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KlimaBlog

Der Klimawandel wühlt die Gesellschaft wie die Weltpolitik auf, verändert die Wirtschaft und fordert die Wissenschaft immer wieder heraus.

Merkel: Australien bringt Bewegung in Klimaschutz

Der Machtwechsel in Australien und die Ankündigung des neuen Premierministers Rudd, das Kyoto-Protokoll zu unterzeichnen, bringt nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel Bewegung in die Klimapolitik

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Machtwechsel in Australien als Indiz dafür gewertet, dass es in der Klimapolitik Bewegung gibt. „Die Europäer sind nicht mehr allein“, sagte sie am Montag während eines Klimakongresses der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin und verwies auf den Beschluss des neuen australischen Premiers Kevin Rudd, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren. Eine Woche vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Bali forderte die Kanzlerin die EU-Staaten auf, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. „Sonst wird man unseren fröhlichen Versprechen nicht so sehr glauben.“ Mit Ausnahme einiger weniger Länder, darunter Deutschland, haben viele EU-Staaten ihre Zusagen zur Verminderung von Treibhausgas-Emissionen bisher nicht eingehalten. Die EU soll bis zum Jahre 2012 den Ausstoß um 8 Prozent vermindern, liegt aber bisher erst bei minus 2 Prozent. „Für unsere Glaubwürdigkeit müssen wir dieses Ziel erreichen“, sagte die Kanzlerin. Nach ihrer Ansicht gibt es in Bali eine gute Chance, die Grundlage für ein neues Kyoto-Protokoll zu schaffen, bei dem auch Schwellenländer wie China Zusagen machen.