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Karriere im Takt

Der tägliche Hindernislauf um die Fettnäpfchen im Business bringt so manchen aus der Puste. Es geht auch ganz easy – wenn man die „goldenen

Wenn die Frau plötzlich wegläuft …

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Wer ein Restaurant besuchen möchte, ruft sinnvoller Weise vorher an und reserviert einen Tisch. Handelt es sich um ein prominentes Spitzenlokal, reserviert der Gast in spe möglichst lange im Voraus. Da gibt es natürlich Unwägbarkeiten: Unerwartet muss der Tischbesteller zu einer Geschäftsreise aufbrechen oder er bekommt eine Influenza oder die Frau läuft ihm weg. In solchen unvorhersehbaren Fällen storniert er die Reservierung.

Reservierungen im Restaurant und ihre Tücken (Herr Ober, wir gehen! Teil zwei)

Wer ein Restaurant besuchen möchte, ruft sinnvoller Weise vorher an und reserviert einen Tisch. Handelt es sich um ein prominentes Spitzenlokal, reserviert der Gast in spe möglichst lange im Voraus. Da gibt es natürlich Unwägbarkeiten: Unerwartet muss der Tischbesteller zu einer Geschäftsreise aufbrechen oder er bekommt eine Influenza oder die Frau läuft ihm weg. In solchen unvorhersehbaren Fällen storniert er die Reservierung.

So einfach geht das jedoch nicht mehr überall. Inzwischen versuchen Gastronomen, für Absagen Stornogebühren zu erheben wie Ferienhotels oder Reiseveranstalter. Das ist verständlich. Seit Jahren machen der Branche „No-Shows“ zu schaffen, die „Nicht-Aufkreuzer“. Sie sagen Reservierungen nicht ab, blockieren somit Tische und schmälern damit den eh knapper werdenden Umsatz der Restaurants.

Schämen sollten sich allerdings jene Gastronomen, die alle ihre Gäste für die schwarzen Schafe haftbar machen wollen. Sie schneiden sich ins eigene Fleisch. Wenn ich eine Rücktrittskostenversicherung abschließen muss, bevor ich einen Tisch reserviere, bestelle ich lieber nicht im Voraus Plätze. Ich sehe gelassen der Gefahr ins Auge, dass in meinem Lieblingslokal kurzfristig kein Platz frei ist. Alternativen gibt es genug.

Selbstverständlich sollte sein, zur genannten Uhrzeit zu erscheinen. Verzögert sich die Ankunft, genügt ein kurzer Anruf, dass der Tisch doch noch freigehalten werden soll. Im Grunde kann ein Gastwirt Schadenersatz verlangen, wenn ihn der erwartete Gast und eventuell dessen Begleitung versetzen – so er  denn die Adresse des Anrufers kennt.

Höflichkeit und Rücksicht bedeuten, sich in andere einzufühlen. In diesem Fall in die Interessen des Gastwirts, dem wichtige Einnahmen entgehen, wenn ein Tisch leer bleibt. Eine rechtzeitige Absage verschafft ein gutes Gewissen und dem Wirt die Möglichkeit, den reservierten Tisch anderweitig zu vergeben. So ist beiden Seiten gedient.     


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