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Weg-gegoogelt: Nokia und die Navigatoren

Das Verb „googeln" bekommt immer neue Bedeutungen. Stand es bisher für die Suche eines Begriffs mit dem Programm des Internetkonzerns Google, kommt es nun häufiger in den Sinn, wenn die Amerikaner wieder ein Geschäftsmodell durch kostenlose Angebote ausradiert haben: weg-gegoogelt, sozusagen.

Das Verb „googeln“ bekommt immer neue Bedeutungen. Stand es bisher für die Suche eines Begriffs mit dem Programm des Internetkonzerns Google, kommt es nun häufiger in den Sinn, wenn die Amerikaner wieder ein Geschäftsmodell durch kostenlose Angebote ausradiert haben: weg-gegoogelt, sozusagen. Jetzt trifft es die Anbieter von Navigationshilfen. Vor zwei Jahren war Nokia der Kauf des Kartenherstellers Navteq noch 5,1 Milliarden Euro wert. Bis gestern sollte die Nutzung der Karten Jahr für Jahr 60 Euro kosten. Jetzt sinkt der Preis auf Null. Denn Nokia will sich den Markt für die mobile Navigation nicht von Google kaputt machen lassen, einem Unternehmen, das mit seinem eigenen Handy samt Betriebssytem ohnehin kräftig im Revier von Nokia wildert. Längst heißt es alle gegen Google: Apple überlegt, künftig die Suchmaschine von Microsoft auf seinem Handy einzusetzen. Nokia setzt auf sein hervorragendes Kartenmaterial und seinen hohen Marktanteil bei den Handys, die mit GPS-Satellitenempfänger ausgerüstet sind. Das Ziel ist es, künftig noch mehr hochwertige, teurere Handys zu verkaufen. Als Kollateralschaden bleiben die Hersteller von Navigationsgeräten wie Tomtom oder Garmin am Wegesrand.

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