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Mars macht für Fische mobil

er Fisch in der Tiernahrung von Mars, zum Beispiel unter der Marke Sheba, wird künftig nur noch aus nachhaltigen Quellen kommen. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat sich die Tiernahrungssparte von Mars als erstes Unternehmen der Branche dazu verpflichtet, vom Jahr 2020 an nur noch Fisch aus nachhaltigen Quellen einzusetzen.

Der Fisch in der Tiernahrung von Mars, zum Beispiel unter der Marke Sheba, wird künftig nur noch aus nachhaltigen Quellen kommen. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat sich die Tiernahrungssparte von Mars als erstes Unternehmen der Branche dazu verpflichtet, vom Jahr 2020 an nur noch Fisch aus nachhaltigen Quellen einzusetzen.

Die Vereinbarung gilt damit auch für Mars Deutschland, ein Tochterunternehmen des amerikanischen Familienunternehmens Mars Inc., das zu den größten Markenartikelherstellern gehört. Mit den Geschäftsbereichen Heimtiernahrung, Schokolade, Lebensmittel und Pflanzenpflege hat Mars allein in Deutschland nach den jüngsten verfügbaren Zahlen aus dem Jahr 2008 einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro erzielt. Beschäftigt werden hierzulande 1800 Mitarbeiter.

Ähnliche Verpflichtung für Kakaolieferungen

Zu den bekannten Marken im Bereich Heimtiernahrung gehören Whiskas, Pedigree, Chappi, Kitekat, Cesar, Sheba, Frolic und Trill. Im Bereich Schokolade sind es unter anderem die Marken Snickers, Balisto, M&M’s, Mars, Twix und Celebrations. Schon im April 2009 hatte sich Mars als erstes Süßwarenunternehmen der Welt dazu verpflichtet, seinen gesamten Kakaobedarf bis zum Jahr 2020 ausschließlich aus nachhaltig zertifizierten Quellen zu beziehen.

Vor dem Hintergrund schwindender Fischbestände hat Mars nun mit dem Umweltverband WWF eine Verpflichtung zur Fischnachhaltigkeit erarbeitet. Der WWF ist eine große Naturschutzorganisation. Mars hat sich in der Verpflichtung zum Ziel gesetzt, künftig nur noch Fisch zu verwenden, der vollständig aus Quellen des nachhaltigen Wildfangs und der nachhaltigen Aquakultur stammt. Sämtliche verwendeten Wildfang-Fische sollen durch nachhaltige Fischnebenerzeugnisse und nachhaltige Aquakultur ersetzt werden. Zudem sollen nachhaltige Alternativen zu Meeresfischzutaten verwendet werden. Mars hat den Großaugen-Thun, den Blauflossen-Thun und den Schwertfisch nach eigenen Angaben schon jetzt aus dem gesamten europäischen Tiernahrungsportfolio verbannt.

Wie zu hören ist, soll in Europa noch bis Ende 2010 Heimtiernahrung eingeführt werden, die vom Marine Stewardship Council (MSC) zertifiziert wurde. Der MSC ist eine gemeinnützige Einrichtung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine Lösung für die Überfischung der Meere zu finden. Dazu hat der MSC einen Standard für die Beurteilung und Auszeichnung umweltverträglich arbeitender Fischereien entwickelt. Mars Petcare Europa will diese sogenannte MSC-Zertifizierung für mehrere Fischsorten der Marke Sheba und Whiskas einführen: „Als das größte Unternehmen für Heimtierbedarf sehen wir uns in der Lage, maßgebliche Änderungen zu bewirken“, lässt sich Pierre Laubies, Global President Mars Petcare, in einer Mitteilung zitieren, die am Mittwoch zu der Vereinbarung veröffentlicht werden wird.

Mars will Führungsrolle übernehmen

„Für dieses Problem gibt es keine schnelle Lösung, aber wenn einflussreiche Unternehmen wie Mars eine Führungsrolle übernehmen, dann ist das für unsere Weltmeere eine positive Nachricht“, heißt es in derselben Mitteilung von Jason Clay, dem Senior Vice President Market Transformation des WWF in den Vereinigten Staaten. Unternehmen aller Größen müssten Verantwortung dafür zeigen, wie und wo sie ihre Rohmaterialien beschafften.

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