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Electronic Arts macht Spiele mobil

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„Fifa", „Need for Speed", „Command & Conquer" oder die „Sims" - Videospiele mit diesen Namen werden vom amerikanischen Unternehmen Electronic Arts (EA) verkauft. Trotz der großen Namen hat EA eine längere Phase schlechter Geschäfte hinter sich, doch nun scheint sich die Lage zu verbessern. Jedenfalls hat EA die Anleger zur Vorlage der jüngsten Quartalszahlen mit einer verbesserten Gewinnprognose und einem Programm zum Rückkauf eigener Aktien überrascht.

„Fifa“, „Need for Speed“, „Command & Conquer“ oder die „Sims“ – Videospiele mit diesen Namen werden vom amerikanischen Unternehmen Electronic Arts (EA) verkauft. Trotz der großen Namen hat EA eine längere Phase schlechter Geschäfte hinter sich, doch nun scheint sich die Lage zu verbessern. Jedenfalls hat EA die Anleger zur Vorlage der jüngsten Quartalszahlen mit einer verbesserten Gewinnprognose und einem Programm zum Rückkauf eigener Aktien überrascht.

Der einstige Branchenprimus befindet sich mitten in einem Umbruch, auch im jüngsten Quartal ist der Umsatz um 15 Prozent auf 1,05 Milliarden Dollar gefallen. Wegen dieser Entwicklung hatte EA zahlreiche Mitarbeiter entlassen und die Zahl der angebotenen Spiele reduziert. Im Ende März zu Ende gehenden Geschäftsjahr 2010/11 rechnet EA nun aber – vor Sonderposten – wieder mit einem Gewinn je Aktie von 0,60 bis 0,70 Dollar. Zuvor war das Unternehmen von einer Spanne von 0,50 bis 0,70 Dollar ausgegangen. Analysten hatten im Durchschnitt 0,63 Dollar erwartet. EA kündigte zugleich ein über anderthalb Jahre laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 600 Millionen Dollar an. „Das machen wir, weil sich unser Mittelzufluss (Cashflow) verbessert, und weil wir von unserer Strategie überzeugt sind, vor allem mit Blick auf das Geschäft mit Spielen, die wir über das Internet anbieten“, sagte EA-Finanzvorstand Eric Brown. Gemeint sind damit vor allem Programme, die auf Mobiltelefonen oder Tablet-Computern mit Betriebssystemen von Apple oder Google (Android) laufen, Online-Erweiterungen von Konsolenspielen oder auch künftige Rollenspiele im Internet wie das mit hohen Erwartungen verknüpfte, aber noch nicht auf dem Markt eingeführte „Star Wars: The Old Republic“-Spiel. Für das „Star Wars“-Produkt werden die Entwicklungskosten von EA auf 100 Millionen Dollar beziffert. Das Geschäft mit den neuen Spielen unter anderem für internetfähige Smartphones hat EA im dritten Quartal 211 Millionen Dollar Umsatz gebracht, was einem Plus von 39 Prozent entspricht. Im gesamten Geschäftsjahr rechnet Brown für diese Sparte mit einem Umsatz von 750 Millionen Dollar.

An der Börse wurden die Nachrichten mit Begeisterung aufgenommen. Der Kurs der EA-Aktie legte am Mittwoch im Verlauf um mehr als 16 Prozent auf Kurse um 18 Dollar zu. Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 weist EA allerdings noch einen Verlust von 322 Millionen Dollar nach einem Minus von 82 Millionen Dollar im Vorjahresquartal aus. Ohne Sonderposten betrug der Gewinn je Aktie aber 0,59 Dollar je Aktie und damit mehr als am Markt erwartet.

Hier der zugehörige Kommentar:

Lange war es nur eine Hoffnung, langsam geht die Saat auf: Der Videospielehersteller Electronic Arts spricht schon geraume Zeit davon, mit Spielen für neue elektronische Produkte wie zum Beispiel internetfähige Smartphones oder Tabletcomputer, sein bisheriges Geschäft deutlich ausweiten zu können. Bisher waren die Erfolge bescheiden. Jetzt erreichen die Umsätze relevante Höhen von vermutlich 750 Millionen Euro im Geschäftsjahr – mit stark steigender Tendenz. Im Zusammenspiel mit der Möglichkeit, zu den „klassischen“ Konsolenspielen auf einer Xbox oder einer Playstation zusätzlich Erweiterungen über das Internet zu verkaufen, macht sich EA nach und nach vom Verkauf verpackter Spiele im Einzelhandel unabhängig und entkoppelt sich auch etwas stärker vom Neuheitenzyklus der Anbieter von Konsolen wie Microsoft, Sony oder Nintendo. Darüber freuen sich die Anleger an der Börse derzeit zu Recht. Über dem Aktienkurs wird aber noch so lange eine gewisse Ungewissheit liegen, bis klar ist, ob das aufwendige neue Online-Rollenspiel „Star Wars: The Old Republic“ ein Erfolg wird. Dabei geht es um viel Geld. Das Spiel hat Entwicklungskosten von 100 Millionen Dollar verschlungen.

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1 Lesermeinung

  1. Die EA-Aktie ist eine der, wo...
    Die EA-Aktie ist eine der, wo ich denke, dass es ein Solides Papier ist. Die Ganerszene ist immernoch am Wachsen und EA ist mit seinen Games sehr beliebt.

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