Die Woche mit Frau Cresspahl

Die Woche mit Frau Cresspahl

Lektüreblog zu „Jahrestage“ von Uwe Johnson

25. Aug. 2018
von Birte Förster
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53. Lesung: Abschied, nicht nur von New York

„Endlich sind wir angekommen, wo meine Erinnerung Bescheid weiß,“ sagt Marie am Ende des letzten South-Ferry-Tages. Am 17. August 1968 ist die Vergangenheit ihrer Mutter dann auch die eigene, wenn die Rede von beider Ankunft in New York im Jahr 1961 ist. Am 19. August 1968 rasen Johnson und seine Hauptfigur durch die Nachrichten, die in sechs Jahren New York prägend waren, dann brechen Marie und Gesine Cresspahl über Kopenhagen nach Prag auf, wo sie am „Last and Final“-Jahrestag den alten Lehrer Kliefoth treffen. Die letzte Wochenlektüre ist nur noch eine halbe.

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25. Aug. 2018
von Birte Förster
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18. Aug. 2018
von Birte Förster
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1611
     

52. Lesung: In den Westen

Kurz vor Gesine Cresspahls Abreise nach Prag wird uns Wichtiges berichtet: über das Schicksal von Mrs. Ferwalter, den Prozess gegen den Mitschüler Dieter Lockenvitz, Gesines Weggang in den Westen, aber auch die Ankunft ihrer Tochter Marie. Vorletzte Lektürewoche.

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18. Aug. 2018
von Birte Förster
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11. Aug. 2018
von Birte Förster
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51. Lesung: Doppelte Witwe

Anfang August 1968 kommt Dietrich Erichson, dessen wiederholten Heiratsantrag Gesine Cresspahl endlich angenommen hatte, auf einem Flugplatz bei Helsinki ums Leben. Wie schon bei Jakob Abs ist sie, die „doppelte Witwe“, bei der Beerdigung ihres Partners nicht dabei. Anita Gantlik vertritt sie in Finnland und unterstützt sie auch dabei, vor ihrer Abreise nach Prag Marie nicht über den Tod Erichsons zu informieren. An der Gneezer Fritz-Reuter-Oberschule zeugen Prozesse gegen Schüler in der einundfünfzigsten Wochenlektüre vom Sozialismus ohne menschliches Antlitz.

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11. Aug. 2018
von Birte Förster
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04. Aug. 2018
von Birte Förster
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1273
     

50. Lesung: Jugendfreundin Cresspahl

In der Fritz-Reuter-Oberschule spitzt sich die Situation unter der neuen linientreuen Schulleiterin Bettina Selbich zu, Gesine Cresspahl gerät in den Verdacht, mit sozialismuskritischen Flugblättern die Schule eingepackt zu haben. Auch im Deutschunterricht gibt es keine Freiheit von Inhalt, keine Freiheit zu räsonnieren. In New York trifft Gesine Cresspahl derweil Vorkehrungen für Maries Zukunft, falls es eine ohne sie werden sollte. Variationen der Farbe Gelb rahmen diese fünfzigste Wochenlektüre.

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04. Aug. 2018
von Birte Förster
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28. Jul. 2018
von Birte Förster

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49. Lesung: „Auftritt Anita“

Gleich an ihrem Geburtstag schreibt Marie auf ihrem neuen geprägten Briefpapier einen „Bedankmichbrief“ an Anita Gantlik. Der Jugendfreundin ihrer Mutter vertraut sie all die Veränderungen an, die mit deren bevorstehender Heirat mit D. E. auf sie zukommen werden. In der neunundvierzigsten Lektürewoche geht es deshalb um „die rote Anita“, mit der sich Jerichow-Erzählung und New Yorker Gegenwart immer weiter annähern.

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28. Jul. 2018
von Birte Förster

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21. Jul. 2018
von Birte Förster

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5587
     

48. Lesung: Irrungen, Wirrungen

In der neuen Schule entzweit sich die inzwischen fünfzehnjährige Gesine Cresspahl zusehends mit ihrer Freundin Lise Wollenberg. Dafür findet sie in Pius Pagenkopf einen Freund, mit dem sie durch dick und dünn gehen kann. Von Irrungen und Wirrungen der Oberschulzeit handelt die achtundvierzigste Lektürewoche.

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21. Jul. 2018
von Birte Förster

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14. Jul. 2018
von Birte Förster

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2324
     

47. Lesung: Die Rückkehr des Vaters

Erst im Mai 1948 wird Heinrich Cresspahl aus der Haft entlassen. Seiner inzwischen fünfzehnjährigen Tochter Gesine mag er nicht gleich gegenübertreten, denn er hat sie fast drei Jahre lang nicht gesehen. Und so geht er zunächst auf den Hof von Johnny Schlegel: um sich zu waschen, neu einzukleiden, das Gefängnis abzuwaschen. Doch Johnny Schlegel lässt Gesine auf seinen Hof holen und so stehen sich Vater und Tochter nach langer Abwesenheit gegenüber. Von der Rückkehr Heinrich Cresspahls handelt die siebenundvierzigste Wochenlektüre.

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14. Jul. 2018
von Birte Förster

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07. Jul. 2018
von Birte Förster
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3111
     

46. Lesung: Von den Prüfungen der Gesine Cresspahl

Als Gesine Cresspahl vierzehn Jahre alt geworden ist, kann sie ihrer Ziehmutter Marie Abs zwar den Konfirmationsunterricht, nicht aber den Tanzunterricht ausreden. Um ihrem Vater berichten zu können, damit er gewiss wiederkommt, führt die Jugendliche nun Tagebuch. Nicht nur die Tanzstunden machen ihr das Leben schwer, auch ihr Onkel Robert, als er eines Tages einfach in der Küche sitzt. Nachdem sie ihn aus dem Haus gejagt und die Absens über seine Kriegsverbrechen in Kenntnis gesetzt hat, flieht sie nach Fischland, an den Ort vergangener Ferienidylle. In New York muss sie sich durch ein Mittagessen mit ihrem Chef und dessen Untergebenen lavieren. Die sechsundvierzigste Wochenlektüre handelt von den vielen Prüfungen Gesine Cresspahls.

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07. Jul. 2018
von Birte Förster
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30. Jun. 2018
von Birte Förster

13
1793
     

45. Lesung: Die liberale Fassade der Mrs. Carpenter

Ginny Carpenter ist Gesines Nachbarin am Riverside Drive. Die dritte Ehefrau von Linus L. Carpenter III. (ein Schelm, wer Böses dabei denkt) und Stiefmutter von Maries Freundin Marcia führt das Leben einer Upper-East-Side-Ehefrau auf der falschen Seite des Central Park. Dass der „Schriftsteller“ sie erst auftauchen lässt, als ihre liberal-tolerante Fassade vor lauter Rissen kaum noch hält, ist Gesine Cresspahl unangenehm. Deshalb knöpft sie sich in der fünfundvierzigsten Wochenlektüre ihren Miterzähler vor.

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30. Jun. 2018
von Birte Förster

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23. Jun. 2018
von Birte Förster

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2363
     

44. Lesung: Ein viel zu junger Landrat

Marie verlangt von jemandem zu hören, dem der Sozialismus „Spaß macht“, und so berichtet ihre Mutter vom Gneezer Landrat Gerd Schumann, 1946 mit 23 in Amt und Würden gekommen. Das erzählt sie (und Uwe Johnson) aber nicht irgendwie, sondern mit der Methode des einfühlenden Nacherlebens des Historismus. Um das forschende Verstehen geht es in der vierundvierzigsten Wochenlektüre.

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23. Jun. 2018
von Birte Förster

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16. Jun. 2018
von Birte Förster

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2253
     

43. Lesung: Auslassungen

Gesine Cresspahl ist mit ihrer Familiengeschichte im Jahr 1947 angelangt und kommt nicht weiter. Sie kann ihren Vater nicht aus der russischen Haft entlassen, denn die war viel schlimmer als der Tochter bisher offenbart. Was nicht erzählt wird, durch Auslassung wie Übertragung, ist Thema der dreiundvierzigsten Lektürewoche.

 

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16. Jun. 2018
von Birte Förster

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09. Jun. 2018
von Birte Förster

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42. Lesung: Chronistin eines Attentats

Am 5. Juni 1968 kommt Marie Cresspahl nicht pünktlich nach Hause. In der Nacht hatte der Palästinenser Sirhan Sirhan ein Attentat auf den Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy verübt und ihn lebensgefährlich verletzt. Marie ist nicht zur Schule gegangen, hat in der Stadt nach Zeitungen gesucht und sich den Fernseher geliehen, den die Mutter ihr bisher versagt hat. Denn Marie schreibt an einer Chronologie der Ereignisse, an der Biographie von Opfer und Täter, vom Sterben Bobby Kennedys. Zweiundvierzigste Wochenlektüre.

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09. Jun. 2018
von Birte Förster

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02. Jun. 2018
von Birte Förster
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2985
     

41. Lesung: „Wenn Jerichow zum Westen gekommen wäre“

In dieser einundvierzigsten Lektürewoche betreibt Uwe Johnson What-if-history, nicht in großem Rahmen wie Philipp K. Dick oder Richard Harris in ihren Romanen, es geht am 29. Mai 1968 vielmehr um den möglichen Zustand Jerichows, wäre es wie die Gebiete um Ratzeburg „zum Westen“ gekommen. Die zwölfjährige Gesine, die um den inhaftierten Vater bangt, möchte den diesbezüglichen Gerüchten in Jerichow jedenfalls nur zu gern Glauben schenken.

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02. Jun. 2018
von Birte Förster
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26. Mai. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

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40. Lesung: Die Aneignung von Orten

Marie und Gesine Cresspahl erobern sich den Riverside Park vor ihrer Haustür „durch Benutzung und durch Erforschung“ und machen sich so ein Stück New York zu eigen. In Jerichow versucht Marie Abs ihr Leben auch für ihren Sohn Jakob neu zu ordnen, dabei immer auf der Suche nach ihrem verschollenen Ehemann. Die vierzigste Wochenlektüre handelt vom Aneignen von Orten.

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26. Mai. 2018
von Birte Förster
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