Netzwirtschaft

Yahoos Antwort auf Google (Apps)

Yahoo übernimmt für 350 Millionen Dollar in bar das kalifornische Unternehmen Zimbra, das E-Mail, Kalender- und Kontaktfunktionen anbietet. Die Akquisition des 2003 gegründeten Unternehmens werde Yahoo helfen, seinen eigenen E-Mail-Dienst zu stärken und seine Präsenz in Universitäten und Unternehmen auszubauen, teilte Yahoo mit. Zimbra hat nach eigenen Angaben neun Millionen kostenpflichtige E-Mail-Postfächer vermietet.

Anders als zum Beispiel Microsofts Kommunikationslösung Outlook werden die Zimbra-Programme nicht auf den Computern der Anwender gespeichert, sondern zentral auf Internetrechnern meist großer Dienstleister. Da dieses Modell gerade von Google mit seinen Apps-Programmen forciert wird, gilt die Zimbra-Übernahme vor allem als Yahoos Antwort auf Google. Zimbra-Nutzer können aber ihre eigene Internetadresse behalten und die Programme auf Rechnern ihrer Wahl speichern, während die Google-Programme ausschließlich in den Rechenzentren des Unternehmens laufen.

Zimbra gehört zu einer Reihe von Akquisitionen, die Yahoo in den vergangenen Wochen unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Jerry Yang getätigt hat. Dazu gehören das Internet-Werbeunternehmen Blue Lithium und den Nachrichtendienst Buzz Tracker. Neben einigen Personaländerungen gehören die Übernahmen zum Yangs Plan, Yahoo im Wettbewerb mit Google fit zu machen.

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