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Neue Initiativen in NRW: Mehr Gründer sollen gründen

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Die Industrienation Deutschland braucht mehr Unternehmensgründungen. Nur so kann sie den technologischen Vorsprung vor asiatischen Industriestaaten und Schwellenländern halten. Das hat der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin auf dem Gründer-Forum NRW betont.

Die Industrienation Deutschland braucht mehr Unternehmensgründungen. Nur so kann sie den technologischen Vorsprung vor asiatischen Industriestaaten und Schwellenländern halten. Das hat der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin auf dem Gründer-Forum NRW betont. Der Evonik-Vorstandsvorsitzende Klaus Engel unterstrich die Forderung mit dem Hinweis, dass Deutschland ein Hochlohnland ohne nennenswerte Rohstoffreserven sei, das im internationalen Wettbewerb vor allem mit Hochtechnologie punkten müsse. Duin und Engel als Moderator des Initiativkreises Ruhr eröffneten Mitte November in der Ruhr-Universität Bochum das erste Gründer-Forum NRW. Diese von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit dem Initiativkreis ausgerichtete Konferenz ist der Auftakt für Veranstaltungen zum Thema Existenzgründungen, die im November in ganz Deutschland stattfinden werden. Sie soll dem Bilden von Netzwerken zwischen Gründern, Hochschulen, Unternehmen und Geldgebern dienen.

Nordrhein-Westfalen biete Gründungswilligen erhebliche Vorteile: „Hier sitzen die Unternehmen, die als Kunden die Produkte und Dienstleistungen der Start-ups nachfragen. In diesem Punkt unterscheiden wir uns von der vermeintlichen Gründerhauptstadt Berlin“, sagte Duin. Die Region habe nicht nur Start-ups, sondern auf engem Raum mehr als 10 Millionen Verbraucher, eine vitale mittelständische Wirtschaft und neun von 30 Dax-Konzernen. Allerdings musste der Wirtschaftsminister einräumen, dass sich Neugründungen im Ruhrgebiet eher verhalten entwickeln. Die Selbständigenquote liege bei 9,1 Prozent – 2 Punkte unter dem Bundesdurchschnitt.

Uni-Aasgründungen haben abgenommen

Handlungsbedarf sieht Duin vor allem bei den technologie- und wissensbasierten Gründungen und Uni-Ausgründungen. Die hätten seit dem Ende des New-Economy-Booms zur Jahrtausendwende immer mehr abgenommen. Engel bezeichnete das Ruhrgebiet mit seiner hohen Dichte an Universitäten und Forschungsinstituten, den vielen starken international tätigen Industriekonzernen aus den Branchen Energie, Werkstoffe, Chemie, Logistik und Medizintechnik als idealen Ausgangspunkt für Gründer. Auch an Startgeldern mangele es nicht. Im Initiativkreis Ruhr, dem auch 67 Unternehmen mit 630 Milliarden Euro Umsatz und fast 2,3 Millionen Beschäftigten angehören, stünden einige hundert Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung.

Der Thyssen-Krupp-Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger verwies darauf, dass die Geldbeschaffung während der ersten Aufbauphase häufig nicht das entscheidende Problem sei. Kritischer werde es meist, wenn nach den ersten Jahren in den Aufbau der Serienfertigung investiert werden muss. Duin verwies auf Defizite bei Infrastrukturinvestitionen für Straßen, Brücken, Wohnquartiere und Industriebrachen. Er forderte mehr Hilfe vom Bund. Auch beim Ausbau der Breitbandkabelnetze gebe es im Lande reichlich Nachholbedarf.

Unter federführender Mitarbeit von Werner Sturbeck.


1 Lesermeinung

  1. Wettbewerb ein Leitbegriff im ändernden ,neuen ökonomischen Strukturen?
    Wettbewerb und Innovationsfähigkeit ,derartige Begriffe sollten ständig in Frage gestellt werden,theoretische Begriffe heutiger und vergangener Epoche,ohnehin anwendbar mit dem Futur ja gerade dass könnte sich als falsch und unangeeignet herausstellen,eine Metaphorik zugespitzt gesagt das Begriff Wettbewerb verdeckt die oder wird verwechselt die Idee der Wettbewerb zur ankürbelung Nationalökonomien und ihre Fundamente:die hochleistungsfähige Betriebswirtschaft ,ich meine die technologisch herausragende Unternehmen,klein,mittel und groß,täglich beschäftigt hochwertige Produkte ,end oder halb Produkte,zu erzeugen,und mit Wettbewerb,aber es könnte auch nicht länger ignoriert werden angekommen in den eigentlich neuen Wettbewerbsepochen,außerhalb der E.U. Raum insbesondere,mehr und mehr ideologisch bestimmt,ein Wettbewerb gibt es verschiedene Staatssytemen,
    wie und wo letzt endlich die Nutznießer könnten werden und bereits sein,wenn sie wollen,wem gehört die Macht Wettbewerb zu bestimmen oder einfach zu kaufen.Verantwortung(Jonas) hat plakativ gesagt nicht
    eine eindeutige Bedeutung ,aber zivilisatorisch sehr verschieden.
    Das muss in EU Raum nicht länger ignoriert werden,sondern als Herausforderung angenommen werden,ohne Verleugnung europäischer Errungenschaften.
    Sich nicht blenden lassen,neue ökonomische Wettbewerbsmodelle und – Begriffe lassen sich herausdenken auf politische,gesellschaftliche und wirtschaftliche Ebene.

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