Ad hoc

Oracle blendet die Sonne

Larry Ellison, der Vorstandsvorsitzende des amerikanischen Technologiekonzerns Oracle, ist kein bescheidener Mann. Schwächen würde er nicht eingestehen. Er ist der Typ Mensch, der seine Nachbarn verklagt, wenn ein Baum zu hoch wächst und ihm die Sicht aus dem Wohnzimmerfenster einschränkt. Soll man so jemandem glauben, er habe auf Geschäfte verzichtet, weil sie ihm nicht profitabel genug erschienen? Das müsste man aber, wollte man der Begründung folgen, die Oracle für die schwachen Zahlen geliefert hat, die zuletzt mit den Hardwareprodukten des Hauses erreicht worden sind. Dabei handelt es sich um die Netzwerkrechner (Server) des 2010 übernommenen Unternehmens Sun. Das ist ein aus der Form geratener IT-Anbieter, der über Jahre hinweg riesige Verluste angesammelt hat. Unter der Regie von Ellison ist keine schnelle Heilung gelungen. Und das könnte, anders als von Ellison behauptet, auch daran liegen, dass Wettbewerber wie Hewlett-Packard oder IBM nach der Übernahme alles tun, um Sun Kunden abspenstig zu machen. Und wenn es in der IT (und gerade beim traditionell aggressiven Unternehmen Oracle) jetzt nicht mehr um Marktanteile geht, dann wäre das etwas völlig Neues.

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