Karriere im Takt

Das Kantinentablett

  Essen vom Tablett im Betriebsrestaurant

Wenn ich in die Kantinen von Unternehmen eingeladen werde, habe ich mit einer Sache immer meine Schwierigkeiten: Nämlich mit dem Essen vom Tablett. Nicht, dass es technisch unmöglich wäre, ich nicht genug Platz darauf hätte oder mich die teils grelle Farbe des Tabletts störte. Nein, es ist die Ästhetik.

Ich stelle mir dann vor, wie es sein muss, einen langen Abschnitt des Lebens fünfmal die Woche mit einem Tablett als Unterlage zu essen. Nehmen Sie halt die Teller, Gläser und Schälchen runter, mag jetzt jemand sagen. Das ist gar nicht so einfach. Wohin dann mit der Unterlage? Zur Mitte des Tisches schieben? Platzproblem. Neben mich ans Tisch-/Stuhlbein lehnen? Steht mein Mitesser auf, knallt es hin. Zwischen die eigenen Beine klemmen? Sieht idiotisch aus und fällt ebenfalls um. In den seltensten Fällen ist eine Wand oder Säule ganz nah – dann bin ich es los. Aber jeder guckt. Die ist wohl was Besseres?! Also esse ich meist weiter wenig stilvoll vom Tablett und finde es scheußlich. Das Plastikmonstrum besitzt natürlich den Vorteil, alle Essensutensilien gesammelt zur vorgesehenen Abgabestelle zurückzubringen. Das ist für mich jedoch nur ein schwacher Trost.   

Frage an die Leserinnen und Leser: Gibt es im Zeitalter der betrieblichen Selbstbedienung eine bessere Lösung als ein Tablett? Wie wird das in Ihrer Kantine gehandhabt? Oder sollten wir tatsächlich eins unserer empfindlichen Augen zudrücken und dieses sperrige Ding akzeptieren?

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