Chaos as usual

Chaos as usual

Wer sich heutzutage in den Straßenschluchten des Kapitalismus bewegt, muss aufpassen, von einstürzenden Paradigmen und herabfallenden

Wiederholt sich die Geschichte? Das will ich doch gar nicht wissen!

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Das Prinzip eines Pyramiden- oder Kettenbriefspiels ist schnell erklärt: Alle Teilnehmer erwarten, nach ihnen würden weitere Spieler einsteigen, aus deren Einsatz dann die Rückzahlung des eigenen Spielgeldes bestritten sowie das - zumeist sagenhafte - Gewinnversprechen der Organisatoren eingelöst wird. Weil die ganze Nummer logischerweise nur solange funktionieren kann, als neu hinzutretende Teilnehmer gefunden werden, andernfalls alle übrigen noch im Spiel befindlichen Spieler alles verlieren, sind derartige Kettenbriefspiele üblicherweise gesetzlich verboten. Bis auf eines, zufällig das größte Pyramidenspiel überhaupt: Der Kapitalismus. Dieses Spiel ist absolut legal, seine erfolgreichen Spieler werden zumeist als „Helden" verehrt und rangieren in den gesellschaftlichen Hierarchien an oberster Stelle. Die goldene Regel im Kapitalismus lautet: Solange zur Bedienung aller Schulden neue Nachschuldner gefunden werden, läuft alles wunderbar. Bleiben diese aber aus, dann heißt es: Game over! - Der Kettenbrief reißt, der Aufschwung schlägt um in die Krise, und alle, die gestern noch jubelten, sind plötzlich stinksauer. Zumeist gibt es dann ziemlich lautes Geschrei, wenn es besonders hart kommt auch eine knackige, kleine Revolution, oder gar einen ausgewachsenen Krieg, mittels derer die alten Wetten aufgehoben und die Schuldenuhren auf „Null" zurückgedreht werden, sodass das lustige Kreditspiel von Neuem starten kann. Der ehemalige Fed-Chef Alan Greenspan verlieh dieser Sorge Ausdruck, als er vor einigen Jahren um „new credits" förmlich bettelte, und selbst durch drastische Leitzinssenkungen massiv dazu beitrug, dass sie auch tatsächlich eintrafen; sein Nachfolger Ben Bernanke tut sich da schon erheblich schwerer, die Neuschuldner wollen sich seit geraumer Zeit partout nicht einstellen, die wirtschaftlichen Auswirkungen ihres Fernbleibens werden zunehmend schlimmer.

Das Prinzip eines Pyramiden- oder Kettenbriefspiels ist schnell erklärt: Alle Teilnehmer erwarten, nach ihnen würden weitere Spieler einsteigen, aus deren Einsatz dann die Rückzahlung des eigenen Spielgeldes bestritten sowie das – zumeist sagenhafte – Gewinnversprechen der Organisatoren eingelöst wird. Weil die ganze Nummer logischerweise nur solange funktionieren kann, als neu hinzutretende Teilnehmer gefunden werden, andernfalls alle übrigen noch im Spiel befindlichen Spieler alles verlieren, sind derartige Kettenbriefspiele üblicherweise gesetzlich verboten. Bis auf eines, zufällig das größte Pyramidenspiel überhaupt: Der Kapitalismus.

Dieses Spiel ist absolut legal, seine erfolgreichen Spieler werden zumeist als „Helden“ verehrt und rangieren in den gesellschaftlichen Hierarchien an oberster Stelle. Die goldene Regel im Kapitalismus lautet: Solange zur Bedienung aller Schulden neue Nachschuldner gefunden werden, läuft alles wunderbar. Bleiben diese aber aus, dann heißt es: Game over! – Der Kettenbrief reißt, der Aufschwung schlägt um in die Krise, und alle, die gestern noch jubelten, sind plötzlich stinksauer. Zumeist gibt es dann ziemlich lautes Geschrei, wenn es besonders hart kommt auch eine knackige, kleine Revolution, oder gar einen ausgewachsenen Krieg, mittels derer die alten Wetten aufgehoben und die Schuldenuhren auf „Null“ zurückgedreht werden, sodass das lustige Kreditspiel von Neuem starten kann. Der ehemalige Fed-Chef Alan Greenspan verlieh dieser Sorge Ausdruck, als er vor einigen Jahren um „new credits“ förmlich bettelte, und selbst durch drastische Leitzinssenkungen massiv dazu beitrug, dass sie auch tatsächlich eintrafen; sein Nachfolger Ben Bernanke tut sich da schon erheblich schwerer, die Neuschuldner wollen sich seit geraumer Zeit partout nicht einstellen, die wirtschaftlichen Auswirkungen ihres Fernbleibens werden zunehmend schlimmer.

Dieser Kettenbrief lief in der Geschichte der Menschheit schon so häufig ab, dass man damit ganze Bibliotheken der klassischen Weltliteratur füllen könnte, und tatsächlich sind sie das auch: Die großen Schuldreformer der Antike sind alle bestens überliefert, von Lykurg bis zu den Gracchen, Cicero brachte Catilina an den Galgen, nachdem der sich an die Spitze eines Schuldneraufstands setzen wollte, und besonders deutliche Hinweise auf altertümliche Kreditquereleien liefert natürlich der größte Klassiker von allen, die Bibel: Josephs Prophezeiung der 7 fetten und 7 mageren Jahre war im Prinzip nichts anderes als die Beschreibung einer solchen Boom-Bust-Sequenz, und bei Moses lesen wir etwas von einem „Erlassjahr“, einer obligatorischen Schuldenstreichung alle 7 Jahre, die den deflationären Druck aus der Wirtschaft nehmen und Spielräume für einen neuen Aufschwung schaffen sollte. Ein Gedanke übrigens, der erst kürzlich wieder vom englischen Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson in einem Beitrag für die Financial Times aufgegriffen wurde, als eine alternative Möglichkeit, mit der man unserer neuzeitlichen Misere natürlich auch beikommen könnte. Moses war also offenbar ein weiser Mann, zumindest weiser, als so manche selbsternannten oder offiziellen „Wirtschaftsweisen“ unserer Tage, die von der Funktion des Kredits in einer kapitalistischen Wirtschaft bisweilen nicht den Schimmer einer Ahnung haben.

Nun hat sich auch eine moderne Bibel, das Hamburger „SPIEGEL“-Magazin, des Themas angenommen: „Wiederholt sich die Geschichte doch?“, knallt es einem in großen, bedrohlichen Lettern vom Titelblatt der jüngsten Ausgabe entgegen, daneben das legendäre Foto vom verzweifelten, Arbeit suchenden Mann auf der Straße anno 1930. Über 5 Millionen Menschen hätten seit Ausbruch der Krise in den USA ihren Job verloren, schreibt der SPIEGEL, Ende nicht absehbar, und Deutschland würde den USA auf diesem Kurs folgen. Laut Prognose der führenden Wirtschaftsinstitute schrumpft die deutsche Volkswirtschaft dieses Jahr um 6%, der blanke Horror, der stärkste Einbruch in der Geschichte der Bundesrepublik, und wenn man bedenkt, dass besagte Institute die Krise samt und sonders verschlafen haben, ihre bisherigen Prognosen daher viel zu optimistisch waren, dann steht ohnehin zu befürchten, dass die jetzt avisierten 6% in kommenden Vorhersagen noch weiter nach unten revidiert werden müssen.

„In Amerika hat sich die Depression längst in den Alltagssprachgebrauch zurückgeschlichen“, meint der SPIEGEL, und recht hat er, gerade eben erst wieder hat Nobelpreisträger Paul Krugman in seiner Kolumne in der NY Times davor gewarnt. Von der Politik hänge jetzt so ziemlich alles weitere ab, meint Krugman darin, und der SPIEGEL stimmt ihm darin zu:  „Die Krise könnte die Volkswirtschaften ähnlich hart treffen wie die Große Depression – wenn die massiven Rettungspakete der Regierungen nicht greifen.“

Das Problem ist nur: Diese Rettungspakete sind aus meiner Sicht keineswegs „massiv“, zumindest in Deutschland nicht. Um das zu verstehen, muss man sich vor Augen führen, dass den öffentlichen Kriseninterventionen notwendigerweise 2 Aufgaben zukommen, die sie unbedingt erfüllen müssen, wenn sie Erfolg haben sollen: erstens muss verhindert werden, dass Kredittitel und dahinterstehende Sicherheiten weiter im Preis verfallen, etwa deshalb, weil sie von den Banken in Notverkäufen („fire sales“) auf den Markt geschmissen werden: Das ist üblicherweise der Job der Zentralbank, in ihrer Rolle als „Lender of last resort“; die Ausmaße und Komplexität dieser Krise brachten es aber mit sich, dass der Staat zusätzlich einspringen und diverse „Rettungsschirme“ im Umfang mehrer Hundert Milliarden Euro für die Banken spannen musste, um diesen Teil der Übung so halbwegs hinzukriegen; und wie wir aus aktuellen Debatten um die „bad bank“ wissen, ist er damit eh noch lange nicht fertig.

Teil 2 der Aufgabe wird aber noch viel schwieriger: Der Staat muss die ausfallenden „new credits“ irgendwie ersetzen, er muss – um in der Sprache unserer Pyramidenspiel-Analogie zu bleiben – selbst in das Spiel eintreten und den Einsatz stellen, der nötig ist, um alle früheren Spieler auszulösen. Soll heißen: über öffentlichen Konsum, Investitionen und Sozialtransfers bewirkt er, dass Unternehmen und Privathaushalte weiterhin Gewinne und Einkommen in ausreichender Höhe erzielen, um kreditfähig zu bleiben und ihren Verpflichtungen nachkommen zu  können. In den 1930ern tat er das nicht – Folgen bekannt. Jedoch: Das für alle hinzubekommen ist im Prinzip eh ein Ding der Unmöglichkeit, und wenn es die Regierung tatsächlich versuchen wollte, dann müsste sie dafür jedenfalls deutlich höhere Ausgaben veranschlagen, als in den bislang beschlossenen Konjunkturpaketen I und II stecken. Folgt man der Theorie des amerikanischen Ökonomen Hyman Minsky, die zur Erklärung der Krise neuerdings häufig herangezogen wird, dann müsste das Haushaltsdefizit der Bundesregierung um mindestens den Betrag steigen, um den die Investitionsnachfrage und der Außenhandelsüberschuss einbrechen. Nehmen wir einmal an, dass beide im Verlauf der Krise um jene 20-30% zurückgehen, welche die Financial Times vor einiger Zeit prognostiziert hat, dann wären das zwischen 100 und 150 Mrd Euro, die der Staatshaushalt an Nachfrageausfällen und damit ausbleibenden Gewinnen und Einkommen kompensieren müsste. Nota bene: pro Jahr! Konjunkturmaßnahmen in dieser Größenordnung scheinen aber ganz und gar undenkbar, zumindest derzeit. Zudem weiß niemand, wie schlimm es wirklich kommen wird, der SPIEGEL zitiert Finanzminister Peer Steinbrück mit seinem Eingeständnis „Ich weiß es nicht“, womit der wenigstens sympathische Ehrlichkeit beweist.

„Das macht die Krise so unheimlich. Wo sie herkommt, ist bekannt. Wo sie hin will, weiß keiner“, stellt der SPIEGEL dazu fest. Und wenn wir es genau nehmen, dann stimmt noch nicht mal das: Nach wie vor besteht im Ökonomenlager keine Einigkeit darüber, was genau die Ursachen der Krise sind, stattdessen werden die unterschiedlichsten Erklärungsmuster herangezogen, von gierigen Banken, über unfähige Regulierungs- und Aufsichtsorgane, bis hin zur einleitenden Darstellung der systemischen Schwächen des „Kettenbriefs Kapitalismus“, wie er vor allem den Theorien von John Maynard Keynes, Irving Fisher und dem oben genannten Hyman Minsky zugrunde lag. Nur sind deren Theorien allesamt nicht Teil des aktuellen ökonomischen Mainstream-Denkens: Darin wird die Krise nach wie vor lediglich als „Betriebsunfall“ abgehandelt. Exemplarisch bringt der SPIEGEL ein Zitat von einem der bekanntesten Ökonomen unserer Zeit, dem Nobelpreisträger Robert Solow, der auf die Frage „Können Sie erklären, was passiert ist?“, geantwortet haben soll:

„Nein, ich glaube nicht, dass normales ökonomisches Denken bei der Erklärung dieser Krise helfen kann.“

Tja, irgendwie ganz schön doof, oder?

Der größte Fehler, den man der Politik deshalb auch vorwerfen muss, ist der, weiterhin genau jener Elite der Ahnungslosigkeit hörig zu sein, die diese Krise nicht nur nicht kommen hat sehen, sondern die sie darüber hinaus auch jahrelang zu Maßnahmen überredet hat, die jetzt alles nur noch schlimmer machen: Dank der Politik des konsequenten Sozialabbaus der letzten Jahre sind in dieser Krise klassische Segmente der deutschen Mittelschicht erstmals akut vom Abstieg auf Sozialhilfeniveau bedroht, wie DGB-Chef Sommer neulich in der ARD nicht müde wurde zu betonen. Und dass er damit völlig recht hat, zeigt sich überdeutlich an der Misere um Opel, Schaeffler und die vielen anderen Großunternehmen, bei denen Mitarbeiter in gut bezahlten Jobs zu Hunderten und Tausenden spätestens dann auf der Strasse stehen werden, wenn die aktuellen Kurzarbeitsprogramme auslaufen und die Strohfeuerwirkung der Abwrackprämie verflogen ist. Die Erwartungen der Menschen an eine ungewisse Zukunft wären es, so schrieb John Maynard Keynes anno 1936, die den Verlauf des wirtschaftlichen Geschehens bestimmen: Sie nachfrageseitig zu stabilisieren, und damit angebotsseitig die „Animal Spirits“ der Unternehmer zu wecken, sprich: sie zu Investitionen anzuregen, wäre der einzig mögliche Weg, eine Krise vorzeitig zu beenden. Auf heute umgelegt, stelle ich mir daher die Frage: Wo soll die Zuversicht herkommen, wenn der Facharbeiter bei Opel damit rechnen muss, bereits nach 18 Monaten Arbeitslosigkeit nicht nur auf das Kaufkraftniveau eines Hartz-IV-Empfängers zurückgestuft zu werden, sondern darüber hinaus womöglich auch noch sein gesamtes Erspartes und sein Eigenheim zu verlieren? Und mal im Ernst: Wenn die Krise tatsächlich so schlimm wird, wie der SPIEGEL schreibt, wo sollten dann binnen 18 Monaten ausreichend Jobs für die Entlassenen bei Opel & Co herkommen?

Die Revision der Hartz-IV-Reformen stünden deshalb für die Sozialdemokraten auch ganz oben an, heisst es im SPIEGEL weiter, denn sie dürften nicht zulassen, dass ihre Stammklientel in die Armutsfalle gerät. Doch hier greift der SPIEGEL in seiner Interpretation zu kurz: Wenn die Krise sich verschärft und tatsächlich Dimensionen wie in den 1930ern annimmt, dann ist eben nicht mehr nur die klassische Stammwählerschaft der SPD davon betroffen, sondern ausnahmslos wir alle!   

Daher – und diesmal will ich es gerne deutlicher formulieren, als in meinem Beitrag „Politik für die obersten 1,6%“, der offenbar in diesem Punkt etwas missverständlich geraten war – sollten beide Regierungsparteien, vor allem aber die CDU/CSU, endlich aufwachen, ihre bisherigen wirtschaftspolitischen Berater zum Teufel jagen und sich von den wahren, apokalyptischen Dimensionen des drohenden Desasters überzeugen lassen. Dann dürfte ihnen schlagartig klar werden, dass auch sie um eine Politik, die sie gestern noch als „Linksruck“ und „sozialistische Mottenkiste“ verunglimpften, in Wahrheit gar nicht herumkommen werden. Die „Leistungsträger“ von heute könnten nämlich ratzfatz die Verlierer von morgen werden, und dann ist ihnen alleine mit Steuersenkungen und der üblichen Rhetorik des „Wir sind alle stolz auf Euch!“ bestimmt nicht geholfen.

Der SPIEGEL lässt am Schluss seines Beitrags den Wirtschaftshistoriker Abelshauser sagen: „Geschichte wiederholt sich nicht. Oder doch?“

Aber mal im Ernst: Wer möchte die Antwort auf diese Frage wirklich wissen? – Ich jedenfalls nicht! Ich habe echt keinerlei Interesse, das herauszufinden.


78 Lesermeinungen

  1. ontotheo sagt:

    Auf die Frage, ob sich die...
    Auf die Frage, ob sich die Geschichte wiederholt, gibt es eine klare Antwort: Sie wiederholt sich, und wiederholt sich zugleich nicht. Der Verlauf der Geschichte vollzieht sich nicht radial, sondern konzentrisch. Verwerfungen sind Kurskorrekturen des globalen Seins. Ein ausschließlich wirtschaftliches Denken muss als moderne Spießbürgerlichkeit gebrandmarkt werden.

  2. mylli sagt:

    Übrigens, ich habe meine...
    Übrigens, ich habe meine Frage verdammt ernst gemeint.
    Wo ist volkswirtschaftlich das Problem? Es verlieren halt die bisherigen Kapitalismusgewinnler, aber in einer Demokratie wird man die doch irgendwie überstimmen können, wenn dem gemeinen Volk erst die Augen geöffnet werden.
    Oder doch kein Reboot?

  3. McShorty sagt:

    <p>Hallo Thomas...
    Hallo Thomas Strobl,
    toller Beitrag mit dem Finger auf der lecken Aorta, aber auch wirklich vielen „pöhsen, pöhsen“ Worten. Für die die es nicht so gemerkt haben möchte ich ein paar gerne nochmal wiederholen:
    -Kettenbrief
    -Pyramidenspiel
    -„game over“ [sic] (btw. copyright liegt bei Dottore)
    -Krieg
    -Schuldenuhr auf „Null“ (das finden die Gläubiger bestimmt nicht witzig)
    -„new credits“
    -Erlassjahr
    -Depression (ok, das ist mittlerweile ja Mainstream)
    -apokalyptischen Dimensionen
    -drohenden Desasters
    OK, dass die Polit*piiiep* und ihre Berater keine Ahnung haben was + warum passiert ist, was gg.wärtig abgeht und was kommt – gääähn, das wissen wir ja bereits. Bestes Bsp. sind die lächerlichen Konjunkturprogrämmchen! Die 100+ Mrd. per anno [sic] haben wir schon im DGF vor etlichen Monaten ausgiebig diskutiert!
    Heute erzählen uns die Polit*piiiep* man müsse die Wirkung der KP abwarten, die würden erst in Monaten greifen! Wenn die Polit*piiiep* so schlau waren/sind warum haben die die Dinger nicht schon vor 12 Monaten aufgelegt, als wir uns dusselig gequatscht haben? – Peinliches Schweigen…. Damals hätte man den Faktor „Vertrauen der Massen“ noch umsonst dazu bekommen – aber heute?
    MMn hast Du Teil 3 des Plan vergessen: Schaffung von verschuldungsfähigem Eigentum für die Massen (bei uns). Also meine Bedürfniss und meine Nachfrage sind/ist riesengroß – allein mir fehlt die Möglichkeit (ok, vlt auch der Wille) diese zu befriedigen.
    Hier könnte man auch gleich die „Geschenke“- ähm sorry die Exportindustrie vlt. ein wenig auf den Binnenmarkt umlenken. Na ja, und an steuerlichen Anreizen zur Neuverschuldung liesse sich auch was rumschrauben.
    Teil 4 eines Plan wären dann vlt. die Schaffung von verschuldungsfähigen/bereiten Nach-/Neuschuldner in der Welt. Sollte angesichts 1.000.000.000 Menschen die nicht genug Nahrung haben, 80 % haben kein sauberes Trinkwasser, Millionen von Hunger- u. Kriegstoten, mehr als 3 Mio Malariatoten usw usf eine lohnende Investion sein. Das Gerede von Überkapazitäten kommt mit dabei ein wenig zynisch vor.
    Um zur Ausgangsfrage zurück zu kommen, Du und viele andere kennen die Antwort sehr genau! Wir wollen sie nur nicht wahr haben wenn wir in die Augen unsere Kinder schauen. Wie sollen wir das denen jemals erklären, dass wir als Sehende/Wissende kläglich versagt haben?
    Danke fürs Lesen und Gruß, McShorty
    P.S. Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass Du es rechtzeitig vor G.O. vom Feuilleton auf die 1. Seite oder höheren Weihen schaffst – unserer Kinder + Enkelkinder wegen

  4. Uwe sagt:

    Da meiner Meinung nach immer...
    Da meiner Meinung nach immer noch die Wirtschaft den Menschen zu dienen hat und nicht umgekehrt, bedeutet eine Zeit der Arbeitslosigkeit und des finanziellen Abstiegs die Gelegenheit, Zeit zu finden. In der Antike galt die „Musse“ noch als Luxus, da man ihren Wert noch kannte. Heute wird sie wohl überwiegend als Langeweile oder Horror betrachtet, dem man durch Arbeit und Zerstreuungen besser entgehen sollte. Daran hat auch Freud seinen Anteil, der nur Abgründe in der menschlichen Seele gefunden hat.
    Aber ohne diese oder andere Krisen würden wir alle unser Leben vermutlich in sinnlosen (und zudem noch ressourcenverwschwendenden) Beschäftigungen und noch sinnloseren „Vergnügungen“ verbringen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie gut es ist, Zeit zu haben, und zwar richtig viel davon, Zeit im Überfluss. Ich war zwei Jahre arbeitslos. In dieser Zeit habe ich mir alle Emotionen (und ihnen zugrunde liegenden falschen Vorstellungen über die Welt, Gott und mich selbst usw.) angeschaut, die dann ins Bewusstsein kommen, wenn man nichts zu tun hat. Sie waren nicht angenehm, aber auch nicht so schlimm, doch mit der Zeit und Aufmerksamkeit, die ich ihnen und damit mir selber geschenkt habe, habe ich mich persönlich sehr vorteilhaft verändert und mittlerweile geniesse ich die Stille mehr als alles andere. Die Gedanken über unsere Umstände und uns selbst machen meist viel grössere Probleme als die Umstände selber. Ich habe dann, obwohl ich h4Empfänger war, einen neuen sozialversicherungpflichtigen Job gefunden, in dem meine Kunden und ich sehr von meinen Veränderungen profitieren, der mir auch zum ersten Mal wirklich Spass macht.

  5. @und noch einer
    Du hast das...

    @und noch einer
    Du hast das System ganz und gar nicht durchschaut und wirfst mit niederer Polemik um dich.
    * Das beispiellose Wirtschaftswachstum hat vor allem in den Zahlen stattgefunden beim Volk in Deutschland ist von dem Wachstum nicht besonders viel angekommen. Les mal auf jjahnke.net genaueres nach.
    * Dass es immer wieder kleinere Krisen gibt gehört zum „Schweinezyklus“ und wird durch die Einführung von neuen Technologien verarbeitet. Soweit eigentlich richtig. Doch diesmal laufen wir Gefahr, dass nicht ein einzelner Bereich eine schwere Krise durchlebt und durch andere Bereich ersetzt wird, sondern dass alle Bereiche gleichzeitig in die Krise geraten und der kapitalistische Kettenbrief reisst.
    * Wohlstand entsteht in der Tat durch die erwähnten Dinge, aber es fehlt noch die treibende Kraft, die uns im Kapitalsmus so unerbittlich antreibt. Die Tilgung der Schulden, die wir aufgenommen haben, um tätig werden zu können bzw. der Arbeitgeber, der dies für uns übernommen hat und uns stellvertretend antreibt, selbst aber seine Schulden im Nacken hat. Dies zieht sich durch die gesamte Wirtschaft. Selbst die Rentiers stehen unter Druck, dass ihr Kapital weiterhin Ertrag abwirft, damit es sich auch in Zukunft rentiert. Das ist die Triebkraft des Kapitalismus, die dem Sozialismus fehlt. Also spielt das Geld eine zentrale Rolle im Entstehen von Wohlstand.
    * Was hat die Krise mit Faulheit, Unanständigkeit oder kleinen Steuertricksereien zu tun? Ich denke nichts. Das sind nur unwesentliche Parameter, die den Zeitablauf beeinflussen, aber den Prozess können sie nicht aufhalten.
    * Wie wird das Geld beim Kreditsystem verteilt? Dorthin, wo es den höchsten Ertrag erbringt? Wo ist das? Natürlich in einem Kredit! Es wird also immer von einem neuen Kredit in einen alten Kredit verteilt. Dass vom neuen Kredit erwartet wird, dass er sich maximal rentiert spielt hierbei keine Rolle. Es steigert natürlich den Output an Waren für zahlungskräftige Kunden, aber es ändert nichts am Schneeballsystem. Das Schneeballsystem entsteht dadurch, dass die alten Kredite, sowie die Zinsen abgetragen werden müssen und der Kreditgeber nicht alle Zinsen in den Markt zurückspeist. Somit muss die Kreditmenge wachsen, um die Zinsen zu bezahlen. Ohne neue Kredite fehlt das Geld, um die alten Kredite zu refinanzieren. Ohne Gewinnerwartung fehlen die neuen Kredite. Wenn das Geld fehlt, fehlen die Gewinnerwartungen. Geld wird durch Kredit erzeugt. Hier kommen wir zum Staat.
    * Der Staat springt ein, wenn das System ins Wanken gerät. Er erzeugt neue Kredite und damit das Geld, um die alten Kredite zu begleichen. Der Crash ist abgewendet. Der Staat muss noch mehr Kredite erzeugen, um die Gewinnerwartungen zu steigern. Wir haben wieder Wirtschaftswachstum und die Krise ist vorerst abgewendet.
    * Du hast damit Recht, dass das Schneeballsystem durch die Staatskredite nicht aufgehoben wird, sondern nur in die Zukunft verschoben. Wie lange, das können wir noch nicht sagen. Erschwerend für die Prognose kommt hinzu, dass die bisherigen Randbedingungen aufgelöst werden und es noch viele Tricks gibt, die die Politik anwenden kann, von denen wir noch nicht ahnen. Andererseits können unsere Politiker natürlich zu dumm und zu zaghaft sein, diese Tricks auch anzuwenden, wenn sie nötig sind. Es bleibt also spannend.

  6. Da wir unter zu vielen...
    Da wir unter zu vielen Erklärungen und zugleich unter dem Mangel an einer einheitlichen überzeugenden Erklärung der heutigen Krise, schlage ich den folgenden Text vor, den ich wegen eines unzureichenden Beherrschens der deutschen Sprache nicht übersetzen konnte.
    Danke für Lesen
    Crise financière, crise économique
    Si l’attention est fortement attirée aujourd’hui par les turbulences qui secouent les marchés financiers, l’erreur serait de tout ramener aux excès des opérateurs financiers, au premier rang desquels on place les spéculateurs et à côté les banquiers coupables d’avoir distribué les crédits sans trop s’inquiéter de la qualité des emprunteurs. On risquerait de perdre de vue les véritables causes des difficultés actuelles, qui sont à rechercher dans les dysfonctionnements structurels de l’ensemble du système économique et non pas du seul système financier.
    Depuis plusieurs années nous assistons à la résurgence d’un phénomène que les années de prospérité d’après-guerre ont largement contribué à occulter, la sous-consommation tendancielle des couches dites populaires, celle-ci due aux prélèvements excessifs pratiqués sur le revenu national par les apporteurs de capitaux, ne laissant à tous ceux qui vivent directement ou indirectement sous leur dépendance que des montants de rémunérations artificiellement réduits.
    Les marxistes parlaient de sous-consommation ouvrière, on est dans ce cas de figure à condition de traduire ouvrier par ensemble des salariés, plus précisément ceux qui se situent aux échelons moyens et bas de l’échelle des salaires.
    Le mécanisme de la crise par sous-consommation est assez rudimentaire, et il a déjà été repéré par un certain nombre d’économistes, mais ce qui nous paraît intéressant, c’est de voir quels enseignements politiques on peut en tirer, en vue d’une régulation à long terme du système économique.
    Ce mécanisme est, il est vrai, plus visible aux Etats-Unis qu’en Europe occidentale, où, semble-t-il, banques centrales et banques de second rang ont su faire preuve de davantage de retenue.
    La valeur du produit national, en euros, en dollars ou en toute autre monnaie, correspond, pour faire simple, à la masse des salaires et des profits versés dans le pays. C’est en quelque sorte le coût de production des biens et services offerts sur une période, prenons l’année, un coût de production un peu particulier puisqu’il comprend aussi les marges des entreprises. Il manque quelques éléments pour que la correspondance produit-revenus soit tout à fait exacte, mais les prendre en compte n’apporterait rien de plus à la compréhension du mécanisme; il en va de même pour les interventions publiques, et pour les prélèvements pratiqués par les marchés et par les banques.
    En ramenant donc le revenu national aux seuls profits et salaires, le constat peut être fait que pour diverses raisons, parmi lesquelles on distinguera la montée en puissance de l’actionnariat et le triomphe sur le plan des idées des politiques de l’offre, la part des profits dans le partage profit-salaire a considérablement augmenté, réduisant d’autant la part des salariés.
    Le problème structurel du système de profit, déjà remarqué par les économistes classiques, par Marx, et par les théoriciens du circuit économique, vient de ce que les profits ne se réalisent que si la production nationale trouve sur le marché une demande solvable équivalente. Or, à partir d’un certain montant, les dépenses des bénéficiaires des profits ne parviennent plus à absorber la part du produit national correspondant au pourcentage qu’ils représentent dans le revenu national, ce qui empêche le bouclage du circuit économique.
    Il existe différentes façons de „consommer“ les profits :
    – la consommation de luxe tout d’abord, achats de biens et autres consommations ostentatoires, châteaux, voyages, … ; mais il se trouve que les possibilités de dépenser son argent pour quelqu’un de fortuné ne sont pas illimitées; le temps des riches comme celui des pauvres est compté, et à partir d’un certain niveau de dépense, on n’a plus le loisir de jouir de tout ce que l’on a acquis;
    – l’investissement dans les biens de production, qu’il soit direct ou indirect; les investisseurs ont toujours la possibilité d’abandonner aux entreprises une plus grande part des bénéfices qu’elles réalisent, par réduction des dividendes versés, ils peuvent aussi abonder aux augmentations de capital; la vocation première du profit est de soutenir l’investissement; mais là encore, les limites sont vite atteintes si les profits s’éloignent par trop de leur niveau „naturel“, dans ce cas, le pouvoir d’achat des salariés n’est plus suffisant pour absorber correctement tous les biens de consommation mis sur le marché, et des tensions se font jour, qui rendent les entreprises plus hésitantes à agrandir davantage leur parc productif;
    – troisième voie possible, les placements de capitaux vers les pays émergents en croissance rapide, mais ceux-ci ne peuvent pas apporter une solution complète aux problèmes de réalisation du profit.
    Reste la dernière possibilité, les achats de titres et notamment d’actions sur les marchés financiers secondaires. Elle a été amplement pratiquée, entraînant des gains spectaculaires pour les investisseurs, et une dynamique sans précédent des marchés financiers.
    Concernant la sous-consommation elle-même, on peut faire deux remarques :
    – depuis les années quatre-vingt, des politiques vigoureuses de freinage des salaires ont été pratiquées afin d’éliminer quasi-définitivement les tensions inflationnistes, mais, si ces politiques ont connu de ce point de vue un indéniable succès, elles ont dans le même temps favorisé la montée des déséquilibres dans la répartition du produit national ; il est vrai aussi que moindre résistance, voire la résignation, des salariés s’explique aussi par l’opacité croissante des sources et des procédures de captation de la valeur créée, elle-même favorisée par la dispersion des sources de pouvoir entraînée par la mondialisation, et la fragmentation toujours plus marquée de l’économie industrielle ;
    – la sous-consommation, si elle devient effective, est incompatible avec la bonne tenue des marchés financiers. Ceux-ci ne peuvent se satisfaire de la seule abondance des fonds en quête de placements, car ce sont d’abord les anticipations des investisseurs qui déterminent le prix des actions, et celles-ci sont essentiellement dépendantes de la bonne santé des marchés de biens et services.
    Le système financier ne fonctionne donc correctement que si les situations de sous-consommation latente ne deviennent pas effectives, ce qui implique l’existence de mécanismes permettant en quelque sorte de la dissimuler. Cette fonction de dissimulation a été remplie par le crédit. C’est le crédit qui a fourni aux salariés le complément de pouvoir d’achat qui leur manquait, grâce à des politiques monétaires pour le moins complaisantes.
    Le climat économique des deux dernières décennies se prêtait, il est vrai, à un certain laxisme de la part des autorités politiques et monétaires. La mondialisation, sous ses deux aspects, délocalisations massives et mise en concurrence des salariats nationaux, comme le „bourrage de crâne“ médiatique sur les vertus de la déréglementation, ont indéniablement contribué à „casser“ les revendications salariales, de sorte que la politique monétaire a pu être menée de manière beaucoup plus souple sans risque d’inflation.
    Pour lutter contre la faiblesse endémique de la conjoncture, due pour une large part à l’insuffisance de pouvoir d’achat des salariés, les banques centrales n’ont pas hésité à injecter des volumes massifs de liquidités dans les circuits monétaires des banques commerciales, avec pour effet de gonfler leur base monétaire, et de maintenir à des niveaux historiquement bas les taux d’intérêt.
    Deux catégories d’acteurs se sont alors rencontrées, avec des intérêts communs, les banquiers confrontés à une base monétaire devenue abondante et pressés par leurs actionnaires d’en tirer le maximum de rendement, et les agents emprunteurs, au rang desquels figuraient de nombreux salariés en mal de pouvoir d’achat. Les banques profitant de l’argent facile ont multiplié les offres de crédit bon marché, encouragées en sous-main par les pouvoirs publics, eux-mêmes désireux de préserver tout à la fois la conjoncture économique et la paix sociale.
    C’est donc le système du crédit qui a permis de boucler le mécanisme de formation et d’expansion „sans fin“ des profits, en découplant le problème du bouclage du circuit économique et celui des déséquilibres dans la répartition. L’effet produit a été que plus les profits augmentaient, plus le crédit devenait nécessaire, l’excès de crédit accompagnant les débordements du profit ; ces débordements ont ainsi contribué, pas exclusivement, mais pour une large part à l’abondance des liquidités sur les marchés financiers, enclenchant une inflation sans précédent du prix des titres. Et le lien qui s’est établi entre crédit et profits fait que c’est dans les dérèglements du système du crédit qu’il faut chercher la cause première du „comportement irrationnel“ des marchés.
    Evidemment, de tels enchaînements indéniablement pervers ne peuvent fonctionner indéfiniment sans se heurter à de graves difficultés.
    Le phénomène est cumulatif, et il a un caractère explosif ; quand les cours en bourse atteignent des niveaux aussi élevés, il faut que les anticipations des investisseurs se maintiennent elles aussi à un haut niveau, sous peine de déclencher une crise de confiance.
    Pour cela deux conditions, quelque peu contradictoires, sont à remplir : d’une part, il ne faut pas relâcher la pression sur les salaires pour ne pas détériorer les marges des entreprises ; mais en même temps, il faut empêcher que des tensions n’apparaissent sur les marchés de biens et services.
    Le crédit aux consommateurs résout certes la contradiction, mais plus les profits s’élèvent et contribuent à faire monter les cours, plus il faut rassurer les investisseurs, et donc accepter de laisser le système de crédit s’emballer.
    Tôt ou tard, suivant le schéma classique des crises financières, un incident quelconque va „réveiller“ le marché et entraîner une perte de confiance dans la valeur réelle des titres comme dans le „crédit“ des pourvoyeurs de crédits, créant les conditions d’une crise financière, suivie d’une crise économique par étranglement du crédit, et donc une crise du profit. Paraphrasant un adage célèbre, nous dirons que „trop de profit tue le profit“.
    La cause première du fonctionnement déséquilibré du système économique est par conséquent le développement excessif du profit, et la crise du pouvoir d’achat, qui en résulte, et que le système du crédit a pour mission, consciemment ou inconsciemment, de masquer.
    Quelles que soient les solutions d’urgence qui vont être prises pour colmater les brèches actuelles du système financier, toute solution durable passe par un rééquilibrage structurel du partage profit-salaire. Cependant, les politiques, même s’ils ont la possibilité de prendre des mesures coercitives à court terme allant dans cette direction, n’ont pas les moyens de l’imposer sur le long terme, et ce pour trois séries de raisons :
    – la corruption des décideurs publics : elle reste limitée dans les pays industrialisés, même si des débordements ne sont pas à exclure dans l’hypothèse où les intérêts des groupes économiques dominants seraient gravement mis en cause;
    – plus sérieux à notre sens, il y a l’attitude de certains hommes politiques, que nous avons caractérisée par le terme d’éblouissement ; l’éblouissement qu’exerce la mise en contact avec les milieux industriels et financiers dominants, à laquelle les hommes politiques issus de groupes sociaux moins favorisés ne peuvent échapper par le fait même de leur fonction; la fascination exercée par le monde de l’argent rend naturellement plus dignes d’être défendus les intérêts des classes dirigeantes;
    – la troisième raison, qui fait que la balance tendra toujours à pencher en faveur du profit, quelle que soit la volonté des gouvernants, tient aux causes profondes du déséquilibre dans la répartition du revenu national : la mondialisation déjà citée et le rôle majeur qu’elle joue dans l’affaiblissement du salariat national, le chômage endémique, dû aussi à des problèmes de sous-qualification d’une partie des salariés, mais aussi la pression constante pour que soient réalisés des rendements financiers exorbitants, exercée sur les directions d’entreprise par les actionnaires, du moins ceux qui comptent, les riches particuliers, les compagnies d’assurances et les fonds de pension, les fonds mutuels et les fonds d’investissement, sans oublier les banques qui, elles aussi, sont puissamment représentées sur les marchés. Tout cela crée un rapport de force très favorable pour détenteurs de capitaux, et suffisamment fort pour surmonter les barrières que les pouvoirs publics pourraient ériger, si tenté qu’ils en aient l’intention, en vue de freiner la croissance excessive des profits.
    Louis Marsan-Masnières
    Dozent Universität Lyon

  7. @Abnicker
    Wer aus der Börser...

    @Abnicker
    Wer aus der Börser rausgeht und Geld einsteckt, braucht einen anderen, der reingeht und im das Geld überreicht. Ein Nullsummenspiel. Deine Argumentation über Aktien führt nirgendwohin.

  8. @mylli
    Das Kapital ist ein...

    @mylli
    Das Kapital ist ein scheues Reh, das leicht erschrickt. Dass die Staatsverschuldung weltweit nicht zurückgezahlt werden kann, weil sie die dazu die Mittel der Gläubiger braucht, die ihrerseits schon fürstlich von den Zinsen leben, die der Staat an sie zahlt und somit nicht bereit sind, diese Einnahmequelle versiegen zu lassen, ist eigentlich klar, aber die Schuldtitel laufen ja nicht ewig und der „schwarze Peter“ wird regelmässig weitergegeben. Der nächste Haircut kann erst erfolgen, wenn alle Staaten gemeinsam zuschlagen und das „Reh“ nirgendwohin entkommen kann. Das darf aber nicht vorher angekündigt werden, sondern erfolgt über Nacht. Ob solch ein Vorhaben gelingt, da bin ich mir nicht sicher. Wenn das gesamte Volk davon weiss, gelingt es sicher nicht.

  9. Quallenregen sagt:

    Naja,Deutschland an und für...
    Naja,Deutschland an und für sich hat ein ganz spezielles Problem durch seine Exportlastigkeit welche die Fehler und somit die Probleme in der Denke der letzten Jahre vertieft.(Trifft aber faktisch alle Staaten,nur uns ein wenig mehr)
    Durch die Globalisierung wurde ein Wettrennen um immer billiger gemacht,der Vergleich zwischen Produktionskosten hier und anderswo.
    Somit wurde in den westlichen Ländern Arbeitsplätze abgebaut sowie Lohnsteigerungen umgangen,die Folge ist natürlicherweise ein Nachfragerückgang nach Gütern einer Preisgruppe die eben nicht ganz billig ist.
    Was die Spirale weiter angeheizt hat und zur Gewinnmaximierung wieder Arbeitsplätzeabbau und Lohnzurückhaltung bedeutete.
    Bei uns kommt dazu das Preisdumping des Staates..der gleichen ökonomischen Wahnsinn verfallen ist…schön wie man sparen kann,wenn der ein Euro Jobber die Straßen fegt und man nichtmehr reguläre Arbeitsplätze bezahlt oder Menschen Vollzeit für einen Appel und ein Ei arbeiten läst und ihnen das spärliche Geld über Steuern und sonstige Belastungen aus der Tasche zieht…da war Vater Staat Vorreiter für die Unternehmen und hat denen den Weg gewiesen.
    Letztlich wurde mit Hartz4 faktisch ein Mindestlohn installiert,mit dem Menschen unterhalb der Einkommensgrenze noch aufstocken können,bzw.müssen.
    Die Kaufkraft der Bundesbürger ging somit die letzten Jahre buchstäblich den Bach runter….und somit die Nachfrage nach preislich den deutschen Arbeitsmarkt angepassten Gütern.
    Die Funktion ist gleich einem Kettenbrief nur in umgedrehten Sinne…..
    Wenn man die Wirtschaft und das System retten will,sollte man nicht nur den Staat in die Pflicht nehmen sondern die Unternehmen an vorderster Front.
    Wenn nun die Unternehmen die Löhne um ein Drittel aufstocken würden,Hartz 4 um ein Drittel anhebt,die ein Euro Jobs abschafft und schaut das jeder genug in der Tasche hat um sich zumindest gesund ernähren zu können,wäre nicht nur dem Mensch geholfen sondern auch den Unternehmen die ihre Produkte hier platzieren.Die Nachfrage nach hochpreisigeren Produkten würde anziehen und somit wiederum Arbeitsplätze sichern in Deutschland.Das man damit etwas unabängiger vom Export würde,wäre eine nicht ganz zu übersehende Nebensächlichkeit.
    …………………………
    Im Moment ist das schlimme das es der Staat richten soll und genau deswegen wirds nicht funktionieren,egal wie groß das Paket ist das er schnürt..ohne die Einsicht der Unternehmen den Binnenmarkt zu stützen durch Lohnanhebungen wird alles verpuffen ohne wenn und aber..und mit 1% und so scherzen müssen die nicht antanzen..
    Im Endeffekt liegt die Problematik an der Schnittstelle Wirtschaft /Staat/Finanzen
    Höhere Löhne-höhere Belastung-mehr Kaufkraft-mehr Arbeitsplätze -mehr Steuern.
    Niedrigere Löhne-niedrigere Belastung-niedrige Kaufkraft-weniger Arbeitsplätze-weniger Steuern-dazu die Gewinnmaximierung Jahr für Jahr und man landet da wo wir heute sind 😉
    …………………………………..
    Das schöne dabei ist,die Banken haben nun Jahr für Jahr den Unternehmen Gelder zur Verfügung gestellt um ihnen den Abbau von Arbeitsplätzen und Gehältern zu finanzieren und nun ist im Endeffekt die Kreditblase geplatzt weil die Arbeiter in Amerika nichtmehr genug verdienten um ihre Häusle zu bezahlen..lustig :-)(sorry,grob überspitzt)
    Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten 🙂
    ……………………………………
    Ob man nun das Gehaltsniveau belässt und dafür 30Std Woche einführt um allen den Zugang zum Konsum/Arbeitsplatz freizumachen oder durch Lohnanhebung die bestehenden Arbeitsplätze beläßt,sowie die Arbeitslosen,spielt da nur eine untergeordnete Rolle.
    Im Endeffekt würde sich für Unternehmen und Staat eine WIn-WIn Situation ergeben…..aber auf die Erkenntnis spekuliere ich nur bei völliger geistiger Umnachtung. 🙂
    Im Endeffekt sind das alles ökonomische Geisterfahrer auf dem Weg sich selbst überflüssig zu machen,wenn sie das Spielchen so weiter spielen wie bisher.
    Wo das noch hinführt will ich aber auch nicht Wissen.

  10. Nanuk sagt:

    @mylli

    Du bist aber auch eine...
    @mylli
    Du bist aber auch eine Giftspritze natürlich währe es für die Verlierer der Gesellschaft das beste man läst alles kollabieren und fängt von vorne an aber die Rentiers suchen sich dann einen Adolf der ihnen ihre Gewinne sichert…Weil viele Demokraten wirst du unter denen nicht finden.

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