Die Woche mit Frau Cresspahl

Die Woche mit Frau Cresspahl

Lektüreblog zu „Jahrestage“ von Uwe Johnson

14. Apr. 2018
von Birte Förster
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3
3093
     

34. Lesung: Kriegsende in Jerichow

Für die Familie Cresspahl bedeutet der zu Ende gehende Krieg einen weiteren schweren Verlust: Im März kommen Hilde Paepcke und ihre Kinder Alexandra, Eberhardt und Christine bei einem Luftangriff auf den LKW um, in dem sie „auf einer Landstraße in Vorpommern“ fuhren. Ihr Grab können Heinrich und Gesine Cresspahl nach dem Krieg nicht finden. Vom Kriegsende in Jerichow und Wendisch Burg handelt die vierunddreißigste Lesung.

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14. Apr. 2018
von Birte Förster
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07. Apr. 2018
von Birte Förster
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5
2329
     

33. Lesung: Vom Material zum Roman

Johnsons Roman „Jahrestage“ verschränkt auf vielfältige Weisen dokumentarisches Material mit den beiden Erzählebenen. Zusammengehalten wird dies formal von Erzählsituation und Struktur des Romans und inhaltlich vom Verhältnis von Geschichte und Kunst, so der Literaturwissenschaftler Holger Helbig. Historische Quellen sind allgegenwärtig, und so geht es in der dreiundreißigsten Lektürewoche ad fontes.

 

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07. Apr. 2018
von Birte Förster
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31. Mrz. 2018
von Birte Förster

10
7563
     

32. Lesung: Erzählungen von Krieg, Vernichtung und Verfolgung

Im Sommer 1943 überlebt Gesine Cresspahl einen Bombenangriff auf Rerik, bei dem der Schwager ihrer Tante und seine Frau ums Leben kommen. Vom Soldaten Klaus Böttcher erfahren Heinrich Cresspahl, dessen Eltern und der Lehrer Kliefoth von Verbrechen an russischen Zivilistinnen, die Frau des New Yorker Tschechischlehrers ist kurz vor der Befreiung durch die Alliierten in Prag verhungert. Von den Verstrickungen des eigenen Lebens mit dem Nationalsozialismus handelt die zweiunddreißigste Lektürewoche.

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31. Mrz. 2018
von Birte Förster

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7563

     

24. Mrz. 2018
von Birte Förster
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8
3738
     

31. Lesung: Heimat lernen

Am Tag des 17. März 1968 erzählt Uwe Johnson von den Sommerferien, die Gesine Cresspahl im Sommer 1942 erneut mit ihren Verwandten in Althagen auf Fischland verbringt. Hilde und Alexander Paepcke schaffen für die Kinder eine Sommeridylle, ein Gefühl nicht fremd zu sein inmitten einer üppigen, auch verwilderten Landschaft, in der niemand mit „barftem Kopf“, also ohne Liebkosung ins Bett gehen muss. Gesine lernt hier Heimat und das nicht nur in Boddenwiesen, sondern auch in Büchern. Einundreißigste Wochenlektüre.

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24. Mrz. 2018
von Birte Förster
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17. Mrz. 2018
von Birte Förster

7
1821
     

30. Lesung: Prager Frühling

In der Tschechoslowakei ist eine breite gesellschaftliche Debatte über die Zukunft des Landes im Gange, in Warschau wird auf Protestierende eingeprügelt, wie Gesine Cresspahl aus der New York Times erfährt. Mit den Bildern von „Nacht und Nebel“ konfrontiert, muss sie erkennen, dass ihre New Yorker Bekannten in ihr auch die Verbrechen der Shoah sehen. Ihr alleinerziehender Vater muss seine Tochter und sich selbst derweil in der NS-Diktatur vor unbedacht Erzähltem schützen. Dreißigste Lektürewoche.

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17. Mrz. 2018
von Birte Förster

7
1821

     

10. Mrz. 2018
von Birte Förster
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4
2538
     

29. Lesung: Wer ist Gesine Cresspahl?

„Aus dem Leben von Gesine Cresspahl“ lautet der Untertitel der „Jahrestage“. Aus vielen Perspektiven, dem dialogischen wie vielstimmigen Erzählen, das die Hauptfigur gemeinsam mit dem Genossen Schriftsteller und der Hilfe dritter betreibet, aus ihren Lektürevorlieben und der Sicht auf die Welt, zum Beispiel die Slums der Upper Westside, setzt sich Stück für Stück das Bild einer unabhängigen, eigenwilligen Protagonistin zusammen. Deshalb geht es in der neunundzwanzigsten Lektürewoche um Sichtweisen auf Gesine Cresspahl.

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10. Mrz. 2018
von Birte Förster
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03. Mrz. 2018
von Birte Förster
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8
3064
     

28. Lesung: Ein Spion in Jerichow

Wie kann man die Vergangenheit erzählen, wenn die Erinnerung nur schemenhaft ist, man Episoden nicht kennt und das Wahrscheinliche annehmen muss? Marie und Gesine Cresspahl ergründen, wie Heinrich Cresspahl zum englischen Spion wurde. Aggie Brüshaver verlässt Jerichow, der neue Pfarrer ist ein lupenreiner Nationalsozialist. Achtundzwanzigste Lektürewoche.

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03. Mrz. 2018
von Birte Förster
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24. Feb. 2018
von Birte Förster

7
4277
     

27. Lesung: „Ihre Frau ist jetzt gestorben“

Am 10. November 1938 kommt Lisbeth Cresspahl unter nicht ganz geklärten Umständen bei einem Brand ums Leben, Kriminalkommissar Vick wie Pastor Brüshaver versuchen, sich diesen Tod zu eigen zu machen, Heinrich Cresspahl versucht, seinen Hergang zu verstehen. Um die kleine Tochter weiß in dieser Ausnahmesituation sich keiner recht zu kümmern, fast dreißig Jahre später liegt sie mit Fieberphantasien in New York und muss das Erzählen abgeben. Siebenundzwanzigste Lektürewoche.

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24. Feb. 2018
von Birte Förster

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16. Feb. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

6
3534
     

26. Lesung: Von Demütigung, Gewalt und Beschämung

Die Novemberpogrome in Gneez und Jerichow bedeuten Zerstörung, Demütigung und den Mord an einem kleinen Mädchen, für den es keine Rechenschaft geben wird. In New York gestaltet die Macht der Scham Francines Aufenthalt bei den Cresspahls für sie fast unerträglich, im vietnamesischen Huế finden Geflüchtete keine Sicherheit, während die Tet-Offensive tobt. Sechsundzwanzigste Wochenlektüre.

 

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16. Feb. 2018
von Birte Förster
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10. Feb. 2018
von Birte Förster
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5
2012
     

25. Lesung: „Damit du nicht raten musst“

Ein Leichenschmaus wird zum heimlichen Treffen der Sozialdemokraten in Lübeck, Lisbeth Cresspahls Verhalten wird zunehmend erratischer und bedrohlicher, und in New York trifft Gesine Cresspahl Vorkehrungen dafür, der Tochter nicht unverständlich zu bleiben. Fünfundzwanzigste Wochenlektüre.

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10. Feb. 2018
von Birte Förster
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5
2012

     

03. Feb. 2018
von Birte Förster
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8
4786
     

24. Lesung: Formen der Gewalt

Entgegen seiner Würde als Postbeamter muss Berthold Knewer die Briefe jener Jerichower öffnen, die auf der „Fangliste“ stehen. Die Semigs sind noch gerade rechtzeitig vor dem „Anschluss“ Österreichs nach Prag geflohen. In New York sinnt Marie über das Erinnern nach, die New York Times veröffentlicht an diesem Tag das ikonische Foto „Der Schuss von Saigon“. Vierundzwanzigste Wochenlektüre.

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03. Feb. 2018
von Birte Förster
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27. Jan. 2018
von Birte Förster

8
5568
     

23. Lesung: Krach im Weißen Haus

Eartha Kitt sagt im Weißen Haus ihre Meinung und bringt so angeblich Lady Bird Johnson fast zum Weinen. In Jerichow wird Pfarrer Brüshaver bei seinen Predigten von der Gestapo bespitzelt. Arthur und Dora Semig verlassen Deutschland. Von Freiheit, Meinung und Meinungsfreiheit. Dreiundzwanzigste Lesung.

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27. Jan. 2018
von Birte Förster

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20. Jan. 2018
von Birte Förster
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6
3836
     

22. Lesung: Vaters Tochter

Berlin war 1931 ein guter Ort zum Leben, das erzählt Maries neuer Kinderarzt, der polnische Jude Dr. Rydz. Jerichow ist das im Jahr 1937 nicht mehr, und so will auch Richter Wegerecht dem Tierarzt Semig einen Wink geben, das Land zu verlassen. Für Gesine Cresspahl ist dieses Jahr noch mit einem ganz anderen Trauma verbunden. Es ist der Grund, warum sie „Vaters Tochter“ ist. Zweiundzwanzigste Wochenlektüre.

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20. Jan. 2018
von Birte Förster
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13. Jan. 2018
von Birte Förster
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5
4313
     

21. Lesung: Ein Fehler ihrer Eitelkeit

In New York steht Annie Fleury mit ihren drei Kindern vor der Tür, sie hat ihren Mann vorerst verlassen. In Jerichow muss Lisbeth Cresspahl vor Gericht aussagen und versteht nicht, dass nationalsozialistische Justiz kein Recht im religiösen Sinn sprechen wird. Und Marie fällt ein vorläufiges Urteil über ihre mecklenburgische Verwandtschaft. Einundzwanzigste Lektürewoche.

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13. Jan. 2018
von Birte Förster
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06. Jan. 2018
von Birte Förster
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5188
     

20. Lesung: Facetten des Antisemitismus

1937 überlegen Cresspahl, Kollmorgen und von Rammin, wie sie Arthur Semig und seiner Frau Dora die Emigration schmackhaft machen können. Albert Papenbrock, der Immobilienhai von Jerichow, will den Tierarzt lieber seinem Schicksal überlassen. 1967 ruft der amerikanische Dichter LeRoi Jones zum Plündern von „Hebräerläden“ auf. Um Antisemitismus in Gesine Cresspahls Vergangenheit und Gegenwart geht es in der zwanzigsten Lektürewoche.

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06. Jan. 2018
von Birte Förster
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