Ding und Dinglichkeit

Ding und Dinglichkeit

Keine Frage, die Welt ist voller dinglicher Phänomene. Um viele davon wird einiges Gewese gemacht, etwa um Autos, Mobiltelefone, Schuhe. Das sind die

Anlaß zum Funktionärsschaulauf: Das deutsche Rassekaninchen

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Was wäre Deutschland ohne seine Rassekaninchen? Hunderttausende Männer ohne erfüllendes Hobby, Mehrzweckhallen ohne Veranstaltungen und Lokalzeitungen halbleer. Ein kleines Tier mit langen Ohren hält Züchter, Züchterfrauen, Vereinspressewarte und sogar Bundesverteidigungsminister in Atem.

Wenn die Liebe geht, die Hobbies bleiben.
Rainald Grebe, „Dreißigjährige Pärchen“

Auf der Südhessenschau der Rassekaninchen herrscht geschäftige Anspannung. Ich solle den Herrn mitm geele Schlips suchen, hatte man mich am Eingang angewiesen, aber der Mann mit der gelben Krawatte ist gerade nicht ansprechbar: Der Herr Minister kommt nämlich gleich. Vor der Halle stehen sie an hölzernen Fässern, die als Stehtische dienen, halten sich an Bieren und Zigaretten fest und starren nach draußen auf die Straße. So hoher Besuch in der Zuchtanlage, und dann hat er Verspätung.

Das Kaninchen ist eins der wichtigsten Standbeine der deutschen Vereinslandschaft und Königsdisziplin des Lokaljournalismus. Natürlich ist es strenggenommen kein Ding, aber ein Symbol: Den einen für piefige Vereinsmeierei, den anderen ein Grund, halbstaatstragende Zeremonien abzuhalten, anderen einfach eine entspannende Freizeitbeschäftigung. Wir haben 1979 gebaut, da habe ich mir ein Hobby gesucht, sagt Herr K. Und mein Vater hatte im Krieg schon Kaninchen.

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Die Bewertung haben die Tiere schon hinter sich, an jedem Käfig hängt ein Zettel, daran ist die Punktzahl abzulesen, Bemerkungen der Preisrichter zu eventuellen Fehlern wie zu weit auseinanderstehende Ohren oder eine Färbung, die dort nicht hingehört, und darunter steht ein Gesamturteil, ähnlich einer Schulnote: Hervorragend, ausgezeichnet, gut, nicht ausreichend. Rassekaninchenzüchter begeben sich auf die Suche nach einem Rasseideal, einem quasigöttlichen Urbild im Sinne der platonischen Ideenlehre, dem sie sich mit ihren Schöpfungen soweit als möglich anzunähern versuchen. Und wenn die Natur nicht mitspielt, wie bei dem unglücklichen Sachsengold-Kaninchen, das mit schiefer Blume auf die Welt kam, dann gibt es keine Note: n.b., steht auf dem Zettel, nicht bewertet. Damit ist das Kaninchen disqualifiziert und der Bräter nah.

Man braucht die richtige Verpaarung, um den Silbereffekt herauszukriegen, sagt der Vereinspressewart, der sich zu Ehren des hohen Besuchs in Anzug und Krawatte geworfen hat. Die Deutschen Großsilber sind sein ganzer Stolz, im ganzen Kreis ist er der einzige, der diese Rasse züchtet, und im Bundesgebiet sind es nur zehn oder zwölf. Man brauche viel Erfahrung, und die meisten geben die Zucht dieser Rasse bald wieder auf. Im schwarzen Fell sind zarte Silberhärchen gleichmäßig verteilt, die Silberung, das ist schwer hinzubekommen, sagt er. Aber eine friedliche Rasse, ein sehr gediegenes Tier. Die gediegenen Tiere sitzen entspannt im Käfig herum und verfolgen das Treiben in den Gängen, „ausgezeichnet“ steht auf dem Zettel an ihrem Käfig.

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Ein Ruck geht durch die Wartenden, das Tor wird aufgemacht, die schwarze Karosse rollt aufs Gelände. Der Herr Minister läuft beschwingten Schrittes auf die Halle zu, abgeschirmt von drei oder vier Bodyguards, streng schauenden Herren in Anzug mit Kabeln im Ohr. Neben ihm der Ausstellungsleiter und der Vereinspressewart, Hände schütteln, mit verbaler Umständlichkeit wird der Freude Ausdruck verliehen, wie froh alle seien, ihn, denn Herrn Bundesverteidigungsminister heute hier als Schirmherren bei der Allgemeinen Südhessenschau, es sei eine Ehre, hier entlang und dort der Tisch, Kaffee, Bier?

Am Tisch des Verteidigungsministers ballt sich nun alles, was wichtig ist: Der Kreisfraktionsvorsitzende, der Vereinspressewart, die Berichterstatter wimmeln mit den Kameras herum und bitten um Aufmerksamkeit und ein Lächeln. Sofort drängt sich der aufstrebende Jungpolitiker des Kreises, der die Lokalredaktionen seit seiner Wahl zum Landtagsabgeordneten Anfang des Jahres mit ungelenken, dafür aber umso regelmäßigeren Wasserstandsmeldungen aus seinem Privatleben bestens wenngleich unfreiwillig zu amüsieren weiß, in die Runde der Politprominenz. Sucht euch mal einen Platz, ich bin hier am Tisch, ruft er seinen Freunden zu, und schiebt sich grinsend mit aufs Foto. Ich fürchte, er wird es mal weit bringen.

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Herr B. will ein Kaninchen kaufen, und zwar einen Zwergwidder, eins mit Schlappohren. Eigentlich züchtet er Havannakaninchen, aber die Widder sind gelehriger, sagt er, außerdem will seine Tochter welche haben. Einen haben sie schon zu Hause, der ist stubenrein, geht aufs Katzenklo und sitzt abends beim Fernsehen neben ihm auf dem Sofa. Wenn die Katzen des Nachbarn den Widder belästigen, kriecht er ihnen unter den Bauch und macht Bocksprünge. Das würden die hier, er zeigt in die Runde, nie packen. Rassekaninchen erfüllen vor allem einen äußerlichen Standard, die inneren Werte zählen da nicht.

Hat die Presse schon einen Katalog? Haben Sie schon einen Katalog? Ja, habe ich. Vor allem brauche ich jetzt ein Foto von einem möglichst süßen Kaninchen mit einem möglichst süßen Kind dran. Rebekka stellt sich netterweise zur Verfügung, sie ist blond und ein Mädchen, das ist schonmal gut. Ihr Vater züchtet Thüringer, und sie weiß, wie man die fachmännisch am Nackenfell aus dem Käfig holt. Wie heißt das Kaninchen? Gar nicht, das wird verkauft.

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Der Minister ist nicht zum Spaß hier, er soll die Ausstellung eröffnen. Nacheinander treten also die Herren, die etwas zu sagen haben, an den Stehtisch und verlesen Reden. 291 Kaninchen, sagt der Ausstellungsleiter, markieren einen Tiefstand, da mag der harte Winter schuld sein oder die Finanzkrise, der man die Schuld an allem geben kann, auch an der Zahl der ausgestellten Tiere auf der Allgemeinen Südhessenschau. Minister und Vereinsvorsitzender und Kreisvorsitzender und Kreisverbandsvorsitzender treten nach vorn, die Kaninchenzucht, so höre ich, ist und bleibt ein verläßliches Hobby, der Leistungsstand der Züchter im Kreis ist beachtlich, ein Stück Natur wird den Menschen nahegebracht und eine schöne Beschäftigung, für die man neue Freunde zu gewinnen hofft, man dankt den Züchterfrauen, die das Kuchenbüfett bestückt haben, bescheinigt sich viel Lob von der Fachwelt für das hohe Niveau, die Wirkung reicht weit über die Landesgrenzen hinaus, wir begrüßen unsere Züchterfreunde aus Sachsen, das gesellschaftliche Engagement, das Ehrenamt, der Dienst an der Allgemeinheit, vielen Dank uns und Ihnen allen.

Der Regierungspräsident hat einen Pokal gestiftet, der Landrat, die Stadt, die Kreissparkasse, die Volksbank, der aufstrebende Jungpolitiker, die Stadtverordnetenvorsteherin überreicht einen Zuschuss, die Gewinner werden nun nach vorne gebeten, dürfen dem Bundesverteidigungsminister die Hand schütteln, die Lokalpresse drängt sich wieder und fotografiert, Grinsen, Handschütteln, Pokalhalten, drei, vier, fünf Sekunden, bis auch der Kollege, der seinem Konfirmationsanzug demnächst endgültig in die Breite entwachsen ist, ein Foto gemacht hat. Zwei Pokale für Herrn K. und seine Alaska-Kaninchen, die „Perle der Kaninchenzucht“, wie man mich hinterher belehrt. Eine schwarze Rasse, ruft jemand rein, und die gesamte Unionsfraktion lacht.

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Der schwarze Alaska ist der beste Rammler der Schau, der wird dann auch nochmal rausgeholt. Der Kollege will nämlich auch ein Foto mit Kindern, also sammelt er sich welche zusammen und stellt sie neben den preisgekrönten Rammler. Herr K. hält sein Kaninchen fest, das Kaninchen guckt etwas betäubt, die Kinder stehen aufgereiht und grinsen. Der aufstrebende Jungpolitiker ist nun, da der offizielle Teil vorbei ist, wieder mit seinem Freundeskreis vereint und schaut sich Kaninchen an. Auch der Minister geht durch die Reihen und läßt sich vom Vereinspressewart die Deutschen Großsilber zeigen. Die Männer sitzen und trinken Bier, die Frauen sitzen und essen Kuchen. Herr B. kann sich nicht entscheiden zwischen den schwarzen und den grauen Widdern. Das Sachsengold mit der schiefen Blume bekommt eine Möhre.

Dann reist der Minister wieder ab mit dem schwarzen Wagen und den Bodyguards, letztes Händeschütteln, der Kreisfraktionsvorsitzende will nicht mit Kaninchen fotografiert werden, der aufstrebende Jungpolitiker und sein Freundeskreis gehen jetzt auch, die Stadtverordnetenvorsteherin ist mit dem Kuchen fertig, das Büffet sieht ziemlich gerupft aus, die Züchterfrauen werden für morgen noch nachbacken müssen.


49 Lesermeinungen

  1. zonebattler sagt:

    Auch ich möchte klarstellen,...
    Auch ich möchte klarstellen, daß mein erster Kommentar ganz oben alles andere als Häme zum Ausdruck bringen sollte, wohl aber Unverstand und Mitleid mit der instrumentalisierten Kreatur!
    Briefmarkensammler und Kleintierzüchter sind insofern unterschiedlich zu bewerten, als die einen mit bunten Papierstückchen renommieren (und damit im Wortsinne niemandem wehtun), die anderen aber mit lebenden Tieren, die meist lange Zeit auf engstem Raum zusammengepfercht sind und dazu noch mit grellem Licht und Lärm beaufschlagt werden.
    Es ist dieser deutliche Mangel an Respekt vor der [ ] Schöpfung und/oder [ ] Evolution (Zutreffendes bitte nach eigenem Gusto ankreuzen), der mich für diese Art Freizeitspaß wenig Verständnis aufbringen läßt, so sozial wertvoll und integrativ er ansonsten auch sein mag…

  2. elbsegler sagt:

    @ Andrea Diener
    Häme lese ich...

    @ Andrea Diener
    Häme lese ich nicht aus Ihrem Text, sondern aus der Meinung von zonebattler. Hobbys sind nun einmal von Natur aus zuweilen für die anderen merkwürdig. Briefmarkensammeln ist aus der Distanz betrachtet auch eine eigenartige Freizeitbeschäftigung. Es gibt Modelleisenbahnvereine, in denen erwachsene Männer nicht nur mit der Eisenbahn spielen, sondern dabei auch noch Eisenbahneruniformen tragen. Ich könnte das nicht. Ich könnte auch nicht Mitglied im FKK-Verien sein, um dort nackt Volleyball zu spielen. Darf man sich darüber lustig machen? Ja. Man darf sich über alles lustig machen. Sollte man sich darüber lustig machen? Ja, wenn es einem hilft. Man wird aber selbst kein besserer Mensch davon, auch wenn man sich gern so geriert; gebildet, wie man ist. Ob man nun in seiner Freizeit Kaninchen züchtet oder Querflöte spielt, ist im Prinzip gleichwertig. Ist es nicht eher beruhigend in dieser vordergründig so auf Effizienz getrimmten Welt, dass es immer noch Leute gibt, die Freude daran haben, sich mit so sinnlosen Dingen zu beschäftigen, wie dem Kaninchenzüchten oder Querflötespielen?
    .
    Die Zuchtziele von Kaninchen sind ebenso willkürlich wie die Abseitsregel im Fussball. Sie haben beide den gleichen Zweck. Sie regulieren das Spiel. Wenn man den schönsten „Deutschen Großsilber“ von Südhessen prämieren will, muss man wohl festlegen, wie das Tier idealerweise aussehen soll. Das Spiel muss nur der ernst nehmen, der auch mitspielen will. Rosenzüchter machen sich einen Sport daraus, neue Sorten zu züchten. Da ist Mutation und Abweichung gewollt. Und auch da muss irgendwer entscheiden, ob es denn nun einen neue Sorte ist. Es ist auch ziemlich willkürlich, zu behaupten, man dürfe zu schwarzen Anzügen keine braunen Schuhe tragen (oder auch umgekehrt) – und schon gar nicht nach 18.00 Uhr! Diese vielen sonderbaren Regeln machen das Leben nicht immer einfacher, oft aber abwechslungsreicher.

  3. fraudiener sagt:

    Dann, Herr Elbsegler, haben...
    Dann, Herr Elbsegler, haben wir uns falsch verstanden.
    .
    Aber eigentlich verstehe ich auch nicht so ganz, wo Sie bei Zonebattlers Kommentar Häme finden. Er fand es traurig. Ich kann das ja nachvollziehen, so eine ähnliche Traurigkeit befiel mich immer im alten Menschenaffenhaus des hiesigen Zoos. Das ist jetzt zum Glück umgebaut worden. Gut, die Kaninchen sahen alle nicht sonderlich gestreßt aus, die scheinen es gewohnt zu sein, aber man sieht sie doch lieber fröhlich über Wiesen hoppeln als in diesen Drahtkäfigen mit Bewertungszetteln dran.

  4. zonebattler sagt:

    elbsegler,
     
    bitte lesen...

    elbsegler,
    bitte lesen Sie meinen Kommentar gleich über dem Ihren, wir scheinen uns da überkreuzt und zeitlich überschnitten zu haben. Ich bin selbst Reiter diverser abstruser Steckenpferde und teile Ihre Meinung weitgehend, mit dem einzigen Unterschied, daß mein Verständnis da aufhört, wo Lebewesen als „Hobbygegenstand“ nicht artgerecht behandelt werden. Ansonsten haben wir Konsens.

  5. elbsegler sagt:

    @zonebattler
    Leider kam mein...

    @zonebattler
    Leider kam mein Kommentar zu früh. Okay, es war keine Häme, sondern Mitleid mit den Kaninchen. Das kann ich nachvollziehen, auch wenn ich glaube, dass die Tiere von Züchtern wohl im allgemeinen artgerecht gehalten werden. Das traurige Schicksal von den Kaninchen in deutschen Kinderzimmern wäre ein eigenes Thema.
    .
    @Andrea Diener
    zur Häme: siehe oben. das ist ja das zwiespältige an der Haustierzucht. Ohne den Willen des Menschen, diese Tiere weiterhin züchten bzw. halten zu wollen, wären die Arten schnell ausgestorben. Keines dieser Kaninchen würde also munter über eine Wiese hüpfen, wenn es den Kaninchenzüchter nicht gäbe. Der Züchter erscheint mir auch das geringere Problem. Er will mit seinen Tieren Preise gewinnen. Das geht nur mit gesunden Tieren, die auch äußerlich in Bestform sind. Eine geschundene Kreatur ist dazu ungeeignet.
    Viel trauriger sind da die vielen Hamster, Meerschweinchen, Wellensittiche et al. dran, die als aktuelle oder abgelegte Spielgefährten ihr einsames Dasein fristen. Denen geht es wie Ihrem Menschenaffen damals im Zoo.

  6. Moritz sagt:

    Werte Frau Diener,

    ein...
    Werte Frau Diener,
    ein interessanter Ausflug in eine Welt, mit der ich zumindest so noch nicht in Berührung gekommen bin. Ich finde es hin und wieder ganz interessant, sich mal in eine andere Welt zu begeben. Sind Sie da aufgefallen allein wg. Ihres Aussehens? Das finde ich immer total frappierend, dass man an manchen Orten wirklich auffällt, auch wenn man (von der eigenen Warte betrachtet) gar nichts Besonderes anhat….

  7. Don Nutella sagt:

    Ja, lieber Elbsegler, sofern...
    Ja, lieber Elbsegler, sofern die abgelegten Spielgefährten denn wirklich ein einsames Dasein fristen. Sehr oft landen diese im Tierheim und dürfen sich ihre paar Quadratmeter mit vielen Artgenossen teilen.
    Das Züchten von Tieren würde ich nicht generell verurteilen. Man denke mal an die ganzen alten Schafrassen, die zur Landschaftspflege beitragen. Bei Tierarten, die keine unmittelbare unmittelbare Aufgabe (mehr) zu erfüllen haben, sieht das natürlich etwas anders aus. Sehr oft hat das Herauszüchten eines bestimmten Merkmals böse Nebenwirkungen für das Tier, z. B. die plattgedrückte Nase, die den Perserkatzen bei Erkältungen große Schwierigkeiten bereitet oder die Hüftkrankheit bei Schäferhunden. Ein anderes Problem ist die „Zweckentfremdung“ eines Tieres, z. B. wenn ein Hütehund zum „Modehund“ wird und anstatt Schafen oder Kühen nur die 100qm Wohnung hüten darf. Nun, hier könnte man ewig weitermachen… Im Grunde genommen kann man den meisten Züchtern aber nicht absprechen, dass sie ihre Tiere lieben. Es gibt auch genügend Eltern, die ihre Kinder zu Schönheits- oder sonstigen Wettbewerben zerren.
    Okay, okay diese werden normalerweise nicht für viel Geld verkauft, um dann später vielleicht doch noch (möglichst verhaltensgestört) im Tierheim zu landen.
    Das Thema Tierausstellung ist halt grenzwertig. Ich will mal glauben, dass die meisten Züchter versuchen, ihren Tieren trotz Showprogramm ein angenehmes Leben zu ermöglichen.

  8. Paulchen sagt:

    Geehrte Frau Diener,
    ist so...

    Geehrte Frau Diener,
    ist so ein, hinter Gitter gelebtes, Leben nicht schön?
    Das Tier hat sein Auskommen und mit etwas Glück
    mehr Körperkontakt als die Ehefrau.
    Stellen Sie sich doch nur mal die Model`s in Düsseldorf vor und
    dort würde der Herr Verteidigungs. – vorbeischauen. Ach ja so was hatten
    wir schon mal, war BADEN.
    Doch hier auf dem Lande und in Solidarität vereint.
    Ich hoffe für den Minister das er sich hat beraten lassen, welche Sorte
    in der Truppe zum Fest gespeist wird.
    Was nun die Tiere betrifft, aus Ihrer Sicht ist die Welt doch perfekt?
    Herzlichst P.

  9. fraudiener sagt:

    Ja, Elbsegler, ich weiß....
    Ja, Elbsegler, ich weiß. Immer noch werden jedes Jahr zur Urlaubszeit viele Tiere ausgesetzt, weil deren Besitzer offenbar nicht weiter denken können als zur nächsten Fernsehsendung. Da fragt man sich schon.
    .
    Moritz, man fällt da immer ein bißchen auf, allein wegen der Kameratasche und dem Notizbuch. Auch, wenn man jung und unbekindert ist. Aber es hatten sich an dem Tag ja alle feingemacht wegen dem Herrn Minister. Schlimmer geht es da an Touristenorten zu, wenn man sich weigert, der herrschenden Rucksack-Cargohosen-Mode Genüge zu tun. DA kann man auffallen.

  10. Ich möchte nicht wissen, wie...
    Ich möchte nicht wissen, wie viele Mitglieder der Züchtergruppen selber nicht das Klassenziel erreichen würde, gäbe es für Menschen verbindliche Vorgaben für das Aussehen. („oh guck mal, seine „Blume“ ist zu klein, ab mit ihm…“)

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