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Karriere im Takt

Der tägliche Hindernislauf um die Fettnäpfchen im Business bringt so manchen aus der Puste. Es geht auch ganz easy – wenn man die „goldenen

Rüde Chefattacken vergiften das Klima

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Beleidigt der Chef einen Mitarbeiter und bittet nicht um Entschuldigung, verspielt er seine Autorität und wird zum Buhmann des Personals. Wie geht der Abgekanzelte mit einer solchen Situation am besten um?

Verletzende Kritik an Mitarbeitern kann böse Folgen nach sich ziehen. Oft weniger für den Betroffenen als für den Kritiker selbst. Denn der Ton macht die Musik. Der Vorgesetzte, der bewusst verletzt, darf sich über das Zusammenballen von Rachegedanken nicht wundern. Persönliche Beleidigungen verstärken den Impuls, dem so empfundenen Rohling die Entgleisung heimzahlen zu wollen.

Beleidigt der Chef einen Mitarbeiter und bittet nicht um Entschuldigung, verspielt er seine Autorität und wird zum Buhmann des Personals. Wie geht der Abgekanzelte mit einer solchen Situation am besten um?

Aggressiv zurückgiften? Mit dieser Art von Gegenwehr stellte er sich auf die gleiche niedrige Stufe. Viel besser (und pulsschonender) ist es, nicht ausfällig zu kontern, sondern den Miesmacher durch das eigene integre Verhalten moralisch bloßzustellen. Eine reine Weste zu behalten und ruhig weiterzuarbeiten dient außerdem dem Selbstschutz, keine Abmahnung zu provozieren. Der Chef sitzt nun mal am längeren Hebel. Und seine grundlegende Aufgabe besteht darin, in den Menschen, die er führt, positive Gefühle zu wecken, die das Beste in ihnen hervorbringen!

In besonders ehrverletzenden Fällen kann eine Beschwerde auf höherer Unternehmensetage, so es sie gibt, und beim Betriebsrat zur Rehabilitierung des Angegriffenen führen. Wo nicht, bleiben nur noch arbeitsgerichtliche Konsequenzen, allerdings mit all ihren unangenehmen Folgen. Die Ehre ist vielleicht wiederhergestellt, aber der Arbeitsplatz kann zur Hölle werden. Zeugen des Vorfalls sollten sich mit dem Betroffenen solidarisieren. Damit wird dessen persönlicher Wert gesteigert. Schließlich ist nicht ausgeschlossen, dass man selbst das nächste Opfer einer rüden Chefattacke ist.

 


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