Ding und Dinglichkeit

Ding und Dinglichkeit

Keine Frage, die Welt ist voller dinglicher Phänomene. Um viele davon wird einiges Gewese gemacht, etwa um Autos, Mobiltelefone, Schuhe. Das sind die

Handgepäck des Großstadtnomaden: Der Rucksack

| 57 Lesermeinungen

Der Rucksack ist das Universalbehältnis des modernen Menschen. Er ersetzt Schulranzen, Handtasche und Aktenkoffer, es gibt ihn in unzähligen Varianten. Wie konnte das kommen, daß ein Wanderutensil eine dermaßen steile modische Karriere hinlegen konnte?

Es war etwa Mitte der Achtziger Jahre, als die einflußreiche In-Group meiner selbsternannten Eliteschule mir in gewohnter Herablassung bedeutete, daß dieser Schulranzen jetzt aber wirklich indiskutabel sei und durch etwas weniger Peinliches ersetzt werden müsse.

Eine Schultasche? fragte meine Mutter.

Nein, sagte ich, ein Rucksack natürlich!

Bild zu: Handgepäck des Großstadtnomaden: Der Rucksack

Rucksäcke waren lange Zeit graue oder braue Beutel, die man sich auf den Rücken schnallte, um auf Wanderungen ein Brötchen dabei und gleichzeitig die Hände frei zu haben. Daneben gab es die unterschiedlichsten Sportrucksäcke, aber für den zivilen Einsatz? In der Stadt, in der Schule? Das war neu. Weil gerade die Achtziger Jahre herrschten, mußte man möglichst einen Rucksack von einer sogenannten Marke haben, am besten eine Sportmarke, deren Logo nicht zu übersehen sein sollte. Die meisten waren aus heutiger Sicht brüllend häßlich. Aber was will man machen? Weil man als lesende, brillentragende Schülerin die Hoffnung nicht aufgibt, daß ab und an nochmal jemand mit einem redet, ging ich einen Rucksack kaufen. Und natürlich war er brüllend häßlich.

Viele Moden der Achtziger Jahre kamen und gingen, aber der Rucksack blieb. Er änderte die Form ein wenig und das Material, später hatte ich einen aus rotbraunem Leder, dann einen schwarzen. Sie waren ja auch unbestreitbar praktisch, es paßte viel hinein, ließen sich bequem tragen und erlaubten den Transport auch größerer Mengen Bücher, etwa zwischen Unibibliothek und Wohnung. Bis heute hat der Rucksack den Schulranzen oder die Büchertasche weitgehend ersetzt.

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Auch der gute alte Aktenkoffer scheint ein Relikt zu sein – aus Zeiten, als man feste Arbeitsplätze hatte, einen festen Dienstbleistift, und zum Dienstjubiläum gab es einen goldenen Kugelschreiber. Solche Menschen tragen Aktenkoffer, der moderne Büronomade natürlich nicht. Als Zeichen seiner Flexibilität hat er einen Rucksack, auch wenn er nur ein Paar Blatt Papier darin herumträgt. Aktenkoffer sehen auch viel zu erwachsen aus. Niemand will erwachsen werden, also trägt man das, was man auch schon als Schüler hatte. Das bedeutet, man ist noch jung. Das muß es bedeuten. Man ist ja noch nicht alt. Jedenfalls noch nicht so alt wie die Eltern, als die in dem gleichen Alter waren.

Die meisten dieser Rucksäcke sehen dann irgendwie sportlich aus. Das erkennt man einerseits am Material: Es muß abwaschbar sein, also Kunstfaser und Plastik. Und der Rucksack muß funktional sein, das heißt: nicht unter zehn Seitentaschen, und überall hängen irgendwelche Riemen und Verschlüsse herunter, mit denen man noch etwas anschnallen kann. Survivalmäßig essentiell im urbanen Dschungel ist etwa die allgegenwärtige Wasserflasche, gern mit Nuckelverschluß, damit man auch unterwegs schnell mal was tanken kann. Man könnte ja verdursten, so mitten in Frankfurt. Und wenn es hart auf hart kommt, kann man noch einen Gurt um die Hüfte schnallen, dann ist alles ganz bestimmt gut befestigt.

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Aber leider hat der Rucksack auch die Handtasche ersetzt. Irgendjemand muß den älteren Damen der Republik erklärt haben, daß Handtaschen aber sowas von out sind und nur kleine Klümpchen, die an langen Schnüren über den Anorak geschnallt werden, noch von der Öffentlichkeit toleriert werden. In diesen Rucksäckchen kann nicht viel mehr enthalten sein als ein Geldbeutel und eine Packung Taschentücher, und als Krönung baumelt dann gern ein Stofftier am Reißverschluß. Eins dieser Stofftiere hat als Minirucksackanhängertier Karriere gemacht: Die Diddlmaus hat keinen anderen Daseinszweck, als völlig zweckbefreit dort herumzubaumeln und die Trägerin daran zu hindern, von irgend jemandem ernst genommen zu werden.

Es ist schön, wenn man Menschen für solche Entwicklungen beschuldigen kann, und im Fall des als Handtasche pervertierten Rucksacks gibt es eindeutig eine Hauptverantwortliche, auf die man mit dem Finger zeigen kann: Miuccia Prada. Diese ansonsten recht stilbewußte Dame erfand den Stadtrucksack als ironische Geste: Seiner Funktion als Lastenträger beraubt, leiht er dem Täschchen seine Form, das Täschchen wiederum leiht Funktion und Größe. Leider ist die ironische Geste an sich als Designgrundsatz eine völlig fehlgeleitete Angelegenheit: Form und Funktion haben sich nicht mehr allzuviel zu sagen und leben beziehungsunfähig nebeneinander her.

Es ist nicht so, daß der Minirucksack der Handtasche irgendetwas voraus hätte. Eher im Gegenteil: Aus lauter Angst, den Geldbeutel nicht mehr im Auge zu haben, tragen manche Zeitgenossen den Rucksack vorne vorm Bauch. Besonders besorgte umklammern ihn dann noch mit beiden Armen. Warum diese Menschen dann einen Rucksack tragen und nicht einfach eine Tasche, will mir nicht recht in den Kopf. Heißt der Rucksack dann eigentlich überhaupt noch Rucksack, und nicht eher Vorsack oder Bauchsack?

Und dann ist da noch das Problem mit der Ansehnlichkeit. Rucksäcke sind Säcke, also formlose Dinge. Sie gehen einher mit anderen Insignien der Formlosigkeit: Dem Anorak, der Dreiviertelhose, den Sandalen mit Fußbett. Eine Gruppe Rucksackträger (sie treten gern in Rudeln auf) erscheint dem unbedarften Zeitgenossen daher als amorphe Masse, als organische Verklumpung, der an keiner Stelle Einhalt geboten wurde. Wenn Masse an einer Stelle nicht einfach ungehemmt weiterwuchert, nennt man das Formgebung. Der Rucksack ist so ungefähr das Gegenteil davon.

Ob das die In-Group meiner selbsternannten Eliteschule damals geahnt hätte? Vermutlich nicht. Um nicht peinlich zu sein, bräuchte ich heute vermutlich irgendwelche Plastikturnschuhe. Oder Piercings. Oder irgendwelchen anderen Wahnsinn, den zwanzig Jahre später die Rentner von übermorgen auftragen und mit Stofftierchen behängen.


57 Lesermeinungen

  1. Filou sagt:

    Also Trolley, sagt meine Frau,...
    Also Trolley, sagt meine Frau, Trolley geht ueberhaupt nicht!
    Es sei denn, sagt meine Frau, es ist ein Trolley, mit dem ich mich sehen lassen kann-und den man nicht hoert, sagt meine Frau. Sie kaufte nach mehrmaligem Laufen (nachdenken) um den Block den schicksten und leisesten Trolley, den der Markt zu bieten hatte. Seitdem steht sie am Transportband des Flughafens und wartet aengstlich darauf, dass ihr schicker Trolley endlich gestohlen wird. Die Anspannung ist immer sehr gross, weil der schicke Trolley meist als Letzter rauskommt. Wir haben noch einen Trolley von Tchibo (39,90 Euro)….
    …haehae, der ist immer unter den Ersten.
    .
    Touristen mit Rucksaecken und eine Turmbesteigung des Koelner Domes!

  2. tesafilm sagt:

    Irgendwie finde ich zumindest...
    Irgendwie finde ich zumindest im rheinlaendischen Uni Leben das der Rucksack haeufig schon wieder durch grosse Umhaengetaschaen ersetzt wurde. Bevorzugt von Apple-Neopren-Laptop-Schonbezug Hersteller Crumpler. Alternativ im LKW-Planen Look von Freitag (‚used look‘) oder in glaenzend neu von TNF.
    Ist aber nicht Fahrrad tauglich – bleibe beim Rucksack. Deuter produziert uebrigens auch Rucksaecke fuer das urbane Leben ohne Survival-Vollvergurtung. 🙂
    Davon ab ist mir noch nicht aufgefallen das Damenhandtaschen bedeutend kleiner geworden sind. Mag aber in FFM anders sein.

  3. Till sagt:

    Jaja, das Goethe-Gymnasium....
    Jaja, das Goethe-Gymnasium. Ich wiederum absolvierte da nur die Oberstufe, um dann 1979, mit den üblichen Weihen versehen, abzugehen. War eigentlich ganz angenehm und entspannt dort. Der radical chic dieser Jahre verbot allerdings solche Dinge wie Rucksäcke. Angesagt waren Plastiktüten, bei der Ökofraktion vielleicht aus Jute gefertigt. So richtig schön aber wurde es erst, wenn man die vom Lehrkörper hektographierten Blätter nonchalant in den großen Taschen von Vaters abgelegtem Trenchcoat kompostierte.
    Mit dem Frankfurterischen ?: Wie gesagt, ich tue mich da schwer mit der Begründung. Nun denn: Es weht ein freier Geist in Ihren Texten. Sie sind schnoddrig direkt, ohne jemals verletzend zu sein. Ich finde keinen Dünkel, kein art pour l’art, dafür eine angenehm neugierige Distanz zur eigenen Person, wie sie das Großwerden in einer in jeder Hinsicht bunten Stadt mit gebrochener Vergangenheit mit sich bringen kann.
    Vielleicht verkläre ich dies aber auch nur angesichts meiner jetztigen Lebensumstände in einem Tal mit ständigem Bergblick, kurz vor der Grenze. Die mich umgebenden objektstarken Autochthonen pochen ulkig auf ihre Tradition und freuen sich ihres Horizontes bis zum Apennin oder kurz dahinter. Die von mir als Frankfurterisch gelobten und Ihnen unterstellten Eigenschaften bilden hierzu einen angenehmen Kontrast.

  4. miner sagt:

    Eine gegenwärtige Feldstudie...
    Eine gegenwärtige Feldstudie bringt folgendes, grobes Ergebnis zutage:
    .
    Vom naturwissenschaftlichen Typ über den fitten Rentner bis hin zur gestressten, angedickten, modevernachlässigenden Bildungsmutter: Rucksack
    .
    Alles was irgendwie auch nur im Entferntesten mit Büro / Global-Economy-Schwippschwapp zu tun hat oder gerne haben möchte: Trolley
    .
    Alles was irgendwie gerne jugendlich, urban & kreativ wirken möchte ( hier ganz häufig der Typus des allseits beliebten Moby-Doppelgängers vertreten): seitliche Umhängetasche
    .
    Es lebe das Schubladendenken !

  5. fraudiener sagt:

    Till, so entspannt ging es zu...
    Till, so entspannt ging es zu unseren Zeiten (Ende Barton-Ära) nicht zu. Es gab auch halbwegs normale Lehrer, aber auffällig viele seltsame Fossilien. Dazu eine unangenehme Ballung von Mitschülern aus wohlhabendem bis wichtigem Hause, die sich für die Krone der Schöpfung hielten und sich mit Dingen behängten, auf denen groß die Markennamen standen.
    .
    Das mit dem Bergdorf kann ich mir vorstellen. Ich wundere mich ja schon immer über die Sitten und Gebräuche in bayerischen Provinz(groß)städten: Was äußerlich so zivilisiert und normal aussieht, hat innerlich Monarchie und Ständegesellschaft nie wirklich überwunden. Frankfurt ist sicher nicht schön, aber von der Einstellung der Bewohner her einer der angenehmsten Orte, finde ich.

  6. unellen sagt:

    Bezüglich des Wassertrinkens...
    Bezüglich des Wassertrinkens beim Sport muss ich wiedersprechen: ich zumindest kriege währenddessen immer ziemlichen Durst und fände es total unangenehm, mit dem Trinken zu warten bis ich wieder zu Hause bin.
    Ansonsten sehe ich auch immer mehr Umhängetaschen – wobei man über deren Ästhetik auch streiten kann, bei allen Frauen mit mehr als Körbchengröße A finde ich ja den zwischen den Brüsten verlaufenden Umhängetaschengurt auch eher ungünstig.
    Die kleinen Rucksack-Handtäschchenen finde ich auch total sinnbefreit, es gibt so viele tolle Handtaschen… leider heißt es ja oft als Rechtfertigung für modischen und stilistischen Niedergang „es ist ja so bequem und praktisch…“
    meine persönliche Devise ist: Die Mischung machts. Sprich: Wenn ich schon touristisch einer Stadt unterwegs bin und Wasserflasche, Proviant und zu Kaufendes in einem Rucksach verstaue, dann ist der wenigstens schlicht und ist nicht allzu sackig, und ich trage dazu dann bewusst keine 7/8 Hosen, Turnschuhe und Anorak, sondern mehr oder weniger flache Lederhalbschuhe und Mantel/Jacke/Blazer. Dieser amorphe „wir-tun-so-als-kommen-wir-grade-vom-Berwandern“ Komplettlook, der ist wirklich schlimm (leider pflegen den auch meine Schwiegereltern, meinem Mann versuche ich ihn grade abzugewöhnen, aber wenn ich mit meiner Schwiegerfamilie unterwegs bin sehe ich trotzdem aus als gehöre ich nicht dazu…)

  7. Paulchen sagt:

    Geehrte Frau Diener,
    da kann...

    Geehrte Frau Diener,
    da kann ich nur sagen der arme Rucksack,
    endlich hat er es geschafft in die „tolle modebewuste “
    Welt zu gelangen und jetzt Ihre Kritik.
    Stellen Sie sich doch nur mal vor was dieser nette
    Sack von nebenan alles sieht.
    Billigreisen,Kaffeefahrten, Jugendherbergen oder auch nur
    das Trampen von A nach B, ja er kommt schön herrum
    in unserer mobilen Welt.
    Können Sie sich vorstellen noch mit einem Koffer zu reisen,
    welcher aus Leder mit ordendlichem Kantenschutz
    versehen mehr als das eigene Leben hält?
    Ich will erlich sein, seit es keine Gepäckträger mehr gibt
    war der “ nette“ Sack von nebenan auf dem Vormarsch.
    Mobilität und Dynamik strahlt er aus, nur will ich es.
    Lieber nicht, mein Koffer bleibt was er ist ein treuer
    Begleiter duch das Leben.
    Herzlichst P.

  8. fraudiener sagt:

    miner, ich bin ja gerade nicht...
    miner, ich bin ja gerade nicht in der Großstadt, daher danke für die Feldstudie. Die Umhängetasche ist sicher obligat für alle Herren unter 40, besonders gern das Modell aus hochwertiger Lkw-Plane. Hier in Italien hat gerade die Rentnersaison begonnen, und was hier vorbeistapft, trägt Bündel am Rücken. Eins häßlicher als das nächste.
    .
    unellen: Ich verstehe diesen Touristenlook auch nicht. Es ist ja Zivilisation, alle Einheimischen laufen normal herum und kommen wunderbar ohne Trekkingsandalen und Windanoraks aus. Aber manchmal frage ich mich ja ohnehin, was aus dem guten, alten Lederhalbschuh geworden ist. Von einer Seite drückt der Sportschuh, von der anderen der Stöckel, und dazwischen ist nur noch wenig Platz.
    .
    Die Umhängetasche trage ich nur im Notfall schräg, meistens hänge ich den Gurt einfach über eine Schulter, aus beschriebenen Gründen. Anderen scheint gar nicht aufzufallen, daß sie sich gerade etwas abquetschen. Vermutlich gibt es erschreckend viele Menschen, die nur einen Spiegel am Allibert haben und sich halsabwärts nie anschauen.
    .
    Paulchen, wenn ich mit dem Auto reise, dann Tasche oder Koffer. Ich habe eine feine Reisetasche aus Leinen und Leder, da paßt viel rein. Und man kann sie knautschen. Wenn man ein kleines Auto mit kleinem Kofferraum hat wie ich, muß man das gut planen. Und mit dem Reisebegleiter die Kofferauswahl koordinieren.

  9. Icke sagt:

    Habe gerade kleine Handtaschen...
    Habe gerade kleine Handtaschen (also nicht die 2Zimmer, Bad und Küche Monster wie ein Kollege mal meine Tasche mit Schuhen, Handbuch, Akte, Handarbeitszeug und und und nannte) mit kurzen Griffen, die man über die Schulter hängen und unter den Arm klemmen kann, entdeckt.
    Wenn mensch dann auch noch seinen Hausrat herumschleppen muss, ist der Rucksack damit vereinbar und praktisch (wenn auch stillos). Aktentasche geht natürlich auch.
    Nicht jeder hat das Glück des Kundendienstlers, einen Kastenwagen für den Aussendienst gestellt zu bekommen.
    Und im Übrigen: habe von klein auf gesportelt (das heisst, noch ende der 70er damit begonnen) und bin jeweils ohne laufende Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr ausgekommen. Ich denke, dass das nicht gut angekommen wäre, aus Gründen der Hygiene und der Konzentration (Nun gut, von Marathonläufen und ähnlichen Veranstaltungen über mehrere Stunden weiss ich nichts). Aus der Schwiegerfamilie – da gibt es Bauern und Leute aus dem Tiefbau – weiss ich, dass auch draussen schwer arbeitende Menschen nicht die ganze Zeit durchnuckelten. Kurz, für mich ist, mit Verlaub, das ständige Knabbern und Süffeln eine schlechte Angewohnheit.

  10. Till sagt:

    Den merkwürdigen Herrn Barton...
    Den merkwürdigen Herrn Barton habe ich schon weitgehend vergessen. Meiner Erfahrung nach war er all bark, no bite. Mehrfach stellte er mir die Relegation in Aussicht, um dann doch immer wieder einzulenken. In den späten 70ern ging man dort ohnehin eher zivilisiert miteinander um, es herrschte eine Jeans/Clogs/Palästinensertuchmode vor und Elterngeld vorzuführen, galt als verpönt. Daß davon trotzdem genügend vorhanden war, dürfen wir voraussetzen. Auch dies erschien mir schon damals als angenehm Frankfurterisch: Bei Familienausflügen in die Hamburger Elbvororte und nach Nymphenburg fand ich ganz andere Stimmungen und Verhaltensweisen vor, man mischte sich dort deutlich weniger.

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