Fazit – das Wirtschaftsblog

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Für alle, die’s genau wissen wollen: In diesem Blog blicken wir tiefer in Börsen und andere Märkte - meist mit wissenschaftlicher Hilfe

Keine Angst vor Inflation!

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Wer die Deutschen mit Erfolg erschrecken will, muss ihnen einreden, dass eine große Inflation ins Haus steht. Aber die üblichen Argumente der Angstmacher taugen nichts. Zehn Thesen zur Inflation

Die offizielle Inflationsrate liegt bei rund 2 Prozent. Doch wenn jemand auf die im historischen Vergleich niedrige Inflationsrate hinweist, erzählen Angstmacher, die offiziellen Raten würden manipuliert und die tatsächliche Inflation sei viel höher. Diese Angstmacherei ist ein Geschäftsmodell mancher Ökonomen, Goldverkäufer und Vermögensverwalter. Umgekehrt müssen sich auch die für die Geldwertstabilität zuständigen Notenbanken fragen, ob sie mit dem Thema Inflation immer sachgemäß umgehen. Es folgen zehn Thesen zur Inflation.

1. Was immer historisch unter dem Begriff Inflation verstanden wurde: Heute werden Inflationsraten anhand der Veränderungen der Preise für Güter und Dienstleistungen bemessen, die für den Konsum verwendet werden. Dies ist konsequent und richtig, da mindestens seit dem Stammvater der Volkswirtschaftslehre, Adam Smith, bekannt ist, dass der Konsum der Endzweck des Wirtschaftens ist.

2. Die immer wieder einmal geforderte Einbeziehung von Vermögensgütern in die Bestimmung der Inflationsrate wäre wesensfremd. Wir zitieren den bekannten Ökonomen Martin Hellwig: „Immobilien sind wie Aktien Bestandsgrößen. Bei Mieten, Ausgaben für Lebensmittel, Individualverkehr usw. handelt es sich hingegen um Stromgrößen, wo man laufend etwas ausgibt. Alle theoretischen Erklärungsmodelle für den Zusammenhang von Geldpolitik und Inflation stellen auf Stromgrößen ab, weil die Rolle von Geld als Zahlungsmittel die Transaktionen betrifft, die damit verbunden sind. Im Fall der Vermögenspreise wird nicht klar, welchen Zusammenhang es zur Geldpolitik gibt… Ich habe oft den Eindruck, dass dieses Argument von Menschen kommt, die die EZB oder deren Geldpolitik nicht mögen und die gegenüber dem normalen Argument ‚wir sehen doch keine Inflation‘ hilflos sind.“ Und weiter: “ Wenn die niedrigen Zinsen – wie dies Christian von Weizäcker immer wieder sagt – die hohe Ersparnisbildung aufgrund demographischer Veränderungen widerspiegeln, dann würde ich als Konsequenz aus den niedrigen Zinsen hohe Preise für Vermögensgüter wie Immobilien und Aktien erwarten. Das wäre dann eine Veränderung von relativen Preisen: Weil es in Zukunft so wenige Leute gibt, die zur Versorgung der Alten beitragen, nimmt die Bedeutung von Vermögensgegenständen zu, die in dieser Zukunft Erträge erbringen. Das hat kaum etwas mit Inflation zu tun.“ Zu bedenken ist auch noch ein weiteres Argument, das immer wieder zitiert wird: Wenn der Aktienkurs eines Unternehmens steigt, weil das Unternehmen seinen Gewinn steigert, also profitabler geworden ist und eine höhere Dividende ausschütten kann, ist die Ursache des höheren Aktienkurses kein schwindender Geldwert, sondern ein effizienteres Wirtschaften. Sarkastisch könnte man anmerken: Mit dem Fall der Aktienkurse und dem in vielen Metropolen der Welt erkennbaren Rückgang der Preise zumindest für Luxusimmobilien dürfte von den Propagandisten der Vermögenspreisinflation in nächster Zeit ohnehin weniger zu hören sein.

3. Wenn es jemals einen engen Zusammenhang zwischen der Schaffung von Zentralbankgeld und der Inflationsrate gegeben haben sollte, so ist dieser längst zusammengebrochen. Wenn etwa mit Bezug auf Anleihekäufe von Notenbanken von „Gelddruckerei“ oder „Geldschwemme“ geredet wird, handelt es sich in der Realität ganz überwiegend um die Produktion von Einlagen der Geschäftsbanken bei der Notenbank. Diese Einlagen stehen passiv auf den Konten der Banken bei der Notenbank und könnten – entgegen einem weiteren verbreiteten Missverständnis – überhaupt nicht von den Geschäftsbanken an Unternehmen oder Privatleute verliehen werden. Die von den Angstmachern als Ergebnis der Anleihekäufe der Notenbanken prognostizierte Inflationswelle hat es aus gutem Grund nie gegeben – ebenso wie auch die Auswirkungen der Anleihekaufprogramme auf Finanzmarktpreise von vielen Anhängern und Kritikern völlig überschätzt worden sein dürften. Hierzu gibt es eine aktuelle Studie von Daniel Gros und Ansgar Belke.

4. Anstatt durch „Gelddruckerei“ oder „Geldschwemme“ ist die Inflationsrate in den vergangenen Jahren außer von schwankungsanfälligen Öl- und Nahrungsmittelpreisen vor allem durch die globale Lohnkonkurrenz beeinflusst worden.  Die Globalisierung als bedeutender Einflussfaktor für die Inflation wird unter anderem von Ökonomen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) betont – zum Beispiel in dieser Arbeit. (Eine andere aktuelle Arbeit mit einer ähnlichen Schlussfolgerung stammt von Kristin Forbes.) So belief sich in Deutschland trotz jahrelanger Hochkonjunktur die durchschnittliche Inflationsrate im Jahre 2018 auf 1,9 Prozent nach 1,8 Prozent im Jahr zuvor. Damit befindet sich die Inflationsrate ziemlich genau auf der Höhe des Inflationsziels der EZB. Es spricht nichts dafür, dass sich in absehbarer Zeit an der Höhe der Inflationsrate etwas grundsätzlich ändern wird.

5. Mit der Berechnung der Inflationsraten sind Unschärfen verbunden, aber sie sind begrenzt und befinden sich nicht dort, wo sie gerne verortet werden. Schätzungen aus Amerika legen nahe, dass die offizielle Inflationsrate die tatsächliche Inflation nicht unter-, sondern überzeichnet. Ein Beispiel: Wenn Güter im Zeitablauf durch technischen Fortschritt eine höhere Qualität erhalten, etwa, indem sie weniger Energie verbrauchen, höhere Sicherheitsstandards bieten oder weniger gesundheitsschädlich sind, drückt sich in einem höheren Preis für solche Güter keine Geldentwertung aus, sofern der Preisanstieg die höhere Qualität reflektiert. Anders als gelegentlich suggeriert, ist diese hedonische Preisberechnung kein Ausdruck einer Manipulation, sondern sachgerecht.

6. Die Unschärfen in der Berechnung der Inflationsrate verbergen sich heute woanders: Sie sind das Resultat der digitalen Revolution, und zwar in Gestalt kurzfristig schwankender Preise im Internethandel sowie der zunehmenden Praxis, Preise je nach Kunde zu individualisieren. Auch die Frage wachsender Marktmacht, die vor allem in den Vereinigten Staaten diskutiert wird, bleibt ein wichtiges Thema. Was dies für die Inflationsrate bedeutet, ist ein Bestandteil von Forschungsprogrammen, an denen sich Notenbanken und akademische Ökonomen beteiligen. Für dieses in der Fachwelt heiß diskutierte Agenda liegen keine endgültigen Ergebnisse vor. (Für den aktuellen Stand: Hier sind die Folien einer Arbeit zweier Ökonomen, die auf dem diesjährigen EZB-Forum in Sintra vorgetragen wurde.) Aber die bisherigen Erkenntnisse lassen vermuten, dass der Einfluss auf die Inflationsrate wohl gering bleibt.

7. Eine Leerstelle in der Berechnung der Inflationsrate in der Eurozone ist der bisherige Verzicht auf die Kosten selbst genutzten Wohneigentums, das in dem von der EZB benutzten Preisindex, dem sogenannten Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für die Europäische Union, bisher nicht enthalten ist. Derzeit läuft ein Projekt, die Kosten selbst genutzten Wohneigentums im HVPI künftig zu berücksichtigen. Modellrechnungen sowie Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass man von der Berücksichtigung selbst genutzten Wohneigentums langfristig keinen dramatischen Zuwachs der Inflationsrate erwarten sollte. Wer hier Panik verbreiten will, sollte zunächst Bundesbankpräsident Jens Weidmann lesen: „Langfristig unterscheiden sich Verbraucherpreisindizes mit und ohne Berücksichtigung von selbst genutztem Wohneigentum zwar kaum, doch zeitweise sind erhebliche Unterschiede zu beobachten. Im Euro-Währungsgebiet liegen die Inflationsmaße, die die Kosten von selbst genutztem Wohneigentum enthalten, seit einigen Jahren etwas über der offiziellen HVPI-Teuerungsrate.“ Weidmann warnte davor, daraus weitreichende Konsequenzen für die Geldpolitik ziehen zu wollen: „Lassen Sie mich eines klarstellen: Natürlich ist das kein Aufruf zum Rosinenpicken bei der Wahl der Inflationsmaße. Das wäre ein todsicherer Weg, die Glaubwürdigkeit der Zentralbank zu gefährden.“

8. Wünschenswert wäre ein eindeutiger Umgang der Notenbanken mit den von ihnen verwendeten Inflationsraten. Grundsätzlich unterscheidet man Inflationsraten, die Preise für Energie und Nahrungsmittel berücksichtigen, von sogenannten Kernraten, in denen Energie und Nahrungsmittel nicht berücksichtigt werden. Die Idee hinter der Unterscheidung ist, dass die Geldpolitik vermutlich wenig Einfluss auf Preise für Energieträger wie Öl und auf Nahrungsmittel hat und eine Kernrate jene Inflation beschreibt, die eher von der Geldpolitik beeinflusst werden kann. Andererseits spielen Energie und Nahrungsmittel für den Konsum vieler Menschen eine wichtige Rolle, was dagegen spricht, sie nicht in der Inflationsberechnung zu berücksichtigen. Es gibt für beide Konzepte Punkte, die dafür und die dagegen sprechen. Aber man sollte konsistent argumentieren: So orientiert sich die EZB offiziell am HVPI, der Preise für Energie und Nahrungsmittel enthält. De facto orientiert sie sich aber stark an der Kernrate.

9. Es gibt gute Gründe für Inflationsziele, die über Null liegen. Auch hier lohnt es sich, Weidmann zu lesen: „Sie fragen sich vielleicht: Wo liegt das Problem, wenn die Preise im Durchschnitt um deutlich weniger als 2 Prozent steigen? Aus der Sicht eines Verbrauchers habe ich hierfür auch Verständnis, zumal die 2 Prozent nicht unbedingt einer präzisen Ableitung entspringen. Allerdings gibt es aus ökonomischer Sicht gute Gründe, weshalb inzwischen alle großen Notenbanken der Welt, wie die Federal Reserve, die Bank von Japan oder eben die EZB auf Preissteigerungsraten in Höhe von etwa 2 Prozent abzielen… Umgekehrt bietet eine höhere Inflationsrate einen Sicherheitsabstand zur ‚Nullzinsgrenze‘, die, wie wir in einigen Ländern gesehen haben, tatsächlich etwas unterhalb der Null liegt. Je niedriger die angestrebte Inflationsrate ist, desto höher ist das Risiko, an die Nullzinsgrenze zu stoßen…. Und desto geringer ist der Spielraum der Notenbank, mit konventionellen Instrumenten stimulierend auf die Wirtschaft einzuwirken und auch deflationäre Entwicklungen zu verhindern. Aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge stellt eine Inflationsrate von ‚knapp unter 2 Prozent‘ einen guten Kompromiss dar, zwischen den dauerhaft anfallenden Inflationskosten, und den gelegentlichen Vorteilen aus einem größeren Sicherheitsabstand.“ In Deutschland finden sich  Ökonomen, die es für einen Skandal halten, dass die EZB ein Inflationsziel hat, das über null Prozent liegt. Wer sich für Fakten interessiert: In der Welt haben mehr als 60 Notenbanken Inflationsziele – und, wie die Tabelle in dem Link zeigt, die EZB hat eines der niedrigsten.

10. Die vergangenen Jahre haben zudem gezeigt, was eigentlich schon lange bekannt ist: Notenbanken sind nicht in der Lage, die Inflationsrate auf die Stelle hinter dem Komma zu steuern. Daher wäre es überlegenswert, anstelle der verbreiteten Punktziele für die Inflation auf einen Korridor überzugehen, in dem sich die Inflationsrate aufhalten soll. In Ländern wie Kanada, Israel, Neuseeland und Tschechien wird dies bereits praktiziert. So strebt die Nationalbank in Prag an, die Inflationsrate in einem Band zwischen 1 und 3 Prozent zu halten, in deren Mitte sich das offizielle Ziel von 2 Prozent befindet.

Aktueller Nachtrag (4. Januar): Die Inflationsrate für Dezember 2018 wurde für den Euroraum gerade mit 1,6 Prozent nach 1,9 Prozent im November bekannt gegeben.

Dieser Beitrag ist eine erweiterte Version eines Artikels, der am 30. Dezember 2018 in der Rubrik „Sonntagsökonom“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erschienen ist.


55 Lesermeinungen

  1. Dieses Land lebt von der Hoffnung,
    dass alles schon irgendwie gut geht, ohne dass man sich um elementare Regeln kümmern müsse.
    „Neue Zeit, das macht man heute anders“

    Wenn Geld wir Sand am Meer gedruckt wird, dann kommt das auch irgendwann in den Umlauf und lässt die Preise steigen.
    Bei den höherpreisigen Gütern Immobilien, Aktien und Edelmetalle kommen die billigen Kredite schon an und wirken.

  2. Titel eingeben
    Sehr interessanter Artikel. Punkt 2 ist jedoch etwas missverständlich formuliert. Reserven stehe bei einer Bank auf der Aktiv-Seite der Bilanz und bei der Zentralbank auf der Passiv-Seite. Daher erschließt sich auch aus meiner Sicht das Argument, dass die Banken im Zuge des Anleihenkaufprogramms diese Reserven nicht hätten nutzen können um Kredite an die Privatwirtschaft zu vergeben nicht. Dies sollte ein einfacher aktivtausch sein (solange die Mindestreserven eingehalten werden).
    In welcher Weise unterscheidet sich aus Ihrer Sicht der Ankauf von Staatsanleihen in OMOs (also im Rahmen der traditionellen Geldpolitik) von dem Ankauf dieser Anleihen in einem QE Programm?
    Ein interessierter Volkswirt

    • Mit Punkt 2 war gemeint, dass nicht das Zentralbankgeld selbst von Banken an Nichtbanken verliehen wird, wie es Laien immer wieder meinen. Wenn eine Bank in ihrer Bilanz Zentralbank durch Kredite an Nichtbanken ersetzt, reduziert sich innerhalb des Banksystems nicht die Menge an Zentralbankgeld. Hätte man vielleicht etwas deutlicher beschreiben sollen.

      Zu den OMO: Wertpapierankäufe im Rahmen traditioneller Geldpolitik: Da sind wir eher bei der Fed als bei der EZB. Ganz kurz für mich ein entscheidender Unterschied: Bei einem OMO setzt die Fed den Preis (den kurzfristigen Leitzins), aber nicht von Vornherein die Menge fest. Bei QE kündigt die ZB ein Volumen an, aber nicht den Preis, zu dem sie kauft. Beim OMO baut die ZB auf den kurzfristigen Zins und implizit auf die Erwartungstheorie des Zinses, bei QE bearbeitet sie das gesamte Laufzeitenband.

      Gruß
      gb

  3. Das leidige Thema der Inflation
    An den hier aufgestellten Thesen kann man viel Kritik üben. Aus Zeitmangel aber nur ein paar Bemerkungen.

    Das völlig unkritische Übernehmen der Bedeutungsverschiebung des Begriffes „Inflation“ von „Geldmengenausweitung“ zu „Steigerung der Konsumgüterpreise“ ist abzulehnen, da dieser Bedeutungsverschiebung die politische Absicht der Verschleierung der tatsächlichen Teuerung durch die Geldmengenausweitung zugrundeliegt. Machen wir uns dazu klar, was mit der Steigerungsrate der Konsumgüterpreise eigentlich gemessen werden soll: der Wohlstandsverlust, der dadurch entsteht, daß man für die gleiche Geldmenge weniger Güter bekommt. Dazu wird verglichen (wobei ich hier einmal von vielen technischen Details und Problemen absehe, die mir dieses Verfahren als prinzipiell zweifelhaft erscheinen lassen), wie viel (d.h. welche Geldmenge) man vor einiger Zeit (gewöhnlich: vor einem Jahr) durchschnittlich für einen bestimmten Warenkorb ausgeben mußte und wie viel man jetzt dafür aufwenden muß. Bei diesem Vorgehen erhält man aber ein Ergebnis, das aus mindestens zwei Einflüssen resultiert: einer Erhöhung der Preise durch eine Ausweitung der Geldmenge und einer Verringerung der Preise durch z.B. Produktivitätssteigerungen (die aus einer Vielzahl von Gründen auftreten können). Um den tatsächlichen Wohlstandsverlust zu messen, müßte man eigentlich den jetzigen Preis des Warenkorbs mit dem Preis vergleichen, den dieser Warenkorb jetzt(!) kostete, wenn es keine(!) Geldmengenausweitung gegeben hätte. Auch wenn sich letzterer natürlich nicht messen läßt (da er zwangsläufig hypothetisch ist), so wird man doch mit Sicherheit sagen können, daß dieser Preis wegen der stets auftretenden Produktivitätssteigerungen unter dem vor einer gewissen Zeit (z.B. einem Jahr) zu zahlenden liegt. Der Wohlstandsverlust wird folglich durch die übliche Bestimmung der Preissteigerungsrate systematisch unterschätzt: die Vergünstigung der Güter durch Produktivitätssteigerung, in dessen Genuß die Konsumenten ohne Geldmengenausweitung gekommen wären, wird unterschlagen. Auch die reine Rate der Geldmengenausweitung (alte Bedeutung des Begriffes „Inflation“) ist natürlich kein perfektes Maß, da sie z.B. auch die Investitionsgüterpreise beeinflußt und die relative Stärke der Einflüsse auf Konsum- und Investitionsgüterpreise unklar ist, oder weil durch Lohnsteigerungen zumindest ein Teil der Wohlstandsverluste ausgeglichen wird (wobei bei diesen Lohnsteigerungen selbst wieder unklar ist, wie viel auf das Konto der Geldmengenausweitung und wie viel auf das Konto von Produktivitätssteigerungen geht). Sie dürfte dennoch einen besseren Eindruck vermitteln als die nach dem üblichen Verfahren bestimmte Steigerungsrate der Konsumgüterpreise. Die Rate der Geldmengenausweitung in Euro liegt übrigens im Durchschnitt der vergangenen ca. 15 Jahre bei ca. 6%, wie man aus öffentlich zugänglichen Daten leicht ausrechnen kann.

    Ein zweites Problem, von dem ich inzwischen weiß, daß Herr Braunberger es systematisch ignoriert, ist die Tatsache, daß das bei einer Ausweitung der Geldmenge neu geschöpfte Geld (offenbar kann es keine Geldmengenausweitung ohne neu erzeugtes Geld geben) ja an bestimmten.Punkten in den Wirtschaftskreislauf eintreten muß. Dadurch kommt es zu sogenannten Cantillon-Effekten (nach dem irisch-französischen Ökonomen Richard Cantillon, 1680-1734), durch die diejenigen, die das neu geschöpfte Geld zuerst erhalten, auf Kosten derjenigen profitieren, bei denen es erst später ankommt. Dies führt zu einer Umverteilung.von unten nach oben und zum Staat. Diese negativen Konsequenzen wären bei einer Bewertung von Geldmengenausweitung ebenfalls zu berücksichtigen.

    Schließlich wäre noch die Mises-Hayek-Theorie der Geschäftzyklen zu erwähnen (auf die ich hier nicht im Detail eingehe; Interessenten sei Murray Newton Rothbard: „Economic Depressions: Their Cause and Cure“ (1969) als knappe und verständliche Einführung empfohlen), nach der Geldmengenausweitung die Ursache für wiederkehrende Wirtschaftskrisen ist. Auch die Kosten solcher Wirtschaftskrisen sind, wenn diese Theorie stimmt (was mir der Fall zu sein scheint), bei einer Bewertung von Geldmengenausweitung zu berücksichtigen.

    Insofern halte ich Angst vor Inflation (verstanden als Geldmengenausweitung) für sehr berechtigt: sie hat, soweit ich sehen kann, nur negative und keine positiven Folgen.

    • Sie schreiben:

      „Ein zweites Problem, von dem ich inzwischen weiß, daß Herr Braunberger es systematisch ignoriert, ist die Tatsache, daß das bei einer Ausweitung der Geldmenge neu geschöpfte Geld (offenbar kann es keine Geldmengenausweitung ohne neu erzeugtes Geld geben) ja an bestimmten.Punkten in den Wirtschaftskreislauf eintreten muß. Dadurch kommt es zu sogenannten Cantillon-Effekten (nach dem irisch-französischen Ökonomen Richard Cantillon, 1680-1734), durch die diejenigen, die das neu geschöpfte Geld zuerst erhalten, auf Kosten derjenigen profitieren, bei denen es erst später ankommt.“

      Ich ignoriere das von Ihnen genannte (Schein-)Problem nicht. Ich hatte sogar einmal die Freundlichkeit besessen, Sie nach einem Beleg für die empirische Bedeutung zu bitten. Darauf wollten Sie eine methodologische Debatte führen, weil Sie zur Empirie nichts sagen konnten. Das Problem ist vielmehr, dass Sie den Unterschied zwischen Zentralbankgeld und Geschäftsbankengeld ignorieren. Wenn eine Bank eine Staatsanleihe an die Zentralbank verkauft, erhält sie auf ihrem Konto neues Zentralbankgeld. Könnten Sie freundlicherweise erklären, wie dieses Geld in den Wirtschaftskreislauf kommen „muss“?

      Zum Inflationsbegriff: Es schadet im Sinne der Diskursfähigkeit nicht, wenn man Begriffe so verwendet, wie sie in der Jetztzeit üblicherweise verwendet werden. Sie wissen doch aus eigener Erfahrung um die limitierte Diskursfähigkeit der übersichtlichen Zahl von Anhängern der Österreichischen Schule, die Andersdenkenden (und das sind geschätzt 99 Prozent der an ökonomischen Fragen Interessierten) erst einmal erklären wollen, dass die anderen Menschen Begriffe falsch verwenden und dass dies im Zweifel nur das Ergebnis einer Manipulation durch den bösen Staat und seine Agenten sein kann.

      Gruß
      gb

    • Geldmenge ist ungenau
      Natürlich ist, und genau darum dreht sich in Teilen ja auch der gute Beitrag von Herrn Braunberger, der hedonische HVPI nicht der Weisheit letzter Schluss. Und in vielen Punkten gibt es so wohl Argumente für und Wider des einen wie auch des anderen Weges. ( Ich persönlich würde als Steuerungsgröße eine Inflationsrate bevorzugen, die jeglichen „exogenen“, also durch die Zentralbank nicht beeinflussbaren Effekt, herausrechnet. Dafür aber eine Zielrate die näher bei Null als bei Eins liegt ).

      Fakt ist aber auch, dass die Geldmenge genau so fehlerhaft ist.
      Die engen Aggregate liefern falsche Signale ( zu weilen haben sich schon Zentralbanken damit beschäftigt, wie Veränderungen der Zinsstrukturkurve sich auf die Wachstumsraten unterschiedlicher Aggregate auswirken ). In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, auf welches Aggregat sich Ihre „durchschnittlich 6 % “ beziehen.
      Aber selbst „die Mutter aller Geldmengen“ , die konsolidierte Bilanzsumme der Geschäftsbanken krankt an mangelnder Aussagefähigkeit. Selbst hier müsste noch das „natürliche“ Wachstum der Geldmenge aus der Ersparnis von der Wachstumsrate abgezogen werden ebenso wie Veränderungen in der „Banklastigkeit“ des gesamten Geldverkehrs berücksichtigt werden müssten.
      Wenn man bedenkt, wie spät oft exakte Aussagen zu gesamtwirtschaftliche Größen wie Ersparnis vorliegen eignen sich Geldmengen maximal zur ex post Überprüfung von Thesen oder Theorien als zur effizienten ex ante Steuerung von Leitzinsen.

  4. Ach Du liebe Güte
    lieber Herr Braunberger, wollen Sie sich mit dem Blog bei der EZB PR-Abteilung bewerben? Wenn die EZB für europäische Verhältnisse Geld in vorher nicht gekannten Maßstab druckt, muss es irgendwo bleiben, entweder es geht in die Preise (Verringerung der Umlaufgeschwindigkeit um mider Fisherschen Verkehrsgleichung zu sprechen). Der renommierte Prof. Martin Hellwig (MPI) soll als Kronzeuge herhalten, das Vermögenspreise nicht in die Inflationsrate eingerechnet werden dürfen. Er ist dafür bekannt, dass er seine Beweisführung an Definitionen ausrichtet, die nicht anhand der Realitäten abgeleitet werden. Definitionen haben ja bekanntlich keinen Wahrheitsgehalt, man beurteilt sie nach ihrer Zweckmäßigkeit. Der Disput in der FAZ zu den Targetsalden mit Prof. H.W. Sinn zeigte deutlich seinen interessengetriebenen Ansatz, der aber mit der Erklärung wirtschaftlich relevanter Realitäten weniger zu tun hat. Wenn man sich als mittel bis gut Verdienender keine Wohnung kaufen kann, weil die Preise in den letzen Jahren exorbitant gestiegen sind, wirkt sich das wie Kaufkraftverlust aus. Wenn Herr Hellwig diese im Einvernehmen mit der offiziellen Statistik herausdefiniert ist das i.O. Es sagt dann aber eben wenig über den Kaufkraftverlust im Zeitverlauf aus, den man gemeinhin auch als Inflation bezeichnet. Dass die Vermögenspreise so steigen ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass Vermögende, in der Regel gut informierte Marktteilnehmer, inflationäre Entwicklungen (oder Schlimmeres wie bspw. währungsaustritte) erwarten. Sie glauben nicht an das sich hartnäckige haltende EZB-Märchen einer drohenden Deflation mit Geldvermehrung entgegen zu wirken. Eine volkswirtschaftlich schädliche Deflation nimmt ihren Ausgang darin, das Wirtschaftssubjekte ihr Geld horten, weil sie glauben, dass in naher Zukunft alles billiger würde und so ein kumulativer Abschwung in Gang gesetzt würde. Wer die Entwicklung der Preise sieht, weiss dass wir von einer solchen Situation nicht sprechen können. Ich kenne nur ein paar Leute die ihr Geld nicht ausgeben, weil sie auf ein platzen der Immobilienblase hoffen, aber Immobilienpreise werden ja nicht in die Inflatiosnrate eingerechnet. Nein, das Märchen der drohenden Deflation wurde von der EZB in die Welt gesetzt, um mit ihren OMT und quantitative Easing Gelddruck-Programmen Legitimation zu verleihen, damit sie Geld in den Markt pumpen kann, um die Südländer vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems zu bewahren. Eine Nebenwirkung ist eine gewaltige Umverteilung von Sparergeldern, vor allem aus Deutschland, in den darbenden Süden und die Fehlallokation des Kapitals da die EZB das Ausfallrisiko übernimmt. Leider haben die Italiener und Spanier die niedrigen Zinsen genutzt, um sich noch mehr zu verschulden und so wurde die Situation verschlimmert. Es sieht doch wie eher wie folgt aus: Die EZB kauft Zeit mit Geld und die Zeit wurde nicht genutzt,um Risiken abzubauen, sondern die Risiken einer Währungsimplosion wurden vergrößert. Anstatt die Marktbereinigung frühzeitig greifen zu lassen und punktuelle Liquidität in das Bankensystem zu pumpen oder intelligente Euro-Austrittsmöglichkeiten zu schaffen, schwillt die Lawine der maroden Staats- und Bankenfinanzierung an. Die Lawine kann über eine Inflation, Kapitalschnitte, massive Steuerhöhungen oder Zwangsanleihen entschärft werden oder über erweiterte Haftungsschirme auf die längere Bank geschoben werden (allerdings mit bekannten Konsequenzen). Es muss also nicht zwangsweise Inflation sein, obwohl sie sich anbietet, weil sie sich aufgrund ihres schleichenden Charakters eine zeitlang unter der Wahrnehmungschwelle entwickeln kann (insbes. wenn man gleichzeitig an den Messparametern der Inflation arbeitet).
    Das alles kann durch ein exogenes Schock-Ereignis ausgelöst werden und muss überhaupt nicht 2019, 2020,… passieren. Insofern uns allen ein gutes, glückliches neues Jahr!

    • Ach, wäre die Welt doch nur so simpel: Wer nicht der eigenen Meinung ist (im konkreten Falle die Herren Hellwig und Braunberger), kann eigentlich nur im Solde des Feindes stehen. Und ansonsten ist sicher, dass alles schlimm enden wird, nur wissen wir dummerweise nicht, wann und wie.

      Leider ist Ökonomik nicht so simpel, aber dafür ist sie ungleich interessanter: Wenn eine staatliche Zentralbank Staatsanleihen ankauft, ist das aus Sicht der privaten Wirtschaftsteilnehmer nichts Anderes als ein Aktivtausch: Ihre Forderungen gegen den Staat sind so hoch wie vorher, nur haben sie Staatsanleihen gegen Zentralbankguthaben getauscht. Aus der Tatsache dieses Aktivtausches müssen sich die vermeintlich großen Folgen der Anleihekäufe ableiten lassen. Das ist in Theorie wie Praxis gar nicht so einfach. Ich gebe als Link einen älteren FAZIT-Beitrag von mir, den ich als Antwort zu einer anderen Leserzuschrift schon mal erwähnt hatte. Daraus wird dann vielleicht auch erkennbar, dass Geld, das nicht in den Wirtschaftskreislauf eintritt, auch keine inflationären Wirkungen haben muss:

      https://blogs.faz.net/fazit/2014/09/15/truegerische-hoffnungen-2-4601/

      So kompliziert ist das alles nicht.

      Gruß
      gb

  5. Anleihenkäufe der EZB "Punkt 3."
    Wenn das so ist wie Sie es darstellen, dann hätten ja die Anleihenkäufe der EZB gar keinen Einfluss auf die Liquidität der betreuten Banken.
    Aber sagen Sie uns doch, Herrn Braunberger, warum tut sich die EZB dann das an, warum erweitert sie Ihre Bilanzsumme. Alles nur so zum
    Spaß? Ich glaube vielmehr die Priester der Weltfinanz haben ihr Evangelium umgeschrieben. Das ist dann die Zeit, in der wir leben und die wir erst dann verstehen, wenn sie zu Ende geht!

    • Die Liquidität der Banken war dank der Langfristtender doch sowieso kein Problem.

      Im Grunde genommen sind sich die EZB und ihre Kritiker in der Grundaussage einig, dass die Anleihekäufe sehr wirksam gewesen wären. Nur hält sie die EZB im positiven Sinne für wirksam und die Kritiker im negativen Sinne.

      Es gibt im Zusammenhang mit den Anleihekaufprogrammen der Notenbanken mittlerweile zahlreiche empirische Studien. Die Grundtendenz ist, dass die Programme einen Ankündigungseffekt hatten, dass aber die Auswirkungen der tatsächlichen Käufe von Befürwortern wie Gegnern völlig überschätzt worden sind. Was übrigens im Einklang mit der ökonomischen Theorie steht. Nach der bewirken die tatsächlichen Käufe auch nur wenig.

      Ich habe das vor Jahren, sogar noch vor dem EZB-Programm, einmal in FAZIT ausführlich beschrieben:
      https://blogs.faz.net/fazit/2014/09/15/truegerische-hoffnungen-2-4601/

      Gruß
      gb

  6. Ein Zusammenhang "Gelddrucken" und "Inflation" existiert nicht
    Es gibt einen konkreten Beweis, der mir entfallen ist. Offenbar können die Zentralbanken die Inflation unabhängig steuern. Das ist ein Paradigmenwechsel, der dazu führt, dass die Anhänger der Modern Monetary Theory (MMT), zB Bill Mitchell, die These vertreten, dass Staaten mit eigener Währung unbegrenzt Geld schöpfen können, um die Wirtschaft anzukurbeln. Nach meinem Verständnis kann eine Währungsgemeinschaft sowieso nur verbrauchen, was sie vorher geschaffen hat, Inflation bedeutet mithin nur Umverteilung, was auch durch Steuern möglich wäre.

    Viel bedeutender scheint mir die Rolle der Energie, wobei der Preis eine unberechenbare Größe ist, da eine Reihe von „Subventionierungen“, wie Militär, Umweltdumping, Technikentwicklung, nicht eingepreist sind. Der Weltenergieverbrauch und das Weltwirtschaftswachstum laufen seit 100 Jahren parallel. Wenn dann gleichzeitig zum chinesischen Peak-Coal das chinesische Wachstum zurück geht, natürlich der Trumpsche Protektionismus, aber die Chinesen müssten längst einen Binnenkonsum haben, dann macht man sich Gedanken.

    Nach dem Komplettversagen des verballhornten Neoliberalismus, den man auf die Schwäbische Hausfrau und Niedriglöhne reduzierte, wird sicher die MMT neue Begehrlichkeiten wecken. Wenn die Rezession energiebasiert ist, könnte ein Tipping-Point entstehen, der das ganze System zum wackeln bringt. Man sollte ernsthaft darüber nachdenken, wie sich Resilienzen einziehen lassen.

    • Ich bin mir sicher, dass es auch in Zukunft ökonomische Paradigmenwechsel geben wird. Ich wäre allerdings höchst erstaunt, wenn bei dieser Gelegenheit die MMT eine Rolle spielen sollte.

      Gruß
      gb

  7. Ich habe trotzdem Zweifel
    Sehr geehrter Herr Braunberger,

    ich bin mir sicher, dass die errechnete Höhe der Inflation richtig ist, dennoch sagt mir mein Bauchgefühl, dass hier etwas unschlüssig ist:

    Die Mieten sind in den Städten in den letzten 10 Jahren um bis zu 100 % gestiegen, auf dem Land (etwas) weniger. Billiger wurde es nirgends, Leerstand im Osten muss nicht bezahlt werden. Rund 50% der Deutschen wohnen in Mietswohnungen, mussten also diese Preissteigerung tragen. Die „Ausrede“, die Mietpreissteigerungen treffen nur wenige Neumieter, lasse ich auch nicht gelten. Es gibt in meinem Bekanntenkreis keinen „Altmieter“, der in den letzten Jahren nicht mind. eine Mieterhöhung hatte.
    Wie kann da die offizielle Inflation bei rund 2 % liegen, wenn schon alleine 50% der Deutschen bei der Miete, die 20% des Warenkorbes ausmacht, ungleich höhere Preissteigerungen hatte!?

    Viele Grüße

    • Das Statistische Bundesamt begründet nach meiner Erinnerung den geringen Druck der Mieten auf die Inflationsrate mit dem Verweis, dass a) die „Altmieten“ und b) regionale Disparitäten hier eine große Rolle spielen.

      Gruß
      gb

  8. Es geht aber nicht um zukünftige Inflation...
    Hmm, es geht aber nicht zukünftige Inflation. Ich kaufe heute Rentenansprüche. Bekomme aber für den gleichen Preis wie vor 20 Jahren deutlich geringere Ansprüche (45% der letzten Einkommen im Vergleich zu 55% früher). Oder muss heute wesentlich mehr für die gleichen Ansprüche zahlen (private Vorsorge). Daher hat die Inflation bereits stattgefunden, unabhängig davon, wie sie sich zukünftig entwickelt. Ich muss heute 500,- € mehr im Monat bezahlen, um den gleichen Lebensstandard im Alter zu halten, der mir vor 20 Jahren möglich gewesen wäre. Wenn das keine Inflation bei den Preisen für Altersvorsorge ist – was ist es dann?

  9. Ähnlich munter geht es im Abonnementbereich zu: So stieg der Preis eines FAZ-Monatsabos seit Oktober 2014 von 49,90 Euro auf aktuell 67,90 Euro (+36%).

    Da hört man natürlich gerne, dass Inflationsangst im Euro-Wunderland nicht angebracht ist (eher schon die Furcht vor dem Exodus zahlender Leser).

    Ähnlichen Grund zur Freude bietet der Preisanstieg für eine Maß Bier auf dem Oktoberfest (+70% seit 2002). Auch dieser ist natürlich nicht inflatorisch begründet, sondern Ausdruck gestiegener Sicherheit und Terrorprävention. Ist doch klar.

    Auch der eskalierende Immobilienmarkt macht da keine Ausnahme. Inflation gibt´s da schon lange nicht mehr. „Wertzuwachs“ heisst dort die Parole.

  10. lohnstueckkosten-zuwachs
    Das ist die einzige empirisch gesicherte Ursache für Inflation.
    All diese Thesen braucht es dazu nicht. Einige sind hinreichend, andere weit hergeholt.
    Produktivität und Löhne. Das taucht hier aber leider nicht auf, sehr schade, und absolut unverständlich, ich denke es würde sich in der Reihe dieser Theorien dafür ein Platz finden lassen?
    Haben Sie die Zeit und die Musse sich darauf einzulassen?

    • Im Moment habe ich dafür leider weder Zeit noch Muße. Aber danke für den Hinweis; die Löhne kommen bei mir vor, aber es ist richtig, dass ich das nicht ausgearbeitet habe

      Gruß
      gb

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