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Code_n-Wettbewerb: 52 Start-ups aus elf Ländern ziehen ins Finale ein

385 Bewerbungen wurden in den vergangenen Wochen geprüft. Die innovativsten Start-ups haben es nun ins Finale geschafft: 52 junge Unternehmen aus 11 Ländern greifen nach dem „CODE_n Award“. „Unsere Start-up-Finalisten zeigen eindrucksvoll, wie man den digitalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts begegnet“, lässt sich dazu Ulrich Dietz, der Vorstandsvorsitzende des Stuttgarter Softwarehauses GFT Technologies SE und Initiator von CODE_n in einer Mitteilung zitieren: „Von Israel über Deutschland bis in die Vereinigten Staaten, die jungen Unternehmen zeigen eine spannende Bandbreite digitaler Lösungen in den vier Wettbewerbsclustern Applied FinTechs, Connected Mobility, Health-Tech und Photonics 4.0.“

Vom 20. bis 22. September 2016 präsentieren sich die Gründer während des sogenannten „CODE_n new.New Festivals“, das im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe stattfinden wird. Auch zahlreiche deutsche Gründer überzeugten: Insgesamt 32 Start-ups aus der Bundesrepublik haben es ins Finale geschafft – Großbritannien folgt mit vier, die Vereinigten Staaten, Spanien und Österreich mit je drei Finalisten. Bei der Awardshow am Abend des 21. Septembers kürt die Jury den Gewinner. Der Autor dieses Blogs gehört der Jury an – der Wettbewerb wird von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als Medienpartner unterstützt.

Neben den Startup-Finalisten aus Deutschland, Großbritannien, Österreich, Spanien und den Vereinigten Staaten ist die Schweiz mit zwei Start-ups vertreten. Aus den Ländern Dänemark, Niederlande, Israel, Italien und Türkei zieht jeweils ein Unternehmen ins Finale ein. „Der Bedarf an intelligenten, digitalen Technologien ist enorm und bietet gerade in den Leitbranchen hervorragende Erfolgsaussichten. Diese Wachstumsperspektiven müssen die Start-ups nutzen, um ihr Geschäft nachhaltig zu skalieren. Das CODE_n Festival bietet ihnen die Plattform und kann schnell zum Beschleuniger werden“, so Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung vom CODE_n-Partner Accenture Deutschland. Etablierte Unternehmen und Start-ups rücken mit dem Patenmodell in diesem Jahr enger zusammen.

Ein Blick auf die Startup-Finalisten offenbart spannende Geschäftsmodelle.

Im Cluster Applied FinTechs konzentrieren sich die Start-ups vor allem auf Person-to-Person-Payment, Non-Banking-Solutions und Blockchain. „Veränderung ist die neue Normalität – auch in der Finanzwelt. Die meisten Menschen sind zurückhaltend gegenüber neuen Technologien wie Blockchain – das muss sich ändern. Beim Festival kann sich jeder selbst ein Bild machen. Gemeinsam mit den Start-ups machen wir das digitale Bankerlebnis der Zukunft greifbar und treiben so den digitalen Fortschritt der Finanzindustrie weiter voran“, sagt Dietz. Auch die Kreditvergabe und das Investmentbanking stehen im Zentrum des Interesses. Von speziellen Analytics-Lösungen für Banken bis hin zum smarten Butler für die Buchhaltung wird entsprechende Abwechslung geboten.

Eine FX-Management-Lösung automatisiert länderübergreifende Transaktionen sowie deren Bezahlung und minimiert gleichzeitig die Fremdwährungsrisiken. Besucher des Festivals können die Technologien vor Ort testen.

Augmented Reality steht beim Cluster Connected Mobility im Fokus – von der Indoor-Navigation bis zur Steuerung digitaler Geräte durch reine Gestik rücken hier beeindruckende technologische Anwendungen ins Scheinwerferlicht. Weiterhin werden Big-Data-Anwendungen zur intelligenten Wahl des Lieferanten oder Standorts vorgestellt. Auch die Verkehrssicherheit mittels moderner Sensortechnik und Blickverlaufsanalysen spielt eine große Rolle. Viele Start-ups setzen auf Datenanalysen, damit das digitale Leben so komfortabel wie möglich wird und zugleich so privat wie möglich bleibt.

Digitale Diabetes-Lösungen sind stehen im Cluster HealthTech im Vordergrund – von der Vorhersage des Insulinbedarfs bis zum Glukose-Monitoring in Echtzeit. Außerdem stehen Anwendungen zur Förderung der geistigen und physischen Gesundheit hoch im Kurs sowie die Physiotherapie mit 3D-Sensoren. Auch die vernetzte Analyse des Körpers wird von den Start-up-Finalisten thematisiert. So gibt der Herzschrittmacher dem Handy Bescheid, ob die gemessenen Werte in Ordnung sind oder ein Besuch beim Arzt ratsam wäre. Eine intelligente Fußbodenleiste erkennt alle Aktivitäten im Raum und warnt das Pflegepersonal zum Beispiel bei Stürzen älterer Menschen. Im Health-Tech-Cluster dreht sich vieles um Sicherheit – auch im klassischen Sinne: Mithilfe neuester Quantenmechanik könnten die Produkten der Pharmaindustrie zukünftig eindeutig gekennzeichnet werden. Auch ein Frühwarnsystem für lebensbedrohliche Krankheiten oder Screening-Verfahren für arzneimittelbasierte Krankheitserreger werden beim Festival vorgestellt.

Laserbasierte Sensoren, die Geräusche erkennen? In der Photonics 4.0 Themenwelt wird dieses Szenario Realität. „Die Start-ups setzen bei ihren Innovationen besonders auf das industrielle Internet der Dinge. Augmented Reality oder Sensortechnologien sind im Photonics-Cluster oft die Basis der Geschäftsidee. Es beeindruckt mich zutiefst, was für intelligente Ideen und kreative Lösungsvorschläge die Finalisten entwickelt haben“, wird Peter Leibinger, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Trumpf GmbH & Co KG zitiert. Außerdem wartet ein intelligenter, auf Echtzeit-Algorithmen basierender Abfallroboter auf die Festivalgäste. Vom neuen Hochsicherheitsschlüssel bis hin zu optoelektronischen Lösungen zeichnen sich alle Ansätze durch intensive Forschungsaktivitäten aus. Hier stechen gerade 3D-Druck-Anwendungen, Laser-Produkte sowie Sensortechnologien zur Optimierung der Produktion oder nachhaltigen Energiegewinnung heraus. Auch Unternehmensausgründungen bekannter Universitäten – wie Oxford oder Lancaster – sind im Finale dabei.

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