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Neckermann und Quelle – online im Verzug

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Auch diese Zahlen machen keine Hoffnung für Quelle: Neckermann, das einstige Schwesterunternehmen im Arcandor-Konzern, hat Quelle im Internet schon überholt. Das jedenfalls gilt für die Einzelbetrachtung des Monats Mai, gemessen an den Besuchern, die von zu Hause auf die Internetseiten zugegriffen haben.

Auch diese Zahlen machen keine Hoffnung für Quelle: Neckermann, das einstige Schwesterunternehmen im Arcandor-Konzern, hat Quelle im Internet schon überholt. Das jedenfalls gilt für die Einzelbetrachtung des Monats Mai, gemessen an den Besuchern, die von zu Hause auf die Internetseiten zugegriffen haben. Möglicherweise tragen also die Bemühungen von Neckermann, das sich früher und deutlicher in Richtung Internet positioniert hat, etwas eher Früchte als die von Quelle, einem Unternehmen, das verzweifelt auf den neuen Katalog angewiesen ist, den man im Internet schon Seite für Seite studieren kann. Doch so oder so wird man bei Quelle als auch bei Neckermann das Gefühl nicht los, dass diese Unternehmen nicht zur Welt des Internets passen. Wird die junge Kundschaft, die den Umgang mit dem Online-Auktionshaus Ebay gelernt hat und die Servicequalität von Amazon seit Jahren schätzt, jemals zum Lieferanten der Eltern zurückkehren, auch wenn man die Waren dort ebenfalls künftig online bestellt? Quelle und Neckermann hätten mit aller Macht Mitte der neunziger Jahre in den Online-Versand drängen müssen. Nun kommen sie rund 15 Jahre zu spät. Das sind im Internet Lichtjahre.

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1 Lesermeinung

  1. Neckermann, Quelle und Otto...
    Neckermann, Quelle und Otto sind sehr wohl Mitte der Neunziger in das Web gestartet. Das hat nur damals kaum jemand interessiert, weil selbst noch im Jahr 2000 der eCommerce in den Kinderschuhen steckte. Screens der damaligen Auftritte bestaunt man heute als skurrilen Scherz.
    Und dass die in Venture-Capital schwimmenden Pure-Player und ihre europäischen Klone die Gnade der späten Geburt zwischenzeitlich nutzen konnten, um mit modernerer Technologie, schlankeren Organisationen und dem Fokus auf „fast moving goods“ Marktanteile im Distanzhandel zu holen ist nun auch nicht wirklich Hexenwerk.
    Vermutlich hätten die Versender aus ihren Positionen deutlich mehr machen können. Aber als Vertreter einer mindestens so hilflos wirkenden Medien-Welt wäre ich mit der Branchen-Schelte etwas vorsichtiger: Von toll funktionierenden Businessmodellen im Web, die dem Zeitungsleser-Schwund Einhalt gebieten, haben wir auch noch nicht allzuviel gehört… Der „Wind of Change“ im Web weht nicht nur den Versendern kalt ins Gesicht.

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