Netzwirtschaft

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Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche. Wie sie sich auf Menschen und Märkte auswirkt, beleuchtet das Netzwirtschaft-Blog auf FAZ.NET.

Yang muss es richten

Jerry Yang als neuer Yahoo-Chef muss vor allem Begeisterung wecken - bei Mitarbeitern und Kunden. Yahoo darf nicht länger nur langweilig sein.

Terry Semel hat Yahoo erst aus der Krise heraus und dann wieder herein geführt. Dafür musste der Technikmuffel jetzt gehen. Sein Nachfolger ist der Gründer Jerry Yang. Was muss er ändern? Vor allem Begeisterung zurückbringen, bei den Mitarbeitern ebenso wie bei den Nutzern. Denn Yahoo-Produkte der vergangenen Jahre waren vor allem eins: langweilig. Nicht schlecht, aber die Begeisterung, wie sie zum Beispiel Google mit seinem Landkartendienst Maps oder der Desktopsuche hervorgebracht hat, wollte sich bei Yahoo-Entwicklungen partout nicht einstellen. Die Flickr-Mitgründerin Caterina Fake zusammen mit einem Entwicklerteam abseits des Hauptquartiers neue Produkte entwickeln zu lassen, könnte ein Weg sein. Ihre erste Entwicklung, Yahoo Pipes, hat unter den Technikfreaks schon mal die lange vermisste Begeisterung ausgelöst. Für den Massenmarkt ist Yahoo Pipes leider nicht geeignet. Yang braucht jetzt Produkte, über die man spricht. Flickr könnte so ein Produkt sein, wenn es aus den negativen Schlagzeilen raus ist.