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Unterwegs in Davos

Der Tummelplatz der Weltprominenz zieht immer mehr Besucher an: Das Weltwirtschaftsforum in Davos scheint um so attraktiver zu sein, je größer die

Auf eigenen Füßen aus der Krise

Das Weltwirtschaftsforum in Davos hatte sich stets den Klimaschutz auf die Fahnen geschreiben. In diesem Jahr gilt er als Instrument zur Überwindung der Wirtschaftskrise. Die Teilnehmer in Davos sollen mit guten Beispiel vorangehen: Alle bekamen zum Empfang einen Schrittzähler. Jetzt gilt's: wer läuft am meisten?

Früher bekamen die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums in Davos für die Zeit der Tagung einen Taschencomputer ausgeliehen. Die Zeiten sind vorbei. Aus der Krise bewegt man sich in diesem Jahr mit einem Schrittzähler, der genau aufzeichnet, wie viel sich ein jeder Teilnehmer während des Forums durch die Straßen von Davos bewegt hat. Und weil wir in einer wettbewerbsintensiven Marktwirtschaft leben, ist das Schrittzählen sogleich ein Wettbewerb geworden: Wer läuft am meisten? In den ersten Stunden des Forums drängte sich allerdings der Eindruck auf, dass alles so ist wie immer, dass nämlich genauso viele Autos fahren wie sonst auch. Jedenfalls ist auf den Straßen rund um das Kongresszentrum schon in der Nacht einiges los gewesen.

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Dabei hat schon der abendliche Empfang des Forum-Gründers Klaus Schwab gezeigt: Alles, was der neue amerikanische Präsident Barack Obama rund um den Klimaschutz sagt, über energieeffiziente Autos und wie sie der amerikanischen Autoindustrie helfen können, ist ein großes Gesprächsthema. In diese Unterhaltungen passt eine Meldung von der Elektroauto-Front. Better Place, das Unternehmen des ehemaligen SAP-Vorstandsmitglieds Shai Agassi, macht Fortschritte mit seiner Elektroauto-Infrastruktur. Better Place und das dänische Windkraftunternehmen Dong Energy haben sich rund 103 Millionen Euro in Form von Kapital und Anleihen gesichert, um damit eine  Infrastruktur für Elektrofahrzeuge aufzubauen. Dong Energy unterstützt Better Place bei der Implementierung der Infrastruktur und wird als Vorzugslieferant die erneuerbare Energie für den Betrieb des Netzwerks liefern. Damit wollen Better Place und Dong die Voraussetzungen schaffen, bis 2011 einen Massenmarkt für Elektrofahrzeuge in Dänemark zu erschließen. Nun, wenigstens das Hotel-Belevedere erstrahlt schon ganz im Zeichen des Umweltschutzes.

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