Ad hoc

Zum Start der neuen Gesundheitskarte

Wenn selbst der höchst kritische Datenschutzbeauftragte des Bundes von der Sicherheit der neuen elektronischen Gesundheitskarte überzeugt ist, brauchen die Patienten vor dem Chip im Portemonnaie keine Angst zu haben. Die Karte komme hundertprozentigem Schutz weitgehend nahe, heißt es – und das ist erfreulich. Unerfreulich ist aber, dass die neue Gesundheitskarte eigentlich schon Anfang 2006 eingeführt werden sollte und seither zu einem weiteren Beispiel dafür geworden ist, wie schwerfällig Deutschland mit Großprojekten der Informationstechnologie (IT) umgeht. Hier verpasst das Land zu viele Chancen, auch zur Unterstützung der heimischen IT-Industrie. In diesem Fall kommt hinzu, dass sich gerade im Gesundheitswesen viele Kosten senken ließen, würden die Möglichkeiten, die eine moderne Chipkarte zur Effizienzsteigerung bietet, schneller genutzt. Es ist gut und richtig, dass im Umgang mit einer solchen Karte auf den Datenschutz größte Wert gelegt wird. Aber in Zeiten von Datensammlern wie Facebook, Google & Co. darf man mit solchen Fragen künftig nicht mehr Jahre verplempern. Es gilt Zeichen zu setzen, dass man Modernität und Datenschutz unter einen Hut bringen kann.

 

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