Fazit – das Wirtschaftsblog

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Immer Ärger mit der Geldmenge

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Banken schwimmen im Geld, aber die Wirtschaft will keine Kredite. Kann das gutgehen? Der Sonntagsökonom von Gerald Braunberger.

Von Gerald Braunberger

Kann es eine wachsende Geldmenge ohne nachfolgende Inflation geben? Diese Frage stellt sich spätestens, seitdem die Zentralbanken in Industrienationen wie den Vereinigten Staaten, der Eurozone, Japan, Großbritannien und der Schweiz die Krise mit einer gesteigerten Geldproduktion bekämpfen. So hat die Europäische Zentralbank im Dezember den Banken rund 500 Milliarden Euro für drei Jahre zu einem Zinssatz von einem Prozent zur Verfügung gestellt. Ende Februar werden sich die Banken ein weiteres Mal für drei Jahre billig Geld von der EZB leihen können.

Illustration: Alfons HoltgreveHier entsteht Geld durch Kreditaufnahme der Banken bei der Zentralbank. In monetären Analysen erfasst man dieses Geld in der sogenannten Geldbasis, auch „Geldmenge M0“ genannt, die neben dem Bargeldumlauf die durch Kreditaufnahme entstandenen Guthaben der Banken bei der Zentralbank umfasst. Diese Geldmenge M0 ist in der jüngeren Vergangenheit sehr stark gewachsen, weil die Guthaben der Banken bei der Zentralbank zugenommen haben. Wenn sich Banken bei der EZB Geld leihen, das sie anschließend auf ihren Konten bei der EZB parken, werden hiervon die Güterpreise aber nicht erfasst, denn dieses Geld erreicht die reale Wirtschaft nicht.

Wer die Geldversorgung der Wirtschaft untersuchen will, muss daher auf eine Geldmenge schauen, die den Geldbestand der Unternehmen und Privatpersonen erfasst. Hier schauen viele Ökonomen auf die „Geldmenge M3“, die – etwas vereinfacht – neben dem Bargeldumlauf die von Unternehmen und Privatpersonen bei Banken und Sparkassen gehaltenen Einlagen umfasst. Das auf diesen Konten gehaltene Geld entsteht ganz überwiegend durch Kredite, die Unternehmen und Privatpersonen bei Banken und Sparkassen aufnehmen. Wegen der schwachen Konjunktur und der schwierigen Lage vieler Banken wachsen im Euroraum die Geldmenge M3 und das Kreditvolumen nur mit geringen Jahresraten von rund 1,5 Prozent.

Die Untersuchung führt deshalb zu einem widersprüchlichen Befund: Die Geldmenge M0, die etwas über die Geldversorgung der Banken besagt, wächst sehr stark, während die Geldmenge M3, die etwas über die Geldversorgung der gesamten Wirtschaft aussagt, sehr langsam zunimmt. Welcher Schluss leitet sich hieraus für die Inflationsgefahren ab? Wie üblich in der Ökonomik, sind alle einfachen Antworten trügerisch.

Das geringe Wachstum der Geldmenge M3 und des Kreditvolumens sowie die schwache Konjunktur und die erzwungene Zurückhaltung vieler Banken bei der Kreditvergabe sprechen dafür, dass in absehbarer Zeit im Euroraum eine erhebliche Güterpreisinflation kaum zu befürchten steht. Aber ist es auf längere Sicht nicht möglich, dass sich das starke Wachstum der Geldmenge M0 in einem starken Wachstum der Geldmenge M3 und damit in einem erheblichen Inflationspotential niederschlagen wird? Zur Beantwortung dieser Frage bedürfte es einer festen Vorstellung von den Wirkungsketten, doch leider wird gerade hierüber seit mehr als 200 Jahren ein Streit ausgefochten, der bis heute nicht entschieden ist.

Eine Auffassung besagt, dass die Zentralbank über die Steuerung der Geldmenge M0 auf längere Sicht auch die Geldmenge M3 und damit das Inflationspotential steuern kann. Dies vertraten im 19. Jahrhundert die Mitglieder der sogenannten „Currency-School“ und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Vertreter des Monetarismus. Diese Auffassung setzt einen einigermaßen stabilen Zusammenhang zwischen den Geldmengen voraus und die Annahme, dass M3 von M0 beeinflusst wird und nicht umgekehrt. In vielen Fällen ist diese Interpretation nicht falsch, aber sie stimmt nicht immer, und vor allem stimmt sie nicht in der aktuellen Krise. Denn gerade heute kann von einem stabilen Zusammenhang zwischen M0 und M3 keine Rede sein. Wäre er immer stabil, müsste niemand in dieser Welt (zumindest in schweren Krisen) Keynesianer sein.

Vielmehr ist man auch in dieser Krise auf den alten Rivalen der „Currency-School“ aus dem 19. Jahrhundert zurückgekommen: Die Anhänger der „Banking-School“ – wie im 20. Jahrhundert viele Keynesianer (*) (wenn auch nicht unbedingt Keynes selbst) – vertreten die Ansicht, dass sich die Unternehmen und Privatpersonen durch Kreditgewährung das für sie notwendige Geld selbst erzeugen und es keinen Zusammenhang zwischen der Geldmenge M0 und der Geldmenge M3 gibt. Hier kann die Zentralbank nur versuchen, durch Veränderungen der Leitzinsen, der Mindestreservesätze und/oder der Inflationserwartungen Einfluss auf die Kreditentscheidungen von Unternehmen und Privatpersonen zu nehmen. Ein lehrreiches Papier über die Art und Weise, wie Geldpolitik missverstanden wird, stammt von Piti Disyatat, einem Ökonomen von der Bank of International Settlement.

Freilich: Auch wenn die Bedeutung der Geldmenge M0 gerade in schweren Krisen von Monetaristen überschätzt worden sein mag, sollte man sie als Indikator nicht abschreiben. Denn die Zentralbanken weiten ihre Geschäfte unter anderem aus, um die Renditen von Anleihen zu senken. Dies geschieht entweder, indem Zentralbanken wie die Fed und die Bank of England unmittelbar in großem Stil Anleihen kaufen. Die EZB kauft zwar direkt viel weniger Anleihen, aber dafür setzt sie unausgesprochen darauf, dass Banken zumindest einen Teil der billig zugeteilten Gelder zum Kauf von Staatsanleihen verwenden. Diese erhofften Renditesenkungen sollen nicht nur die Finanzierung von Staaten erleichtern (wobei sie die Gefahr einer Spekulationsblase am Anleihemarkt erzeugen). Sie sollen auch die Wirtschaft ankurbeln: Fallende Renditen für Staatsanleihen haben oft fallende Renditen für Unternehmensanleihen zur Folge. Unternehmen können sich so billiger verschulden, um etwa Investitionen zu finanzieren. Nach einer modernen Interpretation versuchen Zentralbanken durch Anleihekäufe die Renditestrukturkurve zu steuern – ein, wie sollte es anders sein in der Geldlehre, in Wirklichkeit sehr altes Konzept, das sich mindestens bis Irving Fisher und Knut Wicksell zurückverfolgen lässt und für das in Deutschland vor wenigen Jahrzehnten einer meiner akademischen Lehrer, Wolfgang Gebauer, eingetreten war. Auch wenn die Steuerung früher durch Zinspolitik und weniger durch Quantitative Easing bewerkstelligt werden sollte – damals befand sich die Geldpolitik noch nicht an der Nullzinsgrenze und die Anleiherenditen waren höher als heute.

Ein weiterer Wirkungskanal kann über den Aktienmarkt beobachtet werden. Er ist nach dem Nobelpreisträger James Tobin („Tobins q“) benannt (auch wenn der schwedische Ökonom Knut Wicksell ein wichtiger Vorläufer war) und vergleicht den Marktwert eines Unternehmens mit den Wiederbeschaffungskosten des Sachkapitals des Unternehmens, sprich: den Investitionskosten. Wenn der Marktwert eines Unternehmens als Folge stark steigender Aktienkurse wächst, beginnen sich reale Investitionen immer mehr zu lohnen.

Insofern kann eine starke Zunahme von M0 durchaus indirekt Einfluss auf das Wirtschaftsleben nehmen. Gleichwohl gilt: Inflation ist kein aktuelles Thema, sie kann es im Zuge einer wirtschaftlichen Erholung aber sehr wohl werden.

(*) Man denke etwa an den um das Jahr 1960 in Großbritannien veröffentlichten Radcliffe-Report, an dessen Erstellung unter anderem Keynes‘ Lieblingsschüler Richard Kahn beteiligt war und der seinerzeit auch über Großbritannien hinaus viel Aufmerksamkeit fand.

 

Dieser Beitrag ist eine überarbeitete Version des „Sonntagsökonom“ aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 5. Februar 2012. Illustration: Alfons Holtgreve

 

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56 Lesermeinungen

  1. @Logik-Ratio & Gerald...
    @Logik-Ratio & Gerald Braunberger. Qualität des Kredits bedeutet, dass die Beschaffenheit des Kredits eine Rolle spielt, also wozu der Kredit vergeben wird, und nicht (allein) das Kreditvolumen/die Geldmenge als Kriterium genügt. So liest man im Kapitel IV („Die Geldschöpfung der Währungsbank“) in Veits Buch den Subtitel: „Quantum und Quale des Zentralbankkredits“. Für geldschöpfende Kredite sollten, nach der Lehre der Banking-Schule, weder Investitionen noch Konsum in Frage kommen. Nicht umsonst beharrt man auf den Diskont von „guten Handelswechseln“. Die einzige Krise, die ich mehr oder weniger gut kenne, ist die Krise von 1931: das hatte nichts mit dem Diskont von Handelswechseln zu tun, sondern mit dem Geldzufluss und Abfluss aus dem Ausland, die als letzte Ursache die wilde Geldschöpfung und die Inflation nach dem Krieg von 1914 hatte (Zinsgefälle). Ähnlich war es 1929 in den USA: wilde Offenmarktgeschäfte von Benjamin Strong führten zu Fehlinvestitionen. Und ähnlich 2008: Greenspan/Bernankes lockere Geldpolitik. Man redet über die Vorbildsrolle der Bundesbank für die EZB, obwohl die Geldpolitik der EZB kaum etwas mit der Geldpolitik der alten Bundesbank zu tun hat, und jetzt sollen die „modernen Untersuchungen historischer Finanzkrisen“ dem Erfolg der angeblich vorbildlichen Bundesbank widersprechen? Worin besteht also das Vorbildliche der Bundesbank?! Um zu erkennen, dass die EZB nichts mit der Bundesbank zu tun hat, empfehle ich: „Die Geldpolitik der Bundesbank“, Oktober 1995, Selbstverlag der Deutschen Bundesbank.

  2. @ logik-ratio

    "Daher bin ich...
    @ logik-ratio
    „Daher bin ich hier auch auf der Seiten von rum – natürlich ist die Qualität absolut entscheidend für die Effekte von Geldschöpfung. Es ist eben nicht egal ob der Kreditnehmer mit dem Geld einen Urlaub finanziert oder das Geld investiert, z.B. in eine bessere Ausbildung seiner Kinder oder in die Wärmedämmung seines Hauses.“
    Moderne Untersuchungen historischer Finanzkrisen z.B. durch Schularick/Taylor sprechen allerdings für die entgegengesetzte Auffassung.
    Gruß
    gb.

  3. @ systemfrager

    Ich bin mir...
    @ systemfrager
    Ich bin mir nicht sicher ob ich Deinen Post bezogen auf mich richtig verstanden habe? Ich bin kein „Austrian“ weil ich einige Elemente für überholt halte – z.B. bin ich für ein Erneuerbares Energien Gesetz – aber ich Teile einige Einschätzungen der österreichischen Schule, oder z.B. von Ron Paul.
    Am Ende des Tages zählt immer das Engagement, der Wille, die Motivation, die Moral und die Disziplin des einzelnen Menschen. Nur auf funktionierenden Grundwerten kann eine Gesellschaft aufbauen.
    Für mich ist Geld im Grund ein Tauschmittel NUR ist natürlich vollkommen klar das die „Geldillusion“ ebenfalls eine Illusion ist. Niemand weis, ob der Tauschpartner alter oder neues/“falsches“ Geld in den Kreislauf gibt.
    Die Mengenverhältnisse sind entscheidend, am Ende steuert Geld das Güterangebot – wenn die Zentralbank bzw. die Geschäftsbanken neues Geld erschaffen, steuern Sie die Gesellschaft / das Güterangebot bzw. die Güternachfrage – der Transmissionskanal ist die Kreditvergabe bzw. Auswahl.
    z.B. indem Sie das Geld an „Facebook Start Up 2“ vergeben ermöglichen Sie eventuell eine neue Technologie oder nicht, oder Sie vergeben Kredite an Privatkunden zum Kauf von Urlausbreisen und Nippes – dass verändert ebenfalls unsere Gesellschaft und unsere Anreizfunktionen bzw. sogar die inneren Eisntellungen der Menschen / Gesellschaft.
    Daher bin ich hier auch auf der Seiten von rum – natürlich ist die Qualität absolut entscheidend für die Effekte von Geldschöpfung. Es ist eben nicht egal ob der Kreditnehmer mit dem Geld einen Urlaub finanziert oder das Geld investiert, z.B. in eine bessere Ausbildung seiner Kinder oder in die Wärmedämmung seines Hauses.

  4. Logik-Ratio

    In dieser Kürze...
    Logik-Ratio
    In dieser Kürze ein sehr guter Hinweis, von welchen Zusammenhängen die Geldmenge – die Menge gleicher Geldeinheiten – bestimmt ist (hier also nicht „von jemandem bestimmt wird“ – das ist ein anderes Kapitel), mit der in einer „Geldwirtschaft“ das Leben, das Zusammenleben reproduziert werden kann. Nicht mehr, nicht weniger!

  5. Zu den Wirkungsketten will ich...
    Zu den Wirkungsketten will ich mich deutlicher ausdrücken: Selbestverständlich erhöht die Geldfälschung die Nachfrage und verursacht Preissteigerungen. Das ist kein Gegenstand des Streits der zwei Schulen. Ich kann Herrn Braunberger nur dringend empfehlen, ein älteres deutsches Lehrbuch über Geldpolitik, von der Zeit vor der „Neuorientierung der Bundesbank“, also vor 1970. Es mag da ein bißchen „Keynesianismus“ erkennbar sein, aber das gehörte nicht zum Wesen der Geldpolitik: es gibt eine Konstante, die ebenso für die Reichsbank wie für die Bank Deutscher Länder und die Bundesbank gilt, und das ist nicht die Konjunkturankurbelung. Allein wenn man das Literaturverzeichnis eines solchen Lehrbuches sieht, bekommt man die erste Überraschung: nichts, was heute zitiert wird. Ich empfehle zum Beispiel Otto Veits Grundriss der Währungspolitik, aber eine Auflage von vor 1970, denn das „Institut für das Kreditwesen“, zu dem Veit gehörte, hatte als Aufgabe die Fortbildung der Anwärter auf den höheren Dienst der Bundesbank, und wahrscheinlich machte Veit deswegen ein bißchen die „Neuorientierung“ mit, aber sicher gegen seine Überzeugung.

  6. Auch in Japan hätte ja...
    Auch in Japan hätte ja eigentlich nach der gigantischen Verschuldung des Staates die Inflation kommen müssen. Nein, sie kam nie. Trotz des billigen Geldes.

  7. @ bhayes
    >>> Sie haben ihn...

    @ bhayes
    >>> Sie haben ihn nicht widerlegt
    Unsinn lässt sich nicht widerlegen.
    @ Logik-Ratio
    Die Preissteigerung und die Geldemenge als Synonyme zu betrachten, lässt sich nicht mehr mit Unkenntnis bezeichnen, es geht schon um eine gar nicht kleine geistige Störung. Oder bist du auch einer austrian?

  8. Herr Braunberger, Sie sehen...
    Herr Braunberger, Sie sehen die Banking-Schule mit den Augen der Currency-Schule, eine große Verzerrung. Selbstverständlich hängt M0 von M3 (neue monetaristische Begriffe), denn je mehr wirtschaftliche Aktivität, desto größer ist das Kreditvolumen, desto mehr Wechsel werden diskontiert, desto größer der Notenumlauf. Die Geldmenge, ebenso M0 wie M3, hängt von Preisen und Wirtschaftstätigkeit, nicht umgekeht, wie die Monetaristen sagen, aber das setzt eine Geldordnung voraus, nicht die heute legalisierte Geldfälschung durch Banken (einschließlich Zentralbanken) im Dienst der Banken und Staaten. Sie setzen voraus, dass die Geldmenge/Geldfälschung immer wachsen muss, das hat nichts mit Banking-Schule zu tun, das ist Milton Friedman. Die Banking-Schule war maßgebend im 20. Jahrhundert, besonders in Deutschland, es war nicht die Theorie der Keynesianer. Obwohl sich die Monetaristen Anfang der 1970er in die deutsche Geldpolitik einmischten, ist noch in der Zeit kurz vor Einführung des Euros den starken Einfluss der Banking-Schule auf die Bundesbank klar erkennbar, die Bundesbank wie die Bank Deutscher Länder blieben in der Tradition der Reichsbank. Es wundert, dass die Banking-Schule heute so fremd geworden ist, als wäre eine Sache des 19. Jahrhunderts: das kann man nur mit dem ideologischen Interesse an der Geldfälschung erklären, denn bei der Banking-Schule spielt nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität des Kredits, eine Rolle.

  9. Kann es eine wachsende...
    Kann es eine wachsende Geldmenge ohne nachfolgende Inflation geben?
    Die Frage ist ungefähr gleichbedeutend wie: Kann die Zimmertemperatur steigen, ohne dass es wärmer wird?
    Inflation von „aufblasen“ ist immer eine Erhöhung der Geldmenge. Das ist rein definitorisch der Fall.
    Mit diesem „Trick“ der Umdeutung des Begriffs Inflation versuchen „Wirtschaftswissenschaftler“ die Ursachen der „steigenden“ Preise zu verbergen.
    „Steigende Preise“ ist ein weiteres Phantom – Preise können nicht per se steigen, denn es sind immer Austauschraten zwischen Produkten. Das Verhältnis kann sich immer nur zueinander ändern. Also 3 Birnen für 4 Äpfel, oder eben 2 Birnen für 4 Äpfel.
    „Steigende Preise“ sind also ebenfalls per Definition eine Änderung der Relation von „Geld“ zu „Ware“. Die „pol. Inflation“ bezeichnet die Vergrößerung der effektiven Geldmenge zur effektiven Warenmenge.
    Effektive Geldmenge beduetet Geldmenge * Umlaufgeschwindigkeit (Quantitätsgleichung des Geldes.) Besser wäre jedoch:
    Bevölkerungsgröße * Lebensstandart * Umlaufgeschwindigkeit = benötigte, optimale Geldmenge zur Abwicklung der Transaktionen.
    Wenn die Umlaufgeschwindigkeit nicht sinkt, oder die Bevölkerungsgröße nicht steigt, führt eine Erhöhung der Geldmenge immer zu einer Verschiebung der Geldmenge aus dem notwendigen Punkt hinaus. Es wird neues Geld in das System iniziiert.
    Inflation ist daher pe se der Akt der Geldmengenvermehrung bei einem gleichen Bevölkerungsstand.

  10. @Systemfrager: Auch Sie haben...
    @Systemfrager: Auch Sie haben ihn nicht widerlegt
    Aber Sie könnten auch hier anfangen, das ist zwar nicht Hayek, aber weitgehend kompatibel dazu: „Die Bürgergerechte Gesellschaft“: https://www.deutschland.net/content/die-b%C3%BCrgergerechte-gesellschaft
    Welche Punkte hiervon sind aus welchem Grund falsch?

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