Ad hoc

Lehrstunde für SAP

Mit SAP allein gibt Oracle sich längst nicht mehr ab. Angesichts der glänzenden Zahlen, die der amerikanische Anbieter von Software und Hardware vorgelegt hat, wird der Datenklau-Prozess gegen die Deutschen zu einem Nebenkriegsschauplatz. Oracle hat nach Zukäufen im Volumen von 42 Milliarden Dollar in den vergangenen sechs Jahren eine andere Liga im Blick. Auf Augenhöhe befindet sich nach Ansicht des Oracle-Vorstandsvorsitzenden Larry Ellison allenfalls noch IBM. Nun ist Ellison nicht frei von Arroganz, aber SAP und seinem alten Erzfeind, dem SAP-Mitbegründer Hasso Plattner, hat Ellison gezeigt, wie man ein Unternehmen weiterentwickelt. Mit seinem Produktangebot liegt Oracle im Trend aufeinander abgestimmter Hard- und Softwareprodukte aus einer Hand und damit einer Entwicklung, die man Laien mit einem Blick auf das iPhone von Apple verdeutlichen kann: Auch für dieses Erfolgsgerät kommt die Technik aus einer Hand. Dem haben SAP – und in Teilbereichen des Geschäfts auch Hewlett-Packard – wenig entgegenzusetzen. Vielleicht kommt ja doch noch eine Verbindung dieser beiden zustande. Bis dahin ist die SAP-Aktie im Vergleich zu der von Oracle überbewertet. 

follow me on Twitter

Die mobile Version verlassen