Chaos as usual

Europa oder Egoismus

Hier nur ein kurzer Verweis auf meinen Beitrag im heutigen FAZ-Feuilleton: die Botschaft mag nicht die sein, die man jetzt hören will, aber ich bin überzeugt davon, dass das die entscheidende Frage der nächsten Monate und Jahre sein wird. Und ob wir wollen oder nicht: wir werden uns ihr stellen müssen; gänzlich unabhängig davon, wie Nobelpreisträger Krugman darüber denkt, hier bitte nicht den Aufhänger mit dem eigentlichen Thema verwechseln.

Als vor 10 Jahren der Euro eingeführt und die Wirtschafts- und Währungsunion weitestgehend vollzogen wurde, wußten wir alle, dass wir damit den „2. Schritt“ vor dem 1. machen. Die politische Union würde sich danach schon noch einstellen, quasi „von selbst“, hieß es damals. – Hat sie aber nicht. Stattdessen wurde der politische Einigungsprozess verzögert und verwässert, was die längste Zeit nicht weiter störte, weil der Himmel blau und die Konjunktur rosig war. Doch jetzt, wo sich die Sachlage entscheidend geändert hat, stellen wir mit Erstaunen fest, dass wir Institutionen benötigen würden, die zu schaffen wir verabsäumt haben.

Meiner Meinung nach wird es daher höchste Zeit, dass der „1. Schritt“ vollzogen wird: ansonsten sehe ich das bisher Erreichte im europäischen Integrationsprozess tatsächlich in größter Gefahr.

Zum FAZ-Feuilleton-Beitrag „Europa ist in größter Gefahr“

 

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