F.A.Z. Digitec Podcast

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Auf zum ewigen Leben (?)

| 8 Lesermeinungen

Den Traum der Unsterblichkeit träumen Menschen schon seit Jahrhunderten. Zur Zeit können sich Futuristen, gerade im Silicon Valley, für das Thema begeistern und geben ungeheure Summen dafür aus.

Nun hat der Forscher Gregory Fahy von einem Durchbruch im Kampf gegen das Altern berichtet, der für unsere Gesellschaft insgesamt bahnbrechend sein könnte. Es stellt sich die Frage: Warum altern wir überhaupt?


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8 Lesermeinungen

  1. Wozu soll das gut sein?
    An Menschen hat die Erde keinen Mangel. Wozu soll es gut sein, eingerostete alte Wracks mit einer von Altersstarrsinn geprägten Weltsicht noch länger am Leben zu halten? Geniale Erkenntnisse entstehen meist in jungen Jahren. Bei Mathematikern liegt der Altersschnitt von genialen Leistungen zwischen 20 und 30, Tendenz eher Richtung 20. Physiker stehen dem nicht viel nach. Selbst bei Fächern, die intellektuell weniger anspruchsvoll sind, wie Biologie, gibt es keine wesentlichen Entdeckungen von Menschen, die älter als 60 sind.

  2. Ich glaube das wird nur für den Geldadel zugänglich
    wenn alle deutlich älter werden führt das unweigerlich zu einer katastrophe für die Sozialsystheme und allgemein für die Resourssen unserer Erde.

  3. Ewiges Leben?Das hat der Erde gerade noch gefehlt.
    Dann darf die Menschheit sich aber nicht munter weiter vermehren auf 2100 etwa 11,2Mrd. Menschen.Im Gegenteil,in Anbetracht der Probleme(Klimawandel,Naturzerstörung,Artensterben,Luftverschmutzung)müssen die Menschen durch Reduzierung der Geburtenraten auf vielleicht allerhöchstens 2 Milliarden kommen.
    Allerdings,wenn die Menschen ewig Leben,dann dürfen sie überhaupt keine Kinder mehr bekommen,sonst wächst die Menschheit ja ins Astronomische.

  4. Hehe, das Fragezeichen in Klammern ist schon mal gut,
    … ich würde sogar zwei Fragezeichen setzen (Schachspieler kennen diese Art der Notation).
    Aus der Perspektive des _jungen Menschen_ ist das Altern natürlich wenig erstrebenswert — dann hab ich ja weniger Energie, bin (bildlich gesprochen!) kein Tiger mehr. Und ein Tiger wird ja auch kaum älter als 20 Jahre.
    Der _reife_ Mensch dagegen ist in meinem Bild ein Baum. Der Inbegriff innerer Stärke. Die innere Stärke wächst aber erst in Krisen — die im Leben unvermeidlich sind –, und of erst dann, wenn die Kräfte nachlassen, wenn man nicht mehr „dagegen an kann“. Dann kommt das Innenleben zur Geltung, und vielleicht stellt man dann mit 42 fest, dass der eigene Baum des Lebens erst ein dünnes Bäumchen ist … Der Trost ist, dass noch viele Jahre zum Nachreifen bleiben.

  5. Überprüfung zwingend
    Der Thymus von älter 60Jährigen hat so gut wie keine Funktion mehr. Um eine Wiederherstellung der Thymusfunktion nachweisen zu können, müssten Gewebeproben entnommen werden, was beim Umbau in Fettgewebe schwierig sein wird. Frau wird die Ergebnisse sehr genau prüfen müssen. Als weitere schwerwiegende Alterserkrankung sollte auch die Demenz genannt werden.
    Zuletzt: vielen Dank, dass Sie jetzt Leserkommentare ermöglichen. Viel Trollfreit wünscht Ihr treuer FAZ-Leser und Hörer

  6. Ich war immer der Meinung
    dass (so gut wie alle) Religionen bereits ein Patent auf das ewige Leben angemeldet hätten. Dass ihnen nun die ungeliebte Konkurrenz von der Wissenschaft dazwischen grätscht, war wohl so nicht vorgesehen. Sollte die medizinische Forschung infolge ihrer lebensverlängernden Entdeckung Erfolge vorweisen, was abzuwarten ist, wäre die gläubige Welt um eines ihrer fundamentalsten Lockangebote ärmer- mit verheerenden Folgen. Wer sich also die Mühe machen möchte, über das Wort „ewig“ nachzudenken, muss zu dem Schluss kommen, dass eine ewige, nie enden wollende Lebenszeit nur als eine nie enden wollende Strafe empfunden werden kann.

  7. oj oj oj
    hier liegt ja einiges im Argen. Erstens sind solche „Verjüngungen“ schon öfters posaunt worden, allerdings nicht so marktschreierisch wie hier. Ob reversible Atherosklerose (durch HDL-Erhöhung), längere Telomere (durch weniger Stress und viel Sport) oder Repigmentierung der Haare (durch Anti-Vitiligo-Strategien) – alles schon bekannt, wenn auch nicht einfach mit dem Fingerschnippen zu erreichen. Genauso ist die Verjüngung von Bio-Markern durch das Wachstumshormon GH (das in dem verabreichten Mix enthalten war) ein alter Hut. GH ist in Tierstudien aber stark die Krebsgefahr erhöhend, und somit unterm Strich lebensverkürzend. Man stirbt sozusagen in der Blüte seiner (Krebs-)Zellen. Unterm Strich nichts Neues im Westen.

  8. Unsterblichkeit braucht Unfruchtbarkeit
    Wer mit dem Ziel forscht, Menschen unsterblich zu machen, sollte sich auch Gedanken dazu machen, wie die Überbevölkerung der Erde einzudämmen wäre. Unsterblichkeit ist aus meiner Sicht unvereinbar mit Fortpflanzung.

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