Chaos as usual

Chaos as usual

Wer sich heutzutage in den Straßenschluchten des Kapitalismus bewegt, muss aufpassen, von einstürzenden Paradigmen und herabfallenden

07. Mai. 2009
von Thomas Strobl
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Carrie Bradshaw trifft Luhmann und die Laura Girls

Bei SPIEGEL Online lesen wir von einem interessanten Gerichtsurteil: Das Arbeitsamt muss einem Bordell keine Prostituierten vermitteln, entschied das Bundessozialgericht in Kassel am Mittwoch, und wies damit die Forderung eines Bordellbetreibers aus Speyer an die Bundesanstalt für Arbeit in dritter und letzter Instanz ab. "Eine solche Handlung der öffentlichen Gewalt lässt sich nicht mit der Werteordnung des Grundgesetzes vereinbaren", heißt es laut SPIEGEL in der Urteilsbegründung.

Der Kläger betreibt unter der Marke "Lauras Girls" zwei Bordelle. Deren Dienstleistungen will er zukünftig von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten anbieten lassen, daher bat er die Arbeitsagentur um Hilfe bei der Suche nach geeigneten Mitarbeiterinnen aus Deutschland und der Europäischen Union. Als Art der Tätigkeit gab er die "Vornahme sexueller Handlungen" an. Sein Argument vor Gericht: Prostitution sei mittlerweile ein normales Gewerbe, die Bundesagentur dürfe ihm daher die Vermittlung von Arbeitskräften nicht verweigern, das dürfe sie nur bei kriminellen Aktivitäten. Zudem wären die Jobs sozialversicherungspflichtig und "Wenn sie in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, muss sich die Anstalt auch um sie kümmern." Damit ließen ihn die Richter jedoch abblitzen.

Ich kann mir nicht helfen, aber mich faszinieren derlei Geschichten total. Aus streng gesellschaftsphilosophischer Sicht, versteht sich. Weiterlesen

07. Mai. 2009
von Thomas Strobl
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04. Mrz. 2009
von Thomas Strobl
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The Great Transformation des Weltinnenraums

Im „Weltinnenraum des Kapitals" gibt es eine Stelle, an der Peter Sloterdijk den Finger des Philosophen in eine klaffende Wunde legt; dies mag dem flüchtigen Leser bei der Lektüre entgangen sein, denn leichtsinnigerweise montiert Sloterdijk den betreffenden Passus im Nachgang zu seitenlangen Zitaten von Adam Smith und Rainer Maria Rilke, die des Lesers Konzentrationsfähigkeit zu diesem Zeitpunkt womöglich gänzlich konsumiert haben, und unmittelbar nachfolgende Passagen daher mit einem schweren Handicap in Sachen Aufmerksamkeit belegen. – Wie dem auch sei, Sloterdijk schreibt an besagter Stelle folgendes: Weiterlesen

04. Mrz. 2009
von Thomas Strobl
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