorteil, denn wenn er die Leistung eines Handwerkers, der ihm z.B. die Bude schwarz, weißt, hat er doch einen Steuervorteil oder nicht?
      Selbiges beim Markthändler, Direktvermarkter dieser/ e haben
      ja dadurch, dass er/ sie es an Schäübele ex vorbeischubselt/en, mehr Gestaltungsspielraum, sprich er/sie kann/können am Preis nach unten drehen, sie sehen alles ganz einfach. ;)

    • @ Otto Meier & Bernaba
      „Menschen wie ich, Zuvielgesellschaft, lehnen alle „sozialen“ Leistungen, die über das Soziale Netz Bismarcks hinausgehen, als Lohnersatzleistungen ab“

      Bin beeindruckt, ehrlich. Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihren Standpunkt noch mal zu erläutern.
      Wenn sich jetzt noch jemand um den Abbau der seit Bismarck zugewachsenen Wohltaten kümmern würde.
      Auf die FDP ist (auch) in der Hinsicht nicht zu zählen. Die meldet sich in Richtung Jamaika ab und schafft es noch nicht einmal das Netzdurchsetzungsgesetz vom Tisch zu kriegen. Verfügt irgend jemand über ein überzeugendes Argument, wozu man die eigentlich hätte wählen sollen bzw. weshalb die überhaupt jemand gewählt hat?

      „Steuergerechtigkeit, Demokratie, Rechtsstaat, politisch bestimmte Justiz, beschädigte Gewaltenteilung“
      Ganz Ihrer Meinung!

      „Ich bin absolut für einen Generalstreik der Steuerzahler“
      Einverstanden, aber wie wollen Sie den organisieren, wenn die Löhne besteuert werden, bevor die Streikwilligen sie in die Hände kriegen?
      Die Entwaffnung der Bürger hinterließ keinerlei Lücken …


    • Na ja, Steuergestaltung ist halt legal und hat nichts mit Schwarzarbeit etc. zu tun, FJ45. Es paßt also nicht so richtig zu dem, was ich bemängele.


    • Ein Wort noch zu EGH. Die Suche nach der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. hat ein ganzes Netzwerk offenbart, in dem immer wieder die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. auffällt. Da scheint sich eine unter anderem von Anke Domscheit-Berg angeregte Zusammenarbeit zwischen NGOs und politischen Oppositionsparteien anzudeuten. Mal sehen, ob sich das für die Zukunft positiver entwickelt als bei anderen Gemeinschaftsprojekten. Das könnte, angesichts der finanziellen Unabhängigkeit der Organisationen, durchaus etwas werden.


    • Es ist kaum damit zu rechnen, Zuvielgesellschaft, daß die „sozialen“ Wohltaten wieder abgeschafft werden. Im Gegenteil, es werden immer weitere dazukommen und den Sozialstaat ad absurdum führen und zerstören. Dann allerdings, mit einem Neuanfang, könnte sich vielleicht die Vernunft durchsetzen.

      Zu Zeiten, als die Bürger noch um ihre Einkommen kämpfen mußten, als Gewerkschaften noch die Interessen ihrer Mitglieder vertraten und vertreten durften, war die Bewertung der Arbeit noch eine ganz andere. Da mußte ein Einkommen noch eine Familie ernähren. Da konnten Unternehmen keine Millionen für Manager und Aktionäre ausschütten, da gab es noch keine derart entfesselten Finanzmärkte wie heute. Heute, da Finanz- und Realwirtschaft kaum noch etwas gemein haben, da Menschen für billige Elektronik, wie beim iPhone, absurde Preise zahlen, da andereseits Armut zum Normalfall zu werden droht, da gerade durch das BVerfG ein weiteres sinnloses, politisch motiviertes Urteil zum Grundrecht der Wohnung ergangen ist, da paßt einfach nichts mehr wirklich zusammen – oder eben doch.

      Ich kann mich immer nur wiederholen – es ist nur noch frustrierend, egal wohin man blickt. Und wenn ich mir den Jamaika-Krampf betrachte, warum muß ich da an Bananen und Bananenrepublik denken, dann würde ich als Bürger doch dringend für Neuwahlen votieren.

  102. Familiie ist der neue Gott der Grünen
    Verwunderlich, wo doch bisher Familie das Urböse für Grüne war. Sicher doch, das war das böse christliche Familienideal. Ok, jetzt geht es um Muslime. Da ist Familie en Grünen natürlich nicht bösi, sondern gutiguti.
    .
    Nehmen wir die Grünen beim Wort: „Familie ist da, wo Kinder sind.“ Familienzusammenführung muss also all den Männern, die nach Kaltland „geflohen“ sind, ermöglichen, zu ihren zurückgelassenen Kindern nach Nordafrika oder Nah- und Mittelost heimkzukehren.
    .
    Anders: ist Familie dort, wo Kinder sind, wird es im Sinne der Familienzusammenführung Zeit, die muslimischen Väter auf den Weg zu ihren Kindern zu bringen.
    .
    Und: ja, es gibt auch Eltern in der islamischen Welt, die genau darauf spekulieren und deshalb ihre Kinder vorausgeschickt haben. Mit dem ausgeworfenen Anker in Kaltland können sie sich dann qua „Familienzusammenführung“ entspannt zusammenführen lassen.
    .
    Aber das darf im Grunde gar nicht wahr sein, nicht einmal bei unseren „Ämtern“.
    .
    Würden Kartoffeln ihre Kinder allein und unbegleitet auf eine lange, extrem gefährliche Reise, schicken, sie Hunger, Tod und Missbrauch aussetzen, um für sich einen Vorteil zu ergattern, würde j e d e s Jugendamt solchen Eltern s o f o r t das Sorgerecht entziehen.
    .
    Deutschen Eltern.
    .
    Aber bei Muslimfamilien werden diese Eltern, die ihrem als „Anker“ vorausgesandten Kind massivsten Schaden zugefügt haben, auch noch herbeigeholt und dem Opfer wieder zugeführt. Mit der Begründung diese Eltern wäre gut für das Kind.
    .
    Das ist amtliche Mithilfe bei Kindesmissbrauch, teils bei Kindermord.

    • Die Kosequenz wäre eine andere ...
      … nämlich das Umgangsrecht von Vätern mit ihren Kindern im Falle einer Trennung der Eltern zu stärken.

    • Die Grünen und die Verführten
      Das sehe ich schon lange ebenso wie Sie. Aber glauben Sie mir den Grünen ist jedes Mittel recht um ihrem Ziel „Deutschland verrecke“ näher zu kommen. Was sagt das über die Parteien aus, die aus Machtgier mit den Grünen koalieren?

  103. Thierses satte Ohrfeige für die Parteifreundin
    https://www.cicero.de/kultur/%20AfD-Leitkultur-deutsche-Leitkultur-SPD-Wolfgang-Thierse
    .
    Da redet der Mann von Deutschland als Kulturnation. Wo er doch seit der Klärung durch seine Parteifreundin Ösophagus wissen dürfte, dass Deutschland keinerlei Kultur hat.
    .
    Der will einfach nur nachtreten. Kultur im Land der schon eine Weile hier lebenden! So ein Quatsch.
    .
    Damit endet auch die Presseschau des Raben, der sich nun in Urlaub verfügt. Sonne juhu!

    • Thierse hat vermutlich einfgach verstanden, dass man mit Deutscnenverachtung keine Wahlen gewinnt.

    • Thierse
      An ihren Taten sollt ihr sie messen.

    • @D.A.
      Thierse hat vermutlich einfgach verstanden, dass man mit Deutscnenverachtung keine Wahlen gewinnt.

      Sie meinen, der hat die BAYERISCHEN Befindlichkeiten angesprochen, also Ihnen zu Munde geschwätzt?

    • Wir werden uns noch alle wundern, wo die Wählerreise hingeht. Das „jetzt haben die ihr Potential ausgeschöpft“-Gerede kenne ich von der FPÖ, als die bei 10% war.

    • Thierse saß am Sonntag im Frankfurter Flughafen ...
      … wartete auf seinen Rückflug nach Berlin.
      Wer uns an Flughäfen alles schon über den Weg gelaufen ist..
      von Kurt Beck über Platzeck über Mario Adorf , Otto Sander , Jürgen Prochnow…
      Sander in der glecihen Maschine aus der Karibik zurück nach London.
      Und Prochnow , wie waren weiter auf dem Weg nach Mexiko, wartete am Lufthansa Einscheck auf seinen Flug nach Frankfurt.
      Hörte uns in deutsch unterhalten, schaute , ob wir ihn erkennen, bin da entspannt und lass die Leute in Ruhe. ;)

  104. Impertinenz vom Feinsten
    Heute im Papier-Mutterschiff Seite 4, 1/36 Seite

    Jesuiten für Familiennachzug

    Der Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes Frido Pflüger appelliert, den Nachzug zu ermöglichen….Die Zahlen seien relativ klein…..Es sei ein massives Integrationshindernis, sich als Flüchtling um die Familie sorgen zu müssen, anstatt hier zügig Deutsch zu lernen und Arbeit suchen zu können……

    h*ttp://www.jesuiten-fluechtlingsdienst.de/images/pdf/jrs_infobrief_02_2017_digital.pdf

    Oh Frodo, möge das Haar auf Deinen Zehen nie schütter werden. Wäre der Flüchtling bei seinen Angehörigen, müsste er sich nicht sorgen und wir uns auch nicht.

    Die wirklichen Tatarenmeldungen sind bei der FAZ immer im Kleingedruckten versteckt.

  105. Standardwitz der guten Medien
    https://www.ste rn.de/panorama/weltgeschehen/nachrichten-aus-deutschland–maedchen-in-bahn-belaestigt–keiner-hilft-7696484.html
    .
    Gutmedientextinhalt: Die Belästiger waren „Männer“ und die bösen Kartoffeln haben nicht geholfen.
    .
    Wahrheit: Die „Männer“ waren „Männer im Sinne der guten Medien“ (aka Muslime) und hätten wohl jeden einzelnen Erwachsenen, der es gewagt hätte, ohne eigenes Training, also Islamhintergrund, einzugreifen, „Messer“ gemacht.
    .
    So, das als wirklich letztes Allahu Akbar, allen eine gute Zeit! Der in den Süden fliegende Rabe.

  106. @gamskampler: Die Zahlen seien relativ klein…aber die Fertilität ist gewaltig!
    Einen Dieb zum Nachtwächter und einen Jesuiten
    zum Zeitungsschreiber bestellen, das ist einerlei.
    Carl Ludwig Börne (1786 – 1837), deutscher Journalist, eigentlich Juda Löb Baruch

  107. Verehrte Mitforisten, hallo liebe Dummköpfe!
    Lassen Sie mich die von Don beispielhaft angesprochene Misere an einem aktuellen Ereignis verallgemeinern: Googeln Sie „Fünf Mädchen im Zug belästigt – und kein Fahrgast hilft“ und wählen Sie den Artikel in der Welt. Ich stelle fest: (a) Der Vorgang ist ungeheuerlich, (b) die unterlassene Hilfeleistung der anderen Fahrgäste ebenfalls“, (c) „Die (Bremer!) Polizei sucht: „Dümmer geht’s nimmer“ (d) die auf den Artikel in der Welt folgende Befragung„“Sexismus allgemein“. Genau genommen eine muntere Abfolge von Ungeheuerlich- und Schwachsinnigkeiten. –
    Nun zu unserer Generation der Schalenlöffler. Ich verstehe nur mit Mühe, daß sie sich nicht empört. Die Presse-, also die geistige Zensur, hat sich schon so weit in die Gehirne gefressen, daß das Fressen aus dem Napf (mein Hund Phylax läßt grüßen) als hochkulturelles Verhalten betrachtet wird. Diesen Leuten kann man auch erfolgreich verkaufen, daß sie toll lebt, etwa die Inflation bei Null liegt, da man nur die Verbrauchspreisentwicklung mißt, nicht jedoch die Vermögenspreise. Verkniffene, resignierte Deppen mit Potential für Aggressivität.
    Was die Discounter betrifft, sollte man sich von Vorurteilen freimachen. Wenn man geschickt die günstigen, sauberen Artikel (niemals convenience food!) dort mit dem Einkauf beim Erzeuger (jedenfalls im bayerischen Oberland) kombiniert UND dann die guten Sachen noch selber zubereitet, entsteht die gesündeste und köstlichste Nahrung – die man mit den richtigen Gerätschaften wie Fischbesteck, Stoffservietten usw. – und kombiniert mit vorzüglichem Wein aus dem Süden genießen kann. Mmmm…hh!

    • Der geeignete Unwille,und die Regionalbahn ist ein Gewöhnungskämmerchen,
      ohne Speisewagen.
      So stelle ich mir die Zukunft vor. In Deutschland.
      Das einzig wehrhafte ein herumstreunender Kamarillaschutz, der den Blick auf die und von der Kamarilla,
      „Günstlingspartei in unmittelbarer Umgebung eines Herrschers,die auf diesen einen für den Staat verderblichen Einfluß ausübt (Der Große Duden, Band 5, 1966)“, ablenkt.
      Er streunt nicht, frisst aus dem Napf, Phylax, von den antiken Griechen lernen wir nichts mehr?

    • Kopf ab, zum Gebet
      Dafür trägt die neue Barbie-Puppe jetzt Hijab und Säbel. Nichts gegen Hijab, aber in Anbetracht der Hunderttausenden, die vor dem ISIS flüchten mussten, ist der Säbel eine Geschmacklosigkeit.
      Oder heisst der Hersteller „Matell“ jetzt „Isill“?

  108. Guter Schreibfehler
    Don Alphonso sagt:
    15. November 2017 um 14:28 Uhr

    Die beste Gleichmachung ist doe, die Leute selbst wollen.

    Ja. Viele Leute wollen John und Jane Doe, das ist so.

  109. Die Teller mit Weinblattdekor
    kommen mir sehr bekannt vor. So welche hatten wir auch, als ich noch jung war. Die waren von Neckermann. Vermutlich DDR-Import, mit absoluter Sicherheit aber nicht aus Meißen.

  110. am anderen Ende der Tafel
    Am anderen Ende, gegenüber von dem hier beschriebenen Potpourri sitzt ein „predator“ aka Homo sapiens:

    Another possibility is an increase in predators of young lobsters, he said.
    http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-4574060/Scientist-Baby-lobster-count-drops-US-coast-Canada.html

    Der „Predator“ isz offensichtlich. Das ist einerseits der, der das Tier nicht zurück ins Meer wirft, andererseits, der, der es verzehrt:
    http://food.ndtv.com/recipe-baby-lobster-in-white-sauce-100416

    Gleiches ist bekannt für seinen teuren Mitbewohner aus der wässerigen Unterwelt: Boah, der kann sogar online bestellt werden:
    http://www.lachs-direkt.de/baby-steinbutt.html

    https://en.wikipedia.org/wiki/Overfishing

    Jetzt muss ich ganz ehrlich sagen, dass die mit dem Porridge im Pott mir weniger das Problem zu sein scheinen.

  111. Die Puppe selbst find ich gut
    Amüsiere mich etwas über das Theater mit Fechter-Barbie.
    Wir wollten diese Puppen nie im Haus haben, mussten uns aber dem freien Willen beugen.

    Nun dienten diese „Puppen“ immer der Frühsexualisierung von Mädchen – das war zumindest die Idee, Der Rubel rollt doch besser, wenn Mädchen früher zu bestimmter Kleidung und Make-Up greifen. Allerdings mussten wir feststellen, dass jeder Hype vergeht, nach ca. zwei Jahren waren die Puppen uninteressant, während die echten Puppen blieben und nicht weggeworfen werden durften.

    Nun muss ich sagen, dass die Fechterbarbie durchaus attraktiv ist. Und eigentlich ein Fortschritt, denn lange Zeit durften Muslimas keinen Sport machen.

    Das Gebabbel drumherum, z.B. in der Huff-Post (verlinkt bei Kelly, Welt), das westliche Frauen degradiert, ist dagegen unterirdisch.

  112. Schüsseln auf den Tisch oder partielles Speien gegen Besserwessis
    Mit dem Angebot „Schüsseln auf den Tisch“ ließ sich – vor Jahren – im Leipziger Ratskeller gut essen.

    Der distinguierte Gast hatte dabei nichts zu befürchten, das der Tisch zum Trog wird (man achte auf die Pluralendung der Schüssel).

    Man ist, was man ißt (neumodisch: isst), da mag viel wahres dran sein, wenn es unausgewogen wäre.

    Man kann es mit der Distinktion aber auch übertreiben, wenn man dem Kult um die „Marke“ der Lebensmittel- und Schüsselhersteller heillos überzieht und den eigenen Status aus der Nahrungsaufnahme daraus ableitet.

    Die gebildeten Stände triefen gelegentlich vor Unbildung (in welcher Fremdsprache sie sich auch maskieren).
    Merkwürdig, sie genieren sich nicht einmal dabei. Nur Extrem-Radfahrer sind von dieser Verdammung ausgeschlossen.

    Hier ein Beispiel pro Aldi-Nord (die aktuelle Aldi-Transformation ist damit nicht gemeint oder gut geheißen).

    Meine Frau kam in Zeiten der Not (kurz nach dem Notaufnahmelager Gießen) bei einem Lebensmittelchemiker unter. Dessen größte Auszeichnung war, für Aldi kontrollieren zu dürfen, denn Aldi stellte die höchsten Anforderungen an seine Kontrolleure.

    Wer hätte das gedacht, herrschte doch damals noch viel flächendeckender als heute die Discounter-Fraßvermutung vor (man kaufte statt dessen, gegen jeden Waren-Test, lieber die überalterten, fauligen, teuren Hühnereier).

    Nebenbei.
    Inzwischen treffe ich mich mit Ihr kaum noch zum gelegentlichen, gemeinsamen Einkauf.
    Sie leistet sich das Fleisch vom „ausgesuchtesten“ Bauern. Auf die Biomarke gibt sie an sich wenig – falls z. B. die Kälber vor der Zeit von den Muttertieren wg der Milch getrennt werden, das sei weder Bio noch artgerecht.

    Da kann ich mir noch manche Scheibe der Konsequenz davon abschneiden.

  113. Um wieder die Kurve zum Thema zu bekommen... Weck, Worscht....
    FJ45 sagt:
    16. November 2017 um 08:01 Uhr

    Thierse saß am Sonntag im Frankfurter Flughafen …
    … wartete auf seinen Rückflug nach Berlin.
    Wer uns an Flughäfen alles schon über den Weg gelaufen ist..
    von Kurt Beck über Platzeck über Mario Adorf , Otto Sander , Jürgen Prochnow…
    Sander in der glecihen Maschine aus der Karibik zurück nach London.
    Und Prochnow , wie waren weiter auf dem Weg nach Mexiko, wartete am Lufthansa Einscheck in LA auf seinen Flug nach Frankfurt.
    Hörte uns in deutsch unterhalten, schaute , ob wir ihn erkennen, bin da entspannt und lass die Leute in Ruhe. ;)

    … Iris Berben mal bei unserem damaligen Metzger beraten , sie wollte
    eine bestimmte Wurstsorte dort kaufen… habe ich auch ganz entspannt getan, wie ich es auch bei Erna aus dem Nachbarhaus tun würde .)
    Wochen später wollten sie für ihre Serie im ZDF einen meiner J4 Rumpel. Cruiser haben ;)
    Die jap. Rothaut den J45 wollten anderer Filmleute auch für Filmaufnahmen haben…. nix da ,bin doch kein Autoverleiher… hi,hi


    • Und beim Imbiß um die Ecke hat sich Claudia Schiffer mal einen Döner geholt, herrjeh.

    • Och... ich hätte noch mehr...
      … ist ja nicht so wie bei Ihnen in der Mietskaserne… hi hi
      Dem neugewähletn Gouverneur von New Jersey hab ich auch vor einigen Tagen gratuliert per mail … hab `mit ihm ja auch schon einige Worte gewechselt. als er eine Zeit lang hie r“ stationiert“ war.)
      Anwort bekam ich auch aus Amiland . ;)

    • Und hätten Sie richtig gelesen...statt in die Tastatur zu hauen...
      … hätten Sie gemerkt, dass diese Leute mir genauso wichtig oder unwichtig sind, wie Erna aus dem Nebenhaus,denn dies ging aus dem Beitrag hervor.
      Sie wären mit Bleistift bewaffnet hin gegangen und hätten um ein Autogramm gebettelt..oder Autochen vermietet für Geld, gell :)


    • @FH45: Sie scheinen nicht zu verstehen. Ich bin Eigentümer in der Stadt, da geht man nicht hin Autogramme sammeln wie ein Provinzkiddie.

  114. Nicht zusammenzwingen, was nie zusammengehören wird
    „Ein Land, ein Rechtssystem, zwei Auslegungen, und vermutlich bald acht Fernbustickets von Traunstein nach Berlin, wenn die Betroffenen schlau sind: Dafür ist Traunstein auch ein reizendes Örtchen im Chiemgau und so sauber, wie Berlin dreckig ist.“ Sag ich schon lange: Unabhängige Länder statt künstlich zusammengezwungener Föderalismus-Wahnsinn! Die Mentalitäten sind einfach zu verschieden. Und man könnte sich zwei Bürokratieebenen sparen. Kleinere Länder kommen in vieler Hinsicht besser zurecht, s. Dänemark, Schweiz, Österreich. Und die Grenzen sollten sich dabei an den kulturellen Gegebenheiten orientieren.

    • Acht Fernbusse?
      Ich hab das immer noch nicht verstanden mit dem Fernbus.

    • nicht verstehen @Oberländer.
      Denn Sie sind ein Oberländer, ich bin in Berlin versuche, zu überleben und das hält der Don für vergebene Liebesmüh, da er in seinem Werbespot am längeren Hebel sitzt. Da können Berliner weiße Flaggen schwenken, bis dass sie schwarz werden, der Don ist eines keinesfalls: Russe! Deswegen hat er auch immer gesagt, man müsse uns an die Russen verschenken … auf der Grundlage hätten wir damals wirklich verhandeln sollen; tja. Wer sentimental ist und zu spät kommt!! Aber erst jetzt habe ich ich eine Serie gelesen, The strain, da heult sich eine Frau bei einem Russen, einem professionellen Schädlingsbekämpfer, aus – sie sei doch eigentlich ihrer lesbischen Freundin ergeben, wieso er dennoch gekommen und sie vor dem Tod durch einen Vampir errettet habe? Der Russe schaut und stutzt und konstatiert: Na, weil das doch noch kein hinreichender Grund ist, Dich einfach sterben zu lassen! – Ja, dafür brauchts halt einen Russen! Sie geht zurück zu ihrer Freundin, aber die flieht in Richtung Werbespot und sie bleibt und kämpft. Wie es ihr nämlich der Russe beigebracht hat! Bei allen anderen sterben die Frauen wie die Fliegen … beim Armenier schon lange, der Brite hatte erst kurz vor der Grube (die er durch Unsterblichkeitsstreben zu vermeiden trachtete) Spaß und der ist auch schon wieder vorbei und der Jude hat ständig Sex aber liebt niemanden als seinen völlig missratenen Sproß … Ach … del Torro hats schon drauf …

  115. Hipster...
    …unterliegen halt auch einem Wertewandel.

    Schauen Sie sich den Film „Stranger than Paradise“ an:
    „Hipster“ Willie -alias John Lurie-
    isst Fleisch, Gemüse, Kartoffeln mit Messer + Gabel.
    Nun, alles aus Plastik.
    Aber der darf das.
    John Lurie ist nämlich Mitglied des inoffiziellen
    Geheimclubs „Sons of Lee Marvin“ … *Seufz*

    ht tps://de.wikipedia.org/wiki/Sons_of_Lee_Marvin

  116. alle verrückt geworden
    In der Welt der westlichen Eliten ist der Verstand gekippt (Antisemitismus wird dann immer nebenbei auch ein Teilbestand):
    „Das Problem liegt zum Beispiel in einem Tweet aus dem Jahr 2011. Darin behauptete Linda Sarsour, dass Brigitte Gabriel – eine christliche Libanesin, die sich als Kind mit ihren Eltern in einem Bunker vor radikalen Muslimen verstecken musste, von Granatsplittern verwundet wurde und in Amerika zu einer wütenden Gegnerin des Islam wurde – nicht besser sei als Ayaan Hirsi Ali, die Islamkritikerin aus Somalia.“
    https://www.welt.de/vermischtes/article170639878/Frau-des-Jahres-Was-fuer-ein-Irrsinn.html

    Dann hat Stein noch ein herrliches Stück heute über die Versteigerung von Mono*Liso und sich selbst als verhinderten Thomas Crown.

    Mely Kiyak ist die Woche auch mal gut, wenn sie sich in der Zeit dagegen mit wehrt, dass Preise wegen Gender/Herkunft/Politik vergeben werden.

  117. Modekrankheiten
    Lieber Don Alphonso,

    ihr Kommentar vom 14.11. „aber grosso modo sind das Modekrankheiten, die von gewissen Strömungen gepusht werden.“ veranlasst mich diesmal doch, etwas zu schreiben. Klar gibt es genug Menschen, die nur vermuten oder sich einbilden, unter einer Intoleranz zu leiden. Aber die Zahlen der Betroffenen steigen und schön ist das nicht. Leider kann es jeden treffen, auch noch im Erwachsenenalter.
    Ich bin rein ins Krankenhaus mit einer fiesen Atemwegsinfektion und einem funktionierenden Magen-Darm-Trakt und kam raus oberflächlich geheilt, aber der Kakao morgens funktionierte nicht mehr. Eine Nebenwirkung des eingenommenen Antibiotikums, die häufiger vorkommt, als man denkt – sagt einem der Hausarzt hinterher und versucht einem Bakterienstämme zum Wiederaufbau der Darmflora schmackhaft zu machen. Auch die Erschlankung der ehemaligen Skirennläuferin Maria HöflRiesch rührt von einer Antibiotikabehandlung vor der Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen her. Auf die Schnelle hab ich nur einen Bericht gefunden, wo sie sich kurz dazu äußert: https://www.tz.de/sport/wintersport/hoefl-riesch-tz-interview-1505391.html
    Mittlerweile hat sich zur ersten Intoleranz noch eine weitere dazu gesellt (Test im Krankenhaus, nicht beim Heilpraktiker). Positiv ist daran nur, dass man ein schönes Stück Fleisch richtig zu schätzen lernt und dass man so nie Gefahr läuft wahrhaftig dick zu werden.


    • Hm, da sagen Sie was. Mit Antibiotika ist man nun das vor 50 Jahren noch weitverbreitete Magengeschwür losgeworden (das wohl von außer Rand und Band geratenen helicobacter pylorii kam, die man damit eher zufällig erwischte), aber womöglich erzeugt man damit nun auch diverse Lebensmittelintoleranzen, weil man die braven Verdauerli mitabmurkst.
      Daß mittlerweise Hausärzte Bakterienstämme zur Darmsanierung anbieten, ist mir neu, vor Jahren dachte ich noch, daß man sowas erforschen und ausarbeiten müßte (bin seit langen sehr für Bakterienerforschung). Anscheinend sind da welche nun dabei?
      Besser wär natürlich selektivere Antibiotika, die die braven Verdauerli nicht angreifen, nur diejenigen, die stören.

    • Ausbildung
      @Frau Schüßler

      Man muß bei diesen Immungeschichten, und dazu gehören Intoleranzen und Allergien, leider immer viel Glück mit der Wahl seines Hausarztes und dessen Offenheit für eine „gesamtheitliche Betrachtungsweise“ (wie ich diesen Begriff hasse) haben. In meinem Falle hatte ich bereits im Jahr 2000 das Glück, das meiner über eine Darmsanierung meine Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten in den Griff bekam. Er hatte damals allerdings auch schon eine Heilpraktikerin fest angestellt, die ich auch heute noch regelmäßig konsultiere.

      Ich sage mal, in diesen Kreisen, dazu gehören auch inzwischen viele Allgeimeinmediziner, ist die Untersuchung und Behandlung der Darmflora ein sehr wichtiger Bestandteil und häufig das erste Fundament vor der weiteren Behandlung. Die Krux ist leider, das selbst bei einer medizinischen Indikation, z.B. nach Antibiotikaeinnahme, die Kostenübernahme bei Kassenpatienten nicht gegeben ist. Oder irre ich da?

      Jedenfalles liegt in diesem Bereich bei der sxhulmedizinischen Ausbildung wohl immer noch viel im Argen, es scheint sich aber langsam durchzusetzen, daß der Darm und seine Bewohner mehr sind als nur ein Durchleitungsorgan. Mir ist da im Zweifel ein guter Heilpraktiker lieber als ein oberflächlich ausgebildeter Hausarzt, der mit Antibiotika oder Antihistaminika nur so um sich schmeißt. Ich weiß, dafür werde ich wahrscheinlich jetzt von dem Einen oder Anderen geteert und gefedert….

    • Medikament der Wahl
      Das ist in diesen Fällen eigentlich Perenterol. Ist noch nicht mal ein echtes Medikament, sondern lebende Hefebakterien in einer magensaftresistenten Kapsel, auf daß die unbeschadet die Magensäure überstehen.

    • Antibiotika
      Die (verpönten) Russen arbeiten seit Jahrzehnten
      erfolgreich mit > Bakteriophagen.

    • Titel eingeben
      Ich bin bis dahin nur mit der Serie von Symbiopharm in Kontakt gekommen, hängt da auch von dem Bedarf und der Reihenfolge ab.


    • @Laurentius: ja die Hochleistungs-Rezeptverteiler und -Geräteauslaster, die gibts auch. Kenne ich aber eher von Internisten. Es ist halt auch immer eine Frage der Zeit, bis sich was neues rumspricht – und von der Lebnsnotwendigkeit des Darmbioms ist noch nicht so lange die Rede, und wie man das am besten im Gleichgewicht hält, ist noch lange nicht erforscht.
      Immerhin nahm schon der Prof bei der Eingangskonsultation wegen meiner Parodontose vor 15 Jahren eine Bakterienprobe, und sagte mir auf den Kopf zu, daß ich schon als Kind oft Erkältungen gehabt hatte. Ich, verblüfft: ja, woher wissen Sie denn das? So ganz verstand ich seine knappen Äußerungen nicht, aber anscheinend gibt es da wohl geradezu einen Typus von u.a. Parodontose mit bestimmten Bakterien und eben Erkältungsneigung schon als Kind. (Aber von der Erkenntnis eines bestimmten Krankheitsbildes zu Therapie ist es ein langer Weg).

    • Schulmedizin
      Seit 20 Jahren baut man bei Patienten, die auf Intensivstationen sogenannte „Giftschrankantibiotika“ erhalten haben, also solche, gegen die die multiresistenten Keime der aktuellen Zeit noch keine Resistenzen aufgebaut haben, hinterher die völlig abrasierte Darmflora wieder auf.

      Das geheime Wundermittel: ALDI-Joghurt und zwar der Billigste vom Billigen. Ohne Farbstoffe und Geschmackszusätze. Nach ein paar Tagen ist die Darmflora wieder wie vorher.


    • @Thomas Marx: Und das reicht, einfach Naturjoghurt essen? Nicht auch noch ein bißchen Frischhefe? Und ein Kuß von jemand mit gesundem Darm, zwecks guter Bazillenübertragung?

    • @colorcraze
      Machen Sie es wie die Intensivmediziner: Geben Sie der Natur eine Chance (die braucht nur einen kleine Anstupser, dann regelt sich der Rest von selbst)

  118. Ohne Mampf kein Kampf, trotz allem
    im Bewusstsein, dass Don meine kleinen Ausflüge ins Militärische nicht mag, möchte ich doch (zumindest der Altreservisten-Grenadiergruppe „Mittlerer Neckar“) ein kulinarisches Erlebnis aus Stetten am Kalten Popo nicht vorenthalten. Gefechtsschießen, so im Februar 1972 herum, Schneeregen, der MAN-Küchenkoffer im Hintergrund auf dem Bereitstellungsplatz. Anstelle des von mir bei solchen Gelegenheiten so geliebte Eintopf, glühend heiß am besten, denn in dem Alu-Kochgeschirr war der blitzschnell kalt, gab es Rührei mit Speck und Brot dazu. In den großen Napf gab es eine Literkelle Tee mit „Rum“. Nein, nein, nicht dass jemand glaubt beim Bund gäbe es Alkohol zum Schießen. Das war „Rumersatz“, eigentlich nur ein künstlicher Aromaträger, wie die Hausfrau das vom Backen kennt.
    .
    Den französischen Soldaten, die nebenan Gewehrgranaten schossen und mit denen wir gelegentlich herumbubelten (in ihrer Popote führten sie echten Wein mit) verdrehten die Augen oder imitierten ein Würgegeräuch als wir sie an unserem Menü schnüffeln ließen. Bei der Gelegenheit wurde aber auch die Zusammenkunft nach Dienstschluss in der franz. Unteroffiziersmesse abgesprochen.
    .
    Das „Rührei“ (Instantpulver) zeitigte dann in geschmeidiger Verbindung mit dem Rumgebräu die durchschlagende Performance eines Hightspeedgeschosses. Wir trugen alle die sogenannte „Filzlaus“ (Kampfanzug, graumeliert oder so), der nur mit körpernah getragenem Vollschutz, sprich lange Unterwäsche (olivgrün) bottom and top- und Hosenträgern zu tragen war. Spärliches entlaubtes Gebüsch war vorhanden, die Latrinen gar nur rar gesät. Der Teil-Entblösungsvorgang schwierig, zudem musste auf die baumeld herabhängenden Hosenträger ein besonderer Augenmerk gerichtet sein. Gesprächsstoff für nach Dienstschluss bei de Schangele (…pour eviter la merde sur les bretelles etc., etc. Gesprächsstoff genug)
    .
    Autre chose. Don hat meine Anspielung auf das seltsame Messer mit den Seitenauslegern an der Klinge nicht aufgegriffen bei dem ich vermutete, dass es eine Kampfmesser-Sonderanfertigung der Bersaglieri sei.
    .
    Zudem hatte ich einen Tag Schwierigkeiten mit dem scrollen von Dons Texten bzw. der Kommentarlatte. Das ging ein Stück weit, wurde immer langsamer, dann ein kleines Stück ruckend bis gar nichts mehr ging. Habe mal defragmentiert-nichts. Dann eine Meldung mit Handlungsanweisung. Jetzt flutschen Philo, Colarcraze, Oberländer und die Mosers und alle anderen wieder wie geschmiert.
    .
    Und bei Muttikutters ist die Karlkommentarfunktion immer noch bei „Null“. Da muss der Seibert aber mehrfach angerufen haben.
    (DdH)

  119. "unterschiedliche Handhabung des angeblichen Rechtsstaates"
    Für Kevin Spacey galt die Unschuldsvermutung nicht, für Tariq Ramadan hat sie aber zu gelten. Siehe „Wer ist hier im Krieg?“ im heutigen Mutterschiff.

    Anscheinend läuft der gesamte „Westen“ im auto-destruct-Modus.
    (Osteuropäische Länder evtl. ausgenommen)

  120. und immer wieder Leibeigenschaft
    Werter Don, es fällt mir schwer, Ihre häufig geäußerte Präferenz für Leibeigenschaft zu verstehen.

    Sie wollen Bauern sagen, wo`s lang gehen soll? Abgesehen davon, dass die in allen Regionen Dickschädel sind und auf eigenem Land sitzen, müssten Sie heutzutage über beträchtliche Fachkompetenz verfügen.

    Ich für meinen Teil hätte keine Lust, mich auch noch um die Befindlichkeit meiner Lohnabhängigen kümmern zu müssen. Wäre ja noch nerviger als Kinder oder Hund. Zugegeben, in einem alten Kolleggebäude wäre sicher genügend Raum, die ehemaligen Dienstmädchenzimmer zu einem Penthouse für die Lohnabhängigen umzubauen.

    An anderer Stelle hier hatte ich mal aus dem Preußischen Landrecht zitiert, wonach sich die Gutsherrschaft ihrer „Unterthanen“ in Notfällen anzunehmen hatte sowie Verkauf oder Abtretung gegen deren Willen nicht erlaubt war usw. Übrigens hat Gräfin Döhnhoff in ihren Büchern den Unterschied zwischen Gutsherrschaft und Grundherrschaft gut erklärt.

    Leibeigenschaft war doch eine ziemlich diffizile Wechselbeziehung in vergangenen ständischen Gesellschaften. Das Mädchen vom Land wurde im Dienst bei der Herrschaft allmählich zu einem Familienmitglied. Mir kommt da Prousts Françoise in Combray in den Sinn. In unserer heutigen Klassengesellschaft kann es keine Leibeigenschaft geben, sondern wir haben das Monopol auf Sklaverei auf Staat sowie Finanzindustrie und Mafia übertragen.

    Genießen Sie Ihre Unabhängigkeit von der Plebs. Schauen Sie aus geografischen und sozialen Höhenlagen doch einfach weiterhin genüsslich zu, wie sich das Volk in den norddeutschen Sumpfgebieten um die Plätze an den Eintopfbowls balgen muss.

    edSE

    • Wir haben sie ja schon, ich bin da einfach für Ehrlichkeit.

    • Leibeigenschaft und Moderation
      Das mit der Moderation bekommen Sie m. E. sehr gut hin, DA.

      Zum Thema (indirekter) „Leibeigenschaft“, die letztenendlich (ob so oder anders bezeichnet) das Ergebnis der aktuellen EU-Politik sein wird, habe ich einen interessanten Text mit einleuchtenden Erklärungen eines Ingenieurs (die können sowas wohl) gefunden:
      http://www.achgut.com/artikel/die_linke_schanzt_den_euro_eliten_macht_und_vemoegen_zu

      Wenn Herr Macron (bzw. dessen Auftraggeber) sich durchsetzt (durchsetzen), werden wir wohl zukünftig alle froh sein, überhaupt noch irgendeinen Brei zum Auslöffeln zu haben (ganz zu schweigen von der verordneten „Suppe“).

  121. Kein OT: Bowl-Szene
    Das oben genannte „Leonardo da Vinci“-Werk halte ich gefühlsmäßig für eine Kopie des Stils des großen Meisters, dessen Jesus mir etwas mehr zurückhaltenden Charme im Sinne von Würde und Demut zu haben scheint:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Abendmahl_(Leonardo_da_Vinci)#/media/File:%C3%9Altima_Cena_-_Da_Vinci_5.jpg

    Doch, doch, ich weiß, das ist nur eine intuitive Meinung eines kunstverliebten Laien. Ich weiß, ich weiß, man macht da Farbanalysen, da haben sich Generationen von Kunstgeschichtlern mit befasst, ich weiß, die Meinung ist unpopulär.
    Aber sie bietet Gelegenheit, festzustellen, dass der Bowl, nicht zu verwechseln mit dem bowel, heilig ist. Lauter Bowls auf Leonardos Tafel, aber auch ein flache Platte.

    Die Heiligkeit aß aus dem Bowl, und irgendwer unter diesen Bowlfoodfans könnte ein Jesus sein. Das müssen wir alle bedenken. Jesus hatte kein Silberbesteck. Ein Messer zum Zerlegen von Eichelhäher vom Opa hatte er vielleicht (oder einer seiner Jünger), aber das ist nicht abgebildet.

    Nun hat mich dieser Mono Liso immer schon dazu veranlasst, darüber nachzudenken, ob Mona Lisa, die im Louvre, auch nicht von Leonardo ist. Ich bitte alle Kunstgeschichtler um Verzeihung für diesen unverfrorenen Verdacht, aber guckt doch mal hin, Leute: Guckt doch mal alle anderen Gestalten des Meisters an, die Farben, die Körperhaltung, die Gesichter. Bitte. Die Verkündigung, die Stallszene, alles. Die einzigen Werke, die nicht eindeutig von großer Schönheit sind, sind der Mono Liso und seine Frau in Paris.

    Sorry Don, es war nur wegen der Schüsselchen.

    • Eichelhäher vom Opa
      Schön, dass der nicht vergessen wurde. Seither hoffe ich auf weitere Rezepte für die Wildküche, z.B. zur waidgerechten Verwertung von Waschbären.

    • Also, wenn ich an des Dons Geschichte mit dem Eichelhäher und dem Mixer denke, ...
      … wird mir heute noch spontan übel. Was musste ich da beim Lesen an mich halten, um nicht den Büroboden zu düngern…

    • Tut mir leid.


    • Oh je, Waschbären… ich glaub zu mehr als Mützen taugen die nicht.

    • Natürlich sind auch Waschbären prima verwertbar
      books.google.li/books?id=5bNXAQAAQBAJ&pg=PA11&lpg=PA11&dq=%22raccoon+steak%22&source=bl

      ( v.gd/y62CuW )

    • Zur Zubereitung von Waschbären
      Hoffentlich löst das hier nicht die gleichen Reaktionen aus wie die Anregung zur Zubereitung von Katzen – denen ich seither nur noch ein ganz dezentes, von keinerlei Hintergedanken begleitetes … äääh… Wagyu-Streicheln angedeihen lasse, Ehrenwort.

      Zurück zum Waschbär (der wird ja nicht frischer inzwischen) …

      1.
      Man schütte eine Flasche guten Bordeaux in den Koch.

      2.
      Auf jeden Fall ausnehmen und häuten, nicht wie man’s früher mit den Fasanen machte und sie im Schuppen aufgehängt reifen ließ, bis sie von selber vom Schnürl fielen, begleitet von reichlich haut goût, den eben die Kenner für unverzichtbar hielten.
      Auch nicht in Ton einbacken, um die Enthaarung zu bewerkstelligen.
      So wird nie nix aus Fraukes Mütze.

      Weiter im Rezept … jedes (jedes!) Fitzelchen Fett säuberlich entfernen, zum Skandal-Kochbuch „Angelfische aus Südböhmen und dem Mühlviertel – einfach zubereitet“ greifen. Es enthält ein für die Zubereitung von Waschbären durchaus dienliches Fischotter-Rezept.

      Bei Ungenießbarkeit evtl. Mixer einsetzen und nach Gusto ergänzen, abschmecken.

      3.
      Essen gehen (taten wir mal nach dem versuchten Genuss eines Schwans, der sich trotz der hingebungsvollen Bemühungen einer venezianischen Spitzenköchin als absolut nicht zum Verzehr geeignet erwiesen hatte)

      4.
      Hier unbedingt über den Kocherfolg berichten!

    • Danke für die Tipps!
      Das „Mountain man cookbook“ werde ich mir trotz des nicht gender-gerechten Titels zulegen. Ein ganzes Kapitel mit Racoon Recipes, wunderbar!

  122. Krakelee
    Man bezeichnet so das maschenartige Netz von kleinen
    Rissen oder Sprüngen. Es entsteht auf Bildern von allein,
    aber es wird auch gewollt > als Glasur angewendet.

    Meine Eltern hatten ein ganz schlichtes, asiatisch
    wirkendes Teeservice nach diesem Beispiel:
    ht tps://i.ebayimg.com/images/g/x24AAOSwNSxVRotc/s-l300.jpg

    Mir kam als kleines Kind dieses Muster so interessant vor.
    Eigentlich logisch, denn ich war ein Mädchen,
    dass bei Tisch den Mund zu halten hatte.


    • Cracelee-Glasur war mal schwerst Mode so um 1970, eher ein wenig früher. Vasen, Schalen, Blumentöpfe. Es gibt ja immer so ein Leitfossil einer Dekomode. Krakelee-Schalen sind ein solches.

    • Auch was in Berlin derzeit von manchem Balkon krakeelt wird...
      könnte man (und Frau) als maschenartiges Netz von kleinen
      Rissen oder Sprüngen bezeichnen. Ob das allerdings so gewollt ist (als Überpinselung von irgendwas) oder von ganz allein entsteht weiss ich wiedermal nicht. Vielleicht sind die Risse dort auch nur erste Anzeichen von einem grösseren Sprung in der Schüssel.

  123. Was schreibt die FAZ denn sonst dazu
    Sind die Reichen asozial? http://www.faz.net/-ib3-93thb
    Die Deutschen leben gut http://www.faz.net/-gqe-93smy
    Europa ist wieder ein bisschen gerechter http://www.faz.net/-gqe-93tkr
    Programm für die Fetten und Armen http://www.faz.net/-gsb-93szd
    Eben war sie noch grün – jetzt hat sie es faustdick hinter den Ohren http://www.faz.net/-gsb-93rkn
    Land der wirtschaftlichen Wunder http://www.faz.net/-gqe-93rno

    Ist doch alles Kino, oder? Wer will da noch von Realität sprechen?

    Und am Rande gibt es dann noch etwas VW. Für Investitionen von 10 Milliarden Euro in China ist noch genug Geld da, für betrogene Dieselkäufer in Deutschland nicht. Leute, kauft VW oder eine der zum Konzern gehörenden Marken, die Chinesen und VW-Aktionäre brauchen uns. http://www.faz.net/-gqi-93tjn

    Und es soll niemand sagen, er habe es nicht gewusst. Das mit den steigenden CO2-Werten durch stark rückläufige Dieselzulassungen. http://www.faz.net/-gy9-93p93

    Die Legende von der heilen Welt, es wird überwiegend wieder kräftig an ihr gestrickt. Der DAX im neuen Höhenflug und Nullzinspolitik. Deutschland ging es nie besser. Die Relativierung der Realität hat Hochkonjunktur. Gibt es doch Neuwahlen oder was ist der Grund dafür?

    Mir scheint, wir befinden uns im Auge des Orkans, dessen Rand wir mehr und mehr erreichen. Dann könnten irdene Schüsseln und Holzlöffel durchaus wieder Hochkonjunktur erreichen.

    • Ja
      Tag 1 ) Vermeldung geschönter und trotzdem noch trauriger Nachrichten, den unteren Abschnitt betreffend.
      Nebenbei: Kreative Steuergestaltung und ihre weltmännischen*innen Protagonisten

      Tag 2 ) Relativierungen und Grundsätzliches von Dr. Schönfärber et al.

      Tag 3 ) Erklärungen, warum die Modelle, auf denen die Statistiken fußen, nicht aussagekräftig sind und angepasst werden müssen, weil es ja noch nie so gut….

      Tag 4 ) vergessen.
      Interviews von Vertretern des paritätischen Wohlfahrtsverbandes hört und liest man kaum, auch nicht nach der Veröffentlichung der Berichte.

      Das mit den Schüsseln wusste ich gar nicht, finde es aber extrem unappetitlich. Wenn dann noch eine bunte Gesellschaft am Trog hockt, kann man als Erwachsener die Masernparties der Impfgegner quasi nachstellen – und feiern.
      Es wird Zeit, dass man vermehrt Flüchtlinge aus Madagaskar aufnimmt, um die Spreu vom Weizen zu trennen.


    • Daß man so wenig vom „sozialen Gewissen“ des Landes hört, daß generell soziale Fragen kaum länger als eine Randnotiz behandelt werden, das ist ja nicht wirklich neu, Nahuatl. Der ÖR rümt sich ja regelmäßig, die Nachrichten etc. zum Wohle der dummen Bürger zu filtern. Leider, ich mag es kaum aussprechen, scheint sich schon wieder eine gewisse Gleichschaltung aller Medien zu manifestieren. Dieses Überbieten durch Euphemismen hat schon wieder ein Ausmaß angenommen, das kaum noch erträglich ist. Aber so ist das halt, wenn Probleme immer wieder in der Versenkung verschwinden, es nie zu Lösungen kommt, alles immer wieder auf den St. Nimmerleinstag verschoben wird.

      Auf Dauer wird das jedoch nicht funktionieren, allein schon die Nullzinspolitik wird dem ein Ende bereiten. Das wird zwar nicht schön werden, regt dann aber vielleicht wieder zum Nachdenken an.

  124. Femme de lettres de la Renaissance Francaise
    http://img.over-blog-kiwi.com/1/40/36/17/20150126/ob_1ce50b_marguerite-d-angouleme-1492-1549-pa.jpg

    Die Ähnlichkeit finde ich frappierend, was nicht heißen muss, dass Marguerite d’Angoulème, die Schwester von Francois Ier, vor Leonardos Tod gemalt sein muss. Aber bitte, dass sind nur Empfindungen, Eindrücke. Aber ich glaube, ich hätte auch nicht geglaubt, dass die Erde eine Scheibe ist. Außerdem kann die Ähnlichkeit ein Stil sein, eine Mode. Aber dieser mysteriöse, leicht verschlagene Blick, was immer der bedeuten soll. Das Gemälde halte ich für besser als die Mona Lisa, von:

    Jean Clouet,
    Marguerite d’Angoulême (1492-1549), sœur de François 1er, elle devient reine de Navarre et la plus célèbre ‚Femme de lettres‘ de la Renaissance française.

  125. [ … du, ich kratz mal die Kurve]
    Ich mag den Karl.
    Allein dafür schon:
    … ich bin doch nicht ihr Hausarzt.

    Das habe ich mal am Telephon einer Freundin
    gesagt, als mir ihre Krankenstory zuviel wurde.

    Ein sporadisches Ferngespräch kann auch auf die Nerven gehen.
    Seitdem: Funkstille. Also wirklich!

    Die freimütige Anöderei, ob am Gartenzaun oder sonstwo drüberweg,
    scheint jedoch nicht nur eine spezifisch weibliche Angewohnheit zu sein.
    Männer, so meine Erfahrung, sind immerhin nicht auf ewig eingeschnappt,
    nachdem man ihrem mitunter bucklichten Monolog das Ohr verweigerte. Obwohl …

    Eine gut organisierte Küche mit diszipliniertem Personal und irdenen Schüsseln hat ja Robert Altman in »Gosford Park« recht eindrucksvoll zu reanimieren gewußt.
    Wie allerdings allein durch die Kameraeinstellung in der ersten Hälfte des Films, ein gewisser Leerlauf, geradezu ein horror vacui des ereignislos Alltäglichen, die noble Gästeschar konterkariert, ist schon fast bedrückend.
    Maggie Smith als Gräfin Constance von Trentham muß man dagegen einfach bewundern, wie sie die ans Bett servierte Erdbeermarmelade mit einem Blick als «Gekaufte« identifiziert.

    Nun, was ich eigentlich sagen will, ist , es gibt immer eine Alternative und man muß sich die Symphonie der Kleingeister, welche ja speziell für orkige Luxusphantasien [pathologien] immer wieder aufs neue komponiert wird, nicht auch noch in der Küche oder beim Schuheputzen anhören.

    Domenico Scarlatti La Contesa delle Stagioni //
    Herbie Hancock The Piano

  126. Hauptsache wegschauen
    Den Bauern Anweisungen geben, jawoll. Mit dieser inszenierten, überstrapazierten Nachhaltigkeit ist es so eine Sache, wenn die Grünen deren Ausbau fördern. Denn schon jetzt nimmt die EU außerhalb ihrer Grenzen 30 Mio. Hektar Land vulgo: Landraub, um innerhalb die Nachfrage zu befriedigen. Und Deutschland bräuchte mindestens doppelt so viel Land, um mehr Öko zu machen. Haben wir doch gar nicht. Das ist also alles andere als nachhaltig. Und sowieso im krassen Gegensatz steht dazu der Biogas-Antibiotika-Fäkalien-Wahnsinn, mir dem die Äcker und das Grundwasser sukzessive kontaminiert werden. Redet kein Grüner Heuchler drüber, weil das deren Stromerzeuger-Klientel ist mitsamt der Mais-Monokultur und Massentierschänderbatterien. Ist ja auch für die Energiewende, das heiligt alles. Und da regt man sich noch über Hotel-Klientel der FDF auf. Sowas.

  127. Danke und eine schöne Weihnachtszeit an alle!
    Ich werde mich jetzt wieder etwas rarer machen, was gut ist, denn ein scharfes Auge, dem immer noch was einfällt, kann auch irritieren. Mal sehen, was das kunstgeschichtliche Department, dem ich das weiterreiche, damit macht, vielleicht ist es nur ein müdes Lächeln wert.

    Mal sehen, es kann einen auch in den Fingern jucken, wenn die Politik Bockssprünge macht. Lesen werden ich das Blog weiter. Ich bin mit Piero della Francesca hierher geraten und verabschiede mich würdig mit Leonardo da Vinci.

    Etwas hat unsere Zeit mit der damaligen gemeinsam: komplett verlogen. Beide, Francois Ier und Karl V wollten Italien unter sich aufteilen. Der Franzose versuchte, Henri VIII (Champ du Drap d’Or bei Calais) auf seine Seite zu ziehen, aber der englische König unterstützte den Kaiser, was schwere Verluste für Frankreich bedeutete und die vorübergehende Gefangenschaft des Königs. Seine Schwester war Königin von Navarra. Oops, klingelt da Katalonien. Ein Superstaat ist auch ein Reich. Wenn wenigstens die Bildung wieder so wäre!

    Ist ein prächtiges Blog, aber frisst mir zuviel Zeit weg. Nur noch lesen täte mal ganz gut. Danke für Ihre vielen Berichte aus Italien und Bayern, immer erfüllend! Hoffentlich bleibe ich bei dem Vorsatz.

    • Mooooooooooooooooment, Herr Oberländer...
      … ich stell jetzt noch ein Filmchen in die KUH- Seite …

      ..muss der Don halt mal paar Minuten Filmchen gucken.
      Fast Alm mit Kühen und olles Autochen… viel Vergnügen. ;)

    • Deeeees ko ma ned unkommentiert lassen
      nicht aufregen, Moser, dees ist nur Bruchbairisch.

      Wie das so ist, tja.

      Herrlicher Film, herrliches Auto, herrliche Kühe.
      Für uns.
      Für einen anderen Teil der Republik: Alle Sünder auf einer Weide. Rülps!
      So leicht bricht Fahrzeug an Kuh einen Vorsatz.

      Oh, möchte daneben auch aufmerksam machen auf diesen, der mir ganz entfallen war:
      http://www.tagesspiegel.de/kultur/h-p-lovecrafts-kosmisches-grauen-gegen-die-null/20571152.html

      , über den ich auch auf diesen kam:
      https://www.perlentaucher.de/buch/michel-houellebecq/gegen-die-welt-gegen-das-leben.html

      nur weil’s interessant ist. Ich denke Lovecraft ist auch in Emmerichs Independance Day enthalten.

      Der letzte Abschnitt im TS denkwürdig:
      „Die Konfrontation mit dem Schrecken hat für Lovecrafts Protagonisten stets eine unausweichliche Folge: den Wahnsinn. Lovecraft sah, schreibt Moore, „eine Menschheit, die von ihrem exponentiell wachsenden Wissen über sich selbst und das unermessliche und fremdartige Universum, das sie umgibt, überwältigt wird und sich in den scheinbar sicheren Schatten eines neuen dunklen Zeitalters flüchtet“.

      Eine Schreckensvision, die heute, da wir an der Schwelle eines postfaktischen Zeitalters stehen, vielleicht näher an der Realität ist, als sie es jemals war.“

  128. Linientreue
    Nur Hände weg von den Zerlinas – die trüben nur den kristallklaren Genpool… am besten einfach klonen

  129. Da Da Da
    Trio, Stefan Remmler

  130. Er sagte oft, er sei Abaccheut…
    …und dann zeigt der Wetzstahl im Gewirr der Eß-outilien gnadenlos auf jene Weinflasche mit dem Adlersymbol das mich an die geprägten kleinen Reichs-Ädlerle an unseren alten MGs erinnert, die der Franzos´ bei Neugründung unserer demokratisch schimmernden Wehr aus seinem Beutebestand wieder hergab.
    .
    Oder an die Südseite des Weintores bei Schweigen (Südgrenze der ehemals linksrheinischen Besitzungen Bayerns), bei dem die Tschi-Ais aus Minnesota noch so viel Feingefühl besaßen, die Kontur des Vogel selbst nicht zu beschädigen sondern nur das zackige Symbol im Ehrenkranz herauszuballerten.
    .
    Es ist nur ein Vorschlag, Don. Erfahren Sie mal das alte Bayern links des Rheines mit dem Rad dort in den Bergen des Pfälzer Waldes, wo der Udo einst „Quäl´ dich du Sau“ gesagt haben soll. Und Villa Ludwigshöhe mit seiner Slevogt-Sammlung, ein wahres Schatzkämmerlein. Und vielleicht geben die alten bayerischen Festungen Germersheim und Landau Anregung für einen frischen Festungsartikel.
    .
    Da ich beim besten Willen nicht lesen kann was das Etikett uns bezüglich der Lage sagt, ersuche ich unterthänigst um Auskunft – und hoffe eines schönen Tages auf einen Bericht aus der Pfalz.
    (DdH)

  131. @ kdm sagte 15. November 2017 um 10:31 Uhr
    „nett gemeint:
    Sie sind eben ein alter Kommiskopp, ThorHa.“
    .
    Und ich werfe mich hier schützend vor ThorHa. Aber den geplanten Beitrag über die diversen Notrationen westlicher und östlicher Armeen schreibe ich nun aus Trotz nicht.

  132. (Selbst-)Erziehung
    Ich hatte letztens einen Gast aus den USA, die in Rom studiert und mal Paris sehen wollte, von guten Freunden in den USA empfohlen – also weitgereist, weltoffen und entsprechend gebildet, sollte man meinen.
    Nun, es brauchte zwei Badüberschwemmungen; ein verhindertes Feuer weil Wasser nur verdunstet, nicht aber anbrennt, wenn man den Herd anschaltet und vereinbart, sie solle den Kaffee aufbrühen während ihr Gastgeber die Croissants holt, sie es aber vorzieht, wieder einzudösen; zweimal HinterihrdasBettsofaaufräumenundeinklappen; ein so spät nach Hause kommen, daß man selbst als Nachteule schon mal schlafen geht, ohne dies im Zeitalter von hierfür immens praktischen Handys im geringsten anzukündigen – und das vergebliche Warten auf die vereinbarte Mitteilung, sie sei gut wieder in Rom angekommen, um mich zu überzeugen daß es weit auseinanderklaffende Auffasssungen von standesgemäßer, guter (Selbst-)Erziehung gibt.
    Auch dies ein Mittel, Standesunterschiede auszudrücken.

    • Na, was studiert sie denn in Rom, vielleicht ...
      … Gender Studies ?

      Nur so eine Vermutung…

    • Selbst- oder Nicht-Erziehung
      Selbst geht schwer, wenn keine Anregung der Eltern kommt.

      Letztes Wochenende hatten wir Besuch. Die Mutter, 40, Yogalehrerin, glutenfrei, war total stolz auf ihre Tochter.
      Tatoo am Bauch zu sehen wenn nabelfrei (gerne!) mit Blick durchs Dekollete auch von oben. Hüftlange Dreadlocks. Total geschminkt.
      Wenn die Mutter das dann „total cool“ findet tut mir die Tochter Leid.

    • "Letztes Wochenende hatten wir Besuch"
      .
      Ungebetenen oder eingeladen?

    • Manchmal, nur mal so,
      Muss man feste Feiern wie sie fallen.
      Und manche Einladung ist in der Zivilisation unvermeidbar.

    • ".. ist in der Zivilisation unvermeidbar"
      .
      Ach, das also ist Zivilisation?

      Na – da bin ich aber froh.

  133. Ich muss mir das nochmal überlegen nach den Deux Vaches-Film
    Es geht hier ja ganz fröhlich zu, und das ist gute Entspannung in der allgemein apokalyptischen Stimmung. Alle sterben an Feinstaub, es wird glutheiß, wo wir hier bei Minusgraden sitzen. Ich muss meinen Draht zu dem da oben nutzen und beten, dass er El Niño mal zehn Jahre in einem Verlies einsperrt und das so lässt. Bringt aber mehr hurricane, wird er sagen, wird falsch ausgelegt werden, so wie ich.

    So ist der Humor hier eine gute Abwechslung für den alltäglichen Wahnsinn. Ich meine, was war wirklich wichtig in den letzten zwei Jahren?:
    Opas Eichelhäher, oder. Und Uli Kulke.
    Das macht nicht kaputt.

  134. ach übrigens werde ich die CSU im Herbst nicht wählen
    und die FDP auch nicht, wenn sie das mitmachen:

    „„Wir werden in die Kfz-Steuer ein Bonus-Malus-System integrieren und so ausgestalten, dass ein starker Anreiz zum Kauf von ökoeffizienten und emissionsarmen Neufahrzeugen besteht.“ Zudem: „Wir wollen die Dieselbesteuerung im Verhältnis zum Benzin schrittweise anheben,“
    aus welt online

    Daran würde ich wohl verarmen, denn ein neues Auto kann ich mir nicht leisten im Moment. Ich wähl dann den Eichelhäher.

    Zehn Prozent sollen also über meine Verarmung bestimmen.

    Den Soli könnt ihr euch wohin stecken, wir können schon noch rechnen.

    • To call you stupid would be an insult to stupid people!
      Seehofer stürzt die CSU ins Jamaika-Schwert…und keiner stoppt ihn.

      Merkel bekommt weitere 4 Jahre und die CSU geht im Herbst unter. So entledigt sich Merkel auch noch endgültig der CSU.

      Der einzige Mensch, der in Berlin machtpolitisch denken kann, das ist immer noch Merkel.

      Alle Parteien wissen, dass man in einer Koalition mit Merkel nur verlieren kann.
      Und trotzdem können sie nicht anders, als ins Netz der Spinne zu wandern.

      Was ist die Steigerungsform von Schwachsinnig?

    • So wird es kommen,
      man hat nichts dazugelernt.Bayern zahlt auch über 5Mrd.€ in den Finanzausgleich mit der Folge, dass Berlin keine Straßenausbaugebühren von Hausbesitzern verlangt, während bayerische Kommunen ihre Bürger in den Ruin treiben mit Beiträgen, die diese nicht bedienen können.

    • Goodnight, stammen Ihre englischen Überschriften eigentlich immer
      Aus Filmzitaten?

    • @ Goodnight
      „Seehofer stürzt die CSU ins Jamaika-Schwert…und keiner stoppt ihn“

      Auch ehemalige Ministerpräsidenten können es weit bringen.
      Schauen Sie sich mal Oettingers Karriere an.

    • Noch ist nichts sicher.

    • Steigerungsform von Schwachsinnig
      @Goodnight

      „Was ist die Steigerungsform von Schwachsinnig?“

      Bunt, tolerant und weltoffen?

    • Jetzt hat Aiwanger sein Feld gefunden...
      … mit der Straßenausbausatzung.Die Bürger gehen auf die Barrikaden, wie in quer zu sehen war.

      Einige Male hieß es heute, die CSU sei schuld, weil es mit Jamaika nicht klappt, weil da ein Machtkampf tobe. Wenn die Grünen (9%) etwas Ungesetzliches durchsetzen wollen, nämlich, dass für ein Jahr Geduldete, also nicht Anerkannte, ihre Familien nachholen können, stellen es die Medien so dar.
      Der Söder ist hier nicht beliebt, soviel weiß ich.

  135. Meiers Traum, mein Albtraum
    Darf man hier sagen, danke Merkel, danke Grüne?:

    Der Nachfrageeinbruch ist so groß, dass die Siemens-Produktionskapazitäten nur zu 30 bis 40 Prozent ausgelastet sind. Am stärksten ist die größte und wichtigste Konzerndivision Stromerzeugung Öl und Gas (Power and Gas) betroffen. Dort sind mehr als 6000 Arbeitsplätze bedroht; davon 2600 in Deutschland, 1100 in Europa und 2500 außerhalb Europas, davon 1800 in den Vereinigten Staaten.

    Hinzu kommen Restrukturierungen in der Sparte Prozessindustrie und Antriebe, die genauso unter der Energiewende leidet, insbesondere aber unter der sinkenden Nachfrage in der Öl- und Gasindustrie. Dort sind fast 800 Stellen gefährdet, ausschließlich in Deutschland. Das Gros betrifft die Schließung des Dynamowerkes in Berlin mit 600 Mitarbeiter.
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/siemens-will-weltweit-fast-7000-jobs-streichen-15295557.html

    Otto Meier: Der DAX bricht zusammen. Zufrieden?
    Ja, Sie haben recht, siehe voriger Blog, wir stehen woanders. Sie aber auf der Seite der Unvernunft.


    • Also ich sehe mich selbst eher auf der Seite der Realisten, Oberländer. Und warum jammern Sie über Siemens, da sehen Sie doch nur die heutige Realität der Marktwirtschaft, sorry, der Sozialen Marktwirtschaft. Aber warten wir noch ein Weilchen, es wird noch viel „besser“. Dann geht es Deutschland richtig „gut“.

      Machen wir es doch wie der Don, schauen wir im Lichte der Geschichte, wo wir selber stehen, lehnen uns gemütlich zurück und betrachten interessiert das sich uns bietende Schauspiel. Denn Sie wissen doch, die Leibeigenschaft wurde nie wirklich abgeschafft und am Ende bleibt jeder dort, wo er hingehört.

  136. Only dummies take the long way home
    So wie sich der Kleinbürger immer wieder verrät so auch der ewige Untertan. Er ist feige und angepasst, geht nur in Trippelschrittchen durch das Leben, ist ein Massenmensch. Helden mag er nicht, die sind ihm suspekt. Die haben zu viel Testosteron, das gehört sich doch nicht. Als wackerer Biedermann gehört er zu den 87%-lern. Er will zwar irgendwo auch was, aber das gesteht er sich nicht ein. Er macht eifrig mit an der Kriminalisierung und Diffamierung der 12,6%-ler (von denen sicher auch nicht alle Helden sind, aber einige schon.) Die sollen die Drecksarbeit machen, sich beschimpfen lassen. Und wenn die sich dabei verschlissen haben kommt er, der wacker-untertänige Spießer und sahnt ab.

    Bis zu diesem ersehnten Zeitpunkt hält er sich so flach am Boden wie es geht. Er betreibt „virtue signalling“, „Refutschi Wällkamm“, sägt eifrig am eigenen Ast, schwingt linke Parolen um weltoffen zu erscheinen, wählt Jamaika – alles weil man es ihm so eingebläut hat. Und als überzeugter Korinthenkacker, der er ist löffelt er Einheitsmischmasch aus Schüsseln, die in die Steinzeit regrediert sind. Weil, wenn man die wäscht braucht man nicht so viel Wasser wie bei Besteck. Wenn in einer Großstadt alle Handynerds mit Brille, Geheimratsecken und Geißbart nur noch aus Schüsseln löffeln spart das pro Woche sicher 2-3 Liter Wasser. Da wird sich das Klima aber freuen.

    Es ginge aber noch besser: wenn alle aus dem Trog fressen wäre das nicht nur noch klimaneutraler, es käme auch der Herdenmentalität der braven Untertanen entgegen. Oder fast food: da gibt’s nicht mal ne Schüssel. Was man da für Wasser spart…

    Ach ja, warum gehören Leute wie ich nicht zu diesem geistig tiefer gehängten angepassten Mainstream? Hier mal ein paar Gründe:
    -ich bin da in der Entwicklung schon viel weiter. Gehe nicht gern im Trippelschritt, sondern lieber in Siebenmeilenstiefeln.
    -lehne eine Logik ab, die einem weismachen will man müsse am eigenen Ast sägen um zu überleben.
    -ich renne nicht gern offene Türen ein weil es Vergeudung von Zeit und Energie ist. Die Untertanen mussten die Welt unbedingt mit ihrem dämlichen „virtue signalling“ zwangsbeglücken, auch wenn die Welt davon gar nix wissen wollte. Auch die ist da irgendwie weiter als diese Schüssellöffler (deren Eltern, genau so bieder-brav-grünisierte Nachplapperer und Korinthenkacker haben mit viel Aufwand den Boden bereitet). Wenn man bedenkt was man mit den dabei vergeudeten Ressourcen Sinnvolles hätte machen können…
    -ich bin gerne ein „bad boy“. Nur aus dem Grund gehöre ich zu den 12,6%. Wenn da in der Peripherie ein paar Wirre sind tangiert mich das nicht-die machen den Kohl nicht fett, angesichts vieler Hochkaräter bei der Truppe.
    -Ich muss auch vor nix Angst haben, komme aus einer unbelasteten Familie (im Unterschied zu vielen 87-ern, man muss kein Mathegenie sein um da die rechnerische Wahrscheinlichkeit zu sehen!); mir kann also keiner was.
    -es macht diebisch Spaß und verursacht Testosteronstöße die abgeschnarchte Hängebauchbourgeoisie so richtig zu ärgern. Je mehr sie sich über die 12,6-er aufregen, desto interessanter werden die dadurch. Verbotenes übte schon immer einen besonderen Reiz aus.
    -Ich kaufe mir gern ein paar saftige Burger und stelle mich auf den Parkplatz von irgendsoner dämlichen Ökospelunke. Das Publikum, das da reingeht verdirbt einem zwar fast den Appetit, aber ich weide mich an den entrüsteten Blicken der Streberpiefke-Schüssellöffler.
    -ich lebe nicht gern aus zweiter Hand. Die ganze dröge, gartenzwergmäßige Lindenstraßen-und linksgrün gewendete Enstirnigkeitsmischpoke lebt nur noch in Klischees, Schablonen, Stereotypen, eingefahrenen Bahnen, da ist alles abgedroschen. Es war immer das Markenzeichen des untertänigen Spießers, dass er keine Originalität, keine Individualität hat. Und dass er versucht sich gegen sein Spießerimage zu immunisieren indem er einen auf links macht verursacht bei mir auch nur noch Gähnen.
    -die unheilige Allianz aus den beschriebenen, abgeschlafften Pantoffelhelden und militanten Flintenweibern ist kein Zufall, sondern direkt proportional. Jeder Pantoffelheld führt zwangsläufig zu einem zusätzlichen Flintenweib. Beide mögen sie keine Männer, sind Feinde des Testosterons, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Männlichkeit, ja sowas, das gehört sich doch nicht!

    Nein, natürlich nicht, und gerade deshalb macht es so viel Spaß denen in die Suppe zu spucken. Auch wenn mich nicht alle bei den 12,6ern vom Hocker reißen, sie sind definitiv doch weit elitärer als die 87-er.
    Und vor den Spießermassen ist man bei Ersteren im Moment noch weitgehend sicher, da trauen die sich nicht hin.

    -auch wenn gemainstreamte Massenmenschen (die Dünnbrettbohrer auf ihrem ewigen Weg des geringsten Widerstands) das anders sehen mögen: der aufrechte Gang steht an der Spitze der Evolution-die geht hin zu einem Wesen mit Rückgrat. Und es befriedigt sehr das denen zu beweisen. Deren Stromlinie hat eine hässliche Form.

    Es macht immer wieder Spaß ein „bad boy“ zu sein!

    • Nur ca. zehn Prozent wollten grün!
      Ich muss sagen, dass ich leider zu den 87ern gehöre, obwohl ich unkonventionell bin und Sie beim Burgeressen nicht anstarren würde, weil ich dort nicht hingehe und auch mal einen Burger esse.

      Aber mit Jamaica habe ich nicht gerechnet, und ich habe Jamaica nicht gewählt, wenn ich schwarz-gelb in Bayern wähle.
      Jetzt fühle ich mich betrogen und gehöre zu dem Block, von dem man zu Recht sagt: Die dümmsten Schafe wählen ihren Metzger selbst.
      Jetzt werde ich mein Leben lang an Renate Simon denken und nie mehr FDP wählen, CSU vielleicht auch nicht mehr.

      Das bedenken sie nicht, denn ich bin ja nicht allein damit.
      Ich habe dieses Paper auf achgut gelesen: Wir wollen, wir wollen, wir wollen. Haben unsere Gören auch gesagt, was ein Nein erforderlich macht.

      Dann wollen wir mal:
      Wir wollen einen Wagen nur noch halbjährlich anmelden und dem anderen die Vollkasko wegnehmen. Er ist dann sowieso nichts mehr wert.
      Wir wollen mal gucken, wie die Versicherungen das finden, wenn viele das machen.
      Wir wollen mal nicht mehr so oft nach München gurken und wollen mal sehen, was die Geschäfte dazu sagen, wenn viele das machen.
      Wir wollen mal die defekte Nespressomaschine nicht ersetzen, sondern im Keller nach dem Bodrum suchen. Das Geld sparen wir mal für Diesel und Benzin.
      Wir wollen mal keine Kleidung mehr kaufen, denn die Autos sind uns wichtiger.
      Wir wollen mal sehen, was daraus wird und wie viele Menschen arbeitslos werden, und ob es ähnlich viele sind am Ende wie unter Rot-Grün.
      Wenn sich das zum Desaster entwickelt, wollen wir mal gucken, was die Nachbarn in Austria so machen.
      Wir wollen nicht mit unserem Geld die Konkurrenzfähigkeit für den chinesischen Markt vorfinanzieren.
      Wir werden niemals ein e-Bike kaufen, und wir waren mal kurz davor.
      Wir werden die Räder zum Fahrradhändler bringen und reparieren lassen,.
      Wir wollen den gehätschelten ÖPNV zumindest am Abend, indem niemand fünf jungen Mädchen hilft, wenn sie von „Männern“ umstellt werden, nicht benutzen.
      Und wir wollen mal sehen, was andere so machen, und was das für Auswirkungen auf die Industrie und die Versicherer hat.

    • Köstlich.
      Boah, da haben sie aber alles rausgehauen was sie haben, oder kommt da noch mehr?

      Das ist ja das verrückte in diesem unserem Land, man fühlt sich als Revoluzzer wenn man so denkt und fühlt. Kommt mir so vor als steckte da eine Strategie dahinter.

    • Bad Boy?
      Au weia Harry Charles! Sie waren nie ein Bad Boy, sind keiner und werden auch nie einer.
      Dazu gehört auch in diesen Zeiten mehr, als vor einem Hippieladen im SUV in einen Hot Dog zu beißen und irgendwen zu wählen.

      Freak out for another day…

    • @ Harry Charles:
      ich glaube Ihnen ja aufs Wort, dass es Spaß macht, ein bad boy zu sein. Nur: Wie erfolgversprechend ist das in einer Gesellschaft mit einem bestimmten ansatzweise dominierenden, sagen wir einmal: grün-rot-weltoffen-optimistischen Meinungsklima – und wie anstrengend? Man muss ja nur jeden Morgen seine Zeitung aufschlagen oder seinen PC anschalten, um nachzuempfinden, was Anabel Schunke bei achgut. com als Verlust von Heimat und vor allem: Realität voller Widersprüche definiert. Da lese ich gerade wieder, dass die Bertelsmann Stiftung in einer neue Studie EU-weit Entwarnung gibt: EU arbeitet sich aus der Krise, ja, es geht wieder „leicht bergauf“ in Sachen soziale Gerechtigkeit. Angeblich waren 2016 nur 8,7 Prozent der Europäer arbeitslos. Dass einen Job haben und einen Job haben durchaus zweierlei sein kann und viele Menschen, die jobben möchten, längst resigniert haben (ich kenne einige im Grundsatz interessierte Frauen, die nicht arbeitslos gemeldet sind), haben die Autoren evtl. noch nicht ganz realisiert. Aber das sind die Alles-wird-gut-Nachrichten, die tagtäglich um die Welt gehen.

    • @ „bad boy“
      Merkwürdig, was dieselben zweitausend Menschen zu gleicher Zeit sein können: unsre tapfern Krieger; Mob; Volksgenossen; verhetzte Kleinbürger.
      Wie man eine Masse anspricht, so fühlt sie sich.
      Kurt Tucholsky

    • Vor allem nervig. Und zwar immer.

    • Manchmal, Dirty Harry,
      Fortsetzung

      ist es an der Zeit, für etwas zu sein, und sein Leben nicht ex negativo zu gestalten.

      Lassen Sie sich nicht auf das Niveau der Hängebauch-Ökos herabziehen, Sie haben der Welt noch so viel zu geben.

    • @die Antwortenden
      @Oberländer: à propos Räder: hoffen wir, dass die Grünen bei den demnächst wohl anstehenden Neuwahlen unter dieselben kommen und endlich weg vom parlamentarischen Fenster sind. Dass es Neuwahlen geben wird, davon bin ich fest überzeugt: handlungsfähig ist anders, und der Bürger/der Wähler hat Anspruch auf eine handlungsfähige Regierung.

      @Werner Gottschaemmer: kein schlechtes Kompliment, man dankt. Da ist noch ne ganze Menge mehr-alles zu seiner Zeit.

      @You see me ROFL: more bad boy than you can ever think of or even remotely hope to be. Sie sollten nicht immer nur Antifanti-Kalendersprüche lesen, sondern ab und zu mal ein gutes Buch-beispielsweise den Duden. Da stehen zum Thema Klischee folgende Definitionen:

      (bildungssprachlich abwertend) unschöpferische Nachbildung; Abklatsch
      b. (bildungssprachlich abwertend) eingefahrene, überkommene Vorstellung
      c. (bildungssprachlich abwertend) abgegriffene Redensart, Redewendung

      Und selbst bei Wikipedia findet sich was Gutes:Ein Klischee ist eine EHEMALS innovative Vorstellung, Redensart, …mittlerweile VERALTET, ABGENUTZT oder ÜBERBEANSPRUCHT … . Das Klischee existiert als etwas geistig oder sprachlich SCHABLONENHAFTES.

      Merken Sie wie sehr das auf Leute wie Sie passt? Sie leben noch in der Vorstellungswelt von vor 40 Jahren, meinen mit linkem Getue noch irgendwie den Cowboy machen zu können. Die linke Kiste ist so ABGELUTSCHT-da können Sie auf ’ner Ü95-Party mit auftreten.

      Ridiculous! Look at your blown-up house of cards and weep! Oh, and by the way: no one hates SUV more than I do. They are almost as boring as any brain-dead left-wing pinko!

      @EGH: Sie scheinen ja ganz schön deprimiert zu sein. Fassen Sie doch Mut und lassen Sie sich nicht so einwickeln. Es gibt einen Silberstreif am Horizont.

      @Peter Bernhardt: die Feststellung, dass es immer dieselben sind ist ganz wichtig. Ein couch potato ist und bleibt ein couch potato (lesen Sie doch mal was Skag oben schreibt: der fühlt sich als bad boy weil er vermutlich immer Lindenstraße guckt, hihi), auch wenn er auf dem Sofa von der rechten in die linke Ecke rückt. Mitläufer ist immer Mitläufer-der gibt sich immer den Anstrich dessen was gerade Mainstream ist-ob schwarz, braun, rot, grün oder sonstwas. Es war immer das Heer der Kleinbürger, das Diktaturen am Laufen hielt. Und es sind immer diese Typen unter denen Individualisten zu leiden haben.

    • peter bernhardt, sehr gut
      Es muss ja jedem längerfristig denkenden Menschen auffallen, dass die Main-Stream-Medien auf dem Marsch in Richtung ‚Presse in totalitären Staaten‘ sind. Da braucht es keiner Überlegungen zur ‚Lügenpresse‘.
      Es reicht aus, zu erkennen wie zwei ähnliche Vorkommnisse presselandschaftsweit gegensätzlich behandelt und kommentiert werden.

      Das neueste Gegenstück ist Kuwaiti Airlines.
      Nun hat man uns seit fast einem Jahr in die Ohren getrommelt, dass Trumps Einreisesperren rassistisch seien. Und hat sich echauffiert dass diese Nationalitäten zugeordnet werden sollten. Also Bürger aus 7 Staaten nicht einreisen dürfen sollten. Ganz ganz böser Trump!
      Wenn Kuwaiti Airlines keine israelischen Staatsbürger befördert, grundsätzlich nicht; sei das hingegen legal. Sagt niemand anderes als das Landgericht Frankfurt:
      „Das Antidiskriminierungsgesetz gelte nur bei einer Benachteiligung „aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft oder der Religion“, nicht aber wegen einer bestimmten Staatsangehörigkeit.“

      Welcher *storm ist da über das Landgericht Frankfurt hereingebrochen; ich meine von den Medien? Null. Die FAZ (Contenance, ich weiss, mir jucken die Finger allerdings zu ganz anderen Ausdrücken) hat gleich ganz darauf verzichtet, Kommentare zuzulassen.

      (Und nun, wenn man wollte, stellte man sich vor, eine Fluglinie hätte einem Angehörigen eines islamischen Landes dasselbe angedeihen lassen! All hell would have broken loose!)

      Amüsant-traurig ZON: Auch wenn Kommentatoren dort diese Entscheidung kritisieren, schwingen ebenfalls viele sich auf, diese Entscheidung in Ordnung zu finden.
      Wenn ich wirklich nichts besseres zu tun hätte, würde ich garantiert auch solche unter den letzteren finden, die sich bei Trumps Einreiseverbot tierisch aufgeblasen hatten.

      Ja, peter bernhardt, das Schlimme ist, Sie haben Recht, und die Massenmedien zerren mit der von ihnen vertriebenen Meinung die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich her. Und zwar in jede beliebige Richtung.

    • @ Dippel
      Da decken Sie etwas auf, das vielmehr in der Öffentlichkeit diskutiert werden müsste. Es wird permanent mit zweierlei Maß gemessen. Der versteckte Grund: das schwachsinnige „virtue signalling“ ist ja motiviert durch die vor allem an Schulen entstandene Schuldkultmanie.

      Man bringt Kindern (die mittlerweile noch nicht mal mehr wissen wann der 1. oder 2. Weltkrieg waren, so verblödet sind die durch die vom 68-er Reformpfusch versaute Schule) bei sich zu schämen, ohne dass die genau wissen wofür. Da man das Ganze als mögliches Karrierehindernis deklariert machen die meisten natürlich mit. Und raus kommen dann Sachen wie „Refutschi Wällkamm“.Das natürlich vor allem von Muslimen gern genutzt wird.

      Es ist dabei ein absoluter Treppenwitz, dass man 2.Weltkrieg-Schuldkult abzuarbeiten versucht, indem man sich dem ideologisch diametral entgegengesetzten Feind der ehemaligen Opfer an den Hals wirft (da hatte Lagerfeld nicht ganz unrecht). Was viele nicht wissen: die Nazis unterhielten sehr weitgehende Beziehungen zum Islam. Der damalige Großmufti von Jerusalem war ein persönlicher Freund vom alten Schickelgruber. Und es gab sogar muslimische Verbände in der Waffen-SS. Auf diesem Hintergrund ist es natürlich auch ein Witz wenn Islam-Verbände hierzulande das trübe Süppchen ihrer Interessen auf der Nazikeulenholzkohle kochen.

    • Na, das ist ja mal interessant:
      Der Begriff Klischee gilt inzwischen also als „bildungssprachlich“? Danke, keine weiteren Fragen mehr.

    • Yup, Henry Charles
      Diese ganze SS-Islam-Verbindung hatte ich als Schüler nie nix von gehört. Erst ein malaysischer Kollege reichte mir eines Tages eine Dissertation dazu rein, und wollte gerne wissen, ob das Erfindungen eines Phantasten seien, oder da was dran wäre.
      So mit Bildern von Leuten in Wehrmachtsuniformen, in typisch islamischer Gebetsbewegung (Stirne auf den Fussboden), und Zahlen in fünfstelliger Höhe.
      Habe ich damals fälschlicherweise als Phantasie abgetan. Erst Dr. Google und Wikipedia, von meinem Kollegen konsultiert, erbrachten die Wahrheit dahinter. Derzeit habe ich den Link zu jener Dissertation nicht mehr, aber vielleicht noch die Mail mit dem Link darin?

      Jedenfalls weiss ich seitdem, dass islamischer und nationalsozialistischer Antisemitismus schon ihre Verbrüderung nicht nur im Geiste hatten.

  137. Titel eingeben
    „Endbürgerkrieg“ – köstlich!
    Um die Grundstimmung des Beitrags einzuordnen:
    Stimmt, vielleicht ist eine leicht zynische Grundhaltung das einzige auf das Verlass sein kann.
    Die einen fahren auf dem Umweltticket, und die anderen Ihren Serie anderhalb 68er Etype. Auch dann noch, wenn schon das Benzin rationiert werden wird – zugunsten derjenigen die es sich dann noch leisten können.
    Im Alter einen strecken die Beine unter die Bank Ihrer Alphütte, während die Plegekraft etwas schönes auf den Tisch stellt, und die anderen bekommen dann einen Pflegeroboter der den Napf bringt.

  138. 2 cheveaux minus Rindfleisch
    Original ohne Rinder und Fleischdiebe:
    https://www.youtube.com/watch?v=eruccFWXUzI

    Aber war nett. Schöne Weihnachtszeit, wie gesagt.
    Geschenkidee: Bowls

  139. Reichsheinis?
    Was ich in dem Text vermisse oder überlesen habe: was das alles mit den „Reichsbürgern“ zu tun hat.
    Die haben durchaus einen Punkt, wenn sie darauf hinweisen, dass das Deutsche Reich von 1871 eine konstitutionelle Monarchie nach Art des Britischen Königsauses und deren demokratischen Institutionen war, mit einem gewählten „Unterhaus“, genannt „Reichstag“, einem adligen Oberhaus, genannt „Bundesrat“ und einem Kaiser, der Regierungschef (Regierungsmitglieder wurden, wie überall anders auch, ernannt und nicht gewählt), für die Vertretung des Reiches in Sachen des internationalen Rechtes zuständig und Oberbefehshaber des Heeres, mit Ausnahme des Bayerischen Heeres, war.
    Diese Ähnlichkeit war kein Wunder: Schliesslich war Queen Victoria die Grossmutter des Deutschen Kaisers (nicht: Kaiser von Deutschland!!) Wilhelm II., der ausserdem noch Vizeadmiral der Britischen Royal Navy war und das „House of Windsor“ hieß bis 1917 „Haus von Sachsen, Coburg und Gotha“.
    Als am Ende des Ersten Weltkrieges der amerikanische Präsident Wilson erklärte, nicht mit einer Monarchie zu verhandeln zu gedenken, obwohl er mit der Vorlage der Kopie, der Britischen, verbündet war, und weil er fürchtete, das Schicksal seines Cousins Nikolaus II. von Russland zu erleiden, ging der Kaiser 1918 ins Exil und dankte am 19.01.1919 ab.
    Der SPD-Politiker Friedrich Ebert hatte lange zuvor die Republik ausgerufen und schrieb zusammen mit einer in Weimar tagenden „Nationalversammlung“ an einer neuen Verfassung, in der im wesentlichen der mächtige Kaiser durch einen noch mächtigeren gewählten Präsidenten ersetzt wurde. Was ihn dazu autorisierte, sei dahingestellt.
    Diese unter einem laufenden Genozid mit heißer Nadel gestrickte „Weimarer Verfassung“ ermöglichte durch ihre Fehler (die Artikel 48 und 51) den späteren Aufstieg Adolf Hitlers zum Diktator.
    Dem Deutschen Volk wurde nach Veröffentlichung der Weimarer Verfassung 4 Tage Bedenkzeit gelassen, um darüber abzustimmen. Dieses erfüllt nicht die Kriterien einer „vom Volke in freier Abstimmung erlassenen Verfassung“, welche für die völkerrechtliche Gültigkeit einer solchen notwendig sind.
    Das nach dem zweiten Weltkrieg unter Aufsicht der alliierten Kriegsgewinner verfasste „Grundgesetz“ erfüllte schon deshalb auch nicht die Kriterien einer vom Volk beschlossenen Verfassung, weswegen es den Artikel 146 GG enthielt, nach dem sich das Volk nach seiner Vereinigung eine solche geben würde.
    Die jetzigen Regierungen und Parlamente regieren unter Bruch dieses Grundgesetzartikels und haben deshalb kein Recht, sich als „legitim“ zu bezeichnen.
    Rein völkerrechtlich ist die Deutsche Verfassung von 1871 die einzige, die je legitim zustande kam und wäre deshalb auch heute weiterhin gültig.
    Soweit haben die Reichsbürger einen Punkt.
    Was sie aber vergessen, ist, dass egal wer im Bereich dieser Verfassung an der Macht ist, Gesetze erlässt, an die man sich leider halten muss. Das galt für die DDR, die UdSSR und gilt auch für Nord-Korea.
    Was ich nicht verstehe und nie verstehen werde: man kann ja eine Verfassung auf Basis des Grundgesetzes schrieben und offiziell vom Volk beschliessen lassen. Das wäre ein identitätsstiftender Akt, diese würde die 1871-er Verfassung ersetzen und die ganze Diskussion hätte sich erledigt.
    Warum ist das so schwer?

    • Nicht mehr Scheidemann (4 Minuten YvHblTJWAT0 )?
      Wilhelm II nicht schon 28.11.1918?

  140. Mit Wolfgang Streeck in der FAZ doch noch mehr Normalos als nur bei D. A. ?
    Das schöne an einer Demokratie ist – jedenfalls in einer wo es genügend Demokraten gibt – das die Aufarbeitung der Fehlentwicklungen auch dann schon stattfindet, wenn der politische Kopf bzw. die sich selbst gleichgeschaltete politisch-mediale Klasse noch scheinbar fest im Sattel sitzt.

    Der „Binnenpluralismus“ der FAZ läßt es zu, dass Wolfgang Streeck einen mehr als kritischen Rückblick zu Angela Merkel gibt.

    Er ist wohl keinesfalls der Meinung, dass diese Kanzlerin ein Hauptgewinn in Sachen demokratischer Streitkultur ist. Eher das
    Gegenteil ist der Fall.

    Ein sehr empfehlenswerter Text – mit etlichen Zeitgeistabsurditäten.

    Don Alphonso hat seit langem auf seinen Blog fragmentarisch ähnliche Elemente wie bei Streeck drehen und wenden lassen. Gelegentlich wurde sogar darüber hinaus geplaudert.

    Dafür gebührt Don Alphonso in ansonsten nach Stigmatisierung lechzenden Zeiten großer Dank.

    Hier war/ist die Luft Angela-Merkel-Beweihräucherungsfrei.

    – Das ist für eine Demokratie nicht alles aber in merkwürdigen Zeiten schon eine ganze Menge und nicht ohne.

    • Man kann den eindruck haben, dass Frau Merkel mancherorts Rückhalt verliert, das ist richtig.

    • Weiberregiment
      Weiberregiment nimmt kein gutes End.

      Martin Luther.

    • mäh mimi tu
      erkenne Mut, Gescheitheit und Fleiß des Don uneingeschränkt an und danke ihm dafür.

      Allerdings weiß ich nicht, ob es sehr geschickt ist, ihn allzuoft öffentlich zu preisen. Ich habe dafür das Papier-Abo wieder verlängert, obwohl ich den (dpa)-Meinungen über Trump, Krim, Brexit, Nutzen von € und Zuwanderung nur geringen Erkenntniswert zubillige.

      Den wahren Wert der Papier-FAZ sehe ich in den Kleinstbeiträgen. Nur dort erschließen sich dem geübten Leser, ganz wie den VB-lesenden Vorfahren auch, Fortschritt der Operation Bagration, Neuestes zur Gotenstellung und zu Falaise.

      Das muss dem Don reichen, sonst wir der hoffärtig.

    • @Thomas: "Alter weißer Mann" Pierre Choderlos de Laclos (1741 - 1803) sagt:
      So gibt es denn überhaupt keine Frau, die nicht die Herrschaft mißbraucht, deren sie sich zu bemächtigen wußte!
      Pierre Choderlos de Laclos (1741 – 1803)

  141. Titel eingeben
    @ Harry Charles ich kann ihren zeilen was abgewinnen. Trifft teilweise meinen nerv! zu dem Blog mit den zu tierkämpfen insbesondere den span. Stierkämpfen würde ich folgendes anmerken: die Spanier kennen wenigstens noch das Gefühl von stolz..wenn ich Stier wäre, dann würde ich lieber in dem Gefühl sterben, ich habe die Möglichkeit mich zu wehren, als irgendwo abgeschlachtet zu werden. vom Ergebnis das gleiche. jeder der sich als junge geprügelt hat, kennt das Gefühl dabei und das man keine Schmerzen spürt, wenn man voll Testosteron und Adrenalin ist. habe die Ehre!

  142. Hosensch........ (Innen)
    Ach ja, „Harry Charles“ -bad boy and bad girls everywhere. Wahrlich ein Volk von Revoluzzern.
    .
    Volkshochschulkurs. Der Kurs bestehend aus 7 Weibaleit und einem Kerl soll den gewohnten, verkehrstechnisch zentral gelegenen Ort im Tausch gegen einen externen Raum jwd der Stadt wechseln. Der Kurs in dieser Zusammensetzung läuft schon länger als ein Jahrzehnt. Grund für die Änderung: Der Raum wird für DV-Kurse benötigt und aufgrund der Auslastung der VHS mit Sprach-und Integrationskursen bestehe „kein Spielraum“. Die Lehrerin war bereits zweimal mit ihrem Einspruch gescheitert.
    .
    Einige von uns schlagen vor aufgrund des bereits so lange dort stattfindenden Kurses eine Protestnote an den Leiter der VHS zu richten, weil wir nicht einsehen wollten für das zigattenkippenschnipsende- dosenfallenlassende-eingangsversperrend herumlungernde Sprachengewirr unseren angestammten Raum gegen einen schlechten Ersatz zu wechseln.
    .
    Zwei der Damen zicken herum und verweigern die Unterschrift „weil man doch die einmal getroffene Entscheidung des Leiters nicht untergraben könne“ und „er könne sein Gesicht verlieren gegenüber den Hausmeistern“.
    .
    Die Note ging durch, wir können im Gebäude bleiben und müssen nur mit einem kleineren, technisch sogar besser ausgestatteten Raum vorlieb nehmen.
    .
    Wir fragen uns hier ständig, wie Frau M. aus B. die sprachliche Integration vom grüngutmenschbesoffenen „Refudschiiies wällkamm“ zu gestalten vor hätte wenn es die nicht-staatlichen VHS´en nicht gäbe?
    (DdH)

    • Ein wahrhaftiges Konjunkturprogramm, auch für manche nichtstaatlichen Stellen
      Schreiner, Glaser, Putzkräfte.
      Köche, Hilfsköche, Spülkräfte und Cateringdienste.
      Chirurgen & Zahnärzte.
      Übersetzer und Übersetzungsgehilfen.
      Integrationsexperten und Integrationsexpertenassistentinnen.
      Lehrer und Lehrerinnen und Lehrer*.
      Containerhersteller, Containerverkäufer und Containerauf- und abbauer.
      Migrationsplaner, Migrationsintegrierer und Migrationsbüro-Azubis.
      Psychologen, Traumaspezialisten und Traumtänzer.

      Und dann gibts da noch die andere Seite, auf der stehe ich. Das ist die steuerzahlende Fraktion, die das alles bezahlen muß. Over and out.

  143. Freitag - Kempertag ?
    Oder wann dürfen wir den Beitrag lesen… ?

  144. @ Goodnight sagte 16. November 2017 um 20:03 Uhr
    „To call you stupid would be an insult to stupid people!
    Seehofer stürzt die CSU ins Jamaika-Schwert…und keiner stoppt ihn.“
    .
    Wir spinnen das mit dem Schwert jetzt einmal etwas um. Angiethisbe versteckt sich vor dem grausamen Bild des endgültigen Machtverlustes hinter alleiniger Moderation, gelegentlichem Lüften des Sitzungssaales und Eigen-Auslüftung auf einem Balkon in der Stadt der Mythen. Ohne irgendwelche energische politische Richtungsvorgaben, was den hernach von den Sondierungen im internen Parteikreis eintreffende Horstpyramus zu dem Fehlschluss verleitet, an Angiethisbes quasi-Machtverzicht zugunsten einer Siffkoaliton irgendwelcher Chaoten mit dem dezidierten Anspruch auf weitern ungeregelten Zustrom potentieller Rauschmittelvertreiber zu glauben. Zumal noch das irritierende Gerücht einer heimatlichen Palastrevolution sowie drohende Stammeswahlen hinzukommen und Angiethisbe immer noch keine beruhigenden Signale von sich gibt.
    .
    Er stürzt sich in sein Schwert aber vor dem finalen Exitus wendet sich Angiethisbe ihrem früheren geliebten coram publico-Bloßsteller noch zu und entreißt ihm das blutige Schwert für den eigenen Suizid. Im Tode (wäre jetzt auch wieder ein Beitrag für Frau Pukkes Wolke sieben) sind sie jetzt für immer vereint.
    .
    Immerhin haben die babylonischen Partei-Eltern-durch ihr internes Gezänk – wie immer zu spät- ein aufatmendes Einsehen und bergen beider Asche zusammen in einer Urne. Ob es für beide, gemeinsam in einer Büchse vereint, zu einem Einzug in die Walhalla reicht, darüber möge sich das babyl…, ääh bayerische Wahlvolk streiten.

  145. Aus aktuellem Anlaß
    Es geht doch um Deutschland, oder nicht?

    http://www.fa z.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik-zu-maybrit-illner-warum-jamaika-nicht-zusammen-findet-15296471.html

    Es sind die gleichen Nasen, in der SZ, der ZEIT, aber auch in der FAZ, im ÖR sowieso, die uns wertschaffenden und steuerzahlenden Bürgerinnen und Bürger 4 Jahre „Urlaub“ auf einer bunten Karibikinsel schmackhaft machen wollen. Es sind DIE SELBEN NASEN, die schon im Herbst 2015 schier besoffen und betäubt in Jubelarien ausgebrochen sind und die neuen Mitbürger in spe als kommende Rentenretter angepreist haben.

    Fällt das eigentlich nur mir auf?

    • Link getrennt (das war glaube ich von Hans Hütt, dem mag ich nichts schicken)

    • Sie haben recht, D.A.
      Ich hatte das obligatorische underscore vor der URL vergessen, mea culpa.

    • @ blackblacky; Obwohl es sich bei der "Nase" im Mutterkutter
      wahrscheinlich um eine prekäre Aushilfe mit Zeilenhonorar handelt, im Redaktionsverzeichnis taucht er nicht auf. Hoffe mal, er ist ein nur Alibi für „Pluralität“, wie der schwarze Jan bei Spon.

  146. Was sind denn die "Identitären"?
    Ich habe jetzt_ aus Zeitgründen- weiß Gott nicht alle Kommentare gelesen, doch mir ist auffällig, daß man sich hier einhellig darüber klar zu sein scheint (ebenso wie der Autor), WAS denn die Identitären seien und für was sie stünden… .
    Mich verblüfft das etwas, denn – obwohl ich schon einige Bücher in dieser Richtung gelesen habe (u.a. Gespräche mit Renaud Camus) und etliche vlogs von Martin Sellner et al. gesehen habe: mir ist keineswegs so klar, a) was sie denn Schlimmes verträten…, b) wie sich der identitäre Gedanke so eindeutig vom zivilisatorischen Gedanken sequestrieren lasse…, usf. .
    Mir stellt sich dann die Frage, ob man sich überhaupt damit beschäftigt hat… oder ob man nur den Gestus pflegt, ohne den man aus dem Kreis „allgemein akzeptierter Annahmen“ herausträte in einen Begründungsnotstand, den jeder so gut wie er vermag möglichst vermeiden will.

    Philosophisch (und ich kenne da aus meinen rudimentären Kenntnissen der Aussagen von Identitären keine Widersprechung) kann es Identität ohne Differenz nicht geben. Insofern ist der Identitäre schlicht jemand, der a) für das Recht auf Individualität ebenso wie b) Liberalität – als Recht des Einzelnen vor dem Staat eintritt.

    Den Einheitsbrei sehe ich eher bei den GEZ-Merkel-Hörigen…

  147. Beim "Deutschlandfunk" findet sich doch manchmal Nützliches,...
    wie hier die Kurzfassung des unfassbar guten Streeck-Artikels von gestern.

    http://www.deutschlandfunkkultur.de/aus-den-feuilletons-gleich-mehrere-interpretationen-der.1059.de.html?dram:article_id=400752

    Habe mich den ganzen Tag auf die abendliche Lektüre gefreut und bin nicht enttäuscht worden.

    Im wesentlichen findet sich der thematisch ähnlich gehaltene Vorgängerartikel Streecks bereits hier:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/regierungsstil-merkels-neue-kleider-14212048.html

    Der jetzige ist jedoch (vor allem im Licht diverser zwischenzeitlicher Vorfälle mit den geschenkten Menschen und natürlich dem Wahlausgang) noch mal prägnanter und in seiner leidenschaftslosen Weise bösartiger als das Vorgängerstück.

    Man hat in etwa den Eindruck, einem Pathologen dabei zuzusehen, wie er bei einer eiskalt fachmännisch gehaltenen Autopsie mit scharfem Skalpell ex post penibel auflistet, welche Kunstfehler dem fleißig schnibbelnden und dabei fortwährend schwadronierenden Operateur unabsichtlich (und halb absichtlich) zuvor unterlaufen sind.

    Eine besondere Delikatesse, auf die ich gleich gestoßen war, fällt natürlich dem Medienmann Müller-Ulrich sofort auf: „…der Presseschauer liest diesen außergewöhnlich langen Text, der eine ganze Zeitungsseite füllt, geradezu mit angehaltenem Atem.

    Zum einen, weil hier im Feuilleton der FAZ der frühere Feuilletonchef der FAZ, Patrick Bahners, für einen vor Jahresfrist gegen Streeck und pro Merkel geschrieben Artikel gewissermaßen zurückgeohrfeigt wird, und zwar mit der Formulierung, er habe da „eine für die Hochzeit der Ära Merkel nicht untypische Interpretation der Rolle des politischen Journalisten als Panegyriker“ an den Tag gelegt.“

    Der unsägliche Chefdonaldisten-Artikel, der mich (neben den Hütt-Elaboraten) zeitweise an der FAZ zweifeln ließ/lässt, findet sich passenderweise hier:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/merkel-bashing-die-hilflose-kritik-an-der-kanzlerin-14437389.html

    Ich halte den Streeck-Artikel, so wie er plaziert ist und in dieser Länge schon für einen ziemlichen Paukenschlag…

    Zusammen mit der Tatsache, dass Merkelnähe mittlerweile offensichtlich einen Nachteil fürs politische Fortkommen darstellt (siehe den Fall Schavan und die KAS)

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/angela-merkels-niederlage-in-der-adenauer-stiftung-15290836.html

    und der absehbaren Ergebnislosigkeit des Jamaica-Gewürges sind die rapide zunehmenden Risse im Fundament der Kanzleramts-Camarilla (und tendenziell der gesamten Merkel-CDU) nicht mehr zu übersehen.

  148. Neues im Kuhbiggy Thema... Herr Oberländer... gestern ging`s..
    … um Mobilität… heute um Bildung.

    Mobilität gibt`s ja eigentlich noch nicht so lange.
    Früher ist man gelaufen oder gefahren… ging auch.
    Meine Mobilität fing mit einem Tretroller an, ging dann über Fahrrad zum Auto…. Erwachsener fahren halt Auto.. Kinder bleiben beim Fahrrad kleben. ;)

    • So... stell jetzt noch ein paar Seekühe in`s Thema...
      …. Herr Oberländer…. Seegurken vielleicht, wenn der Don mal wieder was für Veganer macht

    • Enteignung!
      Es geht nicht nur um Mobilität, sondern wiederum um Enteignung, wenn die Karosse, immerhin oft deutsches Wertprodukt höheren Ranges, plötzlich nichts mehr wert ist. Das ist dann mindestens das Dritte, das entwertet wird. Zuerst waren es die Sparkonten, dann die Lebensversicherungen, alles sehr deutsch, übrigens, und da sollte es klingeln. Das Gute an diesem Land ist für manche ein „mieses Stück Scheiße“, sparsame Bürger mit Lebensversicherung, einem Benziner und einem Diesel, je nach Portemonnaie sorgfältig ausgesucht und teilweise schön.

      CSU und FDP sollten das nicht mitmachen. Neuwahlen mit anderem Kanzlerkandidaten sind gewinnbar.
      Grüne sind Kryptokommunisten.

      M.E. geht es in Deutschland auch darum, dass viele gern für ohre
      den Erwerb besagter Karosse gearbeitet haben, sich damit also identifizieren, während Franzosen in Essen und Kleidung, Engländer in häusliche Kultur mehr investieren.

    • Damit - weil weniger kippgefährdet - fing's doch üblicherweise an:
      images1.dawandastatic.com/Product2/60795/60795603/product_l/1395652370-568.jpg

      (v.gd/NM5fWe )

      damals natürlich ohne die heutige Hinterachshülsenkonstruktion für die elterliche (sowenig Zeit muss sein!) Ungeduldschubstange…

    • Nanu, lieber FJ45, hatten Sie denn kein Dreirad, wundert sich Frauke Amgelin und sie sagt:
      Nein.Signorina ….
      …dafür war ich noch zu jung
      https://cdn.rideapart.com/wp-content/uploads/2014/12/Servi-Car.jpg
      Viele Grüße an Sie
      FJ45

      P.S Hatte wirklich keins.

  149. Bauernhochzeit anno 2017
    Ein wenig war ich ja überrascht, dass Sie, werter Don, die Gelegenheit gar nicht für einen Bogenschlag zu höfischen „Bauernhochzeiten“ genutzt haben. Da gibt’s ja einiges an hinreizenden Bildern aus dem Rokoko: Maria Theresia als keusche Schäferin et al. Déjà-vu irgendwie.
    .
    Inzwischen fühle ich mich schon in Erklärungszwang, dass ich in der Freizeit keine Freude am Kochen habe – anders als gefühlt alle anderen in meinem Umfeld (erst kürzlich nur gab eine Freundin verschämt zu, dass es ihr ähnlich erginge; dafür ist ihr Mann umso kochfreudiger). Ich würdige das Mahl lieber mit festlicher Kleidung und entsprechendem Gedeck. Kleidungskultur ist ohnehin mein Lieblingsindikator für bürgerliche Kultur.

  150. Verhandlung würde ich die Jameikaprozedur nicht nennen
    Ich verstehe eigentlich nichts von angewandter Politik, aber viel von Verhandlungen. Mir ist völlig unklar, wer in Jamaika der Verhandlungsführer oder Führerin ist. Indem man nächtelang zusammensitzt, kommt man nicht zu einem Ergebnis. Es muss jemanden geben, der einen Plan hat, wo es hingehen soll. Meiner Erfahrung nach braucht das nicht automatisch der oder die formal Mächtigste zu sein. Auf wen oder was warten Merkel, Lindner, Seehofer, Trittin und co.?

    • Ergens war das mal beschrieben, finde es aber im Moment nicht, Tiger:
      Die Madam ist die – wie soll man sagen? – Koordinationsmamsell. Also die wo die Worte erteilt und den ganzen Haufen dirigiert.

      Halte ich persönlich für eine durchaus schlechte Idee. Da sollte jemand mit Überblick und logisch-klarem Denken sitzen. Nicht eine Physikerin (?), deren Abschlussarbeit in allen Kopien im Orkus der Geschichte versunken ist.

    • Tage und Nächte durchverhandeln
      und dann übermüdet und erschöpft Hau Ruck Entscheidungen treffen die so weitreichend sind das sie das Schicksal von Ländern und Völkern bestimmen. Das ist Merkels Stil.

  151. Sondierung und so
    Schön, dass es jetzt wieder eine Runde Freischaltungen gab.
    Meine Hoffnung waren viele viele bunte Kommentare zu dem Thema. Also ironisch, intelligent, naja, und alles was sonst noch fast nur noch hier zu finden ist. Die MSM machen da ja seit heute früh eine bierernste Angelegenheit von. Und versuchen jeden Luftzug zu interpretieren, als würde der nächste Papst gewählt.

    Dabei wissen wir nun schon, spätestens seitdem uns die Pressestunde gestern darauf hingewiesen hat, dass es sowieso keinen grossen Wurf, keine Vision, nichts Umhüllendes geben wird, nichts Vereinigendes und nichts das die Deutschen stolz machen wird.

    Wenn sie durchhalten, die vier, vier Jahre durchhalten, wird es vier Jahre mindestens genauso einen Stillstand mit gegenseitigen Blockaden geben wie wir ihn schon in den letzten vier Jahren sehen konnten.
    Keine grossen Würfe oder Entwürfe. 25 € mehr in die rechte Hosentasche, und dafür 24,99 € aus der linken Hosentasche gezogen.

  152. Entsetzen
    ht tp://www.faz.net/aktuell/politik/inland/rassistische-tweets-leipziger-professor-drohen-konsequenzen-15295682.html
    hat mich entsetzt. Wirklich.
    Da wird also ein Jura-Professor angegangen wegen seiner Aussagen. Die ’natürlich‘ rassistisch sein sollen. Das ist mein Thema hier aber nicht.
    Guter Journalismus haut dann nicht alles in den gleichen Topf, und das wird hier leider gemacht.
    „Es gibt keinen friedlichen Islam. Dschihad ist der Auftrag dieser Leute. Deutschland wird sich mit dem wohlmeinenden Irrtum selbst zerstören.“ gehört zu den inkriminierten Aussagen. Und zum Schluss auch die hier: „Ja, es wird wärmer. Nein, es liegt nicht am Menschen. 100000 years ago wars auch schon so.“

    Natürlich war da auch anderes dazwischen. Aber, nochmal, das interessiert mich hier nicht. Wenn es um ein Disziplinarverfahren gegen diesen Hochschullehrer geht, sollte der etwas bessere Journalist zunächst einmal die (vermeintlichen) Aussagen des guten Mannes in die aufteilen, die kristallklar eigener Meinung entstammen, und diejenigen, die vielleicht etwas Strafbares beinhalten *könnten*.
    Oder sind wir schon so weit, dass Bestreiten des menschengemachten Klimawandels nach einem Disziplinarverfahren rufen lässt?

    • zu FaM
      Zu dem anderen oben:
      Frankfurter Landgericht.
      Sitz: Frankfurt.
      Flughafen von Bedeutung.

      Kürzlich kam doch wieder so eine Korruptionsuntersuchung raus. Ich glaube die nicht. Sicher, Geld wird hier wenig eingesetzt, aber prinzipienlose Gefallen viele getan.
      Es ist doch so: Der Airline sollten die Lande- und Startrechte entzogen werden. Sonst braucht man auch nicht so laut zu tönen (Merkel), Israels Sicherheit sei deutsche Staatsräson, was man eh nicht belegen muss, hoffentlich. Vielleicht würde helfen, mal klarzumachen, dass Antisemiten und antisemitische Gesetze aus anderen Ländern in D nichts zu suchen haben.

      Auch nicht Sender, die von „fest in jüdischer Hand“ parlieren.
      Aber feste druff auf den Professor. Der ist ja, ach, so gefährlich.

    • alles komplett verlogen und verbogen durch Finanzinteressen
      Genau genommen dürfte man keine Airline, keinen Touristen und keinen Migranten aus Ländern, die Israel nicht anerkannt haben, hier anlanden lassen. Denn was die „Sicherheit Israels“ betrifft, ist die Nichtanerkennung der wesentliche Punkt. Somit kann man die „deutsche Staatsräson“ in der Pfeife rauchen, wie so vieles, das aus dem gleichen Mund tönt. Cocolores rauchen.

    • Reinhard Müller scheint
      hier mitzulesen. Vielleicht.

      Immerhin hat er sich *jetzt*, zwei Stunden danach, zu einem Kommentar auf der ersten Seite entschlossen, beinahe zwei Tage nach dem Geschehen.

      Er wäre ja nicht der einzige. Ich weiss es persönlich von noch einem der offiziellen Öfterschreiber, dass sie gerne hier lesen.

  153. Titel eingeben
    Auf bazonline gibt es gerade Berichte zu einer „Gender“-Forscherin, die von ihrer Meinung abweichende Meinungen verboten sehen will.

    • Also das ist doch mal …
      … irgendwie konsequent. Vermutlich hat mindestens ein geschäftsführender Minister den Zeitungsausriß in seinem digitalen Pressespiegel; und schaut versonnen ins Kaminfeuer.

  154. Seereise... Kühe brauchen auch mal frei...
    … meint die Gewerkschaft Nahrung & Genusss.
    http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3717274/860×860?v=1508495277

  155. schade, ohne Chanel
    Ich fand’s schade, dass Claudia nichts von Chanel anhatte. Aber – hab ein bisschen rumgegoogelt – sie trägt abends gern Versace. Das hier finde ich noch besser:
    https://hips.hearstapps.com/hbz.h-cdn.co/assets/15/35/hbz-claudia-schiffer-1994-versace-gettyimages-456077352.jpg

  156. @ Perkeo, Feldmann, Thomas Marx - Höcke und kein Ende, sondern erst der Anfang
    Stellt man sich die Frage, warum es so kommen konnte, wie Streeck es beschreibt und beläßt man es nicht bei seinen – richtigen – allgemeinen Zustandsbeschreibungen (Massengesellschaft, Postdemokratie, „Populismus“ als Globalisierungs-Gegenkultur) und auch nicht bei seinen konkreten –
    Angela Merkel, ein Mensch mit „niedrigen Konsistenzbedürfnis“ aber „extrem konsistenten Willen zur Macht“ –
    so stößt man unweigerlich und als „Symbolbild“ auf Björn Höcke.

    – Mit Höckes schwarz-rot-goldener Armbinde im Fernsehen bei Jauch thematisierte er angesichts des EURO die nationale Frage.

    – Mit seiner Rede – „neulich“ – zur, in den Worten der DDR, zur Erbepolitik, thematisierte er die „Vergangenheitspolitik“.

    – Beides und soziale Verwerfungen und Flüchtlingspolitik machen das „Gärige“ der deutschen Lage aus. Gauland, Meuthen und Weigel erkannten das. Die obergärige Petry nicht, die hält sich nun für Macron.
    Klonovsky scheint mit Bony&Clyde (Pretzell, Petry) Recht zu behalten.

    Statt Höcke zur „Vogelscheuche“ zu machen, sollte man die eigenen Positionen zur Vergangenheitspolitik überdenken (wer sehen will, wie „betriebsblind“ sie kaum modifiziert in den alten Gleisen läuft, lese auf Zeit-online das Interview mit Volkhard Knigge von der Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar und als Beleg für antifantisches den aktuellen Aufsatz ebenda von Dr. Marion Detjen, Historikerin, die den Nationalstaat zum „Flitz“ erklärt und sich in die Ziegen von Kubitschek verkrampft)

    Was müßte eine Neuformulierung, die NS historisiert aber selbstverständlich Antisemitus weiter thematisiert, u. a. beachten:

    – Beispielsweise in die durch 68ig in die Vergangenheitspolitik hineingekommene Ablehnung des Nationalstaates zu korrigieren und nicht genderfaul darauf zu hoffen, dass man diesen mit dem Euro in der Jackentasche auf einer Po-Backe aussitzen kann und den „Rest“ den Antifanten überläßt (Kubitschek in den Kofferraum und Anetta K. und die Blockflötengeschäftsordnung zur Buchmesse schützten die Geistesfreiheit, Sybille Berg wird ihre Hilde Benjamin, Dietmar Dath ist sich jetzt schon aller Lenin).
    – Ziel bliebe die „Zivilcourage“ für alle und der Erhalt von demokratischen Strukturen, damit Zivilcaurage Rückhalt hat (Öffentlichkeit a la Voltaire, Gewaltfreiheit, Gewaltenteilung, Parlamentarismus, pluralistisches Parteiensystem…)

    Asyl für die Meinungsfreiheit, so dankbar man Don Alphonso ist, bei Bloggern sollte die Ausnahme bleiben.

    Es ist die bundesdeutsche Vergangenheitspolitik (68ig plus Post-68ig), die nach der Übernahme der CDU durch Angela Merkel ihren pluralistischen, antitotalitären Konsens verlor (Seehofer kann im Gegensatz zu Strauß gar nichts damit anfangen) und heute zu – weltweiten – politischen Fehlwahrnehmungen durch die politisch-mediale Klasse führt.

    Wolfgang Streeck setzt zurecht auf die Pointe von Macron und der SPD.

    Aber, wurde Macron (bzw. auch diejenigen vor Macron, die nicht Le Penn waren, auch wenn sie mit Putin tanzten) incl. Paris nicht zum Mekka der deutschen politisch-medialen Klasse. Sehen die überall nur Nazis – oder sind es inzwischen selber antifantische „Vogelscheuchen“ in der Wirklichkeit?
    – man lese dazu bei Streeck die Passage zum Parteitag der AfD in Köln und denke sich die bundesdeutsche Kritik an Putin dazu.

    – von meinen freiwilligen Morgenthauplan für Deutschland, wenn man nicht schlafen kann, weil man sich vorstellt wie Angela Merkel mit Claudia Roth und den Hubschraubern von von der Leyen gegen Putin und Trump die Welt-Werte retten und in der „Zeit“ über dt. Atomwaffen nachgedacht wird, will ich gar nicht wieder anfangen.

    zu den Reichsbürgern:
    1871 ff schenke ich mir hier. Möglicherweise sind diese u. a. eine Spätfolge der juristischen „Nichtannahme“ von den „Potsdamer Verträgen“. Eine einfache Heilung mit einem zurück zur Verfassung von 1871 halte ich nicht für möglich.

    Meine Idee:
    Wir erklären uns für eine Übergangszeit alle für Zonis, sosehr das dem Wessi schmerzte und geben uns dann mit 146 eine Verfassung. Gern ohne Euro.

  157. Wenn ich Lindner wäre....
    @Uwe Dippel – Man könnte das auch anders sehen. Warum zum Beispiel, sagt Lindner nicht: Schluss mit Jamaika, wenn er meint die CDU rechnet den haushaltspolitischen Spielraum künstlich klein, um damit ihr Ziel Soli-Abbau zu torpedieren? Dann muss Frau Merkel sehen, wie sie mit einer Minderheitsregierung durchkommt. So ein Verhalten von Lindner wäre nicht staatspolitisch verantwortungslos. Es gibt Situationen in denen es einfach keine Kompromisse gibt.

    • Tiger, ja, er hat das ja gesagt!
      … wie schon so vieles vorher …
      „… ist Schluss …“
      Dennoch hat er am Freitag weitergemacht.
      Und auch für heute Abend hat er das für 18:00 angekündigt.
      Bei Bedarf macht er natürlich weiter. Wetten?
      Irgendwie erinnert er mich an meinen Lügenpapst, den Vorsitzenden des ‚Planeten III‘. Oder so ähnlich.

  158. Walhalla-style
    Werter Don, vielen Dank.

    Ich habe bereits einige Ihrer in diesem Blog veröffentlichten Gedanken gelesen und es stets genossen.

    Beginnend mit bei dem Heroen, der mittels eines in die Jahre gekommenen Rades mit nur einem Gang die Brutale Bergtour vielfach meisterte und bei diesem Vergnügen auch sein Leben lies, bis heute.

    Wortneuschöpfungen oder einfach mir unbekannte Kombinationen bringen mich immer wieder zum schmunzeln und retten mir den Tag.

    Auch wenn ich keinen Schimmer habe was walhalla-style in den Mund stopfen bedeutet, ein breites Grinsen hinterließ es dennoch auf meinem Gesicht.

  159. Lindner und die 80%
    Werter Herr Dippel!
    Ich sehe das ein bißchen anders. 80% aller Leute machen das richtige, wenn man ihnen klare Anweisungen gibt. 10% sind smart, können schwierige Entscheidungen selbst treffen und sind damit geborene Manager, 10% sind Problemfälle. Lindner gehört zu den 80%.
    Was das Gewinnen von Wetten betrifft, sind wir damit gleich auf.
    Mit besten Grüssen
    Der Tiger

    • Von wem soll FDP-Lindner die Anweisungenen bekommen?
      … Und wenn wir schon dabei sind, wie ist es mit Steinmeier, Schäuble, Merkel & Co, wem berichten die? Dem Volk, der Bevölkerung, der Weltbevölkrung sogar?

    • Erfolgreiche und weniger erfolgreiche Einflüsterer
      @extranet – Das ist eine sehr interessante Frage. Ehrlich gesagt habe ich auf so einen Kommentar gehofft, denn dass Herr Lindner sich hier im Blog seine Einsichten holt, nehme ich nicht an. Ich glaube, er hat wirklich gedacht, er könnte die anderen mit seinem Sechs Uhr Termin unter Druck setzen, als Macher erscheinen und erreichen, was er will, nämlich Minister werden. Aber er ist halt kein Macher und deswegen hat es nicht geklappt. Wer ihm das eingeflüstert hat, weiss ich nicht.
      .
      Was die Einflüsterer von Merkel, Steinmeier und Schäuble betrifft, kann man auch spekulieren. Man muss allerdings diesen Einflüsterern zu gute halten, dass ihre Marionetten damit schon seit Jahren sehr ansehnliche Karrieren machen und auch nach dem Jamaikabruch unter dem Eindruck zu stehen scheinen, dass die Musik für sie immer so weiter gehen wird. (Was auf Lindners letzten Schachzug und seine Reaktion nicht zutraf).

  160. Anweisungen an Frau Merkel?
    @extranet – Gerade las ich: „Ich habe das getan, was ich konnte“ von Frau Merkel. Das hat mich göttlich amüsiert. Seinerzeit, als ich noch berufstätig war und eine Firme kam mir mit so einer Ausrede, pflegte ich zu sagen: ‘Wir werden zahlen was wir können —- was halten Sie davon?’
    .
    Offensichtlich hat Frau Merkel nicht verstanden, dass es in ihrer Funktion nicht reicht, zu tun “was man kann”, sondern erfolgreich zu sein. Die Jamaika Unterhandlungen sind geplatzt. Das ist ihr Versagen als Managerin dieser Angelegenheit. Vor ein paar Jahren haben wir uns hier im Blog mal über Frau Merkel unterhalten. Ich will niemand mit Wiederholungen langweilen, aber wenn es Sie interessiert, können sie es hier nachlesen:
    .
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2013/02/06/verbindender-wohlstand-und-trennende-katastrophen.aspx

    • Fernsteuerung aus den USA - auch nicht mehr das, was es einmal war?
      Liebe Frau Dr. Der Tiger, danke für die Hinweise! … Eine Pastorentochter in der DDR, die studieren durfte und das sogar in Moskau, hatte ausgesprochen ungewöhnliche Privilegien. Gegenleistungen sind dafür gängig. http://blogs.faz.net/stuetzen/2013/02/06/verbindender-wohlstand-und-trennende-katastrophen-2979/ – Mutti als Multi-Agentin, vorstellbar ist es.

      Vatti Steinmeier scheint gradlieniger zu sein, welcher Fraktion der Unionisten er angehört, hat er nach der Wahl Trumps gezeigt. Als höchster Diplomat des Landes damals meckerte er öffentlich über die Wahl des Präsidenten seiner Schutzmacht; so etwas kann man sich „straffrei“ nur erlauben, wenn man dazu angewiesen wird. Fragen Sie mich nicht, von wem; ich weiß es nicht. So kann ich mir die russische Geschichte vor hundert Jahren ungefähr vorstellen,Wladimir Iljitsch Uljanow und Lew Dawidowitsch Bronstein gestalten die Zukunft, und keiner blickt durch (außer Iossif Wissarionowitsch Dschugaschwili).

      https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Lindner ist seit 2011 verheiratet mit https://de.wikipedia.org/wiki/Dagmar_Rosenfeld-Lindner – Sie ist seit 2016 stellvertretende Chefredakteurin von WeltN24. Macht nichts, Doris war sehr viel früher bei der BILD-Zeitung, ihr Mann später bei den Russen.

      „Ein Sympathisant unterscheidet sich vom Mitläufer dadurch, dass er aus eigener Überzeugung handelt und nicht unbedingt aufgrund des Verhaltens anderer.“ Ja, ich bin ein FDP-Sympi, Richtung Lindner. Lese sogar sein Buch: „Schattenjahre“, privat und käuflich erworben. Was bleibt mir sonst übrig? Ein Minister-Amt reizt Lindner nicht, genauso wenig wie Joschka Fischer damals das hessische Umweltministerium. Beide waren/sind zu mehr fähig (nicht „zu allem“).

      P.S.
      http://blogs.faz.net/stuetzen/2011/12/23/der-von-guttenoben-zu-untenwulff-sauber-gebratzelte-konservative-2311/#comment-65599 … Summa summarum: Die Deutschen kriegen die Politiker für die sie zu zahlen gewillt sind. Über deren Qualität sollten sie sich dann aber auch nicht wundern. – Wie wahr!

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