Reinheitsgebot

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Das Blog zum Bier

Hamburg – Niedergang einer Biermetropole

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Im Mittelalter war Hamburg das Brauhaus Europas. Heute gehören die letzten Traditionsmarken zu Carlsberg, und die Craft-Brauer suchen noch ihren eigenen Stil. Immerhin gibt es hier das beste Alkoholfreie.

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Binnenalster mit Mühle, die einst zur Malzverarbeitung eingesetzt wurde – Aufnahme von 1865

Vor Ostern, könnte man böse sagen, gibt es für Bierfaster kaum eine bessere Großstadt als Hamburg. Denn hier gibt es aus Hopfen-und-Malz-Sicht wenig zu verpassen. Holsten und Astra, die inzwischen beide zum Carlsberg-Konzern gehören, bekommt man ohnehin in jedem Getränkemarkt – beides gute Biere, die man aber sicher nicht im Stammhaus trinken muss. Und außerdem ist, zurück zur Fastenzeit, das im Moment wahrscheinlich interessanteste neue Hamburger Bier ein alkoholfreies. Es heißt “ü.NN”, wird von Oliver Wesseloh seit einigen Monaten in der Hamburger Kehrwieder-Brauerei erzeugt und ist, so steht es mit vollem Recht auf dem Etikett, das erste deutsche alkoholfreie IPA. Wobei IPA für India Pale Ale, also einen besonders stark gehopften Bierstil steht, der ursprünglich für die englischen Kolonien entwickelt worden war und durch die Craftbeer-Bewegung in den letzten Jahren weltweit eine Wiederentdeckung erfahren hat. Die Bezeichnung “Alkoholfreies IPA” verspricht also eine Menge Hopfenaroma bei nur 0,4 Prozent Alkohol. Das klingt verlockend – warum ist in Deutschland eigentlich noch niemand auf diese naheliegende Idee gekommen, der Markt wächst ja?

Wir haben Oliver Wesseloh auf der Gastronomie-Messe Internorga in Hamburg in der sogenannten Craftbeer-Arena getroffen, wo der Buchautor und frühere Biersommelier-Weltmeister in seinem charakteristischen Outfit mit Schiebermütze, Spitzbart, Weste und Pferdeschwanz drei Sorten Bier ausschenkte: Seinen “Prototyp”, ein kalt gehopftes, recht starkes, aber betont süffiges Lager – Wesseloh bezeichnet die ungewöhnliche Kombination als “Hamburg Style” -, sein hervorragendes “Shipa”, ein Single-Hop-IPA, das immer nur eine bestimmte Hopfensorte in den Vordergrund stellt, und eben “ü.NN”, was, ziemlich originell, für “über Normal Null” steht.

Alles drängt sich in die Craftbeer-Arena

Der Trick des tatsächlich fast wie ein echtes IPA riechenden Alkoholfreien liegt dabei in der Hefe: Es ist eine, die Malzzucker nicht vergären kann, den Alkoholgehalt somit niedrig hält, allerdings den Nebeneffekt hat, dass “ü.NN” zwar äußerst vollmundig und gehaltvoll schmeckt, diesen Eindruck aber mit relativ hoher Restsüße bezahlt. Manche mögen das und können rundum zufrieden sein, uns war es eine Idee zu viel, und trotzdem kann man klar sagen: “ü.NN” ist das mit Abstand beste deutsche alkoholfreie Bier. Die bisher angebotenen gestoppten oder alkoholentzogenen Weizen- und Lagerbiere schmecken im Vergleich zu ihm einfach nur metallisch und nach Mangelverwaltung. Oliver Wesseloh, der seine Produkte mit griffigen Kommentaren an den Mann zu bringen versteht, formuliert es so: “Das ist das erste Alkoholfreie, das ich nicht trinke, weil ich es muss, sondern, weil ich es will.” Da ist was dran.

© privatOliver Wesseloh auf der Internorga

Die Mischung aus den Hopfensorten Simcoe und Mosaic, welche Gerüche von Grapefruit und Maracuja aufkommen lassen, bleibt lange in der Nase – und man würde nicht zögern, es bei der nächsten Gelegenheit allein aus Neugier wieder zu bestellen, auch statt eines normalen Biers. Wenn Oliver Wesseloh die Restsüße bei diesem, wie er sagt, “Zufallsrezept” noch etwas stärker drosseln könnte – er selbst warf den Einsatz von Sauermalz ins Rennen – hat dieses Bier ein immenses Potential; in der Gastronomie könnte es manches Frustrations-Problem lösen.

Die Internorga muss man sich insgesamt als eine sehr inspirierende Messe mit vielen Produktinnovationen und Probierständen vorstellen, Massenandrang aber herrscht nur vor den Bierständen, an denen Männer mit Anzug und weißen T-Shirts unter dem blauen Hemd schon nachmittags mit roten Wangen schäumende Gläser durch die Hand gehen lassen. In der Craftbeer-Zone, in der Maisel einen eigenen kleinen Biergarten aufgebaut hatte (dabei kommt einem eine Liedzeile der Rodgau Monotones in den Sinn: “Hamburgs heller Stern versinkt, wenn der Fischmarkt erst nach Handkäs stinkt”) war sogar besonders viel los. Aber Hamburg hatte außer Kehrwieder, das auf der Bierbewertungsplattform Ratebeer zum Teil exzellente Bewertungen erhält, Blockbräu und den unvermeidlichen Craftbeer-Mitmischern von Ratsherrn, deren Spezialbiere einen schon im Bahnhofskiosk empfangen, nicht viel zu bieten, vor allem wenig Regionaltypisches.

Ausgerechnet Störtebeker

Dazu passt, dass am Jungfernstieg, dort wo einst die Malz-Mühlen für die Bierproduktion der Hanse klapperten, schon seit langem eine große Hofbräuhaus-Filiale residiert. Und bereits die Brauerei, die das Astra-Pils erfand, bevor sie an Holsten und dann an Carlsberg überging, die Bavaria-St. Pauli-Brauerei, war ihrerseits schon Symptom eines verlorenen Verdrängungswettbewerbs, bereits ihr Name verwies darauf, dass das aus Bayern kommende Lager-Bier selbst den äußersten Norden erobert und das obergärige Hamburger Bier (Braunbier, Rotbier, Weizenbier), das über Jahrhunderte hinweg den Markt dominierte, verdrängt hatte.

© Carlsberg Deutschland GmbHAlte Brauherrlichkeit, schon damals mit auswärtigem Touch

Was ist aus Hamburg und seiner einstmals so lebendigen Bierkultur nur geworden? Bis vor wenigen Wochen führte eine Bier-Ausstellung im “Museum für Hamburgische Geschichte” noch vor Augen, dass die Stadt über Jahrhunderte hinweg dem Namen “Brauhaus der Hanse” alle Ehre machte. Am Alstersee haben schon vom 13. Jahrhundert an Mühlen das Bier-Malz geschrotet. Im 14. Jahrhundert sollen in Hamburg jährlich bereits mehr als 500.000 Hektoliter erzeugt worden sein, im 16. Jahrhundert gab es noch mehr als 500 Brauereien. Auf die Initiative der Hamburger Brauer sollen außer dem ersten Wasserwerk sogar die Gründung der Börse und die erste Feuerversicherung zurückgegangen sein.

Und dann, neben der verflossenen Herrlichkeit, auch noch das: Wer momentan nach Hamburg kommt, muss natürlich die Elbphilharmonie besichtigen. Und was sieht der Besucher, nachdem er zwei Minuten lang auf einer interessant gebogenen Rolltreppe, durch die sogenannte “Tube”, hinauf in Richtung Aussichtsplattform gefahren ist? Als erstes das Logo einer Biermarke: Störtebeker. Ausgerechnet “Störtebeker”, der Schrecken der Hanse, der gefürchtete Feind Hamburgs. Und das Hopfenbitterste an der ganzen Angelegenheit für die Stadt: Störtebeker, eine Brauerei mit Craftbeer-Hintergrund und vielfach preisgekrönten Bieren hat ihren Standort in Stralsund. Da haben früher die Hamburger das Bier hin verschifft. Naja, nicht ganz so, denn Stralsund hat selbst eine 800-jährige Braugeschichte. Der entscheidende Punkt aber ist: Nach der Wende hat man in Stralsund zu günstiger Zeit das Ruder herumgerissen und steht jetzt mit einem breiten, wohldurchdachten und “auf Nordisch” getrimmten Sortiment als Hanse-Spezialbier-Primus glänzend da.

In der Speicherstadt ist noch viel Platz

© uwebIn der Elbphilharmonie hat Störtebeker ganze Arbeit geleistet.

Und weil die Angelegenheit so kurios ist, haben die Elbphilharmonie und Störtebeker sie gleich noch auf die Spitze getrieben. Denn, was sich hinter dem Brauerei-Logo befindet, ist eine auf mehrere Ebenen verteilte, restlos durchdesignte markengebundene Brau-Erlebniswelt mit Tasting-Lounge, Growler-Abfüllstation und allem Pipapo – und das alles in nächster Nähe zur Hochkultur. Was für das Image des Biers insgesamt natürlich hervorragend (und vollkommen angemessen) ist. Ein Elbphilharmonie-Besucher brachte es nach dem Eintritt in die Störtebeker-Markenwelt auf seine Weise auf den Punkt: “Polar-Weizen: geil!”

Den vielen Hamburger Bierenthusiasten vom Pauli-Fan bis zum Schanzenviertel-Hipster wird hier vorgeführt, welches Potential die eigene Stadt unausgeschöpft lässt. Selbst das Bier, das eigens für die oben erwähnte Hamburger Bierausstellung entwickelt wurde, ein Rauchweizen “nach alter Hanse-Rezeptur”, stammt von Störtebeker aus Stralsund.

Hamburg liebt doch ganz offensichtlich das Bier – warum entdeckt es nicht konsequent die eigene Tradition? Es geht dabei ja nicht um dumpfen Städte-Patriotismus, sondern um den Erhalt von Biervielfalt. In Hamburg, heißt es zum Beispiel im Katalog zu der leider schon ausgelaufenen Ausstellung “Kein Bier ohne Alster”, sei sogar das erste Weizenbier Deutschlands gebraut worden. Rezepte sind, wie der Kurator der Ausstellung sagt, zwar nicht überliefert, die kann man aber bekanntlich rekonstruieren und neu interpretieren.

Im Moment ist Hamburg die deutsche Hätte-Wäre-Bierstadt schlechthin. Vor drei Wochen haben wir es fast unwidersprochen über Berlin geschrieben, auf Hamburg bezogen stimmt es auch: Der Millionenstadt fehlt ein eigenes unverwechselbares Referenz-Bier. Dabei ist in der Speicherstadt nahe der Elbphilharmonie noch so viel Platz. Sie wäre der ideale Ort, um bemerkenswerte Biere aus aller Welt mit neuen, typischen Kreationen der Hansestadt zusammenzubringen.


48 Lesermeinungen

  1. silentdan sagt:

    Buddelship, Hopperbräu, Wildwuchs & Co
    Schöner Text, aber ihr habt leider einige neuere modernen Brauereien in HH vergessen, Kinners! Es tut sich was!

    https://www.buddelship.de/
    https://www.hopperbraeu.de/
    https://www.wildwuchs-brauwerk.de/
    https://circle8brewery.de/
    https://www.balduin-ales.com/

    gruss daniel

    • Uwe Ebbinghaus sagt:

      Ja, ist gut – und danke für den Hinweis. Die Messlatte liegt aber aus meiner Sicht dort, und den Ehrgeiz sollten Craftbrauer entwickeln, finde ich (s. Sierra Nevada, Brooklyn Brewery etc.), wo ein Craft-Produkt zum echten Erfolge wird, am besten sogar am Mainstream kratzt.

  2. Gast sagt:

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    Holsten und Astra… “beides gute Biere”!?
    Herr Ebbinghaus,… ich habe herzlich gelacht! 😀

    • Uwe Ebbinghaus sagt:

      Ich sehe das immer unter dem Aspekt: Für das bisschen Geld ist das ein tolles Getränk. Und es gibt viele Anlässe, zu denen ein – nennen wir es – Standardpils genau das richtige ist. (Man könnte allerdings sagen: Es wird viel zu viel getrunken, was aber jedem nunmal selber überlassen bleibt. Für die Vielfalt jedenfalls ist das bedauerlich.) Und was die Erkennbarkeit der verschiedenen Standardpilse angeht, hat zuletzt Quarks & Co herausgefunden: beim Blindtest sind sie nicht auseinanderzuhalten. Wie hat es Fritz Briem mal in einem Interview hier im Bierblog gesagt: Das deutsche Bier ist durchweg ein derart gutes und günstiges Produkt, die deutschen Beirtrinker müssten eigentlich den ganzen Tag vor Freude “im Kreis springen und sagen: Wir leben hier im Paradies!” https://blogs.faz.net/bierblog/2016/11/18/klares-bier-verdirbt-das-reinheitsgebot-1398/

    • Gast sagt:

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      Nun gut. Wenn man “gutes Bier” als “Standardpils ohne jede eigene Erkennbarkeit” definiert, dann kann ichi ihrer Beschreibung schon folgen.

      Ich bin halt in Franken aufgewachsen und da gelten Biere ohne jeglichen Wiedererkennungswert nicht gerade als Referenzpunkt für “gutes Bier”.
      Kein Braumeister/keine Braumeisterin in der Region würde sich allzugerne attestieren lassen, dass das eigene Produkt schmeckt wie jedes industrielle “Standardpils”… 😉

      Da gibt es aber sicher lokale Unterschiede in den kultivierten Erwartungshaltungen einzelner Landesteile.

      Hamburg ist eine Bierwüste.
      Und wenn mal was Anderes angeboten wird, als die beschriebenen Industriebiere, dann versucht man gleich irgendein Hipsterding draus zu machen und verlangt absurde Preise für ein ganz normales Zwickel aus dem Süden der Republik.
      Für mich ist Hamburg Bier-Entwicklungsland.
      Nichts für ungut.

  3. Gast sagt:

    Es gibt schon etwas mehr Vielfalt, als beschrieben...
    … z.B. Hopper Bräu seit September 2016 mit eigener Brauerei in HH

  4. Alex sagt:

    Engel
    Keller Hell von Engel aus Crailsheim muss man mal probiert haben!

  5. pothifa sagt:

    Mittelalter...
    ist schon lange her. Wer will dahin zurück?

  6. EddieJobson sagt:

    Holsten
    sah ich nach langer Pause (wohne nicht in Deutschland) vorigen Sommer in Kroatien. In einer 2-Liter-Plastikflasche, preiswerter als die ebenfalls in solch Ungetümen angebotenen, lokalen Biersorten. Eine eher unangenehme Erfahrung, kann mich noch dunkel aus den Achtzigerjahren an die Marke als klassisches norddeutsches “Markenprodukt”. erinnern. Ich habe auf den Kauf verzichtet.

  7. Biertrinker aus Stralsund sagt:

    Dem Himmel sei Dank
    .., dass ich in Stralsund wohne. Störtebeker Brauerei vor der Tür, in Rambin liegt schon die nächste feine Brauerei, alles gut. Ich öffne Bier und rieche, was kommt. Macht das mal mit dem Hopfenextrakt-Gesummse. Das sollten die Hamburger hinbekommen, aber erstmal sind wir schneller gewesen
    Da sieht man übrigens auch, dass nicht alle Privatisierungen nach der Wende schlecht waren. Es gibt ihn, den guten “Wessi”, er heißt passenderweise Nordmann, welch ein Zufall

  8. Ernst sagt:

    ist mir eigentlich egal
    was in Hamburg so getrunken wird. Ich selbst trinke ausschließlich Biere von Dinkelacker-Schwaben Bräu. Große Produktvielfalt, gute Biere und auch aus Anerkennung, dass der Alte seine Brauerei von den Heuschrecken zurückgekauft hat.

  9. Gast sagt:

    Titel eingeben
    Ich denke, Hamburg bräuchte sowieso erstmal eine vernünftige Esskultur, bevor man an die Getränke denkt.
    Astra ist für mich eines der schlechtesten Biere, das ich kenne, selbst das Rotlicht kann mich nicht begeistern. Kommt für mich gleich nach Hansa Pils oder Oettinger.

    Ich probiere einiges aus, Belgier, Tschechen, Bayern oder lokale Altbiere (da finde ich Bolzen Gut) aber Biere aus den Norden lassen mich generell kalt.
    Kellerraum sozusagen.

    • egghat sagt:

      Bolten Uralt ist wahrscheinlich das Alt mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis
      Ich finde Füchschen zwar noch einen Ticken besser, aber das ist auch schon schnell bei 3 Euro/Liter. Bolten Uralt liegt so bei 2 Euro, die normalen Standard-Alts (Diebels) bei einem.

      Bolten ist da genau mein Sweet-Spot.

      Und ja, komisch, dass Hamburg und Berlin beide so dermaßen langweilige Standardbiere haben … Nicht vergleichbar mit München, Köln, Düsseldorf.

    • Gast sagt:

      Alt@egghat
      Ich finde die Unterschiede zwischen den einzelnen Brauereien in Dü nur sehr marginal.

      Füchschen wurde halt zum Kult gehypt, aber ist auch nicht viel besser oder schlechter als Uerige oder Schlüssel oder usw.

      Was mir an Dü gefällt, dass die meisten der Hausbrauereien dort sogar recht gutes Essen anbieten, kennt man sonst anders.

      Das noch recht neue Kürzer finde ich ganz gut, ist viel junges Studentenpublikum dort, sehr nett.

      Das mit der Hamburger und Berliner Bierwüste verwundert nicht, Essen und trinken sind in den beiden Städten gleichermaßen mies in der Breite, obwohl es natürlich auch die eine oder andere positive Überraschung gibt. Nur muss man danach sehr gründlich suchen, man stolpert nicht andauernd darüber, wie z. B. in Brüssel.

      Ist halt im Norden eine eher englische “Genusskultur”.

  10. Noboru Wataya sagt:

    Und ich dachte damals in meiner Zeit in Hamburg zunächst...
    … dass es wohl an mir liegen muss: Alle Biere schmeckten irgendwie gleich langweilig, und oft hatte ich schon nach einem Bier Kopfweh und Sodbrennen. Erst nach einigen Jahren in einer besser mit regionalen Brauereien bestückten Region Deutschlands hat sich mein Verhältnis zu Bier wieder normalisiert.

    • Flocke sagt:

      Stimmt
      Biere aus dem Norden schmecken langweilig. Stimmt! Aber so sind wir nun mal! Für mich ist Flensburger immer noch eines der ausgewogensten Pils Biere. Von Kopfweh keine Spur auch nach ner halben Kiste nicht. Das ist vollkommen anders bei den ganzen hochgelobten “Craft” Bieren, die alle dem belgischen Bierstil nacheifern. Da gibt es ordentlich Kopfschmerzen. Man bekommt zwar viele verschiedene Geschmacksrichtungen, aber leider eben auch haufenweise Fuselöle, die eben bei unkontrollierten Spontanfermentationen entstehen. Die geben exotischen Geschmack…manchmal…aber auch Aua!. Da ist mir ein norddeutsches Langweiligbier (wie ihr es nennt) lieber, aber Gott sei Dank, jeder nach seinem Geschmack! Oder???

    • Gast sagt:

      Flensburger@Flocke
      Flensburger ist für mich die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Es ist nämlich auf seine Art ein sehr gutes Bier, obwohl preiswert.

      Ich mag das einfache Statement, dass dieses Bier vermittelt, sehr bitter, herb und ideal als ultimative Erfrischung.

      Nur sind Becks, Holsten und auch dieses übel schmeckende Astra ganz anders. Astra ist ein bisschen wie Billigdosenbier nur halt auf Flasche gezogen.

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