Medienwirtschaft

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Zeitschriften, Fernsehen, Internet: Wie sich die Welt der Medien dreht

Bezahlen im Netz: Zeitungsverlage steigern ihr Digitalgeschäft

Die deutschen Zeitungsverlage haben die Bezahlangebote im Internet ausgebaut. Nunmehr 107 Verlage, 30 Prozent mehr als im Vorjahr, erhalten jetzt auch im Netz Geld von ihren Lesern.

Das gab der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Dienstag in Berlin bekannt. Jeder dritte Internetnutzer in Deutschland zahlte im vergangenen Jahr im Durchschnitt 15 Euro für redaktionelle Onlineinhalte. Ein Jahr zuvor war dies erst jeder vierte Nutzer. Mit ihren gedruckten Ausgaben und digitalen Angeboten erreichen die Zeitungen jeden Tag etwa 52 Millionen Menschen.

BDZV-Geschäftsführer Dietmar Wolff forderte die Politik zur Unterstützung auf: Er verlangte Chancengleichheit gegenüber Internetunternehmen wie Google, keine Behinderungen durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den Ausbau des schnellen Internets in Deutschland. Er kritisierte die Bundesregierung für den Mindestlohn, wodurch die Zustellung sich um 230 Millionen Euro verteuert habe. Das mache es fast unmöglich, Menschen jenseits der Ballungsräume betriebswirtschaftlich sinnvoll zu beliefern.

Der Gesamtumsatz der Zeitungsverlage ging im vergangenen Jahr laut BDZV um 0,6 Prozent auf 7,8Milliarden Euro zurück. Davon machen die Vertriebsumsätze 4,8 Milliarden Euro aus.

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