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Was steckt hinter dem Quantencomputer-Durchbruch von Google?

| 3 Lesermeinungen

Eine der mit unglaublich viel Hoffnung verbundene Technologie ist das Quantencomputing. Nun hat der Internetkonzern Google Schlagzeilen gemacht mit einem Experiment, in dem ein Quantensystem wohl erstmals klar demonstriert hat, dass es einem klassischen Computer überlegen ist. Worum geht es? Und was folgt daraus?


3 Lesermeinungen

  1. Quantencomputing in der Entschlüsselung
    Im Podcast wurde die Notwendigkeit von zusätzlichen Qbits für die Fehlerkorrektur erwähnt. Wenn ein Quantencomputer den Schlüssel für eine Verschlüsselung berechnen soll, da kann doch die Überprüfung des Ergebnisses auch durch die Verwendung des Schlüssels erfolgen, denn wenn der gefundene Schlüssel funktioniert, war die Berechnung korrekt, anderen falls muß neu gerechnet werden. Oder war mit den Hinweis auf die Fehlerkorrektur nicht die Überprüfung der Richtigkeit des Ergebisses gemeint, sondern die Möglichkeit überhaupt zu einem Ergebnis zu gelangen. Eine weiterer Aspekt ist, ob man mehrere Quantencomputer parallel nach dem Vorbild von klassischen Multiprozessorrechnern an einer Aufgabe arbeiten lassen kann, ohne daß diese zusammen ein verschränktes System bilden. Könnte so die Leistungsfähigkeit von Quantencomputern über die Grenze gesteigert werden, die durch die Begrenzungen bei der Kontrolle von Systemen mit größeren Qbit-Zahlen gegeben sind.

    • Gute Frage
      Ist überhaupt das Problem gelöst wenn das Ergebnis nicht gelesen werden kann? ich denke es geht wie so oft lediglich um ein Hype. Worin liegt also der Durchbruch?

    • Das dürfte schwierig sein ...
      schon weil man Quantencomputer auf Probleme mit großen Schlüsselräumen ansetzt. Wenn mit gewisser Wahrscheinlichkeit Fehlergebnisse geliefert werden, dürften das also ebenfalls viele sein – man muss also nicht „den“ gefundenen Schlüssel nachprüfen, sondern Fantastilliarden von Schlüsseln, unter denen mit hoher Wahrscheinlichkeit der Richtige ist.

      Man kann wohl auch nicht innerhalb der Berechnungsphase Validierungen durchführen, weil man dadurch die Superpositionen der Qubits stört.

      Soweit ich verstanden habe wächst die Leistung von Quantencomputern stark überproportional zur Anzahl ihrer Qubits. Bei einer Parallellisierung einer Aufgabe durch mehrere kleine Rechner gäbe es also enorme Leistungseinbußen.

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