Ich. Heute. 10 vor 8.

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Frauen schreiben. Politisch, poetisch, polemisch. Montag, Mittwoch, Freitag.

So hot, so not

| 33 Lesermeinungen

Schluss mit den Polarisierungen: Männer und Frauen müssen ihre Rollen beide neu entwickeln.

Zugegeben, auf der Suche nach der „richtigen“ Frauenrolle, die ich als 35jährige Schauspielerin im Leben spielen möchte, verliere ich im medialen Getöse zuweilen das Gefühl für Selbstbestimmung. Quetsche mich vorm Filmpreis in eine speckfarbene Hüfthose, die meine Haut unterm Kleid straffen und mir eine Abbildung in der „so not!“ – Kategorie der Zeitschrift Bunte ersparen soll. Verknote mich in der Frage, wie ich denn nun am besten zu sein oder auszusehen hätte, um meine Miete zu sichern. Finde das Stammtischverhalten männlicher „Macher“ manchmal nur schwer erträglich.

Und ja, es nervt, wenn mich ein Journalist mit mitleidigem Ausdruck fragt, wie es sich denn anfühle, so als Schauspielerin „in meinem Alter“. Nicht immer laufen die Geschlechterrollenspiele in unserer Branche ganz rund.

Doch ich kann entscheiden, auf die Ü-30-Frage eine clevere Gegenfrage zu stellen, mich von sexistischen Kommentaren nicht irritieren zu lassen, oder in den Konflikt zu gehen. Ich kann entscheiden, meinen mädchenhaften Spaß am Glamour zu haben oder im Hosenanzug zum Filmpreis gehen. Mal dahingestellt, ob mir solch eine Lässigkeit stets gelingt, ich trage die Verantwortung für mein Handeln selbst. Als jemand, der in Freiheit, mit Zugang zu sozialen Mitteln und Bildung aufgewachsen ist, liegt es jeden Tag aufs Neue in meiner Hand, mit welchen Spielarten von Weiblichkeit ich meine Identität ausstatte.

Deshalb halte ich ständig wiederkehrende Motive wie Botox, Silikonbrüste und Besetzungscouch auch für einen Nebenschauplatz in der Diskussion um Gleichberechtigung. Sofern wir eine Wahl haben, sollten wir es uns radikal selbst überlassen, wie wir mit unserem Leben und unserem Körper verfahren möchten.

Es ist nicht weniger problematisch, Frauen ein als emanzipiert geltendes Verhalten nahezulegen, das chirurgisch gepimpte Kurven, Kopftücher, zaghaftes Verhalten und zarte Mädchenstimmen verurteilt. Dadurch werden die vertrauten Muster der Normierung des Weiblichen mit umgekehrten Vorzeichen reproduziert, anstatt Frauen als souverän in ihren Entscheidungen zu begreifen.

 

© ANTOINE JONQUIEREWelche Rollen wollen wir spielen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jenseits von „so hot“ oder „so not“ ist die wesentlich bedeutsamere Frage, inwieweit Frauen jene Wahlfreiheut heute überhaupt gegeben ist, ob Menschen ungeachtet ihres Geschlechts, ihres sozialen Status oder ihrer Herkunft in Deutschland ohne Benachteiligungen leben können, um selbst entscheiden zu können, wie sie glücklich oder unglücklich werden wollen.

Hier weiterzukommen, erfordert ein Nachdenken darüber, was wir aus vorhandenen gesetzlichen Regelungen machen, was sich also nicht mehr nur auf dem Papier, sondern in unseren Köpfen verändern muss. Dass in manchen Köpfen nach wie vor das Bedürfnis wirkt, einen Schuldigen an einer vermeintlichen „Geschlechterkrise“ auszumachen, wundert mich.

Buchtitel wie „Was vom Manne übrig blieb. Krise und Zukunft des starken Geschlechts“ von Walter Hollstein oder „Das entehrte Geschlecht. Ein notwendiges Manifest für den Mann“ von Ralf Bönt zementieren eine Emanzipationsgewinner/verlierer-Polarität. Auch Bascha Mikas Aussagen zu ihrem kürzlich erschienen Buch “Mutprobe” – „Jedes Jahr ist ein Abzug in der Gesamtnote“, „Frauen werden alt gemacht“ und „Es gibt nur ein weibliches Schönheitsideal: das der jungen Frau“ – manifestieren das Bild der Frau als einer Person, die äußeren Umständen unterworfen ist.

In einer sich ständig verändernden, global agierenden Multioptionsgesellschaft bewegen sich Geschlechterbilder jenseits von Eindeutigkeit. Es ist nicht mehr zeitgemäß, sich an konventionellen Rollenideologien aufzuhängen. Vielmehr wäre es wünschenswert, im allgemeinen Rauschen der Genderdiskussion ein Reden zu befördern, das individuelle Differenzen und unterschiedliche Erfahrungshorizonte anerkennt, anstatt sich mit allzu bekannten Formeln wie „in Würde altern“, „Schönheitsdiktate“ oder „Männlichkeitsverlust durch Emanzipation“ kommunikativ im Kreis zu drehen.

Die Aufgabe, die Frauen und Männer gegenwärtig zu lösen haben, ist schließlich die gleiche: ihre eigenen Rollen im Spannungsfeld zwischen sozialem Anpassungsbedürfnis und persönlichem Entfaltungsdrang fortlaufend für sich selbst stimmig zu entwickeln.

Dabei könnte der Versuch, eine vorsichtigere Sprache zu sprechen, die sich nicht in Schlagwörtern, Hysterien oder gegenseitigen Anschuldigungen erschöpft, in einem noch nicht abgeschlossenen Emanzipationsprozess lohnenswert sein. Nötig wäre eine Sprache, die sich die Mühe macht, genauso emphatisch wie differenziert zu sein, die zuhört und forscht, statt einen Allgemeingültigkeitsanspruch zu erheben. Der Mensch erzeugt den Menschen, und wie wir diesen Menschen in der Zukunft – auch sprachlich – erzeugen wollen, liegt an uns.


33 Lesermeinungen

  1. Superspeedster sagt:

    Ich hab da was interessantes gefunden
    Ein Vorschlag einer jungen Frau zum Unwort des Jehres 2014. Raten Sie mal, Frau Schmid:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/11/21/weil-ich-ein-madchen-bin/

    Warum ist das so?

    • Rike Schmid sagt:

      Für mich ist Feminismus keinesfalls ein Unwort. Der Begriff beschreibt einen Emanzipationsdiskurs- bzw. eine Gleichberechtigungsbewegung. So muss er vor seinem jeweiligen historischen oder soziokulturellen Hintergrund gesehen und von beiden Geschlechtern stets neu interpretiert werden. Um ihre Frage zu beantworten: Dass Feminismus von einigen Männern und Frauen heutzutage als eben jenes Unwort empfunden wird, passiert dort wo er als Kampfbegriff verstanden wird. Das ist schlicht eine Reduzierung. Es liegt eine gewisse Tragik darin, dass wir den Begriff hier zu einem Schimpfwort degradieren, anstatt hinter die Fassade eines Wortes zu schauen, das genügend Platz bietet, gemeinsam vielfältige und komplexe Themen zu diskutieren. Feminismus bedeutet etwa in Teheran etwas anderes als in Berlin. Fürchten wir uns nicht vorm Feminismus, wir können gute Sachen damit machen!

    • Thiago1968 sagt:

      Gute Sachen?
      Nun ja, Sie als Frau können das vielleicht so sehen. Und für Länder wie den Iran kann der Feminismus gutes bedeuten. Wen er sich nicht so entwickelt wie in Deutschland oder anderen westlichen Ländern, nämlich hin zu einer vollkommen einseitigen, Frauenlobbyismus betreibenden Bewegung, denen Männer und ihre Benachteiligungen vollkommen egal sind, bzw. die sich weigert diese überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Feminismus wird nicht umsonst als Kampfbegriff verstanden. Feminismus wird als Kampf gegen Männer gelebt und propagiert. Den Feminismus im Sinnen seiner Definition spreche ich die Existenz ab.

    • ThorHa sagt:

      Herr Müller, Feminismus war bis (historisch) gestern schlicht Kampf um gleiche Rechte
      und soweit hat Frau Schmidt vollkommen recht.

      Heute ist er in der zweiten Phase – dem Kampf um Macht und Lebensbedingungen. Der richtet sich naturgegeben insoweit gegen Männer, als sie die Positionen be- und die Bedingungen setzen. Auch das ist von Männerhass weit entfernt, solche Kämpfe werden allerdings nie mit Zurückhaltung, Behutsamkeit und Nettigkeit gewonnen. Diesen Kampf muss man als Mann auch keineswegs unterstützen, es geht nicht mehr um grundlegende Menschenrechte!

      Und dann gibt es noch ein relativ kleines Grüppchen von sogenannten Netzfeministinnen, für die ich Ihre Beschreibung gelten lasse. Die hassen Männer (bis auf die, die vor ihnen kuschen) und verwechseln ihre Empfindlichkeit und ihre postpubertären Störungen mit Menschenrechtsverletzungen. In der veröffentlichten Meinung haben sie den Begriff “Feminismus” okkupiert und kontaminiert, was einmal mehr ein Beleg dafür ist, dass die öffentliche Meinung eine grosse Müllhalde darstellt. Nur bezweifle ich, dass sie für einen relevanten Teil von Feministinnen sprechen, geschweige denn, für einen relevanten von Frauen. Und man muss sich deren Begriffsbesetzung weder aufzwingen lassen noch so tun, als wären sie heute (faktisch) relevant. Sind sie nicht.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  2. Thiago1968 sagt:

    Der erste Satz stimmt noch, aber
    dann: “Buchtitel wie „Was vom Manne übrig blieb. Krise und Zukunft des starken Geschlechts“ von Walter Hollstein oder „Das entehrte Geschlecht. Ein notwendiges Manifest für den Mann“ von Ralf Bönt zementieren eine Emanzipationsgewinner/verlierer-Polarität.” Da haben sie was falsch verstanden. Männer sind nicht Emanzipationsverlierer und noch weniger Gewinner, aber das meinten sie wohl auch nicht. Sie sind Opfer der fehlenden Emanzipation vor allem der Frauen, aber auch der Männer selbst. Sie verwechseln Emanzipation mit der Rosinenpickerei der sogenannten Feministen und Feministinnen. Emanzipierte Frauen würden nicht ganz überwiegend sozial und finanziell nach oben heiraten, sondern würden ihren schlechter verdienenden Männern die Kinder anvertrauen, während sie für das materielle Wohl von Mann und Kinder sorgen würde. Es gäbe auch mehr Frauen die die Quote für das Baugewerbe oder als Kanalarbeiterin fordern würden, weil hier mehr Geld zu verdienen ist. Und Männer hätten kein Problem mit dieser neuen Rollenverteilung, weil sie ernsthaft gesellschaftlich gefordert werden würde, auch vom sogenannten Feminismus. So sind die zitierten Bücher notwendig um zu vermeiden, dass die Benachteiligung und Geringachtung von Männern für alle Zeit zementiert wird, wenn es nicht schon zu spät dafür ist.
    “…ob Menschen ungeachtet ihres Geschlechts, ihres sozialen Status oder ihrer Herkunft in Deutschland ohne Benachteiligungen leben können, um selbst entscheiden zu können, wie sie glücklich oder unglücklich werden wollen.”? Für Männer generell aber vor allem wenn sie einen eher geringen sozialen Status haben, kann man diese Frage mit einem klaren Nein beantworten, und zwar allein schon wegen der Benachteiligung in der Schule und den oben angedeuteten Zwängen bei der Berufswahl, die zu einem Tausch Gesundheit der Männer gegen mehr Geld führt.

  3. RNader sagt:

    Zum Thema "Heul doch!"
    Zum Thema “Heul doch!” bzw. zu dem inzwischen legendären visuellen Statement von Jessica Valenti “I bathe in male tears”: Auf diversen Blogs wurde in letzter Zeit hitzig darüber diskutiert, ob diese Äußerung noch als (bei näherem Hinsehen geschmacklose) Ironie interpretierbar ist oder nur ob sie den Männerhaß, den Frau Valenti schon bei vielen anderen Gelegenheiten demonstriert hat, beweist und als weiterer menschenverachtender Zynismus zu interpretieren ist.

    Die Details dieser Diskussion sind hier nicht wichtig, die Diskussion als solche zeigt, daß Valentis Äußerung bei sehr vielen Personen tatsächlich als Provokation wirksam ist und mit hoher Sicherheit auch als solche gedacht war. Frau Valenti ist Brandstifter, sie vertieft die vorhandenen Gräben, und sie ist nicht alleine, sondern sie ist die Spitze eines Eisbergs. Sie hat eine enorme mediale Macht, erkennbar an ihrer Kolumne im Guardian, die sie nach Kräften nutzt. Nehmen wir einfach Ihren aktuellen Beitrag vom 24.11. (https://www.theguardian.com/commentisfree/2014/nov/24/when-everyone-is-a-feminist): “When everyone is a feminist, is anyone?” Einleitend feiert sie die allgegenwärtige soziale und politische Macht des Feminismus (und damit ihre eigene), um dann im weiteren Verlauf des Textes die eher gemäßigten und konsensorientierten Feministen zu attackieren und zu fordern, ihnen das Label Feminist abzuerkennen und sich von ihnen zu distanzieren. Ich fürchte, auch die arme Frau Schmid würde mit ihrem ziemlich liberalen Blogpost bei Valenti in Ungnade fallen. Schon mal gar nicht gehen Thesen wie:

    “Die Aufgabe, die Frauen und Männer gegenwärtig zu lösen haben, ist schließlich die gleiche: ihre eigenen Rollen im Spannungsfeld zwischen sozialem Anpassungsbedürfnis und persönlichem Entfaltungsdrang fortlaufend für sich selbst stimmig zu entwickeln.”

    Diese These ist ja weitgehend ergebnisoffen und sie läßt offen, wie sehr ideologisch Vordenkerinnen den Rahmen für den persönliche Entfaltungsdrang vorgeben. Für Radikalfeministen sind die Vorgaben bzw, der Handlungsrahmen klar: radikalfeministische Konzepte und Standards müssen bis in den kleinsten Winkel des Alltags gelten, dieser totalitäre Wunsch, bis ganz unten durchzuregieren, ist gar nicht mal so unrealistisch.

    Die Frontlinien verlaufen mMn ganz woanders als hier unterstellt, nicht zwischen “den Männern”(TM) und “den Frauen”(TM), sondern zwischen radikalen, totalitären Strömungen und den kompromißfähigen gemäßigten Strömungen. Nach meinem Eindruck sind sich die gemäßigten Strömungen auf beiden Seiten, also Frauen- bzw. Männerrechtler, deutlich näher als mit den jeweiligen radikalen Fraktionen.

    • ThorHa sagt:

      Titel eingeben
      Herr Nader, wie alt sind Sie eigentlich? Als ich 20 wurde, ging gerade der deutsche Wald unter, Deutschland erzitterte vor der atomaren Apokalypse und Alice Schwarzer wurde benutzt, um kleine Kinder zu erschrecken. Die Apokalypse bleib aus, der Wald steht noch.

      Als ich 30 wurde, demonstrierte ich inmitten der Abschlusskundgebung der deutschen Friedensbewegung gegen den Golfkrieg im Bonner Hofgarten genau für diesen. Der Golfkrieg ging ungerührt seinem Ende zu.

      Als ich 40 wurde, ging die New Economy unter und “Manager” mit nichts als rudimentären Paint Job Kenntnissen mussten wieder richtig arbeiten. Trotzdem gibt es noch immer eine florierende Börse. Und erfolgreiche Internetunternehmen.

      Und so weiter und so fort. Etwas Abstand hilft. Die Gesinnungsgebieter und Einstellungsschnüffler, die Alleschecker und Paradiesherbeibeter wird es immer geben, manchmal glauben sie sogar, sie seien endlich am Ziel. Sie waren nie am Ziel und sie werden nie am Ziel sein. Warum Sie das so hart persönlich trifft, weiss ich nicht.

      Deshalb fragte ich nach dem Alter. Junge Leute sind meistens etwas unsicher und leicht zu erschüttern. Der Guardian ist übrigens eine britische, betont linke, Tageszeitung, die deutsche Entsprechung ist die taz. Die ausserhalb des linksalternativen Spektrums niemand ernst nimmt.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • RNader sagt:

      was einen persönlich hart trifft
      “Warum Sie das so hart persönlich trifft, weiss ich nicht.”

      Herr Haupts,
      jeder hat so seine Marotten. Meine Marotte ist unser Rechtsstaat bzw. unser Grundgesetz oder allgemeiner die Befreiung von totalitären Strukturen. Deshalb habe ich gerade eine akute Depression wegen der Koalitionsbeschlüsse von vorgestern, die Art. 3 GG gezielt für Männer außer Kraft setzten, um einer politischen weiblichen Pressure group einen Gefallen zu tun. Und nebenbei auch noch Art 33 (2) GG, das Prinzip der Bestenauslese, für Männer außer Kraft setzen und das Grundrecht der Besitzer auf Eigentum (Art 14 GG) beschädigen.
      Die politische Vorarbeit für diese Grundrechtsverletzungen haben gerade die zitierten mehr oder weniger extremen Feministinnen geleistet (und die Gender Studies, deren Wissenschaftlichkeit erheblich bezweifelt wird), und sie werden mit diesem Erfolg noch nicht zufrieden sein, sondern weitermachen.
      Die andauernde Demontage der Demokratie und des Rechtsstaats trifft mich persönlich hart, sehr hart. Was hier passiert ist für mich ungefähr so schlimm wie wenn hier die Sharia oder eine Apartheit eingeführt würde. Es macht mich auch fassungslos, daß die Politiker, die gerade unser Rechtssystem aushöhlen, dermaßen blind sind für das, was sie da anrichten. Die Leute auf der Straße sind nicht so blöde, wie man da oben glaubt. Wenn man unglaubwürdigen Begründungen der eigenen Klientel oder sogar sich selber ungerechte Vorteile zuschanzt, dann ruiniert man in der Allgemeinheit das Rechtsgefühl.

    • ThorHa sagt:

      Die von ihnen beklagte Demontage wäre nur dann eine, wenn ...
      … es vorher ein grundrechtsfestes Gebäude gegeben hätte. Und mit freundlichem Verlaub – ich glaube an Interessen und damit ganz sicher nicht an eine Bestenauswahl bei der Besetzung von welchen Positionen auch immer. Wenn Sie sich in einem beliebigen Konzern mit Mitarbeitern jeder Hierarchieebene unterhalten, männlich oder weiblich, die auch nicht. Selbstverständlich bevorzugen Männer ceteribus paribus Männer, weiter eingeschränkt durch eine Klassen- und Herkunftsbrille. Die Annahme einer interessenfreien Bestenauslese ist freundlich formuliert schreiend naiv.

      Und so betrachtet ist die Demontage keine Demontage, sondern ein Reparaturversuch. Der ist zwar aus meiner Sicht untauglich, das hat aber mit Ihrer behaupteten Liebe zum grundgesetz wenig zu tun.

      Ich will Sie damit keinesfalls daran hindern, implizit weiter folgendes zu behaupten: Es gibt fast keine für Vorstands- und Aufsichtsratspositionen geeigneten Frauen, das haben die auswählenden Männer kraft ihre Auswahl zweifelsfrei bewiesen.

      Ich halte diese Position für so absurd, dass ich sie mit Ihnen nicht weiter diskutieren möchte. Wenn Sie das männliche Überlegenheitsgen gefunden haben, melden Sie sich wieder, ja?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

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