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EU-Wettbewerbsverfahren zur Suche: Verlage kritisieren Google

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Die Presseverlage halten Googles Suche für unaufrichtig und begrüßen das Wettbewerbsverfahren der EU.

Die Presseverlage halten Googles Suche für unaufrichtig und begrüßen das Wettbewerbsverfahren der EU.

Der Verband der Zeitungsverleger BDZV und derjenige der Zeitschriftenverleger VDZ sehen das Wettbewerbsverfahren der EU gegen Google als notwendig an. „Die Entscheidung der Kommission hat die Auffassung der Verleger bestätigt, dass Google seine Marktmacht für wettbewerbsverzerrende Suchmanipulationen missbraucht“, sagte VDZ-Präsident Hubert Burda.

Die Verbände werfen dem Internetkonzern seit langem vor, dass dieser in der Suche eigene Angebote bevorzuge. „Im weiteren Verfahren muss die EU-Kommission eine wirksame und nachhaltige Beseitigung aller Bedenken sicherstellen“, sagte BDZV-Präsident Helmut Heinen.

EU-Wettbewerbskommissar Almunia hat Google eine letzte Schonfrist eingeräumt, um die Vorwürfe des Missbrauchs seiner beherrschenden Suchmaschine auszuräumen. Dem Unternehmen drohen Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.

Mehr im Blog:

Merkel auf den Zeitschriftentagen: Verlage wollen die Hilfe der Politik im digitalen Wettbewerb

Mehr zum Thema:

Europäischen Kommission: Google muss sich rasch erklären

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1 Lesermeinung

  1. Abgesehen von der ethischen...
    Abgesehen von der ethischen Frage muss man sich überlegen, ob ein Gratisangebot wie Google-Search nicht überhaupt juristisch ganz frei entscheiden kann, was sie mit welchem Ranking auf eine Anfrage liefern will?
    .
    Die Frage ist offen, welche Algorithmen ‚fair‘ sind und imho wäre es am schönsten, wenn man das Ranking in gewissem Umfang parametrisieren könnte.

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