Das Fernsehblog

Das Fernsehblog

Von wegen sterbendes Medium: 225 Minuten sieht jeder von uns im Schnitt täglich fern. In diesem Blog stehen die Gründe dafür. Und die dagegen.

Erst Pocher, jetzt Kerner: Wie Senderchef Guido Bolten bei Sat.1 Erste Hilfe leistet

| 34 Lesermeinungen

Seit nicht einmal vier Monaten ist Guido Bolten neuer Geschäftsführer von Sat.1 und hat es in dieser Zeit geschafft, den Sender wieder ins Gespräch zu bringen. Im Herbst kommt Oliver Pocher, nächstes Jahr folgt Johannes B. Kerner. Auf Dauer wird es aber kaum reichen, bloß Stars von der Konkurrenz abzuwerben, um das Vertrauen der Zuschauer zurück zu gewinnen.

Als im Herbst die Nachricht vom Umzug nach Unterföhring kam, hätte es kaum schlimmer werden können: Sat.1 war fertig, durch, erledigt. Dass der Sender überhaupt noch existierte, war zwar kein wirkliches Wunder, weil sich eben auch mit Billigprogrammstrecken am Nachmittag Geld verdienen lässt. Aber offenbar hatte es das Team um den damaligen Sat.1-Geschäftsführer Matthias Alberti, dem zuvor N24-Chef Torsten Rossmann an die Seite befohlen worden war, schlicht aufgegeben, ein Fernsehen zu machen, das seinem Publikum auch nur ein Mindestmaß an Relevanz versprechen konnte.

RTL war seit Jahren in unerreichbare Ferne gerückt, und im eigenen Konzern gibt Pro Sieben den Ton an – zu Recht, weil es dort noch soetwas wie eine Programmentwicklung gibt. Sat.1 verließ sich lieber darauf, möglichst wenig zu ändern, um nicht noch mehr Zuschauer zu verlieren. Geradezu paralysiert war man in Berlin vom Quotenabsturz des früheren Programmerfolgs „Verliebt in Berlin“. Wenn es Neues von Sat.1 gab, dann allenfalls, weil Sendungen eingestellt oder Mitarbeiter entlassen wurden.

Im Grunde bestand für den Sender nur wenig Hoffnung, bei weiter sinkenden Primetime-Marktanteilen die folgenden Jahre unbeschadet überstehen zu können.

Bild zu: Erst Pocher, jetzt Kerner: Wie Senderchef Guido Bolten bei Sat.1 Erste Hilfe leistetSeit vier Monaten ist Guido Bolten neuer Geschäftsführer des Senders. Auch er muss seitdem jede Woche wieder Meldungen über Quotenabstürze erdulden. Vieles davon ist auf Altlasten zurückzuführen, die Bolten von seinen Vorgängern hinterlassen bekommen hat: die gähnend langweilige Dokusoap „Die Gerichtsvollzieher“, die schlimme „Mann-O-Mann“-Neuauflage „Mister Perfect“, die austauschbaren Comedyprogramme, die kein Zuschauer mehr auseinander halten kann (weil ja auch keiner mehr hinsieht). Alles Flops mit Ansage. Genau das macht Boltens Job so schwierig: Er muss einen Sender wachrütteln, der sich seit Jahren im Tiefschlaf befand, kann aber keinen radikalen Neuanfang machen, weil noch soviel Programm da ist, das weggesendet werden muss, um abgeschrieben zu werden.

Das größte Problem ist noch schlimmer: Die Zuschauer haben mit der Zeit das Vertrauen in Sat.1 verloren, dass es sich lohnen könnte, dort eine neue Sendung anzusehen, die nicht bloß der Abklatsch dessen ist, was die anderen schon seit Monaten zeigen. Das muss Bolten ändern.

    Zumindest eines hat Bolten schon geschafft: Sat.1 wieder ins Gespräch zu bringen

Und selbst wenn das Sat.1-Programm momentan noch genauso zum Fürchten aussieht wie vor einigen Monaten: Ein Anfang ist gemacht. Denn das, was Bolten seit seinem Antritt im Januar bisher gerissen hat, vermittelt zumindest den Eindruck, dass er es ernst mit seinem Job meint und nicht bloß Elendsverwalter sein will wie Alberti (der dafür nachher auch noch als Stellvertreter von Andreas Bartl in die German Free TV Holding weggelobt wurde).

Der Fußball war natürlich ein Geschenk: Bereits seit vergangenem Jahr ist klar, dass Sat.1 mit den Spielen des Uefa-Cups und der Champions League die Quotendelle wieder ausgleichen kann. Dass das auf Dauer nicht reicht, weiß Bolten aber genau. Und arbeitet seit Wochen daran, das zu ändern. Auch wenn er wenig davon in der Öffentlichkeit erzählt. (Und die Antworten seines ersten Interviews als Sat.1-Chef in der „Süddeutschen Zeitung“ sahen neulich doch arg nach zusammengefassten Pressemitteilungen aus.) Offenbar hat der Mann, der zuvor Chef bei Kabel 1 war, aber Durchsetzungsvermögen: Mitte Januar meldete Pro Sieben Sat.1 quasi nebenbei, dass Torsten Rossmann doch nicht so lange wie ursprünglich geplant als zweiter Sat.1-Geschäftsführer arbeiten werde, sondern sich wieder auf seinen Job bei N24 konzentrieren. Das war ein Signal.

    Auf Dauer wird das für den Erfolg nicht reichen: bloß Stars von der Konkurrenz abzuwerben

Zumindest eines hat der Neue schon geschafft: Sat.1 wieder ins Gespräch zu bringen, und nicht, weil es neue Katastrophen zu vermelden gäbe. Die erste Sat.1-Pressemeldung nach Boltens Amtsantritt war, dass Sat.1 seine alte Fußballmarke „ran“ wiederbelebt. Anschließend folgte die Verpflichtung von Sabine Christiansen und Stefan Aust für eine Polittalkshow im Wahljahr, Oliver Pochers Zusage für eine Late-Night-Show war vor kurzem der vorläufige Höhepunkt, jetzt setzt Bolten mit Johannes B. Kerner, den er 2010 vom ZDF wegholt, noch eins drauf. Aber ob das wirklich die Namen sind, mit denen man so einen Neuanfang machen möchte?

In der aktuellen Mitteilung lässt sich Bolten mit den Worten zitieren, Kerner solle „die journalistische Kompetenz von Sat.1 weiter ausbauen“. Journalistische Kompetenz? Mit dem braven Rücksichtnehmer Kerner? Das dürfte für beide Seiten eine komplett neue Erfahrung werden, zumal Sat.1 sich dafür bisher allein auf den etwas biederen Peter Limbourg verließ, der seine Sache als Anchorman zwar nicht schlecht macht, dabei aber nie von jemandem gesehen wird, weil die „Sat.1-Nachrichten“ seit einem Jahr direkt gegen die „Tagesschau“ versenkt werden. Noch so ein Quotendebakel.

    Sat.1 muss in neue Shows investieren, um die Zuschauer wieder zu begeistern

Dabei muss Bolten sich im Klaren sein, dass es nicht reichen wird, Stars von der Konkurrenz abzuwerben, ihnen neue Shows zu geben und sich damit automatisch gute Quoten abzuholen. Mit genau dieser Strategie hat sich Fred Kogel in den 90er Jahren als Geschäftsführer von Sat.1 versucht. Kogel holte Harald Schmidt, Thomas Gottschalk und Fritz Egner, um endlich den ewigen Konkurrenten RTL zu überholen – und bewirkte wenig.

Keine Frage: Die großen Namen sind für Bolten wichtig, um den Sender dem Publikum in Erinnerung zu rufen. (Und dass ihm bei Pro Sieben Sat.1 dafür ein großer Geldtopf hingestellt worden sein muss, ist auch nicht gerade unwahrscheinlich.) Noch wichtiger ist aber, wieder in Programmentwicklungen zu investieren, um zur Hauptsendezeit nicht mit Sendungen gegen die Konkurrenz antreten zu müssen, die wirken, als hätte aus Versehen jemand die Nachmittagsschleife durchlaufen lassen. Noch dazu muss Bolten den Mut haben, das umzuschmeißen, was nicht mehr läuft: Mit dem katastrophalen Comedy-Freitag kann er gleich mal anfangen.

Wenn aus Sat.1 wieder was werden soll, braucht der Sender vor allem Shows, die die Zuschauer begeistern, einen Hit wie „DSDS“ oder „Germany’s Next Topmodel“. Denn am Ende reicht es nicht nur, Sat.1 wieder ins Gespräch gebracht zu haben. Die Leute müssen den Sender auch wieder einschalten wollen. Vielleicht wird das Boltens härtester Job.

Foto: Pro Sieben Sat.1


34 Lesermeinungen

  1. Die Nachricht war doch super:...
    Die Nachricht war doch super: Kerner geht! Ich hab mich gefreut und Sat.1 weit hinten in den zweistelligen Senderbereich des Fernsehers verschoben. Pocher und Kerner in einem Programm! Gleich zwei Gründe, den Dreck nicht mehr zu sehen.

  2. Thomas sagt:

    "Wenn aus Sat.1 wieder was...
    „Wenn aus Sat.1 wieder was werden soll, braucht der Sender vor allem Shows, die die Zuschauer begeistern, einen Hit wie „DSDS“ oder „Germany’s Next Topmodel“.
    Die Frage ist nur, was das sein soll. Gehen wir mal davon aus, dass weder Sat.1 noch irgendeine Produktionsfirma in Deutschland die Ressourcen haben, einen solchen Hit zu erschaffen, müsste man sicher ein Format aus dem Ausland kopieren. Doch im Prinzip ist ja schon alles, was im Ausland erfolgreich läuft entweder bei RTL zu Hause oder gescheitert (Big Boss/Apprentice, Survivor), die X-Factor-Linzenz liegt bei RTL unter Verschluß. Wenn man zudem bedenkt, dass andere Formate die Profil und Quote bringen könnten (etwa Kid Nation, Make Me Muslim, Someones Gotta Go, Boys and Girls Alone) eher zu RTL II passen (die sich das aber auch kaum trauen würden) bleiben nur wenige Möglichkeiten übrig. Mann kann zum Beispiel die besten Leute zusammen holen und mit Brainpool etwas erschaffen wie einst Schlag den Raab und die Event-Raab-Shows bei ProSieben oder man macht ein Amazing Race. Das ist sehr naheliegend, denn die deutschen reisen gern und sie mögen Autos – Fremde Länder und Autos gibts bei Amazing Race immer zu sehen. Das Format wäre aber unglaublich teuer und würde sich kaum finanzieren lassen, sag ich jetzt mal so als Laie. Aber zumindest ist es schon entwickelt und man müsste es einfach nur umsetzen.
    Mit Christiansen und Aust hat Sat.1 aber die Chance das richtig zu machen, was Anne Will falsch macht. Beiden traue ich zu eine bessere politische Talkshow auf die Beine zu stellen als Will oder Plasberg. Ich glaube aber einfach nicht, dass das bei Sat.1 so einfach geht. Erwirbt man aber so Informationskompetenz ist es naheliegend die durch BBC-Reportagen sofern verfügbar weiter auszubauen.
    Sat.1 sollte sich an VOX orienteren nur größer und teurer. Also gute, hochwertige Realities (mit spürbar anderer Ausrichtung als RTL), gutes Informationsprogramm, dazu Sport. Und Pocher am besten gleich wieder entlassen.

  3. Carsten sagt:

    Es wird Zeit, dass sich SAT.1...
    Es wird Zeit, dass sich SAT.1 wieder aufrappelt. Nach dem Abgang von Roger Schawinski, der eine große Lücke hinterlassen hat, kam der Sender nicht mehr auf die Beine. Mathias Alberti, Nachfolger von Schawinski, wurde wegbefördert. Nun muss es Guido Bolten richten. Er geht den einzig richtigen Weg. Geld in die Hand nehmen. Aus eigenen Kraft kann SAT.1 im Moment keine eigenen Stars mehr aufbauen. Es wurde in den letzten Jahren zu viel gespart an Manpower und Programm.
    Klar ist auch warum jetzt soviel Geld in die Hand genommen wird. Die Finanzinvestoren haben gemerkt, dass das Mediengeschäft kein Einfaches ist. Also wird die Braut jetzt hübsch gemacht. Und der Käufer steht wohl auch schon fest. Axel Springer wird es werden. Denn noch einmal wird die Politik es nicht zu lassen, das ein wichtiges Medienunternehmen in ausländische oder Spekulantenhand gerät.
    Ach ja, auch ich bin dafür Pocher wieder rauszuschmeissen. ER WIRD GNADENLOS UNTERGEHEN! Darauf verwette ich ein Monatsgehalt…

  4. Schawinski war natürlich 'ne...
    Schawinski war natürlich ’ne Type, der Sat.1 zumindest ein unternehmerisches Gesicht gegeben hat. Alles danach war ja nulpig hoch zehn. Allerdings war Schawi zwar innovativ aber letzlich doch nicht mehr erfolgreich. Aber qualitativ war Sat.1 damals auf jeden Fall auf der Höhe. Quotentechnisch hatten sie halt auch viel Pech weil einiges nicht wie erhofft funktioniert hat, gerade im Bereich der deutschen Serien, wo man ehrlicherweise sagen muss, dass Sat.1 wirklich viel probiert hat. Blöderweise begann grad da der Hype der US-Serien wie CSI & Co.! Größtes Problem insgesamt war aber der Abgang von Harald Schmidt 2003. Im Grunde hat Sat.1 seither jegliche Relevanz verloren. Und in den letzten Jahren hat man dann noch immer mehr Substanz verspielt, in dem man nur noch billigen Court-Crime-Schrott abspielt, schreckliche Magazine sendet und es auch im Showbereich nicht verstanden hat mal ein Event zu kreieren, über das ganz Deutschland wirklich spricht. Die nötige Power für sowas hat eben nur RTL…
    Kann mich gar nicht erinnern, wann ich zuletzt mal mehr als 10 Minuten am Stück Sat.1 geguckt habe. Reib mir immer verdutzt die Augen, wenn ich dieses Bällchen-Logo sehe…
    Bin gespannt, ob ein Kai Pflaume z.B. jetzt auch weiter bei Sat.1 bleibt (find ihn persönlich unerträglich). Erst wurde er in der Fussball-Moderation geschasst, nun setzen sie ihm in der Unterhaltung Pocher und Kerner vor die Nase – und wer weiß, wer da noch alles kommt. Wette, er springt ab, geht zur ARD und macht „Verstehen sie Spaß…?“

  5. F Ruckpaul sagt:

    Bei Sat 1 arbeiten immer noch...
    Bei Sat 1 arbeiten immer noch fast keine gelernten Journallisten.

  6. Ulf sagt:

    <p>Im Prinzip hat Herr Schader...
    Im Prinzip hat Herr Schader recht, aber die Frage ist, was Guido Bolten eigentlich kann. Er kann Doku-Soap, Reportagen und Sport. Das hat er gelernt und als kabeleins-Chef auch durchgesetzt.
    Aber was kann er sonst? Fiction kann Herr Bolten eher nicht, weil er jetzt am Montag die relativ erfolgreichen US-Spielfilme zugunsten von Doku-Soaps absetzt.
    Der eigenproduzierte Dienstagsspielfilm könnte auch demnächst dran sein.
    Das im Bereich Serien noch was gehen könnte ist ebenfalls unwahrscheinlich.
    Die qualitativ armseligen Fake-Crime-Formate, die fast das komplette Programm bestimmen werden sicher bleiben, da nur sie den Bällchensender überhaupt noch im zweistelligen Bereich bei den werberelevanten Zuschauern halten.
    Sat.1 ist derart abgewirtschaftet, da ist alles zu spät, und zu so einem Sender geht der abgehalfterte Kerner vor abgehalfterten Sender für anspruchslose Zuschauer über sechzig zurück und die Presse feiert das auch noch als großen Coup.

  7. Stefan sagt:

    Kerner soll ruhig zu Sat 1...
    Kerner soll ruhig zu Sat 1 gehen, um diesen selbstverliebten und teils inkompetenten Dampfplauderer ist es nicht schade.
    Das ZDF hat wesentlich bessere Sendung im Programm als JBK, z. B. Nachtstudio und vor allem „Das Philosophische Quartett“, welches direkt an die Stelle von JBK gesetzt werden sollte!
    Ich selbst habe vor einigen Monaten das Privatfernsehen abgeschafft und schaue nur noch über DVB-T das öffentlich-rechtliche Programm. Mir fehlt es überhaupt nicht! Ich kann es jedem empfehlen, denn nach meine Erfahrungen ist Privatfernsehen reine Zeitverschwendung! Da passt Kerner gut rein.
    Sloterdijk rulez!

  8. viphund sagt:

    Das Geld, das Kerner den...
    Das Geld, das Kerner den Gebührenzahler gekostet hat, war nun wohl auch dem ZDF zu viel. Die Großverdiener der Branche sind sowieso über Gebühr und haben bei den Öffentlich-Rechtlichen eigentlich nichts zu suchen.

  9. müller sagt:

    wenn kerners show 2010 bei...
    wenn kerners show 2010 bei sat1 startet, wird er als der „retter des polit-talks“ gefeiert, prognostiziere ich jetzt mal.
    er hat bei den olympischen spielen, bei dem ein oder anderen interview gezeigt, dass er durchaus „hart“ nachfragen kann. genauso hatte er seine kerner-show auf dem zdf bereits zweimal vor einigen jahren zu einer politikrunde umgestaltet und dort auch überzeugt, wie ich finde. im gegensatz zu christiansen, illner und will.
    ich weiß nicht, was man von kerner momentan erwartet. seine show ist ein „bild“-format. da soll einfach nur gequatscht werden, nicht skandale aufgedeckt werden. ich denke, kerner kann und will anders.
    ich freue mich ein wenig, wenn im kommenden jahr ganz viele medienjournalisten „total überrascht“ sind, wie gut kerner seinen job macht. und ich darf dann sagen: „hab ich doch gesagt!“ 😉
    ab und zu sollte man mal die schublade aufmachen und dem ein oder anderen erlauben, in eine andere lade zu wechseln oder vielleicht seine klamotten in mehreren zu verteilen. oder nicht?

  10. Thomas sagt:

    "Kann mich gar nicht erinnern,...
    „Kann mich gar nicht erinnern, wann ich zuletzt mal mehr als 10 Minuten am Stück Sat.1 geguckt habe.“
    Ich hab die Realities „Zusammen stark“ (oder ähnlich) und „Geheime Helfer“ geschaut, ansonsten kann ich mich auch nicht daran erinnern Sat.1 gesehen zu haben in den letzten Jahren.
    Beide übrigens sind nicht übel gewesen. Geheime Helfer hat die Secret Millionaire-Vorlage solide umgesetzt (wobei es alles geplanter wirkte, als die oft völlig orientierungslosen Millionäre in England) und Zusammen stark war eine wirklich super geschriebe und (von der deutschen Synchronstimme Ewan McGregors) erzählte, anrührende Schicksalsreportage. Leider erfolglos.
    Im Reality-Bereich muss Sat.1 aber eine andere Lücke finden: daher auch die Amazing Race-Idee, Abenteuer und Reisen verbunden mit Spielshow gibts nämlich noch nicht. Das Survivor auf ProSieben nur mäßig lief, sollte nicht abschrecken, eine positiv gestimmte (aber nicht gutmenschelnde) Reality (also eben Reisen) kann die ideale Vorlage für ein eigenes Profil sein, und zudem optimal mit Dokus und Reportagen kombiniert werden. Statt Fun-Freitag also.

Kommentare sind deaktiviert.