Eins gegen Eins

Highlander

Dies ist unbedingt ein Fall für Jürgen Habermas, der einer sogenannten Konsensustheorie der Wahrheit zuneigt, welche ihrerseits zweieinhalb Jahrtausende eines emphatischen Wahrheitsbegriffs locker hinter sich gelassen hat. „Im Fußball”, hat Felix Magath gelassen gesagt, „gibt es keine Wahrheiten und keine zwei Leute, die auf dem Platz das Gleiche sehen”. Die alte Definition „Entscheidend ist auffem Platz”, welche ja auch einen verdeckten Wahrheitsbegriff enthielt, wird da gleich mit in den Abgrund gerissen. Es ist der Abgrund des radikalen Relativismus, und wenn man sich in ihn versenkt, schwindelt es einen, man traut sich kaum noch, ein Bundesligaspiel anzusehen, weil selbst im Cottbusser Stadion der Freundschaft schon durchschnittlich 12.000 verschiedene Spielansichten existieren.

Aber bevor man darüber depressiv wird: Es ist dann doch alles sehr viel simpler. Felix Magath, so war auch zu lesen, geht an jedem Freitagabend vorm Spiel ins Kino, vermutlich um richtig in Stimmung zu kommen. Und es ist glasklar, welchen Film er sich da am liebsten anschaut, weil er ihm aus der Seele spricht: Russel Mulcahys „Highlander – Es kann nur einen geben” (1986) mit Christopher Lambert. Zum Glück gab es dann es in den neunziger Jahren dann doch das eine oder andere Sequel dazu – und einen breiten Konsens, dass der Titelzusatz keine so tolle Idee war.

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