What’s left

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Muss links sein, wer für eine gerechte und soziale Welt eintritt? Eine Debatte über neue Haltungen und alte Weltanschauungen.

Warum soll Ungleichheit ein Übel sein?

| 69 Lesermeinungen

Gleichheit wird maßlos überschätzt. Das meinen jetzt auch ein paar häretische Linke.

Hier kam auch ein Glücksvogel vorbei© Foto ArchivHier kam auch ein Glücksvogel vorbei

Stellen Sie sich vor, ein kleiner Glücksvogel macht Ihnen und allen anderen Lesern dieses Blogs ein Geschenk von einer Million Euro. Für die meisten von Ihnen käme das Millionengeschenk nach den vergangenen turbulenten Tagen an der Börse gerade recht. Aber es würde zweifellos auch die Ungleichheit in der Welt ein klein wenig vergrößern: Die Schere öffnet sich. Doch hätte irgend jemand dadurch Nachteile? Keinesfalls. Niemand verschlechtert seine Situation, einige verbessern sie. Wo ist das Problem? Die Tatsache, dass die vom Glücksvogel bewirkte Ungleichheit alle Nicht-Blog-Leser unglücklich oder neidisch macht, weil sie nicht beschenkt wurden, ist kein überzeugender Einwand: Ressentiment ist menschlich, aber nicht zugelassen vor dem Forum der Vernunft.

Die allermeisten Philosophen halten Ungleichheit gleichwohl für ein großes moralisches Problem. Kommt der Glücksvogel zum Beispiel in Gestalt eines schönen Erbes daher, sprechen sie von „unverdientem Vermögen“: Als ob das Geldgeschenk mit einem moralischen Makel behaftet wäre, weil der Beschenkte für seinen Vermögenszuwachs nichts geleistet hat. So sehr hat sich die Leistungsgesellschaft und das ihr zugrunde liegende Prinzip der absoluten Meritokratie inzwischen als einzige akzeptable Rechtfertigung von Vermögenszuwächsen bei uns eingenistet.

Macht Ungleichheit unglücklich?

Flankierend melden sich neuerdings auch Ökonomen zu Wort, die herausgefunden haben wollen, dass Ungleichheit die Menschen unglücklich macht. Weil immer mehr Volkswirte sich auch für das Glücksempfinden der Leute zuständig erklären, halten sie Ungleichheit für einen unerträglichen Zustand, den es, wenn schon nicht abzuschaffen, so zumindest zu lindern gilt. Als ob sie sich zusätzlich munitionieren müssten, wollen die Ökonomen auch noch den Beweis führen, dass größere Ungleichheit das Wachstum beschädigt. Dahinter steht der Gedanke, dass jene, die weniger Geld haben als andere, durch ihr Schicksal demotiviert werden. Sie würden mehr leisten, hätten sie Zugang zu ihren wahren Fertigkeiten, was ihnen mehr Einkommen und der Gesellschaft einen größeren Wohlstand bescheren würde.

Karrt man all die viele Unzufriedenheit mit der Ungleichheit zusammen, nimmt es nicht Wunder, dass Ungleichheit inzwischen als eine fürchterliche Ungerechtigkeit gilt, die bekämpft werden muss. Die Instrumente sind immer die gleichen: Nehmt den Reicheren und gebt den Ärmeren. Umverteilung soll nach Auffassung der Egalitaristen das wirksamste Mittel zur Herstellung von Gerechtigkeit sein. Darin sind sich alle einig. Sie unterscheiden sich allenfalls in der Einschätzung, wie konfiskatorisch der Zugriff auf das Eigentum der Reichen ausfallen darf. Aber sie treffen sich wieder in der Grundüberzeugung, dass der Zustand der Gleichheit nicht begründungspflichtig ist, jener der Ungleichheit indessen nicht begründungsfähig ist. Wo Ungleichheit war, muss Gleichheit werden, damit Gerechtigkeit herrscht.

Aufmarsch der humanitären Antiegalitaristen

Um so wohltuender ist es, dass sich da und dort subversiver Widerstand regt. Eine kleine, häretische Gruppe „humanitärer Antiegalitaristen“ – die sich mindestens so links verstehen wie die tonangebenden Egalitaristen – hat damit angefangen, die Beweispflicht umzudrehen. „Der fundamentale Irrtum des Egalitarismus liegt in der Annahme, es sei moralisch entscheidend, ob eine Person weniger ale eine andere hat, unabhängig davon, wie viel jeder von beiden hat“, schmettert der Philosoph Harry G. Frankfurt in einem demnächst erscheinenden Büchlein „On Equality“ („Über die Gleichheit“) dem Mainstream entgegen. Frankfurt, geboren 1929, war die meiste Zeit seines Lebens Professor an der Universität Princeton. Weil unscharfes Salbadern diesen Denker nervös zu machen pflegt, widmete er eines seiner bekanntesten Bücher dem Thema „Bullshit“. Vieles, was die Gebildeten heute über Gleichheit daher quasseln, würde Frankfurt gewiss auch Bullshit oder Humbug nennen.

Zwei von Frankfurts Einwänden gegen den Vorrang der Gleichheit sind besonders schlagend. Erstens entkräftet er die Meinung vieler, dass auch beim Geld das Gesetz das abnehmenden Grenznutzens gelte. Und er zeigt zweitens, dass die gute moralische Absicht der Egalitaristen am Ende moralisch unakzeptable Folgen in Kauf nehmen muss. Das Gesetz des abnehmenden Grenznutzens ist die jedermann bekannte Erfahrung, dass das vierte Bier lange nicht mehr so gut schmeckt wie das erste. Somit ist der Nutzen des ersten Glases höher als jener des vierten Glases, woraus die Freunde der Gleichheit die Berechtigung zur Umverteilung ableiten, denn dadurch würde sich der Gesamtnutzen aller Biertrinker erhöhen. Immer schon musste dieses vermeintliche Naturgesetz dafür herhalten, progressive Steuern zu legitimieren. Denn trifft es zu, freuen sich die Reichen über zusätzliches Geld weniger als die Armen, und tut es den Reichen weniger weh, wenn man es ihnen wegnimmt, während die Armen um so mehr Lust empfinden, wenn sie etwas kriegen.

Bei Geld, Sex und Kunst gibt es keinen abnehmenden Grenznutzen

Doch was beim Biertrinken passiert, muss nicht für das Geld zutreffen. Geld ist schließlich unbegrenzt verwendbar zur Befriedigung vieler Wünsche der Menschen. Wer kein viertes Bier trinken mag, freut sich gleichwohl über mehr Geld, mit dem er sich andere Konsumwünsche erfüllen kann. Es könnte sogar sein, dass man sich an mehr Geld immer mehr gewöhnt, so dass der Nutzen zusätzlichen Einkommens sogar noch steigt. Geld gehört – wie Sex oder der Genuss von Kunst – zu einer Gruppe von Dingen, von denen man nie genug kriegen kann, während das den Nutzen steigernde Erleben dabei sogar noch anwächst. Selbst wenn man diese Überlegungen nicht teilt, muss man zumindest anerkennen, dass die Selbstverständlichkeit der Formel „Gleichheit gleich Gerechtigkeit“ morsch wird.

Nicht anders geht es der moralischen Grundüberzeugung, wonach man einen Kuchen am besten in so viele gleich große Stücke teilt, wie Esser am Kaffeetisch sitzen. Das Kuchenmodell ist nämlich irreführend. Dazu stelle man sich ein Medikament vor, von dem ein Schwerkranker mindestens fünf Einheiten einnehmen muss, um zu überleben. Angenommen es gibt nun aber aus Gründen der Knappheit nur vierzig Einheiten dieses Medikaments, aber zehn gleich schwer Kranke, die auf es angewiesen sind, führt die Gleichverteilung dazu, dass keiner überlebt, während acht von ihnen gerettet würden, lässt man Zweie leer ausgehen. Womöglich wollen die Egalitaristen sich nur vor dieser moralisch schwer erträglichen Wahl drücken, wenn sie stur das Gleichheitsziel verteidigen?

Nicht die Herstellung von Gleichheit, sondern die Bekämpfung der Armut auf der Welt wäre den Schweiß der Edlen wert. Dass beides gerne verwechselt wird, ist der eigentliche Skandal: Als ob die Armen etwas davon hätten, dass man die Reicheren ärmer macht. Offenkundig ist der Treiber der Ungleichheitsbekämpfung der Neid; der Treiber der Armutsbekämpfung hingegen ist das Mitleid. Lässt sich Mitleid in marktwirtschaftliches Wachstum übersetzen, weicht die Armut. Wer es nicht glaubt, soll sich in China umsehen.

Das Buch zum Blog von Rainer Hank gibt es hier:

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69 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Materielle Ungleichheit ist per se sicherlich nicht ungerecht. Aber sie ist es (oder wird es) dann, wenn ein anderer, wichtiger moralischer gesellschaftlicher Anspruch verletzt wird.

    Im Gegensatz zu den „Glücksvogel“-Beispielen des Autors, in denen Menschen per Zufall von außen mit Reichtum beglückt werden, verhält es sich in der Realität ja so, dass Menschen im Rahmen der von ihnen selbst installierten Systeme nach Vermehrung ihres Vermögens/Reichtums streben und sich erst über dieses Streben materielle Ungleichheit ergibt. Ursache der materiellen Ungleicheit ist also immer das menschliche Streben nach Selbstbereicherung (hier ganz neutral zu verstehen).

    Nun gibt es aber zwei grundlegend unterschiedliche Motive (Verhaltensziele) des menschlichen Strebens nach Selbstbereicherung:

    Zum einen bereichern sich Menschen, um sich selbst (und ihren Familien) grundlegende Bedürfnisse des Lebens erfüllen zu können. Das ist die existentielle Seite der Selbstbereicherung. Diese hängt eng mit der Lebenszufriedenheit der Menschen zusammen. Sowohl Ländervergleiche als auch Gehaltsvergleiche zeigen, dass Menschen zufriedener sind, je mehr ihr materieller Wohlstand es ihnen erlaubt, ihre grundlegenden Lebensbedürfnisse zu befriedigen. Ist dieser Grad erreicht, steigt die Lebenszufriedenheit nicht weiter an.
    Dieses Motiv als Motivator für Selbstbereicherung findet also ab einem bestimmten „Sättigungsgrad“ eine natürliche Grenze. Es erklärt deshalb nicht das Streben nach Selbstbereicherung, das über ein existentiell vernünftiges Maß hinausgeht.

    Dafür sorgt das zweite Motiv: Menschen streben nach Selbstbereicherung, weil materieller Wohlstand und Reichtum ihnen symbolisch und tatsächlich Geltung, Prestige und Einfluss verschafft. Dies ist die Machtseite der Selbstbereicherung und die einzig relevante Ursache dafür, dass Menschen bestrebt sind, Reichtümer anzuhäufen, die weit über die existenzielle Funktion hinausgehen.
    Auch dieses Motiv ist menschlich (und natürlich auch bei ärmeren Menschen vorhanden) und nicht per se unmoralisch.

    Problematisch wird die Selbstbereicherung aus Machtgründen immer erst dadurch, dass ihre Akteure die Nähe zu den Machtstrukturen der Gesellschaften (Politik) suchen und über ihre eigene Machtposition versuchen, die etablierten Systeme so zu beeinflussen/zu ändern, dass ihr eigener Reichtum immer weiter zunimmt. Natürliche Konsequenz daraus ist eine immer weiter zunehmende materielle Ungleichheit.

    Die Moral kommt dann ins Spiel, wenn die durch machtgetriebene Selbstbereicherung erzeugte materielle Ungleichheit sehr vielen und/oder immer mehr Menschen nicht mehr erlaubt, sich in einem Maß zu bereichern, das ihre existenziellen Bedürfnisse abdecken könnte. Wenn eine große Schicht von Menschen in Armut oder am Existenzminimum lebt, während wenige andere sich in einem Übermaß selbst bereichern, dann (und nur dann) wird ein wichtiger moralischer gesellschaftlicher Anspruch verletzt – nämlich der, dass es wichtiger ist, die Not vieler zu lindern als das selbstsüchtige Streben weniger zu befördern.

    Deshalb: Je größer die materielle Ungleicheit wird, desto ungerechter werden die gesellschaftlichen Verhältnisse.

  2. Bertholt Brecht schreibt dazu
    „Reicher Mann und armer Mann
    standen da und sahn sich an.
    Und der Arme sagte bleich:
    »Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«.“
    Dem ist nichts hinzuzufügen.

  3. Gleichheit als Maß der Dinge, gibt es nur bei Ideologen
    Diese Gleichheit gibt es in der Natur nicht, beim Menschen auch nicht. Komisch, dass ausgerechnet die Leute die Multi-Kulti hypen, z.B. bei der Bildungspolitik auf Gleichschaltung…äähh Einfalt statt Vielfalt drängen. Vielleicht hat es ja was mit Neid, Minderwertigkeitskomplexen oder bürokratischer Regelungswut zu tun. Manche werden ja auch plötzlich zu Moralisten, wenns ums Geld geht, weil sie gerne das gleiche Vermögen hätten wie Bill Gates….aber so hat die Welt noch nie funktioniert, auch nicht im Sozialismus, dem manche Linken schön thetralisch Krokodilstränen nachweinen.

    • @Thomas Wiesengrund
      Die Gleichheit aller wird auch von den wenigsten propagiert. Es geht den meisten um das Maß(!) der Ungleichheit. Das wird – wie auch von Herrn Hank – gerne falsch verstanden.

  4. Unrealiseische Annahmen zum Grundsatz zu erheben....
    …..ist unsachlich.

    „…..ein Geschenk von einer Million Euro…“ wo gibt es so etwas und dieses als Begründung
    zu wählen, um zu belegen, dass „…der eigentliche Skandal: Als ob die Armen etwas davon hätten, dass man die Reicheren ärmer macht….“ ist reine Wortspalterei.
    Bekanntlich verfügen 1% der Reichen über fast 30% des gesamten Vermögens und so soll es nach den Begründungen des Autors auch bleiben, denn alles andere ist nur Neid.
    Herrn Hank als Lobbyist der Reichen zu bezeichnen, ist sicher nicht ganz falsch.

  5. ich finde es legitim wenn..
    ..sich Personen die durch tatsächlich durchdachte Arbeit, Risikobereitschaft, Glück und Verstand etwas leisten und sich somit etwas gönnen können. Alle anderen Versionen wie, Macht durch Unterdrückung, sinnlose Verschwendung von hart erarbeitetem (bis zu 3 Generationen zurückliegend), Sichel und Hummer Kollegen aus dem Osten, linkes Gespiele im Westen (wichtig ist das er Schal sitzt und die Bibliothek groß genug ist, man muss ja was zu blubbern haben), Seilschaften von Intellektuellen die die Behörden durchziehen wie ein Geschwür, usw. usf.
    Also wer die legitimen Sachen auf sich vereinen kann dem wünsche ich viel Bedacht und ein gutes Gefühl bei weiterführenden Geschäften. Grüße.

  6. Die Geldmenge im Finanzsystem
    Ist zum jetzigen Zeitpunkt t=0 konstant. Also was einer an Vermögen hat, hat ein anderer entsprechend weniger.

    Nun steigt die Geldmenge kontinuierlich, dieses neugeschöpfte Geld aus Luft kommt aber auch zu erst nur denen zugute die bereits über große Vermögen verfügen und am Hebel sitzen.

    Irgendwann kommt es auch bei dem Arbeiter an, aber bis dahin hat es bereits die Preise (Inflation) getrieben.

    Außerdem muss der vermögenslose Arbeiter und Steuerzahler (ohne Zins- u. Kapitaleinkommen) für die Zinsen der Vermögenden aufkommen.

    Wer die Armut bekämpfen will muss auch gleichzeitig den Reichtum (der wenigen) bekämpfen, anders geht es nicht.

    Wikipedia Stichwort Vermögelsverteilung:

    „Nach Oxfams Berechnungen aus dem Jahr 2014 verfügen die reichsten 85 Menschen über denselben Reichtum wie die ärmere Hälfte der Erdbevölkerung zusammen. Nach dem Bericht verfügen diese 85 reichsten Menschen über ein Vermögen von 1 Billion Britische Pfund, was dem Vermögen der 3,5 Milliarden ärmsten Menschen entspricht. Das Vermögen des reichsten Prozent der Weltbevölkerung belaufe sich weiterhin auf insgesamt 60,88 Billionen Pfund.“

  7. Ungleichheit ./. Freiheit
    Wer die Ungleichheit abschaffen will muss die Freiheit einschränken.
    Mehr Gleichheit bedeutet weniger Freiheit und mehr Freiheit bedeutet weniger Gleichheit. In Ruanda wollten Hutu und Tutzi Ungleichheit abschaffen. Ein Mittel war, da die eine Gruppe körperlich größer war als die anderen, den größeren die Füße abzuhacken.

  8. Ein nicht juristisches, nicht christlich-spirituelles, nicht marxistisch-fundamentales
    nicht vulgär-sozialdemokratisches Statment, von einer Weltreligionen, die immerhin 250-500 Millionen Anhänger hat. Eine Statement zur völlig unterschiedlichen, existentiellen, qualitativen Ausprägung von Menschen von dem ehrwürdigen, buddhistischen Mönch Ajahn Buddhadasa:

    „Wenn ein Geist, durch welche Methode oder Mittel auch immer,
    von allen Spuren der Gier, des Hasses und der Verblendung befreit
    wurde, kann man von ihm sagen, er sei ein leerer oder freier Geist.
    Wir beziehen uns hier aber nur auf das, was aktiv getan wird. Wenn
    man tief schläft, ist der Geist auch leer! Dieser Zustand entspricht
    zwar der echten Leere, aber wir haben ihn nicht aktiv mit Absicht
    hervorgebracht. Das fällt nicht in die Kategorie Dhamma-Praxis.
    Wenn wir uns aber auf irgendeine Art bemüht haben, daß der Geist
    von Gier, Haß und Verblendung geleert wurde, und sei es nur für einen
    kurzen Moment, dann wird der Geist als frei und leer bezeichnet.
    Diese Freiheit und Leerheit kann graduell gesteigert werden, bis
    zur Vollkommenheit – zu absoluter Freiheit und Leerheit. Ein Arahant
    (Vollendeter) ist absolut frei. Ariya auf niedrigeren Entwicklungsstufen sind weitgehend frei. Ein einfacher Weltling kann gelegentlich
    frei und leer sein.“ (Ajhan Buddhadasa, „Das buddhistische ABC“ S. 57,58)

    • Mit Verlaub...Herr Ajahn Buddhadasa irrt.
      Es gibt weder energieleere, noch von Energie befreite Räume,
      auch Geistraum ist Energieraum.
      Die Befreiung ist eine Befreiung von geistiger Unreife durch
      Wandel in Reife. Somit ist jeder Raum vollkommen gefüllt.
      Nur die Reifestände sind different.
      Vollkommene Reife wäre nach Pi vollkommene Rundheit des Geistes.
      Da aber spiralförmiges Zeit-Raumwachtum auch der Geist-Energie stattfindet, ist nur angenäherte, dem Menschen und der Erde angepaßte, Geist-Rundheit, Geist-Vollkommenheit = humane Vernunft
      möglich. Das ist das evolutionäre Geist-Energie-Wachstumgesetz
      nach Pi; auch des gesamten Universum. Unreife/Reife-Wandel und
      Wachstum in allen möglichen Energie-Weisen-Kreislauf-„Gleichnissen“.
      s. Energieerhaltungssatz.
      Der Kreis, die Kugel, der spiralförmige Raum-Zeit-Wandel-Auf/Abbau…
      nie endende Reifesymphonien, Energiezyklen, der Energiehalbheiten, Energie-Dualitäten, die zusammen ein Ganzes (Volles) bilden….u.s.w.
      Dem ehrenwerten Mönch fehlt Energie Grundlagenwissen.

  9. Leistungsprinzip
    Wer mehr leistet soll auch mehr verdienen, das moechte ich auch fuer mich selbst in Anspruch nehmen. Allerdings hat das seine Grenzen! Wenn einzelne Menschen bis ueber mehrere (Zehner)-Milliarden Dollar (oder Euro etc.) verfuegen, andererseits aber 795 Millionen Menschen auf dieser Erde nicht ausreichend zu Essen haben, ist das mehr als unmenschlich. Da halte ich es lieber mit dem neuen Testament: „Eher geht ein Schiffstau durch ein Nadeloehr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“ Man muss kein Christ sein, um den Sinn und die Tragweite dieses Gleichnisses zu verstehen! Auch im Islam gibt es daher den Zakat, der Eigner dieser Riesenjacht aus den VAE scheint sich nicht daran gehalten zu haben?

  10. Titel eingeben
    Gott, die Götter und das Schicksal haben für die Menschen keine Gleichheit vorgesehen. Schon die Lebenszeit der Menschen ist unterschiedlich bemessen, im Durchschnitt für Frauen sechs Jahre länger als für Männer. Manche sterben schon bei der Geburt oder früh, andere werden viele Jahrzehnte alt und einige wenige leben sogar über hundert Jahre. Die einen verfügen über eine gute Gesundheit, andere kränkeln oder haben schwere Leiden zu erdulden. Es gibt schöne und hässliche Menschen. Einigen fällt das Glück in den Schoß, viele haben immer wieder Pech. Einzelne sind Genies, viele haben mäßigen Verstand und eine ganze Menge sind überhaupt nicht gescheit, ein paar sogar strohdumm oder verrückt. Einzelne sind superreich, viele andere sind ärmer, führen aber ein gleichermaßen ordentliches Leben, und manche sind arm, nicht
    ganz wenige auch süchtig oder kriminell. Gott, die Götter, das Schicksal
    haben die Gleichheit der Menschen nicht eingeplant. Aber es gibt natürlich
    eine ganze Reihe von Phantasten und Soziallehrern sowie auch Träumern,
    denen die Gleichheit der Menschen ein theoretisches oder angestrebtes
    Ziel bedeutet. Das ist unerreichbar und inhuman, weil es nicht der
    Natur entspricht, die den Menschen Unterschiedlichkeit und nicht Einheitlichkeit und Gleichheit verordnet hat.

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