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Der Hertie-Skandal

Der Betriebsrat hat recht. Die Geschichte von Hertie endet in einem Skandal, der viele Väter hat. Am Ende kommt es zu einem „runden Tisch“, zu dem wichtige Parteien aus Missgunst nicht eingeladen werden, und zu einem Ergebnis, das vielleicht im Interesse der Kunden der Deutschen Bank ist, nicht aber der Hertie-Mitarbeiter. Die sind in den Mühlen der Geschäftemacherei zerrieben worden.

Der Betriebsrat hat recht. Die Geschichte von Hertie endet in einem Skandal, der viele Väter hat. Als das Unternehmen von Karstadt abgespalten wurde, hatte es in der Struktur, die ihm gegeben wurde, keine Chance. Daran ist der ehemalige Arcandor/Karstadt-Vorstandsvorsitzende Thomas Middelhoff Schuld. Dann zahlten die Investoren um Dawnay Day zu viel Geld. Die Deutsche Bank war bereit, einen Kredit zu geben, der auf überhöhten Immobilienwerten beruhte – und verkaufte den Kredit weiter. Das war gang und gäbe und hat Hertie mit zu hohen Mieten belastet. Die Briten haben zwar Geld in Hertie investiert, aber zu halbherzig agiert und das Konzept, das sie hatten, nie umgesetzt. Das war Managementversagen. Schließlich musste Hertie Insolvenzantrag stellen. Dann begann eine Schlammschlacht zwischen Insolvenzverwalter und Dawnay Day, die beiden Seiten geschadet hat. Am Ende kommt es zu einem „runden Tisch“, zu dem wichtige Parteien aus Missgunst nicht eingeladen werden, und zu einem Ergebnis, das vielleicht im Interesse der Kunden der Deutschen Bank ist, nicht aber der Hertie-Mitarbeiter. Die sind in den Mühlen der Geschäftemacherei zerrieben worden.

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