Ad hoc

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Unternehmen bestimmen unser tägliches Leben. Aber was bewegt die Unternehmer? Über Trends, Technologien und Menschen, die sie bestimmen.

Facebook in Davos: Freunde werden Informationsfilter

Regierungen und Unternehmen müssen künftig sehr viel stärker zusammenarbeiten, um den Herausforderungen, die durch moderne Kommunikationsmittel auf sie zukommen, gerecht zu werden. „Angebote sozialer Netzwerke wie zum Beispiel Facebook sorgen dafür, dass einem die eigenen Freunde sagen, was wichtig ist und was nicht", charakterisierte Sheryl Sandberg, die bei Facebook Vorstand für das Tagesgeschäft ist, dieses neue Phänomen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Regierungen und Unternehmen müssen künftig sehr viel stärker zusammenarbeiten, um den Herausforderungen, die durch moderne Kommunikationsmittel auf sie zukommen, gerecht zu werden. Das ist das Ergebnis einer Diskussionsrunde auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zum Umgang mit der „Hyper-connected World“. Damit ist eine Welt gemeint, in der die Menschen immer mit mehren Computern oder mobilen Geräten zugleich mit dem Internet verbunden sind und dadurch zu jeder Zeit über das Geschehen auf der Welt, in ihrem Unternehmen oder ihrem Freundeskreis informiert werden.

„Angebote sozialer Netzwerke wie zum Beispiel Facebook sorgen dafür, dass einem die eigenen Freunde sagen, was wichtig ist und was nicht“, charakterisierte Sheryl Sandberg, die bei Facebook Vorstand für das Tagesgeschäft ist, dieses neue Phänomen. Die Politik muss sich dabei Herausforderungen bis hin zur permanenten Gefahr von Enthüllungen durch Internet-Plattformen wie Wikileaks bewusst sein, nach den Worten von EU-Kommissarin Neelie Kroes aber zugleich versuchen, die 30 Prozent der 500 Millionen Europäer, die bisher noch nicht mit dem Internet verbunden sind, möglichst schnell daran anzubinden.

Unternehmen hingegen müssen mit einem erheblichen Verlust der Kontrolle über das leben, was über sie von unterschiedlichsten Parteien – und eben nicht mehr nur von ihrer Kommunikationsabteilung – gesagt wird. Ein Beispiel bot Carl-Henric Svanberg, der Verwaltungsratschef des Ölkonzerns BP. Er hatte nach der Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko zu spüren bekommen, wie die Unternehmenskommunikation der Entwicklung anfangs stets hinterherhinkte. Sandberg verglich diese Entwicklung mit dem sozialen Zusammenleben vergangener Zeiten: „Früher haben Familie, Freunde und Verwandte stets in unmittelbarer Nachbarschaft zusammengelebt. Das hat sich völlig verändert. Aber durch die modernen Kommunikationsmittel sind wir plötzlich wieder so miteinander verbunden, wie dies vor langer Zeit schon einmal der Fall war.“

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