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Wostkinder

Wostkinder

Die Wahrheit liegt irgendwo zwischen Ost und West.

„Ich wollte immer in der Demokratie leben, aber nie im Kapitalismus“

| 26 Lesermeinungen

Ein Podcast mit der Bürgerrechtlerin Daniela Dahn: Die Autorin zahlreicher Bücher war Gründungsmitglied des Demokratischen Aufbruchs und kämpft bis heute für Freiheit und Gerechtigkeit gleichermaßen.

Sie war immer eine engagierte Bürgerin – in der DDR, wie auch heute. Als Fernsehjournalistin berichtete sie in der DDR für „Prisma“ über die Mängel im Wirtschaftsleben der DDR. Ab 1982 übte sie als freie Autorin, die auch in der BRD veröffentlichte, Kritik am System. Sie war dabei, als die oppositionelle Gruppe Demokratischer Aufbruch sich gründete und stritt für mehr Freiheit. Dennoch wurde sie nach der Wende einer der prägnantesten und schärfsten Kritikerinnen der Geschehnisse rund um Enteignung, Treuhand-Verhalten, Anpassung und Übergang in den Kapitalismus.

Sie ist Trägerin des Kurt-Tucholsky-Preises für literarische Publizistik, der Luise-Schroeder-Medaille der Stadt Berlin und des Ludwig-Börne-Preises. Dahn will stören, will sich einmischen und verlangt von uns Neugier für die Geschichte. In Ihrer Rede zum Tag der Deutschen Einheit sagte sie vor zehn Jahren, am 03. Oktober 2003:

„Wer nicht versucht hat, sich einzumischen, soll nicht behaupten, es ginge nicht. Sich schreibend einzumischen, heißt stören. Wer zufrieden ist, schreibt nicht. Schreiben heißt abweichen und rebellieren, attackieren und ironisieren. Schriftsteller sind nicht dazu da, Harmoniebedürfnisse zu erfüllen. Sie müssen auch keine Hoffnungen machen und Lösungen anbieten. Dafür haben wir ja Politiker. Schriftsteller sollten auf ihre Art das Problembewusstsein schärfen und die Sensibilität der Menschen füreinander wachhalten. Nur wer so gezielt zuspitzt, dass er einen empfindlichen Nerv trifft, wird überhaupt gehört. Und muss dann selbst mit Angriffen rechnen.“

Diese Haltung erlebten die Wostkinder in ihrem Gespräch von gut anderthalb Stunden ebenfalls. Dahn erzählte dabei von ihrer Arbeit als Journalistin und Autorin in der DDR, von den Enteignungen nach der Wende – von denen sie wie Millionen Ostdeutsche auch, persönlich betroffen war. Sie spricht mit uns über die Transformation des Wirtschaftssystems mit seinen gravierenden Folgen, über die Auswirkungen des Wegfalls des „Kokurrenzsystems Sozialismus“ und den aktuellen Zustand der Demokratie. Wie behindern die Massenmedien einen ehrlichen Diskurs, eine offene Auseinandersetzung mit der deutsch-deutschen Geschichte? Bietet das Internet als mögliche Gegenöffentlichkeit einen Hoffnungsschimmer? Was erwartet Daniela Dahn von der Generation ihrer Tochter, der 3.ten Generation Ost? Und: Hat sie eine Antwort auf die Gretchenfrage nach Freiheit vs. sozialer Gerechtigkeit?

Hören Sie sich die aktuelle Folge des Wostkinder Podcasts hier an:


Für mobile Hörer und Podcatcher/Podcast Clients stellen wir folgende Feeds zur Verfügung:

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Links und Hintergründe
Die folgenden Links (auch bekannt als sogenannte „Shownotes“) sollen dabei unterstützen, sich über im Audio-Podcast gefallene Personen, Titel und Hintergründe zu informieren.

  • Daniela Dahn – offizielle Webseite
  • Berliner Zeitung: Die Fernsehsendung Prisma
  • Rowohlt: Prenzlauer Berg-Tour
  • Daniela Dahn: Spitzenzeit – Lebenszeichen aus einem gewesenen Land
  • Wikipedia: Werner Lamberz
  • Wikipedia: Michail Sergejewitsch Gorbatschow
  • Wikipedia: Punk in der DDR
  • ZEIT: „Fremd im eigenen Haus“: Die Erinnerungen des Pfarrers Rainer Eppelmann
  • bpb: Demokratischer Aufbruch
  • Wikipedia: Allianz für Deutschland
  • FAZ: Karl Otto Pöhl
  • Rowohlt: Wir bleiben hier oder Wem gehört der Osten
  • Rowohlt: Wehe dem Sieger!
  • bpb: Wirtschaftsordnung und wirtschaftliche Entwicklung – Vergangenheit und Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft
  • bpb: New Deal
  • Daniela Dahn: „Wenn die Demokratie nicht die Wirtschaft erfasst, ist sie keine“
  • Rowohlt: Wir sind der Staat!
  • ZEIT: Schlagwort „Occupy“
  • Berliner Wassertisch – offizielle Webseite
  • Berliner Energietisch
  • MIT Press: Walled States, Waning Sovereignty
  • Marco Herack über Frank Schirrmacher: Ego. Das Spiels des Lebens
  • Hans-Christian Ströbele (offizielle Webseite)
  • Unabhängig und parteilos: Wolfgang Nešković wollte für die Lausitz in den Deutschen Bundestag
  • die Webseite „Sei Kanditat“ von Toby Baier
  • Wikipedia: Basisdemokratie
  • Wikipedia: Pierre Bourdieu/Forschung
  • DDR-Geschichte: Staatsbürgerkunde
  • GEW: Büchergilde Gutenberg
  • Süddeutsche über: Christopher Clark: Die Schlafwandler
  • Wikipedia: Edward Snowden, Chelsea Manning
  • Zeithistorische Forschungen: „Heldin des anderen Amerikas“ Die DDR-Solidaritätsbewegung für Angela Davis, 1970–1973
  • Wirtschaftslexikon: Rätedemokratie
  • ZEIT (1966) über Hannah Arendts Revolutionsbuch: Die verratene Revolution. Wohlfahrt war wichtiger als Freiheit
  • ZEIT (1966): Erhard Eppler nimmt sich Karl Jaspers‘ „Wohin treibt die Bundesrepublik“ vor: „Wohin treibt Karl Jaspers?“
  • bpb: „Ehernes Gesetz der Oligarchie“: Ist Demokratie möglich?
  • Youtube: Max Frisch Rede zu seinem 75. Geburtstag: „Das Ende der Aufklärung ist das goldene Kalb“
  • Wostkinder: Gespräch mit Adriana Lettrari, Netzwerk 3.te Generation Ost
  • Staatsbürgerkunde ist ein Podcast über den DDR-Alltag
  • Youtube: Antrittsrede von Joachim Gauck am 23.03.2012
  • heute.de: Gauck hat kein Verständnis für „puren Verrat“
  • 0

    26 Lesermeinungen

    1. Erstunlich dumm und blind,
      die DDR-ler lebten in einem Staatsmonopolistischen Kaipitalismus. Der sich, das normale Volk verdummend, Sozialismus nannte. Hat, wie für den Sozialismus/Kommunismus von Marx vorgeschrieben, je ein wichtiges Produktionsmittel in Arbeiterhand gelegen? Die DDR war eher ein Königreich, mit einem Dachdecker-König und 14 Fürstenfamilien (des Polibü- ros). Die versuchten den Takt des Lebens im Land zu bestimmen. Notfalls mit Gewalt. Sie haben Pleite gemacht, nicht das Volk, das für Almosen aus Alu geschuftet hat. Das zuletzt nur noch weg wollte aus dem extrem verschuldeten Stamokap, ohne Freiheit und ohne Zukunft! Dass die verpimpelten Künstler, mit Staatsknete gefüttert, das Arbeiterleben nicht begriffen, dürfte nachvollziehbar sein. Es ist leider so, nur der Kapitalismus befriedigt alle Bedürfnisse, weil er hart an Leistung orientiert ist und das ist sein Kern. Das ist die bisherige Erkenntnis. Er ist der Normalfall, nicht die roten Menschen-Versuche, die allesamt fehlschugen. Gerade steht der Massenmord unter Pol Pot vor dem Richter… als starke Warnung für die Lobpreiser!

    2. Die reale Welt ist das Ergebnis von "Überzeugungstätern"...Demokratie, Kapitalismus,Worte mehr n
      Jeder war und ist von seiner Idee „ÜBER-ZEUGT“ und trägt diese Über-Zeugung weiter.
      Bei Tieren ist Überzeugung=Überzüchtung, genau das sind alle existierenden Gesellschaftsformen incl. Kapitalideen, überzüchtet als Folge von Überzeugungstätern.
      Es war nie schlimmer. Die Ideen einer „besseren“ Welt, die Leben dafür, was haben sie real bewirkt? Schauen Sie hin, Krieg, Elend, Ungerechtigkeit, Mord, Totschlag, Hunger,
      Totalüberwachung, Kriminalität, Flüchtlingsströme…u.s.w.

      Viele Menschen wissen genau wer und wie die anderen Menschen sind,
      wie sie sein sollten und was sie dazu brauchen.
      Dabei wissen die Meisten noch nicht einmal wer und wie sie selbst sind und
      was sie selbst brauchen.

      Die Güte einer Gesellschaft hängt nicht von richtiger oder falscher Umsetzung
      politischer Ideen und kapitalistischer Ideen ab, sondern einzig und allein von
      der Güte der Vernunft aller Gesellschaftsbürger.

      • Titel eingeben
        nur muss diese güte und vernunft auch gesellschaftsfähig sein und da kommt politik ins spiel. man sieht das ganz gut an hartz IV und was durch diese prägnante änderung in der sozialpolitik aus den menschen wurde.

      • Je mehr Vernunft, desto weniger Politik notwendig...ein Prozess der bewußt forciert werden sollte
        Das Bewußtsein für einen solchen Prozess fehlt.
        Das Vernunftniveau der Politik sehen Sie an Harz IV, wie sollen diese Menschen
        meine „Prozessidee“ verwirklichen?..:-)
        Die Politik ist im „Spiel“, wie richtig schreiben und mehr auch nicht.

      • Um es mal wieder mit Brecht zu sagen:
        Ein guter Mensch sein – ja wer wär’s nicht gern?
        Doch leider sind auf diesem Sterne eben. Die Mittel kärglich und die Menschen roh.

      • Da wir soviel
        ..unvernünftige Gesellschaftsbürger haben, kann es nichts werden. Denn Vernunft bedeutet immer Einsicht. Die können sie aber von nicht Menschen erwarten, die aus Gewalt Profit ziehen. Und wenn dann in deutschen Medien Preise vergeben werden an Menschen die Gewalt verherrlichen, dann sind die dummen Selbstdarsteller am Werk. Ich mache alles mit, wenn ich es bezahlt bekomme. Eine UNO- Menschenrechtskonvention ist nicht konventionell in dem Sinne das alles erlaubt ist. Sie setzt Grenzen. Sie hebeln aber Gesetze aus, nur um sich selbst zu präsentieren. Und verbreiten über die Medien die pure Gewalt. Das ist auf der anderen rein vom Gesetz her gar nicht erlaubt. Es sind staatlich tolerierte Übergriffe. Ich glaube nicht das Demokratie die Lizenz zum Töten ist. Und Gang Bang ist nichts Anderes als Massenvergewaltigung.

    3. keine Ahnung
      Diese Dahn scheint nun wirklich keine Ahnung zu haben. In einer wirklichen Demokratie hat sie ja wohl nie gelebt. Zuerst mal schliessen sich Freiheit und Kommunismus aus. Von Wohlstand hat sie ja nichts gesagt aber wollen tut sie ihn wohl schon. Wohlstand und Kommunismus schliessen sich auch aus. Ausser man ist darin in der richtigen Klasse.

    4. Ich finde diese Frau unerträglich!
      Wer gegen den Kapitalismus und Eigentumsrechte ist, der ist auch gegen Freiheit! In einer liberalten Demokratie sind Minderheitenrechte unabdingbar und dazu gehören auch das Recht auf Eigentum, auch von großen Vermögen! Wer gegen eine solche Freiheit, aber für Demokratie ist, der ist für illiberale Demokratie und in einer solchen Demokratie kann der Staat mit den Bürgern machen was er will, der Bürger hat keine wirklichen Rechte, auch wenn der Staat von ihnen gewählt wird. Ein solches illiberales System führt in Unfreiheit und die DDR hat gezeigt das viele Menschen lieber sterben wollten als in einem solchen System weiter leben zu müssen! – Das System was diese Frau herbeisehnt ist für mich ein System in dem Leistungsträger die Sklaven einer „bedürftigen“ Bevölkerung sind und bedürftig können darin auch diejenigen sein die gleicher als andere durch das Parteibuch und co sind. Diejenigen die aber wirklich bedürftig sind, die werden leiden, weil es an Mitteln und Kompetenzen fehlen wird ihnen zu helfen. Es wird nämlich keiner oder zumindest nur noch wenige bereit sein Leistung zu erbringen. – Wer Ayn Rand kennt, der weiß wovon ich schreibe!

      • Titel eingeben
        achja ayn rand.. das ist doch jene leistungsträgerin us-amerikanischer statur, die schlussendlich von staatsgeldern zehren musste. zu ihrem glück ward der staat nie so, wie sie es wollte.

        was mich an ihrer sichtweise aber durchaus fasziniert: sie sehen es so absolut. im gegensatz zu den im gespräch geäußerten positionen. das generelle recht auf eigentum, und auch seine schutzfunktion, muss man nicht abschaffen um andere eigentumsarten zuzulassen. sinnvoll ist ja genau das gegenteil, weitere eigentumsarten zu schaffen und rechtlich abzusichern. da geht es um neue komplexitäten und nicht mehr um einfachheiten.

        ansonsten leben wir längst in einer gesellschaft die ihre bürger immer wieder enteignet. zuletzt am beispiel griechischer staatsanleihen. daran wirkte die bundesrepublik ja eher mit als daran zu hindern.

      • @ Marco Herack
        Tiefere Gedanken über den Zusammenhang von „Besitz und Besessen-heit“…
        Besitz…besitzen…besetzt…besessen…heit…
        können auch Erkenntnisse im Zusammenhang Demokratie, Kapital bewirken.
        Wenn das Kapital der Begriffe zur Besessenheit führen, ist der Besitz von
        Vernunft fraglich.
        Wenn Vernunft die Basis aller „Gesellschaftsformen“ sein soll….?

      • Die art Wirtschaftsordnung steht nicht im Grundgesetz
        Es wäre schon toll, wenn Leute, die so rumblubbern, wenigstens ein bisschen Sachkenntnis besäßen. Die Art der Wirtschaftsform ist nicht mal im Grundgesetz festgelegt. Und das hat auch seine Gründe. Auch der Kapitalismus – wir erleben es ja gerade – hat „mörderische“ Seiten.

        Zitat: „In einer liberalten Demokratie sind Minderheitenrechte unabdingbar und dazu gehören auch das Recht auf Eigentum, auch von großen Vermögen! “

        Schöner Quatsch, aber klingt pfiffig: Weil Eigentümer in der Minderheit sind hierzulande, müssen sie entsprechende Rechte genießen. Klasse. Zurück in die Schule und nachsitzen. Aber flott. :-))))))

      • Was mich viel mehr nervt...
        …dass sie ihr Eigentum mit Hilfe von Steuerzahlern finanziert bekommen. Jemand der sich n Huas mit Hilfe von Kindergeld abbezahlt, ist ein sehr bedürftiger Mensch der nicht mall was leistet. Er kriegt es vom Staat umsonst. diese Leute erbringen auch keine Leistung, sie werden gefüttert um sich eine Privatimmobilie zu leisten, ohne Leistung. Sie werden mit Schulden gefüttert, hängen am Tropf von Pump. Wir sind die Sklaven von Leuten die ohne zutun an Privateigentum kommen.

    5. Kapitalismus, Freie Marktwirtschaft und das gute Leben
      Ein Kapital ist eine Summe Geld, die der Eigentümer nicht zum Leben braucht und darum einsetzt, um aus ihr mehr Kapital zu machen.
      Kapitalistisch nennt man eine Gesellschaft, in der alle Arbeit der Mitglieder einen Zweck verfolgt: aus Kapital mehr Kapital zu machen, Gewinn

      Ist das in der Freien Marktwirtschaft etwa anders?

      Löhne, Umweltschutz, Soziales, all das ist Abzug vom Gewinn und muss darum niedrig gehalten werden. Also ist das Gute Auskommen und damit das gute Leben der Menschen, die von Lohn abhängig sind, Abzug, Minderung von dem, worauf es ankommt in der „Freien Marktwirtschaft“, Hinter diesem Namen verbirgt sich ein ganz normaler Kapitalismus.

      Und wie schon früher, können die Lohnabhängigen nur dann zu mehr Lebensgenuss kommen, wenn sie den Eigentümern den Gewinn streitig machen. Das aber gefährdet das Modell Deutschland.

      Was für eine verrückte Wirtschaftsform: Das gute Leben der Menschen, die den Reichtum erarbeiten, ist dem Reichtum auf den es ankommt, dem Kapital, im Weg.

      Was wollen wir?

    6. “Ich wollte immer in der Demokratie leben, aber nie im Kapitalismus”
      Das eine gibt es aber nicht ohne das andere, wie zwei Seiten einer Münze, so einfach ist das

    7. Demokratie ist für Demokratie, wenn Demokratie Vernunft ist.
      :-)

    8. Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat...auch für "Weltveränderung", falls nötig :-)
      Vernunft ist die weise Kunst, sich mit der Reinheit des Friedens, die dem Tode heimwohnt,
      zu Lebzeiten zu versöhnen, ohne dafür mit dem Leben bezahlen zu müssen.

      Um diesen Satz schreiben zu können, habe ich ca. 25 Jahre die Welt bewußt wahrgenommen
      und bewußt „Gedanken-Dialog“ geführt…andere brauchen wohl weniger Zeit?!
      Für mich persönlich steckt in diesem Satz genau die „Veränderung der Welt“, wie
      ich sie gerne hätte…und vielleicht auch viele andere Menschen.
      Aber außer mir versteht das wohl keiner. Wieviel mehr müßte ich schreiben,
      damit die Welt, die ich verändern möchte, die „Wahrheit“ meiner „Gedankentat“
      erkennt? Von der dann entstehenden und ablenkenden Kritikmenge, in
      Abhängigkeit meiner Schreibmenge, einmal abgesehen,
      die Menschen würden sagen: Ja, diese „Weltveränderungsgedankentat“ ist gut.
      Der nächste Schritt wäre die „Realisierung“…unzählig notwendige „Realisierungstaten“.
      Alle so, wie es meiner Wahrheit, Motivation entspricht…ist das realistisch?
      Also begnüge ich mich mit „Quintessenz-Sätzen“…die werden entweder verstanden und
      „wirken“, oder auch nicht.
      Und ich kann im „persönlichen Frieden“ weiterdenken.

      Vernunft bedeutet bewußte Balance von freiem, lebendigem Geist und muß jeden Tag des Lebens bewußt neu ausbalanciert, belebt werden.
      Vielleicht zum Zweck bewußt gelebter versöhnlicher Liebe für ein bewußt geliebtes persönliches Leben ?!

      Wer einmal sich selbst gefunden hat, kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren.
      Stefan Zweig

      weltverändernder Gruß

      Wolf6an6 Henni6…:-)

    9. Es ist eigentlich klar
      Kapital wirkt per se so wie zB auch Feuer. Es verbrennt was es habhaft werden kann.
      Niemand will eine Gesellschaft ohne Feuer, das wäre absurd.
      Niemand will eine Gesellschaft ohne Kapital. Es möchte zwar niemand in einem brennenden Haus wohnen müssen, scheinbar will aber jeder in einer Gesellschaft leben in der das Kapital sich frei durch die Welt fressen kann.
      Wer/was da wohl dahinter steckt ? Wenn man mir ne Million gibt dann bin ich still und sage nur noch gute Sachen über das Kapital !

    10. Demokratie ist nur, wenn Kapitalismus möglich bleibt.
      Damit ergibt sich von ganz allein, daß es Demokratie allein im Kapitalismus geben kann.
      Alles andere ist unrealistisches Wunschdenken, kenntnislos dazu.

      • Sie haben sich das Gespräch aber schnell durch gehört!

        Zu ihrer Behauptung: ich weiß nicht warum man die Kapitalakkumulation braucht, um Demokratie zu erhalten. Und nichts anderes ist Kapitalismus. Oder meinen Sie Marktwirtschaft?

      • Sie suchen nicht Demokratie. Sie suchen Ersatz-Sozialismus
        Wenn Ihnen Demokratie und persönliche Freiheit wirklich etwas wert sein sollte, dann sollte Ihnen das folgende Zitat von Wilhelm Röpcke zu denken geben:

        „I champion an economic order ruled by free prices and markets … the only economic order compatible with human freedom.”

        Nur der Kapitalismus ist ein Garant individueller Freiheit. Ich persönlich muss leider immer wieder feststellen, dass viele tatsächlich glauben wir leben im Kapitalismus. In Wirklichkeit leben wir im Sozialismus, und zwar im Bankensozialismus. Der Staat entscheidet wer Gewinner oder Verlierer ist und nicht der Markt,dh die Bürger mit ihrem Konsumverhalten. Gewinner sind die Banken, Verlierer die Bürger. Das hat der Staat entschieden. Nicht der Kapitalismus.

      • Titel eingeben
        „der kapitalismus“, „der staat“.. sicher auch „das internet“

        wann übernehmen sie eigentlich mal selbst verantwortung?

      • Marktwirtschaft führt automatisch zu Kapitalakkumulation, es sei denn, der Staat verhindert das.
        Nur gibts am Ende der Verhinderungsmassnahmen auch keine Marktwirtschaft mehr. Die Trennung ist künstlich und suggeriert, Preisfindung am Markt (der Kern von Marktwirtschaft) sei ohne Gewinner (Kapitalakkumulierer) und Verlierer überhaupt zu haben. Das ist theoretisch wie praktisch schlicht unmöglich.

        Das spricht übrigens nicht für jede Variante heutigen Kapitalismus, dessen Lenkung und Einhegung ist ebenso möglich wie vernünftig. Aber prinzipiell ist Marktwirtschaft = Kapitalismus, jede Trennung stösst auf unauflösbare Widersprüche.

        Ebenso richtig ist die Feststellung einiger Vorredner, ohne Marktwirtschaft keine Demokratie. Der Zusammenhang ist weniger offensichtlich, aber ebenso klar: Um die sich automatisch etablierende (Schwarz)-Marktwirtschaft zu verhindern, muss man Menschen täglich dazu zwingen, gegen ihr Eigeninteresse zu handeln. Wo das natürlicherweise endet, hat der Sozialismus sowjetischer Prägung bewiesen, nur dass er kein Unfall des Sozialismus war, sondern dessen einzig überlebensfähige Form.

        Gegner des Kapitalismus als Prinzip protestieren gegen den Menschen an sich. Das ist nur theoretisch ganz lustig.

        Gruss,
        Thorsten Haupts

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