Unterwegs in Davos

Ein neuer Anfang in Davos

Wann beginnt das Weltwirtschaftsforum in Davos? Die offizielle Antwort ist einfach: Am Mittwochabend, wenn Wladimir Putin das Forum eröffnet. Tatsächlich ist das Treffen zu diesem Zeitpunkt schon im vollen Gange. Die Teilnehmer, die nicht mit dem Hubschrauber anreisen, haben sich die steil ansteigende Straße in die Berge hochgekämpft, haben diverse Kontrollen der Schweizer Armee und Polizei passiert, möglicherweise auf den letzten 400 Metern vor ihrem Hotel noch Schneeketten aufgezogen, sich dann Richtung Anmeldung begeben und sich das Wichtigste besorgt, was ein Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums haben muss: die Badge.

Nur mit diesem elektronischen Kärtchen, das mit verschiedenen Erkennungsfarben für das menschliche Auge und einem Chip für Computerlesegeräte versehen ist, hat man Zugang zu den Bereichen des Forums, die man mit seinem jeweiligen Besucherstatus betreten darf. Denn nicht jeder darf überall hinein, und das gilt vor allem für Journalisten. Ist aber einmal alles organisiert, beginnt die Veranstaltung schon am Mittwochmorgen mit diversen Diskussionen zu beinahe allen Themen, die in diesem Jahr in Davos auf der Tagesordnung stehen. Natürlich spielt dabei die Finanz- und Wirtschaftskrise die größte Rolle, aber gewiss wird es den mehr als 1000 Unternehmenschefs die nach Davos reisen, wie in jedem Jahr darum gehen, möglichst viele Kunden zu sprechen und einen Gefühl dafür zu bekommen, wie sie die Lage in den kommenden Monaten einschätzen.

Das soll die Bedeutung des Davos-Themas dieses Jahres nicht schmälern: „Die Welt nach der Krise gestalten“ ist die griffigste und relevanteste Themenvorgabe, die den Veranstaltern seit Jahren eingefallen ist. Und am Ende geht es genau darum: Ein Ausweg aus den aktuellen Schwierigkeiten gibt es nur, wenn man dabei zugleich im Auge hat, wie die Welt danach überhaupt aussehen soll. Dazu hat der amerikanische Präsident Barack Obama in seiner Antrittsrede viele interessante Dinge gesagt, die in Davos Gesprächsthema sein werden – nur auf Mitglieder seines noch jungen Kabinetts muss man 2009 in Davos verzichten.

Links: Videobotschaft aus dem www.whitehouse.gov

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