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Karriere im Takt

Der tägliche Hindernislauf um die Fettnäpfchen im Business bringt so manchen aus der Puste. Es geht auch ganz easy – wenn man die „goldenen

Unplanmäßige Zwischenlandung bei anhaltend versuchtem Sex

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Bilden Menschen in Flugzeugen auf engstem Raum eine Zweckgemeinschaft, kann es zu Konfliktsituationen kommen, weil weder Urheber noch Gestörte die Möglichkeit haben, den Raum zu verlassen.

Was gehört sich (nicht) an Bord?

Bilden Menschen in Flugzeugen auf engstem Raum eine Zweckgemeinschaft, kann es zu Konfliktsituationen kommen, weil weder Urheber noch Gestörte die Möglichkeit haben, den Raum zu verlassen oder sich wenigstens voneinander zu trennen. Schlechte Umgangsformen, Rücksichtslosigkeit, Schweiß und andere menschliche Ausdünstungen müssen über Stunden hinweg ertragen werden.

Hier einige Tipps, die das Zusammensein erleichtern:

  • Gehen Sie vorbereitet an Bord – Kurzstreckenflüge kann man auch mal ohne den Gang zur Toilette absolvieren. Schwache Blase? Zuviel Kaffee oder Tee? Und dann noch mit China Southern unterwegs? Die verlangt nämlich von ihren Passagieren vorm Abflug einen WC-Gang aus Sparsamkeitsgründen, weil jede Toiletten-Spülung in 9000 Metern Höhe etwa einen Liter Kerosin verbraucht.
  • Keine Panik beim Boarding – der Jet hebt erst dann ab, wenn die eingecheckten Fluggäste ihre Plätze eingenommen haben.
  • Grüßen Sie die Sitznachbarn beim Platznehmen.
  • Kein Interesse an einer Unterhaltung? Machen Sie freundlich, aber mit Nachdruck klar, dass Sie (im Moment) anderes wollen: entspannen, schlafen, nachdenken, lesen … Redselige Sitznachbarn können eine Katastrophe sein. Strahlen Sie also nicht aus, dass Sie angesprochen werden möchten, gucken Sie nicht so munter!
  • Der Kampf um die Armlehne vollzieht sich meist in aller Stille und nonverbal. Frauen, die neben Männern sitzen, geben die Armlehne oft freiwillig auf. Dabei ist es so einfach: Dem Fensterplatz gehört die rechte Armlehne, dem Mittelplatz beide und dem Gangplatz die linke. Besprechen Sie ruhig mit Ihren Sitznachbarn die Nutzung der Armlehnen.
  • Männer strecken ihre Beine gern im weiblichen Fußraum aus, die überdimensionale Tageszeitung zum Lesen ausgebreitet (sie lässt sich tatsächlich falten!) – achten Sie die Grenzen.
  • Verstellen Sie Ihre Rückenlehne langsam und vorsichtig, damit Ihr Hintermann nicht überrascht wird. Am besten fragen Sie, ob es nichts ausmacht. Beim Hinein- und Hinausgleiten aus der Sitzreihe halten Sie sich nicht am vorderen Sitz fest; die mitschwingende Lehne stört den Vordermann erheblich.
  • Stellen Sie Ihre Kopfhörer auf „Du-gehst-mir-nicht-auf-den-Geist-Lautstärke“.
  • Sind Sie ganz sicher, dass Sie Ihre Schuhe (und Ihr verschwitztes Jackett) ausziehen wollen?
  • Reisen Sie gemeinsam mit Kollegen (in öffentlichen Verkehrsmitteln), nennen Sie keine Namen, wenn Sie über Kunden und Vorgänge sprechen, denn Sie wissen nie, wer mithört. Das Lesen vertraulicher Unterlagen oder die Bearbeitung von E-Mails gestalten Sie so, dass kein anderer Passagier mitlesen kann. Als Nebensitzer lesen Sie nicht mit. Sprechen Sie nicht über die Köpfe unbeteiligter Mitreisender hinweg mit Bekannten.
  • Dies sind Gründe, für die Sie aufs Schärfste gerügt werden: Pornos lesen, zu lockere Bekleidung, beleidigende Äußerungen, Medikamenten- und Alkoholmissbrauch. Folgende ziehen auch schon mal einen ungeplanten Zwischenstopp nach sich: anhaltend versuchter Sex, Bedrohungen der Crew und Zerstörung des Mobiliars.   
  • Beim Verlassen des Flugzeugs drängeln Sie nicht (der Shuttlebus fährt erst los, wenn die Besatzung ihr Okay gibt) und verabschieden Sie sich nicht nur von Ihren Sitznachbarn, sondern auch von der Purserette nebst Crew und danken für die freundliche Betreuung. (Erleichtertes) Klatschen nach der Landung ist nicht stilvoll, stört das Flugpersonal jedoch nicht wirklich.
  • Am Gepäckband herrscht fast immer Gedrängel und Hektik. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran: Halten Sie mit Ihrem Gepäckwagen zwei Armlängen Abstand. Bitten Sie die anderen Wartenden um etwas Platz, um an Ihren Koffer zu kommen.
  • Da viele Koffer gleich aussehen, haben Sie Ihr Gepäckstück vor Reisebeginn vorausschauend mit einem Aufkleber oder einem farbigen Band markiert und, um es bei Verlust besser beschreiben zu können, ein Foto davon gemacht. Profis reisen übrigens mit schäbig aussehenden Koffern, die nicht schon von weitem rufen: „Klau mich – ich bin so wertvoll wie mein Inhalt!“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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