Ad hoc

Schlechter "Buzz": Was Google verbindet

Wer weiß, wie sensibel Unternehmen in Deutschland mit Kundendaten umgehen müssen, der kann sich über das Geschäftsgebaren des Internetkonzerns Google nur wundern: Google hat jüngst ein Angebot mit dem Namen „Buzz” vorgestellt, das Ordnung in das Chaos der Kommunikation im Internet bringen soll: sei es über E-Mails, über soziale Netzwerke wie Facebook oder Kurznachrichtendienste wie Twitter. Das ist eine gute Idee, nur hat Google es zur Einführung von „Buzz” den Nutzern seines eigenen E-Mail-Dienstes zu leicht gemacht, mit aller Welt verbunden zu sein. Viele Kontaktdaten, die in dem E-Mail-Programm schon gespeichert waren, wurden sogleich allen anderen Kontakten zugänglich. Das ist nicht nur für Anwälte oder Journalisten bitter, sondern auch für Privatleute – und das nicht nur, wenn man geschieden ist. Google ist zwar bemüht, die Schwachstellen schnell zu beseitigen. Doch offenbart der Prozess ein Problem in der Grundhaltung: So schön Offenheit in der Softwarewelt auch ist, mit Blick auf den Datenschutz muss die Offenheit Grenzen kennen. Und dass in dieser Hinsicht ausgerechnet beim größten Datensammler der Welt das Wertesystem nicht zu stimmen scheint, macht Angst.

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