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Ein Gespräch mit Sabine Rennefanz

22.05.2013, 12:28 Uhr  ·  Wir sprechen mit Sabine Rennefanz über das Buch "Eisenkinder, ihr Leben und die Wendezeit. Wir spüren der Frage nach, was die Wende im Menschen auslöste und wie daraus der NSU entstehen konnte.

Von

Liebe LeserInnen,

heute ist alles anders. Es existiert kein langer Text, den Sie lesen können. Es gibt keine kommentierten Bilder oder ähnliche Varianten, die immer wieder in dieses Blog einflossen. Dafür gibt es eine Audio-Datei und ein Gespräch über rund 1:20h. Wir bitten Sie, sich Zeit zu nehmen.

Katrin Rönicke und ich haben uns hierzu mit Sabine Rennefanz, der Autorin des Buches Eisenkinder, getroffen. Wir sprachen über ihr Leben und ihre Sichtweise auf diese Welt. Es wurden Wahrnehmungen abgeglichen und der Frage nachgegangen, wie Sabine Rennefanz die Wende wahrgenommen hat. Welche Erfahrungen sie in Ost- und mit Westdeutschland machte. Das Gespräch lehnt sich an das Buch „Eisenkinder“ an, es geht aber auch darüber hinaus und vermag vielleicht einen kleinen Einblick geben, woher das Bedürfnis einer dritten Generation kommt, sich jetzt mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Es ist ein Podcast, ich würde es aber gerne ein Gespräch nennen. Bei der Erstellung dieses Podcasts, und im Gespräch, ist uns sehr eingehend bewusstgeworden, wie wichtig dieses Format für das Blog ist. Es stellt eine Verlängerung unserer Arbeit dar und ermöglicht uns, unsere Sichtweise sehr tief gehend durch die Erlebniswelten anderer Menschen zu ergänzen. Mit diesem Format stellen wir uns auch bewusst dem Trend zur medialen Verkürzung entgegen. Es braucht nicht des Gebrülls eines Jahrmarktes, wenn Themen aufbereitet werden. Das Menschliche und der Mensch, brauchen Zeit für sich und für Themen.

Dieses Gespräch ist ein Anfang. Wir werden diese Gespräche immer wieder führen und auf dieser Plattform einfließen lassen. Nachstehend finden Sie einen Mediaplayer, in dem Sie sich das Gespräch auf dieser Seite anhören können.

Für mobile Hörer und „Podcatcher / Podcast Clients“ stellen wir Feeds zur Verfügung:

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (3)
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0 Baldur Jahn 25.05.2013, 23:38 Uhr

Immer an den Hörer denken

Wenn man sich interessiert, wie eine andere Generation als die eigene den "Westen", die DDR, Wende (Revolution)und Wiedervereinigung erlebte und daran welche eigene Lebenshaltung daraus entwickelt wird, so war das Gespräch mit Frau Rennefanz ein Gewinn; denn sie ordnet ihre Sichtweise nicht jeweiligen Lehrmeinungen und gerade herrschenden Meinungen unter, sondern besteht auf ihren Erfahrungen und beachtet diejenigen ihrer Familie. So gelingt ihr auch ein Zugang zu den "NSU-Hintergründen", der plausibler ist die Oberflächlichkeiten, die man gemeinhin hört (von Antifa bis dahin, dass bereits die Stasi - angeblich - die "Rechten" schützte und züchtete). Eine formalistische Kritik: Beim Reden immer an den Hörer denken. Sprechen sie sich bitte mit den Namen an, damit man weiß, wer gerade etwas sagt oder sagte. Vielleicht sind 45 min - a la Phoenix - oder 60 min auch ein gutes, festes Maß, was von sich aus zur Konzentration zwingt.

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

0 Frank Passudetti 24.05.2013, 21:57 Uhr

Vielen Dank

für das schöne und aufschlussreiche Gespräch. Frau Rennefanz Aussagen zum Bildungswesen der DDR kann ich nur zustimmen. Glückwunsch!