Karriere im Takt

Bützje gegen Binder!

Wer zur Karnevals-Zeit in den Hochburgen Mainz, Köln oder Düsseldorf zu tun hat, sollte einige gut gemeinte Ratschläge beachten. Es gibt nämlich immer ein paar „arme Schweine“, die ausgerechnet zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch Gäste aus Übersee treffen müssen.

Am Donnerstag vor Rosenmontag (Weiberfastnacht) ist es Brauch, dass Frauen den Männern die Krawatten abschneiden. Wer sich’s gefallen lässt, wird mit einem Schmatz belohnt. Viele alte Krawatten im Handgepäck = viele Bützje! Wer einen Horror davor hat läuft den ganzen Tag mit einer selbst abgeschnittenen Krawatte aus den Achtzigern herum oder mit einer Fliege, dem absoluten Spaßkiller!

In Düsseldorf wird „Alt“ verkauft und „Helau“ gerufen.

In Köln rinnt nur „Kölsch“ die Kehle runter bevor „Alaaf“ gerufen wird.

Bloß nicht verwechseln!

In den Städten ist es laut, auch tief in der Nacht. Darum buchen Sie Ihrem Geschäftspartner besser ein Hotel im Umland, das gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, denn niemand sollte sich an diesen tollen Tagen auf (bestellte) Taxis verlassen.

Wer seine (ausländischen) Gäste in den Genuss der Straßenumzüge bringen will, sollte sich 2-3 Stunden vorher am Straßenrand einfinden. Keine Angst – niemand verdurstet dabei! Mitschunkeln und Tanzen ist besser gegen die Kälte als Schnaps. Immer mal Wasser zwischendurch, sonst trocknet man aus. Ausländische Kunden freuen sich über Pappnasen, neckische Hüte und Neckrüssel. Prunk- und Galasitzungen haben meist eine Kleiderordnung (von kostümiert bis Smoking), die ernsthaft beachtet werden sollte, dann kann es ganz lustig werden.

Überleben Sie’s heiter!

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