KlimaBlog

Auf Merkels Spuren: CDU-Nachwuchs entdeckt den Klimaschutz

Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, hat beim Deutschlandtag der CDU-Jugendorganisation für eine weitere Nutzung der Atomenergie plädiert. „Das ist ein Thema, das in der Jungen Union großen Rückhalt hat“, sagte er in Berlin. Im Leitantrag des JU-Bundesvorstands zur Klimapolitik fordert die Jugendorganisation von CDU und CSU die Entwicklung eines Nationalen Energieplans, der wirtschaftliches Wachstum und klimapolitische Ziele in Einklang bringen soll. Die Organisation ist für die Förderung erneuerbarer Energien, fordert aber auch eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke. „Ich denke, dass wir einen ausgewogenen Energiemix brauchen“, sagte Mißfelder.

Bei ihrem Bundestreffen setzten die Jungpolitiker auf ein populäres Thema, das die Mutterpartei schon länger auf der Agenda hat. O-Ton Junge Union: „Die Klimapolitik wird für die junge Generation eine dauerhafte Herausforderung im gesamten 21. Jahrhundert sein. Dies gilt für politisches Handeln ebenso wie für wirtschaftliche Betätigung, denn der prognostizierte Klimawandel ist in seinem anthropogenen Anteil die unbeabsichtigte Gesamtwirkung aller menschlichen Aktivitäten und betrifft in seinen Auswirkungen jeden Menschen auf der Erde. Zugleich reagiert das Klimasystem träge und die Veränderungen im Energieversorgungssystem und in der Landwirtschaft, die notwendig sind, um die menschliche Einwirkung auf das Klima wirksam zu verringern, sind umfassend und können nur mit langfristiger Perspektive erreicht werden.

In diesem Bewusstsein hat die Junge Union Deutschlands in diesem Jahr die Klimapolitik zum zentralen Thema ihrer inhaltlichen Arbeit gemacht und ihren Deutschlandtag der Diskussion dieser Herausforderung gewidmet, die unter anderem mit der CDU-Vorsitzenden, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, und dem Vorsitzenden der CSU, Staatsminister Erwin Huber, geführt werden wird. Dies soll auch im Sinne einer Bestandsaufnahme der politischen Debatte und einer Positionsbestimmung der Jungen Union geschehen.

Die klimapolitische Diskussion des Jahres 2007 markiert den Beginn eines langen Erkenntnis- und Transformationsprozesses in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft über Energiepolitik, Umweltpolitik und globales Handeln, in dem die Junge Union ihren Beitrag leisten und politische Impulse aus ihrem Selbstverständnis als zugleich werteorientierte und pragmatische politische Kraft heraus geben möchte.“

Die mobile Version verlassen