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Wostkinder

Wostkinder

Die Wahrheit liegt irgendwo zwischen Ost und West.

15. Dez. 2014
von Katrin Rönicke
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Sozial is‘ Muss

Im ausklingenden Jahr 2014 konnten die Menschen trotz Wendefeiern wieder beobachten, wie der Konflikt Ost vs. West eine Renaissance erlebte. Da war von einer „Neuauflage des Kalten Kriegs“ die Rede. Manche behaupten, dieser ginge vom Westen aus, andere sehen Putin als Verursacher. Ein Kalter Krieg ist das wohl kaum, aber Russland entwickelte sich im Verlauf des ausgehenden Jahres zu einem Player, der mehr und mehr als Antagonist gegen westliche Werte auftritt. Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Frieden und die Souveränität anderer Staaten achten – auf all so etwas scheint man dort nicht mehr viel zu geben.

Betrachtet man andere Länder Ost- und Südosteuropas, kann man ähnliche Tendenzen an allen möglichen Ecken und Enden entdecken. Autokratische Regime erstarken und lassen westliche Politiker „Besorgnis“-Arien anstimmen. In Ungarn hängt ein Großteil der Medien direkt an staatlichen Finanzmitteln und wer nicht Fidesz-freundlich genug ist, fliegt. In Mazedonien sitzt ein Journalist als politischer Gefangener in Hausarrest. In der Türkei sprechen manche von einer „Putinisierung“ der Politik, denn eine echte Opposition gibt es nicht, Bürgerrechte werden massiv eingeschränkt, wie die Proteste im Gezi-Park 2013 zeigten und auch hier werden die Möglichkeiten der Meinungsfreiheit eingeschränkt, zum Beispiel mit der Befugnis, Internetseiten ohne richterliche Genehmigung zu sperren. Dies sind drei Beispiele, in denen eine Form der Politik angestimmt und ausgeübt wird, deren demokratische Legitimation hinüber ist. Die Abwendung von der Demokratie ist eine Abwendung vom westlich geprägten Wertekanon. Ein Rückzug auf eine sehr zynische Betrachtung von Realpolitik findet statt, die Interessen sind oft rein innenpolitisch geleitet, Korruption spielt nicht selten eine große Rolle und man fragt sich, worin jetzt genau die Verbesserung im Vergleich zum vorherigen, sowjetischen Regime bestand. Weiterlesen →

15. Dez. 2014
von Katrin Rönicke
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30. Nov. 2014
von Marco Herack
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In der Gendertröterei…

Eine der seltsamsten Ausprägungen westlicher Lebensart sind die „Gender Studies“. Im Kern geht es darum, die Festschreibung von Weiblichkeit und Männlichkeit überall da zu erforschen und zu hinterfragen, wo sie auftauchen. Also überall. Mittlerweile gibt es so viele Abwandlungen dieser Studienrichtung, dass sie sich gar nicht mehr in Absätze fassen lassen. Zweifelsohne aber haben Konstruktivisten sehr viel Freude an diesem Studienfach, denn der Mensch als Gesamtes erscheint oftmals als reine Konstruktion und regelrecht planbar.

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30. Nov. 2014
von Marco Herack
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26. Nov. 2014
von Katrin Rönicke
10 Lesermeinungen

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Denken Sie noch in Ossis und Wessis?

Am 07.11. war ich zu Gast beim rbb Kulturradio, um im „Hörerstreit“ zu der Frage, ob man sich noch als „Ossis“ und „Wessis“ sehe, eine Art „Expertinnenmeinung“ einzubringen. Schon als die Anfrage dafür bei mir reinflatterte, bekam ich ein bisschen Schiss. Man möchte nichts Falsches sagen, die Frage ist brisant. Sagt man „Ja, ich sehe mich als Ossi“, dann impliziert man eine alte Grenze – die sogenannte Mauer im Kopf – und zeigt, wie sehr man in der Vergangenheit hängengeblieben ist. Beantwortet man die Frage mit „nein, ich empfinde mich als Deutsche/Europäerin oder gar Weltbürgerin! Alles andere ist doch Blödsinn!“, dann zeigt man eine gewisse Ignoranz, auch Arroganz gegenüber der Geschichte und fast schon eine Art kapitalistischen Opportunismus, zumindest, wenn man als Ostdeutsche so antwortet und so denkt. Oder nicht? Weiterlesen →

26. Nov. 2014
von Katrin Rönicke
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09. Nov. 2014
von Katrin Rönicke
12 Lesermeinungen

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“Können wir jetzt bitte mal den Hitler-Stalin-Pakt machen?”

Constanze Kurz und Frank Rieger erzählen über ihre Erfahrungen vor, während und nach dem Mauerfall. Von den Parallelen der Überwachung der Stasi mit der Post-Snowden-Welt und was heute anders ist. Weiterlesen →

09. Nov. 2014
von Katrin Rönicke
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