F.A.Z. Einspruch Podcast

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Keine Woche vergeht, ohne dass Justiz und Rechtspolitik die Öffentlichkeit beschäftigen. Die wichtigsten Themen verhandeln wir in unserem Podcast.

Schlagabtausch zum Urheberrecht

| 6 Lesermeinungen

Herzlich Willkommen zur 66. Folge unseres F.A.Z. Einspruch Podcasts!

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In der heutigen Sendung fliegen zwischen Hendrik Wieduwilt und Constantin van Lijnden die Fetzen, die sich mit der europäischen Urheberrechtsrichtlinie und insbesondere deren umstrittenen Artikeln 11 und 13 befassen.

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Die Kapitel:

02:55 Kurzer Überblick über die Richtlinie

04:52 Artikel 11 – Das Leistungsschutzrecht

22:28 Artikel 13 – Proteste und Lobbyismus

40:12 Artikel 13 – Sinn und Gefahren

 

Die Links zu dieser Sendung: 

Artikel 13 Disstrack:

https://www.youtube.com/watch?v=4Ooku6k_7z8

Der Richtlinienentwurf im Volltext:

https://juliareda.eu/wp-content/uploads/2019/02/Copyright_Final_compromise.pdf

 


6 Lesermeinungen

  1. man muss nicht immer recht haben
    Sehr geehrter Herr van Lijnden,
    Ungeachtet Ihrer sonstigen super Arbeit ist mir nun schon mehrmals ein negatives Verhaltensmuster aufgefallen, v.a. im Rahmen von Meinungsdisputen. Das würde ich gerne mal am Beispiel dieser Folge festhalten:
    So stellen Sie den Rechtsanwalt Solmecke in die Ecke derjenigen, die die Richtlinie „apokalyptisch“ bewerten und kritisieren die damit verbundene Unseriösität. Ihr Gesprächspartner fragt nach und stellt dann heraus, dass Ihre Behauptung/ Ihr Argument, nicht stimmt oder zumindest in der Hinsicht überhaupt nicht stichhaltig ist. Statt dies anzunehmen, rudern Sie zurück mit einem etwas beklemmten „hmjaa…ok mag sein aber ich meine ganz allgemein…“. Hierbei handelt es sich m.E. um einen etwas unfairen rhetorischen Trick. Erst stellt man eine Behauptung auf, die der Gegenüber aber nur entkräften kann, wenn er sich konkret in der Sache auskennt. Und dann nimmt man die „Korrektur“ nicht an. Wirkt tlw eitel/ unbelehrbar. IÜ vielen

  2. blub
    Danke für die kritischen Worte, lieber Herr Ahmadiar. Auf die Gefahr hin, das Muster zu bestätigen, das Sie zu erkennen meinen, muss ich meine Kommentierung allerdings etwas in Schutz nehmen: Es war tatsächlich so, dass ich über die Youtube-Protest-Szene als Ganzes sprechen wollte, so sind wir ja in den Abschnitt eingestiegen und so ging es dann später auch weiter. Zwischenzeitlich hatten wir dann Solmecke quasi als Stellvertreter für diese Protest-Szene, was hinsichtlich einzelner Aspekte auch passt, hinsichtlich anderer (nämlich der übertriebenen Panikmache) aber nicht. Hendrik hat darauf zutreffend hingewiesen, und ich habe das insoweit korrigiert – no harm done, scheint mir. Bei dem überwölbenden Punkt, dass es auf Youtube viele Artikel-13-Apokalyptiker gibt, habt Hendrik mir ja sogar zugestimmt, insofern erkenne ich da keinen unfairen Trick, sondern höchstens ein unglücklich gewähltes Beispiel meinerseits.

  3. Diese Richtlinie ist der Tod des objektiven Verbraucherinformation
    Schon heute ist das Urheberrecht ein Minenfeld. Z.B. hat mich vor nicht langer Zeit eine unvollständige Quellenangabe mehrere tausend Euro gekostet – wobei das Gericht die kritische Auseinandersetzung mit dem zitierten Objekt anerkannt hatte, also die grundsätzliche Berechtigung zur zitierenden Verwendung bestätigt!
    Neu – ich beziehe mich auf eine ausführliche Darstellung in ARD-alpha – ist selbst das Zitat bereits eine Urheberrechtsverletzung! Bzw. man müsste die kritisierte Seite um Erlaubnis fragen, ob man kritisch zitieren darf…
    Jeder Unfug darf zukünftig behauptet werden bis hin zur dreisten Lüge und Verbrauchertäuschung – man darf die Lüge ja nicht einmal mehr zitieren, um sie dann zu widerlegen.

  4. Titel eingeben
    Herr van Lijnden Sie haben sich wohl bei ihrer Analogie zum Leistungsschutzrecht vertan. Sie sagen:
    „[Ein] Taxifahrer bringt einen Gast zum Hotel und dann soll das Hotel an den Taxifahrer zahlen“

    Das wäre äquivalent dazu, dass Google (der Taxifahrer) von den Verlagen Geld verlangt. Es ist aber genau das Gegenteil der Fall! Also sprich:
    „[Ein] Taxifahrer bringt einen Gast zum Hotel und dann soll der Taxifahrer an das Hotel zahlen“
    Während die erste Analogie durchaus sinnvoll sein kann ist letztere schlicht Idiotisch. Was das dann für das Leistungschutztrecht bedeutet können Sie sich ja selber denken.

  5. Interessante Sendung!
    Vielen Dank für die sehr informative Folge eures Podcasts. Ich empfinde es als gewinnbringend, wenn ihr euch mal über eine Stunde ausführlich mit nur einem Thema beschäftigt und dabei auch noch grundsätzlich anderer Meinung seid – Gerade bei komplexen und gesellschaftlich kontrovers diskutierten Fragen kann man sich als Hörer so viel eher eine Meinung bilden, als wenn ihr die Themen nur neutral überfliegt, ohne sehr in die Tiefe zu gehen. Insofern würde ich es begrüßen, wenn ihr noch etwas häufiger monothematische Folgen produziertet. 🙂

  6. Pingback: URL

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